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3572/2018

Darstellung der Sparten

Mitteilung Ausschuss 02.11.2018

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 13.11.2018, TOP 2.1

Mitteilung Ausschuss

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3572-2018 Anlage Spartenbericht Filmkultur

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Mitteilung Ausschuss

1343 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VII/41/41/2 
 
Vorlagen-Nummer 02.11.2018 
 3572/2018 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 13.11.2018 
Integrationsrat 26.11.2018 
 
Darstellung der Sparten, hier: Filmkultur 
In seiner Sitzung am 07.09.2010 hat der Kulturausschuss die Verwaltung beauftragt, „den Sparten 
Musik, Darstellende Kunst (mit Theater und Tanz), Bildende Kunst (Fotografie) und Medien (Film, 
Literatur) die Möglichkeit zu geben“, regelmäßig über das Geschehen, die aktuelle Situation und die 
Perspektiven ihrer Arbeit schriftlich zu berichten. Dabei sollen die Spartenvertretungen in ihren jewei-
ligen Bereichen auch die interkulturellen Aktivitäten und Entwicklungen berücksichtigen. Der Bericht 
soll – wie in der Vergangenheit – drei Seiten nicht überschreiten. Außerdem muss erkennbar sein, 
wer die Unterlage erstellt hat und wer in die Erstellung einbezogen worden ist.  
Die Vertreterinnen/Vertreter der Sparten sind zu der jeweiligen Sitzung einzuladen, um für Rückfra-
gen aus dem Ausschuss zur Verfügung zu stehen.  
Der Szenebericht der Sparte Filmkultur ist als Anlage beigefügt. Für Rückfragen im Ausschuss für 
Kunst und Kultur stehen Frau Jenny Krüger und Herr Dominik Bühler aus dem Vorstand des Vereins 
KINOAktiv e.V. zur Verfügung. 
 
 
gez. Laugwitz-Aulbach

3572-2018 Anlage Spartenbericht Filmkultur

8984 Zeichen

Anlage 
Szenebericht 2017 - 2018   
KINOaktiv / Filmkultur und Freie Filmszene in Köln 
 
 
Das Spektrum der Kölner Filmszene reicht von Produktionsfirmen, über 
Filmemacher_innen, gewerbliche Filmkunstkinos, Filmhochschulen, dem Filmbüro 
NW und der AG DOK West bis hin zu Veranstalter_innen von national und 
international ausgerichteten Filmreihen und Filmfestivals. 
 
Viele der freien Filminitiativen und Festival, die vor allem im Rahmen der 
Filmpräsentation arbeiten, sind im Verein KINOaktiv e.V. organisiert. Ihre Arbeit wird 
zu großen Teilen ehrenamtlich oder in Form kurzfristiger Beschäftigung geleistet. Es 
gibt im Filmbereich keine institutionalisierten Einrichtungen, insofern kommt der 
freien Filmszene die Aufgabe zu, die Stadt mit einem möglichst vielfältigen und 
kulturell anspruchsvollen Filmprogramm zu versorgen, das von den Filmkunst- und 
Mainstream-Kinos nur bedingt gewährleistet werden kann.  
 
Die Mitglieder von KINOaktiv sind aktuell:  
 
Allerweltskino e.V.  dfi – Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW 
Feminale e.V.  Filmclub 813 
Filminitiativ Köln e.V. Filmplus – Festival für Filmschnitt und Montagekunst 
Filmreihe Köln  Filmsociety 
homochrom e.V.  Internationales Frauenfilmfestival Dortmund | Köln 
jfc Medienzentrum  Kino Gesellschaft Köln  
Köln im Film e.V.  Kurzfilmfreunde Köln e.V. – Kurzfilmfestival Köln 
LaDOC   Soundtrack_Cologne 
Videonale e.V. – Videonale.Scope 
 
 
Fortführung des Kulturentwicklungsplans der Stadt Köln (KEP) 
 
Sowohl der Vorstand von KINOaktiv (Dominik Bühler, Jenny Krüger und Dirk 
Steinkühler) als auch viele Mitglieder des Zusammenschlusses haben sich aktiv an 
den kleinen und großen „Runden Tischen“ zur Fortschreibung des 
Kulturentwicklungsplans der Stadt Köln (KEP) beteiligt. Hier sind sich alle 
Akteur_innen der Filmkultur einig gewesen, dass die Bedeutung der Medien – und 
hier auch die des Films – zunehmen wird. Der Ort Kino ist der Treffpunkt, wo 
interkultureller Austausch und Kommunikation stattfindet. Dem Film und 
insbesondere der Filmbildung kommt dabei in Zukunft eine entscheidene Rolle bei 
der Schaffung einer weltoffenen und toleranten Gesellschaft zu. Hier bedarf es einer 
weiteren Sichbarmachung der Filmkultur – sowohl in den analogen wie in den 
Sozialen Medien als auch im Stadtbild und in der Stadtgesellschaft!  
 
 
Marketing für Filmkultur in Köln 
 
Ein weiteres Ergebnis der Runden Tische zum KEP ist der Wunsch nach einer 
umfassenderen Vernetzung der Filmkultur der Stadt. Hier haben sich anschließend 
mit Unterstützung des Kulturamts drei Gruppen aus der Kölner Filmszene –

KINOaktiv, Filmbüro NW und Neuer Kölner Filmhaus e.V. – mehrmals zu einer „AG 
Filmkultur“ zusammengefunden. Dort wurden konkrete Maßnahmen entwickelt, wie 
sich ein gemeinsames „Marketing für Filmkultur in Köln“ umsetzen lässt. Entstanden 
ist unter Federführung von KINOaktiv ein gemeinsamer Antrag beim Kulturamt der 
Stadt Köln im Rahmen der Förderung von Interessensvertretungen. 
Zentral ist hier die Finanzierung einer Position bei KINOaktiv e.V. mit der Aufgabe 
„Marketing für Filmkultur“ und eine Vernetzung möglichst aller Akteur_innen der 
Filmkultur in Köln: Veranstalter_innen, Initiativen, Programmmacher_innen, 
Filmemacher_innen und Produzent_innen! Zudem der Ausbau der bestehenden 
Webseite „filmszene.koeln“ zu einer multimedialen Plattform für alle filmkulturellen 
Aktivitäten in der Stadt sowie die Ausarbeitung neuer Social Media Aktivitäten für die 
Kölner Filmszene – Stichworte sind hier Facebook, Twitter, Instagram, Apps, 
Videoportale und Communitys! 
 
Der Wunsch der Kölner Filmszene ist eine baldige positive Entscheidung über den 
Antrag, so dass 2019 zeitnah die anstehenden und drängenden Aufgaben 
angegangen werden können. 
 
 
Gemeinsame Projekte – Anschaffung einer Ticketing-Hard- und Software  
 
Mit Unterstützung des Kulturdezernats der Stadt Köln wurde von „filminitiativ e.V.“ in 
diesem Jahr ein Ticketing-System und ein Badge-Drucker für Akkreditierungs-
Ausweise angeschafft. System und Drucker stehen allen Mitgliedern der freien 
Filmszene zur Verfügung. Der Evolis-Primacy-Drucker hat sich als schnell und 
vielseitig erwiesen, neben dem Farbdruck ist hiermit auch eine Kartenverwaltung 
möglich. Der Drucker kam im April erstmals beim Internationalen Frauenfilmfestival 
Dortmund | Köln 2018 erfolgreich zum Einsatz, das im folgenden angeschaffte E+S 
Kassensystem für ein Abendkassensystem (Rechner mit diversen Schnittstellen, 
Touchscreen und Scanner) wurde im September beim „Afrika-Filmfestival“ erstmals 
von „filminitiativ“ eingesetzt. Es bietet ein zuverlässiges Karten-Management, 
welches sich auch bei ausverkauften Vorführungen als belastbar erwies. 
 
 
Gemeinsame Projekte – 10. Kölner Kino Nächte 
 
Ein zentrales Kooperationsprojekt der Kölner Kinoszene ist seit zehn Jahren die 
jährliche Ausrichtung der Kölner Kino Nächte, die von der Kino Gesellschaft Köln 
organisiert und von vielen Akteur_innen der Kölner Filmszene getragen wird. Zur 
Jubiläumsausgabe vom 12. bis 15. Juli 2018 kehrten die Veranstalter zur Eröffnung 
an den Ort zurück, an dem 2009 die ersten Kölner Kino Nächte eröffnet wurden: in 
die Kölner Philharmonie. Mit der Kinopremiere von „Shut Up And Play The Piano“, 
dem Porträt des regelmäßig in der Philharmonie auftretenden Wahlkölners Chilly 
Gonzales, erlebten 1.154 Zuschauer eine der größten Kölner Filmpremieren der 
letzten Jahre. An den folgenden Tagen wurden an 18 Spielorten über 50 Filme 
präsentiert. Mit dabei waren viele neue Initiativen der Kölner Filmkultur: die 
Dokumentarfilm-Plattform „Dokomotive“, das „Guerilla-Kino“, das Vorführungen an 
Orten organisiert, die früher einmal Kinosäle waren, oder die „Niehler Freiheit“, ein 
neuer Kulturverein und Veranstaltungsort für Film und andere Künste.

Kinosituation und Räume für Filmkultur in Köln 
 
Die Situation der geeigneten und bezahlbaren Räume für Filmvorführungen und 
Veranstaltungen der Kölner Filmszene ist weiterhin angespannt. Als neuer Ort wurde 
im Dezember 2017 mit den „Lichtspielen Kalk“ ein neuer gewerblicher Kinobetrieb 
eröffnet – und damit seit Jahren auch das erste Filmtheater im Rechtsrheinischen! 
Unter der Geschäftsführung von Jennifer Schlieper und Felix Seifert, die beide früher 
auch im Kölner Filmhauskino tätig waren. Hier hat u.a. die Filmreihe „Something 
Weird Cinema“ eine neue Heimat gefunden, im November wird das Kino auch 
Spielort des Kölner Kinderfilmfests „Cinepänz“ sein, das jüngst als Kulturereignis des 
Jahres 2017 vom Kölner Kulturrat ausgezeichnet wurde. Auch der Kinosaal in der 
Alten Feuerwache wurde neu ausgestattet und damit als Veranstaltungsort attraktiver 
gemacht. Nichtsdestotrotz sieht die Freie Szene als wichtigsten nächsten Schritt zur 
Verbesserung der Lage die baldige Wiedereröffnung des Kölner Filmhauses – vor 
allem als zentrale Anlaufstelle und zentraler Treffpunkt für die Kölner Filmszene. 
Zudem braucht die Stadt weiterhin in einem der Museen einen Ort, an dem 
Filmgeschichte – und insbesondere Kölner Filmgeschichte – sichtbar gemacht und 
vermittelt wird! 
 
 
Akteurin der Filmkultur: Filmreihe Köln 
 
Die Filmreihe Köln ist eine von vielen kleineren Initiativen der Kölner Filmkultur, die 
zusammen ein vielfältiges Publikum erreichen und ein breites Spektrum an 
filmkulturellen und gesellschaftlichen Themen abdecken.  
 
Die Filmreihe Köln veranstaltet seit 2010 jährlich ein Kurzfilmprogramm mit mehreren 
Abenden. In genre-, gattungs- und Dekaden-übergreifenden Programmen werden 
Themen von unterschiedlichen Seiten beleuchtet, Positionen einander 
gegenüberstellt und verschiedene künstlerische Formen aufeinander bezogen. Der 
Schwerpunkt liegt auf dem bewegten Bild, Präsentationsort ist meist ein Kino, die 
Filmreihe Köln blickt aber auch über die Grenzen des Films und des Kinos hinweg: 
Kurzfilme stehen neben Videokunst, Performances oder Installationen begleiten 
Dokumentarfilme, filmhistorische Klassiker werden mit aktuellen Hochschularbeiten 
kombiniert. Die Filmreihe Köln versteht sich als offenes Format, das als Plattform 
zum Meinungs- und Ideenaustausch sowie als Ort der kritischen Reflexion zu sehen 
ist. Einführungen, Gespräche mit Gästen und informelle Diskussionen nach den 
Vorführungen erweitern den Diskurs. Kooperationen mit Künstler_innen sowie 
anderen Initiativen aus der Film- und Kunstszene ergänzen das Programm.  
 
Die Erfindung von Geschichte(n) – Individuelle und kollektive Mythologien im Film 
(2018) 
Ver/ortung/en – Identitäten, Lebenswege und Migration im Film (2017) 
Ich höre was was du nicht siehst – Wahrnehmung im und durch Film (2015) 
Alles in Ordnung – Struktur im Film und Film als Struktur (2014) 
Wir stellen ein – Perspektiven und Entwürfe von Arbeit im Film (2013) 
Stadt(t)raum – Szenografien des Urbanen (2012) 
Fakt und Fiktion – Das Interview als künstlerische Praxis (2011) 
Körper sehen – Performancekunst in bewegten Bildern (2010) 
 
Webseite: www.filmreihe-koeln.de

Beratungsverlauf (1)

13.11.2018 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3572/2018
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
02.11.2018
Erstellt
30.10.2018 11:37