AN/1218/2021
Gewalt in Israel und Palästina beenden.
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Gem. Dringlichkeitsantrag nach § 12 (Grüne)
4399 Zeichen
Fraktion Bündnis90/Die Grünen
SPD-Fraktion
CDU-Fraktion
Fraktion DIE LINKE
FDP-Fraktion
Volt-Fraktion
Ratsgruppe GUT
Ratsmitglied Walter Wortmann
An die Vorsitzende des Hauptausschusses
Frau Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
Historisches Rathaus
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 31.05.2021
AN/1218/2021
Dringlichkeitsantrag gem. § 12 der Geschäftsordnung des Rates
Gremium Datum der Sitzung
Hauptausschuss 31.05.2021
Gewalt in Israel und Palästina beenden.
Antisemitismus in Köln verhindern und bekämpfen.
Für eine vielfältige, tolerante und friedfertige Stadtgesellschaft
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
die Antragsteller bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Haupt-
ausschusses am 31.05.2021 aufzunehmen:
Beschluss:
1. Der Rat der Stadt Köln ist erschüttert und tief besorgt über die Raketenangriffe auf
unsere Partnerstadt Tel-Aviv. Wir stehen solidarisch an der Seite der Stadt Tel Aviv
und ihrer Bevölkerung. Mit besonderer Sorge blicken wir auf die zunehmend bürger-
kriegsähnlichen Züge und die zunehmende Gewalt in Israel und Palästina, die auch
unsere Partnerstadt Bethlehem erreicht hat. Wir fordern ein Ende dieser sinnlosen
Gewalt, die nur den gewaltbereiten Kräften auf beiden Seiten nützt.
Der Konflikt zwischen Israel und Palästina kann nur in Frieden, im Dialog und in der
Anerkennung der Existenzberechtigung der Völker in der Region gelöst werden.
2. Köln pflegt mit seinen Städtepartnerschaften Tel Aviv Yafo und Bethlehem Beziehun-
gen mit beiden Seiten des Konfliktes und kennt beiderlei Geschichte.
- 2 -
Wir unterstützen darum jede friedliche Form der Begegnung zwischen Israelis und
Palästinensern, wie zum Beispiel den 1988 gegründeten Friedenskindergarten in Tel
Aviv-Yafo.
Im Rahmen der städtepartnerschaftlichen Beziehungen werden wir auch in Zukunft
Initiativen in Bethlehem und Tel Aviv unterstützen, die sich für Dialog und Zusam-
menarbeit, den Schutz der Menschenrechte und die Realisierung der Zweistaatenlö-
sung einsetzen.
3. Wir verurteilen auf das Schärfste alle Versuche hierzulande, den aktuellen Konflikt
zwischen Israel und Palästina für Hetze gegen Menschen jüdischen Glaubens und
den Staat Israel zu missbrauchen. Angriffe auf jüdische Einrichtungen und antisemiti-
sche Äußerungen darf es in unserer Stadt nicht geben.
Wir begrüßen die vielfältigen aktuellen Initiativen in der Stadtgesellschaft, die sich
gegen Gewalt, Antisemitismus und Rassismus richten.
4. Im Zusammenhang mit den erneuten Ausbrüchen der Gewalt im Israelisch- Palästi-
nensischen- Konflikt, ruft die „Boycott, Divestment and Sanctions“-Bewegung (abge-
kürzt BDS) auch in Deutschland erneut zum Boykott gegen Israel auf. Der allumfas-
sende Boykottaufruf führt in seiner Radikalität zur Brandmarkung israelischer Staats-
bürgerinnen und Staatsbürger jüdischen Glaubens als Ganzes. Das ist inakzeptabel
und scharf zu verurteilen. Der Kölner Stadtrat tritt jeder Form des Antisemitismus
schon im Entstehen entschlossen entgegen und verurteilt die BDS-Kampagne und
den Aufruf zum Boykott.
5. Der Der Rat der Stadt Köln bekräf tigt seine Resolution vom 5. Juli 2018 („Kein Raum
für Antisemitismus in Köln! Für eine solidarische Stadt Gesellschaft!“)
„Der Rat der Stadt Köln verurteilt aufs Schärfste jegliche Form von Antisemitismus.
Antisemitismus ist ein Angriff auf unsere demokratische, weltoffene und tolerante Ge-
sellschaft. Für antisemitisches, rassistisches, extremistisches, radikales und antide-
mokratisches Gedankengut ist in unserer Stadt kein Platz.
Wir wenden uns gegen jede Form des Antisemitismus. Jeder Mensch in Köln ist a uf-
gerufen, sich gegen antisemitische Propaganda und antisemitische Übergriffe zu stel-
len.“
Begründung:
Erfolgt mündlich
Begründung der Dringlichkeit:
Erfolgt mündlich
- 3 -
Mit freundlichen Grüßen
gez. gez. gez.
Lino Hammer
Grüne-
Fraktionsgeschäftsführer
Mike Homann
SPD-
Fraktionsgeschäftsführer
Niklas Kienitz
CDU-
Fraktionsgeschäftsführer
gez. gez. gez.
Michael Weisenstein
DIE LINKE - Fraktionsge-
schäftsführer
Ulrich Breite
FDP-
Fraktionsgeschäftsführer
Jennifer Glashagen
Volt-Fraktion
gez.
Thor Zimmermann
Ratsgruppe GUT
gez.
Walter Wortmann
Freie Wähler
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1218/2021
- Typ
- Gem. Dringlichkeitsantrag § 12 (Grüne)
- Datum
- 31.05.2021
- Erstellt
- 31.05.2021 15:35