0280/2019
Bürgereingabe gem. § 24 GO
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Petenteneingabe Norbert Burger_anonymisiert
4496 Zeichen
Offener Brief an die Bezirksvertretung Innenstadt per E-Mail an: bezirksbuergermeister.hupke@stadt-koeln.de gruene-bv1@stadt-koeln.de spd-bv1@stadt-koeln.de cdu-bvi@stadt-koeln.de fraktion.dielinke-bv1@stadt-koeln.de info@deinefreunde.de maria.tillessen@stadt-koeln.de (fdp) thomas.geffe@stadt-koeln.de (die’guten) Betr.: 0280/2019 / Norbert-Burger-Park Köln den 14.03.2019 Sehr geehrter Herr Hupke, Sehr geehrte Vertreter/innen der Bezirksvertretung Innenstadt, dass man sich um das Andenken hi Nee Burger bemüht freut mich sehr. wurde berichtet, dass nun doch daran gedacht wird, den gesamten Grünzug zwischen Venloer und Vogelsanger Straße nach ihm zu brennen. Das ist ganz sicher schon eine gute Idee und würdige Ehrung die aber auch wie eine Verlegenheitslösung erscheint. Der Ort nimmt Bezug auf das Quäker Nachbarschaftsheim, welches damals am Venloer Wall zwischen Subbelrather und Venloer Str. für die Entwicklung des sozialen und politischen Bewusstseins des später aktiven Politikers Norbert Burger mit entscheidend war. Hier liegt in der Tat also ein Grundstein für seine späteren Ideen und Überzeugungen, die zuerst sein vielfältiges soziales Engagement auf lokaler Ebene begründeten und während seiner neunzehnjährigen Amtszeit als Oberbürgermeister auch weit über die Grenzen der Stadt Köln hinaus wirkten. Die für alle Bürger lebenswerte Kommune als Keimzelle internationaler Völkerverständigung und die Überwindung nationalstaatlichen Denkens hin zu Europäischem Handeln waren gelebte politische Ziele EEE. wie man 2.3. auch an den vielen neu geschlossenen Stadtpartnerschaften während seiner Amtszeit erkennen kann. Auch die Aussöhnung mit Menschen Jüdischen Glaubens, Dialog mit Israel und später auch Vermittlungsversuche für ein friedliches Zusammenleben aller in Palästina lebenden Menschen war von Köln aus Teil seiner Bemühungen und so gäbe es noch Vieles zu erwähnen, was die Chronisten der Stadt sicher besser können. Die Erinnerung an diese Entwicklung, an dieses Denken und Handeln, platziert die Stadt nun ins bespielte, lokale Grün und versteckt.es somit auch ein wenig. Wie das angekündigte ergänzende Vorhaben im Neubaugebiet Deutzer Hafen zu dem volksnahen und gleichzeitig kosmopolitischen Handeln Norbert Burgers in Bezug gesetzt werden kann scheint noch nicht klar und.bliebe sicher noch 15 Jahre abzuwarten. Bei einer solchen posthumen Ehrung geht es doch um das Gedächtnis der Stadt und nicht um das was der Verstorbene wohl möglich dazu gesagt hätte und erst recht nicht um die Befindlichkeiten seiner noch lebenden angehörigen. Es gibt sicher unterschiedliche Perspektiven auf das, was nötig und zu tun ist. Ich habe Respekt vor den Verantwortlichen, die schon lange bemüht sind, das Vorhaben gewissenhaft umzusetzen. Auch kann ich die Argumente gut nachvollziehen, die gegen die Umbenennung des Rheinboulevards sprechen, und würde gerne deshalb hiermit eine Variante für das ergänzende Vorhaben im Deutzer Hafen nur Anregen wollen. Könnte man nicht die breite Fußgängerpromenade komplett zwischen Deutzer Brücke und Hohenzollernbrücke oder gar bis zum Rheinpark, die neben der Autostraße vor dem Hyatt Hotel und den alten Messehallen ebenfalls den Namen „Kennedy-Ufer“ trägt aber doch einen eigenen Verlauf hat, unter Berücksichtigung aller von der Stadtverwaltung vorgebrachten Argumente und auch ohne dass man vielen Anwohnern Umstellungen zumutet in „Norbert-Burger-Ufer“ oder auch Norbert-Burger-Uferpromenade“ umbenennen? Auch die Nähe zu der Hermann-Pünder-Str. und dem gegenüberliegende „Konrad-Adenauer-Ufer“ wäre in der Tat passend. Die Umbenennung nur des Teils’ es Kennedy-Ufers von Hohenzollernbrücke bis zum Rheinpark wäre eine weitere Variante. Mit diesen Varianten wäre endgültig neben dem nun angedachten Park, ein wirklich würdiger öffentlicher städtischer und gleichzeitig international besuchter Erinnerungsort für Norbert Burger gefunden. Die beliebte Freitreppe mit dem direkt vor ihr am Ufer verlaufenden Fußweg würde weiter wie gehabt Rheinboulevard heißen und das Andenken an Herrn Kennedy bzw. sein Wirken für das Nachkriegsdeutschland würde im weiteren Verlauf der Autostraße bzw. des Ufers und nicht zuletzt mit dem „Kennedyplatz“ nicht wesentlich geschmälert bestehen bleiben. Mich würde es freuen und ich wären Ihnen dankbar, wenn die hier skizzierten Überlegungen noch bei der von Ihnen zu treffenden Entscheidung berücksichtigt werden könnten. Anlagen: 4 Kartenansichten vom „Kennedy-Ufer“ Mit besten Grüßen
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
7502 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat, Dienststelle
III/23/235/1
Vorlagen-Nummer
0280/2019
Freigabedatum
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung
Betreff
Bürgereingabe gem. § 24 GO
Beschlussorgan
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
Gremium Datum
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Innenstadt beschließt, den Platz südlich der Hohenzollernbrücke und oberhalb
des Rheins im Westen und des Kennedy-Ufers im Süden, auf dem sich das errichtete Reiterstandbild
von Kaiser Wilhelm I. befindet, und der von den Eisenbahnschienen der Deutschen Bundesbahn im
Norden eingegrenzt wird (siehe rot-markierter Bereich auf den Plänen in der Anlage), in
Norbert-Burger-Platz
zu benennen.
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 27.06.2019
2
Haushaltsmäßige Auswirkungen
Nein
Begründung:
Es besteht der Wunsch, eine Straße oder ein Platz zu Ehren des ehemaligen Kölner Oberbürgermeis-
ters und Ehrenbürgers Norbert Burger zu benennen.
In Mai 2018 schlägt eine Petentin vor, die Freitreppe am Rheinboulevard in Köln-Deutz in Norbert-
Burger-Boulevard umzubenennen.
Die Verwaltung hat diesen Vorschlag geprüft und kommt zu folgendem Ergebnis:
- Das Bauwerk „Rheinboulevard“ besteht zum einen aus der ca. 500 Meter langen Freitreppe sowie
aus dem eigentlichen Boulevard, der sich landwärts anschließt. Dieser im Mittel 10 Meter breite
Boulevard dient als direkte und schnelle Wegeverbindung für Fußgänger und Radfahrer in Nord-
Süd-Richtung. Treppe und Boulevard fließen teilweise ineinander über.
- Der für das 2016 fertiggestellte Bauwerk gewählte Eigenname „Rheinboulevard“ ist sowohl aus Sicht
der Straßenbenennung als auch aus Sicht des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen eine
Bezeichnung, welche die Örtlichkeit treffend umschreibt. Zudem ist zu berücksichtigen, dass der
Name „Rheinboulevard“ bereits in kürzester Zeit innerhalb des Stadtgebietes und darüber hinaus
eine große Bekanntheit erreicht hat und als etabliert anzusehen ist.
Dem Anliegen der Petentin die Freitreppe umzubenennen, wird daher nicht entsprochen.
Die Verwaltung spricht sich somit gegen den Vorschlag der Petentin aus.
Die Stellungnahme wurde am 22.11.2018 in der Fraktionsvorsitzendenbesprechung mit der Petentin
besprochen.
In diesem Termin wurde der Vorschlag für die Benennung des Parks zwischen Vogelsanger Straße
und dem Quäker Nachbarschaftsheim erarbeitet.
Deshalb legte die Verwaltung der Bezirksvertretung Innenstadt für die Sitzung vom 21.03.2019 eine
entsprechende Beschlussvorlage vor. Dieser Tagesordnungspunkt wurde zurückgestellt. Gegen die
Benennung des Parks bestünden alternativ keine Bedenken.
Die Presse berichtete vor dieser Sitzung über den Sachverhalt.
In dieser Zeit wurde ein weiterer Vorschlag eines anderen Petenten eingereicht und zwar
die gesamte Fußgängerpromenade zwischen Deutzer Brücke und Hohenzollernbrücke oder gar bis
zum Rheinpark in Norbert-Burger-Uferpromenade zu benennen.
Auch diesem Vorschlag kann aus Sicht der Verwaltung nicht gefolgt werden weil:
- der Boulevard oberhalb der Freitreppe Teil des Kennedy-Ufers ist. Das Kennedy-Ufer hat sich vor
Umsetzung der Baumaßnahmen bis zur Rheinuferböschung erstreckt. Durch eine Umbenennung
eines Teils des Kennedy-Ufers würden zwei parallel laufende Straßen entstehen, die zudem nicht
durchgehend getrennt sind, z.B. durch bauliche Maßnahmen. Dies führt zu Problemen bei der Ori-
entierung z.B. für Polizei und Rettungsdienste und wie bereits oben erwähnt
- der für das 2016 fertiggestellte Bauwerk gewählte Eigenname „Rheinboulevard“ sowohl aus Sicht
der Straßenbenennung als auch aus Sicht des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen eine
Bezeichnung ist, welche die Örtlichkeit treffend umschreibt. Zudem ist zu berücksichtigen, dass der
Name „Rheinboulevard“ bereits in kürzester Zeit innerhalb des Stadtgebietes und darüber hinaus
eine große Bekanntheit erreicht hat und als etabliert anzusehen ist.
3
Die Verwaltung, der der Wunsch nach einer Benennung nach Norbert Burger nicht nur aufgrund der
eingereichten Vorschläge bewusst ist, spricht sich alternativ für die Benennung des Platzes in Deutz
südlich der Hohenzollernbrücke, von wo aus die Besucher einen fantastischen Ausblick auf den
Rhein, die Kölner Altstadt und den vis á vis gelegenen Kurt-Rossa-Platz haben, aus.
Zur Person:
Norbert Burger wurde am 24. November 1932 in Köln geboren und verstarb auch dort am
16. Mai 2012. Er war Politiker und von 1980 bis 1999 Oberbürgermeister der Stadt Köln.
Norbert Burger nahm nach seinem Abitur am Hansa-Gymnasium 1953 das Studium der Rechtswis-
senschaften an der Universität Köln auf.
Nach dem zweiten Staatsexamen arbeitete er als Repetitor. 1963 trat er in den Dienst der Stadt Köln
und war zunächst im Rechtsamt tätig. Bereits 1965 wurde er Leiter des Schulverwaltungsamtes und
konnte wichtige Entwicklungen und Neuerungen auf den Weg bringen. Viele Konfessionsschulen
wurden in städtische Gemeinschaftsschulen umgewandelt. 1967 wurden in Köln die Volksschulen
(erstes bis achtes Schuljahr) geteilt in Grund- und Hauptschule. Währen seiner Amtszeit wurden dann
auch sechs städtische Gymnasien und vier Gesamtschulen gegründet und der Aufbau eines differen-
zierten Sonderschulwesens vorangetrieben.
1970 wurde er Sozialdezernent und verdreifachte während seiner Amtszeit die Anzahl der städtischen
Kindergärten, verdoppelte die Zahl der Jugendheime und strukturierte die Alten- und Pflegeheime
neu. Durch soziale Wohnungsbauprogramme verbesserte er die Wohnraumversorgung besonders für
sozial schwächere Bürger. Zudem rief Burger auch die ersten Informations- und Beratungsstellen für
Menschen mit Migrationshintergrund ins Leben. 1973 wechselte er als stellvertretender Chef des
Presse und Informationsamtes in den Dienst der Bundesregierung. 1975 zog er bei den Kommunal-
wahlen in den Stadtrat ein und wurde Vorsitzender des Sozialausschusses.
Norbert Burger engagierte sich von 1971 an im Arbeiter-Samariter-Bund, zunächst als Vorsitzender
des Ortsverbandes Köln und von 1993 bis zu seinem Tod als Mitglied im ASB-Präsidium.
Neunzehn Jahre lang war er durch drei Wiederwahlen in der Folge bis 1999 Oberbürgermeister der
Stadt Köln. Damit ist er der bislang dienstälteste Kölner Oberbürgermeister. In seiner Amtszeit entwi-
ckelte sich Köln zur Medien- und Kommunikationsstadt und er konnte die Zahl der Städtepartner-
schaften von zwölf auf dreiundzwanzig erhöhen und so die internationalen Beziehungen Kölns stär-
ken. Darunter die seit 1984 geschlossene Partnerschaft mit Barcelona und die 1996 geschlossene
Partnerschaft mit Bethlehem, von welcher er auch im Jahre 2002 zum Ehrenbürger ernannt wurde.
Norbert Burger wurde ebenfalls zum Ehrenbürger der Partnerstädte Corintho, Kattowitz und Klausen-
burg in Rumänien.
Norbert Burger brachte bedeutende Projekte für Köln auf den Weg, wie etwa den Museumskomplex
am Dom mit Philharmonie, die Tieferlegung der Rheinuferstraße und die Neugestaltung der Rhein-
promenade. Außerdem erlangte das Kulturangebot der Stadt in seiner Amtszeit wieder internationa-
len Rang. Im Jahre 1985 wurde die Wiederherstellung aller zwölf romanischen Kirchen in der Innen-
stadt gefeiert.
Für seine Verdienste wurde Norbert Burger am 21. Oktober 1999 die Ehrenbürgerwürde der Stadt
Köln verliehen.
Norbert Burger wurde am 25. Mai 2012 auf dem Kölner Zentralfriedhof Melaten beigesetzt.
Anlagen
Beschlussvorlage Norbert-Burger-Park 21.03.2019
6885 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle III/23/235/1 Vorlagen-Nummer 0280/2019 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bürgereingabe gem. §24 GO Beschlussorgan Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Innenstadt dankt der Petentin für die Eingabe und beschließt, die Grünfläche zwischen der Vogelsanger Straße im Süden, dem Quäker Nachbarschaftsheim im Norden, der Inne- ren Kanalstraße im Westen und dem im Osten verlaufenden Fußweg durch den Inneren Grüngürtel in Norbert-Burger-Park zu benennen. Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 21.03.2019 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Begründung: Die Petentin schlägt vor, die Freitreppe am Rheinboulevard in Köln-Deutz in Norbert-Burger- Boulevard umzubenennen. Stellungnahme der Verwaltung: Die Verwaltung spricht sich gegen das Anliegen aus, die Freitreppe am Rheinufer in Köln-Deutz, zwi- schen Hohenzollernbrücke und Deutzer Brücke, nach Norbert Burger zu benennen. Dem Vorschlag kann aus mehreren Gründen von der Verwaltung nicht gefolgt werden: - Das Bauwerk „Rheinboulevard“ besteht zum einen aus der ca. 500 Meter langen Freitreppe sowie aus dem eigentlichen Boulevard, der sich landwärts anschließt. Dieser, im Mittel 10 Meter breite Boulevard dient als direkte und schnelle Wegeverbindung für Fußgänger und Radfahrer in Nord- Süd-Richtung. Sofern sich das Anliegen der Petentin auf die Freitreppe bezieht, kann diese nicht im Zuge einer Straßenbenennung benannt werden, da Bauwerke nicht von der derzeit gültigen Richtlinie der Stadt Köln für die Benennung von Straßen und Wegen erfasst sind. - Der Boulevard oberhalb der Freitreppe ist Teil des Kennedy-Ufers. Das Kennedy-Ufer hat sich vor Umsetzung der Baumaßnahmen bis zur Rheinuferböschung erstreckt. Durch eine Umbenennung eines Teils des Kennedy-Ufers würden zwei parallel laufende Straßen entstehen, die zudem nicht durchgehend getrennt sind, z.B. durch bauliche Maßnahmen. Dies führt zu Problemen bei der Ori- entierung z.B. für Polizei und Rettungsdienste. - Der für das 2016 fertiggestellte Bauwerk gewählte Eigenname „Rheinboulevard“ ist sowohl aus Sicht der Straßenbenennung als auch aus Sicht des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen eine Bezeichnung, welche die Örtlichkeit treffend umschreibt. Zudem ist zu berücksichtigen, dass der Name „Rheinboulevard“ bereits in kürzester Zeit innerhalb des Stadtgebietes und darüber hinaus eine große Bekanntheit erreicht hat und als etabliert anzusehen ist. Davon unabhängig ist der Wunsch nach einer Benennung nach Norbert Burger sehr groß, was sich an der Vielzahl der eingereichten Vorschläge ableiten lässt. Die Verwaltung ist bereits seit geraumer Zeit auf der Suche nach einem geeigneten Ort, um diesen um die Stadt Köln verdienten Menschen die Ehrung in Form einer Benennung zukommen zu lassen. Aus diesem Grund spricht sich die Ver- waltung alternativ für die Benennung des Parks zwischen Vogelsanger Straße und Quäker Nachbar- schaftsheim aus, zu dem Norbert Burger eine besondere Beziehung hatte. Das Quäker Nachbarschaftsheim e. V. ist das von englischen Quäkern 1947 gegründete sozial- kulturelle Zentrum im Grüngürtel zwischen Ehrenfeld und der Innenstadt. Es ist eine gemeinnützige, weltanschaulich und politisch unabhängige soziale Einrichtung, die als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt ist. Norbert Burger war seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges dem Nachbarschaftsheim zuerst als ju- gendlicher Besucher, später als ehrenamtlicher Helfer, Vereins- und Vorstandsmitglied verbunden und engagierte sich zeitlebens für dessen Ziele. Im Jahre 2011 erhielt das Quäker Nachbarschaftsheim die Namenserweiterung: Norbert-Burger- Bürgerzentrum. Zur Person: Norbert Burger wurde am 24. November 1932 in Köln geboren und verstarb auch dort am 16. Mai 2012. Er war Politiker und von 1980 bis 1999 Oberbürgermeister der Stadt Köln. Norbert Burger nahm nach seinem Abitur am Hansa-Gymnasium 1953 das Studium der Rechtswis- senschaften an der Universität Köln auf. 3 Nach dem zweiten Staatsexamen arbeitete er als Repetitor. 1963 trat er in den Dienst der Stadt Köln und war zunächst im Rechtsamt tätig. Bereits 1965 wurde er Leiter des Schulverwaltungsamtes und konnte wichtige Entwicklungen und Neuerungen auf den Weg bringen. Viele Konfessionsschulen wurden in städtische Gemeinschaftsschulen umgewandelt. 1967 wurden in Köln die Volksschulen (erstes bis achtes Schuljahr) geteilt in Grund- und Hauptschule. Währen seiner Amtszeit wurden dann auch sechs städtische Gymnasien und vier Gesamtschulen gegründet und der Aufbau eines differen- zierten Sonderschulwesens vorangetrieben. 1970 wurde er Sozialdezernent und verdreifachte während seiner Amtszeit die Anzahl der städtischen Kindergärten, verdoppelte die Zahl der Jugendheime und strukturierte die Alten- und Pflegeheime neu. Durch soziale Wohnungsbauprogramme verbesserte er die Wohnraumversorgung besonders für sozial schwächere Bürger. Zudem rief Burger auch die ersten Informations- und Beratungsstellen für Menschen mit Migrationshintergrund ins Leben. 1973 wechselte er als stellvertretender Chef des Presse und Informationsamtes in den Dienst der Bundesregierung. 1975 zog er bei den Kommunal- wahlen in den Stadtrat ein und wurde Vorsitzender des Sozilausschusses. Norbert Burger engagierte sich von 1971 an im Arbeiter-Samariter-Bund, zunächst als Vorsitzender des Ortsverbandes Köln und von 1993 bis zu seinem Tod als Mitglied im ASB-Präsidium. Neunzehn Jahre lang war er durch drei Wiederwahlen in der Folge bis 1999 Oberbürgermeister der Stadt Köln. Damit ist er der bislang dienstälteste Kölner Oberbürgermeister. In seiner Amtszeit entwi- ckelte sich Köln zur Medien- und Kommunikationsstadt und er konnte die Zahl der Städtepartner- schaften von zwölf auf dreiundzwanzig erhöhen und so die internationalen Beziehungen Kölns stär- ken. Darunter die seit 1984 geschlossene Partnerschaft mit Barcelona und die 1996 geschlossene Partnerschaft mit Bethlehem, von welcher er auch im Jahre 2002 zum Ehrenbürger ernannt wurde. Norbert Burger wurde aber auch zum Ehrenbürger der Partnerstädte Corintho, Kattowitz und Klau- senburg in Rumänien. Norbert Burger brachte bedeutende Projekte für Köln auf den Weg, wie etwa den Museumskomplex am Dom mit Philharmonie, die Tieferlegung der Rheinuferstraße und die Neugestaltung der Rhein- promenade. Außerdem erlangte das Kulturangebot der Stadt in seiner Amtszeit wieder internationa- len Rang. Im Jahre 1985 wurde die Wiederherstellung aller zwölf romanischen Kirchen in der Innen- stadt gefeiert. Für seine Verdienste wurde Norbert Burger am 21. Oktober 1999 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Köln verliehen. Norbert Burger wurde am 25. Mai 2012 auf dem Kölner Zentralfriedhof Melaten beigesetzt. Anlagen
Benennungsplan Norbert-Burger-Platz
59 Zeichen
Vorschlag: Norbert-Burger-Platz Hohenzollernbrücke N Anlage
Eingabe der Petentin per Mail - anonymisiert
1616 Zeichen
Von: Claudia Burger Gesendet: Mittwoch, 16. Mai 2018 17:35 Sehr geehrter Herr Hupke, lieber Andreas, genau heute vor sechs Jahren verstarb mein Ehemann Norbert Burger. Seinerzeit hieß es, drei Jahre nach dem Tod würde eine Straße oder ein Platz nach ihm benannt. Da sich (außer der Ankündigung eventuell im Deutzer Hafen was zu finden, was erst in Jahren fertig wird) bisher nichts bewegt hat, habe ich folgende Idee entwickelt: Der Rheinboulevard ist ein kommunikativer Treffpunkt für Jung und Alt – das wäre ganz in Norberts Sinn. Er liegt einerseits in seinem Wahlkreis, den er mehr als ein Jahrzehnt im Landtag erfolgreich vertrat, und er liegt gegenüber vom Harry-Blum-Platz und dem Konrad-Adenauer-Ufer. Zudem wohnt dort niemand, so dass die Neuerstellung von Briefpapier, Visitenkarten, Prospekten und dergleichen Drucksachen entfällt. Ich schlage daher die Umbenennung der „Treppe“ in NORBERT – BURGER – BOULEVARD vor. Boulevard, auch eine Anspielung auf seine internationalen Aufgaben, er war u. a. Weltbürgermeister der International Union of Local Authorities, zudem gründete er 10 Städtepartnerschaften über die Welt verteilt. Er war nicht nur ein beliebter, sondern auch der längst dienende OB von Köln seit dem Mittelalter, alles Dinge, die diese Ehrung mehr als rechtfertigen würden. Nach meinem derzeitigen Kenntnisstand ist die Benennung von Straßen, Plätzen etc. eine Angelegenheit der Bezirksvertretungen und/oder des/der zuständigen Bürgermeister. Daher bitte ich Dich, diese Idee vorzutragen und zu unterstützen. Herzliche Grüße Claudia Claudia Maria Burger
Plan Norbert-Burger-Park
29 Zeichen
Anlage N Norbert-Burger-Park
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (12)
- Vogelsanger Straße
- Hermann-Pünder-Straße
- Hohenzollernbrücke
- Norbert-Burger-Platz
- Kurt-Rossa-Platz
- Harry-Blum-Platz
- Konrad-Adenauer-Ufer
- Kennedyplatz
- Venloer Straße
- Deutzer Brücke
- Venloer Wall
- Am Rheinufer
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- 0280/2019
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 21.06.2019
- Erstellt
- 21.01.2019 11:03