0042/2020
Jahresbericht 2019 Bezirk 6 Chorweiler Ost
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Jahresbericht 2019 Bezirk 6 Ost
8545 Zeichen
Jahresbericht 2019
Herbert Jansen Naturschutzwacht Stadt Köln Bezirk 6 Chorweiler Ost
Naturschutzgebiete Worringer Bruch, Rheinaue und Umgebung
Worringer Bruch
Das Jahr vorher und der letzte Winter waren trocken und der Rhein auch meist niedrig
gewesen, der Regen versickerte sofort, und das Grundwasser stieg nicht bis an die
Oberfläche. Kröten und Frösche hatten kein Wasser zum ablaichen. Dann Anfang April war
Regenwasser da, aber am 30 April war es wieder weg. Fischreiher dezimierten dann die
Frösche und Kröten und auch den Laich. Oktober und November brachten wieder Wasser.
Hoffentlich steht im Jahr 2020 wieder mal großflächig im Worringer Bruch. Vieleicht muß
man hier noch mal über eine dauerhafte wassergefüllte Vertiefung nachdenken. Mücken und
andere Insekten sind seit den zwei trockenen Jahren kaum noch zu bemerken. Früher wurde
noch Naturdünger aus Tierställen, auf den Feldern rund herum, ausgebracht. Das war
weithin zu riechen und in der Nähe der Haufen gab es Wolken von Insekten. Mücken
befielen Jogger, Wanderer und auch Bewohner in den umliegenden Orten. Das Anliefern
und Lagern von Stalldünger wurde dann aber verboten und heute wird der
Naturflüssigdünger z.B.: aus der Biogasanlage, sofort in den Boden eingearbeitet. Ansonsten
wird nur noch geruchloser Kompost verarbeitet. Also auch hier weniger Futter für die
Insekten und folglich auch nicht für insektenfressendeVögel.
Naturschutzgebiet Rheinaue N4
In diesem Jahr wurde die Beweidungsmaßnahme aus dem Pflege und Entwicklungsplan
umgesetzt. Als Ausgleichmaßnahme für die Leverkusener Brücke wurde dieses Projekt in
die Hand von Straßen NRW gelegt, die diese Maßnahme völlig übereilt und ohne Information
über den Sinn des Zaunes, an die Bevölkerung, durchführte. Die Landschaftsarchitektin, die
diese Maßnahme für Straßen NRW durchführte, versprach eine Pressemitteilung an die
Zeitungen vor Ort. Die Osterspaziergänger hörten von den Zaunerbauern nur "Wir bauen das
für Straßen NRW". Nachdem 17 Rinder auf der Fläche auftauchten, hieß es dann -Es gibt
eine Infoveranstaltung vor Ort-
Die Situation für die Worringer Bevölkerung war folgendermaßen. Das
Landschaftsschutzgebiet im Norden am alten Hafen konnte noch betreten werden, der Weg
zum Rhein lag aber innerhalb der eingezäunten Wiese. Mitten in der Wiese gab es noch den
Wehrt Weg zum Rhein der links und rechts vom Zaun beengt wurde und der endete als
Sackgasse auf dem Regenwasserauslaßkanal der StEB. Der Weg vor der Weide in Richtung
Langel endete abrupt am Zaun der Wiesenfläche. Der Treidelpfad war auch komplett
innerhalb des Zaunes, mit Stacheldraht und 2 Elektrodrähten versehen. Die Weide sperrte
den Rhein auf fast 3 km ab, das sind 31 Hektar Fläche.
Das erklärt auch das empörte Auftreten der Bevölkerung an dem Infoabend. Der erste
erklärende Vortrag war der Leverkusener Brücke gewidmet. Er kam nach lauten
Zwischenrufen nicht mehr zum Ende. Anschließend kamen dann aber leider auch die
Erklärungen und Gründe zur Beweidung des Naturschutzgebietes nicht mehr bei den
Besuchern an. Dann hieß es nur noch -der Zaun muß wieder weg-. Es bildete sich eine
Bürgerinitiative-Unser Worringen-, die die Verwaltung bis Jahresende ziemlich auf Trapp
hielt.
Nach der Infoveranstaltung kam das Grünflächenamt mit einem Kompromiss auf den
Bürgerverein zu und man einigte sich den Treidelpfad wieder zu öffnen, die nördliche Wiese
zu reduzieren und den Weg am alten Hafen zum Rhein wieder freizugeben. Der Weg ab
Randkanal und parallel zum alten Hafen, im Pflege-und Entwicklungsplan als Weg
eingezeichnet, ist seit Jahren immer mehr mir Dornen zugewachsen und mittlerweile auch
nicht mehr zu begehen. Er sollte jetzt dringend freigeschnitten werden. Das alles hätte man
auch vorher erkennen und richtig machen können oder mal den Naturschutzwart fragen.
Im Pflege und Entwicklungsplan wurde auch empfohlen: (aber bis heute nicht umgesetzt)
Hinweis und Infotafeln aufzustellen
Die Anlage einer Liegewiese im Landschaftsschutzgebiet bei Langel
Die Anlage einer Hundespielwiese im Landschaftsschutzgebiet bei Langel
(empfehlenswert wäre auch eine in Worringen)
Bänke im Landschaftsschutzgebiet aufzustellen (vorhandene Bänke auf der
Weide wurden demontiert)
Ein Rundwegekonzept zu erstellen
Diese ersten Maßnahmen hätte vor dem vor dem Beweidungskonzept kommen müssen und
hätten vieleicht den Aufstand im Ort gedämpft. Viele Worringer haben die Beweidung aber
auch mittlerweile geschluckt und erfreuen sich der Rinderherde.
Wie sich die Vogelwelt am Rhein mit dem Beweidungskonzept in Zukunft entwickelt, muß
man abwarten. Der immer wieder erwähnte Wiesenpieper ist noch da, ich sehe aber
weiterhin keine Bachstelze oder Flußregenpfeifer, sowie den Kiebitz in N4. Kanadagänse,
Nilgänse und Kormorane sind immer zu sehen. Auch der grüne Halsbandsittich ist zu hören
und zu sehen.
Die große Schar der Rabenkrähen finden bei fallendem Wasser viel Futter am Wasser
(Muscheln und Krebse), ansonsten bedienen sie sich an den vielen, immer noch ohne
Deckel vorhandenen Abfalleimern. Sie bedrängen ansonsten alle anderen Vögel, sogar die
Bussarde. Spaziergänger und freilaufende Hunde haben sich zum Teil andere Flächen
weiter südlich des Zaunes Richtung Langel ausgesucht. Oft nehmen sie hier mit dem Auto
die Zufahrten über die Seitenstraßen, an der Alten Römerstraße (K11) zum Deich. Die 3
Wege sind durch Verbotsschilder gesperrt, ein Schild wurde umgefahren und fehlt zur Zeit
noch.
In den Niederlanden wo die Beweidung klappt, sind die Wege in den betreffenden Gebieten
über Klapptore für die Bevölkerung begehbar. Manche Wege sind mit Rosten versehen und
so auch für Fahrzeuge benutzbar. Hunde werden an der Leine geführt und das wird von
Fußstreifen (Handhavingpolite) überwacht. Wenn die Bevölkerung für die stille Erholung
nicht ausgesperrt werden soll (laut Grünflächenamt), sollte das hier auch so möglich sein.
Der begehbare Treidelpfad Richtung Langel sollte an beiden Seiten in Zukunft keine Zäune
mehr haben. Die Jungbullen brachen immer wieder in den Weg ein und die Spaziergänger
wußten dann nicht wohin. Der Landwirt muß seine Kontrollen der Weideflächen ebenfalls zu
Fuß durchführen. Sein Pickup mit Anhänger rumpelt über Gebühr laut durch die Rheinaue
und er dürfte höchstens mit halber Schrittgeschwindigkeit außen vorbeifahren.
Naturschutzgebiet Rheinaue N1
Hier sind keine besonderen Vorkommnisse wenn man mal vom Brückenbau in Merkenich
absieht. Die Arbeiten an Land sind zur Zeit im Bau. Zwei Brücken sind erneuert. Die
Fahrbahn ist aufgeschüttet und asphaltiert. Die Pontons für die Landbrücke sind auch fertig
und darauf wird zur Zeit die Fahrbahn eingeschalt und in Beton gegossen. Das Rammen
oder Einrütteln der Eisenschalung in den Boden war oft sehr laut.
Endlich wurden viele Naturschutzschilder im Kölner Norden wieder aufgestellt oder erneuert.
Fähre Langel-Hitdorf
Hier ist ein Hotspot für Rheinbesucher. Hier im Landschaftsschutzgebiet gibt es viele
Wasservögel zu sehen. Der große Parkplatz an der Natorampe reicht an den Wochenende
nicht aus. Die Fahrzeuge, mir Kennzeichen von weither, stehen auf dem Hitdorfer Fährweg
bis zum Kreisverkehr an der Alten Römerstr. An der Rampe werden auch Boote und Jetski
zu Wasser gelassen. Das Lokal “Restaurant zur Fähre,” zwei Wagen für Eis und ein Wagen
für Thüringer Bratwurst locken zusätzlich viele Besucher an. Aber auch im Winter finden sich
immer Gäste bis spät in die Nacht hier ein. Hier sollte man eine Lösung suchen und
finden. Die AWB leert die Tonnen, und im Sommer 2 zusätzliche Container und fegt den
Platz, aber die zwei angrenzenden,stark besuchten, Buchten werden leider nicht gesäubert.
Leider fliegt hier ein großer Teil des Abfalls nach und nach in den Rhein. Die 2 Freunde aus
Langel, die das Jahrelang morgens gemacht haben, sind dazu nicht mehr in der Lage. Selbst
an Silvester muß ein großer Auflauf hier gewesen sein. Davon zeugten am 1.Jan. die
Überreste von Raketen und Knallern. Enten, Gänse und Schwäne watschelten darauf herum
und suchten Eßbares. Der Silvestermüll wurde von der AWB innerhalb von 3 Tagen
eingesammelt, inklusive der 2 Buchten. Alle Achtung!
Im nahen Naturschutzgebiet- Alte Ziegelei Fühlingen N2- wurden kurz vor Weihnachten noch
5-8 m3 Kabelisolierung 15 -20m weit in den Wald geschleppt, und das in unmittelbarer
Sichtweite der Neußer Landstr. B9. AWB und Forstamt haben das aber auch noch im alten
Jahr weggeschafft.
Mitteilung BV
2903 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/57/571 Vorlagen-Nummer 0042/2020 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 17.02.2020 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 05.03.2020 Jahresbericht 2019 Bezirk 6 Chorweiler Ost In der Anlage erhalten Sie den Jahresbericht 2019 des Naturschutzwachtes, Herr Jansen, für den Bezirk 6 (Chorweiler Ost). Stellungnahme der Verwaltung zu den genannten Missständen: Naturschutzgebiet N4: Mit der Entwicklung des Kompromisses zum Beweidungskonzept konnten viele Bedenken seitens der Bürgerinnen und Bürger aus dem Weg geräumt werden. Dennoch hat sich eine Bürgerinitiative gebil- det, die weiterhin die Abschaffung der Beweidung fordert und deren Mitglieder kontinuierlich Anfragen zu der Beweidung, den Begebenheiten im Naturschutzgebietes und sonstigen Kleinigkeiten stellen. Es lässt sich jedoch feststellen, dass die Mehrheit der Worringer Bürgerinnen und Bürger den Kom- promiss und die Beweidung akzeptiert und angenommen haben. Herr Jansen merkt folgende Missstände an: Im Pflege und Entwicklungsplan wurde auch empfohlen: (aber bis heute nicht umgesetzt) Hinweis und Infotafeln aufzustellen Die Entwicklung und Aufstellung der Informationstafeln ist für das Jahr 2020 geplant. An allen rele- vanten Stellen werden Inforationstafeln zu der Beweidung sowie zu den Schutzgebieten aufgestellt. Die Anlage einer Liegewiese im Landschaftsschutzgebiet bei Langel Die Anlage einer Liegewiese wird seitens der Verwaltung geprüft. Die Anlage einer Hundespielwiese im Landschaftsschutzgebiet bei Langel (empfehlenswert wäre auch eine in Worringen) Bis jetzt konnten noch keine geeigneten Flächen im Landschaftsschutzgebiet gefunden werden. Es wird zurzeit geprüft, ob eine Hundewiese in der Nähe von Merkenich installiert werden kann. Bänke im Landschaftsschutzgebiet aufzustellen (vorhandene Bänke auf der Weide wurden demontiert) Die Meldung zu den fehlenden Bänken wird an die zuständige Stelle beim Amt für Landschaftspflege und Grünflächen weitergeleitet. . Ein Rundwegekonzept zu erstellen Mit der Umsetzung des Kompromisses zum Beweidungskonzept wurde der Rundweg für die Bürge- 2 rinnen und Bürger wieder geöffnet. Die Bürgerinnen und Bürger können den Treidelpfad nutzen und somit eine kleine sowie große Runde im Naturschutzgebiet gehen. Weiterhin führte Herr Jansen folgende Probleme im Naturschutzgebiet N4 an: Fehlende Deckel an Mülleimern: Im letzten Jahr wurden die Mülleimer durch größere Varianten ersetzt. Die Abfallwirtschaftsbetriebe meldeten, dass sie in der Entwicklung von neuen Varianten an Mülleimern sind. Eine erneute Anfrage an die AWB wird gestellt. Umgefahrenes Verbotsschild: Die Information wird an die zuständige Stelle weitergeleitet, so dass das Schild schnellstmöglich er- setzt wird.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0042/2020
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 30.01.2020
- Erstellt
- 09.01.2020 12:58