3874/2017
18. Bericht zur Flüchtlingssituation
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20111 Zeichen
Aktuelle Informationen zur Unterbrin-
gung und Integration von Geflüchteten
18. Bericht an den Ausschuss Soziales und Senioren
zur Sitzung am 14.12.2017 als kompakter
Zwischenbericht zu den Themen
Unterbringung
Asyl- und Ausländerrecht
Finanzen
2
18. Bericht zur Flüchtlingssituation Ausschuss Soziales und Senioren am 14.12.2017
Inhalt
Einleitung ............................................................................................................................................... 3
1. Unterbringung von Flüchtlingen ..................................................................................................... 3
1.1 Entwicklung der Flüchtlingszahlen .......................................................................................... 3
1.2 Prognose des weiteren Zugangs Geflüchteter ...................................................................... 4
1.2.1 Untergebrachte Personengruppen und Altersstruktur .................................................. 4
1.2.2 Planung und Errichtung neuer Ressourcen .................................................................... 5
1.3 Unterbringung in Turnhallen ..................................................................................................... 5
1.4 Verteilung der Unterkünfte über das Stadtgebiet .................................................................. 5
1.5 Auszugsmanagement ................................................................................................................ 8
2. Asyl- und Ausländerrecht .................................................................................................................... 9
2.2 Änderungen im Asyl- und Ausländerrecht .............................................................................. 9
3. Finanzen .......................................................................................................................................... 10
3
18. Bericht zur Flüchtlingssituation Ausschuss Soziales und Senioren am 14.12.2017
Einleitung
Der Zwischenbericht gibt einen komprimierten Überblick über die Themen Unterbringung,
Asyl- und Ausländerrecht und Finanzen. Aus Sicht des Sozialdezernates finden in diesen
Bereichen zwischen zwei Sitzungsläufen (etwa 6 Wochen) des Ausschusses Soziales und
Senioren (ASS) die stärksten Veränderungen statt. Gleichwohl sind auch die weiteren The-
menfelder der bisherigen Berichtsstruktur wichtig und informativ für Politik und Öffentlichkeit,
auch wenn hier zwischen zwei Sitzungsläufen teilweise nur bedingt wesentliche Aktualisie-
rungen vorgenommen werden können.
Der umfängliche Bericht wird daher halbjährlich erstellt. Kompakte Berichte ergehen vor je-
der Sitzung des Ausschusses für Soziales und Senioren.
In den folgenden Berichten werden die Themen „Ressourcenmanagement“ und „Umsetzung
Mindeststandards“ mit in die Berichterstattung aufgenommen.
1. Unterbringung von Flüchtlingen
1.1 Entwicklung der Flüchtlingszahlen
Die Entwicklung bleibt gegenüber dem 17. Bericht unverändert. Die Flüchtlingszahlen sind
weiterhin rückläufig. Mit Stichtag vom 06.12.2017 sind 10.309 Personen durch das Amt für
Wohnungswesen in Flüchtlingsobjekten untergebracht.
Die Zuweisungsquote gilt als erfüllt, sodass mit der Bezirksregierung Arnsberg ein Zuwei-
sungsstopp bis zum 28.02.2018 vereinbart wurde. Es erfolgen ausschließlich vereinzelte
Zuweisungen im Rahmen der Familienzusammenführung.
Zusätzlich erfolgen weiterhin Zuweisungen bei Vorsprachen im Tagesdienst sowie bei ge-
sundheitlich notwendigen Verlegungen.
4.053
3.079
2.341 1.960 1.626 1.548 1.638 1.949 2.196
3.072
5.141
10.153
13.253
10.324
0
2.000
4.000
6.000
8.000
10.000
12.000
14.000
2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Anzahl an Geflüchteten, die durch die Stadt Köln
untergebracht werden (Stand 01.12.2017)
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18. Bericht zur Flüchtlingssituation Ausschuss Soziales und Senioren am 14.12.2017
1.2 Prognose des weiteren Zugangs Geflüchteter
Die Entwicklungen von Flüchtlingszahlen unterliegen einer Vielzahl von Einflüssen und las-
sen daher nur schwer verlässliche Prognosen zu. Die Entwicklung der vergangenen Monate
im Kölner Stadtgebiet lässt aktuell eine rückläufige Zahl an schutzsuchenden Menschen er-
kennen. Die politische Weltlage ist jedoch weiterhin instabil, sodass hier jederzeit mit einem
erneuten Anstieg zu rechnen sein kann. Ein sprunghafter Anstieg ist jedoch in naher Zukunft
nicht wahrscheinlich. Daher rechnet die Verwaltung in den kommenden Monaten weiterhin
mit rückläufigen Zahlen.
1.2.1 Untergebrachte Personengruppen und Altersstruktur
Aus dem Fachbereich des Sozialen Dienstes des Amtes für Wohnungswesen erfolgt halb-
jährlich eine Auswertung der untergebrachten Personenstrukturen. Diese Auswertung wurde
im 16. Flüchtlingsbericht veröffentlicht. Eine erneute Auswertung wird voraussichtlich im ers-
ten Quartal 2018 ergehen.
1.071 981
226 391 369 514 137 -229 -95 -29 -80 -156 -278 -462 -107 -263 -255 -359 -309 -270 -281 -139 -206
11.224
13.613
12.975
10.324
-500
1.500
3.500
5.500
7.500
9.500
11.500
13.500
Jan
16
Feb
16
Mrz
16
Apr
16
Mai
16
Jun
16
Jul
16
Aug
16
Sep
16
Okt
16
Nov
16
Dez
16
Jan
17
Feb
17
Mrz
17
Apr
17
Mai
17
Jun
17
Jul
17
Aug
17
Sep
17
Okt
17
Nov
17
Unterbringung von Geflüchteten durch die Stadt Köln
Januar 2016 bis November 2017
mtl. Veränderung
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18. Bericht zur Flüchtlingssituation Ausschuss Soziales und Senioren am 14.12.2017
1.2.2 Planung und Errichtung neuer Ressourcen
Nachfolgende Auflistung gibt eine Übersicht über die Projekte, die nach aktuellem Projekt-
stand bis Ende 2018 fertig gestellt werden.
Straße Stadtteil Bezirk Soll-Plätze Voraussichtliche
Inbetriebnahme
Blaubach Altstadt-Süd 1 100 Februar 2018
Rothenburger
Straße Vingst 8 50 Februar 2018
Oskar-Jäger-
Straße Ehrenfeld 4 100 I. Quartal 2018
Haferkamp Flittard 9 320 I Quartal 2018
Aloys-Boecker-
Straße Lind 7 320 II Quartal 2018
Bergisch Gladba-
cher Straße 2 Mülheim 9 40 II. Quartal 2018
Zülpicher Straße
290 Sülz 3 60 II. Quartal 2018
Wilhelm-
Schreiber-Straße Ossendorf 4 240 II Quartal 2018
Josef-Broicher-
Straße Urbach 7 400 II Quartal 2018
Schlagbaumsweg Holweide 9 400 II Quartal 2018
Dürener Straße Lindenthal 3 50 III Quartal 2018
Lindweiler Weg Longerich 5 78 III Quartal 2018
Sinnersdorfer
Straße
Roggendorf 6 240 IV Quartal 2018
Neusser Land-
straße Fühlingen 6 240 IV Quartal 2018
Erbacher Weg Lindweiler 6 150 IV Quartal 2018
Im Grund/Pastor-
Wolff-Straße Niehl 5 150 IV Quartal 2018
Kalscheuer Weg Zollstock 2 150 IV Quartal 2018
Derzeit stehen damit 3.088 Plätze in der Projektion.
1.3 Unterbringung in Turnhallen
Die Renovierungs-/ Sanierungsarbeiten in den Turnhallen Mainstraße und Soldiner Straße
sind im Zeitplan. Die Turnhallen werden voraussichtlich im I. Quartal 2018 dem Schul- und
Vereinssport übergeben.
1.4 Verteilung der Unterkünfte über das Stadtgebiet
Aufgrund der stetigen Veränderungen innerhalb der Unterbringungsstruktur (Schließung der
Turnhallen, Reduzierung der Plätze in Notunterkünften, Errichtung neuer Unterkünfte) wird
sich regelmäßig der Anteil an Plätzen in Unterkünften zur Einwohnerzahl in Stadtteilen und
Stadtbezirken verändern.
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18. Bericht zur Flüchtlingssituation Ausschuss Soziales und Senioren am 14.12.2017
Vor allem der Abbau von großen Notunterkünften mit mehr als 200 Unterbringungsplätzen
führt zu erheblichen Änderungen in der Verteilungsdichte.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick der Verteilung von Unterkünften zum Stand
30.11.2017 sowie eine perspektivische Verteilung bis Ende 2018 (gemäß aktuell projektier-
ter Maßnahmen 2018). In den Daten werden die Veränderungen durch die Planung des
Ressourcenmanagements nicht berücksichtigt.
Verteilungsdichte der Unterbringungsplätze im Verhältnis zu den Ein-
wohnern je Stadtteil
Nr.
Stadtbezirk
Stadtteil
Stadt Köln
Einwohner
insgesamt
belegbare
Plätze
gesamt
Prozentualer
Anteil
der Plätze je
Einwohner
Unterbringungsplätze
insgesamt
Neuer Pro-
zentualer
Anteil
der Plätze je
Einwohner
101 Altstadt-Süd 27.580 631 2,29% 731 2,65% 102 Neustadt-Süd 38.467 347 0,90% 347 0,90% 103 Altstadt-Nord 18.307 309 1,69% 309 1,69% 104 Neustadt-Nord 28.478 137 0,48% 137 0,48%
105 Deutz 15.463 426 2,75% 426 2,75%
Bezirk 1 128.295 1.850 1,44% 1.950 1,52%
201 Bayenthal 9.626 49 0,51% 49 0,51% 202 Marienburg 6.697 187 2,80% 187 2,80% 203 Raderberg 6.246 11 0,17% 11 0,17% 204 Raderthal 4.744 11 0,23% 11 0,23% 205 Zollstock 22.403 0 0,00% 150 0,67% 206 Rondorf 9.641 197 2,04% 197 2,04% 207 Hahnwald 2.065 0 0,00% 0 0,00%
208 Rodenkirchen 17.435 821 4,71% 821 4,71%
209 Weiß 5.987 0 0,00% 0 0,00% 210 Sürth 10.889 0 0,00% 0 0,00% 211 Godorf 2.538 179 7,07% 179 7,07% 212 Immendorf 2.062 0 0,00% 0 0,00%
213 Meschenich 7.849 0 0,00% 0 0,00%
Bezirk 2 108.182 1.455 1,35% 1.605 1,48%
301 Klettenberg 10.622 0 0,00% 0 0,00% 302 Sülz 36.485 60 0,16% 120 0,33% 303 Lindenthal 30.506 23 0,08% 73 0,24% 304 Braunsfeld 11.759 66 0,56% 66 0,56% 305 Müngersdorf 8.687 0 0,00% 0 0,00% 306 Junkersdorf 14.529 326 2,25% 326 2,25% 307 Weiden 17.304 473 2,73% 473 2,73% 308 Lövenich 9.083 56 0,61% 56 0,61%
309 Widdersdorf 12.175 0 0,00% 0 0,00%
Bezirk 3 151.150 1.004 0,66% 1.114 0,74%
401 Ehrenfeld 37.375 50 0,13% 150 0,40%
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18. Bericht zur Flüchtlingssituation Ausschuss Soziales und Senioren am 14.12.2017
402 Neuehrenfeld 24.475 674 2,75% 674 2,75% 403 Bickendorf 16.694 78 0,47% 78 0,47% 404 Vogelsang 8.219 18 0,22% 18 0,22% 405 Bocklemünd/Mengenich 10.728 0 0,00% 0 0,00%
406 Ossendorf 10.466 796 7,61% 1.036 9,90%
Bezirk 4 107.957 1.617 1,50% 1.957 1,81%
501 Nippes 36.081 264 0,73% 264 0,73% 502 Mauenheim 5.676 0 0,00% 0 0,00% 503 Riehl 12.027 353 2,94% 353 2,94% 504 Niehl 20.303 188 0,93% 338 1,67% 505 Weidenpesch 14.013 21 0,15% 21 0,15% 506 Longerich 13.797 128 0,93% 206 1,50%
507 Bilderstöckchen 15.995 187 1,17% 187 1,17%
Bezirk 5 117.892 1.141 0,97% 1.369 1,16%
601 Merkenich 5.825 0 0,00% 0 0,00% 602 Fühlingen 2.053 0 0,00% 240 11,69% 603 Seeberg 11.567 100 0,86% 100 0,86% 604 Heimersdorf 6.069 0 0,00% 0 0,00% 605 Lindweiler 3.623 0 0,00% 150 4,14% 606 Pesch 7.812 0 0,00% 0 0,00% 607 Esch/Auweiler 6.871 129 1,87% 129 1,87% 608 Volkhoven/Weiler 6.131 0 0,00% 0 0,00% 609 Chorweiler 13.324 0 0,00% 0 0,00% 610 Blumenberg 5.658 78 1,38% 78 1,38% 611 Roggendorf/Thenhoven 4.258 0 0,00% 240 5,64%
612 Worringen 10.355 95 0,91% 95 0,91%
Bezirk 6 83.546 402 0,48% 1.032 1,23%
701 Poll 11.500 271 2,36% 271 2,36% 702 Westhoven 5.481 0 0,00% 0 0,00% 703 Ensen 7.581 169 2,23% 169 2,23% 704 Gremberghoven 3.057 96 3,13% 96 3,13% 705 Eil 9.384 246 2,62% 246 2,62% 706 Porz 15.066 11 0,07% 11 0,07% 707 Urbach 12.510 70 0,56% 470 3,76% 708 Elsdorf 1.682 0 0,00% 0 0,00% 709 Grengel 5.533 0 0,00% 0 0,00% 710 Wahnheide 7.811 132 1,69% 132 1,69% 711 Wahn 7.075 201 2,84% 201 2,84% 712 Lind 3.489 18 0,52% 338 9,69% 713 Libur 1.130 0 0,00% 0 0,00% 714 Zündorf 11.952 86 0,72% 86 0,72% 715 Langel 3.479 0 0,00% 0 0,00%
716 Finkenberg 6.881 0 0,00% 0 0,00%
Bezirk 7 113.611 1.300 1,14% 2.020 1,78%
801 Humboldt/Gremberg 15.524 54 0,35% 54 0,35% 802 Kalk 24.235 487 2,01% 487 2,01% 803 Vingst 13.092 0 0,00% 50 0,38% 804 Höhenberg 12.506 63 0,50% 63 0,50%
8
18. Bericht zur Flüchtlingssituation Ausschuss Soziales und Senioren am 14.12.2017
805 Ostheim 13.524 372 2,75% 372 2,75% 806 Merheim 11.224 254 2,26% 254 2,26% 807 Brück 10.344 177 1,71% 177 1,71% 808 Rath/Heumar 11.771 0 0,00% 0 0,00%
809 Neubrück 8.869 146 1,65% 146 1,65%
Bezirk 8 121.089 1.553 1,28% 1.603 1,32%
901 Mülheim 43.254 792 1,83% 832 1,92% 902 Buchforst 7.514 0 0,00% 0 0,00% 903 Buchheim 13.246 0 0,00% 0 0,00% 904 Holweide 21.258 105 0,50% 505 2,38% 905 Dellbrück 21.543 248 1,15% 248 1,15% 906 Höhenhaus 15.540 400 2,57% 400 2,57% 907 Dünnwald 11.790 16 0,14% 16 0,14% 908 Stammheim 7.906 29 0,36% 29 0,36%
909 Flittard 7.928 0 0,00% 320 4,04%
Bezirk 9 149.979 1.590 1,06% 2.350 1,57%
Köln insgesamt 1.081.701 11.912 1,10% 15.000
11.912
3.088
1.5 Auszugsmanagement
Die Koordinationsstelle ist seit dem 15.11.2017 im Bereich 562/4 Sozialer Dienst angesie-
delt.
Die Vermittlungszahlen des Projektes Auszugsmanagement sind im Vergleich zu den Vor-
jahren rückläufig.
Vermittlungen Wohnungen / Personen pro Jahr
Jahr Wohnungen Personen
2015 233 672
2016 298 856
2018 (Stand 11/2017) 181 505
Mit Sitzung vom 14.11.2017 hat der Rat der unbefristeten Verlängerung des Projektes zuge-
stimmt. 3 Vollzeitstellen werden unbefristet eingerichtet, 4 weitere Vollzeitstellen erhalten
eine befristete Verlängerung für 2 Jahren. In diesem Zeitraum muss nachgehalten werden,
ob die Arbeit des Projektes –trotz Rückgang in den Vermittlungszahlen- weiterhin wirtschaft-
lich ist.
9
18. Bericht zur Flüchtlingssituation Ausschuss Soziales und Senioren am 14.12.2017
2. Asyl- und Ausländerrecht
2.1 aktuelle Zahlen
a. Aktuelle Zahlen
Um die stark gestiegene Bedeutung des Themas Flüchtlinge einordnen zu können, werden
nachstehend die Zahlen von 2013 bis Ende Oktober 2017 aufgeführt.
Zuweisungen von Asylantragstellern nach Köln für die Jahre 2013-2017:
2013 – 907 Personen
2014 – 1.963 Personen
2015 – 6.975 Personen
2016 – 8.730 Personen
vom 01.01.2017 bis 31.10.2017 – 750 Personen.
Anzahl der Personen mit Aufenthaltsgestattungen in Köln für die Jahre 2013-2017 (jeweils
am 31.12.):
2013 – 1.263 Personen
2014 – 2.299 Personen
2015 – 7.765 Personen
2016 – 9.360 Personen
aktuell am 31.10.2017 – 6.031 Personen.
Insgesamt hat das BAMF 2015 1.887 Entscheidungen für Kölner Asylflüchtlinge getroffen:
1.122 Anerkennungen und 765 Ablehnungen. 2016 hat das BAMF 6.679 Verfahren von in
Köln lebenden Asylantragstellern beendet. 4.720 Anträge wurden anerkannt, 1.959 Anträge
wurden abgelehnt.
Bis zum 30.09.2017 hat das BAMF 4.190 Entscheidungen für in Köln lebende Asylantra g-
steller getroffen. 2.298 Verfahren endeten positiv für den Antragstel ler und 1.892 Anträge
wurden abgelehnt.
Darüber hinaus haben in 2017 bisher 1.472 Personen bei der Anlauf- und Beratungsstelle
der Stadt Köln für unerlaubt Eingereiste vorgesprochen. (2016: 2.515 Personen, 2015:
3.882, 2014 2.951 und 2013 1.284 Personen.) Darunter waren 503 unbegleitete minderjähri-
ge Ausländer (UMAs). 458 Personen wurden zur Asylantragstellung an die Erstaufnahmeein-
richtungen des Landes NRW weitergeleitet. Bei 89 Personen wurden Übernahmeersuchen
nach dem Dubliner Übereinkommen gestellt. Bisher sind 303 Personen Köln (davon 250
UMA) zugewiesen und 329 Personen (davon 104 UMA) an andere Ausländerbehörden ver-
teilt worden. In 219 Fällen ist unmittelbar eine aufenthaltsrechtliche Entscheidung unter Fer-
tigung einer Rückkehrentscheidung mit Androhung der Abschiebung getroffen worden.
173 Personen (2016: 87) wurden bisher in ihr Herkunftsland oder in einen sicheren Drittstaat
rückgeführt.
Aktuell sind in Köln 5.800 geduldete Personen registriert.
2.2 Änderungen im Asyl- und Ausländerrecht
Es liegen aktuell keine Änderungen im Asyl- und Ausländerrecht vor.
10
18. Bericht zur Flüchtlingssituation Ausschuss Soziales und Senioren am 14.12.2017
3. Finanzen
Die Verantwortung für die Finanzierung der flüchtlingsbedingten Kosten liegt bei Bund und
Ländern. Die Forderungen der Kommunen nach einer auskömmlichen Kostenerstattung
wurden und werden gegenüber dem Land durch die kommunalen Spitzenverbände vertre-
ten. Bereits im Dezember 2015 vereinbarten die Koalitionsfraktionen von SPD/Bündnis 90 -
Die Grünen mit den kommunalen Spitzenverbänden NRW die gemeinsame Durchführung
einer Ist-Kosten-Erhebung der tatsächlich in den Kommunen anfallenden Kosten für die Un-
terbringung von Flüchtlingen. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Ist-
Kostenerhebung sollen die Erstattungssätze für das Jahr 2018 festgelegt werden. Weitere
Informationen zu den Erhebungen sind den Ausführungen im 14. Bericht zu entnehmen.
Für die Erhebungen wurden die Meldungen für die ersten drei Quartale an IT.NRW übermit-
telt. In der vom Land vorgegebenen Systematik wurden für den Personenkreis der AsylbLG-
Empfänger und den darin enthaltenen, kleineren Personenkreis der nach dem FlüAG abre-
chenbaren Personen die folgenden Werte gemeldet. Die letzte Auswertung wurde zum
07.11.2017 vorgenommen und gibt den entsprechenden Buchungsstand wieder.
Die Werte aus den drei Quartalsmeldungen werden im Folgenden kumuliert dargestellt.
Die Werte können noch nicht als final angesehen werden.
Es stehen u.a. noch Abrechnungen mit Bewachungsunternehmen, Trägern der freien Wohl-
fahrtspflege oder für Leistungen in Verbindung mit dem Turnhallenrückbau aus, die dem
Zeitraum der ersten drei Quartale 2017 zuzuordnen sind. Die Rechnungsstellung durch Dritte
erfolgt häufig in unregelmäßigen Abständen und eine monatsscharfe Zuordnung der Leis-
tungen wird nicht vollzogen. Insbesondere umfasst dies auch die Abrechnungen i.Z.m. den
Leistungen der Krankenhilfe. Dieser Umstand betrifft alle Kommunen und wurde bereits an
den Städtetag NRW kommuniziert als das Design der Erhebung entworfen wurde.
Eine belastbare Aussage über die tatsächlichen mit der Unterbringung und der Versorgung
von Flüchtlingen verbundenen Aufwendungen der Stadt Köln kann also erst mit der Betrach-
11
18. Bericht zur Flüchtlingssituation Ausschuss Soziales und Senioren am 14.12.2017
tung des gesamten Jahres 2017 getroffen werden.
Nach Auskunft von IT.NRW befindet sich das Verfahren zur Korrekturmöglichkeit auf der
Basis des vorläufigen Jahresabschlusses noch in der Abstimmung.
Die Prognose im Berichtswesen zum Buchungsstand 30.09.2017 weist die FlüAG-Erstattung
für das Jahr 2017 mit in Summe rd. 63,7 Mio.€ aus. Diese Prognose ist jedoch noch mit Un-
sicherheit behaftet, da die Erstattung von der Entwicklung der Anzahl an abrechnungsfähi-
gen Personen abhängt. Diese Finanzierung, welche die nicht durch andere Erträge gedeck-
ten FlüAG-Aufwendungen eigentlich für das volle Jahr 2017 decken sollte, ist bereits ausge-
schöpft.
Es zeigt sich, dass die bislang durch das Land NRW zugebilligte Kostenerstattung i.H.v. 866
€ pro Monat und nach dem FlüAG abrechnungsfähiger Person bei Weitem nicht auskömm-
lich ist, um die entstehenden Kosten zu decken.
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/562/5 562/5 Vorlagen-Nummer 11.12.2017 3874/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Soziales und Senioren 14.12.2017 Finanzausschuss 18.12.2017 Gesundheitsausschuss 16.01.2018 Integrationsrat 22.01.2018 Sportausschuss 25.01.2018 18. Bericht zur Flüchtlingssituation Die Verwaltung stellt den Fachgremien und der Öffentlichkeit eine umfangreiche Bestandsaufnahme und Darstellung der aktuellen Flüchtlingssituation in Form des 18. Flüchtlingsberichts zur Verfügung. Anlage 18. Bericht zur Flüchtlingssituation Gez. Dr. Rau
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: Kenntnis genommen
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Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3874/2017
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 11.12.2017
- Erstellt
- 07.12.2017 07:06