AN/0200/2018
TOP 10.6: Luftreinhaltung – Position der Stadt Köln zur Fortschreibung des Luftrein-halteplan, 3428/2017
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Gem. Änderungsantrag nach § 13 (CDU)
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CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Köln Ratsgruppe GUT An die Vorsitzende des Kölner Rates Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 06.02.2018 AN/0200/2018 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 06.02.2018 TOP 10.6: Luftreinhaltung – Position der Stadt Köln zur Fortschreibung des Luftrein- halteplan, 3428/2017 Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, wir bitten Sie, den folgenden Zusatz- und Änderungsantrag zur Beschlussvorlage der Ver- waltung, 3428/2017, in die Tagesordnung des Rates am 06. Februar 2018 aufzunehmen: Die Beschlussvorlage der Verwaltung soll wie folgt geändert und ergänzt werden: Ziffer 1: Der Rat der Stadt Köln bekräftigt, den Schutz der Gesundheit der Bevölkerung im Zusam- menhang mit der Luftreinhaltung als höchste Priorität zu behandeln. Ziffer 2: Der Rat nimmt die Ergebnisse und Maßnahmenvorschläge des sog. „Runden Tisches Luftreinhaltung“ im Hinblick auf die Grenzwerte für Stickoxid zur Kenntnis. Diese sind im Rahmen weiterer Untersuchungen zu präzisieren und priorisieren. Kurzfristige Maß- nahmen sind möglichst als vom Bund geförderte „Sofortmaßnahmen Saubere Luft 2017 – 2020“ umzusetzen, um Verkehrseinschränkungen zu vermeiden. Die Verwaltung wird mit Erstellung des zugehörigen Masterplanes beauftragt. Ziffer 3: 3. Der Rat beschließt, den Maßnahmenkatalog des Runden Tisches, zur Fortschreibung des Luftreinhalteplans der Bezirksregierung Köln mit folgenden Maßgaben einzu- speisen: 3.a Der Rat bekräftigt, dass vor allem Maßnahmen, die kurzfristig umsetzbar sind und eine signifikante Wirksamkeit zur Verringerung der Luftschadstoffe haben, höchste Priorität haben sollen. - 2 - Die Einführung der sogenannten „Blauen Plakette“, die nur Dieselfahrzeugen mit niedrigem Schadstoffausstoß die Einfahrt in die Umweltzone gestattet. Maßnahmen, die unspezifizierte Fahrverbote vorsehen, werden nicht weiter verfolgt. (MaßnNr. 2 und 41) Die ÖPNV-Maßnahmen, die bereits im ÖPNV-Bedarfsplan mit Vordringlichem Bedarf gemeldet sind, erhalten höchste Priorität ( Verlängerung der Linie 7 in Porz-Zündorf bis zur Ranzeler Straße (MaßnNr. 46), Ausbau und Förderung des ÖPNV Stadtbahn- anbindung Neubrück (MaßnNr. 56), ÖPNV Köln-Weiden West – Köln-Widdersdorf (MaßnNr. 56), Rechtsrheinische Gürtelverlängerung von Bf Mülheim nach Ostheim und Frankfurter Straße; Verknüpfung S 13, RB 25 mit Stadtbahnlinie 13 (MaßnNr. 50) Zudem sollen die geplanten Kapazitätserweiterungen auf den Linien 4 und 13 sowie die Weiterentwicklung der Busangebote (strukturelle Erweiterungen, Interimsbusli- nien, Umstellung der Busflotte auf alternative Antriebe) ergänzt und der Ratsbe- schluss zur Stärkung und Ausweitung des KVB-Busnetzes (AN/1589/2017; 14.11.2017) beschleunigt umgesetzt werden. Vorrangiger Einsatz von KVB-Bussen mit Elektro- oder alternativem Antrieb auf Stre- cken mit hoher Schadstoffkonzentration, wie z.B. Clevischer Ring, Aachener Straße und Luxemburger Str. Mobilitätsstationen an Bahnhöfen und Umstiegsknotenpunkten (MaßnNr. 17) Die Umsetzung des LKW-Führungskonzepts für das gesamte Stadtgebiet sowie eines Transitverbots für LKW für die Innenstadt mit Ausnahme des Ziel- und Quellverkehrs im Innenstadtbereich. Emissionsarme bzw. emissionsfreie Lieferverkehre (E-Mobilität oder alternative Antriebe) sollen gefördert werden. (MaßnNr. 8 und 35) Die Steuerung des Reisebusverkehrs im Stadtbereich einschließlich der beschleunig- ten Umsetzung einer alternativen Anlaufstelle für den Touristenbusverkehr anstatt der Komödienstraße. (MaßnNr. 27) An ausgewählten Zufahrtsstraßen, wo es umweltpolitisch und verkehrlich sinnvoll ist, werden Pförtnerampeln und umweltsensitive Ampelschaltungen eingerichtet; ausrei- chender Rückstauraum und keine Wohnbebauung sind Voraussetzungen. (MaßnNr. 11 und 18) Integrierte, internetbasierte Verkehrsleitsysteme sowie ein modernisiertes Ampelsys- tem (Lichtsignalanlagen) fördern den individuellen Mobilitätsmix und den Verkehrs- fluss. Der Verkehrsfluss für den motorisierten Individualverkehr (MIV) soll auf den Hauptverkehrsachsen optimiert werden, während er in den Wohngebieten reduziert werden soll, weshalb das Vorbehaltsnetz überprüft werden muss. (anstelle von MaßnNr. 5, 7, 15, 20, 25 und 38) Prüfung eines Tempolimits für den Schiffsverkehr auf dem Rhein Zwecks Reduzierung der Luftschadstoffbelastung wird die Verwaltung beauftragt, sich beim Wasser- und Schifffahrtsamt Köln sowie weiteren zuständigen Stellen auf Lan- des-, Bundes und EU-Ebene für ein Tempolimit auf dem Rhein einzusetzen. Förderung emissionsarmer bzw. emissionsfreier Lieferverkehr-Mikrodepots (MaßnNr. 34). In der Kölner Innenstadt sollen möglichst alle Lieferverkehre im Rahmen eines - 3 - City-Logistikkonzepts durch emissionsarme bzw. emissionsfreie Transportdienstleis- tungen erfolgen. 3.b Maßnahmen, die mittel- und langfristig umsetzbar sind: Bei Siedlungskonzepten (Neuplanung und Bestand) sind die Ansiedelung von Car- Sharing und die Errichtung von Parkhäusern am Siedlungsrand zu fördern (anstelle von MaßnNr. 39, 43 und 47). 3.c Folgende Maßnahmen werden nicht weiter verfolgt: Einführung einer City.Maut (MaßnNr. 45 und 48) Einsatz von Baustoffen, die Stickoxide umwandeln; (MaßnNr. 12) 3.d Die Verwaltung wird beauftragt, die Mitwirkungsmöglichkeiten der Stadt Köln, wie sie in Anlage 6 dargestellt werden und im Rahmen von § 47 BImschG vorgesehen sind, zu gewährleisten. 3.e Der Rat empfiehlt der Verwaltung als Bestandteil des Dezernates VIII ein neues Amt für „Fuß- und Radverkehr“ einzurichten. Die Verwaltung soll bei der geplanten Neu- aufstellung des Dezernates VIII eine angemessene personelle und sachliche Res- sourcenausstattung gewährleisten (Hpl und Stellenplan). Ziffer 4 unverändert wie Beschlussvorlage Begründung: Erfolgt mündlich. Mit freundlichen Grüßen gez. Niklas Kienitz gez. Jörg Frank CDU-Fraktionsgeschäftsführer GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer gez. Thor Zimmermann Ratsgruppe GUT
Beratungsverlauf (1)
Orte (6)
- Ranzeler Straße
- Frankfurter Straße
- Aachener Straße
- Luxemburger Straße
- Komödienstraße
- Clevischer Ring
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Details
- Aktenzeichen
- AN/0200/2018
- Typ
- Gem. Änderungsantrag (CDU)
- Datum
- 06.02.2018
- Erstellt
- 06.02.2018 14:29