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0636/2025

Internationale Jugendarbeit - Rückblick 2024 und Ausblick 2025

Mitteilung Ausschuss 20.03.2025

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Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

13776 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IV/512/2 
 
Vorlagen-Nummer 20.03.2025 
 0636/2025 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Jugendhilfeausschuss 25.03.2025 
 
Internationale Jugendarbeit - Rückblick 2024 und Ausblick 2025 
Internationale Jugendarbeit leistet als integraler Bestandteil der Kinder- und Jugend-
hilfe einen wichtigen Beitrag zur internationalen Verständigung und ist ein Zeichen von 
zivilgesellschaftlichem Engagement. Internationaler Austausch trägt dazu bei, Wis-
senshorizonte und Handlungskompetenzen in einer globalisierten Welt zu erweitern, 
Mitverantwortung für Frieden, Freiheit und soziale Gerechtigkeit zu stärken sowie für 
den Umgang mit Diversität zu befähigen. Die Erfahrung mit anderen Menschen und 
Kulturen hilft, eigene Ansichten zu reflektieren und Vorurteile abzubauen. Die Ange-
bote der Fachstelle Internationale Jugendarbeit im Amt für Kinder, Jugend und 
Familie der Stadt Köln richten sich vor allem an junge Menschen im Alter von 13 bis 
30 Jahren sowie Fachkräfte der Jugendarbeit.  
 
 
Rückblick 2024 
 
Angebote und Kleinstprojekte: 
In der dreitägigen Ausstellung „Wege ins Ausland" im Februar/März 2024 informierten 
sich 25 junge Menschen im Kooperativen Kinder- und Jugendbüro über verschiedene 
Möglichkeiten ins Ausland zu reisen. 
 
Im April 2024 konnte ein EU-Kompakt-Kurs mit einer Gruppe von 15 Teilnehmer*innen 
von 14 bis 18 Jahren im Jugendzentrum anyway umgesetzt werden. In diesem Kurs 
konzentrieren sich die Trainer*innen von „Understanding Europe“ im Rahmen des 
vierstündigen Kurses auf drei inhaltliche Kernbereiche: Die multiperspektivische EU-
Geschichte, Akteur*innen der EU und Möglichkeiten der Teilhabe für junge Menschen 
im Alter von 13-30 Jahren. Die Jugendlichen arbeiteten zu diesen Themen in Klein-
gruppen, erhielten Raum, ihre Fragen zu stellen und gemeinsam zu überlegen, wo 
und wie die EU Einfluss auf ihr alltägliches Leben nimmt.  
 
Im Mai 2024 fand in Köln ein Study Visit zum Thema Streetwork und aufsuchende Ju-
gendarbeit statt. Zusammen mit der Nationalagentur „Jugend für Europa“ begrüßte die 
Stadt Köln 17 Fachkräfte aus 11 verschiedenen europäischen Städten. Mit Unterstüt-
zung einer Kollegin von Streetwork Köln besuchte die Gruppe verschiedene Einrich-
tungen und Angebote in Köln und kam in einen tieferen Austausch zur Thematik. 
 
Im November 2024 wurde eine Fachkräftefortbildung der Internationalen Jugendarbeit

2 
 
im Jugendzentrum digital in Zusammenarbeit mit IJAB, der Nationalagentur „Jugend 
für Europa“ und Roots & Routes durchgeführt. Die Kölner Fachkräfte hatten dort die 
Möglichkeit eine erste Einarbeitung in das Thema „Internationale Jugendarbeit“ zu er-
halten und ihr Wissen zum Thema Finanzierung, Organisation, Wahl der Kooperati-
onspartner*innen u.v.m. zu erweitern. 
 
Großprojekte: 
Das Partizipationsprojekt "Aktive Jugendbeteiligung führt zur aktiven Bürgerschaft" 
umfasste die Teilnahme von sieben jungen Menschen im Alter von 18 von 28 Jahren. 
Das Projekt startete im Januar 2024 und endete im Dezember 2024. Die Teilnehmen-
den erhielten Informationen zu kommunaler, bundes- und europäischer Politik sowie 
zu Partizipationsmöglichkeiten auf diesen Ebenen. Erreicht wurde dies z.B. durch eine 
Fragestunde mit Bürgermeister Dr. Heinen, Studienfahrten nach Berlin und Brüssel 
und monatlichen Treffen zum Austausch und politischen Diskussionen. Zudem wurde 
von den jungen Teilnehmenden im Prozess das Folgeprojekt „Watch out – Europe 
and it´s neighbours“ zur Auslandspolitik entwickelt. 
 
Das Partizipationsprojekt „Pride: Our Rights - Our Future“ startete im Frühling 2024 
mit dem Jugendzentrum anyway und einem Partner aus Cluj Napoca/Rumänien. Nach 
einer Begegnung im Sommer 2024 in Köln folgt im Frühjahr 2025 eine Rückbegeg-
nung zum Pride Day in Cluj Napoca. Gemeinsam wird die historische und aktuelle Si-
tuation der jungen Menschen aus der LGBTIQ*-Community in Europa thematisiert. 
Workshops, kreative Methoden und der Austausch bei Pride-Veranstaltungen stehen 
im Fokus.  
 
Es wurden in 2024 zwei Jugendbegegnungen zusammen mit dem Jugendzentrum 
Dachlow und dem Partner „Dots" aus Portimão/Portugal zum Thema „Erkennen und 
Bewältigen von interkulturellen Herausforderungen“ umgesetzt. Zusammen boten die 
Begegnungen Platz für zwanzig junge Menschen aus Köln und zwanzig junge Men-
schen aus Portimão im Alter von 16 bis 24 Jahren. Die erste Begegnung fand im Juli 
2024 in Köln statt. Im Oktober 2024 wurde die Rückbegegnung in Lagos und Portimão 
in Portugal durchgeführt.  
 
Mit dem Programm „Discover EU Inclusion“ hatten vierzehn 18 -jährige Menschen die 
Möglichkeit, per Zug alleine oder in Kleingruppen durch Europa zu reisen. Eine finan-
zielle Unterstützung erhielten sie unter anderem für die Zugtickets, Übernachtungen in 
Hostels und die Verpflegung. Die jungen Menschen waren bis zu 21 Tage unterwegs. 
Das Projekt begann im April 2024 und endet im Februar 2025. 
 
Im September 2024 fand in Köln für eine Woche das internationale Partizipationspro-
jekt „Political Participation around the world/Politische Partizipation um die Welt“ statt, 
organisiert in Zusammenarbeit mit dem Büro für Europa und Internationales, dem Köl-
ner Jugendring sowie örtlichen Jugendzentren und Jugendverbänden. 45 junge Men-
schen aus den Kölner Partnerstädten Istanbul, Dnipro, Cluj-Napoca, Turin, Ka ttowitz 
und Cork kamen zusammen, um sich mit politischer Mitbestimmung, Demokratie und 
Jugendbeteiligung auseinanderzusetzen. In interaktiven Workshops, Diskussionen 
und Exkursionen tauschten sich die Teilnehmenden über politische Partizipation in ih-
ren Ländern sowie der Europäischen Union aus, entwickelten Ideen für stärkere Ju-
gendbeteiligung und lernten demokratische Strukturen vor Ort kennen. Einen Höhe-
punkt der Aktionswoche stellte das Demokratiefestival „Turn up in CC“ mit politischen 
Vertreter*innen aus Köln und Aufführungen von Ergebnisse aus den Workshops, in 
denen Herausforderungen und Lösungsansätze für mehr Mitbestimmung junger Men-
schen erörtert wurden, dar.

3 
 
Die Jugendbegegnung mit dem Jugendhaus Treffer in Lille/Frankreich mit dem Part-
ner „Cemea“ wurde im Oktober 2024 mit jeweils 12 Jugendlichen aus Köln und Lille im 
Alter von 14 bis 16 Jahren umgesetzt. Eine Rückbegegnung ist für April 2025 in Köln 
zum Thema „Diskriminierungserfahrungen mit Musik begegnen“ geplant.  
 
Zwei junge Menschen im Alter von 18 Jahren und eine Begleitperson aus Köln nah-
men an einer internationalen SALTO-Veranstaltung in Sofia/Bulgarien im November 
2024 zum Thema „Peer-to-peer: Mental Health Support“ teil. SALTO (Support, Advan-
ced Learning and Training Opportunities) bezeichnet eine europäische Netzwerkstruk-
tur zur Unterstützung der Jugendarbeit im Rahmen der Erasmus+ Programme und 
des Europäischen Solidaritätskorps.  
 
Im September 2024 wurde ein zweijähriges Projekt für Fachkräfte der offenen und 
mobilen Jugendarbeit zum Thema „MobileMinds“ mit einem Partner aus Bissen/Lu-
xemburg gestartet. In dem Fachkräfteprojekt entwickeln vier Fachkräfte pro Stadt ei-
nen gemeinsamen Methodenkoffer für die mobile und digitale Jugendarbeit. Perspekti-
visch geplant sind zwei Begegnungen in Köln und Bissen. 
 
Im Dezember konnten vier junge Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren gemeinsam 
mit der Fachstelle Internationale Jugendarbeit die Kölner Partnerstadt Indianapo-
lis/USA besuchen, um die Partnerschaft im Jugendbereich zu vertiefen. Das siebentä-
gige Programm enthielt unter anderem den Besuch des Ivy Tech College und der 
Stadtverwaltung und einen gemeinsamen Termin mit dem Städtepartnerschaftsverein 
in Indianapolis. Zudem wurde die Gruppe zu einer Veranstaltung im Rahmen des 100-
jährigen Jubiläums der Koelnmesse in Chicago eingeladen. Die jungen Menschen 
wurden aus den in 2024 umgesetzten Partizipationsprojekten in 2024 generiert. 
 
Netzwerke:  
Im Jahr 2024 wurde das Netzwerk für Internationale Freiwilligendienste gegründet. 
Das Netzwerk wurde ins Leben gerufen, um Qualitätsstandards zu verbessern, ge-
meinsame Herausforderungen zu diskutieren und Synergieeffekte zu fördern. Die 
halbjährlichen Treffen dienen der Vernetzung, Weiterentwicklung und strategischen 
Ausrichtung der internationalen Freiwilligenarbeit in Köln.  
Zudem haben drei Treffen des Netzwerkes der Internationalen Jugendarbeit stattge-
funden. In diesen Treffen wurden Erasmus+ Projekte vorgestellt, die gemeinsamen in-
ternationalen Themen in Köln diskutiert und an vereinfachten Antragsstellungen gear-
beitet. 
 
Finanzierung der Angebote und Projekte: 
Die internationale Jugendarbeit in Köln wird maßgeblich durch Drittmittel, insbeson-
dere Erasmus+ Jugend, finanziert. 2024 wurden über das kommunale Förderpro-
gramm „Internationale Jugendbegegnungen“, bereitgestellt durch Mittel des Büros Eu-
ropa und Internationales der Stadt Köln, 10 Projekte mit insgesamt 50.000 € gefördert.  
Zusätzlich stellt das Büro Europa und Internationales jährlich 16.000 € für weitere Pro-
jektkosten bereit.  
Besondere finanzielle Förderung erhielt das Partizipationsprojekt „Politische Partizipa-
tion um die Welt“ im September 2024 durch direkte Bundesmittel des Programms „De-
mokratie leben“ und Mitteln des Büros Europa und Internationales.  
Der Besuch in Indianapolis wurde ebenfalls finanziell, aber auch in der Organisation, 
durch das Büro Europa und Internationales unterstützt.  
Durch die Kombination von kommunalen, Bundes- und EU-Mitteln sichert Köln die 
nachhaltige Finanzierung und Entwicklung internationaler Jugendangebote und -pro-
jekte.

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Ausblick 2025 
 
Neben den Folgeprojekten der Maßnahmen aus 2024 wird in 2025 der Fokus auf die 
Intensivierung internationaler Partnerschaften und die Umsetzung neuer Projekte zur 
politischen Bildung und Partizipation gelegt. Diese Projekte werden ausschließlich 
durch Erasmus+ Jugend und die bereitgestellten Mittel des Büros Europa und Interna-
tionales der Stadt Köln gefördert. 
 
Angebote und Kleinstprojekte: 
Im Mai ist ein Angebot zum Thema „Deine Zukunft in Europa“ in Köln geplant. An ei-
nem Wochenende wird ein Talk mit jungen Menschen mit Reiseerfahrung sowie ein 
themenspezifischer Kinoabend im Kooperativen Kinder- und Jugendbüro veranstaltet. 
Zudem finden verschiedene Workshops unter anderem zu Tanz, Vision Boards, Men-
schenrechte, Demokratie, europäische Projekte mit Kölner Einrichtungen, Fotografie, 
Social Media statt. 
 
Im Mai ist ein fünftägiges Netzwerktreffen zum Thema „Streetwork – Vernetzung und 
Stärkung der Jugendarbeit in Europa“ in Litauen geplant. Daran nehmen drei Fach-
kräfte von Streetwork Köln teil. Die Kölner Kollegen*innen werden die Arbeit von 
Streetworker*innen in Litauen kennenlernen, die Situation von Streetwork in anderen 
Ländern und in Europa diskutieren sowie die Aktivitäten des Netzwerkes für das kom-
mende Jahr planen.  
 
Aktuell läuft eine Abstimmung mit der Kölner Partnerstadt Esch-sur-Alzette/Luxem-
burg zur Teilnahme von fünf jungen Menschen im Alter von 16 bis 24 Jahren an einer 
dortigen Jugendolympiade im Sommer 2025.  
 
Im Programm „Discover EU Inclusion“ haben bis zu 40 18-jährige Menschen die Mög-
lichkeit, bis zu 21 Tage mit dem Zug durch die EU zu reisen. Die jungen Menschen er-
halten Pauschalen für Unterkunft, Essen und Freizeitaktivitäten. Das Projekt zielt da-
rauf ab, mit besonderen Herausforderungen konfrontierte junge Menschen die Mög-
lichkeit zu geben, eine Auslandsreise umzusetzen. Die Bewerbungsfrist für dieses 
Projekt endet am 16.05.2025.  
 
Großprojekte: 
Im Projekt „Watch out – Europe and it´s neigbours“, welches im Partizipationsprojekt 
"Aktive Jugendbeteiligung führt zur aktiven Bürgerschaft" in 2024 entwickelt wurde, 
werden sich bis zu zehn junge Menschen mit dem Thema Auslandspolitik beschäfti-
gen. Hierzu werden monatliche Treffen stattfinden, sowie eine Begegnung zusammen 
mit einem Partner aus Stockholm/Schweden in Brüssel und Köln und in der zweiten 
Jahreshälfte eine Rückbegegnung in Stockholm. Das Projekt startete im Januar 2025. 
 
Im April startet ein anderthalbjähriges Projekt mit der Stadtverwaltung Göte-
borg/Schweden zum Thema „Jugendschutzkonzept in der Internationalen Jugendar-
beit“. In diesem Projekt haben jeweils sechs Fachkräfte aus beiden Städten die Mög-
lichkeit, mit fachlicher Unterstützung ein Schutzkonzept bzw. entsprechende Bau-
steine zu entwickeln. Im Rahmen von monatlichen Treffen werden die Fachkräfte in 
ihren Städten junge Menschen intensiv in den Entwicklungsprozess einbinden. Ein 
Abschlussevent zur Vorstellung des Konzepts ist für 2026 jeweils in beiden Städten 
geplant. 
 
Die Stadt Köln hat in diesem Jahr die Erasmus+ Akkreditierung für Jugendbegegnun-
gen und Fachkräfteaustausch für die nächsten drei Jahre erhalten. Diese Akkreditie-
rung garantiert eine langfristige Förderung und Planungssicherheit für internationale

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Projekte im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Fachkräfteentwicklung. 
Bereits im ersten Jahr nutzen vier Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendar-
beit sowie der Straßensozialarbeit diese Möglichkeit. Sie organisieren Austauschmaß-
nahmen mit verschiedenen internationalen Partner*innen. Diese Begegnungen er-
möglichen den Jugendlichen einen intensiven interkulturellen Austausch, der über ein-
malige Projekte hinausgeht und nachhaltige Verbindungen schafft. Darüber hinaus fin-
det im Rahmen der Akkreditierung in diesem Jahr eine weitere medienpädagogische 
Hin- und Rückbegegnung für Fachkräfte mit einem langjährigen Partner in Göte-
borg/Schweden statt. Diese Begegnung bietet Fachkräften die Möglichkeit, sich über 
innovative medienpädagogische Ansätze auszutauschen, voneinander zu lernen und 
gemeinsam neue Angebotsideen für die medienpädagogische Arbeit zu entwickeln. 
 
Gez. Voigtsberger

Beratungsverlauf (1)

25.03.2025 Jugendhilfeausschuss
TOP 8.4.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Freiheit

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Details

Aktenzeichen
0636/2025
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
20.03.2025
Erstellt
26.02.2025 20:44