2371/2020
Annahme einer Schenkung von Gemälden und Artefakten indigener Künsterinnen und Künstlern Australiens (Sammlung Klaus Kaufhold) für das Rautenstrauch-Joest-Museum
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Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/4513 Vorlagen-Nummer 2371/2020 Freigabedatum 25.08.2020 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Annahme einer Schenkung von Gemälden und Artefakten indigener Künsterinnen und Künstlern Australiens (Sammlung Klaus Kaufhold) für das Rautenstrauch-Joest-Museum Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat nimmt die Schenkung von Gemälden und Artefakten indigener Künstlerinnen und Künstlern Australiens von Klaus Kaufhold an das Rautenstrauch-Joest-Museum an. Ausschuss Kunst und Kultur 25.08.2020 Rat 10.09.2020 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung Die Sammlung von Gemälden und Artefakten indigener Künstlerinnen und Künstler Australiens (Sammlung Klaus Kaufhold) wird dem Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM) zur Schenkung angebo- ten. Die Kunstformen der indigenen Bevölkerung Australiens haben mit nachweislich mehr als 40.000 Jahren die weltweit längste Kontinuität. Traditionell malten die Aborigines vergänglich auf Sand und Körper und permanent auf Fels, später auf Gebrauchsgegenstände und insbesondere in Nordaustra- lien auf Rinde. Anfang der 1970er-Jahre begann in Papunya, ca. 240 km nordwestlich von Alice Springs im Herzen Australiens eine der spannendsten Kunstbewegungen des letzten Jahrhunderts – die Transformation in Malerei auf Leinwand. Entlang von Verwandtschaftslinien und Reiserouten zu Zeremonien und teils durch staatliche Programme gefördert wurde die Idee später in anderen Teilen das Kontinents aufgegriffen und angepasst, wodurch sich einzelne Regionen entwickelten und sich heute klar in unterschiedlichen Designs und Techniken widerspiegeln. Die Sammlung Klaus Kaufhold umfasst 11 Gemälde auf Leinwand aus der Central und Western De- sert Region, vier Rinden aus Arnhemland im Norden Australiens sowie 36 Artefakte, schwerpunktmä- ßig aus der Kimberley-Region im nördlichen Westen. Alle Arbeiten entstanden in den 1980er-Jahren und repräsentieren Ausdrucksformen kulturellen Identifikationen in der für die indigene Bevölkerung Australiens so wichtigen Epoche ab den 1970er-Jahren. Die Gemälde – teilweise international aner- kannter Künstlerinnen und Künstlern – wurden in damals bekannten Galerien erworben. Die Artefakte wurden von einem australischen Wissenschaftler (langjähriger Forschungspartner des mittlerweile verstorbenen Prof. Dr. Helmut Petri, 1956–1971, ordentlicher Prof. für Ethnologie der Uni Köln) be- stimmt und als für den Touristenmarkt hergestellte Dinge identifiziert, so dass die Sammlung hinsicht- lich ihrer Provenienz als unproblematisch eingestuft werden kann. Die Australiensammlung des RJM besteht nahezu ausschließlich aus historischen Artefakten aus dem frühen 20 Jh. Die Annahme der Sammlung Kaufhold bietet die Möglichkeit, den Grundstock ei- ner kleinen Sammlung australischer Gegenwartskunst zu legen und mit traditionell gefertigten Arte- fakten aus den 1980er-Jahren auch dort an die Gegenwart anzuschließen. Es bestehen keinerlei Verpflichtungen zur Ausstellung oder sonstigen Vermittlung der Sammlung. Der Wert der Schenkung wird auf 44.000 € geschätzt. Er wurde anhand von vorliegenden Rechnun- gen des Besitzers in Abgleich zu Katalogen des Auktionshauses Wooley &Wallis 2016-2019 sowie über die Internetseiten der Galerien Japingka Art und Aboriginal Art Store ermittelt. Mit der Annahme der Schenkung hat der Schenker Anspruch auf Ausstellung einer Zuwendungsbe- scheinigung in Höhe des Wertes der Schenkung. 3 Begründung der Dringlichkeit Die Hauptaufgabe der wissenschaftlichen Museen ist der Auf- und Ausbau von Kunst- und Kulturgut durch Sammeln, Erhalten und Forschen. Durch die Schenkung der Sammlung Klaus Kaufhold erhält das Rautenstrauch-Joest-Museum eine hochkarätige Sammlung von Gemälden und Artefakten indi- gener Künstlerinnen und Künstler, die den bestehenden Sammlungsbestand hervorragend ergänzen. Aufgrund umfangreicherer Abstimmungen war eine frühere Vorlage nicht möglich. Der Schenker hat sich die Annahme der Schenkung mit Beschluss des Rates am 10. September 2020 erbeten.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2371/2020
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 25.08.2020
- Erstellt
- 03.08.2020 16:18