0357/2025
Beantwortung einer mündlichen Anfrage von Bodo Busch (Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik) im Ausschuss Schule und Weiterbildung am 28.10.2024 bezgl.
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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle IV/40/404 Vorlagen-Nummer 20.03.2025 0357/2025 Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung öffentlicher Teil Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 25.03.2025 Ausschuss Schule und Weiterbildung 12.05.2025 Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik 23.05.2025 Beantwortung einer mündlichen Anfrage von Bodo Busch (Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik) im Ausschuss Schule und Weiterbildung am 28.10.2024 bezgl. „Bericht der Fachstelle für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und intergeschlechtliche Menschen„ In der Sitzung des Ausschusses Schule und Weiterbildung vom 28.10.2024 reicht Bodo Busch (Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik) folgende mündliche Anfrage zum Bericht der Fachstelle für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und interge- schlechtliche Menschen - 01/2024 - 2724/2024 ein: Der „Aktionsplan ‚Selbstverständlich unterschiedlich‘ der Stadt Köln zur Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt – kommunales Handlungskonzept zum Ab- bau von Diskriminierung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und interge- schlechtlichen Menschen (LSBTI) in Köln“ wird nach dem vorliegenden Bericht der Fachstelle im ersten Halbjahr 2025 evaluiert werden. Er umfasst im Handlungsfeld 2 „Schule und Bildung“ 14 Maßnahmen: 2.1 bis 2.9 im Bereich Schule und 2.10 bis 2.14 in den Bereichen Stadtbibliothek und Weiterbildung. Für die meisten dieser Maßnah- men sind die Ämter Schulentwicklung, Weiterbildung und Stadtbibliothek für die Um- setzung genannt oder mitgenannt. Er bittet die angesprochenen Ämter, für diese Maßnahmen einen Zwischenstand zur Art der Umsetzung an den Ausschuss für Schule und Weiterbildung sowie zur Kennt- nis an die Stadt-AG Queerpolitik geben, um vor der Evaluation ggf. nachsteuern zu können. Die Verwaltung teilt folgenden Zwischenstand bzgl. der Maßnahmen im Hand- lungsfeld 2 „Schule und Bildung“ mit: 2.1 Schul-Homepages verweisen auf LSBTI-Beratungsstellen Die Schulen verantworten ihre jeweilige Schul-Homepage selbst. Im Rahmen des Infobriefes werden die Schulen auf die Möglichkeit hingewiesen, mit- tels einer Verlinkung auf die Seiten der LSBTI-Beratungsstellen hinzuweisen. 2 2.3 Genderneutrale Toiletten an Schulbauten Bei Neubauten wie auch bei Sanierung im Bestand, wird seitens der städtischen Dienststellen das Konzept (Anlage 1) aus der Mitteilung Vorlage 4195/2022 ‚Konzept der Stadt Köln für die Einrichtung von genderneutralen Toiletten an Schulen und in öf- fentlichen Gebäuden‘ umgesetzt. In dem Konzept wird dargestellt, wie die Berücksich- tigung von genderneutralen Toiletten u.a. in Schulen erfolgen kann. Im Wesentlichen stehen die sogenannten Einpersonenanlagen (EPA) im Fokus. Diese bringen den Vor- teil mit, dass hierdurch diverse Aspekte von Persönlichkeitsrechten berücksichtigt wer- den können. Das Konzept stellt klar, wie EPAs in der Planung entsprechend zu be- rücksichtigen sind. 2.4 Genderneutrale Umkleiden in schulischen Sporthallen Ein verwaltungsintern gebildeter Arbeitskreis von mehreren Dienststellen hat sich die- ser Aufgabe angenommen. Ein hieraus entstehendes Konzept wird den entsprechen- den Ausschüssen des Rates der Stadt Köln vorgelegt. Der Arbeitskreis befindet sich aktuell in der Grundlagenermittlung. Das Ziel ist, ein mögliches Konzept zu entwickeln, mit dem auch im Umkleidebereich der städtischen Sportanlagen diverse Persönlichkeitsrechte die notwendige Berücksichtigung finden können. 2.5 Vernetzung Präventions- und Antidiskriminierungsarbeit Die Vernetzung der Präventions- und Antidiskriminierungsarbeit zu LSBTI-Themen mit den schulischen Akteuren wird durch die Stadt Köln gefördert. Der Fachbereich der Schulsozialarbeit und der Familiengrundschulzentren weist re- gelmäßig alle Fachkräfte auf Fachveranstaltungen und Fortbildungen hinsichtlich „Gendersensibilität“ und „Queerfeindlichkeit“ hin und ermöglicht die Teilnahme. Die Beratungsstellen sind den Fachkräften bekannt. Diese werden sowohl zu Beratungs- zwecken mit einzelnen Schüler*innen, als auch als Informationsveranstaltungen regel- mäßig gemeinsam mit Klassen oder Gruppen besucht. Die Schulsozialarbeit setzt sich aufgrund ihres Berufsethos generell für Vielfalt und Toleranz ein. Die sozialpädagogischen Angebote richten sich an alle Kinder und Ju- gendliche und verfolgen das Ziel, Verschiedenheit wahrzunehmen und anzuerkennen, Diskriminierungen und sozialen Ausschlüssen entgegen- und auf eine inklusive Ge- sellschaft hinzuwirken. 2.6 Förderung von LSBTI-Präventions- und Antidiskriminierungsprojekten Die Stadt Köln unterstützt die bestehenden (schulischen) Präventions- und Antidiskri- minierungsprojekte zu LSBTI-Themen durch eine fortlaufende finanzielle Förderung und baut diese bedarfsgerecht aus. Die Förderung der Antidiskriminierungsangebote im Peer-to-Peer-Ansatz von SCHLAU e.V. und anyway e.V. (WIR – Wissen ist Respekt) durch das Amt für Kinder, Jugend und Familie ist auch im kommenden Doppelhaushalt 2025/2026 vorgesehen. Die Angebote finden im schulischen und außerschulischen Kontext statt. Die Fachberatung zur Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in der Jugend- förderung bei anyway e.V. als Maßnahme im aktuellen kommunalen Kinder- und Ju- gendförderplan läuft Ende 2025 aus (s.a. 1805/2021), die Finanzierung der Maß- nahme Jugendberatung von anyway e.V. ist aber aufgrund der Zusetzungen des poli- tischen Veränderungsnachweises bis Ende 2026 sichergestellt. 3 2.7 Austausch mit dem Jugendamt Es gibt einen regelmäßigen Austausch zwischen den Trägern bestehender (schuli- scher) LSBTI-Präventions- und Antidiskriminierungsprojekte und dem Jugendamt, hier der Fachabteilung Kinderinteressen und Jugendförderung. Nr. 2.10 Medien der Stadtbibliothek zu LSBTI-Themen Sensibilisierung/Ressour- cen/Teilhabe (z.B. über Titelvorschläge der Kund*innen). Die Stadtbibliothek verwen- det einen Anteil ihres Medienbudgets für Medien (z.B. Bücher, Filme, Zeitschriften), die den Themenbereich sexuelle, geschlechtliche und familiäre Vielfalt berücksichti- gen. Nr. 2.11 Veranstaltungen der Stadtbibliothek zu LSBTI-Themen Sensibilisie- rung/Sichtbarkeit/Teilhabe (über Veranstaltungen/Workshops wie z.B. geschlechtliche Vielfalt), zum Teil unter Einbeziehung der entsprechenden Zielgruppen und Kooperati- onen mit Vereinen. Die Stadtbibliothek führt Programme, Veranstaltungen und Aktio- nen durch (z.B. einen anlassbezogenen Büchertisch), die den Themenbereich sexu- elle, geschlechtliche und familiäre Vielfalt berücksichtigen. 2.12 VHS-Angebote zu LSBTI-Themen für die Stadtgesellschaft Sensibilisierung und Sichtbarkeit. Die Volkshochschule Köln (VHS) bietet in ihrem Regelangebot als festen Bestandteil der gesellschaftspolitischen Bildung vielfältige Bildungsformate zum Themenkomplex LSBTI und Diversity an. Darüber hinaus stellt die VHS in ihren Bildungsformaten ein- zelne LSBTI-Aspekte in größere gesellschaftspolitische Zusammenhänge (z. B. Men- schenrechte, internationale Verantwortung, Rechtspopulismus, Empowerment, Anti- Bias). Ziel ist es dabei immer, nicht nur Angehörige der jeweiligen Communities, son- dern die gesamte Gesellschaft anzusprechen, um die Thematik nicht nur spezifisch, sondern allgemein im gesellschaftlichen Diskurs zu verankern. Dieser Ansatz wird seit 2017 umgesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt. 2.13 VHS-Dialog- und Vernetzungsformate für Multiplikator*innen Sensibilisierung und Teilhabe. Die Volkshochschule Köln (VHS) bietet eine Diskursplattform für in Köln tätige Multipli- kator*innen an und fördert den Austausch und die Vernetzung mit nicht-themenbezo- gen arbeitenden Akteur*innen, um LSBTI-Themen in breitere Zusammenhänge zu stellen (beispielsweise durch Workshops und Dialogformate in der Demokratie- und Menschenrechtsarbeit). Darüber hinaus betreibt die VHS als eine der ersten Volks- hochschulen bundesweit kontinuierliche Netzwerkarbeit mit verschiedenen LSBTI-be- zogenen Vereinen, Verbänden und Organisationen aus Köln und auf bundesweiter Ebene. Im Jahr 2022 hat die Volkshochschule ein Vernetzungsprojekt mit einer Orga- nisation der queeren (Jugend-)Arbeit in Kölns US -amerikanischer Partnerstadt Indi- anapolis etabliert und setzt die Zusammenarbeit in kleineren Sichtbarkeitsprojekten und öffentlichen Formaten fort. Dieser Ansatz wird seit 2017 umgesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt. 2.14 Präsenz der Volkshochschule in LSBTI-Zusammenhängen Sensibilisierung und Sichtbarkeit. Die Volkshochschule Köln (VHS) ist mit ihrem Bildungs- und Diskursangebot regelmä- ßig bei LSBTI-relevanten Anlässen präsent, z. B. als Kooper ationspartnerin mit einem gesellschaftspolitischen Begleitprogramm zum ColognePride, zum Internationalen Tag 4 gegen Homo-, Bi-, Inter-, Trans - & Asexuellenfeindlichkeit (IDAHOBITA), zum Trans- gender Day of Visibility, zur Lesbian Visibility Week und beim Regenbogenparlament. Damit nutzt sie als anerkannte Weiterbildungseinrichtung ihren Zugang in die Stadtge- sellschaft und in die Communities hinein. Dieser Ansatz wird seit 2017 umgesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt. Gez. Voigtsberger
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0357/2025
- Typ
- Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
- Datum
- 20.03.2025
- Erstellt
- 30.01.2025 13:12