V/0210/2018
Familienbüro - Jahresbericht 2017
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Berichtsvorlage
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V/0210/2018 V/0210/2018 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft Familienbüro - Jahresbericht 2017 Beratungsfolge 02.05.2018 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht Bericht: Das Familienbüro ist eine offene, unverbindliche und neutrale Anlaufstelle, berät sowie informiert bei allen Fragen rund um Familie, Elternschaft und Erziehung und bietet damit Orientierung und Beglei- tung in unterschiedlichen Lebenssituationen. 16.268 Bürger/-innen nahmen im Jahr 2017 Kontakt zum Familienbüro auf . Dies bedeutet eine Ste i- gerung der Kontaktzahlen zum Vorjahr um 3.346 Kontakte (+25,89 %). Den Themenschwerpunkt bildete auch in 2017 die Kindertagesbetreuung mit 78,55 %. Die hohen Zahlen spiegeln die steigenden Geburten - und Einwohnerzahlen der Stadt, veränderte Familienmodelle und die sich daraus ergebenden Bedarfe von Eltern zur Vereinbarkeit von Fami lie und Beruf wider. Im Kontext der Geburt ihrer Kinder ließen sich viele Familien zu den Themen Schwangerschaft, E l- terngeld, Erziehungszeit und sich anschließende Betreuungsmöglichkeiten beraten. Dabei wu rden auch Informationen über bestehende Präventions- und Freizeitangebote in Münster weitergegeben. Weitere Themenkomplexe waren unter anderem Familienkrisen und Erziehungsfragen, bei denen das Familienbüro in der Regel eine Lotsenfunktion zu entsprechenden Beratungsstellen und Ansprec h- partnern übernahm. Der vorgelegte Bericht enthält Zahlen, Daten, Fakten zum abgelaufenen Jahr 2017 und gibt einen Überblick über die Entwicklung der Kontakte seit 2005. In Vertretung Gez. Thomas Paal Stadtdirektor Anlage: Jahresbericht 2017 Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 23.03.2018 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Hagel Telefon: 492-5102 HagelC@stadt-muenster.de
Jahresbericht 2017_Endfassung
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Familienbüro Jahresbericht 2017 [2] Kontakt Impressum Familienbüro Junkerstraße 1, 48153 Münster Tel. 02 51/4 92-51 08 Fax 02 51/4 92-79 13 familienbuero@stadt-muenster.de http://www.stadt-muenster.de/jugendamt/eltern- und-familien/familienbuero.html Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Münster, März 2018 [3] Vorwort Das Familienbüro ist eine offene, unverbindliche Anlaufstelle und berät sowie informiert bei allen Fragen rund um Familie, Elternschaft und Erziehung. Das Familienbüro übernimmt folgende Aufgaben: Beratung und Unterstützung • Persönliche und familiäre Angelegenheiten • Kindertagesbetreuung • Eingabeportal für den Kita-Navigator • Familienangebote in der Stadt Münster Vermittlung • Unterstützungsangebote und Ansprechpartner in Münster Information • Aktuelle Angebote für Familien • Flyer von Beratungsstellen, Vereinen und Verbänden • Thematische Informationsbroschüren Kundenkontakte und Themenschwerpunkte 16.268 Bürger/-innen nahmen im Jahr 2017 Kontakt zum Familienbüro auf, wobei 5.108 das Familienbüro persönlich aufsuchten und 9.631 sich telefonisch beraten ließen, 1.529 wählten den schriftlichen Kontaktweg. Zum Themenkomplex Familienkrisen und Erziehungsfragen suchten 794 Personen den Kon- takt zum Familienbüro. Die Beratungen enthielten Fragestellungen zu Trennung und Schei- Beratungsschwerpunkte 2017 Gesamt in % Telefonisch Persönlich Schriftlich, E-Mail Gesamt in % Gesamt in % Gesamt in % Kindertagesbetreuung 12.778 78,55% 7.690 60,18% 3.728 29,18% 1.360 10,64% Familienkrisen 794 4,88% 528 66,50% 262 33,00% 4 0,50% Allgemeine Beratung zu Familienthemen 399 2,45% 232 58,15% 153 38,35% 14 3,51% Schwangerschaft / Erziehungszeit / Elterngeld / Betreuungsmöglichkeiten 546 3,36% 202 37,00% 315 57,69% 29 5,31% Schule 685 4,21% 458 66,86% 221 32,26% 6 0,88% Wirtschaftliche Hilfen 478 2,94% 239 50,00% 233 48,74% 6 1,26% Beratung zu Freizeit- und Bildungsangeboten 175 1,08% 79 16,53% 89 18,62% 7 1,46% Netzwerkarbeit 413 2,54% 203 42,47% 107 22,38% 103 21,55% Kontakte insgesamt 16.268 100,00% 9.631 59,20% 5.108 31,40% 1.529 9,40% [4] dung, Sorgerechtsfragen sowie Sorgen um das Kindeswohl. In der Regel übernahm das Familienbüro hier eine Lotsenfunktion zu entsprechenden Beratungsstellen und Ansprec h- partnern. 546 Personen ließen sich im Kontext der Geburt ihrer Kinder über die Themen Schwanger- schaft, Elterngeld, Erziehungszeit und sich anschließende Betreuungsmöglichkeiten beraten. Hier wurden auch Informationen über bestehende Präventions - und Freizeitangebote in Münster weitergeleitet. Einen weiteren Themenschwerpunkt bildete der Beratungskomplex Schule mit 685 Konta k- ten. Vorrang ig ging es hier um Ferienbetreuung von Schulkindern , Angebote und Fragen über Bildung und Teilhabe sowie Offene Ganztagsbetreuung. Die Suche nach einer geeigneten Schule nach Zuzug bildete ein weiteres Themenfeld. Dies- bezüglich wurde der Kontakt zur Bildungsberatung des Amtes für Schule und Weiterbildung hergestellt. 413 Kontakte entstanden über die Netzwerkarbeit des Familienbüros. Dazu zählten vor allem Kontakte zu den Stadtteilkoordinatoren im Rahmen der Frühen Hilf en, der Beratungsstelle Frühe Hilfen des Gesundheits amtes, den Babylotsen der Geburtskliniken, dem Hebammen- netzwerk und den Beratungsstellen. Beratungen zu w irtschaftlichen Hilfen, wie z.B. Kindergeldzuschlag, Wohngeld, Münster- landkarte oder Münster-Pass nahmen 478 Bürger/-innen in Anspruch. [5] Themenschwerpunkt „Kindertagesbetreuung“ Den Themenschwerpunkt bildete wie auch in den vergangenen Jahren die Kindertagesbe- treuung mit 78,55 %. Diese hohe Zahl ist im Kontext der wachsenden Einwohnerzahl, den steigenden Geburtenraten sowie den Bedarfen von Eltern zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu sehen. Im Vordergrund der Beratungen stand die allgemeine Suche nach einem Betreuungsplatz. 1.789 Eltern ließen sich bzgl. der Eingabe in den Kitanavigator beraten, wobei 852 Personen eine direkte Begleitung durch die Mitarbeiterinnen vor Ort suchten. Aufgrund der hohen Bedarfe nach Kitaplätzen, die nicht in allen Fällen bedarfsgerecht erfüllt werden konnten, entstanden diesbezüglich oftmals intensive Beratungsprozesse, die über einen einmaligen Kontakt hinausgingen (1.553 Kontakte). Viele Familien suchten im Kontext ihres Zuzuges nach Münster nach einem Kinderbetreu- ungsplatz (799 Kontakte). Diesbezüglich schloss sich oftmals eine umfassende Beratung über Familienangebote im Stadtteil an. Hier gab es enge Kooperationen mit den Stadtteilk o- ordinatoren der Frühen Hilfen. Zudem beinhaltete der Beratungsbereich Kindertagesbetreuung u.a. die Unterthemen Ber a- tungen von Mitarbeiter /-innen in Kitas (439 Kontakte), Konfliktsituationen in Kitas aus Sicht der Eltern (356 Kontakte), Elternbeiträge, Platzumwandlungen sowie Ferienbetreuungen von Kitakindern. Die nachfolgende Grafik legt den Fokus speziell auf den Bereich „Betreuung in Kita“. [6] Kontakte im Jahresverlauf Im April 2017 suchten 1.998 Personen den Kontakt zum Familienbüro. Dies stellt den höchs- ten monatlichen Wert seit Eröffnung des Familienbüros dar. Von Januar bis Mai 2017 über- schritten die monatlichen Kontaktzahlen die Marke von 1.500. In den restlichen Monaten, mit Ausnahme des Monats Dezember wurden 1.000 Kontakte nicht unterschritten. Diese Entwicklung der durchgängig hohen Kontaktzahlen über das Jahr verteilt ergibt sich aus folgenden Zusammenhängen: Der geltende Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem 12. Lebensmonat des Ki n- des in Zusammenhang mit Elternzeit - und Elterngeldregelungen hat dazu geführt, dass E l- tern unabhängig vom Start des Kitajahres am 01. August auch unterjährig Betreuungsplätze benötigen. Die steigenden Geburten- und Einwohnerzahlen der Stadt, veränderte Familienlebens - modelle und die sich daraus ergebenden Bedarfe von Eltern zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, ihre Kinder immer früher in öffentliche Betreuungssysteme zu versorgen, führten zu jährlich höheren monatlichen Kontaktzahlen. Diese Bedarfe konnten nicht immer gedeckt werden, so dass sich viele der Erstberatungsge- spräche in weiterführende prozessbegleitende und krisenintervenierende Kontakte während der Betreuungssuche entwickelten. [7] Entwicklung 16.268 Bürger/-innen nahmen in 2017 Kontakt zum Familienbüro auf. Dies bedeutet eine Steigerung der Kontaktzahlen zum Vorjahr um 3.346 Kontakte (+25,89 %). Nach einem kontinuierlichen Anstieg der Kontaktzahlen von 2005 bis 2012 kam es vor allem im Zuge des Rechtsanspruchs auf einen Kita- Platz für unter 3- jährige Kinder und der wac h- senden Bevölkerungszahl im Zeitraum von 2012 bis 2017 zu immensen Anstiegen der Kon- takte. Die Entwicklung zeigt, dass der Bedarf nach Beratung in Fragen zur Kindertagesbetreuung in Einrichtungen kontinuierlich steigt. Betrug dieser Anteil in 2012 noch rund 50 %, so stieg er in 2017 auf mittlerweile 78,55 % der Gesamtkontakte des Familienbüros. [8] Familienbüro vor Ort Die Mitarbeiterinnen nutzen jährlich Veranstaltungen, um über die Angebotspalette für Fam i- lien in Münster zu informieren. So können oftmals auch Hemmschwellen abgebaut und dadurch Türen für Information, Beratung und Hilfe geöffnet werden. In 2017 informierten die Mitarbeiterinnen des Familienbüros beim Geburtsfest des St. Fra n- ziskus-Hospitals Münster sowie beim Kinderfest zum Weltkindertag im Südpark. Das Familienbüro ist zudem an folgenden Arbeitsgemeinschaften und -kreisen beteiligt, um sich mit lokalen Akteuren zu vernetzen und so über Angebote vor Ort einen Überblick zu gewährleisten und nach einer Bedarfsklärung eine Lotsenfunktion zu übernehmen: • Arbeitskreis Alleinerziehende • Arbeitsgemeinschaft 4 nach § 78 SGB VIII - Familienförderung • Arbeitsgemeinschaft 5 nach § 78 SGB VIII - Kindertagesbetreuung • Qualitätszirkel Frühe Hilfen • Austauschtreffen mit amtsinternen Fachstellen Weltkindertag im Südpark, 2017 [9] Fazit und Ausblick Insgesamt führen die steigenden Geburten- und Einwohnerzahlen der Stadt, veränderte Fa- milienlebensmodelle und die sich daraus ergebenden Bedarfe von E ltern zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf dazu, dass die Beratung zur Kindertagesbetreuung ein immer kom- plexeres Themenfeld wird. Aufgrund dieser Entwicklung wird auch der Bedarf an Kitaplätzen in den kommenden Jahren weiter steigen. Es bleibt eine Her ausforderung, diesem Bedarf entsprechend Kitaplätze zu schaffen. In diesem Zusammenhang sind Familien mit Themen wie finanzielle Absicherung sowie Rückkehr in die Berufstätigkeit im Anschluss an die Elternzeit konfrontiert. Es bleibt wichtig, dass in diesem Kontext das Familienbüro als neutrale Anlaufstelle mit pr o- fessioneller Beratung Eltern Orientierung und Begleitung in dieser Lebenssituation bieten kann. Die steigenden Kontaktzahlen zeigen deutlich den Bedarf einer zentralen Anlaufstelle, die diese Bedarfe aufnimmt, bündelt und als Schnittstelle zwischen Eltern und der Abteilung für Kindertagesbetreuung sowie zu Kindertageseinrichtungen direkt fungiert. Das Familienbüro schafft als niedrigschwelliges Angebot durch Beratung und Begleitung im Prozess der Betreuungssuche Hemmschwellen abzubauen und als „Türöffner“ für weitere Angebote und Dienste des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien oder die anderer Träger zu dienen. Oftmals suchen Familien das Familienbüro im Nachklang an die Kitaplatzsuche zu anderen Themenbereichen auf. Im Zuge einer wachsenden Stadt hat das Familienbüro weiter als offene Anlaufstelle, die Infos bündelt und berät, eine zentrale Funktion. Zugezogene Familien nutzen diesbezüglich die Angebote des Familienbüros vor allem zu den Themenbereichen Kita, Schule, Freizeitangebote und Akteure im Stadtteil. Der niedrigschwellige Beratungscharakter baut insbesondere bei Familien mit Migrationsvor- geschichte und Flüchtlingsfamilien Barrieren ab und schafft Zugänge zu bestehenden Hilfen und Angeboten. Die Vernetzung mit lokalen Partnern ist und bleibt eine wichtige Erfolgsbedingung für das Familienbüro. Nur so ist es möglich, eine Lotsenfunktion für Familien auszuüben und einen Überblick über bestehende Angebote vor Ort zu gewährleisten.
Anlage A
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Anlage A zur V/0210/2018 Kurzüberblick Die Vorlage weist in groben Zügen (quasi einleitend) auf die Inhalte des als Anlage beigefügten Jahresberichts 2017 für das Familienbüro hin. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Die Berichtsvorlage - insbesondere der als Anlage beigefügte Jahresbericht - dokumentiert den Beitrag, den das Familienbüro im Rahmen des Produkts 060402 „Besondere familienpolitische Maßnahmen“ in 2017 erfüllt hat. Die in den vergangenen Jahren erheblich gestiegene Zahl der Ratsuchenden zeigt, welch wichtige Funktion das Familienbüro als offene, unverbindliche und neutrale Anlaufstelle übernimmt. Des Weiteren wird folgendes Ziel aus dem ISM-Prozess verfolgt: Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwickeln: > mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft Finanzierung Produktgruppe: 060402 Besondere familienpolitische Maßnahmen Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja X Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja X Nein teilw. Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja X Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja X Nein Bereits veranschlagt? Ja X Nein Mit der Berichtsvorlage sind keine finanziellen Auswirkungen verbunden. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig x vollständig freiwillig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Das Familienbüro berät sowie informiert bei allen Fragen rund um Familie, Elternschaft und Er- ziehung, bietet damit Orientierung und Begleitung in unterschiedlichen Lebenssituationen und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur PG 060402 im Sinne einer kinder- und familienfreundli- chen Stadtentwicklung.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (1)
- Junkerstraße 1
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Details
- Aktenzeichen
- V/0210/2018
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 20.03.2018
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37