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Impfungen von Obdachlosen, Wohnungslosen und Geflüchteten mit Johnson & Johnson und aufsuchende medizinische Versorgung

SPD Anfrage nach § 4 AN/1781/2021 vom 26.08.2021

Stand: Am 05.10.2021 im Gesundheitsausschuss beraten. Ergebnis: Sache ist erledigt.

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    An den Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses Herrn Dr. Ralf Unna An Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 26.08.2021 AN/1781/2021 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Gesundheitsausschuss 31.08.2021 Impfungen von Obdachlosen, Wohnungslosen und Geflüchteten mit Johnson & Johnson und aufsuchende medizinische Versorgung Sehr geehrter Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender, die Antragsteller bitten Sie, folgende Anfrage in die Tagesordnung des Gesundheitsausschus- ses am 31.08.2021 aufzunehmen: Nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen steht zu befürchten, dass die einmalige Do- sisgabe des Wirkstoffs von Johnson & Johnson nicht ausreicht, um eine ausreichende Schutzwirkung – zumindest gegen d ie Delta -Variante des Coroanavirus – zu entfalten. Ex- pert*innen empfehlen nun, eine zweite Impfung oder Kreuzimpfungen mit anderen Wirk- stoffen nachzuholen. Ende Mai teilte die Verwaltung in einer Mitteilung mit, dass etwa 5.000 Dosen des Impfstoffs von Johnson & Johnson für die Impfung von Geflüchteten in Unterkünften, von Wohnungs- losen sowie von Obdachlosen zur Verfügung gestellt und eingeplant worden seien. Es gibt zahlreiche Hürden, die medizinische Versorgung von obdachlose Menschen sicherzu- stellen. Das liegt zum Teil an gesetzlichen Lücken im Versorgungssystem, aber auch an den sozialen und psychologischen Problemen der Menschen selbst. Das Konzept der aufsuchen- den medizinischen Hilfe ist hier erfolgreich. Das zeigt der Jahresbericht „Medizinische V er- sorgung wohnungsloser Menschen in Köln“ von 2020. In den vergangenen Jahren wurden durch solche aufsuchende medizinische Arbeit stets zwischen 1200 und 1.400 verschiedene Menschen in Köln erreicht. Im „Corona -Jahr“ 2020 waren es 1.376 Personen in 8.465 B e- handlungskontakten, davon 84,5 Prozent Männer sowie 15,5 Prozent Frauen. Im Vergleich der letzten Jahre hat es damit einen geringen Rückgang der Behandlungskontakte von 5 Pro- zent gegeben. - 2 - Für Obdachlose war der Zugang zu spezifischen medizinischen Hilfsa ngeboten insbesondere zu Beginn der Pandemielage teils eingeschränkt, teils gänzlich versperrt. Dies lang an den eingeführten Hygienemaßnahmen und Beschränkungen in Räumen. Dies führte in der Folge zu weniger und kürzeren Behandlungskontakten. Daher lässt sich generell sagen, dass die medizinische Versorgungslage für Obdachlose unter der besonderen Situation im Jahr 2020 gelitten hat. Wir möchten daher von der Verwaltung wissen: 1. Wie viele obdachlose Personen sind seit Anlaufen der Impfangebote an diese Gr uppe erfolgreich geimpft worden, und wie hoch ist die Quote von erfolgten Impfungen im Verhältnis zu den Impfangeboten? 2. Plant die Verwaltung Zweitimpfungen der Gruppen, die durch die Stadt ein Impfan- gebot mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten ha ben, und wenn ja: Gibt es schon einen Impfplan? 3. Wie stellt die Verwaltung sicher, dass Genesene aus den vulnerablen Gruppen ein halbes Jahr nach dem Infekt geimpft werden, so wie es das RKI empfiehlt? 4. Wie gedenkt die Verwaltung, die durch die Coronapande mie und die Maßnahmen und Beschränkungen entstandene Lücke in den Behandlungskontakten mit obdachlo- sen Personen aufzuholen? 5. Wie haben sich die Zahlen bei der aufsuchenden medizinischen Hilfe für Obdachlose seit dem letzten Bericht zum Jahr 2020 entwickelt? Mit freundlichen Grüßen gez. Mike Homann SPD-Fraktionsgeschäftsführer

Beratungsverlauf

  1. 05.10.2021

    Gesundheitsausschuss

    TOP 3.3, Antrag / Anfrage. Ergebnis: Sache ist erledigt

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