V/0277/2011
Zwischenbericht zum Stand des Hafenforums
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Berichtsvorlage
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V/0277/2011
DER OBERBÜRGERMEISTER
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung
Betrifft
Zwischenbericht zum Stand des Hafenforums
Beratungsfolge
19.05.2011 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Bericht
Bericht:
Bericht:
Mit diesem Zwischenbericht wird zum Stand des Hafenforums und zu den Erkenntnissen aus den
Workshops informiert.
Am 02.06.2010 wurde vom Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Wirtschaft und Ver-
kehr als Grundlage zur Aktualisierung des Masterplans Stadthäfen Münster die Durchführung des
öffentlichen Beteiligungsprozesses „Hafenforum“ beschlossen.
Das Hafenforum startete am 30.09.2010 mit der Auftaktveranstaltung in der Mehrzweckhalle
der Stadtwerke Münster. Zu dieser Veranstaltung sind ca. 450 Bürgerinnen und Bürger erschie-
nen. Im Anschluss an die Vorstellung der Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung der
Stadthäfen konnten alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ihre Vorstellungen schriftlich an
thematisch gegliederten Arbeitsstationen darstellen. Die Beteiligung war erfreulicherweise sehr
groß.
Am 26.11.2010 folgte die Reflexionsveranstaltung an der ca. 300 Bürgerinnen und Bürger teil-
nahmen. Auf dieser Veranstaltung wurden die Kernaussagen der Auftaktveranstaltung dargestellt
und in einem Podium mit den wesentlichen Akteuren der Hafenentwicklung und den Vertretern
von 5 Hafenvereinen zur Diskussion gestellt. Diese Veranstaltung diente auch dazu, allen inte-
ressierten Bürgerinnen und Bürgern die Bandbreite der Ideen und Visionen darzustellen und die
Akteure der Hafenentwicklung vorzustellen.
Im Zeitraum 21.02.2011 bis 02.03.2011 fanden vier Workshops zu drei unterschiedlichen The-
menstellungen statt:
• Am 21. und 23. Februar wurden zwei Workshops zum Thema Stadthafen 1 Nord und
Süd, Vertiefungsschwerpunkt OSMO-Gelände,
• am 22. Februar ein Workshop zum Thema Stadthafen 1 Nord und Süd, Vertiefungs-
schwerpunkt Stadtbereichszentrum Hansaring und
• am 02. März ein Workshop zum Thema Stadthafen 2 durchgeführt.
Vorlagen-Nr.:
V/0277/2011
Auskunft erteilt:
Herr Leifken
Ruf:
492 61 81
E-Mail:
LeifkenA@stadt-muenster.de
Datum:
26.04.2011
Öffentliche Berichtsvorlage
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Mit insgesamt 70 teilnehmenden Bürgerinnen und Bürgern konnten alle Anmeldungen zu den
Workshops aus der Reflexionsveranstaltung berücksichtigt werden. Neben der Verwaltung haben
zudem auch Grundstückseigentümer, externe Experten und Vertreter der Ratsfraktionen an den
jeweils rund vierstündigen Veranstaltungen teilgenommen. Die Workshops wurden von Frau Elke
Frauns (büro_frauns) moderiert.
Alle Workshops waren von sachlich-konstruktiver Atmosphäre geprägt. Von den Teilnehmerinnen
und Teilnehmern wurden zahlreiche Anregungen für die weitere Ausarbeitung des Masterplanes
eingebracht und diskutiert, wobei sich hinsichtlich der Interessenlage erwartungsgemäß deutliche
Schwerpunkte für den Bereich der Nordseite des Stadthafen 1 sowie das Umfeld der Nieber-
dingstraße im Bereich Stadthafen 2 heraus kristallisierten.
Die umfassende Dokumentation der Workshops ist abzurufen unter:
http://www.muenster.de/stadt/stadtplanung/hafenforum.html
.
Von der Verwaltung wurden die wichtigsten Erkenntnisse der Workshops herausgearbeitet. Die
nachfolgende Zusammenstellung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, vielmehr verdeutlichen
diese Punkte aus Sicht der Verwaltung die Kernaussagen der Workshops. In dem weiteren Pro-
zess sollen dann alle vielschichtigen Vorschläge und Anregungen aus den Workshops zusam-
men mit den nachfolgenden Kernaussagen weiter berücksichtigt und hinsichtlich ihrer Realisier-
barkeit bewertet und abgewogen werden.
Zu Workshop 1 - Stadthafen 1 Nord und Süd, Vertiefungsschwerpunkt OSMO-Gelände (21.
und 23. Februar 2011):
Ein Kompletterhalt der gesamten OSMO-Hallen als ein mögliches Szenario wurde eindeutig aus-
geschlossen. Die Diskussionen konzentrierten sich im Schwerpunkt auf einen Teilerhalt der Hal-
lenstrukturen, aber auch auf ihren Komplettabriss. Diese beiden Szenarien wurden im Folgenden
intensiv diskutiert.
Nutzung:
Eine weitgehende Entwicklung des ehem. OSMO-Areals zum Wohnquartier wurde nachvollzogen
und anerkannt. Für die anvisierte Wohnnutzung sollten die Belange von Familien und Senioren
berücksichtigt werden. Das Wohnungsangebot soll sich auf breite Kreise der Bevölkerung bezie-
hen und auch Nachfragergruppen, die auf öffentliche Wohnraumförderung angewiesen sind, be-
rücksichtigen. Insgesamt solle damit eine Durchmischung und Belebung des neuen Quartiers
und eine strukturelle und städtebauliche Verzahnung mit dem angrenzenden Hansaviertel erfol-
gen.
Die langfristige Fortführung von Großveranstaltungen in den Hallen wurde kontrovers diskutiert.
Die Einmaligkeit und Attraktivität der Hallen als besonderer Veranstaltungsort wurde wiederholt
betont. Die diesbezüglichen Spannungen bzw. Nutzungskonflikte mit der bestehenden angren-
zenden Wohnnutzung wurden mehrfach benannt. Die Integration von künftigen Großveranstal-
tungen in die zukünftigen neuen Wohnstrukturen wurde als problematisch bewertet. Umgekehrt
wurde darauf hingewiesen, dass neue Wohnstrukturen die bisherige Entwicklung und Nutzung
des Kreativkais als Freizeit- und Ausgehmeile nicht gefährden dürften. Neue Entwicklungen auf
dem ehem. OSMO-Areal sollten an der Hafenseite daher kleinteilige, gemischte Strukturen auf-
nehmen.
Die Attraktivität der gastronomischen Marke „Heaven / Coconut-Beach“ wurde betont. Eine Be-
rücksichtigung dieser Nutzung solle im Bereich Stadthafen 1 erfolgen.
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Städtebau / Gestaltung:
Eindeutiger Tenor war, dass Teile der Hallenstrukturen als hafen- bzw. gewerbetypische Elemen-
te möglichst erhalten werden sollten. Konkret wurden als ggfs. zu erhaltende Gebäudeteile die
Hallenbereiche zwischen Stadthafen und Hafenweg oder der mittig liegende, überkragende Hal-
lenbereich, in dem auch publikumsintensive Verans taltungen (public viewing, Sportveranstaltun-
gen, Konzerte,…) stattfinden, diskutiert.
Eine diesbezüglich tragfähige Lösung oder Perspektive für Instandsetzung, Ertüchtigung, Unter-
haltung und Bespielung von zu erhaltenen Hallenteilen konnte allerdings nicht aufgezeigt werden.
Die Frage des Einsatzes von städtischen Mitteln bzw. Fragen nach den Möglichkeiten eines ent-
sprechend reduzierten Grundstückskaufpreises seitens des Grundstückseigentümers Stadtwerke
Münster GmbH wurde vor diesem Hintergrund in die Diskussion eingebracht.
Vom Eigentümer der baulichen Anlagen der OSMO-Hallen wird der Erhalt des Spänebunkers
erwogen. Der Erhalt von weiteren Hallenstrukturen wurde je nach wirtschaftlicher Tragfähigkeit
und struktureller Integrationsfähigkeit vom Eigentümer nicht ausgeschlossen. Die neuen Struktu-
ren müssten jedoch städtebaulich und funktional zukünftig ein stimmiges Miteinander ergeben.
Kontrovers wurde diskutiert, inwieweit durch einen deutlichen Rückbau der Hallen der Reiz der
heutigen Situation aufrecht erhalten werden könne. Dies betrifft auch die weitere potenzielle Nut-
zung von Hallenbereichen. Die Instandsetzung und Integration von Hallenbereichen in zukünfti-
ge, grundsätzlich unstrittige Wohnstrukturen und weitere Nutzungen würde einen hohen finanziel-
len Aufwand für Investition und Betrieb erfordern, die eine intensivere Hallennutzung bedingen
und damit die bisherige Bespielung der Hallen in Frage stellen würde.
Die Entwicklungskonzepte für das neue Stadtbereichszentrum und für die ehem. OSMO-Flächen
sollten unabhängig von Eigentumsgrenzen aufeinander abgestimmt werden. Es sollte eine Ge-
samtkonzeption erstellt werden, die durch Alleinstellungsmerkmale gekennzeichnet ist. Ggfs.
könnten dabei Teile der Hallen auch Funktionen des Stadtbereichszentrums aufnehmen.
Die neuen Strukturen sollten das Gebiet städtebaulich öffnen, den Hafenraum mit der Schiller-
straße verbinden und die Strukturen des umliegenden Bestandes aufnehmen.
Parken / Verkehr:
Die Situation auf der Schillerstraße und auf dem Hansaring solle hinsichtlich des Verkehrsauf-
kommens und der Parkplatzsituation optimiert werden.
Eine zusätzliche Verkehrsspange zwischen Hafenweg und Schillerstraße wurde angeregt.
Erforderliche Parkplätze sollten in einer Tiefgarage erstellt werden.
Das neue Gebiet solle für Fußgänger/Radfahrer durchlässig gestaltet werden.
Es wurde vorgeschlagen, dass öffentliche Parkplätze auf der Südseite des Stadthafen 1 mit Zu-
und Abfahrt über die an den Albersloher Weg angeschlossenen Quartiersstraßen (Am Mittelha-
fen, Kiesekamps Mühle, Hafengrenzweg) erstellt werden. Nord- und Südseite des Stadthafens 1
sollten für Fußgänger und Radfahrer über die Wasserfläche hinweg verbunden werden.
Umfeld / Stadthäfen:
Der Wunsch nach einer gemeinsamen, abgestimmten Konzeption unter Berücksichtigung des
des geplanten Stadtbereichszentrums ist oben bereits genannt worden.
Eine Verlagerung der Veranstaltungsnutzungen aus den jetzigen OSMO-Hallen auf die Hafen-
südseite wurde vorgeschlagen. Ebenso wurde die Berücksichtigung eines sozio-kulturellen Zent-
rums auf der Hafensüdseite angeregt.
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Für die Südseite des Hafens wurde die Rea lisierung von kreativem, ökologischem und innovati-
vem Gewerbe vorgeschlagen.
Zu Workshop 2 - Stadthafen 1 Nord und Süd, Vertiefungsschwerpunkt Stadtbereichszent-
rum (22. Februar 2011):
Die grundsätzliche Zielsetzung eines Stadtbereichszentrums am Hansaring mit anteiliger, groß-
flächiger Einzelhandelsnutzung gemäß Einzelhandel s- und Zentrenkonzept der Stadt Münster
von Februar 2009 wurde nach eingehenden Erl äuterungen von teilnehmenden Experten und
breiter und intensiver Diskussion überwiegend anerkannt.
Nutzung:
Es wurde die Erwartung geäußert, dass mit der Planung des Stadtbereichszentrums die Chance
auf Schaffung eines Quartierszentrums aufgegriffen wird. So werden Optimierungen hinsichtlich
der Aufenthalts- und Gestaltqualitäten sowie Wegevernetzungen zugunsten des gesamten Um-
feldes gewünscht.
Die Nutzungsmischung des Stadtbereichszentrums bestehend aus Einzelhandel, Wohn- und
Büronutzung wurde grundsätzlich bestätigt. Dabei soll auch familiengerechter Wohnraum be-
rücksichtigt werden.
Die Größe der geplanten Einzelhandelsnutzung sowie der Anteil an Non-Food-Geschäften wur-
den trotz der in der Planung bereits berücksichtigten Reduzierung von 8.000 m² auf 6.400 m²
Verkaufsfläche wiederholt kritisch gesehen.
Städtebau / Gestaltung:
Es wurde angeregt, dass der städtebauliche bzw. architektonische Entwurf noch stärker auf die
umliegenden Bereiche eingeht, eine umfassende Durchläs sigkeit ermöglicht und sich zur mögli-
chen Wohnbebauung auf dem ehem. OSMO-Gelände öffnet.
Wiederholt wurde der Wunsch nach einem zentralen Platz mit Aufenthaltsqualität, Grünflächen
und Spielplatz geäußert.
Parken / Verkehr:
Eine gute Erreichbarkeit des Stadtbereichszentrums für alle Verkehrsteilnehmer wurde gefordert.
Mehrfach wurde eine Verkehrsspange zwischen Hafenweg und Schillerstraße vorgeschlagen.
Eine oberirdische Anordnung von umfangreichen Stellplätzen wurde wiederholt als nicht wün-
schenswert dargestellt. Dem Parkdruck im Quartier könne mittels Stellplätzen auf der Hafensüd-
seite und der Realisierung einer Rad- und Fußgängerverbindung (s. o.) begegnet werden.
Insgesamt sollen auch der ÖPNV bzw. alternative Verkehrslösungen stärker berücksichtigt wer-
den.
Umfeld / Stadthäfen:
Die Gesamtbetrachtung der Entwicklungen im Hafen wurde als notwendig erachtet und bestätigt.
In diesem Zusammenhang wurde auch die Durchführung von städtebaulichen Wettbewerben
erwogen.
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Die öffentliche Kaipromenade sollte im Bereich der ehem. OSMO-Hallen (Lückenschluss) weiter-
geführt werden.
Verschiedene Nutzungsideen für die OSMO-Hallen wurden genannt (z.B. Markthalle, OSMO-
Bürgerhalle etc.). Belastbare, ohne öffentliche Finanzierung realisierbare Vorschläge für Umset-
zungs- oder Betriebskonzepte wurden jedoch nicht gemacht.
Für die südliche Hafenseite solle ebenfalls eine durchgängige Promenade mit Freizeitangeboten
für Jugendliche und Kinder erstellt werden (BMX-, Skater-, Kletterpark, energiethematische In-
stallationen für Kinder).
Zu Workshop 3 - Stadthafen 2 (02. März 2011):
Der Workshop war von den Interessen der Anwohner der Nieberdingstraße und des Nieberding
e.V. geprägt. Von 10 teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger waren 8 Vereinsmitglieder des Nie-
berding e.V.
Nutzung:
Wiederholt wurde eine Gesamtbetrachtung aller Stadthafenbereiche vorgeschlagen. Entspre-
chend den o.g. Ausführungen wurde für eine dauerhafte Sicherung des preisgünstigen Wohn-
raumes an der Nieberdingstraße und daher für eine Aufgabe der Stadionabsichten plädiert. Ent-
sprechend wurde für die Aufwertung und den Ausbau des Wohnstandortes geworben, wobei der
Verein seine Eigeninitiative für die Aufwertung des Wohnumfeldes angeboten hat.
Die Einbettung der Freiflächen an der Nieberdingsstraße in ein Freiraumkonzept für den gesam-
ten Hafen mit unterschiedlicher themenbezogener Gestaltung wurde vorgeschlagen.
Für den Bereich um den Hawerkamp und den Stadthafen 2 wurde im Ergebnis das Potenzial für
Großveranstaltungen und temporäre Nutzungen in K ooperation mit dem Hawerkamp e.V. bekräf-
tigt. Dazu gehören die Nutzung der Freiflächen und die Berücksichtigung aufgelassener Gebäu-
de. Ggfs. könnten die Flächen auch Funktionen der jetzigen OSMO-Hallen übernehmen. Eine
Wohnnutzung im Umfeld wurde kritisch gesehen.
Für das Kiffe-Gebäude wurden die Nutzungen Kita, soziales Zentrum, „Schrauberwerkstätten“
und Veranstaltungsräume für Jedermann vorgeschlagen.
Parken / Verkehr:
Im Zuge der DEK-Ausbaumaßnahmen sollte die zu erneuernde WLE-Eisenbahnbrücke eine
Querungsmöglichkeit für Fußgänger und Radfahrer erhalten.
Umfeld / Stadthäfen:
Im Rahmen eines übergreifenden Freiraum- und Beleuchtungskonzeptes, das die Naherholungs-
funktion der Stadthafenbereiche stärkt, sollten auch die Wasserflächen selbst eine wesentliche
Funktion übernehmen. Entsprechende Projekte wurden genannt („Kahn-Kiosk“, Wassertaxi,
Wassersport etc.).
Hierbei wurden auch die Freiraumfunktionen der südlichen Kaiflächen am Stadthafen 1 und die
Verbindungsoption zwischen Nord- und Südseite hervorgehoben.
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Fazit / Zusammenfassung:
Wie zu erwarten, konzentrierten sich die bisherigen Diskussionen des Hafenforums auf die Ziel-
perspektiven für die Bereiche der ehem. OSMO-Flächen und des geplanten Stadtbereichszent-
rums (sh. Anlage). Da die Verwaltung hier auch das zeitlich nächste Realisierungspotenzial im
Bereich der Stadthäfen sieht, wird vorgeschlagen, die weitere konkretisierende Ausarbeitung des
Masterplans auf diesen Focus zu legen. Auf der Grundlage der Ergebnisse des Hafenforums und
insbesondere der durchgeführten Workshops, soll eine abgestimmte Konzeption für diese Berei-
che nördlich des Stadthafen 1 erreicht werden, die dem Anspruch der Ausformung von Alleinstel-
lungsmerkmalen unter Bewahrung von bestehenden quartiersprägenden Elementen, der Versor-
gung des Stadtbereichs und der Versorgung mit Wohnungen gerecht wird. Hierbei wird der städ-
tebaulichen Integration in die bestehenden Strukturen des Hansaviertels und des Herz-Jesu-
Viertels, insbesondere der Optimierung der Vernetzungsfunktionen, eine besondere Rolle zu-
kommen. Die Verträglichkeit des Stadtbereichszentrums (Einzelhandelsstruktur / -größenordnung
sowie Verkehrserschließung / Verkehrslärm) muss abschließend noch gutachterlich dargelegt
werden.
Die größte Herausforderung - so ein Fazit aus den Workshops - liegt vermutlich in der Festlegung
des Umfanges des Erhalts bestehender baulicher Strukturen und des künftigen Umganges mit
den bestehenden temporären Nutzungen (Gastronomie, Groß- und Event-Veranstaltungen etc.),
insbesondere vor dem Hintergrund der angrenzend bestehenden sowie der im Bereich der ehem.
OSMO-Flächen vorgesehenen Wohnnutzungen.
Für die Entwicklung der Bereiche nördlich des Stadthafen 1 bestehen Wechselwirkungen (pla-
nungsrechtlich, ggf. funktional) zu den Bereichen südlich des Stadthafen 1 und süd-östlich des
Dortmund-Ems-Kanals (Theodor-Scheiwe-Straße). Entsprechend sind die Entwicklungsperspek-
tiven für diese Bereiche zu konkretisieren.
Aufgrund der langfristigen Entwicklungsperspektiven für die Bereiche um den Stadthafen 2 / Ha-
werkamp und für die Nieberdingstraße sollten insbesondere auch Optionen für angemessene,
temporäre Nutzungen untersucht werden. Vor diesem Hintergrund könnten z. B. im Rahmen ei-
ner freiraumplanerischen Gesamtkonzeption die Berücksichtigung vorhandener Erholungs- und
Freizeitpotenziale aufgezeigt werden. In diesem Zusammenhang spielt auch eine potenzielle
Verbindung für Radfahrer und Fußgänger zwischen dem Bereich Hawerkamp und Nieber-
dingstraße über den Dortmund-Ems-Kanal eine große Rolle.
Weiteres Vorgehen:
Am Dienstag, den 31. Mai 2011, um 19.00 Uhr, werden in der Aula des Hansa-Berufskollegs,
Hansaring 80 das Diskussionsspektrum und die Er kenntnisse aus den Workshops der Öffentlich-
keit vorgestellt werden.
Anschließend wird die Verwaltung den Entwurf zur Aktualisierung des Masterplans Stadthäfen
Münster konkretisieren. Hierzu sind unter der Berücksichtigung aller Bausteine des bisherigen
Beteiligungsprozesses zum Hafenforum folgende Schritte vorgesehen:
¾ Gemeinsame Gespräche der Planungsverwaltung mit den Eigentümern der ehem. OS-
MO-Flächen und der Flächen für das vorgesehene Stadtbereichszentrum am Hansaring.
Ziel ist die Abstimmung über ein gemeinsames, optimiertes Konzept zur Entwicklung der
Gesamtflächen nördlich des Stadthafen 1.
¾ Prüfung der Verkehrs- bzw. Parkplatzoptimierung nördlich des Stadthafen 1 mit der Be-
rücksichtigung von Stellplatzoptionen auf der Südseite und einer möglichen Erschlie-
ßungsspange zwischen Hafenweg und Schillerstraße bzw. Hansaring.
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¾ Konkretisierung der Nutzungsziele für die Bereiche südlich des Stadthafen 1 mit besonde-
rem Blick auf die Kaiflächengestaltung.
¾ Konkretisierung der Nutzungsziele für die Bereiche östlich des Dortmund-Ems-Kanals
(Theodor-Scheiwe-Straße).
¾ Erstellung eines übergeordneten Freiflächenkonzeptes für die gesamten Stadthafenberei-
che auf der Konkretisierungsebene des Masterplans.
¾ Die Potenziale und Optionen für temporäre Nutzungen und Großveranstaltungen im ge-
samten Stadthafenbereich werden auch unter dem Aspekt der Verlagerungsmöglichkeit
von den ehem. OSMO-Hallen in andere Stadthafenbereiche untersucht.
Die grundsätzliche Zielsetzung für die Nieberdingstraße, d. h. die Sicherung der Optionsflächen
für ein künftiges Stadion, wird nicht in Frage gestellt. Vor diesem Hintergrund sollte allerdings
eine Prüfung von angemessenen, temporären Aufwer tungsmöglichkeiten des Wohnumfeldes, z.
B. im Rahmen des o. g. Freiflächenkonzeptes, sowie von Realisierungsmöglichkeiten für eine
Fuß- und Radwegeverbindung über den Dortmund-Ems- Kanal zum Bereich Hawerkamp im wei-
teren Prozess erfolgen.
Es ist vorgesehen, in der zweiten Jahreshälfte 2011 dem Ausschuss für Stadtplanung, Stadtent-
wicklung, Verkehr und Wirtschaft einen Entwurf zur Aktualisierung des Masterplans Stadthäfen
vorzulegen.
I. V.
Schultheiß
Stadtdirektor
Anlage:
Übersichtsplan mit Untersuchungsschwerpunkten
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: vertagt
Zur SitzungOrte (9)
- Schillerstraße
- Nieberdingstraße
- Theodor-Scheiwe-Straße
- Hansaring 80
- Hafenweg
- Albersloher Weg
- Hafengrenzweg
- Kiesekamps Mühle
- Promenade
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0277/2011
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 27.04.2011
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37