AN/1120/2023
Klimabildung für Erwachsene
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Gem. Dringlichkeitsantrag nach § 12 (Volt)
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Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen im Rat der Stadt Köln CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln Volt-Fraktion im Rat der Stadt Köln An die Oberbürgermeisterin Henriette Reker An die Vorsitzende des Ausschusses Klima, Umwelt, Grün Denise Abé Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 24.05.2023 AN/1120/2023 Dringlichkeitsantrag gem. § 12 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 25.05.2023 Klimabildung für Erwachsene Sehr geehrte Frau Abé, Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, Die antragstellenden Fraktionen bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Klima, Umwelt und Grün am 25.05.2023 zu setzen. Beschluss: Der Ausschuss Klima, Umwelt und Grün beschließt für das Jahr 2023 und 2024 ein Projekt zur Klimabildung für Erwachsene. Bürger*innen sollen durch eine niederschwellige und wis- senschaftlich fundierte Infokampagne für die Auswirkungen des Klimawandels auf ihre Ge- sundheit sensibilisiert werden. Das Projekt soll möglichst in Zusammenarbeit mit Institutionen der Umweltbildung (Umweltbildner*innen) erarbeitet werden. Das Projekt “Klimabildung für Erwachsene” soll folgende Formate beinhalten: 1. Informationsstände und Materialien angeknüpft an das Projekt “Cooling Cologne” (Wassersprühaktion an besonders heißen Tagen auf bis zu 3 öffentlichen Plätzen Kölns). Hier sollen Hitze und diese aufmerksamkeitserregenden Aktionen mit Infostän- den zur Klimabildung verknüpft werden. 2. Mobile Informationsstände bei Wochenmärkten und Straßenfesten, vorrangig in be- sonders hitzebelasteten Stadtteilen. 3. Informationsstände bei Berufsmessen von hitzebeeinträchtigten Berufsgruppen (z.B. Handwerk, Gesundheitsbranche etc.) zur zielgruppengerechten Bildungsarbeit. - 2 - Finanzierung Die Finanzierung des Projekts in Höhe von 40.000€ pro Jahr erfolgt über den Teilplan 1401, Teilplanzeile 16 Sonstige ordentliche Aufwendungen. Begründung: In unseren aktuellen Projekten der Umweltbildung lässt sich ein klarer Fokus auf Kinder- und Jugendarbeit erkennen. Diese ist sehr wichtig, jedoch sind Menschen, die in unserer Gesell- schaft aktuell die Entscheidungen für sich, ihre Familien oder innerhalb ihres Arbeitsplatzes treffen, meist erwachsen. Daher soll der Fokus in diesem Projekt auf der Erwachsenenbildung liegen. Das Bildungsangebot soll möglichst niederschwellig sein, sodass Gruppen erreicht werden, die bisher weniger erreicht wurden. Wir möchten keine Kurse anbieten, die zeitaufwändig sind und vordergründig bereits gut informierte Bürger*innen erreichen, sondern in den Alltag diver- ser gesellschaftlicher Gruppen Weiterbildung integrieren. Das Ziel des Projektes ist es, die Relevanz der Klimakrise für das persönliche Leben zu stärken, indem Gesundheitsauswirkun- gen der Klimaerwärmung thematisiert werden. Inhaltlich sollen in der Bildungsinitiative besonders folgende Fragestellungen behandelt wer- den: Warum wird es zukünftig mehr extreme Wetterereignisse geben (Fokus Hitze)? Gesundheitsaspekte: Inwiefern ist das gefährlich für uns Menschen? / Für welche vul- nerablen Bevölkerungsgruppen ist Hitze besonders gefährlich? / Was passiert mit dem Gehirn ab bestimmten Temperaturen? / Warum können wir uns biologisch nicht unbegrenzt an extreme Hitze anpassen? / Wie kann ich mich schützen? Welche Berufsgruppen sind gesundheitlich wie wirtschaftlich besonders gefährdet/ betroffen von längeren, heißeren Hitzewellen? Gehört mein Beruf dazu (z.B. Bau, Landwirtschaft, Feuerwehr, Gesundheitsberufe)? Was tut die Stadt bereits, um uns zu schützen (Hitzeaktionsplan, Programm zur För- derung von Dach- und Fassadenbegrünung, Entsiegelung und Wiederbegrünung “Grün hoch drei”)? / Wo gibt es die neuen Trinkwasserbrunnen in besonders heißen Innenstadtbereichen? / Wie heiß ist mein Stadtteil im Vergleich zu anderen? Begründung der Dringlichkeit: Um die Klimabildungsangebote öffentlichkeitswirksam mit den von der Stadt Köln in Verbin- dung mit der Rheinenergie stattfindenden Aktionen “Cooling Cologne” noch in diesem Sommer 2023 stattfinden zu lassen, ist ein Beschluss vor der Sommerpause zwingend notwendig. Ei- nige notwendige Informationen zu den geplanten Aktionen von “Cooling Cologne” standen erst kürzlich zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Gez. Lino Hammer gez. Niklas Kienitz Grüne-Fraktionsgeschäftsführer CDU-Fraktionsgeschäftsführer gez. Lucas Sickmöller Geschäftsführer Volt-Fraktion
Sachstandsbericht Rat /Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle
VIII/57
Vorlagen-Nummer
AN/1120/2023
Stand: 22.10.2025
Sachstandsbericht
Klimabildung für Erwachsene
Beschluss:
Der Ausschuss Klima, Umwelt und Grün beschließt für das Jahr 2023 und 2024 ein Projekt zur
Klimabildung für Erwachsene. Bürger*innen sollen durch eine niederschwellige und wissen-
schaftlich fundierte Infokampagne für die Auswirkungen des Klimawandels auf ihre Gesundheit
sensibilisiert werden. Das Projekt soll möglichst in Zusammenarbeit mit Institutionen der Um-
weltbildung (Umweltbildner*innen) erarbeitet werden.
Das Projekt “Klimabildung für Erwachsene” soll folgende Formate beinhalten:
1. Informationsstände und Materialien angeknüpft an das Projekt “Cooling Cologne” (Was-
sersprühaktion an besonders heißen Tagen auf bis zu 3 öffentlichen Plätzen Kölns).
Hier sollen Hitze und diese aufmerksamkeitserregenden Aktionen mit Infoständen zur
Klimabildung verknüpft werden.
2. Mobile Informationsstände bei Wochenmärkten und Straßenfesten, vorrangig in beson-
ders hitzebelasteten Stadtteilen.
3. Informationsstände bei Berufsmessen von hitzebeeinträchtigten Berufsgruppen (z .B.
Handwerk, Gesundheitsbranche etc.) zur zielgruppengerechten Bildungsarbeit.
Finanzierung
Die Finanzierung des Projekts in Höhe von 40.000€ pro Jahr erfolgt über den Teilplan 1401,
Teilplanzeile 16 Sonstige ordentliche Aufwendungen.
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Status in Bearbeitung
erledigt
Sachstandsbericht 2024:
Zu 1:
Für das Projektes Cooling Cologne besteht eine Vereinbarung mit der RheinEnergie, im
Sommer durch den Einsatz von Wasserschläuchen für eine Kühlung auf zentralen Innen-
stadtplätzen zu sorgen. Die Wasserschläuche werden gemäß einer vertraglichen Vereinba-
rung vorgehalten, sodass diese je nach Wetterprognose kurzfristig eingesetzt werden kön-
nen. Grundlage für die Aktion ist eine über mehrere Tage sonnige und windschwache Wet-
terlage von über 30 °C ohne Gewitterneigung. Bis auf einen Probelauf im Jahr 2022 wurden
die Wasserschläuche bisher nicht eingesetzt, da es in den Jahren 2023 und 2024 keine
stabile Wetterlage mit einer über mehrere Tage andauernden Hitzeperiode von über 30 °C
gegeben hat.
Es ist jedoch grundsätzlich vorgesehen, “Cooling Cologne”-Aktionen als öffentlichkeitswirk-
same Maßnahme zu nutzen und mit Infoständen zur Klimabildung zu begleiten.
Zu 2:
Die Aufgabe wurde in den Bereich des Klimawandelanpassungsmanagements (KAM) der
Stadtverwaltung, welches Anfang 2024 eingerichtet und personell ausgestattet wurde, aufge-
nommen. Die Aktionen zur Klimabildung für Erwachsene konnte daher im Jahr 2024 gestar-
tet werden.
Es wurden drei qualifizierte Personen beauftragt, für die Sommermonate 15.04. bis
31.08.2024 Klimabildungsangebote für Erwachsene durchzuführen. Mit einem Informations-
stand auf den Wochenmärkten in den Kölner Stadteilen sowie bei verschiedenen Veranstal-
tungen, wie KVB Seniorentag, Nippes bewegt, Straßenland, Tag des Hitzeaktionsplans
wurde zum Thema Klimawandelanpassung und Hitze beraten. Hierbei wurden auch Informa-
tionsmaterialien, wie Flyer und Broschüren und andere Materialien, z.B. Fächer und Sonnen-
creme, ausgegeben. Zudem wurde auf das digitale Hitzeportal der Stadt Köln hingewiesen
und das städtischen Förderprogramm „GRÜN hoch 3“ (Förderung von Dach- und Fassaden-
begrünungen, Entsiegelungen und Retentionssystemen) beworben.
Darüber hinaus haben die Einsatzkräfte bei der Beratung am Hitzetelefon des Gesundheits-
amtes und bei Hitzespaziergängen unterstützt. In Zusammenarbeit mit engagierten Bür-
ger*innen wurden im Rahmen von sog. „Hitzespaziergängen“ schattige Alleen und Sitzmög-
lichkeiten, Trinkwasser- und Toilettenstandorte sowie lokale Besonderheiten im Kölner Kuni-
bertsviertel für die Erstellung einer stadtteilbezogenen Faltkarte dem „Hitzespickzettel“ kar-
tiert. Es sind weitere Kartierungen von Stadtteilen für die Hitzespickzettel geplant.
Aufgrund des hohen Beratungsbedarfs am Hitzetelefon für Menschen im Alter beim Gesund-
heitsamt wurden im Juni und Juli zwei zusätzliche qualifizierte Personen beauftragt.
Durch die Aktion der Klimabildung für Erwachsene konnten an Informationsständen viele
Menschen auf das Thema des Hitzeaktionsplans aufmerksam gemacht werden. Auf insge-
samt 25 Wochenmärkten in allen Kölner Stadtbezirken sowie bei verschiedenen Veranstal-
tungen wurden Beratungen durchgeführt, wobei auf den Wochenmärkten rund 1.500 Perso-
nen erreicht werden konnten. Auch bei den Veranstaltungen und am Hitzetelefon konnte
eine Vielzahl an Personen erreicht werden.
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Zudem ergaben sich durch die Beratungen auf den Wochenmärkten und Aktionstagen wert-
volle Verbindungen zu anderen Trägern und Institutionen, was für zukünftige Kooperationen
förderlich sein kann.
Die Kölner Bürger*innen zeigten sich besonders an heißen Tagen sehr dankbar für das Be-
ratungsangebot und die Informationen, die zur Verfügung gestellt wurden. Insgesamt konn-
ten durch die Beratung vor Ort viele Menschen auf das Thema Klimawandelanpassung und
Hitze aufmerksam gemacht werden, die man sonst in diesem Umfang nicht hätte erreichen
können.
Kosten:
Für diese Aktion wurde rd. 10.200 € für die Beratungsleistungen verausgabt. Weiterhin wur-
den für die zusätzlichen Einsätze im Juni und Juli am Hitzetelefon rd. 5.200 € abgerechnet.
Für die Materialien zur Klimabildung, bzw. Hitzeaktionsplanung sind in 2024 Kosten von rd.
25.000 € angefallen.
Zu 3:
Informationsstände bei Berufsmessen von hitzebeeinträchtigten Berufsgruppen (z.B. Hand-
werk, Gesundheitsbranche etc.) zur zielgruppengerechten Bildungsarbeit wurden noch nicht
durchgeführt. Zunächst wurde aufgrund der breiteren Wirkung der Schwerpunkt auf die
Klimabildung in Stadtteilen gelegt.
Aktueller Sachstandsbericht:
Zu 1: Cooling Cologne.
Die Aktion „Cooling Cologne“ wurde am 02.07.2025 auf dem Severinskirchplatz und am
12.08.2025 auf den Flächen Rudolfplatz und Chlodwigplatz durchgeführt. Auf den besonders
hitzebelasteten Innenstadtplätzen wurden zusammen mit der Rhein Energie AG Wasser-
schläuche ausgelegt. Die feinen Wassertröpfchen senken die Umgebungstemperatur spür-
bar und schaffen so kühle Rückzugsorte im öffentlichen Raum. Diese öffentlichkeitswirksa-
men Maßnahmen wurden durch Informationsstände zur Klimabildung begleitet.
Die Maßnahme wird vorbehaltlich der Mittelbereitstellung im Haushaltsplan 2026 ff fortge-
führt.
Zu 2: Klimabildung vor Ort
Aufgrund des positiven Ergebnisses im Jahr 2024 wurde im Jahr 2025 in der Zeit vom 01.05.
– 30.09. die Aktion Klimabildung vor Ort erneut durchgeführt. Mit Informationsständen auf
Wochenmärkten in den Kölner Stadteilen sowie bei verschiedenen öffentlichen Veranstaltun-
gen wurden die Menschen vor Ort zum Thema Klimawandelanpassung und Hitze beraten.
Insgesamt konnten über 2.000 Bürgerinnen und Bürger erreicht werden. Hierbei wurden In-
formationsmaterialien, wie Flyer und Broschüren zum Hitzeschutz und andere Materialien,
z.B. Fächer, Trinkflaschen, UV-Armbänder ausgegeben. Zudem ist auf das digitale Hitzepor-
tal der Stadt Köln hingewiesen und das städtische Förderprogramm „GRÜN hoch 3“ (Förde-
rung von Dach- und Fassadenbegrünungen, Entsiegelungen und Retentionssystemen) be-
worben worden.
Ebenso wie im Jahr 2024 konnte auch im Jahr 2025 in der Zeit vom 01.05. – 30.09. die Bera-
tung am Hitzetelefon des Gesundheitsamtes für Menschen im Alter angeboten werden.
Die Aktionen Klimabildung vor Ort und das Hitzetelefon sind erfolgreiche Formate, in denen
breite Bevölkerungsschichten erreicht werden. Daher ist eine Durchführung in den Folgejah-
ren geplant.
Zu 3: Informationsstände auf Berufsmessen
Laut Beschluss soll das Projekt „Klimabildung für Erwachsene“ auch Informationsstände bei
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Berufsmessen von hitzebeeinträchtigten Berufsgruppen (z.B. Handwerk, Gesundheitsbran-
che etc.) beinhalten.
Die Information von Berufsgruppen wurde zielgruppengerecht durch die folgenden Veranstal-
tungen abgedeckt:
- Vorlesungen zu den Themen Hitzeprävention und Gesundheit bei Hebammen und in Sport-
hochschulen durch das Gesundheitsamt. Die Berufsgruppe der Hebammen, sowie Sportleh-
rer*innen und Trainingsleiter*innen werden hier beraten.
- Schulungen in Pflegeeinrichtungen und Kindertagesstätten zu den Themen Hitzeprävention
und Gesundheit durch das Gesundheitsamt. Hier werden das Pflegepersonal und die Erzie-
her*innen erreicht.
- Gewerbebetreibende wurden bei einer Veranstaltung vor Ort der Industrie- und Handels-
kammer zu Köln über das Thema Klimawandel informiert und das städtische Förderpro-
gramm GRÜN hoch 3 (Förderung von Dach- und Fassadenbegrünung, sowie Entsiegelung)
vorgestellt.
Die Maßnahmen des Hitzeaktionsplans werden auch in Zukunft regelmäßig auf Veranstal-
tungen präsentiert und mit Informationstischen begleitet, um eine zielgruppenspezifische Er-
reichbarkeit zu gewährleisten. Mit einer schrittweisen Erweiterung der Zielgruppen wird eine
Sensibilisierung der Gesamtbevölkerung angestrebt.
Nächste Schritte:
Die Maßnahmen wurden in den Hitzeaktionsplan integriert. Wegen der positiven Resonanz
und der großen Erreichbarkeit soll die Beratung durch Informationsstände auf Wochenmärk-
ten und sonstigen Veranstaltungen fortgesetzt werden.
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:
Eine Berichterstattung erfolgt im Rahmen des Jahresberichtes zum Hitzeaktionsplan.
.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (3)
- Severinskirchplatz
- Chlodwigplatz
- Rudolfplatz
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- AN/1120/2023
- Typ
- Gem. Dringlichkeitsantrag (Volt)
- Datum
- 24.05.2023
- Erstellt
- 24.05.2023 13:03