2445/2019
Qualität und Arbeitsbedingungen im Offenen Ganztag an Kölner Schulen
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Anlage 1
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Träger Schule OGS-Gruppenanzahl ggf. Trägerwechsel (vorheriger Träger) GGS Alzeyer Str. 6 KGS Bernhard-Letterhaus-Str. 7 GGS Erlenweg 6 KGS Erlenweg 8 GGS Geilenkircher Str. 14 GGS Gellertstr. 11 GGS Halfengasse 6 KGS Neufelder Str. 10 GGS Loreleystr. 7 Verein der Freunde und Förderer der Gemeinschaftsgrundschule Loreleystraße in Köln (2016) Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in der Stadt Köln, vertreten durch: Katholische Jugendagentur Köln gGmbH KGS Baadenberger Str. 8 FE Blumenthalstr. 1 FS Marienplatz 9 FLE Hachenburger Str. 7 IN VIA (2016) Christliche Sozialhilfe Köln e.V. GGS Leuchterstr. 6 FE Berliner Str. 3 FE Mörikeweg 3 Deutsch-Türkischer-Verein Köln e.V. GGS An St. Theresia 5 Elternverein "Bina" KGS Köln- Brück e.V. KGS Olpener Str. 5 Förderverein der KGS Lebensbaumweg e. V. KGS Lebensbaumweg 9 Förderverein Peter Petersen Schule Grengel (PPSG) e.V. GGS Friedensstr. 5 Freunde und Förderer der KGS Heßhofstr.e. V. KGS Heßhofstr. 7 GATA Verein zur Förderung von Kindern im schulischen Ganztag e.V. GGS Lohmarer Str. 6 GGS Adlerstr. 12 KGS Alzeyer Str. 7 KGS Balsaminenweg 9 GGS Bernkasteler Str. 18 KGS Bülowstr. 9 GGS Buschfeldstr. 6 GGS Ernstbergstr. 9 KGS Everhardstr. 8 KGS Friedlandstr. 6 GGS Heßhofstr. 8 GGS Hohe Str. 11 GGS Humboldtstr. 7 GGS Kapitelstr. 7 KGS Kapitelstr. 6 KGS Lindenburger Allee 6 KGS Lohrbergstr. 8 GGS Lustheider Str. 13 KGS Osterather Str. 6 GGS Ricarda-Huch-Str. 7 KGS Vogelsanger Str. 10 Netzwerk (2016) GGS v.-Bodelschwingh-Str. 3 GGS Wendelinstr. 7 Johanniter-Unfall-Hilfe GGS Kölner Str. 10 Schuljahr 2019/2020 Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln UG Caritas-Jugendhilfe- Gesellschaft mbH Haus Miriam Der Sommerberg AWO Betriebsgesellschaft mbH IN VIA Katholischer Verband für Mädchen-und Frauensozialarbeit Köln e. V. Träger Schule OGS-Gruppenanzahl ggf. Trägerwechsel (vorheriger Träger) Schuljahr 2019/2020 Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln UG GGS Am Feldrain 6 GGS Dagobertstr. 5 KJA (2015) KGS Im Kamp 8 GGS Kettelerstr. 10 GGS Neue Sandkaul 17 FL Leyendecker Str., Teilstandort Rosenzweigweg 1 GATA (2014) GGS Rosenzweigweg 6 GATA (2014) KGS Am Portzenacker 5 KGS Hinter der Kirche 5 FL Leyendecker Str. 2 GGS Riphahnstr. 11 KGS Zehnthofstr. 6 GGS Ottostr. 9 KGS Forststr. 4 Johanniter-Unfall-Hilfe (2016) GGS Neusser Str. 8 Johanniter-Unfall-Hilfe (2019) KGS Horststr. 9 Förderverein der Städt. KGS Horststr.1, Köln-Mülheim (2016) GGS Godorfer Hauptstr. 3 Johanniter-Unfall-Hilfe (Jahreswechsel 2018/2019) Kids Clar, Verein zur Betreuung von Kindern der Clarenhofschule, Köln-Weiden e. V. GGS Schulstr. (Weiden) 7 GGS Alte Wipperfürther Str. 6 KGS Alte Wipperfürther Str. 6 GGS Annastr. 12 KGS Berrenrather Str. 8 GGS Dellbrücker Hauptstr. 13 GGS Hauptstr. 7 KGS Kupfergasse 14 KGS Lindenbornstr. 6 GGS Mommsenstr. 9 GGS Stenzelbergstr. 10 GGS Zehnthofstr. 8 GGS Görlinger Zentrum 9 Bürgerschaftshaus Bocklemünd/Mengenich (2016) GGS Schulstr. (Porz-Eil) 6 Rapunzel (2017) GGS Pfälzer Str. 7 KGS Platenstr. 10 KGS Zugweg 7 Förderung Offene Ganztagsgrundschulen (2017) Montessori Pänz e. V. GGS Gilbachstr. 14 Monti-Ecke gGmbH GGS Ferdinandstr. 15 FS Alter Mühlenweg 11 KGS Am Altenberger Kreuz 6 GGS Am Pistorhof 16 GGS Antwerpener Str. 8 FE Auguststr. 2 GGS Borsigstr. 8 GGS Cäsarstr. 10 KGS Cäsarstr. 4 KGS Diependahlstr. 6 GGS Lochnerstr. 8 KGS Mainzer Str. 14 KGS Mengenicher Str. 6 GGS Mülheimer Freiheit 17 GGS Nesselrodestr. 8 GGS Nibelungenstr. 10 GGS Nußbaumer Str. 12 FS Brehmstr. 9 GGS Schmittgasse 7 KGS Trierer Str. 8 KGS Thurner Str. 14 KGS Wilhelm-Schreiber-Str. 8 FE Zülpicher Str. 1 Ki d S - Kinder- und Jugendpädagogische Einrichtung der Stadt Köln (2014) GGS Am Rosenmaar 19 Inklusiver Ganztag der Rosenmaarschule (2016) Jugendzentren Köln Gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH (JugZ) Katholische Jugendagentur Köln gGmbH Kolping-Bildungswerk Diözesanverband Köln e. V. MIKIs e.V. Netzwerk e. V. - Soziale Dienste und Ökologische Bildung Träger Schule OGS-Gruppenanzahl ggf. Trägerwechsel (vorheriger Träger) Schuljahr 2019/2020 Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln UG GGS Balthasarstr. 12 GGS Berrenrather Str. 12 EGS Mainstr. 13 GGS Volberger Weg 10 GGS Westerwaldstr. 14 GGS Zum Hedelsberg 13 GGS Breslauer Str. 12 Die kleinen ASSe (2015) GGS Kaisersescher Str. 9 GGS Kretzerstr. 8 GGS Zwirnerstr. 8 AWO Köln (2017) GGS Irisweg 9 GGS Konrad-Adenauer-Str. 8 KGS Langemaß 11 GGS Lebensbaumweg 5 GGS Neue Heide 6 GGS Steinbergerstr. 17 GGS Poller Hauptstr. 11 Arbeitskreis an Kölner Schulen für Jugend, Freizeit und Bildung (2015) GGS Sürther Hauptstr. 13 Pass op Trägerverein der Offenen Ganztagsschule der Brüder-Grimm-Schule, Köln-Sürth (2018) GGS Garthestr. 8 KGS Garthestr. 7 Schuloase Rheinland e. V. GGS Kirchweg 16 Schulpänz GGS Bachemer Str. e.V. GGS Bachemer Str. 8 GGS Altonaer Str. 6 KGS Altonaer Str. 6 KGS An den Kaulen 6 KGS Longericher Hauptstr. 6 GGS Merianstr. 11 GGS Soldiner Str. 3 FLE Soldiner Str. 3 GGS Spoerkelhof 5 Turnverein Köln-Höhenhaus e. V. GGS Honschaftsstr. 10 TV Rodenkirchen 1898 e.V. KGS Mainstr. 12 Verein der Eltern und Förderer der GGS Köln-Buchforst, Kopernikusstr. e. V. GGS Kopernikusstr. 8 Verein der Freunde und Förderer der Gemeinschaftsgrundschule Adolph-Kolping-Str. e.V. GGS Adolph-Kolping-Str. 12 Verein der Freunde und Förderer der GGS Freiligrathstr. in Lindenthal e.V. GGS Freiligrathstr. 14 GGS An den Kaulen 6 KGS Andreas-Hermes-Str. 9 GGS Diesterwegstr. 5 GGS Europaring 5 GGS Gotenring 6 KGS Gotenring 6 KGS Gutnickstr. 5 GGS Martinusstr. 8 GGS Schulstr. (Pesch) 10 GGS Weimarer Str. 11 GGS Lindenbornstr. 8 Perspektive Bildung (2016) KGS Fußfallstr. 11 IN VIA (2018) Verein zur Betreuung von Kindern der GGS Breitenbachstr. e.V. GGS Breitenbachstr. 9 1274 Rapunzel Kinderhaus e.V. Riehl Kids e.V. Soziales Zentrum Lino-Club e.V. Verein für Gesundheitssport und Sporttherapie Köln e.V. Perspektive Bildung e.V.
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/40/400/1 Vorlagen-Nummer 09.09.2019 2445/2019 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Schule und Weiterbildung 09.09.2019 Qualität und Arbeitsbedingungen im Offenen Ganztag an Kölner Schulen hier: Anfrage der Fraktion DIE LINKE aus der Sitzung des Ausschusses für Schule und Weiterbildung vom 24.06.2019; TOP 3.2.1 Anfrage: „1. Welche Treffen mit welchen Ergebnissen haben im Rahmen der "Qualitätsoffensive Ganztag" in Köln stattgefunden; welche Faktoren, die für die mangelnde Qualität in der OGS eine Rolle spielen, wurden dabei besprochen und welche Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität wurden erwogen? 2. An welchen Grundschulen in Köln arbeiten seit dem Schuljahr 2013/14 welche Träger in der OGS und wie hat sich seitdem das Verhältnis der Zahl der verschiedenen Träger im Verhältnis zur jeweiligen Zahl der Offenen Ganztagsgrundschulen entwickelt? Wir bitten um eine tabellarische Aufstellung der Träger in Spalte 1 mit den sie beauftragenden Schulen und der Anzahl der Gruppen je Schule. 3. Wie häufig fanden in diesen Jahren Trägerwechsel statt und, falls es bei der Stadtverwaltung Informationen darüber gibt, aus welchem Grund gab es diese? 4. Wie viele Mitarbeiter*innen in der Position a) einer Gruppenleitung und b) einer Ergänzungs- kraft haben die in den Kooperationsverträgen geforderte Qualifikation (Gruppenleitung: Erzie- her*in, Sozialpädagog*in, Pädagog*in; Ergänzungskraft: Kinderpfleger*in, Sozialassistent*in) und wie viele haben weder diese Qualifikation noch eine solche, wie sie in der Kurzausbildung "Schultag I-III" (Siehe www.schultag.info) erworben werden kann? 5. Der Prüfbericht des RPA von 2014 „Kooperationsverträge in der Offenen Ganztagsschule im Primarbereich (OGS) bei 40 - Amt für Schulentwicklung“ (DS 3246/2014) empfiehlt, künftig kein Formular zur Abrechnung der Personalkosten des OGS-Trägers zu verwenden, das nur pauschal nach der Summe der Personalkosten fragt und aufsummierte anonymisierte Anga- ben über Beschäftigte und Honorarkräfte abfragt. Denn dabei, so das RPA bestünde „das Ri- siko, dass personelle Defizite zum Nachteil einer OGS-Gruppe verborgen bleiben“. Es wird vielmehr empfohlen: „Zur erforderlichen Finanz- und Qualitätskontrolle sollte eine Überarbei- tung der Vordrucke für die OGS-Träger erfolgen, so dass konkrete statt anonymisierter Anga- ben zum Betreuungspersonal (Name, Funktion, betreute Gruppe bzw. AG, Arbeitszeit, Perso- nalkosten) vorliegen. Hat das Amt 40 die Empfehlungen des RPA inzwischen umgesetzt und wenn nein, wieso nicht?“ 2 Antwort der Verwaltung: Frage 1: Eines der wesentlichen Ziele der Offenen Ganztagsschule ist die Verbesserung der Chancengleich- heit und die Schaffung von Bildungsgerechtigkeit. Die von der Montag Stiftung Jugend und Gesell- schaft Bonn initiierte Qualitätsoffensive Ganztag möchte dazu beitragen, diesem Ziel einen Schritt näherzukommen. Grundsätzlich bietet die Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe die wertvolle Möglichkeit, Schul-, Sozial- und Freizeitpädagogik in der Form miteinander zu verknüpfen, dass die individuelle ganzheitliche Bildung von Kindern im Vordergrund steht und die Entwicklung ihrer Persönlichkeit, Kompetenzen und Fähigkeiten gestärkt werden. Die Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams verläuft jedoch nicht stets ohne Konflikte, ein gemeinsames Bildungsverständnis ist immer noch nicht selbstverständlich, die Verknüpfung formaler und non-formaler Bildung ist mit Schwierigkeiten ver- bunden. Nur wenn Schule und Jugendhilfe mit ihren unterschiedlichen Bildungsaufträgen gemeinsam auf Augenhöhe kooperieren, können die offenen Ganztagsschulen in die Lage versetzt werden, das oben genannte Ziel zu erreichen. Deshalb werden an fünf Projektschulen des Schulaufsichtsbezirks 1 von der Montag Stiftung finan- zierte externe Prozessbegleitungs-Tandems eingesetzt, welche die fach- und bedarfsorientierten Ar- beitstreffen vor Ort moderieren und begleiten. Es soll ein gemeinsames Bewusstsein der unterschied- lichen Professionen und Akteure über Handeln, Vertrauen, gegenseitige Anerkennung, geplante Zeit und vereinbarte Kommunikationsstrukturen geschaffen werden. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass vor Ort die Qualität im Ganztag gemeinsam und auf Augenhöhe sowie partizipativ weiterentwi- ckelt werden kann. In dieser Hinsicht müssen auch die jeweiligen Bedarfe der Kinder und Eltern stär- ker als bisher in den Fokus genommen werden. Die Schulen werden dabei unterstützt, gemeinsam in den Dialog treten zu können und unterschiedli- che Perspektiven zu erkennen. Gemeinsam mit den Schulen soll ein strukturelles und organisatori- sches Gerüst für den Ganztag entwickelt werden, damit Veränderungsprozesse zukünftig auch ohne externe Prozessbegleitung partizipativ gestaltet werden können. Hierbei gilt es insbesondere, die Er- gebnisse und Erfahrungen der Prozesse in den Projektschulen für alle anderen Schulen nutzbar zu machen und die kommunalen Vernetzungsstrukturen auszubauen. Die externen Prozessbegleitungs-Tandems vereinbaren gemeinsam mit den Akteuren vor Ort konkre- te Schritte und definieren individuelle Qualitätsbausteine. Auf kommunaler Ebene finden mehrmals im Kalenderjahr Steuergruppentreffen mit multiprofessionellen Vertreterinnen und Vertretern (Schulauf- sicht, Schulverwaltung, Amt für Kinder, Jugend und Familie, Montag Stiftung, Schulleitung, Schulso- zialarbeit, Trägervertretung, OGS-Leitung, Elternvertretung) statt, bei denen die Reflexion des Pro- zesses vorgenommen wird und die erforderlichen Schritte zu der Multiplikation der Ergebnisse und Erfahrungen eingeleitet werden. Aufgrund der Zusammensetzung der Gruppe wird ein großer Partizi- pationsradius erreicht. Die Moderation der Steuergruppe erfolgt durch das Regionale Bildungsbüro. Am 10. Februar 2020 wird ein Qualitätszirkel mit einem Input zur Prozesssteuerung sowie Thementi- schen mit den Schwerpunktthemen der einzelnen Pilotschulen stattfinden, zu dem sowohl die Pro- jektschulen als auch erstmalig alle anderen offenen Ganztagsschulen des Schulaufsichtsbezirks 1 eingeladen werden. Die Qualitätsoffensive Ganztag hat zu Beginn des Schuljahres 2018/2019 begonnen und wird sich über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren erstrecken. 3 Fragen 2 und 3: Der beigefügten Anlage 1 können Sie entnehmen, welche offenen Ganztagsschulen im Schuljahr 2019/2020 mit welchen Trägern kooperieren. Schulstandorte, an welchem seit dem Schuljahr 2013/2014 ein Trägerwechsel vollzogen wurde, sind entsprechend benannt und mit der Information über den ehemaligen Kooperationspartner sowie den Zeitpunkt des Wechsels versehen. Die Anzahl der Trägerwechsel ab dem Schuljahr 2013/2014 kann ergänzend zu der Anlage 1 der nachfolgenden Übersicht entnommen werden: Zeitpunkt Anzahl Träger- wechsel Schuljahreswechsel 2013/14 bzw. 2014/2015 3 Schuljahreswechsel 2014/15 bzw. 2015/2016 4* Schuljahreswechsel 2015/16 bzw. 2016/2017 8 Schuljahreswechsel 2016/17 bzw. 2017/2018 3 Schuljahreswechsel 2017/18 bzw. 2018/2019 3** Schuljahreswechsel 2018/19 bzw. 2019/2020 1 * Eine betroffene Schule ist zwischenzeitlich keine OGS mehr. ** Ein Trägerwechsel erfolgte unterjährig. Trägerwechsel haben im Regelfall nicht nur einen Auslöser, sondern es kommen verschiedenste Fak- toren zusammen, die zu einer Beendigung einer mehrjährigen Zusammenarbeit führen. Häufig ge- nannte Gründe sind Unstimmigkeiten in konzeptioneller Hinsicht bzw. hinsichtlich Anzahl und/oder Qualifikation des eingesetzten Personals. Zudem ist der Trend zu erkennen, dass Fördervereine und kleine Träger mit Blick auf die durch den fortwährenden Ausbau des offenen Ganztages entstande- nen finanziellen Volumina entsprechende Risiken als Ehrenamtliche nicht mehr tragen möchten. Die Verwaltung hat ab dem Schuljahr 2017/2018 die Ausführungen zur Zusammenarbeit der Koope- rationspartner in der Kooperationsvereinbarung präzisiert und konkrete Voraussetzungen für einen Trägerwechsel benannt. Es wurde hierbei ein mehrstufiges Verfahren eingeführt, welches unter enger Begleitung der Fachverwaltung das Ziel hat, etwaige Probleme im Rahmen der bestehenden Partner- schaft auszuräumen. Frage 4: Gemäß den bisher ausgewerteten Verwendungsnachweisen des Schuljahres 2017/2018 verfügen 51% der Mitarbeitenden in der Funktion einer Gruppenleitung über die in den Kooperationsverträgen geforderte Qualifikation. Diese nicht zufriedenstellende Quote resultiert aus dem Fachkräftemangel, welcher sich auch perspektivisch nicht beseitigen lässt. Der offene Ganztag hat hierbei häufig das Nachsehen gegenüber kommunalen Arbeitgebern, weil deren Arbeitsbedingungen zumeist attraktiver sind. Da sich der Fachkräftemangel bereits vor einigen Jahren abzeichnete, wurde die entsprechende Vorgabe der Kooperationsvereinbarung in eine Soll-Vorschrift umgewandelt. Leider fehlen von Landesseite gesetzliche Vorgaben mit einheitlichen Qualitätsstandards einschließ- lich eines Fachkräftegebots. Die möglicherweise ab 2025 bevorstehende Einführung eines Rechtsan- spruchs auf Ganztagsbetreuung ist von hiesiger Seite mit der Hoffnung verbunden, dass Qualitäts- standards definiert werden, die für alle Kommunen gleichermaßen gelten und eine Unabhängigkeit der Qualität vor Ort von der Finanzkraft der jeweiligen Kommune schaffen. Gleichwohl ist zu erwar- ten, dass ein möglicher Rechtsanspruch zu einem noch höheren Fachkräftebedarf führt, der auf lange Sicht nicht gedeckt werden kann. Bei den Ergänzungskräften wird keine Auswertung nach der Profession der Mitarbeitenden vorge- nommen. Neben den von Ihnen angesprochenen Kinderpflegerinnen und Kinderpflegern bzw. Sozial- assistentinnen und Sozialassistenten ermöglicht die Kooperationsvereinbarung nämlich auch ehren- amtlich tätigen Personen, Seniorinnen und Senioren, Eltern, Praktikantinnen und Praktikanten sowie 4 Studentinnen und Studenten auf Lehramt bei entsprechender Eignung als pädagogische Ergän- zungskraft in der Basisgruppe zu arbeiten. Es versteht sich von selbst, dass die Träger des offenen Ganztages Maßnahmen ergreifen, um Mitar- beitende ohne pädagogische Ausbildung für die Arbeit im offenen Ganztag zu qualifizieren. Eine da- hingehende Prüfung des Schulträgers erfolgt jedoch nicht. Der Fachbereich Ganztag bietet den Mit- arbeiterinnen und Mitarbeitern der Träger ein umfangreiches Fortbildungsprogramm mit aktuell rele- vanten Themen. Zudem werden von Seiten der pädagogischen Fachberatung regelmäßig Arbeits- kreise für verschiedene Adressatenkreise (Geschäftsführung der Träger, OGS-Leitung, Gruppenlei- tungen, Ergänzungskräfte) durchgeführt. Frage 5: Die Verwaltung beabsichtigt, den Verwendungsnachweis für das Schuljahr 2019/2020 einer Überar- beitung zu unterziehen. Die Kooperationsvereinbarungen werden von drei auf Augenhöhe miteinander arbeitenden Vertrags- partnern abgeschlossen (Schulleitung, Träger der freien Jugendhilfe und Schulträger). Die Schullei- tung ist allen an der Schule tätigen Personen gegenüber in der Erfüllung ihrer vertraglich festgelegten Aufgaben weisungsbefugt, somit auch den Mitarbeitenden in den offenen Ganztagsschulen. Daher kann davon ausgegangen werden, dass alleine schon deshalb personelle Defizite zum Nachteil einer OGS-Gruppe nicht verborgen bleiben und dahingehend allenfalls ein minimales Risiko besteht. Bei der Auswertung der Verwendungsnachweise werden die wöchentlichen Arbeitszeiten aller Mitar- beiterinnen und Mitarbeiter in Relation zu den Öffnungszeiten und Teilnehmerzahlen gesetzt. Falls hierbei eine zu geringe Anzahl von Mitarbeiterstunden ermittelt wird, erfolgt gemeinsam mit der Schul- leitung und dem Ganztagsträger eine genaue Betrachtung und Analyse vor Ort. Den Zugriff auf kon- krete statt anonymisierte Angaben zum Betreuungspersonal erhalten die Mitarbeitenden des Fachbe- reichs Ganztag im Rahmen der Buch- und Belegprüfung. Trotz mitunter schwieriger Rahmenbedingungen liegt es im größten Interesse aller drei Kooperations- partner liegt, eine qualitativ hochwertige offene Ganztagsschule zu bieten, welche den Bedarfen aller Kinder gerecht wird. Gez. Voigtsberger
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen mit erneuter Wiedervorlage
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2445/2019
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 09.09.2019
- Erstellt
- 11.07.2019 08:33