AN/0003/2018
Biodiversität im Zuge der Umsetzung zweier Beschlüsse
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Linke Anfrage nach § 4
3898 Zeichen
Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln Oberbürgermeisterin Reker Vorsitzender des Ausschusses Umwelt und Grün Struwe Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln Postanschrift: Postfach 103564 · 50475 Köln Tel: 0221/221-27840 · Fax: 0221/221-27841 E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de Fraktionsvorstand Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: AN/0003/2018 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss für Umwelt und Grün Biodiversität im Zuge der Umsetzung zweier Beschlüsse Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin , sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender, DIE LINKE. Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Ausschusses Umwelt und Grün am 18.01.18 zu nehmen: Eine der entscheidenden Fragen über die Zukunft der Menschheit ist der Erhalt der Biodiversität. In einer viel beachteten internationalen Studie wurden neun sog. „planetare Grenzen“ (planetary boundaries) definiert, die von der Menschheit nicht überschritten werden dürfen, wenn das Erdsystem dauerhaft in einem stabilen, für Menschen habitablen Zustand verbleiben soll (Rockström et al. 2009, Steffen et al. 2015). Eine dieser planetaren Grenzen ist der Erhalt der biologischen Vielfalt. Dennoch hat das Artensterben bedrohliche Ausmaße angenommen. So gelten nach dem Artenschutz- Report des Bundesamts für Naturschutz circa 30% der in Deutschland auf die roten Listen aufgenommenen ca. 32.000 Arten (Pflanzen, Tiere, Pilze) als bestandsgefährdet. Gerade im Zuge des massiven Artensterbens in den Agrarlandschaften des Flachlands erlangt der strukturreiche urbane Raum eine zunehmende Bedeutung als Lebens- und Rückzugsraum für eine Vielzahl von Arten. Studien der vergangenen Jahrzehnte haben gezeigt, dass Städte einen erstaunlichen Artenreichtum aufweisen (können), nicht zuletzt im Vergleich zu den immer artenärmeren ländlichen Umgebungen. Die Stadt Köln hat eine Größe von mehr als vierhundert Quadratkilometern. Dementsprechend groß ist auch die Verantwortung die sie hier übernehmen muss. In den letzten Jahren hat DIE LINKE. Fraktion im Rat der Stadt Köln im Rahmen ihrer Tätigkeit verschiedene Beschlüsse zur Biodiversität mit bewirkt, bzw. war an diesen beteiligt. Jeder dieser Beschlüsse war uns ein wichtiges Anliegen. Aus diesem Grund wollen wir daher wissen wie weit die Umsetzung folgender Beschlüsse ist und welche Konsequenzen hieraus erwachsen sind. Unter anderem in Folge unseres Antrages AN/1982/2016 beschloss der Rat der Stadt Köln den Beitritt zum Bündnis Kommunen für öffentliche Vielfalt Eine der Aussagen in der Deklaration des Bündnisses ist die Befürwortung eines spezifischen kommunalen Artenschutzprogrammes. Dort heißt es: „Konkrete Beiträge zum Artenschutz und zur Erhaltung der genetischen Vielfalt der Arten in einem kommunalen Artenschutzprogramm“ (Kommbio Deklaration, S. 3). Hierzu stellen sich uns folgende Fragen: 1) Verfügt die Stadt Köln über ein eigenes, spezifisches Artenschutzprogramm, bzw. besteht die Absicht ein solches zu entwickeln? 2) Welche weiteren, mit den Bündniszielen einhergehende Konsequenzen leitet die Stadt Köln aus dem Beitritt für ihr Handeln ab? Im Zuge des Antrages AN/0246/2017 beschloss die Stadt Köln die Diversifizierung verschiedener Wiesenflächen in Verbindung mit einer späteren Auswertung der Ergebnisse. In diesem Zusammenhang bitten wir um die Beantwortung dieser Fragen: 3) Wie ist der aktuelle Stand der Umsetzung des Antrages AN/0246/2017, „Mehr artenreiche Wiesen in Köln“ und welche weiteren Schritte werden als nächstes vollzogen? 4) Wie beurteilt die Verwaltung den aktuellen Prozess und welche Erwartungen knüpft sie an das Projekt? gez. gez. Michael Weisenstein Hamide Akbayir Fraktionsgeschäftsführer Mitglied des Ausschusses Umwelt und Grün
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zurückgestellt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0003/2018
- Typ
- Die Linke. Anfrage nach § 4
- Datum
- 04.01.2018
- Erstellt
- 04.01.2018 11:37