2010/0219
Schulinsel Masterplanung
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anlage 2
31515 Zeichen
MASTERPLAN SCHULINSEL
Standortuntersuchung
Auftraggeber Eigenbetrieb Immobilienmanagement
Darmstadt
Fachbereich Bauunterhaltung
und Projektsteuerung
Bessunger Str. 125
64295 Darmstadt
Architekten Planungsbüro Kellner Kraus Stark GmbH
Hügelstr. 19
64283 Darmstadt
www.kks-architekten.com
Stand: August 2009
INHALTSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG ........................................................................................................................3
Anlass der Untersuchung .........................................................................................................3
Aufgabenstellung ......................................................................................................................3
Bestand Schulinsel - Vogelperspektive ....................................................................................4
2. GESCHICHTE ......................................................................................................................5
Geschichte Johannesviertel .....................................................................................................5
Geschichte Schulinsel ..............................................................................................................5
3. STANDORTUNTERSUCHUNGEN ......................................................................................7
Standortuntersuchung Mensa ..................................................................................................7
Bewertung der Eleonorenturnhalle ...........................................................................................9
Standortuntersuchung Sporthalle ...........................................................................................11
4. ZIELVORSTELLUNG – MASTERPLAN .............................................................................12
Ziel..........................................................................................................................................12
Ergebnis. ................................................................................................................................13
5. VARIANTEN .......................................................................................................................14
Variante 01 .............................................................................................................................14
Variante 02 .............................................................................................................................15
Variante 03 .............................................................................................................................16
Freiflächen - Vergleich Bestand und Varianten ......................................................................17
6. ETAPPEN ...........................................................................................................................18
Etappe 01 ...............................................................................................................................18
Etappe 02 ...............................................................................................................................19
Etappe 03 ...............................................................................................................................19
Etappe 04 ...............................................................................................................................19
Etappe 04 – Alternative .........................................................................................................19
Etappe 05 – Alternative ..........................................................................................................20
Etappe 06 ...............................................................................................................................20
7. FAZIT ..................................................................................................................................21
3
1. EINLEITUNG
Anlass der Untersuchung
Das Planungsbüro Kellner Kraus Stark wurde vom Immobilienmanagement Darmstadt beauf-
tragt, ein funktionales Gesamtkonzept für die Schulinsel zu erarbeiten, das die Belange des
Denkmalschutzes, des Städtebaus und die schulischen Erfordernisse im Sinne einer Master-
planung einbezieht.
Für die Ziele dieses Gesamtkonzeptes, die in einem ersten Vorgespräch am 26.05.09 bei der
IDA definiert wurden, werden unterschiedliche städtebauliche Varianten untersucht, sowie ein
Etappenplan erstellt.
Bei einem weiteren Termin vor Ort am 15.07.09 wurde die Turnhalle der Eleonorenschule,
die einen wichtigen Teil der Untersuchung darstellt, von Vertretern des Schul- und Sportamts,
sowie den Bauherren und Architekten für ihr weiteres Nutzungskonzept bewertet.
Aufgabenstellung
Die Entwicklung der Schulen zu Ganztagesschulen, bzw. die Verkürzung der Gymnasialzeit
auf acht statt neun Jahre führt zu der Notwendigkeit, ein Mittagessensangebot, eine Nach-
mittags- und Hausaufgabenbetreuung, sowie Aufenthaltsbereiche anzubieten.
Das erfordert eine Neustrukturierung der vorhandenen Gebäude mit ihren spezifischen Nut-
zungen.
Auf der Schulinsel gibt es drei Schulen mit verschiedenen Nebengebäuden, wie Aula und
Turnhalle, die im Zuge der Untersuchung auf ihre evtl. neuen Nutzungsmöglichkeiten hin
bewertet werden.
4
Bestand Schulinsel - Vogelperspektive
AULA DWS
SANITÄRGEBÄUDE PAVILLON
DIESTERWEGSCHULE
LISTBAU
FACHKLASSENTRAKT ELO+LIO
JUSTUS-LIEBIG-SCHULE
ELEONORENSCHULE
5
2. GESCHICHTE
Geschichte Johannesviertel
Mit beginnender Industrialisierung entstand Mitte des 19. Jahrhunderts die Notwendigkeit,
das innere Stadtgebiet zu erweitern. Von 1860 bis 1880 verdoppelte sich die Bevölkerung
und der Bau von Wohnungen wurde immer dringender. Die sogenannte Mollerstadt wurde
nach Nordwesten (Johannesviertel), nach Süden (Bessungen) und nach Südosten (Woogs-
viertel) erweitert.
Im Johannesviertel siedelte sich wegen der vorhandenen Eisenbahnlinien zunächst vorwie-
gend Industrie an. An der Bismarckstraße und der Frankfurter Straße gab es bereits einige
herrschaftliche Häuser, so dass das Viertel sich einerseits zum Industrie- und andererseits zu
einem besseren Wohnviertel entwickelte.
Das Quartier ist die erste planmäßige Stadterweiterung durch eine private Baugesellschaft.
Der Maschinenfabrikant Blumenthal gründete mit anderen Spekulanten zusammen die Bau-
gesellschaft Blumenthal & Cie., die einen großen Teil des Landes kauften und sich verpflich-
teten, dessen Erschließung zu übernehmen. 1871 legte die Baugesellschaft einen Bebau-
ungsplan vor, dessen Umsetzung noch heute im Stadtbild ablesbar ist.
Nach 1875 ließen die Bautätigkeiten wegen der Rezession zunächst nach; erst ab 1890
wurde mit dem beginnenden Wirtschaftaufschwung die Entwicklung der neuen Stadtgebiete
wieder aufgenommen.
1894 bekam das Johannesviertel mit dem Bau der Johanniskirche im neugotischen Stil einen
markanten Mittelpunkt.
Das Johannesviertel ist im 2. Weltkrieg wenig zerstört worden und ist daher ein weitgehend
zusammenhängendes und gut erhaltenes, baukünstlerisch und handwerklich wertvolles
Stadtviertel.
Es stellt aufgrund seines einheitlichen historischen Stadtbilds und der großen Anzahl hervor-
ragender Einzelbauten und Baugruppen eine zu schützende Gesamtanlage dar.
Geschichte Schulinsel
Die sogenannte Schulinsel umfasst das Gelände zwischen Julius-Reiber-, Kasino-, Wilhelm-
Leuschner- und Landwehrstraße. Das Gebiet ist seit Ende des 19. Jahrhunderts in städ-
tischem Besitz. Im westlichen Teil war früher ein Viehmarkt, im östlichen Teil war bis 1902
eine Gasfabrik in Betrieb.
Nach deren Verlegung stand das gesamte Gelände zur Verfügung und wurde in zwei Schrit-
ten (1888-89 und 1901-11) bebaut.
6
Die Justus-Liebig-Schule und die Eleonorenschule wurden als höhere „Knaben – und Mäd-
chenschule“ im östlichen Teil der Schulinsel von August Buxbaum 1909-1911 gebaut. Die An-
lage besteht aus den zwei Schulhauptgebäuden und der die beiden Baukörper verbindenden
Turnhalle, sowie dem Schuldienerhaus an der Julius-Reiber-Straße.
Das Listgebäude wurde in Anlehnung an den venezianische Renaissancestil bereits im letz-
ten Jahrzehnt des 19.Jahrhunderts erbaut. Das Backsteingebäude beinhaltet neben Klas-
senräumen eine kleine Turnhalle im westlichen Teil des Gebäudes.
Die Diesterwegschule an der Ecke Kasino- / Julius-Reiber-Straße wurde 1901-1903 von
Franz Frenay und Johann Kling im westlichen Teil gebaut. Sie umfasst das Hauptgebäude,
das Schuldienerwohnhaus an der Kasinostraße, sowie ebenfalls eine (kleine) Turnhalle ge-
genüber der Schule.
In den 1970er –1980er Jahren wurde die Schulinsel um einen Fachklassentrakt westlich der
Turnhalle zwischen Eleonoren - und Justus-Liebig-Schule, sowie um das sogenannte Sa-
nitärgebäude zwischen der Turnhalle der Diesterwegschule und dem Listbau erweitert. Um
die räumlichen Nöte zu beheben, entstand - eigentlich als Übergangslösung geplant – der
3-geschossige „Pavillon“ im nordwestlichen Teil des Grundstücks.
Eleonorenschule l Turnhalle l Justus-Liebig-Schule
Diesterwegschule l Aula DWS l Listgebäude
Sanitärgebäude l Pavillon l Fachklassentrakt
7
3. STANDORTUNTERSUCHUNGEN
Standortuntersuchung Mensa
Das Büro Franz + Felgenträger hat sich bereits 2007 mit dem Bau einer Mensa für die Schu-
linsel beschäftigt. Als mögliche Standorte wurden die Turnhalle des Listgebäudes (mit und
ohne Anbau) und ein Neubaustandort im Schulgarten der Eleonorenschule an der Julius-Rei-
ber-Straße untersucht, wobei die Variante, die Mensa in die Turnhalle des Listgebäudes mit
einem wintergartenähnlichen Anbau unterzubringen von den nutzenden Schulen favorisiert
wurde.
Die konkretere Planung erfordert allerdings eine erneute Untersuchung der Situation. Das Li-
stgebäude gehört als Teil der Schulinsel zu dem aus denkmalpflegerischen Gesichtspunkten
zu schützenden Gesamtensemble und bedarf daher eines behutsamen Umgangs. Der An-
bau an die Turnhalle würde den Abbruch der historischen Backsteinfassade mit fünf großen
Rundbogenfenstern zur Folge haben. Darüber hinaus würden fünf große, ausgewachsene,
100-jährige Kastanien zwischen dem Listgebäude und der Diesterwegschule gefällt werden
müssen, die mit Ihrer enormen Räumlichkeit den historischen Charakter des Ensembles
prägen.
Der Anbau würde diesen Raum mit - vor allem wegen des schönen Baumbestands - hoher
Aufenthaltsqualität zur Restfläche degradieren. Die neue Mensa und das Sanitärgebäude
würden verschmelzen und die räumliche Situation verunklären.
Des Weiteren ist die Lage der Mensa nicht auf die nutzenden Schulen (Eleonorenschule und
Justus-Liebig-Schule) ausgerichtet, sondern liegt abseits und kann deshalb nicht den neuen
kommunikativen Mittelpunkt der Schulinsel darstellen.
räumliche Situation Turnhalle Listgebäude l Baumbestand
8
Ein idealer Standort für die neue Mensa der Schulinsel wäre dagegen die Turnhalle der Eleo-
norenschule, die zwischen den beiden Schulhauptgebäuden liegt. Die Anfang des 20. Jahr-
hunderts zu Turnzwecken für sowohl die „Knabenschule“ Justus-Liebig-Schule, als auch die
„Mädchenschule“ Eleonorenschule gebaute Halle war in der Mitte geteilt. Sie hatte auf jeder
Seite eine Umkleide und in der Mitte einen Geräteraum für beide Schulen. Die Längsseiten
des Gebäudes waren ehemals offene Säulengänge, die in den 1950er Jahren im Zuge des
Umbaus zur Stadthalle geschlossen wurden. Auf der Ostseite des Gebäudes sind die Säulen
noch sichtbar. In den 1970er Jahren wurde die Stadthalle zur Turnhalle – diesmal nur für die
Eleonorenschule – umgebaut, dessen Zustand man heute noch vorfindet.
Bestandsgrundriss Turnhalle um 1900 Planungsbüro Kellner, Kraus, Stark GmbH Hügelstraße 19, 64283 Darmstadt
444 Eleonorenschule Darmstadt BESTAND/GRUNDRISSE/Turnhalle/EG Turnhalle 1 : 212.82 27.08.2009
RR DN 100
RR DN 100
RR DN 100
RR DN 100
RR DN 100
RR DN 100
HK Bestand
HK Bestand
HK Bestand
HK Bestand
HK Bestand HK Bestand
RR DN 100
RR DN 100
RR DN 100
Grundriss Turnhalle 2009
9
Bewertung der Eleonorenturnhalle
Die Turnhalle eignet sich aus verschiedenen Gründen heute nicht mehr optimal für eine
Sportnutzung. Die Geräteräume sind zu klein und die aus der Not heraus gefundenen Er-
satzräume (z.B. im Durchgang von Eleonorenschule zur Turnhalle oder auf der Bühne)
stellen keine zulässige und zufriedenstellende Lösung dar. Die Umkleiden und Duschen sind
für ca. 35 Schüler/innen pro Klasse zu klein dimensioniert.
Die Trennung zwischen einem Straßen- und Sportschuhgang fehlt besonders bei der abend-
lichen Vereinsnutzung, so dass die Sportler nur durch die Halle zu den Umkleiden gelangen
können.
Die markierten Sportfelder sind für Wettkämpfe zu klein, so dass die Halle nur zu Übungs-
zwecken nutzbar ist.
Des Weiteren stellt die in den 1950er Jahren eingebaute Bühne ein erhebliches Gefahren-
potential dar. Die Stellwände des Bühnenbilds sind nicht ausreichend fixierbar, die Schüler
können vom Lehrer unbeobachtet auf und hinter die Bühne gelangen und die ca. 1,10 m
hohe Bühne ist nicht gegen Herabspringen, bzw. – stürzen gesichert.
Diese, vor allem räumlichen Nöte, lassen sich aufgrund des nicht erweiterbaren Grundrisses
der Turnhalle durch einen Umbau oder eine Sanierung nicht verändern. Eine Sanierung der
Halle mit Sportnutzung würde daher keine Verbesserung gegenüber dem Bestand erzielen.
Das Turnhallengebäude ist dagegen für die Nutzung als Mensa nicht nur aufgrund ihres
Standorts zwischen Eleonoren- und Justus-Liebig-Schule ideal geeignet. Der Säulengang
auf der Ostseite wird wieder geöffnet und die große Halle wieder hergestellt. Das Gebäude
kann so annähernd auf den alten Bestandsgrundriss von Anfang des 20.Jahrhunderts zu-
rückgebaut werden und das historische Ensemble aufwerten.
Mensa und Cafeteria
1 Mensa
2 Cafeteria
3 mobile
Ausgabetheke
4 Aufwärmküche
5 Spülküche
6 Lager/Kühllager
7 Foyer LIO
8 Umkleide
Personal
9 Stuhllager
10 Bühnenlager
11 WC Beh.
12 WC D/H
13 Garderobe
14 Foyer ELO
494 m
2
94 m2
34 m2
21 m2
12 m2
5-12 m2
43 m2
11 m2
16-27 m2
37 m2
7 m2
15 m2
24 m2
92 m2
RR DN 100
RR DN 100RR DN 100
RR DN 100
RR DN 100
RR DN 100
RR DN 100
RR DN 100
RR DN 100
1
2
3
4 5
7
6
6
8 9
9
10
11 12 12
13
14
288 Sitzplätze
36 Sitzplätze
10
Aula und Cafeteria
Veranstaltungssaal
1 Aula
2 Cafeteria
3 mobile
Ausgabetheke
4 Aufwärmküche
5 Spülküche
6 Lager/Kühllager
7 Foyer LIO
8 Umkleide
Personal
9 Stuhllager
10 Bühnenlager
11 WC Beh.
12 WC D/H
13 Garderobe
14 Foyer ELO
437 m
2
94 m2
34 m2
21 m2
12 m2
5-12 m2
43 m2
11 m2
16-27 m2
37 m2
7 m2
15 m2
24 m2
92 m2
RR DN 100
RR DN 100RR DN 100
RR DN 100
RR DN 100
RR DN 100
RR DN 100
RR DN 100
RR DN 100
1
2
3
4 5
7
6
6
8 9
9
10
11 12 12
13
14
400 Sitzplätze
36 Sitzplätze
1 Saal
2 Bühne
3 Galerie
4 Aufwärmküche
5 Spülküche
6 Lager/Kühllager
7 Foyer LIO
8 Umkleide
Personal
9 Stuhllager
10 Bühnenlager
11 WC Beh.
12 WC D/H
13 Garderobe
14 Foyer ELO
610 m
2
32 m2
64 m2
21 m2
12 m2
5-12 m2
43 m2
11 m2
16-27 m2
37 m2
7 m2
15 m2
24 m2
92 m2
RR DN 100
RR DN 100RR DN 100
RR DN 100
RR DN 100
RR DN 100
RR DN 100
RR DN 100
RR DN 100
1
4 5
7
6
6
8 9
9
10
11 12 12
13
14
620 Sitzplätze
2 3
Dieser neue Mittelpunkt der Schulinsel ist vielseitig nutzbar. Die Hauptnutzung stellt die Men-
sa und die Cafeteria für Eleonoren- und Justus-Liebig-Schule dar. Die Cafeteria ist abteilbar
und ist so auch für kleine separate Veranstaltungen nutzbar. Die mobile Ausgabetheke der
Mensa kann leicht aus der Halle entfernt werden. Je nach Bedarf kann die Halle so für ca.
400-600 Personen bestuhlt werden. Eine mobile Bühne ersetzt die vorhandene fest ein-
gebaute Bühne und ermöglicht so eine flexible Nutzung der Halle als Veranstaltungssaal –
eventuell nicht nur für die beiden Schulen, sondern darüber hinaus auch als Stadtteilhalle für
das Johannisviertel.
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Standortuntersuchung Sporthalle
Die Planungen für die Mensa in der Turnhalle haben zur Folge, dass über einen langfristigen,
mehr als adäquaten Ersatz für den Sportunterricht der Eleonorenschule nachgedacht werden
muss.
Eleonoren- und Justus-Liebig-Schule haben zusammen ca. 2000 Schüler/innen. Nach Infor-
mationen des Schulamts muss man somit von einem Bedarf von 200 Stunden Sport pro Wo-
che ausgehen. Bei einer Belegung von der 1. bis zur 10. Stunde können pro Woche pro Feld
50 Stunden Sportunterricht angeboten werden. Für den gesamten Sportunterricht der beiden
Schulen müssen somit mindestens 4 Felder zur Verfügung stehen. Da bei bestimmten Sport-
arten bzw. Unterrichtseinheiten zwei Hallenfelder benötigt werden ist von einem höheren
Bedarf auszugehen.
Durch den Bau einer neuen 2-Feld-Sporthalle auf dem Gelände der Schulinsel könnte man
zusammen mit 2 – 4 weiteren Feldern der Kasinohalle (4-Feld-Sporthalle) den kompletten
Bedarf decken. Da die Kasinohalle bereits sowohl durch die Eleonorenschule mit ca. 65
Stunden, als auch von der Justus-Liebig-Schule mit ca. 122 Stunden genutzt wird, sollte
dies kein Problem darstellen (gem. Hallenbelegungsplan Kasinohalle für das Schuljahr
2008/2009).
Der Sporthallenneubau ermöglicht außerdem für beide Schulen die Zusammenführung des
Sportunterrichts an den Schulstandort, da zur Zeit Teile des Unterrichts in die Bürgerparkhal-
le bzw. den Herrengarten ausgelagert sind.
12
4. ZIELVORSTELLUNG – MASTERPLAN
Ziel
In Anbetracht der Tatsache, dass die Untersuchung der derzeitigen Sporthalle zu dem Er-
gebnis kommt, dass eine Sanierung dieser Halle zu Sportzwecken keine Verbesserung der
funktionalen Mängel bringen wird und aus denkmalpflegerischen Gründen ein Rückbau der
in den 50er Jahren geschlossen Arkaden angestrebt wird, wird vorgeschlagen, die Halle als
Mensa und Versammlungsraum für beide Schulen umzunutzen, zumal sie als verbindendes
Glied zwischen den beiden Schulen liegt.
Gleichzeitig wird die bisher favorisierte Mensalösung im EG des Listgebäudes aus denk-
malpflegerischen Gründen und vor allem wegen der notwendigen Baumfällungen als nicht
sinnvoll angesehen. Durch die Fällung der über 100-jährigen Kastanien wird der prägende
Charakter des Freiraums zwischen zwei historischen Gebäuden vernichtet. Ein Anbau an die
Turnhalle zur Erweiterung der für eine Mensa notwendigen Flächen führt zur Zerstörung der
historischen Fassade und des Gesamtensembles.
Durch die Entwicklung zur Ganztagesschule und die Verkürzung der Gymnasialzeit von neun
auf acht Jahre, ist es bereits in der Unterstufe nötig, Nachmittagsunterricht zu geben, so
dass es auch über die Mittagsessenslösung hinaus Überlegungen zu Aufenthaltsbereichen
z.B. während Freistunden geben muss. Für die Justus-Liebig-Schule wäre eine denkbare
Lösung, das Dachgeschoss als Bibliothek und Aufenthaltsbereich umzunutzen. Die Eleono-
renschule erhält im Zuge der Sanierung eine große Bibliothek im Untergeschoss des Haupt-
gebäudes, sowie ein neues Schülercafé im neuen Foyergebäude zwischen Turnhalle und
Schule.
Darüber hinaus wäre es als langfristiges Ziel denkbar, das Obergeschoss des Sanitärgebäu-
des als Aufenthaltsbereich umzubauen und für eine spätere Nutzung z.B. der Diesterweg-
schule zur Verfügung zu stellen.
Die städtebaulichen Ziele sind, neben der Arrondierung des Gesamtgrundstücks, durch
Neubauten und Umnutzungen eine deutliche räumliche Verbesserung und klare funktionale
Zuordnungen auf der Schulinsel zu erreichen. Die momentan hauptsächlich nutzenden Schu-
len ELO und LIO werden durch den Umbau der Turnhalle zur Mensa an ihrem Platz gestärkt
und die Diesterwegschule wird durch die Zuordnung der Turnhalle im Listgebäude und der
Aula als eigenständiges Ensemble erhalten. Diese Klärung der Nutzungsbereiche und Zuord-
nungen verbessert die Gesamtsituation auf der Schulinsel.
13
Ergebnis
Die Turnhalle der Eleonorenschule (ELO) wird zur gemeinsamen „Schulinsel-Mensa“ von
Justus-Liebig- und Eleonorenschule. Das Gebäude wird annähernd auf den alten Bestands-
grundriss (um 1910) zurückgebaut und ist über die Mensanutzung hinaus als Aula und Ver-
anstaltungssaal für 400-600 Personen nutzbar.
Um die bisherige Sportnutzung der ELO- Turnhalle zu ersetzen und die Situation für den
Sportunterricht an beiden Schulen zu entspannen, wird vorgeschlagen, eine 2-Feld-Sport-
halle im nordwestlichen Bereich des Geländes zu bauen. Der zur Zeit dort noch befindliche
3-geschossige „Pavillon“ ist ohnehin abgängig. Der dort zur Zeit stattfindende Unterricht der
LIO könnte z.B. ins Listgebäude verlegt werden.
Ein Teil des Geländes an der Landwehrstraße könnte zur Mitfinanzierung der Sporthalle ver-
marktet werden. In diesem Bereich könnte eine 4-5-geschossige Wohnbebauung entstehen,
die diesen Teil der Schulinsel städtebaulich fassen würde.
LANDWEHRSTRASSE
KASINOSTRASSE
WILHELM-LEUSCHNER-STRASSE
JULIUS-REIBER-STRASSE
PARKPLÄTZE PARKPLÄTZE
PARKPLÄTZE
JUSTUS-LIEBIG-SCHULE
FACHKLASSEN-
TRAKT2-FELD-SPORTHALLE
LISTGEBÄUDE
+ TURNHALLE
ELEONORENSCHULEDIESTERWEGSCHULE
SANITÄR-
GEBÄUDE
AULA DWS
MENSA / VERANSTALTUNGSSAAL
GESCHOSSWOHNUNGSBAU
ENTWURF
14
5. VARIANTEN
Für den Standort der 2-Feld-Sporthalle und der sich daraus ergebenen Freiflächen sind ver-
schiedene Varianten untersucht worden.
Variante 01
Ein großes Teilgrundstücks kann bei dieser Variante für Geschosswohnungsbau vermarktet
werden, so dass der Straßenraum an der Landwehrstraße städtebaulich mit einer 4-5-ge-
schossigen Wohnbebauung geschlossen wird. Der Standort für die neue 2-Feld-Sporthalle
ist die bisher relativ ungenutzte Brachfläche rund um den „Pavillon“. Der Neubau „schließt“
orthogonal an das Sanitärgebäude an und verdichtet somit das Ensemble von LIO, ELO,
Fachklassentrakt, Listbau und Sanitärgebäude. Ein zusätzliches Baumdach, unter dem sich
ein kleiner Parkplatz verbirgt, fasst den Straßenraum zwischen LIO und neuer Bebauung an
Landwehrstraße. Der LIO- Schulhof wird von 4800 qm auf 4100 qm verkleinert. Es entsteht
hinter der Sporthalle ein neues Außensportfeld als zusätzliche Bewegungsfläche.
Diese Variante wird aus städtebaulicher, räumlicher, strukturbildender und funktionaler Sicht
favorisiert.
15
Variante 02
Die Sporthalle wird mit der Längsseite an die Landwehrstraße positioniert, was zur Folge hat,
dass hier kein Verkauf eines Teilgrundstücks möglich ist. Der LIO- Schulhof verändert sich
gegenüber der heutigen Situation nicht (ohne Fläche um Pavillon). Hinter der Sporthalle ist
viel Platz für die Erweiterung des Schulhof um ein Außensportfeld.
Die Sporthalle bildet jedoch aufgrund ihrer Höhe, Art und Nutzung keine zufriedenstellende
räumliche Kante zur Straße, so dass diese Lösung aus städtebaulicher und auch wirtschaft-
licher Sicht unbefriedigend ist und nicht weiterverfolgt werden sollte.
16
Variante 03
Die Sporthalle steht mit der Stirnseite an der Landwehrstraße und bildet eine geschlossene
Front. Bei dieser Variante müsste diese Seite eine besondere Gestaltung erhalten. Die
Vermarktung eines kleinen Grundstücks an der Ecke Landwehrstraße/Kasinostraße ist bei
dieser Variante möglich, allerdings ist zu überprüfen, ob sich diese Maßnahme aufgrund des
voraussichtlich geringen Gewinns rentiert. Der LIO- Schulhof wird um ca. 500 qm verkleinert.
Grundsätzlich stellt diese Variante keine optimale raumbildende Bebauung dar.
17
PAVILLON
SANI-
TÄR-
GEB.
JUSTUS-LIEBIG-SCHULE
TURNHALLE
TURN-
HALLE
DIESTERWEGSCHULE
FACHKLASSENTRAKT
ELO
AULA
ELEONORENSCHULE
LISTGEBÄUDE
PARKPLÄTZE
PARKPLÄTZE
BESTAND
LANDWEHRSTRASSE
KASINOSTRASSE
WILHELM-LEUSCHNER-STRASSE
JULIUS-REIBER-STRASSE
PARKPLÄTZE PARKPLÄTZE
SCHULHOF ELO
ca. 3000 qm
SCHULHOF LIO
ca. 4800 qmSONSTIGE
BEW.FLÄCHE
ca. 3100 qm
SCHULHOF DWS
ca. 3200 qm
ca. 1000 qm
SANI-
TÄR-
GEB.
AULA
LANDWEHRSTRASSE
KASINOSTRASSE
WILHELM-LEUSCHNER-STRASSE
JULIUS-REIBER-STRASSE
PARKPLÄTZE PARKPLÄTZE
PARKPLÄTZE
JUSTUS-LIEBIG-SCHULE
TURNHALLE
TURN-
HALLE
DIESTERWEGSCHULE
FACHKLASSENTRAKT
ELO
AULA
ELEONORENSCHULE
LISTGEBÄUDE
SCHULHOF ELO
ca. 3000 qm
ca. 1000 qm
SCHULHOF DWS
ca. 3200 qm
ENTWURF 01
2-FELD-SPORTHALLE SCHULHOF LIO
ca. 4070 qm
WOHNUNGSBAU
SONSTIGE
BEW.FLÄCHE
ca. 1300 qm
ca. 1150 qm
SANI-
TÄR-
GEB.
JUSTUS-LIEBIG-SCHULE
TURNHALLE
TURN-
HALLE
DIESTERWEGSCHULE
FACHKLASSENTRAKT
ELO
AULA
ELEONORENSCHULE
LISTGEBÄUDE
PARKPLÄTZE
LANDWEHRSTRASSE
KASINOSTRASSE
WILHELM-LEUSCHNER-STRASSE
JULIUS-REIBER-STRASSE
PARKPLÄTZE PARKPLÄTZE
SCHULHOF ELO
ca. 3000 qm
SCHULHOF LIO
ca. 4800 qm
SCHULHOF DWS
ca. 3200 qm
ca. 1000 qm
ENTWURF 02
2-FELD-SPORTHALLE
SONSTIGE
BEW.FLÄCHE
ca. 1700 qm
SANI-
TÄR-
GEB.
AULA
LANDWEHRSTRASSE
KASINOSTRASSE
WILHELM-LEUSCHNER-STRASSE
JULIUS-REIBER-STRASSE
PARKPLÄTZE PARKPLÄTZE
PARKPLÄTZE
WOHNUNGSBAU
JUSTUS-LIEBIG-SCHULE
TURNHALLE
TURN-
HALLE
DIESTERWEGSCHULE
FACHKLASSENTRAKT
ELO
AULA
ELEONORENSCHULE
LISTGEBÄUDE
2-FELD-SPORTHALLE
SCHULHOF ELO
ca. 3000 qm
ca. 1000 qm
SCHULHOF LIO
ca. 4300 qm
SCHULHOF DWS
ca. 3200 qm
SONSTIGE
BEW.FLÄCHE
ca. 1900 qm
ENTWURF 03
Freiflächen - Vergleich Bestand und Varianten
Bestand
- Schulhof ELO: ca. 3000 qm
- Schulhof LIO: ca. 4800 qm
- zwischen Fachklassentrakt und Turnhalle:
ca. 1000 qm
(+ überdachter Bereich
Fachklassentrakt ca. 900 qm)
- Schulhof DWS: ca. 3200 qm
- sonstige Bewegungsflächen: ca. 3100 qm
Variante 01
- Schulhof ELO: ca. 3000 qm
- Schulhof LIO: ca. 4070 qm
- zwischen Fachklassentrakt und Turnhalle:
ca. 1000 qm
(+ überdachter Bereich
Fachklassentrakt ca. 900 qm)
- Schulhof DWS: ca. 3200 qm
- Sonstige Bewegungsflächen: ca. 1300 qm
Variante 02
- Schulhof ELO: ca. 3000 qm
- Schulhof LIO: ca. 4800 qm
- zwischen Fachklassentrakt und Turnhalle:
ca. 1000 qm
(+ überdachter Bereich
Fachklassentrakt ca. 900 qm)
- Schulhof DWS: ca. 3200 qm
- sonstige Bewegungsflächen: ca. 1700 qm
Variante 03
- Schulhof ELO: ca. 3000 qm
- Schulhof LIO: ca. 4300 qm
- zwischen Fachklassentrakt und Turnhalle:
ca. 1000 qm
(+ überdachter Bereich
Fachklassentrakt ca. 900 qm)
- Schulhof DWS: ca. 3200 qm
- sonstige Bewegungsflächen: ca. 1900 qm
Die empfohlene Pausenhoffläche liegt in Hessen gemäß „Arbeitshilfen zum Schulbau“ der
Kultusministerkonferenz in Hessen, Fassung Juli 2008, pro Schüler bei 4-6 qm.
18
1
2
3
4
6. ETAPPEN
Um die langfristigen Ziele für die Schulinsel umzusetzen, bedarf es eines etappenweisen
Vorgehens. Hierfür wird der folgende Ablauf vorgeschlagen.
Etappe 01
PAVILLON
SANI-
TÄR-
GEB.
JUSTUS-LIEBIG-SCHULE
TURNHALLE
TURN-
HALLE
DIESTERWEGSCHULE
FACHKLASSENTRAKT
ELO
AULA
ELEONORENSCHULE
LISTGEBÄUDE
PARKPLÄTZE
PARKPLÄTZE
LANDWEHRSTRASSE
KASINOSTRASSE
WILHELM-LEUSCHNER-STRASSE
JULIUS-REIBER-STRASSE
PARKPLÄTZE PARKPLÄTZE
ETAPPE 01
Umnutzung Aula DWS zu Mensa als Zwischenlö-
sung für ELO (wegen Sanierung) und LIO (wegen
Abbruch Pavillon); Ausstattung (mobile Ausgabe-
theke, Mobiliar) bereits kaufen und später in der
neuen Mensa (ehem. Turnhalle ELO) weiternut-
zen; bisherige Nutzung: Theater- AG LIO muss
übergangsweise z.B. in Turnhalle Listbau, ins OG
Sanitärgebäude, oder... ausweichen
Grundrissvorschlag
für die übergangsweise Umnutzung
der Aula DWS zur Mensa
1 Mensa
2 mobile
Ausgabetheke
3 Küche
4 WC D/H
189 m
2
24 m2
38 m2
36 m2
19
Etappe 02
PAVILLON
SANI-
TÄR-
GEB.
JUSTUS-LIEBIG-SCHULE
TURNHALLE
TURN-
HALLE
DIESTERWEGSCHULE
FACHKLASSENTRAKT
ELO
AULA
ELEONORENSCHULE
LISTGEBÄUDE
PARKPLÄTZE
PARKPLÄTZE
LANDWEHRSTRASSE
KASINOSTRASSE
WILHELM-LEUSCHNER-STRASSE
JULIUS-REIBER-STRASSE
PARKPLÄTZE PARKPLÄTZE
ETAPPE 02
Abbruch Pavillon; Sanierung Eleonorenschule;
bisherige Nutzung Pavillon (Mensa und Unter-
richtsräume von LIO) übergangsweise in Aula
DWS, bzw. ins Listgeäude; Mensa Eleonoren-
schule weicht ebenfalls während der Sanierungs-
phase in Aula DWS aus
SANI-
TÄR-
GEB.
JUSTUS-LIEBIG-SCHULE
TURNHALLE
TURN-
HALLE
DIESTERWEGSCHULE
FACHKLASSENTRAKT
ELO
AULA
ELEONORENSCHULE
LISTGEBÄUDE
PARKPLÄTZE
LANDWEHRSTRASSE
KASINOSTRASSE
WILHELM-LEUSCHNER-STRASSE
JULIUS-REIBER-STRASSE
PARKPLÄTZE PARKPLÄTZE
ETAPPE 03
PARKPLÄTZE
+ optional
SANI-
TÄR-
GEB.
JUSTUS-LIEBIG-SCHULE
TURNHALLE
TURN-
HALLE
DIESTERWEGSCHULE
FACHKLASSENTRAKT
ELO
AULA
ELEONORENSCHULE
LISTGEBÄUDE
LANDWEHRSTRASSE
KASINOSTRASSE
WILHELM-LEUSCHNER-STRASSE
JULIUS-REIBER-STRASSE
PARKPLÄTZE PARKPLÄTZE
ETAPPE 04
PARKPLÄTZE
GOETHESCHULE
KASINOHALLE
SANI-
TÄR-
GEB.
JUSTUS-LIEBIG-SCHULE
TURNHALLE
TURN-
HALLE
DIESTERWEGSCHULE
FACHKLASSENTRAKT
ELO
AULA
ELEONORENSCHULE
LISTGEBÄUDE
LANDWEHRSTRASSE
KASINOSTRASSE
WILHELM-LEUSCHNER-STRASSE
JULIUS-REIBER-STRASSE
PARKPLÄTZE PARKPLÄTZE
PARKPLÄTZE
ETAPPE 04
ALTERNATIVE
Etappe 03
Vermarktung eines Teilgrundstücks an der Land-
wehrstraße (Größe je nach Standort der neuen
2-Feld-Sporthalle) zur Mitfinanzierung der Sport-
halle; Ersatzparkflächen an Landwehrstraße
schaffen
Etappe 04
Bau der neuen 2-Feld-Sporthalle für LIO und
ELO; Umbau der Turnhalle ELO zur Mensa /
Veranstaltungssaal; bisherige Nutzung Turnhal-
le: Sportunterricht ELO muss übergangsweise in
Kasinohalle, Goetheschule, Turnhalle Listbau,...
ausweichen
Etappe 04 – Alternative
Bau der neuen 2-Feld-Sporthalle für LIO und
ELO; Turnhalle ELO wird weiter von ELO zum
Sportunterricht genutzt
20
SANI-
TÄR-
GEB.
JUSTUS-LIEBIG-SCHULE
TURNHALLE
TURN-
HALLE
DIESTERWEGSCHULE
FACHKLASSENTRAKT
ELO
AULA
ELEONORENSCHULE
LISTGEBÄUDE
LANDWEHRSTRASSE
KASINOSTRASSE
WILHELM-LEUSCHNER-STRASSE
JULIUS-REIBER-STRASSE
PARKPLÄTZE PARKPLÄTZE
PARKPLÄ
TZE
ETAPPE 05
ALTERNATIVE
SANI-
TÄR-
GEB.
JUSTUS-LIEBIG-SCHULE
TURNHALLE
TURN-
HALLE
DIESTERWEGSCHULE
FACHKLASSENTRAKT
ELO
AULA
ELEONORENSCHULE
LISTGEBÄUDE
LANDWEHRSTRASSE
KASINOSTRASSE
WILHELM-LEUSCHNER-STRASSE
JULIUS-REIBER-STRASSE
PARKPLÄTZE PARKPLÄTZE
ETAPPE 06
PARKPLÄTZE
Etappe 05 – Alternative
Erst Umnutzung der ELO- Turnhalle zur Mensa,
wenn neue 2-Feld-Sporthalle fertiggestellt ist
Etappe 06
Sanierung des Sanitärgebäudes; Umnutzung OG
zu Aufenthaltsbereich
Grundrissvorschlag
für die Umnutzung des Sanitärgebäudes
zum Aufenthaltsbereich
1 Aufenthaltsraum
2 Arbeitsraum
3 Hausaufgaben 1
4 Hausaufgaben 2
160 m
2
50 m2
24 m2
33 m2
1
2
3
4
21
7. FAZIT
Die Standortuntersuchung hat ergeben, dass die Turnhalle der Eleonorenschule aus funkti-
onaler und architektonischer Sicht den besten Ort für die Mensa darstellt. Die hauptsächlich
nutzenden Schulen (ELO und LIO) haben einen direkten Zugang und durch die Umnutzung
der Turnhalle zur Mensa kann das Gebäude relativ nah auf den historischen Bestand zurück-
gebaut werden.
Der Standort in der Turnhalle des Listgebäudes mit einem neuen Anbau wird aus denkmal-
pflegerischen, räumlichen - vor allem außenräumlichen – (prägender Baumbestand) und
funktionalen Gründen zur Weiterverfolgung nicht empfohlen.
Als Ersatz für die Turnhalle der Eleonorenschule wird vorgeschlagen, auf dem Gelände der
Schulinsel eine 2-Feld-Sporthalle zu bauen. Zusammen mit der nah gelegenen Kasinohalle
ist diese in der Lage den Bedarf an Schulsport für ELO und LIO zu decken.
Die ehemalige Diesterwegschule steht weiterhin als vollständige Schule mit Klassenräumen,
Sanitärräumen und kleiner Turnhalle (im Listgebäude) für die Schulnutzung und als Aus-
weichschule während der Umsetzung des Schulbausanierungsprogramms zur Verfügung.
Die städtebauliche Variante 1, bei der ein großes Teilgrundstück an der Landwehrstraße für
Geschosswohnungsbau verkauft werden kann und die Sporthalle zwischen Sanitärgebäude
und Justus-Liebig-Schule in das Ensemble eingebettet wird, wird favorisiert und als Grundla-
ge für die weiteren Planungen empfohlen.
anlage 3
2062 Zeichen
Planungsbüro Kellner, Kraus, Stark GmbH Hügelstraße 19, 64283 Darmstadt 450 Mensa DWS, Darmstadt WERKPLANUNG/WE GRUNDRISSE/WE EG - Mensa WE Grundriss EG 1 : 180 25.03.2010 124 SITZPLÄTZE AP AP weich KW AP HUV SANITÄR- GEBÄUDESpeisesaal 213.47 m² 61.30 m 001 0,00 0,00 GRUNDSTÜCKSGRENZE 10.14 m 6.29 m² WC Beh. 009 44.35 m Terrasse 97.05 m² 006 Kühlraum 3.35 m² 7.36 m WC Pers. H WC Pers. D 008 WC D 15.84 m² 41.16 m 007 WC H 17.45 m² 38.29 m 007a Putzraum 2.33 m² 6.24 m 005 Heizg.vert. 3.95 m² 8.01 m 13.55 m² 15.30 m Spülküche 003 004 Küche 18.13 m² 24.28 m 002 Vorraum 33.93 m² 23.13 m BRH ca. 1,50 m BRH ca. 1,50 m 2.81 2.81 5.20 2.69 21.15 1.925 1.01 2.135 1.925 60 8.86 13 1.97 x.xx 13 8.86 60 13 27 6.80 38 11 34 13 40 2.17 115 4.90 115 1.90 24 4.95 24 6.72 24 2.24 40 6.625 15 2.30 3.10 15 2.70 15 2.30 3.10 15 6.625 60 4.325 70 1.00 2.60 1.00 70 1.00 2.60 1.00 70 4.325 60 7.40 13.30 1.025 115 1.235 115 1.35 1.025 40 97 12 1.21 x.xx 12 1.21 x.xx 12 1.21 x.xx 12 1.21 x.xx 12 1.21 x.xx 12 1.30 40 4097121.21 x.xx 121.21 x.xx 121.21 x.xx 121.21 x.xx 121.21 x.xx 121.3040 40 1.845 115 1.05 x.xx 1.85 40 3.14 20 5.00 x.xx 20 3.29 40 3.14 20 5.00 x.xx 20 3.29 11.83 17.49 40 4.86 83 1.19 88 2.23 1.20 2.23 2.79 125 3.81 4x HEA 100 Stb-Träger 35/20 HEA 100 A A B B li. Rh 3.68 m li.H a.D. - B: D: li. Rh 3.93 m li.H a.D. - li. Rh 3.68 m li.H a.D. - li. Rh 3.68 m li.H a.D. - li. Rh x.xx m li.H a.D. - B: Fliesen D: Putz B: Fliesen D: Putz B: Fliesen D: Putz B: Fliesen D: Putz li. Rh x.xx m li.H a.D. - li. Rh x.xx m li.H a.D. - li. Rh x.xx m li.H a.D. - B: Fliesen D: Putz B: Fliesen D: Putz B: Fliesen D: Putz li. Rh x.xx m li.H a.D. - B: Fliesen D: Putz li. Rh x.xx m li.H a.D. - B: Parkett D: Putz 97 2.01 9 40 20 90 2.01 1.275 115 1.145 90 2.01 33 40 4.86 83 10.70 70 4x HEA 100 1.01 2.135 15 1.25 38 125 125 1.01 2.135 2.675 1.755 125 5 1.01 2.18 1.92 335 885 2.135 1.02 -0,43 3 Stg. 14.5 / 343 Stg. 14.5 / 34 1.01 2.135 20 2.00 1.20 1.20 KASSEGARDEROBE GARDEROBE Getränke- automat RÜCKBEREICH AUSGABE 1.62 1.47 24.63 9.44 1.35 3.05 1.35 9.44
2010/0219
4031 Zeichen
Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 01.06.2010 an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat VI an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss Amt: Eigenbetrieb Immobilienmanagement Darmstadt Behandlung in öffentl. Sitzung Ja Nein OBW bei abschl. Beschlussfassung Magistrat Ja Nein Internetfähig Verteiler: Vorlage-Nr. 2010/0219 Magistratsbeschluss-Nr. Betreff: Schulinsel Masterplanung Vorlage vom: 01.06.2010 Beschlussvorschlag: Die städte- und schulbauliche Studie „Masterplan Schulinsel“ wird zur Kenntnis genommen und der weiteren Verfolgung des Planungsgedankens zugestimmt. Der Umnutzung Aula Diesterwegschule zur Mensa mit Kosten in Höhe von 525.000,00 Euro als ersten Abschnitt wird zugestimmt. Anlagen: Vorlage an die Betriebskommission Erläuterungsbericht Masterplan Schulinsel Grundriss EG - Mensa Kostenschätzung Interimslösung Mensa Datenschutzrelevante Anlage: 2 ... Beschluss des Magistrats vom 3 ... Begründung zur Magistratsvorlage vom 01.06.2010 Begründung: Die Schulinsel setzt sich aus drei Schulen, der Diesterwegschule, Justus-Liebig-Schule und Eleonorenschule mit jeweils mehreren Gebäuden zusammen. Die Schulinsel vermittelt den Eindruck eines Schulcampus mit Gebäuden, überwiegend aus den Gründerzeit. Da an fast allen Schulen baulicher Handlungsbedarf besteht und zusätzlich aufgrund organisatorischer Veränderungen bereits heute mehrere Gebäude von unterschiedlichen Nutzern gemeinsam belegt sind, gilt es nun einen perspektivischen Blick auf die Entwicklung der Schulinsel unter dem Aspekt eines Campus zu werfen. Weiterhin sind die notwendigen Schritte baulicher Maßnahmen im Rahmen des Schulbausanierungs- und Konjunkturprogramms umzusetzen. Aufgrund der oben genannte Fakten wurde das Architekturbüro Kellner, Kraus & Stark mit einer Standortuntersuchung der Schulinsel in Hinblick auf ein funktionales Gesamtkonzept, das die Belange des Denkmalschutzes, des Städtebaus und die schulischen Erfordernisse im Sinn eines Masterplans beauftragt. Des Weiteren sind immobilienwirtschaftliche Aspekte berücksichtigt. Die Variante 01 des Masterplans Schulinsel mit dem Standort der 2-Feldsporthalle und der sich daraus ergebenen Möglichkeit der Vermarktung einer Grundstücksfläche für Geschosswohnungsbau wird festgeschrieben. Auf Seite 21 des Masterplans Schulinsel werden im Fazit die wesentlichen Kernaussagen zusammengefasst. Auf Basis des Masterplans Schulinsel sind in den kommenden Jahren entsprechende Mittel in sinnvollen Raten, unter Berücksichtigung der Haushaltssituation der Stadt Darmstadt, für die sukzessive Umsetzung in den Wirtschaftsplan einzuplanen. Parallel ist der Rahmenplan eng mit der Schulentwicklungsplanung zu verzahnen und regelmäßig auf etwaige Entwicklungen und die damit verbundene Aktualität des Raumbedarfs zu überprüfen. 4 ... Die Betriebskommission des Eigenbetriebes Immobilienmanagement Darmstadt hat in ihrer Sitzung der Realisierung des ersten Schrittes zugestimmt. Als erster Schritt der Umsetzung der Gesamtplanung ist - neben der Sanierung der Eleonorenschule, die z. Zt. bereits im Rahmen des SSP und SIP umgesetzt wird, der Ausbau der ehemaligen Aula der Diesterwegschule zu einer kleinen Mensa (siehe Anlage 2) mit perspektivischem Mehrzweckcharakter. Die Mittel in Höhe von 275.000,00 € stehen für die Umnutzung der Aula aus dem Wirtschaftsplan 2009 zur Verfügung. Für die Ausstattung der Mensa stehen Mittel im Rahmen des Konjunkturprogramms in Höhe von 250.000,00 € zur Verfügung. Der Dezernent IV: Der Dezernent VI: Dr. Dierk Molter Dipl.-Ing. Dieter Wenzel Stadtrat Stadtrat
anlage 1
3358 Zeichen
Eigenbetrieb Immobilienmanagement Darmstadt (IDA) Vorlage für die Betriebskommission des Eigenbetriebes IDA zur Sitzung am 28.04.2010 Tagesordnungspunkt: 5 Betreff: Schulinsel Masterplanung Vorlage vom 15.04.2010 zu beschließen: Die Betriebskommission nimmt die städte- und schulbaulichen Studie "Masterplan Schulinsel" zur Kenntnis und stimmt der weiteren Verfolgung des Planungsgedankens zu. Die Betriebskommission stimmt der Umnutzung Aula Diesterwegschule zur Mensa mit Kosten in Höhe von 525.000,00 Euro als ersten Abschnitt der Umsetzung zu. Beschluss Nr. 2010/012 der Betriebskommission IDA vom 28.04.2010: Der Vorlage wird einstimmig zugestimmt. ( Er u Marit Werner Joachim LisowSki 1. Betriebsleiterin Techn. Betriebsleiter Vene een: 2 et 297, [10-0 73 Te, Team) Begründungsseite an die Betriebskommission des Eigenbetriebes Immobilienmanagement Darmstadt vom 15.04.2010 Begründung: Die Schulinsel setzt sich aus drei Schulen, der Diesterwegschule, Justus-Liebig-Schule und Eleonorenschule mit jeweils mehreren Gebäuden zusammen. Die Schulinsel vermittelt den Eindruck eines Schulcampus mit Gebäuden, überwiegend aus den Gründerzeit. Da an fast allen Schulen baulicher Handlungsbedarf besteht und zusätzlich aufgrund organisatorischer Veränderungen bereits heute mehrere Gebäude von unterschiedlichen Nutzern gemeinsam belegt sind, gilt es nun einen perspektivischen Blick auf die Entwicklung der Schulinsel unter dem Aspekt eines Campus zu werfen. Weiterhin sind die notwendigen Schritte baulicher Maßnahmen im Rahmen des Schulbausanierungs- und Konjunkturprogramms umzusetzen. Aufgrund der oben genannte Fakten wurde das Architekturbüro Kellner, Kraus & Stark mit einer Standortuntersuchung der Schulinsel in Hinblick auf ein funktionales Gesamtkonzept, das die Belange des Denkmalschutzes, des Städtebaus und die schulischen Erfordernisse im Sinn eines Masterplans beauftragt. Des Weiteren sind immobilienwirtschaftliche Aspekte berücksichtigt. Die Variante Ol des Masterplans Schulinsel mit dem Standort der 2-Feldsporthalle und der sich daraus ergebenen Möglichkeit der Vermarktung einer Grundstücksfläche für Geschosswohnungsbau wird festgeschrieben. Auf Seite 21 des Masterplans Schulinsel werden im Fazit die wesentlichen Kernaussagen zusammengefasst. Auf Basis des Masterplans Schulinsel sind in den kommenden Jahren entsprechende Mittel in sinnvollen Raten, unter Berücksichtigung der Haushaltssituation der Stadt Darmstadt, für die sukzessive Umsetzung in den Wirtschaftsplan einzuplanen. Parallel ist der Rahmenplan eng mit der Schulentwicklungsplanung zu verzahnen und regelmäßig auf etwaige Entwicklungen und die damit verbundene Aktualität des Raumbedarfs zu überprüfen. Als erster Schritt der Umsetzung der Gesamtplanung ist - neben der Sanierung der Eleonorenschule, die z. Zt. bereits im Rahmen des SSP und SIP umgesetzt wird, der Ausbau der ehemaligen Aula der Diesterwegschule zu einer kleinen Mensa (siehe Anlage 2) mit perspektivischem Mehrzweckcharakter. Die Mittel in Höhe von 275.000,00 € stehen für die Umnutzung der Aula aus dem Wirtschaftsplan 2009 zur Verfügung. Für die Ausstattung der Mensa stehen Mittel im Rahmen des Konjunkturprogramms in Höhe von 250.000,00 € zur Verfügung. / / > len Marit Werner im LisowSkt 1. Betriebsleiterin Techn. Betriebsleit Anlagen Masterplan Plan Kostenschätzung
anlage 4
2400 Zeichen
KKS Architekten, Darmstadt Eleonorenschule Darmstadt, Sanierung / Interimslösung Mensa in Aula DWS Kostenschätzung November 2009 Mensa/Aula DWS Gewerk netto brutto Baugrundstück Verkehrswert Grundstücksnebenkosten nn Freimachen SIR Herrichten und Erschließen Herrichten Öffentliche Erschließung Nichtöffentliche Erschließung Sonstiges/Ausgleichsabgaben 200 | 300 Bauwerk - Baukonstruktionen Gliederung nach STLB-Bau 300.000 Sicherheits- und Baustelleneinrichtung 300.001 Gerüstarbeiten 300.012 Rohbauarbeiten komplett 17.884,00 21.281,96 300.014 Naturstein- Betonwerksteinarbeiten 300.016 Zimmer- und Holzbauarbeiten 300.017 Stahlbauarbeiten 300.020 Dachdeckungsarbeiten 2.300,00 2.737,00 300.021 Dachabdichtungsarbeiten 300.022 Klempnerarbeiten 309.023 Putz- und Stuckarbeiten 300.024 Fliesen- und Plattenarbeiten 7.496,00 8.920,24 300.025 Estricharbeiten 300.026 Fensterbauarbeiten 300.027 Schreinerarbeiten/Türen 33.188,00 39.493,72 300.028 Parkettarbeiten 300.029 Schließanlage 300.030 Sonnenschutz/Verdunklung 309.031 Metallbau- Schlosserarbeiten 300.033 Baureinigung 3.600,00 4.284,00 300.034 Maler- Lackierarbeiten 22.070,00 26.263,30 300.036 Bodenbelagsarbeiten 300.039 Trockenbauarbeiten 1.395,00 1.660,05 390 sonstige Baukonstruktion Summe Kostengruppe 300 87.933,00 104.640,27 Bauwerk Technische Anlagen Abwasser, Wasseranlagen 18.200,00 21.658,00 Wärmeversorgungsanlagen Lufttechnische Anlagen 9.000,00 10.710,00 Starkstromanlagen ? Fernmelde- und Inf.-techn. Anlagen Förderanlagen Nutzungsspezifische Anlagen Küchentechnische Anlagen 87.576,20 104.215,68 Gebäudeautomation (MSR) Sonstige Maßnahmen -HLS 600,00 714,00 Koschaetz_Mensa Aula DWS_091124.xis 30.11.2009 KKS Architekten, Darmstadt Eleonorenschule Darmstadt, Sanierung / Interimslösung Mensa in Aula DWS Kostenschätzung November 2009 Mensa/Aula DWS Gewerk Außenanlagen Geländeflächen Befestigte Flächen Baukonstruktionen in Außenanlagen Technische Anlagen in Außenanlagen Einbauten in Außenanlagen Sonstige Maßnahmen -ELT netto brutto 33.225,00 39.537,75 Ausstattung und Kunstwerke Allg. Ausstattung, Möblierung 61.242,00 72.877,98 Besondere Ausstattung 26.356,85 31.364,65 Baunebenkosten psch 24% 85.541,51 101.794,40 356.422,97 netto ges. Kostengruppen 100 - 600 424.143,33 brutto ges. Gesamtkosten 441.964,48 netto ges. 525.937,73 brutto ges. Koschaetz_Mensa Aula DWS_091124.xis 30.11.2009
Beratungsverlauf (5)
Orte (8)
- Bessunger Straße 125
- Hügelstraße 19
- Bismarckstraße
- Frankfurter Straße
- Landwehrstraße
- Julius-Reiber-Straße
- Kasinostraße
- Wilhelm-Leuschner-Straße
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2010/0219
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 01.06.2010
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00