AN/0908/2018
Initiative zur Schulentwicklung im Bezirk Chorweiler
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Gem. Antrag nach § 3 (Grüne BV6)
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CDU-Fraktion, SPD-Fraktion, Fraktion Bündnis90/Die Grünen, Herr Klaus Roth(Linke), Herrn Bezirksbürgermeister Reinhard Zöllner Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Bezirksbürgermeister: AN/0908/2018 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 21.06.2018 Initiative zur Schulentwicklung im Bezirk Chorweiler Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, Um ein Versorgung der Schüler im Kölner Norden langfristig zu gewährleisten, muss über eine Über- arbeitung der gesamten Schulstruktur unter Einbeziehung der Elternwünsche nachgedacht werden. Unter Berücksichtigung des aktualisierten Schulentwicklungsplanes 2016, unter Hinzunahme aktu- eller Entwicklungen in Form von neu entstandenem Wohnungsbau und nach oben zu korrigieren- dem Bevölkerungswachstum in Köln, fasst die BV 6, teilweise in Abänderung des aktualisierten Schulentwicklungsplanes 2016, folgenden Beschluss: 1. Die Planung zum Beschluss zur Kapazitätserweiterung der KGS Gutnickstraße um die Erweite- rungsfläche auf dem Gelände der heutigen KITA Further Straße wird umgehend personalisiert und die Maßnahme umgesetzt( Schulentwicklungsplan (M71) 2. Der Stadtbezirk 6 benötigt in Fühlingen eine weitere Grundschule. Diese neu zu errichtende 2- zügige Grundschule soll Potential zur Erweiterung haben. Die Verwaltung wird aufgefordert, einen Standort für ein solches Schulprojekt in Fühlingen zu finden. Ein möglicher Standort wäre das Grund- stück des jetzigen Festplatzes an der Neusser Straße. Den Festplatz kann entsprechend auf das Nachbargrundstück ausweichen. 3. Die Verwaltung wird aufgefordert, am ehemaligen Schulstandort der Hauptschule am Holzheimer Weg in Worringen den Neubau einer 4-zügigen Gesamtschule zu ermöglichen. Hierzu soll die Ge- samtfläche des Grundstücks unter Hinzunahme , der Freiflächen und Sportplätze, des ehemaligen Turnhallengrundstücks – und auch der derzeit zur Flüchtlingsunterbringung genutzten Flächen - so- - 2 - wie der Hausmeisterwohnung und der Parkflächen überplant werden. Die Altgebäude sind abzurei- ßen, eine mehrgeschossige Neubauplanung ist zu erarbeiten und entsprechend umzusetzen. In der Neubauplanung müsste keine Turnhalle eingeplant werden, da hierzu die Fläche der Sportanlage am Erdweg in Worringen, die fußläufig erreichbar ist, genutzt werden könnten. Eine Hausmeisterwoh- nung muss ebenfalls nicht geplant werden, da die Aufgaben des Hausmeisters in Personalunion durch den Hausmeister mit Wohnung den Grundschulen „An den Kaulen“ übernommen werden können. 4. Da eine Erweiterung der Förderschule Soldiner Straße mit den Förderschwerpunkten Lernen und soziale und emotionale Entwicklung am derzeitigen Standort nicht mehr möglich ist, die Kapazitäts- grenze der Schule aber bereits zu jetzigen Zeitpunkt überschritten ist, muss über eine mögliche Um- siedlung nachgedacht werden. Die Gustav-Heinemann-Hauptschule Karl-Marx-Allee verzeichnet rück- läufige Schülerzahlen. Es ist zu prüfen ob eine Zusammenlegung der Gustav- Heinemann-Hauptschule mit der Ursula-Kuhr-Hauptschule Volkhovener Weg am Standort Volkhovener Weg realisiert werden kann. In den frei werdenden Standort der Gustav-Heinemann-Hauptschule könnte die Förderschule Soldiner Straße ziehen. Die ÖPNV-Anbindung ist gegeben. 5. Der dringend notwendige Erweiterungsbau zum Ganztagsausbau der Henry-Ford-Realschule Karl- Marx-Allee (Projektnummer 16-21235) mit Planungsbeschluss vom 10.07.2009 ist nun zügig voran- zutreiben. 6. Die aufgeführten Maßnahmen M72 werden nicht weiter verfolgt. 7. Zur Entschärfung des Schulnotstandes in Köln müssen unter Berücksichtigung der vorhandenen Infrastruktur bezirksübergreifende Lösungen für Kölner Schulen erörtert werden. Hierbei ist der über genügend Flächenpotential verfügende Standbezirk 6 als Standort eines Bildungscampus Köln-Nord zu betrachten. Wünschenswert ist ein Standort zwischen Mercatorstraße und Dresenhofweg. Die Erreichbarkeit ist über den S-Bahnanschluss der S11 bzw. S6 an der Haltestelle Blumenberg gegeben, die in 18 Minuten vom Hbf Köln u.a. über die Haltestellen Hansaring, Geldernstraße, Longerich er- reicht wird. Das Einzugsgebiet für Schüler ginge somit weit über die Grenzen des Stadtbezirks hinaus. Die Infrastruktur der anzusiedelnden Schulen, wie Mensa und Sportmöglichkeiten, kann weitestge- hend gemeinsam genutzt werden, sodass sich die Gesamtkosten für die zu errichtenden Schulen reduzieren werden. In einem Bildungscampus werden sich sämtliche benötigten Bildungseinrichtun- gen abbilden lassen, sodass die Möglichkeit, besteht den Campus von der KITA bis zum Abitur zu durchlaufen. Selbst eine Außenstelle der TH-Köln mit angeschlossenem Wohnheim wäre denkbar. Begründung: Die Stadt Köln wächst und diese Entwicklung geht an keinem der Stadtbezirke Kölns vorbei. Um, den neu hinzukommenden, aber auch bereits ansässigen Bewohnern, Perspektiven im Stadtbe- zirk bieten zu können, muss sich die Schullandschaft im Stadtbezirk weiterentwickeln. Im Grundschulbereich muss die ortsnahe, familienfreundliche Schulstruktur nach dem bewährten Prinzip „ kurze Beine, kurze Wege“ weiterentwickelt werden. Der Druck auf die KGS Gutnickstraße wird sich in den kommenden Jahren durch die im Ort entstandenen Neubaugebiete, in denen sich hauptsächlich junge Familien angesiedelt haben und werden, erhöhen. - 3 - Die Kinder aus Fühlingen werden im privaten PKW in die umliegenden Stadtteile zur Grundschule gefahren. Ein unhaltbarer Zustand, der durch fehlende ÖPNV-Verbindungen entsteht. Der Bedarf für eine zusätzliche neue Grundschule ist gegeben. Die jährlich gleichbleibend hohe Anzahl (über 100 ) an Ablehnungen von Schulinteressenten an der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Chorweiler zeigt den dringenden Bedarf an Gesamtschulplätzen im Stadtbezirk und ist ein nicht mehr hinzunehmender Zustand. Hierzu muss eine nachhaltige Lösung entwickelt werden. Eine tragbare Lösung für die Förderschule Lernen und emotionale und soziale Entwicklung Soldiner Straße, die bereits jetzt auch Schüler in größerer Anzahl aus den umliegenden Stadtbezirken be- schult, ist anzustreben, um den Kindern eine angemessene und angenehme Lernatmosphäre zu er- möglichen. Um die positive Entwicklung der Henry-Ford-Realschule zu unterstützen, muss der Ganztagsbetrieb unter den dazugehörigen Voraussetzungen stattfinden können. Die Stadt Köln steht in der Verantwortung, der wir uns auch als Bezirksvertretung stellen, für die hier lebenden Kinder ausreichend Schulplätze zur Verfügung zu stellen. Dies gelingt in den letzten Jahren immer weniger, ja es wird sogar von einem Schulnotstand gesprochen. Da in innerstädtischer Lage kaum planerische Gestaltungsmöglichkeiten vorhanden sind, bietet sich, bei verkehrstechnisch ent- sprechend günstiger Lage, im sogenannten Flächenbezirk der Stadt Köln eine großzügig planbare Schullandschaft an, die gesamtstädtisch erheblich zur Entlastung des Schulnotstandes beitragen wird. Der oben genannte Standort im Stadtbezirk Chorweiler bietet hierfür beste Voraussetzungen. Mit freundlichen Grüßen CDU-Fraktion SPD-Fraktion Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Norbert Schott Inan Goekpinar Wolfgang Kleinjans Fraktionsvorsitzender Fraktionsvorsitzender Fraktionsvorsitzender und Klaus Roth (die Linke)
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0908/2018
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 BV6 (Grüne)
- Datum
- 07.06.2018
- Erstellt
- 07.06.2018 09:59