1462/2024
Machbarkeitsstudie für ein Expressbus-Netz
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Beschlussvorlage Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle III/68/681/1 Vorlagen-Nummer 1462/2024 Freigabedatum 28.05.2024 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Machbarkeitsstudie für ein Expressbus-Netz, hier: Auswahl der vertiefend zu untersuchenden Relationen Beschlussorgan Verkehrsausschuss Gremium Datum Beschluss: Der Verkehrsausschuss nimmt den Zwischenbericht zur Machbarkeitsstudie zur Einrichtung eines Expressbus-Netzes in Köln zur Kenntnis und folgt dem Vorschlag der Planungsbüros die beiden ermittelten Linien X1 Rodenkirchen – Lindenthal – Nippes – Kalk sowie X5 Zollstock – Kalk – Holweide – Dellbrück – Bergisch Gladbach im zweiten Teil der Studie vertiefend zu untersuchen und dabei u. a. die für eine Umsetzung erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen zur Beschleunigung und Verstetigung der beiden prä- ferierten Linien aufzuzeigen. Verkehrsausschuss 11.06.2024 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Der Rat der Stadt Köln hat die Verwaltung mit Beschluss vom 10.05.2016 (Vorlagen-Nr. AN/0806/2016) beauftragt, die Einrichtung eines Expressbus-Netzes in Köln zu prüfen. Hinter- grund sind die hohe Auslastung bzw. zeitweise Überlastung des bestehenden ÖPNV-Ange- bots, das prognostizierte starke Bevölkerungswachstum und die langen Umsetzungszeit- räume von Infrastrukturerweiterungen im schienengebundenen ÖPNV. Stadtweit sollen potenzielle Expressbuslinien mit lediglich einigen wenigen, stark nachgefrag- ten Haltepunkten untersucht und dabei auch die Planungen der angrenzenden Gebietskörper- schaften berücksichtigt werden. Als Ergebnis der Studie sollen die Voraussetzungen für eine Umsetzung geklärt sowie konkrete Vorschläge hinsichtlich einer stufenweisen Realisierung gegeben werden. Die Prüfung eines Expressbus-Netzes wurde als Maßnahme auch in den 3. Nahverkehrsplan der Stadt Köln (NVP) aufgenommen, welcher am 11.07.2017 ebenfalls vom Rat beschlossen wurde (Vorlagen-Nr. 0958/2017). Mit dieser Beschlussvorlage wird dem Wunsch des Verkehrsausschusses bei der Verabschie- dung des Bedarfsfeststellungsbeschlusses zur Erstellung einer entsprechenden Machbar- keitsstudie (vgl. Vorlagen-Nr. 3735/2020) Rechnung getragen, die zwei aus der Untersuchung hervorgehenden und vertiefend zu untersuchenden Expressbuslinien zur Beschlussfassung vorgelegt zu bekommen. Zielsetzung des ersten Teils der Machbarkeitsstudie Um das Angebot des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Köln attraktiver zu gestal- ten und zusätzliche Nutzende für dieses Angebot zu gewinnen, könnten Buslinien, die zwi- schen einzelnen Stadtteilen oder auch interkommunal auf möglichst direkter Streckenführung und mit höherer Durchschnittsgeschwindigkeit unterwegs sind, eine wichtige Ergänzung des bestehenden ÖPNV-Angebots sein. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurden deshalb Re- lationen zwischen einzelnen Stadtteilen innerhalb Kölns sowie über die Stadtgrenzen hinaus identifiziert, bei denen durch zusätzliche Schnellbusverbindungen eine Verbesserung der ÖPNV-Angebotssituation erreicht werden kann. Aus diesen Relationen wurde unter Berück- sichtigung der Bedarfssituation ein Konzept für ein Expressbus-Netz entwickelt. Dabei wurden u. a. die durch die politischen Gremien gefassten Beschlüsse zu Schnellbuslinien und Busbe- schleunigungen berücksichtigt, indem die politisch geforderten Relationen bei der Nachfra- geanalyse systematisch auf Expressbustauglichkeit hin überprüft wurden. Vergabe und Projektdurchführung Die Machbarkeitsstudie wurde nach einer öffentlichen Ausschreibung Mitte des Jahres 2023 an ein Konsortium bestehend aus der WVI Prof. Dr. Wermuth Verkehrsforschung und Infra- strukturplanung GmbH, Braunschweig, und der plan:mobil Verkehrskonzepte & Mobilitätspla- nung, Kassel, vergeben. Die Projektarbeiten starteten unmittelbar nach der Vergabe. In die Bearbeitung einbezogen waren neben den Auftragnehmern durch einen gemeinsamen Arbeitskreis auch Vertreter*innen von Verwaltung und KVB. In allen Projektphasen wurden re- gelmäßige Arbeitstreffen abgehalten. Ziel dieser Treffen war es, die jeweils erarbeiteten Teil- ergebnisse zu besprechen sowie das weitere Vorgehen bezüglich der anstehenden Arbeits- 3 schritte abzustimmen. Auf diese Weise wurde im Projektverlauf sichergestellt, dass die Mach- barkeitsstudie im Einklang mit aktuellen Vorhaben und Beschlüssen der Stadt steht und in die aktuellen Planungsprozesse eingebunden ist. Inzwischen konnten die ersten beiden Arbeitspakete (AP) der Machbarkeitsstudie erfolgreich abgeschlossen werden. Der dieser Vorlage im Anhang beigefügte Kurzbericht erläutert die bisher durchgeführten Arbeiten und die erzielten Ergebnisse. Im ersten Arbeitspaket wurde zunächst eine Bestandsanalyse der aktuellen verkehrlichen Si- tuation im Allgemeinen und der ÖPNV-Angebotssituation im Besonderen durchgeführt. Hier- bei wurde auf das neue, integrierte Verkehrsmodell der Stadt Köln zurückgegriffen. Als Prog- nosehorizont wurde das Jahr 2025 festgelegt. Die für das Modell benötigten Daten wurden entsprechend aufbereitet. Zudem wurden Kriterien zur Identifizierung expressbuswürdiger Verkehrsrelationen definiert. Mit Hilfe der Modellierungsergebnisse für 2025 und unter Anwen- dung der Kriterien wurden insgesamt acht Korridore ermittelt, auf denen der Einsatz von Ex- pressbussen grundsätzlich sinnvoll erscheint. Im zweiten Arbeitspaket wurden diese Korridore auf einen konkreten Einsatz von Expressbu- sen hin geprüft. Hierzu wurden die infrastrukturellen Voraussetzungen sowie die verkehrlichen Gegebenheiten im Straßennetz bewertet und die acht Korridore auf insgesamt fünf konkrete Linien im Straßennetz umgelegt. Für alle identifizierten Relationen wurde sodann die jeweilige verkehrliche Wirkung durch eine Planfallberechnung des Kölner Verkehrsmodells abgeprüft, so dass eine Bewertung der Verbindungen untereinander durchgeführt werden konnte. Zwischenergebnisse und Variantenentscheidung Das im zweiten Arbeitspaket ausgearbeitete Netz aus fünf Expressbuslinien umfasst die Rela- tionen X1 Rodenkirchen – Lindenthal – Nippes – Kalk, X2 Niehl – Longerich – Ossendorf – Junkersdorf – Frechen, X3 Merkenich – Mülheim – Merheim, X4 Gleuel – Hürth – Sülz – Lindenthal – Mediapark – Köln Hbf, X5 Zollstock – Kalk – Holweide – Dellbrück – Bergisch Gladbach. Die Ergebnisse der Planfallberechnung zeigen, dass die beiden Expressbuslinien X1 und X5 mit Abstand die höchsten Nachfragepotentiale im Vergleich der fünf Expressbuslinien aufwei- sen (vgl. Tabelle 6 im Zwischenbericht): Die Expressbuslinie X1 führt von Rodenkirchen im Süden über Bayenthal und Lindenthal nach Nippes und Kalk. Die Linienführung verläuft über die Innere Kanalstraße, verknüpft hierbei mehrere radial auf das Stadtzentrum zulaufende Stadtbahnlinien und entlastet die vorhandenen Stadtbahnangebote auf hochbelasteten innerstädtischen Abschnitten. Zu- sätzlich entsteht eine neue ÖPNV-Direktverbindung zwischen Nippes und Kalk über die Zoobrücke. Die Expressbuslinie X5 führt von Zollstock über Kalk und Holweide nach Bergisch Glad- bach. Somit wird aus dem linksrheinischen Süden kommend eine direkte Verbindung in die rechtsrheinischen Stadtteile Holweide und Dellbrück sowie nach Bergisch Gladbach, der Nachbarkommune mit dem höchsten Einpendelaufkommen, aufgebaut. Ausgehend von den vorliegenden Ergebnissen schließt sich die Verwaltung der Empfehlung des Gutachterkonsortiums an, die beiden Linienführungen X1 und X5 weitergehend zu unter- suchen. Weiteres Vorgehen Nach der politischen Beschlussfassung zur Auswahl der vertiefend zu untersuchenden Ex- pressbuslinien beginnt die Bearbeitung des dritten Arbeitspakets. In AP 3 werden unter ande- rem das Betriebskonzept für die beiden potenziellen Expressbuslinien ausgearbeitet, erforder- 4 liche Infrastrukturmaßnahmen aufgezeigt und Empfehlungen für Produktmerkmale zur Wie- dererkennbarkeit entwickelt. Auf dieser Basis wird anschließend eine Kostenschätzung vorge- nommen und ein Umsetzungsvorschlag erstellt. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Verwal- tung die dann fertiggestellte Machbarkeitsuntersuchung dem Verkehrsausschuss – unter An- hörung aller Bezirksvertretungen – zur abschließenden Beschlussfassung vorlegen. Auswirkungen auf den Klimaschutz Die Verwaltung verfolgt das Ziel, die sektorspezifischen Beiträge zu Klimaschutz zu erfüllen. Mit einer Ausweitung des ÖPNV-Angebotes durch ein ergänzendes Expressbus-Netz, das vorhandene Verbindungen stärken und neue Verbindungen schaffen soll, wird die Nutzung des ÖPNV für Bürgerinnen und Bürger gegenüber der Nutzung des privaten PKW attraktiviert. Somit trägt dies zu einer möglichen Reduktion des Treibhausgasausstoßes bei. Insgesamt würde die hier dargestellte Maßnahme bei einer Umsetzung einen positiven Beitrag zum Kli- maschutz leisten. Anlagen 1. Öffentlichkeitsbeteiligung 2. Machbarkeitsstudie zur Einrichtung eines Expressbus-Netzes in Köln: Zwischenbericht zu den Ergebnissen der Arbeitspakete 1 und 2 - mögliche Expressbus-Linienkorridore -
Sachstandsbericht Rat /Ausschuss 04/2026
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poß
Dezernat, Dienststelle
III/68/681/1
Vorlagen-Nummer
1462/2024
Stand: 22.04.2026
Sachstandsbericht
Machbarkeitsstudie für ein Expressbus-Netz,
hier: Auswahl der vertiefend zu untersuchenden Relationen
Beschluss:
Der Verkehrsausschuss nimmt den Zwischenbericht zur Machbarkeitsstudie zur Einrichtung
eines Expressbus-Netzes in Köln zur Kenntnis und folgt dem Vorschlag der Planungsbüros
die beiden ermittelten Linien
X1 Rodenkirchen – Lindenthal – Nippes – Kalk sowie
X5 Zollstock – Kalk – Holweide – Dellbrück – Bergisch Gladbach
im zweiten Teil der Studie vertiefend zu untersuchen und dabei u. a. die für eine Umsetzung
erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen zur Beschleunigung und Verstetigung der beiden prä-
ferierten Linien aufzuzeigen.
Status in Bearbeitung
erledigt
Bearbeitungsstand 11/2024:
Aktuell werden die für eine Beschleunigung der beiden vertiefend zu betrachtenden Linien X1
(Rodenkirchen – Innere Kanalstraße – Kalk) und X5 (Bergisch Gladbach – Kalk – Zollstock)
erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen analysiert und zu Maßnahmenpaketen zusammenge-
stellt. Ebenso werden die notwendigen Kosten zur Umsetzung dieser Maßnahmen abge-
schätzt.
Bearbeitungsstand 04/2026:
Der Abschlussbericht der Machbarkeitsstudie Expressbusnetz Köln sowie eine Sachstands-
darstellung zum weiteren Vorgehen wurden dem Mobilitätsausschuss sowie den Bezirksver-
tretungen mit Mitteilung 0335/2026 zur Kenntnisnahme vorgelegt.
Nächste Schritte: --
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den: --
Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung
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Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung Die Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung ist allen Beschlussvorlagen der Verwaltung für Gremien, auf die die Leitlinien Öffentlichkeitsbeteiligung Anwendung finden, beizufügen. Kreuzen Sie bitte eine der folgenden drei Varianten an und machen Sie entsprechende Angaben dazu. Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird nicht vorgeschlagen. Warum wird keine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgeschlagen? - Der Gestaltungsspielraum ist nicht ausreichend. Bitte begründen Sie Ihre Entscheidung (Begründung zwingend erforderlich): Die Vorlage basiert auf den Zwischenergebnissen einer gutachterlichen Arbeit, die die Stadt in Auftrag gegeben hat. Eine Öffentlichkeitsbeteiligung erscheint während der Erarbeitung der Machbarkeitsstudie nicht angezeigt, da sich die Vorgehensweise an den aktuellen fachlichen Methoden zur Erstellung solcher Studien orientiert. Eine Öffentlichkeitsbeteiligung kann aber zu einem späteren Zeitpunkt, wenn es um die konkrete Einrichtung und Einführung eines Expressbusangebots in Köln geht, durchaus sinnvoll und geboten sein. Kontakt OB/2 Referat für Strategische Steuerung Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung Brückenstraße 5-11 50667 Köln Telefon: 0221 – 221 25044 E-M ail: oeffentlichkeitsbeteiligung@stadt-koeln.de Intranetauftritt: Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung
Anlage_2_MBS-Expressbus-Koeln_Zwischenbericht
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WVI 1 von 20 Machbarkeitsstudie zur Einrichtung eines Expressbus-Netzes in Köln Zwischenbericht zu den Ergebnissen der Arbeitspakete 1 und 2 - mögliche Expressbus-Linienkorridore - WVI 2 von 20 Machbarkeitsstudie zur Einrichtung eines Expressbus-Netzes in Köln Zwischenbericht zu den Ergebnissen der Arbeitspakete 1 und 2 - mögliche Expressbus-Linienkorridore - Auftraggeber: Stadt Köln Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung Willy-Brandt-Platz 2 50679 Köln Auftragnehmer: WVI Prof. Dr. Wermuth Verkehrsforschung und Infrastrukturplanung GmbH Nordstraße 11 38106 Braunschweig plan:mobil Verkehrskonzepte und Mobilitätsplanung Ludwig-Erhard-Straße 14 34131 Kassel Bearbeiter: WVI: Florian Amme, Lars Brinkmann, Jutta Henninger, Sophie Laufer, Jochen Sauer plan:mobil: Frank Büsch, Johannes Jahn, Felix Kühnel WVI 3 von 20 Mai 2024 Gliederung 1 Ausgangssituation und Zielstellung ............................................................................... 5 2 Projektablauf und -beteiligung ....................................................................................... 6 3 Bestands- und Potenzialanalyse (AP 1) .......................................................................... 7 3.1 Datengrundlagen ........................................................................................................... 7 3.1.1 Verkehrsmodell Köln.......................................................................................... 7 3.1.2 Beschlüsse der Stadt Köln ................................................................................. 8 3.2 Nachfrageanalyse .......................................................................................................... 9 4 Umlegung der Korridore und verkehrliche Bewertung (AP 2) ................................... 13 4.1 Festlegung der Linienkorridore ................................................................................. 13 4.2 Bewertung der verkehrlichen Wirkung ..................................................................... 15 5 Zusammenfassung, Empfehlung, weiteres Vorgehen ................................................ 19 5.1 Sachstand und Empfehlung ....................................................................................... 19 5.2 Ausblick und weiteres Vorgehen ............................................................................... 20 WVI 4 von 20 Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Modal Split der Wege nach Entfernungsklasse für Metropolen in NRW, Montag-Freitag (Mobilität in Deutschland, 2017). ...................... 10 Abbildung 2: Schematische Darstellung der in AP 1 ermittelten Potenzialkorridore auf Basis der Nachfrageanalyse aus dem Prognose-Nullfall P0 des Verkehrsmodells. ............................................... 12 Abbildung 3: Untersuchte Linienkorridore für die zuvor in AP 1 ermittelten Potenzialkorridore. ........................................................................................ 14 Abbildung 4: Belastungsveränderungen im werktäglichen ÖV [Personenfahrten/Tag]. ÖV-Belastung Planfall P1 gegenüber ÖV-Belastung im Prognose-Nullfall P0. ...................................................... 16 Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Projektablauf der Machbarkeitsstudie nach Arbeitspaketen. ................... 6 Tabelle 2: Abstufung des Reisezeitverhältnisses ÖV/MIV gemäß Richtlinien für integrierte Netzgestaltung (RIN), Anlage A2. .................... 10 Tabelle 3: Angewandte Bewertungskriterien für die Auswahl geeigneter aggregierter Quelle-Ziel-Relationen für die Bildung von Potenzialkorridoren. ..................................................................................... 11 Tabelle 4: Untersuchte Linienkorridore für die zuvor in AP 1 ermittelten Potenzialkorridore. ........................................................................................ 14 Tabelle 5: Betriebsleistungseckdaten Montag-Freitag zum Expressbus- Angebot........................................................................................................... 15 Tabelle 6: Einsteigende je Tag und untersuchtem Linienkorridor. ........................... 17 Tabelle 7: Einsteigende je Tag und Verkehrsmittel im ÖV. ........................................ 17 Tabelle 8: Verkehrsverlagerungen zwischen den Verkehrsmitteln im Binnen-, Quell- und Zielverkehr. .................................................................. 18 Tabelle 9: Empfehlung: Linienkorridore für die weitergehende Untersuchung ................................................................................................ 20 WVI 5 von 20 1 Ausgangssituation und Zielstellung Ein Ziel der Stadt Köln ist die weitere Attraktivierung des öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) und die Stärkung des Umweltverbundes. Für Bevölkerungsgruppen mit keinem oder nur eingeschränktem Zugang zu individuellen Mobilitätsformen erfüllt der ÖPNV eine Schlüsselfunktion zur sozialen Teilhabe. Mit der Einrichtung eines Expressbus -Netzes im Stadtgebiet kann ein weiterer Baustein für diese Zielstellung gelegt werden. Dieser Baustein reiht sich ein in eine Palette von Vorhaben, die die Stadt Köln bereits bearbeitet. So wird eine ehrgeizige Ausbaupl anung des Stadtbahnsystems sowie eine umfangreiche Erweiterung des S- und Regionalbahn-Angebots verfolgt. Gleichzeitig wird das Straßennetz weiterentwickelt, um auch die Bedürfnisse des Fuß- und Radverkehrs angemessen zu berücksichtigen . Hierbei sollen auch die Vernetzung der Verkehrsmittel vorangetrieben und damit weitere Möglichkeiten zur Attraktivierung des öffentlichen Nahverkehrs genutzt werden. Im Rahmen dieser Machbarkeitsstudie sind in einer ersten Teilaufgabe potenzielle Linienführungen und Haltestellen für ein stadtweites Expressbus-Netz zu erarbeiten. Für die verschiedenen Relationen ist eine Abschätzung hinsichtlich ihrer Machbarkeit und verkehrlichen Wirkung zu treffen sowie eine Bewertung der Verbindungen untereinander durchzuführen . Dieser erste Teil der Studie ist abgeschlossen. Der vorliegende Kurzbericht schildert die wesentlichen Zwischenergebnisse aus der beauftragten Machbarkeitsstudie. Im weiteren Verlauf soll für zwei präferierte Linienführungen eine vertiefte Untersuchung angestellt werden, in der die erforderlichen Maßnahmen, Kosten und die zu erwartenden Auswirkungen für eine Realisierung herausgearbeitet werden. Dieser Kurzbericht dient daher auch zur Vorlage der erarbeiteten Ergebnisse bei d en politischen Gremien zur Auswahl der vertiefend zu untersuchenden Linienführungen. WVI 6 von 20 2 Projektablauf und -beteiligung Zur Durchführung der Machbarkeitsstudie wurden die WVI GmbH aus Braunschweig ge meinsam mit der plan:mobil GmbH aus Kassel beauftragt. In die Bearbeitung einbezogen waren neben den Auftragnehmern durch einen gemeinsamen Arbeitskreis auch Vertreter*innen aus Verwaltung und KVB. In allen Projektphasen wurden regelmäßige Arbeitstreffen abgehalten. Ziel dieser Treffen war es, die jeweils erarbeiteten Teilergebnisse vorzustellen sowie das weitere Vorgehen bezüglich der anstehenden Arbeitsschritte abzustimmen. Auf diese Weise wurde im Projektverlauf sichergestellt, dass die Machbarkeitsstudie im Einklang mit aktuellen Vorhaben und Beschlüssen der Stadt steht und in die aktuellen Planungsprozesse eingebunden ist. Die nachfolgende Tabelle 1 zeigt die beauftragten Arbeitspakete (AP) der Machbarkeitsstudie im Überblick. Die Steckbriefe für höherwertige Bussysteme (AP 2) werden zusammen mit AP 3 im Schlussbericht dargestellt. Aufgaben AP 1 Bestandsaufnahme & Analyse Berücksichtigung vorliegender Daten und Beschlüsse Nutzung des Verkehrsmodells Köln (Entwicklung Prognosezustand 2025) Analyse der Verkehrsverflechtungen im Stadt - und Stadt-Umland Verkehr von Köln Ermittlung von potenziellen Linienkorridoren zur weiteren Bearbeitung AP 2 Umlegung der Korridore, verkehrliche Wirkung und Bewertung Erarbeitung von Steckbriefen für höherwertige Bussysteme (Expressbus, Metrobus, Bus Rapid Transit System, etc.) Ableitung von Linienkorridoren im Straßennetz aus den Potenzialkorridoren von AP 1 Untersuchung der verkehrlichen Wirkung der ausgearbeiteten Linienkorridore in einer Planfallberechnung (P1) des Verkehrsmodells Bewertung der Linienkorridore anhand quantitativer und qualitativer Kriterien Empfehlung von zwei bevorzugten Linienkorridoren für Beschlussvorlage AP 3 Vertiefte Untersuchung der bevorzugten Linienkorridore Betriebstechnische und bauliche Untersuchung Kostenschätzung Abschließende Bewertung und Umsetzungsvorschlag AP 4 Berichtswesen Kurzer Zwischenbericht nach Abschluss von AP 2 Endbericht mit Kurzfassung nach Abschluss von AP 3 Tabelle 1: Projektablauf der Machbarkeitsstudie nach Arbeitspaketen. WVI 7 von 20 3 Bestands- und Potenzialanalyse (AP 1) 3.1 Datengrundlagen Am Beginn der Untersuchung stand die Analyse der derzeitigen ÖPNV -Nachfrage im Kölner Stadtgebiet, um für Expressbuslinien geeignete Quelle-Ziel-Relationen zu identifizieren. Hierzu wurden zunächst mehrere Datengrundlagen vorbereitet. 3.1.1 Verkehrsmodell Köln In einem gesonderten Projekt hat die WVI GmbH das Verkehrsmodell der Stadt Köln neu aufgebaut. Die Machbarkeitsstudie stellt demnach einen ersten Anwendungsfall für das neue Modell dar. Der Analysezustand des Verkehrsmodells basiert auf dem Bezugsjahr 2018. In diese Modellierung sind die Ergebnisse der Untersuchung „Mobilität in Deutschland 2017“ (MiD 2017) als zentrale Datengrundlage eingeflossen. Um die verkehrlichen Wirkungen eines zukünftig umzusetzenden Expressbusnetzes realistisch abbilden und bewerten zu können, wurde das Verkehrsmodell für die vorliegende Machbarkeitsstudie um einen Prognosezustand mit Bezugsjahr 2025 erweitert. Die Eingangsdaten für den Prognosehorizont 2025 wurden eng mit der Stadt Köln abgestimmt. U. a. wurden Erkenntnisse aus der Kölner Haushaltsbefragung 2022 (z. B. Zunahme des Home -Office-Anteils) im Kontext der dynamischen Entwicklung des Mobilitätsverhaltens während und nach der Corona -Pandemie analysiert und bei der Fortschreibun g des Mobilitätsverhalten der Bevölkerungsgruppen im Prognosezustand 2025 berücksichtigt. Es wurden folgende Entwicklungen für die Vorausschau bis 2025 angenommen: Einwohnerentwicklung in Köln und im Umland (inkl. Wohnbauentwicklungen in Köln) Arbeitsplatzentwicklung (unter Berücksichtigung von Gewerbeflächenentwicklungen) Schulentwicklung Siedlungsentwicklungen (Neubaugebiete / Gewerbegebiete / Einkaufs - und Freizeitgelegenheiten) Veränderungen des Verkehrsangebots der unterschiedlichen Verkehrssysteme: Änderungen im Straßennetz (z.B. Aufhebung von Baustellen, Geschwindigkeitsanpassungen, Reduktion von Fahrstreifen zur Begünstigung des Radverkehrs) Änderungen im Radverkehrsnetz Änderungen im ÖV-Angebot mit Übernahme des ÖV-Fahrplans 2023 Angenommene Änderungen im Mobilitätsverhalten der Bevölkerungsgruppen (Zunahme des Home-Office-Anteils, Veränderungen bei Freizeitverkehren, etc.) in Anlehnung an die Annahmen des B undesverkehrsministeriums (BMDV) zur gleitenden Langfrist-Verkehrsprognose 2051 und Erkenntnissen aus der Kölner Haushaltsbefragung . Dieser erweiterte Prognosezustand diente in der folgenden Projektbearbeitung als Basis-Vergleichsfall (bzw. „Prognose-Nullfall“ P0) für die Bewertung der Effekte, die sich durch das Expressbusnetz ergeben werden. WVI 8 von 20 Über das Verkehrsmodell hinaus sind eine Reihe an zusätzlichen Datenquellen in die Bearbeitung eingeflossen. So konnte die WVI GmbH auf eine eigene Untersuchung aus dem Jahr 2018 zurückgreifen, in der die Auswirkungen starker ÖV -Nachfragesteigerungen auf d as ÖV -Netz des Verkehrsverbundes Rhein -Sieg (VRS) untersucht worden waren. In dieser Studie wurde u. a. festgestellt, dass die Schienenstrecken im Zulauf auf Köln und die Kölner Innenstadt hochbelastet und z. T. überlastet sind. Es wurde u. a. empfohlen, d urch tangentiale Busverkehre die hochbelasteten Schienenabschnitte zu entlasten. Die Einrichtung von Busverkehren wurde u. a. deshalb empfohlen, weil der Ausbau von Schienenverkehren nicht kurzfristig umsetzbar ist. Demgegenüber können Busverkehre deutlich schneller geplant und eingeführt werden. 3.1.2 Beschlüsse der Stadt Köln Folgende Beschlüsse der zentralen Ratsgremien der Stadt Köln, die diese Machbarkeitsstudie direkt betreffen, wurden in die Untersuchung einbezogen: „KölnMobil“ – Express-Bus-Netz für Köln vom 10.05.2016 (Vorlage -Nr. AN/0806/2016) Dritter Nahverkehrsplan der Stadt Köln vom 11.07.2017 Einrichtung einer Buslinie auf der Inneren Kanalstraße (Vorlagen -Nr. 1946/2022) Weiterhin wurden folgende Beschlüsse bei der Studienerstellung mitberücksichtigt: BV Ehrenfeld: Schnellbusverbindung linksrheinisch vom 14.02.2011 (Vorlage -Nr. AN/0247/2011) Verkehrsausschuss: Busbeschleunigung Dürener Straße vom 17.04.2018 (Vorlage -Nr. 3236/2017) Rat: Expressbuslinie Ost -West-Achse vom 18.12.2018 (Vorlage -Nr. 3211/2018) Ausschuss für Anregungen und Beschwerden: Einrichtung einer Buslinie zwischen Westhoven – Kölner Straße der Linie 7 und linksrheinisch Heinrich -Lübke-Ufer vom 05.02.2019 (Vorlage -Nr. 3477/2018) BV Lindenthal: Busverbindung Klettenberg – Sülz – Lindenthal – Müngersdorf vom 01.07.2019 (Vorlage-Nr. AN/0871/2019) BV Lindenthal: Nord-Süd-Buslinie vom 13.09.2021 (Vorlage -Nr. AN/1803/2021) BV Rodenkirchen: Errichtung einer Schnellbuslinie zwischen Bahnhof Hürth -Kalscheuren – Köln- Rondorf – Köln Rodenkirchen – Heumarkt vom 07.03.2022 (Vorlage -Nr. AN/0360/2022) BV Kalk: Für eine mobile Schäl Sick – Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs im rrh. Köln voranbringen! vom 27.11.2024 (Vorlage -Nr. AN/1575/2014) BV Porz: ÖPNV Porz vom 04.07.2019 (Vorlage -Nr. AN/0922/2019) BV Porz: Einrichtung einer Busspur zur Entlastung Schmittgasse von der Ranzeler Str. bis zur Wahner Str. vom 10.12.2019 (Vorlage -Nr. AN/1646/2019) Ausschuss für Anregungen und Beschwerden: Anlegen einer Busspur auf der Frankfurter Straße vom 21.01.2020 (Vorlage -Nr. 0533/2019) Beschlüsse der Bezirksvertretungen Rodenkirchen und Lindenthal zur Untersuchung einer Stadtbahnlinie auf der Inneren Kanalstraße BV Porz: Schnellbusliniennetz für Porz vom 11.05.2023 (Vorlagen -Nr. AN/0739/2023) diverse Bürger*inneneingaben WVI 9 von 20 3.2 Nachfrageanalyse Ausgehend vom Prognose-Nullfall im Verkehrsmodell wurden über die Nachfrageanalyse Potenzialkorridore entwickelt . Diese dienten als Grundlage, um im AP 2 konkrete Linienführungen auszuarbeiten. Um geeignete potenzielle Expressbus-Korridore zu ermitteln, ist es notwendig, die Verkehrsnachfrage der Bevölkerung räumlich zu analysieren. Für die Machbarkeitsstudie wurde dazu der sogenannte „Prognose-Nullfall“ (P0) des Verkehrsmodells (modelliertes Verkehrsgeschehen 2025 ohne Expressbusse) ausgewertet, wobei mehrere Perspektiven betrachtet und zusammengeführt wurden: Die Nachfrage muss hoch genug sein, um die Einrichtung einer Expressbus -Linie zu rechtfertigen. Merkmal einer Expressbus -Linie ist die rasche Beförderung der Fahrgäste, wobei i.d.R. größere Reiseentfernungen zurückgelegt werden als über Stadtbusse. Im Sinne der Mobilitätswende sind vor allem solche Quelle -Ziel-Relationen interessant, die ein nennenswertes Verlagerungspotenzial vom MIV auf den ÖV darstellen. Gleichzeitig kann es sinnvoll sein, bestehende ÖV -Verbindungen zu entlasten oder Direktverbindungen zu schaffen und so die Attraktivität des ÖV gegenüber dem MIV zu steigern. Im Verkehrsmodell der Stadt Köln liegen feinteilige Verkehrsbeziehungen zwischen den rund 2.700 einzelnen Verkehrszellen vor (davon im Stadtgebiet Köln 1.454 Verkehrszellen), die in Summe ca. 3,5 Mio. Wege am Tag allein innerhalb des Stadtgebiets Köln abbilden. So umfasst eine Verkehrszelle im Kölner Stadtgebiet meist nur wenige Straßenzüge und ggf. eine Haltestelle zur Anbindung an das ÖV - Netz. Um geeignete Linienkorridore z u finden, wurden deshalb die Verkehr sströme aus dem Verkehrsmodell innerhalb des Stadtgebiets auf Stadtteilebene gebündelt. Beispielsweise wurden alle Verkehre (Rad, ÖV, MIV) , die in einer Verkehrszelle des Stadtteils Lindenthal beginnen und in einer Verkehrszelle des Stadtteils Nippes enden, zusammengefasst und als ein gemeinsamer Verkehrsstrom aufgefasst. Die Hin - und Rückrichtungen wurden an dieser Stelle ebenfalls zusammen gefasst. Verkehrszellen aus dem direkten Umland der Stadt Köln wurden auf Gemeindeebene zusammengefasst, so dass sich auch hier im Ergebnis Verkehrsströme zwischen d en 86 Stadtteilen und direkt angrenzenden Städten und Gemeinden ergeben. Für diese gebündelten Ströme wurden mehrere Kennzahlen ausgewiesen, anhand derer eine Auswahl an potenziell geeigneten Relationen getroffen werden konnte: Mindeststärke der Tages -Gesamt-Nachfrage von Rad, ÖV, MIV auf der gebündelten Relation mittlere Reiseweite auf der gebündelten Relation : Um dem Expressbus -Charakter gerecht zu werden und eine möglichst geringe Überlagerung zur Nutzung des Umweltverbunds (Fußverkehr, Radverkehr, Stadtbusse) zu erreichen, wurden vorrangig Relationen mit einer höheren Reiseweite berücksichtigt (Nachfrageanteile der Verkehrsmittel nach Entfernungsklasse, siehe Abbildung 1). Als Indikator für Verlagerungspotenziale aus dem MIV: Unterdurchschnittlicher Anteil des ÖV an der Tages-Gesamt-Nachfrage Ungünstiges Verhältnis der Reisezeit im ÖV verglichen mit der Reisezeit im MIV (Hierzu wurden die Stufen gemäß Richtlinien für Integrierte Netzgestaltung (RIN) angewandt, siehe Tabelle 2). Mittlere Umsteigehäufigkeit auf der gebündelten Relation als Indikator für fehlende Direktverbindungen im ÖV WVI 10 von 20 Abbildung 1: Modal Split der Wege nach Entfernungsklasse für Metropolen in NRW, Mo ntag-Freitag (Mobilität in Deutschland, 2017). Stufe gemäß RIN Intervall des Reisezeitverhältnisses (ÖV-Reisezeit/MIV-Reisezeit) A – sehr gut <= 1,0 B – gut <= 1,6 C- befriedigend <= 2,2 D – ausreichend <= 2,8 E – mangelhaft <= 3,4 F – unzureichend > 3,4 Tabelle 2: Abstufung des Reisezeitverhältnisses ÖV/MIV gemäß Richtlinien für integrierte Netzgestaltung (RIN), Anlage A2. Da – wie oben beschrieben – mit der Einrichtung einer Expressbus -Linie mehrere Zielstellungen verfolgt werden können, wurden bei der Auswahl der Potenzialkorridore drei Betrachtungsfälle unterschieden, wobei unterschiedliche Grenzwerte für die genannten Kennzahlen angesetzt wurden (s. Tabelle 3) WVI 11 von 20 Fall Nr. Untersuchungsraum Angewandte Bewertungskriterien Fall 1 Verringerung der ÖV-Reisezeit im Binnenverkehr Köln Gesamtnachfrage > 1.500 Wege Nachteiliges Reisezeitverhältnis (Stufe D und schlechter) Fall 2 Verringerung der Umstiegsvorgänge im Binnenverkehr Köln Gesamtnachfrage > 2.500 Wege Nachfrageanteil ÖV < 40% Gutes Reisezeitverhältnis (Stufe B und besser) Relationen mit mindestens einem Umstieg Fall 3 Wichtige Anschlussrelationen im Stadt-Umland-Verkehr zwischen Köln und angrenzenden Städten und Gemeinden Variante 3.1 Gesamtnachfrage > 5.000 Wege Nachfrageanteil ÖV < 40% Variante 3.2 Gesamtnachfrage > 4.000 Wege Schlechtes Reisezeitverhältnis (Stufe C und schlechter) Nachfrageanteil ÖV < 5% Tabelle 3: Angewandte Bewertungskriterien für die Auswahl geeigneter aggregierter Quelle -Ziel- Relationen für die Bildung von Potenzialkorridoren. Nach Durchführung einer Sensitivitätsanalyse, um auch Relationen mit knapp unzutreffenden Kriterien zu betrachten, lagen im Ergebnis für die unterschiedlichen Betrachtungsfälle mehrere geeignete Relationen vor. Im Fall 1 ergaben sich 24 Relationen mit nachteiligem Reisezeitverhältnis, im Fall 2 ergaben sich 5 Relationen mit Potenzial zur Verringerung der Umstiegsvorgänge und im Fall 3 wurden 15 mögliche Anschlussrelationen aus dem direkten Umland ermittelt. Die ermittelten Relationen verteilten sich dabei vorwiegend über das linksrheinische Stadtgebiet und ergänzten sich zum Teil bereits zu längeren Korridoren. Die Auftragnehmer ergänzten – unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten und der o. g. Beschlüsse – in einem Folgeschritt die identifizierten Relationen zu insgesamt acht Korridorvorschlägen, die in Abbildung 2 gezeigt sind. Bei der Kartendarstellung ist zu beachten, dass die Start - und Endpunkte der Korridore stellvertretend aus den geometrischen Schwerpunkten der Stadtteil e abgeleitet sind, um den gebündelten Verkehrsstrom schematisch darzustellen. Die tatsächlichen Start- und Endpunkte der Verkehrsströme streuen räumlich über das Netz und verlaufen nicht zwangsläufig in annähernder Luftlinienverbindung zwischen den Start- und Endpunkten. WVI 12 von 20 Abbildung 2: Schematische Darstellung der in AP 1 ermittelten Potenzialkorridore auf Basis der Nachfrageanalyse aus dem Prognose-Nullfall P0 des Verkehrsmodells. WVI 13 von 20 4 Umlegung der Korridore und verkehrliche Bewertung (AP 2) 4.1 Festlegung der Linienkorridore Die zuvor ermittelten acht Potenzialkorridore (siehe Abbildung 2) stellen nach wie vor gebündelte Verkehrsströme auf Stadtteil - bzw. Gemeindeebene dar. Die se Korridorvorschläge wurden im nächsten Schritt ausgehend von den realen Verkehrsinfrastrukturen von plan:mobil überarbeitet und konkretisiert. Mithilfe von umfangreichen Vor -Ort-Begehungen und unter Berücksichtigung der infrastrukturellen Begebenheiten wurden mögliche Linienführung en konzipiert. In diesem Prozess wurden die vormals acht Korridore zu fünf Linien korridoren zusammengefasst, um den Expressbuscharakter entlang der einzelnen Linienverläufe zu gewährleisten. So wurden Korridore beispielsweise na ch ihrer Funktion unterschieden (Anbindung äußerer Stadtteile und des Umlands, tangentiale Verbindung oder ggf. Erschließungsfunktion an den Außenästen). Gleichzeitig wurden Engstellen und Besonderheiten im örtlichen Verkehrsnetz berücksichtigt. Nicht zule tzt spielen für die erfolgreiche Einführung von Expressbuslinien auch Merkmale wie die Linienlänge, Haltestellenabstände und die mittlere Fahrtgeschwindigkeit eine zentrale Rolle. Planungsprämissen bei der Bearbeitung waren unter anderem: Möglichst schnelle und direkte Linienführungen für eine hohe Durchschnittsgeschwindigkeit mit kurzen Fahrtzeiten, insbesondere im mittleren Linienabschnitt Nutzung von z.B. vierstreifigen Straßen mit zügiger Befahrbarkeit Nutzung von Bussonderstreifen Vermeidung von Straßen mit schmalem Querschnitt oder von Straßen mit Nutzungskonflikten zwischen den Verkehrsmitteln (z.B. schmale Rad -Schutzstreifen, Fahrradstraßen, viel ruhender Verkehr oder Fußverkehr) Berücksichtigung örtlicher Besonderheiten Eingeschränkte Möglichkeiten zum Linksabbiegen, z. B. auf Innerer Kanalstraße Bestehende Linienendpunkte und Wartemöglichkeiten und ggf. Ladepunkte beim Einsatz von E- Bussen Konstante Fahrtzeiten im Tagesverlauf In dieser Phase fanden intensive Abstimmungen mit der Stadt Köln sowie der KVB statt, um die Expertise vor Ort einzubeziehen und um Wechselwirkungen zu anderen Planungsvorhaben berücksichtigen zu können. Teilweise wurden die Linienführungen über die ursprünglichen Korridore hinaus verlängert, um zusätzliches Fahrgastpotenzial zu heben. Tabelle 4 zeigt die im Ergebnis entwickelten Linienkorridore. Für den Korridor X1 wurde zudem ein alternativer Streckenverlauf geprüft. Dieser erschließt den Stadtteil Köln Nippes anstelle der Rheinquerung Richtung Köln Kalk (s. hierzu Kapitel 4.2). WVI 14 von 20 Abbildung 3: Untersuchte Linienkorridore für die zuvor in AP 1 ermittelten Potenzialkorridore. Strecke Beschreibung Linienverlauf X1 Rodenkirchen – Lindenthal – Nippes – Kalk X2 Niehl – Longerich – Ossendorf – Junkersdorf – Frechen X3 Merkenich – Mülheim – Merheim X4 Gleuel – Hürth – Sülz – Lindenthal – Mediapark – Köln Hbf X5 Zollstock – Kalk – Holweide – Dellbrück – Bergisch Gladbach Tabelle 4: Untersuchte Linienkorridore für die zuvor in AP 1 ermittelten Potenzialkorridore. Fahrplanangebot für die Expressbuslinien Für die gezeigten Linien korridore wurden in einem nächsten Schritt Fahrpläne erstellt, die sich am Taktangebot der Stadtbahn orientieren: Für Montag bis Freitag wurde ein 10-Minuten-Takt von 6:30 Uhr bis 20:00 Uhr angesetzt. WVI 15 von 20 Tabelle 5: Betriebsleistungseckdaten Montag-Freitag zum Expressbus-Angebot. Verkehrsmodellrechnung Planfall P1 Die Fahrpläne und zugehörigen Haltestellenketten wurden anschließend in das Verkehrsmodell Köln eingespielt, wobei sie das bereits bestehende ÖPNV -Angebot ergänzten. Dieser angepasste Modellstand bildet den Planfall P1 des Verkehrsmodells. Hierüber wurden die verkehrlichen Wirkungen der Expressbus -Linien gemeinsam berechnet und in einer Differenzbetrachtung mit dem Prognose-Nullfall P0 verglichen. 4.2 Bewertung der verkehrlichen Wirkung Der Vergleich der Berechnungsergebnisse von Prognose-Nullfall P0 und Planfall P1 gibt wichtige Hinweise auf die zu erwartende Nachfrageverlagerung nach Einführung der jeweiligen Expressbusangebote. Die Ergebnisse sind in den nachfolgenden Abbildungen und Tabellen dargestellt. Änderung der Verkehrsmittelnutzung („Modal-Split“) Bei Betrachtung des Modal Splits, also der Verteilung der Verkehrsmittelnutzung über alle Wege der Bewohner*innen in Köln, zeigt sich zunächst, dass die Änderungen in Summe mit wenigen Zentel - Prozentpunkten gering sind . Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Einführung von fünf Expressbuslinien im Vergleich zum gesamten Liniennetzangebot in Köln ein e vergleichsweise geringe Angebotsveränderung darstellt. Veränderung der Verkehrsbelastung im ÖPNV-Netz Die vorgeschlagenen Expressbuslinien beeinflussen die ÖPNV-Belastung im Verkehrsnetz der Stadt Köln erheblich (Abbildung 4). Deutlich erkennbar ist die Zunahme der Belastung entlang des Korridors X1 auf der Inneren Kanalstraße. Im Gegenzug entsteht eine zum Teil deutliche Entlastung von hochbelasteten Stadtbahnabschnitten in der Innenstadt. Ebenfalls erkennbar sind die Zunahmen entlang der übrigen Korridore. Die höchste Nachfrage hierzu liegt auf dem rechtsrheinischen Ast des Korridors X5 nach Bergisch-Gladbach. Auch an dieser Stelle werden Schienenverbindungen entlastet. Insgesamt ist eine hohe Nachfrage auf den Korridoren zu erwarten. X1 Rodenkirchen - Kalk 21,3 47,0 27,2 164 3.500 X2 Niehl - Frechen 25,7 57,0 27,1 164 4.200 X3 Merkenich - Merheim 17,9 40,0 26,9 164 2.900 X4 Gleuel/Hürth - Köln Hbf 16,6 42,5 23,4 164 2.700 X5 Zollstock - Bergisch Gladbach 20,7 51,5 24,1 164 3.400 Gesamt +820 +16.700 [min/Fahrt] [km/h] [Fahrten/Tag] [ServiceKm/Tag]Planfall 2025 [km/Fahrt] WVI 16 von 20 Abbildung 4: Belastungsveränderungen im werktäglichen ÖV [Personenfahrten/Tag]. ÖV - Belastung Planfall P1 gegenüber ÖV-Belastung im Prognose-Nullfall P0. Auslastung der Linienkorridore Tabelle 6 stellt die Einsteigenden pro Tag und Linienkorridor im Planfall P1 dar. Für den Korridor X1 werden 19.100 Einsteigende pro Tag ausgewiesen. Damit weist der Korridor X1 von allen untersuchten Linienkorridoren mit Abstand die höchste Zahl an Einsteigenden auf. Die Planfallberechnung enthielt noch zusätzlich einen Linienast in das Stadtteilzentrum von Nippes . Diese Linienführung wurde als potenzielle Alternative zur Streckenführung nach Kalk überprüft. Inklusive dieser Linienvariante nach Nippes wurden als Nachfrage im Korridor X1 sogar 24.300 Einsteigende pro Tag ausgewiesen. Auf Grund der hohen Nachfrage auf der Streckenführung von Rodenkirchen nach Kalk sollte im Korridor X1 diese rheinquerende Variante umgesetzt werden. Daneben sind die Korridore X 5 nach Bergisch-Gladbach mit 14.500 Einsteigenden und X3 zwischen Merkenich und Merheim mit 10.100 Einsteigenden stark nachgefragt. Diese Nachfrage werte liegen bereits in einem hohen Bereich für Expressbuslinien. WVI 17 von 20 Tabelle 6: Einsteigende je Tag und untersuchtem Linienkorridor. Weitere Veränderungen der modellierten Verkehrsnachfrage Werden im Verkehrsmodell die Einsteigenden nach ÖV -Verkehrssystem differenziert ( Tabelle 7), so zeigt sich, dass in der Planfallbetrachtung 64.700 Expressbus -Fahrgäste ermittelt wurden, wobei ein gutes Drittel dieser Fahrgäste zuvor andere Verkehrsmittel des ÖV nutzte. Diese Personen wechseln überwiegend von den Stadtbahnen zum Expressbus, ledi glich ein kleiner Teil wechselt vom Stadtbus oder der S-Bahn. Die Nutzung der Regionalbusse steigt geringfügig an. Tabelle 7: Einsteigende je Tag und Verkehrsmittel im ÖV. [Einsteigende/Tag] Planfall 2025 X1 Rodenkirchen - Kalk 19.100 X2 Niehl - Frechen 6.800 X3 Merkenich - Merheim 10.100 X4 Gleuel/Hürth - Köln Hbf 9.100 X5 Zollstock - Bergisch Gladbach 14.500 Gesamt +59.600 Prognose 2025 Planfall 2025 Stadtbus 566.600 564.200 -2.400 -0,4% Regiobus 206.500 207.800 +1.300 +0,6% TaxiBus 5.000 5.000 0 0,0% SPFV 50.900 50.700 -200 -0,4% Tram 1.009.800 988.500 -21.300 -2,1% AST 300 300 0 0,0% SPNV 405.500 405.600 +100 +0,0% S-Bahn 285.500 284.200 -1.300 -0,5% XBus 0 64.700 +64.700 Gesamt +2.530.100 +2.571.000 +40.900 +1,6% Veränderung [Einsteigende/Tag] WVI 18 von 20 Eine weitere zentrale Auswertung ist die Untersuchung der Verkehre nach Verkehrsmittel. In Tabelle 8 sind für den Binnenverkehr im Stadtgebiet Köln und die ausbrechenden Verkehre („Quellverkehr Köln“) bzw. einbrechenden Verkehre („Zielverkehr Köln“) die Veränderungen der Verkehrsmittelnutzung im Planfall P1 gegenüber dem Prognose -Nullfall P0 dargestellt. Deutlich erkennbar ist, dass insbesondere die starke ÖV -Mehrnutzung innerhalb Kölns in der Modellierung zulasten des Radverkehrs geht. Allerdings werden auch die Wege der Pkw -Fahrer*innen und - Mitfahrer*innen reduziert. Im Quell - und Zielverkehr aus dem St adt-Umland werden insgesamt weniger Fahrten im ÖV hinzugewonnen, allerdings zu einem größeren Anteil aus dem MIV. In den Arbeitstreffen wurden die Ursachen für diese Ergebnisse diskutiert. Dass bei Einführung einer ÖV-Maßnahme im urbanen Raum Rückwirkungen auf den Radverkehr eintreten, wird regelmäßig beobachtet und ist kaum vermeidbar. In Verbindung mit der Verlageru ng vom Fußverkehr auf den Expressbus kann jedoch angenommen werden, dass die Haltestellenabstände in den Linienkorridoren derzeit zu gering sind. Bei Reduktion der Haltestellen entlang der Linie und demnach längeren Fahrtabschnitten dazwischen wären geringere Wechselanteile vom Fuß- und Radverkehr zu erwarten. Dies soll bei der weiteren Detailkonzeption des Linienangebotes berücksichtigt werden. Tabelle 8: Verkehrsverlagerungen zwischen den Verkehrsmitteln im Binnen-, Quell- und Zielverkehr. Binnenverkehr Quellverkehr Zielverkehr Gesamt -2.300 0 0 -2.300 -10.200 -700 -700 -11.600 +16.800 +2.000 +2.300 +21.100 -2.500 -800 -900 -4.200 -800 +200 -100 -700 Verkehr im Kölner-Stadtgebiet in [Personenfahrten/Tag] ÖV Pkw Gesamtverkehr Köln Fuss Rad Mitf. WVI 19 von 20 5 Zusammenfassung, Empfehlung, weiteres Vorgehen 5.1 Sachstand und Empfehlung Mit dem Verkehrsmodell der Stadt Köln liegt eine sehr differenzierte Modell- und Datenbasis zur Verkehrssituation der Stadt Köln vor, in der die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Infrastruktur, Verkehrsangebot und Mobilitätsbedarf der Bevölkerung abgebildet werden. Mit diesem Modellansatz können nun Prognoserechnungen durchgeführt werden, um geplante Maßnahmen hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Mobilität zu überprüfen. Für potentielle Expressbuslinien kann das Modell wie in der vorliegenden Untersuchun g genutzt werden, um die Verkehrsnachfrage zu ermitteln, die auf einer solchen Linie zu erwarten ist. Der Analysezustand der Verkehrsmodells Köln wurde für das Bezugsjahr 2018 aufgebaut. Darauf aufbauend wurde mit der Prognoserechnung der Zustand der Verkehrssituation in Köln mit dem Bezugsjahr 2025 im Verkehrsmodell abgebildet (Kapitel 3.1.1). Mit Hilfe einer Nachfrageanalyse wurden umfangreiche Ergebnisse zur Bewertung von Stärken und Schwächen des ÖPNV -Angebotes im Kölner Stadtgebiet im Vergleich zum Radverkehr und MIV vorgelegt. Im Kontext der vorliegenden Studie wurden die Ergebnisse in Kapitel 3.2 erläutert. In einem schrittweisen Prozess wurden fünf Linienkorridore für Expressbuslinien entwickelt (Kapitel 4.1). Das Nachfragepoten zial dieser Expressbuslinien wurde anschließend mit dem Verkehrsmodell der Stadt Köln in einer Planfallberechnung ermittelt und umfassend bewertet (Kapitel 4.2). Alle fünf Linienkorridore weisen ein hohes bis sehr hohes Nachfragepotenzial auf. Die Ergebnisse der Planfallberechnung zeigen, dass die beiden Expressbuskorridore X1 und X5 mit Abstand die höchsten Nachfragepotenziale im Vergleich der fünf Linienvarianten aufweisen. Der Expressbuskorridor X1 führt von Rodenkirchen im Süden über Bayenthal/Lindenthal nach Nippes und Kalk. Die Linienführung verläuft tangential über die Innere Kanalstraße und verknüpft zahlreiche radial verlaufende Stadtbahnlinien. Dadurch werden diese St adtbahnangebote auf hochbelasteten innerstädtischen Abschnitten entlastet. Viele einbrechende Fahrgäste können nun bereits an der Inneren Kanalstraße umsteigen und mit dem Expressbus direkt zu ihrem Ziel fahren. Durch die tangentiale Linienführung des Korridors X1 über die Innere Kanalstraße entsteht ein zusätzlicher Ring um die Innenstadt, der zwischen den beiden Stadtbahnringen liegt. Zusätzlich erfolgt eine neue Anbindung von Nippes nach Kalk auf der rechtsrheinischen Seite über die Zoobrücke. Der Expressbuskorridor X5 führt von Zollstock über Kalk und Holweide nach Bergisch Gladbach. Somit wird aus dem linksrheinischen Süden kommend eine direkte Verbindung in die rechtsrheinischen Stadtteile Holweide und Delbrück sowie nach Bergisch Gla dbach aufgebaut, wobei der Expressbus in Holweide und Delbrück zwischen der S-Bahn und der Stadtbahn verläuft. Der Expressbuskorridor nach Bergisch Gladbach eröffnet neue Direktanbindungen zwischen Köln und dieser direkt angrenzenden Großstadt mit hohem Pendlera ufkommen. WVI 20 von 20 Tabelle 9: Empfehlung: Linienkorridore für die weitergehende Untersuchung Ausgehend von den vorliegenden Ergebnissen empfehlen wir, die beiden Linienführungen X1 und X5 weitergehend zu untersuchen. 5.2 Ausblick und weiteres Vorgehen Nach der politischen Beschlussfassung zur Auswahl der Linienführungen beginnt die Bearbeitung von AP 3 zur vertieften Untersuchung der ausgewählten Vorzugsvarianten. In AP 3 wird d as Betriebskonzept ausgearbeitet, erforderliche Infrastrukturmaßnahmen werden aufgezeigt und Empfehlungen für Produktmerkmale zur Wiedererkennbarkeit entwickelt. Davon ausgehend wird eine Kostenschätzung vorgenommen und ein Umsetzungsvorschlag erstellt. Für die Bearbeitung des AP 3 ist ein Zeitraum von 4 Monate vorgesehen. Die vorliegenden Erkenntnisse aus der Nachfrageanalyse (Kapitel 3.2) sowie aus der Ausarbeitung potenzieller Linienkorridore (Kapitel 4.1) bilden eine wichtige Grundlage für weitergehende Untersuchungen zur Verbesserung des ÖV-Angebotes und zur Stärkung des Umweltverbundes in Köln, die jedoch nicht Bestandteil dieser Untersuchung sind. [Einsteigende/Tag] Planfall 2025 X1 Rodenkirchen - Kalk 19.100 X2 Niehl - Frechen 6.800 X3 Merkenich - Merheim 10.100 X4 Gleuel/Hürth - Köln Hbf 9.100 X5 Zollstock - Bergisch Gladbach 14.500 Gesamt +59.600 Empfehlung für die weitergehende Untersuchung
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1462/2024
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 28.05.2024
- Erstellt
- 30.04.2024 09:31