0300/2024
Beteiligungskonzept "HEY Nippes-Check mit uns dein Veedel!"
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle IV/51 Vorlagen-Nummer 25.01.2024 0300/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 5 (Nippes) 25.01.2024 Jugendhilfeausschuss 30.01.2024 Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden 05.02.2024 Beteiligungskonzept "HEY Nippes-Check mit uns dein Veedel!" Das Amt für Kinder, Jugend und Familie hatte sich Ende 2021 mit dem Gesamtvorhaben Kin- derfreundliche Kommune auf eine stadt-interne Ausschreibung des Büros für Öffentlichkeits- beteiligung beworben und den Zuschlag für die Konzeption, Vorbereitung und Moderation ei- nes Großgruppen-Verfahrens (auch als Auftakt oder Start in einen längerfristigen Prozess) er- halten. Das Verfahren sollte einen Entwicklungs- bzw. Veränderungsprozess in der Stadt Köln unterstützen. Obligatorisch lag der Fokus auf der Ausrichtung eines Großgruppen-Formats. Das Beteiligungskonzept zu HEY Mülheim wurde am 28.10.2021 einstimmig durch den Ju- gendhilfeausschuss beschlossen. Die Bausteine des mehrstufigen Pilot-Projekts wurden von März bis Oktober 2022 erfolgreich umgesetzt. Um den Veedels-Check fortzuführen, hat der Jugendhilfeausschuss am 26.09.2023 beschlos- sen, 50.000 € aus den ursprünglich für die Einrichtung von Jugendtreffplätzen vorgesehen Mit- teln für den Beteiligungsprozess zur Verfügung zu stellen (Session AN 1724/2023). Mit diesen Mitteln wird für den Stadtbezirk Nippes ein weiterer Durchgang vorbereitet und in 2024 durch- geführt. Dieser soll gemäß dem Beschluss die Entscheidung der Bezirksvertretung Nippes vom 01.06.2023, die Vergabe von Stadtverschönerungsmitteln in die Hand von Kindern und Jugendlichen zu legen, einbeziehen und ergänzen. Im Nachgang wurde HEY Mülheim hinsichtlich kindheitspädagogischer Qualitätsdimensionen und der Zukunftsfähigkeit (Ausrollen auf andere Stadtbezirke) umfassend evaluiert. Im Jahr 2024 soll der Veedels-Check mit einem angepassten und überarbeiteten Beteiligungskonzept im Stadtbezirk Nippes durchgeführt werden. Die Details des Veedels-Checks können aus dem beigefügten Beteiligungskonzept entnommen werden, das in der Anlage zu finden ist. Die weitere zeitliche Schiene stellt sich folgendermaßen dar: Veedels-Spaziergänge vom 04. März bis 17. März 2024 Veedels-Konferenz am 21. Juni 2024 im Altenberger Hof Projekt-Voting (genaue Ausgestaltung muss noch definiert werden/ nach den Sommer- ferien) Re-Check nach 100 Tagen (nach den Herbstferien) 2 Weitere Informationen zum „Veedels- Check“ finden sich auch bereits auf dem Beteiligungs- portal der Stadt Köln unter folgendem Link: https://meinungfuer.koeln/hey-koeln Gez. Voigtsberger
Anlage 1: HEY Nippes Beteiligungskonzept_final.docx
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1 von 7 Beteiligungskonzept HEY Nippes! Check mit uns dein Veedel! Stand: 19.01.2024 Veedels-Check- bezirkliche Kinder- und Jugendbeteiligung mit Großgruppenformat Das vorliegende Konzept für die Öffentlichkeitsbeteiligung basiert auf dem Pilot - Beteiligungsformat HEY Mülheim. Die einzelnen Umsetzungsschritte wurden in der 1. Pilotphase in verschiedenen Reflexionsschleifen (stadtweite Multiplikator*innen -Konferenz, Auswertungs-Workshop im P rojektteam, Diskursanalyse der katholischen Hochschule Köln) ausgewertet und auf dieser Grundlage weiter konkretisiert. Auf Grundlage der sieben Schritte zur Öffentlichkeitsbeteiligung, wird hier ein Beteiligungsverfahren konzipiert. Gremium Jugendhilfeausschuss/ Bezirksvertretung Nippes Beteiligungsstufe: Mitgestaltung / Mitverantwortung Kosten 50.000 Euro I. Grundlagen 1.1 Vorgeschichte und Einbettung in den politisch-administrativen Prozess Das Amt für Kinder, Jugend und Familie hatte sich Ende 2021 mit dem Gesamtvorhaben Kinderfreundliche Kommune auf eine stadt-interne Ausschreibung des Büros für Öffentlichkeitsbeteiligung beworben und den Zuschlag für die Konzeption, Vorbereitung und Moderation eines Großgruppen-Verfahrens (auch als Auftakt oder Start in einen längerfristigen Prozess) erhalten. Das Verfahren sollte einen Entwicklungs- bzw. Veränderungsprozess in der Stadt Köln unterstützen. Obligatorisch lag der Fokus auf der Ausrichtung eines Großgruppen-Formats. Das Beteiligungskonzept zu HEY Mülheim wurde am 28.10.2021 einstimmig durch den Jugendhilfeausschuss beschlossen. HEY Mülheim wurde zudem am 21.12.2021 im Verwaltungsvorstand vorgestellt und die Unterstützung bei der Umsetzung des Veedels- Checks zugesagt. Die Bausteine des mehrstufigen Pilot-Projekts wurden von März bis Oktober 2022 erfolgreich umgesetzt. Die Fortführung des Veedels-Checks wurde am 26.09.2023 seitens des Jugendhilfeausschuss beschlossen und entsprechende Mittel für den Beteiligungsprozess zur Verfügung gestellt. Um Transparenz bezüglich der Umsetzung zu schaffen, wird das vorliegende Beteiligungskonzept daher dem Jugendhilfeausschuss, der Bezirksvertretung Nippes, dem Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden, sowie dem Verwaltungsvorstand in einem der nächsten Sitzungen zur Kenntnis nochmal vorgelegt. 2 von 7 1.2 Kontext Die Stadt Köln befindet sich seit 2018 im Programm Kinderfreundliche Kommunen. Kinder- und Jugendfreundlichkeit soll als Querschnittsthema innerhalb der Verwaltung und Stadtgesellschaft nachhaltig etabliert werden. Das Gesamtziel ist die konsequente Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention auf kommunaler Ebene. Der 2. Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022- 2025 wurde am 20. Juni 2022 vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Er beinhaltet 6 Handlungsfelder und insgesamt 15 Maßnahmen, die die Kinder- und Jugendfreundlichkeit in der Stadt Köln nachhaltig verankern sollen. Der Veedels-Check stellt eine Maßnahme des Aktionsplans kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025 im Handlungsfeld Strukturelle Partizipation von Kindern und Jugendlichen dar. 1.3 Erwartete Vorteile aus der Beteiligung Kinder und Jugendliche erleben ihre Stadt als gestaltbar. Dies erhöht die Identifikation mit der eigenen Stadt und trägt zu mehr Verantwortungsübernahme und Engagement junger Menschen innerhalb der Stadtgesellschaft bei. Durch die Erarbeitung und Abstimmung eigener Maßnahmen- oder Projektideen soll zudem das Demokratieverständnis gestärkt werden. Zudem schafft das Sichtbarwerden der Perspektiven junger Menschen auch mehr Offenheit und gegenseitiges Verständnis und fördert nachhaltig den konstruktiven Dialog zwischen den Generationen. 1.4 Umsetzungsbedingungen Um den Veedels-Check fortzuführen wurden am 26.09.2023 seitens des Jugendhilfeausschuss 50.000 € für den Beteiligungsprozess zur Verfügung gestellt. Dieser soll gemäß dem Beschluss die Entscheidung der Bezirksvertretung Nippes vom 01.06.2023, die Vergabe von Stadtverschönerungsmitteln in die Hand von Kindern und Jugendlichen zu legen, einbeziehen und ergänzen. Seitens der Bezirksvertretung Nippes wurden 75.000 Euro aus den Stadtverschönerungsmitteln des Bezirks für die Umsetzung von durch Jugendliche angeregte Projekt- oder Maßnahmenideen zur Verfügung gestellt. Die Projektleitung obliegt der Stabstelle Kinderfreundliche Kommune. Zur Umsetzung wird ein Projektteam gebildet, welches für den Projekterfolg mitverantwortlich ist. Das Projektteam besteht aus Mitarbeiter*innen des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln, dem Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung der Stadt Köln, sowie den Kooperationspartner*innen Youth Lead the Change Germany e.V.(kurz: YLCG) und den Teachers for future Germany e.V. Für die Umsetzung der „Quick-wins“ wird die Unterstützung aller relevanten Ämter und Dezernate benötigt. Aus diesem Grund wird der Verwaltungsvorstand frühzeitig über das Vorhaben informiert. Für die Auswertung und Bündelung der eingegangenen Beiträge soll eine externe Agentur beauftragt werden. 3 von 7 II. Inhalte, Beteiligungsstufe und Zielgruppen 2.1 Ziele der Öffentlichkeitsbeteiligung, Beteiligungsgegenstand Der Aktionsplan „Kinderfreundliche Kommune“ ist von hohem politischem und öffentlichem Interesse. Das Siegel ist keine Auszeichnung für den Status quo, sondern vielmehr eine Motivation und Verpflichtung für den andauernden Prozess, Köln kinder- und jugendfreundlicher zu gestalten. Es stellt daher ein wesentliches Ziel des Aktionsplans dar, Kinder und Jugendliche frühzeitig und in systematisch geeigneter Weise aktiv an gesellschaftlichen Prozessen, Planungen oder Entscheidungen innerhalb der Stadt Köln zu beteiligen. Der Beteiligungsgegenstand ist die Gestaltung und Nutzung des öffentlichen Raums, konkret im Stadtbezirk Köln Nippes. Kinder und Jugendliche erleben, dass sich Erwachsene aus Politik und Verwaltung mit ihren Ideen, Wünschen und Forderungen auseinandersetzen. Um Selbstwirksamkeitserfahrungen zu ermöglichen sollen Kinder und Jugendliche in einem für sie überschaubaren Zeitraum (100 Tage) transparente Rückmeldungen erhalten, welche Ideen, Wünsche oder Forderungen sich kurz-, mittel- langfristig oder nicht umsetzen lassen. Konkrete Maßnahmen, die schnell umgesetzt werden können, gelten als sogenannte „Quick Wins“. Neben der Realisierbarkeit der „Quick Wins“ haben Kinder- und Jugendliche im aktuellen Beteiligungsformat „HEY Nippes“ ergänzend noch die Möglichkeit eigene Projekt- bzw. Maßnahmenideen für ihr Veedel zu erarbeiten, die einen Beitrag zur Erreichung der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele. der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, kurz SDG) leisten. Hierfür hat die Bezirksvertretung Nippes 75.000 Euro aus ihren Stadtverschönerungsmitteln zur Verfügung gestellt. Die von Kindern und Jugendlichen eingereichten Projekt- und Maßnahmenideen zur Verwendung der Mittel werden von der Verwaltung bezüglich ihrer Realisierbarkeit vorgeprüft und in einem weiteren Beteiligungsschritt durch ein „Voting“ seitens der Jugendlichen priorisiert. Das Ergebnis des „Votings“ wird der Bezirksvertretung zum Beschluss vorgelegt. 2.2 Ziele Das Ziel dieses crossmedialen, kreativen Beteiligungsprozesses ist es, Kindern und Jugendlichen niedrigschwellig einen Raum für ihre Perspektiven und Belange zu geben, indem ihre Stimmen als Expert*innen für ihre Lebenswelt Gehör finden und sie zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Stadtgesellschaft selbstwirksam beitragen können. Die teilnehmenden Kinder und Jugendliche sollen empowert werden im Rahmen des Beteiligungsprozesses auf Augenhöhe an den Transformationsaufgaben in ihrem Bezirk, beziehungsweise ihrer Stadt mitzuwirken und diese mitzugestalten. Das Ziel ist es, konkrete Verbesserungsvorschläge von Kindern und Jugendlichen zu erhalten und gemeinsam mit Politik und Verwaltung (schnell) umsetzbare Maßnahmen zu identifizieren. Mit den schnell umsetzbaren Maßnahmen und transparenten Rückmeldungen soll die Selbstwirksamkeit für die Kinder und Jugendlichen erfahrbar werden und zugleich schnelle Verbesserungen im Veedel erzielt werden. 4 von 7 Auf prozessualer Ebene ermöglicht die groß angelegte Kinder- und Jugendbeteiligung eine bessere Kenntnis der Bedarfe der Zielgruppe, um den Stadtbezirk insgesamt kinder- und jugendfreundlicher zu gestalten und Maßnahmen der Stadt bedarfsorientierter zu planen. 2.3 Zielgruppen Zu den direkt beteiligten Zielgruppen zählen Kinder und Jugendliche aus Köln Nippes, junge Erwachsene und Eltern. Schwerpunktmäßig richtet sich die Kinder- und Jugendbeteiligung an Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren. Jüngere Kinder können sich im Rahmen der Veedels-Spaziergänge beteiligen. Weiterhin stellen auch Schulen (Grundschulen, weiterführende Schulen; Förderschulen) und weitere Multiplikator*innen aus dem Stadtbezirk Nippes (zum Beispiel Bezirksjugendpflege, Sozialraumkoordination, freie Träger, Jugendverbände, Interessenvertretungen, Vereine und Stiftungen) Zielgruppen der Beteiligung dar. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die Einbindung und Erreichung von marginalisierten Kinder und Jugendlichen, sowie Kinder und Jugendlichen mit Einschränkungen oder Behinderungen gelegt. Um dies zu erreichen, werden gezielt Einrichtungen oder Institutionen angesprochen, die mit diesen Zielgruppen arbeiten. Ferner gehören Politik und Verwaltung, darunter der Verwaltungsvorstand, das Dezernat IV, das Amt für Kinder, Jugend und Familie, sowie die Projektverantwortlichen zur Zielgruppe. Zum weiteren interessierten Umfeld gehören Medienvertreter*innen, sowie die Öffentlichkeit. Kinder und Jugendliche werden von Beginn an in den Prozess eingebunden und befähigt diesen aktiv mitzugestalten. Dies soll zudem durch folgende drei Bausteine noch unterstützt werden: 1) Einrichtung einer begleitenden Spurgruppe Zur Flankierung und Begleitung des Prozesses wird ein Begleitgremium mit dem Titel „Spurgruppe“ eingerichtet, welches aus Vertreter*innen aller relevanten Interessens- und Anspruchsgruppen besteht. Mithilfe der Spurgruppe werden alle Projektphasen „vorgespurt“, die Maßnahmen, sowie die Ziele des Beteiligungsprozesses kritisch hinterfragt und bei Bedarf zielgruppenspezifisch angepasst. Die Spurgruppe wirkt zudem als Multiplikator*in und unterstützt bei der Mobilisierung von Kindern und Jugendlichen. 2) „Change Agents“ Über den Beschluss der Bezirksvertretung Nippes wurde angeregt eine Kooperation mit dem Verein „Youth lead the change germany e.V (kurz YLCG)“ zu schließen. YLCG e.V. ist ein Verein und setzt sich dafür ein, die Demokratie erlebbar und erfahrbar zu machen, sowie junge Menschen dafür zu begeistern ihre Teilhabe- und Mitbestimmungsrechte einzufordern und wahrzunehmen. Elemente des Konzepts von YLCG werden nun in den Veedels-Check integriert. 5 von 7 YLCG wird unter anderem jugendliche „Change Agents“ gewinnen. Die „Change Agents“ sind eine Gruppe von Jugendlichen, die vorrangig im Stadtbezirk Köln-Nippes wohnen, zur Schule gehen oder ihre Freizeit in einem der Jugendzentren verbringen. Die „Change Agents“ übernehmen eine besondere Rolle im Veedels-Check. Ihre Aufgabe ist, andere Kinder und Jugendliche über “HEY Nippes” zu informieren und sie zu motivieren dabei zu sein. Als Expert*innen können sie auch Fragen ihrer Mitschüler*innen, Freund*innen und Bekannten zu dem Projekt beantworten. Die „Change Agents“ stellen also eine Art „Bindeglied“ zwischen der Verwaltung, Politik und den anderen Jugendlichen im Veedel dar. Im weiteren Projektverlauf unterstützen sie auch bei der Veedels-Konferenz und der Einreichung und Vorstellung von Projekt- und Maßnahmenideen für Nippes. Sie sind zudem auch Mitglied in der Spurgruppe. 3) Durchführung von Schulworkshops Zur besseren Einbindung von Schulen in das Projekt wurde eine Kooperation mit den Teachers for future Germany e.V. (kurz T4f) geschlossen. Die T4f werden Workshops in Schulklassen anbieten. Der Fokus liegt hier auf weiterführenden Schulen aus Köln Nippes. Neben der Vorstellung und Vorbereitung des Beteiligungsformats HEY Nippes! sollen in den Workshop auch die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, kurz SDG) thematisiert und erste konkrete Projektideen für Nippes entwickelt werden, die im Rahmen der Veedels-Spaziergänge geteilt werden können. Durch das Kennenlernen eigener politischer Handlungsmöglichkeiten soll zudem das Demokratieverständnis der Teilnehmer*innen gestärkt werden. 2.4 Beteiligungsstufe Die Beteiligungsstufe ist Mitgestaltung/Mitverantwortung. Kinder und Jugendliche werden eingeladen, die Rückmeldungen zu ihrem Veedel zu geben und Verbesserungsvorschläge anzubringen und selber Projekte zur Verschönerung des Bezirks zu entwickeln. III. Ablauf der Beteiligung, Methoden und Kommunikations- maßnahmen Vorbereitungsphase Ab der Vorbereitungsphase wird der Beteiligungsprozess beworben, um Unterstützer*innen zu gewinnen. Neben der Information zum Beteiligungsprozess in relevanten Gremien, Ausschüssen oder Netzwerken wurden Kinder und Jugendliche, sowie Multiplikator*innen aus Köln-Nippes im Januar zu einem Interessierten-Treffen eingeladen. Ebenfalls in der Vorbereitungsphase wird sich die Spurgruppe gründen, die sich aus Vertreter*innen der relevanten Anspruchsgruppen zusammensetzt. Ein wichtiger Bestandteil 6 von 7 dieser Gruppe sind die „Change Agents“, die bei dem späteren Verlauf des Beteiligungsprozesses maßgeblich unterstützen. Zudem starten in dieser Phase auch die Schulworkshops, welche bis Ende der Veedels-Spaziergänge stattgefunden haben werden. Die Öffentlichkeitsbeteiligung i st in drei Phasen gegliedert: Für die einzelnen Phasen der Öffentlichkeitbeteiligung sind unterschiedliche Formate vorgesehen. Eine zeitliche Übersicht der einzelnen Phasen ist der folgenden Aufstellung zu entnehmen. Flankiert werden die Phasen von begleitenden Kommunikationsmaßnahmen: Phase 1, ÖB: „Veedels-Spaziergänge“ | Köln-Nippes, 04.März- 17.März 2024 Im Rahmen eines niedrigschwellig en Beteiligungsformats finden im Stadtbezirk Köln-Nippes zum Teil durch Multiplikator*innen begleitete oder selbstständige Sozialraumbegehungen statt. Die Bewertung des Stadtraums durch Kinder und Jugendliche werden dabei mittels digitaler und/ oder analoger Instrumente dokumentiert. Die Kinder und Jugendliche können ihre „Route“ selbst wählen. Für die Dok umentation ihrer Spaziergänge wird ein Kartenausschnitt des gesamten Stadtbezirks Nippes auf dem Beteiligungsportal der Stadt Köln zur Verfügung gestellt. Phase 2, ÖB: „Veedel s-Konferenz“ | Köln-Nippes, Freitag, 21 Juni 2024 im Bürgerzentrum Altenberger Hof Das Großgruppenformat wird dafür genutzt , die Ergebnisse der Veedels - Spaziergänge vorzustellen und mit Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung in den Austausch zu kommen. Zudem sollen erste Projekt- und Maßnahmenideen gemeinsam mit den Teilnehmer*innen der Veedels-Konferenz in Kleingruppen weiter ausgearbeitet werden . Hierbei unterstützen die „Change Agents“ in ihrer Multiplikator*innen-Funktion. Im Nachgang zur Veedels- Konferenz werden die ausgearbeiteten Projekt - oder Maßnahmenideen an die Ver waltung zur Prüfung der Umsetzbarkeit (Kriterienkatalog Stadtverschönerungsmittel) weitergeleitet. Die Veedels- Konferenz markiert zudem auch den Start der 100 Tage Challenge, in der die Ämter und Politik in ihren Zuständigkeiten prüfen, inwiefern sich die weiteren Ideen, Wünsche oder Forderungen von Kindern und Jugendlichen kurz-, mittel- langfristig oder nicht umsetzen lassen. Dadurch wird Kindern und Jugendlichen ermöglicht auf Augenhöhe Feedback zu ihren Beiträgen zu erhalten , unabhängig von dem Ergebn is. Damit werden Selbstwirksamkeitserfahrungen möglich und sie können eine Vorstellung davon entwickeln , wie Entscheidungsprozesse ablaufen. Phase 3, ÖB: „Voting der Projektideen für das Veedel“ digital, voraussichtlich nach den Sommerferien In dieser Phase sollen die durch die Verwaltung auf Machbarkeit/ Umsetzbarkeit vorgeprüften Projekt- oder Maßnahmenideen nochmal digital vorgestellt und durch die jungen Menschen priorisiert werden . Für die Umsetzung stehen 75.000 Euro aus den bezirklichen Stadtverschönerungsmitteln zur Verfügung. Nach Abschluss des Projektvotings soll das Ergebnis der Bezirksvertretung Nippes vorgestellt und zum Beschluss vorgelegt werden. 7 von 7 Durchführungsphase In dieser Pha se sollen möglichst viele der eingereichten Ideen, Wünsche und Forderungen der Kinder und Jugendlichen umgesetzt werden. Natürlich lässt sich leider nicht immer alles oder alles auf einmal umsetzen. Kleine Maßnahmen können schneller umgesetzt werden und andere größere Ideen brauchen mehr Zeit. Über das Beteiligungsportal wird fortlaufend informiert wann und wie umgesetzt werden kann oder warum etwas nicht klappt. Re-Check Nach 100 Tagen erfolgt ein Re -Check zum Umsetzungsstand. Die Ausgestaltung des Re - Checks erfolgt im Prozess gemeinsam mit den jungen Menschen, die sich im Veedels-Check engagieren. Im Pilot -Format „HEY Mülheim“ erfolgte der Re -Check in Form eines Spaziergangs, bei dem vor Ort ge prüft wurde, welche Ideen bereits erfolgreich umgesetzt werden konnte n oder woran derzeit noch gearbeitet wird. Zudem wurden auch nochmal einzelne Beiträge besprochen, bei der die Umsetzung leider nicht klappt und die Hintergründe erläutert. Abschlussphase Nach Abschluss der 100 Tage Challenge und dem Re-Check wird weiter an der Umsetzung gearbeitet und fortlaufend auf dem Beteiligungsportal berichtet. IV. Evaluation Eine Evaluation des Beteiligungsformats soll nach Abschluss der drei Projektphasen, sowie dem Ablauf der 100 Tage Challenge erfolgen. Die Retrospektive soll dazu dienen, das angepasste Beteiligungsformat zu bewerten und für zukünftige Veedels- Checks zu verbessern. Grundlage der Evaluation sind die vom Rat der Stadt Köln beschlossene Qualitätsstandards für gute Öffentlichkeitsbeteiligung. Die Leitfrage lautet: Inwieweit wurden bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Öffentlichkeitsbeteiligung die Qualitätsstandards eingehalten bzw. erreicht? Darüber hinaus sollen auch projektspezifische Kriterien anhand der formulierten Ergebnis- und Wirkungszielsetzungen ausgewertet werden.
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0300/2024
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 25.01.2024
- Erstellt
- 19.01.2024 07:40