3818/2024
Anregung des Integrationsrates betreffend "Zusatzantrag betreffend Haushaltsplanentwurf 2025/26 (AN/1593/2024)"
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Beschlussvorlage Rat
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Dezernat, Dienststelle OB/16/162 Vorlagen-Nummer 3818/2024 Freigabedatum 03.12.2024 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Anregung des Integrationsrates betreffend "Zusatzantrag betreffend Haushaltsplanentwurf 2025/26 (AN/1593/2024)" Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat nimmt die Anregung des Integrationsrates aus seiner Sitzung am 19.11.2024, TOP 6.4. (Anlage 1 und 2) zur Kenntnis. Rat 12.12.2024 Finanzausschuss 17.01.2025 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Der Integrationsrat hat in der Sitzung am 19.11.2024 unter dem TOP 6.4. folgenden Be- schluss gefasst: „Der Integrationsrat der Stadt Köln fordert die Mitglieder des Rates und die Verwaltung der Stadt Köln auf, den vorliegenden Haushaltsplanentwurf 2025/2026 dahingehend anzupassen, dass die Mittel für die unten beschriebenen Maßnahmen im Bereich In- tegration und Antirassismus erhöht und nachhaltig bereitgestellt werden.“ Maßnahmen Begründung für die Notwendigkeit der Maßnahme 1. Integration Zuschuss an interkulturelles Flüchtlingszentrum „Flieh- kraft“ Zuschüsse Flüchtlingsbera- tung 5 Träger Zuschuss M indeststandards – Zuschuss für die freien Träger „Fliehkraft“ bietet eine zentrale Anlaufstelle für Geflüch- tete, die Integration, sozialen Zusammenhalt und ge- genseitiges Verständnis fördert. Mit seinen Beratungs- , Bildungs- und Gemeinschaftsangeboten unterstützt das interkulturelle Flüchtlingszentrum Geflüchtete da- bei, soziale und wirtschaftliche Eigenständigkeit zu er- langen. Eine Streichung der Mittel ab 2026 bedeutet den Wegfall wichtiger Unterstützungsmaßnahmen für Geflüchtete in Köln. Die geplante Kürzung von Zuschüssen in der Geflüch- tetenberatung ab 2026 wird gravierende Folgen sowohl für Träger als auch für Geflüchtete haben. Die Träger müssen Personal abbauen, Angebote wie Asylbera- tung oder Integrationsprojekte reduzieren. Für die Ge- flüchteten bedeutet dies weniger Unterstützun g bei wichtigen Themen wie z.B. Spracherwerb und Woh- nungssuche, was die Integration erheblich erschwert und die soziale Isolation verstärkt. Insgesamt wird die Integrationsarbeit in Köln geschwächt und die Situation für Flüchtlinge deutlich verschärft. s. Antrag des Facharbeitskreis 2 betreffend Prüfantrag zum Haushaltsplanentwurf 2025_26 betreffend Zu- schuss Mindeststandards Zuschuss für die freien Trä- ger (AN/1592/2024) 2. 3 Antirassismus Zuschuss M ittel für Antiras- sismustraining Zuschuss Kölner Forum ge- gen Rassismus und Antidis- kriminierung Die Beibehaltung der Fördersumme von 50.000 €/Jahr für Antirassismustrainings ab 2026 und deren Fort- schreibung im MiFriFi ist unbedingt erforderlich, da mit diesen Mitteln Projekte gefördert werden, die für den Abbau von Vorurteilen, die Verhinderung von Diskrimi- nierung und die Stärkung des gesellschaftlichen Zu- sammenhalts unerlässlich sind. Sie fördern ein res- pektvolles Miteinander und sensibilisieren für den Um- gang mit Vielfalt, was angesichts zunehmender Polari- sierung und rassistischer Tendenzen in der Gesell- schaft unerlässlich ist. Die geplante Kürzung der Mittel für das Kölner Forum gegen Rassismus und Antidiskriminierung ab 2026 wird gravierende Folgen haben. Neben der Reduzie- rung von Bildungs - und Unterstützungsangeboten droht auch der Wegfall wichtiger Netzwerkarbeit und öf- fentlicher Kampagnen, was die Wirksamkeit im Kampf gegen Rassismus und für den gesellschaftlichen Zu- sammenhalt erheblich schwächen würde. Ein Auszug aus dem Beschlussprotokoll ist als Anlage 1 beigefügt. Die Begründung für den Antrag AN/1593/2024, der diesem Beschluss zugrunde liegt, wurde in der oben stehenden Tabelle erläutert (s. auch Anlage 2). Die Anregung des Integrationsrates AN/1593/2024 ist nach § 27 Absatz 8 Satz 3 der Gemein- deordnung NRW (GO) dem Rat vorzulegen. Anlagen Anlage 1: Auszug aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung des Integrationsrates vom 19.11.2024 Anlage 2: Zusatzantrag zum Haushaltsplanentwurf 2025/26 (AN/1593/2024)
Anlage 1 Auszug aus dem Beschlussprotokoll zu TOP 6.4
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Geschäftsführung Integrationsrat Frau Bachtiosin Telefon: (0221) 22129725 E-Mail: leyla.bachtiosin@stadt -koeln.de Datum: 22.11.2024 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung des Integrationsrates vom 19.11.2024 öffentlich 6.4 Zusatzantrag betreffend Haushaltsplanentwurf 2025/26 AN/1593/2024 Die Mitglieder des Integrationsrates empfehlen folgenden Beschluss: Beschluss: Der Integrationsrat der Stadt Köln fordert die Mitglieder des Rates und die Verwaltung der Stadt Köln auf, den vorliegenden Haushaltsplanentwurf 2025/2026 dahingehend anzupassen, dass die Mittel für die unten beschriebenen Maßnahmen im Bereich In- tegration und Antirassismus erhöht und nachhaltig bereitgestellt werden. Maßnahmen Begründung für die Notwendigkeit der Maß- nahme 1. Integration Zuschuss an interkulturel- les Flüchtlingszentrum „Fliehkraft“ Zuschüsse Flüchtlingsbe- ratung 5 Träger „Fliehkraft“ bietet eine zentrale Anlaufstelle für Ge- flüchtete, die Integration, sozialen Zusammenhalt und gegenseitiges Verständnis fördert. Mit seinen Beratungs-, Bildungs- und Gemeinschaftsangebo- ten unterstützt das interkulturelle Flüchtlingszent- rum Geflüchtete dabei, soziale und wirtschaftliche Eigenständigkeit zu erlangen. Eine Streichung der Mittel ab 2026 bedeutet den Wegfall wichtiger Un- terstützungsmaßnahmen für Geflüchtete in Köln. Die geplante Kürzung von Zuschüssen in der Ge- flüchtetenberatung ab 2026 wird gravierende Fol- gen sowohl für Träger als auch für Geflüchtete ha- ben. Die Träger müssen Personal abbauen, Ange- bote wie Asylberatung oder Integrationsprojekte reduzieren. Für die Geflüchteten bedeutet dies we- niger Unterstützung bei wichtigen Themen wie z.B. Spracherwerb und Wohnungssuche, was die In- tegration erheblich erschwert und die soziale Iso- Zuschuss Mindeststan- dards – Zuschuss für die freien Träger lation verstärkt. Insgesamt wird die Integrationsar- beit in Köln geschwächt und die Situation für Flüchtlinge deutlich verschärft. s. Antrag des Fachar beitskreis 2 betreffend Prüfantrag zum Haushaltsplanentwurf 2025_26 betreffend Zuschuss Mindeststandards Zuschuss für die freien Träger (AN/1592/2024) 2. Antirassismus Zuschuss Mittel für Antira- ssismustraining Zuschuss Kölner Forum gegen Rassismus und Antidiskriminierung Die Beibehaltung der Fördersumme von 50.000 €/Jahr für Antirassismustrainings ab 2026 und de- ren Fortschreibung im MiFriFi ist unbedingt erfor- derlich, da mit diesen Mitteln Projekte gefördert werden, die für den Abbau vo n Vorurteilen, die Verhinderung von Diskriminierung und die Stär- kung des gesellschaftlichen Zusammenhalts uner- lässlich sind. Sie fördern ein respektvolles Mitei- nander und sensibilisieren für den Umgang mit Vielfalt, was angesichts zunehmender Polarisie- rung und rassistischer Tendenzen in der Gesell- schaft unerlässlich ist. Die geplante Kürzung der Mittel für das Kölner Fo- rum gegen Rassismus und Antidiskriminierung ab 2026 wird gravierende Folgen haben. Neben der Reduzierung von Bildungs- und Unterstützungsan- geboten droht auch der Wegfall wichtiger Netz- werkarbeit und öffentlicher Kampagnen, was die Wirksamkeit im Kampf gegen Rassismus und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt erheblich schwächen würde. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt – die Vertreter*innen der Fraktionen der Grünen, der CDU, der FDP, Linke und von Volt haben an der Abstimmung nicht teilgenommen.
Anlage 2 Zusatzsantrag betreffend Haushaltsplanentwurf 2025/26 (AN/1593/2024)
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Tayfun Keltek 18.11.2022 An den Vorsitzenden des Integrationsrates An die Geschäftsstelle des Integrationsrates Frau Dr. Dikbaş Antrag nach § 12 (Dringlichkeitsantrag) Gremium Datum der Sitzung Integrationsrat 19.11.2024 Zusatzantrag zum Haushaltsplanentwurf 2025/26 (3522/2024) Der Integrationsrat der Stadt Köln begrüßt grundsätzlich die Bemühungen des Rates und der Verwaltung, einen ausgewogenen Haushaltsplan für die Jahre 2025 und 2026 vorzulegen. Dennoch erkennt der Integrationsrat an, dass im aktuellen Haushaltsplanentwurf wesentliche Bereiche für eine erfolgreiche Integrationspolitik in unserer Stadt nicht ausreichend Berücksichtigung finden. Beschluss: Der Integrationsrat der Stadt Köln fordert die Mitglieder des Rates und die Verwaltung der Stadt Köln auf, den vorliegenden Haushaltsplanentwurf 2025/2026 dahingehend anzupassen, dass die Mittel für die unten beschriebenen M aßnahmen im Bereich Integration und Antirassismus erhöht und nachhaltig bereitgestellt werden. Maßnahmen Begründung für die Notwendigkeit der Maßnahme 1. Integration -Zuschuss an interkulturelles Flüchtlingszentrum „Fliehkraft“ „Fliehkraft“ bietet eine zentrale Anlaufstelle für Geflüchtete, die Integration, sozialen Zusammenhalt und gegenseitiges Verständnis fördert. Mit seinen Beratungs-, Bildungs- und Gemeinschaftsangeboten unterstützt das interkulturelle Flüchtlingszentrum Geflüchtete dabei, soziale und wirtschaftliche -Zuschüsse Flüchtlingsberatung 5 Träger -Zuschuss Mindeststandards – Zuschuss für die freien Träger Eigenständigkeit zu erlangen. Eine Streichung der Mittel ab 2026 bedeutet den Wegfall wichtiger Unterstützungsmaßnahmen für Geflüchtete in Köln. Die geplante Kürzung von Zuschüssen in der Geflüchtetenberatung ab 2026 wird gravierende Folgen sowohl für Träger als auch für Geflüchtete haben. Die Träger müssen Personal abbauen, Angebote wie Asylberatung oder Integrationsprojekte reduzieren. Für die Geflüchteten bedeutet dies weniger Unterstützung bei wichtigen Themen wie z.B. Spracherwerb und Wohnungssuche, was die Integration erheblich erschwert und die soziale Isolation verstärkt. Insgesamt wird die Integrationsarbeit in Köln geschwächt und die Situation für Flüchtlinge deutlich verschärft. s. Antrag des Facharbeitskreis 2 betreffend Prüfantrag zum Haushaltsplanentwurf 2025_26 betreffend Zuschuss Mindeststandards Zuschuss für die freien Träger (AN/1592/2024) 2. Antirassismus -Zuschuss Mittel für Antirassismustraining -Zuschuss Kölner Forum gegen Rassismus und Antidiskriminierung Die Beibehaltung der Fördersumme von 50.000 €/Jahr für Antirassismustrainings ab 2026 und deren Fortschreibung im MiFriFi ist unbedingt erforderlich, da mit diesen Mitteln Projekte gefördert werden, die für den Abbau von Vorurteilen, die Verhinderung von Diskriminierung und die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts unerlässlich sind. Sie fördern ein respektvolles Miteinander und sensibilisieren für den Umgang mit Vielfalt, was angesichts zunehmender Polarisierung und rassistischer Tendenzen in der Gesellschaft unerlässlich ist. Die geplante Kürzung der Mittel für das Kölner Forum gegen Rassismus und Antidiskriminierung ab 2026 wird gravierende Folgen haben. Neben der Reduzierung von Bildungs- und Unterstützungsangeboten droht auch der Wegfall wichtiger Netzwerkarbeit und öffentlicher Kampagnen, was die Wirksamkeit im Kampf gegen Rassismus und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt erheblich schwächen würde. Dringlichkeitsbegründung: Gem. § 22 der Hauptsatzung der Stadt Köln wirkt der Integrationsrat an den Beratungen über die Haushaltssatzung mit. Jedoch kann der Integrationsrat seiner Beratungsaufgabe nicht gerecht werden, wenn der vorliegende Antrag in der nächsten Sitzung besprochen wird. Die nächste Integrationsratssitzung ist am 21.1.2025. Der Finanzausschuss wird den Haushaltsplan 2025/2026 in seiner Sitzung am 17.01.2025 v or der nächsten Integrationsratssitzung verabschieden. Die Vorlage Beratung des Haushaltsplanentwurfs 2025/26 (3522/2024) wurde dem Integrationsrat erst am 18.11.2024 vorgeschlagen. Mit freundlichen Grüßen Tayfun Keltek
Anlage 3 Vorabauszug Rat 12.12.2024
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Geschäftsführung Rat Frau Lange Telefon: (0221) 221-22058 Fax: (0221) 221-26570 E-Mail: maria.lange@stadt-koeln.de Datum: 16.12.2024 Auszug aus dem Entwurf der Niederschrift der 38. Sitzung des Rates vom 12.12.2024 öffentlich 5.4.2 Anregung des Integrationsrates betreffend "Zusatzantrag betreffend Haushaltsplanentwurf 2025/26 (AN/1593/2024)" 3818/2024 Änderungsantrag der SPD-Fraktion AN/1760/2024 Änderungsantrag der Fraktionen SPD und Die Linke sowie der Gruppe KLIMA FREUNDE & GUT und von RM Zimmermann AN/1767/2024 Beschluss: Die Angelegenheit wird in die Haushaltsplanberatungen im Finanzausschuss am 17.01.2025 verwiesen. Abstimmungsergebnis: Mehrheitlich gegen die Stimmen der Fraktionen SPD, Die Linke, AfD, Die PARTEI so- wie der Gruppe KLIMA FREUNDE & GUT und von RM Zimmermann zugestimmt. __________ Anmerkung: Gemeinsame Behandlung der Tagesordnungspunkte 1.1, 5.4.2, 5.4. 3 und 10.39. Der Antrag der SPD-Fraktion hat sich mit der Beschlussfassung erledigt.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: verwiesen in nachfolgende Gremien (ohne Rücklauf)
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3818/2024
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 13.12.2024
- Erstellt
- 28.11.2024 09:51