AN/0479/2019
Digitales Parkleitsystem per App zur Entlastung des Innenstadtverkehrs
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Gem. Antrag nach § 3 (SPD)
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SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Ratsgruppe BUNT An den Vorsitzenden des Verkehrsausschusses Herrn Andreas Wolter Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 10.04.2019 AN/0479/2019 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Verkehrsausschuss 02.05.2019 Digitales Parkleitsystem per App zur Entlastung des Innenstadtverkehrs Sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die Antragsteller bitten, folgenden Antrag in die Tagesordnung der Sitzung des Verkehrsausschusses am 02.05.2019 aufzunehmen: Beschluss: 1. Die Verwaltung wird beauftragt, in Kooperation mit den Parkhausbetrei- bern und anderen relevanten Partnern im Innenstadtverkehr die Etablie- rung eines individualisierten Parkleitsystems inklusive einer Vorbuchung individueller Parkplätze über eine zentrale App sowie eine Telefonhotline für auswärtige Besucher zu prüfen. Zur Vermeidung von Verkehr im Be- reich der Innenstadt sollen in das Parkleitsystem auch P&R-Möglichkeiten eingebunden werden. 2. Teil dieses Parkleitsystems ist die Bewerbung von App und Telefonhotline an den relevanten Zufahrtsstraßen und in der Nähe der Autobahnabfahr- ten. Geprüft werden sollen auch die Möglichkeiten, perspektivisch eine Vernetzung der Parkleitinformationen mit Navigationsgeräten zu erreichen. Insgesamt sollten App und Telefonhotline crossmedial, insbesondere auch in touristisch relevanten Medien, beworben werden. - 2 - 3. Geprüft werden sollen dabei auch die Möglichkeiten, die Zufahrt in die In- nenstadt für PKW nach dem Aufbau eines individualisierten digitalen Park- leitsystems künftig auf der Grundlage einer gültigen Parkplatzreservierung zu organisieren. Hiervon ausgenommen sollen Lieferverkehr, Anwoh- ner*innen, Taxiverkehr u.ä. sein. Ziel ist es, den Autoverkehr in der In- nenstadt zu reduzieren. Begründung: In Spitzenzeiten sind bis zu einem Drittel des Automobilverkehrs in Großstädten Parksuchverkehr. Das heißt, dass jedes dritte Auto nicht zielgerichtet von A nach B unterwegs ist, sondern umherirrt, um einen Parkplatz zu finden. Wenn der Parkplatzsuchverkehr so hoch ist, stellt er natürlich ein großes Potenzial zur all- gemeinen Reduzierung des Automobilverkehrs dar. Dazu müsste nur die ungesteuerte Parkplatzsuche beendet und zu einem zielge- richteten Fahren zu einem vorbestimmten Parkplatz umgewandelt werden. Park- leitsysteme stellen schon heute über digitale Parkraumanzeigen am Verkehr freie Parkhäuser dar. Diese Maßnahme könnte individualisiert noch größere Effektivität nach sich ziehen: Eine Kombination aus Vorbuchung eines Parkplatzes und effek- tiver Navigation unter Einberechnung bzw. Umgehung von Staus würde den Parkplatzsuchverkehr weiter verringern. Denn: Damit digitale Anzeigen über freie Stellplätze in Parkhäusern als Parkleitsystem helfen können, müssen Autofahrer erst eines zu Gesicht kriegen. Das passiert jedoch häufig erst, nachdem die Parkplatzsuchfahrt bereits begonnen hat, bei der vereinzelte Stellplätze im Freien, an Straßenrändern usw. natürlich ebenso in Betracht kommen wie Stell- plätze in Parkhäusern. Diese vereinzelten Stellplätze könnten in ein individuali- siertes Buch- und Parkleitsystem ebenso aufgenommen werden wie Parkhaus- stellplätze. Des Weiteren sollten die P&R-Möglichkeiten in das Parkleitsystem eingebunden werden, um im Idealfall freie Parkplätze in den Außenbereichen vor Einfahrt in die Innenstadt ansteuern zu können. Mit freundlichen Grüßen gez. Dr. Barbara Lübbecke gez. Thomas Hegenbarth SPD-Fraktionsgeschäftsführerin Sprecher Ratsgruppe BUNT
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig abgelehnt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0479/2019
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 (SPD)
- Datum
- 10.04.2019
- Erstellt
- 10.04.2019 10:03