AN/0557/2022
Sozial- und Erziehungsdienste leisten unverzichtbare Arbeit – Dank und Wertschätzung sind das Gebot der Stunde
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SPD Antrag nach § 3
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Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 07.03.2022 AN/0557/2022 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 17.03.2022 Sozial- und Erziehungsdienste leisten unverzichtbare Arbeit – Dank und Wertschätzung sind das Gebot der Stunde Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die SPD-Fraktion bittet Sie, folgenden Antrag in die Tagesordnung des Rates am 17.03.2022 aufzunehmen: Der Rat möge beschließen: 1. Der Rat der Stadt Köln dankt den Beschäftigten, die in den Corona-Zeiten ganz beson- ders gefordert waren und gerade in den Lockdown-Zeiten auch erhöhte Risiken eingehen mussten. Hier seien exemplarisch unsere Kolleg*innen in den Kindertagesstätten, im Ordnungsdienst, bei Kids, im ASD und GSD des Jugendamtes, im Pflege- und Gesund- heitswesen, bei der Feuerwehr und ihren Partnern sowie bei unseren Bürgerdiensten er- wähnt; sie alle verdienen für ihren insbesondere während der Corona-Pandemie heraus- ragenden Einsatz unsere ausdrückliche Wertschätzung. 2. Vor dem Hintergrund der Tarifverhandlungen für die Sozial- und Erziehungsberufe unter- stützt der Rat der Stadt Köln zudem die Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen in den kommunalen Sozial- und Erziehungsdiensten. Die Arbeit zur Betreuung von Kin- dern, Kranken und älteren Menschen, die Arbeit für frühkindliche Bildung, für Inklusion und Ausgleich von Benachteiligung muss allgemein viel mehr Wertschätzung in Deutsch- land erfahren. 3. Der Rat der Stadt Köln ruft alle Verhandlungspartner auf, zu einer schnellen Einigung zu finden, die den Interessen der Beschäftigten gerecht wird und Belastungen durch erneu- ten Betreuungsausfall für die Eltern vermeiden hilft. Das Ziel muss eine schnelle Einigung ohne Arbeitskampf sein. Die besonderen Leistungen der Beschäftigten in den vergange- nen Jahren müssen in hohem Maße berücksichtigt werden. - 2 - 4. Der Rat der Stadt Köln fordert die Oberbürgermeisterin auf, sich gegenüber Land und Bund für eine bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen sowie für Kindertagesstät- ten und andere Einrichtungen im Sozial- und Erziehungsdienst einzusetzen. Begründung: Im März 2020 wurden die geplanten Tarifverhandlungen für die Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsdiensten wegen der Corona-Pandemie unterbrochen. Am 25.02.2022 – also fast zwei Jahre später – nahmen die Tarifparteien in Potsdam die Verhandlungen wieder auf, um sie sogleich wieder zu vertagen. Die Beschäftigten fordern bei den anstehenden Tarif- verhandlungen eine Verbesserung der belastenden Arbeitsbedingungen, eine finanzielle Aufwertung ihrer Arbeit und Maßnahm en gegen den Fachkräftemangel. Die nächste Ver- handlungsrunde findet am 21. und 22. März 2022 ebenfalls in Potsdam statt. Mit Pressemitteilung vom 01.03.2022 rief die Gewerkschaft ver.di nun zu einem ersten Streik am 08.03.2022 auf. Nicht erst seit Corona herrsche ein großer Mangel an Mitarbeitenden in den Sozial- und Erziehungsdiensten und auch die Anforderungen insbesondere in den Kin- dertagesstätten seien gestiegen. Zurecht macht die Gewerkschaft darauf aufmerksam, dass die Herausforderungen in den Pandemiezeiten an den Kräften der Mitarbeitenden gerade in den sozialen Berufsfeldern gezehrt haben. Zudem ist nach den nun fast zwei Jahren Pan- demie mehr Beratung und Betreuung notwendig, um eventuelle Defizite aufzuholen. Insbe- sondere Kinder und Jugendliche h aben unter den Lockdowns und den Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung Entbehrungen erfahren. Es besteht große Sorge, dass bei etlichen Kindern trotz intensiver Bemühungen von Erzieher*innen, Schulsozialarbeiter*innen oder Lehrkräften Bildungslücken und Isolationsprobleme entstanden sind. Gleichzeitig muss auch mit Sorge betrachtet werden, dass neben der Pandemie auch ein Streik zu Betreuungsschwierigkeiten für die Eltern führen wird. In der Pandemie haben viele Eltern unter großen Nöten ihre Kinder zu Hause betreut. Eine schnellstmögliche Einigung in den Tarifverhandlungen liegt im Interesse aller Beteiligten und aller betroffenen Gruppen. Letztlich kommen bessere Arbeitsbedingungen in den Sozial- und Erziehungsdiensten auch den Kommunen als Arbeitgeber zugute, denn bessere Bedin- gungen attraktiveren diese Berufsbereiche, die stark vom Fachkräftemangel betroffen sind. Mit freundlichen Grüßen gez. Mike Homann SPD-Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- AN/0557/2022
- Typ
- SPD Antrag nach § 3
- Datum
- 07.03.2022
- Erstellt
- 07.03.2022 11:53