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1371/2023

Mitteilung zur Bürgereingabe nach § 24 GO NRW - „ÖPNV-Ausbau und Kapazitätserweiterungen“ Aktenzeichen 134/22 B

Mitteilung Ausschuss 25.04.2023

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Nächste Beratung: Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden, Sitzung am 11.05.2023, TOP 7.2.2

Anlage 2 Antwortschreiben

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Mitteilung Ausschuss

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Anlage 1 Eingabe

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Anlage 2 Antwortschreiben

3751 Zeichen

Die Ämter und Dienststellen der Stadtverwaltung finden Sie unter www.stadt-koeln.de. Fragen zu den 
Dienstleistungen der Stadt Köln beantwortet Ihnen montags - freitags von 7 - 18 Uhr das Bürgertelefon unter der 
einheitlichen Behördenrufnummer 115 oder 0221/221-0 
/ 2 
Stadt Köln, 02-1-4, 50605 Köln 
Bürgeramt Innenstadt 
Anregungen und Beschwerden an Rat und 
Bezirksvertretungen  
Bezirksrathaus Innenstadt 
Ludwigstraße 8, 50667 Köln  
www.stadt.koeln 
Auskunft  
Frau Shepperson, Zimmer 507  
T: 0221 221-22072, F: 0221 221-6569933  
geschaeftsstelle-anregungen-beschwerden@stadt-
koeln.de 
Sprechzeiten  
Montag bis Freitag : 08.00 bis 12.00 Uhr 
und nach Vereinbarung 
 
Ihr Schreiben Mein Zeichen Datum 
 134/22 17.04.2023 
Bürgereingabe nach § 24 GO– „ÖPNV-Ausbau und Kapazitätserweiterungen“ Ak-
tenzeichen 134/22 B 
 
Sehr geehrter, 
 
vielen Dank für Ihr Schreiben vom 15.07.2022 und Ihre Überlegungen und Vorschläge 
zur Weiterentwicklung des Kölner Stadtbahnnetzes. Ihre Darstellungen sind insbeson-
dere vor dem Hintergrund der beschlossenen Klimaneutralität bis 2035 und der ange-
strebten Mobilitätswende nachvollziehbar. 
Das Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung teilte mir hierzu nun mit, dass die Stadt 
Köln derzeit auf vielen Ebenen bemüht ist, das Stadtbahnnetz durch Erweiterung der 
Kapazitäten und Streckenausbau zu ertüchtigen. Diesbezüglich wird auf die „ÖPNV-
Netzentwicklung“ verwiesen, die Sie unter folgendem Link finden: 
https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=107470 
Die Darstellungen konkretisieren die Maßnahmen aus dem 2017 beschlossenen Nah-
verkehrsplan Köln. 
In der Strategie „Klimaneutrales Köln“ wird angemerkt, dass die vorgesehenen Maß-
nahmen der ÖPNV-Netzentwicklung beschleunigt werden müssen, um zur Zielerrei-
chung beizutragen. Auch bedarf es eines weiteren Ausbaus des ÖPNV. Diese berech-
tigten Forderungen stehen allerdings derzeit unter einem großen Finanzierungsvorbe-
halt, den es in den kommenden Jahren gemeinsam mit Bund und Land aufzulösen 
gilt, wenn der Anteil des ÖPNV am Modal Split signifikant erhöht werden soll. 
Eine Möglichkeit, diese Problematik zu diskutieren, besteht in dem gerade angelaufe-
nen Prozess zur Erstellung des Nachhaltigen Mobilitätsplans „Besser durch Köln“.

- 2 - 
 
Eine erste Öffentlichkeitsbeteiligung hat im Rahmen einer Online-Befragung zum Leit-
bild bereits stattgefunden: 
https://meinungfuer.koeln/mobilitaetsplan 
Weitere Informationen finden Sie unter https://www.stadt-koeln.de/artikel/71716/in-
dex.html. 
Es wird im weiteren Verlauf der Erstellung des Plans vielfältige weitere Möglichkeiten 
geben, sich aktiv zu beteiligen und Vorschläge zur Mobilitätsentwicklung in Köln – wie 
die von Ihnen mit Ihrer Anregung eingereichten Ideen zum ÖPNV-Ausbau, die wir 
gerne mit aufnehmen, – zu machen. Gerne können Sie diese Beteiligungsformate, 
über die regelmäßig auf der städtischen Homepage und in den Medien informiert wird, 
nutzen. 
Ihre Eingabe sowie dieses Antwortschreiben erhält der Ausschuss für Bürgerbeteili-
gung, Anregungen und Beschwerden zur Kenntnis.  
Ich hoffe, Ihnen mit diesen Informationen weitergeholfen zu haben. Sollten Sie noch 
fachliche Fragen haben, können Sie sich gerne an das Amt für nachhaltige Mobilitäts-
entwicklung, Herrn Dörkes unter Telefonnummer: 0221/221-27808 oder per E-Mail: 
nachhaltige-mobilitaetsentwicklung@stadt-koeln.de wenden. 
Sollten Sie eine Beratung der Angelegenheit im Ausschuss für Bürgerbeteiligung, An-
regungen und Beschwerden wünschen, teilen Sie dies bitte der Geschäftsstelle für 
Anregungen und Beschwerden an Rat und Bezirksvertretung, geschaeftsstelle-anre-
gungen-beschwerden@stadt-koeln.de mit. 
Mit freundlichen Grüßen 
Im Auftrag 
 
gez. Dr. Ulrich Höver

Mitteilung Ausschuss

481 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
I/02/02-1 
 
Vorlagen-Nummer 25.04.2023 
 1371/2023 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden 11.05.2023 
 
Mitteilung zur Bürgereingabe nach § 24 GO NRW - „ÖPNV-Ausbau und 
Kapazitätserweiterungen„ Aktenzeichen 134/22 B 
Die Bürgereingabe und das Antwortschreiben werden dem Ausschuss für Bürgerbeteiligung, 
Anregungen und Beschwerden hiermit zur Kenntnis gegeben. 
 
gez. Dr. Ulrich Höver

Anlage 1 Eingabe

5664 Zeichen

Stadt Köln

Die Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
Historisches Rathaus
50667 Köln-Innenstadt

Köln, 15. Juli 2022
Anregung nach 8 24 der GO NRW zum ÖPNV-Ausbau und Kapazitätserweiterungen

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
sehr geehrte Damen und Herren,

seit 2014 lebe ich in Köln und verfolge den ÖPNV-Ausbau als Verkehrsgeograph mit
großem Interesse. Ich wende mich deshalb nach $ 24 der Gemeindeordnung für das Land
Nordrhein-Westfalen (GO NRW) mit der Bitte an Sie und den Rat der Stadt Köln, den
ÖPNV-Ausbau zu intensivieren und die Komplexität eines leistungsgerechten
Nahverkehrsausbaus zu berücksichtigen.

Die aktuellen Planungen beim ÖPNV-Ausbaus zur Kapazitätserweiterung sind darauf
ausgelegt den ÖPNV in einem Rahmen zu erweitern, der den zu erwartenden Bedarf
gerade decken kann. Diese Planung „am Limit” wurde durchaus von Studien begleitet und
ermöglicht den Erhalt eines Status Quo beim Modal Split. Sie gehen jedoch nicht weit
genug, um den ÖPNV in seiner Attraktivität so zu gestalten, dass er eine Verkehrswende
nachhaltig stützt. Die größten Schwachstellen des ÖPNV finden sich bei der Stadtbahn, die
als Rückgrat des Kölner Nahverkehrs anzusehen ist. Aufgrund unzureichender S-Bahn-
Verbindungen und keinen alternativen leistungsstarken Verkehrsmittel, fungiert die
Stadtbahn als Massentransportmittel und ist in ihrer Bedeutung folglich einer U-Bahn
gleichzusetzen. Dies belegen auch die hohen Fahrgastzahlen der Kölner Verkehrsbetriebe.
Die Bedeutung der Stadtbahn als Massentransportmittel muss Planungen immer zu
Grunde gelegt werden.

Auf das entsprechend hohe Verkehrsaufkommen ist das Netz in der heutigen Form jedoch
nicht ausgerichtet. Die Kapazitätserweiterungen über längere Züge ist erfreulich, aber mit
20% auf den Linien 4, 13 und 18 sowie 50% auf den Linien 1 und 9 knapp bemessen. So

legte eine Untersuchung der KVB zur Ost-West-Achse dar, dass sich die Auslastung bei
einer Kapazitätserweiterung von 25%, angesichts des Stadtwachstums, in einem mit 2019
vergleichbaren Rahmen bewegen dürfte. Die verbleibende Kapazitätserweiterung von dann
rund 20% könnte die Überfüllung einzelner Fahrten vermeiden, aber nur unzureichend
Reserven zur Verfügung stellen. Besonders vor dem Hintergrund eines attraktiveren ÖPNV,
der geplanten günstigeren Ticketangebote sowie einem Wandel im Mobilitätsverhalten,
muss aber mit einer deutlichen Nachfragesteigerung gerechnet werden.

Darüber hinaus ist bekannt, dass gerade auf den zentralen Linien-Ästen (Innenstadttunnel
und Ost-West-Achse) die Trassenkapazitäten vollständig ausgereizt sind. Die Bündelung
vieler Linien auf den selben Gleisen, verhindert weitere Takterhöhungen, die für einen
attraktiven Nahverkehr nicht unerheblich wären. Das Netz ist durch die hohe Auslastung
darüber hinaus ungewöhnlich störanfällig. Schon jetzt vergeht kaum ein Tag, an dem
manche Linien, besonders die Linie 18, ihren Fahrplan nicht mehr einhalten können. Wenn
ganze Fahrpläne nicht mehr eingehalten werden und die Züge quasi „irgendwann in die
Bahnhöfe einfahren, sollte klar werden, dass ein dringlicher Handlungsbedarf besteht. Was
erst geschieht, wenn ein Zug im Innenstadttunnel einen Defekt hat, gleicht einem Infarkt.

Ich werbe deshalb dafür bauliche Maßnahmen zu prüfen, welche die Gleiskapazitäten auf
den überlasteten Streckenabschnitten erhöhen. Ich sehe sowohl beim Innenstadttunnel im
Bereich Appelhofplatz bis Poststraße, als auch bei der Ost-West-Achse zwischen Deutzer
Freiheit und Neumarkt den Bedarf eines viergleisigen Ausbaus.

Der Vorschlag auf der Ost-West-Achse eine oberirdische sowie eine Tunnellösung zu
kombinieren, empfinde ich deshalb als nachvollziehbar und langfristig auch nachhaltig.
Schließlich kann neben der Linien 9 dann auch die Linie 7 in einem 5 Minuten Takt bedient
werden, die Linie 1 theoretisch im 3 Minuten Takt, sollte der Bedarf dies erfordern. Hierfür
kann ich mir alternativ zum Rhein-Tunnel auch eine Erweiterung der Deutzer Brücke oder
eine Linie 7 im Mischverkehr vorstellen.

Im Innenstadttunnel entfällt mittelfristig die Linie 16, allerdings dürfte sie von der
Stammheim/ Flittard-Linie ersetzt werden. Auch hier bestünde keine Möglichkeit, die
Taktung der Linien 4 und 18 zu erhöhen. Ein viergleisiger Ausbau mit Entzerrung der Linien
3, 4 und der Flittard-Linie von den Linien 18 und ggf. 19 (von/nach Hürth-Zentrum) würde
die Kapazitäten deutlich erweitern und den Betriebsablauf verbessern. Aufgrund der
Bodenbeschaffenheit und des geringen Platzangebots könnte man hier auf komplexe
Überwerfungsbauwerke wie am Ebertplatz verzichten, sondern nur ein zentrales
Überwerfungsbauwerk für die Haupttrassen vorsehen. Der Bau könnte an eine
Verlängerung des Innenstadttunnels zum Barbarossaplatz/ Bahnhof-Süd gebunden
werden.

Da diese Erweiterungen im Untergrund realisiert werden müssen, sind sie teuer und
bezüglich der Nachhaltigkeit kritisch zu bewerten. Da solche Bauwerke aber für viele
Jahrzehnte errichtet werden und merkliche Vorteile für die Mobilitätswende bieten,

empfinde ich die Maßnahmen, welche auf relativ kurzen, als kritisch zu bewertenden
Abschnitten umgesetzt werden müssten, als vertretbar.

Die Tragweite dieser Vorschläge ist mir also bewusst. Dennoch sollte die Möglichkeit einer
Umsetzung, besonders vor dem Hintergrund abrufbarer Fördermittel sowie des
Anspruches eines zuverlässigen und leistungsstarken ÖPNV, zumindest fachlich geprüft
und in den zuständigen Gremien und Ausschüssen diskutiert werden.

Ich beantrage folglich eine fachliche Prüfung einer baulichen Erweiterungen der
Gleiskapazitäten auf den ausgelasteten Streckenabschnitten der Kölner Stadtbahn in der

Innenstadt.

Mit freundlichen Grüßen

Beratungsverlauf (1)

11.05.2023 Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden
TOP 7.2.2 Kenntnisnahme (Mitteilung)
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1371/2023
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
25.04.2023
Erstellt
24.04.2023 15:24