V/0730/2017
Basisinformationen Jobcenter
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Berichtsvorlage
11849 Zeichen
V/0730/2017
DER OBERBÜRGERMEISTER
Jobcenter
Betrifft
Basisinformationen Jobcenter
Beratungsfolge
11.10.2017 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und
Arbeitsförderung Bericht
Bericht:
Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht Grundsicherungsdaten nach dem SGB II grundsät z-
lich nach dem so genannten Wartezeitkon zept, da es sich um dynamische Daten handelt. Dies
bedeutet, dass den Jobcentern ein dreimonatiges Zeitfenster für Nacherfassungen (z. B. nac h-
träglich bekannt gewordene Arbeitsaufnahmen) zur Verfügung steht. Erst nach dieser Wartezeit
gelten die Daten als festgeschrieben und werden als öffentliche Statistik zur Verfügung gestellt.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Basisinformationen liegen festgeschriebene Grundsich e-
rungsdaten für den Berichtsmonat April 2017 vor. Um aktuellere Daten zur Verfügung stelle n zu
können, werden die Daten für die Monate Mai 2017 bis Juli 2017 - sofern möglich - entsprechend
hoch gerechnet und als Prognose ausgewiesen. Dies betrifft neben Strukturdaten und Kennza h-
len auch die Daten zur Zielerreichung.
Die durch das Jobcenter M ünster eigenständig errechneten Prognosewerte können von den D a-
ten der öffentlichen Statistik der Bundesagentur für Arbeit, die sukzessive in den nächsten Mona-
ten veröffentlicht werden, abweichen.
Arbeitsmarktdaten werden bereits regulär am aktuellen Rand veröffentlicht, das Wartezeitkonzept
gilt nicht. Aktueller Datenstand ist hier der Monat Juli 2017.
1. Strukturdaten, Kennzahlen und Ergänzungsgrößen
Nach aktueller Hochrechnung für den Berichtsmonat Juli 2017 erhalten 11.648 Bedarfsgemei n-
schaften Leistungen nach dem SGB II (vgl. Abbildung 1). Durch das Jobcenter Münster werden
insgesamt 23.490 Personen betreut. Im Vergleich zum Vorjahr sind deutliche Zuwachsraten zu
Vorlagen-Nr.:
V/0730/2017
Auskunft erteilt:
Frau Nilles
Ruf:
492-9002
E-Mail:
Nilles@stadt-muenster.de
Datum:
19.09.2017
Öffentliche Berichtsvorlage
2
V/0730/2017
verzeichnen. Zurückzuführen ist dies auf die vermehrte Einmündung von Personen im Kontext
von Fluchtmigration in den Rechtskreis SGB II nach Beendigung der Asylverfahren. Dies ist be i-
spielsweise bei der Personengruppe der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten erkennbar: Der
Anstieg im Bestand der ausländischen Personen beträgt 35,1 %.
Strukturdaten
- Prognose
Mai
2017
Juni
2017
Juli
2017
Veränderung
Mai 17
- Jul 17
Juli
2016
Veränderung
Jul 16
- Jul 17
Durchschnitt
2016
Bedarfsgemeinschaften
11.580
11.568
11.648
0,6 %
11.200
4,0 %
11.230
Personen in Bedarfsgemeinschaften
23.352
23.328
23.490
0,6 %
21.935
7,1 %
22.141
Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte
6.758
6.751
6.798
0,6 %
6.054
12,3 %
6.179
Erwerbsfähige Leistungsberechtigte
15.610
15.594
15.702
0,6 %
14.672
7,0 %
14.785
Männer
7.895
7.881
7.900
0,1 %
7.349
7,5 %
7.434
Frauen
7.714
7.712
7.801
1,1 %
7.308
6,8 %
7.351
15 bis 24 Jahre
3.125
3.130
3.137
0,4 %
2.771
13,2 %
2.844
25 bis 54 Jahre
10.248
10.200
10.244
- 0,0 %
9.743
5,1 %
9.771
55 Jahre und älter
2.237
2.264
2.321
3,8 %
2.158
7,6 %
2.170
Deutsche
10.136
10.103
10.159
0,2 %
10.519
- 3,4 %
10.335
Ausländer
5.386
5.407
5.458
1,3 %
4.041
35,1 %
4.361
Erwerbstätige (mit Erwerbseinkommen)
4.496
4.467
4.462
- 0,8 %
4.396
1,5 %
4.466
Abbildung 1: Strukturdaten - Prognose Jobcenter Münster
Die Ausgabensummen sowohl für Leistungen zum Lebensunterhalt als auch für Leistungen für
Unterkunft und Heizung stiegen bis Juli 2017 relativ glei chmäßig an (vgl. Jahresfortschrittswerte
in Abbildung 2). Seit Jahresbeginn 2017 liegt die Summe der Leistungen zum Lebensu nterhalt
11,1 % höher als im Jahresfortschritt 2016 während für Leistungen für Unterkunft und He izung
bislang 7,2 % mehr als im Vorjahr verausgabt wurden.
Kennzahlen
- Prognose
Mai
2017
Juni
2017
Juli
2017
Veränderung
Mai 17
- Jul 17
Juli
2016
Veränderung
Jul 16
- Jul 17
Durchschnitt
2016
K1 - Leistungen zum Lebensunterhalt (Bund)
Monatswert (in Mio. €):
4,61
4,60
4,67
1,3 %
4,15
12,5 %
4,22
Jahresfortschritt (in Mio. €):
23,03
27,63
32,30
40,3 %
29,07
11,1 %
42,24 (Summe)
K1E1 - Leistungen für Unterkunft und Heizung (Stadt)
Monatswert (in Mio. €):
4,98
4,94
5,01
0,6 %
4,62
8,4 %
4,57
Jahresfortschritt (in Mio. €):
24,42
29,37
34,38
40,8 %
32,08
7,2 %
54,88 (Summe)
Abbildung 2: Kennzahlen - Prognose Jobcenter Münster
Die Arbeitslosenquote der Stadt Münster ist zuletzt auf 5,4 % angestie gen, der Anstieg verteilt
sich mit jeweils 0,1 Prozentpunkten auf beide Rechtskreise (vgl. Abbildung 3). Im Vergleich zu
den Quoten des Bundes (5,6 %) und Landes (7,5 %) liegt Münster weiterhin auf niedrigem N i-
veau. Vom zuletzt festzustellenden Anstieg sin d im Rechtskreis SGB II junge Menschen nicht
betroffen, die Jugendarbeitslosenquote liegt hier weiterhin bei 2,4 %.
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Arbeitsmarkt Mai
2017
Juni
2017
Juli
2017
Veränderung
Mai 17
- Jul 17
Juli
2016
Veränderung
Jul 16
- Jul 17
Durchschnitt
2016
Arbeitslosenquote Münster (in %)
5,2
5,2
5,4
3,8 %
5,8
- 6,9 %
5,7
Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur)
1,5
1,5
1,6
6,7 %
1,9
- 15,8 %
1,7
Rechtskreis SGB II (Jobcenter)
3,7
3,7
3,8
2,7 %
3,9
- 2,6 %
4,0
Rechtskreis SGB II (Jobcenter) bis 24 Jahre
2,3
2,4
2,4
4,3 %
2,7
- 11,1 %
2,7
Bestand Arbeitslose SGB II
6.142
6.163
6.215
1,2 %
6.412
- 3,1 %
6.476
Männer
3.510
3.553
3.558
1,4 %
3.662
- 2,8 %
3.704
Frauen
2.632
2.610
2.657
0,9 %
2.750
- 3,4 %
2.772
15 bis 24 Jahre
476
507
504
5,9 %
562
- 10,3 %
554
25 bis 54 Jahre
4.519
4.509
4.558
0,9 %
4.696
- 2,9 %
4.774
55 Jahre und älter
1.147
1.147
1.153
0,5 %
1.154
- 0,1 %
1.148
Deutsche
4.274
4.255
4.253
- 0,5 %
4.708
- 9,7 %
4.702
Ausländer
1.868
1.908
1.962
5,0 %
1.704
15,1 %
1.774
Langzeitarbeitslose
3.545
3.510
3.528
- 0,5 %
3.555
- 0,8 %
3.581
Abbildung 3: Arbeitsmarkt - Daten der Bundesagentur für Arbeit
Im Berichtsm onat April 2017 sind 448 Sanktionen wirksam, es ist ein deutlicher Rückgang zu
verzeichnen (vgl. Abbildung 4). Die Sanktionsquote liegt weiterhin bei 2,1 %, der durchschnittl i-
che Kürzungsbetrag beträgt 84,21 €.
Sanktionen
- KEINE Prognose
Februar
2017
März
2017
April
2017
Veränderung
Mai 17
- Jul 17
April
2016
Veränderung
Jul 16
- Jul 17
Durchschnitt
2016
Anzahl der wirksamen Sanktionen
501
442
448
- 10,6 %
514
- 12,8 %
455
Anzahl Personen mit mind. einer Sanktion
353
322
323
- 8,5 %
380
- 15,0 %
348
Deutsche
264
244
254
- 3,8 %
309
- 17,8 %
275
Ausländer
89
78
69
- 22,5 %
71
- 2,8 %
73
Sanktionsquote (in %)
Münster
2,3
2,1
2,1
- 8,7 %
2,6
- 19,2 %
2,4
Nordrhein-Westfalen
2,7
2,7
2,8
3,7 %
2,7
3,7 %
2,7
Deutschland
3,1
3,0
3,1
0,0 %
3,0
3,3 %
3,1
Durchschnittlicher Kürzungsbetrag (in €)
Münster
89,23
86,86
84,21
- 5,6 %
90,71
- 7,2 %
89,86
Nordrhein-Westfalen
105,50
104,52
104,62
-0,8 %
103,77
0,8 %
103,76
Deutschland
110,30
109,25
109,31
- 0,9 %
108,38
0,9 %
108,39
Abbildung 4: Sanktionen - Daten der Bundesagentur für Arbeit
Im zweiten Quartal 2017 wurden 254 Verfahren zwecks Prüf ung einer Ordnungswidrigkeit einge-
leitet (vgl. Abbildung 5). Insgesamt 37 Bußgeldbescheide wurden im Quartal rechtskräftig.
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Ordnungswidrigkeiten April 2017 Mai 2017 Juni 2017 2. Quartal 2017
Anzahl neue Prüfverfahren
66
94
94
254
Anzahl neu erlassene Bußgeldbescheide
11
19
20
50
Anzahl rechtskräftige Bußgeldbescheide
18
11
8
37
00,00 € bis 200,00 €
0
0
0
0
200,00 € bis 500,00 €
1
1
0
2
500,00 € bis 1.000,00 €
17
10
8
35
Eingegangene Einsprüche
2
6
6
14
Abbildung 5: Ordnungswidrigkeiten - Daten Jobcenter Münster
Im Jahr 2017 sind bis August insgesamt 190 erfolgreiche Eintritte in das Angebot „Impulse für
Erwerbsarbeit“ des Perspektivzentrums zu zählen (vgl. Abbildung 6).
Abbildung 6: Perspektivzentrum - Daten Jobcenter Münster
Im gleichen Zeitraum sind insgesamt zwölf Integrationen zu zählen, bei denen die Personen in
den letzten zwölf Monaten zuvor die Einstiegsberatung bzw. Angebotsmodule des Perspekti v-
zentrums absolviert haben.
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V/0730/2017
2. Zielerreichung
a) Integrationen
Für den Berichtsmonat Juli 2017 zeigt die Prognose im Jahresfortschritt aktuell eine Zielverfe h-
lung von 129 Integrationen (vgl. Abbildung 7). Die Abweichung zur Planung muss im weiteren
Jahresverlauf ausgeglichen werden, insbesondere die Ergebnisse der saisonbedingt integrat i-
onsstärksten Monate August und September bleiben abzuwarten. Darüber hinaus ist es in den
letzten Monaten vermehrt gelungen, vakante Stellen in der Arbeitsvermittlung im Jobc enter zu
besetzen, wodurch eine Verbesserung der Vermittlungstätigkeit erlangt werden soll.
Um sicherzustellen, dass erfolgreiche Integrationen unmittelbar als solche gezählt werden, we r-
den zudem gezielt Maßnahmen zur Sicherstellung der statistischen Date nqualität durchgeführt.
Ein weiterer Schwerpunkt wird auf die Vermeidung von Datenverlust an bisherigen Schnittstellen
gelegt. Insbesondere durch die sozialräumliche Zusammenarbeit innerhalb der Jobcenter im
Jobcenter, die nach Abschluss des OE -Prozesses möglich ist, soll der unmittelbare Austausch
von integrationsrelevanten Informationen und Dokumenten künftig weiter verbessert werden.
Abbildung 7: Summe der Integrationen im Jahresfortschritt
Zur Integrationsquote soll im Juli 2017 ein Sollwert von 11,1 % erreicht werden, der tatsächliche
Wert liegt bei 10,4 % (vgl. Abbildung 8). Die Abweichung beträgt 0,7 Prozentpunkte.
6
V/0730/2017
Abbildung 8: Integrationsquote im Jahresfortschritt
b) Langzeitleistungsbezug
Der durchschnittliche Bestand der Langzeitleistungsbeziehenden liegt im Berichtsmonat Juli 2017
hochgerechnet bei 9.214 Personen und somit weiterhin zielkonform unterhalb der geplanten
Höchstgrenze (vgl. Abbildung 9).
Abbildung 9: Bestand Langzeitleistungsbeziehende
Hinsichtlich der Integrationsquote der Langzeitleistungsbeziehenden zeigt sich zuletzt im Ve r-
gleich zur Integrationsquote allgemein ebenfalls eine knappe Zielverfehlung (vgl. Abbildung 10).
Die Abweichung beträgt 0,6 Prozentpunkte. Durch die unter a) beschriebenen Maßnahmen we r-
den auch für die Schwerpunktsetzung der „Vermeidung von Langzeitleistungsbezug“ Verbess e-
rungen erreicht, wodurch die mit dem Land Nordrhein -Westfalen vereinbarte Zielerre ichung am
Jahresende weiterhin möglich ist.
7
V/0730/2017
Abbildung 10: Integrationsquote Langzeitleistungsbeziehende
In Vertretung
Gez.
Cornelia Wilkens
Stadträtin
Anlagen:
Anlage 1 – Glossar
Anlage 2 – Mittelabfluss Eingliederungstitel
Anlage_1_Glossar
9040 Zeichen
Anlage 1 zur Basisinformation des Jobcenter Münster Glossar zur Grundsicherungs- und Arbeitsmarktstatistik (häufig verwendete Begriffe und Abkürzungen) Aktivierung Arbeitsmarktpolitische Maßnahme der aktiven Arbeitsförderung zur beruflichen Eingliederung/ Weiterbildung (z. B. Umschulung). Aktivierungsquote der Langzeitleis- tungsbeziehenden (K3E2) Quotient aus der Zahl der Langzeitleistungsbeziehenden in einer Maßnahme der aktiven A r- beitsförderung im Berichtsmon at (Zähler) und der Zahl der La ngzeitleistungsbeziehenden gesamt im Berichtsmonat (Nenner). In der Basisinformation des Jobcenters wi rd die Aktivi e- rungsquote der Langzeitleistungsbeziehenden jeweils als Jahresdurchschnittswert abgebildet. Alo = Arbeitslose Personen, die nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, eine versicherungspflichtige zumutbare Beschäftigung suchen, dabei den Vermittlungsbemühungen zur Verfügung stehen und sich bei einer Agentur für Arbeit oder einem Jobcenter arbeitslos gemeldet haben. Arbeitslosenquote Quotient aus der Anzahl der registrierten Arbeitslosen zum Stichtag (Zähler) und der Anzahl der zivilen Erwerbspersonen zum Stichtag (Nenner). Die Zahl der zivilen Erwerbspersonen setzt sich zusammen aus den abhängigen zivilen Erwerbstätigen sowie den Selbstständigen und den mithelfenden Familienangehörigen. Asu = Arbeitsuchende Personen, die eine versicherungspflichtige Beschäftigung als Arbeitnehmer suchen. Der B e- griff ist weiter gefasst als der des Arbeitslosen und enthält zusätzlich auch die nicht arbeit slo- sen Arbeitsuchenden. Das sind die Personen, die eine Beschäftigung suchen, auch wenn sie beispielsweise bereits eine Beschäftigung oder eine selbständige Tätigkeit ausüben oder sich in einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme befinden. AUS = Vom Leistungsanspruch ausgeschlossene Personen Personen, die in einer Bedarfsgemeinschaft leben, selbst aber keinen Anspruch auf Leistun- gen nach dem SGB II haben. Hierunter fallen u. a. Leistungsberechtigte nach dem Asylbe- werberleistungsgesetz und Personen mit einem Anspruch auf Altersrente. BG = Bedarfsgemeinschaft Personen, die in einem Haushalt und in einer Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft miteinander leben und wirtschaften. Hierzu gehören die engsten Familienangehörigen (Ehe- gatten/ Partner und Kinder unter 25 Jahre), nicht aber Großeltern/ Verschwägerte. Bedarfs- gemeinschaften lassen sich differenzieren nach Regelleistungs-Bedarfsgemeinschaften und sonstige Bedarfsgemeinschaften. BM = Berichtsmonat Monat, über den sich die jeweilige Berichterstattung erstreckt. Er beginnt am Tag nach dem statistischen Stichtag des vorangegangenen Berichtsmonats und endet mit dem nächsten statistischen Stichtag (jeweils ca. Mitte eines Monats). ELB = Erwerbsfähige Leistungsberechtigte Personen, die das 15. Lebensjahr vollendet und die Altersgrenze noch nicht erreicht haben, die erwerbsfähig und hilfebedürftig sind und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der BRD haben. gE = gemeinsame Einrichtung Gemeinsame Trägerschaft der Bundesagentur für Arbeit und der kreisfreien Städte sowie Kreise zur einheitlichen Durchführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende im Gebiet des kommunalen Trägers. Integration Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, voll qualifizierenden beruflichen Ausbildung oder selbständigen Tätigkeit eines erwerbsfähigen Leistungsberechtigten. Integrationsquote (K2) Quotient aus der Summe der Integrationen im Berichtsmonat und den vorangegangenen elf Monaten (Zähler) und dem durchschnittlichen Bestand der erwerbsfähigen Leistungsberech- tigten im Vormonat und den vorangegangenen elf Monaten (Nenner). In der Basisinformation des Jobcenters wird die Integrationsquote als Jahresfortschrittswert abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen Zielvereinbarung). JDW = Jahresdurchschnittswert Durchschnitt von Januar eines Jahres bis zum aktuellen Berichtsmonat. JFW = Jahresfortschrittswert Summe von Januar eines Jahres bis zum aktuellen Berichtsmonat. Jugendarbeitslosen- quote Quotient aus der Anzahl der registrierten Arbeitslosen unter 25 Jahren zum Stichtag (Zähler) und der Anzahl der zivilen Erwerbspersonen unter 25 Jahren zum Stichtag (Nenner). In der Basisinformation des Jobcenters wird die Jugendarbeitslosenquote jeweils als Jahresdurch- schnittswert abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen Zielvereinbarung). KOL = Kind ohne Leistungsanspruch Minderjährige, unverheiratete Kinder in Bedarfsgemeinschaften, die ihren individuellen Bedarf durch eigenes Einkommen decken können und daher nicht hilfebedürftig sind. LB = Leistungsberechtigte Personen in Bedarfsgemeinschaften, die einen Anspruch auf Leistungen nach dem Sozialge- setzbuch Zweites Buch Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) haben. Leistungsberech- tigte lassen sich differenzieren nach Regelleistungs-Berechtigten und sonstigen Leistungsbe- rechtigten. LfU = Leistungen für Unterkunft und Heizung Umfasst ausgezahlte Ansprüche für Bedarfe, die die Unterkunft betreffen (z. B. Kaltmiete, Neben- und Heizkosten). LLU = Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes Umfasst ausgezahlte Ansprüche für Regelbedarfe (z. B. Ernährung, Kleidung, Haushaltsener- gie) und Mehrbedarfe (z. B. Alleinerziehung, Schwangerschaft und Geburt). LZA = Langzeitarbeitslose Personen, die ein Jahr und länger arbeitslos gemeldet sind. LZB = Langzeitleistungsbeziehende Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in den vergangenen 24 Monaten mindestens 21 Monate hilfebedürftig waren. Um nicht Zeiten der Nichterwerbsfähigkeit (vor Vollendung des 15. Lebensjahres) mit einzubeziehen, werden ausschließlich Zeiten berücksichtigt, in denen die Person als erwerbsfähiger Leistungsberechtigte im Bezug stand. Nachhaltigkeit Eine Integration gilt als nachhaltig, wenn die Person zwölf Monate nach Aufnahme des Be- schäftigungsverhältnisses sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. Nachhaltigkeitsquote (K2E3) Quotient aus der Summe der nachhaltigen Integrationen in den vergangenen zwölf Monaten (Zähler) und der Summe der Integrationen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in den vergangenen zwölf Monaten (Nenner). NEF = Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte Personen innerhalb einer Bedarfsgemeinschaft, die selbst noch nicht im erwerbsfähigen Alter sind (unter 15 Jahren) oder aufgrund ihrer gesundheitlichen Leistungsfähigkeit oder evtl. rechtlicher Einschränkungen nicht in der Lage sind, mindestens drei Stunden täglich unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes zu arbeiten. Sie erhalten Sozialgeld. NLB = Nicht Leistungsberechtigte Personen ohne Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II. Hierzu gehören vom Leistungsan- spruch ausgeschlossene Personen und Kinder ohne Leistungsanspruch. PERS = Personen in Bedarfsgemeinschaften Personen, die in einer Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft leben. Es lässt sich differenzieren zwischen Leistungsberechtigten und nicht Leistungsberechtigten. RLB = Regelleistungs-Berechtigte Personen mit Anspruch auf Gesamtregelleistungen. Hierzu gehören u. a. Regelbedarfe (Ar- beitslosengeld II oder Sozialgeld), Mehrbedarfe sowie laufende und einmalige Leistungen für Unterkunft und Heizung. RL-BG = Regelleistungs-Bedarfsgemeinschaft Zu dieser Bedarfsgemeinschaft gehört mindestens ein Regelleistungsberechtigter, zusätzlich können auch Personen mit anderem Status dazugehören. Sanktionen Prozentuale Absenkung des Regelbedarfes bei Pflichtverletzungen oder Meldeversäumnisse durch den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten. Sanktionsquote Quotient aus der Anzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten mit mindestens einer gül- tigen Sanktion zum Stichtag (Zähler) und allen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten zum Stichtag (Nenner). S-BG = Sonstige Bedarfsgemeinschaften Zu dieser Bedarfsgemeinschaft gehört kein Regelleistungs-Berechtigter, dafür jedoch mindes- tens ein sonstiger Leistungsberechtigter. SLB = Sonstige Leistungsberechtigte Personen ohne Anspruch auf Gesamtregelleistungen, die ausschließlich sonstige Leistungen erhalten. Hierzu gehören u. a. Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung, abweichend zu erbringende Leistungen wie die Erstausstattung der Wohnung, Leistungen für Auszubil- dende und Leistungen zur Bildung und Teilhabe. Veränderungsrate des Bestands der Lang- zeitleistungsbezie- henden (K3) Quotient aus der Anzahl der Langzeitleistungsbeziehenden im Berichtsmonat (Zähler) und der Anzahl der Langzeitleistungsbeziehenden im Berichtsmonat des Vorjahres (Nenner). In der Basisinformation des Jobcenters wird die Veränderungsrate jeweils als Jahresdurchschnitts- wert abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen Zielverein- barung). zkT = zugelassener kommunaler Träger Trägerschaft der Grundsicherung für Arbeitsuchende zur alleinigen Wahrnehmung (Options- kommune) – z. B. Jobcenter Münster
Anlage_2_Mittelabfluss Eingliederungstitel
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Anlage 2: Mittelabflussbericht Eingliederungstitel (EGT) Stand: 05.09.2017 Vermittlungsbudget 763.801,89 7,43% 446.593,66 4,35% 119.539,16 1,16% 197.669,07 1,92% Reisekosten für Meldepflichten 600,00 0,01% 338,98 0,00% 0,00 0,00% 261,02 0,00% Aktivierung und berufliche Eingliederung 3.290.500,78 32,02% 2.615.582,23 25,46% 605.483,64 5,89% 69.434,91 0,68% Summe 4.054.902,67 39,46% 3.062.514,87 29,81% 725.022,80 7,06% 267.365,00 2,60% Förderung berufl. Weiterbildung (FbW) 1.484.176,33 14,44% 1.402.330,87 13,65% 81.249,24 0,79% 596,22 0,01% Summe 1.484.176,33 14,44% 1.402.330,87 13,65% 81.249,24 0,79% 596,22 0,01% Eingliederungszuschüsse (EGZ) 354.794,59 3,45% 270.291,07 2,63% 33.037,35 0,32% 51.466,17 0,50% Eingliederungszuschuss für AN ab 50 Jahre 20.830,55 0,20% 5.830,55 0,06% 0,00 0,00% 15.000,00 0,15% unbefristeter Beschäftigungszuschuss (BEZ) (bis 31.03.2012) 609.185,00 5,93% 507.663,87 4,94% 80.991,99 0,79% 20.529,14 0,20% Förderung von Arbeitsverhältnissen (FAV( (ab 01.04.2012) 540.097,47 5,26% 470.093,91 4,58% 33.361,90 0,32% 36.641,66 0,36% Einstiegsgeld 71.244,49 0,69% 68.695,44 0,67% 0,00 0,00% 2.549,05 0,02% Begleitende Hilfen für Selbstständige 37.600,00 0,37% 17.076,95 0,17% 14.815,50 0,14% 5.707,55 0,06% Summe 1.633.752,10 15,90% 1.339.651,79 13,04% 162.206,74 1,58% 131.893,57 1,28% Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen 420.292,80 4,09% 188.633,43 1,84% 65.214,45 0,63% 166.444,92 1,62% Einstiegsqualifizierung (EQ) 64.803,99 0,63% 55.006,91 0,54% 2.695,03 0,03% 7.102,05 0,07% ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) 209.994,00 2,04% 51.084,00 0,50% 131.310,00 1,28% 27.600,00 0,27% Summe 695.090,79 6,76% 294.724,34 2,87% 199.219,48 1,94% 201.146,97 1,96% Ausbildungszuschuss 31.781,15 0,31% 29.153,95 0,28% 1.928,16 0,02% 699,04 0,01% Probebeschäftigung behinderter Menschen 10.000,00 0,10% 0,00 0,00% 0,00 0,00% 10.000,00 0,10% Probebeschäftigung schwerbehinderter Menschen 106.437,13 1,04% 80.183,73 0,78% 17.647,88 0,17% 8.605,52 0,08% Eingliederungszuschüsse f. Behinderte [222] 61.200,00 0,60% 6.735,65 0,07% 0,00 0,00% 54.464,35 0,53% Eingliederungszuschüsse f. Schwerbehinderte [223] 390.489,25 3,80% 352.744,55 3,43% 34.812,57 0,34% 2.932,13 0,03% besondere Maßnahmen zur Weiterbildung Reha 213.736,97 2,08% 178.176,96 1,73% 2.204,86 0,02% 33.355,15 0,32% Summe 813.644,50 7,92% 646.994,84 6,30% 56.593,47 0,55% 110.056,19 1,07% Arbeitsgelegenheit Mehraufwand 948.986,48 9,24% 498.739,51 4,85% 336.375,24 3,27% 113.871,73 1,11% Summe 948.986,48 9,24% 498.739,51 4,85% 336.375,24 3,27% 113.871,73 1,11% Freie Förderung (§ 16f + 16h SGB II) 499.365,13 4,86% 312.115,11 3,04% 42.577,05 0,41% 144.672,97 1,41% Förderung schwer zu erreichender junger Menschen (§16h SGB II) 50.000,00 0,49% 0,00 0,00% 39.990,00 0,39% 10.010,00 0,10% Summe 549.365,13 5,35% 312.115,11 3,04% 82.567,05 0,80% 154.682,97 1,51% Sonstiges 95.000,00 0,92% 0,00 0,00% 95.000,00 0,92% 0,00 0,00% Summe 95.000,00 0,92% 0,00 0,00% 95.000,00 0,92% 0,00 0,00% Gesamtsumme 10.274.918,00 € 100,00% 7.557.071,33 € 73,55% 1.738.234,02 € 16,92% 979.612,65 € 9,53% Sonstiges Ausgaben 2017 Mittelbindungen 2017 Beratung und Unterstützung der Arbeitsuche Qualifizierung Beschäftigung begleitende Leistungen Maßnahmen für Jüngere Budget % % % Verfügbares Budget % Leistungen für Menschen mit Behinderung Beschäftigung schaffende Leistungen Freie Förderung
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0730/2017
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 23.08.2017
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37