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V/0069/2005

Neugestaltung Picasso - Platz

Vorlage 25.01.2005

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Nächste Beratung: Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft, Sitzung am 17.02.2005, TOP 6.1

Planungsinformation des Stadtplanungsamtes, Heft Nr.: 101,

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Berichtsvorlage

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Ansehen

Planungsinformation des Stadtplanungsamtes, Heft Nr.: 101,

40745 Zeichen

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Stadt macht Platz - NRW macht Plätze    2004/05
Stadt Münster - Picasso-Platz
Stadt macht Platz .....
..... NRW macht Plätze
Stadt Münster - Picasso-Platz
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Stadt macht Platz - NRW macht Plätze    2004/05
Stadt Münster - Picasso-Platz
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Stadt macht Platz - NRW macht Plätze    2004/05
Stadt Münster - Picasso-Platz
Inhalt
Vorwort
Darstellung des Planungs- und Beteiligungsverfahrens 2005
Motivation und Zielsetzung
Begründung und Motivation der Platzauswahl 
Bedeutung und Zielsetzung der Neugestaltung des geplanten Picasso-Platzes
• im gesamtstädtischen Kontext
• im Kontext der Altstadt
• im Kontext des Umfeldes
Positionierung des Picasso-Platzes in der Gesamtschau der öffentlichen Räume der Stadt
Gesamt(Verfahren)
Begründung der Verfahrenswahl
Beschreibung und Darstellung des Beteiligungsverfahrens  
Beteiligte Akteure 
Ablauf des Gesamtverfahrens
Aufgabenstellung der Platzgestaltung
Anhang
Historische Entwicklung der Königsstraße, Luftbild 1935, Vogelschau 1636
Vorstellung des Graphikmuseums Pablo Picasso
Informationen zum Landeswettbewerb „Stadt macht Platz - NRW macht Plätze“
Beschreibung „Integriertes Stadtentwicklungs- und Stadtmarketingkonzept Münster“ (ISM)
Impressum
Herausgeber:   Stadt Münster
     - Stadtplanungsamt - 
Redaktion/Grafik/
Gestaltung:   Andreas Leifken
     Günter Vennemann
     Heike Weinreich
Luftbild/Historische Karten: Vermessungs- und Katasteramt
Fotos:    Stadtplanungsamt
     Münster Marketing
ISM:     Amt für Stadt- und Regionalentwicklung, Statistik
Landeswettbewerb:  Abdruck mit Genehmigung - Europäisches Haus für Stadtkultur
Druck:    Druckerei Buschmann  
 
Auflage:   500
Schutzgebühr:  1,00 €

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Stadt Münster - Picasso-Platz
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Stadt Münster - Picasso-Platz
Vorwort
Im Jahr 2002 führte die Stadt Münster einen städtebaulichen Realisierungswettbewerb für das Quar-
tier zwischen Aegidiistraße, Rothenburg und Königsstraße durch. Auf der Basis des Entwurfs des 1. 
Preisträgers, dem Büro Maas & Partner aus Münster, wird seitdem die städtebauliche Neustrukturie-
rung des Gebietes mit privatem und öffentlichem Engagement durchgeführt. Im Zuge des Neubaus 
der Münster Arkaden konnte die Stadt Münster im Mai 2004 den Platzbereich gegenüber dem Gra-
phikmuseum Pablo Picasso erwerben.
Mit dem Projekt „Neugestaltung des Picasso – Platzes“ hat sich die Stadt Münster beim Landeswett-
bewerb „Stadt macht Platz – NRW macht Plätze“ Ende November 2004 beworben. Kurz vor Weih -
nachten veröffentlichte das Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes 
Nordrhein-Westfalen die Namen der Städte, die sich für die 2. Phase des Landeswettbewerbs „Stadt 
macht Platz – NRW macht Plätze“ qualifiziert haben. Münster war dabei und hat nun die Chance 
der Wettbewerbsjury bis zum Sommer 2005 ein Nutzungs- und Gestaltungskonzept für das Projekt 
„Neugestaltung des Picasso – Platzes“ vorzulegen. 
Der „Wettbewerb Stadt macht Platz – NRW macht Plätze“ wird vom Land NRW seit drei Jahren jähr-
lich durchgeführt. Mit dem Wettbewerb will die Landesregierung Anstöße für zeitgemäße Wege der 
Planung und einen innovativen Umgang mit dem öffentlichen Raum geben. Prämiert wurde Münster 
für die, der Bewerbung zugrunde liegende Konzeption eines kommunikativen Prozesses zur Ent -
wicklung eines nachhaltigen Nutzungs- und Gestaltungskonzeptes für den „Picasso-Platz“. Diese 
Konzeption soll nun bis zum Abgabetermin des Landeswettbewerbs Ende Juni 2005 umgesetzt wer-
den. Ein erfolgreicher Abschluss der zweiten Wettbewerbsphase bietet der Stadt die Möglichkeit, die 
Planungs- und Realisierungskosten der Neugestaltung des Platzes mit Städtebauförderungsmitteln 
zu finanzieren. 
Als potenzieller öffentlicher Stadtraum muss der „Picasso–Platz“ jedoch erst noch bekannt gemacht 
werden. Das geplante Beteiligungsverfahren bietet dazu eine optimale Grundlage. Mit der Veröffent-
lichung der Bewerbung in dieser Broschüre innerhalb der Reihe „Planungsinformationen“ des Stadt-
planungsamtes sollen alle interessierten Bürger und Bürgerinnen die Möglichkeit haben, sich über 
das vorgesehene Planungs- und Beteiligungsverfahren zu informieren, um sich zielorientiert an der 
Erarbeitung eines verbindlichen Konzeptes zur nachhaltigen Nutzung und Gestaltung des künftigen 
„Picasso-Platzes“ beteiligen zu können. Die hierzu in der Broschüre aufgezeigten Möglichkeiten, 
auch zur Integration und zur Namensgebung des Platzes, sollen dabei als Optionen und als Diskus-
sionsgrundlage in das Verfahren eingebracht werden. Fest steht lediglich der Standort: Dieser liegt 
an der Königsstraße, gegenüber dem im Jahr 2000 eingeweihten Graphikmuseum Pablo Picasso 
und wird derzeit noch als Parkplatz genutzt. 
Vorgesehen ist eine Reihe von öffentlichen Veranstaltungen, die vielfältige Möglichkeiten zur In -
formation und Diskussion bieten soll. Eine zweiwöchige Beteiligungsaktion „Im, am und um das 
Graphikmuseum Pablo Picasso“ soll vor den Osterferien beginnen und neben allen interessierten 
Bürgern und Bürgerinnen auch die Museumsbesucher ansprechen. Das seit der Bewerbung über -
arbeitete Planungs- und Beteiligungsverfahrens ist umseitig dargestellt. Die Termine werden recht -
zeitig bekannt gegeben.
Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen!
Dr. Ing. Rainer Karliczek
Leiter des Stadtplanungsamtes

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Motivation und Zielsetzung
Begründung und Motivation der Platzauswahl
Im Zusammenhang mit dem Erarbeitungsprozess für ein Integriertes Stadtentwicklungs- und Stadt-
marketingkonzept Münster (ISM) wurde 2002 auch ein städtebaulicher Realisierungswettbewerb für 
das Quartier zwischen Aegidiistraße, Rothenburg und Königsstraße durchgeführt, auf dessen Basis 
die Neustrukturierung des Gebietes mit einer Aufwertung der Wege- und Platzbeziehungen ange -
strebt wird. Bei diesem Wettbewerb wurden insbesondere die Schließung kriegsbedingter Baulü -
cken, Neubauten und Gebäudeabwicklungen thematisiert. Die konkrete Gestaltung freier Plätze war 
nicht Gegenstand des Wettbewerbs.
Der Entwurf des 1. Preisträgers Architekturbüro Maas & Partner sieht die Ergänzung der vorhande-
nen Bebauung an der Königsstraße durch mäandrierende Baukörper vor. Deren Freiräume ergänzen 
die im südlichen Bereich 
bereits vorhandene, stra-
ßenbegleitende, auf die 
historischen Adelshöfe 
bezugnehmende Platz-
folge entlang der Königs-
straße. Den nördlichen 
Auftakt bildet der neu 
zu schaffende Picasso-
Platz, der gegenüber 
dem, im September 
2000 in einem denkmal-
geschützten Adelspalais 
eröffneten, Graphikmu-
seum Pablo Picasso 
gestaltet werden soll. 
Zur Realisierung dieses 
Vorhabens wurden ur-
sprüngliche Pläne zur 
Bebauung des Grund -
stückes aufgegeben und 
der Erwerb des privaten 
Grundstückes durch die 
Stadt vorbereitet. 
Im Sommer 2004 konnte die Stadt Münster den Bereich des zukünftigen Picasso-Platzes an der 
Königsstraße erwerben. Damit kann die Neugestaltung des ehemals als private Stellplatzfläche 
genutzten Bereiches als öffentliche Platzfläche vorbereitet und eine wesentliche Teilmaßnahme der 
geplanten städtebaulichen Umstrukturierung des Quartiers um das Graphikmuseum Pablo Picasso 
realisiert werden. 
Ziel der geplanten Neugestaltung des Picasso-Platzes ist eine nutzungsgebundene Inwertsetzung 
des öffentlichen Raumes durch privates und öffentliches Engagement mit einer nachhaltigen Inte -
gration in den gesamtstädtischen Kontext durch das im folgenden geschilderte Gesamtverfahren. 
Modell des 1. Preisträgers Architekturbüro Maas & Partner

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Bedeutung des geplanten Picasso-Platzes im gesamtstädtischen Kontext 
Der geplante Picasso-Platz liegt an der Königsstraße im südlichen Teil der Altstadt Münsters. Diese 
hat als historisches Stadtzentrum eine überragende Bedeutung für die Attraktivität der Stadt als 
Oberzentrum und ist Einkaufsziel für eine über die Grenzen 
des Münsterlandes hinausgehende Region. Verschiedene 
Projekte in unterschiedlichen Realisierungsstufen dienen in 
diesem Sinne sowohl der Stärkung und Ergänzung der Han-
dels- und Dienstleistungsstruktur in der Alt- bzw. Innenstadt 
als auch der kulturellen Bedeutung der Stadt. Zu nennen sind 
der Bau der neuen Einkaufspassage „Münster Arkaden“ zwi-
schen Ludgeri- und Königsstraße und im kulturellen Bereich 
die Planungen zum „Kulturforum Westfalen“ auf dem Hin -
denburgplatz, bestehend aus dem Neubau einer Musikhalle 
und einer Präsentationshalle für Gegenwartskunst. Mit dem 
Graphikmuseum Pablo Picasso auf der Königsstraße und 
dem Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kultur -
geschichte an der Pferdegasse besteht bereits ein musealer 
Schwerpunkt, der durch den vom Landschaftsverband West-
falen-Lippe geplanten Umbau des benachbarten Landesmu-
seums noch gestärkt wird. 
Innerhalb des übergreifenden Stadtgefüges ist der Picasso-Platz über die Königsstraße mit dem 
südlichen Innenstadtbereich und in südöstlicher Richtung über den Ludgeriplatz und die Hafenstra-
ße mit dem Erneuerungsschwerpunkt „Hafen/Halle Münsterland“ verbunden. Die Anbindung an die 
anderen Stadtquartiere erfolgt über Platz- und Wegeverbindungen in der Altstadt. 
Königsstraße mit dem Graphikmuseum Pablo 
Picasso
Blick in einen ehemaligen Adelshof an der 
Königsstraße
Zielsetzung der Neugestaltung im gesamtstädtischen Kontext
Erstmals nach den massiven Zerstörungen in der Altstadt im 2. Weltkrieg ergibt sich mit der Schaf -
fung des Picasso-Platzes und der städtebaulichen Umstrukturierung des Umfeldes die Möglichkeit 
den Straßenzug der Königsstraße auch im nördlichen Teil im historischen Kontext wiederherzustel-
len. Damit können folgende Ziele erreicht werden:
• Die Entwicklung und Gestaltung des öffentlichen Raumes im südlichen Altstadtbereich in Ergän-
zung der geplanten und vorgesehenen privaten Baumaßnahmen.
Durchgang zum Domplatz

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• Die Erstellung einer attraktiven öffentlichen Plattform für das angrenzende Graphikmuseum Pa-
blo Picasso und die Münsteraner Museen der Altstadt sowie für temporäre kulturelle Veranstal -
tungen, z.B. die Skulpturenausstellung, auf der alle sich zukünftig entsprechend ihrer über die 
Grenzen Münsters hinausgehenden Bedeutung präsentieren können. 
• Die Ergänzung des städtischen Platz- und Wegesystems um einen attraktiven Stadtraum, der 
durch seine Lage im historisch geprägten Straßengefüge und die vorhandenen attraktiven alter-
nativen Wegeverbindungen mit deutlichen Alleinstellungsmerkmalen für einen künftigen musea-
len und kulturellen Nutzungsschwerpunkt geplant werden kann.

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Bedeutung der Neugestaltung des Picasso-Platzes im Kontext der Altstadt
Der geplante Picasso-Platz wird den nördlichen Auftakt einer Folge historisch begründeter Stadt -
räume entlang der Königsstraße bilden. Diese verläuft in nordsüdlicher Richtung im mittelalterlich 
geprägten Stadtgrundriss der Altstadt von der Rothenburg zum Marienplatz. Über den Marienplatz 
ist sie mit der Fußgängerzone Ludgeristraße verbunden, die in den Ludgeriplatz mündet, dem süd -
lichen Zugang zur Altstadt. Vom nördlichen Einmündungsbereich zur 
Rothenburg erreicht man in westlicher Richtung über die Aegiidis -
traße das Universitätsviertel und in östlicher Richtung das Zentrum 
Münsters, den Prinzipalmarkt. In nördlicher Richtung ist der Dom -
platz, die Keimzelle Münsters, angeschlossen. Voraussichtlich noch 
vor der Gestaltung des Picasso-Platzes soll auch der südlich folgende 
Platzbereich an der Königsstraße umgestaltet werden, der wiederum 
die Ludgeristraße über den Hötteweg und die Königspassage über 
den Aegidiikirchplatz mit der Aegidiistraße verbindet und im weiteren 
Verlauf einen Anschluss an die Grünverbindung des Aa-Seitenweges 
herstellt, der die gesamte Altstadt durchzieht.
Mit Fertigstellung der Passage durch die im Bau befindlichen „Müns-
ter Arkaden“ wird das erste Teilstück zur Optimierung der Wegever -
bindung in östlicher Richtung realisiert. Geplant ist die Weiterführung 
der Verbindung über zwei in der Wegeachse vorgesehene Plätze in -
nerhalb der geplanten Bebauung des heutigen Parkplatzes an der Stubengasse und der Anschluss 
an die Platzfolge Clemens-Garten, Erbdrostenhof-Platz und Servatii-Kirchplatz zum Stadtmuseum.
Wie aus dem Plan (S. 11) deutlich wird, wird der Picasso-Platz im Schnittpunkt zweier sich querender 
Wegebeziehungen innerhalb des Platzgefüges der Altstadt liegen und optimal eingebunden sein.
Zielsetzung der Neugestaltung im Kontext der Altstadt
Ergänzend zur Platzgestaltung sind zusätzliche Verbindungen, Durchgänge und Passagen geplant, 
die eine optimale Einbindung des Platzes und seines direkten Umfeldes in das städtische Platz- 
und Wegegefüge garantieren und eine Stärkung der Geschäftsbereiche erzielen sollen. Durch die 
Anlage des Platzes ergibt sich für die Stadt außerdem die Möglichkeit eine optimale Verbindung der 
Münsteraner Museen zu schaffen, deren Schwerpunkt mit dem Landesmuseum und den anderen 
Museen am Domplatz und dem Lackmuseum an der Windthorststraße im Bereich der südlichen 
Altstadt liegt. Als Zentrum dieser „Museumsachse“ könnte der Picasso-Platz mit einem museal, 
kulturell ausgerichteten Nutzungsschwerpunkt etabliert werden. Die Vielzahl attraktiver alternativer 
Wegeverbindungen im direkten Umfeld des geplanten Picasso-Platzes ermöglicht die Entwicklung 
einer integrierten Platzkonzeption mit deutlichen Alleinstellungsmerkmalen. Mit dieser Fragestellung 
beschäftigt sich auch die TU-Berlin im Rahmen eines Studienprojektes unter der Leitung von Frau 
Professorin Pahl-Weber.
Lütkegasse
AegidiikirchplatzKönigsstraße

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Gepl. Picasso-Platz
im Kontext der Altstadt
Plätze- und Wegeverbindungen in der Alstadt
Museum
1  Domkammer
2  Archäologisches Museum der WWU
3  Geologisch-Paläontologisches Museum
4  Landesmuseum
5  Graphikmuseum Pablo Picasso
6  Lackmuseum
7  Stadtmuseum
8  Friedenssaal
9  gepl. Präsentationshalle für Gegenwartskunst

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Bedeutung der Neugestaltung des Picasso-Platzes im Kontext des Umfeldes
Als nördlicher Auftakt der Platzfolge entlang der Königsstraße kommt dem geplanten Picasso-Platz 
eine besondere Bedeutung zu. Während die anderen Stadträume zum Großteil zu Privatgrund -
stücken gehören wird der Picasso-Platz ein öffentlicher Bereich sein, der anders als der südlich 
folgende Bereich am Hötteweg weitgehend frei von funktionalen Nutzungsansprüchen bleiben soll. 
Die Bedeutung des geplanten Picasso-Platzes 
für die direkte Umgebung ergibt sich durch seine 
Lage unmittelbar gegenüber dem Graphikmuseum 
Pablo Picasso, das dadurch quasi einen „Vorplatz“ 
erhält. Durch die Schaffung des Platzes soll auch 
die Bereitschaft zum Neubau und zur Ergänzung 
der Platzwände entsprechend dem Ergebnis des 
städtebaulichen Wettbewerbs für das Picassomu -
seumsumfeld gestärkt werden. Dafür liegen bereits 
konkrete Planungen im Entwurf vor. 
An der Rückseite des geplanten Picasso-Platzes ist 
im Zuge der geplanten Neubebauung der angren -
zenden Grundstücke eine fußläufige Verknüpfung 
zwischen den Straßen Krumme Straße und Lütke Gasse, entlang des Sitzes des Oberverwaltungs-
gerichtes und des Verfassungsgerichtshofes für NRW, vorgesehen. Diese wird südlich in den an der 
Königsstraße folgenden Platzbereich übergehen, dessen Neugestaltung im Entwurf bereits vorliegt. 
Nördlich wird eine direkte Verbindung des Graphikmuseums Pablo Picasso zum Landesmuseum 
möglich. Außerdem wird über die vorgesehene Passage der „Münster Arkaden“ eine attraktive 
Verbindung zur Fußgängerzone Ludgeristraße entstehen, die auch eine zusätzliche rückwärtige 
Erschließung des Graphikmuseums Pablo Picasso ermöglicht. 
Zielsetzung der Neugestaltung – im Kontext des Umfeldes
Der geplante Picasso-Platz soll „Vorplatz“ des Graphikmuseums Pablo Picasso werden und zur 
Stärkung der Präsenz des Museums in der öffentlichen Wahrnehmung beitragen. Außerdem wird 
der Platz den öffentlichen Raum für die vorhandenen und geplanten angrenzenden Gebäude bilden 
und diese von der Königsstraße aus erschließen. 
Geschaffen werden soll ein „Stadtplatz“, frei für temporäre Bespielungen mit musealem und künstle-
rischem Nutzungsschwerpunkt. Die Gestaltung soll - in zurückhaltender und zeitgerechter Sprache 
- Bezug auf die vorhandenen denkmalgeschützten Gebäude und auf die geplanten neuen Platzwän-
de nehmen. Dabei soll der historische Kontext der Königsstraße und der Altstadt aufgenommen wer-
den. Erwartet wird eine der Bedeutung und Lage angemessene, signifikante Gestaltung mit hoher 
ästhetischer und funktionaler Qualität, die diesen Platz innerhalb der Platzfolge der Königsstraße 
und der südlichen Altstadt heraushebt und charakterisiert. Die Gestaltung soll eine Identifikation des 
Platzes zulassen, die einen Bezug zum namensgebenden Künstler Pablo Picasso und dem unmit -
telbar gegenüberliegendem Graphikmuseum mit seiner weltweit einzigartigen Sammlung schafft.

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Fotos auf Seite 12:
oben: Ansicht des Graphikmuseums Pablo Picasso
links: Westliche Platzwand (Neubau geplant)
rechts: Nördliche Platzwand mit dem denkmalgeschützten Eckgebäude (ergänzender Neubau geplant)

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Positionierung des geplanten Picasso-Platzes in der Gesamtschau der öffentlichen 
Räume der Stadt
Mit der Schaffung des Picasso-Platzes entsteht im südlichen Bereich der Altstadt Münsters ein öf -
fentlicher Raum, der zur „Plattform“ und zum räumlichen Zentrum der Münsteraner Museen werden 
soll. Mit der geplanten Gestaltung als „Stadtplatz“ mit musealem und kulturellem Nutzungsschwer -
punkt wird sich der Platz innerhalb der Gesamtschau der öffentlichen Plätze und Räume der Stadt 
eindeutig positionieren und die historische Altstadt Münsters nachhaltig profilieren. 
Zur Einbindung des Picasso-Platzes in die Intendanz der öffentlichen Räume in Münster hat Müns-
terMarketing folgende Ziele formuliert: Auf diesem Platz kann Münster zukünftig mit vielfältigen 
Veranstaltungsformen und mit dauerhaften Aufenthaltsangeboten demonstrieren, was die Stadt 
Einzigartiges zu bieten hat: von ansprechender Gastronomie mit Außenbewirtschaftung bis hin zu 
qualitätsvollen „klassischen“ temporären Kulturangeboten. 
Vorstellbar sind dabei Kooperationen mit dem anliegenden 
Museum, wie auch die Einbindung des Platzes in die jähr-
lich stattfindende dreitägige Veranstaltung „Schauraum 
- das Fest der Museen und Galerien“. Mit der Veranstal -
tung „Schauraum“ schafft Münster besondere Akzente zur 
Schärfung des kulturellen Profils der Stadt: Kulturprogram-
me auf reizvollen Plätzen in der City, Kunstaktionen, Ein -
kaufskultur und - als Höhepunkt - die „Nacht der Museen 
und Galerien“. Als NRW-City-Offensive „Ab in die Mitte“ in 
1999 initiiert, wird dieses Veranstaltungsformat seitdem 
in bester Public Private Partnership-Manier mit den ver -
schiedenen Innenstadtakteuren aus Handel, Wirtschaft, 
Gastronomie, Kultur und Verwaltung weitergeführt: die 
City profilierend und mit hervorragender Beteiligung und 
Resonanz in der Öffentlichkeit.
Textliche Erläuterungen zur Funktion des geplanten Picasso-Platzes im Quartiers- 
und Stadtzusammenhang
Der geplante Picasso-Platz soll im Kontext des Quartiers, der Altstadt und der Gesamtstadt folgen-
de, noch im Beteiligungsverfahren zu ergänzende Funktionen haben:
• Ergänzung der vorhandenen Folge von Stadträumen entlang der Königsstraße
• Schaffung eines öffentlichen Raumes mit Bedeutung für das direkte Umfeld, das Quartier und 
die Gesamtstadt
• Inwertsetzung des öffentlichen Raumes durch privates und öffentliches Engagement
• Optimierung der stadträumlichen Verbindungen durch Integration in das vorhandene Beleuch -
tungs,- Platz- und Wegekonzept der Stadt Münster
• Ergänzung des Spektrums der Münsteraner Plätze durch Zuweisung eines musealen und kultu-
rellen Nutzungsschwerpunktes
• Schaffung einer „Plattform“ für das Graphikmuseum Pablo Picasso, die anderen Münsteraner 
Museen und für sonstige künstlerische Veranstaltungen der Stadt (z.B. Skulpturenausstellung) 
Inszenierung des „Platz des Westfälischen Friedens“ anlässlich 
der Veranstaltung „Schauraum - das Fest der Museen und Gale-
rien in Münster, 16.-18. September 2004“.

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(Gesamt)Verfahren
Begründung der Verfahrenswahl
Der Picasso-Platz ist ein neu zu schaffender Stadtraum im Platzgefüge der Münsteraner Altstadt, 
der erst seit Sommer 2004 städtisches Eigentum ist und bis zur derzeitigen Nutzung als Logis -
tikplatz der benachbarten Baustelle der „Münster Arkaden“ als privater Parkplatz genutzt wurde. 
Als potenzieller öffentlicher Platz muss er erst noch bekannt gemacht und entwickelt werden. Alle 
bisher aufgezeigten Möglichkeiten zur Nutzung, Belebung, Gestaltung, Integration und sogar zur 
Namensgebung sind Optionen, die in das geplante Beteiligungsverfahren als Diskussionsgrundlage 
eingebracht werden sollen.
Unter Berücksichtigung des begrenzten Zeitrahmens und der Erfahrungen, die die Stadt Münster bei 
den derzeit oder bereits durchgeführten Beteiligungsverfahren, z. B. ISM Prozess (siehe Beschrei -
bung S. 23) gewonnen hat, soll für den Picasso-Platz ein Beteiligungsverfahren mit einem sowohl 
introvertierten als auch einem extrovertierten Ansatz durchgeführt werden. 
Beschreibung des Beteiligungsverfahrens 
Introvertierter Ansatz 
Der introvertierte Ansatz soll die nutzungsgebundene Inwertsetzung des öffentlichen Raumes durch 
privates Engagement sichern. Von großer Bedeutung für eine nachhaltige Verantwortlichkeit für 
den Platz ist die Mitarbeit der Eigentümer 
der drei angrenzenden Grundstücke und des 
nutzungsprägenden Graphikmuseums Pablo 
Picasso am Beteiligungsverfahren. Zur Mit -
arbeit gewonnen werden sollen auch interne 
und externe Planer, Künstler und Kaufleute, 
die z.T. bereits direkt oder indirekt in die Ent -
wicklung des Picassomuseumsumfeldes in -
volviert waren oder sind. Zur Gewährleistung 
einer Nachhaltigkeit bei der Umsetzung des 
Gesamtverfahrens in Hinblick auf Gestaltung, 
Intendanz und Integration in das Stadtgefüge 
sollen städtische Akteure aus Politik und Ver-
waltung eingebunden werden. Vorgesehen ist 
die Bildung einer „Focusgruppe“, besetzt mit 
den genannten Akteuren, die in moderierten 
Arbeitstreffen ein innovatives Verfahren mit ergebnisorientierter Beteiligung der Öffentlichkeit durch-
führen soll. Als Ergebnis dieses Beteiligungsprozesses soll am Ende ein verbindliches Konzept zur 
nachhaltigen Nutzung, Bespielung und Gestaltung des geplanten Picasso – Platzes stehen. 
Extrovertierter Ansatz 
Die von der „Focusgruppe“ vorzubereitende Beteiligung der Öffentlichkeit soll insbesondere auch 
die interessierte Öffentlichkeit mit musealem Bezug ansprechen und die Ideen und Vorschläge der 
Besucher des Graphikmuseums Pablo Picasso für die künftige Nutzung, Bespielung und Gestaltung 
des Picasso-Platzes einbeziehen. Dadurch soll die zukünftige Benutzung und Belebung des Platzes 
und dessen Akzeptanz gesichert werden. (In den Monaten März bis Mai hat das Museum durch -
schnittlich 150 bis 180 Besucher pro Tag, pro Monat zwischen 4000 und 4200.)

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Beteiligte Akteure 
1. Introvertierter Ansatz - Focusgruppe 
• Anlieger - Eigentümer der drei angrenzenden Grundstücke und das Graphikmuseum Pablo  
  Picasso
• Angrenzer - Vertreter der Kaufmannschaft (Hötteweg/Ludgeristraße und Rothenburg)
• Externe Berater
• Architekten/Planer 
• Künstler
• Vertreter des kongenialen Einzelhandels
• Städtische Akteure 
• Fachverwaltung
• Politik
2. Extrovertierter Ansatz - Interessierte Öffentlichkeit
• Besucher des Museums 
• Interessierte mit musealem Bezug
Beteiligt sein werden außerdem zusätzliche, im Verfahren zu benennende Akteure zur Beteiligung 
der Öffentlichkeit.  
Ablauf des Gesamtverfahrens
Vorgesehen ist eine Gliederung des Gesamtverfahrens innerhalb der 2. Wettbewerbsphase in die 
folgenden Schritte: 
Vorlauf - Informative Beteiligung der Akteure der Focusgruppe zur Sicherung der Mitarbeit
Januar - Beschlussfassung 
Februar - 1. moderiertes Arbeitstreffen der Focusgruppe Vorbereitung der Beteiligung der 
  Öffentlichkeit
März - Beteiligung der interessierten Öffentlichkeit mit musealem Bezug. „Im, am und mit  
  dem Graphikmuseum Pablo Picasso“       
  • Transport des Gesprächsergebnisses der Focusgruppe in die Öffentlichkeit, z.B.  
   mit Entwurfsskizze oder -modell, Presseartikeln, Informationsveranstaltung im 
   Museum 
  • Aktionen, z.B. im Museum, Möglichkeit für Besucher zur Fertigung und Abgabe  
   von Skizzen oder Anregungen
April - 2. moderiertes Arbeitstreffen der Focusgruppe
  Erarbeitung eines verbindlichen, innovativen Konzeptes zur nachhaltigen Nutzung  
  und Bespielung
Mai – Juni - Erstellung des Wettbewerbsbeitrages Phase 2
  u.a. mit Entwurfsplanung zur Gestaltung des Platzes auf der Basis des Arbeitser- 
  gebnisses der Focusgruppe, z.B. durch den 1. Preisträger des städtebaulichen 
  Realisierungswettbewerbes Picassomuseumsumfeld
Umsetzung - Voraussichtlich 2006

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Der Ablauf des Verfahrens wurde entsprechend der Juryentscheidung nach der 1. Phase des Lan-
deswettbewerbes modifiziert, siehe dazu Seite 6.

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Aufgabenstellung der Platzgestaltung
Voraussetzung der geplanten Neugestaltung des Picasso-Platzes ist die Erarbeitung folgender Kon-
zepte und Planungen und deren Integration in bestehende Konzepte zur Gestaltung, Beleuchtung  
und Benutzung öffentlicher Räume und Plätze und des städtebaulichen Gesamtgefüges der Stadt 
Münster. Wie beim Beteiligungsverfahren ist dabei jeweils ein introvertierter und ein extrovertierter 
Ansatz zu berücksichtigen. Die Aufgabenstellung umfasst bisher folgende Punkte: 
1. Erarbeitung eines Konzeptes zur nachhaltigen Nutzung und Bespielung unter Berücksichtigung 
• introvertierter, anliegerorientierter Ansätze (z.B. Plattform für Museum, Nutzung durch poten-
zielle Anwohner und Geschäfte) 
• und extrovertierter Ansätze (z.B. Einbindungsmöglichkeiten in das kulturelle Gesamtpro -
gramm der Stadt, z.B. „Schauraum - das Fest der Museen und Galerien“, Skulpturenausstel-
lung)
2. Erstellung eines Entwurfs zur Gestaltung des Platzes 
• introvertierter, anliegerorientierter Ansätze (z.B. Bezugnahme zu geplanten Bauvorhaben 
und Berücksichtigung der vorhandenen Gebäude und der angrenzenden Straßen- und 
Platzgestaltung)
• und extrovertierter Ansätze (z.B. Bezug auf Gesamtgestaltung der Altstadt)
3. Konzeption zur „künstlerischen“ Möblierung
4. Integration des geplanten Platzes in das vorhandene Beleuchtungs-, Platz- und Wegekonzept 
der Stadt Münster

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Anhang
Historische Entwicklung der Königsstraße
Mit der Anlage der Stadtmauer im 12. Jahrhundert wurden die Flächen in der Stadt parzelliert und 
besiedelt. Der Baubeginn der Ludgerikirche 1173 auf einem Grundstück zwischen Königsstraße 
und Ludgeristraße und die Anlage des Ludgeritores lässt vermuten, dass die beiden parallel verlau-
fenden Straßen etwa um diese Zeit entstanden. Sie verbanden die, von Süden auf das Ludgeritor 
treffende, Kölnische Straße mit dem Prinzipalmarkt. 
Über die Art der ursprünglichen Bebauung ist wenig bekannt. In den ältesten Urkunden aus dem 
14. Jahrhundert trägt die Straße die Bezeichnung „platea occidentalis“ - westliche Straße, im Un -
terschied zur Ludgeristraße, der „platea orientalis“ - der östlichen Straße. In der zweiten Hälfte des 
Vogelschau von Everhard Alerdinck aus dem Jahre 1636

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14. Jahrhunderts bürgerte sich der bis heute bekannte Straßenname (koningstrate, conygestrate) 
Königsstraße ein. Die Namensgebung war demnach nicht, wie man vielleicht glauben könnte, durch 
die hochrangige Bebauung aus Adelshöfen bestimmt, obwohl diese über Jahrhunderte das Bild der 
Königsstraße bis zum 2. Weltkrieg prägten. 
In der ersten Plandarstellung Münsters, der Vogelschau von Everhard Alerdinck aus dem Jahre 
1636, sind die Adelshöfe und Bürgerhäuser der Königsstraße deutlich voneinander unterscheidbar 
zu erkennen. Von den älteren Adelshöfen sind nur wenige, wie der Heeremannsche Hof, noch erhal-
ten. Die meisten sind in den nachfolgenden Jahrhunderten verändert worden. Dennoch stehen sie 
meist auf deutlich größeren Parzellen als die bürgerlichen Giebelhäuser auf ihren tiefen, zur Straße 
hin schmalen Grundstücken. Die Ehrenhöfe mancher Anlagen bilden, vor allem im südlichen Stra -
ßenabschnitt zur Straße hin eine Abfolge kleiner Plätze, die dem Straßenzug ein abwechselungsrei-
ches Bild vermittelt. 
Gegenüber dem Druffelschen Hof, dem 
heutigen Graphikmuseum Pablo Picas-
so, gibt es erste gesicherte Nachrichten 
über Besitzverhältnisse aus dem Jahre 
1382. Eine größere Parzelle nahm der 
Hof der Erbmännerfamilie Rodelewe 
ein, der im Bereich der Parzellen Kö -
nigsstraße 51-53 lag. Auf der Vogel -
schau Alerdincks ist der Hof mit seinem 
Vorderhaus und dem zurückliegenden 
Steinwerk gut zu erkennen. Daneben 
ist eine giebelständige bürgerliche Be -
bauung auszumachen, die typisch für 
das Bild in den Hauptstraßen Münsters 
ist. Nach mehreren Besitzwechseln ge-
langte der Hof Rodelewe an die Familie 
Ketteler zu Harkotten, die 1782, nach 
Abriss der alten Gebäude, auf dem 
Grundstück einen repräsentativen Hof 
errichten ließ. In unmittelbarer Nach -
barschaft befand sich das Haus Nr. 
54, in dem 1799 der Bildhauer Theodor 
Wilhelm Achtermann geboren wurde, 
der zum Kreis der Nazarener gehörte 
und 1884 in Rom verstarb. 
Auch nach den Zerstörungen des zweiten Weltkrieges sind in der Königsstraße mehr Adelshöfe zu 
finden als in den anderen Altstadtstraßen. Manche haben den Krieg unbeschadet überstanden und 
zeigen, wie der 1748 von Johann Conrad Schlaun erbaute Oersche Hof, Königsstraße 42, oder der 
1549 entstandene gotische Heeremannsche Hof, Königsstraße 47, mit seinem 1564 vorgeblendeten 
Renaissancegiebel, noch heute bis ins Detail die ehemals vorhandene hohe architektonische Quali-
tät. Andere, wie der Beverförder Hof, sind in vereinfachter Form wiedererstanden oder, wie der Druf-
felsche Hof, nur in seinen Außenmauern wiederhergestellt, konnten ihre städtebauliche Bedeutung 
erhalten. Trotz der überwiegend schlichten Nachkriegsarchitektur prägen die Adelshöfe insgesamt 
bis heute das Bild der Königsstraße. Lediglich im nördlichen Straßenabschnitt fehlte bisher eine 
qualitätsvolle Architektur um das städtebaulich anspruchsvolle Stadtbild wiederherzustellen.
Luftbild von 1935

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Graphikmuseum Pablo Picasso 
Das im September 2000 eröffnete Museum ist 
das erste und bisher einzige Picasso-Museum 
Deutschlands. Hinter denkmalgeschützten Fas-
saden inmitten Münsters Altstadt beherbergt es 
mit seinen über 800 Lithographien Picassos 
eine in ihrer Geschlossenheit weltweit einma -
lige Sammlung. Die Sammlung des Museums 
wurde vom Ehepaar Jutta und Gert Huizinga 
seit Anfang der 50er Jahre zusammengetra -
gen. Um sie der breiten Öffentlichkeit zugäng -
lich zu machen wurde die Sparkassenstiftung 
ins Leben gerufen. 
Für das Graphikmuseum Pablo Picasso wurden zwei historische Gebäude, der Druffelsche Hof und 
ein Hensen Bau, nach den Plänen des Architekten Hilmer zum modernen Museumsgebäude mit 
historischer Fassade umgebaut.
Auf rund 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche sind in the -
matischem Wechsel verschiedene Aspekte und Ausschnitte 
der umfangreichen Sammlung des Hauses zu bewundern. Au-
ßerdem widmen sich Sonderausstellungen mit Exponaten aus 
bedeutenden Museen und Sammlungen nicht nur dem Leben 
und Werk Picassos, sondern auch dem seiner Künstlerfreunde 
und Zeitgenossen. Das Museum hatte bisher rund 260.000 
Besucher. 
Im November 2001 konnte das Graphikmuseum Pablo Picas -
so Münster die komplette Graphikfolge Picassos Suite Vollard 
auf dem internationalen Kunstmarkt erwerben, eine Folge von 
hundert Graphiken, die Picasso von 1930 bis 1937 schuf und 
die nach dem Verleger und Kunsthändler Ambroise Vollard be-
nannt wurde, der sie bei Pablo Picasso in Auftrag gab. 
Zur Sammlung des Museums gehört seit 2003 ebenfalls die 
Stiftung Classen, eine einmalige Sammlung französischer Ma-
lerbücher des 20. Jahrhunderts, die durch das Essener Ehepaar Christa und Dr. Wolfgang Classen 
zusammengetragen wurde. Vertreten sind Werke von Braque, Matisse, Picasso, Aristide Maillol und 
Max Ernst.
2004 erhielt das Museum als Dauerleihgabe die Braque-Sammlung mit 208 Werken, die einen re -
präsentativen Querschnitt durch das gesamte graphische Schaffen Braques von 1926 bis zu seinem 
Todesjahr 1963 zeigt. Fünf sehr seltene Keramiken und Reliefs vervollständigen die Sammlung.

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Integrierter Stadtentwicklungs- und Stadtmarketingprozess Münster-ISM
Zwischen 2002 und 2004 wurde in Münster mit dem Integrierten Stadtentwicklungs- und Stadtmar -
ketingprozess Münster (ISM) eine systematische Zukunftsdebatte geführt. Unter breiter Beteiligung 
der Bürgerschaft und unter Mitwirkung von Mitgliedern der Gremien des Rates wurden in einer Viel-
zahl von Foren und Werkstätten in einem dialogischen Verfahren verschiedene Leitthemen für eine 
nachhaltige Stadtentwicklung formuliert. 
Wichtiges Ergebnis war, dass das unverwechselbare Stadtbild und die multifunktionale City in ho -
hem Maße zur Identifikation und Imagebildung beitragen und damit wesentlich die hohe Attraktivität 
von Münster begründen. Daher wurde als Leitorientierung vom Rat der Stadt Münster im Mai 2004 
beschlossen: „Wir werden das unverwechselbare Stadtbild bewahren und die City als Ort der Be -
gegnung, als Marktplatz und als Motor der Stadtentwicklung stärken. Hierbei kommt den Plätzen 
eine besondere Bedeutung zu.“
Daher wurden in der Werkstatt City - besetzt mit Architekten, Kaufleuten, Denkmalpflegern, Vertre -
tern der Kinder- und Jugendhilfe sowie von Kunst und Kultur - u. a. Projektvorschläge zur Inwertset-
zung innerstädtischer Plätze und zur Erarbeitung unterschiedlicher Nutzungskonzepte formuliert. 
Das Amt für Stadt- und Regionalentwicklung, Statistik und das MünsterMarketing der Stadt Münster 
haben diese Anregungen aufgegriffen und mit der Erstellung eines gesamtstädtischen Konzeptes 
„Plätze“ begonnen. 
Die Anmeldung des Picasso-Platzes zum Landeswettbewerb „Stadt macht Platz - NRW macht Plät-
ze“ stellt somit eine konzeptionelle und konsequente Fortsetzung dieses städtischen Ansatzes dar.

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In dieser Reihe sind seit 1993 erschienen:
60 Wohngebiet Wolbeck “Am Borggarten”, Städtebauliche Strukturplanung ✓
61 Rahmenplan Altstadt ✓			
62 Architektur und Stadtplanung, 50 Jahre Wiederaufbau und Stadtentwicklung 1945 - 1995   
 Münster ✓
63 Städtebaulicher Ideenwettbewerb Wolbeck-Nord
64 Wohnen für “Jung und Alt”, Realisierungswettbewerb ✓
65 Neugestaltung des Schlachthofgeländes, Realisierungswettbewerb ✓
66 Dokumentation Wettbewerb Kita und Norbert-Grundschule Coerde
67 Wohnen an der Gasselstiege - Entwurfswerkstatt ✓
68 Dokumentation Neubau Wartburg-Grundschule Gievenbeck
69 Münster 2010, Grundlagen Fortschreibung Flächennutzungsplan
70 Städtebaulicher Realisierungswettbewerb Wohnquartier Meerwiese ✓
71 Dokumentation VIII. Bauforum; Bürgerwettbewerb Bauen in Münster 1997
72 Neue Kindertageseinrichtungen in Münster
73 Städtebaulicher Realisierungswettbewerb Amelsbüren-Süd
74 Gesundheitshaus/Gesundes Wohnen, Realisierungswettbewerb
75 Dokumentation des Wettbewerbs Bebauung Lotharingerstraße in Münster
76 Dokumentation des Wettbewerbes Schulzentrum Wolbeck
77 Wohnquartier Meerwiese Coerde, Bebauungsplan und Gestaltungsfibel ✓
78 Die Renaturierung der Aa - Maßnahmen zur ökologischen Verbesserung
79 Erster Nahverkehrsplan Stadt Münster ✓
80 Münster 2010, „Planungen und Projekte für ein zukunftsfähiges Münster“ 
 - Grundlagen für die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes 2010 ✓
81 Städtebaulicher Realisierungswettbewerb Roxel-Nord
82 Neue Wohngebiete im Meinungsspiegel
83 Dokumentation des Wettbewerbes „Erweiterung Wilhelm-Hittorf-Gymnasium“
84 Dokumentation des Wettbewerbes „Erweiterung Hauptschule Münster-Nord, Lernort 
 Kinderhaus“
85 Eine Kindertageseinrichtung als Passivhaus
86 Wettbewerbsdokumentation Neubau Feuerwache II in Münster
87 Stadtteilrahmenplan Münster-Roxel
88 Das Einfamilienhaus - Tipps zur Baugestaltung
89 Neugestaltung des Picassomuseumsumfeldes in Münster
 Dokumentation des städtebaulichen Realisierungswettbewerbes
90 10 Jahre Umbau und Erweiterung Halle Münsterland, Baudokumentation
91 Parkraumkonzept Münster 2010 Altstadt/Hbf-Bereich
92 Impulsprogramm Münster Wolbeck
93 Stadtteilrahmenplan Münster-Sprakel ✓
94 Stadtteilrahmenplan Münster-Nienberge
95 Kulturforum Westfalen - Dokumentation der städtebaulichen Rahmenkonzeption
96 Umgestaltung des Ludgeriplatzes in Münster 
 Dokumentation der Mehrfachbeauftragung zur Vorentwurfsplanung
97 Tisch und Stuhl auf Münsters Pflaster 
 Möbli Möblierungselemente für die Außengastronomie in Münsters Altstadt
98 Kulturforum Westfalen
 Dokumentation der Ergebnisse der 1. Wettbewerbsstufe
99 Fahrradhauptstadt Münster - Alle fahren Rad: gestern, heute, morgen
100 X. Bauforum Wettbewerbe 1970 – 2005, Planen und Bauen
101 Picasso-Platz, Dokumentation Landeswettbewerb „Stadt macht Platz - NRW macht Plätze“
✓	Broschüre leider vergriffen!

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Beschlussvorlage

11548 Zeichen

DER OBERBÜRGERMEISTER 
Stadtplanungsamt 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Landeswettbewerb "Stadt macht Platz - NRW macht Plätze"  
Neugestaltung des Picasso - Platzes 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
08.02.2005 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
17.02.2005 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Entscheidung
 
Beschlussvorschlag: 
Sachentscheidung: 
 
1. Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen. 
 
2. Zur Teilnahme an den Veranstaltungen des Beteiligungs- und Planungsverfahrens werden 
benannt: 
Vertreter  Stellvertreter 
2.1. von der Bezirksvertretung Münster-Mitte  ................................     .................................. 
2.2. vom Ausschuss für Stadtplanung, 
 Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft  ..............................     .................................. 
 
Kosten/Folgekosten 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Kosten des Planungs- und Beteiligungsverfahrens auf 
60.000 € geschätzt wurden. Die Förderung des Verfahrens mit Städtebauförderungsmitteln mit 
einem Fördersatz von 70 % ist telefonisch zugesagt und bereits beantragt. Die außerplanmäßige 
Finanzierung des städtischen Eigenanteils wird derzeit vorbereitet und kann indirekt kompensiert 
werden durch Haushaltsmittel in vergleichbarer Höhe, die 2004 nicht verbraucht wurden. 
 
Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren: 
 
Ausgaben 
 
Haush.- 
stelle 
Bezeichnung Haush.-
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkung 
6100.602.3100.4 Entwicklung des Picasso -
Platzes 
2005 60.000  
Insgesamt: 60.000  
Vorlagen-Nr.: 
V/0069/2005 
Auskunft erteilt: 
Frau  Weinreich 
Ruf: 
492 61 83 
E-Mail: 
WeinreiH@stadt-muenster.de  
Datum: 
20.01.2005 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
 
Einnahmen 
 
Haush.- 
stelle 
Bezeichnung Haush.-
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkung 
6100.171.3100.8 Zuwendung des Landes  
Entwicklung des Picasso - 
Platzes 
2005 42.000  
Insgesamt: 42.000  
 
Begründung: 
 
Zu 1. - Bericht 
 
Im No
vember 2004 hat sich die Stadt Münster beim Landeswettbewerb „Stadt macht Platz – NRW 
macht Plätze“ mit zwei Projekten beworben, der „Neugestaltung des Picasso – Platzes“ und der 
„Neugestaltung des Hugo Pottebaum – Platzes“ in Handorf. Über die Bewerbung berichtete die 
Verwaltung mit der Vorlage V/0916/2004. Kurz vor Weihnachten veröffentlichte das Ministerium für 
Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen die Namen der 20 
Städte, die sich für die 2. Phase des Landeswettbewerbs „Stadt macht Platz – NRW macht Plätze“ 
qualifiziert haben. Münster war mit dem Projekt „Neugestaltung des Picasso – Platzes“ dabei. Ins-
gesamt waren 53 Projekte eingereicht worden. 
 
Der „Wettbewerb Stadt macht Platz – NRW macht Plätze“ wird vom Land NRW seit drei Jahren 
jährlich durchgeführt. Mit dem Wettbewerb will die Landesregierung Anstöße für zeitgemäße Wege 
der Planung und einen innovativen Umgang mit dem öffentlichen Raum geben. Ein erfolgreicher 
Abschluss der ersten und zweiten Wettbewerbsphase, bietet der Stadt die Möglichkeit, die Pla-
nungs- und Realisierungskosten der Neugestaltung des Platzes mit Städtebauförderungsmitteln zu 
finanzieren.  
 
Der Platz mit dem Arbeitstitel „Picasso – Platz“ soll gegenüber dem Graphikmuseum Pablo Picas-
so an der Königsstraße entstehen. Er liegt im Quartier zwischen Aegidiistraße, Rothenburg und 
Königsstraße für das die Stadt Münster im Jahr 2002 einen städtebaulichen Realisierungswettbe-
werb durchgeführt hat. Auf der Basis des Entwurfs des 1. Preisträgers, dem Büro Maas & Partner 
aus Münster, wird seitdem die städtebauliche N eustrukturierung des Gebietes mit privatem und 
öffentlichem Engagement durchgeführt. Im Zusammenhang mit dem Neubau der Münster Arkaden 
konnte die Stadt Münster im Mai 2004 den Platzbereich gegenüber dem Graphikmuseum Pablo 
Picasso erwerben. Als Bewerbung für die 1. Phase des Landeswettbewerbs „Stadt macht Platz – 
NRW macht Plätze“ hat die Stadt Münster eine Konzeption zur Entwicklung eines nachhaltigen 
Nutzungs- und Gestaltungskonzeptes für den „Picasso-Platz“ eingereicht. Diese Konzeption soll 
entsprechend der nachfolgenden Empfehlung der Jury zum Abschluss der 1. Phase nun bis zum 
Abgabetermin des Landeswettbewerbs am 01.07.2005 (2. Wettbewerbsphase) umgesetzt werden. 
 
Juryempfehlung: „Dieser Standort stellt eine spezifische kulturelle Herausforderung dar. Auch wer-
den einige interessante Ansätze sichtbar. 
Da nicht klar ist, wie tatsächlich ein dem Ort entsprechendes gestalterisches Ergebnis erreicht 
wird, sollte nach Ansicht der Jury im Verfahren noch stärker fachplanerische Expertise eingebun-
den werden. Sie empfiehlt daher, das vorgeschlagene Verfahren um einen Wettbewerb nach RAW 
zu ergänzen, um ein hochwertiges, realisierungsfähiges Ergebnis zu sichern.“ 
 
Nach Einschätzung der Verwaltung würde diese Juryempfehlung jedoch bedeuten, dass die Er-
gänzung des Verfahrens um einen weiteren Wettbewerb die Kontinuität des Gesamtverfahrens zur 
städtebaulichen Neuordnung in diesem Stadtquartier und auch die Interessen der Preisträger des 
Städtebaulichen Wettbewerbs „Picassomuseumsumfeld“ aus dem Jahr 2002 nicht ausreichend 
gewährleisten würde. Deshalb soll das bisher für die 2. Wettbewerbsphase vorgesehene Verfahren 
um eine Planungswerkstatt mit den vier Preisträgern des Städtebaulichen Wettbewerbs „Picasso-

- 3 - 
museumsumfeld“ ergänzt werden. Diese soll in das geplante Beteiligungsverfahren eingebunden 
werden.  
 
Zur Zeit wird von der Verwaltung in Kooperat ion mit dem Graphikmuseum Pablo Picasso die 
Durchführung des modifizierten Planungs- und Beteiligungsverfahrens vorbereitet. Mit der Veröf-
fentlichung der Bewerbung zur 1. Phase, ergänzt um die Darstellung des modifizierten Verfah-
rensablaufes und Informationen zum Landeswettbewerb in der anliegenden Broschüre: „Picasso – 
Platz, Dokumentation Landeswettbewerb „Stadt macht Platz – NRW macht Plätze“, als Heft Nr.: 
101 der Reihe Planungsinformationen des Stadtplanungsamtes erschienen, sollen alle interessier-
ten Bürger und Bürgerinnen die Möglichkeit haben, sich über das vorgesehene Planungs- und Be-
teiligungsverfahren zu informieren, um sich zielor ientiert an der Erarbeitung eines verbindlichen 
Konzeptes zur nachhaltigen Nutzung und Gestaltung des künftigen „Picasso - Platzes“ beteiligen 
zu können. Die hierzu in der Broschüre aufgezeigten Möglichkeiten auch zur Integration und zur 
Namensgebung des Platzes sollen dabei als Optionen und als Diskussionsgrundlage in das Ver-
fahren eingebracht werden.  
 
Vorgesehen ist eine Reihe von extern moderierten Veranstaltungen, z. T. öffentlich und zum Teil 
mit einem begrenzten Teilnehmerkreis der geplanten „Focusgruppe“. Diese soll sich zusammen-
setzen aus Anliegern, Angrenzern, externen Experten, Teilnehmern der Planungswerkstatt und 
städtischen Akteuren aus Politik und Verwaltung. Die Sitzungen der Focusgruppe sollen im Me-
dienraum des Graphikmuseums Pablo Picasso stattfinden und extern moderiert werden. Außer-
dem bietet das Gesamtverfahren allen Beteiligten vielfältige Möglichkeiten zur Information und 
Diskussion. Eine zweiwöchige Beteiligungsaktion „Im, am und um das Graphikmuseum Pablo Pi-
casso“ soll vor den Osterferien beginnen und neben allen interessierten Bürgern und Bürgerinnen 
auch die Museumsbesucher ansprechen. Vorgesehen ist folgender Ablauf: 
 
Ablauf des Planungs- und Beteiligungsverfahrens – 2. Phase des Landeswettbewerbs 
 
Vorlauf   Informative Beteiligung der Akteure zur Sicherung der Mitarbeit 
 
25.02.2005 1. moderiertes Arbeitstreffen der Focusgruppe  
Themenschwerpunkte:  
- Festlegung der Rahmenbedingungen für die zukünftige Nutzung, Bele-
bung und Gestaltung des Platzes 
- Vorbereitung der Beteiligung der Öffentlichkeit 
 
12.03.2005  Moderierte Auftaktveranstaltung des Beteiligungsverfahrens  
„Im, am und mit dem Graphikmuseum Pablo Picasso“ in der 11.+12. KW 
(Woche vor und 1. Woche in den Osterferien) 
Zielgruppe: Interessierte Öffentlichkeit mit musealem Bezug und Museums-
besucher 
Inhalt: 
- Transport des Gesprächsergebnisses der Focusgruppe in die Öffentlich-
keit 
- Beteiligung der interessierten Öffentlichkeit an der Entwicklung eines 
nachhaltigen Nutzungs- und Gestaltungskonzeptes 
 
25.04.2005  2. moderiertes Arbeitstreffen der Focusgruppe  
Themenschwerpunkte: 
- Ergebnis des Beteiligungsverfahrens 
- Festlegung der Rahmenbedingungen zur Erarbeitung eines Gestaltungs-
konzeptes   
- Erarbeitung eines verbindlichen, innovativen Konzeptes zur nachhaltigen 
Nutzung und Bespielung

- 4 - 
25.04.-27.04.2005 Planungswerkstatt  
Teilnehmer: 4 Preisträger des städtebaulichen Ideenwettbewerbs „Picasso-
museumsumfeld“ 
Ziel: Erarbeitung eines integrierten Konzeptes zur architektonischen, künstle-
rischen und lichtplanerischen Gestaltung der Platzfläche    
 
26.04.2005 Moderierte öffentliche Zwischenpräsentation 
 
27.04.2005 Sitzung des Beurteilungsgremiums 
- mit der öffentlichen Präsentation der Ergebnisse der Planungswerkstatt 
durch die Teilnehmer  
 
28.04.–12.05.2005 Öffentliche Ausstellung der Ergebnisse der Planungswerkstatt 
- mit Möglichkeit der Meinungsäußerung durch die interessierte Öffentlich-
keit 
 
Bis Ende Juni 2005 Erarbeitung des Wettbewerbsbeitrages  
- entsprechend den Anforderungen zur 2. Phase des Landeswettbewerbs 
„Stadt macht Platz – NRW macht Plätze“ 
 
01.07.2005 Abgabe  
 
Ende August 2005 Jurysitzung Landeswettbewerb  
 
Alle öffentlichen Termine sollen im Graphikmuseum Pablo Picasso stattfinden.  
 
Mit der externen Moderation der öffentlichen Veranstaltungen und den Sitzungen der Focusgrup-
pe, sowie der Dokumentation des Beteiligungsverfahrens wurde das Büro Frauns aus Dortmund 
nach Durchführung eines Angebotsverfahrens beauftragt. Für die Auftaktveranstaltung der Bürger-
beteiligung ist eine Kooperation mit dem Büro Modulorbeat aus Münster geplant.  
 
Vorgesehen ist folgende Besetzung des Beurteilungsgremiums im Anschluss an die Planungs-
werkstatt:  
 
Frau Prof. Elke Pahl-Weber, TU Berlin  
Herr Prof. Dr. Franz Pesch, Herdecke 
Herr Prof. Dipl.-Ing Martin Korda, Münster   
Herr Stadtdirektor Schultheiß 
1 Vertreter der Bezirksvertretung Mitte 
1 Vertreter des Planungsausschusses 
 
Entsprechend der Empfehlung des Beurteilungsgremiums soll der Verfasser des besten Gestal-
tungskonzeptes mit der Überarbeitung seines Entwurfes beauftragt werden. Der Entwurf und die 
Dokumentation des Beteiligungsprozesses sollen die Grundlage der Bewerbung der Stadt bilden 
und müssen daher den Anforderungen des Landeswettbewerbs „Stadt macht Platz – NRW macht 
Plätze“ an die Beiträge der 2. Phase entsprechen.  
 
Die Realisierung der Neugestaltung des Picasso – Platzes ist im Anschluss an die geplante Neu-
bebauung der Platzwände ab 2007 vorgesehen. 
 
 
Zu 2. – Begründung 
 
Zur Teilnahme an den Sitzungen der Focusgruppe und des Beurteilungsgremiums im Anschluss 
an die Planungswerkstatt bittet die Verwaltung die Bezirksvertretung Münster - Mitte und den Aus-
schuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft um Benennung von Teilneh-

- 5 - 
mern. Da die Focusgruppe nur eine begrenzte Teilnehmerzahl haben kann, um moderierbar zu 
bleiben und in dem engen Zeitrahmen ergebnisorientiert arbeiten zu können, sollten nur je ein 
Teilnehmer und sein Vertreter pro Gremium benannt werden.  
 
 
I.V. 
 
gez. 
 
Schultheiß 
Stadtdirektor 
 
 
Anlagen: 
 
Planungsinformation des Stadtplanungsamtes, Heft Nr.: 101,  
Picasso – Platz, Dokumentation Landeswettbewerb „Stadt macht Platz – NRW macht Plätze“

Berichtsvorlage

517 Zeichen

DER OBERBÜRGERMEISTER 
Stadtplanungsamt 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Landeswettbewerb "Stadt macht Platz - NRW macht Plätze"  
Neugestaltung des Picasso - Platzes 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
08.02.2005 Bezirksvertretung Münster-Mitte Bericht 
17.02.2005 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Bericht 
 
 
Bericht: 
 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0069/2005 
Auskunft erteilt: 
Frau  Weinreich 
Ruf: 
492 61 83 
E-Mail: 
WeinreiH@stadt-muenster.de 
Datum: 
20.01.2005 
Nichtöffentliche Berichtsvorlage

Beratungsverlauf (2)

08.02.2005 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 5.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung
17.02.2005 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 6.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (19)

  • Aegidiistraße
  • Königsstraße 42
  • Pferdegasse
  • Ludgeristraße
  • Stubengasse
  • Windthorststraße
  • Ludgeriplatz
  • Hötteweg
  • Aegidiikirchplatz
  • Am Borggarten
  • Platz des Westfälischen Friedens
  • Lotharingerstraße
  • Prinzipalmarkt
  • Krumme Straße
  • Lütke Gasse
  • Gasselstiege
  • Domplatz 8
  • Kirchplatz
  • Kinderhaus

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0069/2005
Typ
Vorlage
Datum
25.01.2005
Erstellt
06.10.2020 14:37