AN/1649/2023
Städtischer Sozialer Wohnungsbau im Bezirk
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Anfrage (Die Linke BV8)
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Kalker Hauptstraße 247 – 273 51103 Köln Linke-BV8@stadt-koeln.de Eingang bei der Bezirksbürgermeisterin: 11.09.2023 AN/1649/2023 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 8 (Kalk) 21.09.2023 TOP 9.2.3 Städtischer Sozialer Wohnungsbau im Bezirk Sehr geehrter Frau Bezirksbürgermeisterin, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, DIE LINKE. Fraktion in der BV Kalk bittet Sie höflichst, um die Aufnahme der folgenden Anfrage auf die Tagesordnung zur 20. Sitzung der Bezirksvertretung Kalk in der Wahlperiode 2020/2025 am Donnerstag, den 21.09.2023 Auf der 41. Sitzung des Rates in der damals laufenden Wahlperiode vom 29. August 2018 (Sondersitzung zur Einbringung des Entwurfs der Haushaltssatzung für 2019) hielt Frau Oberbürgermeisterin die einleitende Haushaltsrede. Darin sagte sie laut Wortprotokoll der Sitzung unter anderem: „Gestatten Sie mir, exemplarisch einige zentrale Herausforderungen unserer w achsenden Metropole Köln auszuführen: Unser Ziel ist es, ausreichend bezahlbaren und hochw ertigen Wohnraum für alle Menschen sicherzustellen, die in Köln leben und die in Köln leben w ollen - und das w erden in den kommenden Jahrzehnten viele sein. Wir müssen als Stadt auch unsere Anstrengungen w eiter erhöhen, ausreichend barrierefreien Wohnraum für Seniorinnen und Senioren und Menschen mit Beeinträchtigungen zu schaffen, damit diese so lange w ie möglich ein selbstständiges Leben führen können. Und wir müssen bezahlbaren Wohnraum schaffen - beispielsweise für Familien oder junge Menschen, die Frau Bezirksbürgermeisterin Claudia Greven-Thürmer Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker - 2 - hier in Köln eine Familie gründen wollen, um sie nicht ans Umland zu verlieren. Für diesen Zweck stehen im neuen Haushaltsplan insgesamt 97 Millionen Euro bereit. Damit tritt die Stadt unter anderem künftig verstärkt selbst als Bauherrin im sozial geförderten Wohnungsbau auf. Aber natürlich ist und bleibt der städtische Wohnungsbau ganz w esentlich das Geschäft und die Aufgabe unserer Gesellschaft GAG Immobilien AG. Im gesamten Kölner Stadtgebiet ist zudem intensiv und auch erfolgreich nach w eiteren zum Wohnen geeigneten Flächen gesucht w orden, die es jetzt zu mobilisieren gilt. Und die von mir eingerichtete Wohnungsbauleitstelle nimmt immer w eiter Fahrt auf - auch dank einer nunmehr guten Personalausstattung.“ (Hervorhebung durch uns) Diese Haushaltssatzung wurde mehrheitlich verabschiedet. Ob auch in den Folgejahren etliche Millionen für diesen von Frau Oberbürgermeisterin genannten Zweck im Haushalt bereitgestellt wurden, entzieht sich noch unserer Kenntnis, da wir als Bezirksfraktion nicht alle gesamtstädtischen Haushaltspositionen kennen. Da die Oberbürgermeisterin in ihrer Rede explizit „Familien “ und „junge Menschen, die hier in Köln eine Familie gründen w ollen“ nannte, können die von der Stadt errichteten so genannten Sozialhäuser ausdrücklich nicht gemeint sein. Gleichzeitig zeigen die Zahlen über die Fertigstellung insbesondere von bezahlbarem und sozialgeförderten Wohnraum, dass das Ziel ausreichend bezahlbaren und hochw ertigen Wohnraum für alle Menschen sicherzustellen in Köln weder in 2019 noch in den Folgejahren erreicht wurde. Hierzu stellen sich uns die folgenden Fragen, um deren Beantwortung wir höflich bitten: 1. Welche Summen zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums – beispielsweise für Familien oder junge Menschen, die hier in Köln eine Familie gründen wollen – wurden in den folgenden Haushalten 2020; 2021; 2022 und 2023/2024 eingestellt? 2. Wie viele Wohnungen im sozial geförderten Wohnungsbau wurden durch die Stadt als Bauherrein seit dieser Zeit im Stadtbezirk Kalk geplant und/oder gebaut? (Bitte in absoluten Zahlen und in Anteil an Gesamtstadt) 3. Warum hat die Stadt Köln, um selbst als Bauherrin im sozial geförderten Wohnungsbau aufzutreten bisher keine rein städtische Wohnungsbaugesellschaft gegründet und wenn doch, warum ist uns das im Bezirk nicht bekannt? - 3 - 4. Wurden die seit 2019 in den Haushalten zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums veranschlagten Millionen Euro verausgabt und wenn ja wofür? Mit freundlichen Grüßen HP Fischer gez. Denis Badorf Fraktionsvorsitzender Stellvertretender Fraktionsvorsitzender
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1649/2023
- Typ
- Anfrage nach § 4 BV8 (Linke)
- Datum
- 14.09.2023
- Erstellt
- 12.09.2023 10:28