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AN/0915/2020

Trockenheit trotzen, Gießwasserbrunnen aufstellen

Die Linke. Antrag nach § 3 06.08.2020

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 27.08.2020, TOP 2.1

Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

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Linke Antrag nach § 3

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200827 Trockenheit trotzen, Gießwasserbrunnen aufstellen-Fotos

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Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

3150 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/67 
 
 
Vorlagen-Nummer 
AN/0915/2020
Stand: 14.03.2024 
Sachstandsbericht  
Trockenheit trotzen, Gießwasserbrunnen aufstellen 
Geänderter Beschluss gem. Ersetzungsantrag (AN/0473/2021): 
 
Die Verwaltung wird aufgefordert aufbauend auf dem bisher erarbeiteten Konzept mit Verei-
nen wie GießtKölle e. V. und weiteren Initiativen das bürgerschaftliche Gießen weiter auszu-
bauen, so dass in Zukunft gesichert ist, dass alle Bäume, bei denen das Gießen in den Som-
mermonaten sinnvoll ist, gegossen werden, wenn ehrenamtliches Engagement vorliegt. 
 
Die Verwaltung erhöht dazu zunächst die Anzahl der Standrohre auf 100. Es werden ebenfalls 
ausreichend Gießsäcke bereitgestellt. Die Verwaltung ermöglicht zudem Schulungsangebote 
für die Verwendung von Standrohren. 
 
 
Status    in Bearbeitung 
 
    erledigt 
 
 
Aktueller Bearbeitungsstand: 
Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen hat die Förderung von bürgerschaftlichem 
Engagement in den letzten Jahren stark ausgebaut.  
Bürger*innen haben jedes Jahr die Möglichkeit, in der Zeit von Mitte März bis Ende Septem-
ber kostenlose Wassersäcke zu erhalten oder sich für eines der Standrohre zu melden, die in 
Zusammenarbeit mit der Rheinenergie vergeben werden. Die Anzahl an Standrohren wurde 
zwischenzeitlich auf 100 Stück aufgestockt. Bei Abholung erhalten die Bürger*innen von der 
Rheinenergie eine Einweisung zur Nutzung des Standrohres. 
In den Jahren 2022 und 2023 wurden insgesamt ca. 1.500 Wassersäcke sowie jeweils alle 
100 Standrohre verteilt.  
Des Weiteren ist eine Gieß-App in Planung, in welcher zu sehen sein wird, welche Bäume in 
der Stadt bereits durch Bürger*innen gegossen werden. Somit kann künftig eine noch flächen-
deckendere Wasserversorgung der Bäume durch bürgerschaftliches Engagement gesichert 
werden.  
Darüber hinaus ist das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen sehr bemüht für ehrenamt-
liches Engagement zu werben und die Möglichkeiten bekannter zu machen.  
Zum Auftakt der Wassersack-Saison gibt es jedes Jahr eine Pressemitteilung, sowie ausführli-
che Informationen im Internet. Es wurde ein Flyer zur richtigen Nutzung der Wassersäcke ge-
fertigt und wird bei Vergabe eines Wassersacks mitgegeben oder auch bei diversen Gelegen-
heiten ausgelegt und verteilt. Zusätzlich gab es im Jahr 2023 eine stadtweite City Light Kam-
pagne für grüne Patenschaften. Es gibt weitere Werbeartikel, die zu diversen Veranstaltungen 
mitgenommen werden. Das Grünflächenamt nimmt jedes Jahr am Kölner Ehrenamtstag teil.

2 
 
Mit diesen Maßnahmen konnten in den letzten Jahren immer mehr Kölner*innen für das Gie-
ßen begeistert werden.  
Zum Dank für das Engagement der Kölner*innen wurde im Jahr 2023 wieder ein Paten-
schaftsfest mit ca. 400 Teilnehmer*innen veranstaltet.  
Auch künftig wird der Bereich Ehrenamt/Patenschaft weiter ausgebaut und auch in den Bezir-
ken selbst mehr beworben. Beispielsweise durch Teilnahme mit einem Informationsstand zum 
Thema Ehrenamt an einer Veranstaltung des Bürgerzentrums Kalk im April. 
 
Nächste Schritte: 
Weitere Werbung für das Thema Gießpatenschaften, Erstellung einer Gieß-App

Linke Antrag nach § 3

5815 Zeichen

Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln  
 
Oberbürgermeisterin Reker 
Ausschussvorsitzender Struwe 
 
Rathaus, Spanischer Bau  
 50667 Köln 
Postanschrift:  
Postfach 103564 · 50475 Köln  
Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221-27841  
E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de 
Fraktionsvorstand  
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 06.08.2020  
AN/0915/2020 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Ausschuss für Umwelt und Grün 27.08.2020 
 
Trockenheit trotzen, Gießwasserbrunnen aufstellen 
DIE LINKE Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie, den folgenden Antrag auf die Tagesordnung 
des nächsten Ausschusses Umwelt und Grün (voraussichtlich am 27.08.2020) zu setzen. 
Bäume machen das Leben in Köln angenehmer und lebenswerter.  
Leider ist das Kölner Grünflächenamt. weder personell noch finanziell so gut aufgestellt, dass es 
sich um die rund 80.000 Straßenbäume intensiv kümmern kann. Die Kölner Straßenbäume 
produzieren lebensnotwendigen Sauerstoff, sorgen im Sommer für angenehme Frische und 
Schatten, binden mit ihren Blättern Staub und mindern den Straßenlärm. Und ganz nebenbei 
tragen sie wesentlich dazu bei, das Stadtbild zu verbessern.  
Es ist sehr natürlich, dass Straßenbäume alters- oder krankheitsbedingt gefällt werden müssen. 
Allein davon sind jedes Jahr mehrere hundert Bäume betroffen und die Stadt kommt hier schon mit 
der Neupflanzung nicht nach und bittet um Spenden. 
Aber auch der Klimawandel schlägt mittlerweile in Köln zu. Darunter leiden nicht nur die 
Menschen, sondern auch die Bäume. Der international anerkannte Fachmann für Bäume, der 
Förster und Autor Peter Wohlleben wurde im Kölner Stadtanzeiger vom Mai 2019 mit den Worten 
zitiert: „In der Kölner Innenstadt herrscht ein Extremklima wie in einer Steinwüste. Hier sind an 
einem heißen Sommertag die Temperaturen 15 Grad Celsius höher als in einem Buchenwald vor 
den Toren Kölns"  
Hierdurch kommen die Stadt- und Straßenbäume zusätzlichen Stress und werden schneller krank 
oder sterben ab.  
Die Menschen in Köln sind sensibilisiert. In den Veedeln keimt sie schon auf, die Solidarität mit 
den Stadtbäumen. Zu besichtigen ist das seit dem Trockenjahr 2018 als die Menschen abends mit 
Gießkannen ausgerückt sind, um den Bäumen in Not Wasser zu spenden und das auch in diesem 
Jahr. 
Außerdem gibt es in Köln bereits rund 1558 Baumpaten, die sich das ganze Jahr um unsere 
Bäume kümmern. 
Nun braucht ein Stadtbaum nicht mal ab und zu ein Kännchen Wasser, sondern etliche zig Liter. 
Man kann von einhundert Liter Wasser pro Kubikmeter Erde ausgehen und das regelmäßig. Nach 
längerer Trockenheit kann der Bedarf sogar noch höher liegen, so dass größere Bäume mit ihrem

ausgedehnten, großteils versiegelten Wurzelraum sich für gewöhnlich nicht mehr sinnvoll gießen 
lassen. 
Derzeit vergibt die Rheinenergie erneut Standrohre, die vor Ort angeschlossen werden können. 
Aufgrund der begrenzten Anzahl der Standrohre werden allerdings ausschließlich Vereine, 
Initiativen und Gruppen, die sich für das öffentliche Grün engagieren, berücksichtigt. Baumpaten 
werden auf Bewässerungssäcke mit 50 bis 75 Litern Volumen verwiesen. Wie der gefüllte Sack 
zum Baum, oder das Wasser zum ungefüllten Sack kommt, ist den Ehrenamtlerinnen überlassen. 
Neben der begrenzten Anzahl der Standrohre ist auch der Umgang mit diesen nicht ungefährlich, 
wie ein kürzlicher Zwischenfall am Kalker Markt zeigt. Vom Problem, das Standrohr nach der 
Benutzung irgendwo einzulagern und beim nächsten Mal wieder mitzubringen einmal abgesehen.  
Besser wäre eine flächendeckende Infrastruktur zur Entnahme von Gießwasser zu schaffen, wie 
es früher in der Stadt die Straßenbrunnen gab. Ähnlich, der Anschlusskästen für Strom für Märkte 
und Veranstaltungen. Diese könnten, wie die Trinkwasserbrunnen vor Frostbeginn demontiert und 
nach der Frostperiode wieder installiert werden. Auch wandintegrierte, verschließbare Anschlüsse 
(siehe angehängte Fotos vom Rathaus Spanischer Bau) könnten an öffentlichen Gebäude und bei 
Freiwilligen installiert werden. Statt eines Standrohres bekämen die Baumpaten und Initiativen 
einen (elektronischen) Schlüssel zum Öffnen und Verschließen. 
 
 
 
Beschluss: 
 
1. Das Grünflächenamt entwirft bis Ende November gemeinsam mit Vertretern der BI , wie 
„#gießtkölle“ und der RheinEnergie ein Konzept zur gemeinschaftlichen Bewässerung von 
Bäumen und Grünanlagen durch das eigene Personal und Bürgerinitiativen. 
 
2. Die Stadtverwaltung wird gemeinsam mit der Rheinenergie und der AWB bis zum 
Jahresende ein dem Konzept entsprechendes schlüssiges Gießquellensystem erarbeiten 
und dem Ausschuss zur Entscheidung vorlegen. 
 
3. Am Kalker Markt wird exemplarisch bereits zeitnah mit der Realisierung einer festen, 
verschließbaren Wasserentnahmestelle begonnen. 
 
4. An Orten ohne Frischwasserleitungen wird geprüft, ob oberirdische oder unterirdische 
Wassertanks installiert werden können. 
 
5. Bei der Neuanlage von Plätzen, Straßen und ähnlichem wird von Anfang an eine 
Gießwasserinfrastruktur eingeplant, möglichst auch durch die Anlage von Zisternen zur 
Aufnahme von Niederschlägen, die auch Starkregen kompensieren können. 
 
6. Form, Design und Standort sind auf das Gestaltungshandbuch der Stadt Köln abzustimmen 
und auch dem Stadtentwicklungsausschuss zur Entscheidung vorzulegen. Über den 
jeweiligen endgültigen Standort entscheiden unter Berücksichtigung der gemachten 
Vorgaben und der Bedarfe vor Ort, die Bezirksvertretungen. 
 
7. Bis zur flächendeckenden Umsetzung wird die Anzahl der zu vergebenen Standrohre 
erhöht. 
 
 
Begründung:  
Weitere Begründung erfolgt mündlich 
 
Anlage: Fotos 
 
Mit freundlichen Grüßen 
gez gez

Michael Weisenstein Hamide Akbayir 
Fraktionsgeschäftsführer Mitglied im Ausschuss Umwelt und Grün

200827 Trockenheit trotzen, Gießwasserbrunnen aufstellen-Fotos

105 Zeichen

Anlage: 
Verschließbarer Wasseranschluss mit von innen verschließbarer Schlauchklappe 
am Spanischen Bau:

Beratungsverlauf (1)

27.08.2020 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 2.1 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0915/2020
Typ
Die Linke. Antrag nach § 3
Datum
06.08.2020
Erstellt
05.08.2020 14:48