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A-W/0054/2024

Pflegerischer Aktionsplan für Münsters Westen - Selbständig leben, aktiv bleiben und sich einbringen auch im Alter

Antrag an die BV West 17.12.2024

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-West, Sitzung am 10.04.2025, TOP 8.6

Stellungnahme der Verwaltung vom 24.03.2025

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Originalantrag

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Stellungnahme der Verwaltung vom 24.03.2025

4549 Zeichen

A-w loos411024 
50 40 0001 
Frau Schulte-Sienbeck 
Amt 33 für die BV West 
über V 
STADT MÜNSTER 
2 5. MRZ. 2025 
Amt für Bürger- u. Ratsservice 
Bezirksverwaltung West 
24.03.2025 
Tel.: 5998 
Fax: 7780 
Stellungnahme der Verwaltung zum Antrag lfd. Nr. A-W/0054/2024 der CDU­ 
Fraktion in der Bezirksvertretung Münster-West vom 17.12.2024 „Pflegerischer 
Aktionsplan für Müosters Westen - Selbständig leben, aktiv bleiben und sich 
einbringen auch im Alter" 
Ziel des Antrages ist es, im Jahr 2025 im Rahmen eines umfassenden 
bürgerschaftlichen Beteiligungsprozesses einen pflegerischen Aktionsplan für alle 
sechs Stadtteile im Stadtbezirk Münster-West zu erarbeiten. Im Ergebnis sollen die 
Rahmenbedingungen für ein selbstständiges Leben von Menschen mit Pflege- und 
Unterstützungsbedarf in den Stadtteilen ertüchtigt werden. 
Für die kommunale Pflegeplanung mit ihren umfangreichen Aufgaben, die neben der 
Pflegeberichterstattung insbesondere auch die Geschäftsführung für die Konferenz 
Alter und Pflege, die Durchführung von Abstimmungsverfahren im Zusammenhang mit · 
dem Neu- und Umbau von Pflegeeinrichtungen, die Beratung von Investoren und 
Trägern, die Initiierung und Begleitung von Projekten (z.B. Marktplatz ambulante 
Pflege), die Vorbereitung und Aktualisierung von Leistungsvereinbarungen für Pflege­ 
Wohngem.einschaften, die Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit etc. umfasst, stehen im 
Sozialamt insgesamt 0,75 Stellen zur Verfügung. Diese personelle Ausstattung lässt 
die Erstellung zusätzlicher stadtbezirksbezogener Aktionspläne nicht zu. 
Die kommunale Pflegeplanung umfasst jedoch gern. § 7 des Alten- und 
Pflegegesetzes NRW (APG NRW) bereits heute eine regelmäßige 
Bestandsaufnahme, die Feststellung ob quantitativ und qualitativ ein ausreichendes 
Angebot besteht und ob und ggf. welche Maßnahmen zur Herstellung, Sicherung und 
Weiterentwicklung von Angeboten notwendig sind. Im Pflegebedarfsplan, der jährlich 
aktualisiert wird, findet sich jeweils auch eine Darstellung der lnfrastrukturdaten auf 
Ebene der Stadtbezirke. Hieraus wird deutlich, dass im Stadtbezirk Münster-West 
insgesamt im Vergleich zur Gesamtstadt eine gute pflegerische Versorgung gegeben 
ist, wenngleich zwischen den Stadtteilen Unterschiede zu verzeichnen sind. 
Ziel der kommunalen Pflegeplanung war und bleibt es,· eine sozialräumlich orientierte 
pflegerische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen. Die für ein 
lebenslanges Wohnen im Quartier relevante Infrastruktur soll in Zusammenarbeit mit 
Trägern und Anbietern von Diens_tleistungen, den Wohlfahrtsverbänden, den 
zivilgesellschaftlichen Akteuren und der Stadt vor Ort gestaltet werden. Es muss 
jedoch darauf hingewiesen werden, dass die kommunalen Handlungsmöglichkeiten in 
Bezug auf die Schaffung zusätzlicher pflegerischer lnfrastrukturangebote deutlich 
begrenzt sind. Dem Ausbau der Pflege- und Unterstützungsangebote sind 
insbesondere durch den bestehenden und zunehmenden Fachkräftemangel sowie die 
teilweise schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen für die Träger enge Grenzen 
gesetzt.

- 2 - 
Neben den pflegerischen Angeboten sind allerdings vorgelagert bzw. ergänzend viele 
andere Begegnungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote erforderlich, um ein 
selbstbestimmtes Leben auch bei beginnenden und zunehmenden Einschränkungen 
im 'Alter zu ermöglichen. 
In Münster besteht in diesem Zusammenhang bereits· ein breites Angebot, das 
perspektivisch noch besser · miteinander vernetzt und konzeptionell aufeinander 
bezogen werden soll. Hierzu gehören neben den Projekten zur altengerechten, 
inklusiven Quartiersentwicklung insbesondere die Angebote der Sozialarbeit im 
Stadtteil, die Hilfen zur Unterstützung im Alltag sowie die Seniorenbegegnungsstätten 
und die Hausbesuche für ältere Menschen ab 75 Jahren. Im engen Zusammenwirken 
der Pflegeplanung, der Altenhilfeplanung · sowie der altenqerechten, inklusiven 
Quartiersentwicklung sollen in den nächsten Jahren insbesondere Ansätze zur 
Stärkung der informellen Unterstützungsstrukturen (weiter-) entwickelt werden. Als 
Rahmen wird dabei das aufgrund der Stellenvakanz aktuell pausierte Projekt 
„Ältersfreundliche Stadt Münster" dienen, das im l aufe des Jahres 2025 fortgesetzt 
werden soll. In diesem Kontext sollen perspektivisch auch Beteiligungsprozesse in 
unterschiedlichen Formaten durchgeführt werden. Auf bereits bestehende 
Erkenntnisse, z.B. aus der Bürgerumfrage „Pflege und Unterstützung im Alter", soll 
dabei zurückgegriffen werden. 
Im Auftrag 
Gez. 
Schulte-Sienbeck

Originalantrag

3549 Zeichen

A-\v/0054/2024 
.... -CDU FRAKTION IN DER BV WEST 
Münster, 17.12.2024 
An den 
ßezirksbürgermeister des Stadtbezirks Münster - West 
Herrn Stephan Brinktrine 
Pantaleonplatz 7 
48161 Münster 
STADT MÜNSTER 
'\ ~ 1 7. DEZ. 2024 
Amt für Bürger- u. Ratsservic~ 
· Bezirksverwaltung West 
Pflegerischer Aktionsplan für Münsters Weste:nn- --..;·_:.,:;.:_. :.:..:.:.::::::~ ~ _J 
Selbständig leben, aktiv bleiben und sich einbringen auch im Alter 
Die Stadt Münster wird gebeten, im Jahr 2025 einen pflegerischen Aktionsplan für. 
Münsters Westen mit den sechs Stadtteilen Albachten, Mecklenbeck, Nienberge, 
Gievenbeck, Roxel und Sentrup zu erarbeiten. 
Ziel dieses Antrages ist es, nach einem umfassenden bürgerschaftlichen Beteiligungs­ 
prozess, die Rahmenbedingungen - individuell für jeden Stadtteil - in Münsters Westen 
so zu ertüchtigen, dass Menschen bei Pflege- und Unterstützungsbedarf eine 
selbstständige Lebensführung in der gewünschten Umgebung unabhängig von · 
Lebensalter, Geschlecht, sozialer Lage, ethnischem Hintergrund oder vom Grad der 
pflegerischen Versorgung ermöglicht wird. 
Begründung: 
' 
Die Verwaltung soll nach einem bürgerschaftlichen Beteiligungskonzept die Weichen 
dafür stellen, um in den Stadtteilen des Westens, den demografischen 
Herausforderungen der wachsenden Zahl der· älteren Menschen und parallel dazu des 
steigenden Fachkräftemangels in der Pflege entgegenzuwirken, die Anforderungen an 
altengerechte Quartiere zu erfüllen. Dies soll für jeden Stadtteil des Westens 
individuell erfolgen. 
Die Vorstellungen der Menschen, wie eine individuelle Unterstützung bei Pflegebedarf · 
in den Stadtteilen aussehen sollte, verändert sich, So lange wie möglich selbständig 
leben, aktiv bleiben und sich einbringen können. Erforderlich dafür ist der Auf- und 
Ausbau von Strukturen, die ein selbstbestimmtes und selbstständiges Alter(n) im 
Mauritzstraße 4-6 •·48143 Münster 
Telefon (02 51) 4. 18 42-0 • Telefax (02 51) 4 18 42- 
44 post@cdu-muenster.de • www.cdu-muenster.de 
CDU-SPENDENKONTO: IBAN DE96 4005 0150 0000 131318 • BIC: WELADEDJMST • Sparkasse Münsterland Ost

Quartier unterstützen und ermöglichen. Die Stärkung von bürgerschaftlichem 
Engagement und die Förderung lebendiger Nachbarschaften wird dabei als ziel führend 
angesehen. Erforderlich ist aber auch die Stärkung der Kooperationen zwischen den 
Akteuren der Pflege im Westen. 
Um den Herausforderungen einer älter werdenden Bevölkerung in den nächsten Jahren 
gerecht zu werden, könnten z.B. sog. Quartierszentren gebildet werden. Orte, in denen 
Menschen bereits jetzt eine Infrastruktur für ihre Bedürfnisse vorfinden, die ihnen 
ermöglicht, 'zu Hause zu verbleiben. Insbesondere Pflegeeinrichtungen mit ihrer 
Infrastruktur wie Veranstaltungsräumen, Mittagstisch, Friseur, Krankengymnastik, 
Außenanlagen, Angeboten der Begegnung und Betreuung, der ärztl. Beratung oder 
auch Kurzzeitpflege sind prädestiniert dafür, sich in die Quartiere zu öffnen und auch 
den anliegenden Bewohnern' und Bewohnerinnen zur Verfügung zu stehen. 
Die Wohnformen im Alter haben sich verändert, Selbstbestimmung und 
Selbstständigkeit stehen inzwischen im Vordergrund. Wohnen im Alter lässt sich 
vielfältig gestalten und muss keineswegs mit dem Umzug in ein Pflegeheim 
einhergehen. Die meisten Wohnungen lassen sich an die neuen Bedürfnisse anpassen. 
Der Austausch und die Beratung vor Ort sollten gestärkt werden. 
gezeichnet: 
Peter Haniann 
Christian Hinzmann 
Thomas Lilge 
Karin Park-Luikenga 
Nicholas Reuting 
Nils Schappler 
Peter Wolfgarten

Beratungsverlauf (1)

10.04.2025 Bezirksvertretung Münster-West
TOP 8.6 Antrag Entscheidung

Beschluss: Stellungnahme zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Mauritzstraße 4

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Details

Aktenzeichen
A-W/0054/2024
Typ
Antrag an die BV West
Datum
17.12.2024
Erstellt
17.12.2024 13:11