3610/2018
Blumenerde und Gartenkompost der AVG - kleinere Gebinde
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Beantwortung einer Anfrage (BV)
3476 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle II/20/201/2 Vorlagen-Nummer 3610/2018 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 5 (Nippes) 15.11.2018 Blumenerde und Gartenkompost der AVG - kleinere Gebinde Die Fraktion Bündnis 90/die Grünen in der Bezirksvertretung 5 (Nippes) hat eine Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates zu Blumenerde und Gartenkompost der Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH (AVG) (AN/1791/2017) gestellt. Die Verwaltung hat die AVG dies- bezüglich um Stellungnahme gebeten. Die AVG beantwortet die Nachfragen wie folgt: Frage 1: Wie viel Blumenerde und Gartenkompost werden jährlich hergestellt? Antwort der AVG: Die Herstellung erfolgt in Erdenwerken mit ausgereiftem Grüngutkompost. Die AVG Kompostierung stellt verfahrensbedingt keinen reinen Grüngutkompost her. Dieser Grüngutkompost stammt aus an- deren Kompostierungsanlagen, mit denen die AVG Kompostierung kooperiert. Grüngutkompost wird deshalb verwendet, weil er weniger Nährstoffe enthält und daher für den spezifischen Anwendungs- zweck besser geeignet ist. Jährlich werden ca. 10.000 Säcke à 45 l abgesetzt. Frage 2: Um welches weitere organische Material und aus welchen Gewerbebetrieben, welches laut der Homepage der AVG ebenfalls zu Kompost und Gartenerde verarbeitet wird, handelt es sich dabei? Antwort der AVG: Für die abgesackte Ware wird ausschließlich Grüngutkompost verwendet. Die Kompostierungsanlage Köln-Niehl produziert vorzugsweise Komposte für die Landwirtschaft. Ausgangsmaterialien sind dabei Bioabfälle und Strauch- bzw. Grünschnitt. Frage 3: Wird dazu nur Material aus Köln verwertet oder auch Material aus umliegenden Gemeinden oder gewerblichen Betrieben außerhalb Kölns? Antwort der AVG: Bioabfälle und Grünschnitt stammen sowohl aus Köln wie auch aus der Umgebung Kölns. So liefern z.B. Gartenbauunternehmen aus dem Rhein-Erft-Kreis oder dem Rhein-Kreis-Neuss Grünschnitt an. Frage 4: Übersteigt die Nachfrage nach den Produkten Blumenerde/Gartenkompost das Angebot? Wenn ja, in welchem Maße? Wenn nein, was passiert mit der überzähligen Menge? 2 Antwort der AVG: In der Kompostierungsanlage Köln Niehl werden sog. Frischkomposte hergestellt. Ursächlich hierfür sind Vertriebs- und Absatzerforderlichkeiten. Derartige Frischkomposte zeichnen sich dadurch aus, dass sie in kürzeren Zeiträumen erzeugt wer- den können und zugleich biologisch restaktiv (und damit positiv für die Humusbildung) sind. Derartige Komposte werden vorzugsweise von der Landwirtschaft und der Rekultivierung, aber auch von Ga- LaBau-Unternehmen nachgefragt. Das bedeutet, dass die erforderliche Vermarktung großer Massen- ströme sichergestellt wird. Frage 5: Ist es möglich, die Blumenerde und den Gartenkompost auch in kleineren Gebinden als den angebotenen 45 l Gebinden, ggf. sogar lose zum Abtransport in Gefäßen/Eimern nach Gewicht zu verkaufen? Antwort der AVG: Humusboden (Mischung aus Kompost und Muttererde) und Feinkompost können seit Jahren in loser Form ab 1 m³ (z.B. per Anhänger) am Recyclinghof Niehl der AVG Ressourcen erworben werden. Das bestehende Angebot an Sackware hält die AVG nur aus abfallwirtschaftlichen Gründen und zur Akzeptanzförderung der Biotonne aufrecht. Die Vermarktung von Sackware ist nicht wirtschaftlich. Deshalb erfolgt auch keine weitere Differenzierung der Gebinde.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3610/2018
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (BV)
- Datum
- 07.11.2018
- Erstellt
- 02.11.2018 09:26