AN/2219/2021
Geht es mit den Hallen Kalk weiter oder beginnen wir von vorn?
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Linke Anfrage nach § 4
4274 Zeichen
Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln Vorsitzende des Ausschusses Kunst und Kultur Frau Elfi Scho-Antwerpes Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln Postanschrift: Postfach 103564 · 50475 Köln Tel: 0221/221-27840 · Fax: 0221/221-27841 E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de Fraktionsvorstand Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 21.10.2021 AN/2219/2021 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Kunst und Kultur 26.10.2021 Geht es mit den Hallen Kalk weiter oder beginnen wir von vorn? Sehr geehrte Frau Vorsitzende, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, DIE LINKE. Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie, f olgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur am 26.10.2022 zu setzen: Bereits seit dem Abrissbeschluss durch die ehemalige Kulturdezernentin im Jahr 2015 sorgt sich DIE LINKE um die ehemaligen KHD -Gebäude, die sich im Areal Neuerburgstraße, Dillenburger Straße, Ottmar -Pohl-Platz und Sieversstraße befinden. Die offizielle Bezeichnung der drei ineinander übergehenden Gebäude lautet Halle 75 (an der Sieversstr.), Halle 76 (Mitte) und Halle 77 (zur Dillenburger Str. hin). Der Ausschuss Kunst und Kultur beschloss daraufhin ein Abriss -Moratorium und es gab zunächst relativ regelmäßige Mitteilungen der Verwaltung zum Sachstand. In der Sitzung des Ausschusses für Kunst und Kultur vom 09.06.2015 hatte die Verwaltung bereits erklärt, ein qualifiziertes externes Stadtplanungsbüro mit der Überprüfung der Umsetzbarkeit der geforderten Alternativen zu beauftragen. Ende Juni 2015 wurde „moderne stadt“ beauftragt. Diese hatte bereits im August erste Ergebnisse vorgelegt und diese den d amals beteiligten Beigeordneten vorgestellt. Als Konsequenz daraus sah die Verwaltung es vor sechs Jahren als ihre oberste Pflicht an, die Hallen Kalk zunächst „ über den Winter “ zu bringen. Viele Beschlüsse, Mitteilungen und Nachfragen später bekam der Rat der Stadt Köln am 16.09.2021 nun eine Beschlussvorlage zu den Hallen Kalk, welche die Verwaltung beauftragt, das Rad erneut neu zu erfinden. Es wurde erneut beschlossen, dass es Bedarf für die Planung von Sicherungsmaßnahmen gäbe. Und da man vor einigen J ahren die zugesagten Fördergelder nicht verausgabte, muss nun der städtische Haushalt mit zunächst 500.000 Euro daran glauben. Interessant an der Vorlage war vor allem folgender Satz in der Begründung: „Zur Konservierung der Bausubstanz und der Konstruktio nen ist unverzüglich mit der Planung notwendiger unverzichtbarer Baumaßnahmen zu beginnen .“ Auch das hatte man bereits vor sechs Jahren festgestellt, als angeblich Einsturzgefahr bestand. Wir erleben hier erneut ein Beispiel für den sorglosen Umgang unsere r Stadt mit einem bedeutenden Teil ihres historischen Erbes. Daher haben wir die folgenden Fragen, um deren Beantwortung wir höflich bitten: 1. Welche allgemeinen und konkreten Nutzungskonzepte haben das Museum Ludwig und das Schauspiel in den letzten Jahren für die Zukunft der Hallen Kalk entwickelt, (wurde zum Beispiel auch an eine Kooperation mit anderen städtischen Museen, dem NS-Dok oder freien Künstlern angedacht?) und wann ist mit deren Präsentationen zu rechnen? 2. Welche Auswirkungen wird die zukünftige Nutzung der Hallen Kalk auf die Entwicklung des Gesamtkonzeptes des angrenzenden Teils des ehemaligen Geländes des Unternehmens Klöckner Humboldt Deutz AG in Köln -Kalk (Gebiet „Hallen Kalk“) haben für den ja bereits mehrere Werkstattverfahren stattfanden und Entscheidungen getroffen wurden? 3. Und umgekehrt, welche Auswirkungen werden die Entwicklungen auf dem Gebiet „Hallen Kalk“ für die zukünftige Nutzung der drei Hallen Kalk haben? 4. Wie sehen die konkreten weiteren Planungen und die Zukunftsvision zum Er halt, der Restaurierung und Modernisierung der Hallen aus und wie abhängig ist diese von deren zukünftiger Nutzung? 5. In welcher Form wird die Öffentlichkeit und die Politik auf Rats - und Bezirksebene zukünftig in regelmäßiger Form informiert und beteiligt werden? gez. gez. Michael Weisenstein Jörg Kobel Fraktionsgeschäftsführer Kulturpolitischer Sprecher
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/2219/2021
- Typ
- Die Linke. Anfrage nach § 4
- Datum
- 21.10.2021
- Erstellt
- 21.10.2021 10:14