3978/2016
Förderung der ökumenischen Begegnungsstätte Café Bickolo e.V. im Haushaltsjahr 2017
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Anlage 1 zu 3978-2016_Vorabauszug Sozialausschuss
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Geschäftsführung Ausschuss Soziales und Senioren Herr Diener Telefon: (0221) 221 - 27467 Fax : (0221) 221 - 29047 E-Mail: sebastian.diener@stadt-koeln.de Datum: 28.03.2017 Auszug aus dem Entwurf der Niederschrift der Sitzung des Ausschusses Soziales und Senioren vom 09.03.2017 öffentlich 4.1 Förderung der ökumenischen Begegnungsstätte Café Bickolo e.V. im Haushaltsjahr 2017 3978/2016 Der Ausschussvorsitzende RM Paetzold hält das Projekt für sehr gut. RM Frau Hoyer findet das Projekt ebenfalls unterstützenswert, vermisst jedoch eine schriftliche Detaillierung des Projektes insbesondere im Hinblick auf die Kostensitua- tion. Herr Beigeordneter Dr. Rau sagt eine ausführliche Darstellung zu. Der Ausschuss Soziales und Senioren beschließt folgende Empfehlung an den Rat. Der Rat möge beschließen. Beschluss: Der Rat beschließt die Förderung der ökumenischen Begegnungsstätte Café Bickolo e. V. im Haushaltsjahr 2017 in Höhe von 35.000 € (im Haushaltsjahr 2018 mit 36.000 € und ab dem Haushaltsjahr 2019 mit 37.000 €). Die Mittel werden im Teilergebnis- plan 0507, Betrieb, Unterhaltung und Förderung von Bürgerhäusern und -zentren, in Teilplanzeile 15, Transferaufwendungen, zur Verfügung gestellt. Die Deckung erfolgt durch Wenigeraufwendungen im Teilergebnisplan 0507, Betrieb, Unterhaltung und Förderung von Bürgerhäusern und -zentren, Teilplanzeile 13, Auf- wendungen für Sach- und Dienstleistungen. Die Förderung in den Jahren 2018ff. erfolgt nach Maßgabe des jeweiligen Haushaltsplans. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt .
Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/50/503 Vorlagen-Nummer 3978/2016 Freigabedatum 23.02.2017 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Förderung der ökumenischen Begegnungsstätte Café Bickolo e.V. im Haushaltsjahr 2017 Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat beschließt die Förderung der ökumenischen Begegnungsstätte Café Bickolo e. V. im Haus- haltsjahr 2017 in Höhe von 35.000 € (im Haushaltsjahr 2018 mit 36.000 € und ab dem Haushaltsjahr 2019 mit 37.000 €). Die Mittel werden im Teilergebnisplan 0507, Betrieb, Unterhaltung und Förderung von Bürgerhäusern und -zentren, in Teilplanzeile 15, Transferaufwendungen, zur Verfügung gestellt. Die Deckung erfolgt durch Wenigeraufwendungen im Teilergebnisplan 0507, Betrieb, Unterhaltung und Förderung von Bürgerhäusern und -zentren, Teilplanzeile 13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen. Die Förderung in den Jahren 2018ff. erfolgt nach Maßgabe des jeweiligen Haus- haltsplans. Alternative: Der Rat beschließt die ökumenische Begegnungsstätte Café Bickolo e.V. nicht zu fördern. Ausschuss Soziales und Senioren 09.03.2017 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 20.03.2017 Finanzausschuss 03.04.2017 Rat 04.04.2017 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme im Haushaltsjahr 2017 35.000 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): im Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. im Haushaltsjahr 2018 36.000 € ab Haushaltsjahr 2019 37.000 € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Begründung Die Begegnungsstätte Café Bickolo liegt im Stadtteil Westend in der Clemens-Hastrich-Str. 11 (Stadt- bezirk Ehrenfeld). Sie wurde 1995 von der evangelischen Kirche eröffnet und wird seit 2007 vom Ver- ein „Ökumenische Begegnungsstätte Café Bickolo e.V.“ betrieben, der paritätisch von Mitgliedern der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden in Bickendorf besetzt ist. Das Café Bickolo ist gemeinnützig, im Dachverband Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe organisiert und anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Das Westend ist einer der Stadtteile im Sozialraum Bickendorf/Westend/Ossendorf. Es zeichnet sich durch einen hohen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund, von Familien mit Kindern, beson- ders von Alleinerziehenden mit Kindern und von Beziehern von Transferleistungen aus. Bickendorf/Westend/Ossendorf ist einer der 11 Sozialräume, in denen der Bedarf an unterstützenden Angeboten kontinuierlich besonders hoch ist. Das vom Rat beschlossene Rahmenkonzept „Lebens- werte Veedel – Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln“ ist Grundlage des sozialräumlichen Han- delns (www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/soziales/lebenswerte-veedel), konkretisiert durch das „Inte- grierte Handlungskonzept ‚Starke Veedel – Starkes Köln‘“ (www.starke-veedel.koeln). Ziel ist die Ver- besserung der Lebensbedingungen der Menschen im Veedel. Das Café Bickolo wird mit der Zielsetzung betrieben, eine Begegnungsstätte anzubieten, die Raum für Nachbarschaftshilfe, Gemeinwesenarbeit, Beratung und kulturelle sowie spirituelle Angebote schafft. Durch niedrigschwellige Angebote soll das Zusammenwachsen der Bewohnerschaft im Wes- tend gefördert werden und besonders Menschen in prekären Lebenslagen sollen beraten und mit bedarfsgerechten Angeboten versorgt werden. Die Begegnungsstätte Café Bickolo bietet den Bewohnerinnen und Bewohnern an 5 Tagen in der Woche: 3 - Café Bickolo als sozialer Treffpunkt, - Familien-Gesundheitsprojekt (Beispielsweise ein Kochbuch „Gesund & Günstig“), - Soziale Beratung, - Kleiderkammer, - Schülernachhilfe, - Mädchengruppe, - Seniorenclub und - Stadtteilarbeit mit Aktionen wie beispielsweise Kinderaktionstagen oder Stadtteilfesten. Die Sozialberatung ist immens wichtig und wird seit vielen Jahren unter immer wieder wechselnden Finanzierungs- und Fördervoraussetzungen vom „Café Bickolo“ und dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getragen. Es liegt am Clemens-Hastrich-Platz, der die Mitte der Siedlung bildet. Am Platz gibt es immer wieder große Schwierigkeiten und Probleme innerhalb der Mieterschaft, wel- che sich u.a. an der starken Fluktuation der Mieter mit einer Wohnung zum Platz hin bemerkbar ma- chen. Abends und am Wochenende werden z.B. die Hochbeete stark verwüstet, Pflanzen gestohlen oder als Hundeklo benutzt. Des Weiteren gibt es Nachbarschaftsprobleme wegen Müll und fußball- spielender Kinder. Es kommt immer wieder zu Spannungen zwischen Nachbarn mit unterschiedlichs- ten kulturellen Hintergründen. Das Café Bickolo kann dies alles zwar nicht verhindern, aber immer wieder schlichten und Themen im Verbund mit anderen Einrichtungen aufgreifen. Es trägt stark dazu bei, Frieden und Ausgleich im Alltag zu stiften und notfalls Partner ins Boot zu holen. Es ist eine Institution im öffentlichen Raum und Andockstelle für viele Menschen mit verstärktem Hilfebedarf. Die niederschwelligen Angebote sind von geradezu herausragender Bedeutung für den Stadtteil. Ein weiterer Schwerpunkt der letzten Jahre lag in der Stärkung und Vernetzung von Familien mit be- sonderen sozialen Problemlagen, insbesondere in den Bereichen Gesundheit und Prävention. Insbe- sondere Mütter und alleinerziehende Mütter nehmen Hilfeangebote wahr. Bei allen Angeboten ist das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe zentral. Zukünftig kann das Café Bickolo einen wichtigen Beitrag bei der Integration der Flüchtlinge leisten, die momentan noch in Großunterkünften in Bickendorf/Westend untergebracht sind. Schon jetzt trägt es aktiv zur Integration von Bewohnerinnen und Bewohnern mit Migrationshintergrund und zum Erhalt des sozialen Friedens bei. Neben wenigen hauptamtlich in Teilzeit oder auf Honorarbasis Mitarbeitenden wird ein großer Teil der Arbeit von ehrenamtlich engagierten Personen aus dem Westend getragen. Die Ausrichtung der sozialen Arbeit wird mit dem Sozialraumkoordinator abgestimmt. Eine Vernet- zung mit anderen Anbietern ist über die Sozialraumkoordination, die Stadtteilkonferenz Bickendorf, das GAG-Sozialraummanagement sowie die enge Vernetzung mit der katholischen und evangeli- schen Kirchengemeinde und die jahrelange Präsenz im Stadtteil gewährleistet. Ausweislich der vorgelegten Finanzierungsübersicht für 2017 – 2019 entfallen gegenüber den Vorjah- ren voraussichtlich Projekt- und Stiftungsmittel in Höhe von circa 18.000 €. Zudem sinken die Zu- schüsse der Kirchengemeinden, Privat- und Firmenspenden sowie kommunale Bezirks- und Sozial- raummittel. Ausgabenseitig rechnet der Trägerverein mit höheren Honorar- und Sachkosten wegen Ausweitung der wichtigen Sozialberatung, Hausaufgabenhilfe, Kindergruppe und Familienworkshops. Der Trägerverein rechnet mit einem Defizit von 35.000 € in 2017 und beantragt für 2017 eine kom- munale Förderung des Café Bickolo in Höhe von 35.000 €: Zum Erhalt einer festangestellten Sozial- pädagogin (0,5 Stelle), die die Begegnungsstätte leitet und die Angebote koordiniert, und für eine auf 450 €-Basis festangestellte Mitarbeiterin. Weitere Kosten fallen für Honorare und Sachkosten an. Für die Folgejahre werden 36.000 € (2018) und 37.000 € (2019) beantragt. Der Antrag beschreibt den Bedarf einer erforderlichen Grundförderung. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass die für 2019 beantragte Förderung dauerhaft benötigt wird. Aus Sicht der Verwaltung leistet das Café Bickolo einen äußerst wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Bewohnerinnen und Bewohner des Westend und zur Stabilisierung des Stadtteils. Es ist im Westend die einzige Beratungsstelle sowie einzige Begegnungsstätte, insbeson- 4 dere auch für alleinerziehende Mütter. Die Bewohnerinnen und Bewohner mit Hilfe- und Unterstüt- zungsbedarf haben keine Ausweichmöglichkeit. Damit das Café Bickolo seine Funktionen als Ort viel- fältiger lebenspraktischer Hilfen und als Stabilisator innerhalb der Siedlung aber wirklich ausfüllen kann, müssen die immer wiederkehrenden existenziellen Finanzierungprobleme mit einer auskömmli- chen Grundfinanzierung behoben werden. Ohne öffentliche Förderung ist das Café Bickolo akut von der Schließung bedroht. Zudem würde das Vertrauen in die Institution und die langjährigen Netzwerke zwischen Bewohnerinnen und Bewohnern und den Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle verloren gehen. Die gesamte Sozialraumarbeit würde bleibenden Schaden nehmen. Eine Schließung des Café Bickolo hätte massive Folgen. Dies ist auch die eindeutige Einschätzung des Sozialraumkoordinators, der eine Bezuschussung durch die Stadt Köln befürwortet. Im Haushaltsplan 2016/2017 sind in Teilergebnisplan 0507, Betrieb, Unterhaltung und Förderung von Bürgerhäusern und -zentren, in Teilplanzeile 13 - Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen, für das Haushaltsjahr 2017 u. a. Aufwendungen für Wasser- und Energiekosten der städtischen Einrich- tungen veranschlagt. Diese Mittel werden aufgrund der aktuell günstigen Energiepreise voraussicht- lich nicht in voller Höhe benötigt und können insoweit im Rahmen einer Sollverlagerung innerhalb des Teilergebnisplans 0507 in die Teilplanzeile 15 - Transferaufwendungen, zur Finanzierung des Zu- schusses eingesetzt werden. Die Bezuschussung in den Haushaltsjahren 2018 ff. erfolgt im Rahmen der in der mittelfristigen Fi- nanzplanung veranschlagten Mittel (ebenfalls haushaltsneutral). Zur Dringlichkeit: Ein Ratsbeschluss im April ist erforderlich, da das Café Bickolo sonst wegen fehlender Eigen- und Drittmittel akut von der Schließung bedroht ist und erhebliche soziale Folgeprobleme entstünden.
Anlage 2 zu 3978-2016_Einnahmen_Ausgaben Café Bickolo
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Cafe Bicolo Finanzplan 2017 Überarbeitung Zuschuss Kirchen- gemeinden und Sammlungen beantragte kommunale Förderung Projekt- und Stiftungsmittel GAG/ EC Stiftung Bezirksmittel selbst generierte Mittel (Wirtschafts- betrieb, Spenden) Summe Einnahmen Ausgaben 15.000,00 35.000,00 10.500,00 5.000,00 2.200,00 8.900,00 76.600,00 Personalkosten (sozialversicherungspflichtige Beschäftigte) für Basisangebot des Cafés 49.500,00 12.400,00 35.000,00 2.100,00 49.500,00 0,00 Verbrauchsmaterialien Café Betrieb 4.200,00 4.200,00 4.200,00 0,00 Ferienspielwoche Sommer und Herbst 5.800,00 1.100,00 2.500,00 2.200,00 5.800,00 0,00 Stamm-Gruppenangebote Honorarkosten für Familien und Erwachsene 1.500,00 1.500,00 1.500,00 0,00 Stamm-Gruppenangebote - Sachkosten und Vergütungen für Ehrenamtliche Mitarbeiter 2.000,00 1.500,00 500,00 2.000,00 0,00 Projekt-Gruppenangebote - Honorarkosten Nachhilfe und Mädchenarbeit (aus Stiftungs- und Projektmitteln) 8.000,00 8.000,00 8.000,00 0,00 Projekt-Gruppenangebote - Sachkosten für Projekte aus Stiftungs- und Projektmitteln 1.000,00 500,00 500,00 1.000,00 0,00 Miete und Nebenkosten (wird von GAG getragen) 0,00 0,00 0,00 Mietnebenkosten (Strom ,Telefon, Versicherung) 2.100,00 1.500,00 600,00 2.100,00 0,00 Reparaturen und Ausstattung 2.000,00 1.500,00 500,00 2.000,00 0,00 Sonstiges 500,00 500,00 500,00 0,00 Summe Ausgaben 76.600,00 76.600,00 Personalkosten (sozialversicherungspflichtige Beschäftigte) für Basisangebot des Cafés Verbrauchsmaterialien … Ferienspielwoche Sommer und Herbst Stamm- Gruppenangebote Honorare Stamm - Gruppenangebote Sachkosten und Vergütungen Projekt-Gruppenangebote Honorarkosten Projekt- Gruppenangebote - Sachkosten Mietnebenkoste Reparaturen und Ausstattung Sonstiges AUSGABEN 2017 Zuschuss Kirchen- gemeinden und Sammlungen beantragte kommunale Förderung Projekt- und Stiftungsmittel GAG/ EC Stiftung Bezirksmittel selbst generierte Mittel (Wirtschafts-betrieb, Spenden) EINNAHMEN 2017
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3978/2016
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 28.03.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27