3577/2018
Radverkehrskonzept Ehrenfeld - Radverkehrshauptnetz
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Beschlussvorlage Bezirksvertretung
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/66/661/4 661/4 Vorlagen-Nummer 3577/2018 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Radverkehrskonzept Ehrenfeld - Radverkehrshauptnetz Beschlussorgan Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Ehrenfeld nimmt den Netzentwurf als Zielkonzept für das Radverkehrskonzept Ehrenfeld zur Kenntnis und beschließt, dieses Netz als Grundlage für alle zukünftigen Planungen im Straßenraum zu verwenden. Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 03.12.2018 2 Begründung: Grundlage der zukünftigen Radverkehrsplanung im Stadtbezirk Ehrenfeld ist das Netzkonzept: Das Netzkonzept bildet die Zielvorstellung der zukünftigen Radverkehrshauptrouten ab und ist maßgeblich für die Berücksichtigung des Radverkehrs bei zukünftigen Planungen. Die Radverkehrshauptrouten bilden ein zusammenhängendes, durchgehend befahrbares Radverkehrsnetz ab, über das alle Ziele im Bezirk angefahren werden können. Darüber hinaus verbindet es den Bezirk mit den benachbarten Stadtteilen und bietet Durchmesserverbindungen an. Dabei soll der Radverkehr auf den Radver- kehrshauptrouten gebündelt werden und ein besonders sicheres und komfortabel befahrbares Netz entwickelt werden. Das Netz wurde im Rahmen eines Facharbeitskreises mit Verbänden, Initiativen und Politik am 11. April 2018 diskutiert und bei einer großen Bürgerveranstaltung am 17. Mai 2018 vorgestellt und eben- falls diskutiert. Alle Eingaben wurden zwischenzeitlich geprüft und flossen in das vorliegende Netz- konzept ein. Das Radverkehrshauptnetz wird gegliedert in ein grünes und gelbes Netz, das jeweils eine unter- schiedliche Charakteristik aufweist. Diese Methodik wurde bereits beim RVK Innenstadt angewandt und hat sich bewährt. Das grüne Netz Das grüne Netz bildet ein Netz für Radfahrende abseits der großen Verkehrsströme des motorisierten Individualverkehrs (MIV). Hier wird der Fahrradverkehr im Mischverkehr mit den anderen Verkehrsar- ten geführt, eine separierte Radverkehrsinfrastruktur wird in der Regel nicht angeboten. Vom Grundsatz her überwiegt schon heute der nicht motorisierte Verkehr im Vergleich zum MIV auf den meisten Strecken im grünen Netz. Die Geschwindigkeit ist in der Bandbreite Schrittgeschwindig- keit bis Tempo-30 einzuordnen. Es werden heute schon an vielen Stellen geschwindigkeitsreduzie- rende Maßnahmen eingesetzt. Lichtsignalanlagen (LSA) sollen weitgehend auf dem grünen Netz ab- gebaut werden (Synergieeffekte zum LSA-Abbau-Programm der Stadt Köln werden genutzt). Bei den Schnittstellen mit dem gelben Netz sind vermutlich die Anlagen häufig erforderlich. Einbahnstraßen sollen auf dem grünen Netz für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet werden. Führungsformen im grünen Netz sind Tempo-30, verkehrsberuhigter Bereich, Fahrradstraße, „grüne Wege“, Fußgängerzone/Fahrrad frei. Der Radverkehr soll hier sicher und komfortabel geführt werden, hat auf den innerstädtischen Stadtstraßen auf zu Fuß Gehende Rücksicht zu nehmen. Auch einige Fußgängerbereiche sind aus Gründen des Netzzusammenhangs Teil des Radverkehrsnetzes. Hier hat jedoch der Fußverkehr Vorrang. Der Radfahrende muss sich hier dem zu Fuß Gehenden anpas- sen. Das gelbe Netz Das gelbe Netz bildet das Radverkehrsnetz entlang der MIV-Hauptverkehrsstraßen ab. Hier wird in der Regel Radverkehrsinfrastruktur angeboten; grundsätzlich wird die Fahrbahnführung bevorzugt (Radfahrstreifen, Schutzstreifen). Im Stadtbezirk Ehrenfeld sind im Gelben Netz im Bestand sehr häu- fig baulich angelegte Radwege im Seitenbereich vorhanden. Dort, wo sehr hohe Kfz-Belastungen bzw. Lkw-Anteile vorhanden sind und die Platzverhältnisse es zulassen, werden sie auch in Zukunft erhalten bleiben (z.B. Militärringstraße). Der MIV-Verkehrsanteil und/oder die zulässige Höchstgeschwindigkeit sind in der Regel so hoch, dass der Radverkehr einen besonderen Schutzraum benötigt oder auf die Anwesenheit von Radfah- renden im Straßenraum durch Markierungen hingewiesen werden soll. Voraussichtlich werden hier auch zukünftig die Verkehrsanteile des MIV die des Radverkehrs über- treffen. Mögliche Netzlücken werden durch die Umsetzung des vorliegenden Netzkonzeptes ge- schlossen. 3 Netzdichte Grundsätzlich soll der Stadtbezirk Ehrenfeld flächenhaft mit dem Rad gut befahrbar sein. Es gibt nur wenige Routen, die auch weiterhin für den Radverkehr nicht freigegeben werden (z. B. Stadtautobahn A 57). Im Netz abseits der gelben und grünen Hauptrouten ist das Radfahren schon heute problemlos möglich. Die noch bestehenden Einbahnstraßen sollen für den Radverkehr in beide Richtungen ge- öffnet werden, wenn nicht gravierende Sicherheitsbelange diesem entgegenstehen (vor allem auf- grund von Busverkehr). Das gelbe und grüne Netz bildet ein Raster der Radrouten mit Bündelungsfunktion. Das Netzkonzept bietet durchgängig befahrbare tangentiale und radiale Achsen an. Hier sollen die Maßnahmen zur Verbesserung der Fahrradfreundlichkeit prioritär umgesetzt werden. Das Gelbe und Grüne Netz bildet damit die Grundlage für das Maßnahmenprogramm. Die Verbindungen in die Nachbarstadtteile und die Nachbarkommunen sind gegeben, auch alle Zwangspunkte sind in der Netzplanung enthalten. Zudem werden die Anbindungen an die geplanten Radschnellwege berücksichtigt. Diese werden in einem gesonderten Gutachten zeitlich parallel eben- falls vom beauftragten Gutachter bearbeitet, so dass Synergieeffekte garantiert genutzt werden kön- nen. Anlagen Anlage 1: Radverkehrsnetz für den Stadtbezirk Ehrenfeld Anlage 2: Auszug aus dem Berichtsentwurf zum Radverkehrskonzept Ehrenfeld: Netzplanung Radverkehrskonzept Ehrenfeld (Kapitel 5)
Anlage 2 - Auszug aus dem Berichtsentwurf zum Radverkehrskonzept Ehrenfeld
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RADVERKEHRSKONZEPT FÜR KÖLN-EHRENFELD (ENTWURF) Im Auftrag der Stadt Köln Köln, 7. November 2018 2 RADVERKEHRSKONZEPT FÜR KÖLN-EHRENFELD Planungsbüro VIA eG Marspfortengasse 6 50667 Köln Tel. 0221 / 789 527-28 Fax 0221 / 789 527-99 Bearbeiter: Lena Erler Andrea Fromberg Peter Gwiasda Celina Hoffmann Dominik Tönnes 7. November 2018 Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 3 Inhaltsverzeichnis 5 Netzplanung ................................ ................................ ................................ ................. 5 5.1 Rahmenplan und Zielnetz................................ ................................ .............................. 5 5.2 Zielgruppenorientierte Netzplanung ................................ ................................ ............... 6 5.3 Das Grüne Netz ................................ ................................ ................................ ............ 7 5.4 Das Gelbe Netz ................................ ................................ ................................ ........... 11 5.5 Netzdichte ................................ ................................ ................................ ................... 13 Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 4 Abbildungsverzeichnis Abbildung 5-1: Eigenschaften des Gelben und Grünen Netzes ................................ ........ 7 Abbildung 5-2: Bsp. Grünweg im Mischverkehr mit Fußgängern ................................ ...... 9 Abbildung 5-3: Grünweg mit Trennung vom Fußgängerverkehr ................................ ........ 9 Abbildung 5-4: Mischverkehr mit Kfz bei Tempo 20 ................................ ........................ 10 Abbildung 5-5: Qualitätssprung zur Fahrradstraße ................................ ......................... 10 Abbildung 5-6: Radverkehrshauptnetz im Bezirk 4 ................................ ......................... 12 Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 5 5 Netzplanung 5.1 Rahmenplan und Zielnetz In r egionalen und gesamtstädtischen Radverkehrskonzepten macht es Sinn, ein hierarchisches Netz zu entwickeln, das auf den Haup t- verbindungen (Wunschlinien) zwischen den wichtigsten Quellen und Zielen des Radverkehrs aufbaut. Bei der enormen Zieldichte und der dichten Besiedelung in den Kölner Stadtbezirken ist die Konstruktion eines Wunschliniennetzes nicht mehr sinnvoll, der Radverkehr benö- tigt hier ein flächendeckendes Netz, da Quellen und Ziele über den gesamten Bezirk verteilt sind. Eine Netzs truktur im Stadtbezirk Ehrenfeld entsteht dadurch, dass der Radverkehr an sogenannten Zwangspunkten, den Durchlässen an Eisen - und Auto(bahn)trassen , gebündelt wird. Gleichzeitig wird der klassische Aufbau der Kölner Stadtstruktur auch im Stadtbezirk Ehrenfeld abgebildet: Militärring, Äußere Kanalstraße, Gürtel und Innere Kanalstraße geben dabei die tangentialen Leitlinien vor, Wi d- dersdorfer Straße / Weinsbergstraße, Vogelsanger Straße, Venloer Straße und Subbelrather Straße die radialen. Diese Zwangspunkte und Leitlinien geben das Grundgerüst von Rad- verkehrsverbindungen an Haup tstraßen vor, das durch ein dichtes Netz in den Nebenstraßen ergänzt wird. Auf diese Weise wird ein engmaschiges bedarfsgerechtes Netz geknüpft. Das Netzkonzept ist die Grundlage der zukünftigen Radverkehrspl a- nung im Stadtbezirk 4: Es bildet die Zielvorstellung der zukünftigen Radverkehrshauptrouten ab und ist maßgeblich für die Berücksicht i- gung des Radverkehrs bei zukünftigen Planungen. Diese Radverkehrshauptrouten bilden ein zusammenhängendes, durchgehend befahrbares Radverkehrsnetz ab, das den Stadtbezirk mit den benachbarten Stadtteilen und den Nachbarkommunen ver- bindet und Durchmesserverbindungen anbietet. Dabei soll der Ra d- verkehr auf den Radverkehrshauptrouten gebündelt werden und ein besonders sicher und komfortabel befahrbares Netz sichtbar gemacht werden. Im Netzkonzept sind mehrere Zeithorizonte enthalten: Die meisten Routen im Bestand sind kurz - bis mittelfristig zu realisieren, andere Verbindungen sind (Neu-)Baumaßnahmen, die einen längeren Real i- sierungszeitraum benötigen. Es sind auch einige perspektivische räumliche Zwangspunkte Radverkehrsnetz als Rahmenplan Perspektivplanungen mit aufgenommen Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 6 Maßnahmen enthalten, die vor allem aus den Ergebnissen der Bü r- gerbeteiligung stammen. Beispiele hierfür sind: Netzlückenschluss parallel zur HGK-Trasse Netzlückenschluss parallel zur Eisenbahntrasse Köln-Aachen neue Fuß - und Radwegeverbindungen im Entwicklungsgebiet Grüner Weg neue Fuß - und Radwegeverbindungen im Entwicklungsgebiet Wassermann, vor allem als Schulwegergänzungen neue Fuß - und Radwegeverbindungen im Entwic klungsgebiet Butzweiler Hof neue Fuß- und Radwegeverbindungen zwischen den Stadtteilen Bocklemünd-Mengenich und Widdersdorf auch im Hinblick auf den geplanten neuen S-Bahn-Haltepunkt Bocklemünd neue Fuß - und Radwegeverbindungen zur Erschließung des Grünzuges am Westfriedhof neue Fuß- und Radwegeverbindung parallel zur A 57 als Netzl ü- ckenschluss für eine geplante Radschnellwegeverbindung zw i- schen der Kölner Innenstadt und dem Stadtbezirk Chorweiler bzw. Dormagen. Diese Auflistung soll verdeutlichen, dass es wichtig ist, auch länger- fristige städtebauliche Entwicklungen in die Netzplanung des Radver- kehrskonzeptes aufzunehmen. 5.2 Zielgruppenorientierte Netzplanung Das Radverkehrshauptnetz wird in grüne und gelbe Routen geglie- dert, die eine unterschiedliche Charak teristik aufweisen. Dabei wer- den zwei grundsätzlich unterschiedliche Strategien verfolgt: das verträgliche Miteinander der Verkehrsarten im „Grünen Netz“ die Neuaufteilung des Verkehrsraumes auf den Hauptverkehr s- straßen. Die folgenden Beispiele sollen dies verdeutlichen. Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 7 Abbildung 5-1: Eigenschaften des Gelben und Grünen Netzes Die Aufteilung in das „Grüne Netz“ und das „Gelbe Netz“ hat folgende Ziele: Es soll eine klare Zuordnung zu der Art , den Radverkehr zu f üh- ren, getroffen werden, also Mischen oder Trennen. Es sollen unterschiedliche Zielgruppen berücksichtigt werden. Es soll eine flächendeckende, längerfristige Rahmenplanung für die Netzentwicklung vorgegeben werden. Netzlücken sollen geschlossen werden. Radverkehr soll ein flächendeckendes Angebot erhalten. 5.3 Das Grüne Netz Das grüne Netz bildet ein Netz für Fahrradfahrer abseits der großen Verkehrsströme des motorisierten Individualverkehres (MIV) ab. Hier wird der Fahrradverkehr im Mi schverkehr mit den anderen Verkehr s- arten geführt, eine separierende Radverkehrsinfra struktur wird in der Regel nicht angeboten. Das Grundprinzip lautet hier Verträglichkeit. Das Grüne Netz ist aber auch das Angebot für jene, die das Fahren an Hauptverkehr sstraßen aus Gründen mangelnder subjektiver S i- cherheit ablehnen. Das Grüne Netz wird durch gezielte Maßnahmen Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 8 hinsichtlich Sicherheit und Komfort so weit optimiert, dass es dem Anspruch dieser Zielgruppe gerecht wird. Das Grüne Netz umfasst eine Vielzahl von Netzelementen, die aut o- freie Wege in den Grünzügen ebenso umfassen wie Geschäftsstr a- ßen mit erheblichem Kfz -Verkehr (z.B. Venloer Straße zwischen Ä u- ßerer und Innerer Kanalstraße) . In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu betonen, dass die Zuordnung zum Grünen Netz eine Zie l- stellung beinhaltet und nicht in jedem Fall bereits mit dem Ist-Zustand übereinstimmt. Vom Grundsatz her überwiegt schon heute auf Abschnitten im Grü- nen Netz der nicht motorisierte Verkehr im Vergleich zum MIV. Die trifft zum Beispiel auf die Verbindung Marienstraße-Stammstraße und die Verbindung Nußbaumerstraße -Herkulesstraße zu. Auf dem inn e- ren Abschnitt der Venloer Straße im Stadtteil Ehrenfeld ist der Ra d- verkehr gegenüber dem MIV noch nicht in der Überzahl, trotzdem sind Straßen d ieses Typs eher für das Verträglichkeitsprinzip geei g- net und sollen in die Richtung entwickelt werden. Dort, wo im Mischverkehr mit dem MIV gefahren wird, ist die G e- schwindigkeit überwiegend in der Bandbreite zwischen Schrittg e- schwindigkeit und Tempo 30 e inzuordnen. Teilweise werden g e- schwindigkeitsreduzierende Maßnahmen eingesetzt. Lichtsignalanl a- gen (LSA) sollen im Prinzip auf dem Grünen Netz abgebaut werden (Synergieeffekte zum LSA -Abbau-Programm der Stadt Köln werden genutzt), einzig bei den Schnittste llen mit dem Gelben Netz wird es auch künftig Lichtsignalanlagen geben . Einbahnstraßen sollen auf dem Grünen Netz für den Radverkehr in beide Richtungen geöffnet werden. Führungsformen im Grünen Netz sind Tempo 30, Verkehrsberuhigter Bereich, Fahrradstraße, Fußgängerzone/Fahrrad frei, Grünwege. Der Radverkehr soll hier sicher und komfortabel geführt werden, hat auf den innerstädtischen Stadtstraßen aber auch besonders auf Fußgän- ger Rücksicht zu nehmen. Die folgenden Beispiele verdeutlichen die Spannbreite der Gestaltung von Radverkehrsführungen im Zuge des Grünen Netzes. Beispiele für die Ausprä- gung im Grünen Netz Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 9 Abbildung 5-2: Bsp. Grünweg im Mischverkehr mit Fußgängern Innerhalb von unabhängigen Führungen, z.B. auf Grünwegen wird in viele Fällen auch die Trennung von Fuß und Radverkehr erforderlich. Abbildung 5-3: Grünweg mit Trennung vom Fußgängerverkehr Im Mischverkehr mit d em MIV werden mehrere Lösungsmöglichke i- ten gewählt. In den Geschäftsstraßen, wo der Fußgängerverkehr eine überragende Bedeutung hat, wird die Lösung des verkehrsberuhigten Geschäftsbereiches gewählt. Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 10 Abbildung 5-4: Mischverkehr mit Kfz bei Tempo 20 Dagegen können in Straßen mit mäßigem Kfz- und Fußverkehrsanteil und hohem Radverkehrsanteil Fahrradstraßen angeordnet werden, um den Komfort zu verbessern und den Netzzusammenhang im G rü- nen Netz zu verdeutlichen. Abbildung 5-5: Qualitätssprung zur Fahrradstraße Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 11 5.4 Das Gelbe Netz Das Gelbe Netz bildet das Radverkehrsnetz entlang der MIV - Hauptverkehrsstraßen ab. Hier wird in der Regel Radverkehrsinfr a- struktur angeboten; grundsätzlich wird die Führung in unmittelbarer Nähe zur Fahrbahn bevorzugt (v.a. Radfahrstreifen, in einigen beeng- ten Straßenrä umen auch Schutzstreifen ). Im Stadtbezirk Ehrenfeld sind im Gelben Netz im Bestand baulich angelegte Radwege im Se i- tenbereich vorhanden. Dort, wo sehr hohe Kfz -Belastungen bzw. Lkw-Anteile vorhanden sind und die Platzverhältnisse es zulassen, werden sie auch in Zukunft erhalten bleiben (z.B.Militärringstraße). Der MIV -Verkehrsanteil und/oder die angeordnete Geschwindigkeit sind auf dem Gelben Netz in der Regel so hoch, dass der Radverkehr einen besonderen Schutzraum benötigt oder auf die Anwesenheit von Radfahrern im Straßenraum mit Markie rungen hingewiesen werden soll. Die fahrbahnseitige Führung ermöglicht dem Radverkehr Vorteile hinsichtlich der Verkehrssicherheit und des Komforts . Im Einzelnen sind dies: Gute Sichtbeziehungen zwischen dem Kfz - und Radverkehr, zur Reduzierung der häufigen Abbiegeunfälle an Knotenpunkten. Möglichkeit der direkten Führung des links abbiegenden Radver- kehrs an Knotenpunkten. Flexibilität bei der Fahrbahnaufteilung entsprechend den Möglic h- keiten, Flächen zu Gunsten des Radverk ehrs umzuverteilen ( un- ter Beachtung der Belange des Kfz-Verkehrs). Profilierung des Radverkehrs als Fahrverkehr gleichberechtigt zum motorisierten Verkehr. Weitgehende Trennung des Radverkehrs vom Fußgängerverkehr als ein Mittel der Unfallprävention. Führung des Radverkehrs im Richtungsverkehr, also weitgehe n- der Verzicht auf Zweirichtungsradwege. Voraussichtlich werden hier auch zukünftig die Verkehrsanteile des MIV die des Radverkehrs übertreffen. Das Fahren entlang der Haupt- verkehrsstraßen richtet sic h an diejenigen Radfahrer, die möglichst zügig vorankommen möchten, und hat darüber hinaus ebenfalls den Anspruch, sichere und komfortable Verbindungen anzubieten. Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 12 Abbildung 5-6: Radverkehrshauptnetz im Bezirk 4 Im Stadtbezirk Ehrenfeld sind an diesen Hauptverkehrsstraßen nur noch wenige Netzlücken im Radverkehrsnetz (d.h. keine Radve r- kehrsinfrastruktur bzw. Radfahren verboten) vorhanden. Allerdings entspricht die vorhandene Radverkehrsinfrastruktur in ihrem heutigen Ausbauzustand häufig nicht mehr den aktuellen Regelwerken bzw. den Ansprüchen der Radfahrenden an Komfort und Sicherheit , so dass sich daraus ein erheblicher Handlungsbedarf ergibt. Führungsformen im Gelben Netz sind primär fahrbahnseitige Ra d- fahrstreifen. Ausnahmen hiervon liegen auf den tangentialen Hauptl i- nien, wie Innere Kanalstraße, in Abschnitten auf dem Gürtel, auf der Äußeren Kanalstraße und auf dem Militärring, sowie auf den radialen Hauptlinien, wie auf der äußeren Venloer Straße (ab Äußerer Kana l- straße stadtauswärts), auf Teilen der Subbelrather Straße und auf der Butzweiler Straße sowie weiterer Straßen in Gewerbegebieten , wo aufgrund der hohen Belastung durch Kfz- und Schwerverkehr die separate Führung im Seitenraum beibehalten wird. Beispiele für die Ausprä- gung im Gelben Netz Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 13 5.5 Netzdichte Grundsätzlich soll der Stadtbezirk flächenhaft mit dem Rad befahrbar sein. Es gibt nur wenige Routen, die auch weiterhin für den Radve r- kehr nicht freigegeben werden (Stadtautobahn A 57). Im übrigen Netz abseits der Gelben und Grünen Hauptradverkehrsrouten ist Radfa h- ren schon heute problemlos möglich. Die noch bestehenden Ei n- bahnstraßen sollen für den Radverkehr in beide Richtungen geöffnet werden, wenn nicht gravierende Sicherheits belange (vor allem au f- grund von Busverkehr) diesem entgegenstehen. Das Gelbe und Grüne Netz bildet ein Raster der Rad verkehrshaupt- routen mit Bündelungsfunktion. Das Gelbe und das Grüne Netz stell t die Hauptrouten des Radve r- kehrsnetzes im Stadtbezirk Ehrenfeld dar, auf dem zukünftig der Radverkehr gebündelt werden soll. Das Netzkonzept bietet durc h- gängig befahrbare tangentiale und radiale Achsen an. Hier werden die Maßnahmen zur Verbesserung der Fahrradfreundlichkeit prioritär umgesetzt, alle anderen Maßnahmen können im laufenden Geschäft der Verwaltung bearbeitet werden. Das Gelbe und Grüne Netz bildet damit die Grundlage für das Maßnahmenprogramm. Die Verbindungen in die N achbarstadtteile und die Nachbarkomm u- nen sind gegeben, auch alle Zwangspunkte sind in der Netzplanung enthalten. Zudem wird die Anbindungen an die geplanten Ra d- schnellwege berücksichtigt: Diese werden in einem gesonderten Gut- achten zeitlich parallel ebenfalls vom beauftragten Gutachter bearbei- tet, so dass Synergieeffekte garantiert genutzt werden. Grundlage Maßnahmen- programm Einbindung in das gesamtstädtische und regionale Netz
Anlage 1 - RVKE Radverkehrshauptnetz
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0 10,5 Kilometer Radverkehrskonzept für den Stadtbezirk Köln-Ehrenfeld Radverkehrshauptnetz Radfahren auf Radverkehrs- infrastruktur (Radfahrstreifen, Radwege, Schutzstreifen) Radfahren im Mischverkehr (auch Schutzstreifen, Piktogrammspur) und Grünverbindungen geplante Verbindung weiterführende Schulen weiterführende Schulen im Aufbau!!! Zwangspunkte Planungsbüro VIA eG Marspfortengasse 6 50667 Köln ± Stand 10 / 18 !( % % Entwurf
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (14)
- Marspfortengasse 6
- Äußere Kanalstraße
- Innere Kanalstraße
- Weinsbergstraße
- Vogelsanger Straße
- Venloer Straße
- Herkulesstraße
- Militärringstraße
- Grüner Weg
- Subbelrather Straße
- Nußbaumerstraße
- Marienstraße
- Stadtautobahn
- Stammstraße
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Details
- Aktenzeichen
- 3577/2018
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 14.11.2018
- Erstellt
- 30.10.2018 12:39