3977/2021
Bürgereingabe gem. § 24 GO, betr.: Bewohnerparken in Buchforst, Quartier Waldecker Straße (Az.: 02-1600-199/21)
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Beschlussvorlage Bezirksvertretung
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle III/66/661/2 Vorlagen-Nummer 3977/2021 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bürgereingabe gem. § 24 GO, betr.: Bewohnerparken in Buchforst, Quartier Waldecker Straße (Az.: 02-1600-199/21) Beschlussorgan Bezirksvertretung 9 (Mülheim) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Mülheim dankt den Petenten für Ihre Eingabe und beauftragt die Verwaltung mit der Durchführung einer Parkraumuntersuchung innerhalb des gesamten Stadtteils Buchforst so- wie der Vorstellung der in der Bezirksvertretung Mülheim. Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 17.01.2022 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Die Petenten beklagen die Parkraumsituation im gesamten Stadtteil Köln-Buchforst. Grund hierfür sei die Tatsache, dass in diesem Bereich mehr Kraftfahrzeuge zugelassen, als private und öffentliche Stellplätze vorhanden seien. Darüber hinaus würden die vorhanden Parkmöglichkeiten im öffentlichen Straßenland zum einen durch Flugreisende während der Urlaubsreisen und auch von gewerblich genutzten PKW und auch LKW als günstige Parkmöglichkeiten genutzt. Zwar wurde durch die Bezirksvertretung Mülheim mit Beschluss vom 17.09.2018, (Vorlagen-Nr. 2699/2018) die Einrich- tung eines Bewohnerparkgebietes im Umfeld der Waldecker Straße beschlossen; um eine Entzerrung der Parkraumsituation im gesamten Stadtbezirk zu erzielen, sei jedoch diese Einzelmaßnahme nicht ausreichend. Vielmehr müsse Buchforst aufgrund der eindeutigen „Insellage“ gesamtheitlich betrach- tet werden. Aufgrund des bereits angrenzenden Bewohnerparkgebietes „Kalk“ und der Nähe zum Bewohnerparkgebiet „Mülheim“ würden zahlreiche Parkplatzsuchende aus diesen Bereichen auf der Suche nach einem kostenlosen Parkplatz nach Buchforst ausweichen. Die Einrichtung eines Bewoh- nerparkgebietes nur in unmittelbarer Umgebung der Waldecker Straße führe lediglich zu einer weite- ren Erhöhung des Parkdruckes in den restlichen Straßen Buchforsts. Stellungnahme der Verwaltung: Die Argumentation der Petenten, die Einrichtung eines Bewohnerparkgebietes nur innerhalb des Quartiers rund um die Waldecker Straße führe im restlichen Bereiches des Stadtteils zu einer weite- ren Zunahme des Parkdruckes ist, gerade auch vor dem Hintergrund der Insellage zwischen den an- grenzenden Bewohnerparkgebieten, nachvollziehbar. Durch die Einführung der Parkraumbewirtschaftung im gesamten Stadtteil Buchforst kann eine Ver- drängung der Problematik in die Nachbarstraßen grundsätzlich vermieden und eine ausgewogene Parkraumplanung gewährleistet werden. Ob ein Parkraumkonzept in Köln-Buchforst sachgerecht umgesetzt werden kann, ist nur mit einer Parkraumuntersuchung feststellbar. Diese wird von der Verwaltung durchgeführt, wenn der von der Bezirksvertretung Mülheim gefasste Untersuchungs- oder Planungsbeschluss vom 17.09.2018 auf den gesamten Stadtteil Buchforst erweitert wird. Aufgrund des vorhandenen Arbeitsprogramms ist es der Verwaltung jedoch nicht möglich, die Unter- suchung kurzfristig durchzuführen. Auswirkungen auf den Klimaschutz: Die Verwaltung verfolgt das Ziel, die sektorspezifischen Beiträge zum Klimaschutz zu erfüllen. Durch die Einführung eines Parkraumkonzeptes wird der Anteil an auswärtigen Stellplatznach- fragenden reduziert, da diese zum Teil auf den öffentlichen Personennahverkehr umsteigen. Der Parksuchverkehr verringert sich und hierdurch auch die durch diesen entstehenden Emissionen und Immissionen. Auch vor dem Hintergrund des Klimanotstands gilt es, weitere Maßnahmen zur Luftreinhaltung zu ergreifen. Parkraumbewirtschaftung ist hierbei ein bedeutendes, kommunales Steuerungs-instrument. 3 Insgesamt kann die hier dargestellte Maßnahme als positiver Beitrag zum Klimaschutz bewertet wer- den. Anlage Eingabe
Anlage- EIngabe
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Anlage Sehr geehrte Damen und Herren, wir sind eine lokale Initiative aus Köln Buchforst namens „Buchforst Mobil“ und setzen uns für eine nachhaltige Mobilität für alle Bürger*innen ein. Teil unserer Bemühungen ist auch die Frage, wie der knappe öffentliche Raum in Köln Buchforst genutzt wird. Aufgrund des massiven, sogenannten „Parkdrucks“ (sprich mehr zugelassene KfZ als private und öffentliche Stellplätze), einer erheblichen Zahl von Falschparkenden sowie der Nutzung des öffentlichen Parkraums von z.B. Umsteigenden zum Flughafen, gewerblichen PKW und auch LWK, beantragen wir, dass für das gesamte Veedel Buchforst Bewohnerparken eingeführt wird. Die mit Az. 2699/2018 eingebrachte Idee, Bewohnerparken „im Bereich des Quartiers um die Waldecker Straße“ einzuführen bzw. zu prüfen, ist jedenfalls zu kurz gegriffen. Bei solchen punktuellen Konzepten würde nur eine Verlagerung der Probleme innerhalb von Buchforst erfolgen. Vielmehr muss Buchforst aufgrund der eindeutigen „Insellage“ gesamtheitlich betrachtet werden, was den öffentlichen Raum betrifft. Zudem gibt es südlich von Buchforst in Kalk und nördlich von Buchforst in Mülheim bereits Zonen mit Bewohnerparken, so dass ein Lückenschluss aufgrund der Verlagerungseffekte unabdingbar ist. Die rechtlichen Voraussetzungen für Bewohnerparken sind gegeben: Mangel an privaten Stellflächen Im genannten Bereich bestehen so gut wie keine privaten Stellflächen für KfZ. Die wenigen Garagen der GAG sind komplett ausgebucht und mit langen Wartelisten versehen. Es bestehen auch keine freien Flächen für z.B. Quartiersgaragen. Die gesamte Siedlung ist historisch gewachsen und wurde ohne privaten KfZ-Verkehr geplant. Die wenigen, nachträglich geplanten Garagen sind von der Menge an Stellplätzen nicht ausreichend, zumal viele Straßen insb. in der Weißen Stadt wenige oder sogar keine Stellflächen haben. Erheblicher allgemeiner Parkdruck In Buchforst herrsch unstreitig ein hoher Parkdruck. Es sind schlicht und ergreifend erheblich mehr KfZ abgestellt (insb. ab dem Abend / nachts), als Parkplätze (öffentliche und private) existieren. Die meisten Ein- und Mehrfamilienhäuser haben keine privaten Stellplätze. Die öffentlichen Stellplätze sind überlaufen, Garagen der GAG ausgebucht. Jeden Tag wird der Parkdruck nur dadurch gelöst, dass Menschen ihre KfZ illegal abstellen: Halb oder komplett illegal auf Bürgersteigen, in Kreuzungsbereichen, auf Radwegen, in Einfahrten usw. Z.B. ist die Kopernikusstraße, obwohl sie ein Schulweg zur Grundschule ist, auf voller Länge illegal auf dem Gehweg halbseitig beparkt, und zwar geduldet von der Stadt Köln. Hinzu kommt, dass nicht nur Bewohner*innen die wenigen öffentlichen Parkplätze nutzen. Aufgrund der Einkaufsmöglichkeiten, insb. an Markttagen, und auch der Sparkassenfiliale werden die Stellflächen zu Geschäftszeiten auch von Auswärtigen kostenlos genutzt. Hinzu kommt, dass KfZ als Alternative zu z.B. Flughafenparkplätzen aufgrund der S-Bahn- Anbindung über einen längeren Zeitraum abgestellt werden. Über Nacht werden auch erhebliche Mengen an Lieferwagen von Paketdiensten abgestellt. Schließlich werden sogar LKW z.B. im Bereich des Kalkberges gewerblich im öffentlichen Raum gelagert. Bewohner*innen finden regelmäßig keine ausreichende Möglichkeit in ortsüblich fußläufig zumutbarer Entfernung von ihrer Wohnung einen Stellplatz für ihr Kraftfahrzeug Der oben dargestellte Mangel an privaten Stellflächen in Verbindung mit dem erheblichen Parkdruck führt dazu, dass Bewohner*innen keine angemessenen Stellplätze finden. Hierbei geht es unserer Initiative nicht primär darum, allen Bewohner*innen einen bequemen Stellplatz zu ermöglichen, sondern durch eine Reduzierung des Parkdrucks die illegale Nutzung des öffentlichen Raums, insb. Parken auf Gehwegen, obsolet zu machen. Zudem besteht die Besonderheit, dass aufgrund der Insellage von Buchforst niemand bereit ist, sich jenseits von Buchforst einen Stellplatz z.B. abends zu suchen. Dies ist auch z.T. gar nicht möglich, da z.B. im Süden in Kalk alsbald eine Bewohnerparken-Zone beginnt oder im Osten und Westen keinerlei öffentliche Parkplätze an Frankfurter Straße und Pfälzischem Ring existieren. Auch Richtung Norden in Mülheim (südlich des Stadtgartens) ist die Lage angespannt. Politik und Verwaltung dürfte der Rendsburger Platz bekannt sein. Bereich ist nicht größer als 1000 m Ganz Buchforst hat auf der Ost-West-Achse im betroffenen Bereich (ohne Kalkberg) eine Ausdehnung von ca. 900 m, auf der Nord-Süd-Achse sogar lediglich ca. 600 m. Nahbereich, der von Bewohner*innen zum Parken aufgesucht wird Alle Bereiche von Buchforst werden von Bewohner*innen zum Parken benutzt. Aufgrund des hohen Parkdrucks werden hierbei z.T. auch weitere Wege innerhalb von Buchforst in Kauf genommen, d.h. auch jenseits der Hauptstraßen geparkt, wenn der „eigene“ Bereich bereits überfüllt ist. Um Bewohner*innen auch bei Einführung einer Bewohnerparkzone sinnvolle Alternativen zu bieten, setzen wir uns auch für andere Themen wie eine Mobilitäts- bzw. cambio-Station in Buchforst und den Ausbau der RadPendlerRoute Bergisch-Gladbach Köln mit einem Verlauf durch Buchforst ein. Zum Nachweis der diversen Kriterien fügen wir einen umfangreichen Katalog von Beispielbildern bei. Wir haben diese Bilder gesammelt, um die unzumutbare Situation zu dokumentieren. Anlage 1 zeigt allgemeine Falschparker und Anlage 2 gewerbliche Fahrzeuge (insb. über Nacht abgestellte KfZ von Paketdiensten, aber auch länger gelagerte LKW). Mit freundlichen Grüßen
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3977/2021
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 30.11.2021
- Erstellt
- 11.11.2021 11:17