3980/2024
Mitteilung zur Bürgereingabe nach § 24 GO NRW - Fort XI in Mülheim, Aktenzeichen 221/23 B
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle I/02/02-1 Vorlagen-Nummer 19.12.2024 3980/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Liegenschaftsausschuss 27.01.2025 Mitteilung zur Bürgereingabe nach § 24 GO NRW - Fort XI in Mülheim, Aktenzeichen 221/23 B Der Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden hat in seiner Sitzung vom 18.11.2024 zur oben genannten Bürgereingabe beraten und beschlossen, den Vorgang dem Liegenschaftsausschuss zur Kenntnis zu geben. Gez. Dr. Höver
Anlage 1 Eingabe
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Eingabe des Petenten Anlage 1 Von: Gesendet: Dienstag, 19. Dezember 2023 17:37 An: 02-1/4 Geschäftsstelle Anregungen und Beschwerden <geschaeftsstelle-anregungen- beschwerden@stadt-koeln.de> Betreff: Fort XI in Mülheim und das Versagen der Ämter Sehr geehrte Damen und Herren, ich melde mich heute bei Ihnen um mich über die unserer Meinung nach unfaire Behandlung durch die Behörden zu beschweren. Es geht hier um die Vergabe des Fort XI für eine Nutzung als sozio-kulturelles Zentrum durch unseren Verein namens "XXX". Mitte 2021 haben wir dazu Konzepte, Baugutachten, Einschätzungen von zwei unabhängigen Schallschutzgutachtern, ein Umweltgutachten, die positive Einschätzung der Feuerwehr zur Fluchtwegsituation und diverse andere Expertenmeinungen eingereicht. Wir haben mit der hiesigen Politik gesprochen und erhalten hier regelmäßig Rückhalt aus den demokratischen Parteien. Wir haben Paragraphen um Paragraphen, den man uns seitens der Behörden in den Weg stellen wollte abgearbeitet und stehen mittlerweile an einem Punkt, an dem die Behörden kaum noch Argumente finden, bzw. die meisten Unklarheiten beseitigt sind. Wir haben Sponsoren aus Fördermitteln, Energieversorgern und Privatunternehmen, sowie Einzelinvestoren gesammelt und nachhaltige, sowie vielfältige Konzepte vorgelegt. Das Fort XI in Mülheim eignet sich perfekt um einen Ort für die Bürger*innen dieser Stadt zu schaffen, an dem Kunst und Kultur, Jugendarbeit, Integrationsarbeit und ein friedliches Zusammenkommen möglich und passend sind. Dies ist in Zeiten des Krieges an den Grenzen Europas mehr als nötig. Von Seiten der Behörden, insbesondere aus dem Amt für Umwelt, dem Kulturraummanagement, dem Bauaufsichtsamt und auch dem Liegenschaftsamt weht uns dafür allerdings keine positive Rückmeldung entgegen, sondern lediglich widersprüchliche Aussagen, falsche Versprechen und unseriöses Verhalten. Ich nenne Ihnen dazu gerne ein paar Beispiele: Bei einem gemeinsamen Termin im August, wurde uns seitens des Amtes für Umwelt geraten mit eben jenem Amt einen Termin zu finden um das weitere Vorgehen zu besprechen. Seither ist uns trotz eines positiven Umweltgutachtens, welches wir bei einem Umwelttechniker des TÜV in Auftrag gegeben haben, ein Termin versagt geblieben. Stattdessen wird uns geraten einen Antrag zu stellen, bei dem in Aussicht gestellt wird, gemeinsam eine Lösung zu finden. Nachdem wir den Antrag stellen, wird dieser wortlos abgelehnt und wir hören auch auf mehrmaliges Nachfragen nichts mehr aus dem Amt für Umwelt. Ein anderes Beispiel kommt direkt aus dem Kulturraummanagement. Hier haben wir zu Beginn der Amtszeit 2022 unsere Ideen und Konzepte vorgestellt. Wir wurden belächelt, uns wurde mitgeteilt, dass das so nicht möglich sei und wir uns mit unseren Ideen zurückhalten sollten. Nachdem wir nun, wie oben bereits geschrieben, die Möglichmachung des Projektes durch diverse Gutachten und Konzepte aufgezeigt haben, müssen wir feststellen, dass das Kulturraummanagement anstatt uns dabei zu unterstützen das Projekt voran zu treiben, es uns mit unseren eigenen Konzepten aus den Händen nehmen und die Lorbeeren dafür selbst einheimsen möchte. Das Amt für Liegenschaften schrieb uns dazu, dass das Kulturraummanagement jetzt den Fall von ganz vorne aufrollt. Das bedeutet nicht nur mindestens drei bis fünf weitere Jahre in denen Kinder und Jugendliche ohne Aufsicht auf den 10m hohen Dächern rumlaufen und den weiteren Verfall des denkmalgeschützten und wirklich schönen Gebäudes, sondern auch, dass wir einen fünfstelligen Betrag ausgegeben und alle Punkte der Ämter nach und nach abgearbeitet haben, damit am Ende der Klüngel unter den Ämtern siegt und anstatt eines Bewerbers, nämlich unseres gemeinnützigen Vereins, welcher immer wieder Tatsachen schafft und Ergebnisse abliefert, das Kulturraummanagement mit unseren Konzepten das Fort XI dem Untergang preisgibt. Denn laut eigener Aussage, sind weder die Gelder, noch die personellen Ressourcen vorhanden um ein solches Projekt zu stemmen. Auch aus dem Bauamt müssen wir uns regelmäßig mit unseriösen Aussagen rumschlagen. So wissen die Kolleg*innen nicht einmal, dass eine Straße zum Fort führt, wobei die Konzepte bereits seit über zwei Jahren bei allen Ämtern liegen müssten. Gleichzeitig wird uns aber mitgeteilt, dass kein Fluchtweg vorhanden sei. Dies haben wir mittlerweile durch ein positives Gutachten der Feuerwehr widerlegen lassen. Seither ist auch aus diesem Amt keine Rückmeldung mehr für uns ersichtlich. Wir haben Rückhalt aus verschiedenen Parteien, Bürgervereinen wie dem Bürgerverein Mülheim, Kinderhilfe Mesopotamien, Lebenshilfe eV, dem Jugendamt, Amt für Denkmalschutz, Fortis Colonia und vielen mehr. Trotzdem verweigert die Verwaltung ein Weiterkommen. Dies ist für uns nicht nur nicht nachvollziehbar, sondern entbehrt jeglicher Logik. Die Stadt braucht Räume in denen die von uns vorgeschlagenen Konzepte möglich sind, verweigert aus unerfindlichen Gründen jedoch das Weiterkommen und gibt lieber Steuergelder für teure Anwaltskanzleien aus (Kulturraummanagement) oder um aufgebrochene Schlösser und Zäune wieder auszutauschen (das Amt für Liegenschaften zahlt jedes Jahr laut eigener Aussage knapp 60.000€ dafür), anstatt das Fort XI endlich für ihre Bürger*innen zur Verfügung zu stellen. Ich möchte Sie als Vorsitzender des Vereins und der Interessensvertretung Fort XI darum bitten dieser Sache nachzugehen. Wir als Bürger*innen dieser Stadt können das inkompetente Verhalten der Verwaltung so nicht mehr hinnehmen und arbeiten gerade unter anderem mit dem Kölner Stadt-Anzeiger, als auch mit dem WDR an einer Reportage zu dieser Bankrott Erklärung seitens der Verwaltung. Es braucht aber Beschlüsse aus den politischen Gremien um dieser völlig außer Rand und Band geratenen und abseits der Realität agierenden Ämter wieder Herr zu werden. Ich hoffe inständig, dass Sie hier etwas ausrichten können. Wir haben immer wieder unsere Kooperationsbereitschaft gezeigt und sind weiterhin gewillt hier etwas Positives zu schaffen, allerdings kann das nur geschehen, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen und dafür müssen auch die Behörden mitspielen. Ich danke Ihnen im Namen des Vereins und der Interessensvertretung vorab für Ihre Zeit und die Mühe. Wir wünschen Ihnen ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Mit freundlichen Grüßen
Anlage 2 Auszug aus der Niederschrift BAB 18.11.24
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Geschäftsführung Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden Frau Pesch Telefon: (0221) 221 26144 Fax: (0221) E-Mail: doris.pesch@stadt-koeln.de Datum: 12.12.2024 Auszug aus der Niederschrift der 27. Sitzung des Ausschusses für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden vom 18.11.2024 öffentlich 2.1 Bürgereingabe nach § 24 GO– „Fort XI in Mülheim“, Aktenzeichen 221/23 B 2402/2024 Die Petentin sowie die Fachverwaltung sind nicht anwesend. Frau Oedingen, SPD, möchte sich mit ihrer Fraktion dem Beschlussvorschlag an- schließen. Frau Schöppen, FDP, kann den von Frau Oedingen angesprochenen Unmut des Pe- tenten nachvollziehen. Der Beschluss zur Konzeption, Sicherung und zukünftigen Nut- zung der Festanlagen sei im Jahr 2000 gefasst worden. Seitdem sollte sich die Ver- waltung um die Nutzung kümmern. Bisher sei auch mit dem Fort XI nichts passiert. Zwischenzeitig war er als Lagerraum genutzt worden und in den letzten zehn Jahren verfällt er nach und nach. Die Initiative habe ein gutes gesamtheitliches Konzept nicht nur für Open Air sondern auch für die Innennutzung vorgelegt; hierfür viel Geld inves- tiert und sich mit vielen Verwaltungsstellen auseinandergesetzt. Plötzlich erfährt sie, dass eine Ausschreibung geplant ist und die Stadt ein Konzept erstellt hat für Open Air Veranstaltungen und der Petent sich hierauf bewerben kann. Das sei sehr schade. Als Ergänzung zu der vorliegenden Beschlussempfehlung der Verwaltung schlägt Frau Schöppen vor, der Verwaltung mitzugeben, über ein ganzheitliches Konzept nachzudenken, gegebenenfalls auch an den Liegenschaftsausschuss zu verweisen. Herr Gebhardt, AfD, schließt sich der Vorrednerin an. Es müsse geklärt werden, wieso dem Petenten Hoffnungen gemacht wurden und auch wer ihn möglicherweise falsch beraten hat. Die Verwaltung sollte für sich klären, wie künftig damit umgegangen wird. Herr Horn, die Grünen, geht davon aus, dass die Kommunikation nicht funktioniert hat. Laut Verwaltung sollten zusätzliche Unterlagen eingereicht werden, laut Petent sei ihm ein Termin versagt worden. Hierzu hätte man die Verwaltung heute gerne gehört. Die fünf geplanten Veranstaltungen seien erfreulich; die Verwaltung habe aber noch nicht dargelegt, was langfristig geplant ist. Dies möchte seine Fraktion gerne wissen. Man ginge aber mit dem Verwaltungsvorschlag mit. Herr Erkelenz, CDU, unterstützt den Verwaltungsvorschlag, möchte jedoch in Bezug auf die Äußerung der Frau Schöppen wissen, wie die Verwaltung sich überhaupt die Erhaltung der Forts vorstellt. Herr Erkelenz spricht die Möglichkeit an, die Erhaltung und Nutzung der Forts durch private Investoren sicherstellen zu lassen. Er möchte wissen, ob die sämtlichen Fort Anlagen auch von innen bespielbar und mit Publikum nutzbar sind. Frau Schöppen, FDP, merkt an, dass das gleiche Verwaltungsverhalten auch in Be- zug auf den Fort X vorgefallen sei. Die Nippeser Bürgerwehr habe sich beworben und ein Konzept vorgelegt. Als es dann seitens der Verwaltung hieß, man mache eine Ausschreibung, habe sich die Nippeser Bürgerwehr nicht mehr darauf eingelassen. Die Ausschreibung sei von der Initiative mehr Demokratie gewonnen worden. Auf- grund eines Fehlers in der Ausschreibung, müsse diese jetzt erneut stattfinden. Sie möchte, dass dies in diesem vorliegenden Fall vermieden wird. Deshalb schlägt sie für den Beschlusstext den Zusatz vor: „Ein ganzheitliches Konzept in Abstimmung mit al- len interessierten Vereinen soll gefunden werden.“ Herr Derichsweiler, Ausschussvorsitzender, schlägt vor, im ersten Schritt, die Fragen, insbesondere zu der längerfristigen Nutzung, durch die Verwaltung beantworten zu lassen und im zweiten Schritt sowohl Fragen und Antworten als auch die Eingabe mit Protokollauszug den Liegenschaftsausschuss zur Kenntnis zu geben. Frau Schöppen, FDP, ist damit einverstanden. Frau Oedingen, SPD, stellt die Rückfrage, ob die Verwaltung laut Beschlusstext nicht bereits an einem Gesamtkonzept arbeitet. Frau Schöppen, FDP, ist der Ansicht, dass alles zu lang dauert. Damit sich etwas be- wegt möchte sie gerne nochmal nachhaken. Herr Derichsweiler, Ausschussvorsitzender, lässt abstimmen über den Beschlussvor- schlag mit dem Zusatz, dass das Protokoll und die Eingabe dem Liegenschaftsaus- schuss zur Kenntnis gebracht wird inklusive der Fragen Richtung Fachverwaltung. Geänderter Beschluss: Der Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden dankt dem Pe- tenten für seine Eingabe, beschließt aber den Antrag des Petenten abzulehnen. Ämterübergreifendes Ziel der Verwaltung ist eine gemeinwohlorientierte Nutzung des Fort XI zu ermöglichen und die Außenfläche des Fort XI für temporäre Open-Air-Nut- zungen im Jahr 2025 zur Verfügung zu stellen. Der Petent hat zu gegebener Zeit die Möglichkeit sich über die geplante Ausschrei- bung als Veranstalter mit einem aussage- und prüffähigen Konzept zu bewerben. Der Fachverwaltung soll der Auszug aus der Niederschrift zur Kenntnis gege- ben werden mit der Bitte, die Fragen des Ausschusses zu beantworten. Die Eingabe sowie der Auszug aus der Niederschrift wird dem Liegenschafts- ausschuss zur Kenntnis gegeben. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3980/2024
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 19.12.2024
- Erstellt
- 16.12.2024 09:12