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1815/2024

Tanztriennale 2026 - Bewerbung der Stadt Köln als Austragungsort

Mitteilung Ausschuss 06.06.2024

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 18.06.2024, TOP 8.4

Anlage 2 Bewerbung Tanztriennale Stadt Köln

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Mitteilung Ausschuss

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Anlage 1 Ausschreibung „Tanztriennale 2026" der Kulturstiftung des Bundes

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Anlage 2 Bewerbung Tanztriennale Stadt Köln

34872 Zeichen

T anztriennale  
2026
Bewerbung als  
Austragungsort
Far From the Norm © Camilla Greenwell

2
Motivationsschreiben
Starkes Bekenntnis  
zum T anz in Köln
Es tut sich gerade einiges in Köln, um den Tanz in der Millionenmetropole zu stärken und 
sichtbarer zu machen: Die Stadt Köln hat beschlossen, ab 2025 ein neues, professionelles 
Tanzensemble in der Stadt einzurichten und dafür den Tanz wieder fest als eigenständige 
dritte Sparte neben Oper und Schauspiel an den Bühnen Köln zu etablieren. Die Ausschrei-
bung für eine künstlerische Leitung oder ein kuratorisches Kollektiv für diese Sparte läuft 
derzeit und wird in diesem Sommer abgeschlossen sein. Als Finanzierung sind seitens der 
Stadt Köln per Ratsbeschluss zusätzliche Mittel aus dem städtischen Kulturetat und von der 
Stadt Köln eingeworbene Drittmittel in Höhe von 2,6 Millionen Euro pro Jahr fest zugesagt. 
Gleichzeitig plant die Stadt Köln eine große Tanzoffensive auch im Bereich der Freien Sze-
ne: Das DEPOT auf dem Gelände des ehemaligen Carlswerks in Köln-Mülheim, das vom 
Team des scheidenden Schauspielintendanten Stefan Bachmann zunächst als improvisierte 
Ausweichspielstätte während der Sanierung der Theaterbauten in der Kölner Innenstadt in 
Betrieb genommen wurde, hat sich über die vergangenen Jahre zu einem der urbansten 
und lebendigsten Kulturorte der Stadt entwickelt. Die Stadt Köln hat beschlossen, diesen 
einzigartigen Ort auch nach dem Rückzug des Schauspiels in die Innenstadt als Spiel- und 
Produktionsort zu erhalten. Ab 2025 sollen hier die neue Sparte Tanz beheimatet sein und 
einzelne Produktionen des Schauspiels unter dem neuen Intendanten Kay Voges gezeigt 
werden. Vor allem aber soll hier ein Arbeits- und Produktionshaus für die Freie Kölner Szene 
mit dem Schwerpunkt Tanz entstehen. Auch hierfür stellt die Stadt Köln erhebliche zusätz-
liche finanzielle Mittel zur Verfügung, die zum großen Teil direkt in die Förderung der Freien 
Tanzszene in Köln fließen werden. 
In Köln entsteht so nicht nur ein neues Produktionshaus, dass es so in der Stadt bisher nicht 
gegeben hat und das Freie Szene und öffentlich geförderten Tanz und Theater miteinander 
verbindet, sondern auch ein kaum zu übersehender neuer Schwerpunkt Tanz innerhalb der 
Kölner Kulturlandschaft. 
Die Stadt Köln setzt hiermit in Zeiten knapper Kassen ein ungewöhnliches und klares Zei-
chen für den zeitgenössischen Tanz in seinen unterschiedlichen Ausdrucksformen. Ein 
größeres Bekenntnis zum Tanz hat es in der Stadt in den vergangenen Jahrzehnten nicht 
gegeben. In Köln entsteht so gerade die große Chance, nicht nur die Nachfolge der erfolg-
reichen Arbeit des BALLET OF DIFFERENCE des Choreografen Richard Siegal nachhaltig 
zu verstetigen und auszuweiten, sondern es ist auch das erklärte Ziel der Stadt, dem Tanz 
innerhalb der Stadt wieder die Bedeutung und nationale und internationale Ausstrahlung

3
zurückzugeben, den er in Zeiten des KÖLNER TANZ-FORUMS oder der INTERNATIONALEN 
SOMMERAKADEMIE DES TANZES in Köln hatte. 
Die Ansiedlung der TANZTRIENNALE in Köln wäre ein konsequenter und logischer Baustein 
innerhalb dieser Konzeption für den Schwerpunkt Tanz in Köln. Gerade in Hinblick auf eine 
Sichtbarmachung und Verknüpfung der verschiedenen Institutionen und Szenen, die in Köln 
für zeitgenössischen Tanz in den unterschiedlichsten Ausprägungen stehen, wäre die Tanz-
triennale ein wichtiger Impulsgeber und ein guter Anknüpfungspunkt. Gleichzeitig würde die 
Tanztriennale noch einmal unterstreichen, welche Bedeutung der Tanz in Köln hat, gerade 
auch wenn es um nationale und internationale Impulse und um eine Sichtbarmachung des 
Tanzes über Köln hinausgeht.
Hinzu kommt, dass sich die Kölner Kulturlandschaft durch den Umzug des Theaters zurück 
an den Kölner Offenbachplatz nach über 10 Jahren Sanierung, den Wechsel der Intendanz 
des Schauspiels, Spartenerweiterung Tanz und die programmatische Nach- und Neunut-
zung des DEPOTS in Köln-Mülheim derzeit im produktiven Umbruch befindet. Kommt die 
Tanztriennale zum jetzigen Zeitpunkt nach Köln, stößt sie nicht auf festgefahrene Struktu-
ren, sondern gerade im Tanz auf eine positive Bewegung, in der eine Berücksichtigung der 
besonderen Belange und Notwendigkeiten für eine erfolgreiche Durchführung der Tanztri-
ennale die besten Voraussetzungen findet.
Dadurch könnte – und das wäre sehr im Sinne der Stadt Köln! – die Tanztriennale in Köln 
auch mehr sein als ein einmaliges Ereignis und stattdessen längerfristig in Köln beheimatet 
sein und so einer nachhaltigen Kulturpolitik und einem dauerhaften kreativen Austausch 
im Bereich Tanz Rechnung tragen. Denn das, was gerade in Köln Fahrt aufnimmt, ist keine 
kurzfristige Projektpolitik, sondern der erklärte Versuch, den Tanz in Köln für die nächsten 
Jahrzehnte dauerhaft und konsequent aufzuwerten.
Tanz wird derzeit in Köln in die Zukunft gedacht. Es wäre ein schönes Zeichen, wenn die 
Tanztriennale ein Teil dieser Zukunft sein würde. 
Motivationsschreiben

Kölner  
Stimmen
Nederlands Dans Theater © Rahi Rezvani

5
Kölner Stimmen
Univ.-Prof.in Dr. Claudia Steinberg, Leiterin des Instituts für Tanz und 
 Bewegungskultur an der Deutschen Sporthochschule Köln
Hein Mulders, Intendant Oper Köln
„Als Leiterin des Instituts für Tanz und Bewegungskultur der Deutschen 
Sporthochschule Köln unterstütze ich den Antrag zur Austragung der 
Tanztriennale im Sommer 2026, da eine hiermit einhergehende stärkere 
Vernetzung der Bühnen und der Hochschulen der Stadt Köln sich positiv 
auf die Sichtbarkeit unseres Ausbildungsstandortes auswirken wird. 
Insbesondere für die aktuellen Studierenden unseres „B.A.“ sowie „M.A. 
Tanz – Vermittlung, Forschung, künstlerische Praxis“ bietet das Format 
vertiefte Einblicke und eine Vernetzung sowie Berufsorientierung. In der 
mit der Veranstaltung einhergehenden Sichtbarkeit und Strahlkraft für 
das Berufsfeld T anz sehe ich großes Potenzial, auch für die Gewinnung 
zukünftiger Studierender. “
„Von Köln geht stets ein starker Impuls der zeitgenössischen 
T anzszene aus, nicht zuletzt durch die zahlreichen Gastspiele 
international renommierter T anzkompanien auf unseren Bühnen. 
Auch aktuell setzen wir mit der Ausschreibung einer neuen Tanzsparte 
sowie der Neuausrichtung des Depots als Haus der performativen 
Künste – und damit auch spartenübergreifend – wichtige Pfeiler für 
die Zukunft. Daher wäre es ein großer Gewinn und eine Freude, die 
Tanztriennale 2026 in Köln auszurichten und so auch im Austausch 
mit dem Publikum neue Impulse zu setzen!“
„I am a freelancer choreographer based in Cologne, eager and hopeful that the 
upcoming Tanztriennale planned for 2026 will be held in Cologne. I am confident 
that this event will provide a unique opportunity for Cologne to establish itself in 
the international dance arena. I am convinced that In case we are given the honor of 
hosting the Tanztriennale, we will strive not only to showcase the local scene but also to 
promote Cologne as a welcoming home for artists and guests from around the world. “
Reut Shemesh, Choreograph

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Stephanie Thiersch, Choreographin und Regisseurin
Stefan Charles, Beigeordneter für Kunst und Kultur der Stadt Köln
„Die T anztriennale ist eines der wichtigsten Events für den Tanz in Deutschland und 
auch darüber hinaus auch im internationalen Kontext bekannt und gilt als wichtige 
Schnittstelle zum Austausch/Netzwerken und der Professionalisierung der Szene. 
Köln möchte sich in den nächsten Jahren als Tanzstadt etablieren und niemals zuvor 
standen die Zeichen so günstig wie jetzt. Die Stadt wird im nächsten Jahr ein neues 
Zentrum für den T anz in den Interims-Gebäuden des Schauspiels Köln gründen und mit 
eigenem Kompanie-Konzept und einem innovativen Konzept zur Stärkung der lokalen 
Szene und des internationalen Tanzes an die glanzvollen Zeiten des der 80er/90er 
Jahre (u.a. Tanzforum) anknüpfen. Als international Tanzschaffende nach fast 25 
Jahren mit Basis in Köln sind für mich die derzeitigen Entwicklungen überaus positiv. 
Die Ausrichtung der Tanztriennale würde perfekt zur kulturellen Neuausrichtung der 
Stadt passen und von Seiten der Kölner Player:innen auf großen Enthusiasmus und 
Engagement stoßen. “
„Als bedeutendes internationales Festival bietet die Tanztriennale 
eine Plattform für renommierte und aufstrebende Choreograf*innen 
sowie T anzkompanien aus der ganzen Welt. Das Festival fördert 
den interkulturellen Austausch, beleuchtet aktuelle Trends und trägt 
durch Workshops, Diskussionen und Performances wesentlich zur 
Weiterentwicklung der Tanzszene bei. Die Triennale rückt die Vernetzung 
innerhalb der globalen T anzgemeinschaft in den Fokus und deckt sich 
in diesem Streben perfekt mit Kölns Zielsetzung, sich international als 
bedeutendes Tanzzentrum zu positionieren. Hierfür stärkt die Stadt den 
Tanz vor allem durch die Gründung einer eigenen T anzkompanie an den 
städtischen Bühnen sowie eine ambitionierte und innovative Neukonzeption 
zur Nachnutzung des Depots in Mülheim. Von der Durchführung der 
Tanztriennale in Köln verspreche ich mir starke Impulse für die kreative 
Entwicklung der T anzszene und eine ideale Unterstützung von bereits 
angestoßenen Entwicklungen in unserer Stadt. “
Kölner Stimmen

7
„Köln hat die größte Dichte an Tänzer*innen und T anzkompanien in ganz NRW, 
ein künstlerisches Potential, das nicht nur regional und national Strahlkraft 
entfaltet, sondern auch international von Bedeutung ist. Im Zuge der Schaffung 
eines Zentrums für den Tanz im Depot in Köln-Mülheim wäre die Ausrichtung 
der Tanztriennale 2026 eine starke Akzentsetzung auf dem Weg, Köln weiter zu 
einer bedeutenden Stadt für den T anz zu machen. Und zum anderen wäre es 
ein Zeichen der Anerkennung der künstlerischen Arbeit der Freien Szene und 
ein Heben ihrer Potentiale. “
Angie Hiesl & Roland Kaiser, beide Regisseur*in und Choreograph*in
Rick Kam, Fachbereichsleiter Tanz, Tanzakademie der Rheinischen  Musikschule Köln
Emanuele Soavi, Choreograph
„Die Stadt Köln beherbergt ein breites Spektrum an interdisziplinär 
agierenden und international renommierten Playern und Institutionen. 
Als ein lebendiger Ort in dem die Forschung, der Austausch und die 
Vermittlung der T anzkunst fest verankert sind verfügt die Stadt Köln 
über die best möglichen strukturellen Voraussetzungen um die erste 
Tanztriennale auszutragen. “ 
„Es gibt eine große Vision für den T anz in Köln, es gibt eine einmalige 
Konstellation für die Weiterentwicklung des Tanzes in Köln – gleichzeitig 
in allen Szenen! Dieses Momentum zu nutzen und ein neues Haus 
für den T anz mit der Geburt der T anztriennale zu verknüpfen, 
wäre ein Clou – und mit ziemlicher Sicherheit das Beste, was uns 
Tanzschaffenden, dem Tanz und seiner Strahlkraft in Köln, bundesweit 
und international passieren könnte. “
Kölner Stimmen

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„Die Gegenwart des Tanzes neu gestalten. Eine Stadt im Aufbruch. Wer 
sich dabei an die 1960er Jahre in Köln erinnert, liegt genau richtig! In jenen 
Jahren wurden im kreativen Miteinander von Kunst, Kulturpolitik und 
Stadtgesellschaft Strukturen und Institutionen entwickelt, die Köln bis heute 
zu einem Fixpunkt von T anzausbildung, T anzforschung und Bewahrung des 
tanzkulturellen Erbes machen. Die Stärken einer Stadt und ihrer Tradition 
nutzen. Ich würde mich freuen, wenn es gelingen würde, Köln im Rahmen der 
Tanztriennale erneut zu einem Zentrum des zeitgenössischen T anzes und 
einem Ort inspirierender Diskussionen mit Impulsen und Visionen für den 
Tanz von Morgen zu machen. “ 
„Köln beherbergt eine der lebendigsten und vielfältigsten Tanzszenen in NRW. Die 
Tanztriennale in Köln auszurichten, wäre ein „perfect match“, da in der Spielzeit 
2025/26 die innovative Neuausrichtung des Depots beginnt. Dieses zukünftige 
Kooperationshaus für T anz und Performance wird ein wegweisender Ort für die 
Zusammenarbeit der neuen Tanzsparte und der freien Szene sein und bietet somit 
die ideale Plattform für die T anztriennale. “
„Es scheint mir, dass die gegenwärtige politische Situation die 
Dringlichkeit mit sich bringt, sich mit der ethisch-ästhetischen und 
politischen Dimension und Verantwortung auseinanderzusetzen, die 
mit künstlerischem Ausdruck einhergeht. In einem solchem Prozess, 
der Rückkopplung und Ablenkung, Dringlichkeit und blinde Flecken 
thematisiert, sehe ich eine Tanztriennale in Köln mit den hier ansässigen 
und in den Bereichen T anzkunst, T anzwissenschaft, T anzvermittlung, 
Hochschulausbildung und Archiv wirksamen Playern als ein 
förderliches Signal. “
Thomas Thorausch, Stellv. Leiter des Deutschen Tanzarchivs Köln
Barbara Fuchs, Choreographin
Vera Sander, Professorin Zentrum für Zeitgenössischen Tanz /  
Hochschule für Musik und Tanz Köln
Kölner Stimmen

Konzeption  
und Ausblick

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Konzeption und Ausblick
Der T anz in Köln
Köln war immer eine Tanzstadt. Über Jahrzehnte hinweg gingen von Köln durch hier arbei-
tende herausragende Kompanien und Choreograf:innen immer wieder wegweisende Im-
pulse für die nationale und internationale Tanzlandschaft aus. Berteits kurz nach dem Enga-
gement des renommierten Choreografen Aurel von Milloss Anfang der 1960er Jahre gelang 
es, die INTERNATIONALE SOMMERAKADEMIE DES TANZES in Köln anzusiedeln, die dort 
zur länderübergreifenden Plattform eines kreativen Austausches für Tanzschaffende aus 
ganz Europa wurde. Und spätestens das KÖLNER TANZ-FORUM setzte nach seiner Grün-
dung in den 1970er Jahren als erste nicht-klassisch arbeitende Tanzkompanie in der Bun-
desrepublik viele Jahre lang von Köln aus internationale Maßstäbe für den modernen Tanz. 
Choreograf:innen wie Glen Tetley, John Butler, Christopher Bruce oder Hans van Manen 
produzierten hier viele ihrer wichtigsten Arbeiten. Vor allem der Kompanieleiter und leitende 
Choreograf JOCHEN ULRICH sorgte über mehrere Dekaden hinweg für ein weit über Köln 
hinaus bekanntes Tanztheater und für eine große Tanzbegeisterung in der Stadt, bis das 
TANZ-FORUM durch die Zwänge einer neu errichteten Generalintendanz an den Bühnen 
Köln zunächst in eine schlecht finanzierte Unabhängigkeit entlassen und schließlich aufge-
löst wurde. 
L-E-V © Stefan Dotter

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Es ist kein Geheimnis, dass die Erfolgsgeschichte des modernen Tanzes in Köln mit ihren 
begeisternden Anfangsjahren danach zunächst nicht lückenlos fortgeführt werden konnte. 
Der Versuch einer Tanzensembleneugründung mit der Choreografin Amanda Miller und ihrer 
Kompanie PRETTY UGLY im Jahr 2004 konnte nicht an die alte Strahlkraft anknüpfen und 
wurde schließlich abgebrochen.
T anz Köln – internationale T anzgastspiele  
auf höchstem Niveau
Was geblieben ist, ist der ungebremste Enthusiasmus für den Tanz beim Publikum der Stadt 
und bei den in Köln beheimateten Künstlerinnen und Künstlern, die sich nicht zuletzt in der 
fulminanten Gastspielreihe TANZ KÖLN niederschlägt, mit der die Tanzkuratorin Hanna Kol-
ler seit 2009 in jeder Spielzeit zahlreiche internationale Kompanien und Choreograf:innen in 
Köln versammelt und im Gastspielbetrieb präsentiert. Auf den Bühnen von Oper und Schau-
spiel, die dafür ihre spielfertigen Häuser zur Verfügung stellen, zeigen international renom-
mierte Choreograf:innen und Tänzer:innen der Gegenwart wie Hofesh Shechter, Sidi Larbi 
Cherkaoui, Akram Khan, Wim van de Keybus und Ultima Vez oder Peeping Tom und viele 
Konzeption und Ausblick
Trajal Harrel © Reto Schmid
Nederlands Dans Theater © Rahi Rezvani Ultima Vez © DannyWillems

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andere ihre Arbeiten und machen so in Köln die ganze Bandbreite des modernen zeitgenös-
sischen Tanzes sichtbar. Das Kölner Publikum stellt dabei mit einer Auslastung der Gast-
spielreihe von nahezu 100 Prozent nicht nur seine anhaltende Begeisterung für den Tanz 
unter Beweis, sondern gehört durch die besondere Exzellenz und Vielfalt der Gastspielreihe 
TANZ KÖLN im Bereich Tanz sicher auch zu den seherfahrensten in Deutschland.
Lebendige Freie T anzszene in Köln: 
T anzFaktur und andere Player
Parallel hat sich in Köln über die letzten Jahre und Jahrzehnte hinweg eine diverse und akti-
ve freie Tanzszene mit hohem Publikumszuspruch, innovativer Dynamik und internationaler 
Ausstrahlung entwickelt - zu der beispielsweise die Kompanie MOUVOIR der Choreografin 
Stephanie Thiersch gehört, die seit vielen Jahren mit ihren Tänzerinnen und Tänzern in Köln 
arbeitet und von hier aus bundes- und europaweit auf Gastspielreise geht. Oder auch junge 
Künstler:innen, wie die in Israel geborene und in Köln lebende Choreografin Reut Shemesh, 
die derzeit mit in Köln produzierten Tanzarbeiten international für Aufmerksamkeit sorgt.
Until the Beginnings © Martin Rottenkolber
Konzeption und Ausblick

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Durch die Arbeiten der lebendigen Freien Tanzszene haben sich so neben den städtisch 
geförderten Bühnen kontinuierlich arbeitende, professionelle Strukturen mit mehreren de-
zentralen Produktions- und Spielorten entwickelt, die alle ein eigenes künstlerisches und 
strukturelles Profil ausgebildet haben. So reicht die Bandbreite der in Köln aktiven Tanz-
Kunstorte von einem Künstler:innen-Netzwerk wie dem seit 2006 etablierten Produktions-
zentrum Barnes Crossing über die ehrenfeldstudios, deren Fokus auf interdisziplinärem 
Arbeiten liegt, bis hin zu Netzwerken, wie das Quartier am Hafen, die einen Schwerpunkt auf 
Forschung und Residenzen legen. 
Insbesondere aber die landes- und bundesweit geförderte TANZFAKTUR, die in der Kölner 
Kulturszene nicht nur als Aufführungsort, sondern auch als wichtiger Proben- und Arbeits-
raum für die Freie Szene fungiert, ist ein zentralerr Ort für den Tanz in Köln, als Treffpunkt für 
die größte Freie Tanzszene in NRW.
Alle Initiativen des Tanzes in Köln greifen ineinander und verstehen die Neuausrichtung des 
Depots als integrativen Ort für den Tanz in Köln: ein Ort, der offen ist für die Etablierung 
neuer Strukturen der Zusammenarbeit und der sowohl künstlerische als auch strukturelle 
Experimente initiiert, durchführt und reflektiert. Als Knotenpunkt aller Aktivitäten fungiert 
das nrw landesbuero tanz, ebenfalls mit Sitz in Köln. 
Stefanie Thiersch / mouvoir © Martin Rottenkolber
Konzeption und Ausblick

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Neustart T anz: Richard Siegal und das Ballet 
Of Difference
Gleichzeitig gab und gibt es in Köln immer ein starkes Bewusstsein für die Wichtigkeit eines 
eigenen in Köln beheimateten professionellen und durch öffentliche Gelder finanzierten 
Tanzensembles und damit für eine kontinuierliche und nachhaltige Förderung des Tanzes 
durch die Stadt Köln. 
Die Stadt Köln hat deshalb ab der Spielzeit 2016/17 unter der Federführung des Kölner 
Schauspiels die neu gegründete Kompanie des amerikanischen Choreografen RICHARD 
SIEGAL nach Köln geholt. Als Kooperation von Schauspiel Köln und Tanz Köln, den Muffat-
werken in München, den Städten Köln und München und dem Land NRW entstand so – zu-
nächst über eine Projektförderung, später über eine langlaufende Konzeptionsförderung 
– das BALLET OF DIFFERENCE als modellhafte, städte- und länderübergreifende Zusam-
menarbeit im Bereich Tanz. Das BALLET OF DIFFERENCE hat seinen Arbeitsschwerpunkt 
in Köln und ist dort beheimatet, doch es ist mit Köln und München in zwei Städten zugleich 
verankert. Produktionen entstehen an beiden Orten, vor allem aber in Köln, werden ausge-
tauscht und ziehen von diesen beiden Städten aus als Gastspiele weiter in die Welt. 
© Thomas Schermer
Konzeption und Ausblick

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Das BALLET OF DIFFERENCE interagiert dabei interdisziplinär nicht nur in der Zusammen-
arbeit mit den die Kompanie tragenden Institutionen, sondern auch in allen Grenzbereichen, 
die sich aus der Zusammenarbeit des Tanzes mit anderen Künsten ergeben: Mit Schauspiel, 
Musik,  Bildender Kunst oder auch mit Design und Architektur. Inhaltlich ist das BALLET OF 
DIFFERNCE in jeder Hinsicht divers: Sowohl in der namensgebenden, programmatischen 
Zusammenstellung seiner Tänzerinnen und Tänzer mit ihren vielfältigen Herkünften aus ver-
schiedenen Nationen und  Kulturen, als auch in seiner inhaltlichen und künstlerischen Aus-
einandersetzung mit Vielfalt und Diversität. 
Das zunächst auf drei Jahre angelegte Projekt wurde mit der Unterstützung des Ministe-
riums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen in der 
Spielzeit 2019/20 bis ins Jahr 2024 verlängert. Das BALLET OF DIFFERENCE ist seitdem 
als assoziierte Kompanie mit einem festen Ensemble an das Schauspiel Köln angebunden, 
produziert hier mehrere Arbeiten im Jahr, die in Köln und München gezeigt werden, aber 
auch auf zahlreichen Gastspielen, vor allem in Europa und Japan. 
Zukunft T anz: Errichtung eines neuen 
städtischen T anzensembles im Rahmen  
einer eigenständigen Sparte T anz an den 
Bühnen Köln
Die Zusammenarbeit von Richard Siegal und dem BALLET OF DIFFERENCE mit der Stadt 
Köln läuft zum Sommer des Jahres 2024 nach insgesamt acht erfolgreichen Jahren aus. 
Gleichzeitig werden das Schauspiel Köln und die Kölner Oper nach einem über zehnjährigen 
Interim im Laufe des Jahres 2025 an die sanierten Spielstätten am Offenbachplatz in der 
Kölner Innenstadt zurückziehen. 
Die Stadt Köln hat sich entschlossen, diese beiden Umstände zusammenzuführen. Sie plant 
eine inhaltliche Neuausrichtung des Tanzes und eine Tanzensembleneugründung ab der 
Spielzeit 2025/26. Damit wird die mit dem BALLET OF DIFFERENCE begonnene Arbeit 
fortgeführt und ausgebaut. Gleichzeitig soll im Zuge der Nachnutzung des DEPOTS, das bis-
her vom Schauspiel Köln als Interimsspielstätte genutzt wird, ein neues Produktionshaus für 
Tanz und für die Freie Szene in Köln entstehen und fest etabliert werden. Die Stadt Köln wird 
auf diese Weise programmatisch einen neuen, starken SCHWERPUNKT TANZ in Köln entwi-
ckeln und dafür erhebliche finanzielle, personelle und räumliche Ressourcen zur Verfügung 
stellen.
Konzeption und Ausblick

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Im Zentrum des zukünftigen Schwerpunktes Tanz in Köln wird die Einrichtung einer dritten 
eigenständigen SPARTE TANZ neben Oper und Schauspiel an den Bühnen der Stadt Köln ab 
Sommer 2025 stehen, die mit einem eigenen modernen Tanzensemble und einer eigenstän-
digen Künstlerischen Leitung unter dem Dach der Bühnen Köln kontinuierlich arbeiten soll 
und seitens der Stadt Köln nachhaltig und langfristig gefördert werden wird. 
Die Ausschreibung für eine künstlerische Leitung der neuen Tanzsparte läuft derzeit und 
soll bis Sommer 2024 abgeschlossen sein. Gesucht wird eine Künstlerpersönlichkeit oder 
ein künstlerisches Kollektiv, das mit dem Aufbau einer eigenen Kompanie mit einer festen 
Anzahl von Tänzerinnen und Tänzern den Tanz weiter fest in der Stadt verankert und so Köln 
dauerhaft als kreativen Ort für den Tanz mit überregionaler und im besten Fall internationa-
ler Strahlkraft etabliert. Diese neu zu gründende Kompanie wird fest in Köln beheimatet sein 
und dort produzieren, soll zugleich aber mit Köln als Basis über Kooperationen und mögliche 
Gastspiele auch international sichtbar werden. Als Grundlage für eine Positionierung des 
Tanzes in der Stadt soll dabei an die Geschichte des Tanzes in Köln angeknüpft werden. Aus-
drücklich erwünscht ist ein Zusammenwirken mit anderen künstlerischen Disziplinen und 
eine Zusammenarbeit mit weiteren Institutionen der Stadt Köln. Dabei sollen vor allem die 
Aspekte künstlerischer Nachwuchsförderung, Interdisziplinarität, Diversität und kulturelle 
Teilhabe berücksichtig werden, sowie künstlerische Forschung, die Kooperation mit wissen-
schaftlichen Einrichtungen (zum Beispiel mit dem Deutschen Tanzarchiv, lokalen Hochschu-
len und Universitäten) und insbesondere der Einbezug der Freien Szene in Köln. 
Deutliche Erhöhung der Fördermittel für den 
T anz durch die Stadt Köln
Die Stadt Köln ist sich bewusst, dass die Einrichtung einer eigenen Sparte Tanz innerhalb 
der Bühnen Köln nur mit einer ausreichenden finanziellen und strukturellen Ausstattung 
langfristig gesichert werden kann. Auch eine angestrebte regionale und überregionale 
Sichtbarkeit ist nur mit einem entsprechenden künstlerischen Etat zu erreichen. Die Stadt 
Köln hat daher bereits im Juni 2023 in einem Ratsbeschluss festgelegt, für den künst-
lerischen Etat einer neu zu gründenden SPARTE TANZ ab der Spielzeit 2025/26 aus dem 
städtischen Kulturetat und durch weitere von der Stadt Köln eingeworbene Landes- und 
Drittmittel insgesamt 2,6 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich zur Verfügung zu stellen. Dieser 
Etat ist ein künstlerischer Etat – das Geld fließt zusätzlich zu der über die Bühnen der Stadt 
Köln bereitgestellten technischen und organisatorischen Infrastruktur. 
Gleichzeitig soll ab 2025 auch die Präsenz der freien Kölner Tanzszene innerhalb der Kölner 
Tanzlandschaft programmatisch gestärkt werden. Es ist geplant, hierfür einen Schwerpunkt 
FREIE SZENE TANZ zu etablieren, in dem viele bisherige Aktivitäten der Freien Szene ver-
Konzeption und Ausblick

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stetigt und weiterentwickelt werden sollen. Die FREIE SZENE TANZ und die SPARTE TANZ 
der Bühnen Köln sollen sich dabei in Zukunft in engem Austausch im DEPOT in Köln-Mül-
heim begegnen, dem ehemaligen Ausweichspielort des Schauspiel Köln, das 2025 in eine 
neue Nutzung als Produktions- und Spielhaus für den Tanz, die freie Szene und einzelne 
Produktionen des Schauspiel Köln überführt wird. 
Für die Aktivitäten FREIE SZENE TANZ, inklusive einer koordinierenden Leitungspersönlich-
keit, stellt die Stadt Köln ab 2025 im Rahmen des Kulturetats weitere 0,5 Millionen Euro pro 
Jahr an zusätzlichen Mitteln für den Tanz bereit. 
Zur Komplettierung der von der Stadt Köln geförderten Tanzaktivitäten in Köln, soll außer-
dem die bereits etablierte Gastspielreihe TANZ KÖLN fortgeführt werden. Der von der Stadt 
Köln gestellte Etatrahmen von knapp 1 Million Euro pro Jahr soll auch in Zukunft beibehal-
ten werden. 
Zusätzlich zu den Förderungen der verschiedenen künstlerischen Bereiche des Tanzes in 
Köln wird die Stadt Köln die Weiternutzung des DEPOTS inklusive Anmietung und der tech-
nischen und personellen Bereitstellungen für eine ganzjährige Bespielung auch in Zukunft 
finanziell absichern. Für Umbau- und Strukturmaßnahmen des DEPOTS zur Ermöglichung 
der beschlossenen Nachnutzung des DEPOTS – vor allem für die Einrichtung und techni-
sche Ausstattung zusätzlicher Probebühnen und Arbeitsräume – ¬wird die Stadt Köln au-
ßerdem eine Einmalinvestition in Höhe von 2,3 Millionen Euro übernehmen.
Mit all diesen Maßnahmen steigt die Summe der seitens der Stadt Köln zur Verfügung ge-
stellten öffentlichen Fördermittel für den Tanz in Köln in den nächsten Jahren und dauerhaft 
erheblich!
Konzeption und Ausblick

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Das Depot in Köln-Mülheim: Ein eigener 
Ort für den T anz, die Freie Szene und für 
Kulturvermittlung
Im Rahmen der Stärkung und Neuausrichtung der Tanzförderung durch die Stadt Köln ab 
2025 entsteht auch ein neuer zentraler Produktions- und Aufführungsort für den Tanz und 
die Freie Szene in Köln-Mülheim. Das DEPOT wird ab 2025 nicht nur die neue SPARTE TANZ 
der Bühnen Köln beherbergen, sondern auch zu einem in Köln in dem Umfang bisher nicht 
vorhandenen Produktionshaus der Freien Szene und hier insbesondere des Freien Tanzes 
werden. 
Das DEPOT, eine ehemalige Industriehalle auf dem Gelände des Carlswerks in Köln-Mül-
heim, wird seit 2013 während der Sanierung von Oper- und Schauspielhaus in der Kölner 
Innenstadt vom Schauspiel Köln als Interimsspielstätte genutzt. Der Stadtteil Köln-Mülheim 
ist ein ehemaliges Arbeiter- und Industrieviertel mit starker migrantischer Prägung. In un-
mittelbarer Nähe des Carlswerkes befindet sich beispielsweise die türkisch geprägte Keup-
straße, die 2004 durch einen Nagelbombenanschlag des rechtsterroristischen NSU traurige 
Berühmtheit erlangte. Das Carlswerk selbst ist Teil des ehemaligen Kabelwerkes „Felten & 
© Ana Lukenda
Konzeption und Ausblick

19
Guilleaume“ , bis zu seiner Schließung einer der größten Arbeitgeber der Region. Bereits vor 
der Ansiedlung des Schauspiels befanden sich auf dem Carlswerksgelände Büros und Stu-
dios mehrere Medienfirmen sowie der Hauptsitz des Bastei Lübbe Verlages. 
Das Schauspiel hat in der Zeit des Interims durch seine Arbeit vor Ort den Stadtteil über 
mehrere Jahre entscheidend mitgeprägt und dessen positive Entwicklung massiv beschleu-
nigt. Um das übergangsweise eingerichtete Theater herum hat sich eine Mischung aus Krea-
tivwirtschaft, Handel und Gastronomie gruppiert. Durch die Ansiedlung von Musikclubs und 
weiterer Kulturinstitutionen wie der „Internationalen Filmhochschule Ifs“ hat sich das Carls-
werksgelände in den vergangenen Jahren zu einem der interessantesten und lebendigsten 
urbanen Orte der Stadt Köln entwickelt. 
Durch ein sorgfältig geplantes Nachnutzungskonzept stellt die Stadt Köln sicher, dass dieser 
einmalige urbane Begegnungs- und Kulturort auch nach dem Wiedereinzug des Schau-
spiels in das Theater in der Kölner Innenstadt gesichert und nachhaltig in die Zukunft ge-
dacht werden kann: 
Das DEPOT umfasst mit dem „Depot 1“ und dem „Depot 2“ zwei Hallenbühnen in einer ehe-
maligen Industriehalle mit 450 bzw. 200 Zuschauerplätzen, sowie Probenmöglichkeiten und 
© Ana Lukenda
© Lev Gonopolskiy © Lev Gonopolskiy
Konzeption und Ausblick

20
Räume für die dort arbeitenden Gewerke. Beide Bühnen und auch die angrenzenden Ar-
beits- und Probenräume sollen auch in Zukunft vollständig arbeits- und spielfertig bleiben, 
der Betrieb wird durch die Stadt Köln finanziert und erhalten. Nach dem Wiedereinzug des 
Schauspiels in das Schauspielhaus am Offenbachplatz soll das kleinere „Depot 2“ weiter 
als Spielstätte für einzelne Produktionen des Schauspiel Köln genutzt werden. Das weitaus 
größere „Depot 1“ hingegen und auch die Arbeits- und Proberäume sollen in Zukunft als fes-
ter Spiel- und Produktionsort für die neue SPARTE TANZ und für die FREIE SZENE genutzt 
werden.
Auf diese Weise entsteht mit dem DEPOT ein völlig neuer Kulturort für Produktionen der 
Freien Szene, Tanz, Theater, Musiktheater, zeitgenössischen Zirkus, Urban Art und lokale und 
überregionale Festivals. Aber auch ein kreativer Freiraum und ein künstlerisches Labor für 
neue und innovative künstlerische Formate, für Kooperationen und interdisziplinäres Arbei-
ten in der Produktion, in der Vermittlung von Kultur, sowie der professionellen Weiterbildung. 
Ein Ort der Begegnung und des Austausches zwischen den Bühnen Köln, der Freien Szene 
Tanz, nationalen und internationalen Gastspielen und künstlerischen Akteur:innen aus der 
Stadt und dem Publikum.
Ausdrücklich erwünscht und geplant sind hier – vor allem im Bereich Tanz – auch künstleri-
sche und wissenschaftliche Tandems zwischen Gastchoreograf:innen, Gastkompanien, dem 
festen Tanzensemble der Sparte Tanz, der Freien Szene Tanz und den in Köln ansässigen 
wissenschaftlichen Institutionen und Ausbildungsstätten im Bereich Tanz. 
Dazu gehören:
• Das deutsche Tanzarchiv mit Sitz in Köln
• Die Hochschule für Musik und Tanz in Köln
•  Der Studiengang für zeitgenössischen und populären Tanz des an die Deutsche 
 Sporthochschule in Köln angeschlossenen „Instituts für Tanz und Bewegungskultur“
• sowie die „Studienvorbereitung Tanz“ der Rheinischen Musikhochschule Köln
Konzeption und Ausblick

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Die T anztriennale in Köln
Die geplante TANZTRIENNALE passt als zusätzlicher und ergänzender Baustein perfekt in 
die von der Stadt Köln geplanten umfangreichen Aktivitäten zur stärkeren Sichtbarmachung 
des Tanzes in Köln. Vor allem in der disziplin- und genreübergreifenden Zusammenarbeit 
von FREIER SZENE TANZ und dem neuen Tanzensemble der SPARTE TANZ der Bühnen 
Köln sowie in deren Zusammenarbeit mit den Ausbildungsstätten des Tanzes in Köln bietet 
die TANZTRIENNALE eine hervorragende Gelegenheit, programmatisch an alte Meilenstei-
ne der Tanzgeschichte in Köln wie die INTERNATIONALE SOMMERAKADEMIE DES TANZES 
anzuknüpfen und gleichzeitig für den zeitgenössischen Tanz in Köln neue innovative Impulse 
zu setzen.
Die Stadt Köln verpflichtet sich daher gerne, im Falle eines Zuschlages für die Durchführung 
der TANZTRIENNALE in Köln, Arbeits- und Aufführungsorte in Köln inklusive einer techni-
schen und personellen Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Schwerpunkt einer Tanztri-
ennale könnte das DEPOT in Köln-Mülheim sein, das als neues Produktionshaus mit seiner 
technischen und künstlerischen Ausstattung und Konzeption besonders für die Belange des 
zeitgenössischen Tanzes ausgerichtet ist. Zur Verfügung stehen aber auch die Räumlichkei-
ten und Spielstätten von Oper und Schauspiel in der Kölner Innenstadt, die nach Abschluss 
der Sanierung im Jahr 2025 auf dem neuesten technischen Stand sein werden. Eine Zu-
sammenarbeit mit den Hochschulinstitutionen, die im Bereich Tanz aktiv sind, wird ebenfalls 
angestrebt. 
Zum Betrieb der Bühnen Köln gehören natürlich auch die Bereiche Presse- und Öffentlich-
keitsarbeit, Vertrieb, Betriebsbüro, Vorderhaus, etc. Diese Struktur kann von der TANZTRI-
ENNALE ebenfalls für die Planung, Vorbereitung und Durchführung der TANZTRIENNALE 
und ihrer Veranstaltungen genutzt werden. 
Darüber hinaus sind künstlerische Interventionen und Veranstaltungen im öffentlichen 
Raum ausdrücklich erwünscht und werden seitens der Stadt Köln ebenfalls unterstützt und 
nach Kräften gefördert.
Die Stadt Köln ist bereit, sich an der Durchführung der TANZTRIENNALE in den Jahren 2024 
mit bis zu 100.000 Euro, mindestens aber mit 10 Prozent der Summe der von der Kulturstif-
tung des Bundes für die TANZTRIENNALE zur Verfügung gestellten Fördergeldern aus den 
Mitteln des Kulturhaushaltes der Stadt Köln bzw. aus gegebenenfalls seitens der Stadt Köln 
eingeworbenen Drittmitteln zu beteiligen.
Die Stadt Köln hat zudem ein großes Interesse daran, die Aktivitäten der TANZTRIENNALE 
auch über den Zeitraum einer einmaligen Durchführung hinaus in Köln zu verstetigen!
Konzeption und Ausblick

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Auflistung der geplanten Förderungen des 
T anzes durch die Stadt Köln
Zweck Jährlich bereitgestellte Mittel Einmalige Mittel
Sparte T anz 2.600.000 €
Freie Szene T anz 500.000 €
Internationale 
 T anzgastspiele 1.000.000 €
Förderung Freie  Szene T anz 
durch das Kulturamt 800.000 €
Umbau des Depots 2.300.000 €
Beteiligung der Stadt Köln an der 
T anztriennale
•  Beteiligung an der Finanzierung mit bis zu 100.000 Euro, mindestens aber 10 Prozent 
der Gesamtausgaben 
•  Bereitstellung Personal zur Vernetzungsarbeit vor Ort (in Vorbereitung und 
Durchführung) in Form einer zusätzlichen Projektstelle bei den Bühnen Köln, in 
Kooperation mit dem Kulturamt und der Freien Szene Köln
•  Bereitstellung von Räumen (Büroräume, Veranstaltungsräume, Proberäume, öffentliche  
Plätze etc.)
•  Bereitstellung Infrastruktur und Personal an Spielstätten (Technik, Presse- und 
Öffentlichkeitsarbeit, Vertrieb, Betriebsbüro, Vorderhaus etc.)
Konzeption und Ausblick

Ansprechpartnerin
Lena tom Dieck 
Projektleitung Neuausrichtung Depot 
lena.tomdieck@buehnen.koeln 
0173 8378856
Kontakt

Mitteilung Ausschuss

1057 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VII/VII 
 
Vorlagen-Nummer 06.06.2024 
 1815/2024 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 18.06.2024 
 
Tanztriennale 2026 
Bewerbung der Stadt Köln als Austragungsort 
Die Stadt Köln bewirbt sich als Austragungsort der Tanztriennale 2026 bei der Kultur-
stiftung des Bundes.  
 
Die Bewerbung wurde fristgerecht am 31.05.2024 eingereicht. Das Depot als Koope-
rationshaus für Tanz und Performance sowie die neue Tanzsparte der Bühnen Köln 
und die vielfältige Freie Tanzszene Kölns stehen dabei im Fokus der Bewerbung und 
möglichen Durchführung der Tanztriennale.  
 
Köln würde mit der Tanztriennale als Plattform für renommierte und aufstrebende 
Choreograf*innen aus der ganzen Welt starke Impulse für die kreative Entwicklung der 
Tanzszene aussenden und sich damit als international bedeutendes Tanzzentrum po-
sitionieren. 
 
 
Gez. Charles 
 
Anlagen: 
 
Anlage 1: Ausschreibung „Tanztriennale 2026“ der Kulturstiftung des Bundes  
Anlage 2: Motivationsschreiben und Konzept der Stadt Köln

Anlage 1 Ausschreibung „Tanztriennale 2026" der Kulturstiftung des Bundes

5735 Zeichen

KULTURSTIFTUNG
DES
BUNDES

Ausschreibung

TANZTRIENNALE
Die Kulturstiftung des Bundes sucht eine Stadt
als Kooperationspartnerin für den neuen LEUCHTTURM TANZ

Die Kulturstiftung des Bundes fördert Kunst- und Kulturvorhaben im Rahmen der Zuständigkeit
des Bundes. Ein Schwerpunkt ist die Förderung innovativer Programme und Projekte im
internationalen Kontext sowie von Kulturprojekten auf Antrag ohne thematische Eingrenzung in
allen Sparten. Mit einem jährlichen Fördervolumen von 37,5 Mio. Euro zählt sie zu den größten
öffentlichen Kulturstiftungen Europas.

Im Jahr 2026 beabsichtigt die Kulturstiftung des Bundes, erstmalig die Tanztriennale zu
veranstalten. Es handelt sich dabei um die neu konzipierte Nachfolge des Tanzkongress, der von
2006 bis 2022 alle drei Jahre im Rahmen ihrer Förderung Kultureller Leuchttürme an wechselnden
Orten stattgefunden hat. Mit dieser bundesweiten Ausschreibung lädt die Kulturstiftung des
Bundes Städte ein, sich als Austragungsort für die Tanztriennale zu bewerben und sie in
Kooperation mit der Kulturstiftung des Bundes zu produzieren.

Ziel der Tanztriennale ist es, die Sichtbarkeit des Tanzes in Deutschland zu erhöhen, neue
Zuschauerkreise zu erschließen, künstlerischen Ausdrucksformen des Körpers im Spektrum der
verschiedenen Kunstgattungen eine größere Beachtung zu verleihen und eine stärkere Vernetzung
des Tanzes in der Stadt anzuregen. Daneben gilt ein besonderes Augenmerk dem Fachaustausch
und dem Zusammenführen der verschiedenen Szenen im Tanz, die sich in den vergangenen
Jahren stark ausdifferenziert haben, vom Urban Dance und Neuem Circus über zeitgenössische
Ästhetiken bis zum klassischen Ballett. Durch die Breite der Stilrichtungen in Aufführungen und
Workshops werden unterschiedliche Publikumsinteressen angesprochen. Die Tanztriennale zielt
ebenso auf nationales und internationales Publikum, Tänzerinnen und Tänzer, Choreographinnen
und Choreographen, Profis sowie an der Tanzpraxis interessierte Laien.

Um eine kontinuierliche Entwicklung zu gewährleisten, wird — über 2026 hinaus — die Verstetigung
in der koproduzierenden Stadt angestrebt, damit auch zwischen den einzelnen Tanztriennalen
Vernetzungsaktivitäten möglich sind. Die Kulturstiftung stellt für die Gesamtveranstaltung (Künst-
lerische Leitung, Gastspielkosten, Produktionskosten und Kommunikation) bis zu 950.000 Euro
pro Ausgabe zur Verfügung (für die erste Ausgabe in 2024 - 2026, mit Option für zunächst eine
weitere Ausgabe in den Jahren 2027 - 2029).

Das inhaltlich-künstlerische Programm wird durch eine noch zu bestimmende künstlerische
Leitung erarbeitet, diese Position (auch möglich im Team) schreibt die Kulturstiftung des Bundes
von Mai bis August 2024 international aus. Die Auswahl trifft eine Findungskommission, in der die
durchführende Stadt sowie die Kulturstiftung des Bundes beratend vertreten sein werden.

1/2

SB

2)

Die Bewerberstadt bringt folgende Voraussetzungen mit:

Sie muss eine national und international auftretende professionelle Tanzszene aufweisen; von
dieser sollen einige Einrichtungen bzw. Ensembles auch institutionelle/regelmäßige Förderung aus
öffentlichen Mitteln erhalten. Sie fördert darüber hinaus vielfältige Ausdrucksformen des Tanzes,
so dass deren breites Spektrum in derStadt erlebbar ist.

Sie ist mittel- und langfristig an der Entwicklung des Tanzes und einer Erhöhung von dessen
Sichtbarkeit interessiert. Die bisherigen öffentlichen Fördermittel für Tanz in der durchführenden
Stadt dürfen in den Jahren vor und während der Leuchtturm-Förderung nicht gekürzt werden.

Ein Produktions- und Aufführungsort für die Freie Szene und ein fest engagiertes Ensemble für den
Klassischen Tanz/Ballett (auch in Trägerschaft des Bundeslandes) sind in der Stadt vorhanden. In
ihrer näheren Umgebung befindet sich mindestens eine professionelle Ausbildungsstätte für den
Tanz, die zur Kooperation bereit ist, sowie idealerweise auch eine Institution, die sich
wissenschaftlich mit Theater und Tanz beschäftigt.

Sie unterstützt die Tanztriennale durch die Bereitstellung von eigenem Personal für die
Vernetzungsarbeit vor Ort (Nachweis über Umfang der Bereitstellung für die gesamte Vorberei-
tungs- und Umsetzungszeit). Sie stellt in der Vorbereitungszeit Büroräume und während der
Veranstaltung Innen- und Außenräume kostenlos zur Verfügung (Bühnen- und Proberäume, öffent-
liche Plätze und andere öffentliche Räume). An den Spielstätten stehen die Infrastruktur und das
angestellte Personal in den Bereichen Technik, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Vertrieb,
Betriebsbüro, Vorderhaus etc. für die Durchführung der Tanztriennale ebenfalls kostenfrei zur
Verfügung.

Sie ergänzt das Gesamtbudget der Veranstaltung mit mindestens 95.000 Euro in den Jahren 2024
bis 2026 (10% der Fördersumme der KSB) aus Eigen- oder Drittmitteln (z.B. Mittel des Landes
oder anderer Stiftungen) und stellt eine vergleichbare längerfristige Förderung der Tanztriennale in
Aussicht.

Die Bewerbung als Partnerin für die Tanztriennale kann formlos erfolgen. Sie sollte neben der
Darlegung der zu erfüllenden Bedingungen (1. - 5.) ein Motivationsschreiben enthalten, weshalb
die Stadt sich als eine geeignete Partnerin für die neue Tanztriennale ansieht.

Die Entscheidung über den Austragungsort fällt der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes auf
der Grundlage der eingegangenen Bewerbungen voraussichtlich im Juni/Juli 2024.

Die Bewerbung richten Sie bitte bis zum 31. Mai 2024 an die Kulturstiftung des Bundes, Stichwort
TANZTRIENNALE, Franckeplatz 2, 06110 Halle/Saale. Für schriftliche Rückfragen steht Ihnen Frau
Karin Kirchhoff unter karin.kirchhoff@kulturstiftung-bund.de zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie unter www.kulturstiftung-bund.de.

Beratungsverlauf (1)

18.06.2024 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1815/2024
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
06.06.2024
Erstellt
04.06.2024 14:41