AN/1147/2017
Antrag der Fraktion Die Linke, betr.: Wohnungsnot bekämpfen – Flächenfraß verhindern (III) Hier: Geflüchtete in Ferienwohnungen unterbringen
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Antrag nach § 3 (Die Linke BV4)
3352 Zeichen
Fraktion in der Bezirksvertretung 4 – Ehrenfeld Bezirksrathaus Ehrenfeld Venloer Str. 419-421, 50825 Köln Tel: 0221 / 221-94317 Fax: 0221 / 22194320 Eingang beim Bezirksbürgermeister: AN/1147/2017 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) Wohnungsnot bekämpfen – Flächenfraß verhindern (III) Hier: Geflüchtete in Ferienwohnungen unterbringen Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, wir, die Fraktion DIE LINKE. BV Ehrenfeld, bitten Sie, folgenden Antrag in die Tagesordnung der Sitzung der Bezirksvertretung Ehrenfeld am 11.09.2017 aufzunehmen: Köln ist mittlerweile die Großstadt in Deutschland mit der höchsten Zahl an Ferienwohnungen pro Kopf. Nicht wenige der Anbieter*innen sind professionelle Gewerbetreibende. Die Zweckentfremdung von Wohnraum führt zu einer Reduzierung des Wohnungsangebots und befeuert damit steigende Mieten und Verdrängungsprozesse. Alt- und Neu-Kölner*innen finden so immer schwieriger eine bezahlbare Wohnung, darunter viele Geflüchtete. Trotz aller Anstrengungen der Verwaltung, die Wohnraumschutzsatzung durchzusetzen und des Auszugsmanagements, private Wohnungen für Geflüchtete zu akquirieren, müssen viele viel zu lange in großen Hallen verweilen. Diese Form der Unterbringung ist sehr teuer und wenig integrationsfördernd. Durch eine Kombination der Aktivitäten von Wohnungsamt und Auszugsmanagement ließen sich weitere Potentiale heben, um Geflüchtete in integrativeren Lagen und gleichzeitig kostengünstiger unterzubringen. Beschluss: Die Verwaltung wird beauftragt, (1) Informationen und Kontaktdaten über gewerblich genutzte, zweckentfremdete Wohnungen, die nicht unter den Genehmigungsvorbehalt der Wohnraumschutzsatzung fallen, dem Auszugsmanagement zur Verfügung zu stellen (2) Gemeinsam mit dem Auszugsmanagement Gespräche mit den Nutzer*innen zweckentfremdeter Wohnungen aufzunehmen, um dort eine Unterbringung Geflüchteter zu ermöglichen Begründung: Herrn Bezirksbürgermeister Josef Wirges Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker - 2 - Wohnraumschutzsatzung und Auszugsmanagement sind Erfolgsgeschichten. Indem die Informationen und Kontaktdaten über gewerblich genutzte, zweckentfremdete Wohnungen, die nicht unter den Genehmigungsvorbehalt der Wohnraumschutzsatzung fallen, dem Auszugsmanagement zur Verfügung gestellt würden, könnten Ergebnisse der doppelt genutzt und die Erfolge vergrößert werden. Die Arbeit des Auszugsmanagements, neue Wohnungen zu finden, könnte so erleichtert werden. Außerdem könnte die Stadt hohe Summen bei der Unterbringung von Geflüchteten einsparen. Gleichzeitig könnten weniger gut geeignete Unterkünfte schneller freigezogen werden, während sich die Unterbringungssituation und die Integrationsbedingung für die Geflüchteten verbessert. Gleichzeitig würde die Zweckentfremdung von Wohnraum verringert, so dass der Anstieg der Mieten gedämpft würde. Die gewerblichen Anbieter*innen von Ferienwohnungen hätten den Vorteil, dauerhafte Einnahmen erzielen zu können. Sie würden sich zudem aktiv um die Integration von Geflüchteten verdient machen und mithelfen, Verdrängungsprozesse zu reduzieren. Mit freundlichen Grüßen gez. Berndt Petri Christoph Besser (Fraktionsvorsitzender) (Bezirksvertreter)
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (2)
- Venloer Straße 419
- Straße 4
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Details
- Aktenzeichen
- AN/1147/2017
- Typ
- Antrag nach § 3 BV4 (Linke)
- Datum
- 29.08.2017
- Erstellt
- 29.08.2017 09:13