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Jahresbericht 2019 Bezirk 6 Chorweiler Ost

Mitteilung BV 0042/2020 vom 30.01.2020

Stand: Am 05.03.2020 in der Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/57/571 Vorlagen-Nummer 0042/2020 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 17.02.2020 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 05.03.2020 Jahresbericht 2019 Bezirk 6 Chorweiler Ost In der Anlage erhalten Sie den Jahresbericht 2019 des Naturschutzwachtes, Herr Jansen, für den Bezirk 6 (Chorweiler Ost). Stellungnahme der Verwaltung zu den genannten Missständen: Naturschutzgebiet N4: Mit der Entwicklung des Kompromisses zum Beweidungskonzept konnten viele Bedenken seitens der Bürgerinnen und Bürger aus dem Weg geräumt werden. Dennoch hat sich eine Bürgerinitiative gebil- det, die weiterhin die Abschaffung der Beweidung fordert und deren Mitglieder kontinuierlich Anfragen zu der Beweidung, den Begebenheiten im Naturschutzgebietes und sonstigen Kleinigkeiten stellen. Es lässt sich jedoch feststellen, dass die Mehrheit der Worringer Bürgerinnen und Bürger den Kom- promiss und die Beweidung akzeptiert und angenommen haben. Herr Jansen merkt folgende Missstände an: Im Pflege und Entwicklungsplan wurde auch empfohlen: (aber bis heute nicht umgesetzt) Hinweis und Infotafeln aufzustellen Die Entwicklung und Aufstellung der Informationstafeln ist für das Jahr 2020 geplant. An allen rele- vanten Stellen werden Inforationstafeln zu der Beweidung sowie zu den Schutzgebieten aufgestellt. Die Anlage einer Liegewiese im Landschaftsschutzgebiet bei Langel Die Anlage einer Liegewiese wird seitens der Verwaltung geprüft. Die Anlage einer Hundespielwiese im Landschaftsschutzgebiet bei Langel (empfehlenswert wäre auch eine in Worringen) Bis jetzt konnten noch keine geeigneten Flächen im Landschaftsschutzgebiet gefunden werden. Es wird zurzeit geprüft, ob eine Hundewiese in der Nähe von Merkenich installiert werden kann. Bänke im Landschaftsschutzgebiet aufzustellen (vorhandene Bänke auf der Weide wurden demontiert) Die Meldung zu den fehlenden Bänken wird an die zuständige Stelle beim Amt für Landschaftspflege und Grünflächen weitergeleitet. . Ein Rundwegekonzept zu erstellen Mit der Umsetzung des Kompromisses zum Beweidungskonzept wurde der Rundweg für die Bürge- 2 rinnen und Bürger wieder geöffnet. Die Bürgerinnen und Bürger können den Treidelpfad nutzen und somit eine kleine sowie große Runde im Naturschutzgebiet gehen. Weiterhin führte Herr Jansen folgende Probleme im Naturschutzgebiet N4 an: Fehlende Deckel an Mülleimern: Im letzten Jahr wurden die Mülleimer durch größere Varianten ersetzt. Die Abfallwirtschaftsbetriebe meldeten, dass sie in der Entwicklung von neuen Varianten an Mülleimern sind. Eine erneute Anfrage an die AWB wird gestellt. Umgefahrenes Verbotsschild: Die Information wird an die zuständige Stelle weitergeleitet, so dass das Schild schnellstmöglich er- setzt wird.
  • Jahresbericht 2019 Bezirk 6 Ost

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    Jahresbericht 2019 Herbert Jansen Naturschutzwacht Stadt Köln Bezirk 6 Chorweiler Ost Naturschutzgebiete Worringer Bruch, Rheinaue und Umgebung Worringer Bruch Das Jahr vorher und der letzte Winter waren trocken und der Rhein auch meist niedrig gewesen, der Regen versickerte sofort, und das Grundwasser stieg nicht bis an die Oberfläche. Kröten und Frösche hatten kein Wasser zum ablaichen. Dann Anfang April war Regenwasser da, aber am 30 April war es wieder weg. Fischreiher dezimierten dann die Frösche und Kröten und auch den Laich. Oktober und November brachten wieder Wasser. Hoffentlich steht im Jahr 2020 wieder mal großflächig im Worringer Bruch. Vieleicht muß man hier noch mal über eine dauerhafte wassergefüllte Vertiefung nachdenken. Mücken und andere Insekten sind seit den zwei trockenen Jahren kaum noch zu bemerken. Früher wurde noch Naturdünger aus Tierställen, auf den Feldern rund herum, ausgebracht. Das war weithin zu riechen und in der Nähe der Haufen gab es Wolken von Insekten. Mücken befielen Jogger, Wanderer und auch Bewohner in den umliegenden Orten. Das Anliefern und Lagern von Stalldünger wurde dann aber verboten und heute wird der Naturflüssigdünger z.B.: aus der Biogasanlage, sofort in den Boden eingearbeitet. Ansonsten wird nur noch geruchloser Kompost verarbeitet. Also auch hier weniger Futter für die Insekten und folglich auch nicht für insektenfressendeVögel. Naturschutzgebiet Rheinaue N4 In diesem Jahr wurde die Beweidungsmaßnahme aus dem Pflege und Entwicklungsplan umgesetzt. Als Ausgleichmaßnahme für die Leverkusener Brücke wurde dieses Projekt in die Hand von Straßen NRW gelegt, die diese Maßnahme völlig übereilt und ohne Information über den Sinn des Zaunes, an die Bevölkerung, durchführte. Die Landschaftsarchitektin, die diese Maßnahme für Straßen NRW durchführte, versprach eine Pressemitteilung an die Zeitungen vor Ort. Die Osterspaziergänger hörten von den Zaunerbauern nur "Wir bauen das für Straßen NRW". Nachdem 17 Rinder auf der Fläche auftauchten, hieß es dann -Es gibt eine Infoveranstaltung vor Ort- Die Situation für die Worringer Bevölkerung war folgendermaßen. Das Landschaftsschutzgebiet im Norden am alten Hafen konnte noch betreten werden, der Weg zum Rhein lag aber innerhalb der eingezäunten Wiese. Mitten in der Wiese gab es noch den Wehrt Weg zum Rhein der links und rechts vom Zaun beengt wurde und der endete als Sackgasse auf dem Regenwasserauslaßkanal der StEB. Der Weg vor der Weide in Richtung Langel endete abrupt am Zaun der Wiesenfläche. Der Treidelpfad war auch komplett innerhalb des Zaunes, mit Stacheldraht und 2 Elektrodrähten versehen. Die Weide sperrte den Rhein auf fast 3 km ab, das sind 31 Hektar Fläche. Das erklärt auch das empörte Auftreten der Bevölkerung an dem Infoabend. Der erste erklärende Vortrag war der Leverkusener Brücke gewidmet. Er kam nach lauten Zwischenrufen nicht mehr zum Ende. Anschließend kamen dann aber leider auch die Erklärungen und Gründe zur Beweidung des Naturschutzgebietes nicht mehr bei den Besuchern an. Dann hieß es nur noch -der Zaun muß wieder weg-. Es bildete sich eine Bürgerinitiative-Unser Worringen-, die die Verwaltung bis Jahresende ziemlich auf Trapp hielt. Nach der Infoveranstaltung kam das Grünflächenamt mit einem Kompromiss auf den Bürgerverein zu und man einigte sich den Treidelpfad wieder zu öffnen, die nördliche Wiese zu reduzieren und den Weg am alten Hafen zum Rhein wieder freizugeben. Der Weg ab Randkanal und parallel zum alten Hafen, im Pflege-und Entwicklungsplan als Weg eingezeichnet, ist seit Jahren immer mehr mir Dornen zugewachsen und mittlerweile auch nicht mehr zu begehen. Er sollte jetzt dringend freigeschnitten werden. Das alles hätte man auch vorher erkennen und richtig machen können oder mal den Naturschutzwart fragen. Im Pflege und Entwicklungsplan wurde auch empfohlen: (aber bis heute nicht umgesetzt) Hinweis und Infotafeln aufzustellen Die Anlage einer Liegewiese im Landschaftsschutzgebiet bei Langel Die Anlage einer Hundespielwiese im Landschaftsschutzgebiet bei Langel (empfehlenswert wäre auch eine in Worringen) Bänke im Landschaftsschutzgebiet aufzustellen (vorhandene Bänke auf der Weide wurden demontiert) Ein Rundwegekonzept zu erstellen Diese ersten Maßnahmen hätte vor dem vor dem Beweidungskonzept kommen müssen und hätten vieleicht den Aufstand im Ort gedämpft. Viele Worringer haben die Beweidung aber auch mittlerweile geschluckt und erfreuen sich der Rinderherde. Wie sich die Vogelwelt am Rhein mit dem Beweidungskonzept in Zukunft entwickelt, muß man abwarten. Der immer wieder erwähnte Wiesenpieper ist noch da, ich sehe aber weiterhin keine Bachstelze oder Flußregenpfeifer, sowie den Kiebitz in N4. Kanadagänse, Nilgänse und Kormorane sind immer zu sehen. Auch der grüne Halsbandsittich ist zu hören und zu sehen. Die große Schar der Rabenkrähen finden bei fallendem Wasser viel Futter am Wasser (Muscheln und Krebse), ansonsten bedienen sie sich an den vielen, immer noch ohne Deckel vorhandenen Abfalleimern. Sie bedrängen ansonsten alle anderen Vögel, sogar die Bussarde. Spaziergänger und freilaufende Hunde haben sich zum Teil andere Flächen weiter südlich des Zaunes Richtung Langel ausgesucht. Oft nehmen sie hier mit dem Auto die Zufahrten über die Seitenstraßen, an der Alten Römerstraße (K11) zum Deich. Die 3 Wege sind durch Verbotsschilder gesperrt, ein Schild wurde umgefahren und fehlt zur Zeit noch. In den Niederlanden wo die Beweidung klappt, sind die Wege in den betreffenden Gebieten über Klapptore für die Bevölkerung begehbar. Manche Wege sind mit Rosten versehen und so auch für Fahrzeuge benutzbar. Hunde werden an der Leine geführt und das wird von Fußstreifen (Handhavingpolite) überwacht. Wenn die Bevölkerung für die stille Erholung nicht ausgesperrt werden soll (laut Grünflächenamt), sollte das hier auch so möglich sein. Der begehbare Treidelpfad Richtung Langel sollte an beiden Seiten in Zukunft keine Zäune mehr haben. Die Jungbullen brachen immer wieder in den Weg ein und die Spaziergänger wußten dann nicht wohin. Der Landwirt muß seine Kontrollen der Weideflächen ebenfalls zu Fuß durchführen. Sein Pickup mit Anhänger rumpelt über Gebühr laut durch die Rheinaue und er dürfte höchstens mit halber Schrittgeschwindigkeit außen vorbeifahren. Naturschutzgebiet Rheinaue N1 Hier sind keine besonderen Vorkommnisse wenn man mal vom Brückenbau in Merkenich absieht. Die Arbeiten an Land sind zur Zeit im Bau. Zwei Brücken sind erneuert. Die Fahrbahn ist aufgeschüttet und asphaltiert. Die Pontons für die Landbrücke sind auch fertig und darauf wird zur Zeit die Fahrbahn eingeschalt und in Beton gegossen. Das Rammen oder Einrütteln der Eisenschalung in den Boden war oft sehr laut. Endlich wurden viele Naturschutzschilder im Kölner Norden wieder aufgestellt oder erneuert. Fähre Langel-Hitdorf Hier ist ein Hotspot für Rheinbesucher. Hier im Landschaftsschutzgebiet gibt es viele Wasservögel zu sehen. Der große Parkplatz an der Natorampe reicht an den Wochenende nicht aus. Die Fahrzeuge, mir Kennzeichen von weither, stehen auf dem Hitdorfer Fährweg bis zum Kreisverkehr an der Alten Römerstr. An der Rampe werden auch Boote und Jetski zu Wasser gelassen. Das Lokal “Restaurant zur Fähre,” zwei Wagen für Eis und ein Wagen für Thüringer Bratwurst locken zusätzlich viele Besucher an. Aber auch im Winter finden sich immer Gäste bis spät in die Nacht hier ein. Hier sollte man eine Lösung suchen und finden. Die AWB leert die Tonnen, und im Sommer 2 zusätzliche Container und fegt den Platz, aber die zwei angrenzenden,stark besuchten, Buchten werden leider nicht gesäubert. Leider fliegt hier ein großer Teil des Abfalls nach und nach in den Rhein. Die 2 Freunde aus Langel, die das Jahrelang morgens gemacht haben, sind dazu nicht mehr in der Lage. Selbst an Silvester muß ein großer Auflauf hier gewesen sein. Davon zeugten am 1.Jan. die Überreste von Raketen und Knallern. Enten, Gänse und Schwäne watschelten darauf herum und suchten Eßbares. Der Silvestermüll wurde von der AWB innerhalb von 3 Tagen eingesammelt, inklusive der 2 Buchten. Alle Achtung! Im nahen Naturschutzgebiet- Alte Ziegelei Fühlingen N2- wurden kurz vor Weihnachten noch 5-8 m3 Kabelisolierung 15 -20m weit in den Wald geschleppt, und das in unmittelbarer Sichtweite der Neußer Landstr. B9. AWB und Forstamt haben das aber auch noch im alten Jahr weggeschafft.

Beratungsverlauf

  1. 17.02.2020

    Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde

    TOP 6.7, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  2. 05.03.2020 zuletzt

    Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)

    TOP 10.2.1, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

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