Mandari Insight

V/0730/2017

Basisinformationen Jobcenter

Vorlagen 23.08.2017

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Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung, Sitzung am 11.10.2017, TOP 16

Berichtsvorlage

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Ansehen

Anlage_1_Glossar

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Ansehen

Anlage_2_Mittelabfluss Eingliederungstitel

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Ansehen

Berichtsvorlage

11849 Zeichen

V/0730/2017 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Jobcenter 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Basisinformationen Jobcenter 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
11.10.2017 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und 
Arbeitsförderung Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht Grundsicherungsdaten nach dem SGB II grundsät z-
lich nach dem so genannten Wartezeitkon zept, da es sich um dynamische Daten handelt. Dies 
bedeutet, dass den Jobcentern ein dreimonatiges Zeitfenster für Nacherfassungen (z. B. nac h-
träglich bekannt gewordene Arbeitsaufnahmen) zur Verfügung steht. Erst nach dieser Wartezeit 
gelten die Daten als festgeschrieben und werden als öffentliche Statistik zur Verfügung gestellt. 
 
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Basisinformationen liegen festgeschriebene Grundsich e-
rungsdaten für den Berichtsmonat April 2017 vor. Um aktuellere Daten zur Verfügung stelle n zu 
können, werden die Daten für die Monate Mai 2017 bis Juli 2017 - sofern möglich - entsprechend 
hoch gerechnet und als Prognose ausgewiesen. Dies betrifft neben Strukturdaten und Kennza h-
len auch die Daten zur Zielerreichung.  
 
Die durch das Jobcenter M ünster eigenständig errechneten Prognosewerte können von den D a-
ten der öffentlichen Statistik der Bundesagentur für Arbeit, die sukzessive in den nächsten Mona-
ten veröffentlicht werden, abweichen. 
 
Arbeitsmarktdaten werden bereits regulär am aktuellen Rand veröffentlicht, das Wartezeitkonzept 
gilt nicht. Aktueller Datenstand ist hier der Monat Juli 2017. 
 
 
1. Strukturdaten, Kennzahlen und Ergänzungsgrößen 
 
Nach aktueller Hochrechnung für den Berichtsmonat Juli 2017 erhalten 11.648 Bedarfsgemei n-
schaften Leistungen nach dem SGB II (vgl. Abbildung 1). Durch das Jobcenter Münster werden 
insgesamt 23.490 Personen betreut. Im Vergleich zum Vorjahr sind deutliche Zuwachsraten zu 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0730/2017 
Auskunft erteilt: 
Frau Nilles 
Ruf: 
492-9002 
E-Mail: 
Nilles@stadt-muenster.de 
Datum: 
19.09.2017 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/0730/2017 
 
verzeichnen. Zurückzuführen ist dies auf die vermehrte Einmündung von Personen im Kontext  
von Fluchtmigration in den Rechtskreis SGB II nach Beendigung der Asylverfahren. Dies ist be i-
spielsweise bei der Personengruppe der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten erkennbar: Der 
Anstieg im Bestand der ausländischen Personen beträgt 35,1 %.  
 
Strukturdaten 
- Prognose 
 Mai  
2017 
Juni 
2017 
Juli  
2017 
Veränderung 
Mai 17 
-  Jul 17 
Juli  
2016 
Veränderung 
Jul 16  
- Jul 17 
Durchschnitt 
2016 
 
Bedarfsgemeinschaften 
 
11.580 
 
11.568 
 
11.648 
 
0,6 % 
 
11.200 
 
4,0 % 
 
11.230 
 
Personen in Bedarfsgemeinschaften 
 
23.352 
 
23.328 
 
23.490 
 
0,6 % 
 
21.935 
 
7,1 % 
 
22.141 
 
Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte 
 
6.758 
 
6.751 
 
6.798 
 
0,6 % 
 
6.054 
 
12,3 % 
 
6.179 
 
Erwerbsfähige Leistungsberechtigte 
 
15.610 
 
15.594 
 
15.702 
 
0,6 %  
 
14.672 
 
7,0 % 
 
14.785 
 
     Männer 
 
7.895 
 
7.881 
 
7.900 
 
0,1 % 
 
7.349 
 
7,5 % 
 
7.434 
 
     Frauen 
 
7.714 
 
7.712 
 
7.801 
 
1,1 % 
 
7.308 
 
6,8 % 
 
7.351 
 
     15 bis 24 Jahre 
 
3.125 
 
3.130 
 
3.137 
 
0,4 % 
 
2.771 
 
13,2 % 
 
2.844 
 
     25 bis 54 Jahre 
 
10.248 
 
10.200 
 
10.244 
 
- 0,0 % 
 
9.743 
 
5,1 % 
 
9.771 
 
     55 Jahre und älter 
 
2.237 
 
2.264 
 
2.321 
 
3,8 % 
 
2.158 
 
7,6 % 
 
2.170 
 
     Deutsche 
 
10.136 
 
10.103 
 
10.159 
 
0,2 % 
 
10.519 
 
- 3,4 % 
 
10.335 
 
     Ausländer 
 
5.386 
 
5.407 
 
5.458 
 
1,3 % 
 
4.041 
 
35,1 % 
 
4.361 
 
     Erwerbstätige (mit Erwerbseinkommen) 
 
 
4.496 
 
4.467 
 
4.462 
 
- 0,8 % 
 
4.396 
 
1,5 % 
 
4.466 
Abbildung 1: Strukturdaten - Prognose Jobcenter Münster 
 
Die Ausgabensummen sowohl für Leistungen zum Lebensunterhalt als auch für Leistungen für 
Unterkunft und Heizung stiegen bis Juli 2017 relativ glei chmäßig an (vgl. Jahresfortschrittswerte 
in Abbildung 2). Seit Jahresbeginn 2017 liegt die Summe der Leistungen zum Lebensu nterhalt 
11,1 % höher als im Jahresfortschritt 2016 während für Leistungen für Unterkunft und He izung 
bislang 7,2 % mehr als im Vorjahr verausgabt wurden.  
 
Kennzahlen 
- Prognose 
 Mai  
2017 
Juni 
2017 
Juli  
2017 
Veränderung 
Mai 17 
-  Jul 17 
Juli  
2016 
Veränderung 
Jul 16  
- Jul 17 
Durchschnitt 
2016 
 
K1 - Leistungen zum Lebensunterhalt (Bund) 
       
 
Monatswert (in Mio. €): 
 
4,61 
 
4,60 
 
4,67 
 
1,3 % 
 
4,15 
 
12,5 % 
 
4,22  
 
Jahresfortschritt (in Mio. €): 
 
23,03 
 
27,63 
 
32,30 
 
40,3 % 
 
29,07 
 
11,1 % 
 
42,24 (Summe) 
 
K1E1 - Leistungen für Unterkunft und Heizung (Stadt) 
 
 
      
 
Monatswert (in Mio. €): 
 
4,98 
 
4,94 
 
5,01 
 
0,6 % 
 
4,62 
 
8,4 % 
 
4,57 
 
Jahresfortschritt (in Mio. €): 
 
 
24,42 
 
29,37 
 
34,38 
 
40,8 % 
 
32,08 
 
7,2 % 
 
54,88 (Summe) 
Abbildung 2: Kennzahlen - Prognose Jobcenter Münster 
 
Die Arbeitslosenquote der Stadt Münster ist zuletzt auf 5,4 % angestie gen, der Anstieg verteilt 
sich mit jeweils 0,1 Prozentpunkten auf beide Rechtskreise (vgl. Abbildung 3). Im Vergleich zu 
den Quoten des Bundes (5,6 %) und Landes (7,5 %) liegt Münster weiterhin auf niedrigem N i-
veau. Vom zuletzt festzustellenden Anstieg sin d im Rechtskreis SGB II junge Menschen nicht 
betroffen, die Jugendarbeitslosenquote liegt hier weiterhin bei 2,4 %.

3 
V/0730/2017 
 
Arbeitsmarkt  Mai  
2017 
Juni 
2017 
Juli  
2017 
Veränderung 
Mai 17 
-  Jul 17 
Juli  
2016 
Veränderung 
Jul 16  
- Jul 17 
Durchschnitt 
2016 
 
Arbeitslosenquote Münster (in %) 
 
5,2 
 
5,2 
 
5,4 
 
3,8 % 
 
5,8 
 
- 6,9 % 
 
5,7 
 
     Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) 
 
1,5 
 
1,5 
 
1,6 
 
6,7 % 
 
1,9 
 
- 15,8 % 
 
1,7 
 
     Rechtskreis SGB II (Jobcenter) 
 
3,7 
 
3,7 
 
3,8 
 
2,7 % 
 
3,9 
 
- 2,6 % 
 
4,0 
 
     Rechtskreis SGB II (Jobcenter) bis 24 Jahre 
 
2,3 
 
2,4 
 
2,4 
 
4,3 % 
 
2,7 
 
- 11,1 % 
 
2,7 
 
Bestand Arbeitslose SGB II 
 
6.142 
 
6.163 
 
6.215 
 
1,2 % 
 
6.412 
 
- 3,1 % 
 
6.476 
 
     Männer 
 
3.510 
 
3.553 
 
3.558 
 
1,4 % 
 
3.662 
 
- 2,8 % 
 
3.704 
 
     Frauen 
 
2.632 
 
2.610 
 
2.657 
 
0,9 % 
 
2.750 
 
- 3,4 % 
 
2.772 
 
     15 bis 24 Jahre 
 
476 
 
507 
 
504 
 
5,9 % 
 
562 
 
- 10,3 % 
 
554 
 
     25 bis 54 Jahre 
 
4.519 
 
4.509 
 
4.558 
 
0,9 % 
 
4.696 
 
- 2,9 % 
 
4.774 
 
     55 Jahre und älter 
 
1.147 
 
1.147 
 
1.153 
 
0,5 % 
 
1.154 
 
- 0,1 % 
 
1.148 
 
     Deutsche 
 
4.274 
 
4.255 
 
4.253 
 
- 0,5 % 
 
4.708 
 
- 9,7 % 
 
4.702 
 
     Ausländer 
 
1.868 
 
1.908 
 
1.962 
 
5,0 % 
 
1.704 
 
15,1 % 
 
1.774 
 
     Langzeitarbeitslose 
 
 
3.545 
 
3.510 
 
3.528 
 
- 0,5 % 
 
3.555 
 
- 0,8 % 
 
3.581 
Abbildung 3: Arbeitsmarkt - Daten der Bundesagentur für Arbeit 
 
Im Berichtsm onat April 2017 sind 448 Sanktionen wirksam, es ist ein deutlicher Rückgang zu 
verzeichnen (vgl. Abbildung 4). Die Sanktionsquote liegt weiterhin bei 2,1 %, der durchschnittl i-
che Kürzungsbetrag beträgt 84,21 €. 
 
Sanktionen 
- KEINE Prognose 
 Februar  
2017 
März 
2017 
April  
2017 
Veränderung 
Mai 17 
-  Jul 17 
April  
2016 
Veränderung 
Jul 16  
- Jul 17 
Durchschnitt 
2016 
 
Anzahl der wirksamen Sanktionen 
 
501 
 
442 
 
448 
 
- 10,6 % 
 
514 
 
- 12,8 % 
 
455 
 
Anzahl Personen mit mind. einer Sanktion 
 
353 
 
322 
 
323 
 
- 8,5 % 
 
380 
 
- 15,0 % 
 
348 
 
     Deutsche 
 
264 
 
244 
 
254 
 
- 3,8 % 
 
309 
 
- 17,8 % 
 
275 
 
     Ausländer 
 
89 
 
78 
 
69 
 
- 22,5 % 
 
71 
 
- 2,8 % 
 
73 
 
Sanktionsquote (in %) 
       
 
     Münster 
 
2,3 
 
2,1 
 
2,1 
 
- 8,7 % 
 
2,6 
 
- 19,2 % 
 
2,4 
 
     Nordrhein-Westfalen 
 
2,7 
 
2,7 
 
2,8 
 
3,7 % 
 
2,7 
 
3,7 % 
 
2,7 
 
     Deutschland 
 
3,1 
 
3,0 
 
3,1 
 
0,0 % 
 
3,0 
 
3,3 % 
 
3,1 
 
Durchschnittlicher Kürzungsbetrag (in €) 
       
 
     Münster 
 
89,23 
 
86,86 
 
84,21 
 
- 5,6 % 
 
90,71 
 
- 7,2 % 
 
89,86 
 
     Nordrhein-Westfalen 
 
105,50 
 
104,52 
 
104,62 
 
-0,8 % 
 
103,77 
 
0,8 % 
 
103,76 
 
     Deutschland 
 
 
110,30 
 
109,25 
 
109,31 
 
- 0,9 % 
 
108,38 
 
0,9 % 
 
108,39 
Abbildung 4: Sanktionen - Daten der Bundesagentur für Arbeit 
 
Im zweiten Quartal 2017 wurden 254 Verfahren zwecks Prüf ung einer Ordnungswidrigkeit einge-
leitet (vgl. Abbildung 5). Insgesamt 37 Bußgeldbescheide wurden im Quartal rechtskräftig.

4 
V/0730/2017 
 
Ordnungswidrigkeiten  April 2017 Mai 2017 Juni 2017 2. Quartal 2017 
 
Anzahl neue Prüfverfahren 
 
66 
 
94 
 
94 
 
254 
 
Anzahl neu erlassene Bußgeldbescheide 
 
11 
 
19 
 
20 
 
50 
 
Anzahl rechtskräftige Bußgeldbescheide 
 
18 
 
11 
 
8 
 
37 
 
     00,00 €    bis    200,00 € 
 
0 
 
0 
 
0 
 
0 
 
     200,00 €  bis    500,00 € 
 
1 
 
1 
 
0 
 
2 
 
     500,00 €  bis  1.000,00 € 
 
17 
 
10 
 
8 
 
35 
 
Eingegangene Einsprüche 
 
 
2 
 
6 
 
6 
 
14 
Abbildung 5: Ordnungswidrigkeiten - Daten Jobcenter Münster 
 
 
Im Jahr 2017 sind bis August insgesamt 190 erfolgreiche Eintritte in das Angebot „Impulse für 
Erwerbsarbeit“ des Perspektivzentrums zu zählen (vgl. Abbildung 6). 
 
   Abbildung 6: Perspektivzentrum - Daten Jobcenter Münster 
 
Im gleichen Zeitraum sind insgesamt zwölf Integrationen zu zählen, bei denen die Personen in 
den letzten zwölf Monaten zuvor die Einstiegsberatung bzw. Angebotsmodule des Perspekti v-
zentrums absolviert haben.

5 
V/0730/2017 
 
2. Zielerreichung 
 
a) Integrationen 
 
Für den Berichtsmonat Juli 2017 zeigt die Prognose im Jahresfortschritt aktuell eine Zielverfe h-
lung von 129 Integrationen (vgl. Abbildung 7). Die Abweichung zur Planung muss im weiteren 
Jahresverlauf ausgeglichen werden, insbesondere die Ergebnisse der saisonbedingt integrat i-
onsstärksten Monate August und September bleiben abzuwarten. Darüber hinaus ist es in den 
letzten Monaten vermehrt gelungen, vakante Stellen in der Arbeitsvermittlung im Jobc enter zu 
besetzen, wodurch eine Verbesserung der Vermittlungstätigkeit erlangt werden soll.  
Um sicherzustellen, dass erfolgreiche Integrationen unmittelbar als solche gezählt werden, we r-
den zudem gezielt Maßnahmen zur Sicherstellung der statistischen Date nqualität durchgeführt. 
Ein weiterer Schwerpunkt wird auf die Vermeidung von Datenverlust an bisherigen Schnittstellen 
gelegt. Insbesondere durch die sozialräumliche Zusammenarbeit innerhalb der Jobcenter im 
Jobcenter, die nach Abschluss des OE -Prozesses möglich ist, soll der unmittelbare Austausch 
von integrationsrelevanten Informationen und Dokumenten künftig weiter verbessert werden.  
 
Abbildung 7: Summe der Integrationen im Jahresfortschritt 
 
Zur Integrationsquote soll im Juli 2017 ein Sollwert von 11,1 % erreicht werden, der tatsächliche 
Wert liegt bei 10,4 % (vgl. Abbildung 8). Die Abweichung beträgt 0,7 Prozentpunkte.

6 
V/0730/2017 
 
Abbildung 8: Integrationsquote im Jahresfortschritt 
 
b) Langzeitleistungsbezug 
 
Der durchschnittliche Bestand der Langzeitleistungsbeziehenden liegt im Berichtsmonat Juli 2017 
hochgerechnet bei 9.214 Personen und somit weiterhin zielkonform unterhalb der geplanten 
Höchstgrenze (vgl. Abbildung 9). 
 
Abbildung 9: Bestand Langzeitleistungsbeziehende 
 
Hinsichtlich der Integrationsquote der Langzeitleistungsbeziehenden zeigt sich zuletzt im Ve r-
gleich zur Integrationsquote allgemein ebenfalls eine knappe Zielverfehlung (vgl. Abbildung 10). 
Die Abweichung beträgt 0,6 Prozentpunkte. Durch die unter a) beschriebenen Maßnahmen we r-
den auch für die Schwerpunktsetzung der „Vermeidung von Langzeitleistungsbezug“  Verbess e-
rungen erreicht, wodurch die mit dem Land Nordrhein -Westfalen vereinbarte Zielerre ichung am 
Jahresende weiterhin möglich ist.

7 
V/0730/2017 
 
Abbildung 10: Integrationsquote Langzeitleistungsbeziehende 
 
 
In Vertretung 
 
Gez. 
Cornelia Wilkens 
Stadträtin 
 
Anlagen: 
 
Anlage 1 – Glossar 
Anlage 2 – Mittelabfluss Eingliederungstitel

Anlage_1_Glossar

9040 Zeichen

Anlage 1 zur Basisinformation des Jobcenter Münster 
Glossar zur Grundsicherungs- und Arbeitsmarktstatistik (häufig verwendete Begriffe und Abkürzungen) 
 
Aktivierung Arbeitsmarktpolitische Maßnahme der aktiven Arbeitsförderung zur beruflichen Eingliederung/ 
Weiterbildung (z. B. Umschulung). 
Aktivierungsquote  
der Langzeitleis-
tungsbeziehenden 
(K3E2) 
Quotient aus der Zahl der Langzeitleistungsbeziehenden  in einer Maßnahme der aktiven A r-
beitsförderung im Berichtsmon at (Zähler) und der Zahl der La ngzeitleistungsbeziehenden 
gesamt im Berichtsmonat (Nenner). In der Basisinformation des Jobcenters wi rd die Aktivi e-
rungsquote der Langzeitleistungsbeziehenden jeweils als Jahresdurchschnittswert abgebildet. 
Alo = Arbeitslose 
Personen, die nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, eine versicherungspflichtige 
zumutbare Beschäftigung suchen, dabei den Vermittlungsbemühungen zur Verfügung stehen 
und sich bei einer Agentur für Arbeit oder einem Jobcenter arbeitslos gemeldet haben. 
Arbeitslosenquote Quotient aus der Anzahl der registrierten Arbeitslosen zum Stichtag (Zähler) und der Anzahl 
der zivilen Erwerbspersonen zum Stichtag (Nenner). Die Zahl der zivilen Erwerbspersonen 
setzt sich zusammen aus den abhängigen zivilen Erwerbstätigen sowie den Selbstständigen 
und den mithelfenden Familienangehörigen.  
Asu = Arbeitsuchende 
Personen, die eine versicherungspflichtige Beschäftigung als Arbeitnehmer suchen. Der B e-
griff ist weiter gefasst als der des Arbeitslosen und enthält zusätzlich auch die nicht arbeit slo-
sen Arbeitsuchenden. Das sind die Personen, die eine Beschäftigung suchen, auch wenn sie  
beispielsweise bereits eine Beschäftigung oder eine selbständige Tätigkeit ausüben oder sich 
in einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme befinden. 
AUS = Vom Leistungsanspruch ausgeschlossene Personen 
Personen, die in einer Bedarfsgemeinschaft leben, selbst aber keinen Anspruch auf Leistun-
gen nach dem SGB II haben. Hierunter fallen u. a. Leistungsberechtigte nach dem Asylbe-
werberleistungsgesetz und Personen mit einem Anspruch auf Altersrente. 
 
BG = Bedarfsgemeinschaft 
Personen, die in einem Haushalt und in einer Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft 
miteinander leben und wirtschaften. Hierzu gehören die engsten Familienangehörigen (Ehe-
gatten/ Partner und Kinder unter 25 Jahre), nicht aber Großeltern/ Verschwägerte. Bedarfs-
gemeinschaften lassen sich differenzieren nach Regelleistungs-Bedarfsgemeinschaften und 
sonstige Bedarfsgemeinschaften. 
BM = Berichtsmonat 
Monat, über den sich die jeweilige Berichterstattung erstreckt. Er beginnt am Tag nach dem 
statistischen Stichtag des vorangegangenen Berichtsmonats und endet mit dem nächsten 
statistischen Stichtag (jeweils ca. Mitte eines Monats). 
ELB = Erwerbsfähige Leistungsberechtigte 
Personen, die das 15. Lebensjahr vollendet und die Altersgrenze noch nicht erreicht haben, 
die erwerbsfähig und hilfebedürftig sind und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der BRD haben. 
gE = gemeinsame Einrichtung 
Gemeinsame Trägerschaft der Bundesagentur für Arbeit und der kreisfreien Städte sowie 
Kreise zur einheitlichen Durchführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende im Gebiet des 
kommunalen Trägers.  
Integration Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, voll qualifizierenden beruflichen 
Ausbildung oder selbständigen Tätigkeit eines erwerbsfähigen Leistungsberechtigten. 
Integrationsquote  
(K2) 
Quotient aus der Summe der Integrationen im Berichtsmonat und den vorangegangenen elf 
Monaten (Zähler) und dem durchschnittlichen Bestand der erwerbsfähigen Leistungsberech-
tigten im Vormonat und den vorangegangenen elf Monaten (Nenner). In der Basisinformation

des Jobcenters wird die Integrationsquote als Jahresfortschrittswert abgebildet (entsprechend 
der mit dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen Zielvereinbarung). 
JDW = Jahresdurchschnittswert  
Durchschnitt von Januar eines Jahres bis zum aktuellen Berichtsmonat. 
JFW = Jahresfortschrittswert  
Summe von Januar eines Jahres bis zum aktuellen Berichtsmonat. 
Jugendarbeitslosen-
quote 
Quotient aus der Anzahl der registrierten Arbeitslosen unter 25 Jahren zum Stichtag (Zähler) 
und der Anzahl der zivilen Erwerbspersonen unter 25 Jahren zum Stichtag (Nenner). In der 
Basisinformation des Jobcenters wird die Jugendarbeitslosenquote jeweils als Jahresdurch-
schnittswert abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen 
Zielvereinbarung). 
KOL = Kind ohne Leistungsanspruch 
Minderjährige, unverheiratete Kinder in Bedarfsgemeinschaften, die ihren individuellen Bedarf 
durch eigenes Einkommen decken können und daher nicht hilfebedürftig sind.  
 
LB = Leistungsberechtigte 
Personen in Bedarfsgemeinschaften, die einen Anspruch auf Leistungen nach dem Sozialge-
setzbuch Zweites Buch Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) haben. Leistungsberech-
tigte lassen sich differenzieren nach Regelleistungs-Berechtigten und sonstigen Leistungsbe-
rechtigten. 
 
LfU = Leistungen für Unterkunft und Heizung 
Umfasst ausgezahlte Ansprüche für Bedarfe, die die Unterkunft betreffen (z. B. Kaltmiete, 
Neben- und Heizkosten).  
LLU = Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes 
Umfasst ausgezahlte Ansprüche für Regelbedarfe (z. B. Ernährung, Kleidung, Haushaltsener-
gie) und Mehrbedarfe (z. B. Alleinerziehung, Schwangerschaft und Geburt).  
LZA = Langzeitarbeitslose 
Personen, die ein Jahr und länger arbeitslos gemeldet sind. 
LZB = Langzeitleistungsbeziehende 
Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in den vergangenen 24 Monaten mindestens 21 
Monate hilfebedürftig waren. Um nicht Zeiten der Nichterwerbsfähigkeit (vor Vollendung des 
15. Lebensjahres) mit einzubeziehen, werden ausschließlich Zeiten berücksichtigt, in denen 
die Person als erwerbsfähiger Leistungsberechtigte im Bezug stand. 
Nachhaltigkeit Eine Integration gilt als nachhaltig, wenn die Person zwölf Monate nach Aufnahme des Be-
schäftigungsverhältnisses sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. 
Nachhaltigkeitsquote 
(K2E3) 
Quotient aus der Summe der nachhaltigen Integrationen in den vergangenen zwölf Monaten 
(Zähler) und der Summe der Integrationen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in 
den vergangenen zwölf Monaten (Nenner). 
NEF = Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte 
Personen innerhalb einer Bedarfsgemeinschaft, die selbst noch nicht im erwerbsfähigen Alter 
sind (unter 15 Jahren) oder aufgrund ihrer gesundheitlichen Leistungsfähigkeit oder evtl. 
rechtlicher Einschränkungen nicht in der Lage sind, mindestens drei Stunden täglich unter den 
üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes zu arbeiten. Sie erhalten Sozialgeld. 
NLB = Nicht Leistungsberechtigte 
Personen ohne Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II. Hierzu gehören vom Leistungsan-
spruch ausgeschlossene Personen und Kinder ohne Leistungsanspruch. 
 
PERS = Personen in Bedarfsgemeinschaften 
Personen, die in einer Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft leben. Es lässt sich

differenzieren zwischen Leistungsberechtigten und nicht Leistungsberechtigten. 
 
RLB = Regelleistungs-Berechtigte 
Personen mit Anspruch auf Gesamtregelleistungen. Hierzu gehören u. a. Regelbedarfe (Ar-
beitslosengeld II oder Sozialgeld), Mehrbedarfe sowie laufende und einmalige Leistungen für 
Unterkunft und Heizung. 
 
RL-BG = Regelleistungs-Bedarfsgemeinschaft 
Zu dieser Bedarfsgemeinschaft gehört mindestens ein Regelleistungsberechtigter, zusätzlich 
können auch Personen mit anderem Status dazugehören. 
 
Sanktionen Prozentuale Absenkung des Regelbedarfes bei Pflichtverletzungen oder Meldeversäumnisse 
durch den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten.  
Sanktionsquote Quotient aus der Anzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten mit mindestens einer gül-
tigen Sanktion zum Stichtag (Zähler) und allen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten  zum 
Stichtag (Nenner).  
S-BG = Sonstige Bedarfsgemeinschaften 
Zu dieser Bedarfsgemeinschaft gehört kein Regelleistungs-Berechtigter, dafür jedoch mindes-
tens ein sonstiger Leistungsberechtigter. 
 
SLB = Sonstige Leistungsberechtigte 
Personen ohne Anspruch auf Gesamtregelleistungen, die ausschließlich sonstige Leistungen 
erhalten. Hierzu gehören u. a. Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung, abweichend 
zu erbringende Leistungen wie die Erstausstattung der Wohnung, Leistungen für Auszubil-
dende und Leistungen zur Bildung und Teilhabe.  
 
Veränderungsrate des 
Bestands der Lang-
zeitleistungsbezie-
henden (K3) 
Quotient aus der Anzahl der Langzeitleistungsbeziehenden im Berichtsmonat (Zähler) und der 
Anzahl der Langzeitleistungsbeziehenden im Berichtsmonat des Vorjahres (Nenner). In der 
Basisinformation des Jobcenters wird die Veränderungsrate jeweils als Jahresdurchschnitts-
wert abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen Zielverein-
barung). 
zkT = zugelassener kommunaler Träger  
Trägerschaft der Grundsicherung für Arbeitsuchende zur alleinigen Wahrnehmung (Options-
kommune) – z. B. Jobcenter Münster

Anlage_2_Mittelabfluss Eingliederungstitel

3378 Zeichen

Anlage 2: Mittelabflussbericht Eingliederungstitel (EGT) 
Stand: 05.09.2017 
 
 
Vermittlungsbudget 763.801,89 7,43% 446.593,66 4,35% 119.539,16 1,16% 197.669,07 1,92%
Reisekosten für Meldepflichten 600,00 0,01% 338,98 0,00% 0,00 0,00% 261,02 0,00%
Aktivierung und berufliche Eingliederung 3.290.500,78 32,02% 2.615.582,23 25,46% 605.483,64 5,89% 69.434,91 0,68%
Summe 4.054.902,67 39,46% 3.062.514,87 29,81% 725.022,80 7,06% 267.365,00 2,60%
Förderung berufl.  Weiterbildung (FbW) 1.484.176,33 14,44% 1.402.330,87 13,65% 81.249,24 0,79% 596,22 0,01%
Summe 1.484.176,33 14,44% 1.402.330,87 13,65% 81.249,24 0,79% 596,22 0,01%
Eingliederungszuschüsse (EGZ) 354.794,59 3,45% 270.291,07 2,63% 33.037,35 0,32% 51.466,17 0,50%
Eingliederungszuschuss für AN ab 50 Jahre 20.830,55 0,20% 5.830,55 0,06% 0,00 0,00% 15.000,00 0,15%
unbefristeter Beschäftigungszuschuss (BEZ) (bis 31.03.2012) 609.185,00 5,93% 507.663,87 4,94% 80.991,99 0,79% 20.529,14 0,20%
Förderung von Arbeitsverhältnissen (FAV( (ab 01.04.2012) 540.097,47 5,26% 470.093,91 4,58% 33.361,90 0,32% 36.641,66 0,36%
Einstiegsgeld 71.244,49 0,69% 68.695,44 0,67% 0,00 0,00% 2.549,05 0,02%
Begleitende Hilfen für Selbstständige 37.600,00 0,37% 17.076,95 0,17% 14.815,50 0,14% 5.707,55 0,06%
Summe 1.633.752,10 15,90% 1.339.651,79 13,04% 162.206,74 1,58% 131.893,57 1,28%
Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen 420.292,80 4,09% 188.633,43 1,84% 65.214,45 0,63% 166.444,92 1,62%
Einstiegsqualifizierung (EQ) 64.803,99 0,63% 55.006,91 0,54% 2.695,03 0,03% 7.102,05 0,07%
ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) 209.994,00 2,04% 51.084,00 0,50% 131.310,00 1,28% 27.600,00 0,27%
Summe 695.090,79 6,76% 294.724,34 2,87% 199.219,48 1,94% 201.146,97 1,96%
Ausbildungszuschuss 31.781,15 0,31% 29.153,95 0,28% 1.928,16 0,02% 699,04 0,01%
Probebeschäftigung behinderter Menschen 10.000,00 0,10% 0,00 0,00% 0,00 0,00% 10.000,00 0,10%
Probebeschäftigung schwerbehinderter Menschen 106.437,13 1,04% 80.183,73 0,78% 17.647,88 0,17% 8.605,52 0,08%
Eingliederungszuschüsse f. Behinderte [222] 61.200,00 0,60% 6.735,65 0,07% 0,00 0,00% 54.464,35 0,53%
Eingliederungszuschüsse f. Schwerbehinderte [223] 390.489,25 3,80% 352.744,55 3,43% 34.812,57 0,34% 2.932,13 0,03%
besondere Maßnahmen zur Weiterbildung Reha 213.736,97 2,08% 178.176,96 1,73% 2.204,86 0,02% 33.355,15 0,32%
Summe 813.644,50 7,92% 646.994,84 6,30% 56.593,47 0,55% 110.056,19 1,07%
Arbeitsgelegenheit  Mehraufwand 948.986,48 9,24% 498.739,51 4,85% 336.375,24 3,27% 113.871,73 1,11%
Summe 948.986,48 9,24% 498.739,51 4,85% 336.375,24 3,27% 113.871,73 1,11%
Freie Förderung (§ 16f + 16h SGB II) 499.365,13 4,86% 312.115,11 3,04% 42.577,05 0,41% 144.672,97 1,41%
Förderung schwer zu erreichender junger Menschen (§16h SGB II) 50.000,00 0,49% 0,00 0,00% 39.990,00 0,39% 10.010,00 0,10%
Summe 549.365,13 5,35% 312.115,11 3,04% 82.567,05 0,80% 154.682,97 1,51%
Sonstiges 95.000,00 0,92% 0,00 0,00% 95.000,00 0,92% 0,00 0,00%
Summe 95.000,00 0,92% 0,00 0,00% 95.000,00 0,92% 0,00 0,00%
Gesamtsumme 10.274.918,00 € 100,00% 7.557.071,33 € 73,55% 1.738.234,02 € 16,92% 979.612,65 € 9,53%
Sonstiges
Ausgaben 2017 Mittelbindungen 
2017
Beratung und Unterstützung der Arbeitsuche
Qualifizierung
Beschäftigung begleitende Leistungen
Maßnahmen für Jüngere
Budget % % % Verfügbares 
Budget %
Leistungen für Menschen mit Behinderung
Beschäftigung schaffende Leistungen
Freie Förderung

Beratungsverlauf (1)

11.10.2017 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung
TOP 16 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
V/0730/2017
Typ
Vorlagen
Datum
23.08.2017
Erstellt
06.10.2020 14:37