AN/0125/2026
Umgang der Stadt Köln mit langjährig geduldeten ausreisepflichtigen Personen
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CDU Anfrage nach § 4
3488 Zeichen
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau – 50667 Köln CDU- Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln +49 221 221 2597-0 www.fraktion.cdu-koeln.de cdu-fraktion@stadt-koeln.de An den Vorsitzenden des Ausschusses Allgemeine Verwaltung und Rechtsfra- gen/Vergabe/Internationales Herrn Bernd Petelkau Herrn Oberbürgermeister Torsten Burmester Eingang beim Amt des Oberbürgermeisters: 21.01.2026 AN/0125/2026 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 26.01.2026 Umgang der Stadt Köln mit langjährig geduldeten ausreisepflichtigen Personen Sehr geehrter Herr Petelkau, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, die CDU-Fraktion bittet Sie, folgende Anfrage in die Tagesordnung der Sitzung des Aus- schusses für Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales (AVR) am 26.01.2026 aufzunehmen: Der Presseberichterstattung des Kölner Stadt-Anzeiger vom 12.01.2026 zufolge lebt ein seit 2003 ausreisepflichtiger, mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getretener bosnischer Staatsangehöriger trotz abgelehnten Asylantrags und vollziehbarer Ausreisepflicht weiterhin in Köln. Offenbar wurden über viele Jahre hinweg keine ernsthaften Maßnahmen zur Durch- setzung der Ausreise oder zur Beschaffung von Ersatzpapieren ergriffen. Gleichzeitig erhält die Familie erhebliche Sozialleistungen. Die Stadt hat bislang keine konkreten Angaben zu den bestehenden Duldungsgründen gemacht. Der geschilderte Sachverhalt wirft erhebliche Fragen im Hinblick auf Rechtsstaatlichkeit, Ver- waltungshandeln, Kostenentwicklung und Gleichbehandlung auf. - 2 - Vor diesem Hintergrund bittet die CDU-Fraktion um die Beantwortung folgender Fragen: 1. Anzahl vergleichbarer Fälle Wie viele vergleichbare Fälle sind der Stadt Köln bekannt, in denen ausreisepflichtige Personen über einen Zeitraum von mehr als fünf bzw. zehn Jahren geduldet werden und der Vollzug der Ausreise nicht betrieben wurde? 2. Maßnahmen in bestehenden Fällen Welche konkreten Maßnahmen werden in solchen Fällen regelmäßig ergriffen, um Verstöße gegen die Rechtsordnung zu verhindern und bestehende Ausreisepflichten durchzusetzen (z. B. Passbeschaffung, Einschaltung externer Stellen wie dem „Gemeinsamen Zentrum zur Unterstützung der Rückkehr“ (ZUR) beim Bundesinnen- ministerium, gerichtliche Maßnahmen, Überprüfung von Duldungsgründen)? 3. Sicherstellung für die Zukunft Welche organisatorischen, rechtlichen oder personellen Maßnahmen plant oder er- greift die Stadt Köln, um sicherzustellen, dass vergleichbare Fälle künftig frühzeitig erkannt und rechtlich konsequent bearbeitet werden, damit langfristige Duldungen ohne nachvollziehbare Begründung vermieden werden? 4. Interne Kontrollmechanismen Welche internen Kontroll- und Dokumentationsmechanismen bestehen, um lang an- dauernde Duldungen regelmäßig zu überprüfen und Entscheidungen transparent so- wie rechtssicher zu dokumentieren? 5. Kosten und Auswirkungen Welche finanziellen Belastungen entstehen der Stadt Köln durch vergleichbare Fälle und wie wird sichergestellt, dass öffentliche Mittel – insbesondere in der derzeitigen bestehenden veritablen Haushaltskrise der Stadt Köln – wirtschaftlich und rechtskon- form eingesetzt werden? Mit freundlichen Grüßen gez. Niklas Kienitz CDU-Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0125/2026
- Typ
- CDU Anfrage nach § 4
- Datum
- 21.01.2026
- Erstellt
- 21.01.2026 11:18