2007/0441
Weiterführung des Projekts 'Ehrenamtscard Hessen'
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2007/0441
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Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 06.09.2007 Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat I Dezernat II Dezernat III Amt: Hauptamt an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss OBW bei abschl. Beschlussfassung Magistrat Ja Nein Öffentlich: Verteiler: Vorlage-Nr. 2007/0441 Magistratsbeschluss-Nr. 566 Betreff: Weiterführung des Projekts "Ehrenamtscard Hessen" Vorlage vom: 16.07.2007 Beschlussvorschlag: 1. Das vom Land Hessen 2005 ins Leben gerufene Projekt „Ehrenamtscard“ (E-Card) wird weitergeführt. Für die neue Gültigkeitsperiode 2008/2009 werden 1500.- Euro aus der Haushaltsstelle 01.0201.658000 (HH 2007) „Sonstige Geschäftsausgaben“ zur Verfügung gestellt. 2. Die Kriterien für die Vergabe der E-Card richten sich nach den hessenweit gültigen Vorgaben: • Durchschnittlicher Zeitaufwand pro Woche für die ehrenamtl. Tätigkeit beträgt 5 Stunden • Das ehrenamtliche Engagement muss seit mindestens 5 Jahren oder seit Bestehen der Organisation ausgeübt werden • Das Mindestalter von 23 Jahren entfällt gemäß der inzwischen hessenweit eingeführten Regelung 3. Die Gültigkeit der E-Card wird weiterhin auf zwei Jahre begrenzt und beginnt mit dem 01.01.2008 4. Das auszugebende Kontingent wird auf 500 Karten beschränkt. 5. Die bisher gewährten Ermäßigungen für die nachfolgend aufgeführten städtischen Einrichtung gelten weiter: • Institut Mathildenhöhe – ermäßigter Eintritt zu den Ausstellungen • Eigenbetrieb Bäder – ermäßigter Eintritt in die städtischen Bäder • Vivarium – Ehrenamtscardinhaber erhalten einen Zooführer im Wert von 2,00 Euro gratis 2 ... Anlagen: Inhaberbefragung Ehrenamtscard Beschluss des Magistrats vom 19.09.2007 Der Vorlage wird zugestimmt. 3 ... Begründung: Das Projekt „Ehrenamtscard Hessen“ wurde 2005 unter der Federführung der hessischen Staatskanzlei eingeführt. Darmstadt war hierbei zusammen mit der Region Starkenburg sehr früh involviert. Inzwischen wurde das Konzept in fast allen hessischen Landkreisen, kreisfreien Städten und Sonderstatusstädten – 32 von 33 möglichen Partnern – eingeführt und wird auch in den nächsten Jahren fortgeführt. Ziel der Ehrenamtscard ist es, denjenigen „Danke“ zu sagen, die sich durch ihr freiwilliges, ehrenamtliches Engagement für die Gemeinschaft in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens einbringen. Ein Großteil dieser Aufgabenkreise wäre ohne die freiwillige und ehrenamtliche Arbeit vieler Bürgerinnen und Bürger heute nicht mehr denkbar. Das Einsatzgebiet reicht von Gesundheit, Kultur, Soziales, Sport, über Tierschutz bis zum Umweltschutz. Die große Bereitschaft, sich zu engagieren, wird in unserer Gesellschaft inzwischen als selbstverständlich hingenommen. Die E-Card ist somit ein erster Schritt, eine neue Anerkennungskultur für jene aufzubauen, die sich mit großem persönlichem Einsatz für andere einsetzen. Eine Einstellung des Projekts in Darmstadt hätte die Folge, dass Darmstädter Bürgerinnen und Bürger, die sich über das normale Maß ehrenamtlich betätigen, nicht mehr in den Genuss der Vergünstigungen im Rahmen der E-Card kämen, da diese wohnortsbezogen ausgegeben werden. Eine auch bei den Darmstädter Sponsoren der E-Card (Kinopolis Darmstadt, TAP – Die Komödie, Leo Spielpark, SV Darmstadt 98 etc.) sehr positiv aufgenommene Form der Wertschätzung erbrachter Leistungen für die Gemeinschaft gingen verloren. Die inzwischen fast hessenweite Abdeckung der E-Card bekäme einen weißen Fleck in Südhessen. In den ersten beiden Jahren wurde die Einführung der E-Card aus Landesmittel mit 3.000.-Euro bezuschusst, welche bis auf 35 Euro für den Druck der E-Cards sowie für Werbemittel aufgebraucht wurden. Für die neue Laufzeit fällt diese „Anschubfinanzierung“ durch das Land Hessen weg, so dass die benötigten Mittel aus dem laufenden Haushalt aufzubringen sind. Nach Prüfung der Ausgaben für die erste Projektphase sind hier Einsparungen möglich. Unter Berücksichtigung aller Sparmaßnahmen bleibt ein Betrag von ca. 1.500 Euro, der für die Kartenherstellung benötigt wird. Die Mittel stehen bei HH-Stelle 01.0201.658000 (sonstige Geschäftsausgaben) zur Verfügung. Zur Sicherstellung, dass der Kostenrahmen eingehalten wird, ist das Kontingent – wie bereits für die Laufzeit 2006/2007 auf 500 Karten zu begrenzen. Nach Ausgabe der 500. Karte im Jahr 2006 wurden bis 30.06.2007 insgesamt nur 24 Anträge für die Laufzeit 2006/2007 gestellt, die durch erreichen der Höchstgrenze abschlägig beschieden wurden. Damit ist eine solche Limitierung vertretbar und hebt den Charakter der Würdigung besonderen ehrenamtlichen Engagements heraus. Die Erfahrungen der ersten Geltungsperiode haben gezeigt, dass der E-Card Inhaber seine Karte im Schnitt einmal pro Monat einsetzt. Im Vordergrund beim Einsatz der E-Card stehen Vergünstigungen bei Sportveranstaltungen, Kinobesuchen, kulturellen Ereignissen oder der ermäßigte Eintritt in die Schwimmbäder. In der Regel erfolgt die Nutzung in Begleitung eines oder mehrer Vollzahler, so dass der durch die Vergünstigung für den Sponsor aufgetretene Verlust als gering anzusehen ist. Aber auch diejenigen, die ihre Karte nie eingesetzt haben, fühlen sich durch ihren Besitz positiv 4 ... wahrgenommen. Aus diesem Grund werden die Vergünstigungen, die im Bereich Eigenbetrieb Bäder, Institut Mathildenhöhe und Vivarium derzeit gewährt werden, auch in Zukunft beibehalten. Gleichzeitig wird sich das Hauptamt bemühen, weitere Sponsoren für die Mitarbeit im Projekt Ehrenamtscard zu gewinnen, um so die Angebotsstruktur in Darmstadt zu erweitern. Darmstadt, 17.08.2007 Dezernat I Dezernat II Dezernat III Hoffmann Glenz Feuchtinger Oberbürgermeister Bürgermeister Stadtrat
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Hessische Staatskanzlei Mittwoch, 6. Juni 2007 Die hessische Ehrenamts-Card Ergebnisse der Inhaberbefragung Mittwoch, 6. Juni 2007 Hessische Staatskanzlei 2 Die E-Card-Inhaber-Befragung - Einleitung • Die von der Hessischen Landesregierung initiierte E-Card fördert die Anerkennung ehrenamtlichen Engagements. • Die Karte ist ein Zeichen des Dankes und der Werts chätzung freiwilligen Einsatzes. • Die E-Card wurde zu Beginn des Jahres 2006, nach e inem erfolgreichen Modellversuch, eingeführt. • 32 von 33 möglichen Gebietskörperschaften sind der Landesinitiative gefolgt oder haben ihre Teilnahme zugesagt. Mittwoch, 6. Juni 2007 Hessische Staatskanzlei 3 Zahl der ausgegebenen E-Cards im Zeitablauf 0 2000 4000 6000 8000 10000 12000 Jan 06 Feb 06 Mrz 06 Apr 06 Mai 06 Jun 06 Jul 06 Aug 06 Sep 06 Okt 06 Nov 06 Dez 06 Jan 07 Feb 07 Mrz 07 Apr 07 Mai 07 Mittwoch, 6. Juni 2007 Hessische Staatskanzlei 4 Der Vergünstigungskatalog der E-Card mit rund 1.000 Angeboten Schw immbäder 15,8 Sport 12,5 Museen 11,8 Theater/Kulturelles 10,6 Einzelhandel 10,3 Banken 10,1 Tourismus 4,9 Weiterbildung 4,4 Büchereien 3,8 Wellness 3,4 Kinos 2,3 Konzerte 2,1 Dienstleistungen 2,1 Sonstiges 2,1 Parks/Schlösser 1,5 Restaurants 1 Zoos 0,7 Angaben in Prozent Mittwoch, 6. Juni 2007 Hessische Staatskanzlei 5 Wahrnehmung der E-Card als Instrument der Anerkennung 0 10 20 30 40 50 60 70 Sehr positiv Eher positiv Eher negativ Sehr Negativ Angabe in Prozent Mittwoch, 6. Juni 2007 Hessische Staatskanzlei 6 Monatliche Nutzung der E-Card 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 0 < 1 1 - 3 > 3 A ngabe in Prozent Mittwoch, 6. Juni 2007 Hessische Staatskanzlei 7 Welche Angebote werden am häufigsten genutzt Angaben in Prozent (Mehrfachnennungen möglich) Schwimmbäder 40,4 Museen 37,4 Kino 24 Wellness 22,5 Zoos 19,4 Freizeitparks 19,1 Konzerte 18 Parks/Schlösser 17,6 Büchereien 12,3 Sportveranstaltungen 18 Mittwoch, 6. Juni 2007 Hessische Staatskanzlei 8 Felder der ehrenamtlichen Arbeit Angaben in Prozent (Mehrfachnennungen möglich) Sport 31,6 Soziales/Senioren 29,6 Kultur 18,6 Kirche 15,3 Rettungsdienst und Katastrophenschutz 15,1 Freizeit 10,1 Bildung 9,1 Gesundheit 8,4 Umwelt-/Tierschutz 5,8 Sonstiges 10,7 Mittwoch, 6. Juni 2007 Hessische Staatskanzlei 9 Zusammenfassung I • Das Durchschnittsalter der E-Card-Inhaber beträgt 5 4 Jahre. • Das Bildungsniveau der Befragten ist hoch. 71,6 Pr ozent besitzen einen mittleren oder höheren Bildungsabschluss. • Mehr als 25 Prozent haben ein Studium absolviert. • Die ehrenamtliche Arbeit der E-Card-Inhaber wird vo r allem im Bereich Sport und im sozialen Bereich ausgeübt. Mittwoch, 6. Juni 2007 Hessische Staatskanzlei 10 Zusammenfassung II • Ein E-Card-Inhaber nutzt seine Karte durchschnittli ch etwa einmal im Monat. • Auch die Personen, die ihre Karte nicht einsetzen, fühlen sich durch die E-Card anerkannt und gewürdigt. • Die E-Card wird am häufigsten beim Besuch von Schw immbädern, Museen und in Kinos eingesetzt. • Als neues Instrument der Anerkennung wird die hess ische Ehrenamts- Card von 93,8 Prozent der Befragten als positiv wahrgenommen.
Beratungsverlauf (1)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2007/0441
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 16.07.2007
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00