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0300/2024

Beteiligungskonzept "HEY Nippes-Check mit uns dein Veedel!"

Mitteilung Ausschuss 25.01.2024

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Nächste Beratung: Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden, Sitzung am 05.02.2024, TOP 7.2.9

Mitteilung Ausschuss

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Anlage 1: HEY Nippes Beteiligungskonzept_final.docx

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Mitteilung Ausschuss

2664 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IV/51 
 
Vorlagen-Nummer 25.01.2024 
 0300/2024 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 5 (Nippes) 25.01.2024 
Jugendhilfeausschuss 30.01.2024 
Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden 05.02.2024 
 
Beteiligungskonzept "HEY Nippes-Check mit uns dein Veedel!" 
Das Amt für Kinder, Jugend und Familie hatte sich Ende 2021 mit dem Gesamtvorhaben Kin-
derfreundliche Kommune auf eine stadt-interne Ausschreibung des Büros für Öffentlichkeits-
beteiligung beworben und den Zuschlag für die Konzeption, Vorbereitung und Moderation ei-
nes Großgruppen-Verfahrens (auch als Auftakt oder Start in einen längerfristigen Prozess) er-
halten. Das Verfahren sollte einen Entwicklungs- bzw. Veränderungsprozess in der Stadt Köln 
unterstützen. Obligatorisch lag der Fokus auf der Ausrichtung eines Großgruppen-Formats. 
 
Das Beteiligungskonzept zu HEY Mülheim wurde am 28.10.2021 einstimmig durch den Ju-
gendhilfeausschuss beschlossen. Die Bausteine des mehrstufigen Pilot-Projekts wurden von 
März bis Oktober 2022 erfolgreich umgesetzt. 
 
Um den Veedels-Check fortzuführen, hat der Jugendhilfeausschuss am 26.09.2023 beschlos-
sen, 50.000 € aus den ursprünglich für die Einrichtung von Jugendtreffplätzen vorgesehen Mit-
teln für den Beteiligungsprozess zur Verfügung zu stellen (Session AN 1724/2023). Mit diesen 
Mitteln wird für den Stadtbezirk Nippes ein weiterer Durchgang vorbereitet und in 2024 durch-
geführt. Dieser soll gemäß dem Beschluss die Entscheidung der Bezirksvertretung Nippes 
vom 01.06.2023, die Vergabe von Stadtverschönerungsmitteln in die Hand von Kindern und 
Jugendlichen zu legen, einbeziehen und ergänzen. 
 
Im Nachgang wurde HEY Mülheim hinsichtlich kindheitspädagogischer Qualitätsdimensionen 
und der Zukunftsfähigkeit (Ausrollen auf andere Stadtbezirke) umfassend evaluiert. Im Jahr 
2024 soll der Veedels-Check mit einem angepassten und überarbeiteten Beteiligungskonzept 
im Stadtbezirk Nippes durchgeführt werden. Die Details des Veedels-Checks können aus dem 
beigefügten Beteiligungskonzept entnommen werden, das in der Anlage zu finden ist. 
 
Die weitere zeitliche Schiene stellt sich folgendermaßen dar:  
 
 Veedels-Spaziergänge vom 04. März bis 17. März 2024 
 Veedels-Konferenz am 21. Juni 2024 im Altenberger Hof 
 Projekt-Voting (genaue Ausgestaltung muss noch definiert werden/ nach den Sommer-
ferien)  
 Re-Check nach 100 Tagen (nach den Herbstferien)

2 
 
Weitere Informationen zum „Veedels- Check“ finden sich auch bereits auf dem Beteiligungs-
portal der Stadt Köln unter folgendem Link:  https://meinungfuer.koeln/hey-koeln 
 
 
Gez. Voigtsberger

Anlage 1: HEY Nippes Beteiligungskonzept_final.docx

18404 Zeichen

1 von 7 
Beteiligungskonzept  
HEY Nippes! Check mit uns dein Veedel!  
Stand: 19.01.2024  
Veedels-Check- bezirkliche Kinder- und Jugendbeteiligung mit Großgruppenformat 
Das vorliegende Konzept für die Öffentlichkeitsbeteiligung basiert auf dem Pilot -
Beteiligungsformat HEY Mülheim. Die einzelnen Umsetzungsschritte wurden in der 1. 
Pilotphase in verschiedenen Reflexionsschleifen (stadtweite Multiplikator*innen -Konferenz, 
Auswertungs-Workshop im P rojektteam, Diskursanalyse der katholischen Hochschule Köln) 
ausgewertet und auf dieser Grundlage weiter konkretisiert. 
Auf Grundlage der sieben Schritte zur Öffentlichkeitsbeteiligung, wird hier ein 
Beteiligungsverfahren konzipiert. 
 
Gremium  Jugendhilfeausschuss/ Bezirksvertretung Nippes 
Beteiligungsstufe:  Mitgestaltung / Mitverantwortung 
Kosten   50.000 Euro 
I. Grundlagen 
1.1 Vorgeschichte und Einbettung in den politisch-administrativen Prozess 
Das Amt für Kinder, Jugend und Familie hatte sich Ende 2021 mit dem Gesamtvorhaben 
Kinderfreundliche Kommune auf eine stadt-interne Ausschreibung des Büros für 
Öffentlichkeitsbeteiligung beworben und den Zuschlag für die Konzeption, Vorbereitung und 
Moderation eines Großgruppen-Verfahrens (auch als Auftakt oder Start in einen 
längerfristigen Prozess) erhalten. Das Verfahren sollte einen Entwicklungs- bzw. 
Veränderungsprozess in der Stadt Köln unterstützen. Obligatorisch lag der Fokus auf der 
Ausrichtung eines Großgruppen-Formats. 
Das Beteiligungskonzept zu HEY Mülheim wurde am 28.10.2021 einstimmig durch den 
Jugendhilfeausschuss beschlossen. HEY Mülheim wurde zudem am 21.12.2021 im 
Verwaltungsvorstand vorgestellt und die Unterstützung bei der Umsetzung des Veedels-
Checks zugesagt. Die Bausteine des mehrstufigen Pilot-Projekts wurden von März bis 
Oktober 2022 erfolgreich umgesetzt.  
Die Fortführung des Veedels-Checks wurde am 26.09.2023 seitens des 
Jugendhilfeausschuss beschlossen und entsprechende Mittel für den Beteiligungsprozess zur 
Verfügung gestellt.  
Um Transparenz bezüglich der Umsetzung zu schaffen, wird das vorliegende 
Beteiligungskonzept daher dem Jugendhilfeausschuss, der Bezirksvertretung Nippes, dem 
Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden, sowie dem 
Verwaltungsvorstand in einem der nächsten Sitzungen zur Kenntnis nochmal vorgelegt.

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1.2 Kontext 
Die Stadt Köln befindet sich seit 2018 im Programm Kinderfreundliche Kommunen. Kinder- 
und Jugendfreundlichkeit soll als Querschnittsthema innerhalb der Verwaltung und 
Stadtgesellschaft nachhaltig etabliert werden. Das Gesamtziel ist die konsequente 
Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention auf kommunaler Ebene.  
Der 2. Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022- 2025 wurde am 20. Juni 2022 
vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Er beinhaltet 6 Handlungsfelder und insgesamt 15 
Maßnahmen, die die Kinder- und Jugendfreundlichkeit in der Stadt Köln nachhaltig 
verankern sollen. Der Veedels-Check stellt eine Maßnahme des Aktionsplans kinder- und 
jugendfreundliches Köln 2022-2025 im Handlungsfeld Strukturelle Partizipation von Kindern 
und Jugendlichen dar.  
 
1.3 Erwartete Vorteile aus der Beteiligung 
Kinder und Jugendliche erleben ihre Stadt als gestaltbar. Dies erhöht die Identifikation mit 
der eigenen Stadt und trägt zu mehr Verantwortungsübernahme und Engagement junger 
Menschen innerhalb der Stadtgesellschaft bei. Durch die Erarbeitung und Abstimmung 
eigener Maßnahmen- oder Projektideen soll zudem das Demokratieverständnis gestärkt 
werden. Zudem schafft das Sichtbarwerden der Perspektiven junger Menschen auch mehr 
Offenheit und gegenseitiges Verständnis und fördert nachhaltig den konstruktiven Dialog 
zwischen den Generationen.  
1.4 Umsetzungsbedingungen 
Um den Veedels-Check fortzuführen wurden am 26.09.2023 seitens des 
Jugendhilfeausschuss 50.000 € für den Beteiligungsprozess zur Verfügung gestellt. Dieser 
soll gemäß dem Beschluss die Entscheidung der Bezirksvertretung Nippes vom 01.06.2023, 
die Vergabe von Stadtverschönerungsmitteln in die Hand von Kindern und Jugendlichen zu 
legen, einbeziehen und ergänzen. Seitens der Bezirksvertretung Nippes wurden 75.000 Euro 
aus den Stadtverschönerungsmitteln des Bezirks für die Umsetzung von durch Jugendliche 
angeregte Projekt- oder Maßnahmenideen zur Verfügung gestellt.  
Die Projektleitung obliegt der Stabstelle Kinderfreundliche Kommune. Zur Umsetzung wird 
ein Projektteam gebildet, welches für den Projekterfolg mitverantwortlich ist. Das Projektteam 
besteht aus Mitarbeiter*innen des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln, dem 
Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung der Stadt Köln, sowie den Kooperationspartner*innen 
Youth Lead the Change Germany e.V.(kurz: YLCG) und den Teachers for future Germany 
e.V.  
Für die Umsetzung der „Quick-wins“ wird die Unterstützung aller relevanten Ämter und 
Dezernate benötigt. Aus diesem Grund wird der Verwaltungsvorstand frühzeitig über das 
Vorhaben informiert. Für die Auswertung und Bündelung der eingegangenen Beiträge soll 
eine externe Agentur beauftragt werden.

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II. Inhalte, Beteiligungsstufe und Zielgruppen 
2.1 Ziele der Öffentlichkeitsbeteiligung, Beteiligungsgegenstand 
Der Aktionsplan „Kinderfreundliche Kommune“ ist von hohem politischem und öffentlichem 
Interesse. Das Siegel ist keine Auszeichnung für den Status quo, sondern vielmehr eine 
Motivation und Verpflichtung für den andauernden Prozess, Köln kinder- und 
jugendfreundlicher zu gestalten. Es stellt daher ein wesentliches Ziel des Aktionsplans dar, 
Kinder und Jugendliche frühzeitig und in systematisch geeigneter Weise aktiv an 
gesellschaftlichen Prozessen, Planungen oder Entscheidungen innerhalb der Stadt Köln zu 
beteiligen.  
Der Beteiligungsgegenstand ist die Gestaltung und Nutzung des öffentlichen Raums, konkret 
im Stadtbezirk Köln Nippes. Kinder und Jugendliche erleben, dass sich Erwachsene aus 
Politik und Verwaltung mit ihren Ideen, Wünschen und Forderungen auseinandersetzen. Um 
Selbstwirksamkeitserfahrungen zu ermöglichen sollen Kinder und Jugendliche in einem für 
sie überschaubaren Zeitraum (100 Tage) transparente Rückmeldungen erhalten, welche 
Ideen, Wünsche oder Forderungen sich kurz-, mittel- langfristig oder nicht umsetzen lassen. 
Konkrete Maßnahmen, die schnell umgesetzt werden können, gelten als sogenannte „Quick 
Wins“.  
Neben der Realisierbarkeit der „Quick Wins“ haben Kinder- und Jugendliche im aktuellen 
Beteiligungsformat „HEY Nippes“ ergänzend noch die Möglichkeit eigene Projekt- bzw. 
Maßnahmenideen für ihr Veedel zu erarbeiten, die einen Beitrag zur Erreichung der 17 
nachhaltigen Entwicklungsziele. der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, 
kurz SDG) leisten. Hierfür hat die Bezirksvertretung Nippes 75.000 Euro aus ihren 
Stadtverschönerungsmitteln zur Verfügung gestellt. Die von Kindern und Jugendlichen 
eingereichten Projekt- und Maßnahmenideen zur Verwendung der Mittel werden von der 
Verwaltung bezüglich ihrer Realisierbarkeit vorgeprüft und in einem weiteren 
Beteiligungsschritt durch ein „Voting“ seitens der Jugendlichen priorisiert. Das Ergebnis des 
„Votings“ wird der Bezirksvertretung zum Beschluss vorgelegt.  
 
2.2 Ziele  
Das Ziel dieses crossmedialen, kreativen Beteiligungsprozesses ist es, Kindern und 
Jugendlichen niedrigschwellig einen Raum für ihre Perspektiven und Belange zu geben, 
indem ihre Stimmen als Expert*innen für ihre Lebenswelt Gehör finden und sie zur 
Gestaltung einer zukunftsfähigen Stadtgesellschaft selbstwirksam beitragen können. 
Die teilnehmenden Kinder und Jugendliche sollen empowert werden im Rahmen des 
Beteiligungsprozesses auf Augenhöhe an den Transformationsaufgaben in ihrem Bezirk, 
beziehungsweise ihrer Stadt mitzuwirken und diese mitzugestalten. Das Ziel ist es, konkrete 
Verbesserungsvorschläge von Kindern und Jugendlichen zu erhalten und gemeinsam mit 
Politik und Verwaltung (schnell) umsetzbare Maßnahmen zu identifizieren. Mit den schnell 
umsetzbaren Maßnahmen und transparenten Rückmeldungen soll die Selbstwirksamkeit für 
die Kinder und Jugendlichen erfahrbar werden und zugleich schnelle Verbesserungen im 
Veedel erzielt werden.

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Auf prozessualer Ebene ermöglicht die groß angelegte Kinder- und Jugendbeteiligung eine 
bessere Kenntnis der Bedarfe der Zielgruppe, um den Stadtbezirk insgesamt kinder- und 
jugendfreundlicher zu gestalten und Maßnahmen der Stadt bedarfsorientierter zu planen.  
 
2.3 Zielgruppen  
Zu den direkt beteiligten Zielgruppen zählen Kinder und Jugendliche aus Köln Nippes, junge 
Erwachsene und Eltern. Schwerpunktmäßig richtet sich die Kinder- und Jugendbeteiligung 
an Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren. Jüngere Kinder können sich im Rahmen der 
Veedels-Spaziergänge beteiligen.  
Weiterhin stellen auch Schulen (Grundschulen, weiterführende Schulen; Förderschulen) und 
weitere Multiplikator*innen aus dem Stadtbezirk Nippes (zum Beispiel Bezirksjugendpflege, 
Sozialraumkoordination, freie Träger, Jugendverbände, Interessenvertretungen, Vereine und 
Stiftungen) Zielgruppen der Beteiligung dar.  
Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die Einbindung und Erreichung von marginalisierten 
Kinder und Jugendlichen, sowie Kinder und Jugendlichen mit Einschränkungen oder 
Behinderungen gelegt. Um dies zu erreichen, werden gezielt Einrichtungen oder Institutionen 
angesprochen, die mit diesen Zielgruppen arbeiten.  
Ferner gehören Politik und Verwaltung, darunter der Verwaltungsvorstand, das Dezernat IV, 
das Amt für Kinder, Jugend und Familie, sowie die Projektverantwortlichen zur Zielgruppe. 
Zum weiteren interessierten Umfeld gehören Medienvertreter*innen, sowie die Öffentlichkeit.  
Kinder und Jugendliche werden von Beginn an in den Prozess eingebunden und befähigt 
diesen aktiv mitzugestalten. Dies soll zudem durch folgende drei Bausteine noch unterstützt 
werden: 
1) Einrichtung einer begleitenden Spurgruppe  
Zur Flankierung und Begleitung des Prozesses wird ein Begleitgremium mit dem Titel 
„Spurgruppe“ eingerichtet, welches aus Vertreter*innen aller relevanten Interessens- und 
Anspruchsgruppen besteht. Mithilfe der Spurgruppe werden alle Projektphasen „vorgespurt“, 
die Maßnahmen, sowie die Ziele des Beteiligungsprozesses kritisch hinterfragt und bei 
Bedarf zielgruppenspezifisch angepasst. Die Spurgruppe wirkt zudem als Multiplikator*in und 
unterstützt bei der Mobilisierung von Kindern und Jugendlichen.  
 
2) „Change Agents“ 
Über den Beschluss der Bezirksvertretung Nippes wurde angeregt eine Kooperation mit dem 
Verein „Youth lead the change germany e.V (kurz YLCG)“ zu schließen. YLCG e.V. ist ein 
Verein und setzt sich dafür ein, die Demokratie erlebbar und erfahrbar zu machen, sowie 
junge Menschen dafür zu begeistern ihre Teilhabe- und Mitbestimmungsrechte einzufordern 
und wahrzunehmen. Elemente des Konzepts von YLCG werden nun in den Veedels-Check 
integriert.

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YLCG wird unter anderem jugendliche „Change Agents“ gewinnen. Die „Change Agents“ 
sind eine Gruppe von Jugendlichen, die vorrangig im Stadtbezirk Köln-Nippes wohnen, zur 
Schule gehen oder ihre Freizeit in einem der Jugendzentren verbringen. Die „Change 
Agents“ übernehmen eine besondere Rolle im Veedels-Check. Ihre Aufgabe ist, andere 
Kinder und Jugendliche über “HEY Nippes” zu informieren und sie zu motivieren dabei zu 
sein. Als Expert*innen können sie auch Fragen ihrer Mitschüler*innen, Freund*innen und 
Bekannten zu dem Projekt beantworten. Die „Change Agents“ stellen also eine Art 
„Bindeglied“ zwischen der Verwaltung, Politik und den anderen Jugendlichen im Veedel dar. 
Im weiteren Projektverlauf unterstützen sie auch bei der Veedels-Konferenz und der 
Einreichung und Vorstellung von Projekt- und Maßnahmenideen für Nippes. Sie sind zudem 
auch Mitglied in der Spurgruppe.  
 
3) Durchführung von Schulworkshops  
Zur besseren Einbindung von Schulen in das Projekt wurde eine Kooperation mit den 
Teachers for future Germany e.V. (kurz T4f) geschlossen. Die T4f werden Workshops in 
Schulklassen anbieten. Der Fokus liegt hier auf weiterführenden Schulen aus Köln Nippes. 
Neben der Vorstellung und Vorbereitung des Beteiligungsformats HEY Nippes! sollen in den 
Workshop auch die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable 
Development Goals, kurz SDG) thematisiert und erste konkrete Projektideen für Nippes 
entwickelt werden, die im Rahmen der Veedels-Spaziergänge geteilt werden können. Durch 
das Kennenlernen eigener politischer Handlungsmöglichkeiten soll zudem das 
Demokratieverständnis der Teilnehmer*innen gestärkt werden. 
 
2.4 Beteiligungsstufe 
Die Beteiligungsstufe ist Mitgestaltung/Mitverantwortung. Kinder und Jugendliche werden 
eingeladen, die Rückmeldungen zu ihrem Veedel zu geben und Verbesserungsvorschläge 
anzubringen und selber Projekte zur Verschönerung des Bezirks zu entwickeln. 
III. Ablauf der Beteiligung, Methoden und Kommunikations-
maßnahmen 
 
Vorbereitungsphase 
Ab der Vorbereitungsphase wird der Beteiligungsprozess beworben, um Unterstützer*innen 
zu gewinnen. Neben der Information zum Beteiligungsprozess in relevanten Gremien, 
Ausschüssen oder Netzwerken wurden Kinder und Jugendliche, sowie Multiplikator*innen 
aus Köln-Nippes im Januar zu einem Interessierten-Treffen eingeladen.  
Ebenfalls in der Vorbereitungsphase wird sich die Spurgruppe gründen, die sich aus 
Vertreter*innen der relevanten Anspruchsgruppen zusammensetzt. Ein wichtiger Bestandteil

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dieser Gruppe sind die „Change Agents“, die bei dem späteren Verlauf des 
Beteiligungsprozesses maßgeblich unterstützen. Zudem starten in dieser Phase auch die 
Schulworkshops, welche bis Ende der Veedels-Spaziergänge stattgefunden haben werden.  
Die Öffentlichkeitsbeteiligung i st in drei Phasen gegliedert: Für die einzelnen Phasen der 
Öffentlichkeitbeteiligung sind unterschiedliche Formate vorgesehen. Eine zeitliche Übersicht 
der einzelnen Phasen ist der folgenden Aufstellung zu entnehmen. Flankiert werden die 
Phasen von begleitenden Kommunikationsmaßnahmen: 
Phase 1, ÖB: „Veedels-Spaziergänge“ | Köln-Nippes, 04.März- 17.März 2024 
Im Rahmen eines niedrigschwellig en Beteiligungsformats finden im Stadtbezirk Köln-Nippes 
zum Teil durch Multiplikator*innen  begleitete oder selbstständige  Sozialraumbegehungen 
statt. Die Bewertung des Stadtraums durch Kinder und Jugendliche  werden dabei mittels 
digitaler und/ oder analoger Instrumente dokumentiert. Die Kinder und Jugendliche können 
ihre „Route“ selbst wählen. Für die Dok umentation ihrer Spaziergänge wird ein 
Kartenausschnitt des gesamten Stadtbezirks Nippes auf dem Beteiligungsportal der Stadt Köln 
zur Verfügung gestellt. 
Phase 2, ÖB: „Veedel s-Konferenz“ | Köln-Nippes, Freitag, 21  Juni 2024 im 
Bürgerzentrum Altenberger Hof 
Das Großgruppenformat wird dafür genutzt , die Ergebnisse der Veedels - Spaziergänge 
vorzustellen und mit Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung in den Austausch zu kommen.  
Zudem sollen erste Projekt- und Maßnahmenideen gemeinsam mit den Teilnehmer*innen der 
Veedels-Konferenz in Kleingruppen weiter ausgearbeitet werden . Hierbei unterstützen die 
„Change Agents“ in ihrer Multiplikator*innen-Funktion.  
Im Nachgang zur  Veedels- Konferenz werden die ausgearbeiteten Projekt - oder 
Maßnahmenideen an die Ver waltung zur Prüfung der Umsetzbarkeit (Kriterienkatalog 
Stadtverschönerungsmittel) weitergeleitet.  
Die Veedels- Konferenz markiert zudem auch den Start der 100 Tage Challenge, in der die 
Ämter und Politik in ihren Zuständigkeiten prüfen, inwiefern sich die weiteren Ideen, Wünsche 
oder Forderungen von Kindern und Jugendlichen kurz-, mittel- langfristig oder nicht umsetzen 
lassen. Dadurch wird Kindern und Jugendlichen ermöglicht auf Augenhöhe Feedback zu ihren 
Beiträgen zu erhalten , unabhängig von dem Ergebn is. Damit werden 
Selbstwirksamkeitserfahrungen möglich und sie können eine Vorstellung davon entwickeln , 
wie Entscheidungsprozesse ablaufen.  
Phase 3, ÖB: „Voting der Projektideen für das Veedel“ digital, voraussichtlich nach den 
Sommerferien 
In dieser Phase sollen die durch die Verwaltung auf Machbarkeit/ Umsetzbarkeit vorgeprüften 
Projekt- oder Maßnahmenideen nochmal digital vorgestellt und durch die jungen Menschen 
priorisiert werden . Für die Umsetzung stehen 75.000 Euro aus den bezirklichen 
Stadtverschönerungsmitteln zur Verfügung.  Nach Abschluss des Projektvotings soll  das 
Ergebnis der Bezirksvertretung Nippes vorgestellt und zum Beschluss vorgelegt werden.

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Durchführungsphase 
In dieser Pha se sollen möglichst viele der eingereichten  Ideen, Wünsche und Forderungen 
der Kinder und Jugendlichen umgesetzt werden. Natürlich lässt sich leider nicht immer alles 
oder alles auf einmal umsetzen. Kleine Maßnahmen können schneller umgesetzt werden und 
andere größere Ideen brauchen mehr Zeit. Über das Beteiligungsportal wird fortlaufend 
informiert wann und wie umgesetzt werden kann oder warum etwas nicht klappt. 
Re-Check  
Nach 100 Tagen erfolgt ein Re -Check zum Umsetzungsstand.  Die Ausgestaltung des Re -
Checks erfolgt im Prozess gemeinsam mit den jungen Menschen, die sich im Veedels-Check 
engagieren. Im Pilot -Format „HEY Mülheim“ erfolgte der Re -Check in Form eines 
Spaziergangs, bei dem vor Ort ge prüft wurde, welche Ideen bereits erfolgreich umgesetzt 
werden konnte n oder woran derzeit noch gearbeitet wird. Zudem wurden auch nochmal 
einzelne Beiträge besprochen, bei der die Umsetzung leider nicht klappt und die Hintergründe 
erläutert.  
Abschlussphase 
Nach Abschluss der 100 Tage Challenge und dem Re-Check wird weiter an der Umsetzung 
gearbeitet und fortlaufend auf dem Beteiligungsportal berichtet.  
IV. Evaluation 
Eine Evaluation des Beteiligungsformats soll nach Abschluss der drei Projektphasen, sowie 
dem Ablauf der 100 Tage Challenge erfolgen. Die Retrospektive soll dazu dienen, das 
angepasste Beteiligungsformat zu bewerten und für zukünftige Veedels- Checks zu 
verbessern.  
Grundlage der Evaluation sind die vom Rat der Stadt Köln beschlossene Qualitätsstandards 
für gute Öffentlichkeitsbeteiligung. Die Leitfrage lautet: Inwieweit wurden bei der 
Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Öffentlichkeitsbeteiligung die 
Qualitätsstandards eingehalten bzw. erreicht? Darüber hinaus sollen auch projektspezifische 
Kriterien anhand der formulierten Ergebnis- und Wirkungszielsetzungen ausgewertet 
werden.

Beratungsverlauf (3)

25.01.2024 Bezirksvertretung 5 (Nippes)
TOP 10.2.9 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
30.01.2024 Jugendhilfeausschuss
TOP 8.4.5 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
05.02.2024 Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden
TOP 7.2.9 Kenntnisnahme (Mitteilung)
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0300/2024
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
25.01.2024
Erstellt
19.01.2024 07:40