AN/0067/2023
Die Kliniken der Stadt Köln gGmbH vor Privatisierung schützen
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Die Kliniken der Stadt Köln gGmbH vor Privatisierung schützen
3562 Zeichen
Herrn Bezirksbürgermeister
Stadtbezirk Mülheim
Norbert Fuchs
Frau Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
DIE LINKE. Fraktion
Die PARTEI Einzelmandatsträger
in der BV Köln- Mülheim
Bezirksrathaus Köln-Mülheim
Wiener Platz 2a
51065 Köln
Köln, den 16.01.2023
Antrag gem. § 38 der Geschäftsordnung des Rates
Die Kliniken der Stadt Köln gGmbH vor Privatisierung schützen
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister,
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
die Fraktion DIE LINKE. und der Einzelmandatsträger von Die PARTEI bitten Sie,
den nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der
Bezirksvertretung Köln-Mülheim zu setzen.
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Köln- Mülheim fordert den Rat der Stadt Köln dazu
auf, die Kliniken der Stadt Köln gGmbH durch einen zeitnahen Beschluss in
den Stadtwerkekonzern zu überführen, wenn es zu keinem Klinikverbund
mit der Uniklinik kommen sollte.
Begründung:
In einem Zeitungsartikel des Kölner Stadtanzeigers vom 30.12.2022 wurde
mitgeteilt, dass demnächst eine schon lange ausstehende Entscheidung der
Landesregierung NRW bzgl. des Klinikverbundes zwischen Uniklinik Köln und den
Kliniken der Stadt Köln gGmbH getroffen werden wird. Wir kritisieren, dass die
Oberbürgermeisterin hierbei die demokratischen Spielregeln missachtet und die
Bezirksvertretung Mülheim nicht im Vorfeld informiert und beteiligt wurde, sondern
unzureichende und auch nicht zutreffende Informationen ( Gespräche des
Aufsichtsratsvorsitzenden mit Investoren) dem genannten Zeitungsartikel
entnehmen mussten.
Die Entscheidung für einen Klinikverbund oder für einen Verbleib der Kliniken der
Stadt Köln gGmbH in kommunaler Hand ist für die Bürger*innen des Stadtbezirkes
Mülheim eine wegweisende Entscheidung. Die Einwohner*innen des Bezirks
Mülheim sind auf die Gesundheitsversorgung durch die drei Standorte der
Städtischen Kliniken in Holweide, Merheim und Riehl angewiesen.
Überdies scheint es keine Alternative für den Fall zu geben, dass die Verhandlungen
mit dem Land scheitern.
Daher fordert die Bezirksvertretung Köln- Mülheim den Rat der Stadt Köln auf, die
Kliniken der Stadt Köln gGmbH durch einen zeitnahen Beschluss in den
Stadtwerkekonzern zu überführen, wenn es zu keinem Klinikverbund mit der Uniklinik
kommen sollte.
Genauso wie die KVB, die Bäder und ähnliche Tochtergesellschaften handelt es sich
bei den Kliniken der Stadt Köln gGmbH um Eigentum der Einwohner*innen, das es
zu schützen gilt, genau wie die umfassende öffentliche Daseinsvorsorge, zu dem die
Gesundheitsversorgung nachweislich gehört.
Aufgrund der defizitären Finanzierung des Gesundheitswesen und der konsequenten
Weigerung der Landesregierung NRW für eine adäquate Investitionsfinanzierung
der Städtischen Kliniken zu sorgen, sehen wir in der beschriebenen Überführung in
den Stadtwerkekonzern eine gute Möglichkeit die kommunale gesundheitliche
Handlungsfähigkeit gewährleisten und Schaden von den Einwohner*innen Köln
abzuwenden.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Beate Hane-Knoll gez. Andreas Bernd Maria Altefrohne
Fraktionsvorsitzende Einzelmandatsträger Die PARTEI
DIE LINKE.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Wiener Platz 2a
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Details
- Aktenzeichen
- AN/0067/2023
- Typ
- Antrag nach § 3 der GeschO des Rates
- Datum
- 17.01.2023
- Erstellt
- 17.01.2023 10:55