2911/2022
Sachstandsbericht zur Förderung der Antirassismus-Arbeit 2020, erste Zuwendung (Vorlage 4360/2019)
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Mitteilung Ausschuss
5115 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle OB/16/162/3 Vorlagen-Nummer 19.09.2022 2911/2022 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Integrationsrat 15.11.2022 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 17.11.2022 Sachstandsbericht zur Förderung der Antirassismus-Arbeit/ 1. Zuwendung 2020 (Vorlage 4360/2019) Zahlreiche Initiativen, Vereine und engagierte Bürger*innen in ganz Köln setzen sich tagtäglich für ein vielfältiges, gewaltfreies und respektvolles Miteinander ein. Es ist die gemeinsame Aufgabe der Stadt Köln und der Zivilgesellschaft, jeder Demokratie - und Menschenfeindlichkeit entschieden und ge- schlossen entgegenzutreten. Bei dieser wichtigen Arbeit unterstützt die Stadt Köln seit dem Jahr 2007 Akteur*innen bei der Reali- sierung von Maßnahmen zur Stärkung von Demokratie und Vielfalt aus städtischen Haushalts-Mitteln für Antirassismus -Trainings. Ziel ist es, Kölner*innen hinsichtlich menschen - und demokratiefeindli- cher Einstellungen zu sensibilisieren. Die Projektmittel können vielfältig eingesetzt werden. Sowohl die zunehmende Sensibilität unter- schiedlicher gesellschaftlicher Akteur*innen gegenüber den vielfältigen Erscheinungsformen von Rassismus und Diskriminierung als auch die positive Bewertung der bereits erzielten Ergebnisse füh- ren dazu, dass Kölner Maßnahmenträger*innen weitere Angebote in Form von Fortsetzungs- und Aufbauprojekten planen und in ihrem Vorgehen inhaltliche und methodische Vielfalt sowie innovative Elemente anwenden. Für viele dieser Antragstellenden ist die Auseinandersetzung mit Rassismus ein zentraler Arbeitsschwerpunkt. So erpr oben sie Maßnahmen, die die Handlungskompetenz von Ein- richtungen, insbesondere von Bildungseinrichtungen, stärken. Im Haushaltsplan 2020 waren 10.000 Euro für Antirassismus-Projekte veranschlagt; zusätzlich stan- den Mittel in Höhe von 40.000 Euro aus dem Integrationsbudget zur Verfügung. In zwei Schritten fand die Verteilung der Mittel statt. In dieser Mitteilung erfolgt ein Bericht zur Durch- führung der sechs Maßnahmen, die im ersten Förderschritt des Jahres 2020 auf Basis des Beschlus- ses zur Vorlagen Nr. 4360/2019 ausgewählt wurden und Fördermittel erhalten haben. Im ersten Vergabeschritt wurden 22.775,00 Euro an die Antragstellenden ausgezahlt. Einige Projekte konnten unter anderem aufgrund pandemiebezogener Schutzbestimmungen nicht oder nicht vollum- fänglich wie geplant durchgeführt werden. Teilweise wurden digitale Formate angeboten, da Präsenz- veranstaltungen in vorgesehenen Zeitraum kaum möglich waren. Somit wurden 22.228,15 Euro zweckentsprechend verausgabt und die entsprechende Differenz zurückgefordert. Von den sechs bewilligten Projekten (siehe Anlage) wurden alle - zumindest so weit möglich zum Teil - durchgeführt. Der Zeitrahmen, die Kostenaufteilung oder die Durchführungsart mussten entspre- chend angepasst werden. Ein Projekt konnte aufgrund des Lockdowns nach Absprache mit dem Kommunalen Integrationszentrum erst im Jahr 2021 durchgeführt werden. Die Mehrheit der geförder- ten Projekte und Maßnahmen sind den Handlungsfeldern Querschnitt und Bildung zuzuordnen. Neben acht Workshops, zum Teil in Ver bindung mit Informations- und Fachveranstaltungen und ei- 2 nem Kreativwettbewerb, wurde unter anderem eine Theaterperformance einstudiert und in Form von einzelnen Szenen gefilmt und auf einer Homepage veröffentlicht. Es wurden Plakate und Postkarten zum Themenfeld Rassismus von Jugendlichen entwickelt. Das Kölner Forum gegen Rassismus und Diskriminierung konnte durch die Einstellung einer Honorarkraft in seiner Arbeit unterstützt und so gestärkt werden. Insgesamt wurden über 600 Personen unterschiedlicher Altersgruppen durch die aktive Teilnahme an den Maßnahmen erreicht. Die tatsächliche Zahl lässt sich schwer ermitteln, da viele Projekte eine Reichweite über das Projekt hinaus haben und positive Effekte für weitere Menschen bewirken. Auf diesem Weg können b eispielsweise Schüler*innen der teilnehmenden Schulen für das Thema Mob- bing sensibilisiert werden und darin ermutigt werden, sich gegen herabwürdigende Verhaltensweisen zu positionieren. Ferner können Personen, die im Forum gegen Rassismus und Diskriminierung mit- arbeiten oder von dessen Arbeit betroffen sind, von den Auswirkungen profitieren. Die geförderten Träger und Initiativen verfügen über eine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit sowie der rassismuskritischen Arbeit. Sie sind mit un- terschiedlichen gesellschaftlichen Akteur*innen in Köln vernetzt. Neben den Themen der klassischen Antirassismus-Arbeit im Bildungsbereich werden dabei auch weitere Diversity-Dimensionen wie z. B. Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht, Alter und religiöse bzw. weltanschauliche Vielfalt in Projekten mit selbstreflektivem Anteil gefördert. Eine Mitteilung zu den einzelnen geförderten Projekten in den Jahren 2020 und 2021 wird zeitnah erstellt und neben dem Integrationsrat auch dem Ausschuss für Soziales und Senior*innen zur Kenntnis vorgelegt. Gez. Reker
Anhang VN 2020_1 final
7721 Zeichen
Anlage: Sachstandsbericht Förderung von " Antirassismus-Trainings" 2020 Träger/Institution Projekttitel Zuschüsse in Euro Handlungsfel d Erreichte Zielgruppe Rückmeldungen / Fazit 1 The Beautiful Minds e.V. Die dritte Welle 5.000,00 Kultur/Bildung 15 Das Projekt „Die Dritte Wellle“ konnte aufgrund der COVID 19 nicht im Rahmen des Sommerblutfestivals aufgeführt werden. Stattdessen haben die Teilnehmenden über ein Jahr lang 32 mal regelmäßig geprobt und einzelne Szenen gefilmt. Die 15 Szenen sind seit dem 06.03.2021 auf der Homepage www.thebeautifulminds.de abrufbar und stehen dauerhaft der Öffentlichkeit zur Verfügung. Weitere Inhalte des Projekts war die Durchführung von 2 Workshops: „Die Identitären und ihre Darstellung in den Sozialen Medien“/gemeinsam mit dem NS DOK, sowie „Verschwörungstheorien der Rechten“/gemeinsam mit der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Zudem wurde ein Treffen mit dem Zeitzeugen Peter Finkelgruen in Präsenz organisiert, bei dem die Jugendlichen mit vorbereiteten Fragen mit ihm ins Gespräch kommen konnten und ein intragenerationaler Austausch stattfand. Die Jugendlichen haben einen Instagram-account unter dem Titel _diedrittewelle_ im Hinblick zum verantwortungsbewussten Umgang mit den Themen Rassismus und Diskriminierung durch die Medien erstellt und mit 34 Inhalten bespielt. Die Teilnehmenden schätzten die Möglichkeit auch während des lockdowns, konstant an dem Projekt mitzuwirken und ihre Ideen einzubringen. Es hat zum Empowerment und zum Selbstwirksamkeitsempfinden im Kontext der Auseinandersetzung mit dem Leben in einer Demokratie beigetragen. 2 Pamoja Afrika e.V. Stärkung des Kölner Forums gegen Rassismus und Diskriminierung durch eine Hilfskraft“ 7.782,00 ausgezahlt 46,85 zurückgefordert, da nicht zweckgebunden verausgabt. Querschnitt/ Bildung 25 Mitgliedsor- ganisationen des Forums Das Projekt lief vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020. Die regelmäßige Arbeitszeit der Honorarkraft betrug 6,0 Wochenstunden. Fortlaufend über das ganze Jahr wurden von der Stelleninhaberin administrative Aufgaben erfüllt, es fanden Planungstreffen mit Sprecher*innen, Vor- und Nachbereitungen der Forumssitzungen, Kommunikation nach außen, Begleitung, Vor- und Nachbereitungen der AG-Treffen, Aktualisierung der Homepage, Supervisionsgespräche, sowie die Planung der Forumsausrichtung und der AGs für 2021 statt. Diesjährige Schwerpunkte, waren die Projektvorhaben und die Aktionen zum Internationalen Tag gegen Rassismus, das Projekt zum Thema "KiTa Plätze für alle" und ein für das Forum intern sehr bedeutendes Antirassismus- Training. Die enge Zusammenarbeit der Honorarkraft sowohl mit den Forumssprecherinnen als auch mit den Teilnehmenden der einzelnen AGs hat sich als sehr positiv bewährt. 3 Deutsch-Türkischer Verein e.V. „Awareness als Methode gegen Alltagsrassismus“ 4.000,00 Bildung 50 TN an den Workshops. Reduzierte TN-Zahl aufgrund von pandemie- bedingten Schutzbe- stimmungen. Die Veranstaltung "Awareness als Strategie gegen Alltagsrassismus" fand im Rahmen der jährlichen Veranstaltungsreihe "AKWAABA- Afrika in Köln" am 12.09.2020 im Kulturquartier am Neumarkt statt. Das etablierte Event AKWAABA im FORUM Volkshochschule und Rautenstrauch-Joest-Museum war besonders geeignet, um das Thema öffentlichkeitswirksam in die Mitte der Stadt und damit in das Bewusstsein der Stadtgesellschaft zu rücken. Es bestand aus Vorträgen, zwei Workshops und einer Podiumsdiskussion zum Thema 60 Jahre Un/abhängigkeit. Das Ziel der gemeinsamen Erarbeitung und Aneignung einer Methode gegen Alltagsrassismus mit "Betroffenen" und Privilegierten, nämlich Awareness, wurde erreicht. Awareness als Methode gegen alltäglichen Rassismus wurde gemeinsam mit den Teilnehmenden weiterentwickelt und damit künftig für die Teilnehmenden als Multiplikator*innen zur Verfügung gestellt und nutzbar gemacht. Es konnte somit ein großer Schritt in der rassismuskritischen Bewusstseinsschaffung der (Stadt- )Gesellschaft geleistet und den Beteiligten mit dem Awareness- Konzept eine Methode gegen Rassismus vermittelt werden. Es wurden diverse Vorschläge gemacht, wie wir Verbündete sein können, um im eigenen Denken und Handeln sowie unseren Einflussgebieten gegebenen Machtverhältnisse und Privilegien zu hinterfragen, Rassismus und Diskriminierung aufzudecken, klar zu benennen und dagegen anzugehen. 4 InVia e.V. „Stark und aktiv gegen Alltagsrassismus in Köln“ 1.993,00 Bildung/Jugen dliche Der Sensibilisierungsworkshop, der zum Internationalen Tag gegen Rassismus geplant war, konnte aufgrund der Beschränkungen zu Covid 19 Schutzmaßnahmen, nicht durchgeführt werden, da die Aktion von städtischer Seite abgesagt wurde. Es wurden jedoch folgende Materialien von Jugendlichen gemeinsam mit einer Mitarbeiterin von Pamoja Afrika entwickelt. Sie können digital eingesetzt werden und sind auf der KI Homepage verfügbar. - 10 Plakate gegen Rassismus - 3 unterschiedliche Postkarten passend zu den Plakaten https://ki- koeln.de/projekte/antirassismus/. 5 Welcome Dinner e.V. „Stärke deine Haltung gegen Diskriminierung!-ein ganzheitlicher Ansatz“ 2.000,00 ausgezahlt 500,00 zurückgeforder, da nur 3 von 4 geplanten Workshops durchgeführt wurden Bildung/Sprac he/Ganzheitlic h 16 Es wurden drei Workshops von je vier Stunden durchgeführt. Pandemiebedingt haben sie zum Teil Online stattgefunden. Das ganzheitliche Konzept zur Erarbeitung und Stärkung der eigenen Haltung gegen Diskriminierung bedient sich Ansätzen aus der Anti-Bias Arbeit, und beinhaltet u.a. die 10 Argumentationsstrategien nach Klaus-Peter Hupfer. Es verbindet diskriminierungskritische- pädagogische Arbeit und Wissensvermittlung mit Atemtechniken und Yoga- Elementen zur Körperhaltung und Stabilität. Die Wirkung des Einflusses der genannten Techniken wird durch Rollenspiele und Übungen erprobt. Es wurden Menschen mit und ohne Fluchtgeschichte und Diskriminierungserfahrung angesprochen sowie Personen, die sich aus Interesse oder im beruflichen Kontext mit dem Thema auseinandersetzen. Weitere Workshops konnten aufgrund fehlender Anmeldezahlen, ggf. aufgrund der pandemischen Bedingungen nicht durchgeführt werden. 6 Caritas - Integrationsagentur „Dissen - mit mir nicht - Kreativ gegen Rassismus und Diskriminierung" 2.000,00 Bildung/Schul e Teilnahme ca. 480 Personen Abschluss- veranstal- tung ca. 55 Personen Der Kreativwettbewerb wird seit über 10 Jahren in unterschieden Veedeln mit verschiedenen Kooperationspartnern durchgeführt. Unter anderem nehmen die Antidiskriminierungsbüros der Caritas und der ÖGG daran teil. Eingereicht wurden Beiträge verschiedener Grund-, Haupt- und Förderschulen, Berufskollegs und Gymnasien. Zudem haben sich Jugendzentren beteiligt. Der Wettbewerb wurde aufgrund der Pandemie auf das Jahr 2021 verschoben und endete mit einer digitalen Abschlussveranstaltung. Es gab insgesamt 23 Beiträge und es wurden vierGewinner prämiert. Die Zahl der teilnehmenden Schüler*innen und die eingereichten Beträge im Rahmen des Wettbewerbs zeigen deutlich, dass das Interesse, sich kreativ gegen Rassismus und Diskriminierung zu positionieren und zu engagieren sehr hoch ist. Die Anzahl und die Qualität der Beiträge überstieg die Erwartungen der Jury. Die Präsentationen der Projekte und die Jurysitzung wurde in Präsenz am Nicolaus-August-Otto Berufskolleg, einer Schule des Netzwerks „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“, durchgeführt.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2911/2022
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 19.09.2022
- Erstellt
- 02.09.2022 10:48