Mandari Insight

V/0293/2013

Sachstandsbericht 2013 zum Handlungskonzeptes zur Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes 2020 und Ergebnisse der Energie- und Klimabilanz 1990 - 2011

Vorlagen 14.05.2013

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Nächste Beratung: Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft, Sitzung am 19.09.2013, TOP 8.3

Berichtsvorlage

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Ansehen

Anlage 1 zu V/0293/2013

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Ansehen

Anlage 2 zu V/0293/2013

· application/pdf

Ansehen

Berichtsvorlage

5682 Zeichen

V/0293/2013 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Grünflächen und Umweltschutz 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Sachstandsbericht 2013 zum Handlungskonzeptes zur Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes 
2020 und Ergebnisse der Energie- und Klimabilanz 1990 - 2011 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
02.07.2013 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Bericht 
04.07.2013 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Der Rat der Stadt Münster hat am 08.12.2010 das Handlungskonzept zur Umsetzung des Klim a-
schutzkonzeptes 2020 beschlossen (V/0592/2010 sowie V/0592/2010/E1) und dabei die Verwa l-
tung beauftragt, nach zwei Jahren einen Sachstandsbericht vorzulegen, der mit dieser Vorl age 
den zuständigen Gremien zur Kenntnis gegeben wird. Insgesamt ist die Umsetzung der Ma ß-
nahmen auf einem guten Weg und eine Vielzahl an Maßnahmen ist in Angriff genommen wo r-
den. Der Umsetzungsstand kann daher als positiv bewertet werden. In der Anlage ist der Sac h-
stand in einer Übersicht mit kurzen Erläuterungen zu allen Maßnahmen zusammengestellt wo r-
den (Anlage 1).  
 
Die Finanzlage zur Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen stellt sich wie folgt dar: 
 
Haushaltsmittel 2011 2012 2013 
Handlungskonzept 2020 gemäß V/0592/2010/E1   
   - Ansatz 285.000,- Euro 405.000,- Euro  245.000,- Euro 
   - Übertrag aus Vorjahr  245.000,- Euro 135.000,- Euro 
   - verausgabt   40.000,- Euro 395.000,- Euro  
    
Weitere Haushaltsmittel 2011 2012 2013 
Projektmittel Klenko 56.000,- Euro 55.000,- Euro 56.000,- Euro 
Schulprojekt – BMU* gefördert 67.640,- Euro 60.120,- Euro ** 
Allianz f. Klimaschutz – BMU* 
gefördert 
53.000,- Euro 59.520,- Euro 54.800,- Euro 
Verbraucherzentrale Energiebe-
ratung Münster 
57.400,- Euro 57.400,- Euro 49.200,- Euro*** 
Klimaschutzpartnerschaften   6.000,- Euro   5.890,- Euro 0,- Euro 
*  BMU - Bundesumweltministerium 
**  die 3 jährige Förderung für das Schulprojekt ist Ende 2012 ausgelaufen und ein neuer Antrag zur 
Folgeförderung im März 2013 gestellt worden. 
*** Kosten auf Grund krankheitsbedingter Ausfälle in 2012 + 2013 reduziert  
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0293/2013 
Auskunft erteilt: 
Frau Wildt 
Ruf: 
492 67 03 
E-Mail: 
WildtB@stadt-muenster.de 
Datum: 
12.06.2013 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/0293/2013 
 
Da im Jahr 2011 die personelle Verstärkung erst zum Ende des Jahres umgesetzt werden kon n-
te, konnten nur wenige neue Projekte aus dem Handlungskonzept in Angriff genommen werden, 
wobei die offenen Haushaltsmittel in das Jahr 2012 übertragen worden sind. Der Aufbau und die 
Umsetzung der bestehenden Projekte (wie z.B. Schulprojekt, Allianz f. Klimaschutz, Münster 
packts! etc.) haben alle personellen Kapazitäten gebunden. Im Jahr 2013 ist der Ansatz im Ra h-
men der Haushaltskonsolidierung von 405.000,- Euro um 140.000,- Euro reduziert worden sowie 
20.000,- Euro sind für die Umsetzung der Maßnahme „Öffentlichkeitsarbeit  umweltfreundliche 
Mobilität“ in 2014 geschoben worden, so dass der neue Ansatz 245.000,- Euro beträgt.  
 
Das positive Ergebnis der bisherigen Klimaschutzarbeit in Münster spiegelt sich aber nicht nur im 
Sachstandsbericht wider, sondern auch in den Ergebni ssen der Energie - und Klimabilanz 2011 
für Münster, die mit diesem Bericht ebenfalls vorgelegt werden soll.  
 
Im Rahmen der Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes 2020 ist die Bilanzierung überarbeitet 
worden und wird nunmehr jährlich fortgeschrieben. Die detaillierte Darstellung der Ergebnisse der 
Energie- und Klimabilanz 2011 sind dem beigefügten Bericht (Anlage 2) zu entnehmen. 
 
Insgesamt kann die Entwicklung der Energie- und Klimaschutzbilanz mit einem Ergebnis von 
18% CO 2-Reduzierung bis 2011 als positiv  bewertet werden, wobei das angestrebte Klim a-
schutzziel mit einer CO2-Reduzierung von 40% bis 2020 noch weiterer intensiver Anstrengungen 
in den kommenden Jahren bedarf.  
 
In allen Sektoren ist der Trend zur Reduzierung der CO 2-Emissionen in Münster seit 1 990 er-
kennbar, der sich besonders deutlich bei den privaten Haushalten und im gewerblichen Bereich 
darstellt. Die umfangreichen Maßnahmen der aktiven Klimaschutzarbeit in Münster seit fast 20 
Jahren zeigen hier ihre Wirkung, wobei diese positive Entwicklun g natürlich durch die zune h-
menden Klimaschutzaktivitäten auf Europa -, Bundes - und Landesebene - wie im Klimaschut z-
konzept 2020 mit der Maßnahme “ Akteure plus“ beschrieben (vgl. Klimaschutzkonzept 2020, 
Kapitel 8, S.108) - forciert worden ist.  
 
0
500.000
1.000.000
1.500.000
2.000.000
2.500.000
3.000.000
1990 1995 2000 2005 2006 2009 2010 2011 Ziel
2020
Ziel 2020
Verkehr
Industrie
Gewerbe +
Sonstiges
Private
Haushalte
Münster 2012
100%
98%
90%
82%84% 84%
98% 95%

3 
V/0293/2013 
 
 
Das im Jahr 2010 vom Rat der Stadt Münster verabschiedete Handlungskonzept zur Umsetzung 
des Klimaschutzkonzeptes 2020 ist in den letzten Jahren erfolgreich umgesetzt worden, wobei 
verschiedene Maßnahmen noch verstetigt und intensiviert werden müssen, wie z.B. di e Einbin-
dung der Bürger und der Unternehmen in die Klimaschutzaktivitäten. Dies gilt aber auch für den 
Ausbau der Sanierungstätigkeit und die Verbesserung der Dämmstandards bei privaten Gebä u-
den oder die konsequente Umsetzung der verkehrsplanerischen Maßna hmen aus dem Han d-
lungskonzept.  
 
Die Berichtsvorlage soll dem Beirat für Klimaschutz in seiner Sitzung am 16.07.2013 vorgestellt 
werden und seine Stellungnahme den politischen Gremien zur Verfügung gestellt werden. 
 
 
i.V. 
 
 
gez. 
Thomas Paal 
Stadtrat 
 
 
Anlage 1: Sachstandsbericht 2013 zum Handlungskonzept zur Umsetzung des Klim a-
schutzkonzeptes 2020  
 
Anlage 2: Energie- und Klimabilanz der Stadt Münster 2011

Anlage 1 zu V/0293/2013

46684 Zeichen

Handlungskonzept zur Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes 2020  
gemäß V/0592/2010 sowie V/0592/2010/E1 vom 08.12.2010 Anlage 1 zu V/0293/2013  
Sachstandsbericht 2013   
 
  Maßnahme Beschreibung im Handlungskonzept 2020 Sach stand 2013 
Ü1 
Klimaschutzkoordination 
(Klenko) personell ausbauen  
Die Klenko war mit 2 Stellen besetzt. Bei der Vielzahl 
der Themen und Ansprüche war eine deutliche Über- 
belastung der Mitarbeiter zu verzeichnen und neue 
Projekte konnten nicht mehr in Angriff genommen wer- 
den oder bestehende nicht mehr ausgebaut werden.  
Die Klenko ist mit nunmehr personell auf 4 Personen aufge- 
stockt worden und das Arbeitsspektrum konnte entspre- 
chend dem Handlungskonzept 2020 ausgeweitet werden. 
Neue Themen wie die Klimaanpassung sollen in Zukunft 
ebenfalls angegangen werden.  
Ü2 
Klimaschutzfond zur Finanzie- 
rung eines Teils der zusätzli- 
chen Maßnahmen und Projek- 
te 
Zur Finanzierung eines Teils der zusätzlichen Maß- 
nahmen und Projekte soll ein Klimaschutzfond einge-
richtet werden. Finanzierung z.B. aus den Gewinnen 
der Stadtwerke Münster sowie möglichst ergänzend 
durch weitere Unternehmen in der Stadt Münster. 
Auf Grund der angespannten Haushaltslage ist die Umset- 
zung eines Klimaschutzfonds zurzeit nicht möglich, da der 
nötige Grundstock nicht gebildet werden kann.  
Ü3 
Klima-Check von Ratsbe- 
schlüssen 
Systematik zur durchgängigen Prüfung der Auswirkun-
gen von Ratsbeschlüssen auf Klimaschutzstrategie 
und Klimagasausstoß 
Das Projekt ist bislang noch nicht in Angriff genommen wor- 
den, da es im Rahmen der Zuständigkeitsregelung für den 
Klimaschutz eingebunden werden soll.  
Die Umsetzung eines Klimacheck für Ratsbeschlüsse sollte 
zur Erleichterung der Arbeit des Beirates für Klimaschutz 
beitragen. 
Ü4 
Münsters Allianz für Klima- 
schutz 
Aufbau eines stadtweiten Netzwerkes "Allianz für Kli- 
maschutz" mit gesellschaftlichen Akteuren aus Wirt-
schaft, Handwerk, Dienstleistung., etc. zur Entwicklung 
und Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen in den 
Bereichen.  
Im Mai 2011 wurde die Allianz für Klimaschutz gegründet. 
Gleich zu Beginn traten 40 Unternehmen der Allianz bei. Im 
zweiten Projektjahr konnte die Teilnehmerzahl auf 70 Unter- 
nehmen erhöht werden.  
Die Unternehmen, Institutionen und Verbände haben sich 
bisher in mehr als 45 Workshops und Fachveranstaltungen 
getroffen und mit Hilfe externer Experten Ideen und Projekte 
für die Einsparung von Energie in den Betrieben entwickelt. 
Der Fokus lag auf den Themenbereichen Sofortmaßnahmen 
und Mitarbeitermotivation, Energie-Controlling, Green IT, 
LED, Optimierung der Regelungstechnik, Solare Eigenstro- 
merzeugung, energieeffiziente Kältetechnik und Mobilitäts- 
management. 
Eine besondere Rolle kommt den so genannten Klima-
Paten zu. Sie definieren Ziele, treiben konkrete Projekte 
voran und repräsentieren die Allianz in der Öffentlichkeit. 
Dazu treffen sich Vertreter der Firmengruppe Brück, der 
Sahle Baubetreuungsgesellschaft mbH, der Westfälischen

Maßnahme Beschreibung im Handlungskonzept 2020 Sach stand 2013 
Provinzial Versicherung AG, der Kenersys GmbH, der 
Stadtwerke Münster GmbH und des Batterieforschungsinsti- 
tuts MEET der Universität Münster einmal jährlich mit Ober- 
bürgermeister, Verwaltungsspitze und Politik. 
Ü5 
Fortsetzung und Weiterent- 
wicklung Öffentlichkeitsarbeit 
Die guten Aktivitäten in Münster sollen beibehalten und 
weiter ergänzt werden, z.B. Energiestadtplan Münster 
ausbauen oder übergreifender Claim für Klimaschutz-
projekte 
Die Öffentlichkeitsarbeit für den Klimaschutz ist intensiviert 
und ausgebaut worden, wobei die Grundlagen in der Be- 
schlussvorlage V/0234/2011 - Fortsetzung und Weiterent- 
wicklung Öffentlichkeitsarbeit dargestellt worden sind. Ins- 
besondere sind folgende Projekte umgesetzt worden:  
1. „Münster packt´s! Der Bürgerpakt für Klimaschutz“ ist 
weiter entwickelt worden. Seit Mai 2011 wurden 6 neue 
Kooperationspartner hinzugewonnen und in 19 verschiede- 
nen Aktionen (z.B. Infostände auf der Messe Bauen und 
Wohnen; Hafenfest; Kampagne mit einer Bäckerei, Interkul- 
turelles Fest; Sommerfest Kinderhaus mit Einbindung ein- 
kommensschwacher Haushalte, …) wurden weitere 1.000  
Bürgerpakt-Teilnehmer gewonnen. Für das Jahr 2013 ist der 
Schwerpunkt auf Studierende gelegt worden.  
2. Das „Klimasparbuch“, ein Ratgeber und Gutscheinbuch 
zum Klimaschutz im Alltag, wurde in einer Auflagenhöhe 
von 10.000 Exemplaren in Münster über den Buchhandel 
verkauft oder als Präsent im Rahmen von verschiedenen 
Aktionen (auch der Stadtwerke) abgegeben. 
3. Eine eigene Seite im Internet 
www.klima.muenster.de  
wurde eingerichtet und wird regelmäßig mit aktuellen Infor- 
mationen zum Thema „Bürgerpakt für Klimaschutz“, „Allianz 
für Klimaschutz“ und „Bauen und Sanieren“ bestückt. Auch 
eine Facebook - Seite wurde eingerichtet, wobei eine positi- 
ve Verstetigung noch nicht erreicht worden ist. 
4. Viele Anregungen aus der Beschlussvorlage wurden auf- 
gegriffen, wie die Beteiligung am Veggitag, die Umsetzung 
des Solarchecks und die Beteiligung an vielen Aktionen. 
Ü6 
Energieberatung ausbauen 
und differenzieren 
Energie-/Umweltberatung der Stadt (ganztags statt 
halbtags) und der Verbraucherzentrale werden weiter 
ausgebaut  
Ein Ausbau der Energie-/Umweltberatung ist nicht umge- 
setzt worden.  
Insgesamt konnte eine halbe Personalstelle für die Energie-
/Umweltberatung auf der Grundlage des Handlungskonzep- 
tes erhalten werden.   
Ü7 
Klimaschutz und Veränderung 
der Altersstruktur der Bevölke- 
rung 
Veränderung in der Altersstruktur erfordert auch Ver- 
änderungen im baul. Bereich, z.B. altersgerechte oder 
barrierefreie Wohnungen, dabei Chancen für den Kli-
Im Rahmen des Projektes „AltbauNeu“ in Zusammenarbeit 
mit der Energieagentur NRW und anderen Städten in NRW 
wird das Thema in Zusammenhang mit der Gebäudesanie-

Maßnahme Beschreibung im Handlungskonzept 2020 Sach stand 2013 
maschutz nutzen. rung betrachtet und soll zukünftig stärker in die Beratung 
eingebracht werden. Der Zubau an altengerechten bzw. 
barrierefreien Wohnungen ist auch Teil der Überlegungen 
im Handlungskonzept Wohnen, das derzeit von der Verwal- 
tung erarbeitet wird. 
Ü8 
Klimaschutz in der Stadtpla- 
nung 
Der Leitfaden „Energiegerechte Bauleitplanung“ soll 
aktualisiert werden, insbesondere im Hinblick auf die 
Gestaltung städtebaul. Verträge, die neuen Aspekte 
der EnEV 2009, des EEWärme-Gesetzes sowie des 
Projekt „100 Klimaschutzsiedlungen in NRW". (ergän-
zend dazu: Antrag der SPD-Fraktion vom 15.9.2008: 
A-R/0047/2008) 
Die Beauftragung bzw. Bearbeitung eines Leitfadens konnte 
kapazitätsbedingt und in Priorität zu anderen konkreten 
Planungsprojekten noch nicht angegangen werden. Gleich- 
wohl kann der Sachstand inhaltlich wie folgt dargestellt wer- 
den: 
- energetischen Baukonzepten stehen, nach wie vor 
und wie seit Jahren, keinerlei öffentlich-rechtliche 
Vorschriften in Festsetzungen von Bebauungsplä- 
nen bei Neuplanungen entgegen; 
- städtebauliche Aspekte des Klimaschutzes werden 
nach wie vor frühzeitig im Planungsprozess durch 
Einspeisung der entsprechenden Aspekte in Wett- 
bewerbsverfahren berücksichtigt, auch in Verfahren 
Dritter; 
- im Rahmen von Anträgen auf Bauleitplanung und zu 
neuen städtebaulichen Konzepten wird dem ASSVW 
regelmäßig ein städtebaulicher Klima-Check als er- 
gänzende Basis seiner Entscheidung vorgelegt; die- 
ser enthält oftmals Empfehlungen der Stadtplanung, 
die vorliegenden Bebauungskonzepte energetisch 
zu optimieren (Kompaktheit, Ausrichtung, Abstände, 
Dachflächen); 
- eigene städtische städtebauliche Konzepte werden 
unter dem Focus o.g. städtebaulich wirksamer kli- 
matischer Aspekte geprüft und optimiert; 
- für Sommer 2013 ist eine Vorlage zur Energieeffi-
zienz von Gebäuden im Zusammenhang mit Fragen 
des Stadtbildes geplant, die sich i.S. einer  Handrei- 
chung an die Bürgerschaft, Investoren, Architekten 
und Planung  wendet. 
Ü9 
Bürger-/Firmen-Klimafonds  Mit einem Fonds für loka le und internationale Klima- 
schutzprojekte soll Bürgern wie auch Unternehmen in 
der Stadt Münster eine Geldanlagemöglichkeit geboten 
werden, aus der heraus konkrete Klimaschutzprojekte 
finanziert werden. 
Zusammen mit dem Verein WattFair sollte ein Bürgerfond 
entwickelt werden. Nach ersten vielversprechenden Ge- 
sprächen teilte der Verein 2012 jedoch mit, dass er keine 
Umsetzungsmöglichkeiten sieht.  
Die Stadtwerke Münster haben im Rahmen ihrer Aktivitäten

Maßnahme Beschreibung im Handlungskonzept 2020 Sach stand 2013 
Bürger-Fonds für die Umsetzung von Anlagen zur Nutzung 
Erneuerbarer Energien (Photovoltaik und Windkraft) aufge- 
legt und den Bürgern angeboten. Die Anteile waren jeweils 
in kürzester Zeit vergriffen.  
Üneu 
Beirat für Klimaschutz Einrichtung eines Beirates f ür Klimaschutz ist be- 
schlossen worden. 
Mit Ratsbeschluss vom 21.09.2011 wurde der Beirat für 
Klimaschutz (V/0358/2011) eingerichtet und die Mitglieder 
berufen. Der Beirat tagt viermal jährlich.  
Üneu 
Klimaschutzkonzept Landwirt- 
schaft und Ernährung 
Die Verwaltung soll die Produktion klimaschädlicher 
Gase durch die landwirtschaftl. Tierhaltung im Stadt- 
gebiet abschätzen und prüfen, ob weitere Umweltda- 
ten für Landwirtschaft und Ernährung abgebildet wer- 
den können 
Um die Emissionen aus dem Sektor Landwirtschaft zu ermit- 
teln, wurde eine quantitative Bilanz der Emissionen von 
Treibhausgasen im Herbst 2012 in Auftrag gegeben. Neben 
einer aktuellen Bilanzierung für das Jahr 2011 sollten auch 
rückwirkende Bilanzen durchgeführt werden und ein 
fortschreibbares Bilanzierungstool auf Excel-Basis, mit dem 
zukünftig die Bilanzierung durch die Stadt erfolgen kann, 
erstellt werden. Die Ergebnisse werden Mitte 2013 vorlie- 
gen. 
Üneu 
Heizstrahler verbot Außengast- 
ronomie 
Außengastronomieflächen sollen nur noch unter der 
Bedingung des Verzichtes von Heizpilzen, Infrarot- 
strahlern usw. genehmigt werden. Auch bei bereits 
bestehenden Verträgen werden die Betreiber um eine 
Selbstverpflichtung gebeten 
Mit dem Handlungskonzept 2020 wurde der Verzicht von 
Heizpilzen, Infrarotstrahlern, usw. beschlossen 
(V/0592/2010  + V/0592/2010/E1). Bei der Genehmigung 
von Außengastronomieflächen auf öffentlichen Flächen wird 
der Beschluss konsequent umgesetzt.  
Bei den wenigen städtischen Privatflächen wird der Ratsbe- 
schluss bei Neuvermietungen ebenfalls seit 2011 umge- 
setzt. Bei bestehenden Verträgen gilt die Genehmigung zum 
Aufstellen von Tischen und Stühlen überwiegend nicht in 
den Wintermonaten und / oder Heizpilze o.ä. werden nicht 
verwendet. Bei 2 Vertragsverhältnissen bestehen langfristi- 
ge Bindungen, die zur Zeit nicht kündbar sind. Eine Selbst- 
verpflichtung wurde von den betroffenen Pächtern abge- 
lehnt. Bei einem Neuabschluss sollen die Verträge entspre- 
chend angepasst werden. 
B1 
Gütesiegel Gebäudesanierung Entwicklung eines Gütes iegels Gebäudesanierung ist 
im Rahmen der Workshops für das Klimaschutzkon- 
zeptes als ein sehr wichtiges Instrument der Altbausa- 
nierung gesehen worden. 
Das seit 1997 bestehende Gütesiegel für vorbildlich sanierte 
Altbauten ist in 2012 novelliert und in zwei Varianten (Stan- 
dard und Premium) an die aktuellen Anforderungen der 
Energieeinsparverordnung breitenwirksam angepasst wor- 
den. 
Jährlich wiederkehrend können sich nunmehr Gebäudeei- 
gentümer mit dem nach der Sanierung ausgestellten Ener- 
gieausweis für das Gebäudegütesiegel der Stadt Münster 
bis Anfang September bewerben. In 2012 sind 55 Gebäu-

Maßnahme Beschreibung im Handlungskonzept 2020 Sach stand 2013 
degütesiegel vergeben worden. 
B2 
Förderprogramm „Energieein- 
sparung und Altbausanierung“ 
Förderprogramm soll fortgeführt werden. Wichtig ist ein 
hohes Budget, um Breitenwirkungen zu erzielen. Zu- 
dem Weiterentwicklung z.B. Konzentration auf Außen-
wanddämmung, Innendämmungsqualität, Passivhaus- 
elemente, Hemmnis Denkmalschutz, Dachintegration 
von Solaranlagen  
Mit Ratsbeschluss zum Handlungskonzept 2020 
(V/0592/2010 + V/0592/2010/E1) ist die Fortführung des 
Förderprogrammes mit einem Haushaltsvolumen von 
350.000 Euro pro Jahr beschlossen worden.   
Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung 2012 wurden die 
Mittel für die Jahre 2013 bis 2017 auf jeweils 250.000 Euro 
reduziert. 
B3 
Konjunkturprogramm Klima- 
schutz – 100 Gebäude-
Sanierungsprogramm 
Ergänzend zum Förderprogramm Altbausanierung soll 
ein „Konjunkturprogramm Klimaschutz“ für 100 Ge- 
bäude, die vorbildlich und begleitet von Öffentlichkeits- 
arbeit optimal energetisch saniert werden, aufgelegt 
werden. 
Die Maßnahmen „Konjunkturprogramm Klimaschutz – 100 
Gebäude-Sanierungsprogramm“ beschränkt sich auf das 
öffentlichkeitswirksame Aufzeigen von Sanierungen sowohl 
in energetischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht, was 
einen wichtigen Impuls für die Bürger zur Initiierung weiterer 
Maßnahmen in der Stadt darstellt. Nach Erarbeitung eines 
entsprechenden Öffentlichkeitskonzeptes konnten bislang 
zwei Bauvorhaben öffentlichkeitswirksam begleitet werden, 
die mit jeweils vier Vor-Ort-Terminen von den Bürgern sehr 
gut angenommen wurden.  
Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung 2012 wurden die 
Mittel in Höhe von 30.000 Euro gestrichen. In diesem Jahr 
ist die einfache Begleitung von zwei weiteren Bauvorhaben 
mit vorhandenen Mittel geplant. 
B4 
Arbeitskreis Mieter/Vermieter Der Konflikt zwischen Mieter und Vermieter im Rah- 
men der Altbausanierung und Energieeinsparung ist  
dauerhaft und könnte durch einen gezielten Projektan- 
satz deutlich verbessert werden, um auch so weitere 
Energieeinsparungen zu realisieren. 
Das Projekt ist bislang noch nicht in Angriff genommen wor- 
den. Es sollte im Rahmen der Allianz für Klimaschutz aufge- 
nommen werden, wurde von den beteiligten Unternehmen 
bislang aber noch nicht ausgewählt. 
B5+6 
Technikimpulse „Bauen“ sowie 
Öffentlichkeitsarbeit Bauen: 
Neue Bausteine 
Für einen Zeitraum von 2 -3 Jahren sollte jeweils ein 
bestimmter technischer Schwerpunkt, wie z.B. hydraul. 
Abgleich von Heizungen, Wärmepumpe, Lüftungsan- 
lagen und Klimatisierung, kooperativ vorangebracht 
werden. Eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit kann hier 
zur Intensivierung der Sanierungstätigkeit führen und 
dabei  eine deutliche Wirkung auf die lokale Wirtschaft 
haben. 
Im Jahr 2011/12 wurde das Thema „Die richtige Heizung für 
mein Haus“ in den Vordergrund gestellt. Dazu wurde die 
erforderlichen Materialien wie Flyer, Broschüre, Plakat, etc. 
erarbeitet und im Herbst 2012 eine Themenkampagne mit 
Ausstellung, Vorträgen und Beratungstagen im Cityshop 
und in den Stadteilen angeboten. Ergänzend wurde das 
Thema „Münsters Energiesparhaus“ öffentlichkeitswirksam 
aufbereitet und in die Beratungsinitiative eingebunden.  
In 2013 soll das Schwerpunktthema Lüftungsanlagen in 
Wohngebäuden umgesetzt werden.  
B7 
Energie und Denkmalschutz Aufbauend auf die erarbeiteten Materialien wird ein 
Vermittlungs- und Beratungsschwerpunkt zu diesem 
Im Dezember 2012 ist das Hearing „Stadt und Klima“ zum 
Thema Altbausanierung mit unterschiedlichen Sanierungs-

Maßnahme Beschreibung im Handlungskonzept 2020 Sach stand 2013 
Themenfeld durch spez. Beratung und Öffentlichkeits- 
arbeit angeboten. 
möglichkeiten durchgeführt worden, um aufzuzeigen, dass 
Sanierungen nicht zwingend eine Veränderung der Fassade 
beinhalten müssen. Im Hearing wurde auch das Thema 
erhaltenswerter oder denkmalgeschützter Gebäude ange- 
sprochen. 
B8 
Passivhausstandard in städt. 
Grundstücken  
Der bisherige Niedrigenergiehausstandard, der durch 
die EnEV 2009 erreicht worden ist, sollte mit dem Ziel 
des anspruchsvolleren Passivhausstandards schritt- 
weise fortgeschrieben werden. Trotz geringer Neubau- 
tätigkeit sollte Münster seiner Vorreiterrolle weiterhin 
gerecht werden. 
Mit Ratsbeschluss vom 14.12.2011 (V/0675/2011 sowie 
V/0675/2011/E1) ist das sogenannte „Energiesparhaus 
Münster“ mit einer Unterschreitung des Transmissionswär- 
meverlustes von -35 % gegenüber der Energieeinsparver- 
ordnung (EnEV) 2009 eingeführt worden. Eine von der Ver- 
waltung vorgeschlagene Weiterentwicklung ab 2014 in Rich- 
tung Passivhausstandard wurde nicht beschlossen. Ein 
Hearing zur Vorbereitung der Einführung eines Passivhaus- 
standards wurde im Frühjahr 2012 durchgeführt. Mit dem 
Ergebnis, dass die Novellierung der EnEV abgewartet wer- 
den sollte und diese die Grundlage der Anpassung in An- 
lehnung an das Passivhaus bilden soll.  
B9 
Passivhausstandard bei Neu- 
bau städtischer Gebäude 
Einführung eines Passivhausstandards für städtische 
Neubauten, z.B. Frankfurter Modell prüfen (Wirtschaft- 
lichkeitsprüfung: Nachweis, dass Passivhaus nicht 
wirtschaftlich ist) oder Aachener Modell mit 20 
kWh/m2*a ansetzen.  
Die Einführung der Gebäudeleitlinien der Stadt Münster  
wurde nach ausführlicher politischer Diskussion am 
21.03.2012 beschlossen. Für städtische Neubauten gilt 
damit ein „nahezu Passivhausstandard“ nach dem Vorbild 
der Stadt Aachen. Auch für die Sanierung von Bestands- 
bauten wurden bauteilbezogene Grenzwerte festgelegt, die 
die gesetzlichen Vorgaben erheblich unterschreiten. 
B10 
Energetische Zielwertfestle- 
gung bei Sanierung städt. Ge- 
bäude 
Ausarbeitung wirkungsvoller Zielwerte für Strom, 
Wärme und Wasser nach Gebäudetypen sowie Dar- 
stellung der Aufgaben und Zuständigkeiten (Leitlinien) 
für das Energiemanagement (vgl. Dt. Städtetag). 
Für den Bereich Wärme wurden in den Gebäudeleitlinien 
der Stadt Münster Zielwerte für den Gebäudebestand defi- 
niert. Für Strom und Wasser sind bisher keine Zielwerte 
formuliert worden. Dieses ist kaum möglich, da sowohl der 
Wasser- als auch der Stromverbrauch hauptsächlich von 
der Nutzung abhängig sind. Die bauliche Ausstattung spielt 
hier eine geringere Rolle als im Bereich Wärme, hier sind 
Benchmarks bereits jahrelang in der Anwendung. 
B11 
Wiedereinführung des Ener- 
giespar-Intractings 
Aufbau eines Programms für rentable Intractingprojek- 
te für die Jahre 2012 bis 2016 (150.000 € pro Jahr)  
Das Programm wird umgesetzt. Der Schwerpunkt der Inves- 
titionen lag im Bereich der Gebäudeautomation. Im Jahr 
2012 wurden 139.000,-€ für 8 Projekte verausgabt. Alle 
Maßnahmen sind wirtschaftlich und führen zu Kapitalrück- 
flusszeiten von unter 10 Jahren. 
Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung 2012 wurden die 
Mittel für die Jahre 2013 und 2014 auf jeweils 90.000 Euro 
und für das Jahr 2015 auf 115.000 Euro reduziert.

Maßnahme Beschreibung im Handlungskonzept 2020 Sach stand 2013 
B12 
Erhöhung des Personaleinsat- 
zes beim Energiemanagement 
Die zusätzlichen Kosten für personelle Ressourcen 
können zu Energiekosteneinsparungen führen, die 5- 
bis 8-fach höher liegen und damit im Netto-Effekt den 
städtischen Haushalt entlasten. 
Die beschlossene Personalaufstockung für das Energiema- 
nagement konnte nicht umgesetzt werden. Eine Besetzung 
aus vorhandenem Personalbestand des Amtes 23 ist nicht 
umsetzbar, da die Vielzahl zusätzlicher Aufgaben im Amt 23 
(U3-Ausbau, Dichtigkeitsprüfung, elektrische Betriebsmittel, 
Trinkwasserhygiene, etc.) keinerlei personellen Spielraum 
zur Aufstockung des Energiemanagements zu lassen. 
B13  
Konzepte zur Strom- 
verbrauchsminderung in städt. 
Gebäuden 
Erarbeitung von Stromsparkonzepten für typische An-
wendungsfelder (z.B. der Optimierung von PC-
Netzwerken in Schulen, Beleuchtung, Pumpen und 
Lüftung) und durch externe Beratung  ergänzen. 
Projekt konnte aus Personalgründen nur ansatzweise be- 
gonnen werden. Es wurden Untersuchungen zur Wirtschaft- 
lichkeit von Beleuchtungssystemen durchgeführt. Auch bei 
externer Vergabe bleibt ein erheblicher Personalaufwand 
zur Betreuung der mit dem heutigen Personal nicht zu leis- 
ten ist. 
Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung 2012 wurden die 
Mittel ab 2013 eingespart.  
B14 
Anreizsystem Stromsparen in 
Münster (ehemals: Stromspar- 
prämien) 
Die Stadtwerke Münster erarbeiten ein Konzept, wie 
unabhängig von einer Stromsparprämie bestehende 
Anreize für energiesparendes Verhalten durch einen 
Boni geben werden könnten. 
Der Themenkomplex wurde seitens der Stadtwerke Münster 
GmbH im Rahmen einer Bachelor-Arbeit beleuchtet. Hierbei 
werden verschiedenste Aktivitäten von Energieversorgern 
analysiert und auf ihre Anwendbarkeit für die Stadtwerke 
Münster GmbH bewertet. 
Im Laufe des Jahres wird die Stadtwerke Münster GmbH 
eine Energiesparkampagne umsetzen, wobei unter Einbin- 
dung der unterschiedlichsten Kommunikationskanäle der 
Ansatz verfolgt wird, die Anreize zum Energiesparen für die 
Münsteraner Bürger zu verstärken. Die Ergebnisse der Ba- 
chelor-Arbeit fließen in die Kampagne ein. 
B15 
Informative Stromrechnung  Die Stadtwerke arbeiten seit Jahren an einer Optimie- 
rung der Stromrechnungen, um den Informationsgehalt 
und die Verständlichkeit der Rechnungen  zu verbes-
sern. Der Smart Meter als eine weitere Informations- 
quelle für den energiebewussten Kunden sowie Tarif-
modelle mit kürzeren Abrechnungsintervallen werden 
interessierten Kunden zukünftig noch mehr Informatio- 
nen zur Verfügung stellen können. 
Gemäß § 40 des Energiewirtschaftsgesetztes (EnWG) sind 
Energieversorger verpflichtet „bei Haushaltskunden unter 
Verwendung von Grafiken darzustellen, wie sich der eigene 
Jahresverbrauch zu dem Jahresverbrauch von Vergleichs- 
gruppen verhält“. Diese Anforderung ist bei den Stadtwer- 
ken Münster umgesetzt. Die Auseinandersetzung der Kun- 
den mit den dargestellten Werten wird durch das Angebot 
einer kostenlosen Energieeinsparberatung im City Shop der 
Stadtwerke unterstützt. 
Das bestehende Smart-Meter Produkt münster:Transparenz 
ist durch die Einführung der Produktoption Smart Web er- 
setzt worden. Dabei kann unabhängig vom gewählten Tarif, 
auf Basis eines Smart Meters eine Stromvisualisierung mit- 
tels Internet und Smart Phone erfolgen.

Maßnahme Beschreibung im Handlungskonzept 2020 Sach stand 2013 
G1 
Energie-Coaching für KMU 
und deren Fachplaner 
Aufbau eines Pools von Energie-Beratern, die kosten- 
pflichtig für KMU als Spezialisten für Energieeffizienz 
arbeiten und diese beraten.  
Eine Startberatung „Energieeffizienz für Unternehmen“, die 
mit einen Zeitrahmen von ca. zwei Stunden vor Ort durch 
externe Fachingenieure durchgeführt wird, ist entwickelt und 
umgesetzt worden. Zielsetzung war es, kleine und mittel- 
ständische Unternehmen für das Thema Energieeffizienz 
und Klimaschutz zu sensibilisieren sowie Sparpotenziale 
und Lösungsansätze aufzuzeigen. Als Pilotprojekt wurde 
allen 27 Betrieben des Gewerbegebietes „Zum Kaiserbusch“ 
die Teilnahme angeboten. 12 Betriebe haben das Angebot 
angenommen. In der zweiten nun folgenden Stufe werden 
die beratenen Unternehmen noch mal angesprochen und 
der Umsetzungsstand nachgefragt sowie ggf. Hilfestellung 
bei der Umsetzung angeboten. In 2013 sollen in den Start- 
beratungen Empfehlungen für ein mögliches Energiecontrol- 
ling (G3) einfließen. Eine Auszeichnung der Betriebe mit 
einem Siegel/Label ist ebenfalls in Planung. 
G2/ Ü4 
Netzwerke für Erfahrungsaus- 
tausch im Sektor GHD  
Erfahrungsaustausch zwischen GHD-Unternehmen zu 
Themen wie Technische Anlagen (z.B. Beleuchtung, 
Kühlung/ Klimatisierung), Mitarbeitermotivation, Fuhr- 
park, etc.. Möglicher Bestandteil der geplanten „ Müns- 
ters Allianz für Klimaschutz. 
Das Projekt ist in "Münsters Allianz für Klimaschutz" integ- 
riert worden. Es sollten keine weiteren neuen Netzwerke 
oder Foren für Erfahrungsaustausche zusätzlich eingeführt 
werden, sondern das 2011 gegründete Netzwerk „Münsters 
Allianz für Klimaschutz“ ausgebaut werden. 
G3 
Energiecontrolling für KMU Entwicklung eines Qualit ätsmanagementsystems zum 
Aufbau eines einfachen Energiemanagements in KMU  
Eine Recherche zu den am Markt erhältlichen Energiecont- 
rolling-Systemen für KMU wurde durchgeführt, wobei kein 
einfaches System zur Verfügung steht. Die Systeme haben 
alle einen hohen Arbeitsaufwand, der von den kleinen Un- 
ternehmen nicht geleistet werden kann. Für die kontinuierli- 
che Erfassung und Auswertung der Stromverbrauchsdaten 
kleiner Betriebe ist der Einsatz eines Smart-Meter-Zählers 
mit entsprechender Dienstleistung die einfachste Lösung. 
Hier wird der Status Quo der Einsatzmöglichkeit durch die 
Stadtwerke Münster GmbH geprüft. Die Ergebnisse fließen 
in die „Initialberatung Energieeffizienz“ (G1) ein. 
G4 
energet. Optimierung schwer 
vermietbarer Büroimmobilien 
Ziel der Maßnahme ist die Verringerung des Energie-
verbrauchs der Immobilien bei Wiedervermietung um 
20-40% durch eine Analyse des betroffenen Bestan- 
des an Gewerbeimmobilien und die Entwicklung eines 
entsprechenden Energieberatungsangebotes. 
Da es sich quantitativ um nicht so viele Gebäude handelt 
und somit die Auswirkungen auf den CO 
2-Ausstoß eher 
gering sind, ist die Maßnahme als eingeschränkt bedeutsam 
und nicht prioritär eingestuft worden.

Maßnahme Beschreibung im Handlungskonzept 2020 Sach stand 2013 
G5  
Themenspezifische Kampag- 
nen 
Entwicklung und Durchführung von Kampagnen für 
verschiedene Branchen zur Energieeffizienz wie z.B. 
Optimierung der Beleuchtung,  Kühlung, Green IT, 
KWK, etc. 
Im Rahmen von „Münsters Allianz für Klimaschutz - das 
Netzwerk für Unternehmen“ wurden in den letzten beiden 
Jahren die Themen LED-Beleuchtung, Green-IT und die 
Installation von Photovoltaik-Anlage intensiv behandelt und 
durch Informationsveranstaltungen, Exkursionen und Mate- 
rialen begleitet.  
Schwerpunkt in diesem Jahr wird der Einsatz von Energie- 
monitoring  und –managementsystemen sein. 
G6 
„Energieeffizienz durch Nut- 
zermotivation“ 
Aufbau eines Kompetenzzentrums „Energieeffizienz 
durch Nutzermotivation“ als Servicestelle für Unter- 
nehmen aus dem Sektor GHD. Entwicklung von Um- 
setzungskonzepten mit Materialien und Bereitstellung 
eines Beratungsangebotes für die Firmen. 
Das Thema ist in „Münsters Allianz für Klimaschutz - das 
Netzwerk für Unternehmen“ eingebunden worden und als 
Schwerpunktthema „Mitarbeitermotivation“ in der Umset- 
zung. 
G7  
Förderprogramm „Energieeffi- 
zienzmaßnahmen im Sektor 
GHD“ 
Entwicklung eines Förderprogramms mit kleinen finan- 
ziellen Zuschüssen für Unternehmen. Das Programm 
soll dabei als Anreizsystem funktionieren und der Brei- 
tenförderung kleinerer Maßnahmen dienen (G1, G5, 
G6). Finanzierung ggf. in Kooperation mit Herstellern 
von Effizienzprodukten. 
Die Förderung von kleineren vorbildlichen Klimaschutzmaß- 
nahmen in kleinen und mittleren Unternehmen gestaltet sich 
schwierig, da die Investitionen in den Unternehmen in die- 
sem Sektor sehr zögerlich sind. In 2012 konnte ein Projekt 
zur Installation von LED-Beleuchtung gefördert werden, 
wobei im März 2013 die Nachricht kam, dass das Unter- 
nehmen die Maßnahme nicht umsetzen wird.  
Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung 2012 wurden die 
Haushaltsmittel um 50% gekürzt.  
E1 
Ausbau der Fernwärme in der 
Fläche 
Ausbau des bestehenden FW-Netzes im Umfeld vor- 
handener Fernwärmetrassen durch die Stadtwerke. 
Unterstützend soll ein Öko-Image für die Fernwärme 
aufgebaut werden, d.h. Verbesserung und Aufwertung 
des Image der Fernwärmeversorgung im Sinne eines 
ökologisch wertvollen Produktes wie z.B. Ökostrom. 
In Zusammenarbeit mit der Stadtwerke Münster GmbH ist in 
2012 die Imagekampagne für die Fernwärme in Münster 
ausgearbeitet und gestartet worden. Im Rahmen der Haus- 
haltskonsolidierung 2012 wurden die städtischen Haus- 
haltsmittel für die Kampagne eingespart und die Stadtwerke 
Münster führen die Kampagne in den kommenden Jahren 
eigenständig fort. 
E2 
Ausbau Kraft-Wärme-
Kopplung (KWK) im Heizkraft- 
werk Uni 
Stadtwerke nehmen sich des Themas an und erarbei- 
ten mit der Uni ein Konzept. Der aktuelle Vertrag l äuft 
noch bis Oktober 2012. 
Nachdem die Prüfung zum Bau einer dritten Gasturbinenli- 
nie (GT) am Standort des Gas- und Dampfturbinen – Heiz- 
kraftwerkes (GuD-Anlage) am Hafen ergeben hat, dass ein 
wirtschaftlicher Betrieb einer dritten GT unter den derzeiti- 
gen bzw. mittelfristig zu erwartenden Rahmenbedingungen 
nicht möglich erscheint, verfolgen die Stadtwerke Münster 
das KWK-Ausbauziel durch die Projektierung von Groß-
BHKWs, die in das Fernwärmenetz eingebunden werden 
sollen. Durch große BHKWs in der Netzperipherie, die mit 
Wärmespeichern kombiniert werden, wird der Erzeugungs-

Maßnahme Beschreibung im Handlungskonzept 2020 Sach stand 2013 
anteil der in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugten Fernwärme 
weiter gesteigert werden. Darüber hinaus kann durch die 
dezentrale Fernwärmeeinspeisung hydraulischen Engpäs- 
sen im Fernwärmenetz begegnet werden. 
 
Die Stadtwerke haben ihr Konzept der Universität vorgestellt 
und befinden sich mit der Uni im Gespräch über diesbezüg- 
lich mögliche Standortkooperationen. 
Die laufende Kooperation in der Fernwärmeerzeugung wird 
über das Auslaufen der Lieferverträge im Oktober 2012 zzt. 
dergestalt fortgesetzt, dass der Uni KWK-Grundlastwärme 
im Rahmen der verfügbaren Kapazitäten aus der GuD-
Anlage zu günstigen Konditionen zur Verfügung gestellt 
wird, so dass der Einsatz der eigenen Gas-Kessel am Or- 
léansring entsprechend zurück gefahren werden kann. 
E3 
Ausbau dezentrale Kraft-
Wärme-Kopplung (KWK) 
Die Stadtwerke wollen den Block-Heizkraftwerk-
Ausbau (BHKW) über den Ansatz des Gutachten aus- 
bauen und planen einen jährlichen Zuwachs von rd. 
300 kW(el), was deutlich über dem Ansatz der Gutach- 
ter von 150 kW(el) liegt. 
Der Ausbau der dezentralen Kraft-Wärme-Kopplung wurde 
durch den Bau weiterer BHKWs der unteren und mittleren 
Leistungsklasse kontinuierlich fortgesetzt. So konnten im 
Jahr 2011 rd. 375 kW und im Jahr 2012 rd. 580 kW zusätzli- 
che elektrische Erzeugungsleistung durch Sanierungs- und 
Neubaumaßnahmen von Blockheizkraftwerken zur Objekt- 
versorgung installiert werden. Damit lagen die beiden ver- 
gangenen Jahre deutlich oberhalb der selbst gesetzten 
Zielmarke von rd. 300 kW pro Jahr. Zukünftig werden jedoch 
große Stromverbraucher BHKW´s im jetzigen regulatori- 
schen Rahmen vermehrt selbst errichten, so dass die Per- 
spektive der Stadtwerke eher auf Klein-BHKW´s und in Zu- 
sammenarbeit mit der Stadt auf kleinere Nahwärmenetze 
zur Objektversorgung gerichtet ist. 
E4 
Ausbau landwirtschaftliche 
Biogasnutzung 
Ausbau der Biogaserzeugung in landwirtschaftlichen 
Betrieben möglichst mit anfallender Gülle und nur zum 
Teil zusätzlich angebauten Energiepflanzen. Dabei 
könnte die Biogasanlage  das Biogas über eine Gaslei- 
tung zum Ort des Wärmeverbrauchs liefern (Biogassa-
telliten-BHKW). Ziel ist die Verbesserung der Wärme- 
erzeugung und nicht die Ausweitung der Anbauflächen 
für Energiepflanzen. 
In Münster gibt es 8 betriebsbereite Biogasanlagen sowie 2 
Biogasatelliten-BHKW, die zusammen rund 29 Mio. kWh 
elektrisch sowie 24 Mio. kWh thermisch erzeugen und eine 
Leistung von rund 3,4 MW aufweisen. Nach einem Bau-
boom bis zum Jahr 2011 ist u.a. durch die hohen Substrat- 
preise sowie die verschlechterten Bedingungen des Erneu- 
erbare Energien Gesetzes (EEG 2012) eine verminderte 
Nachfrage nach Biogasanlagen zu verzeichnen. Die im 
Handlungskonzept 2020 anvisierten 4 MW sind jedoch 
durch die bestehenden Anlagen sowie eine genehmigte, 
noch nicht fertig gestellte Anlage, annähernd erreicht.

Maßnahme Beschreibung im Handlungskonzept 2020 Sach stand 2013 
E5 
Biogaserzeugung aus Grün- 
schnitt 
Eine energetische Nutzung eines Großteils des Grün-
schnitts der AWM könnte durch eine Vorschaltung 
einer Vergärungsstufe vor die Kompostierung erfolgen. 
Aufbereitung des Biogases zu Erdgasqualität und Ein- 
speisung in das Erdgasnetz der Stadtwerke, damit 
sowohl das Strom- als auch das Wärmepotenzial ge- 
nutzt werden kann. Dies wäre nur wirtschaftlich, wenn 
eine elekt. Leistung von 500 kW bis 1 MW erzielt wird. 
Bislang keine wirtschaftliche Nutzung des Potenziales mög- 
lich bzw. absehbar. 
E6 
Gestaltungs- und Integrations- 
förderung für Solarthermie und 
Fotovoltaik  
Gute gestaltete Solaranlagen sollten über ein Förder- 
programm mit einem Investitionszuschuss unterstützt 
werden, um technische Lösungen für architektonisch 
gut integrierte Anlagen voranzubringen.  
 Maßnahme erst ab 2016 wirksam 
E7 
Umfeld Solarenergie unterstüt- 
zen 
Solaranlagen sollten in der öffentlichen Wahrnehmung 
gestärkt werden, z.B. durch weitere Referenzobjekte 
mit Wirtschaftspartnern aus der Wohnungswirtschaft 
oder Hotelgewerbe, Förderung noch mehr bewerben, 
Präsentationen in Vereinen, „Rundum-Sorglos-Pakete“ 
für Hausbesitzer, etc. 
Um das Thema Solarenergie öffentlichkeitswirksam zu be- 
werben, wurde neben den seit Jahren stattfindenden Aktio- 
nen und Beratungen ein Flyer erstellt, der den städtischen 
Solarcheck bewirbt und weitere Informationen zur Nutzung 
von Photovoltaikanlagen liefert. Der internetbasierte Solar- 
check ist unter 
www.klima.muenster.de  eingestellt und ist 
von den Bürgern gut angenommen worden.  
Die in Münster installierte Leistung der Fotovoltaikanlagen 
konnte von 2010 mit 9.797 kWp bis 2012 mit 31.600 kWp 
mehr als verdreifacht werden. Dies zeigt, dass unterstützt 
durch den Bundestrend die vielfältigen Aktionen zum Aus- 
bau der Solarstromnutzung in Münster sehr erfolgreich ge- 
wesen sind.  
E8 
Windkraftnutzung Die Planungen für die Ausweisung n euer Windkraftvor- 
rangflächen laufen bereits seit Herbst 2010 in Zusam- 
menarbeit mit den Stadtwerken, Amt 61 und Amt 67. 
Die Flächen sollen möglichst in den neuen Regional-
plan aufgenommen werden. 
Am 12.12.2012 hat der Rat der Stadt Münster das "Gesamt- 
städtisches Konzept zur Ermittlung von Flächenpotenzialen 
zur Errichtung von Windenergieanlagen (WEA) und zur 
Darstellung entsprechender Konzentrationszonen für WEA 
im Flächennutzungsplan der Stadt Münster" (Vorlagen 
V/0247/2012 und V/0247/2012/1) einstimmig beschlossen 
und damit den Aufstellungsbeschluss für das entsprechende 
FNP-Änderungsverfahren erteilt.  
E9 
Beteiligung an Solaranlagen 
unterstützen 
Akquisition von großen, publikumsnahen Dachflächen 
bei Industrie und Gewerbe, Aufbau einer „Tauschbör-
se“ für Investoren und Anbieter von Dachflächen, Ent- 
wicklung von unterschiedlichen Betreibermodellen, 
Kampagne zur Einwerbung von Beteiligungen, Servi- 
ceplattform für Planer und Architekten, etc.  
Auf städtischen Dachflächen sind insgesamt 41 Anlagen mit 
fast 1.500 kWp erreichtet worden. Die Stadtwerke Münster 
GmbH hat dabei einen großen Beitrag geleistet. Sowohl auf 
städtischen Schulen als auch auf anderen großen privaten 
Gebäuden betreiben die Stadtwerke mehr als 50 Anlagen 
mit einer Leistung von rund 3.740 kWp. Das Potenzial an

Maßnahme Beschreibung im Handlungskonzept 2020 Sach stand 2013 
Dachflächen ist in der Stadt Münster größtenteils erschlos- 
sen.  
Vneu 
umfassendes Konzept für eine 
Klima schonende Verkehrs- 
entwicklung, für Klimaschutz in 
der räumlichen Stadtentwick- 
lung und im Städtebau 
Die Verwaltung wird beauftragt, ein umfassendes Kon - 
zept für eine Klima schonende Verkehrsentwicklung, 
für Klimaschutz in der räumlichen Stadtentwicklung 
und im Städtebau vorzulegen: 
Dabei sind für das Jahr 2020 folgende Ziele zu be- 
rücksichtigen: 
- Die Anteile der umweltfreundlichen Verkehrsmit- 
tel im Stadtverkehr und der öffentlichen Ver- 
kehrsmittel im regionalen Verkehr sollen deutlich 
gesteigert werden, 
- das weitere Wachstum der Siedlungsflächen im 
Stadtgebiet soll gestoppt und durch Innenent- 
wicklung, durch Flächenrecycling und durch städ- 
tebauliche Verdichtung in den Siedlungskernen 
kompensiert werden, 
- die Inanspruchnahme von Freiraum, insbesonde- 
re von land- und forstwirtschaftlichen Flächen für 
die Siedlungsentwicklung, soll beendet werden, 
- Städtebauliche Planungen und Vorhaben sind 
grundsätzlich auf die Ziele der Energieeinspa- 
rung, der Energieeffizienz und der Nutzung Er- 
neuerbarer Energien auszurichten. 
Die bislang im Klimaschutzkonzept 2020 vorgesehe- 
nen Maßnahmen in den Bereichen Verkehr (V1– V12) 
sowie Stadtentwicklung/Städtebau (Ü8) werden in 
dieses Konzept integriert. 
Die Verwaltung arbeitet kontinuierlich im Bereich der Ge- 
samtverkehrsplanung. So wird aktuell der 3. Nahverkehrs- 
plan der Stadt Münster als Teil des Gesamtprojektes „Mobi- 
lität Münster 2025“ (ehemals „VEP Münster 2025“) erstellt. 
Im Dezember 2012 wurden die zukünftigen Bedienungs- 
und Beförderungsqualitäten des ÖPNV in Münster be- 
schlossen (V/0791/2012/1 „Dritter Nahverkehrsplan Stadt 
Münster – Rahmenvorgaben“). Mit dieser Vorlage wurde 
gleichzeitig das Ziel formuliert, den Anteil des ÖPNV am 
innerstädtischen Verkehr auf 15 Prozent zu steigern. 
 
Es ist geplant den Entwurf „Dritter Nahverkehrsplan Stadt 
Münster“ noch in 2013 der Politik vorzulegen. 
V1 
Klimaschutz als zentrale Ziel- 
stellung im Verkehrsent- 
wicklungs-plan 2025 
Zur Ausrichtung der zukünftigen Klima schonenden 
Verkehrsplanungen sollte der Klimaschutzaspekt in 
den VEP Münster 2025 aufgenommen werden und 
durch ein Monitoring die Verkehrsentwicklung mittel s 
regelmäßig aktualisierter Nachhaltigkeits- bzw. Kli ma- 
schutzindikatoren überprüft werden. 
kein neuer Sachstand

Maßnahme Beschreibung im Handlungskonzept 2020 Sach stand 2013 
V2 
Aufbau und Fortführung einer 
kontinuierlichen regionalen 
Verkehrsplanung 
Zur Optimierung der Regionalverkehre sollte eine ge - 
meinsame regionale Verkehrsplanung im Rahmen 
einer kommunalen Partnerschaft aufgebaut werden.  
Das Thema wird im Rahmen des VEP Münster 2025 
systematisch mit dem Zielhorizont 2050 aufbereitet.  
Inwieweit sich daraus konkrete Ansätze zur Verände-
rung des Regionalverkehrs ableiten lassen, bleibt a b- 
zuwarten. 
Das Thema wird im Rahmen des Projektes „Mobilität Müns- 
ter 2025“ systematisch mit dem Zielhorizont 2050 aufberei- 
tet. Inwieweit sich daraus konkrete Ansätze zur Verände- 
rung des Regionalverkehrs ableiten lassen, bleibt abzuwar- 
ten. Eine bestehende Kooperation ist schon heute der Ar- 
beitskreis Verkehrsplanung beim ZVM, der sich allerdings 
bislang ausschließlich mit den Belangen des SPNV befasst. 
Darüber hinaus werden Belange des regionalen ÖPNV zu- 
nehmend zwischen der Region und der Stadt Münster erör- 
tert und abgestimmt. Der Dritte Nahverkehrsplan Stadt 
Münster wird auch hierzu Aussagen treffen. 
 
Seit einiger Zeit wird das Thema Verkehr auch unterstüt- 
zend in der Stadtregion mit dem Schwerpunkt Radverkehr 
diskutiert. 
V3 
Betriebliches Mobilitätsmana- 
gement (BMM) für Unterneh- 
men 
Der Aufbau eines BMM zur effizienteren Gestaltung 
der von Unternehmen erzeugten Verkehre insb. Be- 
rufsverkehr ist bei der Vielzahl an auswärtige Einpend- 
ler ein wichtiges Thema. Ansätze dazu sind bereits im 
Luftreinhalteplan (Förderung Firmenabo) enthalten. 
Maßnahmen sind vielfältig, wie Parkraummanagement 
der  Unternehmen, Mitfahrbörsen, Fahrradkonzepte, 
Telearbeit, etc.. 
Im Rahmen der Allianz für Klimaschutz wurden sowohl mit 
Mobilitätsanbietern (Stadtwerke, Beresa, Hürter, Concept to 
go, Stadtteilauto...) als auch mit Unternehmer als Nutzer 
(Provinzial, Sparkasse, WWU,…) Workshops durchgefüh rt, 
um ein Mobilitätskonzept für Unternehmen zu erarbeiten. In 
diesem Jahr soll noch in den ersten Unternehmen ein Mobi- 
litätstag durchgeführt werden, um mehr Mitarbeiter für Klima 
schonende Mobilität zu begeistern. 
V4 
Öffentlichkeitsarbeit zur um- 
weltfreundlichen Mobilität 
Planung von Maßnahmen zum Ausbau der Öffentlich- 
keitsarbeit mit einem Budget von 20.000 € pro Jahr, 
um die Akzeptanz der umweltfreundlichen Mobilität zu 
fördern. 
Aktueller Sachstand vgl. Vorlage V/0725/2012/1 „Ergebnis- 
se des Expertenworkshops „Öffentlichkeitsarbeit umwelt- 
freundliche Mobilität“ und weiters Vorgehen. Die Verwaltung 
wird den Beschluss des Hauptausschusses entsprechend, 
ein Maßnahmebündel konzentriert im Jahr 2014 umsetzen. 
V5 
Ausbau des Schienenperso- 
nennahverkehrs (SPNV) 
Sicherlich eine geeignete Maßnahme um der Pendler- 
problematik zu begegnen. Zuständigkeit jedoch beim 
Zweckverband Nahverkehr Westfalen Lippe (NWL). 
Aktuelle wird der Nahverkehrsplan SPNV fortgeschrie - 
ben. Erkennbar ist, dass ein großes Mehr an Verkehrs- 
leistungen im Bereich des Münsterlandes kurz- bis 
mittelfristig aufgrund der schwierigen finanziellen  
Rahmenbedingungen nicht zu erwarten ist. 
Die Maßnahme „Ausbau des Schienenpersonennahver- 
kehrs“ ist im Grundsatz mit der am 10.02.2011 erfolgten 
Beschlussfassung der Vorlage V/0916/2010 zum Nahver- 
kehrsplan NWL erarbeitet worden. Aktuell werden der zwei- 
gleisige Ausbau Münster – Lünen (Landesebene) und die 
Reaktivierung der WLE Münster – Sendenhorst – (Neube- 
ckum) (Orts- und Regionalebene) voran getrieben. Der Rat 
der Stadt Münster hat am 12.12.2012 erneut seine Zielvor- 
stellung bekräftigt, die Reaktivierung der WLE zügig umzu- 
setzen (V/0916/2012).

Maßnahme Beschreibung im Handlungskonzept 2020 Sach stand 2013 
V6+7 
Sicherung und Optimierung 
Regionalbus + Stadtbus -
Angebot 
Der Busverkehr im Münsteraner Stadtgebiet + mit dem  
Umland wurde in den vergangenen Jahren bereits 
kontinuierlich verbessert. Angebotsumfang und Quali - 
tät des ÖPNV sollten auch zukünftig gesichert und 
weiter optimiert werden, unter anderem bei Reisezei - 
ten, Angebotskapazitäten, Beförderungskomfort, Fahr - 
gastinformation, etc. 
Im Rahmen des Projektes „Dritter Nahverkehrsplan Stadt 
Münster“ werden die bestehenden und vom Fahrgast aner- 
kannten Bedienungs- und Beförderungsqualitäten sowohl 
für den Stadtbus- als auch für den Regionalbusverkehr si- 
chergestellt und fortentwickelt (siehe V/0791/2012/1). Be- 
gleitend wird ein Stadt-Umland-Konzept erarbeitet. 
V8 
Erschließung neuer Finanzie- 
rungswege für den ÖPNV 
Kein Handlungsfeld der Stadt Münster, sondern deut-
lich übergeordnete politische Zuständigkeit außerha lb 
der kommunalen Kompetenzen, wobei sich die Stadt 
im Rahmen des Dt. Städtetages, etc. in entsprechende 
Diskussionen einbringt. Die genannten Beispiele wie  
Rückerstattung von ÖPNV-Tickets, etc. stellen keine  
neuen Finanzierungswege dar.  
Dieser Maßnahmebaustein ist kein Handlungsfeld der Stadt 
Münster, sondern hat eine bundesweit politische Bedeutung 
und Zuständigkeit außerhalb der kommunalen Kompeten- 
zen, wobei sich die Stadt im Rahmen des Deutschen Städ- 
tetages etc. in entsprechende Diskussionen intensiv ein- 
bringt. Die genannten Beispiele wie Rückerstattung von 
ÖPNV-Tickets etc. stellen keine neuen Finanzierungswege 
dar.  
V9 
Verbesserung des Abstellan- 
gebots für Fahrräder 
Die Abstellsituation für Fahrräder sollte weiter ve rbes- 
sert werden z.B. durch einen generellen Ausbau der 
Radabstellmöglichkeiten im Stadtgebiet, den Ersatz 
weggefallener Anlagen, die Überprüfung der Bereitha l- 
tung gesetzlich vorgeschriebener Anlagen durch Ge- 
schäfte (LBauO § 51) oder den Ausbau an ÖPNV-
Haltestellen und Carsharing-Punkten. 
Die Verwaltung ist bemüht, das Angebot an Fahrradabstell- 
plätzen zu erweitern, daher wurde die Vorlage V/0054/2012 
"Mehr Platz für mehr Radverkehr - Lücken im Netz schlie- 
ßen - Hindernisse für FußgängerInnen aus dem Weg räu- 
men" eingebracht und im Juni 2012 beschlossen, dass neue 
und zusätzliche Parkmöglichkeiten für Fahrräder in der Alt- 
stadt und in den innenstadtnahen Wohngebieten geschaffen 
werden sollen, damit das Fahrradparken in diesen Berei- 
chen weiter ausgebaut und geordnet wird.  
 
Zunächst sollen in den Altbaugebieten zwischen dem 1. und 
2. Tangentenring systematisch Stellen identifiziert werden, 
wo die Fußgänger auf den Gehwegen durch ungeordnet 
abgestellte Fahrräder behindert werden. In der Örtlichkeit 
wird entschieden, ob die Fahrradständer / Anlehnbügel un- 
ter Aufgabe eines Stellplatzes auf der Fahrbahn oder auf 
dem Gehweg unter Wahrung einer ausreichenden Gehweg- 
breite und unter Wahrung ortsgestalterischer Belange (Stra- 
ßenbild) aufgestellt werden.  
 
Die Verwaltung setzt diese Aufgabe sukzessive im Rahmen 
der finanziellen und personellen Möglichkeiten um. 
 
In der Altstadt wird die Ausweitung der Fahrradabstellplätze 
durch den Druck anderweitiger Nutzungen auf den öffentli-

Maßnahme Beschreibung im Handlungskonzept 2020 Sach stand 2013 
chen Raum begrenzt. Es werden in der Altstadt nur noch in 
sehr geringem Umfang Möglichkeiten gesehen, das Ange- 
bot zu erweitern, daher wird einem Abbau von Fahrradab- 
stellplätzen in der Altstadt nur noch zugestimmt, wenn der 
Verlust der Fahrradabstellplätze anderweitig kompensiert 
werden kann. 
V10 
Förderung des Fußverkehrs in 
Münster 
Die Förderung des Fußgängerverkehrs wird ein 
Schwerpunktthema des VEP Münster 2025, wobei hier 
dann Möglichkeiten zur Intensivierung des Fußgänger - 
verkehrs aufgezeigt werden sollen.  
kein neuer Sachstand 
 
V11 
Gesamtstädtisches Park- 
raummanagement 
Steuerung von Parkraumangebot und -nachfrage im 
gesamten Stadtgebiet u.a. durch Anpassung des Park-
raumangebots im öffentlichen Straßenraum, eine au- 
toarme Innenstadt (u.a. Steigerung der Aufenthalts-
qualität), eine dynamische Zufahrtsbeschränkung der  
Innenstadt sowie die Regulierung von Parkraumange- 
bot und Gebührenpflicht auch in den äußeren Stadtbe - 
zirken. 
Mit dem Parkraumkonzept Münster 2010 Bereich Altstadt/ 
Hauptbahnhof (Vorlage V/0906/2002) wurden die Rahmen- 
bedingungen für die Parkraumentwicklung beschlossen und 
integriert in städtebauliche Entwicklungen z.B. das Parkhaus 
Engelenschanze, Alter Steinweg und die Tiefgaragen Stu- 
bengasse und Münster-Arkaden umgesetzt. Abgesehen 
vom Kreuzviertel sind nahezu flächendeckend auch Bewoh- 
nerparkzonen und eine Stellplatzbewirtschaftung in der In- 
nenstadt (innerhalb des zweiten Tangentenringes) umge- 
setzt. Zwischen  der Stadt Münster und dem Landesbetrieb 
Straßen NRW ist vereinbart worden, auf der B51 im Jahr 
2013 zwei zusätzliche Wechselwegweiser zur besseren 
Erreichbarkeit des Messe und Congress Zentrums Halle 
Münsterland zu installieren. Damit können Parksuchverkeh- 
re weiter reduziert werden. 
 
Weiter gehendere Veränderungen sind in den nächsten 
Jahren nicht geplant. Das Parkraumkonzept soll eingebettet 
in das Projekt „Mobilität Münster 2025“ in den nächsten 
Jahren durch die Verwaltung fortgeschrieben werden. 
V12 
Mobilpunkte zur Optimierung 
der Verkehrsmittelverknüpfung 
im Umweltverbund 
Die bestehenden Mobilpunkte bedürfen, sollte man 
das Konzept weiterverfolgen, sicherlich einer Aufwe r- 
tung. Ob weitere Standorte für Mobilpunkte eingeric h- 
tet werden sollen, wird im Rahmen des VEP Münster 
2025 geprüft. 
Das Thema wurde von der Verwaltung aufbereitet. Eine 
Entscheidung zum weiteren Vorgehen steht noch aus. 
 
Die Stadtwerke Münster GmbH haben darüber hinaus das 
Projekt Multimodale Mobilität aufgelegt.

Anlage 2 zu V/0293/2013

47248 Zeichen

Seite 1 
 
 
 
 
 
Energie- und Klimabilanz 
der Stadt Münster 
 
 
Bilanzierung des Energieeinsatzes und der Treibhausgas-
Emissionen für die Jahre 1990 – 2011 
 
 
Anlage 2 zu V/0293/2013

Seite 2 
Inhaltsverzeichnis 
 
Abbildungsverzeichnis ...................................................................................................................... 3
 
Tabellenverzeichnis .......................................................................................................................... 3 
Energie- und Klimabilanz 1990 - 2011 für die Stadt Münster ........................................................... 4 
1. Ergebnis der CO 2-Bilanz 1990 - 2011........................................................................................... 5 
2. Entwicklung der Energie- und CO 2- Bilanzierung in den Bereichen Wärme, Strom und Verkehr 
1990 bis 2011 ................................................................................................................................... 7 
2.1. Entwicklung im Bereich Wärme (Endenergie und CO 2-Emissionen)...................................... 9 
2.2. Entwicklung im Bereich Strom (Endenergie und CO 2-Emissionen)...................................... 11  
2.3. Entwicklung im Bereich Verkehr (Endenergie und CO 2-Emissionen)................................... 13  
2.4. Entwicklung von Endenergie und CO 2-Emissionen nach Sektoren im Jahr 2011 ................ 15  
3. Entwicklung Erneuerbare Energien ............................................................................................ 17  
4. Fazit und Ausblick....................................................................................................................... 19

Seite 3 
Abbildungsverzeichnis 
Abbildung 1: Entwicklung der CO 2-Emissionen in Münster in 1.000 t............................................... 5 
Abbildung 2: Prozentuale Entwicklung der CO 2-Emissionen in Münster .......................................... 6 
Abbildung 3: Entwicklung der spezifischen CO 2-Emissionen pro Einwohner in Münster und in der 
BRD in t/Einwohner...................................................................................................... 7 
Abbildung 4: Prozentuale Verteilung von Endenergie und CO 2-Emissionen in Münster 2011 ......... 8 
Abbildung 5: Endenergieverbrauch (MWh) und CO 2-Emissionen (1.000 t) für Wärme ................. 10  
Abbildung 6: CO 2-Emissionen für Wärme 1990 – 2011.................................................................. 11  
Abbildung 7: Entwicklung des Stromverbrauchs und der CO 2-Emissionen für Strom ................... 12  
Abbildung 8: CO 2-Emissionen für Verkehr 1990 – 2011................................................................. 13 
Abbildung 9: Endenergieverbrauch 2011 nach Verbrauchssektoren in Münster in GWh 
(witterungsbereinigt)................................................................................................... 16  
Abbildung 10: CO 2-Emissionen 2011 nach Verbrauchssektoren in Münster in t/a ........................ 16  
Abbildung 11: Entwicklung des Anteils der Erneuerbaren Energien in Münster am 
Energieverbrauch 1990- 2011.................................................................................... 19  
Abbildung 12: Entwicklung der CO 2-Emissionen nach Verbrauchssektoren in Münster in t/a ....... 19  
 
 
Tabellenverzeichnis 
Tabelle 1: Wichtigste Veränderungen im Bilanzierungssystem ........................................................ 4 
Tabelle 2: Entwicklung der CO 2-Emissionen (1.000 t) in Münster 1990 - 2011 ................................ 5 
Tabelle 3: Endenergieverbrauch in Münster in GWh/a ..................................................................... 7 
Tabelle 4: Entwicklung der Emissionsfaktoren in g/kWh ................................................ ................. 8 
Tabelle 5: Endenergieverbrauch (witterungsbereinigt) und CO 2-Emissionen für Wärme nach 
Energieträgern................................................................................................................ 9 
Tabelle 6: Entwicklung von Bevölkerung und Wohnungen in Münster zwischen 1990 und 2011 .. 10  
Tabelle 7: Endenergieverbrauch und CO 2-Emissionen für Strom................................................... 11  
Tabelle 8: Endenergieverbrauch und CO 2-Emissionen für Verkehr 1990 – 2011 .......................... 14  
Tabelle 9: Fahrleistung nach Sektoren 1990 - 2011 ....................................................................... 14  
Tabelle 10: CO 2-Emissionen für Verkehr 1990 – 2011 incl. überregionale Verkehr ...................... 15  
Tabelle 11: Erneuerbare Energien im Wärmemarkt in Münster 2005 und 2011............................. 17 
Tabelle 12: Erneuerbare Energien im Strommarkt in Münster 2005 und 2011............................... 18

Seite 4 
Energie- und Klimabilanz 1990 - 2011 für die Stadt Münster 
 
Die erste Energie- und Klimaschutzbilanz wurde für das Jahr 1990 im Endbericht des Beirates für 
Klima und Energie 1995 veröffentlicht und 1997 von der Koordinierungsstelle für Klima und Ener- 
gie für das Jahr 1995 fortgeschrieben. Auf Grund de s hohen Arbeitsaufwandes einer Bilanzierung, 
wurde 1998 beschlossen, den fünf Jahreszyklus beizu behalten. Das Wuppertal-Institut wurde so- 
mit 2001 beauftragt, die Bilanzierung für das Jahr 2000 aufzustellen und legte 2003 seinen Bericht 
vor. Für das Jahr 2005 hat die Koordinierungsstelle  für Klima und Energie die Systematik fortge- 
führt und entsprechend des methodischen Ansatzes de s Beirates für Klima und Energie die Bilanz 
aufgestellt.  
Die Bilanzierungen sind unter dem Ansatz des 1995 b eschlossenen Klimaschutzziels zur Reduzie- 
rung der CO 
2-Emissionen um 25% bezogen auf das Basisjahr 1990 b is zum Zieljahr 2005 erarbei- 
tet worden. Im Frühjahr 2008 hat der Rat der Stadt Münster ein neues Klimaschutzziel beschlos- 
sen, in dem sich die Stadt Münster verpflichtet ein e CO 2-Reduzierung von mindestens 40% bis 
2020 und einem Anteil von 20% erneuerbaren Energien am Energieverbrauch zu erreichen.  
Zur Umsetzung des neuen Klimaschutzzieles ist 2009 das Klimaschutzkonzept 2020 erarbeitet 
worden und in diesem Zusammenhang die bisherige Bil anzierungsmethodik überprüft worden. 
Darauf aufbauend ist ein neues fortschreibbares Ber echnungstool entwickelt worden, das für die 
Energie- und Klimaschutzbilanzierungen ab 2005 eing esetzt worden ist. Um eine Vergleichbarkeit 
über den gesamten Bilanzierungszeitraum von 1990 bi s 2011 zu erhalten, ist eine überschlägige 
Anpassung der Jahre 1990, 1995 und 2000 durchgeführ t worden. Ab 2009 erfolgt nunmehr die 
Energie- und CO 2-Bilanzierung jährlich, wobei die ersten Ergebnisse  mit diesem Bericht vorgelegt 
werden.  
Die wichtigsten Veränderungen im Überblick.
1 
1. Berücksichtigung von CO 2-Äquivalenten  (Methan, etc.) und Vorketten. Die CO 2-
Gesamtemissionen steigern sich durch die neuen Emissionsfaktoren gegenüber der alten Syste- 
matik. Dafür werden jedoch alle klimarelevanten Treibhausgase und bei deren Abbau erzeugte 
Emissionen berücksichtigt.  
2. Berücksichtigung eines lokalen Strommixes nach dem Territorialprinzip . Aufgrund der klima- 
freundlichen Stromerzeugung im neuen GuD-Kraftwerk liegt der lokale Stromemissionsfaktor unter 
dem Wert des Bundesstrommixes. Die Stromerzeugung des GuD-Kraftwerks in Münster kann nun 
durch das Territorialprinzip voll abgebildet werden. 
3. Berechnung der Strom- und Fernwärmefaktoren in Kraft-Wärme-Kopplungsprozessen nach der 
Exergiemethode . Die bisher genutzte Gutschriftenmethode wird nicht weiter angewendet. Diese 
Veränderung führt zu den größten Unterschieden zwischen der alten und neuen CO 2-Bilanz. Der 
Emissionsfaktor für Fernwärme liegt nun über den bisher ermittelten Werten. Die bis 2005 in Müns- 
ter vom Beirat seit 1995 eingesetzte Gutschriftenmethode ist für Techniksystemvergleiche entwi- 
ckelt worden und ist bei diesen auch gut einsetzbar. Bei (kommunalen) CO 2-Bilanzierungen ist sie 
jedoch nur sehr begrenzt zielführend einsetzbar. 
4. Nutzung des durchschnittlichen lokalen Strommixes auch bei Nachtspeicheröfen. Bisher wurde für 
Nachtspeicherheizungen der CO 2-Emissionsfaktor für Mittellastkraftwerke angenommen. 
5. Neben dem Personenverkehr wird auch der Straßengüterverkehr in der Bilanzierung der Treibhaus- 
gasemissionen auf Grundlage des Territorialprinzips berücksichtigt, da er einen relevanten Anteil an 
den verkehrlichen Emissionen im Stadtgebiet hat und auch anteilig im Bereich der kommunalen 
Handlungsmöglichkeiten ist. 
Tabelle 1: Wichtigste Veränderungen im Bilanzierungssystem 
 
                                                
 
1 Detaillierte Beschreibung der neuen Bilanzierungsm ethode im Klimaschutzkonzept 2020 für die Stadt 
Münster, 2010 (IFEU, Heidelberg)

Seite 5 
1. Ergebnis der CO 2-Bilanz 1990 - 2011 
Für Münster bildet das Jahr 1990 mit 2.517 kt CO 2-Emissionen das sogenannte Basisjahr. Dabei 
stellen die drei Bereiche Wärme, Strom und Verkehr die wichtigsten Sektoren dar. Innerhalb dieser 
Bereiche können die Energieverbräuche nach den unte rschiedlichen Energieträgern und Nutzern 
ausgewiesen werden, wodurch die Ergebnisse der Bila nz in den folgenden Kapiteln differenziert 
analysiert und bewertet werden können. Zu Beginn di e Ergebnisse der Energie- und CO 2-
Bilanzierung im Überblick.  
0
500 
1.000 
1.500 
2.000 
2.500 
3.000 
1990 1995 2000 2005 2006 2009 2010 2011 
Wärme Strom Verkehr 
100% 98% 98% 
Stadt Münster 2012 
1.000 t CO 2
90% 
84% 84% 
95% 
82% 
 
Abbildung 1: Entwicklung der CO 2-Emissionen in Münster in 1.000 t 
Insgesamt sind in Münster die CO 2-Emissionen von 2.517 kt im Jahr 1990 auf 2.061 kt im Jahr 
2011 gesunken. Gegenüber dem Basisjahr 1990 bedeute t dies eine Reduzierung um 18,1% bzw. 
455.000 t CO 2. Während in den ersten Inventurzeiträumen bis 2005  die CO 2-Emissionen in Müns- 
ter nur um rund 2% bis 5% reduziert worden sind, is t ab 2006 erstmals ein deutlicher Rückgang 
der CO 2-Emissionen zu verzeichnen. Unterschiedliche Faktor en und teilweise gegenläufige Ent- 
wicklungen nehmen hier Einfluss, die in den folgenden Kapitel detailliert betrachtet werden.  
 
CO 2 – Emissionen  
in 1.000 t 
Basis  
 1990 1995 2000 2005 2010 2011 
in % 
zu 1990 
Ziel 
2020 
 - Wärme 1.119 1.060 1.064 958 788 742 -34% 672 
 - Strom 819 822 839 885 800 789 -4% 491 
 - Verkehr 579 577 568 543 528 530 -8% 347 
Gesamt 2.517 2.459 2.471 2.386 2.116 2.061 -18% 1.5 10 
in % zu 1990  - 2,3% - 1,8% - 5,2% - 15,9% - 18,1%  - 40,0% 
in t/EW 9,1 8,8 8,8 8,6 7,4 7,0 -24% 5,1 
in % zu 1990  - -3,8% -3,3% -6,5% -18,9% -24,0% - -  44,3% 
BRD in t/EW 12,9 11,0 10,4 10,7 9,6 - - 7,7 
Tabelle 2: Entwicklung der CO 2-Emissionen (1.000 t) in Münster 1990 - 2011

Seite 6 
Im Wärmebereich sind die Emissionen trotz eines erh eblichen Zuwachses an Wohnfläche in den 
letzten 20 Jahren in Münster um 34% verringert word en. Ausschlaggebend ist hier einerseits die 
gezielte Ausrichtung der Klimaschutzaktivitäten auf  den Bereich Bauen und Wohnen, wodurch der 
Energieverbrauch um 15% reduziert werden konnte, un d andererseits die Verbesserung der Emis- 
sionsfaktoren durch den Neubau des Gas- und Dampftu rbinen-Heizkraftwerkes der Stadtwerke 
Münster (GuD-Anlage) im Jahr 2005.  
Bei den Emissionen im Stromsektor ist trotz eines s tarken Anstieges des Energieverbrauches (um 
47%) ein leichter Rückgang ab 2005 um 4% bis 2011 e rzielt worden, der auf die erhebliche Ver- 
besserung der Emissionsfaktoren für Strom in Münste r wiederum durch den Neubau des Heiz- 
kraftwerkes der Stadtwerke Münster GmbH als auch bundesweit durch den Ausbau der erneuerba- 
ren Energien und der Kraftwärmekopplung begründet ist.  
Im Bereich Verkehr ist insgesamt ein geringer Ansti eg der Nutzung von Bus und Bahn zu ver- 
zeichnen. Zusammen mit deutlich sinkenden spezifisc hen Verbräuchen der PKW sind so die 
Emissionen und der Energieverbrauch des Personenver kehrs zwischen 1990 und 2011 kontinuier- 
lich um 8% reduziert worden. 
-40% 
-30% 
-20% 
-10% 
0% 
10% 
1990                                                 2005                                              2011                                                              
Wärme 
 - 34 % 
Verkehr 
- 8 % 
Strom 
- 4 % 
Gesamt 
- 18 % 
Stadt Münster 2012 
 
Abbildung 2: Prozentuale Entwicklung der CO 2-Emissionen in Münster 
Insgesamt kann festgehalten werden, dass der erfolg reichen Klimaschutzpolitik der Stadt Münster 
verbrauchssteigernde Trends wie der stark ansteigen de Stromverbrauch in Münster entgegen- 
standen aber auch unterstützende Klimaschutzaktivit äten auf Bundes- und Landesebene die Ziel- 
erreichung von 40% CO 2-Reduzierung bis 2020 in Münster in realisierbare D imensionen gerückt 
haben. Im Ergebnis ist die Emissionsminderung um me hr als 18% (bzw. 24% je Einwohner) für 
Münster als deutlicher Erfolg zu bewerten.  
Bezogen auf die Einwohner fällt die CO 
2-Reduzierung in Münster mit 24% sogar noch deutlich er 
aus und liegt auf Bundesniveau (25,4% bis 2011). Im  Vergleich zum Bundesdurchschnitt liegt 
Münster mit einem Kennwert von 9,1 t CO  pro Einwohner im Jahr 1990 und 7,0 t CO 2/Einwohner in

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2011 deutlich unter den Bundeskennwerten, da Münste r durch Verwaltung und Dienstleistung und 
nicht durch Industrie geprägt ist.  
0,0 
2,0 
4,0 
6,0 
8,0 
10,0 
12,0 
14,0 
1990 1995 2000 2005 2006 2009 2010 2011 Ziel 2020 
CO2 in t/EW 
Münster BRD Münster 2012 
 
Abbildung 3: Entwicklung der spezifischen CO 2-Emissionen pro Einwohner in Münster und in der BRD in t/Einwohner 
2. Entwicklung der Energie- und CO 2- Bilanzierung in den Bereichen 
Wärme, Strom und Verkehr 1990 bis 2011 
Die Entwicklungen sowohl des Endenergieeinsatzes al s auch der CO 2-Emissionen lassen sich in 
den drei Bereichen (Wärme, Strom und Verkehr) diffe renziert darstellen und ermöglichen eine de- 
taillierte Betrachtung der Veränderungen und Einflu ssfaktoren auf die CO 2-Bilanzierung in Müns- 
ter. Innerhalb der Bereiche Wärme und Strom können die Energieverbräuche auch nach den un- 
terschiedlichen Energieträgern ausgewiesen werden, wodurch die Ergebnisse der Bilanz transpa- 
renter dargestellt und bewertet werden können.  
Insgesamt ist der (witterungsbereinigte) Endenergie einsatz im Vergleich zum Basisjahr 1990 von 
6.519 GWh bis zum Jahr 2005 auf 6.748 GWh kontinuie rlich angestiegen. Dies bedeutet eine Stei- 
gerung von 3,5% im Jahr 2005. In den Folgejahren is t ein gegenläufiger Trend zu erkennen, bei 
dem die Werte des Jahres 1990 ab 2010 sogar untersc hritten werden und im Jahr 2011 eine Re- 
duzierung um knapp 4% gegenüber 1990 erreicht wird.  
Energieverbrauch in 
GWh 
Basis  
 1990 1995 2000 
 
2005 
 
2010 
 
2011 
in %  
zu 1990 
 - Wärme 3.690 3.606 3.724 3.650 3.263 3.130 - 15% 
 - Strom    959 1.009 1.119 1.341 1.420 1.411  + 47% 
 - Verkehr 1.870 1.864 1.834 1.756 1.720 1.729 - 8% 
Gesamtenergie 6.519 6.479 6.678 6.748 6.404 6.270 - 3,8% 
Änderung ggü. 1990  in %   - 0,6% +2,4% +3,5% -1,8% - 3,8%  
Tabelle 3: Endenergieverbrauch in Münster in GWh/a

Seite 8 
Einen wichtigen Einfluss auf die CO 2-Bilanz hat neben dem tatsächlichen Endenergieeinsa tz auch 
die Entwicklung der Emissionsfaktoren für die unter schiedlichen Energieträger. Gravierende Ver- 
änderungen haben in Münster bei den Emissionsfaktor en für Strom und Fernwärme stattgefunden. 
Die Emissionsfaktoren für Erdgas und Heizöl sind bu ndesweit und damit auch in Münster konstant 
geblieben.  
 1990 1995 2000 2005* 2006* 2010 2011 
Erdgas 252 252 252 252 252 252 252 
Erdöl 321 321 321 321 321 321 321 
Fernwärme Münster 266 266 266 196 144 124 118 
Strommix Münster 854 815 750 660 600 564 559 
Strommix BRD 739 683 683 626 626 595 595 
Tabelle 4: Entwicklung der Emissionsfaktoren in g/kWh (* = in 2005 ist das GuD-Heizkraftwerk im Herbst in Betrieb ge- 
gangen und 2006 das erste Jahr vollständig gelaufen) 
Der bundesweite Emissionsfaktor für Strom ist seit 1990 von 739 g/kWh auf 595 g/kWh im Jahr 
2011 deutlich gesunken. Hier spiegeln sich insbeson dere die Entwicklungen auf Bundesebene im 
Rahmen der Sanierung des bundesweiten Kraftwerkpark s als auch dem Ausbau der erneuerbaren 
Energien wider. Der lokale Emissionsfaktor für Stro m konnte durch den Neubau der GuD-Anlage 
der Stadtwerke Münster GmbH im Jahr 2005 und der da mit verbundenen Verdopplung der Stro- 
merzeugung in Münster sogar von 854 g/kWh im Jahr 1 990 auf 559 g/kWh im Jahr 2011 verbes- 
sert werden. Der Einsatz der erneuerbaren Energien spielt in Münster dabei bislang eine unterge- 
ordnete Rolle. 
Der Neubau der GuD-Anlage der Stadtwerke Münster Gm bH hat auch einen erheblichen Einfluss 
auf den Emissionsfaktor für die örtliche Fernwärme.  Vom kohlebasierten Heizkraftwerk im Jahr 
1990 mit 266 g/kWh ist der Emissionsfaktor für Fern wärme in Münster durch die gasbetriebene 
GuD-Anlage kontinuierlich um mehr als die Hälfte au f einen Wert von 118 g/kWh im Jahr 2011 re- 
duziert worden. Die Fernwärmeversorgung stellt sich  somit als klimafreundlichste Versorgungsva- 
riante neben den erneuerbaren Energien in Münster dar.  
0% 
20% 
40% 
60% 
80% 
100% 
Endenergie CO2-Emissionen 
Wärme Strom Verkehr Münster 2012 
 
Abbildung 4: Prozentuale Verteilung von Endenergie und CO 2-Emissionen in Münster 2011

Seite 9 
Bei der Verteilung der Endenergie sowie der CO 2-Emissionen auf die drei Bereiche werden die 
Auswirkungen der Emissionsfaktoren auf die CO 2-Bilanz deutlich. Der Wärmebereich dominiert im 
Endenergiesektor mit 50% die Verteilung deutlich, w ird aber bei der CO 2-Bilanzierung auf 36% auf 
Grund der guten Emissionsfaktoren für den Wärmesekt or zurückgedrängt. Dagegen steigt der 
Strombereich mit 23% bei der Endenergie auf 38% in der CO 2-Bilanzierung an, weil die Emissions- 
faktoren für Strom trotz der Verbesserungen insgesa mt noch deutlich schlechter sind als im Wär- 
mebereich und somit eine Verschiebung bewirken.  
Durch die detaillierte Betrachtung in den folgenden  Kapiteln wird eine genauere Analyse und Be- 
wertung mehr Transparenz in die Ergebnisse bringen,  woraus sich Handlungsoptionen für die wei- 
teren Aktivitäten erarbeiten lassen.  
2.1. Entwicklung im Bereich Wärme (Endenergie und CO 2-Emissionen) 
Insgesamt ist im Bereich Wärme der Endenergieeinsat z von 1990 bis 2011 um 15% zurückgegan- 
gen (witterungsbereinigt) und die CO 2-Emissionen konnten um 34% reduziert werden.  
In Münster sind der Erdgasabsatz bis 2000 und der F ernwärmeabsatz bis 2005 kontinuierlich an- 
gestiegen, um danach bis 2011 wieder leicht zurückz ugehen. Insgesamt ist der Erdgaseinsatz um 
4% gesenkt worden, während die Fernwärme trotz eines Rückganges seit 2005 mit einer Zunahme 
von 18% doch deutlich ausgeweitet worden ist. Diese  Entwicklungen fanden zu Lasten von Heiz- 
strom und Öl statt, die um 75% bzw. 46% reduziert w orden sind und überwiegend durch Erdgas 
und Fernwärme substituiert worden sind. Ausschlagge bend für die rückläufigen Entwicklungen 
beim Erdgas wie auch bei der Fernwärme sind die int ensive Sanierungstätigkeit und die steigende 
Effizienz der Heizanlagen in Münster, die hier eine  nachhaltige Wirkung zeigen. Verdeutlicht wird 
diese Entwicklung durch die Betrachtung des spezifi schen Wärmeeinsatzes pro Quadratmeter 
Wohnfläche in Münster, der von knapp 400 kWh/m 2 im Jahr 1990 auf 263 kWh/m 2 im Jahr 2011 
zurückgegangen ist.  
Jahr 
Gas 
[MWh/a] 
Fernwärme  
[MWh/a] 
Heizstrom  
[MWh/a] 
Heizöl 
[MWh/a] 
Sonstiges  
[MWh/a] 
Wärme  
Gesamt 
[MWh/a] 
in %  
zu 1990  
1990 1.872.022 589.003 172.725 1.030.782 25.522 3.6 90.054  
1995 2.016.515 645.159 152.824 780.193 11.181 3.605 .872 -2% 
2000 2.125.904 644.106 115.425 831.315 7.389 3.724. 138 1% 
2005 2.006.022 756.773 56.279 718.634 112.498 3.650 .207 -1% 
2010 1.805.351 715.730 43.510 667.769 30.949 3.263. 309 -12% 
2011 1.795.570 696.458 43.790 556.401 38.036 3.130. 255 -15% 
1990-2011 -4% +18% -75% -46% +49% -15%  
CO 2 1000 t/a 1000 t/a 1000 t/a 1000 t/a 1000 t/a 1000 t/a  
1990 472 157 148 331 11 1.119  
1995 508 172 125 250 5 1.060 -5% 
2000 536 171 87 267 3 1.064 -5% 
2005 506 149 37 231 36 2 958 -14% 
2010 455 89 25 214 5 788 -30% 
2011 452 82 24 179 5 742 -34% 
1990-2011 -4% -48% -84% -46% -58% -34%  
Tabelle 5: Endenergieverbrauch (witterungsbereinigt) und CO 2-Emissionen für Wärme nach Energieträgern 
                                                 
2 Bei dem Energieträger „Sonstiges“ treten starke Sc hwankungen auf, da hier ab 2005 Daten zugewiesen 
werden, die nicht eindeutig einem anderen Energietr äger zu geordnet werden können. Das hat insbe- 
sondere im Jahr 2005 zu einer deutlichen Erhöhung des Anteils geführt, der aber nicht bewertet werden 
kann.

Seite 10 
Die CO 2-Emissionen im Wärmebereich haben mit einer Reduzie rung um 34% gegenüber 1990 ei- 
ne gravierende Verringerung erfahren. Der bedeutend ste Anteil an diesem Einsparerfolg ist der 
Verbesserung des spezifischen Emissionsfaktors für die Bereitstellung der Fernwärme in Münster 
(vgl. Tab. 4) durch einen stetig steigenden Erdgasa nteil im kohlebetriebenen Heizkraftwerk Hafen 
bis 2005 und dem dann folgenden Neubau des GuD-Heiz kraftwerkes der Stadtwerke Münster 
GmbH zu zurechnen. Auch der Zubau an Blockheizkraft werken (BHKW) in Münster mit insgesamt 
fast 50 Anlagen mit einer Leistung von 8 MW spielt hier eine wichtige Rolle.  
0
500.000 
1.000.000 
1.500.000 
2.000.000 
2.500.000 
3.000.000 
3.500.000 
4.000.000 
1990 1995 2000 2005 2006 2009 2010 2011 
MWh 
0
200 
400 
600 
800 
1.000 
1.200 
1.000 t 
Wärme CO2-Emissionen Stadt Münster 2012 
 
Abbildung 5: Endenergieverbrauch (MWh) und CO 2-Emissionen (1.000 t) für Wärme in Münster  
Betrachtet man die gegenläufigen Trends im Wohnungs markt stellt die positive Entwicklung der 
CO 2-Emissionen im Wärmemarkt einen sehr großen Erfolg für die Stadt dar. Bei stetig gestiegenen 
Einwohnerzahlen (+8%) ist ein Zuwachs von fast 11.0 00 Wohngebäuden (+27%) und einer Wohn- 
fläche von 2,4 Mio. qm (+ 25%) zu verzeichnen, wodu rch die Zahl der Personen pro Wohnung von 
2,25 auf 1,86 sank und die Anzahl der Haushalte um 30% zunahm. Trotz dieses starken Zuwach- 
ses an Wohngebäuden, beheizter Wohnfläche sowie der  gestiegenen Zahl der Haushalte ist der 
Endenergieeinsatz für Heizzwecke in Münster - wie b ereits dargestellt – gesunken. Damit wird 
deutlich, dass die Erfolge einer konsequenten Klima schutzpolitik mit der Umsetzung energieeffi- 
zienter Neubauten sowie umfangreicher Energiespar- und Sanierungsmaßnahmen (Förderpro- 
gramm Altbausanierung, Kampagnen zur Gebäudesanieru ng und Heizanlagenerneuerung, Netz- 
werke mit Energieberater und Handwerkern, etc.) in Münster ihre Wirkung zeigen.  
  1990 1995 2000 2005 2010 2011 in % 
Wohnber. Bevölkerung 275.150 279.632 279.461 278.925  285.180 296.440 +8% 
Wohngebäude 40.495 42.923 45.679 48.016 50.611 51.3 67 +27% 
Haushalte 122.405 130.906 139.060 144.160 150.188 1 59.583 + 30%  
Personen/Haushalt 2,25 2,14 2,01 1,93 1,90 1,86 -17%  
Wohnfläche (m2) 9.385.400 10.036.600 10.743.200 11. 164.600 11.484.300 11.741.000 +25% 
Tabelle 6: Entwicklung von Bevölkerung und Wohnungen in Münster zwischen 1990 und 2011

Seite 11 
0% 
20% 
40% 
60% 
80% 
100% 
120% 
1990 2011 Münster 2012 
CO 2-Emissionen: - 34% 
Wohnfläche +25% 
Bevölkerung +8% 
Zahl der Haushalte +30% 
Senkung der CO 2-Emissionen pro Einwohner um 38 % 
 
Abbildung 6: CO 2-Emissionen für Wärme 1990 – 2011 
Steigende Energiepreise und ein geändertes Nutzerve rhalten sowie die stetig steigenden Anforde- 
rungen an die Sanierung von Gebäuden durch den Bund  unterstützen die lokalen Aktivitäten posi- 
tiv und flankieren dieses gute Ergebnis. 
2.2. Entwicklung im Bereich Strom (Endenergie und CO 2-Emissionen) 
Der Stromverbrauch hat 2011 mit insgesamt 1.411.197  MWh einen Anteil von 23% am gesamten 
Endenergieeinsatz in Münster. Bemerkenswert ist bei  der Entwicklung im Bereich Strom, dass 
zwar einerseits die CO 2-Emissionen geringfügig zurückgegangen sind, andere rseits der Energie- 
verbrauch für Strom mit 47% Zunahme sich seit 1990 fast verdoppelt hat. 
Strom Endenergie CO 2-Emissionen 
Jahr [MWh/a] in % zu 1990 1.000 t in % zu 1990 
1990 959.275 0% 819 0% 
1995 1.009.176 5% 822 0,4% 
2000 1.119.248 17% 839 2,5% 
2005 1.341.608 40% 885 8,1% 
2010 1.420.298 48% 800 -2,3% 
2011 1.411.197 47% 789 -3,7% 
Tabelle 7: Endenergieverbrauch und CO 2-Emissionen für Strom  
Betrachtet man die Entwicklung des Stromeinsatzes i n Münster im Detail wird deutlich, dass bis 
zum Jahr 2000 der Strom zwar stetig um 17% angestiegen ist, der entscheidende Sprung aber erst 
2005 mit einem Mehrverbrauch von 200.000 MWh und so mit 40% gegenüber 1990 erfolgt ist. In 
den letzten Jahren ist die Entwicklung langsam abge flacht und im Jahr 2011 sind nunmehr 47% 
Mehrverbrauch seit 1990 erreicht worden. Der Anstie g des Stromeinsatzes ist auf die Wirtschafts- 
struktur Münsters als Verwaltungsstadt zurückzuführ en. Denn gerade im Verwaltungs- und Dienst- 
leistungssektor ist seit 1995 mit dem Einzug der ED V-Technik ein deutlicher Zuwachs in der

Seite 12 
Stromanwendung zu verzeichnen. Ergänzend hat diese Entwicklung auch in den Haushalten statt- 
gefunden, die durch den Trend zum Singlehaushalt in  Münster mit einem Anstieg der Zahl der 
Haushalte um 30% verbunden ist und somit ebenfalls zu stetig steigenden Stromverbräuchen ge- 
führt hat.  
Insgesamt liegt der spezifische Stromverbrauch in M ünster mit 4.760 kWh/Einwohner weit unter 
dem Bundesdurchschnitt, der mit 6.320 kWh/Einwohner  angesetzt wird, wobei auf Bundesebene 
der Zuwachs in der Stromanwendung mit 10% seit 1990  deutlich defensiver ausgefallen ist. Auch 
hier werden die Strukturunterschiede sichtbar, denn  einerseits ist der höhere spezifische Strom- 
verbrauch auf Bundesebene durch den deutlich größer en Anteil der Industrie bedingt, der anderer- 
seits die Steigerung in anderen Bereich abfängt, da  in diesem Sektor enorme Einsparungen um- 
gesetzt worden sind. 
0
200.000 
400.000 
600.000 
800.000 
1.000.000 
1.200.000 
1.400.000 
1.600.000 
1990 1995 2000 2005 2006 2009 2010 2011 
MWh 
0
100 
200 
300 
400 
500 
600 
700 
800 
900 
1.000 
1.000 t 
Strom CO2-Emissionen Stadt Münster 2012 
 
Abbildung 7: Entwicklung des Stromverbrauchs und der CO 2-Emissionen für Strom in Münster 
In den letzen Jahren ist eine erste Stagnation beim  Stromverbrauch in Münster zu erkennen, die 
einerseits auf eine Sättigung der Ausstattung in de n Haushalten und im Dienstleistungssektor zu- 
rückzuführen ist und andererseits auf bundesweite M aßnahmen wie z.B. sparsamere Geräte und 
Leuchtmittel, weniger Stand-by-Verbräuche in den Geräten, etc. bedingt ist. Aber auch kommunale 
Klimaschutzmaßnahmen in Münster wie beispielsweise der Bürgerpakt für Klimaschutz, eine in- 
tensive Stromsparberatung oder eine dauerhafte Ener gieberatung führen langsam zu Verhaltens- 
änderungen.  
Die mit dem Stromeinsatz verbundenen CO 
2-Emissionen sind in Münster seit 1990 zunächst bis 
2005 um + 8% angestiegen, um dann sogar leicht auf -3,7% gegenüber 1990 zu sinken. Die abge- 
schwächte und moderate Entwicklung der CO 2-Emissionen für die Stromanwendungen ist durch 
die positive Entwicklung der spezifischen CO 2-Emissionsfaktoren (vgl. Tab. 4) bedingt. Während 
bis 2000 der Strommix für Münster wie auch der Bund esstrommix auf einem relativ konstanten ho- 
hen Niveau lag, ist ab 2005 beim Strommix für Münst er eine deutliche Reduzierung zu verzeich- 
nen. Hier wirkt sich der Neubau des GuD-Heizkraftwe rkes mit einer Verbesserung des Emissions- 
faktors von 854 g/kWh in 1990 auf 559 g/kWh im Jahr  2011 deutlich aus. Zudem ist der Anteil der

Seite 13 
eigenen Stromerzeugung in Münster von früher ca. 15 % auf fast 50% seit 2006 angestiegen, wo- 
durch der verbesserte Emissionsfaktor für eine deut lich höhere Strommenge angesetzt werden 
kann. Aber auch der Bundesstrommix erfährt auf Grun d des steigenden Einsatzes erneuerbarer 
Energien eine stetige Verbesserung (von 739 g/kWh in 1990 auf 595 g/kWh im Jahr 2011).  
2.3. Entwicklung im Bereich Verkehr (Endenergie und CO 2-Emissionen) 
Entsprechend dem Territorialprinzip der Bilanzierun g wird die Emissionsbilanz für den Personen- 
verkehr ohne den überregionalen Verkehr erstellt, d .h. Flug-, Bahngüter-, Fernstraßen- und Schie- 
nenfernverkehr bleiben unberücksichtigt. Der Grund für diese Abgrenzung liegt in der überregiona- 
len Bedeutung sowohl des Güter- als auch des Fern- und Flugverkehrs für Münster, d.h. die Stadt 
Münster kann keinen Einfluss auf diese Bereiche neh men und somit auch den CO 2-Ausstoß nicht 
verändern. Zudem können diese Werte nur über bundes weite Kennzahlen ermittelt werden (d.h. 
Personenkilometer pro Einwohner) und stellen damit rein statistische Werte dar. Der Vollständig- 
keit halber sind die Werte in einem separaten Absatz dargestellt worden. 
Die Treibhausgasemissionen des Verkehrs in Münster beliefen sich 1990 nach der Territorialprin- 
zip auf 579.000 t CO 2. Im Jahr 2011 konnten die Emissionen um 8,4% auf 5 30.000 t reduziert wer- 
den. 
0% 
20% 
40% 
60% 
80% 
100% 
120% 
1990 2011 Münster 2012 
CO 2-Emissionen: - 8% 
Anzahl der PKW +11% 
Bevölkerung +8% 
Fahrleistung (MIV) +11% 
Senkung der CO 2-Emissionen pro Einwohner um 11,5 % 
 
Abbildung 8: CO 2-Emissionen für Verkehr 1990 – 2011  
Die Entwicklung des Energieverbrauches und der CO 2-Emissionen im Bereich Verkehr verläuft re- 
lativ parallel, wobei die Einsparungen überwiegend im motorisierten Individualverkehr (MIV) statt- 
gefunden haben und durch die kontinuierliche Verbes serung der Fahrzeugflotte mit geringeren 
Spritverbräuchen als auch besseren Emissionsfaktoren bedingt sind.

Seite 14 
Verkehr Endenergie CO 2-Emissionen in 1.000 t 
Jahr [MWh/a] 
in % zu 
1990 
MIV+Straßen-
güter ÖPNV SPNV Gesamt in % zu 
1990 
1990 1.870.138  540 12 26 579  
1995 1.864.446 -0,3% 535 15 27 577 -0,3% 
2000 1.834.648 -1,9% 516 18 33 568 -1,9% 
2005 1.756.000 -6,1% 517 14 13 * 543 -6,2% 
2010 1.720.000 -8,0% 502 13 12 528 -8,7% 
2011 1.729.000 -7,5% 506 13 12 530 -8,4% 
Tabelle 8: Endenergieverbrauch und CO 2-Emissionen für Verkehr 1990 – 2011 (* geänderte Systematik ab 2005) 
Die Veränderungen beim Schienenpersonennahverkehr ( SPNV) sind auf die ab 2005 geänderte 
Systematik zurückzuführen sowie auf verbesserte Emissionsfaktoren.  
Selbst eine Steigerung der Fahrleistung um 16% beim  Binnenverkehr bzw. 11% beim Regional- 
verkehr ist durch die Einführung besserer Technik i n den Kraftfahrzeugen seit 1990 und die damit 
verbundenen geringeren Verbräuche und Schadstoffaus stöße kompensiert worden. Die Zunahme 
der Wege im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und bei der Bahn hat zudem einen weite- 
ren Anstieg der MIV-Emissionen verhindert. 
Fahrleistung Mio. Pkm 1990 1995 2000 2005 2010 2011 
Binnenverkehr       
MIV 649 628 669 658 662 699 
ÖPNV  131 185 220 205 208 208 
Summe Binnenverkehr  780 813 889 863 870 907 
Änderung gegenüber 1990   4% 14% 11% 12% 16% 
Regionalverkehr       
MIV 793 825 857 978 900 900 
ÖPNV + SPNV 184 185 195 185 185 185 
Summe Regionalverkehr 977 1.010 1.052 1.163 1.085 1.085 
Änderung gegenüber  1990   3% 7% 19% 11% 11% 
Gesamt 1.757 1.771 1.854 2.026 1.955 1.992 
Änderung gegenüber 1990   4% 10% 15% 11% 13% 
PKW-Dichte je 1.000 Ein- 
wohner 368 393 418 435 440 432 
Tabelle 9: Fahrleistung nach Sektoren 1990 - 2011  
Der Trend zu einer veränderten Mobilität ist in Mün ster nicht nur durch den guten Modal Split im 
Umweltverbund mit fast 65% für ÖPNV, Rad- und Fußve rkehr zu erkennen, sondern auch an der 
seit 2005 stagnierenden PKW-Dichte, die zwar seit 1990 um knapp 20% angestiegen ist jedoch mit 
432 PKW pro 1.000 Einwohnern in 2011 seit 2005 fast  gleichgeblieben ist. Der Bundeswert lag 
2011 bei 530 PKW pro 1.000 Einwohner deutlich höher . Auch hier spiegelt sich der gute Modal 
Split im Umweltverbund in Münster wieder, wobei aus schlaggebend in erster Linie der hohe Rad- 
verkehrsanteil mit 38% ist. Bundeswerte für die Fah rleistung sowie die PKW-Dichte würden in der 
Bilanzierung zu einer deutlichen Fehleinschätzung führen.  
Entwicklung der CO 2-Emissionen im Verkehrsbereich in Münster inklusive überregionale Verkehre  
Ergänzend werden für den Verkehrsbereich die Ergebnisse zuzüglich der überregionalen Verkehre 
dargestellt, um die Auswirkungen auf die Bilanzieru ng in Münster zu verdeutlichen und die daraus 
resultierende Unschärfe aufzuzeigen.  
Eine Bilanzierung, wie sie in Münster auf der Basis  ermittelter Fahrleistung der regionalen Verkehr 
erfolgt, ist bundesweit die Ausnahme, da diese Date n oftmals nicht vorliegen und eine so konkrete 
und detaillierte Verkehrsplanung nur in Großstädten  umgesetzt wird. Überwiegend werden bei der 
Bilanzierung von Verkehrsdaten bundesweite Kennwert e angesetzt. Das bedeutet, dass die CO 
2-

Seite 15 
Emissionen, die beispielsweise bundesweit für den F lugverkehr ermittelt worden sind, über die 
Einwohnerzahl auf die Stadt Münster heruntergebroch en werden. Das gleiche wird mit den ande- 
ren Verkehrsträgern gemacht. Auch der Personennahve rkehr (MIV) wird in vielen Bilanzierungs- 
verfahren (wie z.B. ECORegion) so ermittelt und ent hält somit auch den überregionalen Anteil an 
Fern- und Autobahnkilometern und vernachlässigt reg ionale Verkehrskonzepte wie einen hohen 
Radverkehrsanteil in Münster, der zu einer Reduzier ung der Fahrzeugkilometer insbesondere im 
innerstädtischen Verkehr führt.  
Verkehr CO 2-Emissionen in 1.000 t 
Jahr 
MIV+Stras-
sengüter ÖPNV SPNV Gesamt Flug* 
Güter 
(Bahn/ 
Schiff)* 
Bahn- 
fernver- 
kehr* 
Gesamt  in % zu 
1990 
1990 540 12 26 579 42 13 8 641  
1995 535 15 27 577 51 13 8 648 1,0% 
2000 516 18 33 568 66 11 7 652 1,6% 
2005 517 14 13 543 74 11 6 634 -1,2% 
2010 502 13 12 528 82 11 6 625 -2,5% 
2011 506 13 12 530 85 11 6 632 -1,5% 
Tabelle 10: CO 2-Emissionen für Verkehr 1990 – 2011 incl. überregiona le Verkehr (* Basis ECORegion Münster über 
bundesweite Kennwerte und Einwohnerzahlen) 
Durch die überregionalen Verkehre erhöht sich das B ilanzergebnis für den Verkehrssektor um ca. 
100.000 t CO 2 pro Jahr (20%) und die Einsparungen seit 1990 verr ingern sich auf 1,5%. Aus- 
schlaggebend für die Entwicklung ist dabei der Flug verkehr während der Güter- und Bahnfernver- 
kehr fast konstant geblieben sind. Obwohl beim Flug verkehr die Emissionsfaktoren durch bessere 
Kerosine deutlich gesenkt werden konnten, haben sic h die CO 2-Emissionen auf Grund der bun- 
desweit gestiegenen Flugtätigkeit verdoppelt. Die Zahl der Flugkilometer der Münsteraner Bevölke- 
rung hat sich berechnet über den bundesweiten Ansat z 3 von 252 Mio. Personen-Kilometern (Pkm) 
1990 auf 665 Mio. Pkm im Jahr 2011 fast verdreifach t. Dabei spielt die lokale Flugtätigkeit am 
Flughafen Münster-Osnabrück keine Rolle, da in dies er Betrachtung von bundesdurchschnittlichen 
Kennwerten ausgegangen wird.   
In der Gesamtbilanz würde sich der Anteil des Verke hrssektors für das Jahr 2011 von 26% (vgl. 
Abb. 10) auf 29% zu Lasten der privaten Haushalte u nd des gewerblichen Sektors erhöhen und im 
Gesamtergebnis die CO 
2- Einsparung von 18,1% seit 1990 auf 16,2% (vgl. Ab b. 12) für das Jahr 
2011 sinken.  
2.4. Entwicklung von Endenergie und CO 2-Emissionen nach Sektoren im Jahr 2011 
Bei der Betrachtung der aktuellen Endenergieverbrau chs- und CO 2-Emissionssituation in den un- 
terschiedlichen Verbrauchssektoren werden die Herau sforderungen für den Klimaschutz in Müns- 
ter in den kommenden Jahren deutlich.  
Die privaten Haushalte 
 stellen mit 31% am Endenergieverbrauch und mit 32%  bei den CO 2-
Emissionen den wichtigsten Sektor dar. Dominiert wi rd der Sektor durch den hohen Anteil am Erd- 
gaseinsatz während Fernwärme und Heizöl eine unterg eordnete Rolle spielen. Der Fernwärmean- 
teil des Wohnungsbaus bzw. der größeren Wohnungsbau gesellschaften findet sich beim gewerbli- 
chen Sektor wieder. Der Stromeinsatz ist mit 23% eb enfalls nicht zu vernachlässigen, da hier 
durch den hohen Emissionsfaktor eine größere Bedeut ung für die CO 2-Emissionen (knapp 40%) 
resultiert.  
                                                
 
3 Angesetzt werden dabei die Verkehrsleistungen der von deutschen Verkehrsflughäfen abgehenden Flüge 
bis zur ersten Zwischenlandung bzw. Landung  - in 2011 sind das 2.237 Flugkilometer pro Einwohner

Seite 16 
Handlungsschwerpunkte sind in diesem Sektor nach wi e vor einerseits die Altbausanierung zur 
Reduzierung des Wärmeeinsatzes für Erdgas und Heizö l sowie der Ausbau des Fernwärmeeinsat- 
zes bei den privaten Haushalten. Andererseits die S tromanwendungen über Maßnahmen wie die 
kommunale Klimaschutzkampagne „Münster packt`s! Der Bürgerpakt für Klimaschutz“ durch einfa- 
che Handlungsempfehlungen, die in den Alltag eingef ührt werden, oder die gezielte Beratung der 
Bürger in der Energie- und Umweltberatung. 
0
500 
1000 
1500 
2000 
2500 
Private Haushalte Gewerbe+Sonstiges Industrie Verkehr 
Strom 
Kraftstoffmix 
Verkehr 
Sonstiges 
Kohle 
Heizöl 
Fernwärme 
Erdgas 
Gesamt: 6.270 GWh 
31% 
11% 
30% 
28% 
GWh 
Münster 2012 
 
Abbildung 9: Endenergieverbrauch 2011 nach Verbrauchssektoren in Münster in GWh (witterungsbereinigt) 
 
0
100000 
200000 
300000 
400000 
500000 
600000 
700000 
Private Haushalte Gewerbe+Sonstiges Industrie Verkehr 
Strom 
Kraftstoffmix 
Verkehr 
Sonstiges 
Kohle 
Heizöl 
Fernwärme 
Erdgas 
Tonnen CO 2
Gesamt: 2.061.000 t 32% 
11% 
31% 
26% 
Münster 2012 
 
Abbildung 10: CO 2-Emissionen 2011 nach Verbrauchssektoren in Münster in t/a (incl. Äquivalente) 
Im Sektor Gewerbe und Sonstiges , der mit 30% am Endenergieverbrauch und 31% bei de n CO 2-
Emissionen nur knapp unter den privaten Haushalten liegt, stellt sich die Zusammensetzung des

Seite 17 
Energieeinsatzes ganz anders dar. Hier dominiert ne ben dem Strom die Fernwärme deutlich vor 
dem Erdgaseinsatz die Verbrauchsstruktur in diesem Sektor. Auf Grund der guten Emissionsfakto- 
ren für die Fernwärme und beim Erdgas wird bei der Darstellung der CO 2-Emissionen der Hand- 
lungsschwerpunkt für den Gewerbesektor schnell ersi chtlich – der Stromverbrauch, der in diesem 
Sektor nicht nur 41% des Energieeinsatzes sondern a uch 68% der CO 2-Emissionen ausmacht. 
Bedingt ist diese Struktur durch den hohen Anteil a n Dienstleistungsunternehmen in Münster, die 
sowohl einen hohen Raumwärmebedarf haben als auch m it der stetig zunehmenden IT-
Ausstattung einen hohen Stromverbrauch aufweisen. U m diesen Anstieg in den Griff zu bekom- 
men, ist 2011 Münsters Allianz für Klimaschutz – ei n Netzwerk für Unternehmen gegründet wor- 
den, um bei den gewerblichen Unternehmen gezielt Verbrauchsreduzierungen zu erzielen.  
Der Sektor Industrie  nimmt mit 11% am Endenergieeinsatz und bei den CO 2-Emissionen eine un- 
tergeordnete Rolle in Münster ein, was auch die Str uktur der Stadt Münster als Dienstleistungs- 
zentrum widerspiegelt. Der Erdgaseinsatz liegt mit 65% am Endenergieverbrauch deutlich vor dem 
Stromeinsatz mit 31% wobei Heizöl und Fernwärme zu vernachlässigen sind. Der Schwerpunkt 
der industriellen Anwendung liegt bei den drei müns terschen Großbetrieben in der Wärmeanwen- 
dung. Bei den CO 2-Emissionen gleicht sich das Verhältnis auf Grund d es höheren Emissionsfak- 
tors für Strom aus.  
Der Verkehrssektor 
 stellt mit 28% am Endenergieverbrauch sowie 26% be i den CO 2-Emissionen 
einen wichtigen Bereich dar, der auf Grund des gute n Standards in Münster im Umweltverbund 
(ÖPNV und Radverkehr) nur noch schwer erschlossen w erden kann und nur durch eine deutliche 
Intensivierung der Aktivitäten zur Eindämmung des Individualverkehres erreicht werden kann.  
3. Entwicklung Erneuerbare Energien 
Durch intensive Förderung der erneuerbaren Energien  auf Bundes-, Landes- und auch kommuna- 
ler Ebene (Stadtwerke Münster) ist die Anzahl der A nlagen in den letzten zwanzig Jahren stetig 
angestiegen und gewinnt zunehmend an Bedeutung, so dass für das Jahr 2005 und 2011 in einer 
kurzen Übersicht die Entwicklung der erneuerbaren Energien in Münster dargestellt werden soll. 
Der Einsatz erneuerbarer Energien ist dabei sowohl für den Wärme- als auch für den Strommarkt 
von Bedeutung.  
 Wärmemarkt  2005 2011 
  kWh/a   kWh/a  
Solaranlagen   4.372.400   9.568.360  
Solarkollektoren  8.840 qm  4.066.400  19.766 qm  9.092.360  
Solarabsorber 1.800 qm    306.000  2.800 qm  476.000  
Beheizung    1.137.500   15.090.000  
Holzpellet 35 Gebäude    437.500  170 Gebäude  2.125.000  
Erdwärme 40 Gebäude    500.000  662 Gebäude  10.265.000  
Holzhackschnitzel 80 kW    200.000  900 kW  2.700.00  
Biomasse (KWK-Anlagen)   24.891.230   39.169.510  
Stadtwerke Münster 
- Biogas incl. Klär-/Deponiegas -  4.814 kW 
 16.416.000  4.814 kW  15.266.000  
Landwirtschaft 4 Anlagen   8.475.230  10 Anlagen  23.903.510  
Summe  30.401.130   63.827.870  
Anteil am Wärmemarkt  0,8%  2,0% 
Tabelle 11: Erneuerbare Energien im Wärmemarkt in Münster 2005 und 2011 
Insgesamt ist der Anteil der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt in 2005 von 30.400 MWh/a 
auf 63.900 MWh/a im Jahr 2011 angestiegen und deckt  damit nunmehr 2% des Wärmemarktes in 
Münster ab. Die CO 2-Einsparung beträgt bei Ansatz eines mittleren Emis sionsfaktors von 219 
g/kWh für die Raumwärme in Münster 13.532 t pro Jahr (0,7% der CO 2-Emissionen im Jahr 2011).

Seite 18 
Der Ausbau der Solarenergienutzung im Wärmemarkt ha t bereits in den Jahren ab 1995 begon- 
nen, hat aber in den letzten Jahren noch mal einen deutlichen Schub erfahren, wie die Steigerung 
der Solarkollektorfläche von 2005 mit 8.840 qm auf fast 20.000 qm in 2011 beeindruckend belegt. 
Vor allem die Beheizung der Wohngebäude mit Erneuer baren Energie ist ab 2005 erheblich aus- 
geweitet worden, wobei der starke Zuwachs bei der E rdwärmenutzung auch einen deutlichen Zu- 
wachs bei der Stromnutzung mit sich bringt, der hier nicht berücksichtigt worden ist. 
Strommarkt  2005 2011 
  kWh/a  kWh/a 
Solarstromanlagen 3.232 kW  2.585.600  19.974 kW  15.979.200  
Windkraft 17.250 kW  21.804.000  18.050 kW  22.815.200  
Wasserkraft 110 kW  239.800  210 kW  455.000  
Stadtwerke Münster 
- Biogas incl. Klär-/Deponiegas - 2.360 kW 
 12.997.000  2.360 kW  11.419.000  
Landwirtschaft - Biomasse 4 Anlagen  7.741.988  10 Anlagen  39.059.400  
Summe  45.390.188   79.727.800  
Anteil am Strommarkt  4,2%  5,5% 
Tabelle 12: Erneuerbare Energien im Strommarkt in Münster 2005 und 2011 
Im Strommarkt übernehmen die erneuerbaren Energien mittlerweile einen Anteil von 5,5%. Der 
Aufbau der Windkraftnutzung erfolgte vor mehr als z ehn Jahren durch die Ausweisung entspre- 
chender Windkraftvorrangflächen in Münster und konn te in den letzten Jahren nur noch marginal 
ausgebaut werden. Anders dagegen die Solarstromnutz ung, die sich ab 1999 durch Einführung 
der sogenannten kostendeckenden Vergütung langsam e ntwickelte und in den letzten beiden Jah- 
ren durch eine starke Preisdegression bei den Anlagenkosten und guten Förderbedingungen einen 
weiteren deutlichen Schub erfahren hat und 2011 fas t 20.000 kWp Leistung in Münster erreicht 
hat. Auch die landwirtschaftliche Biomassenutzung i n Blockheizkraftwerken (BHKW) hat auf Grund 
der guten Förderbedingungen des Bundes seit 2005 er heblich zugenommen und nimmt mit fast 
30.000 MWh/a den bedeutendsten Anteil ein. Insgesam t werden 2011 fast 50.000 t CO 2 pro Jahr 
im Stromsektor durch den Einsatz erneuerbaren Energien vermieden.  
0,00% 
2,00% 
4,00% 
6,00% 
8,00% 
10,00% 
1990 1995 2000 2005 2010 2011 Ziel 2020 
Münster 2012 
20,00 %

Seite 19 
Abbildung 11: Entwicklung des Anteils der Erneuerbaren Energien in Münster am Energieverbrauch 1990- 2011 
Der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten En ergieeinsatz beträgt im Jahr 2011 in Müns- 
ter 3,2% und ist damit vom angesetzten Ziel von 20%  erneuerbare Energien bis 2020 noch weit 
entfernt. Die Schwierigkeit dieser Zielerreichung ist bereits im Klimaschutzkonzept 2020 (Seite 118 
– Kapitel 9) ausführlich beschrieben worden und leg t dar, dass selbst bei Umsetzung aller tech- 
nisch-wirtschaftlichen Potenziale bis 2020 nur ca. 6% erreicht werden können oder andersherum 
der Endenergieverbrauch um 77% sinken müsste, damit  der 20% Anteil der erneuerbaren Ener- 
gien erlangt wird.  
Die Herausforderungen in diesem Bereich sind sehr g roß und bedürfen nicht nur einen deutlich 
Ausbau der Nutzung erneuerbaren Energien sondern au ch eine massive Reduzierung des End- 
energieeinsatzes in der Stadt.  
4. Fazit und Ausblick 
Insgesamt kann die Entwicklung der Energie- und Kli maschutzbilanz mit einem Ergebnis von 18% 
CO 2-Reduzierung bis 2011 als positiv bewertet werden, wobei das angestrebte Klimaschutzziel mit 
einer CO 2-Reduzierung von 40% bis 2020 noch weiterer intensi ver Anstrengungen in den kom- 
menden Jahren bedarf.  
In allen Sektoren ist der Trend zur Reduzierung der  CO 
2-Emissionen in Münster seit 1990 erkenn- 
bar, der sich besonders deutlich bei den privaten H aushalten und im gewerblichen Bereich dar- 
stellt. Die umfangreichen Maßnahmen der aktiven Kli maschutzarbeit in Münster seit fast 20 Jahren 
zeigen hier ihre Wirkung, wobei diese positive Entw icklung natürlich durch die zunehmenden Kli- 
maschutzaktivitäten auf Bundes- und Landesebene forciert worden ist.  
0
500.000 
1.000.000 
1.500.000 
2.000.000 
2.500.000 
3.000.000 
1990 1995 2000 2005 2006 2009 2010 2011 Ziel 
2020 
Ziel 2020 
Verkehr 
Industrie 
Gewerbe + 
Sonstiges 
Private 
Haushalte 
Münster 2012 
100% 
98% 
90% 
82% 84% 84% 
98% 95% 
 
Abbildung 12: Entwicklung der CO 2-Emissionen nach Verbrauchssektoren in Münster in t/a (incl. Äquivalente)

Seite 20 
Das im Jahr 2010 vom Rat der Stadt Münster verabsch iedete Handlungskonzept zur Umsetzung 
des Klimaschutzkonzeptes 2020 ist in den letzten Ja hren erfolgreich umgesetzt worden, wobei 
verschiedene Maßnahmen noch verstetigt und intensiv iert werden müssen, wie z.B. die Einbin- 
dung der Bürger und der Unternehmen in die Klimasch utzaktivitäten. Dies gilt aber auch für den  
Ausbau der Sanierungstätigkeit und die Verbesserung der Dämmstandards bei privaten Gebäuden 
oder die konsequente Umsetzung der verkehrsplaneris chen Maßnahmen aus dem Handlungskon- 
zept. Insbesondere sind dabei die Bemühungen zur Re duzierung des Endenergieverbrauches in 
Münster zu intensivieren, denn die erneuerbaren Ene rgien können erst eine signifikante Bedeu- 
tung gewinnen, wenn der Endenergieverbrauch weiter deutlich gesenkt wird. Es reicht nicht aus al- 
le Anwendungen mit erneuerbaren Energien betreiben zu wollen, die entsprechende „grüne“ Ener- 
gie muss auch verfügbar sein. Daher bilden die drei  großen „E E E“ weiterhin die Prämisse für den 
Klimaschutz in Münster:  
	


 
Unsere Prämisse für den Klimaschutz 
– die drei EEE -
Energieeinsparung -> die Vermeidung von Energie-
verbräuchen ist der beste Klimaschutz! 
Energieeffizienz -> effiziente Anlagentechnik vermindert 
ebenfalls den Energieeinsatz! 
Erneuerbare Energien -> haben einen bedeutenden An-
teil zur umweltfreundlichen Energieerzeugung! 
 
Energieeinsparung, als wirksamste Maßnahme für effe ktiven Ressourcen- und Klimaschutz; da- 
nach Energieeffizienz durch effiziente Anlagentechn ik und  dann können die Erneuerbaren Ener- 
gien einen bedeutenden Anteil an einer klimafreundlichen Energieversorgung einnehmen.

Beratungsverlauf (2)

17.09.2013 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen
TOP 4.7 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
19.09.2013 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 8.3 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (4)

  • Alter Steinweg
  • Zum Kaiserbusch
  • Engelenschanze
  • Kinderhaus

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0293/2013
Typ
Vorlagen
Datum
14.05.2013
Erstellt
06.10.2020 14:37