0465/2020
Freigabe und Vergabe der Fördermittel "Jazzstadt Köln" in 2020 und 2021
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Beschlussvorlage Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/41/22 Vorlagen-Nummer 0465/2020 Freigabedatum 02.03.2020 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Freigabe und Vergabe der Fördermittel "Jazzstadt Köln" in 2020 und 2021 Beschlussorgan Finanzausschuss Gremium Datum Beschluss: Der Finanzausschuss beschließt die Freigabe der Haushaltsmittel im Teilergebnisplan 0416 – Kultur- förderung in der Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen zur Erhöhung der Freien Projektmittel im Bereich Musik zum Zwecke der Förderung der Jazzstadt Köln (siehe Konzept in der Anlage) in Höhe von jeweils 150.000 € in den Jahren 2020 und 2021. Ausschuss Kunst und Kultur 10.03.2020 Finanzausschuss 23.03.2020 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 150.000 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung Die Kölner Musikszene ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen und hat den Ruf Kölns als Musikstadt weiter gestärkt. Das größte Potential konnten dabei der Jazz und die improvisierte Musik entfalten, insofern ist die Etablierung eines internationalen Jazzfestivals, das der Größe und Bedeu- tung der Kölner Jazzszene entspricht, eine folgerichtige Maßnahme zur Erweiterung der bestehenden Festivallandschaft. Im Sommer 2018 wurde der Verein Kölner Jazzkonferenz e.V. (KJK) als Interessenvertretung der Kölner Jazzmusikerinnen und -musiker gegründet unter anderem mit dem Ziel solche Initiativen und Projekte zu unterstützen und durchzuführen, welche die Jazz- und Improvisationsszene in ihrer ge- samten stilistischen Bandbreite der Öffentlichkeit vorstellt. Mit der „Cologne Jazz Week“ findet jetzt jeweils Anfang September ein 8-tägiges Festival statt, in das die wichtigsten Spielorte wie Stadtgar- ten, Loft, Hochschule für Musik und Tanz, King Georg eingebunden sind und in dessen Programm überregionale und internationale Gäste und Kölner Ensembles gleichermaßen vertreten sind. Träger des Festivals wird die vom Vorstand der Kölner Jazzkonferenz e.V. zu gründende Unternehmensge- sellschaft „Jazzstadt UG“ sein. Zur Durchführung des Festivals „Cologne Jazz Week“ wird in den Jahren 2020 und 2021 jeweils ein Betrag in Höhe von 150.000 € in Form eines Projektkostenzuschusses zur Verfügung gestellt. 3 Finanzierung: Der Finanzausschuss beschließt die Freigabe der Haushaltsmittel im Teilergebnisplan 0416 – Kultur- förderung in der Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen zur Erhöhung der Freien Projektmittel im Bereich Musik zum Zwecke der Förderung der Jazzstadt Köln in Höhe von jeweils 150.000 € in den Jahren 2020 und 2021. Die Mittel stammen aus der Verteilung der Kulturförderabgabe in den Haushaltsplan 2020/2021. Anlage
Anlage 0465-2020 Fördermittel Jazzstadt Köln
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Cologne Jazzweek 05.-12. September 2020 Köln hat selten den Anspruch erhoben, „deutsche Jazzhauptstadt“ zu sein. Dennoch gingen in den vergangenen mehr als 60 Jahren stets (jazz-)musikalische Impulse und kulturpolitische Initiativen mit weitreichenden Folgen und Konsequenzen von der umtriebigen Jazzszene in der Domstadt am Rhein aus. Bundes- und landesweit betrachtet ist die Kölner Jazzszene heute gut organisiert und profiliert und infrastrukturell vorbildlich ausgestattet. Kölner Ensembl es sind fester Bestandteil der Festivalprogramme in Bonn, Düsseldorf, Moers oder Leverkusen. Doch nicht nur auf den Festivals in Nordrhein-Westfalen sind Kölner Künstler*innen zu Hause, sie sind auch zu Teilen regelmäßig zu Gast bei internationalen Festivals wie dem North Sea Jazz Festival in Rotterdam, dem Jazzfest Berlin, dem Copenhagen Jazz Festival oder auf dem Winterjazz in New York, um nur einige zu nennen. Potential Kölner Jazzfestival / Internationale Ausrichtung Die Gründe, die für ein eigenständiges internationales Format in Köln sprechen, sind nicht nur auf die künstlerische Qualität der eigenen Szene zurückzuführen. Die geografische Lage der Stadt, in der Mitte Europas, mit nahegelegenen Flughäfen und schnellen Bahnverbindungen, ist einzigartig um Gäste und Künstler aus der ganzen Welt in die Metropole am Rhein einzuladen. Mit dem Stadtgarten als Europäischem Zentrum für Jazz und aktuelle Musik, dem LOFT, der Musikhochschule, dem WDR und dem Deutschlandfunk sind national und international wicht ige Protagonisten des europäischen Jazz unmittelbar vor Ort und setzen Maßstäbe in den Bereichen Programmatik, Ausbildung, mediale Verbreitung und Aufarbeitung. Die Ausgangslage für ein internationales Festival in Köln ist folglich mehr als günstig. Die vielseitigen Akteure an einen Tisch gebracht und deren Stärken genutzt, wird in Köln ein Festival wachsen, das nachhaltig und innovativ den Kölner Jazz im internationalen Diskurs der Creative Music positioniert und in Austausch treten lässt. Programm / Künstlerisches Profil – “Jazz ist…” Die Musikform Jazz ist stetig im Wandel und entwickelt sich weiter. Dieser Drang der ständigen Neudefinition hat zu einer enormen musikalischen Vielfältigkeit geführt, die durch die Begrifflichkeit „Jazz“ kaum ausgedrückt werden kann. Vielerorts wird daher vermehrt zu den Begriffen „aktuelle Musik“ oder „Creative Music“ gegriffen. Der Anspruch des Kölner Festivals wird es sein, diese Vielschichtigkeit zu tragen und zu stützen und eine Plattform aktueller Strömungen und Entwicklungen im Jazz zu bieten, ob experimentell, Genre-übergreifend oder interdisziplinär. Gradmesser ist stets die künstlerische Qualität. Natürlich macht eine programmatisch innovative Mischung den Erfolg aus. Dementsprechend soll ein klares künstlerisches Konzept die Basis des Festivals sein. Hier gilt der Maßstab, dass das Programm jeweils zu einem Drittel durch Kölner MusikerInnen, deutsche und internationale Ensembles gestaltet werden soll. Es gilt die Stärken der Jazzstadt Köln hervorzuheben und die verschiedenen starken Akteure in die Gestaltung des Programms einzubinden. Künstlerische Leitung / 5 Köpfiges Kuratorium Der künstlerischen Leitung des Festivals fällt eine der wichtigsten Aufgaben zu. Die Auswahl von voraussichtlich 40 Ensembles / Acts ist allerdings eine so umfangreiche Arbeit, dass dies in den ersten Jahren durch ein Kuratorium entschieden wird. Hierzu wurde im Januar 2020 in einem demokratischen Verfahren innerhalb der Szene Vertretung Kölner Jazzkonferenz ein 5-köpfiges Kuratorium bestimmt, mit Vertretern und Experten der Kölner und deutschen Jazz- und Musikszene. Die Mitglieder des Kuratoriums 2020: - Friederike Darius - Thomas Gläßer - Gareth Lubbe - Janning Trumann - Rebekka Ziegler Zeitraum Das Festival erstreckt sich über einen wöchen tlichen Zeitraum, vom 5. bis zum 12. September 2020. Der Spätsommer, unmittelbar nach den Schulferien und zur Wiedereröffnung aller Spielstätten, bietet in Köln das größte Potential um ein Festival dieses Formats durchzuführen. Der Durchführungszeitraum von einer Woche bietet genügend Möglichkeiten um sowohl die entscheidenden Spielstätten der Kölner Jazzszene mit ins Programm einzubeziehen, als auch das zweitägige Finale um den Ebertplatz und abschließend in der Aula der Musikhochschule zu gestalten. Ebertplatz im Zentrum des Festivals – Raumkonzept / Spielstätten Das Festival wird dezentral stattfinden, vor allem in Spielstätten und an Plätzen in der Neustadt Nord. Der Ebertplatz eignet sich aufgrund seiner geografischen Lage hervorragend als ideelle Basis und verbindet bereits einige Spielstätten aus dem Agnesvier tel, dem Eigelstein und dem Kunibertsviertel. Darüber hinaus ist er vom Hauptbahnhof aus fußläufig zu erreichen und bietet mit seiner Nähe zum Rhein eine abwechslungsreiche Umgebung für Touristen und Gäste. Eine Auswahl der Spielstätten: Stadtgarten Loft Musikhochschule (Aula) - Konzertsaal mit 800 Plätzen Ebertplatz (inklusive Galerien und Open Air Bühne) Kirche Sankt Gertrud Kino Filmpalette Eigelsteintorburg/Jazzhausschule King Georg Alte Feuerwache Mediapark / Musikfabrik (Übergang zum Stadtgarten über Grüngürtel) + Kneipen / Spielorte die für das Festival zusätzlich gewonnen werden Den Abschluss der Woche bildet das Konzert in der Aula der Musikhochschule Köln mit einer Sitzplatzkapazität von 800 Plätzen. Vermittlung Mit Hilfe der Offenen Jaz zhaus Schule und der Imhoff Stiftung soll zudem ein Programm für Kinder und Jugendliche entwickelt werden, um nachhaltig für den Jazz zu begeistern. Hinzu kommen Workshop Formate und Gesprächskonzerte, um niedrigschwelligen vermittelnden Zugang zum aktuellen Musikdiskurs zu bieten. Finanzierung / Kostenplan Die Förderung durch die Stadt Köln mit 150.000 € macht im Moment einen Großteil des Gesamtbudgets von ca. 200.000 € aus. Hinzu kommen Einnahmen aus den Medienpartnerschaften der Radiostationen des Deutschlandfunk und des WDR mit voraussichtlich 20.000 € und kalkulierten Eintrittseinnahmen von ca. 30.000 €. Es ist in den nächsten Jahren angestrebt, das Festival weiter zu internationalisieren. Aus diesem Grund finden im Frühjahr 2020 Gespräche mit der Mini sterin für Wissenschaft und Kultur des Landes Nordrhein Westfalen, Frau Isabell Pfeiffer -Poensgen und dem Musikreferenten des Landes, Herrn Thomas Baerens, über eine Beteiligung des Landes i.H.v. 100.000 € ab 2021 statt. Da dieses Festival von der Kölner Jazzszene initiiert und getragen wird, wird mit großer Sorgfalt das Verhältnis für die Ausgaben der Künstlergagen von mind. 40% vom Gesamtbudget eingehalten, sodass angemessene Honorare gezahlt werden. Träger / Organisationsstruktur Es wird vom Vorstand der Kölner Jazzkonferenz die Unternehmensgesellschaft “Jazzstadt UG” im Februar 2020 gegründet um das Festival durchzuführen. Von der Mitgliederversammlung der Kölner Jazz Konferenz wurde Janning Trumann als G eschäftsführer eingesetzt um eine Festivalstru ktur aufzubauen und das operative Geschäft zu führen und zu verantworten.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0465/2020
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 02.03.2020
- Erstellt
- 11.02.2020 11:37