1036/2024
Gedenkveranstaltung „Birlikte - Zusammenhalten“
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle OB/01/02 Vorlagen-Nummer 15.04.2024 1036/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Integrationsrat 16.04.2024 Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 22.04.2024 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / In- ternationales 29.04.2024 Ausschuss Kunst und Kultur 30.04.2024 Gedenkveranstaltung „Birlikte – Zusammenhalten“ Hintergrund Am 09.06.2004 detonierte in der Köln-Mülheimer Keupstraße eine ferngezündete Nagelbombe. Dieser Anschlag mit über 20 Verletzten hat sich tief ins kollektive Bewusstsein der Kölner Stadtgesellschaft eingegraben. Bis heute arbeitet die Stadt Köln an der Aufarbeitung und gedenkt gemeinsam mit Opfern und Hinterbliebenen sowie deren Familien regelmäßig des menschenverachtenden Verbrechens. Insbesondere die rassistischen Hintergründe der von der rechtsextremen Terror-Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) verübten Tat haben bei vielen Kölner*innen eine große Bestürzung zurückgelassen – und stellen auch nach Abschluss der juristischen Aufarbeitung insbesondere für Anwohnende und Betroffene weiterhin eine Belastung dar. Vergangene Veranstaltungen Zum zehnten Jahrestag des Attentats wurde 2014 von einem Aktionsbündnis unter dem Motto „Birlikte – Zusammenstehen“ ein Kunst- und Kulturfest mit politischer Kundgebung organisiert. In den zwei Folgejahren wurde dieses kleiner dimensioniert unter dem Motto „Birlikte – Zusammenleben“ und „Birlikte – Zusammenreden“ fortgesetzt. Seitdem wird jährlich des rassistisch motivierten Attentats in einem kleineren Rahmen gedacht, organisiert von der IG Keupstraße. Gedenkveranstaltung Vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher und politischer Debatten über das Erstarken extremistischer Kräfte in Deutschland und Europa ist auch 20 Jahre nach dem Nagelbombenattentat eine Auseinandersetzung mit dem Thema angemessen. Gemeinsam mit Opfern und Hinterbliebenen, Anwohnenden sowie ansässigen Initiativen, wie der IG Keupstraße sowie mit dem Integrationsrat und weiteren Partner*innen werden städtische Institutionen – das Schauspiel Köln und die Stabsstelle Events, Film und Fernsehen in Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum, dem Amt für Integration und Vielfalt, dem Kulturamt und dem Bürgeramt Mülheim –am 20. Jahrestag des Nagelbombenanschlags 2024 eine Gedenkveranstaltung organisieren. Es ist angedacht die Veranstaltung – als Fortführung der Veranstaltungen 2014, 2015 und 2016 – unter das Motto „Birlikte – Zusammenhalten“ zu stellen. 2 Mit einem Auftakt am Samstag, den 08.06.2024 im Schauspiel Köln und einer ganztägigen Gedenkveranstaltung, dem Kunst- und Kulturfest Birlikte, am Sonntag, den 09.06.2024 auf der Keupstraße, in den Häusern der Keupstraße und den Räumlichkeiten in der näheren Umgebung werden sowohl Räume der Erinnerung, des Austauschs als auch ein festliches Beisammensein ermöglicht. Das Programm wird von Gesprächsformaten über Führungen bis hin zu einem Straßenfest mit kulturellen Beiträgen reichen. Am Tag der Europawahl soll außerdem eine vernehmbare Botschaft für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und gegen Extremismus, Diskriminierung, Rassismus und Intoleranz gesendet werden. Die Konzeptionierung und Programmgestaltung der Gedenkveranstaltung erfolgt gemeinschaftlich von den oben genannten städtischen Institutionen, den Betroffenen des Attentats, Anwohnenden der Keupstraße, der IG Keupstraße, des Integrationsrates und mit Unterstützung von weiteren Initiativen und Partner*innen wie unter anderem dem Land Nordrhein-Westfalen. Die inhaltliche Federführung liegt städtischerseits bei 46/Schauspiel Köln in Kooperation mit 16/Amt für Integration und Vielfalt, 41/Kulturamt und 4520/NS-Dokumentationszentrum. Die Veranstaltungsorganisation für das Straßenfest mit Open-Air-Bühne inkl. der Beauftragung der Straßensperrungen und der stadtinternen Abstimmungen übernimmt 01/02/Stabsstelle Events, Film und Fernsehen. Die Gesamtkosten für die Gedenkveranstaltung belaufen sich auf voraussichtlich 216.000 € (brutto). Für die Aufwendungen stehen städtische Mittel in Höhe von 180.000 Euro (brutto) bei den beteiligten Dienststellen bereit: im Teilergebnisplan des Amtes 01 in der Produktgruppe 0101, Politische Gremien und Verwaltungsführung, in der Teilplanzeile 13 – Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen, im Teilergebnisplan des Kulturamtes in der Produktgruppe 0416, Kulturförderung, Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen, im Teilergebnisplan von 4520/NS-Dokumentationszentrum, in der Produktgruppe 0410 in der Teilplanzeile 13 – Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen sowie im Wirtschaftsplan der Dienststelle 46- Schauspiel in der Position 5. b.) 1. Honorare für Gäste. Der Differenzbetrag soll durch die Unterstützung von Partner*innen gedeckt werden. Hierfür liegen bereits feste Zusagen in Höhe von 25.000 Euro vor. Für den Restbetrag sind bereits weitere Unterstützungsleistungen avisiert. Präsentation des Denkmalentwurfs Zum 20. Jahrestag des NSU-Anschlags in der Kölner Keupstraße wird ein so genannter Klick- dummy der Öffentlichkeit präsentiert. Teil der Präsentation werden die ersten Filme mit Über- lebenden des Nagelbombenanschlages sein. Der Klickdummy wird die Gestaltung und Struk- tur der Homepage und des zu erarbeitenden digitalen Archives des Denkmals an der Keup- straße visualisieren und imitieren. So ermöglicht er einen beispielhaften Eindruck, wie die Ausgestaltung des digitalen Parts des Erinnerungsortes gemeint und konzeptualisiert ist. Das Thema „Erinnern an rechte Gewalt“ sowie der Denkmalsentwurf werden auch in Veran- staltungen eine Rolle spielen. gez. Reker
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
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Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1036/2024
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 15.04.2024
- Erstellt
- 18.03.2024 17:05