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2006/0089

Förderprogramm Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die Soziale Stadt, Kranichstein Bericht 'Konferenz Gesundheit 2005'

Magistratsvorlage 24.05.2006

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2006/0089

3675 Zeichen

Wissenschaftsstadt 
Darmstadt 
 
Magistratsvorlage 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
07.06.2006 
an den Magistrat Beteiligt vor Dezernat II 
Amt: Sozialverwaltung 
 zur Kenntnis 
 zur Beschlussfassung 
Magistrats-
beschlussfassung: 
Dezernat IV 
Dezernat VI 
 
Vorlage-Nr. 2006/0089 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
 
  
 
an die Stadtverordnetenversammlung 
 OBW zur Befassung 
 zur Kenntnis 
 zur Beschlussfassung 
 zur abschließenden Beschluss-  fas-
sung Fachausschuss 
Internet  ja  nein 
 
Tagesordnung  I  II 
Verteiler: 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung 
Magistrat 
 
Betreff: Förderprogramm Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die Soziale 
Stadt, Kranichstein  
Bericht "Konferenz Gesundheit 2005" 
 
 
 
 
 
 
Vorlage vom: 24.05.2006 
 
Beschlussvorschlag: 
1. Der Magistrat nimmt den Bericht zur Gesundheitskonferenz in Kranichstein zur Kenntnis und 
leitet diesen zur Kenntnisnahme an die Stadtverordnetenversammlung weiter. 
2. Die Vorlage ist dem Jugendhilfeausschuss zur Kenntnisnahme vorzulegen. 
 
Anlagen: Bericht "Konferenz Gesundheit 2005" 
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
Begründungseite zur Magistratsvorlage vom 24.05.2006 
 
Bericht: 
 
Im Oktober 2004 fand eine Veranstaltung des Darmstädter Arbeitskreises Migration und Ge-
sundheit „Gesundsein in der Stadt“ in Zusammenwirken der AG Kinder und der Stadtteilrun-
de Kranichstein statt. Die Veranstaltung hat sich u. a. mit den sozialräumlichen Einflüssen 
der Gesundheitsprävention in benachteiligten Stadtteilen beschäftigt. Als ein Ergebnis wurde 
die Durchführung von Stadtteilgesundheitskonferenzen in den Darmstädter Stadtteilen Eber-
stadt-Süd und Kranichstein angeregt.  
Die Konferenz in Kranichstein wurde durch eine Gruppe, bestehend aus Vertreterin-
nen/Vertretern der AG Kinder (Zusammenschluss der Kinderbetreuungseinrichtungen in 
Kranichstein), der Kranichsteiner Ärzte, des Interkulturellen Büros, des Gesundheitsamtes, 
der Sozialverwaltung/Städtischer Sozialdienst, der Stadtteilwerkstatt und des Stadtteilmana-
gements „Soziale Stadt“ vorbereitet. Frau Dr. Wilma Mohr und Herr Dr. Georg Hoffmann ha-
ben zu der Veranstaltung am 5. Oktober 2005 eine breite Palette von Expertinnen und Ex-
perten eingeladen. 
Ziele der Gesundheitskonferenz waren: 
 
• Analyse der gesundheitlichen Situation der Kinder im Stadtteil,  
• Impulsvermittlung in den Stadtteilen, in Einrichtungen, in Vereinen, in Elternhäusern, 
• Aufbau von Vernetzungsstrukturen zwischen Kinderbetreuungs- und Bildungsinstitutio-
nen, Gesundheitsberufen, Beratungsstellen und Migrantenverbänden,  
• Entwicklung von Projekten zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation insbesonde-
re von Kindern,  
• Interdisziplinärer, interprofessioneller Erfahrungsaustausch der Expertinnen und Exper-
ten, 
• Information der Öffentlichkeit, Information der Arbeitsgruppen im Stadtteil. 
 
Erarbeitet wurde eine wirklichkeitsnahe Abbildung des derzeitigen status quo im Bereich 
„Gesundheit“, auf dem bedarfsorientierte Präventionsmaßnahmen aufbauen sollen. Als 
strukturgebender Rahmen ist die Initiierung eines „Netzwerk Gesundheit“ in Kranichstein 
angedacht. 
 
Hiermit wird die durch das Stadtteilmanagement Freischlad + Holz erarbeitete Dokumentati-
on der Veranstaltung zur Kenntnisnahme vorgelegt.  
 
Darmstadt, 24.05.2006 
50/51 em    Nst.: 2168 
 
Dezernat II                           Dezernat IV                                 Dezernat VI 
 
 
 
 
Wolfgang Glenz            Cornelia Diekmann                      Dipl.-Ing. Dieter Wenzel 
Bürgermeister            Stadträtin                              Stadtrat 
 
Anlage   
Bericht „Konferenz Gesundheit 2005“ in Darmstadt Kranichstein

anlage 1

44698 Zeichen

'Soziale Stadt' Darmstadt Kranichstein  
Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005

Darmstadt  Kranichstein 
Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005 
 
Impressum 
 
Auftraggeberin: 
Wissenschaftsstadt Darmstadt 
Stadtplanungsamt 
Bessunger Straße 125, 64295 Darmstadt 
 
Dieter von Mackensen 
Tel. 06151 - 132609 / Fax 06151 - 132088 
E-Mail: stadtplanungsamt@darmstadt.de 
Volker Sahr  
Tel. 06151 - 133641 / Fax 06151 - 133649 
E-Mail: stadtplanungsamt@darmstadt.de 
 
In Zusammenwirken mit: 
Sozialverwaltung 
Frankfurter Str. 71, 64293 Darmstadt 
 
Dr. Wilma Mohr 
Tel. 06151 - 133475 / Fax 06151 - 133474 
E-Mail: Wilma.Mohr@darmstadt.de 
 
Auftragnehmer: 
Stadtteilmanagement 
Freischlad + Holz 
Spreestraße 3a, 64295 Darmstadt 
Tel. 06151 - 33131 / Fax 06151 – 33132 
 
Brigitte Holz 
Christina Illi 
Adrian Mnich 
 
Stadtteilwerkstatt Kranichstein 
Diakonisches Werk Darmstadt Dieburg / Caritasverband Darmstadt e.V. 
Grundstraße 21, 64289 Darmstadt 
Tel. 06151 - 981233 / Fax 06151 – 981237 
 
Edda Haack 
Petra Beisel 
 
Darmstadt, Oktober 2005 
Wissenschaftsstadt Darmstadt / Freischlad + Holz / Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg / Caritasverband Darmstadt 2

Darmstadt  Kranichstein 
Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005 
 
 
Inhalt 
1. Einführung in die Veranstaltung, Edda Haack...................................................4 
2. Vorwort und Begrüßung, Dr. Wilma Mohr..........................................................4 
3. Gesundheitssituation von Kindern in Darmstadt, im Stadtteil 
Kranichstein, Dr. Georg Hoffmann .....................................................................5 
4. Aufmerksamkeitsfefizit-, Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) bei 
Kindern und Jugendlichen, Prof. Dr. med. Ulrich Wemmer...........................11 
5. Gesundheitliche Situation von Kindern in sozial belasteten 
Quartieren, Hiltrud Schmidt...............................................................................14 
6. Arbeitsgruppen / Vorstellung der Ergebnisse.................................................19 
7. Fazit......................................................................................................................25 
8. Weiteres Vorgehen .............................................................................................25 
9. Teilnehmer/innen ................................................................................................26 
 
Wissenschaftsstadt Darmstadt / Freischlad + Holz / Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg / Caritasverband Darmstadt 3

Darmstadt  Kranichstein 
Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005 
 
 
1. Einführung in die Veranstaltung, Edda Haack 
Frau Haack stellt sich als Moderatorin der Veranstaltung vor und begrüßt die Anwesen-
den zu der im Bürgerhaus am See sta ttfindenden 1. Gesundheitskonferenz. Nach der 
Erläuterung des Programms beginnt die Veranstaltung mit der Vorführung der Kinderta-
gesstätte am See 'Theo ist fit'.  
2. Vorwort und Begrüßung, Dr. Wilma Mohr 
Frau Dr. Mohr bedankt sich für die beeindruckende Vorführung der Kinder. Die Verbin-
dung des Auftritts der Kinder im Rahmen der Gesundheitskonferenz zeigt, dass die Netz-
werke in Kranichstein sehr aktiv und lebendig sind. 
Die Sozialverwaltung ist häufig mit Gesundheitsfragen von Kindern und Jugendlichen in 
folgenden Bereichen konfrontiert: 
• Rauchende Jugendliche in Jugendhäusern  
• Magersucht bei Mädchen in Maßnahmen der erzieherischen Hilfen 
• Hohe Anzahl der Kinder mit Allergien, die u.a. bei Planungen von Freizeiten zu be-
rücksichtigen sind  
• Kinder mit Behinderungen, die im Rahmen der wirtschaftlichen Jugendhilfen Unter-
stützungen erhalten 
• Seelische Erkrankungen von Kindern 
• Suchtpräventionsprojekte. 
Sie heißt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer  der Gesundheitskonferenz im Stadtteil 
willkommen und bedankt sich stellvertretend für die Anwesenden bei den Unterstützern 
und Organisatoren der Veranstaltung: 
• der AG Kinder 
• der AOK Gesundheitskasse 
• der Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOG) 
• dem Gesundheitsamt Darmstadt und Landkreis Darmstadt-Dieburg 
• dem Interkulturellen Büro der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
• der Kindertagesstätte am See 
• dem Städtischen Sozialdienst 
• den Kinderärzten  
• Herrn Dr. Landzettel für die Herstellung des Kontaktes zu den Referenten und  
• den weiteren Akteuren vor Ort, insbesondere der Stadtteilwerkstatt und dem Stadt-
teilmanagement 'Soziale Stadt'. 
Ziele der Veranstaltung 
Frau Dr. Mohr fasst die Ziele, die durch die Organisatoren für die Gesundheitskonferenz 
erarbeitet wurden einleitend zusammen: 
• Analyse der gesundheitlichen Situation der Kinder im Stadtteil  
• Impulsvermittlung in den Stadtteil, in Einrichtungen, Vereine, Elternhäuser 
• Aufbau von Vernetzungsstrukturen zwischen Kinderbetreuungs- und Bildungsinstitu-
tionen, Gesundheitsberufen, Beratungsstellen und Migrantenverbänden  
• Entwicklung von Projekten zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation insbe-
sondere von Kindern  
• Interdisziplinärer, interprofessioneller Erfahrungsaustausch der Expertinnen und Ex-
perten 
• Information der Öffentlichkeit, Information der Arbeitsgruppen im Stadtteil. 
Wissenschaftsstadt Darmstadt / Freischlad + Holz / Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg / Caritasverband Darmstadt 4

Darmstadt  Kranichstein 
Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005 
 
 
Hintergrund der Veranstaltung 
Die Gesundheitskonferenz wurde durch die AG Kinder aufbauend auf den Ergebnissen 
einer durch den Arbeitskreis Migration und Gesundheit im Oktober 2004 veranstalteten 
Tagung 'Gesund sein in der Stadt' geplant.  
Die AG, eine Arbeitsgruppe der Stadtteilrunde Kranichstein beschäftigt sich seit ihrem 
Bestehen im Jahr 2001 verstärkt mit dem Thema 'Gesundheitliche Entwicklung und Prob-
leme von Kindern in Kranichstein zwischen 0 und 14 Jahren'. Die Institutionen vor Ort: 
die Kindertagesstätten, die Erich-Kästner-S chule, das Familienzentrum, die Stadtteil-
werkstatt, Vertreterinnen und Vertreter der Mi granten sowie der Städtische Sozialdienst 
gehören zu den Mitgliedern.  
Im Stadtteil ist ein kontinuierlich zunehmender  medizinischer und therapeutischer Bedarf 
bei Kindern der Einrichtungen festzustellen. Zu beobachten sind Kinder mit:  
• logopädischem Bedarf  
• ergotherapeutischem Bedarf  
• psychotherapeutischem Bedarf bzw. psychosomatischen Störungen  
• Verhaltensauffälligkeiten z.B. Aufmerksamkeitsproblemen (ADHS)  
• Allergien  
• Übergewicht  
• Essstörungen. 
Diese Themen wurden bereits mit dem ansässigen Kinderarzt Herrn Dr. Köhler, mit Herrn 
Dr. Landzettel sowie Herrn Dr. Khalik von der psychosomatischen Abteilung der Darm-
städter Kinderkliniken Prinzessin Margaret in der Arbeitsgruppe erörtert. 
Zu erörternde Fragen der Organisatoren 
• Wie leben Kinder in Kranichstein, wie ist ihre gesundheitliche Lage?  
• Welche Lebensbedingungen fördern oder behindern die positive gesundheitliche 
Entwicklung?  
• Was ist notwendig um eine gute gesundheitliche Entwicklung von Kindern zu beein-
flussen? 
• Wie können die Lebensumfeldbedingungen gestaltet werden, um eine positive ge-
sundheitliche Entwicklung zu fördern? 
Übergreifende Zielsetzungen  
• Konsequente Weiterentwicklung des Themas in den Stadtteilen Kranichstein und 
Eberstadt Süd, die einen hohen Anteil an Bewohnern und Bewohnerinnen mit Migra-
tionshintergrund aufweisen. 
• Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen, insbesondere im Rahmen des 
Bund-Länder Programm 'Soziale Stadt'.  
 
3. Gesundheitssituation v on Kindern in Darmstadt, im Stadtteil Kranichstein, 
Dr. Georg Hoffmann 
Durch den schulärztlichen Dienst des Gesundhei tsamtes der Stadt Darmstadt und des 
Landkreises Darmstadt-Dieburg werden alle Ki nder in Darmstadt im Vorfeld ihrer Ein-
schulung im Rahmen einer Schuleingangsuntersuchung beurteilt.  
Wissenschaftsstadt Darmstadt / Freischlad + Holz / Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg / Caritasverband Darmstadt 5

Darmstadt  Kranichstein 
Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005 
 
 
Basierend auf den Erhebungen der Schuleingangsuntersuchungen 2004 1, die durch das 
Gesundheitsamt durchgeführt wurden, wurden durch das Amt für Statistik die im folgen-
den dargestellten Auswertungen erarbeitet. Diese werden durch Herrn Dr. Hoffmann 
erläutert. 
 
Einschulung 2004: Untersuchte Kinder 
 
Abb.: 2004 wurden in Darmstadt im Rahmen der Schuleingangsuntersuchung 1.470 Kinder unter-
sucht, davon 82,7 % mit deutscher Herkunft, 17,3 % mit Migrationshintergrund. 
 
Abb.: An der Erich Kästner-Schule lag der An teil der untersuchten Kinder mit Migrationshin-
tergrund mit 23,7 % deutlich höher als in der Gesamtstadt. 
Wissenschaftsstadt Darmstadt / Freischlad + Holz / Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg / Caritasverband Darmstadt 6 
                                                      
1
  2004 w urden im Rahmen der Schuleingangsuntersu chungen im Landkreis Darmstadt-Dieburg ca. 5.000 
Kinder, in Darmstadt ca. 1.470 Kinder untersucht.

Darmstadt  Kranichstein 
Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005 
 
 
Vollständigkeit der Früherkennung (U2 – U9) in % 
 
Abb.: Bei 53,7 % der untersuchten Kinder in  Darmstadt sind die Früherkennungsuntersuchungen 
(U2 – U9) vollständig. 
 
Abb.: Der Anteil der kompletten F rüherkennungsuntersuchungen (U2-U9) liegt in Kranichstein bei 
43 %. Hintergrund ist u.a. der höhere Anteil der Migrantenkinder, in deren Herkunftsländern F rüh-
erkennungsuntersuchungen nicht durchgeführt bzw. dokumentiert wurden. Bei Kindern mit Migrati-
onshintergrund beträgt der Anteil der kompletten Untersuchungen 26,2 %. 
Wissenschaftsstadt Darmstadt / Freischlad + Holz / Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg / Caritasverband Darmstadt 7

Darmstadt  Kranichstein 
Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005 
 
 
Vollständigkeit des Impfstatus in % 
 
Abb.: Bei 57,3 % aller untersuchten Kinder in Da rmstadt war der Impfstatus der Schutzimpfungen 
vollständig. Bei Kindern mit deutscher Herkunft bet rägt der komplette Im pfstatus 58,3 %, bei 
Migrantenkindern 52,5 %. 
 
Abb.: In der Erich-Kästner-Schule beträgt der komplette Impfstatus der Kinder 45,8 %. Der kom-
plette Impfstatus der deutschen Kinder beträgt 48,1 % und liegt ebenso w ie der Impfstatus der 
Migrantenkinder mit 38,1 % deutlich unter dem städtischen Durchschnitt. 
Der unvollständige Impfstatus der  Mädchen an der Erich Kästner-Schule ist mit 40,9 % auffallend 
hoch (Der Impfstatus dies er Gruppe bei Schutz impfungen gegen Mumps, Masern, Röteln und 
Hepatitis B beträgt 80,7%). 
Wissenschaftsstadt Darmstadt / Freischlad + Holz / Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg / Caritasverband Darmstadt 8

Darmstadt  Kranichstein 
Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005 
 
 
Schulempfehlungen in % 
 
Abb.: In Darmstadt liegt der Anteil der besonderen Schulempfehlungen bei  18,9 %. Jungen sind 
mit 21,3 % öfter von einer besonderen Schulempfehl ung betroffen. Von der Zurückstellung in die 
Vorklasse sind insgesamt 4,4 % der Kinder betroffen. 
 
Abb.: Im Rahmen der Schuleingangsuntersuchungen an der Erich Kästner-S chule beträgt der 
Anteil der besonderen Schulempfehl ungen 16,9 %. Signifikant ist die Zurückstellung der Gruppe 
der Migrantenkinder in die Vorklasse mit 11,9 %. 
 
Wissenschaftsstadt Darmstadt / Freischlad + Holz / Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg / Caritasverband Darmstadt 9

Darmstadt  Kranichstein 
Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005 
 
 
Beurteilung des Körpergewichtes durch BMI in % 
 
Abb.: 10,9 % der Darmstädter Kinder sind von Über gewicht, 4,2 % von Adi positas betroffen. Her-
vorzuheben ist die Gruppe der Migrantenkinder in Darmstadt,, die mit 18,8 % von Übergewicht und 
mit 7,1 % Adipositas betroffen ist. (Body-Mass-Index (BMI) ist das Maß  zur Beurteilung des Kör-
pergewichtes, Übergewicht liegt bei Mädchen ab einem BMI von 18,1 bei Jungen ab 18,0, Adiposi-
tas liegt bei Mädchen ab einem BMI von 19,8, bei Jungen von 19,5 vor. ) 
 
Abb.: 10,9 % der Kinder in Kranichstein sind von Übergewicht betroffen, 4,0 % von Adipositas. 
Jungen sind mit 12,4 % am deutlichsten von Übergewicht betroffen. 
Wissenschaftsstadt Darmstadt / Freischlad + Holz / Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg / Caritasverband Darmstadt 10

Darmstadt  Kranichstein 
Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005 
 
 
4. Aufmerksamkeitsdefizit-,  Hy peraktivitätsstörungen (ADHS) bei Kindern und 
Jugendlichen, Prof. Dr. med. Ulrich Wemmer 
Charakteristische Hauptsymptome 
• Unaufmerksamkeit - gestörte Konzentrationsfähigkeit 
• Impulsivität - unüberlegtes Verhalten 
• Hyperaktivität - übersteigerter Bewegungsdrang 
ADHS wird diagnostiziert, wenn die Sympto me mindestens über 6 Monate in unter-
schiedlichen Bereichen (Familie, Schule und Freizeit) auftreten. Die Störungen treten 
nicht unbedingt gleichzeitig auf. Eine Verstärkung der Symptome kann in Situationen 
erfolgen, in denen eine erhöhte Aufmerksamkei tsspanne erforderlich wird (u.a. in der 
Schule, bei der Erledigung der Hausaufgaben, beim Essen). In einer neuen Umgebung 
(z.B. in der Praxis des Arzt es), falls das Kind nur mit ei nem Gegenüber konfrontiert ist 
oder bei Computerspielen, verschwinden die Symptome und es ergeben sich oft Zweifel 
an der Diagnose. 
Symptome unterschiedlicher Altersgruppen 
Säuglinge mit ADHS 
• Ausdauerndes und schrilles Schreien  
• Gereiztheit / Wut 
• Abwehren von Körperkontakt 
• Wenige und kurze Schlafphasen 
• Verweigern der Nahrungsaufnahme  
• Erbrechen 
Kleinkinder mit ADHS 
• Ausgeprägte Trotzphase 
• Unvermögen alleine zu spielen 
• Destruktivität und Zerstörungswut 
• Motorische Ungeschicklichkeit mit Unfällen und Verletzungen  
• Ausschluss von Gruppenaktivitäten 
Schulkinder mit ADHS 
• Störungen des Unterrichtes durch Unruhe 
• Aggressives Verhalten 
• Ablehnung durch Gleichaltrige 
• Lernschwierigkeiten 
• Teilleistungsstörungen 
• Umschulung, Klassenwiederholungen 
Jugendliche mit ADHS 
• Nachlassen der motorischen Unruhe  
• Aufmerksamkeits-Störung  
• Aggressives Verhalten gegenüber Gleichaltrigen und Erwachsenen 
• Dissoziales Verhalten / Delinquenz 
• Alkohol- / Drogen-Missbrauch 
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Darmstadt  Kranichstein 
Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005 
 
 
Häufigkeit von ADHS 
• 2 - 6% aller Kinder und Jugendlichen 
• geschätzte 200.000 bis 600.000 Patienten in Deutschland 
• Jungen 3 - 9mal häufiger betroffen als Mädchen  
Psychosoziale Ursachen des ADHS 
Hyperkinetische Störungen sind häufig vorzufinden 
• in Familien mit geringem sozioökonomischem Status 
• bei unvollständiger Schulbildung der Eltern 
• bei beengten Wohnverhältnissen. 
Die Auswirkungen sind Überaktivität und Unkontrolliertheit oder Inaktivität, Gewichtszu-
nahme und Depressivität der Kinder. 
Psychosoziale Situation von Migranten 
Insbesondere treffen die o.g. Faktoren auf Familien mit Migrationshintergrund zu. Diese 
sind oft von einem niedrigen Sozialstatus , von Arbeitslosigkeit, Sprachproblemen und 
einer unvollständigen Schulbildung betroffen. Oft sind die Wohnverhältnisse der Migran-
tenfamilien beengt, eine Integration wird durch  kulturspezifische Aspekte und Traditiona-
lismus erschwert oder verhindert. Kinder aus Migrantenfamilien sind vor diesem Hinter-
grund nicht nur sozial, sondern auch in ihrer gesundheitlichen Verfassung benachteiligt. 
Gesundheitliche oder psychosoziale Störungen treten häufiger auf. 
Störungen in Abhängigkeit vom Sozialstatus   
Für ADHS sind folgende medizinischen Befunde in % in Abhängigkeit vom Sozialstatus 
der Eltern relevant: 
 Niedriger  
Sozialstatus 
Mittlerer  
Sozialstaus 
Hoher  
Sozialstatus 
Psychomotorische Störungen 7,3 2,5 1,4
Emotionale und soziale Störungen 4,1 1,1 0,6
Lern- und Leistungsstörungen  13,8 2,5 0,8
Sprachstörungen 17,0  6,6 4,1  
Sehstörungen 20,6 14,6 13,0
Adipositas 6,8 4,9 3,3
Hörstörungen  5,8 5,0 5,5
Einnässen, Einkoten 4,2 2,2 2,3
Neurodermitis 5,8 7,5 8,5
Ursachen des ADHS 
Begünstigend für das Eintreten von ADHS wirken sich aus 
• Alkohol, Rauchen, Drogen während der Schwangerschaft 
• Schwierigkeiten bei der Geburt 
• Infektionen des Gehirns. 
Vererbung 
• Leiden beide Eltern unter ADHS, besteht für 50 % ihrer Kinder eine erhöhte Wahr-
scheinlichkeit für ADHS. 
• Etwa 35 % aller ADHS- Kinder haben einen Verwandten, der an ADHS leidet. 
Wissenschaftsstadt Darmstadt / Freischlad + Holz / Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg / Caritasverband Darmstadt 12

Darmstadt  Kranichstein 
Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005 
 
 
Nahrungsmittel 
Folgende Nahrungsmittel sind nach neueren Studien nicht Auslöser von ADHS, können 
jedoch eine Neurotransmitter-Störung und damit ADHS beeinflussen: 
• Weißer Zucker (Raffiniert) 
• Phosphate in Cola, Schokolade 
• Kuhmilch- Eiweiß  
• Zusatzstoffe (Glutamat). 
Hirnorganische Ursachen 
Folgende neurobiologische Symptome können als Ursachen für ADHS diagnostiziert 
werden: 
• Störung der Hirnfunktion 
• Wahrnehmungsstörungen 
• Keine Filterung der Reizüberflutung  
• Störung der sensorischen Integration 
• Mangel an Neurotransmittern. 
Stellung der Diagnose 
Da die Grenzen zwischen noch normalem und pathologischem Verhalten nicht immer 
eindeutig zu ziehen sind, sind Ärzte mit entsprechenden Fachkenntnissen heran zu zie-
hen. Das sind z.B. Kinder- und Jugendpsychiat er oder Kinderärzte mit Spezialisierung 
auf dem Gebiet der ADHS. 
Sicherung der Diagnose 
Um die Diagnose zu sichern, werden durch die Behandelnden Maßnahmen ergriffen: 
• Befragung der Eltern: Situation der Familie, Wohnverhältnisse 
• Ärztliche Untersuchungen 
• Intelligenz-Tests 
• Verhaltens-Beobachtung 
• Ausschluss organischer Erkrankungen 
Multimodale Therapie des ADHS 
Bei ADHS-Erkrankten erfolgt eine multimodale Therapie, bestehend aus Aufklärung, 
Elterntraining und Interventionen in der Familie einschließlich Familientherapie, Schul-
trainings und Verhaltenstherapie des Kindes. 
 
Klinische Diagnose: 
            Ja 
Aufklärung von Betroffenen und Bezugspersonen über die Art der Störung, 
psychoedukative und psychotherapeutische Maßnahmen 
Symptome ausreichend gebessert: 
                 Ja               Nein 
Keine weitere Therapie erforderlich Psychiatrische Komorbidität 
  
 Medikamente 
Abb.: Schema Therapie ADHS 
Wissenschaftsstadt Darmstadt / Freischlad + Holz / Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg / Caritasverband Darmstadt 13

Darmstadt  Kranichstein 
Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005 
 
 
Assoziierte Störungen bei der ADHS 
Neben den beschriebenen Symptomen der Aufmer ksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitäts-
störung können weitere Störungen auftauchen: 
• Oppositionelles Verhalten, bei 40 % der Erkrankten 
• Angststörungen, 34 %   
• Verhaltensstörungen, 14 %   
• Tics, 11 %   
• Depressionen, 4 %.    
Problemlagen in der Therapie 
Folgende Problemlagen treten bei der Behandlung von ADHS auf, die eine erfolgreiche 
Therapie erschweren oder verhindern: 
• Ablehnung von Medikamenten 
• Keine Kenntnisse der Patienten / Angehörigen über naturwissenschaftliche, organ- 
oder molekularbezogene Konzepte  
• Sprachliche Barrieren.  
Prognose bei medikamentöser Behandlung 
• Keine Heilbarkeit von ADHS 
• Auffälligkeit auch bei Erwachsenen 
• Indikation von Medikamente nach Ausschöpfung aller anderen Therapieformen  
• Abhängigkeit entwickelt sich nicht 
• Keine Veränderungen von Wesen, Charakter und Kreativität 
 
5. Gesundheitliche Situation von Kindern in sozial belasteten Quartieren, Hiltrud 
Schmidt 
Ist der Stadtteil Kranichstein ein sozial belastetes Quartier? 
In Kranichstein Süd wurde festgestellt: 
• ein höherer Bedarf an sozialen Ergänzungsleistungen  
• ein höherer Migrantenanteil 
• ein höherer Anteil von Minderjährigen als im Durchschnitt der Stadt Darmstadt. 
Soziale Stadt 
• 2000 wurde Kranichstein in das Programm 'Soziale Stadt' aufgenommen, da anhand 
der Sozialberichterstattung ein besonderer Handlungsbedarf gesehen wurde. 
Statistische Daten Kranichstein2  
• Einwohnerzahl:  10.744 
• Einwohner mit ausländischer Staatsangehörigkeit:  21,3 % 
Statistik: Kinder im Alter von 0 - 14 Jahren 
• Anzahl der Kinder in Kranichstein:  2.092   
• Quote der Kinder in Kranichstein 19,5 %  
• Kinder mit ausländischem Pass:  26,1 %  
• Kinder mit deutschem Pass:  73,9 % 
                                                      
2
  Angaben des Amtes für Einwohnerwesen, Wahlen und Statistik, Stand: 31.12.2004 
Wissenschaftsstadt Darmstadt / Freischlad + Holz / Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg / Caritasverband Darmstadt 14

Darmstadt  Kranichstein 
Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005 
 
 
Soziale Faktoren3 
• Sozialhilfedichte:  15,4 % 
• Quote Wohngeldempfänger:   9,1 % 
• Arbeitslosenquote:   6,9 % 
• Jugendarbeitslosenquote:   2,7 % 
• Quote Arbeitslosenhilfe:   3,1 % 
Gesundheitliche Situation von Kindern in sozial belasteten Quartieren unter be-
sonderer Berücksichtigung von Kindern mit Migrationshintergrund 
Darstellung des Wohnumfeldes  
• Platz und Freiflächen zwischen den Hochhäusern 
• Freizeitgelände vor Ort: Wald, Seen 
• Ausreichend Spielplätze vorhanden 
• Gute Verkehrsanbindung in die Innenstadt 
Darstellung der Infrastruktur 
• Gute Einkaufsmöglichkeiten vor Ort 
• 6 Kindertagesstätten, 2 Schulen 
• 2 Jugendzentren, 3. Jugendzentrum im Bau 
• Kinderarzt, Zahnarzt, Allgemeinärzte 
• Familienbildungsstätte 
• Städtischer Sozialdienst 
• Stadtteilbibliothek 
• Volkshochschulkurse  
• Sport- und andere Vereine  
• Interkulturelles Büro 
Belastungsfaktoren und Rahmenbedingungen 
Faktoren und Rahmenbedingungen, die Kinder insbesondere in ihrer gesundheitlichen 
Entwicklung beeinflussen, werden in den Bere ichen Prävention, Migration, Wohnsituati-
on, Ernährung, Arbeitssituation der Eltern näher untersucht. 
Prävention 
• Unvollständige Vorsorgeuntersuchung 
• Unvollständiger Impfstatus 
• Schlechter Zahnstatus 
• Häufiger Missbrauch von Suchtmitteln  
• Fehlendes Bewusstsein bzgl. Vorbeugung und Förderung der kindlichen Entwicklung 
Migration 
• multiple Trennungserlebnisse 
• Communities 
• Verständigungs- und Sprachschwierigkeiten 
                                                      
3
  Angaben des Soziatlas Darmstadt, Stand: 31.12.2000 
Wissenschaftsstadt Darmstadt / Freischlad + Holz / Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg / Caritasverband Darmstadt 15

Darmstadt  Kranichstein 
Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005 
 
 
• Heilpädagogische und psychotherapeutische Unterversorgung 
Wohnsituation 
• Eingeschränkte Wohnungswahl  
• Enge der Wohnung, wenig Rückzugsmöglichkeiten 
• Bewegungsmangel 
• Eingeschränkte Spielmöglichkeiten 
• Bauliche Barrieren für jüngere Kinder 
• Psychische Belastungen 
Ernährung 
• Einseitige Ernährung 
• Fehlendes Ernährungsbewusstsein  
• Konsum von ungesunden Lebensmitteln 
• Psychischer Druck aufgrund schlechter finanzieller Lage 
Arbeitssituation der Eltern 
• Diskrepanz zwischen Arbeitszeiten und Kinderbetreuung 
• Auswirkung auf die Gesundheit der Kinder durch Überforderung der Eltern  
• Arbeit im Niedriglohnsektor - keine wesent liche Verbesserung der finanziellen Situati-
on 
• Belastung des Arbeitsverhältnisses durch Krankheit der Kinder 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wissenschaftsstadt Darmstadt / Freischlad + Holz / Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg / Caritasverband Darmstadt 16

Darmstadt  Kranichstein 
Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005 
 
 
 
Moderation und Be-
grüßung 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Edda Haack  
  
 
 
 
 
 
 
 
 
Dr. Wilma Mohr 
  
 
 
 
Aufführung der Kinder-
tagesstätte am See 
Wissenschaftsstadt Darmstadt / Freischlad + Holz / Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg / Caritasverband Darmstadt 17

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Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005 
 
 
 
Referenten 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Dr. Georg Hoffmann  
  
 
 
 
 
 
 
 
 
Prof. Dr. med. Ulrich 
Wemmer 
  
 
 
 
Hiltrud Schmidt 
 
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Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005 
 
 
6. Arbeitsgruppen / Vorstellung der Ergebnisse  
Zur Erfassung der gesundheitlichen Situation von Kindern in Kranichstein sowie zur Er-
fassung der bereits vorhandenen Angebote und Projekte im Bereich Gesundheit sowie 
zur Definition der Defizite und der daraus resultierenden Handlungsbedarfe werden vier 
Arbeitsgruppen (AG) gebildet. Die wesentlichen Arbeitsergebnisse sind im folgenden 
zusammengefasst. 
AG 1 – Gesundheitsberufe, Moderation: Christina Illi, Freischlad + Holz 
Die wesentlichen Arbeitsergebnisse werden dur ch Frau Illi zusammengefasst. An der 
Arbeitsgruppe nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Gesundheitsinstitutionen und 
Gesundheitseinrichtungen sowie Ärzte und Apotheker teil. 
Folgende Defizite, die bei Kindern beobachtet wurden, werden formuliert: 
• Bewegungsstörungen 
• Störungen der Feinmotorik 
• Mangel an sportlichen Aktivitäten  
• Mangelhafter Zahnstatus 
• Übergewicht 
• Sprachauffälligkeiten 
• Entwicklungsstörungen 
• Einschränkungen in den Mundbewegungen 
• Ungesundes Essverhalten (zu süß, zu fett). 
Darüber hinaus werden weitere, auch Erwachsene betreffende Schwierigkeiten benannt: 
• Verständigungsprobleme Arzt / Patient  
• Vermittlung 'ungesunder' Ernährung durch Werbung 
• Fehlen der Erziehungsarbeit von Eltern, nicht vorhandenes Setzen von Grenzen 
• Schlechte Vorbildfunktion der Eltern. 
Zusammengefasst werden folgende Bedarfe und Vorschläge: 
• Sprachförderung für Eltern mit Migrationshintergrund  
• Frühe Sprachförderung von Migrantenkindern (4 - 6-jährige) 
• Muttersprachliche Elterninformationen zum Thema Gesundheit und Erziehung 
• Erziehungshilfestellungen für Eltern / 'Eltern-Erziehung', Familienbildung 
• Stärkere Mischung von Migranten und Deutschen in Wohnhäusern. 
AG 2 – Schule / Kindereinrichtungen, Moderation: Adrian Mnich, Freischlad + Holz 
Herr Mnich berichtet über die Arbeitsergebnisse der AG, die sich überwiegend aus 
Vertreterinnen und Vertretern der Kinder- und Bildungseinrichtungen (Kindertagesstätte 
am See, Kindertagesstätte Janusz-Korczak H aus, Kindertagesstätte Jägertorstraße, Kin-
dertagesstätte Meißnerweg, Erich Kästner-Schule) zusammensetzt. Die Teilnehmerinnen 
und Teilnehmer stehen, neben den Eltern der Kinder, zeitlich und räumlich sehr eng mit 
den Kindern in Kontakt und können ihre Entwicklung sehr genau verfolgen. 
Die wesentlichen Beobachtungen in Kurzfassung: 
In der Motorik: Grobmotorik 
Steigende Zahl von Kindern: 
• die sich unsicher bewegen (z.B. Zehenspitzenlauf, breite Fußstellung beim Laufen) 
• die nicht abfedern beim Springen 
• mit Schwierigkeiten beim Balancieren und in der Seitwärtsbewegung  
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Darmstadt  Kranichstein 
Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005 
 
 
• mit wenig Anstrengungsbereitschaft und Ausdauer 
• mit unsicherer Bewegungskoordination 
• die nicht fangen und werfen können, kein Ballgefühl haben 
• die die Fähigkeiten des eigenen Körpers nicht wahrnehmen 
• die zuhause wenige oder keine Bewegungsmöglichkeiten haben. 
In der Motorik: Feinmotorik 
Steigende Zahl von Kindern: 
• die den Umgang mit Stift und Schere nicht kennen 
• die wenig Kraft und Spannung in der Handmuskulatur haben 
• mit wenig Augen-Hand-Koordination. 
Sprache 
Steigende Zahl von Kindern: 
• mit schlaffer Mundmotorik (beim Pusten oder Beißen) 
• mit entwicklungsverzögerter Aussprache einzelner Buchstaben (Babysprache) 
• mit eingeschränktem Wortschatz, auch bei deutschen Kindern (z.B. fehlende Beg-
riffszuordnung – 'das da', Redefaulheit, mangelnde Sprachkenntnisse) 
• die Sprachlosigkeit der Eltern im Umgang mit ihren Kindern erfahren 
• die den Fernseher (Zeichentrickfilme) als Sprachvorbild haben 
• die keine Tradition im Vorlesen kennen, für die Bücher teils unbekannt sind 
• denen Konzentration fürs Zuhören fehlt. 
Ernährung 
Steigende Zahl von Kindern: 
• die ohne Frühstück in den Kindergarten kommen 
• die Süßes zum 2. Frühstück mitbringen (Donuts, Milchschnitte) 
• die kein Wasser trinken (nur Limonade, Cola) 
• die beim Essen 'stopfen' ohne wahrzunehmen was sie essen 
• die gesundes Essen, wie Vollkornbrot, Obst, Gemüse nicht kennen 
• die nur 'weiches' Essen kennen, u.a. ungetoastetes Toastbrot, Pudding, Hefegebäck 
• die keine Essensregeln kennen (sie bleiben nicht sitzen, essen ohne Teller, benutzen 
Messer und Gabel nicht). 
Sozialverhalten 
Steigende Zahl von Kindern: 
• mit aggressiven Konfliktlösungsmustern 
• mit wenig Gemeinschaftsgefühl (mangelnder Respekt, mangelnde Hilfsbereitschaft) 
• die zwecks mangelnder Ausdrucksfähigkeit zu wenig Gespräche untereinander füh-
ren 
• mit eingeschränkter Einschätzung der Schmerzgrenze bei sich selbst wie auch bei 
anderen 
• mit Grenzenlosigkeit auch im Verhalten zu ihren Eltern 
• mit Entwicklungsverzögerungen 
• mit Ruhelosigkeit in den Familien 
• mit Interessenlosigkeit, auch in den Familien 
• bei denen die Verantwortung für Erziehung und Bildung immer öfter an die Institutio-
nen abgegeben wird. 
Wissenschaftsstadt Darmstadt / Freischlad + Holz / Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg / Caritasverband Darmstadt 20

Darmstadt  Kranichstein 
Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005 
 
 
Resümierend ist festzustellen, dass die Zahl der Kinder mit ergänzendem und besonde-
rem Förderbedarf kontinuierlich zunimmt. Ebenso steigt der Bedarf an Angeboten für 
Eltern, wie z.B. Erziehungsberatung, Familienbildung. 
Im Rahmen der Sitzung der Arbeitsgruppe werden die bereits im Stadtteil durch die Ein-
richtungen vorhandenen Angebote zusammengefasst: 
Motorik und Bewegung 
• Modellprojekt 'Kinder bewegen' (Kindertagesstätte am See, im Zusammenwirken mit 
der DOG, dem Sportamt Darmstadt, der Familienbildungsstätte, benachbarten Sport-
vereinen, der Grundschule, der Kindertagesstätten, der Stadtteilrunde, der AG Kin-
der)4:  
• Modellprojekt: Waldtage, Psychomotorikangebote, Schwimmen und Wassergewöh-
nung (12 Kinder) 
• Kooperation mit Sportvereinen, Ballschule (TG 75 Darmstadt) 
• Bewegungsförderung, Talentförderung (Erich Kästner-Schule) 
• Sportunterricht, tägliche Bewegungszeit, Spiel- und Bewegungspause, Move-It-Box 
• Spiele im Außenbereich, motorische Förderung, psychomotorische Förderung 
• Kooperation mit der Fachhochschule Darmstadt, Fachbereich Sozialpädagogik. 
Sprache 
• Sprachförderung durch Externe / Vorlesepaten 
• Elterngesprächskreise mit Übersetzung 
• Sprachförderung in Form gezielter Projekte zu diesem Thema 
• Sprachförderung mit Sprachförderprogramm nach Zvi Penner 
• Hausaufgabenhilfe. 
Ernährung und Gesundheit 
• Angebot von Kochkursen für Lehrer und Eltern 
• Einrichtung eines Schulgartens 
• Projekt: Schüler kochen mit (Berufs-)Schülern 
• AG Einzelhandel: Kiosk und gesunde Ernährung 
• Unterrichtsthema: Naturwissenschaften und Mathe, gesundes Frühstück, meine Zäh-
ne, mein Körper 
• Elternarbeit zum Thema gesunde Bewegung, Ernährung, Hygiene, Erziehung 
• Projekt: 'Mein Körper und Ich' 
• Projekte mit der Jugendzahnpflege / dem Patenzahnarzt 
• Arbeit einer/eines Drogenbeauftragten 
• Rauchverbot in der Schule 
• Schuleingangsuntersuchung und Untersuchung in der 4. Klasse durch das Gesund-
heitsamt. 
Sozialverhalten 
• Mediationsangebote 
• Maßnahmen zur Bewegungsförderung und Stärkung des Selbstvertrauens der Kin-
der. 
                                                      
4
  Einführung verschiedener regelmäßiger Bew egungseinheiten / Fußballtraining mit Trainer und Fußballmann-
schaft des SV Darmstadt 98 sow ie Besuche von Bew egungsstätten im Stadtteil und Umgebung / Fortbildun-
gen und Elternarbeit (u.a. Eltern-Kind-Bewegungsangebote) / Erw erb verschiedener Bew egungsmaterialien 
und Umgestaltung von Außengeländen (u.a. Kletterwand, Wellenbahn)  
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Darmstadt  Kranichstein 
Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005 
 
 
Nicht alle Projekte wirken sich unmittelbar auf den Bereich Gesundheit aus. Viele Projek-
te wirken vorbereiten bzw. ergänzend: z.B. die Verbesserung sprachlicher Fähigkeiten 
auf die Kommunikation Arzt / Patient; das Verstehen von Informationen in den Bereichen 
Prävention / Gesundheit / Ernährung. 
Folgende Handlungsempfehlungen werden sowohl an die im Stadtteil tätigen, als auch 
an die politischen Gremien auf kommunaler Ebene wie auf Landesebene formuliert. 
Stadtteilbezogene Empfehlungen 
• Einbringen der Thematik in bestehende Netzwerke  
• Gewinnung von medizinisch tätigen Institutionen zur Mitwirkung in bestehenden 
Netzwerken 
• Zusammenarbeit mit Betreuungsstellen 
• Stärkere Öffnung der Institutionen für präventive Maßnahmen 
• Ansiedlung und Zusammenarbeit mit Therapeuten vor Ort (Logopädie, Ergotherapie) 
• Ausbau der Kooperation u.a. mit Sportvereinen 
• Herausgabe einer mehrsprachigen Informationsbroschüre: Wo ist was? 
• Verbesserte Ganztagsbetreuung, u.a. muttersprachliche Hausaufgabenbetreuung 
• Projektkurse 'Ernährung' in Zusammenarbeit mit Eltern / Kinderkochkurse 
• Einrichtung von Erste-Hilfe-Arbeitsgruppen an Schulen und Kindertagesstätten. 
Übergeordnete Empfehlungen 
• Weiterleitung eines Kurz-Resümees an Verantwortliche in der Kommune und im 
Land Hessen (Hessisches Sozialministerium, Hessisches Kultusministerium) 
• Anpassung des Personalschlüssels der Einrichtungen an die Integrationsleistung des 
Stadtteils, u.a. verstärkte Lehrerzuweisung. 
AG 3 – Kommunale Einrichtungen, Moderation: Karin Steffens, AG Kinder 
Die Arbeitsergebnisse der Gruppe, mehrheitlich besetzt mit Vertretern und Vertreterinnen 
der kommunalen Einrichtungen (Familienzentrum,  Städtischer Sozialdienst, Jugendamt) 
sowie der ARGE, dem Verein Omid und der AG Kinder, werden durch Frau Steffens zu-
sammengefasst. 
Zur gesundheitlichen Situation der Kinder in Kranichstein, zu Defiziten in der Gesund-
heitssituation äußert sich die Gruppe wie folgt: 
• psychische Probleme aufgrund von Langzeitarbeitslosigkeit in den Elternhäusern 
• Bewegungsmangel, psychische Auffälligkeiten und Isolation aufgrund der Woh-
nungsdichte und des beengten Wohnraums 
• Behandlungen und Therapien mit zu langen Wartezeiten 
• mangelnde Aufklärung in den Bereichen Bewegung und Ernährung 
• Zu hohe finanzielle Belastung im Gesundheitsbereich (u.a. Zuzahlungen bei Medi-
kamenten, Brillen) 
• Ausschluss von Bewohnern von kostenpflichtigen Informationsveranstaltungen oder 
therapeutischen Angeboten 
• Schlechte Versorgung mit frischen Lebensmitteln (u.a. Obst und Gemüse) aufgrund 
finanzieller Lage 
• Fehlende Koordinierung von Projekten, fehlende Information über laufende, geplante 
und mögliche Gesundheitsprojekte  
• jedoch positive Einschätzung des 'Body-Mass-Index' der Kinder in Kranichstein (un-
ter dem städtischen Durchschnitt). 
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Darmstadt  Kranichstein 
Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005 
 
 
Folgende Maßnahmen werden bzw. wurden in Kranichstein bereits durchgeführt: 
• Sportprojekt: 'Kinder bewegen' 
• Gesundheitsprojekt: 'Mit Migranten für Migranten' (MIMI)5 
• Elterngesprächskreise zum Thema Gesundheit 
• Familienfreundliche Schule 
• Elternkurs: starke Eltern – starke Kinder 
• Kochkurs: Gesunde Ernährung (Omid e.V.) 
• Veranstaltungen mit dem Familienzentrum, Sportvereinen und Migrantenvereinen. 
Bedarfe und Ideen zum weiteren Vorgehen stellen sich wie folgt dar: 
• Erhöhung des Anteils an Projekten, die durch Krankenkassen finanziert werden 
• Schaffung eines Forums zur Erörterung gesundheitlicher Fragen 
• Förderung von aufsuchender Elternarbeit im Stadtteil 
• Aufbau einer Infrastruktur zur Koordination, Durchführung von Gesundheitsprojekten. 
AG 4 – Vereine / Betroffene, Moderation: Petra Beisel, Stadtteilwerkstatt 
Frau Beisel berichtet über die Einschät zung und die Ergebnisse der Arbeitsgruppe, be-
stehend aus Mitgliedern der Sportgemeinsc haft Arheilgen e.V., des Caritasverband 
Darmstadt e.V., der AG Kinder und des AK Mikra. Die gesundheitliche Situation und Ver-
sorgung von Kindern im Stadtteil Kranichstein wird wie folgt eingeschätzt:  
• gute Gesundheitsinfrastruktur, drei Ärzte für Allgemeinmedizin, ein Internist, eine 
Gynäkologin, ein Kinder- und Jugendarzt, drei Zahnärzte, eine Praxis für Physiothe-
rapie und zwei Apotheken  
• Zahnarzt in Kindergärten und Schulen 
• zahlreiche Projekte zur gesunden Ernährung in den Einrichtungen (u.a. Kochkurse, 
Aufklärungsangebote) 
• gutes Angebot von Frei-, Spiel- und Bewegungsflächen im Stadtteil; im Gegensatz 
hierzu: 
• auffallend viele Mangelerscheinungen aufgrund falscher Ernährung  
• erhöhtes Auftreten von Erkältungskrankheiten 
• mangelnde Aufklärung im Bereich Prävention 
• schlechte Versorgung mit 'gesunden' Lebensmitteln 
• erhöhte Ansteckungsgefahr durch vorzeitige Rückkehr der Kinder nach Krankheiten 
in die Einrichtungen (Berufstätigkeit der Eltern, beengte Wohnverhältnisse) 
Handlungsbedarf, Potentiale und Ideen werden wie folgt resümiert: 
• Information der Eltern über den Bedarf der Kinder an vollständiger Gesundung und 
Erholung nach Krankheiten - Vermittlung durch Ärzte und Einrichtungen 
• Einladung von Ärzten zu Elternabenden oder themenspezifischen Runden  
• gesundheitsrelevante Informationsbroschüren in unterschiedlichen Sprachen 
• Initiierung eines Netzwerks von Professionellen und Ehrenamtlichen zur Erörterung 
von Fachthemen und daraus resultierenden Handlungsempfehlungen 
• Vorstellung der Angebote der Sportvereine (u.a. Sportgemeinschaft Arheilgen e.V.) 
wie z.B. Kinderturnen, Eltern-Kind-Turnen.  
                                                      
5
  Das MiMi-Gesundheitsprojekt w ird durch das Ethno-Medizinische Zentrum e.V., Hannover unter der Schirm-
herrschaft der Beauftragten der Bundesregierung für Migrat ion, Flüchtlinge und Integr ation, Frau Marieluise 
Beck, durchgeführt. Nach erfolgreicher Pilotphase läu ft das Projekt von Januar bi s Dezember 2005 in Nieder-
sachsen und Nordrhein-Westfalen weiter. Als zusätzliche Bundesländer kommen 2006 Bay ern, Hamburg und 
Hessen hinzu. Mit Migranten für Migr anten ist das Motto des Projekts zur interkulturellen Gesundheitsförde-
rung und Prävention. Ziel ist über MiMi Migrantinnen zu Gesundheitsmediatorinnen ausbilden.  
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Darmstadt  Kranichstein 
Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005 
 
 
 
Plenum und Arbeits-
gruppen 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Plenum 
  
Arbeitsgruppe 2 - 
Schule und Kinderein-
richtungen 
  
Arbeitsgruppe 4 -  
Vorstellung Ergebnisse 
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Darmstadt  Kranichstein 
Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005 
 
 
7. Fazit 
Der Stadtteil Kranichstein weist einen im Vergleich zur Gesamtstadt überdurchschnittlich 
hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen sowie einen überdurchschnittlichen Anteil der 
Bevölkerung mit Migrationshintergrund auf. Trotz einer guten Grundversorgung auf dem 
Gesundheitssektor, werden in Kranichstein z.T. erhebliche Defizite festgestellt. Durch die 
Einrichtungen und Institutionen vor Ort, durch so ziale, sprachliche, präventive und medi-
zinische Dienste oder Dienstleistungen sind vor diesem Hintergrund besondere Leistun-
gen zu erbringen. 
Unterschieden wird in der abschließenden Diskussionsrunde  
a) nach Handlungsmöglichkeiten im Stadtteil mit den vorhandenen Kräften (endogene 
Potenziale) sowie  
b) nach Handlungsempfehlungen für städtische bzw. landesweite Gremien und Ministe-
rien (exogene Potenziale).  
Die Kernaussagen und Empfehlungen des Plenums werden durch Frau Haack in einem 
Kurz-Resümée festgehalten: 
• Stabilisierung und Entwicklung von stadtteilbezogenen und nachhaltigen Strukturen 
im Gesundheitsbereich 
• Thementransport in bestehende lokale Netzwerke 
• Darstellung der Netzwerke, Organisationsstrukturen und ihrer Aufgaben im Stadtteil 
• Koordinierung der Angebote und Projekte vor Ort 
• Verstärkung der Informations- und Präventionsangebote 
• Ausbau der interprofessionellen Zusammenarbeit im Themen- und Lebenskomplex  
'Gesundheit' 
• Einbindung der Wohnungswirtschaft in den Prozess 'Gesundheit' 
• Anpassung der Ressourcen des Personals an die zu erbringenden Leistungen des 
Stadtteils 
• Verbesserung der sprachlichen Fähigkeiten der Bevölkerung mit Migrationshinter-
grund. 
Wesentliche Aspekte stehen in Einklang mit den Leitlinien des bereits in der Umsetzung 
befindlichen Bund-Länder-Programms 'Stad tteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – 
die Soziale Stadt', in das der Stadtteil Kranichstein im Jahr 2000 aufgenommen wurde.  
 
8. Weiteres Vorgehen 
Interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden zur Erörterung der Ergebnisse der 
Gesundheitskonferenz sowie der Abstimmung we iterer Schritte am 01. November 2005 
in die Sitzung der AG Kinder eingeladen. 
Eine weitere Sitzung des 'Netzwerks Gesundhei t' findet im Rahmen der AG Kinder am 
18.01.2006 statt. Als Nachbereitung der Stad tteilgesundheitskonferenz werden die Emp-
fehlungen des Plenums und die Nennung der Handlungsbedarfe aus den Arbeitsgruppen 
1 - 4 aufgelistet. In diesem Rahmen wird erörtert, welche Projekte und Maßnahmen 
durch welche Einrichtung oder Institution zu welchem Zeitpunkt durchgeführt werden. 
Wissenschaftsstadt Darmstadt / Freischlad + Holz / Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg / Caritasverband Darmstadt 25

Darmstadt  Kranichstein 
Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005 
 
 
9. Teilnehmer/innen 
Frau Haack   Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg (Moderation) 
Frau Dr. Mohr    Sozialverwaltung (Referentin) 
Herr Dr. Hoffmann  Gesundheitsamt (Referent) 
Herr Prof. Dr. Wemmer Facharzt für Kinderheilkunde (Referent) 
Frau Schmidt   Städtischer Sozialdienst (Referentin) 
Frau Dogan   AG Kinder / AK Mikra  
Karin Steffens   AG Kinder 
Frau Aufleger    Andersenschule (entschuldigt) 
Frau Goldberg   AOK Gesundheitskasse (entschuldigt) 
Frau Noll    Apotheke am See 
Herr Fleckenstein  ARGE Darmstadt 
Herr Knoblauch   Astrid-Lindgren-Schule (entschuldigt) 
Frau Kaptelli    Caritasverband Frühberatungsstelle 
Frau Özcan   Caritasverband Migrationsdienst 
Frau Hildebrand   Caritasverband Sozialstation 
Herr Miltenberger  Caritasverband Darmstadt 
Frau Ems    Darmstädter Kinderkliniken / Sozialpädiatrisches Zentrum 
Herr Dr. Golla   Darmstädter Kinderkliniken / Sozialpädiatrisches Zentrum 
Frau Thelen   Darmstädter Kinderkliniken / Sozialpädiatrisches Zentrum 
Frau Förster   Deutschkurse (entschuldigt)  
Herr Dr. Hüttenberger  Erich Kästner-Schule (entschuldigt) 
Frau Michel-Sturm   Erich Kästner-Schule Grundschule 
Herr Woitalla    Erich Kästner-Schule 
Herr Dr. Landzettel  Facharzt für Kinderheilkunde 
Frau Dr. Landzettel  Fachärztin für Psychotherapie, Allgemeinmedizin 
Frau Foshag   Familienbildungsstätte 
Frau Bauer    Familienzentrum der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
Frau Golomb    Gesundheitsamt, Sozialpsychiatrischer Dienst (entschuldigt) 
Frau Dr. Kessler-Holz Gesundheitsamt 
Frau Stange Herderschule 
Frau Amro Integrationsassistentin, AK Mikra 
Frau Osman Mohamed Integrationsassistentin 
Frau Dierks Interkulturelles Büro 
Frau Koc Interkulturelles Büro 
Herr Breuning Interkulturelles Büro 
Herr Manske Jugendamt 
Herr Müller Jugendamt 
Frau Jost Kindertagesstätte Am See 
Frau Kunkelmann Kindertagesstätte Am See 
Frau Yontar  Kindertagesstätte Am See  
Frau Namendorf Kindertagesstätte Am See Elternbeirat 
Herr Dr. Köhler Kinder und Jugendpraxis 
Frau Jährling Kinderhort Jägertorstraße 
Frau Molino Kindertagesstätte Janusz-Korczak Haus 
Wissenschaftsstadt Darmstadt / Freischlad + Holz / Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg / Caritasverband Darmstadt 26

Darmstadt  Kranichstein 
Dokumentation Gesundheitskonferenz 05.10.2005 
 
 
Wissenschaftsstadt Darmstadt / Freischlad + Holz / Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg / Caritasverband Darmstadt 27 
Frau Breitmeier Kindertagesstätte Meißnerweg 
Herr Brück Kranich-Apotheke (entschuldigt) 
Frau Keskinler Landessportbund Hessen Projekt start (entschuldigt) 
Herr Rothmer Sportgemeinschaft Arheilgen e.V. 
Frau Franz Staatliches Schulamt / Schulpsychologischer Dienst 
Frau Metz  Städtischer Sozialdienst 
Herr Varelmann Städtischer Sozialdienst (entschuldigt) 
Frau Baraki Verein Omid 
Frau Beisel Stadtteilwerkstatt, Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg 
Frau Illi  Freischlad + Holz, Stadtteilmanagement 'Soziale Stadt' 
Herr Mnich Freischlad + Holz, Stadtteilmanagement 'Soziale Stadt'

Beratungsverlauf (2)

TOP 378 zur Kenntnis
TOP 2

Orte (5)

  • Bessunger Straße 125
  • Frankfurter Straße 71
  • Spreestraße 3a
  • Meißnerweg
  • Jägertorstraße

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2006/0089
Typ
Magistratsvorlage
Datum
24.05.2006
Erstellt
29.09.2026 00:00