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0711/2021

Bürgereingabe nach § 24 GO – „Einrichtung eines Europaplatzes" Aktenzeichen 34/21B

Beschlussvorlage Bezirksvertretung 29.03.2021

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 1 (Innenstadt), Sitzung am 02.09.2021, TOP 4.1

Bürgereingabe anonymisiert

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Beschlussvorlage Bezirksvertretung

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Bürgereingabe anonymisiert

4429 Zeichen

Stadt Köln 
Bezirksvertretung Innenstadt 
Geschäftsführung 
Ludwigstraße 8 
50667 Köln 
31.1.2021 
\ft\ Stadt Köln
Eingang 1 0. Feb. 2021 
1 
Die Oberbürgermeisterin 
Bürgeramt Innenstadt 
Poststelle Ludwigstr. 8 
Bürgerantrag zur Einrichtung eines Europaplatzes nach § 24 GO 
Sehr geehrte Bezirksvertretung, 
hiermit beantragen wir, das letzte Stück der Grünanlage am Theodor Heuss­
Ring zum Rhein hin durch einen Fußweg von der restlichen Grünanlage derart 
abzugrenzen, dass an diesem Endstück ein Kreis entsteht. Dieser Kreis soll den 
Durchmesser der Breite der Grünanlage zwischen den beiden Seiten des 
Theodor Heuss-Rings erhalten und als solcher deutlich erkennbar sein. 
Sinnigerweise könnte er im Randbereich durch 12 verschiedene neue Bäume 
kenntlich gemacht werden. 
Zur Begründung verweisen wir auf die Anlage »Für einen Kölner Europaplatz«. 
Ihrer Stellungnahme sehen wir gespannt entgegen. 
Mit freundlichen Grüßen 
  
Anlage: Für einen Kölner Europaplatz

Für einen Kölner Europaplatz 
In direkter Nähe zum Kölner Dom befindet sich eine unscheinbare Parkfläche zwischen dem 
Kuriengebäude der Diözese, dem Römisch-Germanischen Museum, dem Bürotrakt des 
Museums und der Straße Am Hof. Dort fand in der Vorweihnachtszeit 2015 ein Markt statt, der 
sich »Weihnachtsmarkt am Europaplatz« nannte. Es gibt kein Straßenschild mit diesem 
Namen und kein sonstiges Erkennungszeichen außer dem gegenüberliegenden Hotel Europa. 
Im Übrigen wird diese Parkfläche verschwinden, wenn die »Historische Mitte« bzw. die »Via 
Culturalis« in Angriff genommen werden sollte. 
Ein »Europaring« befindet sich in einem rechtsrheinischen Neubauviertel, Ortsteil Neubrück, 
gelegen zwischen einem Baggersee und der A3; keine sinnstiftende Anlage, kein Ort, um 
unseren Kontinent zu würdigen. 
Das heißt, Köln ist eine der sehr wenigen größeren Städte in Nordrhein-Westfalen, die kein 
deutliches Bekenntnis zu Europa zeigt. 
Köln hat jedoch eine eigene Form gefunden, seine 2000-jährige Geschichte in der Stadt 
öffentlich zu benennen: »die Ringe«. Der Straßenring, der beim Abriss der alten Stadtmauer 
gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstand, wurde nach Volksgruppen, Herrschern oder 
Herrscherhäusern, Vereinigungen und Politikern benannt, die man in den 1880er-Jahren 
bzw. 1963 für die Kölner Entwicklung als bedeutsam erachtete. Die Abfolge benennt von Süd 
nach Nord: 
Ubierring 
Chlodwigplatz 
Karolingerring 
Sachsenring 
Salierring 
Barbarossaplatz 
Hohenstaufenring 
Habsburgerring 
Rudolfplatz 
Hohenzollernring 
Kaiser Wilhelm-Ring 
(germanisches Volk und erste Bewohner Kölns) 
(fränkischer König um 500) 
(westgemanisches Geschlecht, das 751 - 911 röm.-dt. Könige 
und mit Karl dem Großen den ersten röm-dt. Kaiser stellte) 
(sächsische Könige und Kaiser stärkten Köln 919 - 1024) 
(ostfriesisches Adelsgeschlecht, das 1024 - 1125 röm.-dt. 
Könige und Kaiser stellte) 
(Kaiser des röm.-dt. Reichs von 1155 - 1190) 
(Adelsgeschlecht, das 1138 - 1254 röm.-dt. Könige und Kaiser 
stellte) 
(Adelsgeschlecht, das mit Unterbrechungen von 1273 bis 1806 
röm.-dt. Könige und Kaiser stellte) 
(Rudolf 1., erster röm.-dt. König der Habsburger) 
(Adelsgeschlecht, stellte 1701 - 1918 die preußischen Könige, 
und 1871 - 1918 die dt. Kaiser) 
{Wilhelm 1., 1861 - 1888 König von Preußen 
und 1871 - 1888 dt. Kaiser) 
/2

/2 
Hansaring 
Ebertplatz 
Theodor Heuss-Ring 
(Vereinigung norddeutscher Kaufleute zwischen 
dem 12. und 17. Jhdt., der Köln angehörte) 
(Friedrich Ebert, 1919 - 1925 erster Reichspräsident der 
Weimarer Republik) 
(1949 - 1959 erster Bundespräsident der BRD) 
Das ist alles so ehrenwert wie weitgehend sinnig. Aber endet mit Theodor Heuss die Kölner 
Geschichte? 
Wir schla gen vor, den letzten Abschnitt der Ringe »Europaplatz« zu nennen! Nicht als Ersatz 
für den Theodor Heuss-Ring, aber als dessen Endstück und Ziel. Mit der visionären Bastei 
von Wilhelm Riphahn im Blick und ihrer Aussicht über den Rhein, einen der historisch wie 
auch gegenwärtig bedeutendsten Flüsse Europas, ein verbindendes Element des Kontinents. 
Ziel ist ein neu zu gestaltender Platz, der sich vom übrigen Park abgrenzt. Dies könnte eine 
kreisförmige Anlage sein, in deren Rund 12 verschiedene Bäume geplanzt werden. In einem 
zweiten Schritt sollte ein künstlerischer Wettbewerb für ein kluges und zukunftsfähiges Denk­
mal ausgeschrieben werden. Ob die anliegenden Häuser eine neue Adresse zu bekommen 
haben, steht dahin.

Beschlussvorlage Bezirksvertretung

3642 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
III/23/235/1 
 
Vorlagen-Nummer 
 0711/2021 
Freigabedatum 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Bürgereingabe nach § 24 GO – „Einrichtung eines Europaplatzes" Aktenzeichen 34/21B 
Beschlussorgan 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Die Bezirksvertretung Innenstadt dankt den Petent*innen für die Bürgereingabe nach § 24 GO.  
Die Bezirksvertretung Innenstadt nimmt die Stellungnahme der Verwaltung zu dem Vorschlag der 
Petent*innen zustimmend zur Kenntnis und lehnt den Antrag ab. 
 
 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 22.04.2021

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Die Petent*innen beantragen, das letzte Stück der Grünanlage am Theodor-Heuss­Ring zum Rhein 
hin durch einen Fußweg von der restlichen Grünanlage derart abzugrenzen, dass an diesem End-
stück ein Kreis entsteht, der dann in „Europaplatz“ benannt werden soll.  
Stellungnahme der Verwaltung: 
Zu der Benennung nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung: 
Auf Basis der Richtlinien des Rates für die Neu- und Umbenennung von Straßen und Plätzen von 
1999 lehnt die Verwaltung die Benennung der vorgeschlagenen Grünanlage in „Europaplatz“ ab. 
Mit Punkt 1.1 der Benennungsrichtlinien (RL) wird aufgefordert, „die Anzahl der Straßennamen so 
gering wie möglich zu halten“. (Straßen)benennungen sind in erster Instanz für die Adressgebung und 
die Orientierungsfunktion notwendig. Eine Benennung des vorgeschlagenen Kreises zwischen beiden 
Teilen des Theodor-Heuss-Ringes ist nicht zwingend erforderlich, da die Auffindbarkeit für Polizei und 
Rettungskräfte kein Problem darstellt. 
Nach Punkt 1.2 der RL soll „ein durchgehender Straßenzug möglichst einen einheitlichen Straßen-
namen erhalten. Unterbrechungen (z.B. durch das Einfügen von Platzbezeichnungen) sind grundsätz-
lich zu vermeiden“. Diese Tatsache würde zutreffen da sich beidseits der Grünanlage der Theodor-
Heuss-Ring befindet. 
Außerdem würde gegen Punkt 2.1 der RL „Ein bereits im Stadtgebiet vergebener Straßenname darf 
nicht noch einmal vergeben werden“ verstoßen. Im Stadtbezirk Kalk, Stadtteil Neubrück, gibt es den 
Europaring, der eine hohe Ähnlichkeit zur gewünschten Bezeichnung „Europaplatz“ aufweist. Dieser 
Name wurde 1967 vergeben, nachdem der damalige Konrad-Adenauer-Ring in Neubrück aufgehoben 
wurde, damit man die Uferstraße in der Innenstadt in Konrad-Adenauer-Ufer umbenennen konnte. 
Zu der Schaffung einer neuen Platzsituation im Bereich der Theodor-Heuss-Grünanlage nimmt 
die Verwaltung wie folgt Stellung: 
Dieser Bereich ist Teil der Ringstraße die zum Ende des 19. Jahrhundert nach dem Vorbild der Wie-
ner Ringstraße angelegt wurde. Sowohl der „Anfang“ als auch das „Ende“ (Ubierring) der Ringstraße 
ist als breite Grünfläche ausgestaltet. Die Tatsache, dass der Bereich Theodor-Heuss-Grünanlage 
nahezu vollständig erhalten geblieben ist, hat auch dazu geführt, dass die gesamte Grünfläche als 
Denkmal ausgewiesen ist. 
Die Tatsache, dass diese Grünfläche direkt mit der größten Freifläche der Stadt – dem Rhein – in 
Verbindung steht, hat dazu geführt, diese Grünfläche auch als Landschaftsschutzgebiet auszuweisen. 
Beide Schutzfestsetzungen stehen, neben der allgemeinen Forderung die Flächenversiegelung zu 
begrenzen, einem Ausbau einer neuen Platzanlage entgegen.  
Der Ausbau einer kreisrunden befestigten Platzanlage ist demnach an dieser Stelle nicht möglich.

3 
Anlage: Bürgereingabe anonymisiert

Beratungsverlauf (1)

02.09.2021 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 4.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (21)

  • Ludwigstraße 8
  • Uferstraße
  • Europaring
  • Ubierring
  • Chlodwigplatz
  • Karolingerring
  • Sachsenring
  • Salierring
  • Barbarossaplatz
  • Hohenstaufenring
  • Habsburgerring
  • Rudolfplatz
  • Hohenzollernring
  • Kaiser-Wilhelm-Ring
  • Hansaring
  • Ebertplatz
  • Theodor-Heuss-Ring
  • Konrad-Adenauer-Ufer
  • Am Hof
  • Ringstraße
  • Markt

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Details

Aktenzeichen
0711/2021
Typ
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
Datum
29.03.2021
Erstellt
24.02.2021 14:52