3035/2020
Beschluss über Stellungnahmen sowie Satzungsbeschluss betreffend den Bebauungsplan-Entwurf 62547/02 Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven/ Weiler
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Anlage 4
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A N L A G E 4 / 2 Tabellarische Darstellung und Bewertung des Abwägungsmaterials im Bebauungsplanverfahren Darstellung und Bewertung der zum Bebauungsplan 62547/02 –Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven/Weiler– eingegangenen Stellungnahmen aus der Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange Die Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Absatz 2 Baugesetzbuch (BauGB) wurde vom 02.01.2019 bis zum 04.02.2019 durch- geführt. Im Zeitraum der Beteiligung sin d 4 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange, eingegangen. Nachfolgend werden die eingegangenen Stellungnahmen fortlaufend nummeriert. Daran anschließend werden in Übereinstimmung mit der laufenden Nummerierung die Inhalte der Stellungnahmen sowie ihre Berü cksichtigung im weiteren Verfahren dargestellt. Bei inhaltlich gleichen Stellungnahmen wird auf die jeweilige erste Stellung- nahme der Verwaltung verwiesen. Lfd. Nr. Stellungnahme Berücksichtigung Stellungnahme der Verwaltung 1 Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen 1.1 Es bestehen keine grundsätzlichen Bedenken gegen die Planung, es wird jedoch auf den Verlust der landwirt- schaftlichen Flächen bedauert. Kenntnisnahme In Köln besteht eine immense Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum. Demgegenüber steht ein sehr geringes Potenzial noch verfügbarer Flächenreserven. Das Mietpreisniveau in der Wachstumsregion Köln bewegt sich im interkommunalen Vergleich auf hohem Niveau. Für viele Haushalte ist es mittlerweile nicht mehr möglich, eine adäquate, bezahlbare Wohnung zu finden. Um der angespannten Situation auf dem Kölner Wohnungsmarkt zu begegnen, ist die Schaffung von neuem Wohnraum dringen- des Ziel der Stadtentwicklung. Neben der vorrangigen Wie- dernutzbarmachung brach gefallener Flächen wird hierfür die Neuinanspruchnahme bisher unbebauter Flächen, z.T. auch hö- herwertiger Böden unvermeidbar sein. Die Stadt Köln steht an dieser Stelle in der Pflicht, ihre Steue- rungsmöglichkeiten auszuschöpfen, um eine zukunftsträchtige und sozialgerechte Stadtentwicklung zu ermöglichen. Das Plangebiet stellt sich aufgrund seiner gut erschlossenen Lage und der soliden infrastrukturellen Ausstattung in der Umge- - 2 - / 3 bung als gut geeignet für den Wohnungsbau dar. Die Flächenin- anspruchnahme zugunsten einer wohnbaulichen Entwicklung wurde daher bereits durch die entsprechende Darstellung im Flä- chennutzungsplan vorbereitet. 1.2 Für die Berechnung des Kompensationsflächenbedarfes wird die Anwendung der „Nummerischen Bewertung von Biotoptypen für die Eingriffsregelung in NRW“ (2008) des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) als anerkanntes Verfahren nach dem aktuellen Stand angeregt, welches ebenfalls durch den Einfüh- rungserlass zum Landschaftsgesetz für Eingriffe durch Straßenbauvorhaben (ELES) bestätigt wird. nein Die Beurteilung der Biotoptypen erfolgt nach dem Bewertungs- verfahren Ludwig und Sporbeck/ Köln Code. Es stellt den Ver- such dar, ein quantitatives Bewertungsverfahren mit der Syste- matik einer Stadtbiotopkartierung zu kombinieren. Es wurde als quantitatives Bewertungsverfahren das bei der Stadt Köln bereits im Rahmen der Eingriffsregelung etablierte Verfahren nach Lud- wig (1991) mit heran herangezogen. 1.3 Der geplante Ausgleich innerhalb des Plangebietes wird begrüßt. Kenntnisnahme 1.4 Es wird angeregt bezüglich des externen Ausgleiches die Flächen weiterhin durch den derzeitigen Bewirtschafter bewirtschaften zu lassen. Es handele sich um einen vieh- haltenden Betrieb, der auf die Fläche angewiesen ist und diese - auch nach Umwandlung in eine Wiese - nutzen könne. Kenntnisnahme Eine weiterhin landwirtschaftliche Nutzung im Bereich der exter- nen Ausgleichfläche kann im Rahmen der Extensivierung im Er- messen des Betreibers erfolgen. 2 Polizeipräsidium Köln Direktion Kriminalität Kriminal- prävention / Opferschutz, Städtebauliche Kriminalprä- vention Grundsätzlich bestehen keine Bedenken gegen das be- treffende Bauvorhaben. In Bezug auf städtebauliche und technische kriminalpräventive Aspekte wird auf die kos- tenfreien und neutralen Beratungsangebote zur städte- baulichen Kriminalprävention sowie kriminalpräventiv wir- kende Ausstattung von Bauobjekten mit einbruchhem- menden Sicherungseinrichtungen hingewiesen. Es wird Kenntnisnahme Der Hinweis wird an die Investorinnen weitergegeben. - 3 - / 4 gebeten Bauherren und Investoren frühzeitig auf die Bera- tungsangebote hinzuweisen. Die Beratung wird dabei indi- viduell mit Bezug auf Lage, Gebäudekonzeption, Nutzung, Ausstattung und den persönlichen Sicherheitsbedürfnis- sen der Nutzer durchgeführt. 3 Industrie- und Handelskammer zu Köln keine Bedenken Kenntnisnahme 4 Telekom Deutschland GmbH 4.1 Um den Bestand und Betrieb der vorhandenen Telekom- munikationslinien im Plangebiet weiterhin zu gewährleis- ten, wird darum gebeten diese bei der Planung der Ver- kehrswege entsprechend zu berücksichtigen. Eine Verän- derung oder Verlegung der Telekommunikationslinien solle vermieden werden. Für Angaben gegebenenfalls notwendigen Maßnahmen zur Sicherung, Veränderung o- der Verlegung der Telekommunikationslinien müssen zu- nächst endgültige Ausbaupläne mit Erläuterung vorliegen. Um die rechtzeitige Versorgung mit Telekommunikations- anschlüssen unter Berücksichtigung der Koordination mit dem Straßenbau und der Baumaßnahmen anderer Leis- tungsträger wird darum gebeten, dass der Beginn und Ab- lauf von Erschließungsmaßnahmen im Planbereich der Deutschen Telekom Technik GmbH so früh wie möglich und mindestens 6 Monate vor Baubeginn mitgeteilt wird. Es wird darum gebeten, weiterhin in die Planung einge- bunden zu werden. Im gegenwärtigen Planentwurf befinden sich die Telekom- munikationslinien innerhalb einer Verkehrsfläche Gemar- kung Worringen, Flur 46, Flurstücke 1018, 38, 37 die zu- künftig nicht mehr als öffentlicher Verkehrsweg zur Verfü- gung steht. nein Das Bebauungskonzept erfordert einen Ausbau der vorhandenen Verkehrsflächen (Damiansweg und Pleißensteig). In diesem Zuge wird z. T. voraussichtlich auch eine Anpassung der Lei- tungsführung vorgenommen. Die bestehende Telekom-Leitung liegt innerhalb des Plangebie- tes östlich des Damiansweges. Aufgrund der hier gemäß städte- baulichem Konzept vorgesehenen Bebauung wird eine Verlegung der Leitung in diesem Bereich erforderlich werden. Ebenso ist da- von auszugehen, dass der unterhalb des Pleißensteiges gele- gene Leitungsabschnitt im Zuge des Ausbaus dieser Verkehrsflä- che umgelegt werden muss. Die Abstimmung der Leitungsverlegung erfolgt im Rahmen der weiteren Erschließungsplanung. - 4 - / 5 4.2 Zur telekommunikationstechnischen Versorgung des Plangebietes durch die Deutsche Telekom AG wäre die Verlegung neuer Telekommunikationslinien erforderlich. Kenntnisnahme Die Abstimmung der erforderlichen Neuverlegungen zur Versor- gung des Plangebietes erfolgt im Rahmen der weiteren Erschlie- ßungsplanung. 4.3 Es wird darum gebeten folgende fachliche Festsetzung in den Bebauungsplan aufzunehmen: „In allen Straßen bzw. Gehwegen sind geeignete und aus- reichende Trassen mit einer Leitungszone in einer Breite von ca. 0,50 m für die Unterbringung der Telekommunika- tionslinien der Telekom vorzusehen.“ nein Die festgesetzten öffentlichen Verkehrsflächen und Flächen, die mit einem Geh-, Fahr- und/ oder Leitungsrecht zu belasten sind, weisen grundsätzlich auseichend Raum für die Unterbringung der erforderlichen Leitungstrassen auf. Weitergehende Festsetzun- gen zur Sicherung im Bebauungsplan zur Sicherung der Versor- gung werden daher für nicht erforderlich erachtet. 4.4 Bezüglich der geplanten Baumplanzungen wird auf das das „Merkblatt über Baumstandorte und unterirdische Ver- und Entsorgungsanlagen“ der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen, Ausgabe 1989, hingewie- sen. Es sei sicherzustellen, dass durch die Baumplanzun- gen der Bau, die Unterhaltung und Erweiterung der Tele- kommunikationslinien der Telekom nicht behindert wer- den. Kenntnisnahme Die genaue Verortung von Baumpflanzungen wird im Rahmen des B-Plans nicht abschließend geregelt. Grundsätzlich wird die Pflanzung von Bäumen im Plangebiet großenteils über die textli- chen Festsetzungen reguliert (u. a. ein Baum je fünf oberirdische Stellplätze, jeweils 15 Bäume innerhalb der öffentlichen Ver- kehrsfläche sowie der Verkehrsfläche besonderer Zweckbestim- mung). Für die zeichnerisch festgesetzten Baumstandorte wird jeweils ein Spielraum von 5 m eingeräumt, um auch hier eine ausreichende Flexibilität in der Ausführungsphase des Bauvorha- bens einzuräumen. Die im Plangebiet vorhandenen und neu zu verlegenden Leitungstrassen werden weiterhin im Rahmen der Ausführungsplanung berücksichtigt. 4.5 Es wird darum gebeten sicherzustellen, dass für den Aus- bau des Telekommunikationsnetzes im Erschließungsge- biet die ungehinderte, unentgeltliche und kostenfreie Nut- zung der künftig gewidmeten Verkehrswege ermöglicht wird. Es wird daher darum gebeten, für diese Flächen die Ein- tragung einer beschränkten persönlichen Dienstbarkeit im Grundbuch zu Gunsten der Telekom Deutschland GmbH, Sitz Bonn, mit folgendem Wortlaut zu veranlassen: teilweise Die Sicherung der Erschließung im Plangebiet erfolgt durch die öffentliche Widmung erforderlicher Verkehrsflächen bzw. die Ein- tragung von Geh-, Fahr- und Leitungsrechten. In beiden Fällen ist eine ungehinderte, unentgeltliche und kostenfreie Nutzung durch die jeweiligen Versorgungsträger gewährleistet. Die Eintragung beschränkter persönlichen Dienstbarkeit im Grundbuch ist nicht Regelungsinhalt des Bebauungsplans. - 5 - „Beschränkte persönliche Dienstbarkeit für die Telekom Deutschland GmbH, Bonn, bestehend in dem Recht auf Errichtung, Betrieb, Änderung und Unterhaltung von Tele- kommunikationslinien, verbunden mit einer Nutzungsbe- schränkung.“ Es wird darüber informiert, dass die dingliche Sicherung bereits bei einer Leitungsträgerabfrage beim Amt für Lie- genschaften, Vermessung und Kataster, Aktenzeichen 230/1/Ob abgegeben wurde.
Anlage 10 unterschriebene DE BV 6
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Vorlagen-Nummer 35 0267/2021 Die Oberbürgermeisterin Freigabedatum am 25.01.2021 Dezernat, Dienststelle V1/61/1 612 Wirt Sa Dringlichkeitsentscheidung und Genehmigung zur Behandlung in Öffentlicher Sitzung Entscheidung durch die Bezirksbürgermeisterin bzw. den Bezirksbürgermeister und ein Mitglied der Bezirksvertretung gemäß $ 36 Absatz 5, Satz 2 GO NRW und Genehmigung durch die Bezirksvertre- tung Betreff Beschluss über Stellungnahmen sowie Satzungsbeschluss betreffend den Bebauungsplan- Entwurf 62547/02 Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven/ Weiler Gremium Datum Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 28.01.2021 Begründung für die Dringlichkeit: Die Beschlussvorlage zum Bebauungsplan 62547/02 — Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven/ Weiler — kann die Sitzung der Bezirksvertretung am 28.01.2021 nicht erreichen, da der Sitzungster- min aufgrund der derzeit bundesweit verfügten Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen zur Eindäm- mung der COVID-19-Pandemie entfällt. Um für das oben genannten Bebauungsplanverfahren die zeitliche Verzögerung durch die COVID-19- Pandemie zu minimieren und die Ziele der Planung nicht zu gefährden, ist es zwingend erforderlich, den rechtsverbindliche Bebauungsplan kurzfristig Inkrafttreten zu lassen. Zur Sicherstellung des Fortgangs des wichtigen Bebauungsplanverfahrens für den Wohnungsbau ist die Entscheidung durch den Bezirksbürgermeister und ein Mitglied der Bezirksvertretung gemäß $ 36 Absatz 5, Satz 2 GO NRW und Genehmigung durch die Bezirksvertretung unabdinglich. Beschluss: Gemäß $ 37 Absatz 5, $ 36 Absatz 5 Satz 2 Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen (GO NRW) empfehlen wir dem Rat, folgenden Beschluss zu fassen: Die Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) beschließt 1. _ den Geltungsbereich des Bebauungsplan-Entwurfs betreffend die Aufstellung des Be- bauungs-planes Nummer 62547/02 -Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven / Wei- ler - gemäß des Aufstellungsbeschlusses des Stadtentwicklungsausschusses vom 9. November 2017 auf das vom Bebauungsplan-Entwurf betroffene Gebiet zu verkleinern (siehe Anlage 1); 2. über die zum Bebauungsplan-Entwurf für das Gebiet südlich der landwirtschaftlichen Flächen (Flurstück 1266, Flur 46, Gemarkung Worringen), westlich der Mercatorstraße, nördlich der Merianstraße sowie östlich des Damiansweges —Arbeitstitel— abgegebe- nen Stellungnahmen gemäß Anlage 3, 4 und 5; 3. _ den Bebauungsplan mit gestalterischen Festsetzungen nach $ 10 Absatz 1 Baugesetz- buch (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 23.09.2004 (BGBl. | S. 2 414) in der Fassung des Änderungsgesetzes vom 20.10.2015 (BGBl. I S. 1 722) in Verbin- dung mit $ 7 Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen (GO NW) in der Fassung der Be- kanntmachung vom 14.07.1994 (GV NW S. 666/SGV NW 2 023) —in der bei Erlass die- ser Satzung geltenden Fassung— als Satzung mit der nach $ 9 Absatz 8 BauGB beige- fügten Begründung. Datum Abstimmungsergebnis Unterschjift Unterschrift 1 Unterschrift 2 Unterschrift 3 Unterschrift 4 Unterschrift 5 Norbert Schott, Fraktionsvorsitzender CDU-Fraktion Klaus Roth, EMT, Die Linke Inan Gökpinar, Fraktionsvorsitzender SPD-Fraktion Reinhard Zöllner, Bezirksbürgermeister, CDU-Fraktion Wolfgang Kleinjans, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Haushaltsmäßige Auswirkungen X] Nein [] Ja, investiv Investitionsauszahlungen _£ Zuwendungen/Zuschüsse U]Nein [] Ja _% [U] Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme € Zuwendungen/Zuschüsse [Nein [] Ja __% Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: __ a) Personalaufwendungen b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: __ a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: ____ a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz DO Nein U Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) & Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Auswirkungen auf den Klimaschutz: Energiekonzept wurde nicht erstellt Das Plangebiet stellt eine von wenigen noch vorhandenen Potenzialflächen für eine wohnbauliche Entwicklung im Kölner Stadtgebiet dar. Um der angespannten Situation auf dem Kölner Wohnungs- markt zu begegnen, ist die Schaffung von neuem Wohnraum dringendes Ziel der Stadtentwicklung. Neben der vorrangigen Wiedernutzbarmachung brach gefallener Flächen ist hierfür weiterhin die Neuinanspruchnahme bisher unbebauter Flächen unvermeidbar. Die Stadt Köln steht an dieser Stelle in der Pflicht, ihre Steuerungsmöglichkeiten auszuschöpfen, um eine zukunftsträchtige und sozialge- rechte Stadtentwicklung zu ermöglichen. Das Plangebiet stellt sich aufgrund seiner gut erschlossenen Lage und der soliden infrastrukturellen Ausstattung in der Umgebung als gut geeignet für den Wohnungsbau dar. Die Entwicklung des Plan- gebietes ist daher eine gute Alternative gegenüber einer weitergehenden Flächenentwicklung in noch nicht infrastrukturell erschlossenen Außenbereichen. Im Flächennutzungsplan der Stadt Köln ist der Standort bereits als Wohnbaufläche dargestellt. Die Eignung des Gebietes als Wohnstandort wurde somit bereits auf Ebene der vorbereitenden Bauleitplanung geprüft und abgewogen. Auf eine weiter- gehende Untersuchung eventueller Alternativstandorte konnte daher verzichtet werden. 4 Die Umsetzung des Bebauungsplanes hat negative Auswirkungen auf den Klimaschutz. Über folgende Maßnahmen wird eine Reduzierung der negativen Auswirkungen erreicht: Die Vista Reihenhaus GmbH & Co. KG und der Dornieden Generalbau GmbH errichtet ihre Einfamilienhäuser nach Kfw 55-Standard Die GAG Immobilien AG setzt im Geschosswohnungsbau die Standards der EnEV 2016 um Die zusammenhängende Blockbebauung wird deutlich weniger Wärmeverluste verzeichnen als bspw. die Errichtung freistehender Solitärbauten Im Geschosswohnungsbau wird zur Vermeidung von Wärmeverlust auf die Errichtung "offe- ner" Staffelgeschosse verzichtet Für die Geschosswohnungsbauten ist der Aufbau von Photovoltaikelementen vorgesehen Die Ausrichtung der Satteldächer der Doppel- und Reihenhäuser ermöglicht den Aufbau und die effektive Nutzung von Photovoltaikelementen Solarenergienutzung wird durch Festsetzung grundsätzlich ermöglicht Die Wärmeversorgung für die Mehrfamilienhäuser ist über einen Anschluss an das Fernwär- menetz vorgesehen. Für die Einfamilienhausbebauung wird im Nordwesten des Plangebietes ein Block- heizkraftwerk (BHKW) errichtet, von dem aus die einzelnen Wohneinheiten über ein Nahwär- menetz unter Einsatz moderner Strom-Wärme-Kopplungssysteme angebunden werden. Festsetzung und vertragliche Sicherung interner sowie externer Ausgleichsmaßnahmen und privater und öffentlicher Grünflächen Vertragliche Sicherung eines Mobilitätsmanagements zur Reduzierung der Stellplätze Vertragliche Sicherung zum Schallschutz nach 16. BImSchV Nach den gesetzlichen Vorgaben fand eine Umweltprüfung statt. Hierfür wurden verschiedene Um- weltgutachten erstellt, deren Inhalte den Satzungsunterlagen zu entnehmen sind. Begründung: Anlass und Ziel Die GAG Immobilien AG mit Sitz in Köln, Straße des 17. Juli 4, beabsichtigt gemeinsam mit der Dor- nieden Gruppe bestehend aus der Vista Reihenhaus GmbH & Co. KG und der Dornieden Generalbau GmbH mit Sitz in Mönchengladbach, Karstraße 70, ein Neubaugebiet mit rund 370 Wohneinheiten zu realisieren. Hierzu wurde durch die Investorinnen in Abstimmung mit der Stadt Köln eine Mehrfach- beauftragung mit sechs Planungsgemeinschaften aus Architekten/ Stadtplanern und Landschaftsar- chitekten durchgeführt. Als Siegerentwurf ging der durch die Büros Molestina (Architektur) und FSWLA (Landschaftsarchitektur) erarbeitete städtebauliche Entwurf hervor. Das Plangebiet befindet sich in Köln-Volkhoven/Weiler und liegt südlich der landwirtschaftlichen Flä- chen (Flurstück 1266, Flur 46, Gemarkung Worringen), westlich der Mercatorstraße, nördlich der Me- rianstraße sowie östlich des Damiansweges. Im Flächennutzungsplan ist das Plangebiet im Wesentli- chen als Wohnbaufläche dargestellt. Ziel der Planung ist die Schaffung dringend benötigter Wohnbauflächen. Das städtebauliche Konzept sieht eine Zweiteilung des Gebietes vor. Im südlichen Abschnitt ist eine drei- bis fünfgeschossige Mehrfamilienhausbebauung (rund 245 Wohneinheiten) vorgesehen, im nördlichen Abschnitt entsteht eine Einfamilienhausbebauung mit zweigeschossigen Doppel- und Reihenhäusern (rund 125 Häu- ser). Nördlich der Einfamilienhausbebauung soll das Plangebiet durch eine Ortsrandeingrünung ab- geschlossen werden. Durch die Neuaufstellung eines Bebauungsplanes sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung des Vorhabens geschaffen werden. Städtebauliches Konzept Das städtebauliche Konzept sieht entsprechend der Vorgaben aus der Mehrfachbeauftragung eine Zweiteilung des Gebietes vor. Im südlichen Teil ist eine Mehrfamilienhausbebauung vorgesehen, im nördlichen Abschnitt entsteht eine Einfamilienhausbebauung mit unterschiedlichen Haustypen. Der Anteil an der Bruttogrundfläche liegt für beide Abschnitte bei rund 50%. Im Norden wird das Gebiet durch einen Grünstreifen als Ortsrandeingrünung gefasst. Eine begrünte Freiraumachse durchläuft das Gebiet in nord-südlicher Richtung. Eine viergruppige Kita ist am Damiansweg unmittelbar gegen- über dem Georgshof vorgesehen. In Bezug auf die städtebauliche Struktur werden die hofartigen Anordnungen der Wohngebäude west- lich des Plangebietes aufgegriffen. Die Errichtung der Mehrfamilienhäuser erfolgt zumeist in dreiseitig geschlossenen drei- bis fünfgeschossigen Blöcken, die aus mehreren 3- bzw. 4-Spännern gebildet werden. Diese bilden Richtung Süden einen klaren Abschluss des Baugebietes und eine Abschir- mung gegen die von der Merianstraße ausgehende Lärmeinwirkung. Die offene Seite der Blöcke ist jeweils zum Endpunkt der zentralen Freiraumachse ausgerichtet. Die Einfamilienhäuser in Form von Doppel- und Reihenhäusern werden zu Hofstrukturen zusammen- gefasst, von denen jeweils eine Seite an die Freiraumachse grenzt. Als städtebauliche Besonderheit entstehen auf diese Weise verkehrsfreie grüne Räume mit Hauseingängen. Als prägendes städtebauliches Element verbindet und erschließt die zentrale Freiraumachse die ein- zelnen Wohnblöcke und -höfe und schafft eine abwechslungsreiche Spiel- und Freizeitlandschaft mit Spielangeboten für unterschiedliche Generationen. Mit Ausnahme einer notwendigen Querung für die Zufahrt in das Plangebiet wird die Freiraumachse vollständig vom Pkw-Verkehr freigehalten. Die Innenhöfe der Geschosswohnungsbauten werden durch erdgeschossbezogene Mietergärten und Kleinkinderspielflächen gestaltet. Die zu Hofstrukturen zusammengefassten Einfamilienhäuser haben in der Mitte einen Gemeinschaftsplatz mit schmalen Erschließungswegen entlang der Hausgärten. Der Damiansweg wird im Rahmen der Umsetzung des Vorhabens ertüchtigt und erhält eine optisch klare Gliederung von Fahrbahn, Parkstreifen und Gehwegen. Am Kreuzungsbereich Merianstraße/ 6 Deliastraße/ Damiansweg wird ein Kreisverkehr mit 30 m Radius errichtet. Dieser ersetzt die bisher an dieser Stelle geltende abknickende Vorfahrt. Der nördliche Abschluss des Damianswegs mündet in einer Wendeanlage. Die Andienung der im westlichen Bereich des Plangebietes gelegenen Gebäude erfolgt zum Teil di- rekt über den Damiansweg. Vom Damiansweg aus bestehen zwei West-Ost-Erschließungsstraßen in das Plangebiet, hiervon eine im Bereich des bestehenden Pleißesteiges. Im östlichen Teil entsteht eine parallel zur Mercatorstraße verlaufende Erschließungsstraße. Den südlichen Abschluss dieser Straße bildet ein Wendekreis. Diese verkehrlichen Anlagen werden als verkehrsberuhigte, öffentliche Mischverkehrsflächen ausgebildet. Hinzu kommen mehrere vom Damiansweg sowie der östlichen Erschließungsstraße ausgehende kurze private Stichstraßen. Alle Erschließungsflächen stehen uneingeschränkt für Fußgänger und Radfahrer zur Verfügung. Zusätzlich ermöglicht die zentrale Freiraumachse die Durchwegung für den nicht motorisierten Verkehr. Für Feuerwehr- und Müllfahrzeuge werden weitere Querungsmöglichkei- ten innerhalb der Freiraumachse geschaffen, um die notwendige Größe der Wendeanlage reduzieren zu können. Für den Geschosswohnungsbau ist eine gemeinsame Tiefgarage geplant, die über eine zentrale Zu- fahrt erschlossen wird und auf kurzem Weg an den Damiansweg angebunden ist. Für die Doppel- und Reihenhausbebauung werden Stellplätze jeweils auf dem Grundstück oder in kurzer Entfernung angeordnet. Öffentliche Parkplätze werden im Straßenraum geschaffen. Gemäß den Vorgaben aus dem Kooperativen Baulandmodell werden 30 % der Geschossfläche für geförderten Wohnungsbau vorgesehen. Der geförderte Wohnungsbau wird in den Mehrfamilienhäu- sern realisiert. Verfahrensverlauf Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner Sitzung am 09.11.2017 die Aufstellung des Bebau- ungsplanes — Arbeitstitel: Damiansweg in Köln - Volkhoven/ Weiler — beschlossen. Die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange nach $ 4 Absatz 1 BauGB hat in der Zeit vom 22.08. bis 25.09.2017 stattgefunden. Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung nach $ 3 Absatz 1 BauGB erfolgte im Rahmen einer Abend- veranstaltung am 14.03.2018. Schriftliche Stellungnahmen konnten bis zum 23.03.2018 eingereicht werden. Es sind 22 Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit in der Zeit vom 15.03.2018 bis zum 23.03.2018 sowie eine fristverspätete Stellungnahme nach dem 23.03.2018 eingegangen. Daraufhin beauftragte der Stadtentwicklungsausschuss mit seinem Beschluss vom 20.09.2018 die Verwaltung, auf der Grundlage des städtebaulichen Planungskonzeptes einen Bebauungsplan- Entwurf auszuarbeiten. Die Ergebnisse der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung nach $ 3 Absatz 1 Baugesetzbuch (BauGB) sind dabei gemäß der Stellungnahme der Verwaltung berücksichtigt wor- den. Die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange nach $ 4 Absatz 2 BauGB erfolgte in der Zeit vom 02.01.2019 bis 04.02.2019 einschließlich. Die öffentliche Auslegung gemäß 8 3 Absatz 2 BauGB des Bebauungsplanentwurfs mit gestalteri- schen Festsetzungen wurde im Amtsblatt der Stadt Köln bekannt gemacht. Die Offenlage erfolgte in der Zeit vom 04.06.2020 bis 17.074.2020 einschließlich. Im Zeitraum ist eine Stellungnahme aus der Öffentlichkeit eingegangen. Der Bebauungsplan kann nun als Satzung beschlossen werden. Anlagen Anlage 0 Begründung Dringlichkeit Anlage 1 Plangeltungsbereich Anlage 2 Niederschrift über die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zum städtebaulichen Pla- nungskonzept Anlage 3 Stellungnahmen aus der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit nach $ 3 Abs. 1 BauGB Anlage 4 Stellungnahmen aus den Beteiligungen der Träger öffentlicher Belange nach $ 4 Abs. 2 BauGB Anlage 5 Stellungnahmen aus der Beteiligung der Öffentlichkeit nach $ 3 Abs. 2 BauGB Anlage 6 Begründung nach 8 9 Abs. 8 BauGB Anlage 7 Textliche Festsetzungen Anlage 8 Ausschnitt Bebauungsplan-Entwurf (Blatt 1) Anlage 9 Ausschnitt Bebauungsplan-Entwurf (Blatt 2)
Anlage 3
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/ 2 Darstellung und Bewertung der zum Bebauungsplan 62547/02 –Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven/Weiler– eingegangenen Stellungnahmen aus der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 Absatz 1 Baugesetzbuch (BauGB) wurde im Rahmen einer Abendveranstaltung in der Katholischen Kirche St. Katharina von Siena, Schneebergstraße 63, 50765 Köln, am 14.03.2018 durchgeführt und in einer Niederschrift (Anlage 2) dokumentiert. Schrift- liche Stellungnahmen zur Planung konnten bis einschließlich zum 23. März 2018 an den Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Chorweiler, Herrn Rein- hard Zöllner, Bezirksrathaus Chorweiler, Pariser Platz 1, 50765 Köln, gerichtet werden. Es sind 22 Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit in der Zeit vom 15.03.2018 bis zum 23.03.2018 sowie eine weitere Stellungnahme nach dem 23.03.2018 eingegangen. Nachfolgend werden die eingegangenen Stellungnahmen fortlaufend nummeriert. Daran anschließend werden in Übereinstimmung mit der laufenden Num- merierung die Inhalte der Stellungnahmen sowie ihre Berücksichtigung im weiteren Verfahren dargestellt. Bei inhaltlich gleichen Stellungnahmen wird auf die jeweilige erste Stellungnahme der Verwaltung verwiesen. Aus Datenschutzgründen werden keine personenbezogenen Daten (Name und Adresse) aufgeführt. Den Fraktionen der zuständigen Bezirksvertretung, des Stadtentwicklungsausschusses und des Rates wird eine vollständige Übersicht der Absender der Stellungnahmen zur Verfügung gestellt. 1. Fristgerecht bis zum 23.03.2018 eingegangene Stellungnahmen Lfd. Nr. Stellungnahme Berücksichtigung Stellungnahme der Verwaltung 1 Es wird auf das bereits im Bestand erhöhte Verkehrsaufkom- men und die erhöhte Unfallgefahr auf dem Weilerweg und der Wezelostraße hingewiesen. Diese Straßen werden als Umgehungsstraßen für die Merianstraße genutzt und gelten als "Problemstraßen", weil Fahrz eugführer sich nicht an die Geschwindigkeitsvorgaben halten. Um die Verkehrsproble- matik zu bewältigen, wird vorgeschlagen, diese Straßen als Sackgassen oder Einbahnstraßen auszulegen. Somit würde eine Verlagerung des Hauptverkehrs auf die Merianstraße hervorgerufen. ja Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens wird eine verkehrstechnische Un- tersuchung erarbeitet, in der die Auswirkungen der Planungen auf die umge- bende Verkehrssituation untersucht werden. Um den durch das Vorhaben hervorgerufenen Verkehr leistungsfähig abwickeln zu können, soll mit dem Vorhaben ein Ausbau der umliegenden Verkehrsinfrastruktur einher gehen. Daher wird im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens ein Erschließungs- konzept erarbeitet, welches geeignete Maßnahmen für eine leistungsfähige Verkehrsabwicklung aufzeigen wird. 2 2.1 Es wird erfragt, wo das Abwasser in den Kanal geleitet wird und ob für das Vorhaben ein eigener Abwasserkanal vorge- sehen ist. nein Die Einleitstellen in den vorhandenen Abwasserkanal und eine mögliche Er- weiterung des Abwassernetzes sind keine Bestandteile des Bebauungsplan- verfahrens. 2.2 Es wird erfragt, wo zusätzliche Anwohnerparkplätze errichtet werden sollen. Kenntnisnahme siehe lfd. Nr. 1 Im Rahmen des Vorhabens ist ein Ausbau des Damiansweges vorgesehen. Gemäß dem städtebaulichen Planungskonzept sind weitere öffentliche Park- plätze auf den neu zu errichtenden Straßen im Plangebiet vorgesehen. In A N L A G E 3 - 2 - / 3 Lfd. Nr. Stellungnahme Berücksichtigung Stellungnahme der Verwaltung Bezug auf die nachzuweisenden privaten Stellplätze ist für den Geschoss- wohnungsbau eine gemeinsame Tiefgarage geplant . Die Stellplätze für die Doppel- und Reihenhausbebauung sollen jeweils auf dem Grundstück oder in kurzer Entfernung angeordnet werden. 2.3 Es wird erfragt, wann die Bushaltestelle im Bereich Merian- straße/ Deliastraße geschaffen wird. Kenntnisnahme siehe lfd. Nr. 1 Im weiteren Verfahren wird die Möglichkeit zur Schaffung einer zusätzlichen Bushaltestelle im Bereich Merianstraße/ Deliastraße geprüft. 2.4 Es wird auf die Schaffung einer zusätzliche Zufahrt/ Ausfahrt auf die Mercatorstraße hingewiesen und klargestellt , dass die Mercatorstraße keine Bundesstraße ist. ja Es ist richtig, dass die Mercatorstraße keine Bundesstraße ist. siehe lfd. Nr. 1 2.5 Es wird erfragt, ob die Ampelanlage im Bereich Merian- straße/ Deliastraße/ Damiansweg noch vor dem ersten Spa- tenstich in Betrieb genommen wird. ja siehe lfd. Nr. 1 Der Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Ampelanlage am Knotenpunkt Merian- straße ist nicht Bestandteil des Bebauungsplanverfahrens. 2.6 Es wird erfragt, ob es noch eine weitere Veranstaltung zu diesem Projekt gibt. Kenntnisnahme Bei der bisher durchgeführten Informationsveranstaltung handelt es sich um die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit nach § 3 Abs. 1 BauGB. Zweck ist, die Bürger frühzeitig über die Planungen zu informieren und Anregungen aufzunehmen. Im weiteren Verf ahren werden die Planungen konkretisiert und ein Bebauungsplanentwurf inkl. Begründung und Umweltbericht erstellt. Die Öffentlichkeit hat gemäß § 3 Abs. 2 BauGB im Rahmen der öffentlichen Auslegung die Möglichkeit, zu dem Bebauungsplanentwurf inkl. Begründ ung, Umweltbericht, umweltbezogenen Informationen sowie zu den Gutachten Stellung zu nehmen. Alle aufgeführten Unterlagen sind sowohl an alog im Stadtplanungsamt der Stadt Köln einsehbar als auch digital im Internetauftritt der Stadt Köln abrufbar. Die Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit werden im weiteren Bebauungsplanverfahren im Rahmen der Abwägung behandelt. 2.7 Es wird erfragt, wie Belastungen für die Anwohner durch die Baustelle vermieden werden sollen. nein Die vorgebrachten Befürchtungen bezüglich des Baulärms sind nicht Rege- lungsinhalt des vorliegenden Bauleitplanverfahrens. Ob bei dem Betrieb ei- ner Baustelle schädliche Umwelteinwirkungen bei den Anwohnerinnen und Anwohnern entstehen, wird nach der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Schutz gegen Baulärm – Geräuschimmissionen (AVV Baulärm) beurteilt. Die AVV Baulärm enthält u.a. neben Immissionsrichtwerten das Verfahren zur Ermittlung des Beurteilungspegels und geeignete Maßnahmen zur Minde- rung von Baulärm. - 3 - / 4 Lfd. Nr. Stellungnahme Berücksichtigung Stellungnahme der Verwaltung 2.8 Den künftigen Anliegerverkehr durch das Vorhaben kann der Damiansweg nicht vollständig aufnehmen. Ja siehe lfd. Nr. 1 Gemäß dem städtebaulichen Planungskonzept soll der Anwohnerverkehr für die Mehrfamilienhäuser im Süden des Plangebietes direkt in die Tiefgarage – und somit nicht über den Damiansweg – geleitet werden. 2.9 Es wird erfragt, wo sich die Ein - und Ausfahrt der Tiefgarage befindet. Kenntnisnahme Gemäß dem städtebaulichen Planungskonzept befindet sich d ie Zufahrt zur Tiefgarage im südlichen Abschnitt des Plangebietes gegenüber der Delia- straße. Der Bereich soll im Bebauungsplan entsprechend festgesetzt wer- den. 3 3.1 Es ist dringend eine Regelung des Verkehrsflusses auf der Deliastraße erforderlich. Zudem wird der Streckenabschnitt auf der Merianstraße zwi- schen Elballee und Fühlinger Weg als „Raserstrecke“ ge- nutzt, da die grüne Welle hier nur mit mindestens Tempo 70 erreicht werden kann. Die fußläufige Überquerung der 2x3 spurigen Merianstraße an der Fußgängerinsel ist kaum mög- lich. Um die zukünftigen Bewohner der neuen GAG Miets- häuser vor Lärm zu schützen sowie einen fließenden Ver- kehr unter Beachtung der Verkehrsregeln zu ermöglichen, wird gefordert, die Errichtung eines Kreisverkehrs zu prüfen. nein siehe lfd. Nr. 1 Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens wird ebenfalls ein Schallschutz- gutachten erarbeitet, in dem sowohl die Auswirkungen der Planung auf die umgebenden Nutzungen als auch die Einwirkungen von Gewerbe - und Ver- kehrslärm auf das Plan gebiet untersucht werden. Die sich hieraus ergeben- den erforderlichen Schallschutzmaßnahmen werden im Bebauungsplan fest- gesetzt. 3.2 Der Damiansweg ist in der derzeitigen Breite nicht geeignet, die zusätzlichen Fahrzeuge von 130 Einfamilienhäusern und zusätzlichen Lieferverkehr aufzunehmen. nein siehe lfd. Nr. 1 Mit zusätzlichem Lieferverkehr auf dem Damiansweg ist angesichts der an- gestrebten Wohnnutzung nicht zu rechnen. 3.3 Es wird gefordert, eine Verkehrsanbindung über die Merca- torstraße zu prüfen. teilweise siehe lfd. Nr. 1 Gemäß dem städtebaulichen Konzept soll die Erschließung über den Dami- answeg erfolgen. 3.4 Es wird die Veranlassung einer verbesserten Taktung der Buslinie sowie einer Verlängerung der S6 bis Worringen be- antragt. teilweise Im weiteren Verfahren werden die Optionen einer Verbesserung des ÖPNV - Anschlusses im Bereich des Plangebietes geprüft. Dies betrifft insbesondere die Schaffung einer zusätzlichen Bushaltestelle im Bereich der Merianstraße / Deliastraße. 3.5 Es wird darum gebeten, dass aus der neuen Siedlung her- aus und hinein, die Zufahrt über den Radweg parallel zur Mercatorstraße weiterhin m öglich bleibt. ja siehe lfd. Nr. 1 - 4 - / 5 Lfd. Nr. Stellungnahme Berücksichtigung Stellungnahme der Verwaltung Gemäß dem städtebaulichen Konzept soll en der Radweg parallel zur Merca- torstraße sowie die Verbindung zum Pleißensteig unverändert bestehen blei- ben. 4 4.1 Durch das Vorhaben werden wesentlich mehr Autos über den Damiansweg zur Merianstraße geführt, was zu einem schlechten Abfluss des PKW -Verkehrs führen wird. ja siehe lfd. Nr. 1 4.2 Das Argument, der Damiansweg werde nicht um die ge- samte Menge an PKW belastet, weil der Großteil des An- wohnerverkehrs der Mehrfamilienhäuser direkt in die Tiefga- rage im Süden des Plangebietes geleitet wird, wird als nicht überzeugend erachtet . Auch die Anw ohner der Mehrfamilien- häuser nutzen das südlich des Damiansweges gelegene Teilstück der Merianstraße. Hinzu kommen die Schulbringer, die über den Damiansweg entlang des Friedhofs zur Merian- straße gelangen wollen. Genau dort fließen die PKW der o.g. hinteren Wohngebiete über die Deliastraße ab. Die Schaf- fung einer Ampelanlage wird zur Lösung dieser Verkehrs- problematik nicht ausreichen. ja siehe lfd. Nr. 1 Die Positionierung der Tiefgarageneinfahrt gegenüber der Einmündung zur Deliastraße gemäß dem städtebaulichen Konzept wird nicht zu einer Ver- kehrsentlastung auf dem südlich an den Damiansweg anschließenden Teil- stück der Merianstraße führen, jedoch wird hierdurch zusätzliches Verkehrs- aufkommen auf dem Damiansweg in erheblichem Maße vermie den. 4.3 Es wird klargestellt, dass die Mercatorstraße keine Bundes- straße ist. Kenntnisnahme 4.4 Es wird gefordert, eine Anbindung des Plangebietes über den Kreisverkehr Mercatorstraße/ Weichselring zu prüfen. Die Anbindung hätte zum Vorteil den Rad- und Fußweg pa- rallel zur Mercatorstraße nicht zu unterbrechen und der Ver- kehr könnte sowohl nord- als auch südwärts abfließen. Wei- tere Ampelanlagen und Staus wären vermeidbar. Teilweise siehe lfd. Nr. 1 Gemäß dem städtebaulichen Konzept soll die Erschließung über den Dami- answeg erfolgen. Eine Anbindung des Plangebietes über den vorhandenen Kreisverkehr Mercatorstraße/ Weichselring ist aufgrund der hier gelegenen Wasserschutzzone II rechtlich kaum realisie rbar. Zudem würde eine solche Verbindung rund 500 m zusätzliche Straße über die hier gelegenen Felder im Raum eines Landschaftsschutzgebietes erfordern. Dies würde zugleich die eigentumsrechtliche Verfügbarkeit der entsprechenden Flächen bedin- gen. Neben den Kosten für die Errichtung einer solchen Straße, kämen somit weitere Aufwendungen für die Bes chaffung der Grundstücke und bo denord- nerische Maßnahmen hinzu. Aus diesen Gründen stünden Kosten und Nut- zen für eine Erschließung über den Kreisverkehr Mercatorst raße/ Weichsel- ring in keinem adäquaten Verhältnis mehr. Auch aus ökologischer und städ- tebaulicher Sicht ist eine solche Maßnahme nicht wünschenswert. 4.5 Es bestehe die Möglichkeit einer kurzen Ab - und Auffahrt über die Mercatorstraße in Höhe Pleißesteig. Teilweise siehe lfd. Nr. 1 - 5 - / 6 Lfd. Nr. Stellungnahme Berücksichtigung Stellungnahme der Verwaltung Gemäß dem städtebaulichen Konzept soll die Erschließung über den Dami- answeg erfolgen. 4.6 Die Ausweitung des Damiansweges sollte präzisiert werden. ja siehe lfd. Nr. 1 Der Ausbau des Damiansweges wird im weiteren Bebauungsplanverfahren konkretisiert. 4.7 Es wird sich erkundigt, ob der Spielplatz des Kindergartens für die Kinder auch außerhalb der Öffnungszeiten zugänglich sein wird. Kenntnisnahme Die Nutzung des Außengeländes der Kita unterliegt dem Betreiber. Eine mögliche Nutzung durch die Öffentlichkei t außerhalb der Öffnungszeiten ist nicht Regelungsinhalt des Bebauungsplans. Unmittelbar angrenzend an das Kita-Gelände wird ein großzügiger öffentlicher Spielplatz vorgesehen. 4.8 Es wird kritisiert, dass kein Parkraum für den Hol - und Bring- verkehr zur Verfügung gestellt werden soll. ja Auf dem der Kita vorgelagerten Quartiersplatz werden sechs Stellplätze für den Hol- und Bringverkehr zur Verfügung gestellt. 4.9 Er wird erfragt, ob Stellplätze für die Kita -Beschäftigten be- reitgestellt werden. ja siehe lfd. Nr. 1 Gemäß dem städtebaulichen Konzept sollen f ür die Kita oberirdische Mitar- beiterstellplätze auf dem vorgelagerten Quartiersplatz geschaffen werden. Gemäß der gängigen Richtwerte für den Stellplatzbedarf sollte für Kindergär- ten ein Stellplat z je 20 bis 30 Kindern geschaffen werden. 4.10 Es wird auf die hohe Geruchsbelastung aufgrund der Kanal- situation hingewiesen. Kenntnisnahme Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens wurde das vorhandene Kanal- netz auf seine Kapazität zur Aufnah me weiteren Abwassers überprüft. Das vorhandene Kanalnetz ist demnach ausreichend dimensioniert, um das Schmutzwasser der zusätzlichen Wohneinheiten aufzunehmen. Aufgrund der großzügigen Dimensionierung des vorhandenen Kanalnetzes kann es zu vermehrter Geruchsbelastung kommen. Durch das geplante Vorhaben und einem erhöhten Anfallen von Schmutzwasser wird es zu regelmäßigerer Spülung des Kanalnetzes kommen. Hierdurch ist ein Rückgang der Geruchs- belastung zu erwarten. Ein detailliertes Entwässerungskonzept wird im weiteren Verlauf des Bebau- ungsplanverfahrens erarbeitet. 4.11 Die bestehende Parksituation am Damiansweg ist sehr an- gespannt. ja siehe lfd. Nr. 1 4.12 Es wird auf die durch OB Reker angekündigte Verwaltungs- reform verwiesen und weitere Beteiligung, eine detailrei- chere und korrekte Information einschließlich einer Darstel- lung der Verkehrsanalysen und deren Auswertung gefordert. ja siehe lfd. Nr. 2.6 - 6 - / 7 Lfd. Nr. Stellungnahme Berücksichtigung Stellungnahme der Verwaltung 4.13 Das Bauprojekt und die Konzeptionierung werden prinzipiell befürwortet. Fraglich erscheint die Geschosshöhe, die die gegenüberliegenden Geschosse am Damiansweg/ Ecke De- liastraße um jeweils ein Geschoss übertreffen. Es wird sich zudem nach der Farbe der Fassaden und weiteren Deta ils zu den geplanten Gebäuden erkundigt. Kenntnisnahme Das städtebauliche Konzept sieht eine moderate Dichte vor. Für die Mehrfa- milienhäuser sind in der Regel drei bis vier Vollgeschosse vorgesehen. Die Höhe der baulichen Anlagen orientiert sich somit weit gehend an der unmittel- baren Umgebung. Als städtebaulicher Akzent und zur Schaffung eines ab- wechslungsreichen, ansprechenden städtebaulichen Erscheinungsbildes mit hohem Wiedererkennungswert wird an zwei Stellen eine fünfgeschossige Bebauung zugelassen. Durch die höhere Ausbildung der Bebauung entlang des südlichen Randes des Plangebietes wird auch das Ziel verfolgt, eine lärmschützende Wirkung gegenüber der Meri anstraße auszubilden. Derzeit wird geprüft, ob die d ie farbliche Ausgestaltung der Fassaden im Be bau- ungsplan festgesetzt werden soll . 5 5.1 Es wird ein erheblicher Wertverlust der umliegenden Be- standsimmobilien durch das Vorhaben befürchtet. nein Gemäß § 1 Abs. 7 BauGB werden die öffentlichen und privaten Belange ge- geneinander und untereinander abgewogen. Dazu zählt insbesondere auch das Eigentum der von der Planung Betroffenen und ihr Interesse, vor planbe- dingt erhöhten Immissionen oder sonstigen nachteiligen Auswirkungen der Planung verschont zu bleiben. In die Abwägung werden die Auswirkungen eingestellt, die von der Planung ausgehen und zu einer unmittelbaren Beein- trächtigung von Grundstücken führen können. Verkehrswertminderungen von Grundstücken außerhalb des Plangebiets gehören dagegen nicht zum Abwägungsmaterial. Der Verkehrswert ist nur ein Indikator für die erwarteten Nutzungsmöglichkeiten eines Grundstücks. Er ist von vielen Faktoren abhän- gig. Der verkehrswertbestimmende Grundstücksmarkt b erücksichtigt auch solche Umstände, die von der planenden Gemeinde nicht im Rahmen der städtebaulichen Belange berücksichtigt werden können. Eine Verkehrswert- minderung eines außerhalb des Plangebiets gelegenen Grundstücks ist da- her kein eigenständiger Abwä gungsposten (Bundesverwaltungsgericht, Be- schluss vom 09.02.1995, ZfBR 1995, 216 ff.). Mögliche unmittelbare Auswir- kungen der Planung auf die Nachbarschaft außerhalb des Plangebiets wer- den durch Fachgutachten umfassend ermittelt und bewertet; die Ergebnisse werden in der Abwägung berücksichtigt. Darüber hinaus ist eine etwaige Verkehrswertminderung von Grundstücken außerhalb des Bebauungsplan- gebiets nicht Gegenstand der Abwägung. 5.2 Es wird zu Bedenken gegeben, dass für die große Anzahl an Wohneinheiten z u wenige öffentliche Stellplätze zur Verfü- gung stehen. Er wird befürchtet, dass die Tiefgaragenstell- plätze nicht angenommen werden und eine chaotische Park- situation entstehen wird. teilweise siehe lfd. Nr. 1 Für Neubauten ist eine bestimmte Anzahl an Stellplätzen oder Garagen für Autos und Abstellplätze für Fahrräder einzurichten. Die gesetzliche Grund- lage hierfür regelt die Bauordnung NRW (§ 51 BauO NRW). Die Anzahl der Stellplätze richtet sich nach der Art d es Gebäudes. Ein Anhaltspunkt für die - 7 - / 8 Lfd. Nr. Stellungnahme Berücksichtigung Stellungnahme der Verwaltung vorzuhaltenden Stellplätze gibt die Richtzahlenliste gemäß § 51 BauO NRW vom 1. Juni 2000. Für das Wohngebiet Damiansweg sieht die Richtzahlen- liste einen Stellplatz je Wohneinheit vor. Gemäß dem städtebaulichen Kon- zept sollen zudem 15 % öffentliche Stellplätze vorgesehen werden. Um den Parkdruck im Plangebiet und der Umgebung zu entschärfen, ist es allgemei- nes Ziel der Stadt Köln, den Um weltverbund (ÖPNV sowie Fuß- und Radver- kehr) zu stärken. In diesem Rahmen wird u.a. die Möglichkeit zur Verbesse- rung des ÖPNV -Anschlusses, ggf. durch die Schaffung einer zusätzlichen Bushaltestelle an der Merianstraße geprüft. Hinsichtlich des Stellplatzangebotes in den Tiefgaragen ist anzuführen, dass die Erfahrungen in anderen Projek ten i.d.R. zeigen, dass Tiefgaragenstell- plätze im Wohnungsbau sehr begehrt sind und in der Regel gemeinsam mit der jeweiligen Wohnung vermietet werden. 5.3 Eine Anbindung zur Merianstraße über die Deliastraße führt zwangsläufig zu einem Verkehrschaos. ja siehe lfd. Nr. 1 5.4 Die geplanten 4 - und 5-geschossigen Bauten fügen sich nicht in den dörflichen Charakter von Weiler ein. Vielmehr würden sie den dörflichen Charakter gänzlich vernichten. nein Eine Beeinträchtigung des dörflichen Charakters der umliegenden Bebauung durch das vorliegende städtebauliche Planungskonzept wird nicht gesehen. So orientiert sich das städtebauliche Konzept mit der geplanten maximalen Geschossigkeit der Gebäude, der baulichen Dichte, den Dachformen und Gebäudetypologien an der gegenüber dem Damiansweg gelegenen Bebau- ung. Die vorhandenen Hofstrukturen werden größtenteils aufgegriffen – u.a. durch die Ausbildung eines dem denkmalgeschützten Georgshof gelegenen Quartiersplatzes. Innerhalb des Plangebietes werden neue öffe ntliche bzw. öffentlich zugängliche Grünflächen und Spielplätze geschaffen. Durch die überwiegend viergeschossige geplante Bebauung entlang der Merianstraße am südlichen Rand des Plangebietes, wird auch das Ziel verfolgt, eine lärm- schützende Wirkung gegenü ber der Merianstraße auszubilden. Als städte- baulicher Akzent und zur Schaffung eines abwechslungsreichen, anspre- chenden städtebaulichen Erscheinungsbildes mit hohem Wiedererkennungs- wert wird an zwei Stellen eine fünfgeschossige Bebauung zugelassen. 5.5 Volkhoven/Weiler verfügt bereits über eine großen Anteil an öffentlich geförderten Wohnungsbau. nein Der Bestand an öffentlich geförderten Wohnungen in Köln ist in den letzten zwei Jahrzehnten rückläufig, weil Mietpreis - und Belegungsbindungen in er- heblichem Umfang auslaufen und der Neubau geförderten Wohnraums über Jahre vernachlässigt wurde. Die Stadt Köln hat es sich daher zum Ziel ge- setzt, in Neubaugebieten g emäß den Vorgaben aus dem Kooperativen Bau- landmodell einen Anteil von mindestens 30 % der Geschossfläche für geför- - 8 - / 9 Lfd. Nr. Stellungnahme Berücksichtigung Stellungnahme der Verwaltung derten Wohnungsbau sicherzustellen. Dies entspricht dem für das hier be- gründete Vorhaben angestrebten Wert. Der geförderte Wohnungsbau wird in den Mehrfamilienhäusern realisiert. Das Stigma, das dem staatlich geförder- ten Wohnungsbau zukommt, entspricht in der Regel nicht der Realität. Schätzungen zufolge hätten nach aktueller Lage bereits 50 % der Einwohner Kölns Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein. Geförderter Wohn- raum zur Versorgung weiter Teile der Bevölkerung wird dementspr echend dringend benötigt. Die Stadt Köln steht an dieser Stelle in der Pflicht, einzu- greifen und ihre Steuerungsmöglichkeiten auszuschöpfen, um eine zukunfts- trächtige und sozialgerechte Stadtentwicklung zu ermöglichen. 5.6 Eine Ortsrandeingrünung als Übergang zur landwirtschaftli- chen Fläche ist nicht ausreichend um dem Entwicklungsge- bot gemäß § 8 Abs. 2 BauGB gerecht zu werden. nein Im Flächennutzungsplan ist das Plangebiet nahezu vollständig als Wohnbau- fläche dargestellt. Einzige Ausnahme bildet ein S treifen im Norden des Plan- gebietes, der als Fläche für die Landwirtschaft dargestellt ist. Die Planungen sehen für den Übergang zwischen Wohnbebauung und landwirtschaftlicher Fläche einen rund 30 m breiten Streifen zur Ortsrandeingrünung vor. Die Festsetzung von Gehölzpflanzungen im Bebauungsplan dient der Ergän- zung, Gliederung und ökologische Aufwertung der landwirtschaftlichen Nutz- flächen und widerspricht nicht der entsprechenden Darstellung im Flächen- nutzungsplan. Demnach ist festzustellen, dass die Aufs tellung des Bebau- ungsplans „Damiansweg in Köln -Volkhoven/Weiler“ dem Entwicklungsgebot gemäß § 8 Abs. 2 BauGB gerecht wird. 6 6.1 Es wird vorgeschlagen, auf die nördliche Grünfläche zuguns- ten einer weiteren Eigenheimbebauung zu verzichten. nein Eine wohnbauliche Nutzung der für die Ortsrandeingrünung vorgesehen Flä- che im Norden des Plangebietes ist planungsrechtlich nicht zulässig. Die Ausdehnung der Wohnbaufläche orientiert sich an der Darstellung des Flä- chennutzungsplanes. Eine Erweiterung der Wohnbebauung Richtung Nor- den würde dem Entwicklungsgebot nach § 8 Abs. 2 BauGB widersprechen. Die vorgesehene Ortsrandeingrünung leistet zudem einen Beitrag zur Schaf- fung wichtiger Grünstrukturen für Natur und Landschaft. 6.2 Der Damiansweg, der am Ortsf riedhof entlangführt, sollte von der Deliastraße aus wieder als Einbahnstraße geöffnet werden, damit der Gesamtverkehr aus Weiler und dem Neu- baugebiet dadurch besser abfließen kann. Teilweise siehe lfd. Nr. 1 6.3 Der Weilerweg sollte ebenfalls von der Deliastraße/ Block- straße aus als Einbahnstraße ausgewiesen werden, wiede- rum als zusätzliche Entlastungsmaßnahme für den abflie- ßenden Verkehr. Dies würde den Weilerweg durch den Ge- genverkehr um diesen Teil entlasten. Teilweise siehe lfd. Nr. 1 - 9 - / 10 Lfd. Nr. Stellungnahme Berücksichtigung Stellungnahme der Verwaltung 7 7.1 Es wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, dass eine wei- tere Möglichkeit für den abfließenden und zufließenden Ver- kehr geschaffen wird. Teilweise siehe lfd. Nr. 1 Gemäß dem städtebaulichen Konzept soll die Erschließung über den Dami- answeg erfolgen. 7.2 Es wird darum gebeten, die Parkplatzsituation intensiv zu prüfen. Zudem wird hinterfragt, ob in den Mietverträgen der GAG der Tiefgaragenstellplatz verpflichtend ist, oder ob der Tiefgaragenstellplatz zusätzlich bezahlt werden muss. teilweise siehe lfd. Nr. 1 und 5.2 Eine mögliche gemeinsame Vermietung der Tiefgaragenstellplätze mit den zugehörigen Wohnungen ist nicht Regelungsinhalt des Bebauungsplans. 7.3 Die bestehende Parksituation am Damiansweg ist sehr an- gespannt. ja siehe lfd. Nr. 1 und 5.2 7.4 Es wird sich erkundigt, ob bei der Stellplatzplanung auch das Kita-Personal berücksichtigt wurde. ja siehe lfd. Nr. 4.9 7.5 Es wird gebeten zu prüfen, ob es angemessen ist, die Mehr- familienhäuser teilweise fünfstöckig zu bauen. nein siehe lfd. Nr. 4.13 und 5.4 7.6 Es wird auf die bestehenden Probleme der Geruchsbelästi- gung verwiesen. nein siehe lfd. Nr. 4.10 8 8.1 Eine Bebauung auf dem beschriebenen Grundstück ist bei Berücksichtigung der aktuellen Wohnsituation in der Stadt Köln begrüßenswert. Kenntnisnahme 8.2 Der in der Mitte des Planungsgebiets liegende Pleißesteig verbindet Weiler mit dem Fuß - und Radweg entlang der Mer- catorstraße. Durch die Bebauung sollte die bestehende Ver- bindung nicht unterbrochen werden. ja siehe lfd. Nr. 3.5 8.3 Es wird eine Überbrückung der Mercatorstraße gemäß der ursprünglichen städtebaulichen Planung gefordert. Damit wäre über den Diemelweg eine Anbindung zur S -Bahn Sta- tion Chorweiler Nord gegeben. nein Die Planungen für eine Fußgängerbrücke über die Mercators traße stammen aus den 70er Jahren und sollen nicht weiterverfolgt werden. Heutzutage sind die Anforderungen an eine Fußgängerbrücke, insbesondere in Bezug auf Barrierefreiheit deutlich höher. Dies bedeutet, dass die vorzusehenden Ram- penlängen im Plangebiet sowie auf der gegenüberliegenden Seite in Chor- weiler-Nord nicht zu realisieren wären. 9 9.1 Es wird hervorgehoben, dass das Planungsgebiet aus- schließlich über zwei Zufahrten vom Damiansweg sowie drei Stichstraßen sowie der Zufahrt zur Tiefgarage erschlossen werden soll (= externe Erschließungsnutzung, da der Dami- answeg nicht im Planungsgebiet liegt). nein siehe lfd. Nr. 1 Der Damiansweg liegt im Bereich des aufzustellenden Bebauungsplans und wird im Rahmen des Vorhabens ausgebaut. Gemäß dem städt ebaulichen Konzept werden e benfalls einige der Wohngebäude sowie die Kita direkt über den Damiansweg erschlossen. - 10 - / 11 Lfd. Nr. Stellungnahme Berücksichtigung Stellungnahme der Verwaltung 9.2 Es wird darauf verwiesen, dass eine verkehrstechnische An- bindung der Mercatorstraße seitens der Planungsverantwort- lichen eindeutig ausgeschlossen wurde, da es sich um eine Bundesstraße handele. teilweise siehe lfd. Nr. 1 Gemäß dem städtebaulichen Konzept soll die Erschließung über den Dami- answeg erfolgen. 9.3 Eine externe verkehrstechnische Anbindung aus dem Süden (Abbiegerspur von der Merianstraße in das Planungsgebiet zur hinteren Erschließungsstraße) könnte eine verkehrstech- nische Entlastung darstellen. Teilweise siehe lfd. Nr. 1 Gemäß dem städtebaulichen Konzept soll die Erschließung über den Dami- answeg erfolgen. 9.4 Es wird darauf hingewiesen, dass die Planungen lediglich ei- nen Bedarf von einem Stellplatz je Wohneinheit berücksichti- gen. Eine realistische Parkraumvolumenberechnung ent- spräche einer 1:2 -Regelung. Dieser Parkraumflächen-Bedarf wurde nicht berücksichtigt und ist gemäß der Planungsver- antwortlichen aufgrund der im Planungsgebiet verbleibenden nicht bebauten Fläche nicht umsetzbar und somit ausge- schlossen. nein siehe lfd. Nr. 1 und 5.2 Sofern sich im Plangebiet Einzelhandel ansiedeln sollte, ist hierfür eine aus- reichende Anzahl an Stellplätzen im Rah men des Baugenehmigungsverfah- rens nachzuweisen. 9.5 Eine eindeutige Zu- und Ausfahrtsregelung zu den geplanten 130 Stellplätzen und deren Lage inner halb der Reihenhaus- bebauung sowie 260 Tiefgaragenplätzen und die Platzierung der Tiefgarage ist in der Planungsskizze nicht erkennbar. Kenntnisnahme Die Stellplätze für die Einfamilienhäuser werden, wie im städtebaulichen Pla- nungskonzept dargestellt, auf dem eigenen Grundstück bzw. in kurzer Ent- fernung platziert und über die öffentlichen oder privaten Verkehrsflächen er- schlossen. Gemäß dem städtebaulichen Planungskonzept ist für den Ge- schosswohnungsbau eine gemeinsame Tiefgarage vorgesehen, die über eine zentrale Zufahrt erschlossen wird und auf kurzem Weg an den Dami- answeg, gegenüber der Deliastraße angebunden ist. 9.6 Die bestehende Parksituation am Damiansweg ist sehr an- gespannt. ja siehe lfd. Nr. 1 9.7 Durch das Vorhaben entstehen folgende verkehrstechnische Brennpunkte: Kreuzungsbereich Deliastraße Fußgängerüberquerung/ Ampelanlage Abbiegespur Damiansweg Zufahrt zur Tiefgarage am Damiansweg Zufahrtsregelung zu den Müllsammelplätzen in der Reihenhaus-Siedlung Zufahrtsregelung zu den Müllbehältern in der Mehr- familienhaus-Siedlung und im Besonderen des Müll- sammelplatzes neben der Ecke am Damiansweg Teilweise siehe lfd. Nr. 1 Zur Gewährleistungen des Verkehrsflusses sowie der Verkehrssicherheit ge- hen mit dem Vorhaben Maßnahmen zum Ausbau der Verkehrsinfrastruktur einher. Gemäß dem städtebaulichen Planungskonzept ist es vorgesehen, dass d ie Müllbehälter an den Tagen der Abholung durch die Bewohner auf die hierfür vorgesehenen Stellflächen am öffentlichen Straßenraum platziert werden. Demnach wäre eine Einfahrt der Müllfahrzeuge in die privaten Stichstraßen nicht erforderlich. - 11 - / 12 Lfd. Nr. Stellungnahme Berücksichtigung Stellungnahme der Verwaltung 9.8 Durch den geplanten Zuzug von ca. 1.200 Personen erge- ben sich zusätzliche Auswirkungen und Belastungen, welche durch die Stadt Köln und deren angeschlossenen städti- schen Unternehmen kontinuierlich umgesetzt werden müs- sen. Diese Kosten werden vermutlich weitergereicht werden (Gebührenbescheide). Kenntnisnahme Die Kosten für Ver - und Entsorgung de r künftigen Bewohner werden durch die entsprechenden Einnahmen aus den hierfür fälligen Gebühren finanziert. 9.9 Mit dem geplanten Zuzug von 1.200 Personen (davon ca. 400 Kinder) haben die Planungsverantwortlichen auch die Pflicht übernommen, die Verkehrssicherheit für Kinder zu ge- währleisten; d.h. Sicherstellung einer eindeutig en und aus- reichenden Wegführung. ja siehe lfd. Nr. 1 Eine Gefährdung der Verkehrssicherheit durch die Umsetzung des Vorha- bens ist nicht zu erwarten. 9.10 Es wird auf die bestehenden Probleme der Geruchsbelästi- gung verwiesen. Kenntnisnahme siehe lfd. Nr. 4.10 9.11 Es wird darauf hingewiesen, dass in dem im Rahmen der Veranstaltung zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit ausgelegten Flyer der Damiansweg Köln-Chorweiler zuge- ordnet wird und es wird sich besorgt darüber geäußert, dass der Stadtteil Chorweiler bis zum Damiansweg ausgeweitet wird. Es wird davon ausgegangen, dass die Umsetzung des geplanten Vorhabens voraussetzt, dass das Planungsgebiet aus baurechtlichen Gründen dem Stadtteil Chorweiler zuge- ordnet werden muss, da eine 5 -geschossige Bebauung im Stadtteil in Volkhoven/ Weiler im Wasserschutzgebiet IIIA ausgeschlossen ist. nein Der Damiansweg befindet sich im Stadtteil Volkhoven/ Weiler, welcher dem Stadtbezirk Chorweiler zugeordnet ist. Im Rahmen des Vorhabens ist keine administrative Neuordnung vorgesehen. Die bau - und planungsrechtlichen Zulässigkeiten sind zudem unabhängig von der jeweiligen Zugehörigkeit zum Stadtteil oder Stadtbezirk. Ebens o besteht keinerlei Zusammenhang zwi- schen der administrativen Gliederung des Stadtgebietes und der Lage von Wasserschutzgebieten. siehe lfd. Nr. 4.13 und 5.4 9.12 Das Vorhaben unter dem "Deckmantel eines städtebaulichen Konzeptes für dringend benötigten Wohnraum nach dem Ko- operativen Baulandmodell" dient ausschließlich dem Inte- resse der Investoren nein In Köln besteht eine hohe Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum. Demge- genüber steht ein sehr geringes Potenzial noch verfügbarer Flächenreser- ven. Das Mietpreisniveau in der Wachstumsregion Köln bewegt sich im inter- kommunalen Vergleich auf hohem Niveau. Für viele Haushalte ist es mittler- weile nicht mehr möglich, eine adä quate, bezahlbare Wohnung zu finden. Um der angespannten Situation auf dem Kölner Wohnungsmarkt zu begeg- nen, ist die Schaffung von neuem Wohnraum dringendes Ziel der Stadtent- wicklung. Neben der vorrangigen Wiedernutzbarmachung brach gefallener Flächen wird hierfür die Neuinanspruchnahme bisher unbebauter Flächen unvermeidbar sein. Die Stadt Köln steht an dieser Stelle in der Pflicht, ihre Steuerungsmöglichkeiten auszuschöpfen, um eine zukunftsträchtige und so- zialgerechte Stadtentwicklung zu ermöglichen. Das Plangebiet stellt sich auf- - 12 - / 13 Lfd. Nr. Stellungnahme Berücksichtigung Stellungnahme der Verwaltung grund seiner gut erschlossenen Lage und der soliden infrastrukturellen Aus- stattung in der Umgebung als gut geeignet für den Wohnungsbau dar. Im Flächennutzungsplan ist das Plangebiet nahezu vollständig als Wohnbauflä- che dargestellt. Demnach ist festzustellen, dass die Aufstellung des Bebau- ungsplans „Damiansweg in Köln -Volkhoven/Weiler“ dem Entwicklungsgebot gemäß § 8 Abs. 2 BauGB gerecht wird (siehe lfd. Nr. 5.6). Das prämierte städtebauliche Planungskonzept sieht eine ansprechende Be- bauung mit moderater Dichte und großzügigen Grünflächen und Kinderspiel - Möglichkeiten vor. Zudem wird mit dem Vorhaben der Ausbau des Damians- weges, einschließlich der Schaffung eines Dorfplatzes gegenüber dem denk- malgeschützten Georgshof einhergehen. Nicht zuletzt profitiert auch die um- liegende Bevölkerung von der Errichtung einer Kita im Stadtteil. Eine wesent- liche Beeinträchtigung der Lebensqualität im umliegenden Bereich von Volk- hoven/ Weiler ist daher nicht zu erwarten. Eine einseitige Interessenv ertre- tung der Investoren kann daher nicht nachvollzogen werden. 9.13 Es wird ein erheblicher Wertverlust der umliegenden Be- standsimmobilien durch das Vorhaben befürchtet. nein siehe lfd. Nr. 5.1 9.14 Bei der bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche des Pla- nungsgebietes handelt es sich nicht um Brachland, sondern um qualitativ hochwertigen „Lösboden“. Kenntnisnahme Zur Deckung des hohen Wohnraumbedarfes der Stadt Köln ist in Teilen auch die Inanspruchnahme hochwertiger Böden unvermeidbar. Die Flächeninan- spruchnahme zugunsten einer wohnbaulichen Entwicklung wurde bereits durch die entsprechende Darstellung im Flächenn utzungsplan vorbereitet. siehe lfd. Nr. 9.12 9.15 Es wird erfragt, warum eine andere Erschließung als jene über den Damiansweg nicht möglich ist und befürchtet eine Verlagerung der Erschließungskosten. Es wird darauf ver- wiesen, dass die ausschließliche Erschließung des Pla- nungsgebietes unter Nutzung des Damiansweges nicht Be- standteil der Beschlussfassung und folglich auch nicht zwin- gend vorgeschrieben ist. Teilweise siehe lfd. Nr. 1 Gemäß dem städtebaulichen Konzept soll die Erschließung über den Dami- answeg erfolgen. Die Kosten zur Erschließung des Plangebietes werden durch die Investorinnen getragen. Es sollen entsprechende vertragliche Re- gelungen zur Kostenübernahme durch die Investorinnen abgeschlossen wer- den. Im Rahmen des Aufstellungsbeschlusses hat der Stadtentwicklungsaus- schuss der Stadt Köln das städtebauliche Planungskonzept zur Kenntnis ge- nommen. Im weiteren Verfahrensverlauf wird die Verwaltung von den zu- ständigen politischen Gremien beauftragt, auf der Grundlage des städtebau- lichen Planungskonzeptes einen Bebauungsplan-Entwurf auszuarbeiten. Die - 13 - / 14 Lfd. Nr. Stellungnahme Berücksichtigung Stellungnahme der Verwaltung Ergebnisse der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 3 Absatz 1 Baugesetzbuch (BauGB) sind dabei zu berücksicht igen. 9.16 Es wird dazu aufgerufen, dem Plankonzept die Zustimmung zu versagen, um den dörflichen Charakter von Volkhoven/ Weiler und das Wohl der Allgemeinheit zu wahren. nein siehe lfd. Nr. 5.4 und 9.12 9.17 Zur Realisierung des Ziels der Deckung von sozialgeförder- tem Wohnraum wird die Verlagerung der GAG -Bebauung vorgeschlagen. nein Eventuelle Entwicklungen umliegender Potenzialflächen sind aus Sicht der Stadtverwaltung nicht als Alternative für das Vorhaben am Damiansweg son- dern als zusätzlicher Baustein zur Entlastung der angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt anzusehen. siehe lfd. Nr. 5.4 und 9.12 10 10.1 Der Verfahrensschritt der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteili- gung ist zu begrüßen, auch wenn durch die Vorstellung zweier Investorinnen die Vermutung aufkommt, dass es sich um ein vereinfachtes Verfahren oder einen städtebaulichen Vertrag gemäß Baugesetzbuch mit eingeschränkten Rech- ten der Öffentlichkeit handeln könnte. Kenntnisnahme Der Bebauungsplan für das Verfahren wird im Regelverfahren aufgestellt. Daher wurde die Öffentlichkeit erstmals im Rahmen der Abendveranstaltung in der Katholischen Kirche St. Katharina von Siena, Schneebergstraße 63, 50765 Köln, am 14.03.2018 beteiligt. Nach Erarbeitu ng des Bebauungsplan- entwurfes besteht für die Öffentlichkeit im Rahmen der öffentlichen Ausle- gung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB erneut die Möglichkeit zur Stellungnahme zu den Planungen (siehe lfd. Nr. 2.6) . Der Städtebauliche Vertag zwischen der Stadt und den Investorinnen dient als Instrument zur Sicherstellung der Um- setzung des Vorhabens und zur Sicherung der mit der Planung verfolgten Ziele. Hierbei kommt es zu keinem Zeitpunkt zu Einschränkungen von Rec h- ten der Öffentlichkeit. 10.2 Durch die im südlichen Bereich des Plangebietes vorgese- hene Bebauung wird der an der Ostseite des Ortsteils Weiler zum größten Teil noch vorhandene ursprünglich dörfliche Charakter (First - bzw. Dachhöhen, Hofbebauung, Friedh of, relativ großzügige Grünflächen und -züge) als massiv gestört empfunden. nein siehe lfd. Nr. 5.4 und 9.12 10.3 Der einzige Abfluss des fließenden Verkehrs soll über den Damiansweg ermöglicht werden, der in diesem Teil seines Straßenzugs aber ein Behindertenwohnheim und eine ge- plante Kindertagesstätte aufweist. Beide Kreuzungen Delia- straße/ Damiansweg und Damiansweg / Merianstraße sind nicht für die Aufnahme zusätzlichen Straßenverkehrs in die- ser Größenordnung ausgerichtet. Da das Vorhaben keinen teilweise siehe lfd. Nr. 1 und 2.8 Gemäß dem städtebaulichen Konzept soll die Erschließung über den Dami- answeg erfolgen. - 14 - / 15 Lfd. Nr. Stellungnahme Berücksichtigung Stellungnahme der Verwaltung wohnortbezogenen bzw. nahversorgenden Einzelhandel vor- sieht, wird befürchtet, dass daraus ein höheres Verkehrsauf- kommen resultiert. 10.4 Für den ruhenden Verkehr sind für die Einfamilienhäuser (EFH) überschlägig genauso viele Stellplätze wie EFH vor- gesehen. Es wird angemerkt, dass pro EFH mit mindestens zwei Pkw, also zwei Stellplätzen zu rechnen ist. In Bezug auf die geplante Tiefgarage wi rd hingewiesen, dass diese für Mietwohnungsbau keinen entlastenden Charakter haben wird. Generell wird befürchtet, dass die Anzahl an parkenden PKW´s im öffentlichen Straßenraum durch das Vorhaben stark zunehmen wird. Teilweise siehe lfd. Nr. 1 und 5.2 10.5 Die Anbindung Weilers an den öffentlichen Nahverkehr zur Vermeidung von Pkw -Verkehr ist eher als unzureichend an- zusehen. ja siehe lfd. Nr. 3.4 10.6 Es wird erfragt, warum Kreuzfeld nicht (weiter -)geplant wird und verweist darauf, dass hier bessere Verkehrsbedingun- gen vorliegen. Kenntnisnahme Die Planungen für Kreuzfeld standen seinerzeit kurz vor Satzungsbeschluss. Eine Wiederaufnahme der Planungen ist nicht ausgeschlossen. Die im- mense Nachfrage nach Wohnraum wird jedoch allein durch dieses Vorhaben nicht gedeckt werden können. Eine eventuelle Entwicklung von Kreuzfeld ist daher aus Sicht der Stadt nicht als Alternative für das Vorhaben am Dami- answeg sondern als ein zusätzlicher Baustein zur Entlastung der ange- spannten Situation auf dem Wohnungsmarkt anzusehen. siehe lfd. Nr. 1 , 5.4 und 9.12 10.7 Es wird angeregt, den Geschosswohnungsbau an der Ost- seite, zur Mercatorstraße hin, anzusiedeln. Dort ist durch die Tieferlegung der Mercatorstraße und die auf ihr vorhandene Geschwindigkeitsbeschränkung schon eine natürliche Ge- räuschdämmung vorhanden. nein siehe lfd. Nr. 1 und 3.1 Der im Rahmen der Mehrfachbeauftragung prämierte städtebauliche Entwurf sieht bewusst als Reaktion auf die erhöhte Lärmbelastung im südlichen Ab- schnitt des Plangebietes eine Abschirmung gegenüber der Merianstraße durch eine überwiegend viergeschossige Bebauung vor. Im östlichen Be- reich des Plangebietes ist eine parallel zur Mercatorstraße verlaufende Er- schließungsstraße vorgesehen, an deren östlicher Seite Carports und Stell- plätze angeordnet werden sollen. Auf diese Weise kann ein größerer Ab- stand zwischen Wohnbebauung und Mercatorstraße entstehen. Die Wohn- gebäude können z.T. durch die gegenüberliegen Carports gegen die Lärmeinwirkungen der Mercatorstraße abgeschirmt werden. - 15 - / 16 Lfd. Nr. Stellungnahme Berücksichtigung Stellungnahme der Verwaltung 10.8 Es wird angeregt, eine parallel zur Mercatorstraße laufende, zusätzliche verkehrliche Anbindung an den Kreisverkehr Mercatorstraße/ Weichselring vorzusehen. Teilweise siehe lfd. Nr. 1 Gemäß dem städtebaulichen Konzept soll die Erschließung über den Dami- answeg erfolgen. 11 11.1 Das Titelblatt des am Bürgerabend ausgeteilten Flyers der Stadt wirft die Fragen auf, ob das Planungsgebiet "Damians- weg in Köln-Volkhoven/ Weiler" zum Stadtteil Chorweiler ge- hört. Kenntnisnahme siehe lfd. Nr. 9.11 11.2 Der Straßenzug, der im südlichen Bereich des Planungsge- bietes auf die Merianstraße stößt, heißt noch Deliastraße. An keiner Stelle kreuzt oder mündet der Damiansweg als Vor- fahrtsstraße in die Merianstraße. Kenntnisnahme 11.3 Die im Nutzungskonzept vorgestellte Zweiteilung des Plan- gebietes in einen nördlichen und einen südlichen Abschnitt impliziert eine gleiche Verteilung der ca. 130 Einfamilienhäu- ser und der ca. 260 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäuser auf zwei Hälften des Bebauungsgebietes. Diese sugger ierte Vorstellung erweist sich jedoch beim Vergleich mit dem städ- tebaulichen Entwurf als irreführend: Während auf zwei Drittel der Fläche im Planungsgebiet die attraktiveren 130 WE für die zwei bis dreigeschossigen Einfamilienreihenhäuser vor- gesehen sind, ist für die notwendigen 260 WE in Form der mehrgeschossigen Strukturen nur ein Drittel der Fläche vor- handen. Diese unverhältnismäßig hohe Konzentration der Bebauung auf den südlichen Teil des Planungsgebietes wird kritisiert. Die geplante Verdichtung in Fo rm der vier bis fünf- geschossigen Mehrfamilienhäuser im Süddreieck des Plan- gebietes – noch dazu gerade wegweisend am Ortseingang von Köln-Weiler – entfaltet auf die Anwohner dieses Stadt- teils eine abschreckende Wirkung. Angesichts der zu erwartenden Belastungen für die Ortsan- sässigen (Verkehrsüberlastung am Damiansweg/ an der De- liastraße, Stell - und Parkplatzverdrängungskämpfe, Verslu- mungen) ist diese südliche Verdichtung frühzeitig planerisch zu korrigieren/ minimieren. teilweise Hinsichtlich der aufgeführten Anzahl der Wohneinheiten in den beiden Teil- abschnitten des Plangebietes ist zu berücksichtigen, dass die Wohneinheiten in den Mehrfamilienhäuser im Durchschnitt deutlic h geringe Wohnflächen aufweisen als die Einfamilienhäuser. Dementsprechend ist für die Mehrfami- lienhäuser auch eine geringe Anzahl an Bewohnern je Wohneinheit anzu- nehmen. Insgesamt kann davon ausgegangen werde, dass die Bewohner- dichte im Abschnitt der Mehr familienhausbebauung gut doppelt so hoch aus- fällt wie für den Bereich der Einfamilienhäuser. Der südliche Abschnitt des Plangebietes weist somit zwar unzweifelhaft eine höhere Bewohnerdichte als die nördlich angrenzende Einfamilienhausbebauung auf. Eine un verhältnis- mäßig hohe Konzentration der Bebauung auf den südlichen Teil des Plange- bietes ist gleichwohl im städtebaulichen Planungskonzept nicht zu erkennen. Für die Mehrfamilienhäuser ist eine moderate Höhe – entsprechend der westlich des Damiansweges angr enzenden Bebauung – von zumeist drei bis vier Geschossen – vorgesehen. Als städtebaulicher Akzent und zur Schaf- fung eines abwechslungsreichen, ansprechenden städtebaulichen Erschei- nungsbildes mit hohem Wiedererkennungswert soll an zwei Stellen eine fünf- geschossige Bebauung zugelassen werden. Das begründete Vorhaben sieht eine städtebaulich und architektonisch ansprechende Bebauung mit großzü- gigen Grünflächen und Kinderspiel -Möglichkeiten vor. Zudem soll mit mit dem Vorhaben der Ausbau des Damiansweges, eins chließlich der Schaffung eines Dorfplatzes gegenüber dem denkmalgeschützten Georgshof einherge- hen. Nicht zuletzt kann auch die umliegende Bebauung von der geplante Er- richtung einer Kita im Stadtteil profitieren. Eine Verschlechterung des Images des Stadtteils ist daher nicht zu erwarten. Wenngleich mit dem Vorhaben die Bebauung einer bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche einher gehen wird , - 16 - / 17 Lfd. Nr. Stellungnahme Berücksichtigung Stellungnahme der Verwaltung Sie wird voraussichtlich den Wert naheliegender Anlieger- grundstücke mindern und die Lebensqualität dortiger Bewoh- ner in vielerlei Hinsicht schmälern. Die geplante Verdichtung, schreibt vergangene Städtebauplanung und -ausführung fort statt ihren bekannten negativen Auswirkungen entgegenzu- steuern. 1 profitiert die umliegende Wohnbebauung unverändert durch die Lage am Ortsrand mit unmittelbarem Zugang zu dem angrenzenden Landschafts- schutzgebiet. Zur befürchteten Wertminderung der Bestandsbebauung (siehe lfd. Nr. 5.1). Zur erwarteten Verkehrsüberlastung (siehe lfd. Nr. 1 und 2.8) und zu den Bedenken in Bezug auf die zukünftige Stell - und Parkplatzsituation (siehe lfd. Nr. 5.2). Eine sog. Verslumung durch die Implementierung des Vorha- bens im Stadtteil Volkhoven/ Weiler ist nicht zu erkennen und nicht zu erwar- ten. 11.4 Eine Verbesserung der Planung wäre zum jetzigen Zeitpunkt kostenneutral und leicht zu bewerkstelligen: Unter Beibehal- tung der ursprünglichen wohnungsbaupolitischen Zielset- zung (Schaffung von 390 Wohneinheiten) sollte eine gleich- mäßigere Verteilung der 290 Wohneinheiten „aus dem über- lasteten südlichen Drittel“ mit einhergehender Reduzierung der vier- bis fünfgeschossigen Bauwerke auf eine maximal dreigeschossige Bebauung mit Satteldach auf die übrigen zwei Drittel des Planungsgebietes erfolgen. Erfolgverspre- chend wäre dies aber nur unter der Bedingung, dass zusätz- lich zum Damiansweg eine weit ere Erschließung (über die Mercator- oder Merianstraße) realisiert wird. teilweise Gemäß dem städtebaulichen Konzept wird d ie Höhe der Mehrfamilienhäuser im südlichen Abschnitt des Plangebietes in Bezug auf das Einfügen in die bauliche Umgebung als angemes sen angesehen (siehe lfd. Nr. 5.4 und 9.12). Der im Rahmen der Mehrfachbeauftragung prämierte städtebauliche Entwurf sieht zudem und bewusst als Reaktion auf die erhöhte Lärmbelas- tung im südlichen Abschnitt des Plangebietes eine Abschirmung gegenüber der Merianstraße durch eine überwiegend viergeschossige Bebauung vor. Das städtebauliche Konzept sieht darüber hinaus eine Mischung unter- schiedlicher Gebäudetypologien vor, um ein ansprechendes, abwechslungs- reicheres Quartier zu schaffen und unterschiedliche Zi elgruppen anzuspre- chen. siehe lfd. Nr. 1 11.5 Die geplanten 4 - und 5-geschossigen Bauten fügen sich nicht in den dörflichen Charakter von Weiler ein. Die mehrgeschossige Bebauung garantiert weniger ein "le- benswertes Umfeld" mit einer „sozialverträglichen Durchmi- schung'', sondern bietet vielmehr Ansatzpunkte für "Segmen- tierung und die Entstehung von Problemvierteln". nein siehe lfd. Nr. 5.4 und 9.12 Das städtebauliche Planungskonzept sieht die Schaffung eines ansprechen- den Quartiers mit einer hohen Wohn - und Aufenthaltsqualität sowie einer Mi- schung unterschiedlicher Bautypologien vor . Die Entstehung von Segmentie- rung und der Schaffung von Problemvierteln wird somit durch die Planung nicht begründet. 11.6 Es wird die bisherige Verkehrsplanung des Vorhabens kriti- siert. Der einzige Zu- wie Abflussverkehr zu/ aus dem ge- planten Wohngebiet über die Deliastraße und den Damians- weg wird zu einer absehbaren Überlastung führen und Ge- fahrenzonen (Behindertenheim, Kindertagesstätte; Kreuzun- gen Deliastraße/ Damiansweg und Merianstraße/ Delia- straße) weiter vergrößern. Die Erschließung des Plangebie- tes durch eine zweite Zufahrtsstraße ist zwingend notwendig. teilweise siehe lfd. Nr. 1 und 2.8 Gemäß dem städtebaulichen Konzept soll die Erschließung über den Dami- answeg erfolgen. - 17 - / 18 Lfd. Nr. Stellungnahme Berücksichtigung Stellungnahme der Verwaltung 11.7 Es wird zu Bedenken gegeben, dass für die große Anzahl an Wohneinheiten zu wenige öffentliche Stellplätze zur Verfü- gung stehen. Er wird befürchtet, dass die Tiefgaragenstell- plätze nicht angenommen werden und eine chaotische Park- situation entstehen wird. teilweise siehe lfd. Nr. 1und 5.2 11.8 Es wird eine Neuauflage/ Wiederbelebung der „Kreuzfeld" - Planung angeregt. Kenntnisnahme siehe lfd. Nr. 10.6 11.9 Es wird angeregt, den Geschosswohnungsbau auf geeigne- tere Flächen in der näheren Umgebung zu verlagern. nein siehe lfd. Nr. 9.17 12–15 12–15.1 Die geplanten 4 - und 5-geschossigen Bauten fügen sich nicht in den dörflichen Charakter von Weiler ein. Vielmehr würden sie den dörflichen Charakter gänzlich vernichten. nein siehe lfd. Nr. 5.4 12–15.2 Die Anzahl von 260 Wohneinheiten im südlichen Abschnitt bedeutet eine Einwohnerdichte, die weit höher ist als im sonstigen Stadtteil. Hier sollte die Anzahl Wohneinheiten sig- nifikant reduziert werden. nein siehe lfd. Nr. 11.3 12–15.3 Der südliche Teil des Plangebiets soll zu 75% aus öffentlich gefördertem Wohnraum bestehen. Das bedeutet für das ge- samte Plangebiet eine Quote von 50% der Wohneinheiten, die für Menschen mit begrenztem Einkommen vorbehalten werden. Bei dieser Planung wird das Entstehen eines Prob- lemviertels programmiert. Der Anteil an öffentlich geförder- tem Wohnraum sollte bedeutend reduziert werden. nein siehe lfd. Nr. 5.5 Gemäß den Vorgaben aus dem Kooperativen Baulandmodell werden 30 % der Geschossfläche für geförderten Wohnungsbau vorgesehen. Der geför- derte Wohnungsbau wird ausschließlich in den Mehrfamilienhäusern unter- gebracht. Dementsprechend werden rund 75 % der Wohnu ngen in den Mehrfamilienhäusern als öffentlich geförderter Wohnraum realisiert. 12–15.4 Die Zufahrt zum geplanten Wohngebiet über die Deliastraße und den Damiansweg wird zu einer Überlastung dieser Stra- ßen führen. Es ist dringend ratsam, eine weitere Zuga ngs- straße zu bauen. nein siehe lfd. Nr. 1 Das Verkehrsaufkommen auf dem Damiansweg wird dadurch in erheblichem Maße vermieden, dass der Großteil des Anwohnerverkehrs für die Mehrfami- lienhäuser direkt in die Tiefgarage im Süden des Plangebietes geleitet wird (siehe lfd. Nr. 2.8). 12–15.5 Es bietet sich an, eine Straße vom Kreisverkehr Mercat or- straße Abfahrt Weichselring westlich der Mercatorstraße zum Plangebiet zu bauen. nein siehe lfd. Nr. 4.4 12–15.6 Sowohl der Damiansweg als auch die Straßen innerhalb des Plangebiets und die Zufahrtsstraßen sollten beidseitig mit teilweise Die öffentlichen Verkehrsflächen im Plangebiet werden – mit Ausnahme des Damiansweges – als Mischverkehrsfläche gestaltet und verkehrsberuhigt an- gelegt. Eine separate Wegeführung für den Radverkehr wird daher als nicht - 18 - / 19 Lfd. Nr. Stellungnahme Berücksichtigung Stellungnahme der Verwaltung Radwegen versehen werden. Es sind keine Einkaufsmög- lichkeiten im Plangebiet vorgesehen und kleinere Besorgun- gen könnten mit dem Fahrrad erledigt werden. Der beste- hende öffentliche asphaltierte Geh - und Radweg, der mitten durch das Plangebiet verläuft und den Damiansweg für Fuß- gänger und Radfahrer mit dem Geh - und Radweg entlang der Mercatorstraße verbindet, muss unbedingt erhalten blei- ben. Die Bevölkerung von Volkhoven/ Weiler sollte weiterhin motiviert sein, zu Fuß und mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. erforderlich erachtet. Auch auf dem Damiansweg kann der Radverkehr ange- sichts des moderaten Verkehrsaufkommens auf dieser Strecke über den Haupt-Fahrstreifen erfolgen. Der Radweg parallel zur Mercatorstraße sowie die Verbindung zum Pleißensteig werden unverändert bestehen bleiben. 12–15.7 Tiefgaragenparkplätze werden bei Mietwohnungen, insbe- sondere bei öffentlich gefördertem Wohnraum, nicht ange- nommen. Die Anzahl geplanter Parkplätze wird als nicht aus- reichend erachtet. nein siehe lfd. Nr. 5.2 12–15.8 Es wird eine Wiederbelebung der „Kreuzfeld"-Planung ange- regt. Kenntnisnahme siehe lfd. Nr. 10.6 16 16.1 Die geplanten 4 - und 5-geschossigen Bauten fügen sich nicht in den dörflichen Charakter von Weiler ein. Vielmehr würden sie den dörflichen Charakter gänzlich vernichten. nein siehe lfd. Nr. 5.4 und 9.12 16.2 Die für die Bebauung vorgesehene Fläche wird für deutlich zu klein gehalten und es wird erfragt, ob der Bedarf für eine derart große Ausweisung von Bauland untersucht worden ist. nein siehe lfd. Nr. 5.4 und 9.12 16.3 Die geplante Bebauung wird als zu massiv erachtet. Sie wird durch die zahlreichen oberirdischen Bauten zu dicht und passt so nicht in den Ortsteil. nein siehe lfd. Nr. 5.4 und 9.12 16.4 Das Erfordernis des sparsamen Umgangs mit Grund und Bo- den hat in der Planung keine Beachtung gefunden. nein siehe lfd. Nr. 5.4 und 9.12 Gemäß dem Ziel eines sparsamen Umgangs mit Grund und Boden sieht das Konzept eine moderate bauliche Dichte, etwa entsprechend jener in der Um- gebung vor. Aufgrund seiner Lage kann das Plangebiet gemäß dem städte- baulichen Planungskonzept z.T. direkt über die vorhandene Verkehrsinfra- struktur erschlossen werden. Somit kann die Inanspruchnahme von bisher unversiegeltem Boden für neue Verkehrsflächen in einem angemessenen Verhältnis zur geplanten wohnbaulichen Nutzung gehalten werden. Ebenfalls - 19 - / 20 Lfd. Nr. Stellungnahme Berücksichtigung Stellungnahme der Verwaltung ist das Plangebiet im Flächennutzungsplan nahezu vollständig als Wohnbau- fläche dargestellt. Demnach ist festzustellen, dass die Aufstellung des Be- bauungsplans „Damiansweg in Köln -Volkhoven/Weiler“ dem Entw icklungs- gebot gemäß § 8 Abs. 2 BauGB gerecht wird. Der Belang des sparsamen Umgangs mit Grund und Boden hat bereits bei der Aufstellung bzw. Ände- rung des Flächennutzungsplans Berücksichtigung gefunden. 16.5 Er wird erfragt, ob die Hochwassersituation bzw. der soge- nannte „Jahrhundertregen“ berücksichtigt wurde und es wird in Frage gestellt, ob die vorhandenen Kanäle eine solch ext- reme Zunahme verkraften können. ja siehe lfd. Nr. 4.10 16.6 Es wird sich erkundigt, ob die Nachfolgelasten des Vorha- bens ermittelt wurden und die Übernahme dieser Kosten durch den Investor vertraglich abgesichert wurde. teilweise siehe lfd. Nr. 9.15 Die Übernahme der Folgekosten ist nicht Regelungsinhalt des Bebauungs- plans. 16.7 Die Planung berücksichtigt offensichtlich nu r die Interessen des Investors. Der Gemeinde bringt sie nur Lasten und keine erkennbaren Vorteile. Besonders im Hinblick auf den Emissi- onsschutz. Es kommt zu signifikanten Erhöhungen der Emis- sionswerte. Es sind erhebliche Auswirkungen auf Menschen, Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt zu erwarten. Fraglich ist, ob die nachteiligen Auswirkungen in Bezug auf Boden und Entwässerung ausgeglichen werden können. Durch den hier vorliegenden Bebauungsplan werden die rechtlichen Vo- raussetzungen geschaffen, um in Weiler eine erhebliche Er- höhung der Emissionen, in Bezug auf Lärm, Verkehr und Staub zuzustimmen. Das ist auf Grund der unmittelbaren Nachbarschaft nicht hinnehmbar. teilweise siehe lfd. Nr. 5.4 und 9.12 Der Vorwurf, durch die Planungen würden einseitig die Interessen des Inves- tors verfolgt, wird zurückgewiesen. So stellt das Vorhaben vorwiegend einen Beitrag Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum in der Stadt Köln dar . Für das Bebauungsplanverfahren wird eine Umweltprüfung gemäß § 2 Ab- satz 4 Baugesetzbuch (BauGB) für die Belange nach § 1 Absatz 6 Nummer 7 und § 1a BauGB durchgeführt. Die umweltrelevanten Auswirkungen der Pla- nungen werden im Rahmen mehrerer Fachg utachten überprüft und darstellt. Die Ergebnisse werden in einem Umweltbericht gemäß § 2a BauGB darge- stellt. 16.8 Es wird auf eine Verschärfung der Parkplatzsituation verwie- sen Kenntnisnahme siehe lfd. Nr. 1 und 5.2 17 17.1 Es bestehen große Bedenken bzgl. der vorgesehenen Be- bauungsdichte. Durch diese wird ein erhöhtes Konfliktpoten- zial hervorgerufen. nein siehe lfd. Nr. 4.13 , 5.4 und 9.12 17.2 Es wird darauf hingewiesen, dass 20 bis 25 % Besucherstell- plätze zu wenig sind. nein siehe lfd. Nr. 5.2 - 20 - / 21 Lfd. Nr. Stellungnahme Berücksichtigung Stellungnahme der Verwaltung 17.3 Es wird auf das hohe Müllaufkommen im Straßenraum an der Ecke Damiansweg/ Deliastraße hingewiesen und be- fürchtet, dass sich die Müllproblematik durch das geplante Vorhaben vergrößern wird. Kenntnisnahme Die Gefahr einer Zunahme des Müllaufkommens im öffentlichen Straßen- raum aufgrund des Vorhabens wird nicht gesehen. Die Erfahrung zeigt, dass es durch die Umsetzung von Wohnbauprojekten in der Regel nicht zu einem erhöhten Verschmutzungsgrad der umliegenden Straßen kommt. 17.4 Es wird auf die hohe Geruchsbelastung aufgrund der Kanal- situation hingewiesen. Kenntnisnahme siehe lfd. Nr. 4.10 17.5 Es wird eine Überbrückung der Mercatorstraße gemäß der ursprünglichen städtebaulichen Planung gefordert. nein siehe lfd. Nr. 8.3 18 18.1 Das Plangebiet wird für das Vorhaben als ungeeignet be- trachtet, sofern sich die Verkehrssituation nicht durch Ein- richten eines weiteren Zugangs im Norden entschärfen lässt. nein siehe lfd. Nr. 2.8 18.2 Es wird zu Bedenken gegeben, dass für die große Anzahl an Wohneinheiten zu wenige öffentliche Stellplätze zur Verfü- gung stehen. nein siehe lfd. Nr. 2.8 und 5.2 18.3 Es wird eine Überbrückung der Mercatorstraße gemäß der ursprünglichen städtebaulichen Planung gefordert. nein siehe lfd. Nr. 8.3 18.4 Die geplanten 4 - und 5-geschossigen Bauten fügen sich nicht in den dörflichen Charakter von Weiler ein. Vielmehr würden sie den dörflichen Charakter gänzlich vernichten. nein siehe lfd. Nr. 5.4 und 9.12 18.5 Es wird auf die hohe Geruchsbelastung aufgrund der Kanal- situation hingewiesen. Kenntnisnahme siehe lfd. Nr. 4.10 18.6 Es wird eine verbindliche Aussage zur Übernahme der Er- schließungskosten gefordert und klargestellt, dass die An- wohner ohnehin durch das Vorhaben schon unter einem Wertverlust zu leiden hätten. ja siehe lfd. Nr. 9.15 und 5.1 19 19.1 Mit der Bebauung würde der dörfliche Charakter vollends entfallen. Die Pferde, die gegenüber der Zollverwaltung be- heimatet sind, verlieren ihre Heimat. Rund um die Felder gibt es derzeit eine Menge Spaziergänger. Die Felder werden auch dazu genutzt Hunde auszuführen. Es handelt sich da- bei um eine der letzten freien Flächen die Volkhoven/ Weiler noch zu bieten hat. nein siehe lfd. Nr. 5.4 und 9.12 19.2 Es wird darauf hingewiesen, dass die Geruchsbelästigung aufgrund der bestehenden Kanalsituation unerträglich ist und nein siehe lfd. Nr. 4.10 - 21 - / 22 Lfd. Nr. Stellungnahme Berücksichtigung Stellungnahme der Verwaltung hinterfragt, ob der Kanal die Abwässer der geplanten Wohn- bebauung zusätzlich aufnehmen kann. 19.3 Es wird eine Verkehrsüberlastung des Damiansweges durch das Vorhaben vermutet sowie das Erschließungskonzept in Frage gestellt. teilweise siehe lfd. Nr. 1 und 2.8 19.4 Ein Stellplatz je Wohneinheit zzgl. 25% Besucherstellplätze sind nicht ausreichend. Die bestehende Parksituation am Damiansweg ist bereits sehr angespannt. Außerdem muss genug Parkraum für Anlieferungen bereitgestellt werden. nein siehe lfd. Nr. 1 und 5.2 und 9.4 19.5 Es wird befürchtet, dass ein neuer Stadtteil entsteht, der seelenlos aus dem Boden gestampft wird. Gerade die Kinder aus den 130 Einfamilienhäusern werden eingezwängt zwi- schen die am meisten befahrenen Straßen des Stadtbezirks Chorweilers, die Merianstraße und die Mercatorstraße. Es herrscht ein reger Verkehr in der Regel von 6:30 h bis 23 Uhr. Es werden keine Spielflächen vorhanden sein. teilweise siehe lfd. Nr. 5.4, 9.12 und 11.3 Ein besonderes Augenmerk wurde bei m städtebaulichen Entwurf auf die Freiraumqualität im Plangebiet gelegt. So soll als besonderer städtebaulicher Akzent das Plangebiet in nord -südlicher Richtung eine begrünte Freirau- machse einschließlich eines großzügigen Spielplatzes durchlaufen. Die In- nenhöfe der Geschosswohnungsbauten sollen durch erdgeschossbezogene Mietergärten und Kleinkinderspielflächen gestaltet werden. Die zu Hofstruk- turen zusammengefassten Einfamilienhäuser sollen in der Mitte einen Ge- meinschaftsplatz mit schmalen Erschließungswegen entlang der Hausgärten erhalten. Im Bereich der Kita, gegenüber dem denkmalgeschützten Georgs- hof soll ein Quartiersplatz geschaffen werden. Die städtebauliche Planung bereiten somit die Entstehung eines lebendigen, lebe nswerten Quartiers mit hoher Wohn- und Aufenthaltsqualität vor. Hinsichtlich der Lage an den stark befahrenen Hauptstraßen ist auszuführen, dass die Mehrfamilienhäuser Richtung Süden einen klaren Abschluss des Baugebietes und eine Abschirmung gegen die von der Merianstraße ausge- hende Lärmeinwirkung bilden sollen. Die offene Seite der Blöcke ist jeweils zum Endpunkt der zentralen Freiraumachse ausgerichtet. Im östlichen Teil des Plangebietes ist eine parallel zur Mercatorstraße verlaufende Erschlie- ßungsstraße vorgesehen, an deren östlicher Seite jeweils im Wechsel Gara- gen, Carports, Müllaufstellflächen und kleinere Grünflächen platziert werden. Auf diese Weise kann das Plangebiet optisch und akustisch gegen die Mer- catorstraße und die Merianstraße abgeschir mt werden. Gesunde Wohn - und Arbeitsverhältnisse können somit gewährleistet werden. - 22 - / 23 Lfd. Nr. Stellungnahme Berücksichtigung Stellungnahme der Verwaltung 19.6 Durch Kindergärten entsteht Lärm. Die Anwohner werden durch das An- und Abfahren der Autos tagtäglich belästigt. Über dem Damiansweg befindet sich eine Flugschneise. ja siehe lfd. Nr. 1 und 3.1 19.7 Bei einer Bauzeit von fast zwei Jahren werden die Anwohner erheblich mit Baustellenlärm belästigt. nein siehe lfd. Nr. 2.7 19.8 Es wird auf das hohe Müllaufkommen im Straßenraum Dami- answeg hingewiesen und befürchtet, dass sich die Müllprob- lematik durch d as Vorhaben vergrößert wird. Kenntnisnahme siehe lfd. Nr. 17.3 19.9 Es wird in Frage gestellt, ob die Ansiedlung der Kita unmittel- bar gegenüber dem Georgshof erforderlich ist. Da in diesem Gebäude psychisch kranke Menschen untergebracht sind. nein Gemäß dem städtebaulichen Planungskonzept wird kein nennenswertes Konfliktpotenzial durch das Gegenüber der Kita mit den im Georgshof unter- gebrachten Wohngruppen für psychisch kranke Menschen gesehen. Die Freiflächen der Kita sollen in Richtung Osten, zu d er begrünten Freirau- machse hin orientiert werden, sodass eine Konfrontation dieser beiden Nut- zung nicht gegeben sein wird. 19.10 Es wird unterstellt, dass die Umsetzung des Vorhabens aus reiner Profitgier erfolgt. nein siehe lfd. Nr. 9.12 19.11 Eine fünfgeschossige Bauweise ist in Weiler ungeeignet. nein siehe lfd. Nr. 5.4 19.12 Es wird darauf hingewiesen, dass die Bevölkerung in Deutschland tendenziell rückläufig und der dringende Wohn- raumbedarf schwer nachvollziehbar ist. nein siehe lfd. Nr. 9.12 19.13 Es wird auf alternative und weniger problembehaftete Flä- chen für eine wohnbauliche Entwicklung verwiesen. nein siehe lfd. Nr. 9.17 19.14 Die bestehenden Häuser werden durch die dichte Bebauung an Wert verlieren. nein siehe lfd. Nr. 5.1 20 20.1 Es wird auf die Verzögerungen des Verkehrsflusses durch das geplante Vorhaben hingewiesen. Insbesondere im Be- reich Deliastraße/ Damiansweg und am Knotenpunkt Merian- straße (Ampelanlage) könnte es zu längeren Wartezeiten kommen. Es wird befürchtet, dass die geplante Tiefgarage in diesem Zusammenhang keine Abhilfe schaffen wird. teilweise siehe lfd. Nr. 1 20.2 Es wird die Notwendigkeit von 400 Wohneinheiten in Frage gestellt. nein siehe lfd. Nr. 9.12 20.3 Es wird die unzureichende infrastrukturelle Versorgung im Stadtteilzentrum von Weiler kritisiert. Kenntnisnahme In vielen kleineren Stadt - und Stadtteilzentren ist in den vergangenen Jahren ein deutlicher Angebotsrückgang zu verzeichnen. Diese Entwicklung ist in - 23 - / 24 Lfd. Nr. Stellungnahme Berücksichtigung Stellungnahme der Verwaltung erster Linie auf ein verändertes Einkaufsverhalten zurückzuführen. Im Rah- men der Bauleitplanung können le diglich die rechtlichen Voraussetzungen für Ansiedlung von Einzelhandels - und Dienstleitungsbetrieben geschaffen werden. Eine unmittelbare Einflussnahme des Bebauungsplans auf die infra- strukturelle Ausstattung im Stadtteil wird jedoch nicht möglich sein. 20.4 Es wird auf das hohe Müllaufkommen im Straßenraum hin- gewiesen. Kenntnisnahme siehe lfd. Nr. 17.3 20.5 Es wird darauf hingewiesen, den dörflichen Charakter von Volkhoven/ Weiler zu wahren. nein siehe lfd. Nr. 5.4 21 Das städtebauliche Planungskonzept wird befürwortet. Kenntnisnahme 22 Es wird sich nach dem Anteil an öffentlich gefördertem Wohnraum in den Mehrfamilienhäusern erkundigt. Kenntnisnahme siehe lfd. Nr. 12–15.3 2. Fristverspätet nach dem 23.03.2018 eingegangene Stellungnahme 23 23.1 Es wird darauf hingewiesen, dass die Ackerfläche nicht als Bauland ausgewiesen werden kann, da die Freifläche wegen eines regionalen Grünzuges geschützt werden muss. Pla- nungsrechtlich ist die Fläche aktuell dem Außenbereich ge- mäß § 35 BauGB zuzuordnen. nein Das Plangebiet ist im R egionalplan als Allgemeiner Siedlungsbereich (ASB) dargestellt. Der Flächennutzungsplan stellt das Plangebiet als Wohnbauflä- che dar (siehe lfd. Nr. 5.6 ). An der nördlichen Grenze des Plangebietes kommt es zu einer geringfügigen Überlagerung dieser im Fläch ennutzungs- plan dargestellten Wohnbaufläche mit dem Geltungsbereich des Land- schaftsplanes. Somit ragt auch der Geltungsbereich des aufzustellenden Be- bauungsplans „Damiansweg in Köln -Volkhoven/Weiler“ geringfügig in den Geltungsbereich des Landschaftsplanes hinein. Gemäß § 20 LG NRW treten für diesen Bereich die Darstellungen des Landschaftsplanes mit Inkrafttreten des Bebauungsplans „Damiansweg in Köln -Volkhoven/Weiler“ außer Kraft. Der Geltungsbereich ist nicht Bestandteil eines geschützten regionalen Grünzuges. Das Vorhaben steht somit den Zielen der übergeordneten Pla- nung sowie der Landschaftsplanung nicht entgegen. 23.2 Es wird auf die Schwierigkeiten hingewiesen, die aufgrund der Einstufung des Plangebietes als Wasserschutzgebiet IIIA ergeben. ja Das Plangebiet liegt im Geltungsbereich der Wasserschutzzone III A des Wasserwerkes Weiler und grenzt im Norden an die Wasserschutzzone II an. Die Maßgaben der jeweiligen Wasserschutzgebietsverordnung sind bei der Planung und Ausführung zu beachten. Ein entsprechender Hinweis wird in den Bebauungsplan aufgenommen. Der Umsetzung des Vorhabens stehen die Auflagen der Wasserschutzzone nicht entgegen. - 24 - 23.3 Es wird auf die von der Mercatorstraße ausgehende Lärmbe- lastung hingewiesen. Die geplante Abschirmung der Reihen- haussiedlung mittels der parallel zur Mercatorstraße verlau- fenden Erschließungsstraße sowie die östlich hieran ange- ordneten Garagen, Carports, Müllaufstellungsflächen und kleinere Grünflächen wird nicht ausreichen, um d en Anforde- rungen der DIN 4109 gerecht zu werden. teilweise siehe lfd. Nr. 1 und 3.1
zu Anlage 6 **URKUNDE**
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Begründung nach § 9 Absatz 8 Baugesetzbuch (BauGB) zum
Bebauungsplan Nummer 62547/02
Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven/ Weiler
1. Anlass und Ziel der Planung
1.1 Anlass der Planung
Die Stadt Köln gehört zu einer der Wachstumsregionen in Nordrhein-Westfalen. Um der ansässi-
gen und der neu hinzukommenden Bevölkerung attraktive Wohnangebote zu unterbreiten, ist die
Schaffung von Wohnraum ein wesentliches und, in Anbetracht der aktuellen Situation, dringliches
Ziel der Stadtentwicklung.
Das Plangebiet befindet sich im Stadtteil Volkhoven/ Weiler (Stadtbezirk Chorweiler) und stellt sich
im Bestand überwiegend als landwirtschaftlich genutzte Fläche dar. Im Flächennutzungsplan
(FNP) ist das Plangebiet im Wesentlichen als Wohnbaufläche dargestellt.
Die GAG Immobilien AG mit Sitz in Köln, Straße des 17. Juni 4, gemeinsam mit der Dornieden
Gruppe, bestehend aus der Vista Reihenhaus GmbH & Co. KG und der Dornieden Generalbau
GmbH mit Sitz in Mönchengladbach, Karstraße 70, verfolgen das Ziel, die Fläche zu Wohnbauland
zu entwickeln. Zur Umsetzung der Planungen ist die Aufstellung eines Bebauungsplanes erforder-
lich.
1.2 Ziel der Planung
Durch die Neuaufstellung des Bebauungsplanes Nr. 62547/02 mit dem Arbeitstitel „Damiansweg in
Köln-Volkhoven/ Weiler“ sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung eines
Neubaugebietes mit rund 370 Wohneinheiten geschaffen werden. Es soll eine städtebaulich und
freiraumplanerisch qualitätvolle Bebauung bei einer gleichzeitig guten Ausnutzung des Plangebie-
tes sichergestellt werden.
Für den südlichen Abschnitt ist eine Mehrfamilienhausbebauung durch die GAG Immobilien AG
vorgesehen. Der nördliche Abschnitt soll durch die Dornieden Gruppe mit Einfamilienhäusern be-
baut werden. Im Norden soll das Plangebiet durch eine Ortsrandeingrünung abgeschlossen wer-
den.
Im Vorfeld wurde durch die GAG Immobilien AG und die Dornieden Gruppe in Abstimmung mit der
Stadt Köln eine Mehrfachbeauftragung mit sechs Planungsgemeinschaften aus Architekten/ Stadt-
planern und Landschaftsarchitekten durchgeführt. Das Verfahren startete am 16.01.2017 mit ei-
nem Rückfragenkolloquium. Zum Abschluss des Verfahrens fand am 24.03.2017 die Jurysitzung
statt. Als Siegerentwurf ging das durch die Büros Molestina (Architektur) und FSWLA (Land-
schaftsarchitektur) erarbeitete Konzept hervor. Dieses bildet die Grundlage für die Aufstellung des
Bebauungsplanes Nr. 62547/02 mit dem Arbeitstitel „Damiansweg in Köln-Volkhoven/ Weiler“.
2. Verfahren
Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner Sitzung am 09.11.2017 die Aufstellung des Bebau-
ungsplanes – Arbeitstitel: Damiansweg in Köln - Volkhoven/ Weiler – beschlossen.
Die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange nach § 4 Ab-
satz 1 BauGB hat in der Zeit vom 22.08. bis 25.09.2017 stattgefunden.
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Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 3 Absatz 1 BauGB erfolgte im Rahmen einer
Abendveranstaltung am 14.03.2018. Schriftliche Stellungnahmen konnten bis zum 23.03.2018 ein-
gereicht werden. Es sind 22 Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit in der Zeit vom 15.03.2018 bis
zum 23.03.2018 sowie eine fristverspätete Stellungnahme nach dem 23.03.2018 eingegangen.
Daraufhin beauftragt der Stadtentwicklungsausschuss mit seinem Beschluss vom 20.09.2018 die
Verwaltung, auf der Grundlage des städtebaulichen Planungskonzeptes einen Bebauungsplan-
Entwurf auszuarbeiten. Die Ergebnisse der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 3 Ab-
satz 1 Baugesetzbuch (BauGB) sind dabei gemäß der Stellungnahme der Verwaltung berücksich-
tigt worden.
Die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange nach § 4 Absatz 2 BauGB
erfolgte in der Zeit vom 02.01.2019 bis 04.02.2019 einschließlich. Die Offenlage erfolgte in der Zeit
vom 04.06.2020 bis 17.07.2020 einschließlich. Im Zeitraum ist eine Stellungnahme aus der Öffent-
lichkeit eingegangen.
3. Erläuterungen zum Plangebiet
3.1 Abgrenzung des Plangebietes
Das Plangebiet weist eine Gesamtfläche von ca. 7 ha auf. Es umfasst die Flurstücke 37, 38, 1019,
1024 sowie Teile der Flurstücke 987, 1018, 1023, 1037, 1276 der Gemarkung Worringen, Flur 46
und Teile der Flurstücke 178, 266, 313, 848 der Gemarkung Worringen, Flur 45. Das Plangebiet
wird begrenzt durch:
die angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen im Norden
den Damiansweg im Westen
die Mercatorstraße im Osten
die Merianstraße im Süden
3.2 Vorhandene Struktur
Das Plangebiet weist ein flaches Gelände auf und ist vorwiegend durch eine landwirtschaftliche
Nutzung geprägt. Im südlichen Teil der Fläche befindet sich eine extensiv bewirtschaftete Wiese,
auf der unter anderem Pferdehaltung betrieben wird. Zentral durch das Plangebiet führt der Pleiße-
steig (asphaltierter Feldweg) von der westlich gelegenen Wohnbebauung zur Mercatorstraße. Im
östlichen Teil des Plangebietes befindet sich entlang der Mercatorstraße ein Grünstreifen mit
zum Teil schutzwürdigem Laubbaumbestand, der im nördlichen Abschnitt Bestandteil einer ge-
schützten Allee ist.
3.3 Umgebung
Nördlich des Plangebietes schließen weitläufige zumeist landwirtschaftlich genutzte Freiflächen an.
Westlich des Damiansweges befindet sich ein Wohngebiet mit überwiegend dörflichem Charakter.
Hinsichtlich der Bauweise und der Baualtersklassen ist diese Siedlung sehr heterogen ausgebildet.
Neben einigen drei- bis viergeschossigen Mehrfamilienhäusern befinden sich hier vorwiegend
Hausgruppen und Doppelhäuser sowie einige freistehende Einfamilienhäuser. Charakteristisch für
die Siedlung ist die Ausbildung mehrerer kleinerer Plätze und Höfe. Der an den Damiansweg an-
grenzende Georgshof steht seit 1984 unter Denkmalschutz.
Östlich der Mercatorstraße sind ein Lebensmitteldiscounter (Lidl) und zwei Getränkemärkte ange-
siedelt. Südöstlich der Kreuzung Merianstraße/ Mercatorstraße befindet sich der Olof-Palme-Park.
Hieran schließt die Großwohnsiedlung Köln-Chorweiler an.
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Der Bereich südlich der Merianstraße ist durch einzelne Großbauten geprägt. Unter anderem sind
hier ein Bildungszentrum der Bundesfinanzverwaltung und das Bundesamt für Verfassungsschutz
angesiedelt.
Neben den beschriebenen angrenzenden Einkaufsmöglichkeiten befindet sich in einer fußläufigen
Entfernung von knapp einem Kilometer in südöstlicher Richtung das Bezirkszentrum von Köln-
Chorweiler mit zahlreichen Einzelhandels- und Dienstleitungsbetrieben des kurz- und mittelfristigen
Bedarfs.
3.4 Erschließung
Das Plangebiet kann über den westlich verlaufenden Damiansweg erschlossen werden. Über die
beiden Hauptstraßen Merianstraße und Mercatorstraße besteht eine gute Anbindung an das regio-
nale und überregionale Straßenverkehrsnetz. Die nahe gelegenen Bundesautobahnen A 57 und
A 1 sind in wenigen Fahrminuten erreichbar.
Die S-Bahn-Haltestelle Köln-Chorweiler Nord befindet sich in einer fußläufigen Entfernung von
rund 700 m. Die S-Bahn-Station Köln-Chorweiler liegt rund einen Kilometer Fußweg vom Plange-
biet entfernt. Von beiden Haltepunkten verkehren im 20-Minuten-Takt Züge der Linie S 6 in Rich-
tung Köln-Worringen bzw. Essen Hbf. sowie der Linie S 11 in Richtung Bergisch Gladbach und
Düsseldorf Flughafen. Die Fahrzeit zum Kölner Hauptbahnhof beträgt ab Köln-Chorweiler Nord
19 Minuten. Außerdem befindet sich rund 250 m westlich des Damiansweges die Bushaltestelle
Köln Weiler. Von hieraus verkehren halbstündlich Busse der Linie 125 in Richtung Pulheim-Sin-
nersdorf.
3.5 Schallimmissionen
Das Plangebiet ist durch Lärmimmissionen (Straßen-, Schienen- und Flugverkehr) vorbelastet. Die
Lärmsituation fand bereits in der Aufgabenstellung zum Wettbewerbsverfahren (Mehrfachbeauftra-
gung) Berücksichtigung. Aufgabe des Verfahrens war es, ein tragfähiges und zukunftsweisendes
Planungskonzept für die Fläche zu entwickeln, die den erforderlichen Lärmschutz konzeptionell in-
tegriert.
3.6 Alternativstandortsuche
Das Plangebiet stellt eine von wenigen noch vorhandenen Potenzialflächen für eine wohnbauliche
Entwicklung im Kölner Stadtgebiet dar. Um der angespannten Situation auf dem Kölner Woh-
nungsmarkt zu begegnen, ist die Schaffung von neuem Wohnraum dringendes Ziel der Stadtent-
wicklung. Neben der vorrangigen Wiedernutzbarmachung brach gefallener Flächen ist hierfür wei-
terhin die Neuinanspruchnahme bisher unbebauter Flächen unvermeidbar. Die Stadt Köln steht an
dieser Stelle in der Pflicht, ihre Steuerungsmöglichkeiten auszuschöpfen, um eine zukunftsträch-
tige und sozialgerechte Stadtentwicklung zu ermöglichen.
Das Plangebiet stellt sich aufgrund seiner gut erschlossenen Lage und der soliden infrastrukturel-
len Ausstattung in der Umgebung als gut geeignet für den Wohnungsbau dar. Die Entwicklung des
Plangebietes ist daher eine gute Alternative gegenüber einer weitergehenden Flächenentwicklung
in noch nicht infrastrukturell erschlossenen Außenbereichen. Im Flächennutzungsplan der Stadt
Köln ist der Standort bereits als Wohnbaufläche dargestellt. Die Eignung des Gebietes als Wohn-
standort wurde somit bereits auf Ebene der vorbereitenden Bauleitplanung geprüft und abgewo-
gen. Auf eine weitergehende Untersuchung eventueller Alternativstandorte konnte daher verzichtet
werden.
3.7 Planungsrechtliche Situation
Der Damiansweg ist auf seinem südlichen Abschnitt bis zur Straßenmitte Teil des westlich angren-
zenden Geltungsbereiches des rechtsverbindlichen Bebauungsplans Nr. 62540/07 aus dem Jahr
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1986. Dieser setzt diesen Bereich als Straßenverkehrsfläche fest. Im östlichen Teil des Plangebie-
tes ist die hier vorhandene Böschung an der Mercatorstraße Teil des rechtsverbindlichen Bebau-
ungsplans Nr. 62549/03-2 und 62549/03-3, der diesen Teil als Straßenverkehrsfläche festsetzt.
Für den verbleibenden Teil des Plangebietes besteht derzeit kein rechtsgültiger Bebauungsplan.
Planungsrechtlich ist das vorliegende Plangebiet gegenwärtig dem Außenbereich gemäß § 35
BauGB zuzuordnen.
4. Planungsvorgaben
4.1 Regionalplan
Im Regionalplan ist das Plangebiet als Allgemeiner Siedlungsbereich (ASB) dargestellt. Die Aus-
weisung von Wohnbauland in diesem Bereich entspricht den Zielen der Regional- und Landespla-
nung.
4.2 Flächennutzungsplan
Im Flächennutzungsplan ist das Plangebiet nahezu vollständig als Wohnbaufläche dargestellt. Ein-
zige Ausnahme bildet ein Streifen im Norden des Plangebietes, der als Fläche für die Landwirt-
schaft dargestellt ist. Die Planungen sehen für den Übergang zwischen Wohnbebauung und land-
wirtschaftlicher Fläche eine Ortsrandeingrünung vor. Demnach ist festzustellen, dass die Aufstel-
lung des Bebauungsplans Nr. 62547/02 „Damiansweg in Köln-Volkhoven/ Weiler“ dem Entwick-
lungsgebot gemäß § 8 Abs. 2 BauGB gerecht wird.
4.3 Landschaftsplan
An der nördlichen Grenze des Plangebietes kommt es zu einer geringfügigen Überlagerung der im
Flächennutzungsplan dargestellten Wohnbaufläche mit dem Geltungsbereich des Landschaftspla-
nes. Somit ragt auch der Geltungsbereich des aufzustellenden Bebauungsplans geringfügig in den
Geltungsbereich des Landschaftsplanes hinein. Gemäß § 20 Abs. 4 Landesnaturschutzgesetz
NRW (LNatSchG NRW) treten bei der Aufstellung, Änderung und Ergänzung eines Flächennut-
zungsplans im Geltungsbereich eines Landschaftsplans widersprechende Darstellungen und Fest-
setzungen des Landschaftsplans mit dem Inkrafttreten des entsprechenden Bebauungsplans au-
ßer Kraft, soweit der Träger der Landschaftsplanung im Beteiligungsverfahren diesem Flächennut-
zungsplan nicht widersprochen hat. Im vorliegenden Fall wurde seitens des Trägers der Land-
schaftsplanung kein Widerspruch gegen die Flächennutzungsplanung vorgebracht.
Die im aufzustellenden Bebauungsplan festgesetzte interne Ausgleichsmaßnahme A1 (Anlage von
Extensivgrünland, Anpflanzung von maximal 10 % der Maßnahmenfläche mit Einzelbäumen und
kleinen Gehölzgruppen im südlichen Flächenabschnitt, siehe Kapitel 6.11) liegt im Geltungsbereich
des Landschaftsplans Köln, widerspricht in ihrer nun neu vorgesehenen Ausgestaltung aber nicht
dem Schutzzweck des korrespondierenden Landschaftsschutzgebietes L5 „Freiraum und Grünver-
bindung am Blumenberg, Chorweiler und Seeberg bis Esch“ bzw. verändert den Gebietscharakter
nicht nachteilig, so dass diese Planung seitens des Trägers der Landschaftsplanung mitgetragen
wird.
Im nordöstlichen Zipfel setzt der Bebauungsplan im Bereich des Allgemeinen Wohngebietes eine
Fläche für Nebenanlagen (Na) fest. Ein schmaler Streifen dieser Fläche liegt innerhalb des zuvor
genannten Landschaftsschutzgebietes. Aufgrund der Kleinflächigkeit dieser Festsetzung kann
nicht davon ausgegangen werden, dass diese bei ihrer Realisierung dem Schutzzweck des Gebie-
tes zuwiderlaufen und/ oder den Gebietscharakter verändern wird. Eine Begründung für einen Wi-
derspruch des Trägers der Landschaftsplanung lässt sich von daher hier nicht ableiten.
Die Aufstellung des Bebauungsplanes steht den Festsetzungen des Landschaftsplanes daher
nicht entgegen.
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4.4 Stadtentwicklungskonzept Wohnen (StEK Wohnen)
Der Rat der Stadt Köln hat am 11.02.2014 das Stadtentwicklungskonzept Wohnen (StEK Wohnen)
beschlossen. Der im StEK Wohnen ermittelte Wohnungsgesamtbedarf 2010-2029 in Höhe von
rund 52.000 Wohnungen basiert auf der städtischen Bevölkerungsprognose 2011.
In der aktuellen Bevölkerungsprognose mit Stand Mai 2015 wird Ende 2029 von rund 1.161.000
Einwohnern und 609.900 Haushalten ausgegangen. Der Gesamtwohnungsbedarf beläuft sich da-
nach aktuell auf rund 66.000 Wohnungen. Diese Zahlen sind der Beschlussvorlage „Umsetzung
STEK Wohnen“ – Ratsbeschluss vom 20.12.2016 – zu entnehmen.
4.5 Kooperatives Baulandmodell
Das Kooperative Baulandmodell (KoopBLM) wurde am 17.12.2013 vom Rat der Stadt Köln als
Richtlinie zur Förderung des öffentlich geförderten Wohnungsbaus und zur Beteiligung der Planbe-
günstigten an den Folgekosten beschlossen. Als wesentliches Regelungsinstrument leistet es ei-
nen wichtigen Beitrag zu den wohnungspolitischen Zielen der Stadt Köln. Mit Beschluss des Rats
der Stadt Köln vom 04.04.2017 wurde die Fortschreibung des Modells beschlossen und am
10.05.2017 im Amtsblatt der Stadt Köln bekanntgemacht. Mit Aufstellung des Bebauungsplanes
soll die Umsetzung von ca. 245 Mehrfamilienwohneinheiten und ca. 125 Einfamilienhäuser ermög-
licht werden, sodass die Voraussetzungen für die Anwendungen des Kooperativen Baulandmo-
dells in seiner fortgeschriebenen Fassung gegeben sind.
Öffentlich geförderter Wohnungsbau
Gemäß dem Kooperativen Baulandmodell in der Fassung der Bekanntmachung vom 10.05.2017
sind die Investorinnen verpflichtet, 30 % der Geschossfläche Wohnen für öffentlich geförderten
Wohnungsbau vorzusehen. Der geförderte Wohnungsbau wird im Geschosswohnungsbau unter-
gebracht.
Kindertagesstätte
Des Weiteren ist der durch die Planung resultierende Mehrbedarf an Plätzen in Kindertageseinrich-
tungen von den Investorinnen entweder durch Errichtung einer entsprechenden Kindertagesein-
richtung oder eines gleichwertigen Angebots zu decken. Alternativ bestehen die Möglichkeiten,
eine nach den Vorgaben der Stadt Köln geeignete Teilfläche innerhalb des Plangebietes für die
künftige Kindertageseinrichtung an die Stadt abzutreten oder die Ablösesumme für die Herstel-
lungs- und Grundstückskosten an die Stadt auszuzahlen.
Gemäß den Anforderungen des Kooperativen Baulandmodells wird durch das projektierte Vorha-
ben bei einer angenommenen Anzahl von 370 Wohneinheiten ein Kindertagesstättenbedarf von
rund 60 Plätzen hervorgerufen. Angesichts einer anzunehmenden durchschnittlichen Gruppen-
größe von 17 Plätzen entspricht dies der Einrichtung einer vier-gruppigen Kindertagesstätte. Im
Rahmen des hiesigen Vorhabens ist die Schaffung einer vier-gruppigen Kindertagesstätte (einge-
schossiger Bau) am Damiansweg unmittelbar gegenüber dem Georgshof vorgesehen. Der durch
das Vorhaben hervorgerufene zusätzliche Bedarf an Kindertagesstätte -Plätzen kann somit im
Plangebiet selbst gedeckt werden.
Kinderspielplatz
Aus den Anforderungen zum kooperativen Baulandmodell wird ein Mehrbedarf an Kinderspielplät-
zen von 2.220 m² verursacht. Die Investorinnen sind verpflichtet, den durch die Planung entstande-
nen Mehrbedarf an Spielplätzen nach den Vorgaben der Stadt Köln zu errichten, sofern der Bedarf
nicht gedeckt werden kann. Regelungen über entsprechend zu erbringende Nachweise durch die
Investorinnen werden über den Städtebaulichen Vertrag getroffen.
Öffentliche Spielplätze und öffentlich bzw. öffentlich zugängliche Grünfläche
Entsprechend des Kooperativen Baulandmodells entsteht für das Bauvorhaben ein Bedarf an öf-
fentlich bzw. öffentlich zugänglichen Grünflächen von 8.510 m². Regelungen über entsprechend zu
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erbringende Nachweise durch die Investorinnen werden über den Städtebaulichen Vertrag getrof-
fen.
Ausgleichsmaßnahmen
Die Investorinnen verpflichten sich die erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen auf einem städti-
schen Grundstück wiederherstellen.
Erschließungsmaßnahmen
Die ursächlichen Erschließungsmaßnahmen sind durch die Investorinnen durchzuführen.
Anwendungszustimmung
Die Investorinnen GAG Immobilien AG und Dornieden Gruppe haben sich am 25.07.2018 bzw.
09.08.2018 für die Anwendung des Kooperativen Baulandmodells ausgesprochen. Die Übernahme
der Verpflichtungen gemäß RL 3 Abs. 1 des KoopBLM wird im Rahmen von städtebaulichen Ver-
trägen mit den Investorinnen geregelt.
5. Städtebauliches Konzept
5.1 Gliederung des Plangebietes
Das städtebauliche Konzept sieht entsprechend der Vorgaben aus der Mehrfachbeauftragung vom
16.01.2017 eine Zweiteilung des Gebietes vor. Im südlichen Teil ist eine Mehrfamilienhausbebau-
ung vorgesehen, im nördlichen Abschnitt entsteht eine Einfamilienhausbebauung mit unterschiedli-
chen Haustypen. Der Anteil an der Bruttogrundfläche liegt für beide Abschnitte bei rund 50 %, wo-
bei rund 245 Wohneinheiten in den Geschosswohnungsbauten und rund 125 Einfamilienhäuser
entstehen sollen. Im Norden wird das Gebiet durch einen Grünstreifen als Ortsrandeingrünung ge-
fasst. Eine begrünte Freiraumachse durchläuft das Gebiet in Nord-Süd-Richtung. Eine vier-grup-
pige Kita ist am Damiansweg unmittelbar gegenüber dem Georgshof vorgesehen.
5.2 Anordnung der Wohngebäude
In Bezug auf die städtebauliche Struktur werden die hofartigen Anordnungen der Wohngebäude
westlich des Plangebietes aufgegriffen. Die Errichtung der Mehrfamilienhäuser erfolgt zumeist in
dreiseitig geschlossenen Blöcken, die aus mehreren 3- bzw. 4-Spännern gebildet werden. Diese
bilden Richtung Süden einen klaren Abschluss des Baugebietes und eine Abschirmung der rück-
wärtigen Plangebietsflächen gegen die von der Merianstraße ausgehende Lärmeinwirkung. Die
offene Seite der Blöcke ist jeweils zur zentralen Freiraumachse ausgerichtet. Die Höhe der Mehrfa-
milienhäuser variiert zumeist zwischen drei und vier Geschossen, wobei die Höhe der Gebäude
auch innerhalb der einzelnen Blöcke abgestuft wird. Der Gebäudekörper nördlich der Kita soll teil-
weise in zweigeschossiger Bauweise errichtet werden, um einen harmonischen Übergang zur
nördlich angrenzenden Reihenhausbebauung zu unterstützen. Insgesamt entsteht durch die ange-
strebte Höhenentwicklung der Baukörper ein optisch aufgelockerter Anblick. Als städtebaulicher
Akzent werden im Süden des Plangebietes drei fünfgeschossige Hochpunkte geschaffen.
Die Einfamilienhäuser in Form von Reihenhäusern und Doppelhaushälften werden zu Hofstruktu-
ren zusammengefasst, von denen jeweils eine Seite an die Freiraumachse grenzt. Als städtebauli-
che Besonderheit entstehen entlang der Freiraumachse auf diese Weise verkehrsfreie grüne
Räume mit Hauseingängen. Den nördlichen Abschluss der Wohnbebauung bildet eine Gebäude-
reihe aus Doppelhäusern mit Richtung Ortsrandeingrünung ausgerichteten Gärten. Die Doppel-
hausbebauung stellt im Übergang zum angrenzenden Landschaftsraum eine aufgelockerte Bau-
form dar und erlaubt Blickbeziehungen in den Freiraum. Für die Einfamilienhäuser sind zwei Voll-
geschosse vorgesehen.
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5.3 Freiflächen und öffentliche Einrichtungen
Als prägendes städtebauliches Element verbindet die zentrale Freiraumachse die einzelnen Wohn-
blöcke und -höfe und schafft eine abwechslungsreiche Spiel- und Freizeitlandschaft mit Spielange-
boten für unterschiedliche Generationen. Mit Ausnahme einer notwendigen Querung für die Zu-
fahrt in das Plangebiet wird die Freiraumachse vollständig vom Pkw-Verkehr freigehalten.
Die Innenhöfe der Geschosswohnungsbauten werden durch erdgeschossbezogene Mietergärten
und Kleinkinderspielflächen gestaltet. Insgesamt werden im Plangebiet gut 1.600 m² private Klein-
kinderspielflächen, zuzüglich gut 1.700 m² öffentliche Spielflächen geschaffen. Die zu Hofstruktu-
ren zusammengefassten Einfamilienhäuser verfügen in den rückwärtigen Bereichen über private
Gärten und haben in der Mitte einen Gemeinschaftsplatz mit schmalen Erschließungswegen ent-
lang der Hausgärten.
Der gesamte Freiraum ist geprägt durch strukturierte Pflanzungen mit Solitärbäumen. Die Arten
orientieren sich dabei an den für diesen Ort typischen Arten wie Ebereschen, Vogelkirschen, Hain-
buchen und Ahornen.
5.4 Verkehrliche Erschließung
Der Damiansweg wird im Rahmen der Umsetzung des Vorhabens ertüchtigt und erhält eine op-
tisch klare Gliederung von Fahrbahn, Parkstreifen und Gehwegen. Am Kreuzungsbereich Merian-
straße/ Deliastraße/ Damiansweg wird ein Kreisverkehr mit 30 m Radius errichtet. Dieser ersetzt
die bisher an dieser Stelle geltende abknickende Vorfahrt. Der nördliche Abschluss des Damians-
wegs mündet in einer Wendeanlage. Diese ist zum Befahren durch Müllfahrzeuge geeignet.
Die Andienung der im westlichen Bereich des Plangebietes gelegenen Gebäude erfolgt zum Teil
direkt über den Damiansweg. Vom Damiansweg aus bestehen zwei West-Ost-Erschließungsstra-
ßen in das Plangebiet, hiervon eine im Bereich des bestehenden Pleißesteiges. Im östlichen Teil
entsteht eine parallel zur Mercatorstraße verlaufende Erschließungsstraße. Den südlichen Ab-
schluss dieser Straße bildet ein Wendekreis. Diese verkehrlichen Anlagen werden als verkehrsbe-
ruhigte, öffentliche Mischverkehrsflächen ausgebildet.
Hinzu kommen mehrere vom Damiansweg sowie der östlichen Erschließungsstraße ausgehende
private Stichstraßen zur Erschließung der einzelnen Hofstrukturen. Die Stichstraßen erhalten je-
weils eine Wendeanlage für Pkw. Alle Erschließungsflächen stehen uneingeschränkt für Fußgän-
ger und Radfahrer zur Verfügung. Zusätzlich ermöglicht die zentrale Freiraumachse die Durchwe-
gung für den nicht motorisierten Verkehr.
Für den Fuß- und Radverkehr werden zudem mehrere direkte Anbindungen zu den umliegenden
Hauptverkehrsstraßen geschaffen. So entstehen drei direkte Anbindungen an den Fuß- und Rad-
weg parallel zur Mercatorstraße, eine Fuß- und Radwege-Verbindung aus dem Plangebiet zur Me-
rianstraße (Standort der vorgesehenen Bushaltestelle) sowie eine Fuß- und Radwegeverbindung
zwischen Damiansweg und öffentlicher Grünfläche im Plangebiet (südlich des geplanten Kinderta-
gesstätten-Baus). Im Rahmen der Umsetzung des projektierten Vorhabens soll außerdem in Ver-
längerung des Pleißesteiges eine Querungshilfe über die Mercatorstraße für Fußgänger und Rad-
fahrer geschaffen werden, um insbesondere eine schnellere Erreichbarkeit des S-Bahnhofes Chor-
weiler-Nord abseits der Hauptverkehrsstraßen zu schaffen.
Für Feuerwehr- und Müllfahrzeuge wird im Süden des Plangebietes eine Querungsmöglichkeit in-
nerhalb der Freiraumachse geschaffen. Diese Durchfahrt wird durch Poller für den sonstigen Kfz-
Verkehr gesperrt.
Für den Geschosswohnungsbau ist eine gemeinsame Tiefgarage geplant, die über eine zentrale
Zufahrt erschlossen wird und auf kurzem Weg an den Damiansweg angebunden ist. Die Zufahrt zu
der Tiefgarage soll frühzeitig über den Damiansweg erfolgen, um das Hauptverkehrsaufkommen
der 245 im Geschosswohnungsbau entstehenden Wohneinheiten möglichst unmittelbar abzuleiten.
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Die Stellplätze für die Doppel- und Reihenhausbebauung werden zum Teil direkt auf den jeweili-
gen Grundstücken – entweder als nicht überdachte Stellplätze in den Vorgärten oder in Form von
seitlich der Häuser platzierten Garagen oder Carports – verortet. An mehreren Stellen im Plange-
biet werden zudem orthogonal zu den Hauszeilen angeordneten Stellplatz-, Carport-, oder Gara-
genreihen geschaffen.
Des Weiteren werden entlang der parallel zur Mercatorstraße verlaufende Erschließungsstraße an
deren östlicher Seite jeweils im Wechsel nicht überdachte Stellplätze oder Carports, Müllaufstellflä-
chen und kleinere Grünflächen platziert.
Die erforderlichen öffentlichen Parkplätze werden innerhalb der öffentlichen Straßenverkehrsflä-
chen geschaffen. Dies geschieht in Form längs angeordneter Parkstreifen beidseitig des Damians-
wegs sowie einseitig angeordneter, längs ausgerichteter Parkplätze im Bereich der mittleren
Hauptzufahrt (heutiger Pleißesteig) sowie in der parallel zur Mercatorstraße verlaufenden Erschlie-
ßungsstraße.
Auf einem der Kita vorgelagerten Platz werden vier Angestelltenparkplätze sowie sechs Stellplätze
für den Hol- und Bringverkehr geschaffen. Diese Stellplätze werden in Schrägaufstellung angeord-
net, sodass ein schnelles Ein- und Ausfahren ermöglicht wird. Die Zufahrt der Stellplätze erfolgt
parallel zum Damiansweg über den geplanten Quartiersplatz. Eine Behinderung des Verkehrsflus-
ses auf dem Damiansweg durch den Hol- und Bringverkehr wird auf diese Weise vermieden.
Verkehrsanalyse
Zur Überprüfung der verkehrlichen Auswirkungen auf das umliegende Straßennetz wurde eine ver-
kehrsgutachterliche Untersuchung durch das Büro StadtVerkehr (Verkehrsgutachten Damiansweg
Köln – Volkhoven/ Weiler, Büro StadtVerkehr, Hilden, Januar 2019) durchgeführt. Aufbauend auf
vorliegenden Bestandsdaten der Stadt Köln und weiteren Verkehrszählungen an relevanten Kno-
tenpunkten im Plangebiet und dessen Umfeld hat der Fachgutachter den Prognose-Nullfall 2030
(Analysefall plus allgemeine Verkehrsentwicklung) entwickelt.
Insgesamt ist gemäß verkehrstechnischer Untersuchung nach Umsetzung der Planung mit einem
Anstieg des Verkehrsaufkommens auf dem Damiansweg auf maximal 2.220 Kfz/Tag zu rechnen
(gegenüber 540 Kfz/Tag im Prognose-Nullfall 2030). Auf der Deliastraße wird es zu einem relativ
geringen Anstieg auf 3.310 Kfz/Tag gegenüber 3.010 Kfz/Tag im Prognose-Nullfall kommen. Für
den Abschnitt der Merianstraße, südlich des geplanten Kreisverkehrs werden bis zu 6.490 Kfz/Tag
gegenüber 3.750 Kfz/Tag im Prognosenullfall berechnet. In der Folge wird ebenfalls mit einer Ver-
kehrszunahme auf dem südlich des Plangebietes verlaufenden Teilstück der Merianstraße prog-
nostiziert. Westlich des Knotenpunktes Merianstraße wird sich das tägliche Verkehrsaufkommen
gegenüber dem Prognose-Nullfall von 12.950 auf 13.910 Kfz erhöhen. Östlich des Knotenpunktes
wird ein Anstieg von 12.970 auf 14.750 Kfz erwartet.
Im Rahmen der Untersuchung wurde eine Leistungsfähigkeitsüberprüfung für den Prognose-Null-
fall 2030 und den Prognose-Planfall 2030 (Prognose-Nullfall plus prognostiziertes Verkehrsauf-
kommen mit Umsetzung des Planvorhabens) für folgende Knotenpunkte durchgeführt:
- Damiansweg/ Deliastraße/ Merianstraße
- Merianstraße
- Merianstraße/ Mercatorstraße (westlich)
- Merianstraße/ Mercatorstraße (östlich)
- Elballee/ Merianstraße
- Fühlinger Weg/ Merianstraße
Maßgeblich für die Leistungsfähigkeit ist die morgendliche bzw. nachmittägliche Spitzenstunde.
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Die Überprüfung der Leistungsfähigkeit der relevanten Knotenpunkte erfolgte als Nachweis der
Qualität des Verkehrsablaufs (QSV) auf Grundlage des Handbuches für die Bemessung von Stra-
ßenverkehrsanlagen (HBS 2015) über insgesamt sechs Qualitätsstufen. Stufe A bildet danach die
beste Qualitätsstufe mit geringen Wartezeiten an den Knotenpunkten und schneller Abfertigung
der Verkehrsteilnehmer. Stufe F zeichnet sich hingegen durch extrem lange Wartezeiten und Stau-
aufkommen aus. Untersucht wurde die Leistungsfähigkeit der Knotenpunkte für die jeweilige mor-
gendliche und nachmittägliche Spitzenstunde. Eine leistungsfähige Einmündung sollte mindestens
die Qualitätsstufe (QSV) D aufweisen.
Die Leistungsfähigkeiten stellen sich im Prognose- Nullfall und im Prognose-Planfall wie folgt dar:
Knotenpunkt Prognose-Nullfall 2030 Prognose-Planfall 2030
morgendliche
Spitzenstunde
nachmittägliche
Spitzenstunde
morgendliche
Spitzenstunde
nachmittägliche
Spitzenstunde
Damiansweg/ Deliastraße/
Merianstraße
A A B A
Merianstraße B D D F
Merianstraße/ Mercatorstraße
(westlich)
C B C B
Merianstraße/ Mercatorstraße
(östlich)
B D B D
Elballee/ Merianstraße B B B B
Fühlinger Weg /Merianstraße B B C B
Im Ergebnis kann mit Umsetzung der Planung der Linksabbiegerverkehr vom Damiansweg/ Meri-
anstraße in die Merianstraße am Knotenpunkt Merianstraße nicht leistungsfähig abgewickelt wer-
den. Daher wurde im Rahmen der Berechnung des Planfalls 2030 geprüft, ob der Knotenpunkt zu
einem lichtsignalisierten Knotenpunkt leistungsfähig ausgebaut werden kann. Als Ergebnis konnte
festgestellt werden, dass für den Kfz‐Verkehr sowohl in der morgendlichen als auch in der nach-
mittäglichen Spitzenstunde die Qualitätsstufe C zu erwarten ist. Für den Fußgänger‐ und Radver-
kehr kann in beiden Spitzenstunden Qualitätsstufe D erzielt werden.
Die T-Einmündung Merianstraße/ Damiansweg/ Deliastraße wird im Bestand über eine abkni-
ckende Vorfahrtsstraße von der Merianstraße in die Deliastraße abgewickelt. Mit Umsetzung des
geplanten Wohngebietes wird allerdings der Großteil des Verkehrs über den Damiansweg erfol-
gen, so dass eine abknickende Vorfahrt an dieser Stelle nicht mehr den zukünftigen verkehrlichen
Gegebenheiten gerecht werden würde. Zudem ist eine Ein- und Ausfahrt zur Tiefgarage des ge-
planten Geschosswohnungsbau regelkonform zu gewährleisten. Daher soll hier die Errichtung ei-
nes Kreisverkehrs (Durchmesser: 30 m) erfolgen. Diese wird im Bebauungsplan durch die Festset-
zung der hiervor erforderlichen Straßenverkehrsflächen planungsrechtlich vorbereitet.
Im Sinne einer Optimierung der Mobilität soll im Süden des Plangebietes an der Merianstraße eine
Bushaltestelle eingerichtet werden. Ziel ist es, das bestehende und künftige Verkehrsaufkommen
möglichst zu minimieren und ein insgesamt möglichst umweltfreundliches Verkehrsverhalten der
zukünftigen Bewohner und Nutzer des Plangebietes zu unterstützen.
5.5 Ver- und Entsorgung
Im Geschosswohnungsbau werden Müllbehälter in der Nähe der Hauseingänge platziert. Für die
Einfamilienhäuser werden Standorte für die Mülltonnen jeweils an den vorgesehenen Gartenhäu-
sern in den rückwärtigen Gärten geschaffen. Eine Einfahrt der Müllfahrzeuge in die privaten Stich-
straßen ist nicht vorgesehen. Für diejenigen Einfamilienhäuser, die nicht direkt für das Müllfahr-
zeug erreichbar sind, werden Sammelmüllplätze vorgesehen. Hierzu zählen insbesondere die
Häuser mit Zugängen an der zentralen Freiraumachse.
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Die Umgebung des Plangebietes ist bebaut und erschlossen. Für das Plangebiet ist eine Erweite-
rung des vorhandenen Kanalnetzes erforderlich. Das auf den Dachflächen anfallende Nieder-
schlagswasser wird im Bereich des allgemeinen Wohngebietes WA 1.1 über eine Rigolenversicke-
rung abgeführt. Für den Bereich des Geschosswohnungsbaus am Pleißesteig und der Kita
(WA 1.2) sowie der Einfamilienhausbebauung südlich des Pleißesteiges (WA 2) wird eine Abfüh-
rung des Niederschlagswassers in den Mischwasserkanal vorgesehen. Eine Versickerung ist hier
aufgrund der Bodenbeschaffenheit nicht möglich. Für die Bereiche nördlich des Pleißesteiges
(WA 2) wird eine Muldenversickerung vorgesehen. Durch die Umsetzung einer Dachbegrünung
auf den Dächern der Geschosswohnungsbauten, der Kita sowie der Garagen, Carports und Gar-
tenhäuser wird eine verstärkte Rückhaltung des zu versickernden Niederschlagswassers herbeige-
führt.
Im Plangebiet ist die Errichtung von zwei Trafostationen vorgesehen. Die genaue Lage wird im
Rahmen der Ausführungsplanung entschieden. Zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung
sollen diese jedoch nicht unmittelbar an Wohngebäuden errichtet werden. Ebenso sollen die im
Plangebiet vorgesehenen Grünflächen von der Platzierung von Trafostationen freigehalten wer-
den.
Die Wärmeversorgung für die Mehrfamilienhäuser ist über einen Anschluss an das Fernwärmenetz
vorgesehen. Für die Einfamilienhausbebauung wird im Nordwesten des Plangebietes ein Block-
heizkraftwerk (BHKW) errichtet, von dem aus die einzelnen Wohneinheiten über ein Nahwärme-
netz angebunden werden.
6. Begründung der Planinhalte (Festsetzungen nach § 9 BauGB)
6.1 Art der baulichen Nutzung
Gemäß der Planintention des städtebaulichen Konzeptes sowie in Anlehnung an die umliegende
Bebauung werden im Plangebiet allgemeine Wohngebiete (WA) nach § 4 BauNVO festgesetzt. Die
gemäß § 4 Abs. 3 Nr. 1, 4 und 5 BauNVO ausnahmsweise zulässigen Nutzungen (Betriebe des
Beherbergungsgewerbes, Gartenbaubetriebe und Tankstellen) sind gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 1
BauNVO nicht Bestandteil des Bebauungsplanes. Der Ausschluss dieser Nutzungen erfolgt vor
dem Hintergrund, dass sich derartige Nutzungen aufgrund ihres typischen Emissionsverhaltens,
Verkehrsaufkommens und Flächenbedarfs nicht in die angestrebte städtebauliche Qualität einfü-
gen würden. Des Weiteren ist es ausdrückliches Planungsziel, die vorhandenen Flächenressour-
cen an diesem Standort möglichst umfangreich wohnbaulich zu nutzen. Gleichwohl sind in den all-
gemeinen Wohngebieten auch über das Wohnen hinausgehende Nutzungen wie zum Beispiel der
Versorgung des Gebiets dienende Läden, Schank- und Speisewirtschaften sowie nicht störende
Handwerksbetriebe, Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwe-
cke zulässig. Ausnahmsweise können auch sonstige nicht störende Gewerbebetriebe und Anlagen
für Verwaltungen zugelassen werden. Ziel ist es, mit der Zulässigkeit dieser das Wohnen ergän-
zenden Nutzungen die Möglichkeit zu bieten, die Versorgungsstruktur des Gebiets bedarfsgerecht
zu unterstützen und so eine wohngebietstypische, aber gleichzeitig auch verträgliche Nutzungsmi-
schung zu ermöglichen.
Die im Plangebiet gemäß städtebaulichem Konzept vorgesehene Kita gilt als Anlage für soziale
Zwecke gemäß § 4 Abs. 2 Nr. 3 BauNVO und ist somit im allgemeinen Wohngebiet allgemein zu-
lässig.
Das allgemeine Wohngebiet wird untergliedert in die Teilbereiche WA 1.1, WA 1.2 und WA 2. Das
WA 1.1 umfasst den Bereich der drei Mehrfamilienhausblöcke, das WA 1.2 die Grundstücke der
projektierten Kita sowie den nördlich hieran angrenzenden Mehrfamilienhausriegel. Die Bereiche
für die vorgesehene Einfamilienhausbebauung werden im WA 2 zusammengefasst.
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6.2 Maß der baulichen Nutzung
Das Maß der baulichen Nutzung wird gemäß den Festsetzungen in der Planzeichnung über die
Grundflächenzahl (GRZ), die Geschossflächenzahl (GFZ), die maximal zulässige Anzahl der Voll-
geschosse sowie in den allgemeinen Wohngebieten WA 1.1 und WA 1.2 auch über die maximale
Gebäudehöhe (GH max.) in Metern über Normalhöhennull (m ü NHN) festgesetzt.
Grundflächenzahl (GRZ)
Im südlichen Abschnitt des Plangebietes (WA 1.1) wird eine GRZ von 0,4 festgesetzt. Die festge-
setzte GRZ entspricht der gesetzlichen Obergrenze im Sinne des § 17 Abs. 1 BauNVO und ermög-
licht die städtebaulich gewollte maßvolle Verdichtung in diesem Bereich. Im allgemeinen Wohnge-
biet WA 1.2 wird eine GRZ von 0,5 festgesetzt. Somit wird gemäß § 17 Abs. 2 BauNVO eine Über-
schreitung der Obergrenze der GRZ für allgemeine Wohngebiete ermöglicht. Mit der Festsetzung
wird das Ziel verfolgt, die Umsetzung der an diesem Standort vorgesehenen eingeschossigen Kin-
dertagesstätte sowie einen weiteren Geschosswohnungsbau zur städtebaulichen Begleitung und
baulichen Fassung des Pleißesteiges zu ermöglichen. Dieser Umstand wird durch die unmittelbar
angrenzende öffentliche Grünfläche als Bestandteil der das Plangebiet in Nord-Süd-Richtung
durchlaufenden begrünten Freiraumachse kompensiert. In Summe werden die Verdichtung sowie
die Versiegelungsrate in diesem südlichen Abschnitt des Plangebietes in einem der Umgebung an-
gemessenen Rahmen gehalten. Eine Beeinträchtigung einer angemessenen Belichtung, Beson-
nung und Belüftung der hier ermöglichten Baukörper ist nicht gegeben. Durch die Anordnung der
überbaubaren Grundstücksflächen und die maximal zulässige Höhenentwicklung sind maßge-
bende Verschattungseinträge durch die geplante Bebauung nicht zu erwarten. Gesunde Wohn-
und Arbeitsverhältnisse werden insoweit nicht beeinträchtigt.
Für die im nördlichen Teil des Plangebietes vorgesehene Einfamilienhausbebauung (WA 2) wird
eine GRZ von 0,45 festgesetzt. Auch für diesen Bereich wird somit in Bezug auf die GRZ eine ge-
ringfügige Überschreitung der nach § 17 Abs. 1 BauNVO für allgemeine Wohngebiete geltenden
Obergrenze ermöglicht. Hierzu ist auszuführen, dass die überbaubare Grundfläche in dem allge-
meinen Wohngebiet WA 2 bereits durch die Festsetzung von Baugrenzen stark eingeschränkt
wird. Über die gesamte Fläche dieser Baugebiete gerechnet ergibt sich selbst bei einer vollständi-
gen Ausnutzung der überbaubaren Grundstücksflächen eine tatsächliche GRZ von unter 0,4.
Gleichwohl kann es aufgrund der vorgesehenen Gebäudeanordnung und Grundstückszuschnitte
für einige Grundstücke, insbesondere für Reihenmittelhäuser zu einer geringfügig höheren GRZ
als dem üblicherweise maximal zulässigen Wert von 0,4 kommen.
Die beschriebenen Überschreitungen der Obergrenzen der GRZ nach § 17 Abs. 1 BauGB in den
allgemeinen Wohngebieten dient der Umsetzung des aus dem städtebaulichen Wettbewerb her-
vorgegangen Konzeptes. Eine nennenswerte Beeinträchtigung der Belichtung und Besonnung so-
wie der Belüftung im Plangebiet und der Umgebung wird hierdurch nicht hervorgerufen. Die allge-
meinen Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse bleiben gewahrt. Auch mit ei-
ner höheren Versiegelung einhergehende nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt werden durch
die Entwicklung der geplanten Freiraumachse sowie die entlang der Mercatorstraße festgesetzten
Pflanzflächen vermieden, da wie dargelegt in Summe keine erhöhte Versieglung durch die Haupt-
baukörper mit der Planung einhergeht. Durch die Festsetzung von Dachbegrünungen sowie weite-
rer umfassender Maßnahmen zur Begrünung des Plangebietes (siehe Kapitel 6.10) wird ein weite-
rer Beitrag zur Minimierung der negativen Auswirkungen (vor allem in Bezug auf die Niederschlag-
versickerung und das Mikroklima) der zusätzlichen Versiegelung geschaffen.
Die zulässige Grundfläche darf gemäß § 19 Abs. 4 Satz 3 BauNVO im allgemeinen Wohngebiet
WA 1.1 durch die Grundfläche von baulichen Anlagen unterhalb der Geländeoberfläche, durch die
das Baugrundstück lediglich unterbaut wird, bis zu einer GRZ 0,8 überschritten werden. Ziel der
Festsetzung ist es, den ruhenden Verkehr im Sinne eines geordneten und attraktiven Siedlungsbil-
des sowie einer nutzerfreundlichen Lösung im Umgang mit dem ruhenden Verkehr weitestgehend
unterirdisch anzuordnen und so Störungspotenziale durch oberirdische Stellplatzanlagen zu mini-
mieren. Gleichzeitig können so die oberirdisch entstehenden Freiflächen Bewohnern und Besu-
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chern des Gebietes zur Erholung dienen. Zu diesem Zweck sowie zur Minimierung der mit der Er-
richtung der Tiefgaragen einhergehenden nachteiligen Auswirkungen auf die Umwelt wird im Be-
bauungsplan eine Begrünung der Decken der Tiefgaragen festgesetzt (siehe Kapitel 6.10).
Geschossflächenzahl (GFZ)
Für den südlichen Abschnitt des Plangebietes (WA 1.1) ist nach dem städtebaulichen Konzept
eine Mehrfamilienhausbebauung vorgesehen. Für diese Baugebiete wird eine GFZ von 1,2 festge-
setzt. Die festgesetzte GFZ entspricht der gesetzlichen Obergrenze im Sinne des § 17 Abs. 1
BauNVO und ermöglicht die städtebaulich gewollte maßvolle Verdichtung in diesem Bereich. Die
Festsetzung trägt den Anspruch an einen sparsamen Umgang mit Grund und Boden Rechnung.
Für das allgemeine Wohngebiet WA 1.2 ist gemäß dem städtebaulichen Konzept neben einem bis
dreigeschossigen Geschosswohnungsbau auch die Errichtung einer eingeschossigen Kita vorge-
sehen, sodass hier in Summe eine niedrigere bauliche Dichte entsteht. Die maximal zulässige GFZ
wird für diesen Bereich daher mit 0,8 festgesetzt.
Für das im nördlichen Bereich des Plangebietes festgesetzten allgemeine Wohngebiet WA 2 wird
angesichts der für diesen Bereich vorgesehenen zweigeschossigen Einfamilienhausbebauung kor-
respondierend mit der hier festgesetzten GRZ von 0,45 eine GFZ von 0,9 festgesetzt.
Es wird zudem festgesetzt, dass die zulässige Geschossfläche im Rahmen des sogenannten Tief-
garagenbonus nach § 21a Abs. 5 BauNVO im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1 um die Flächen
notwendiger Garagen, die unter der Geländeoberfläche hergestellt werden, zu erhöhen ist. Ziel
dieser Festsetzung ist es, einen Anreiz für die vorwiegend unterirdische Unterbringung der notwen-
digen Stellplätze zu schaffen und somit die oberirdischen Freiflächen vorwiegend zur Begrünung
und die Erholungsnutzung der Bewohner freizuhalten.
Vollgeschosse
Für den Bereich des geplanten Geschosswohnungsbaus (WA 1.1 und WA 1.2) wird innerhalb der
überbaubaren Grundstücksflächen eine kleinteilige Untergliederung der maximal zulässigen Voll-
geschosse vorgenommen, welche der Umsetzung des aus dem städtebaulichen Wettbewerb her-
vorgegangen Konzeptes dient. Durch die hierdurch vorbereiteten Abstufungen innerhalb der Ge-
bäudeblöcke wird eine interessante architektonische Struktur geschaffen und ein lebendiges Er-
scheinungsbild der Wohnbebauung unterstützt. Entlang des Damiansweges wird die Geschossig-
keit der gegenüberliegenden Bestandsgebäude „gespiegelt“, um das Einfügen der neuen Baukör-
per in die städtebauliche Umgebung vorzubereiten.
Für die überbaubaren Grundstücksflächen entlang der Merianstraße, der Mercatorstraße und dem
Damiansweg wird überwiegend eine maximal zulässige Anzahl von vier Vollgeschossen festge-
setzt. Hierdurch wird ein deutlicher Abschluss des Plangebietes zu den umliegenden Hauptstraßen
geschaffen und eine Abschirmung gegen die hiervon einwirkenden Schallimmissionen für die inne-
ren Bereiche dieser Wohngebiete bewirkt.
Für die zur Freiraumachse und zur öffentlichen Grünfläche hin ausgerichteten Gebäudeteile sind in
der Regel maximal drei, teilweise vier Vollgeschosse zulässig. Als städtebauliche Akzente wird am
geplanten Kreisverkehr am Damiansweg sowie an zwei Stellen in Verlängerung der Blickachse der
Deliastraße in das Plangebiet eine maximal fünfgeschossige Bebauung festgesetzt. Richtung Nor-
den wird durch die Festsetzung von maximal zwei bzw. drei Vollgeschossen ein fließender Über-
gang vom geplanten Geschosswohnungsbau zur Einfamilienhausbebauung geschaffen.
Im allgemeinen Wohngebiet WA 2 sind maximal zwei Vollgeschosse zulässig. Hierdurch wird die
für Einfamilienhäuser übliche Gebäudekubatur ermöglicht und ein Einfügen der neuen Baukörper
in die städtebaulich ebenfalls überwiegend durch zweigeschossige Einfamilienhausbebauung
westlich des Damiansweges geprägte Umgebung vorbereitet.
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Für die geplante Kindertagesstätte im WA 1.2 setzt der Bebauungsplan gemäß dem städtebauli-
chen Konzept maximal ein zulässiges Vollgeschoss fest.
Gebäudehöhe
Durch die Festsetzung der maximal zulässigen Gebäudehöhe im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1
und WA 1.2 wird ein Einfügen der neuen Baukörper in die städtebauliche Umgebung gegenüber
dem Damiansweg vorbereitet. Oberer Bezugspunkt für die festgesetzten maximal zulässigen Hö-
hen baulicher Anlagen ist die Oberkante des jeweiligen Gebäudes. Die Höhenfestsetzungen bezie-
hen sich auf Meter über Normalhöhennull (= unterer Bezugspunkt).
Die Höhenfestsetzungen korrespondieren mit der maximal zulässigen Anzahl der Vollgeschosse
und berücksichtigen die jeweilige (geplante) Geländehöhe. Für die Festlegung der maximalen Ge-
bäudehöhe wurde von einer durchschnittlichen Geschosshöhe von 3 m ausgegangen. Für die
zweigeschossigen Gebäudeteile wird somit (jeweils abhängig von der jeweiligen Geländehöhe)
eine maximale Gebäudehöhe von 54,5 m ü NHN, für die dreigeschossigen Gebäudeteile von
57,5 m ü NHN bzw. 58,0 m ü NHN, für die viergeschossigen Gebäudeteile von 60,5 m ü NHN bis
zu 61,5 m ü NHN. festgesetzt. Für die drei fünfgeschossigen Hochpunkte wird eine maximale Ge-
bäudehöhe von 64,0 m ü NHN bzw. 64,5 m ü NHN festgesetzt. Für den Bereich des vorgesehenen
eingeschossigen Kita-Baus wird eine maximal zulässige Gebäudehöhe von 54,5 m ü NHN festge-
setzt.
Durch die Festsetzung der maximal zulässigen Gebäudehöhe korrespondierend mit der jeweiligen
maximal zulässigen Anzahl der Vollgeschosse wird sichergestellt, dass die Errichtung von Staffel-
geschossen oder sonstigen Räumen oberhalb des obersten zulässigen Vollgeschosses nicht mög-
lich ist. Hiervon ausgenommen ist der Bereich der vorgesehenen eingeschossigen Kita, für den auf
Grundlage der Festsetzung grundsätzlich die Errichtung eines weiteren Geschosses, welches nicht
als Vollgeschoss ausgebildet wird, ermöglicht werden soll. Mit den Festsetzungen wird insgesamt
das Einfügen der neuen Baukörper in die städtebauliche Umgebung unterstützt.
Gebäudedächer dienen auch der Unterbringung einer Vielzahl von untergeordneten Bauteilen bzw.
baulichen Anlagen, insbesondere technischen Anlagen wie beispielsweise Antennen, Aufzugs-
überfahrten, Kamine, Lüftungseinrichtungen, Oberlichter usw. Diese Anlagen sollen im Plangebiet
grundsätzlich zulässig sein, ohne das städtebauliche Erscheinungsbild wesentlich zu stören. Daher
wird festgesetzt, dass diese Anlagen die maximal zulässigen Gebäudehöhen überschreiten dürfen.
Das höchstzulässige Maß der Überschreitung wird auf 2,0 m begrenzt. Der Flächenanteil der
Überschreitungen darf insgesamt 20 % der jeweiligen Dachfläche nicht übersteigen. Im Sinne des
Klimaschutzes und der Förderung erneuerbarer Energien werden Photovoltaikanlagen, die in Ver-
bindung mit der festgesetzten Dachbegrünung auf den Dachflächen aufgebracht werden, von die-
sen Festsetzungen ausgenommen. Grundsätzlich müssen die Dachaufbauten mindestens um das
Maß ihrer Höhe von der Gebäudekante des darunterliegenden Geschosses zurücktreten. Somit
wird eine optische Dominanz dieser Anlagen vermieden.
6.3 Überbaubare Grundstücksfläche
Die überbaubaren Grundstücksflächen werden durch Baugrenzen bestimmt und spiegeln das kon-
krete Vorhaben wider. Die Baugrenzen werden entsprechend der Entwurfsintention größtenteils
parallel zu den öffentlichen Erschließungsstraßen bzw. den privaten mit Geh-, Fahr- und/ oder Lei-
tungsrechten zu belastenden Erschließungsflächen festgesetzt. So kann die Entstehung klarer
Raumkanten entlang der Erschließungsstraßen und die Anordnung von Gartenbereichen unter-
stützt sowie der Vorhabenplanung auf Grundlage der Ergebnisse des städtebaulichen Wettbe-
werbs Rechnung getragen werden.
Im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 darf die überbaubare Grundstücksfläche
(Baugrenze) durch nicht überdachte, an Gebäude angrenzende Terrassen und Terrassentrenn-
wände um bis zu 3,0 m überschritten werden. Im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1 und WA 1.2
darf die überbaubare Grundstücksfläche (Baugrenze) durch Balkone, Nottreppenhäuser oder Erker
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um bis zu 2,0 m überschritten werden. Diese Festsetzungen ermöglichen eine dem Standort ange-
messene Flexibilität hinsichtlich der Ausgestaltung der Baukörper und dem Übergang zum Frei-
raum sowie eine städtebaulich sinnvolle und den örtlichen Verhältnissen entsprechende Ausnut-
zung der Grundstücke.
6.4 Stellplätze, Carports, Garagen und Tiefgaragen
Im Sinne eines geordneten und attraktiven städtebaulichen Erscheinungsbildes wird im Bebau-
ungsplan festgesetzt, dass oberirdische Stellplätze, Carports und Garagen nur innerhalb der über-
baubaren Grundstücksflächen und den dafür in der Planzeichnung festgesetzten Bereichen zuläs-
sig sind. Gemäß dem städtebaulichen Konzept werden oberirdische Stellplätze und Carports vor-
wiegend östlich entlang der parallel zur Mercatorstraße festgesetzten Erschließungsstraße sowie
zum Teil entlang der Erschließungsstiche im allgemeinen Wohngebiet WA 2 ermöglicht. Oberirdi-
sche Garagen werden neben den überbaubaren Grundstücksflächen – im Interesse eines aufgelo-
ckerten Gebietscharakters – lediglich an einzelnen Giebelseiten der geplanten Einfamilienhäuser
sowie in einem Bereich südöstlich der Geschosswohnungsbauten zugelassen.
Entlang der parallel zur Mercatorstraße festgesetzten Erschließungsstraße werden die Stellplätze
mit einem Abstand von 1 m zur festgesetzten öffentlichen Grünfläche platziert. Hintergrund ist,
dass hierdurch ausreichend Raum für das Aufstellen von Feuerwehrfahrzeugen freigehalten wer-
den kann.
Für den Hol- und Bringverkehr sowie das Personal der im Plangebiet vorgesehenen Kita wird über
die Festsetzung einer Stellplatzfläche im betreffenden Bereich des WA 1.2 am Damiansweg die
Schaffung von ausreichend oberirdischen Stellplätzen ermöglicht.
Durch die in der Planzeichnung vorgenommene Verortung der Zulässigkeit von oberirdischen Stell-
plätzen, Carports und Garagen wird sichergestellt, dass die Verkehrsflächen in der Regel maximal
einseitig von oberirdischem ruhenden Verkehr „begleitet“ werden. Auf diese Weise wird einer opti-
schen Dominanz des ruhenden Verkehrs im Bereich der Freiflächen entgegengewirkt und die Ent-
stehung eines geordneten städtebaulichen Gesamtbildes im Hinblick auf den ruhenden Verkehr
unterstützt.
Zur Minimierung des oberirdischen ruhenden Verkehrs wird zudem angestrebt, die notwendigen
Stellplätze der im südlichen Teil des Plangebietes vorgesehenen Mehrfamilienhausbebauung wei-
testgehend unterirdisch zu errichten. Im Bebauungsplan werden Tiefgaragen im allgemeinen
Wohngebiet WA 1.1 daher durch entsprechende zeichnerische Festsetzung auch außerhalb der
überbaubaren Grundstücksflächen zugelassen.
Klarstellend wird im Bebauungsplan festgesetzt, dass innerhalb der Tiefgaragen auch Technik-
und Nebenräume sowie Abstellplätze für Fahrräder zulässig sind. Somit soll ermöglicht werden,
dass auch diese Nutzungen großenteils unterirdisch verortet werden können und weniger oberirdi-
sche Freiflächen hierfür in Anspruch genommen werden müssen.
Es wird ein Bereich für Ein- und Ausfahrten für die Tiefgaragen östlich des vorgesehenen Kreisver-
kehrs im Kreuzungsbereich Damiansweg/ Merianstraße/ Deliastraße festgesetzt. Darüber hinaus
sind Ein- und Ausfahrtsbereiche für Tiefgaragen im Plangebiet nicht zulässig. Hierdurch soll sicher-
gestellt werden, dass der Anwohnerverkehr für die Mehrfamilienhäuser und damit insgesamt rund
2/3 des Verkehrs direkt in die Tiefgarage im Süden des Plangebietes – und somit nicht über den
Damiansweg – geleitet wird. Hierdurch kann ein übermäßiges planbedingtes zusätzliches Ver-
kehrsaufkommen auf dem Damiansweg vermieden werden.
Mobilitätsmanagement
Zur Stärkung des Umweltverbundes (ÖPNV, Fuß- und Radverkehr) und somit zur Steigerung der
Verkehrssicherheit und der Aufenthaltsqualität im Plangebiet und der Umgebung wurde im Rah-
men der Planungen ein Mobilitätskonzept erarbeitet. Dieses sieht ein Maßnahmenkonzept vor,
dass den Bewohnern ermöglicht, problemlos für jeden Weg das jeweils optimale Verkehrsmittel
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wählen zu können und ihre Alltagsorganisation auch unabhängig vom eigenen Auto gestalten zu
können. Hierdurch wird zudem das Ziel verfolgt, möglichst viele Haushalte zum Verzicht auf ein
eigenes Auto zu animieren und somit einen Beitrag zur Reduzierung des nachzuweisenden Stell-
platzbedarfes zu schaffen.
Als Bausteine des Mobilitätskonzeptes werden folgende Maßnahmen genannt:
Nutzung des attraktiven ÖPNV-Angebotes durch wohnortnahe Haltestellen und Optimie-
rung der Radabstellanlagen an den S-Bahnhaltepunkten durch die Stadt Köln
Sichere Abstellmöglichkeiten für den Radverkehr in der Siedlung und ergänzende Maßnah-
men zur Förderung des Radverkehrs für den Alltagsverkehr
Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes im Hinblick auf sichere Wege im Um-
feld der sozialen Infrastruktur (Schulen, Kindergarten usw.) und der Versorgungsinfrastruk-
tur zur Reduzierung der Begleitmobilität.
ggf. Errichtung und Etablierung eines attraktiven Carsharing-Angebots in der Wohnsiedlung
Gemäß Verkehrsgutachten (Verkehrsgutachten Damiansweg Köln – Volkhoven/ Weiler, Büro
StadtVerkehr, Hilden, Januar 2019) kann durch die Umsetzung des Mobilitätskonzeptes eine Re-
duzierung des MIV-Anteils am Modal Split von den üblicherweise anzunehmenden 60 % auf noch
50 % für die Bewohner der Einfamilienhäuser sowie auf 45 % im Bereich der Mehrfamilienhäuser
erreicht werden. Für den ÖPNV-Anteil wird eine Steigerung von 15 % auf 20 % bzw. 25 % erwar-
tet, der Radverkehrsanteil könnte von 8 % auf ebenfalls 20 % bzw. 25 % anwachsen. Der Anteil
der zu Fuß zurückgelegten Wege könnte von 17 % auf 20 % steigen.
Für die Ermittlung des nachzuweisenden Stellplatzbedarfes wurde auf Grundlage der Richtzahlen-
liste der Stadt Köln für die Einfamilienhäuser ein Stellplatzschlüssel von 1:1,2, für die Mehrfamilien-
häuser von 1:1 gewählt. Somit ergibt sich gemäß dem städtebaulichen Konzept ein Bedarf von ins-
gesamt 417 privaten Stellplätzen, davon 157 Stellplätzen aufgrund der Einfamilienhausbebauung
(131 Eigenheime) sowie 260 Stellplätzen entsprechend der Anzahl der Wohneinheiten in den Ge-
schosswohnungsbauten (GWB). Hinzu kommt ein Bedarf an öffentlichen Parkplätzen von 10 bis
15 %, entspricht 42 bis 63 öffentlichen Parkständen.
Der Bedarf an privaten Stellplätzen kann durch die genannten Maßnahmen aus dem Mobilitätskon-
zept erheblich reduziert werden. So wird aufgrund der ÖPNV-Lagegunst für den Geschosswoh-
nungsbau eine Stellplatzreduzierung von 25 % (entspricht 64 Stellplätzen) vorgenommen. Die An-
zahl der nachzuweisenden privaten Stellplätze reduziert sich somit auf 353.
Durch die Schaffung von insgesamt 600 Fahrradstellplätzen im Plangebiet kann eine weitere Re-
duzierung der nachzuweisenden Pkw-Stellplätze im Geschosswohnungsbau um 5 % (entspricht 12
Stellplätzen) vorgenommen werden. Somit kann die Anzahl der nachzuweisenden privaten Stell-
plätze weiter auf 341 reduziert werden.
Private
Stellplätze
EFH (131 WE, 1,2 Stpl./WE) 157
GWB (260 WE. 1,1 Stpl./WE) 260
Summe 417
ÖPNV Lagegunst (- 25% im GWB) -64
600 Fahrradabstellplätze (-5% im GWB) -12
Summe 341
Öffentliche
Parkstände
Annahme 10 % Annahme 15 %
EHF 16 24
MFH 26 39
Summe 42 63
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Durch die Schaffung einer Carsharing-Station im Plangebiet könnte der Stellplatzbedarf im Mehrfa-
milienhaussegment zusätzlich um 10 % (entspricht 25 Stellplätzen) reduziert werden.
6.5 Nebenanlagen
Im allgemeinen Wohngebiet WA 2 werden in der Planzeichnung im Bereich der rückwärtigen Gär-
ten Bereiche für Gartenhäuser (NA) festgesetzt. Innerhalb dieser Bereiche ist je Wohngebäude ein
Gartenhaus bis zu 30 m³ Bruttorauminhalt zulässig. Ziel der Beschränkungen ist es, die Gartenbe-
reiche der geplanten Bebauung überwiegend einer privaten Erholungsnutzung zu Verfügung zu
stellen und ein geordnetes, aufgelockertes und gestalterisch ansprechendes Quartier zu entwi-
ckeln.
Im Übrigen richtet sich die Zulässigkeit von Nebenanlagen weiterhin nach § 14 BauNVO.
6.6. Höchstzulässige Zahl der Wohnungen je Wohngebäude
Zur Unterstützung eines aufgelockerten und ruhigen Charakters des Wohngebietes wird die An-
zahl der Wohneinheiten im allgemeinen Wohngebiet WA 2 je Wohngebäude auf maximal zwei be-
grenzt. Die Dimensionierung der Straßenbreiten und die vorgesehenen öffentlichen Stellplätze sol-
len auch langfristig den Bedarf der Bewohner befriedigen. Mit der Festsetzung wird das Ziel ver-
folgt, eine Erhöhung der Wohneinheiten zu vermeiden und sicherzustellen, dass der erzeugte Ver-
kehr ein gebietsverträgliches Maß nicht überschreitet.
6.7. Erschließungsflächen und Geh-, Fahr- und Leitungsrechte
Öffentliche Verkehrsflächen
Die bestehenden öffentlichen Verkehrsflächen im westlichen Bereich des Plangebietes (Damians-
weg und Merianstraße) unter Berücksichtigung der geplanten Ausbaumaßnahmen werden durch
die Festsetzung als öffentliche Verkehrsfläche planungsrechtlich gesichert. Im Kreuzungsbereich
Damiansweg/ Merianstraße/ Deliastraße wird der Bau eines Kreisverkehrs durch Festsetzung der
erforderlichen Flächen als Straßenverkehrsflächen planungsrechtlich vorbereitet.
Die gemäß städtebaulichem Konzept vorgesehenen West-Ost-Erschließungen sowie die parallel
zur Mercatorstraße verlaufende Erschließungsstraße im Osten des Plangebietes – inklusive der
anderen am südlichen Ende platzierten Wendeanlage – werden als Verkehrsflächen mit der be-
sonderen Zweckbestimmung „Verkehrsberuhigter Bereich“ festgesetzt. Hierdurch soll die Schaf-
fung eines ruhigen Wohnquartiers sowie einer fußgänger- und radfahrerfreundlichen Infrastruktur
unterstützt werden. Die zentrale West-Ost-Verbindung (Pleißesteig) sowie die Erschließungsstraße
parallel zur Mercatorstraße werden mit einer Breite von 8,5 m, die nördliche West-Ost-Erschlie-
ßungsstraße mit einer Breite von 6,5 m festgesetzt. Die Verkehrsflächen bieten ausreichend Raum
für die Rückstoßflächen der für die auf den privaten Grundstücksflächen orthogonal an diesen Ver-
kehrsflächen geplanten Stellplätze sowie für die im Straßenraum vorgesehenen öffentlichen Park-
plätze.
Der Fortbestand der bestehenden Anbindung des Plangebietes an den Fuß- und Radweg entlang
der Mercatorstraße wird durch die Festsetzung einer Verkehrsfläche besonderer Zweckbestim-
mung „Fuß- und Radweg“ planungsrechtlich gesichert. Ebenso sollen im Südosten und im Nordos-
ten des Plangebietes je eine Zuwegung in das Plangebiet für Fußgänger und Radfahrer geschaf-
fen werden. Auch diese Bereiche werden als Verkehrsfläche besonderer Zweckbestimmung „Fuß-
und Radweg“ festgesetzt.
Geh-, Fahr- und Leitungsrechte
Die Erschließung der nicht unmittelbar über die öffentlichen Verkehrsflächen erschlossenen Wohn-
gebäude wird über die Festsetzung von Flächen gesichert, die mit einem Geh-, Fahr- und/ oder
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Leitungsrecht zu belasten sind. So wird zur planungsrechtlichen Vorbereitung der gemäß städte-
baulichem Konzept vorgesehenen privaten Stichstraßen festgesetzt, dass die entsprechenden Flä-
chen mit einem Geh- und Fahrradfahrrecht zugunsten der Allgemeinheit, einem Fahrrecht zuguns-
ten der Anlieger sowie einem Leitungsrecht zugunsten der Versorgungsträger zu belasten sind.
Die Erschließung der längs zur privaten Grünfläche ausgerichteten Wohngebäude im WA 2 soll
über die Errichtung von zwei Fußwegen sichergestellt werden. Die betreffenden Flächen entlang
der Freiraumachse sind mit einem Geh- und Fahrradfahrrecht zugunsten der Allgemeinheit zu be-
lasten. Die private Grünfläche selbst wird mit einem Gehrecht zugunsten der Allgemeinheit überla-
gert. Somit wird dem Ziel einer durchgängigen fußläufigen Nord-Süd-Wegeverbindung durch das
Plangebiet entsprochen.
Die zwischen den vorgesehenen Mehrfamilienhäusern im WA 1.1 geplante private Platzfläche am
südlichen Ende der begrünten Freiraumachse ist ebenfalls mit einem Geh- und Fahrradfahrrecht
zugunsten der Allgemeinheit zu belasten. Gleiches gilt für die Fläche der geplanten barrierefreien
Wegeverbindung von der Merianstraße (etwa auf Höhe der vorgesehenen Bushaltestelle) in das
Plangebiet. Diese Festsetzsetzungen entsprechen dem Ziel der Schaffung eines fußgänger- und
fahrradfreundlichen Quartiers und dem der Planung zugrundeliegenden Freiraumkonzept.
Des Weiteren wird im Süden der Platzfläche zwischen den Mehrfamilienhäusern eine Fläche fest-
gesetzt, die mit einem Geh- und Fahrradfahrrecht zugunsten der Allgemeinheit sowie einem Fahr-
recht zugunsten der Ver- und Entsorgungsträger zu belasten ist. Diese Festsetzung ermöglich so-
wohl eine weitere West-Ost-Verbindung durch das Plangebiet für Fußgänger- und Radfahrer als
auch die erforderliche Durchfahrt für die Müllabfuhr.
Nördlich der mittleren Erschließungsstraße in das Plangebiet (Pleißesteig) sowie am nördlichen
Ende der privaten Grünfläche wird jeweils eine Fläche festgesetzt, die mit einem Leitungsrecht zu-
gunsten der Ver- und Entsorger zu belasten ist. Über diese Festsetzung wird der Fortbestand der
hier liegenden Kanaltrassen bzw. die erforderliche Neuverlegung der Ver- und Entsorgungsleitun-
gen ermöglicht.
Die Investorinnen verpflichten sich über den städtebaulichen Vertrag die im Bebauungsplan festge-
setzten Flächen für Geh-, Fahr- und Leitungsrechte durch Eintragung entsprechender beschränkt
persönlicher Dienstbarkeiten und/oder Baulasten zugunsten der Stadt im Grundbuch zu belasten.
6.8. Öffentliche und private Grünfläche
Als Hauptbestandteil der das Plangebiet durchlaufenden Freiraumachse ist in deren Mitte und an-
grenzend an die geplanten Freiflächen der Kindertagesstätte die Anlage eines großzügigen öffent-
lichen Spielplatzes vorgesehen. Dieser Bereich wird als öffentliche Grünfläche mit der Zweckbe-
stimmung „Spielplatz“ festgesetzt. Die nördlich und südlich hieran angrenzenden Bereiche werden
als öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung „Parkanlage“ festgesetzt. In der Praxis ist mit
einem fließenden Übergang zwischen den einzelnen Teilstücken der begrünten Freiraumachse zu
rechnen.
Der nördliche Teil der begrünten Freiraumachse wird als private Grünfläche mit der Zweckbestim-
mung „Rasenfläche mit Baumpflanzungen“ festgesetzt. Somit entsteht eine durchgehende Nord-
Süd-Grünverbindung durch das gesamte Plangebiet.
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6.9 Schutzmaßnahmen vor schädlichen Umwelteinwirkungen
Im Bebauungsplanverfahren sind die Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse
gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 1 BauGB zu berücksichtigen. Das bedeutet unter anderem, dass schädliche
Umwelteinwirkungen in Form von Lärmimmissionen soweit wie möglich zu vermeiden sind.
Auf das Plangebiet wirkt Straßenverkehrslärm, Schienenverkehrslärm, Fluglärm sowie Gewerbe-
lärm ein. Die Anforderungen an den Schallschutz waren bereits Bestandteil des im Vorfeld durch-
geführten städtebaulichen Wettbewerbes. Ziel war es bereits durch die Anordnung der Gebäude-
körper auf die Lärmsituation zu reagieren.
Als Reaktion auf die insbesondere von der Merianstraße einwirkenden Lärmimmissionen sieht das
städtebauliche Konzept im südlichen Abschnitt des Plangebietes eine Anordnung der Mehrfamili-
enhäuser in dreiseitig geschlossenen Blöcken vor. Zur Lärmabschirmung werden diese entlang der
umliegenden Straßen mit einer Höhe von in der Regel vier, z. T. fünf Geschossen errichtet. Die of-
fene Seite der Blöcke ist jeweils zur weitgehend lärmgeschützten zentralen Freiraumachse ausge-
richtet. Ebenso reagiert das städtebauliche Konzept durch die großenteils längs zur Mercator-
straße ausgerichteten Reihenhauszeilen auf die von der Hauptverkehrsstraße einwirkenden Lärm-
immissionen. Die Gartenbereiche dieser Häuser sind zur ruhigeren Westseite ausgerichtet. Durch
die Anordnung der Erschließungsstraße mit östlich angrenzenden Stellplatzblöcken parallel zur
Mercatorstraße rückt die geplante Wohnbebauung von der Lärmquelle ab. Des Weiteren wird
durch die Verortung der Tiefgarageneinfahrt (ca. 160 Stellplätze) im Süden des Plangebietes ein
Großteil des hervorgerufenen Verkehrsaufkommens bereits frühzeitig „abgefangen“. Somit werden
das oberirdische Verkehrsaufkommen und damit einhergehende Lärmemissionen reduziert.
Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens wurde eine schalltechnische Untersuchung (Schall-
technische Untersuchung zu den Lärmemissionen und –immissionen im Rahmen des Bebauungs-
planverfahrens „Damiansweg“ in Köln-Volkhoven/Weiler, ADU Cologne Institut für Immissions-
schutz GmbH, Köln, Juli 2019) durchgeführt, um die auf das Plangebiet einwirkenden Lärmimmis-
sionen sowie die mit der Planung verbundenen Lärmauswirkungen auf das Umfeld und das Plan-
gebiet selbst zu ermitteln und zu bewerten.
Für die Belange des Schallschutzes im Rahmen der städtebaulichen Planung sind die Orientie-
rungswerte der DIN 18005 (Schallschutz im Städtebau Teil 1, 2002) eingeführt worden. Zur Beur-
teilung der Verkehrslärmeinwirkungen auf allgemeine Wohngebiete werden demnach Orientie-
rungswerte von 55 dB(A) tags und 45 dB(A) nachts herangezogen.
Das Plangebiet ist insbesondere durch den Straßenverkehrslärm auf der Mercatorstraße, der Meri-
anstraße und dem Damiansweg vorbelastet. Mit Umsetzung des durch den Bebauungsplan be-
gründeten Vorhabens ist mit einer weiteren Zunahme des Verkehrsaufkommens zu rechnen. Für
die Berechnung der künftig zu erwartenden Schallimmissionen wird daher auf die Prognosen aus
der Verkehrsuntersuchung des Büros StadtVerkehr (Verkehrsgutachten Damiansweg Köln-Volk-
hoven Weiler, Büro StadtVerkehr, Hilden, Januar 2019) abgestellt.
Im Ergebnis werden die Orientierungswerte der DIN 18005 insbesondere in den Grundstücksberei-
chen an den umliegenden Haupterschließungsstraßen zum Teil deutlich überschritten. Diese lie-
gen für allgemeine Wohngebiete bei 55 dB(A) tags und 45 dB(A) nachts.
An den zur Mercatorstraße ausgerichteten Häuserfassaden ist tagsüber mit Beurteilungspegeln
aufgrund von Straßenverkehrslärm von 62 dB(A) bis zu 67 dB(A) zu rechnen. An den Häuserfas-
saden zur Merianstraße werden Beurteilungspegel von 64 dB(A) bis zu 70 dB(A) prognostiziert.
Die zu erwartenden Beurteilungspegel an den Fassaden entlang des Damiansweges variieren zu-
meist zwischen 51 dB(A) und 65 dB(A). Im Bereich des geplanten Kreisverkehrs ist an den Häu-
serfassaden mit Beurteilungspegeln von bis 67 dB(A) zu rechnen. In den inneren Bereichen des
Plangebietes ist infolge der Eigenabschirmung sowie durch die Abschirmung der umliegenden Ge-
bäude in der Regel mit einer Einhaltung bzw. Unterschreitung des Orientierungswertes nach
DIN 18005 von 55 dB(A) zu rechnen. Die Lärmsituation in den Freibereichen stellt sich somit in der
Regel unkritisch dar.
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Zur Nachtzeit ergeben sich an den Fassaden zur Mercatorstraße Beurteilungspegel aufgrund von
Straßenverkehrslärm von 52 dB(A) bis zu 54 dB(A), zur Merianstraße von 55 bis zu 61 dB(A). An
den Richtung Damiansweg ausgerichteten Fassaden ist mit Beurteilungspegeln zwischen 41 dB(A)
und 50 dB(A), im Bereich des Kreisverkehrs von bis zu 60 dB(A) zu rechnen. Im Inneren des Plan-
gebietes kann der Orientierungswert nach DIN 18005 von 45 dB(A) in der Regel eingehalten wer-
den. Leichte Überschreitungen von i. d. R. 1 dB(A) bis 4 dB(A) ergeben sich z. T. an den Fassaden
entlang der Zufahrtsstraße im Plangebiet (Pleißesteig), an den Richtung Nordwesten und Südos-
ten ausgerichteten Fassaden der Gebäude entlang der östlichen Erschließungsstraße sowie an
den Fassaden der Mehrfamilienhäuser, die in Richtung der neuen vom Kreisverkehrs ausgehen-
den Zufahrt in das Plangebiet ausgerichtet sind.
Die Berechnung des Schienenverkehrslärms (Strecke 2610 im Südosten von Weiler und Strecke
2620 zentral verlaufend durch Chorweiler und Chorweiler-Nord) zeigt, dass die höchstbelasteten
Fassaden im Plangebiet im südwestlichen Bereich des Plangebietes mit maximalen Beurteilungs-
pegeln von 48 dB(A) tags bzw. 51 dB(A) nachts zu erwarten sind. Die Orientierungswerte der
DIN 18005 werden damit am Tag eingehalten, im Nachtzeitraum um rund 6 dB(A) überschritten.
Zur Berücksichtigung des Fluglärms wird auf Unterlagen der Stadt Köln (in Anlehnung an das Flug-
lärmgesetz gemäß 1. Flug-LSV erstellter Schallimmissionsplan des Umwelt- und Verbraucher-
schutzamtes, Stand 2014) zurückgegriffen. Es wird ein energieäquivalenter Dauerschallpegel zum
Flugverkehr kleiner gleich 40 dB(A) tags und nachts zugrunde gelegt.
Zusammenfassend ergibt sich eine Überschreitung der Orientierungswerte nach DIN 18005 vor-
wiegend an den zu der Mercatorstraße sowie zur Merianstraße ausgerichteten Fassaden. In den
inneren Bereichen stellt sich die Schallsituation, aufgrund der Abschirmung der Plangebäude, weit-
gehend unkritisch dar. Entlang des Damiansweges kommt es in der Regel nur zu geringfügigen
Überschreitungen.
Im Beiblatt 1 zur DIN 18005 (Schallschutz im Städtebau Teil 1, 2002) wird darauf hingewiesen,
dass „in lärmvorbelasteten Gebieten, insbesondere bei vorhandener Bebauung, die verdichtet wer-
den soll und bestehenden Verkehrswegen sowie in Gemengelagen in der Regel die Orientierungs-
werte der DIN 18005 nicht einzuhalten“ sind. Im Rahmen der Abwägung kann daher bei Überwie-
gen anderer Belange von den Orientierungswerten der DIN 18005 abgewichen werden. In diesem
Fall soll nach Möglichkeit ein Ausgleich durch andere geeignete Maßnahmen vorgesehen und pla-
nungsrechtlich abgesichert werden."
Zur Gewährleistung der Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse sind aufgrund
der Überschreitungen der Orientierungswerte, insbesondere im Bereich der Merianstraße und ent-
lang des Damianswegs sowie der Mercatorstraße, Maßnahmen zum Schallschutz erforderlich. In
der städtebaulichen Planung sind aktive Maßnahmen zum Schallschutz grundsätzlich passiven
Maßnahmen zum Beispiel an den Gebäuden selbst vorzuziehen. Städtebauliche Zielsetzung ist,
die neue Bebauung des Plangebietes behutsam an die westlich des Damianswegs vorhandene
Bestandsbebauung anzufügen. Auch soll entlang der Merianstraße eine neue Adresse geschaffen
werden. In der schalltechnischen Untersuchung wurde daher die Umsetzung einer aktiven Schall-
schutzmaßnahme entlang der Mercatorstraße geprüft. Im Ergebnis wäre zum Schutz der zweige-
schossigen Wohnbebauung im Norden des Plangebietes auf einer Länge von rund 311 m eine 8 m
hohe Schallschutzwand erforderlich. Zum Schutz der südlichen Wohnbebauung im Bereich der
Ecke Mercatorstraße/ Merianstraße wäre auf einer Länge von 110 m eine 13 m hohe Schallschutz-
wand notwendig.
Da es sich bei den zu schützenden Fassaden im Wesentlichen um die Ostseite der Gebäudekör-
per handelt, die zukünftigen Wohn- und Freibereiche aber überwiegend nach Westen und Norden
ausgerichtet werden sollen, steht der Aufwand für die Errichtung der erforderlichen Schallschutz-
wände nicht im Verhältnis zum späteren Nutzen. Die schalltechnische Untersuchung zeigt auch,
dass mit Errichtung der Bebauung als aktiver Schallschutz für die rückwärtigen Grundstücksberei-
che und damit für die dort gelegenen Fassaden und Freibereiche wirkt.
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Schallschutzmaßnahmen an Außenbauteilen
Im Bebauungsplan werden daher passive Maßnahmen zum Schallschutz in Form von Mindestan-
forderungen an die Luftschalldämmung von Außenbauteilen (Fenster, Wände, Dächer ausgebau-
ter Dachgeschosse) schutzbedürftiger Nutzungen auf Grundlage der DIN 4109 (Schallschutz im
Hochbau, Januar 2018) festgesetzt. Der für die Bestimmung des Schalldämmmaßes anzuset-
zende maßgebliche Außenlärmpegel errechnet sich vorliegend aus den maßgeblichen Außenlärm-
pegel der Emittenten Straßenverkehr, Schienenverkehr, Flugverkehr, Gewerbe und Tiefgaragen.
Im Bebauungsplan werden in Abhängigkeit der ermittelten maßgeblichen Außenlärmpegel Lärm-
pegelbereiche festgesetzt. Es erfolgt die Festsetzung der Lärmpegelbereiche III bis V unter Be-
rücksichtigung einer freien Schallausbreitung.
Von den aus den Festsetzungen resultierenden Schalldämmmaßen kann abgewichen werden,
wenn im bauaufsichtlichen Genehmigungsverfahren durch eine schalltechnische Untersuchung
niedrigere Lärmpegelbereiche an einzelnen Gebäudeteilen oder Geschossebenen nachgewiesen
werden. Die Festsetzung berücksichtigt, dass mit Umsetzung der Bebauung eine abschirmende
Wirkung der geplanten Gebäude untereinander erfolgt. Des Weiteren sind gemäß schalltechni-
scher Untersuchung an den Fassaden in den jeweiligen Geschossen unterschiedliche Beurtei-
lungspegel zu verzeichnen. Die festgesetzten Lärmpegelbereiche berücksichtigen jedoch den je-
weils höchsten anzunehmenden Beurteilungspegel in dem lärmintensivsten Geschoss.
Fensterunabhängige Belüftung
Im Nachtzeitraum (22 bis 6 Uhr) sind in Teilen des Plangebietes maximale Beurteilungspegel aus
dem Straßenverkehr größer als 45 dB(A) zu erwarten. Dies betrifft vorwiegend die Fassaden ent-
lang der Mercatorstraße, der Merianstraße und des Damianswegs. Um im allgemeinen Wohnge-
biet ungestörtes Schlafen zu ermöglichen, ist daher bei Schlaf- und Kinderzimmern von Wohnun-
gen eine fensterunabhängige Belüftung durch schallgedämmte Lüftungseinrichtungen oder gleich-
wertige Maßnahmen bei geschlossenen Fenstern und Türen sicherzustellen. Dies wird durch eine
entsprechende textliche Festsetzung gesichert.
Balkone und Loggien
Da auch Balkone und Loggien als temporäre Aufenthaltsräume dienen können, wird im Bebau-
ungsplan zum Schutz der gesunden Wohn- und Arbeitsverhältnisse festgesetzt, dass für diese bei
einem Beurteilungspegel >62 dB(A) im Tagzeitraum (6:00 bis 22:00 Uhr) Schallschutzmaßnahmen
zu treffen sind. Die Maßnahmen müssen sicherstellen, dass der vorgenannte Beurteilungspegel
nicht überschritten wird. Hiervon ausgenommen sind Balkone und Loggien von Wohnungen, wenn
zusätzlich auf der lärmabgewandten Seite ein Balkon oder eine Loggia errichtet wird. Ziel der Fest-
setzung ist es den zukünftigen Nutzern des Plangebietes ruhige Freibereiche zur Verfügung zu
stellen.
Auswirkungen auf die Umgebung
Mit Umsetzung des Planvorhabens ist auf den angrenzenden Straßen mit einer Zunahme des Ver-
kehrsaufkommens und folglich mit Pegelerhöhung zu rechnen. Durch den geplanten Ausbau des
Straßenbereichs Damiansweg (inklusive Kreisverkehr) ist das Kriterium einer wesentlichen Ände-
rung gemäß 16. BImSchV erfüllt, sodass für die umliegende Bebauung die entsprechenden Grenz-
werte einzuhalten sind. Wenn eine Überschreitung der Immissionsgrenzwerte für WA-Gebiete von
59 dB(A) tags bzw. 49 dB(A) nachts vorliegt, besteht ein Anspruch auf Schallschutz.
Im Ergebnis kommt es nach Umsetzung der Planung an vier Immissionsorten im Bestand zu einer
Überschreitung der Grenzwerte gemäß 16. BImSchV. An den Standorten Deliastraße 19 und Meri-
anstraße 45 werden die Grenzwerte bereits im Bestand geringfügig überschritten. An der Ostfas-
sade des Damianswegs 47 und des Damianswegs 49 kommt es zu einer erstmaligen Überschrei-
tung.
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An den Südfassaden der Deliastraße 19 liegt im Planfall tagsüber eine Überschreitung der Immis-
sionsgrenzwerte zwischen 5,9 dB(A) und 6,4 dB(A), zur Nachtzeit zwischen 6,6 dB(A) und
7,1 dB(A) vor. Für die Ostseite der Merianstraße 45 kommt es zu einer Überschreitung von
3,6 dB(A) tags und 4,3 dB(A) nachts. Für den Damiansweg 47 wurde für den Tagzeitraum eine
Überschreitung von 0,9 dB(A) bis 2,3 dB(A), sowie einer Überschreitung von 1,4 dB(A) bis
2,8 dB(A) errechnet. Für den Damiansweg 49 wurde für den Tageszeitraum eine Überschreitung
zwischen 1,2 dB(A) und 2,3 dB(A), für den Nachtzeitraum zwischen 1,7 dB(A) und 2,8 dB(A) ermit-
telt
Die folgende Tabelle zeigt die ermittelten ungerundeten Beurteilungspegel an den umliegenden
Immissionsorten, die durch eine Überschreitung der Grenzwerte nach 16. BImschV betroffen sind
(in Klammern jeweils die Höhe der Grenzwertüberschreitung).
Immissionsort Geschoss Ist-Zustand Plan-Zustand
Tag
dB(A)
Nacht
dB(A)
Tag
dB(A)
Nacht
dB(A)
Deliastraße 19,
Südfassade
EG 60,4
(1,4)
51,2
(2,2)
65,4
(6,4)
56,1
(7,1)
1. OG 60,7
(1,7)
51,4
(2,4)
65,3
(6,3)
56,1
(7,1)
2. OG 60,4
(1,4)
51,2
(2,2)
64,9
(5,9)
55,6
(6,6)
Merianstraße 45,
Ostfassade
EG 60,0
(1,0)
50,8
(1,8)
62,6
(3,6)
53,3
(4,3)
Damiansweg 49,
Ostfassade
EG 54,4
(-)
44,8
(-)
60,2
(1,2)
50,7
(1,7)
1. OG 55,0
(-)
45,5
(-)
61,1
(2,1)
51,6
(2,6)
2. OG 55,4
(-)
45,9
(-)
61,3
2,3)
51,8
(2,8)
Damiansweg 47,
Ostfassade
EG 54,4
(-)
44,7
(-)
59,9
(0,9)
50,4
(2,8)
1. OG 55,1
(-)
45,6
(-)
61,1
(2,1)
51,6
(2,6)
2. OG 55,7
(-)
46,2
(-)
61,3
(2,3)
51,8
(2,8)
In der Konsequenz wurde für diese vier Standorte überprüft, inwieweit die Anforderungen zum
Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Verkehrsgeräusche für schutzbedürftige
Räume gemäß 24. BImSchV eingehalten werden können. Die 24. BImSchV ist für den Fall einer
Überschreitung der Grenzwerte nach 16. BImSchV anzuwenden. Es konnte festgestellt werden,
dass für die vier genannten Gebäude die Anforderungen gemäß 24. BImSchV erfüllt sind. Diese
Gebäude stehen nicht unter Denkmalschutz, so dass etwaige Ertüchtigungsmaßnahmen hinsicht-
lich des Schallschutzes von Fenstern, bzw. Fenstertüren bei den errechneten Maßnahmenpegeln
technisch machbar sind. Für die vier vorgenannten Immissionsorte besteht dementsprechend ein
Anspruch auf passiven Schallschutz, der nach Inkrafttreten des Bebauungsplanes auf Antrag des
jeweiligen Eigentümers hinsichtlich des Vorliegens der tatsächlichen Anspruchsvoraussetzungen
im Einzelfall noch gutachterlich überprüft und bei Bestehen von der Stadt Köln erfüllt wird. Hier
wird sich die Stadt Köln die Unterstützung durch den Erschließungsträger im Hinblick auf die Prü-
fung und Abwicklung des Anspruches bedienen.
Auswirkungen der geplanten Tiefgarage
Im Bereich des südlichen Plangebietes soll zur geordneten Unterbringung des ruhenden Verkehrs
eine Tiefgarage errichtet werden. In der schalltechnischen Untersuchung werden die Immissions-
richtwerte der TA Lärm hilfsweise zur Bewertung der von Tiefgaragenein- und ausfahrten ausge-
henden Immissionen herangezogen, da es für zu Wohnzwecken dienende Tiefgaragen keine
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rechtsverbindliche Beurteilungsgrundlage gibt. Gemäß TA-Lärm gelten für allgemeine Wohnge-
biete Immissionsrichtwerte von 55 dB(A) tags und 40 dB(A) nachts.
Die Berechnungsergebnisse zeigen, dass im Umfeld des Plangebietes die Immissionsrichtwerte
der TA Lärm an allen relevanten Immissionsorten eingehalten werden können. So liegen die maxi-
malen Immissionspegel im Bereich der Bestandsbebauung an den Fassaden der Deliastraße 19
(2. OG) mit 38 dB(A) tags bzw. 31 dB(A) nachts vor.
Für die geplanten Fassaden umliegend zur Tiefgaragenein- bzw. ausfahrt werden Lärmeinwirkun-
gen aufgrund dieser Nutzung von bis zu 53 dB(A) tags und 46 dB(A) nachts ermittelt. Die Immissi-
onsrichtwerte der Geräusche, die durch die Tiefgaragenein- bzw. ausfahrt entstehen, sind an den
Fassaden um die Plangebäude nicht nach TA Lärm zu beurteilen. Die berechneten Pegel werden
bei der Auslegung des passiven Schallschutzes gemäß DIN 4109 bei den Plangebäuden berück-
sichtigt. Bei den Plangebäuden kann durch passive Schallschutzmaßnahmen auf die von der Tief-
garage ausgehenden Schalleinwirkungen reagiert werden.
6.10 Anpflanzen und Erhaltung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Be-
pflanzungen
Um die freiraumplanerische Qualität des öffentlichen als auch privaten Raums zu unterstützen,
werden Festsetzungen zur Grüngestaltung innerhalb des Plangebietes getroffen. Dem erarbeiteten
Grünordnungsplan folgend werden für die allgemeinen Wohngebiete, die öffentlichen Straßenver-
kehrsflächen und die öffentlichen Grünflächen Begrünungsmaßnahmen festgesetzt. Die Festset-
zungen dienen der Berücksichtigung der Belange von Natur und Landschaft sowie der Grüngestal-
tung innerhalb des Plangebietes.
Die verwendeten Kürzel (z. B. BF41) innerhalb der Begründung und Begrünungsfestsetzungen be-
ziehen sich auf die Anlage zur Satzung der Stadt Köln zur Erhebung von Kostenerstattungsbeiträ-
gen gemäß §§ 135a bis 135c BauGB vom 15. Dezember 2011 (Amtsblatt der Stadt Köln Nr. 1 vom
04. Januar 2012). In dieser Anlage sind mit der Angabe von Kürzeln allgemein gültige Qualitäts-
maßstäbe für Begrünungsmaßnahmen der Stadt Köln formuliert.
Begrünung von Tiefgaragen
Aus Gesichtspunkten des Wasserhaushalts (Rückhaltung von Niederschlagswasser) und zur Ver-
besserung des Mikroklimas wird festgesetzt, dass die Dachflächen von Tiefgaragen (TGa) und
Kellergeschossen, soweit sie nicht mit Gebäuden, Wegen, Spielplätzen und sonstigen Nebenanla-
gen überbaut werden, gärtnerisch zu gestalten sind. Die Vegetationstragschicht ist in einer Stärke
von mindestens 60 cm zuzüglich Filter- und Drainschicht auszubilden. Im Bereich der Baumpflan-
zungen (BF 41 / GH 742) ist eine Bodensubstratschicht von mindestens 120 cm zuzüglich einer
Filter- und Drainschicht auszubilden. Der Wurzelraum muss je Baum mindestens 30 m³ betragen.
Notwendige Fensteröffnungen sowie untergeordnete technische Aufbauten der Tiefgarage und des
Kellergeschosses sind von dieser Festsetzung ausgenommen.
Das Dachbegrünungssubstrat ist entsprechend der jeweils bei Eingang des Bauantrages als Richt-
linie eingeführten Fassung der Dachbegrünungsrichtlinien – Richtlinien für die Planung, Bau und
Instandhaltungen von Dachbegrünungen der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung
Landschaftsbau e. V. (FLL) vorzusehen.
Extensive Dachbegrünung
Flachdächer und flach geneigte Dächer mit einer Neigung von bis zu 15 Grad von oberirdischen
Garagen im festgesetzten allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 sowie die Dachflä-
chen von Gebäuden im festgesetzten allgemeinen Wohngebiet WA 1.1 und WA 1.2 sind mit einer
extensiven Dachbegrünung als Sedumgesellschaften (DC1/ NB 6243), Magerrasen (DC 3/ NB
6244), Gräsern (HH 7/ BR 132), und/ oder Stauden (HM 51/ PA 13) und/ oder bodendeckenden
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Gehölzen (BB 1/ GH 411) zu bepflanzen. Die Vegetationstragschicht ist mit einer Stärke von min-
destens 8 cm zuzüglich einer Filter- und Drainschicht herzustellen. Ausgenommen hiervon sind
Dachterrassen und technische Aufbauten, die auf maximal 20 % der jeweiligen Dachfläche zuläs-
sig sind. Photovoltaikelemente sind über der Dachbegrünung zulässig.
Das Dachbegrünungssubstrat ist entsprechend der jeweils bei Eingang des Bauantrages als Richt-
linie eingeführten Fassung der Dachbegrünungsrichtlinien – Richtlinien für die Planung, Bau und
Instandhaltungen von Dachbegrünungen der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung
Landschaftsbau e. V. (FLL) vorzusehen.
Die Dachbegrünung trägt ebenfalls zu einer Verbesserung des Retentionsvermögens sowie einer
Verbesserung des Mikroklimas bei. Im Sinne der Nutzung erneuerbarer Energiequellen und des
Klimaschutzes sind Photovoltaikelemente oberhalb der Dachbegrünung zulässig.
Baumpflanzungen
In der Planzeichnung werden insgesamt 42 Bäume zur Pflanzung innerhalb der allgemeinen
Wohngebiete festgesetzt, hiervon sechs jeweils in der Mitte der einzelnen Hofstrukturen im allge-
meinen Wohngebiet WA 2, 16 innerhalb der Freiraumachse, sieben im Bereich des Platzes zwi-
schen geplanter Kita und Georgshof, acht auf der Platzfläche im zentralen Bereich des WA 1.1 so-
wie fünf südöstlich der geplanten Mehrfamilienhausbebauung (Stellplatzbegrünung). Um eine aus-
reichende Flexibilität in der Ausführungsphase des Bauvorhabens einzuräumen, wird festgesetzt,
dass diese Bäume um bis zu 5 m von dem festgesetzten Standort abweichen dürfen.
Um eine Begrünung des Straßenraums vorzubereiten, wird im Bebauungsplan festgesetzt, dass
innerhalb der festgesetzten Straßenverkehrsfläche (Damiansweg) als strukturgebendes Element
mindestens 15 Bäume (BF 31/GH 741) zu pflanzen sind. Ebenso sind innerhalb der festgesetzten
Straßenverkehrsfläche besonderer Zweckbestimmung „Verkehrsberuhigter Bereich“ mindestens
15 Bäume (BF 31/GH 741) zu pflanzen.
Innerhalb der festgesetzten öffentlichen Grünflächen sind mindestens 3 Bäume 1. Ordnung und
mindestens 7 Bäume 2. Ordnung (BF 41/ GH 742 und/ oder BF 31/ GH 741) zu pflanzen. Auf min-
destens 10 % der Fläche sind Sträucher (BB 1/ GH 51) anzupflanzen. Gemäß der angestrebten
Nutzung sind Wiesen- und Rasenflächen, Spielflächen mit unterschiedlicher Oberflächenausprä-
gung, Spielgeräten, Wege, Abfallbehälter, Leuchten, Stufen und Sitzbänke zulässig.
Die Anpflanzung der Bäume wird dem vorhandenen Ortsbild gerecht und greift dieses auf. In den
Sommermonaten dienen die Bäume zur Verschattung und wirken sich positiv auf das Mikroklima
im Plangebiet aus.
Im Bebauungsplan wird festgesetzt, dass in den allgemeinen Wohngebieten je fünf angefangene
oberirdische Stellplätze ein Baum zu pflanzen ist. Mit der Festsetzung wird das Ziel verfolgt, eine
dem städtebaulichen Wettbewerbsergebnis entsprechende und dem Ortsbild der Umgebung ange-
passte Durchgrünung des Quartiers sicherzustellen. Bei der Umsetzung der Festsetzung ist darauf
Wert zu legen, dass insgesamt eine ansprechende Begrünung der an die öffentlichen und öffent-
lich nutzbaren Flächen angrenzenden privaten Freiräume entsteht. Dabei können auch Stellplatz-
pakete mit mehr als fünf Stellplätzen umgesetzt werden (im städtebaulichen Konzept sind bis zu 7
Stellplätze vorgesehen), wenn unter Berücksichtigung der Festsetzung die Anzahl der Baumpflan-
zungen insgesamt der Stellplatzzahl Rechnung trägt und eine ausgewogene Begrünung der Frei-
räume gewährleistet ist. Auf Grundlage des städtebaulichen Konzeptes ergibt sich mit der getroffe-
nen Festsetzung die Erforderlichkeit von insgesamt rund 30 Baumpflanzungen. Da es sich bei der
Planung um einen projektbezogenen Angebotsbebauungsplan handelt, kann im städtebaulichen
Vertrag die Anpflanzung der erforderlichen Bäume auf Basis eines Begrünungskonzeptes mit den
Investoren geregelt und die erstmalige Anpflanzung somit standortbezogenen gesichert werden.
Die durch entsprechende Kennzeichnung in der Planzeichnung festgesetzten Bäume sind auf die
gemäß den textlichen Festsetzungen in den jeweiligen Bereichen zu pflanzenden Bäumen anzu-
rechnen.
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Begrünung im Bereich von privaten Grünflächen - Rasenfläche mit Baumpflanzungen
Die in der Planzeichnung festgesetzte private Grünfläche ist als Rasenfläche auszubilden und mit
insgesamt mindestens 16 Bäume (BF 41/GN 742) gemäß den in der Planzeichnung festgesetzten
Standorten zu bepflanzen. Die Ausbildung von Versickerungsmulden ist zulässig. Diese Festset-
zung entspricht der vorgesehenen Ausbildung der begrünten Freiraumachse und ermöglicht die
Entwässerung der angrenzenden Grundstücke.
Baumerhalt
Im Nordosten des Plangebietes werden entlang der Mercatorstraße insgesamt zehn Bäume zum
Erhalt festgesetzt. Diese sind Bestandteil einer im Alleenkataster des LANUV verzeichneten ge-
schützten Allee und unterliegen dem gesetzlichen Schutz von § 41 Landesnaturschutzgesetz NRW
(LNatSchG NRW).
Flächen zur Anpflanzung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen
Im Plangebiet werden zwei Flächen zur Anpflanzung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Be-
pflanzungen festgesetzt. Hierbei handelt es sich zum einen um die Platzfläche als südlichen Ab-
schluss der begrünten Freiraumachse (P 1). Mindestens 50 % dieser Fläche sind als Vegetations-
fläche, anzulegen. Die Vegetationsflächen sind mit einer Vegetation aus Stauden, Gräsern oder
Rasen (HM 51/ PA 13 und PA 311) zu bepflanzen. Mit dieser Festsetzung werden die Nutzung die-
ser Fläche als Aufenthalts- und Versammlungsort sowie ein fließender Übergang der nördlich an-
grenzenden öffentlichen Grünflächen zu den umliegenden allgemeinen Wohngebieten vorbereitet.
Zum anderen wird entlang des Kreuzungsbereiches Merianstraße im Süden des Plangebietes fest-
gesetzt, dass innerhalb der mit P 2 gekennzeichneten Fläche eine Baumhecke (BD51 (GH 4431))
mit geringem Baumholz aus standortgerechten und einheimischen Arten zu entwickeln ist. Hier-
durch soll die geplante Bebauung von der stark befahrenen Merianstraße optisch abgeschirmt wer-
den. Zugleich wird hierdurch ein Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas und der Luftqualität so-
wie zum Abfangen des Höhengefälles zur Merianstraße geleistet.
Flächen zur Anpflanzung/ zum Erhalt von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen
Entlang der östlichen Plangebietsgrenze wird die geplante Wohnbebauung von der parallel verlau-
fenden Mercatorstraße durch Baum- und Strauchbewuchs optisch abgeschirmt. Dieser Bereich
wird als Fläche zum Erhalt/ zur Anpflanzung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzun-
gen festgesetzt. Die vorhandenen Grünstrukturen sind soweit möglich zu erhalten. Sofern ein Er-
halt zum Beispiel aufgrund notwendiger Geländeaufschüttungen nicht möglich ist, sind die abge-
henden Bäume und Sträucher gleichwertig zu ersetzen.
Zweckfremde Nutzungen
Im Sinne einer offenen und ansprechenden Gestaltung wird festgesetzt, dass Heizzentralen und
Trafostationen innerhalb der festgesetzten Fläche zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von
Boden, Natur und Landschaft sowie der festgesetzten öffentlichen und privaten Grünfläche nicht
zulässig sind.
6.11 Ausgleichmaßnahmen
Die angestrebte bauliche Entwicklung im Plangebiet stellt einen Eingriff in Natur und Landschaft
dar, der im Sinne der gesetzlichen Eingriffsregelung gemäß § 1a Abs. 3 BauGB auszugleichen ist.
Der Ausgleich erfolgt zum Teil intern im Plangebiet. Hierfür wird die im Norden des Plangebietes
vorgesehene Ortsrandeingrünung in der Planzeichnung als Fläche zum Schutz, zur Pflege und zur
Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft festgesetzt (Ausgleichfläche A 1). Diese ist als Ex-
tensivgrünland (EA 1/ LW 41111) mit standortgerechten Einzelbäumen (BF 31/ GH741) und kleine-
ren Gehölzgruppen (BB1/GH51) auszubilden. Maximal 10 % der Maßnahmenfläche sind für die
Bepflanzung mit Einzelbäumen und Gehölzgruppen zulässig. Die Einzelbäume und Gehölzgrup-
pen sind im südlichen Bereich der Fläche anzuordnen. Die verbleibenden ≥ 90 % Anteil der Maß-
nahmenfläche sind mit einer standortgerechten, artenreichen Saatgutmischung mit autochthonem
Saatgut als extensives Grünland dauerhaft zu entwickeln und zu pflegen.
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Mit der Gestaltung dieser Fläche wird ein ansprechender und harmonischer Siedlungsabschluss
und Übergang zu den nördlich angrenzenden Freiflächen geschaffen. Ziel ist es, durch diese quali-
tative Aufwertung der Fläche einen Beitrag zu den mit der Planung einhergehenden Eingriffen in
Boden, Natur und Landschaft zu leisten. Zugleich werden die Festsetzungen der Anforderungen
an den Artenschutz (vorwiegend Offenlandarten) gerecht.
Da ein vollständiger Ausgleich innerhalb des Plangebietes nicht erfolgen kann, wird ein externer
Ausgleich notwendig. Zur Ermittlung des Ausgleichbedarfes wurde im Verfahren eine Eingriffs-
Ausgleichbilanzierung nach dem Bewertungsverfahren Ludwig und Sporbeck/ Köln Code durchge-
führt. Die Flächen, in denen Eingriffe ausgleichspflichtig sind, sind im Bebauungsplan als aus-
gleichspflichtiger Eingriffsbereich markiert. In der Bilanz des ausgleichspflichtigen Eingriffsberei-
ches wird der ökologische Wert des Bestandes mit insgesamt 404.185 Biotopwertpunkten (WP)
beziffert. Für die Planung ergibt sich ein ökologischer Wert von 85.159 WP, was im Ergebnis ein
Defizit von 319.029 WP ergibt. Durch Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen außerhalb des
ausgleichspflichtigen Eingriffsbereichs innerhalb des Plangebietes kommt es zu einer Aufwertung
von 42.744 WP. Der restliche Ausgleichsbedarf wird mit Hilfe einer externen Ausgleichsmaßnahme
ausgeglichen. Bei einer Aufwertung einer Ackerfläche (6 WP/m²) in eine Fettwiese (15 WP/m²)
ergibt sich eine Aufwertung um 9 WP/m². Zum vollständigen Ausgleich des aufgeführten Defizits
ergibt sich somit ein Flächenbedarf zum externen Ausgleich von rund 31.000 m².
Für den externen Ausgleich wird eine Teilfläche des Flurstücks 181, Flur 43, Gemarkung Worrin-
gen herangezogen (externe Ausgleichsfläche eA1). Die Realisierung und der Erhalt der Aus-
gleichsmaßnahmen werden im Rahmen des städtebaulichen Vertrags bindend rechtlich gesichert.
Auf den städtischen Grundstück Gemarkung Worringen, Flur 43, Teilstück aus Flurstück 181 wird
folgende externe Ausgleichsmaßnahmen für die Eingriffe in den einzelnen Baugebieten hergestellt:
Maßnahme eA1: Anlage einer extensiven Fettwiese - EA1/LW41111 - auf 32.485 m² des Flur-
stücks 181, Flur 43, Gemarkung Worringen. Die Durchführung und Kostentragung der Maßnahme
eA1 in Bezug auf die Eingriffe durch die festgesetzten allgemeinen Wohngebiete (WA 1.1, WA 1.2
und WA 2) sowie der Planstraßen werden im städtebaulichen Vertrag geregelt.
Durch die Realisierung der Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen innerhalb und außerhalb des
Plangebietes kann das Defizit vollständig ausgeglichen werden.
6.12 Geplante Höhenlage
Mit Umsetzung des Bebauungsplans ist die Geländestruktur im Plangebiet zu überarbeiten. Auf-
grund der geplanten Anschlüsse an den Damiansweg sowie zur Gewährleistung der Entwässerung
des Plangebiets ist großenteils eine Anhebung des Geländes erforderlich. Im Bebauungsplan wer-
den neue Geländehöhen durch Höhenpunkte im Straßenraum festgesetzt. Diese basieren auf der
für das Vorhaben vorgenommenen Erschließungsplanung. Zur Bestimmung der im übrigen geplan-
ten Geländehöhen ist zwischen den festgesetzten geplanten Straßenhöhen zu interpolieren.
Die bauordnungsrechtlichen Bestimmungen zu Aufschüttungen und Abgrabungen gemäß BauO
NRW bleiben von der Festsetzung unberührt. Sie sind auf die neuen Geländehöhen anzuwenden.
Die im Bebauungsplan festgesetzten neuen Geländehöhen sind maßgeblich für die Abstandsflä-
chenberechnung nach § 6 BauO NRW und die Bestimmung der Vollgeschosse nach § 2 Abs. 5
BauO NRW.
7. Bauordnungsrechtliche Festsetzungen
Im Bebauungsplan werden örtliche Bauvorschriften (gestalterische Festsetzungen gemäß § 89
BauO NRW) getroffen. Diese dienen dazu, eine einheitliche und harmonische Gestaltung des ge-
planten Quartiers zu erreichen. Es werden Regelungen zu Einfriedungen, Dachformen, Satelliten-
schüsseln und Mobilfunkanlagen, zu Standorten für Abfallbehälter und Wertstofftonnen sowie zu
Nebengebäuden getroffen.
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7.1 Einfriedungen
Um die Entstehung offener und durchgängiger Vorgartenzonen zu gewährleisten, sind Grundstück-
seinfriedungen im Bereich der Vorgärten unzulässig. Zur Unterstützung eines harmonischen Orts-
bildes des Wohngebiets sind Grundstückseinfriedungen der privaten Grundstücke im Übrigen nur
in Form von Draht- oder Stabgitterzäunen bis zu einer Höhe von 1,20 m über der Geländeoberflä-
che gemäß § 2 Abs. 4 BauO NRW und von standortgerechten Laubgehölzhecken bis zu einer
Höhe von 1,80 m gemäß § 2 Abs. 4 BauO NRW zulässig. Eine Kombination aus Zäunen und He-
cken ist zulässig.
Im festgesetzten allgemeinen Wohngebiet WA 2 sind Einfriedungen entlang der Grundstücksgren-
zen zu der festgesetzten Fläche zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur
und Landschaft in Form von Draht- oder Stabgitterzäunen mit einer Höhe von mindestens 1,6 m
über der Geländeoberfläche gemäß § 2 Abs. 4 BauO NRW 2018 zu errichten. Durch diese Fest-
setzung wird eine ökologisch sinnvolle Abschirmung dieser Fläche zu der benachbarten Wohnbe-
bauung vorbereitet.
Für den Außenbereich der Kita ist gemäß städtebaulichem Konzept eine Einfriedung durch einen
rund 1 m hohen Mauersockel mit hierauf aufbauender Pergola-Konstruktion vorgesehen. Im Be-
bauungsplan wird daher für die überbaubare Grundfläche, die für die Errichtung der Kita vorgese-
hen ist (in der Planzeichnung mit gekennzeichnet) festgesetzt, dass in diesem Bereich auch die
Einfriedung von Außenbereichen in Form von Mauern bis zu einer maximalen Höhe von 1,2 m zu-
lässig ist. Die genaue Verortung des Außenbereiches der Kita wird über den Bebauungsplan nicht
abschließend definiert, wird sich jedoch innerhalb der entsprechenden überbaubaren Grundfläche
befinden.
7.2 Dachformen
Das Erscheinungsbild von Baugebieten wird wesentlich durch die Ausprägung der Dachflächen
bestimmt. Innerhalb der allgemeinen Wohngebiete WA 1.1 und WA 1.2 ist als Dachform das Flach-
dach mit einer Dachneigung von höchstens 5 Grad zulässig. Diese Festsetzung hat zum einen
stadtgestalterische Gründe, da ein einheitliches Quartiersbild sowie ein harmonischer Übergang zu
der gegenüberliegenden Bebauung am Damiansweg sichergestellt wird. Zum anderen begünstigt
die Festsetzung der Flachdächer die gewünschte Dachbegrünung. Für das allgemeine Wohnge-
biet WA 2 werden Satteldächer festgesetzt. Durch die Festsetzung der Firstrichtung in der Plan-
zeichnung wird eine traufständige Ausrichtung der Dachgiebel vorgegeben. Auch diese Festset-
zung erfolgt mit dem Ziel eines optimalen Einfügens in die städtebauliche Umgebung.
7.3 Satellitenschüsseln und Mobilfunkanlagen
Des Weiteren wird festgesetzt, dass Satellitenschüsseln nur auf dem Dach zulässig und Mobilfunk-
anlagen auf dem Dach nicht zulässig sind. Die Festsetzungen dienen ebenfalls der Sicherung ei-
nes angemessenen Erscheinungsbildes des neuen Quartiers.
7.4 Standorten für Abfallbehälter und Wertstofftonnen
Darüber hinaus erfolgt eine Festsetzung für Standorte von Abfallbehältern und Wertstofftonnen.
Diese sind einzuhausen oder durch Laubgehölzschnitthecken einzufassen. Mit dieser Festsetzung
wird ebenfalls ein angemessenes Erscheinungsbild des Baugebietes gesichert.
7.5 Nebengebäude
Im Sinne eines harmonischen und geordneten Erscheinungsbildes der Freiräume wird außerdem
festgesetzt, dass Nebengebäude im Sinne der § 14 BauNVO und § 2 Abs. 2 BauO NRW (Neben-
anlagen, die Gebäude im Sinne der BauO NRW sind) nur mit Flachdächern oder flach geneigten
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Dächern bis max. 10 Grad Dachneigung errichtet werden dürfen. Die maximale zulässige Wand-
höhe für derartige Nebengebäude wird auf 3,00 m beschränkt, um eine optische Dominanz dieser
Gebäude zu vermeiden.
8. Städtebauliche Kennziffern
Größe des Plangebiets ca. 71.354 m²
Allgemeines Wohngebiet ca. 52.073 m²
Maßnahmenfläche (Ortsrandeingrünung) ca. 4.183 m²
BGF über alle Baufelder ca. 26.871 m²
− BGF Wohnen ca. 38.364 m²
− BGF Gemeinbedarf (Kita) ca. 936 m²
Anzahl der geplanten WE ca. 370
davon in Mehrfamilienhäusern ca. 245
davon Einfamilienhäuser ca. 125
davon öffentlich gefördert ca. 185
Grünflächen ca. 3.351 m²
davon öffentlich ca. 2.546 m²
davon privat (Freiraumachse) ca. 805 m²
Verkehrsfläche ca. 11.747 m²
davon öffentlich (Damiansweg) ca. 6.741 m²
davon öffentlich (verkehrsberuhigt) ca. 5.006 m²
9. Planverwirklichung
Der Stadtentwicklungsausschuss des Rates der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 09.11.2017
den Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans – Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven/
Weiler – gefasst. Zur Realisierung der Ziele des Bebauungsplanes innerhalb angemessener Frist
sowie zu Kostenübernahmen sollen Regelungen in einem städtebaulichen Vertrag und in einem
Erschließungsvertrag mit den Investorinnen getroffen werden.
9.1 Städtebaulicher Vertrag und Erschließungsvertrag
Der Erschließungsvertrag wird Regelungen zur Planung und Herstellung der Verkehrsflächen
sowie der öffentlichen Grünfläche mit Spielfläche umfassen. Die getroffenen Regelungen werden
mit einer Bürgschaft zugunsten der Stadt Köln gesichert.
Der städtebauliche Vertrag wird Vereinbarungen zu folgenden Themen enthalten:
- zeitnahe Schaffung von Wohnraum inkl. sozial gefördertem Wohnungsbau,
- Herstellung einer Kindertagestätte,
- verschiedene, einzuräumende Geh-, Fahr- und Leitungsrechte,
- interne Ausgleichsmaßnahmen und private Grünflächen,
- externe Ausgleichsmaßnahmen,
- Mobilitätsmanagement zur Reduzierung der Stellplätze,
- Schallschutz nach 16. BImSchV,
- Kostentragung und Vertragsstrafe.
9.2 Kosten der Stadt Köln
Die Kosten aller Maßnahmen tragen die Investorinnen. Der Stadt Köln entstehen keine Kosten.
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10. Umweltbericht
A Einleitung
Für das Bebauungsplanverfahren wird eine Umweltprüfung gemäß § 2 Absatz 4 Baugesetzbuch
(BauGB) für die Belange nach § 1 Absatz 6 Nummer 7 und § 1a BauGB durchgeführt. Die Ergeb-
nisse werden in einem Umweltbericht gemäß § 2a BauGB und der Anlage 1 zum BauGB darge-
stellt.
10.1Darstellung des Inhalts und wichtigster Ziele des Bauleitplanes
Vor dem Hintergrund der starken Nachfrage nach städtischem Wohnraum bietet das Plangebiet
am Damiansweg im Stadtteil Volkhoven / Weiler die Möglichkeit ein an bereits vorhandene Wohn-
quartiere angrenzendes neues Wohnquartier zu schaffen. Dabei sieht das Bebauungskonzept die
Ansiedlung von Geschosswohnungsbau im südlichen Teil sowie die Errichtung von Einfamilien-,
Reihen- und Doppelhäusern im nördlichen Teil vor. Im westlichen Teil des Plangebietes ist ein
Standort für eine Kindertagesstätte vorgesehen. Ferner entsteht im Inneren des Plangebietes eine
öffentliche Grünfläche, in der eine größere Teilfläche als öffentliche Kinderspielfläche ausgewiesen
wird. Wegeverbindungen innerhalb des Plangebietes in Nord-/ Südrichtung wie auch in West-/Ost-
richtung sichert eine Anbindung an die benachbarten Stadt- und Landschaftsräume.
Durch die Neuaufstellung des Bebauungsplanes Nr. 62547/02 mit dem Arbeitstitel „Damiansweg in
Köln-Volkhoven/ Weiler“ sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung eines
Neubaugebietes mit rund 370 Wohneinheiten geschaffen werden. Es soll eine städtebaulich und
freiraumplanerisch qualitätvolle Bebauung bei einer gleichzeitig guten Ausnutzung des Grundstü-
ckes sichergestellt werden.
Das Plangebiet weist eine Gesamtfläche von gut 7,1 Hektar auf. Das Plangebiet wird begrenzt
durch die angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen im Norden, den Damiansweg im Westen, die
Mercatorstraße im Osten und die Merianstraße im Süden.
10.2Bedarf an Grund und Boden
Tabelle Nr. 001 Flächengegenüberstellung – Bestandsnutzung/geplantes Vorhaben (Bilanzierung
gemäß GOP zum B-Plan vom 20.11.2019 )
Bestandsnutzung
(Stand 20.11.2019)
in m² geplante Vorhaben
(Stand 20.11.2019)
in m²
- 0 Baumheckenartiger Gehölzstreifen an Straßen
(Pflanzgebot / Merianstraße)
175
- 0 Glatthaferwiese mäßig trocken bis frisch (90 % der
nördlichen Ausgleichsfläche (Fläche für Entwick-
lung von Natur und Landschaft)
3.764
- 0 Baumreihen mit mittleren Baumholz (10 % der
nördlichen Ausgleichsfläche (Fläch e für Entwick-
lung von Natur und Landschaft)
418
Feldgehölz 2.709 Feldgehölz / Flächen zum Erhalt und zur Anpflan-
zung (Vegetationsflächen westlich der Mercator-
straße (Pflanzerhalt / Restbestand Mercatorstraße /
Merianstraße (786+686)
1.472
Baumreihen/inner-städtisches
Begleitgrün
1.770 Baumreihen / innerstädtisches Begleitgrün (Park-
anlagen / Verkehrswege) (204 + 180)
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384
- - Baumreihen/Gruppen im WA 1.1, WA 1.2 WA 2
(30+24+180)
234
- - Öffentlichen Grünfläche, Zweckbestimmung öffent-
liche Parkanlage / öffentliche Spielfläche/private
Grünanlagen/ GF 1 -Fläche
4.465
Intensivfettwiese (Pferdekoppel) 7.930 -
Landwirtschaftliche Nutzung,
hier:
Acker
49.443 -
Ackerrain mit Wildkrautflur 1.771 -
Fahr- und Feldwege, unversie-
gelt
869 -
Verkehrsfläche (Straße), versie-
gelt
6.856 Öffentliche Verkehrsflächen besonderer Zweckbe-
stimmung/ Öffentliche Verkehrsfläche (Damians-
weg)
11.563
- - Blockbebauung - Allgemeines Wohngebiet WA 1.1
mit Tiefgarage, GRZ von 0 4 gemäß B -Plan
(5.411+7.643+3.822)
16.876
- - Blockbebauung - Allgemeines Wohngebiet WA 1.2,
GRZ von 0 5 gemäß B -Plan
(1.062+2.172+1.085)
4.319
Reihenhausbebauung mit kleinen Gärten - Allge-
meines Wohngebiet (WA 2,), mit GRZ 0,45 (bis
50% Überschreitung möglich.
(8.358+12.880+6.440)
27.678
Plangebiet gesamt (Geltungs-
bereich des Bebauungspla-
nes)
71.348 71.348
10.3Darstellung der in einschlägigen Fachgesetzten und Fachplänen festge-
legten Ziele des Umweltschutzes
Als Ziele des Umweltschutzes werden die einschlägigen Gesetze, Rechtsverordnungen, Erlasse,
Verwaltungsvorschriften und "Technischen Anleitungen" zugrunde gelegt, die für die jeweiligen
Schutzgüter in Bauleitplan-Verfahren anzuwenden sind. Die EU-Schutzziele finden sich im We-
sentlichen umgesetzt im deutschen Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG, Luftreinhaltepla-
nung, Lärmminderung) und seinen Verordnungen, dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatschG –
Arten-, Landschafts- und Biotopschutz), dem Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG – Boden-
schutz, Schutz vor bzw. Umgang mit schädlichen Bodenveränderungen) und seiner Verordnung,
dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) sowie dem Denkmalschutzgesetz (DSchG). Auf Landes-
ebene greifen weitere Regelungen wie die Geruchsrichtlinie Nordrhein-Westfalen (GIRL – Beurtei-
lung von Gerüchen), das Landesnaturschutzgesetz (LNatSchG NRW), das Landeswassergesetz
Nordrhein-Westfalen (LWG NRW – Schutz des Grundwasserdargebotes) sowie Verordnungen auf
Ebene der Bezirksregierungen wie Wasserschutzzonen-Verordnungen.
- 30 -
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Auf kommunaler Ebene werden die Baumschutzsatzung und der Landschaftsplan der Stadt Köln
berücksichtigt. Die Ziele des Umweltschutzes werden bei der Beschreibung und Bewertung der
einzelnen Schutzgüter näher beschrieben.
Grenzüberschreitende Auswirkungen von Bebauungsplänen oder Flächennutzungsplan-Änderun-
gen sind in Köln aufgrund der Lage in großem Abstand zu Landesgrenzen nicht zu erwarten.
Raumbedeutsame Planungen werden mit den angrenzenden Gemeinden abgestimmt.
B Beschreibung und Bewertung der erheblichen Umweltauswirkun-
gen
10.4.Grundlagen
Die Untersuchungstiefe der Umweltprüfung orientiert sich in Übereinstimmung mit der Formulie-
rung in § 2 Abs. 4 Satz 3 BauGB an den Festsetzungen des Bebauungsplanes 62547/02 Arbeitsti-
tel: „Damiansweg in Köln- Volkhoven/ Weiler“. Geprüft wird, welche erheblichen Auswirkungen
durch die Umsetzung des Bebauungsplanes auf die Umweltbelange entstehen können und welche
Einwirkungen auf die geplanten Nutzungen im Geltungsbereich aus der Umgebung erheblich ein-
wirken können. Hierzu werden vernünftigerweise regelmäßig erhebliche anzunehmende Einwir-
kungen geprüft, nicht jedoch außergewöhnliche und nicht vorhersehbare Ereignisse.
Da konkretisierbare Vorhaben noch nicht bekannt sind, beinhaltet diese Prüfung nicht die Untersu-
chung von Auswirkungen der Bauphase. Es werden durch die Umsetzung der Planung keine
Techniken oder Stoffe eingesetzt und verwendet, die zu erheblichen nachteiligen Umweltauswir-
kungen führen werden.
Des Weiteren werden bei Vorliegen mehrerer Planungen in räumlicher Nähe kumulierende Um-
weltauswirkungen beschrieben.
10.4.1 Beschreibung derzeitiger Umweltzustand (Basisszenario)
Nutzungen im Bestand
Das Plangebiet befindet sich in Stadtteil Volkhoven/Weiler im Nordwesten von Köln. Die heute
überwiegend landwirtschaftlich genutzten Flächen werden im Osten durch die überörtliche Merca-
torstraße, im Westen durch die Straße Damiansweg begrenzt. Im Süden begrenzen die Merian-
straße sowie die Kreuzung mit der Mercatorstraße das Plangebiet.
Die landwirtschaftlich genutzten Flächen werden überwiegend als Ackerflächen bewirtschaftet. Im
Süden des Plangebietes befinden sich extensiv genutzte Weideflächen, die als Pferdekoppeln ge-
nutzt werden.
Im Norden schließen weitere landwirtschaftlich genutzte Ackerflächen an die im Plangebiet vorhan-
denen Ackerflächen an. Die Straße „Damiansweg“ dient der verkehrlichen Erschließung der beste-
henden Wohnquartiere westlich des Plangebietes. Der das Plangebiet mittig von Westen nach Os-
ten querende öffentliche Fuß- und Radweg (Pleißesteig) verbindet die benachbarten Wohnquartie-
ren in Volkhoven/Weiler mit den östlich der Mercatorstraße gelegenen Stadtquartieren von Chor-
weiler.
Die an das Plangebiet angrenzenden Straßen dienen der überörtlichen städtischen Erschließung.
Derzeitige planungsrechtliche Situation
Der aktuelle Flächennutzungsplan der Stadt Köln sieht eine Wohnbauentwicklung zur Ortsabrun-
dung vor, davon ausgenommen ist der nördliche Teil des Plangebietes.
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Ausgenommen einer Fläche von ca. 4200 m² im Norden des Plangebietes ist das Plangebiet im
gültigen Landschaftsplan der Stadt Köln (Stand 07.11.2017) mit dem „Entwicklungsziel 8: Zeitlich
begrenzte Erhaltung bis zur Realisierung der Bauleitplanung“, dargestellt, die langfristig auch eine
bauliche Entwicklung zulässt. Das Plangebiet wird im Osten, Süden und Westen planungsrechtlich
von Flächen des Innenbereichs umgeben. Es grenzen mittel- und unmittelbar sowohl Wohngebiete
wie auch durch gemischte Nutzungen und gewerbliche Nutzungen (östlich der Mercatorstraße) an
das Plangebiet an. Lediglich die nördliche Plangebietsgrenze wird durch den angrenzenden Land-
schaftraum Weiler definiert. Dieser ist planungsrechtlich als Landschaftsschutzgebiet L5 „Freiraum
und Grünverbindung am Blumberg, Chorweiler und Seeberg bis Esch“ festgesetzt.
Im Flächennutzungsplan von 1984 wurde das Plangebiet bereits als Mischbaufläche dargestellt. Im
Rahmen der 4. Fortschreibung des Flächennutzungsplanes „Köln-West“ im Jahr 2010/2011 wurde
die Darstellung in eine Wohnbaufläche geändert. Somit hat bereits in vorgeschalteten Planverfah-
ren eine Abwägung zugunsten des Standortes „Damiansweg“ als bebaubare Entwicklungsfläche
stattgefunden. Daher wurden alternative Standorte auf der Ebene des Bebauungsplanverfahrens
nicht geprüft.
Die ca. 4.200 m² im Norden des Plangebietes befinden sich innerhalb des Landschaftsschutz-ge-
bietes (LSG) L 5 „Freiraum und Grünverbindung um Blumberg, Chorweiler und Seeberg bis Esch“
der Stadt Köln. Ziel der Ausweisung und der vorgegebenen Festsetzungen sind der Erhalt und die
Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes, insbesondere durch die Sicherung
kleinklimatischer wichtiger Grünverbindungen im Bereich von Siedlungsstrukturen und Pufferung
ökologisch wertvoller Bereiche.
10.4.2 Beschreibung des Umweltzustandes bei Nichtdurchführung der Pla-
nung (Nullvariante)
Bei Nichtdurchführung der geplanten Wohnbebauung östlich des Damianswegs würden die nicht
versiegelten Flächen auch weiterhin ackerbaulich bzw. als Pferdekoppeln genutzt. Die versiegelten
Erschließungsflächen, d. h. der Damiansweg und der das Plangebiet von Westen nach Osten que-
rende Fuß- und Radweg mit Anbindung an die Mercatorstraße blieben ebenfalls in ihrer heutigen
Ausprägung und Nutzung erhalten. Gleiches gilt für die entlang der Mercatorstraße und der Meri-
anstraße vorhandenen Gehölze und den straßenbegleitenden Baumbestand.
Aufgrund der intensiven ackerbaulichen Nutzung im Plangebiet besteht ein latentes Risiko, dass
es dauerhaft zu erhöhten Nährstoffeinträgen in das Grundwasser kommen kann.
Planungsrechtliche Situation
Die derzeit bestehende planungsrechtliche Situation wäre auch bei Nichtdurchführung der beab-
sichtigten Planung weiterhin gegeben, da im gültigen Landschaftsplan der Stadt Köln (Stand
07.11.2017) das Plangebiet mit dem „Entwicklungsziel 8“ dargestellt ist und der Flächennutzungs-
plan ebenfalls im Wesentlichen eine Wohnbauentwicklung vorgibt.
Ferner ist eine Bebauung nach § 34 BauGB nicht möglich, da die Fläche des Plangebietes pla-
nungsrechtlich dem Außenbereich § 35 BauGB zuzuordnen ist.
10.4.3 Prognose über die Entwicklung des Umweltzustands bei Durchfüh-
rung der Planung
Die Planung sieht die Errichtung eines neuen Wohnquartiers auf heute überwiegend von der Land-
wirtschaft genutzten unversiegelten Flächen vor.
Die Durchführung der Planung zieht eine Zunahme der Flächenversiegelung wie auch eine Erhö-
hung des heute vorhandenen Verkehrsaufkommens nach sich. Aufgrund des erhöhten Verkehrs-
aufkommens ist potentiell auch von lärmbedingten Einwirkungen auf das Plangebiet wie auch
lärmbedingten Auswirkungen durch die Planung auf die benachbarten Wohnquartiere auszugehen.
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Eine Veränderung des Tier- und Pflanzenspektrums ist sehr wahrscheinlich. Nach Realisierung der
Planung stehen größere zusammenhängende Offenlandflächen nicht mehr zur Verfügung.
Das Orts- bzw. Landschaftsbild wird sich aufgrund der baulichen Entwicklung verändern. Während
heute weitläufige Ackerflächen und eine Pferdekoppel mit umgebenden Erschließungsstraßen dem
Betrachter das Bild einer offenen Stadtrandlage vermittelt, wird ein durch mehrgeschossige Wohn-
häuser sowie durch Einfamilienreihen- und –doppelhäuser bestimmter, städtischer Raum entste-
hen.
Die vorhandenen straßenbegleitenden Baum- und Strauchpflanzungen entlang der Mercatorstraße
und Merianstraße können teilweise in die künftig entstehenden Grünflächen integriert werden.
Um den Ansprüchen an ein gesundes Wohnumfeld und den Bedürfnissen nach wohnungsnahen
Erholungs- und Spielmöglichkeiten nachzukommen, werden innerhalb des Plangebietes eine grö-
ßere zusammenhängende öffentliche Spielfläche sowie öffentliche und private von der Allgemein-
heit nutzbare Grünflächen geschaffen. Daneben sieht die Planung private nutzbare Spiel- und Frei-
flächen vor.
Die Durchgrünung des Quartiers ist durch die Anpflanzung von Einzelbäumen, Baumreihen und -
gruppen vorgesehen. Im Norden wird der dort vorgesehenen Reihenhausbebauung mit privaten
Gärten ein ca. 25 m Grünkorridor mit extensiven Wiesenflächen und Gehölzen vorgelagert. Dieser
sogenannte „grüne Puffer“ bildet den neuen im Landschaftsschutzgebiet befindlichen durchgrünten
Ortsrand.
10.5 Umweltbelange gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 7 Buchstaben a – j und § 1a BauGB
10.5.1 Tiere
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: BauGB, BNatSchG, FFH-RL, VRL, Landnaturschutzgesetz NRW
Bestand:
Um im Zuge der verbindlichen Bauleitplanung artenschutzrechtliche Verbotstatbestände gemäß
§ 44 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) zu benennen und auszuschließen, wurde eine
artenschutzrechtliche Prüfung (Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag: ISR; 26.07.2019) durchgeführt.
Im Spätwinter bis Sommer 2018 erfolgten faunistische Kartierungen innerhalb des Plangebietes
und dessen unmittelbaren Umgebung mit den in Anlage 1 zum Umweltbericht aufgeführten Ergeb-
nissen. Ferner erfolgten in dem Zeitraum von März 2019 bis Mitte Juli 2019 vertiefende Kartierun-
gen von Offenland-Vogelarten.
Da in der ASP I die artenschutzrechtliche Betroffenheit der Tiergruppe der Vögel und der Arten-
gruppe der Fledermäuse nicht ausgeschlossen werden konnten, wurden diese in der ASP II
schwerpunktmäßig untersucht.
Wie die faunistischen Untersuchungsergebnisse zeigen, bilden die im Plangebiet und der unmittel-
bar anzutreffenden Biotop- und Nutzungsstrukturen Lebens- und Nahrungsraum (Habitate) für
zwei planungsrelevante Fledermausarten, die Zwergfledermaus und der Große Abendsegler, und
für zahlreiche Vogelarten.
Bei den insgesamt 15 Begehungen konnten 26 Vogelarten erfasst werden, wobei die Feldlerche,
der Kiebitz, der Mäusebussard, der Turmfalke und die Mehlschwalbe als planungsrelevante Arten
als Nahrungsgäste in Untersuchungsgebiet vereinzelt gesichtet wurden. Brutnachweise konnten
für die Vogelarten wie Amsel, Blaumeise, Buchfink, Heckenbraunelle, Kohlmeise, Ringeltaube,
Rotkehlchen und Singdrossel geführt werden. Diese können zu den sogenannten Allerweltsarten
gerechnet werden. Diese Arten besiedeln auch verdichtete städtische Siedlungsräume und können
sich veränderten Lebensräumen und Nahrungshabitat-Strukturen anpassen. Sie werden auch als
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/ 34
so genannte „Kulturfolger“ definiert. Für Fitis und Bachstelze, die nach der „Rote Liste Niederrhei-
nische Bucht“ gefährdet sind, wurde ein Brutverdacht geäußert, ein Nachweis konnte aber nicht
geführt werden.
Bei der in 2019 erfassten Vogelarten sowohl im Plangebiet wie auch auf den offenen nach Norden
anschließenden weitläufigen Ackerflächen wurden keine planungsrelevanten Offenlandarten wie
Wachtel, Feldlerche, Rebhuhn oder auch Kiebitz nachgewiesen. Bei den in 2018 durchgeführten
Erhebungen wurden Feldlerche und Kiebitz einmalig als Nahrungsgast / Rastvogel gesichtet. Bei
den gezielten Untersuchungen in 2019 wurde keine der genannten Arten beobachtet, weder als
Brutvogel noch als Nahrungsgast.
Gemäß ASP II ist mit einem Vorkommen weitere Tiergruppen, wie beispielsweise Amphibien und
Reptilien, aufgrund der fehlenden Lebensraumtypen nicht zu rechnen (Anmerkung: ASP Kapitel
6.1).
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Bei Nichtdurchführung der Planung blieben die heute anzutreffende Biotop- bzw. Nutzungsstruktu-
ren erhalten und ständen weiterhin für die bei der artenschutzrechtlichen Untersuchung gesichte-
ten Tierarten als Lebensraum und Nahrungshabitate zur Verfügung. Die Störeinwirkungen durch
Straßenverkehrslärm aus der Umgehung sowie durch die Freizeitnutzung im Bereich der das Plan-
gebiet durchquerenden Wegeverbindungen wären auch bei Nichtumsetzung der Planung gege-
ben.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Bei Umsetzung des geplanten Wohnquartiers am Damiansweg gehen die heute vorhandenen,
durch die landwirtschaftliche Nutzung geprägten Offenlandlebensräume verloren. Die linienhaften
Gehölzhabitate entlang der Mercatorstraße sollen, zumindest teilweise, langfristig erhalten bleiben.
Der dichte Gehölzbestand entlang der Merianstraße kann aufgrund der Planung nicht erhalten blei-
ben.
Mit der Entwicklung des neuen Wohnstandortes entstehen neue, wenn auch mehr gärtnerisch ge-
prägte, mit Bäumen gegliederte Grünflächen, die von den heute im Plangebiet vorkommenden Vo-
gelarten (Allerweltsarten) als Brut- und Nahrungshabitat auch teilweise genutzt werden können.
Im Einzelnen:
Auswirkungen der Planung auf Fledermäuse:
Abendsegler:
Der Große Abendsegler wurde nur bei der ersten Begehung erfasst. Es könnte sich hierbei um ei-
nen Nahrungsgast oder um ein ziehendes Tier handeln. Wochenstuben innerhalb des Plangebie-
tes konnten nicht nachgewiesen werden.
Somit führt die Durchführung der Planung zu keinen erheblichen Beeinträchtigungen oder zu ei-
nem Eintreten der Verbotstatbestände gemäß § 44 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG).
Zwergfledermaus:
Das Vorkommen der Zwergfledermaus konnte bei allen Begehungen nachgewiesen werden. Sie
nutzten die Gehölzbiotope parallel zu Mercatorstraße, die Baumreihe entlang der Merianstraße so-
wie die angrenzenden Ackersaumstreifen und Pferdekoppel als Jagdhabitate. Bei Durchführung
der Planung bleiben Gehölze entlang der umgebenden Straße teilweise erhalten. Das Angebot für
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Jagdhabitate der Zwergfledermaus wird ergänzt durch die Maßnahmenfläche im Norden des Plan-
gebietes, die als offene Wiesenfläche mit randlichen Bepflanzungen gestaltet im Bebauungsplan
festgesetzt wird.
Die Stallungen auf der Pferdekoppel wurden einer Schwarmkontrolle unterzogen. Hierbei konnten
keine ausfliegenden Fledermäuse nachgewiesen werden. Da die Stallungen sehr offen und zugig
gestaltet sind, wird eine Nutzung als Sommerquartier oder Wochenstube ausgeschlossen, zumal
im Umfeld mit den Siedlungsstrukturen und Gehöften deutlich geeignetere Strukturen zu finden
sind. Eine Nutzung als Tagesversteck ist für die Sommermonate nicht in Gänze auszuschließen.
Unter Beachtung der Vermeidungsmaßnahmen und fledermausgerechten Gestaltung der Maßnah-
menfläche im Norden des Plangebietes (siehe Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaß-
nahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswirkungen) sind artenschutzrechtlich Verbotstatbe-
stände für die Zwergfledermaus wie auch für die Gruppe der planungsrelevanten Feldmäuse ins-
gesamt auszuschließen.
Auswirkungen der Planung auf Vögel:
Für das Plangebiet wurden keine Brutnutzungen planungsrelevanter Vogelarten nachgewiesen.
Feldlerche und Kiebitz wurden einmal singend bzw. rastend als Zugvogel erfasst ohne Brutnach-
weis. Mehlschwalbe, Mäusebussard und Turmfalke, ferner auch die Bachstelze, wurden einmalig
oder auch vereinzelt auf Nahrungssuche (Jagdhabitat) beobachtet, ohne dass das Plangebiet ein
essentielles Jagdgebiet oder Nahrungshabitat darstellt. Für den Fitis besteht Brutverdacht in der
Gehölzstruktur parallel zur Mercatorstraße. Bei den weiteren nachgewiesenen Vogelarten handelt
es sich überwiegend um ubiquitäre, d.h. anpassungsfähige Kulturfolger.
Bei Durchführung der Planung bleiben Gehölzstrukturen entlang der umgebenden Straße teilweise
erhalten und werden durch Neupflanzungen ergänzt. Innerhalb des Plangebietes werden mit Bäu-
men, Rasen-/ Wiesenflächen gestaltete parkartige Vegetationsstrukturen entstehen. Das Angebot
als Nahrungshabitat wird ergänzt durch die Maßnahmenfläche im Norden des Plangebietes.
Unter Beachtung der Vermeidungsmaßnahmen und Gestaltung der Maßnahmenfläche im Norden
des Plangebietes (siehe Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nach-
teiliger Umweltauswirkungen) sind artenschutzrechtlich Verbotstatbestände für Vögel auszuschlie-
ßen.
Auswirkungen der Planung auf untersuchte Tierarten - Fazit:
Nach Durchführung der Planung ist bei Berücksichtigung der Vermeidungsmaßnahmen nicht mit
einem Eintreten der artenschutzrechtlichen Verbotstatbestände (§44 BNatSchG) für die Gruppe
der planungsrelevanten Fledermäuse und der Vögel zu rechnen.
Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Auf der Ebene des Bebauungsplanes werden der Erhalt und die Neupflanzung von standortgeeig-
neten Gehölzen und Bäumen festgesetzt. Die geplante Maßnahmenfläche an der nördlichen
Grenze wird überwiegend als Extensivgrünland mit vereinzelten Gehölzgruppen und Einzelgehöl-
zen planungsrechtlich festgesetzt und dauerhaft erhalten. Hierdurch können Brut- und Jagdhabi-
tate für Zwergfledermäuse, Abendsegler, Turmfalke, Mäusebussard, Fitis, Bachstelze und viele an-
dere Arten geschaffen werden. Sofern die Gehölze nicht an der nördlichen Grenze der Maßnah-
menfläche angeordnet werden, entsteht hierdurch auch keine weitere Vertikalstruktur, die abschre-
ckend auf Offenlandbrüter wie Kiebitz und Feldlerche wirkt. Hiermit können die Ziele des Arten-
schutzes gesichert werden, da hierdurch auch Ersatzlebensräume vor allem für siedlungsfolgende
Kleinvögel geschaffen werden.
Als Maßnahme zur Vermeidung des Eintritts des Tötungsverbotes wildlebender Vogelarten und
der planungsrelevanten Tiergruppe der Fledermäuse gemäß § 44 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG sind
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Baumfällungen und Baufeldräumung außerhalb der Brutzeit wildlebender Vogelarten und Fleder-
mäuse (Rodungsarbeiten: 01.10. bis 28./29.02. des Folgejahres) durch zu führen.
Bezogen auf die planungsrelevanten Fledermäuse gilt es nächtliche Arbeiten in Dunkelheit mittels
Ausleuchtung der Baustelle im Sinne des Vorsorgeschutzes im Zeitraum vom 01. März bis 31.
September eines Jahres zu vermeiden.
In den Bebauungsplan werden entsprechende Hinweise aufgenommen.
Ferner sind bauliche Maßnahmen zur Vermeidung von Vogelschlag an Glasflächen durch eine ent-
sprechende Fassadenausgestaltung zu berücksichtigen.
Im Sinne des vorsorgenden Artenschutzes und zur Stärkung der lokalen Populationen bietet es
sich an, innerhalb des Plangebietes Nistkästen für Allerweltsarten zu installieren.
Bewertung:
Um im Zuge der verbindlichen Bauleitplanung artenschutzrechtliche Verbotstatbestände gemäß §
44 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) zu benennen und auszuschließen, wurde eine
artenschutzrechtliche Prüfung durchgeführt. Lebens- oder Fortpflanzungsstätten planungsrelevan-
ter / streng geschützter Vogel- und Fledermausarten wurden nicht festgestellt. Zur Vermeidung des
Tötungsverbotes für die festgestellten besonders geschützten Arten wird eine terminierte Baufeld-
räumung vorgesehen. Ausgleichsmaßnahmen, auch vorgezogene, sind nicht erforderlich, die Ver-
letzung von Verbotstatbeständen aus dem Artenschutzregime des Bundenaturschutzgesetzes
(BNatSchG) sind nicht zu erwarten.
10.5.2 Pflanzen
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: BauGB, BNatSchG, Landesnaturschutzgesetz NRW, Baumschutzsat-
zung Stadt Köln
Im Juni 2018 erfolgte die Kartierung des im Bebauungsplangebiet vorhandenen Biotoptypenbe-
standes und des in der Örtlichkeit vorhandenen Baum- und Gehölzbestandes.
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Biotoptypen/ Nutzungstypen:
Heute befinden sich innerhalb des Plangebietes große zusammenhängende Ackerflächen sowie
als Pferdekoppel genutzte Fettweiden. Ackerraine mit einem Anteil von Wildkräutern begrenzen
die ackerbaulich genutzten Flächen im nordöstlichen und nordwestlichen Teil des Plangebietes.
Die nordöstliche Plangebietsgrenze wird durch die Mercatorstraße gebildet. Innerhalb deren Stra-
ßenböschung sind Feldgehölze mit starkem bzw. mittlerem Baumholz mit überwiegend bodenstän-
digen Baumarten wie Feld-, Spitz- und Bergahorn, Stieleiche, Traubenkirsche und Winterlinde an-
zutreffen. Als strauchartige Gehölze sind ferner Schlehe, Schneeball, Hundsrose, Holunder und
Salweide vorhanden. Entlang der südlichen und südwestlichen Grenze der Merianstraße sind
ebenfalls die zuvor genannten Vegetationsstrukturen und Gehölzarten anzutreffen. Die an den
Damiansweg unmittelbar östlich angrenzende Vegetationsfläche ist als innerstädtisches Begleit-
grün mit wenigen krautigen Pflanzenarten zu charakterisieren. Vereinzelt stehen entlang dieses
Straßenrandes kleine Obstbäume sowie Bergahorn. Die Straße „Damiansweg“ sowie auch der
mittig durch das Plangebiet verlaufende Fuß- und Radweg ist asphaltiert und somit als versiegelte
Fläche zu betrachten. Der südlich entlang der Pferdekoppeln verlaufende Weg (Trampelpfad) ist
nicht versiegelt und wird durch den Aufwuchs von ruderalen Säumen (Stickstoffzeigerpflanzen) be-
stimmt. Durch die intensive landschaftliche Nutzung sind heute innerhalb des Plangebietes bis auf
die straßenbegleitenden Feldgehölze keine höherwertigen Biotopstrukturen anzutreffen.
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Baumbestand:
Im Rahmen der Erstellung des Landschaftspflegerischen Fachbeitrags/Grünordnungsplan wurde
eine Baumkartierung und –bewertung durchgeführt.
Insgesamt wurden im Plangebiet 195 Bäume kartiert und in der Anlage des Grünordnungsplanes
(FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH, Stand 20.11.2019) zum Bebauungsplan 62457/02 in ei-
nem Baumverzeichnis aufgenommen. Von den 195 kartierten Bäumen sind 145 Bäume durch die
Baumschutzsatzung der Stadt Köln geschützt.
Der vor Ort anzutreffende Baumbestand setzt sich wie bereits erwähnt, aus Baumarten wie Feld-,
Spitz- und Bergahorn, Stieleiche, Traubenkirsche, Winterlinde, vereinzelt Walnuss und Obstbäu-
men zusammen.
An der nordöstlichen Plangebietsgrenze, innerhalb der Straßenböschung zur Mercatorstraße, be-
finden sich zehn durch das Alleenkataster des Landes Nordrhein-Westfalens geschützte Linden.
Die Lindenallee entlang der Mercatorstraße (AL-K-0022) ist eine einfache Allee – 2-reihig –und
verbindet mit einer Gesamtlänge von 1,7km Chorweiler und Blumenberg. Die Bäume als Teil der
Allee unterliegen dem gesetzlichen Schutz von § 41 Landesnaturschutzgesetz NRW (LNatSchG
NW).
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Bei Nichtdurchführung des geplanten neuen Wohnstandortes am Damiansweg würden die heute
im Plangebiet vorhandenen Biotoptypen bzw. Nutzungstypen auch weiterhin anzutreffen sein. Glei-
ches gilt für den vorhandenen Baumbestand.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Bei Umsetzung der Planung entsteht ein neuer Wohnstandort. Vorgesehen sind eine Mehrfamilien-
hausbebauung mit bis zu fünf Geschossen und Tiefgarage, eine Kindertagestätte, zweigeschos-
sige Reihenhäuser sowie zweigeschossige Einfamilienreihen- und Einfamiliendoppelhäuser mit pri-
vaten Gärten, die hofartig um einen privaten Freiraum angeordnet werden. Die Fläche der vorhan-
denen straßenbegleitenden Baum- und Strauchpflanzungen entlang der Mercatorstraße werden zu
Gunsten von Stellplätzen größtenteils verringert. Im Bereich des westlichen Abschnittes der Meri-
anstraße erfolgt entlang der südlichen Plangebietsgrenze die Neupflanzung einer Baumhecke mit
standortgerechten Arten.
Ferner werden innerhalb des Plangebietes öffentliche Grünflächen als Parkanlage sowie eine grö-
ßere zusammenhängende öffentliche Spielfläche und private von der Allgemeinheit nutzbaren
Grünflächen entstehen, die als Rasen- und Gehölzflächen mit heimischen, standorttypischen Ge-
hölzen gestaltet werden. Die Durchgrünung des Plangebietes erfolgt mit Baumpflanzungen entlang
von Erschließungsstraßen, innerhalb der Wohnbauflächen sowie in den geplanten öffentlichen und
privaten Freiflächen. Geschnittene Hecken sind zur Einfriedung von privaten Gartenflächen vorge-
sehen.
Planungsrechtlich wird die Anpflanzung von 101 Bäumen auf Flächen im Plangebiet durch Festset-
zungen gesichert. Bei Realisierung des zum Bebauungsplanverfahren vorliegenden Begrünungs-
plans (Stand 20.11.2019) und der Verkehrsplanung werden insgesamt ca. 157 Neupflanzungen
verortet.
Zur Realisierung der Planung müssen 138 Bäume gefällt werden (davon 104 geschützt nach
Baumschutzsatzung). Erhalten bleiben insgesamt 57 Bäume, dabei handelt es sich um 41 sat-
zungsgeschützte Bäume und 16 nicht satzungsgeschützte Bäume.
Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblich nachteiliger Umweltauswirkun-
gen:
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Der Eingriff in die heute entlang der Mercatorstraße vorhandenen Vegetationsflächen ist auf ein
Minimum beschränkt. Im Bebauungsplan sind der Erhalt und die Ersatzpflanzung planungsrecht-
lich festgesetzt. Die Durchgrünung des Wohnquartiers durch die Anpflanzung mit Bäumen ist
ebenfalls durch grünordnerische Festsetzungen zu sichern. Die Begrünung der Dachflächen im
Bereich der Mehrfamilienhausbebauung, wie auch die Begrünung von unterbauten Flächen, wird
ebenfalls planungsrechtlich festgeschrieben.
Im allgemeinen Wohngebiet WA 2 entsteht eine in Nord-/Südrichtung verlaufende mit Bäumen be-
standene private Grünfläche, die von der Allgemeinheit genutzt werden kann. Auf den Grünflächen
und im allgemeinen Wohngebiet werden insgesamt 101 Bäume zur Anpflanzung im Bebauungs-
plan festgesetzt. Die Planung sieht insgesamt eine Anpflanzung von ca. 150 Bäumen vor.
Des Weiteren ist die als „grüner Puffer“ zur nördlichen Wohnbebauung geplante Vegetationsfläche
als Fläche für die Entwicklung von Natur und Landschaft planungsrechtlich festgeschrieben und
dadurch dauerhaft gesichert.
Da der durch die Planung ausgelöste Eingriff innerhalb des Plangebietes nicht vollständig ausge-
glichen werden kann, wird außerhalb des Plangebietes im Stadtteil Köln-Worringen eine Aus-
gleichsfläche von ca. 3,2 Hektar planungsrechtlich gesichert.
Die heute ackerbaulich genutzte städtische Fläche befindet sich im Stadtteil Worringen am Orts-
rand nördlich des Mörterweges und südlich des Pletschbachs. Es handelt sich um ein Teilstück
aus Flurstück 181, Flur 43, Gemarkung Worringen und wird dauerhaft in eine extensive Fettwiese
(Grünland) umgewandelt.
Bewertung:
Der geplante neue Wohnstandort am Damiansweg initiiert einen erheblichen Eingriff in den vor-
handenen Vegetationsbestand. Aufgrund der Überbauung sowie der Errichtung neuer versiegelter
Erschließungsflächen gehen die im Plangebiet vorhandenen Vegetationsflächen verloren. Es müs-
sen 138 Bäume gefällt werden. Durch die landwirtschaftliche Flächenbewirtschaftung ist derzeit,
bis auf die randlichen Feldgehölze, nur ein geringes Artenspektrum anzutreffen. Im Rahmen der
geplanten Neubaumaßnahme und der damit zusammenhängenden plangebietsinternen Grünmaß-
nahmen (u.a. Schaffung von Grünflächen und Pflanzung von neuen Bäumen) kann das Artenspek-
trum insbesondere durch Neuanpflanzung und die Anlage von Grünflächen mit standortgeeigneten
Pflanzenarten erweitert werden. Im Bebauungsplan wird die Anpflanzung von 101 Bäumen festge-
setzt. Die Planung sieht insgesamt eine Anpflanzung von ca. 150 Bäumen vor.
Das bilanztechnisch verbleibende Defizit ist durch einen externen Ausgleich innerhalb des Stadt-
gebietes von Köln auszugleichen. Eine heute ackerbaulich genutzte städtische Fläche am Orts-
rand von Worringen wird in eine extensive Fettwiese umgewandelt und dauerhaft unterhalten. Die
Fläche beträgt ca. 3,2 Hektar.
Das Schutzgut „Pflanzen“ ist trotz Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen innerhalb des Plange-
bietes betroffen.
10.5.3 Fläche/ Versiegelungsgrad
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: § 1 BauGB
Bestand – (derzeitiger Versiegelungsgrad):
Bei den im Plangebiet anzutreffenden Flächen handelt es sich, bis auf befestigte Straßen- und
Wegflächen, um großflächige zusammenhängende unversiegelte Vegetationsflächen, die acker-
baulich bewirtschaftet werden. Im südlichen Teil des Plangebietes befinden sich Weideflächen, die
als Pferdekoppeln genutzt werden. Der Versiegelungsgrad beträgt heute ca. 10 (9,6) Prozent.
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Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Die Flächennutzung und der Versiegelungsgrad der Fläche bei Nichtdurchführung der Planung
entsprechen dem des Bestandes.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung (künftiger Versiegelungsgrad):
Bei Durchführung der Planung kommt es zu einer großflächigen Versiegelung. Der Versiegelungs-
grad wird voraussichtlich ca. 64 Prozent betragen. Dies bedeutet eine Steigung um ca. 54 Prozent
gegenüber dem heutigen Versiegelungsanteil. Im Rahmen der Versiegelung entstehen Flächen für
die Bebauung und Erschließung.
Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Die Zunahme der Flächenversiegelung ist bei Umsetzung der Planung in Abhängigkeiten von den
geplanten Nutzungen auf das notwendige Maß zu beschränken. Über die Festsetzung der zulässi-
gen Grundflächenzahl (GRZ) wird auf den Grad der künftigen Versiegelung Einfluss genommen.
Im allgemeinen Wohngebiet WA 2 wird eine Grundflächenzahl von 0,45 festgesetzt, die durch Ne-
benanlagen maximal um 50 Prozent überschritten werden dürfen. Dadurch ist die Versiegelung der
Grundstücksfläche beschränkt.
Über planerische Festsetzungen, die den Erhalt und die Neuanlage von Pflanzflächen und von
Bäumen regeln, wird der Anteil der Flächenversiegelung ebenfalls begrenzt.
Durch die Sicherung einer 2.550 m² großen öffentlichen Grünfläche mit öffentlichem Spielplatz in-
nerhalb des Plangebietes wird dauerhaft eine größere zusammenhängende unversiegelte Fläche
vorhanden bleiben. Ferner entsteht innerhalb des allgemeinen Wohngebietes WA 2 ein 800 m²
großer, privater, für die Allgemeinheit nutzbarer, Grünkorridor. Entlang der östlichen Plangebiets-
grenze im Böschungsbereich der Mercatorstraße sowie entlang der im Süden befindlichen Merian-
straße werden unversiegelte Flächen als Vegetationsflächen zum Erhalt und zur Neuanpflanzung
von Bäumen und Sträuchern planungsrechtlich festgeschrieben.
Ferner wird im Norden des Plangebietes eine ca. 4.200 m² unversiegelte Fläche für Maßnahmen
zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft, die als Ausgleichsmaß-
nahme innerhalb des Plangebietes angerechnet wird, baurechtlich festgesetzt.
Bewertung:
Mit der Zielsetzung den Standort am Damiansweg langfristig als Wohnstandort zu entwickeln,
wurde bereits bei den dem Bebauungsplan vorgeschalteten Planungen (FNP und Landschafts-
plan) langfristig der Aufgabe von für die Landwirtschaft verfügbaren Flächen Rechnung getragen.
Der Versiegelungsgrad innerhalb des Plangebietes beträgt im Bestand ca. 10 Prozent. Bei Umset-
zung der Planung wird der Anteil der Flächenversiegelung auf ca. 64 Prozent ansteigen. Der künf-
tige unversiegelte Flächenanteil von ca. 36 Prozent wird durch verschiedene planungsrechtliche
Festsetzungen im Bebauungsplan dauerhaft festgeschrieben. Hierzu zählen die Ausweisung von
Flächen zum Erhalt und zur Anpflanzungen von Bäumen, Sträuchern und sonstiger Bepflanzung
entlang der Mercatorstraße sowie der Merianstraße, von Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur
Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft im Norden des Plangebietes wie auch die
dauerhafte Sicherung öffentlicher Grünflächen innerhalb des Plangebietes sowie einem privaten
von der Allgemeinheit nutzbaren Grünzug innerhalb von WA 2. Die Betroffenheit des Umweltguts
„Fläche“ ist dennoch als erheblich einzustufen.
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10.5.4 Boden
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: § 1a BauGB, BBodSchG, BBodSchV, LBodSchG NRW
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Das Plangebiet wird heute weitgehend ackerbaulich genutzt, der südliche Teil wird als Weidefläche
genutzt, vereinzelt sind Feldgehölze anzutreffen. Nach Aussage der Bodenkarte (BK) 50 von Nord-
rhein-Westfalen sind im Plangebiet „Parabraunerde“ in tonig-schluffiger und sandig-lehmiger Aus-
prägung wie auch stark lehmig-sandige Kolluvien anzutreffen. Auch gemäß den Ergebnissen der
„Landwirtschaftlichen Standorterkundung“ (BK5, GD, NRW 1:500 – Bereich Damiansweg) vom
19.03.2019 kommt im westlichen Teil des Plangebietes tonig-schluffige Parabraunerde (L33) vor.
Im östlichen Teilbereich steht sandig-lehmige Parabraunerde (L 44) an. Im Nordwesten östlich des
Wendehammers am Damiansweg steht lehmig-sandige Kolluvien (K53) an. Die Bodenartgruppe
des Oberbodens ist als sandig bis lehmig zu charakterisieren. Die landwirtschaftliche Nutzungseig-
nung wird in den Bewirtschaftungsformen als für Acker- und Weidenutzung bewertet (Quelle –
Landwirtschaftliche Standorterkundungen Geologischer Dienst, NRW Auszug von Stadt Köln).
Die vorhandenen Böden stellen schutzwürdige Böden dar. Diese Böden erfüllen die Bodenfunktio-
nen nach § 2 Absatz 2 Nummer 1 bzw. 2 des Bundes-Bodenschutzgesetzes (BBodSchG) im be-
sonderen Maße. Diese sind heute zum einen die natürliche Funktionen als Lebensgrundlage und
Lebensraum für Menschen, Tiere, Pflanzen und Bodenorganismen, Bestandteil des Naturhaus-
halts, insbesondere mit seinen Wasser- und Nährstoffkreisläufen, Abbau-, Ausgleichs- und Auf-
baumedium für stoffliche Einwirkungen auf Grund der Filter-, Puffer- und Stoffumwandlungseigen-
schaften, insbesondere auch zum Schutz des Grundwassers, zum anderen eine Funktion als Ar-
chiv der Natur- und Kulturgeschichte. Vorbelastungen aus der heutigen Bewirtschaftung der im
Plangebiet anstehenden Bodenflächen sind nicht bekannt. Der Unteren Bodenschutzbehörde,
Stadt Köln liegen auch keine Hinweise vor, dass Verstöße bezügliche der Bewirtschaftung gegen
§ 17 BBodSchG und der Düngeverordnung vorliegen.
Durch das Grundwasser-Monitoring der Stadt Köln wird ein dem Hintergrundgehalt entsprechender
Nährstoffeintrag bestätigt.
Der nördliche Planbereich, bis zu einer Geländehöhe von 45,5 Metern über NN, ist laut Aussage
der unteren Bodenschutzbehörde Bestandteil eines Altarmsubsystems des Rheins und bildet somit
einen natürlichen Retentionsraum bei Starkregenereignissen. Dieser Bereich sollte möglichst von
jeglicher Versiegelungsmaßnahme freigehalten werden.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Die vorhandene Bodenfunktion wie auch die Bodennutzung durch die landwirtschaftliche Bewirt-
schaftung bliebe dauerhaft erhalten. Der jetzige Bodenzustand würde weiterhin bestehen bleiben.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Bis auf die entlang der nördlichen Plangebietsgrenze geplante Ausgleichsfläche zur Umsetzung
von landschaftspflegerische Maßnahmen und den Erhalt der bepflanzten Straßenböschungen ent-
lang der Mercatorstraße sowie der öffentlichen Grünfläche im Plangebiet wird bei Durchführung
der Planung dauerhaft in das vorhandene Bodengefüge eingegriffen und die Versiegelung von Bo-
den vorgenommen.
Der Anteil des Versiegelungsgrades erhöht sich von ca. 10 Prozent im heutigen Bestand auf ca. 64
Prozent bei Durchführung der Planung.
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Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Durch Festlegung einer zulässigen GRZ von 0,4 im Geschosswohnungsbau, 0,45 im Bereich der
Reihenhäuser und 0,5 für das Kita-Gebäude wird eine allzu starke Versiegelung vermieden, jedoch
gleichzeitig eine ausreichend dichte Bebauung gewährleistet, um den Gesamtflächenverbrauch
möglichst gering zu halten. Im nördlichen Teil des Plangebietes wird eine ca. 4200 m² große Flä-
che als planinterne Ausgleichsfläche für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung
von Natur und Landschaft festgesetzt. Die heute ackerbaulich genutzte Fläche wird künftig als ex-
tensives Grünland mit eingestreuten Einzelbäumen und Gehölzgruppen entwickelt. Die in diesem
Bereich anstehenden Böden, d.h. sandig-lehmige Parabraunerde (L 44) wie auch lehmig-sandige
Kolluvien (K 53) bleiben in ihrer Ausprägung erhalten, da aufgrund der planungsrechtliche Siche-
rung als Fläche für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Land-
schaft an Standort Eingriffe in das anstehende Bodengefüge vermieden werden können. Diese
Fläche ist Bestandteil des unter Bestand dargestellten Altarmsubsystems und kann somit teilweise
von Bebauung freigehalten werden. Bei der versiegelungsfreien Nutzung und einer partiellen Ablei-
tung von Niederschlagswasser in diese Fläche ist es möglich, die Kühlleistungsfunktion hinsichtlich
der Verdunstungsleistung von Boden / Pflanze zu erhalten bzw. zu erhöhen und einen partiellen
mikroklimatischen Ausgleich für den überbauten Planbereich zu schaffen.
Des Weiteren wird der Erhalt von unversiegelten Bodenflächen über die Ausweisung von Flächen
zum Erhalt und zur Anpflanzung von Bäumen, Sträuchern und sonstiger Bepflanzung entlang der
Mercatorstraße sowie der Merianstraße, wie auch über die dauerhafte Sicherung öffentlicher und
privater Grünflächen innerhalb des Plangebietes gesichert. Da innerhalb des Plangebietes kein
vollständiger Biotopwert- und Flächenausgleich geleistet werden kann, ergibt sich bei Umsetzung
der Planung die Verpflichtung eines externen Ausgleichs, der auch die bodenschutzrechtlichen Be-
lange berücksichtigen sollte. Die externe Ausgleichsmaßnahme sieht eine Extensivierung heute
ackerbaulich genutzten Fläche von ca. 3,2 Hektar vor. Die planungsrechtlich als externer Aus-
gleich zu sichernde Fläche befindet im Stadtteil Worringen auf der Gemarkung Worringen, Flur 43
und bildet eine Teilfläche des Flurstückes 181. Die Ackerfläche zwischen Mörterweg und dem
Pletschbach wird dauerhaft in eine extensive Fettwiese (Grünland) umgewandelt. Bei einer Nut-
zungsextensivierung kann von einer Aufwertung der Bodenfunktionen ausgegangen werden.
Bewertung:
Die Planung initiiert einen Eingriff in den Boden und damit in das bestehende Bodengefüge. Die
Bodenfunktionen, die von den als schutzwürdig bewerteten Böden (Parabraunerden und Kolluvien)
erfüllt werden, werden weitestgehend eingeschränkt. Das heute vorhandene durch die landwirt-
schaftliche Nutzung geprägte Bodengefüge von Kulturböden geht bis auf eine größere zusammen-
hängende Fläche entlang der nördlichen Plangebietsgrenze dauerhaft verloren. Die Betroffenheit
des Umweltbelangs „Schutzgut Boden“ ist trotz der angeführten Verminderungsmaßnahmen auf-
grund des zu erwartenden dauerhaften Eingriffs in das anstehende Bodengefüge als erheblich zu
bewerten.
10.5.5 Wasser
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
10.5.5.1 Oberflächenwasser
Ziele des Umweltschutzes: WHG, LWG NRW, BNatSchG, Landesnaturschutzgesetz NRW,
WRRL
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Innerhalb des Plangebietes befinden sich keine Gewässer. In der näheren Umgebung sind eben-
falls keine oberirdischen Gewässer anzutreffen.
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Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Bei Nichtdurchführung der Planung wären keine Oberflächengewässer betroffen.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Die Belange des Umweltgutes Oberflächenwasser sind durch die Planung nicht betroffen. Die An-
lage von Oberflächenwasser in Form von stehenden und / oder fließenden Gewässern sind inner-
halb des Plangebietes wie auch in der unmittelbar angrenzenden Nachbarschaft nicht vorgesehen.
Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Da Belange des Umweltgutes Oberflächenwasser weder bei Nicht-, noch bei Durchführung der
Planung betroffen ist, werden keine Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erfor-
derlich.
Bewertung:
Der Umweltbelang „Oberflächenwasser“ ist durch die Planung nicht betroffen.
10.5.5.2 Grundwasser
Ziele des Umweltschutzes: WHG, LWG NRW
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Aufgrund des geringen Anteils an versiegelten Flächen sind eine Niederschlagsrückführung und
eine Wiederzuführung in den natürlichen Wasserkreislauf möglich. Der Grundwasserflurabstand
beträgt heute 7-10 m in Abhängigkeiten von den Wasserständen des Rheins als Vorfluter. Ein po-
tentieller Nährstoffeintrag durch die intensiv betriebene landwirtschaftliche Nutzung in das Grund-
wasser ist möglich. Das Plangebiet fällt unter den Anwendungsfall des § 44 Landeswassergesetz
in Verbindung mit § 55 Abs. 2 WHG. Danach ist das Niederschlagswasser von Grundstücken, die
nach dem 01.01.1996 erstmalig befestigt oder an die öffentliche Kanalisation angeschlossen, zu
versickern, zu verrieseln oder in ein Gewässer einzuleiten.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Die Flächen ständen für die Regenwasserrückführung und damit der Grundwasserneubildung in
gleichem Umfang wie beim derzeitigen Geländezustand zur Verfügung.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Bei Durchführung der Planung erhöht sich der Anteil an versiegelten Flächen von ca. 10 Prozent
im Bestand auf ca. 64 Prozent in der Planung. Durch den erhöhten Versiegelungsanteil steht künf-
tig ein geringerer Flächenanteil für die Rückführung von Niederschlagswasser über belebte, d.h.
unversiegelte Bodenflächen zur Rückführung in den natürlichen Gewässerkreislauf zur Verfügung.
Die heute vorhandene Grundwasserneubildung wird stark eingeschränkt.
Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Der künftig im Plangebiet zulässige Versiegelungsgrad wird über die Festsetzung maximal zulässi-
ger Grundflächenzahlen in den einzelnen Teilflächen des Allgemeinen Wohngebietes geregelt.
Ferner erfolgen Festsetzungen zum dauerhaften Erhalt und zur Entwicklung von unversiegelten
Vegetations- und Grünflächen. Über diese dauerhaft auch künftig nicht versiegelten Flächen kann
Niederschlagswasser überwiegend in den natürlichen Gewässerkreislauf zurückgeführt werden.
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Des Weiteren wird die Rückhaltung von unbelastetem Niederschlagswasser über ein Regenma-
nagement (vergleiche Leinfelder Ingenieure GmbH, Haan (2019): Stadtentwässerungsbetriebe
Köln, AG, öffentliche und private Erschließung Damiansweg in Köln – Bebauungsplan 6247/02 –
Erläuterungsbereich zur Entwurfsplanung öffentlicher Kanal, Stand 15.08.2019; und: Leinfelder In-
genieure GmbH, Haan (2018): Erläuterungsbericht, Entwässerungskonzept, Regenwasserablei-
tung außerhalb von Verkehrsflächen; Mai 2018) erfolgen. Zur Rückhaltung bzw. zur Verzögerung
des Abflusses von auf begrünten Dachflächen und Außenflächen auf unterbauten Flächen anfal-
lendem Niederschlagswasser sieht die Planung gezielte Wasserrückführungsmaßnahmen vor.
Des Weiteren wird eine extensive Dachbegrünung der bei Gebäuden mit Flachdächern und flach-
geneigten Dächern festgesetzt, wodurch Regenwasser im Wasserkreislauf zurückgehalten wird.
Als weitere Maßnahme erfolgt die gezielte Regenwasserrückführung im Wohngebiet WA 1.1, WA
1.2 und WA 2. Das anfallende Niederschlagswasser soll über die als Mulde ausgebildete Rasenflä-
che innerhalb des privaten Grünzuges erfolgen. Eine weitere Grünfläche, die der temporären
Rückhaltung dient, wird im Südosten des Plangebietes entstehen. Das im WA 1.1 anfallende Nie-
derschlagswasser wird über Vegetationsflächen auf unterbauten Flächen über ein Rigolen-System
in die im Südosten des Plangebietes als Mulde ausgebildete Grünfläche eingeleitet und versickert.
Für den Bereich des Geschosswohnungsbaus am Pleißesteig und der Kindertagesstätte (WA 1.2)
sowie der Einfamilienhausbebauung südlich des Pleißesteigs (südlicher Abschnitt des WA 2) ist
eine Abführung des Niederschlagswasser in den Mischwasserkanal vorgesehen, da eine Versicke-
rung aufgrund der Bodenbeschaffenheit nicht möglich ist.
Das globale Höhenkonzept des Bau- bzw. Plangebietes Regenmanagement (vergleiche Leinfelder
Ingenieure GmbH, Haan (2019): Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AG, öffentliche und private Er-
schließung Damiansweg in Köln – Bebauungsplan 6247/02 –Erläuterungsbereich zur Entwurfspla-
nung öffentlicher Kanal, Stand 15.08.2019) beruht auf einer Anpassung der Geländehöhen, so
dass ein schadfreier Abfluss von Niederschlagswasser auf der Oberfläche im Starkregenfall (n <
0,033) gewährleistet ist. Die Nord-Südachse des Plangebietes wird von einer Grünachse durchzo-
gen, welche wie ein V-Profil im Gelände liegt. Zirka Zweidrittel dieser Achse ist nach Norden hinge-
neigt, das restliche Drittel ist nach Süden geneigt. Die im Norden nördlich von WA 2 gelegene
Grünfläche wie auch die im Süden, nördlich der Merianstraße gelegene Grünfläche sind leicht mul-
denartig ausgebildet. Die verkehrlichen Erschließungsflächen, d. h. die privaten Wege und die öf-
fentlichen Verkehrsflächen besonderer Zweckbestimmung werden mit einem umgedrehten Dach-
gefälle ausgebildet, sodass das Oberflächenwasser schadfrei in die Richtungen zu den unversie-
gelten Grünflächen transportiert werden kann.
Bei der Planung der Maßnahmen zur Rückführung von Niederschlagswasser in den natürlichen
Grundwasserkreis erfolgt ein Bodenaustausch von für eine Versickerung nicht geeigneten Böden.
Da sich das Plangebiet im Trinkwasserschutzgebiet des Wasserwerkes „Volkhoven / Weiler“
RheinEnergie AG (Gebietsnummer 490616) innerhalb der Schutzzone III A befindet, sind Verbote
und Auflagen auch hinsichtlich der Wasserbehandlung und der Wasserrückführung zu berücksich-
tigen. In der Wasserschutz – Zone III A ist anfallendes Abwasser über ein geordnetes geschlosse-
nes Kanalsystem aus dem Plangebiet abzuführen. Die Errichtung von Abwasserbehandlungsanla-
gen ist verboten. Von dem Verbot ausgenommen sind die Anlage und der Betrieb von Regenüber-
laufbecken, Regenrückhaltebecken und Kleinkläranlagen. Ebenfalls zulässig ist das Versickern
von schwach belastetem Niederschlagswasser, das aus Regenwasserabführung von Dachflächen
erfolgt. Das für das Plangebiet erarbeitete Regenwassermanagement berücksichtigt die vorge-
nannten Auflagen aufgrund der Schutzausweisung.
Bewertung:
Durch den erhöhten Versiegelungsanteil steht bei Realisierung der Planung ein geringerer Flä-
chenanteil an unversiegelter Fläche bei der Rückführung von Niederschlagswasser in den natürli-
chen Wasserkreislauf zur Verfügung. Der öffentliche Abwasserkanal im Damiansweg kann das an-
fallende Schmutzwasser des Plangebietes aufnehmen. Das nicht klärpflichtige Niederschlagswas-
ser ist gemäß § 44 Landeswassergesetz NRW in Verbindung mit § 55 Wasserhaushaltsgesetz von
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Grundstücken (Erstbebauung) zu versickern. Hierdurch kann auch künftig Wasser zur Grundwas-
serneubildung in den natürlichen Gewässerkreislauf eingespeist werden. Mit Hilfe des erarbeiteten
Regenwassermanagements kann eine Rückführung des Regenwassers auch bei Starkregener-
gebnisse in Teilbereichen des Plangebietes über unversiegelte Mulden, Mulden-Rigolen und Grün-
flächen innerhalb des Plangebietes in den Gewässerkreislauf erfolgen. Für den Bereich des Ge-
schosswohnungsbaus am Pleißesteig und der Kindertagesstätte sowie der Einfamilienhausbebau-
ung südlich des Pleißesteigs ist eine Abführung des Niederschlagswasser in den Mischwasserka-
nal vorgesehen, da eine Versickerung aufgrund der Bodenbeschaffenheit nicht möglich ist.
10.5.6 Luft
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
10.5.6.1 Luftschadstoffe – Emissionen, auch Treibhausgase
Ziele des Umweltschutzes: BImSchG, 39. BImSchV, TA Luft, Abstandserlass NW
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Im Plangebiet werden heute erkennbar keine Luftschadstoffe emittiert. Im Nahbereich liegen mit
den Gebäudeheizungen und dem Kfz-Verkehr auf dem Damiansweg, der Mercator- und Merian-
straße Emissionsquellen luftfremder Stoffe vor.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Bei Nichtumsetzung der Planung werden auch künftig erkennbar keine Luftschadstoffe emittiert.
Der zu erwartende Umweltzustand in Bezug auf Emissionen entspricht dem Umweltzustand des
Bestandes.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Die Bebauung des Plangebietes führt zur Emission von Luftschadstoffen aus Feuerungsanlagen
und Fahrverkehren im Plangebiet.
Die Heizenergieversorgung im Bereich der Mehrfamilienhausbebauung im WA 1.1 und WA 1.2 er-
folgt über einen Fernwärmeanschluss. Die Ein- und Zweifamilienhausbebauung im WA 2 wird
durch Nahwärme unter Einsatz moderner Strom-Wärme-Kopplungssysteme durch ein Blockheiz-
kraftwerk (BHKW) innerhalb des Plangebietes sichergestellt. Beide Energiesysteme gewährleisten
eine besonders schadstoffarme Energieerzeugung.
Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Die städtebauliche Anordnung der geplanten Wohnstandorte reagiert auf die auf das Plangebiet
bereits einwirkenden Luftschadstoffe aus dem benachbarten Straßenverkehr, indem die Gebäude
von den heute schon vorbelasteten Hauptverkehrsachsen Mercatorstraße und Merianstraße räum-
lich abgerückt angeordnet werden. Die hofartige Gebäudeanordnung bei den geplanten Einfamili-
enreihenhäusern wie auch bei den geplanten mehrgeschossigen Wohnhöfen sichert die Entwick-
lung emissionsabgewandter privater Freiräume. Zur Minderung und zum Ausgleich nachteiliger
Wirkungen werden Pflanzungen sowie Maßnahmen der Dachbegrünung festgesetzt. Die innerhalb
des Plangebietes festgesetzten öffentlichen Grünflächen dienen ferner als Luftaustauschflächen,
d. h. sie übernehmen Filterfunktion. Gleiches gilt für die zur Begrünung festgesetzten Dachflächen.
Die im Norden, Osten und Südosten zum Erhalt und zur Neuanpflanzung festgesetzten Grünland-
bzw. Gehölzflächen übernehmen ebenfalls eine gewisse Filterfunktion.
Durch die gewählte Heizenergieversorgung ist gegenüber einer konventionellen Wärmebelastung
eine schadstoffarme Energieversorgung gewährleistet.
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Bewertung:
Das Plangebiet liegt in einem Gebiet mittlerer Luftgüte (siehe 10.5.6.2). Die Bebauung des Plange-
bietes führt zum Anfall von Luftschadstoffen aus Feuerungsanlagen (Heizung) und Fahrverkehren.
Durch Gebäudebegrünungs- und –durchgrünungsmaßnahmen können nachteilige Wirkungen teil-
weise kompensiert werden. Die Wärmeerzeugung wird in Form der im Vergleich zu einer konventi-
onellen Wärmeversorgung emissionsarmen Nah- und Fernwärmeversorgung gewährleistet.
10.5.6.2 Luftschadstoffe – Immissionen
Ziele des Umweltschutzes: BImSchG, 39. BImSchV, Zielwerte des LAI, TA Luft
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Das Plangebiet befindet sich gemäß Luftgüte-Index (LUGI) (Dr. Rabe Hygiene Consult 2003: 19ff
sowie Stadt Köln/ ©Geobasisdaten: Landesvermessungsamt NRW Bonn, 1234/20) für den Stadt-
teil Köln-Volkhoven/Weiler überwiegend in der Zone II, die eine mittlere Luftgüte aufweist. Inner-
halb der Luftgütezone II ist das Plangebiet einem Luftgüte-Index von 1,4 zugeordnet, dies ent-
spricht nach LUGI einer mäßig hohen Belastung. Eine mäßig hohe Belastung wird für die Wohnbe-
völkerung als im Allgemeinen nicht mehr problematisch gewertet. In unmittelbarer Nähe von stark
befahrenen Straßen (hier Mercatorstraße) können nach wie vor bedenkliche Belastungen beste-
hen (Quelle LUGI). Bedeutende industrielle oder gewerbliche Emittenten im oder in der unmittelba-
ren Umgebung des Plangebietes selbst existieren nicht.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Bei Nichtdurchführung der Planung würde das Plangebiet weiterhin einem Luftgüte-Index von 1,4
zugeordnet, der einer mäßig hohen Belastung entspricht. In unmittelbarer Nähe von der stark be-
fahrenen Mercatorstraße könnten nach wie vor bedenkliche Belastungen bestehen (Quelle: LUGI).
Bedeutende industrielle oder gewerbliche Emittenten im Plangebiet oder in der unmittelbaren Um-
gebung des Plangebietes selbst wären auch künftig nicht zu erwarten.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Die Luftgüte im Plangebiet ist geeignet, eine Wohnnutzung umzusetzen.
Das Plangebiet wird verkehrlich an den vorhandenen Damiansweg und im weiteren Verlauf an die
im Südwesten vorhandene Merianstraße angebunden. Die Immissionssituation ändert sich ent-
sprechend der Zunahme der Emission durch die Verkehrszunahme und die Wärmeerzeugung in
geringem Umfang.
Bei Durchführung der Planung können aufgrund eines höheren Verkehrsaufkommens höhere Be-
lastungen durch verkehrsbedingte Luftschadstoffe auf die umliegenden Siedlungsflächen, insbe-
sondere auf die benachbarte Wohnbebauung entlang des Damianswegs ausgelöst werden. Laut
Verkehrsgutachten (Verkehrsgutachten Damiansweg Köln – Volkhoven/Weiler, Büro StadtVerkehr,
Januar 2019) wird im Planfall 2030 mit einer Zunahme der werktäglichen Verkehrsstärke (DTV-
Werte (durchschnittliches Tagesverkehrsaufkommen)) zu rechnen sein. Die Prognosewerte (DTV)
für den Prognose-Nullfall 2030 im Bereich der betrachteten Straßen im Plangebiet liegen bei
12.970Kfz/24h im Bereich der Merianstraße/ Mercatorstraße. Im Prognose- Planfall 2030 sind in
diesem Bereich ca. 14.620 Kfz/24h bis 15.790 Kfz/24h zu erwarten.
Aufgrund der konkret vorliegenden städtebaulichen Situation, d. h. der vorhandenen lückigen Be-
bauung östlich der Mercatorstraße und südlich der Merianstraße und der Durchlässe zwischen den
geplanten Baukörpern ist eine ausreichende Durchlüftung des Straßenraumes der betrachtenden
Straßen als gegeben anzusehen und mit einer Einhaltung der Grenzwerte der 39. BImSchV zu
rechnen.
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Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Über die baurechtliche Festsetzung der innerhalb des Plangebietes vorgesehenen für den Auto-
verkehr geplanten verkehrsberuhigten Mischverkehrsflächen als öffentliche Verkehrsfläche beson-
derer Zweckbestimmung wird der Ziel- und Quellverkehr gezielt in das Plangebiet geführt und wie-
der gezielt herausgeführt, und damit zusätzlicher Verkehr vermieden. Die festgesetzten Begrü-
nungsmaßnahmen (Dachbegrünung, Grünflächen, Baumpflanzungen im Straßenraum, etc.) die-
nen der Staubbindung und damit der Minderung der Feinstaubbelastung.
Bewertung:
Eine Wohnnutzung ist aufgrund der vorhandenen mittleren Luftgüte im Plangebiet als unkritisch zu
bewerten. Bei Entwicklung der Planung ändert sich die Immissionssituation entsprechend der Zu-
nahme der Emission durch die Verkehrszunahme und die Wärmeerzeugung in geringem Umfang.
Aus Sicht der Luftreinhaltung und Überwachung verkehrsbedingter Emissionen von Luftschadstof-
fen ist das Planvorhaben als unbedenklich einzustufen. Es ist keine geschlossene, sondern eine in
Teilen offene Bebauungsstruktur vorgesehen, welche einen Luftaustauch ermöglicht.
10.5.7 Klima
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: § 1a Satz 5 BauGB, Klimaschutzgesetz NRW, Maßnahmen, die dem
Klimawandel entgegenwirken und Maßnahmen, die der Anpassung an den Klimawandel dienen
(hier: Wärmebelastung)
Zum Schutz des Globalklimas tragen vor allem die Verringerung von Treibhausgasemissionen
durch Einsparung von fossil erzeugter Energie bzw. der Einsatz regenerativer Energieträger bei.
Hierzu zählen u. a. Maßnahmen an Gebäuden und die Vermeidung von Kfz-Verkehr. Dem Einsatz
regenerativer Energieträger kommt eine zunehmende Bedeutung zu. Verschiedene Möglichkeiten
der Reduktion von Treibhausgasen ergeben sich allerdings erst im Rahmen des Baugenehmi-
gungsverfahrens wie zum Beispiel die Anforderungen an die Wärmedämmung von Gebäuden
(§ 18 Abs. 1 Bauordnung NRW in Verbindung mit der aktuell gültigen Energieeinsparverordnung).
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Gemäß der Planungshinweiskarte „Klimawandelgerechte Metropole Köln 21“ ist das Plangebiet
bezogen auf die zukünftige Wärmebelastung der Klasse 4 „klimaaktive Fläche“ zu zuordnen. Die
im Plangebiet unversiegelten offenen überwiegend ackerbaulichen und als Weide genutzten Flä-
chen übernehmen die Funktion von Luftaustauschflächen gegenüber den benachbarten zumeist
versiegelten Siedlungsflächen. Sie wirkt positiv wärmemindernd auf den heutigen Ortsrand west-
lich des Damianswegs.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Bei Nichtdurchführung würde die Klimaklassifizierung bezüglich der zukünftigen Wärmebelastung
weiterhin der Klasse 4 klimaaktiv zuzuordnen sein. Die im Plangebiet anzutreffenden unversiegel-
ten Vegetationsflächen ständen als Luftaustauschflächen gegenüber dem besiedelten sich aufhei-
zenden Stadtraum zur Verfügung.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Bei Durchführung der Planung ist eine zukünftige Wärmebelastung der Klasse 3 -belastete Sied-
lungsflächen- möglich. Dieses entspräche der Zuordnung der umgebenden Siedlungsbereiche.
Aufgrund der geplanten Wohnbebauung erhöht sich der versiegelte Flächenanteil, der zu einer
Aufheizung tags und zu einer höheren nächtlichen Wärmeabstrahlung führen kann. Das Offenland
ist bedeutend für die Kaltluftproduktion und trägt zur Kühlung der angrenzenden Siedlungsflächen
bei. Diese Funktion wird bei der Realisierung der Planung deutlich verringert.
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Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Um eine durch die Baumaßnahme entstehende klimatisch relevante Wärmebelastung zu begren-
zen, wird durch die baulichen Festsetzungen eine höchstens maximale zulässige Versiegelung
festgeschrieben (GRZ 0,4-0,5). Für das Lokalklima wichtige unversiegelte Grün- und Vegetations-
flächen im Inneren des Plangebietes, wie auch im Norden im Übergang zu den offenen Land-
schaftsräumen, werden ebenfalls planungsrechtlich gesichert. Die offene windmühlenartige Anord-
nung der Einfamilienhausbebauung wie auch die offene hofartige Bebauung der Mehrfamilienhäu-
ser ermöglicht die Durchlüftung der Plangebietes. Des Weiteren ist im Bereich der Mehrfamilien-
ausbebauung die Begrünung von Dachflächen vorgesehen, die ebenfalls einen Beitrag zur Redu-
zierung von wärmebelasteten städtischen Siedlungssituationen leisten.
Die begrünten Dachflächen können gleichzeitig für die Erzeugung von Solarstrom genutzt werden.
Insbesondere im Falle von Photovoltaikanlagen steigert eine Dachbegrünung durch die kühlende
Wirkung der Vegetation die Leistungsfähigkeit der Photovoltaik-Module und damit die Energieeffizi-
enz der Anlage. Ferner kommen zur Erzeugung von Wärmeenergie möglichst effiziente Technolo-
gien wie die Kraft- Wärme- (Kälte-) Kopplung zum Einsatz, indem die Nutzung von Fernwärme er-
folgen wird.
Bewertung:
Die Umsetzung des geplanten neuen Wohnquartiers am Damiansweg löst eine Versiegelung
heute unversiegelter landwirtschaftlich genutzter Vegetationsflächen aus, die künftig nicht mehr als
Luftaustauschflächen verfügbar sein werden.
Nach Realisierung der Planung ist künftig gemäß der Planungshinweiskarte „Klimawandelgerechte
Metropole Köln 21“eine zukünftige Wärmebelastung der Klasse 3 „belastete Siedlungsflächen“
möglich. Zur Minderung der durch die Planung ausgelösten, ungünstigeren Wärmebelastung ist
der Anteil der überbaubaren Flächen durch bau- und planungsrechtliche Festsetzungen begrenzt.
Im Bebauungsplan werden kleinklimatisch wirksame Minderungsmaßnahmen berücksichtigt. Da-
her erfolgt die dauerhafte Sicherung begrünter unversiegelter Freiflächen (öffentliche und private
Grünflächen und Gärten, extensiv genutzte Vegetationsflächen im Norden des Plangebietes). Fer-
ner wird die flächenmäßige Begrünung von Flachdächern und flachgeneigten Dachflächen festge-
setzt.
10.5.8 Wirkungsgefüge
zwischen Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima,
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: siehe Ziele des Umweltschutzes bei den einzelnen Belangen
Bewertung:
Wie aus der nachstehenden Tabelle Nr. 002 - Übersicht über die verfahrensrelevanten Wechsel-
wirkungen zwischen den Schutzgütern - ablesbar wird, stehen die einzelnen Schutzgüter wie
Pflanzen/Tiere/Landschaft, Boden/Fläche, Wasser und Klima/Luft in einer Abhängigkeit zu einan-
der. Mit dem Verlust des natürlichen Bodens ist gleichzeitig ein Verlust der vorhandenen Vegeta-
tion und der Biotopfunktion verbunden. Darüber hinaus bestehen aufgrund der Versiegelung des
Bodens Auswirkungen auf den Wasserhaushalt durch die Verringerung der Grundwasserneubil-
dung sowie auf das Klima durch den weitgehenden Verlust der Kaltluftproduktionsfunktion. Bei
Umsetzung des Wohnstandortes am Damiansweg werden heute unversiegelte Bodenflächen
durch die geplante Überbauung zu ca. 64% versiegelt und stehen damit nicht mehr als Pflanzen-
standort bzw. als Lebens- und Nahrungsraum insbesondere für die Tierarten der Offenlandbiotope
zur Verfügung. In der Wechselwirkung von Boden und Wasser ergibt sich aufgrund der geplanten
Bebauung eine Beeinträchtigung in der Art, dass für die Versickerung von Niederschlagswasser
künftig weniger belebte Bodenfläche zu Verfügung stehen wird. Ferner steht der Umweltbelang
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Klima/Luft in einer Abhängigkeit von Vegetation und Boden. Offene Vegetationsflächen insbeson-
dere Offenlandflächen (Wiesen) dienen als klimatischer Austauschraum gegenüber dem bebauten
Siedlungsraum, der sich aufgrund eines höheren Versiegelungsanteils tags schneller erwärmt und
nachts langsamer wieder abkühlt. Durch die baurechtliche Festsetzung einer maximal zulässigen
Überbauung im Plangebiet kann einer vollständigen Versiegelung entgegengewirkt werden. Des
Weiteren wird der Erhalt von unversiegelten Bodenflächen über die Festsetzung von Flächen zum
Erhalt und zum Anpflanzen von Bäumen, Sträuchern und sonstiger Bepflanzung entlang der Mer-
cator- und Merianstraße, wie auch über die dauerhafte Sicherung einer öffentlichen Grünfläche in-
nerhalb des Plangebietes gesichert. Durch die Dachbegrünung kommt es zu positiven Auswirkun-
gen für das Stadtbild, Flora, Fauna und das Klima.
Tabelle Nr. 002
Übersicht über die verfahrensrelevanten Wechselwirkungen zwischen den Schutzgütern
Wirkung
von → Pflanzen/ Tiere/
Landschaft
Boden/
Fläche Wasser Klima /
Luft Wirkung
auf ↓ Pflanzen/ Tiere/
Landschaft
Lebensraum für
Pflanzen und
Tiere (+)
Wasser-
nutzung (+)
Lebensraum
(+)
Boden/ Fläche
Erhalt von Boden-
funktionen (+)
Stoffver -
lagerung (-)
Wasser
Ungestörte
Grundw asser-
neubildung (+)
Filterung von
Schadstoffen durch
Pflanzen (+)
Speicher, Filter-
und Puffer-
funktion (+)
Klima/ Luft
Frischluft (+)
Kaltluftproduktion (+)
klimatischer
Ausgleichsraum
(+)
Kaltluftproduktion
(+)
Staubbildung (-)
Legende: (+) positive Wirkung, (-) negative Wirkung
Quelle: in Anlehnung an Storm/ Bunge: Handbuch der Umweltverträglichkeitsprüfung, 2. Band,
Kapitel Wechselwirkungen, September 2002
10.5.9 Landschaft
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: BauGB, BNatSchG, DSchG; LNatSchG NRW
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Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Das heute im Plangebiet anzutreffende Orts- bzw. Landschaftsbild wird durch große zusammen-
hängende landwirtschaftliche Flächen geprägt. Bis auf im Süden des Plangebietes als Pferdekop-
peln genutzte Weideflächen werden die Landwirtschaftsflächen ackerbaulich genutzt. Sie vermit-
teln den Eindruck einer offenen Landschaft mit wenig gliedernden Elementen, die sich im Norden
im Anschluss an das Plangebiet in der Landschaft fortsetzt. Entlang der im Osten und Süden an-
grenzenden Hauptverkehrsstraßen (Mercatorstraße und Merianstraße) sind in den Böschungsbe-
reichen straßenbegleitend raumprägende lineare Gehölzstrukturen und Baumreihen erlebbar. Ent-
lang des Damianswegs befinden sich vereinzelt Bäume und Sträucher, sodass sich für die im
Westen an dem Damiansweg angrenzende Bebauung trotz des quer verlaufenden öffentlichen
Fuß- und Radweg (Pleißesteig), der Eindruck einer innerstädtischen, offenen, nicht bebauten Flä-
che ergibt. Die optische Fernwirkung wird des Weiteren durch den heute sichtbaren Geländever-
lauf (Topografie) unterstützt. Das Gelände fällt von Südwesten in Richtung Norden um ca. 3 m. Die
angrenzenden Hauptverkehrsstraßen liegen im Südwesten zudem ca. 1 Meter über Plangebietsni-
veau. Ferner befindet sich nördlich des Plangebietes als raumprägendes technisches Element in
der weitwirkenden Landschaft eine von Bergheim Richtung Köln verlaufende Hochspannungslei-
tung.
Die heute an das Plangebiet angrenzende Bebauung stellt sich in einer heterogen baulichen wie
auch höhentechnischen Weise dar. Entlang des Damiansweg finden zumeist eine ein- bis zwei-
geschossige Bebauung in Form von Mehrfamilienhäusern, Einfamilienreihenhäusern und auch his-
torischen Hofformen. Südlich der Merianstraße sind mehrgeschossige Büro- und Verwaltungsge-
bäude (Zollverwaltung und Bundesamt für Verfassungsschutz) angesiedelt. Östlich der Mercator-
straße prägen die hallenartigen Baukörper verschiedener Verbrauchermärkte und Bildungseinrich-
tungen das städtische Bild.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Bei Nichtdurchführung der Planung würde weiterhin innerhalb des Plangebietes das Orts- und
Landschaftsbild von einem offenen landwirtschaftlich geprägten Freiraum bestimmt, der umgeben
ist von verschiedenen städtischen Nutzungen, die sich wiederum in einer heterogen Gebäudeku-
batur und Geschossigkeit widerspiegeln.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Die Umsetzung der Planung führt zu einem anderen neuen städtischen Erscheinungsbild. Der Ein-
druck eines offenen landwirtschaftlich bestimmten Freiraumes geht verloren. Erlebbar wird künftig
ein neues städtisches bebautes Quartier, das sich bezogen auf die Geschossigkeit an der heute
vorhandenen Bebauung am Ortsrand des Damianswegs orientiert. Bei der städtebaulichen Neu-
ordnung wird durch die windmühlenartige Anordnung der Gebäude um Innenhöfe begrünte Innen-
höfe und die Anordnung hofartiger Gebäudeformen auf den städtebaulich historischen Ortscharak-
ter von Volkhoven und Weiler planerisch reagiert. Neben entlang von Straßen und Wegen beglei-
tenden Baumpflanzungen, werden innerhalb des Plangebietes größere zusammenhängende Frei-
anlagen als öffentliche Grünflächen und Spielflächen und private Grünflächen und Gartenflächen
visuell erlebbar. Im Anschluss an die 2 bis 3-geschossige Einfamilienreihenhausbebauung im Nor-
den entstehen extensive Wiesenflächen mit eingestreuten Einzelbäumen und Baumgruppen, die
den Abschluss der Bebauung und gleichzeitig den landschaftlichen Übergang in die Offenland-
schaft markieren.
Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
In den benachbarten Ortsteilen anzutreffende, städtebauliche Hofstrukturen werden durch die
windmühlenartige Anordnung der Gebäude um begrünte Innenhöfe aufgegriffen. Es erfolgt ferner
die planungsrechtliche Sicherung größerer zusammenhängenden Grünflächen innerhalb des
neuen Wohnquartiers. Die Ausweisung öffentlicher Grün- und Spielflächen sowie einer privaten
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Grünfläche, die von Allgemeinheit genutzt werden kann, sichert für die Anwohner erlebbare Frei-
räume. Die gewählte Wegeführung ermöglicht ein Durchqueren des neuen Quartiers, auch weiter-
hin in die angrenzenden Landschaftsräume und benachbarten Stadtquartiere zu gelangen. Offene
Wiesenflächen werden im Norden am Übergang in die offene landwirtschaftlich geprägte Land-
schaft planungsrechtlich gesichert. Durch den Erhalt und die Ergänzung von straßen- und wegbe-
gleitenden Baumpflanzungen entsteht ein durchgrüntes Wohnquartier.
Bewertung:
Die Umsetzung der Planung führt zu einem anderen städtischen Erscheinungsbild. Der Eindruck
eines offenen landwirtschaftlich bestimmten Freiraumes geht verloren. Erlebbar wird künftig ein
neues städtisches bebautes Quartier, das sich bezogen auf die Geschossigkeit an der heute vor-
handenen Bebauung am Ortsrand des Damianswegs orientiert. Die für die Orts- bzw. Stadtteile
Volkhoven und Weiler typische Bauform der hofartigen Bebauung wird im geplanten Wohngebiet
am Damiansweg aufgegriffen. Die künftig städtebaulich erlebbare Silhouette wird von einer ein- bis
dreigeschossigen Bebauung, im Süden punktuell von einer bis zu fünfgeschossigen Bebauung be-
stimmt. Bäume als gliedernde Elemente sind im Plangebiet anzutreffen. Die im Innern des Plange-
bietes verorteten öffentliche Grün- und Spielflächen wie auch die privaten für die Allgemeinheit
nutzbaren Freiflächen bieten die Möglichkeit innerhalb des neuen Wohnquartiers auf größere Dis-
tanzen einen größeren nicht bebauten Freiraum wahrnehmen zu können. Der Erholungswert von
Freiraum wird dadurch unterstützt.
Die Betroffenheit hinsichtlich des Umweltaspektes „Landschaft“ ist als erheblich zu bewerten.
10.5.10 Biologische Vielfalt
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: BauGB, BNatSchG
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Das Plangebiet wird im Bestand überwiegend ackerbaulich genutzt. Im südlichen Teil des Plange-
bietes befindet sich eine Pferdekoppel, die durch Grünlandflächen und kleinere Sträucher be-
stimmt wird. Diese Weidebiotope sind aufgrund des dichten Besatzes und der damit einhergehen-
den Nährstoffeinträgen sowie anderer nutzungsbedingter Beeinträchtigungen (kleinere Bretterver-
schläge als Unterstand) als nicht artenreich zu charakterisieren und dem Lebensraumtyp der Fett-
weiden zuzuordnen. Entlang der Merianstraße und des Damianswegs wird die Pferdekoppel durch
Gehölzstrukturen begrenzt. Im Bereich der Merianstraße handelt es sich um standortgerechte
Sträucher wie Schlehe, Schneeball und Holunder, wie auch um eine dichte Baumreihe aus Feld-
ahorn. Eine nahezu durchgehende Gehölzstruktur stellt ferner die mehrreihige freiwachsende
Baum- und Strauchreihe im Böschungsbereich zwischen den Ackerflächen und der Mercatorstraße
entlang der östlichen Plangebietsgrenze dar. Hier finden sich unter anderem Straucharten wie
Hundsrose, Schlehe, Schneeball und Salweide sowie Baumarten wie Ahornarten, Vogelkirsche
und Linden.
Der Übergang im westlichen Plangebiet zwischen den Ackerflächen und den Siedlungsflächen am
Damiansweg wird nur lückenhaft durch vereinzelt wachsende Bäume und Sträucher geprägt.
Heute sind innerhalb des Plangebietes neben zahlreichen Vogelarten, die in besiedelten Bereich
vorkommen, auch Arten des Offenlands vereinzelt als Nahrungsgäste wie Feldlerche und Kiebitz
beobachtet worden (einfacher Nachweis). Mäusebussard, Turmfalke und Mehlschwalbe wurden
ebenfalls vereinzelt jagend gesichtet. Planungsrelevante Offenlandarten wie das Rebhuhn oder die
Wachtel wurden trotz der vorhandenen Habitatstrukturen nicht als Brutvogel oder Nahrungsgast
bei den in 2018 und 2019 durchgeführten artenschutzrechtlichen Untersuchungen nachgewiesen.
Die Vogelarten wie Amsel, Blaumeise, Buchfink, Heckenbraunelle, Kohlmeise, Ringeltaube, Rot-
kehlchen und Singdrossel können zu den sogenannten Allerweltsarten gerechnet werden. Sie sind
auch in städtischen besiedelten Bereichen anzutreffen, ihr Lebensraum- und Nahrungshabitate
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sind nicht als gefährdet zu bewertet. Durch die vorhandene nutzungsbedingte Störwirkung (Land-
wirtschaft, Freizeitnutzung, Lärm) des Großteils der Flächen ist die biologische Vielfalt als mäßig
zu betrachten.
Die im Plangebiet beobachtete Zwergfledermaus nutzt die Gehölzbiotope parallel zur Mercator-
straße, die Baumreihe entlang der Merianstraße sowie die angrenzenden Ackersaumstreifen und
Pferdekoppel als Jagdhabitate. Eine Nutzung der im Bestand vorhandenen Stallungen als Som-
merquartier oder Wochenstube wird aufgrund deren offener und zugiger Gestaltung ausgeschlos-
sen, zumal im Umfeld mit den Siedlungsstrukturen und Gehöften deutlich geeignetere Strukturen
zu finden sind. Eine Nutzung als Tagesversteck der offenen und zugigen Stallungen ist für die
Sommermonate nicht in Gänze auszuschließen. Der Abendsegler wurde nur einmal ziehend beo-
bachtet.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Bei Nichtdurchführung der Planung bliebe die heute anzutreffende Pflanzen- und Artenspektrum
erhalten, da die Flächen weiterhin für die bei der artenschutzrechtlichen Untersuchung gesichteten
Tierarten als Lebensraum und Nahrungshabitate zur Verfügung stehen.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Bei Umsetzung des geplanten Wohnquartiers am Damiansweg gehen die heute vorhandenen
durch die landwirtschaftliche Nutzung geprägten Offenlandlebensräume verloren. Die linienhaften
Gehölzhabitate entlang der Mercatorstraße können teilweise langfristig erhalten bleiben und durch
Neupflanzungen mit vergleichbarer Artenzusammensetzung ergänzt werden. Der dichte Gehölzbe-
stand entlang der Merianstraße kann aufgrund der Planung nicht erhalten bleiben. Mit der Entwick-
lung des neuen Wohnstandortes entstehen neue, wenn auch mehr gärtnerisch geprägte mit Bäu-
men gliederte Grünflächen, die einigen der heute im Plangebiet vorkommenden Vogelarten Habi-
tate bieten können. Bei Durchführung der Planung wird sich das heute im Plangebiet anzutreffende
Artenspektrum verändern. Die höherwertigen Offenlandstrukturen fallen weg. Die im Plangebiet
künftig anzutreffenden Biotopstrukturen werden abwechslungsreicher, in ihrer Wertigkeit jedoch
minderwertiger.
Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Um wegfallenden Habitatstrukturen zumindest teilweise zu ersetzen, werden auf der Ebene des
Bebauungsplanes der Erhalt und die Neupflanzung von standortgeeigneten Bäumen und Grünflä-
chen festgesetzt. Die geplante Maßnahmenfläche an der nördlichen Grenze wird überwiegend als
Extensivgrünland mit vereinzelten Gehölzgruppen und Einzelgehölzen planungsrechtlich festge-
setzt und ist dauerhaft zu erhalten. Die Festsetzung einer extensiven Dachbegrünung von Flach-
dächern bzw. flachgeneigten Dachflächen schafft zusätzliche Vegetationsflächen, die ein Arten-
spektrum von halbtrockenen und trockenen Standorten sichert.
Bewertung:
Um wegfallenden Habitatstrukturen zumindest teilweise zu ersetzen, werden auf der Ebene des
Bebauungsplanes der Erhalt und die Neupflanzung von standortgeeigneten Bäumen und Grünflä-
chen festgesetzt. Die geplante Maßnahmenfläche an der nördlichen Grenze wird überwiegend als
Extensivgrünland mit vereinzelten Gehölzgruppen und Einzelgehölzen planungsrechtlich festge-
setzt und ist dauerhaft zu erhalten. Die Festsetzung einer extensiven Dachbegrünung von Flach-
dächern bzw. flachgeneigten Dachflächen schafft zusätzliche Vegetationsflächen, die ein Arten-
spektrum von halbtrockenen und trockenen Standorten sichert.
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10.5.11 Erhaltungsziele und Schutzzweck der Natura 2000-Gebiete (Gebiete
von gemeinschaftlicher Bedeutung/europäische Vogelschutzgebiete)
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 b BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: BNatSchG, VV FFH/ VG
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Das Plangebiet ist weder Bestandteil eines Naturschutzgebietes, FFH-(Flora-Fauna-Habitat) Ge-
bietes oder europäischen Vogelschutzgebietes, noch befinden sich Schutzgebiete im näheren Um-
feld des Plangebietes.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Bei Nichtdurchführung der Planung sind keine Belange hinsichtlich der Erhaltungsziele und der
Schutzzweck der Natura 2000-Gebiete betroffen.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Bei Durchführung der Planung sind keine Belange hinsichtlich der Erhaltungsziele und der Schutz-
zweck der Natura 2000-Gebiete betroffen.
Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen zur Vermeidung erheblicher nachteiliger
Umweltauswirkungen durch die Planung sind nicht erforderlich, da der Belang nicht betroffen ist.
Bewertung:
Weder die Erhaltungsziele noch der Schutzzweck der Natura 2000-Gebiete sind durch die Bauleit-
planung betroffen.
10.5.12 Mensch, Gesundheit, Bevölkerung
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 c BauGB)
10.5.12.1 Lärm
Ziele des Umweltschutzes: DIN 4109-1: 2018-01, DIN 18005, DIN 45691, BImSchG, 16. BIm-
SchV, 24. BImSchV, TA Lärm, Freizeitlärmerlass, 18. BImSchV, BauGB (gesunde Wohn- und Ar-
beitsverhältnisse)
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Öffentlicher Straßenverkehr/Straßenverkehrslärm:
Die Lärmsituation im Untersuchungsgebiet bezüglich des Straßenverkehrslärms auf öffentlichen
Straßen wird durch den Verkehr auf den umliegenden Straßen, hier durch die Merianstraße, die
Mercatorstraße sowie den Damiansweg bestimmt.
Öffentlicher Schienenverkehr /Schienenverkehrslärm:
Die Lärmsituation im Untersuchungsgebiet bezüglich des Verkehrslärms auf öffentlichen Schienen-
wegen wird durch Strecken der Deutschen Bahn AG, hier die Strecke 2610 und die Strecke 2620,
geprägt. Diese befinden sich außerhalb des Geltungsbereiches des Bebauungsplans Nr. 62547/02
„Damiansweg“. Die Strecke 2610 verläuft in einer Entfernung von ca. 670 m westlich des Plange-
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bietes. Die Strecke 2620 verläuft in einer Distanz von ca. 520 m südlich des Plangebietes in Rich-
tung Chorweiler nach Nordosten. Sie sind als jeweils zweigleisige Strecken ausgelegt. Während
über die Strecke 2610 der Deutschen Bahn AG sowohl Güterverkehre als auch Personenzüge ge-
führt werden, wird die Strecke 2620 für den S-Bahnverkehr genutzt.
Gewerbelärm:
Für eine Bewertung von Lärmeinwirkungen durch Gewerbelärm auf das geplante Wohnquartier am
Damiansweg wurden die gewerblichen Nutzungen im unmittelbaren und mittelbaren Umfeld des
Plangebietes untersucht. Als Emittenten wirken folgende gewerbliche Nutzungen ein: Verbraucher-
markt und Getränkemarkt an der Elbeallee, gewerbliche Nutzungen (Bildungsverein, etc.) östlich
der Mercatorstraße und die Zollverwaltung und das Bundesamt für Verfassungsschutz südlich der
Merianstraße.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Der Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung entspricht dem Umweltzustand es Bestan-
des.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Im Rahmen des Vorhabens wurde die auf das Untersuchungsgebiet einwirkendenden Lärmimmis-
sionen aus dem öffentlichen Straßen-, Schienen- und Flugverkehr sowie dem Gewerbe, die Aus-
wirkungen der Planung auf die Umgebung, der Nachbarschaftslärm betrachtet und bewertet sowie
der Straßenausbau gemäß 16. BImSchV geprüft.
Durch Sport- und Freizeitaktivitäten einwirkende Lärmimmissionen sind innerhalb des Bebauungs-
planes nicht zu erwarten und somit nicht Teil der vorliegenden schalltechnischen Untersuchung
(ADU Cologne Institut für Immissionsschutz GmbH, Köln (2019)).
Gemäß künftigem Planungsrecht wird für den Planbereich der Schutzanspruch eines Allgemeinen
Wohngebietes (WA) angenommen. Die Verkehrslärm-Immissionen beurteilen sich nach der DIN
18005. Die Gewerbelärm-Immissionen werden gemäß der Technischen Anleitung Lärm (TA-Lärm)
beurteilt.
Einwirkungen (Immissionen) auf das Plangebiet durch Emittenten nach DIN 18005:
Tabellarische Übersicht über die Orientierungs- und Grenzwerte des Lärmschutzes für allgemeine
Wohngebiete (WA)
Tag- und Nachtwerte der Außengeräuschpegel in dB(A)
DIN 18005 (Orientierungs-
werte) TA Lärm
(Immissionsricht-
werte)
16. BImSchV
(Immissionsgrenz-
werte)
Straßen- und
Schienenver-
kehr
Industrie und
Gewerbe,
Freizeitlärm
WA
Allgemeine
Wohngebiet/
Kleinsiedlungs-
gebiete
55/45 55/40 55/40 59/49
Straßenverkehrslärm:
Die auf das Plangebiet einwirkenden Immissionen durch Straßenverkehrslärm werden durch Beur-
teilungspegel tags und nachts in einer Höhenstaffelung von 2 m, 4 m und 11 m betrachtet.
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An Fassaden im Zentrum des Plangebietes, d.h. im WA 2 wie auch im W 1.1 und WA 1.2 sind Be-
urteilungspegel tags (von 6.00 Uhr bis 22.00 Uhr) zwischen 50 dB (A) und 55 dB (A) zu erwarten.
In der Nacht (von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr) liegen die Werte zwischen 40 dB (A) und 45 dB (A) .An
den Fassaden entlang der bestehenden Straßen und geplanten Erschließungsstraßen sind zwi-
schen 60 dB (A) und 65 dB (A) tags und 50 dB (A) und 60 dB (A) nachts.
Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass die höchstbelasteten Fassaden im Plangebiet an den
Fassaden zur Merianstraße liegen. Zu erwarten sind dort maximale Beurteilungspegel aus dem
Straßenverkehr von tags 70 dB(A) und von nachts 61 dB(A). Hier kommt es zu einer Überschrei-
tung der Orientierungswerte von tags +15 dB(A) und nachts + 16 dB(A).
Im Inneren des Plangebietes werden die Orientierungswerte an den von der Mercatorstraße und
Merianstraße abgewandten Fassaden tags wie nachts überwiegend eingehalten. Dagegen kommt
es an den straßenzugewandten Fassaden tags wie nachts zu Überschreitungen.
An der höchstbelasteten Fassade im Plangebiet wird der Orientierungswert tags um bis zu 15
dB(A) überschritten. In den anderen Bereichen liegen die Überschreitungen zwischen 5 dB und 10
dB sowohl tags wie nachts.
Schienenverkehrslärm:
Immissionen aus dem Schienenverkehr sind als „Fernlärm“ im südwestlichen Bereich des Plange-
bietes zu erwarten. Die auf das Plangebiet einwirkenden Immissionen durch Schienenverkehrs-
lärm werden durch Beurteilungspegel tags und nachts in einer Höhenstaffelung von 4 m und 11 m
betrachtet.
Die Beurteilungspegel tags liegen an den nach Norden, Nordwesten und nach Westen ausgerich-
teten Fassaden bis zu 50 dB (A) tags und vereinzelt auch nachts. An den übrigen Fassaden sind
Beurteilungspegel tags wie nachts zwischen 35 dB (A) und 45 dB (A) zu erwarten. Der maximale
Beurteilungspegel liegt bei 48 dB (A) tags und 51 dB (A) nachts an den Fassaden, die nach Nor-
den, Nordwesten bzw. nach Westen ausgerichtet sind.
Der Orientierungswert tags mit 55 dB (A) wird, wie das Untersuchungsergebnis zeigt, um 6 dB(A)
unterschritten. Der Orientierungswert für den Nachtzeitraum wird um 7 dB(A) überschritten.
Gesamtverkehrslärm:
Die Geräuschimmissionen, die bei der Betrachtung des Gesamtverkehres zu berücksichtigen sind,
resultieren aus den Geräuschimmissionen der Emittenten Straßenverkehr im Bereich öffentlicher
Verkehrsflächen und Schienenverkehr im Bereich öffentlicher Verkehrsflächen für den Planfall. Bei
der Betrachtung der maximalen Beurteilungspegel der Immissionen aus den vorgenannten Emit-
tenten werden zwei Immissionshöhen an den Fassaden tags und nachts berücksichtigt.
Die maximalen Beurteilungspegel für den Gesamtverkehr in 4 Meter wie auch in 11 Meter Höhe
tags und nachts sind entlang der Mercatorstraße im Osten des Plangebietes, entlang der Merian-
straße bzw. der neuen Kreisverkehr-Anbindung im Bereich des Damianswegs / Deliastraße zu er-
warten. Die Beurteilungspegel liegen in 4 Meter Höhe tags bei 70 dB (A) entlang der Mercator-
straße/ Merianstraße, im Bereich des neuen Kreisverkehrs bei <= 75 dB (A), nachts bei 60 dB (A)
entlang der Mercatorstraße/ Merianstraße, im Bereich des neuen Kreisverkehrs bei <= 65 dB (A).
Im Inneren des Plangebietes werden unter Berücksichtigung der abschirmenden Wirkung in 4 Me-
ter Höhe tags Beurteilungspegel von 60-50 dB(a) und nachts von 55-40 dB(a) erreicht. In 11m
Höhe werden tags 65-60 dB(a) und nachts 55-50 dB(A) erreicht.
Gewerbelärm:
Für die Beurteilung der Einwirkungen durch Gewerbelärm wurden die Richtwerte der TA Lärm für
Allgemeine Wohngebiete (WA) zugrunde gelegt. Der Gewerbelärm wird bei der Berechnung der
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maßgeblichen Außenlärmpegel gemäß dem Richtwert für Allgemeine Wohngebiete zur Tagzeit
bzw. zur Nachtzeit berücksichtigt.
Die zu erwartenden maximalen Beurteilungspegel der Immissionen aus dem Gewerbelärm für den
Planfall liegen an den geplanten südöstlichen und östlichen Wohngebäudefassaden des vierge-
schossigen Mehrfamilienhauses an der Merianstraße tags bei 51 dB (A) und nachts bei 36 dB (A).
Die Immissionsrichtwerte der TA Lärm werden somit eingehalten. Eine Überschreitung des Kriteri-
ums für einzelne kurzzeitige Geräuschspitzen (Maximalpegel) der TA Lärm ist nicht zu erwarten.
Auswirkungen (Emissionen) durch das Plangebiet auf die Umgebung:
Die Umsetzung des geplanten neuen Wohnstandortes initiiert ein erhöhtes Verkehrsaufkommen.
Die Zunahme des öffentlichen Straßenverkehrs wurde an sechs exemplarischen ausgewählten Im-
missionsorten (IO) betrachtet. Durch die Zunahme des öffentlichen Straßenverkehrs auf dem
Damiansweg 51 (IO 2) und Damiansweg 49 (IO 6), der Deliastraße 19 (IO 1), dem Georgshof
(IO 5) und des südwestlichen Straßenabschnittes der Merianstraße, Merianstraße 45 (IO 4), ist an
den angrenzenden Wohnhäusern mit einer Lärmpegelerhöhung zu rechnen. Lediglich am Gertrud-
Bollenrath-Weg 1 (IO 3) konnte rechnerisch keine Lärmpegelerhöhung festgestellt werden.
An allen Immissionsorten (IO 1 bis IO 5) bleiben die sogenannten Sanierungswerte von 70 dB(a)
tags und 60 dB(a) nachts auch im Planfall sicher unterschritten. Die Änderungen an den Immissi-
onsorten IO 2 bis IO 5 beträgt max. +2,7 dB. Unter diesen Voraussetzungen ist eine Änderung der
Beurteilungspegel von weniger als 3 dB als nicht erheblich einzustufen.
Am Immissionsort Deliastraße 19 (IO 1) beträgt die Erhöhung im Tag- und Nachtzeitraum bis zu
3,6 dB und am Immissionsort IO 6 (Damiansweg) bis zu 3,8 dB.
Prüfung des Straßenausbaus gemäß 16. BImSchV
Beim Neu- bzw. Ausbau einer Straße wird als Bewertungsgrundlage die Verkehrslärmschutzver-
ordnung (16. BImSchV) herangezogen. Die 24. BImSchV legt die Art und den Umfang der zum
Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Verkehrsgeräusche notwendigen Schallschutz-
maßnahmen fest. Ein Anspruch auf Schallschutz besteht dann, wenn zum Einen eine Überschrei-
tung der Immissionsgrenzwerte für WA-Gebiete von 59 dB(A) tags bzw. 49 dB(A) nachts vorliegt
und zum Anderen die Kriterien der wesentlichen Änderung gemäß 16. BImSchV erfüllt sind.
Durch den geplanten Ausbau des Straßenbereichs „Damiansweg (inklusive Kreisverkehr)“ ist das
Kriterium einer wesentlichen Änderung gemäß 16. BImSchV erfüllt.
Laut Lärmgutachten (inkl. Ergänzung ADU Cologne: Tabelle 13-1: Gebäude innerhalb des Aus-
baubereichs (Damiansweg); 14.11.2019) besteht nach Prüfung der oben genannten Kriterien ein
Anspruch auf Schallschutzmaßnahmen an folgenden Immissionsorten:
Deliastraße 19 (IO 1)
Merianstraße 45 (IO 4)
Damiansweg 49 (IO 6)
Damiansweg 47 (IO 7) – (dieser Immissionsort wurde in der Prüfung des Straßenausbaus
gemäß 16. BImSchV neu hinzugefügt)
An den Immissionsorten IO 1 und IO 4 gibt es die Überschreitung der Grenzwerte bereits im Ist-
Zustand (siehe nachstehende Tabelle). Der Ist-Zustand betrachtet weder den geplanten Straßen-
ausbau noch die städtebauliche Planung, sondern geht von den aktuellen Immissionen aus. Am
IO 6 und IO 7 kommt es erstmalig im Plan-Zustand zu einer Überschreitung der Grenzwerte. Die
Überschreitung liegt bei 0,9 - 2,8 dB(A).
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Im September 2019 erfolgte eine Messung der Fassade exemplarisch am Damiansweg 47 mit
dem Prüfauftrag, ob die vorhandenen Fassaden den Anforderungen an den Schutz gegen Außen-
lärm auch nach Durchführung der Planung weiter gerecht werden.
Messtechnisch erfasst wurde im Schlafzimmer eine resultierender Luftschalldämmung der Fas-
sade von R`45,w= 35 dB, womit die Einhaltung der erforderlichen resultierenden Luftschalldäm-
mung von R`w,res ≥ 39 dB gemäß DIN 4109-1 nicht sichergestellt wird. Die exemplarisch durchge-
führte Messung zeigt, dass die dort vorhandene Luftschalldämmung für den berechneten Beurtei-
lungspegel im Planfall nicht ausreichend ist.
Die folgende Tabelle zeigt die ermittelten ungerundeten Beurteilungspegel an den umliegenden
Immissionsorten, die durch eine Überschreitung der Grenzwerte nach 16. BImschV betroffen sind
(in Klammern jeweils die Höhe der Grenzwertüberschreitung).
Immissionsort Geschoss Ist-Zustand Plan-Zustand
Tag
dB(A)
Nacht
dB(A)
Tag
dB(A)
Nacht
dB(A)
Deliastraße 19,
Südfassade
EG 60,4
(1,4)
51,2
(2,2)
65,4
(6,4)
56,1
(7,1)
1. OG 60,7
(1,7)
51,4
(2,4)
65,3
(6,3)
56,1
(7,1)
2. OG 60,4
(1,4)
51,2
(2,2)
64,9
(5,9)
55,6
(6,6)
Merianstraße 45,
Ostfassade
EG 60,0
(1,0)
50,8
(1,8)
62,6
(3,6)
53,3
(4,3)
Damiansweg 49,
Ostfassade
EG 54,4
(-)
44,8
(-)
60,2
(1,2)
50,7
(1,7)
1. OG 55,0
(-)
45,5
(-)
61,1
(2,1)
51,6
(2,6)
2. OG 55,4
(-)
45,9
(-)
61,3
2,3)
51,8
(2,8)
Damiansweg 47,
Ostfassade
EG 54,4
(-)
44,7
(-)
59,9
(0,9)
50,4
(2,8)
1. OG 55,1
(-)
45,6
(-)
61,1
(2,1)
51,6
(2,6)
2. OG 55,7
(-)
46,2
(-)
61,3
(2,3)
51,8
(2,8)
Nachbarschaftslärm (Tiefgaragen- Ein-und Ausfahrten):
Innerhalb des Plangebietes wird der ruhende Verkehr im Bereich der geplanten mehrgeschossigen
Bebauung östlich des geplanten Kreisverkehrs in einer gemeinsamen Tiefgarage untergebracht.
Die Tiefgarage soll über eine Toreinfahrt von Süden aus erschlossen werden.
Bei den Lärmimmissionen durch den zu betrachtenden Kfz-Verkehr der geplanten Tiefgaragen im
Plangebiet handelt es sich um Nachbarschaftslärm. Diese Immissionen vor den Fassaden der
schützenswerten Gebäude im Bestand außerhalb des Plangebiets werden hilfsweise analog der
TA Lärm ermittelt und beurteilt. Die TG-Stellplätze werden am Tag und in der Nacht genutzt. Be-
züglich der Nachtzeit wird gemäß TA Lärm die lauteste volle Nachtstunde betrachtet.
Aufgrund der Nutzung der Tiefgarage ergeben sich innerhalb des Plangebietes grundsätzlich fol-
gende Geräuschquellen, die vom Plangebiet auf die Nachbarschaft einwirken können:
PKW-Ein- und Außenfahrten im Außenbereich
Emission über Toröffnung
Öffnen und Schließen des Rolltores
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Das Rolltor soll gemäß dem Stand der Technik lärmarm ausgeführt werden, so dass diese Ge-
räuschquelle von untergeordneter Bedeutung ist und nicht näher betrachtet wird.
Die Schalleistung in der Tiefgarage wird im Sinne einer Abschätzung zum ungünstigsten Fall ana-
log der Parkplatzlärmstudie des bayrischen Landesamtes für Umweltschutz berechnet, wobei im
Sinne einer Worst-Case-Betrachtung 34 Bewegungen pro h im Tagzeitraum und 7 Bewegungen
pro h in der lautesten Nachtstunde (gemäß TA Lärm) herangezogen werden. Für die zuvor ge-
nannten Fahrbewegungen sind folgende längenbezogene Schalleistungspegel pro m² zu erwarten:
Lw“,1h,tags = 63,1 dB(A)
Lw“,1h,nachts = 56,2 dB(A)
Für die Öffnungsflächen von ca. 17,0 m² der TG-Ein-/Ausfahrten ergeben sich daraus folgende ab-
gestrahlte Schallleistungen:
Öffnungsfläche
Abgestrahlte Schallleistung in dB(A)
Tag Nacht
lauteste h
TG-Toreinfahrt 17 m² 77,5 70,7
Emission Tiefgaragen -Toreinfahrt
In unmittelbarer Nachbarschaft zu den geplanten Tiefgaragenzufahrten im WA 1.1 wurden mögli-
che Lärmeinwirkungen an folgenden Immissionsorten (IO) betrachtet:
IO 1: Deliastraße 19 (Bestand)
IO 4: Merianstraße 45 (Bestand)
IO 7: Plangebäude an der Tiefgaragenein- und –ausfahrt
IO 8: Plangebäude gegenüber der Tiefgaragenein- und –ausfahrt
Die Untersuchungsergebnisse belegen, dass an den untersuchten Immissionsorten in der Nach-
barschaft zum Plangebiet die Immissionsrichtwerte der TA-Lärm für Allgemeine Wohngebiete mit
55 dB(A) tags und 40 dB(A) eingehalten werden. Die maximalen Immissionen durch die geplante
Tiefgarage liegen am IO 1 tags zwischen 36 dB (A) und 38 dB (A) und nachts zwischen 29 dB (A)
und 31 dB (A). Am IO 4 liegen die maximalen Immissionen tags bei 35 dB (A) und nachts bei 28
dB (A). Somit werden keine negativen Einwirkungen durch den geplanten Bau von Tiefgaragenein-
fahrten auf die Nachbarschaft ausgelöst.
Die Geräusche durch die Tiefgarage sind an den Immissionsorten IO 7 und IO 8 an den Plange-
bäuden nicht nach TA Lärm zu beurteilen. Dort werden maximale Immissionen von 53 dB(A) tags
und 46 dB(A) nachts erreicht.
Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Da die Orientierungswerte der DIN 18005 für Allgemeine Wohngebiet (WA) teilweise erheblich
überschritten werden, sind zur Sicherung gesunder Wohn- und Arbeitsverhältnisse im Plangebiet
Schallminderungsmaßnahmen erforderlich.
Aus diesem Tatbestand sind zunächst einmal Maßnahmen für einen aktiven Lärmschutz (Lärm-
schutzwand) entlang der Mercatorstraße und dem südöstlichen Abschnitt der Merianstraße abzu-
leiten. Zur Schaffung gesunder Wohn- und Arbeitsverhältnisse im Bereich der 2-geschossigen Be-
bauung wäre auf einer Länge von 311 m eine 8 m hohe Lärmschutzwand und entlang der Merian-
straße im Kreuzungsbereich mit Mercatorstraße eine 110 m lange und 13 m hohe Lärmschutz-
wand erforderlich. Der Bau von Lärmschutzwänden ist aus städtebaulicher Sicht nicht gewollt, da
gegenüber den benachbarten Wohnquartieren und angrenzenden Siedlungsflächen das Stadtbild
zerschneidende und störende technische Bauwerke entstehen würden. Außerdem kann die ent-
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/ 58
lang der Merianstraße entstehende Blockbebauung das Innere des Plangebietes vor den Ver-
kehrsimmissionen abschirmen. Des Weiteren müsste die zum Schutz von Natur und Landschaft
festgesetzte Fläche entfallen, bzw. würde durch eine Lärmschutzwand zerstört.
Zur Sicherstellung eines ausreichenden Schallschutzes kommen für das Plangebiet passive
Schallschutzmaßnahmen nach DIN 4109-1:2018-01 in Betracht, die den erforderlichen Schall-
schutz in den Gebäuden in Form von Mindestanforderungen an die Luftschalldämmung von Au-
ßenbauteilen (Fenster, Wände und Dächer ausgebauter Dachgeschosse) schutzbedürftiger Nut-
zungen sicherstellen. Der für die Ermittlung der Lärmpegelbereiche maßgebliche Außenlärmpegel
errechnet sich gemäß DIN 4109 aus den Beurteilungspegeln (tags) der maßgeblich auf die Plan-
bebauung einwirkenden Emittentenarten – Straßenverkehrslärm, Schienenverkehrslärm, Gewer-
belärm und Nachbarschaftslärm. Die Mindestanforderungen an die Luftschalldämmung von Au-
ßenbauteilen gegenüber Außenlärm werden im Bebauungsplan zeichnerisch als Lärmpegelberei-
che dargestellt. Textlich festgesetzt wird, dass entsprechend den dargestellten Lärmpegelberei-
chen Schallschutzmaßnahmen an Außenbauteilen gemäß DIN 4109 zu treffen sind.
Im Bebauungsplan sollen aufgrund des rechtlich unstrittigen Flächenbezugs der Größe „Lärmpe-
gelbereich“ der im Gutachten vorliegende Vorschlag zur Festsetzung über 5 dB-Klassen der „Maß-
geblichen Außenlärmpegel“ gemäß DIN 4109:2018-01 auf die Größe „Lärmpegelbereiche“ umge-
schrieben werden. Das Stadtplanungsamt definiert dazu den Zusammenhang zwischen den 5 dB-
Klassen der Maßgeblichen Außenlärmpegel gemäß DIN 4109:2018-01 und den Lärmpegelberei-
chen folgendermaßen:
LPB 5dB-Klasse
Maßgeblicher Außenlärmpegel (Obergrenze)
I Bis 55 dB(A)
II 60 dB(A)
III 65 dB(A)
IV 70 dB(A)
V 75 dB(A)
VI 80 dB(A)
VII > 80 dB(A)
In unmittelbarer Nachbarschaft zu den an das Plangebiet angrenzenden Straßen, d.h. entlang der
Merianstraße und der Mercatorstraße wird der Lärmpegelbereich V festgesetzt. Dies gilt insbeson-
dere für den südwestlichen Teil von WA 1.1. Für die westlichen Bereiche von WA 1.2 und die östli-
chen Teilbereiche WA 2 sind die Vorgaben des Lärmpegelbereichs IV umzusetzen. Die westlichen
Teilbereiche von WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 entlang des Damianswegs wie auch in WA 2 im mittle-
ren Teilbereich des Plangebietes liegen innerhalb des festgesetzten Lärmpegelbereichs III.
Die Anordnung der Wohnbebauung in einem stark lärmbelasteten Bereich ist gerechtfertigt, um
dem stadtentwicklungspolitischen Ziel gerecht werden zu können ein ausreichendes Wohnungsan-
gebot – als Mietwohnung oder als Wohneigentum – bereit zu stellen. Auch im Sinne einer optimier-
ten Ausnutzung der Infrastruktur, insbesondere aufgrund der guten Anbindung der Fläche an den
ÖPNV ist eine Ansiedlung von Wohnen in verdichteter Bauweise auch an lärmbelasteten Straßen
geboten. In einer Großstadt wie Köln sind die hier vorhandenen lärmbelasteten Bereiche nichts
Ungewöhnliches.
Die Festsetzungen passiver Schallschutzmaßnahmen stellen sicher, dass den schall-immissions-
schutzrechtlichen Anforderungen an die geplante Wohnbebauung zur Erzielung gesunder Wohn-
verhältnisse sowohl im Tag- als auch Nachtzeitraum Rechnung getragen werden kann.
Die Lärmpegelbereichsgrenzen werden in der Planurkunde entsprechend bei freier Schallausbrei-
tung als maximale Pegel gekennzeichnet. Die aus den Lärmpegelbereichen resultierenden Nach-
weise zur Schalldämmung (resultierendes Schalldämm-Maß) der Außenbauteile sind im Rahmen
des Baugenehmigungsverfahrens durch die Eignung der gewählten Gebäudekonstruktionen, ein-
schl. Fenster und Nebeneinrichtungen, wie Rollladenkästen, etc. nach DIN 4109 "Schallschutz im
Hochbau", zu führen.
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Bewertung:
Der Geltungsbereich des Bebauungsplans sowie die angrenzenden Flächen sind lärmvorbelastet,
insbesondere aus dem Straßenverkehr der Mercatorstraße und Merianstraße sowie dem Schie-
nenverkehr der Strecken 2610 und 2620 der Deutschen Bahn AG. Die Überschreitungen der Ori-
entierungswerte sind als erheblich einzustufen. Durch entsprechende Festsetzungen werden
schalltechnisch gesunde Wohnverhältnisse sichergestellt. Im Bebauungsplan werden die Lärmpe-
gelbereiche III bis V in Abhängigkeit zu den Lärmeinwirkungen durch Straßen- sowie Schienenver-
kehr im Plangebiet festgesetzt. Bei Umsetzung der im Bebauungsplan festgesetzten Maßnahmen
sind gesundheitsschädigende Einwirkungen auf die künftige Wohnbevölkerung auszuschließen.
Mit der Umsetzung der Planung kommt es zu einer Verkehrszunahme und zu einer Erhöhung der
damit zusammenhängenden Verkehrslärmimmissionen. An vier Immissionsorten im Bereich des
neuen Kreisverkehrs sind grundsätzlich die Voraussetzungen der Verkehrswege-Schallschutz-
maßnahmenverordnung gemäß 24. BImSchV erfüllt. Die für den Anspruch erforderliche Über-
schreitung der Grenzwerte liegt auch daran, dass bereits im Ist-Zustand eine Grenzwertüberschrei-
tung vorhanden ist. An zwei Immissionsorten (Damiansweg 49 und 47) wird die Grenzwertüber-
schreitung erst im Planfall initiiert. Für die Immissionsorte, bei denen die Grenzwerte erst im Plan-
fall überschritten werden, wird im städtebaulichen Vertrag eine Finanzierungslösung der eventuell
geltend gemachten Ansprüche auf Schallschutzmaßnahmen geregelt.
Innerhalb des Plangebietes wird der ruhende Verkehr im Bereich der geplanten mehrgeschossigen
Bebauung in einer gemeinsamen Tiefgarage untergebracht. Die Untersuchungsergebnisse bele-
gen, dass an den untersuchten Immissionsorten in der Nachbarschaft zum Plangebiet die Immissi-
onsrichtwerte der TA-Lärm für Allgemeine Wohngebiete eingehalten werden. Somit werden keine
negativen Einwirkungen durch den geplanten Bau von Tiefgarageneinfahrten auf die Nachbar-
schaft ausgelöst.
10.5.12.2 Altlasten
Ziele des Umweltschutzes: BBodSchG, BBodSchV, LAWA-Richtlinie, LAGA-Anforderungen,
Nach Aussage des Altlastenkatasters der Stadt Köln befinden weder sich im Geltungsbereich des
Bebauungsplanes 62547/ 02 „Damiansweg“ noch in benachbarten Flächen Altlasten.
Bewertung:
Der Umweltbelang Altlasten ist für die Bewertung des geplanten Wohnquartiers am Damiansweg
nicht relevant, da im Plangebiet weder Altlastenverdachtsflächen noch Altablagerungen vorhanden
sind.
10.5.12.3 Erschütterungen
Ziele des Umweltschutzes: Abstandserlass, DIN 4150 Teil 1 und 2
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Innerhalb des Plangebietes wie auch in unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich keine Einrich-
tungen, die schädliche Einwirkungen durch Erschütterungen auf die geplante Wohnbebauung aus-
lösen würden. In ca. 670 m Entfernung westlich des Plangebietes verläuft die Eisenbahntrasse der
Deutschen Bahn AG (DB Strecke 2610). Durch den Bahnbetrieb werden keine Beeinträchtigungen
durch Erschütterungen ausgelöst. Gleiches gilt für die in 520 m Entfernung östlich Plangebietes
verlaufende Stadtbahntrasse (DB-Strecke 2620). Aufgrund der großen Distanz zum Plangebiet
wurde der Umweltbelang „Erschütterungen“ nicht weiter gutachterlich betrachtet.
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Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Der Kenntnisstand bezüglich des Umweltbelangs „Erschütterungen“ würde dem Sachstand des
derzeitigen Umweltzustandes entsprechen.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Gesundheitsschädliche Einwirkungen durch Erschütterungen auf die geplante Wohnbaunutzung
und auf den geplanten Kindergarten ebenso wie auch bei Nutzung der geplanten Spiel- und Frei-
flächen sind nicht zu erwarten. Durch die Planung werden ebenfalls keine Auswirkungen durch Er-
schütterungen auf benachbarte Wohnquartiere bzw. sonstige sensible Nutzungen ausgelöst.
Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Da der Belang weder bei Nicht- noch bei Durchführung der Planung betroffen ist, werden keine
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erforderlich.
Weder im Bestand noch bei Durchführung der Planung wirken Erschütterungen auf das Plangebiet
ein. Umweltrelevante Erschütterungen, die durch die Planung ausgelöst werden könnten, sind
ebenfalls nicht zu erwarten. Der Umweltbelang „Erschütterungen“ ist nicht betroffen.
Bewertung:
Weder im Bestand noch bei Durchführung der Planung wirken Erschütterungen auf das Plangebiet
ein. Umweltrelevante Erschütterungen, die durch die Planung ausgelöst werden könnten, sind
ebenfalls nicht zu erwarten. Der Umweltbelang „Erschütterungen“ ist nicht betroffen.
10.5.12.4 sonstige Gesundheitsbelange/ Risiken
zum Beispiel Hochwasser, Magnetfeldbelastung, Störfallrisiko, Starkregen (Klimawan-
delfolgen)
Ziele des Umweltschutzes: gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse und die Sicherheit der
Wohn- und Arbeitsbevölkerung (§ 1 Absatz 5 Nummer 1 BauGB) und je nach Belang: WHG, Hoch-
wasserschutzkonzept; HWRM-RL, BImSchG, 26. BImSchV, Abstandserlass, Seveso-III-RL,
KAS 18, 12. BImschV
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Störfallbetriebsbereiche
Im Plangebiet und unmittelbar angrenzend sind keine Störfallbetriebsbereiche bekannt, die unter
die Vorgaben der 12. Verordnung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Störfall-Verordnung,
12. BImSchV) fallen.
Elektromagnetische Felder (EMF)
Im Plangebiet ist derzeit keine Quelle starker elektromagnetischer Strahlung bekannt.
In ca. 360 m Entfernung nördlich befindet sich eine Hochspannungsfreileitung. Durch die große
Entfernung ist nicht mit einer Beeinträchtigung zu rechnen.
Gesetzliches Überschwemmungsgebiet/ Hochwasserschutzkonzept
Das Plangebiet liegt nicht einem festgesetzten Überschwemmungsgebiet. Bis zu einem 200-jähri-
gem Hochwasser (Köln Pegel 11,90 m) ist das Plangebiet weder direkt noch bei einem Versagen
der Hochwasserschutzeinrichtungen indirekt betroffen. Bei einem Extremhochwasser, d.h. bei ei-
nem 500-jährigen Hochwasser wäre der nördlichste Teil von temporärer Überflutung betroffen.
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Starkregenereignisse
Gemäß der Aussage der Starkregengefahrenkarte der Stadt Köln (Stadtentwässerungsbetriebe
(STE Köln, Kartenauszug, 06.11.2018) ist heute die Starkregengefährdung innerhalb des Plange-
bietes gering bis mäßig.
Besonnung
Im Plangebiet befinden sich derzeit keine Gebäude oder sonstige bauliche Einrichtungen, die ei-
nen Anspruch an eine ausreichende Besonnung auslösen, um gesunde Wohn- und Arbeitsverhält-
nisse zu ermöglichen. Die überwiegend landwirtschaftlich genutzten Flächen sind bis auf offene
Stallungen unbebauten und liegen in ausreichender Entfernung zu den nächst gelegenen benach-
barten Wohnbereichen.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Störfallbetriebsbereiche
Der Kenntnisstand bezüglich des Umweltbelangs „sonstige Gesundheitsbelange/ Risiken“, hier
Störfallbetriebe, würde dem Sachstand des derzeitigen Umweltzustandes entsprechen.
Elektromagnetische Felder (EMF)
Der Kenntnisstand bezüglich des Umweltbelangs „sonstige Gesundheitsbelange/ Risiken“, hier
elektromagnetische Felder (EMF), würde dem Sachstand des derzeitigen Umweltzustandes ent-
sprechen.
Gesetzliches Überschwemmungsgebiet/ Hochwasserschutzkonzept
Der Kenntnisstand bezüglich des Umweltbelangs „sonstige Gesundheitsbelange/ Risiken“, hier ge-
setzliches Überschwemmungsgebiet/ Hochwasserschutzkonzept, würde dem Sachstand des der-
zeitigen Umweltzustandes entsprechen.
Starkregenereignisse
Der Kenntnisstand bezüglich des Umweltbelangs „sonstige Gesundheitsbelange/ Risiken“, hier
Starkregenereignisse, würde dem Sachstand des derzeitigen Umweltzustandes entsprechen.
Besonnung
Der Kenntnisstand bezüglich des Umweltbelangs „sonstige Gesundheitsbelange/ Risiken“, hier Be-
sonnung, würde dem Sachstand des derzeitigen Umweltzustandes entsprechen.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Störfallbetriebe
Im Plangebiet und unmittelbar angrenzend sind keine Störfallbetriebsbereiche bekannt, die unter
die Vorgaben der 12. Verordnung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Störfall-Verordnung,
12. BImSchV) fallen.
Auch sind bei Durchführung der Planung keine Störfallbetriebe geplant.
Eine Betroffenheit bei Durchführung der Planung entsprechende umwelterhebliche Ein- und Aus-
wirkungen werden nicht verursacht.
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Elektromagnetische Felder (EMF)
Bei Umsetzung der Planung werden Netzstationen, d.h. Trafostandorte zur Nahversorgung not-
wendig. Die Einhaltung des stadtinternen Vorsorgewertes für die magnetische Flussdichte von 1µT
(µ-Tesla) kann bei Umsetzung der Planung eingehalten werden, da die notwendigen Trafostatio-
nen mit einer Nennleistung von 630 KVA in einem Abstand von 3 m bis 4 m von Wohngebäuden
bzw. der geplanten Kindertagesstätte entfernt errichtet werden. Im Bebauungsplan werden die Tra-
fostationen entlang der östlichen Plangebietsgrenze im Bereich der geplanten Carport-PKW-
Stellplätze nachrichtlich verortet.
Gesetzliches Überschwemmungsgebiet/ Hochwasserschutzkonzept
Bei einem Extremhochwasser, d.h. bei einem 500-jährigen Hochwasser, wäre der nördlichste Teil
des Plangebietes auch bei der Durchführung der Planung durch eine temporäre Überflutung be-
troffen. Aufgrund der geringen Häufigkeit von Überflutungen an diesem Standort sind Hochwasser-
schutzmaßnahmen nicht verhältnismäßig. Außerdem bleibt der überwiegende Teil der nördlichsten
betroffenen Flächen weiterhin als unversiegelte Vegetationsfläche mit natürlichem Bodenan-
schluss erhalten.
Starkregenereignisse
Durch die Versiegelung von Flächen und den Bau von Gebäuden sowie der Tiefgaragen sind die
Versickerung und der Abfluss von Niederschlagswasser bei Starkregenereignissen erheblich er-
schwert.
Auch bei Starkregenereignissen sind eine Rückhaltung und eine zeitlich verzögerte Versickerung
der Niederschläge über die belebten Bodenschichten, d.h. über die unversiegelten Vegetationsflä-
chen, durch die im Rahmen der Planung initiierte Versiegelung von Flächen erschwert. Mit Hilfe
des globalen Höhenkonzeptes des Baugebietes, bei dem die Geländehöhen angepasst wurden,
kann ein schadfreier Abfluss von Niederschlagswasser auf der Oberfläche im Starkregenfall ge-
währleistet sein.
Besonnung
Zur Schaffung gesunder Wohnverhältnisse nach § 1 Abs. 6 Nr. 1 Baugesetzbuch (BauGB) ist die
gegenseitige Verschattung innerhalb eines Baugebietes sowie der angrenzenden Bestandsbebau-
ung zu vermeiden. Zur Berücksichtigung dieser Vorgaben sind ausreichende Abstände zwischen
den einzelnen geplanten Baukörpern einerseits sowie zwischen den geplanten Baukörpern und
der Bestandsbebauung andererseits einzuhalten. Die Einhaltung der bauordnungsrechtlichen Ab-
standsflächen gilt als Hinweis, dass von gesunden Wohn- und Arbeitsverhältnissen hinsichtlich der
Besonnung auszugehen ist.
Die städtebauliche Anordnung der geplanten Bebauung im Plangebiet zielt auf die Einhaltung der
erforderlichen Abstandsflächen ab.
Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Störfallbetriebe
Da sich weder im Plangebiet noch in unmittelbarer Nachbarschaft Störfallbetriebe befinden, sind
auch keine Maßnahmen zur Vermeidung, Minderung oder zum Ausgleich von erheblichen nachtei-
ligen Umweltauswirkungen durchzuführen.
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Elektromagnetische Felder (EMF)
Bei der baulichen Errichtung der für die Nahversorgung des Plangebietes erforderlichen Trafo-An-
lagen wird die Nähe zu den sensiblen Wohnnutzungen und der Kindertagesstätte vermieden. Die
Einhaltung des städtischen Vorsorgewertes kann gewährleistet werden, da die Trafostationen in
einem Abstand von 3-4m von Wohngebäuden und der Kindertagesstätte errichtet werden.
Gesetzliches Überschwemmungsgebiet/ Hochwasserschutzkonzept
Bei einem Extremhochwasser, d. h. bei einem 500-jährigen Hochwasser, wäre der nördlichste Teil
des Plangebietes auch bei der Durchführung der Planung durch eine temporäre Überflutung be-
troffen. Aufgrund der Seltenheit des Vorkommens wäre die Durchführung von Maßnahmen zur Ab-
wehr unverhältnismäßig.
Starkregenereignisse
Das nicht klärpflichtige Niederschlagswasser wird gemäß § 44 Landeswassergesetz NRW in Ver-
bindung mit § 55 Wasserhaushaltsgesetz von Grundstücken über nicht versiegelte Gartenflächen
im Norden, über die geplante öffentliche Grünfläche in der Mitte und im Südosten des Plangebie-
tes unter Anwendung verschiedener Versickerungsarten den belebten Bodenschichten wieder zu-
geführt. Die für die Regenwasserrückführung angelegten Flächen werden auch für die Abführung
potentieller Starkregenereignisse genutzt. Im Rahmen des Bauleitplanverfahrens erfolgt die Hö-
henfestlegung von öffentlichen Erschließungsflächen wie auch der an die Erschließung angrenzen-
den Bauflächen (globales Höhenkonzept als Teil des Erläuterungsberichtes der Erschließungspla-
nung: Öffentliche und private Erschließung Damiansweg in Köln, Bebauungsplan 62547/02; Au-
gust 2019), die eine gezielte Regenwasserabführung über einen Notwasserwegeplan auch bei
Starkregenereignissen ermöglicht. Auf der Ebene der Baugenehmigung sind Maßnahmen zur
Starkregenbeseitigung auf Grundlage der anzuwendenden Regelwerke im Rahmen der Ausfüh-
rungsplanung abschließend nachzuweisen. Ferner wird durch die extensive Dachbegrünung Nie-
derschlag zurückgehalten.
Besonnung
Es sind ausreichende Abstände zwischen den einzelnen geplanten Baukörpern einerseits sowie
zwischen den geplanten Baukörpern und der Bestandsbebauung andererseits einzuhalten. Die
Einhaltung der bauordnungsrechtlichen Abstandsflächen gilt als Hinweis, dass von gesunden
Wohn- und Arbeitsverhältnissen hinsichtlich der Besonnung auszugehen ist.
Die städtebauliche Anordnung der geplanten Bebauung im Plangebiet zielt auf die Einhaltung der
erforderlichen Abstandsflächen ab.
Bewertung:
Störfallbetriebe
Im Plangebiet und unmittelbar angrenzend sind keine Störfallbetriebsbereiche bekannt, die unter
die Vorgaben der 12. Verordnung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Störfall-Verordnung,
12. BImSchV) fallen. Die Planung sieht auch keine Errichtung eines Störfallbetriebes vor.
Hinsichtlich der Umweltbelange „sonstige Gesundheitsbelange / Risiken“ ist in Bezug auf Störfall-
betriebsbereiche keine Betroffenheit gegeben.
Elektromagnetische Felder (EMF)
Wenn die Vorgaben der Verordnung über elektromagnetische Felder (26. BImSchV), des Abstand-
serlasses NRW von 2007 sowie den Hinweisen zur Durchführung der Verordnung über elektro-
magnetische Felder (RdErl. des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Ver-
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braucherschutz vom 09.11.2004) beim Neubau und bei Heranrücken der schützenswerten Nutzun-
gen an bestehende Anlagen berücksichtigt werden, sind keine nachteiligen Umweltauswirkungen
zu erwarten.
Die Einhaltung des stadtinternen Vorsorgewertes für die magnetische Flussdichte von 1µT
(µ-Tesla) kann bei Umsetzung der Planung eingehalten werden, da die notwendigen Trafostatio-
nen mit einer Nennleistung von 630 KVA in einem Abstand von 3 m bis 4 m von Wohngebäuden
bzw. der geplanten Kindertagesstätte entfernt errichtet werden. Im Bebauungsplan werden entlang
der östlichen Plangebietsgrenze im Bereich der geplanten Carport-PKW-Stellplätze nachrichtlich
verortet.
Gesetzliches Überschwemmungsgebiet/ Hochwasserschutzkonzept
Das Plangebiet liegt nicht in einem festgesetzten Überschwemmungsgebiet. Bis zu einem 200-jäh-
rigen Hochwasser (Köln Pegel 11,90 m) ist das Plangebiet weder direkt noch bei einem Versagen
der Hochwasserschutzeinrichtungen indirekt betroffen. Bei einem Extremhochwasser, d. h. bei ei-
nem 500-jährigen Hochwasser wäre der nördlichste Teil von temporärer Überflutung betroffen.
Aufgrund des seltenen zu erwartenden Hochwasserereignisses sind keine Schutzmaßnahmen
auch bei Umsetzung der Planung erforderlich, damit ist auch keine Betroffenheit des Umweltbelan-
ges gegeben.
Starkregenereignisse
Auf Risiken, die sich aus potentiellen Starkregenereignissen ergeben können, nimmt die Planung
Rücksicht. Im Rahmen des Bauleitplanverfahrens erfolgt die Höhenfestlegung von öffentlichen Er-
schließungsflächen wie auch der an die Erschließung angrenzenden Bauflächen, die eine gezielte
Regenwasserabführung über eine Notwasserwegeplanung auch bei Starkregenereignissen sicher-
stellt.
Innerhalb des Plangebietes stehen mehrere, größere nicht versiegelte Frei- bzw. Grünflächen zur
Verfügung, über die die Rückführung von Niederschlägen auch bei Starkregenereignissen erfolgen
wird. Die sich nördlich an die Reihenhausbebauung (WA 2) anschließende große zusammenhänge
Vegetationsfläche wird als Überflutungsbereich für den nördlichen Teilbereich des Plangebietes
vorgehalten. Im Südwesten des Plangebietes (WA 1.1 und WA 1.2) soll die Niederschlagsablei-
tung durch Versickerung über unterirdische Rigolen erfolgen. Im Einzugsbereich dieser Rigolen-
versickerung werden entlang der Merianstraße größere unversiegelte Flächen als Überflutungsbe-
reich vorgehalten. Zudem wird durch die planungsrechtlich festgesetzte extensive Begrünung von
Flachdächern bzw. flachgeneigten Dächern eine verzögerte Ableitung von Niederschlägen er-
reicht.
Besonnung
Die städtebauliche und damit verbunden die räumliche Anordnung der Wohnbebauung im Plange-
biet berücksichtigt die notwendigen Abstände von Wohngebäuden unter einander wie auch zu der
benachbarten Bestandsbebauung, um eine ausreichende Belichtung von Wohnraum zu sichern.
Die Einhaltung der bauordnungsrechtlichen Abstandsflächen gilt als Hinweis, dass von gesunden
Wohn- und Arbeitsverhältnissen hinsichtlich der Besonnung auszugehen ist.
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10.5.13 Kultur- und sonstige Sachgüter
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 d BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: BauGB, BNatSchG, Denkmalschutzgesetz
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Baudenkmale
Innerhalb des Plangebietes sind keine Baudenkmale vorhanden. Für den Stadtteil Volkhoven /
Weiler historisch stadtbildprägend sind die markanten Hofstrukturen des „Gut Dresenhof“ und des
„Georgshof“. Beide Hofensembles stehen unter Denkmalschutz. In der Denkmalschutzliste der
Stadt Köln werden sie unter DLNR 2691 und DLNR 486 geführt. Sie befinden sich westlich des
Damianswegs. Weitere unter Denkmalschutz stehende Gebäude befinden im Umfeld des „Georgs-
hof“: diese sind das Pfarrhaus, eine ehemalige Schule, die Kirche Sankt Cosmas und Damian an
der Keimesstraße sowie der Friedhof am Damiansweg.
Bodendenkmale/ Archäologische Besonderheiten
Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Dienststellen wurde von Seiten der Stadt Köln - Rö-
misch-Germanisches Museum/ Archäologische Bodendenkmalpflege (RGM) darauf hingewiesen,
dass im Plangebiet des Bebauungsplanes Bodendenkmäler vermutet werden. Die Fläche liegt in-
nerhalb einer seit der Jungsteinzeit belegten Altsiedellandschaft am östlichen Rand der histori-
schen Ortslage von Weiler. Sie wurde bereits in vor- und frühgeschichtlicher Zeit besiedelt und
ackerbaulich genutzt. Nach einem Gutachten des RGM vom 22.11.2016 war hier sowohl mit me-
tallzeitlichen als auch mit römischen sowie mit mittelalterlichen, der Ortsgeschichte zuzuordnen-
den, Bodendenkmälern zu rechnen.
Zur Prüfung der Abwägungserheblichkeit der Belange des Bodendenkmalschutzes wurde daher im
April 2018 in der Fläche durch eine archäologische Fachfirma eine Sachverhaltsermittlung zum
Bestand an Bodendenkmälern durchgeführt. Hierfür wurde ein systematisches Sondageraster an-
gelegt, aus dem ein guter Überblick zur archäologischen Situation und damit zur Abwägungser-
heblichkeit der Belange des Bodendenkmalschutzes gewonnen werden konnte.
Die ermittelte Befundsituation erbrachte konkrete Indizien für eine metallzeitliche Siedlung im nörd-
lichen und mittleren Bereich der Fläche. Hinzu kamen vereinzelt römische und mittelalterliche Be-
funde, die jedoch lediglich in einem begrenzten Bereich im Südwesten der Fläche nachgewiesen
wurden und keiner Siedlung zuzuordnen waren.
Das Ergebnis der Voruntersuchung wurde vom RGM geprüft und als planungsrelevant bewertet.
Nach Wertung des RGM ergab sich aus der ermittelten archäologischen Situation für das beab-
sichtigte Planungs- bzw. Nutzungskonzept als solches keine Einschränkungs- bzw. Lenkungsfunk-
tion. Es wurde jedoch ein ergänzender Untersuchungsbedarf zur Wahrung denkmalrechtlicher Be-
lange festgestellt.
Auf der Grundlage der Sachverhaltsermittlung wurden vom RGM drei Untersuchungsbereiche aus-
gewiesen (vgl. Anlage), in denen nach fachlicher Wertung Bodendenkmäler vermutet wurden. Da-
bei handelt es sich um sog. archäologische Konfliktbereiche, für die § 29 DSchG NW zur Anwen-
dung kommt, für die aber kein denkmalrechtlicher Erhaltungsvorbehalt als Bodenarchiv für kom-
mende Generationen vorgegeben wurde.
Nach § 29 DSchG NW wird dem Begünstigten einer Maßnahme, welche mit einer Veränderung
oder Zerstörung eines (Boden-) Denkmals verbunden ist, durch die Kostentragungspflicht für ar-
chäologische Ausgrabungen eine Kompensation abverlangt, um den dem Denkmal zugefügten
planungsveranlassten Schaden durch wissenschaftliche Untersuchung und Dokumentation ansatz-
weise auszugleichen (vgl. VV – DSchG NW vom 11.4.2014 zu § 29 DSchG NW).
- 65 -
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Innerhalb der vom RGM ausgewiesenen Konfliktbereiche wurden in der Zeit zwischen Mai bis Sep-
tember 2019 (mit Unterbrechungen) durch eine das Büro Goldschmidt archäologische Untersu-
chungen durchgeführt.
Innerhalb des südlich gelegenen Untersuchungsareals wurden in diesem Zusammenhang zahlrei-
che typische Siedlungsgruben der späten Bronze- bis frühen Eisenzeit (Urnenfelderzeit Stufe Hall-
statt B bis Hallstattzeit C/D) dokumentiert. Pfostengruben, die auf Gebäude schließen lassen, wur-
den nur vereinzelt ermittelt. Diese waren zudem völlig isoliert und ließen sich in keinem Fall zu ei-
nem Gebäudegrundriss ergänzen. Diese Ergebnisse lassen unter anderem bedingt durch die über
Jahrhunderte ausgeführte intensive landwirtschaftliche Nutzung auf einen erheblichen Bodenab-
trag in dieser Fläche schließen. Dabei sind auch frühe Siedlungsreste bereits abgetragen worden.
Neben den metallzeitlichen Siedlungsresten wurde ein römischer Graben erfasst, der sich jedoch
in keinen Siedlungszusammenhang einordnen lässt, da entsprechende römische Befunde fehlen.
Mittelalterliche Befunde, die der Ortsgeschichte von Weiler zugeordnet werden könnten, be-
schränkten sich auf einen Grabenbefund westlich des Damianswegs.
Anzusprechen ist noch eine wieder aufgedeckte Straße, die bereits auf der Tranchot-Karte ver-
zeichnet ist, und zweifellos zu dem spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Wegenetz der Region ge-
hörte.
Auch im nördlich gelegenen Grabungsabschnitt wurden – neben neuzeitlichen Befunden – nur ver-
einzelt bronzezeitliche Siedlungsreste ermittelt, die ebenfalls aufgrund der Bodenverhältnisse in
keinem guten Erhaltungszustand aufgefunden wurden.
Fakt ist, dass in der Fläche eine metallzeitliche Siedlungsstelle erfasst ist, die sich weitläufig über
das gesamte Plangebiet ausdehnte.
Sonstige Kultur- und Sachgüter, hier: Allee Mercator Straße
Im Nordosten tangiert das Plangebiet im Böschungsbereich der Mercatorstraße einige der straßen-
begleitenden Bäume, die im Alleenkataster von NRW unter der Nr. AL-K-0022 verzeichnet sind. Es
handelt sich hierbei um eine einfache 2-reihige Lindenallee, die rund 1,8 km lang ist. Im Geltungs-
bereich des Bebauungsplanes befinden sich 10 Alleebäume.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Baudenkmale
Da innerhalb des Plangebietes keine baulichen Denkmäler vorhanden sind, liegt bei Nichtdurch-
führung wie auch bei Durchführung der Planung keine Betroffenheit vor. Die in der Umgebung vor-
handenen denkmalgeschützten Höfe und sonstigen Gebäude bleiben in Ihrem Bestand erhalten.
Bodendenkmale/ Archäologische Besonderheiten
Bei Nichtumsetzung der Planung ist eine Beeinträchtigung der archäologischen Funde nicht gege-
ben.
Sonstige Kultur- und Sachgüter, hier: Allee Mercator Straße
Die Alleebäume im Böschungsbereich entlang der Mercatorstraße bleiben bei Nichtumsetzung der
Planung in ihrem Bestand erhalten.
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Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Baudenkmale
Durch die Planung werden keine der im benachbarten Umfeld vorhandenen baulichen Denkmäler
beeinträchtigt. Die Planung reagiert auf die historisch das Stadtbild prägende Hofstrukturen, in
dem die städtebauliche Anordnung der Mehrfamilienhausbebauung im südlichen Teil des Plange-
bietes und der Einfamilien-Reihenhausbebauung hofartig erfolgt, sodass innerhalb des neuen
Wohnquartieres eine Vielzahl kleinerer Höfe und Plätze entstehen werden.
Bodendenkmale/ Archäologische Besonderheiten
Mit der Realisierung der Planung gehen die im Boden festgestellten archäologischen Besonderhei-
ten in den Bodenhorizonten unterhalb der landwirtschaftlich bewirtschafteten Flächen insbeson-
dere durch die baulichen Tätigkeiten bei der Anlage von Tiefgargen dauerhaft verloren oder wer-
den dauerhaft versiegelt.
Die vom RGM geforderten planungsrelevanten archäologischen Sicherungsmaßnahmen (Ausgra-
bungen) wurden abgeschlossen. Belange des Bodendenkmalschutzes wurden damit entsprechend
denkmalrechtlicher Vorgaben in Abstimmung mit dem RGM angemessen berücksichtigt.
Planungsrechtlich sind damit Konflikte mit den Belangen des Bodendenkmalschutzes abschlie-
ßend ausgeräumt und angemessen berücksichtigt.
Da bei der Planumsetzung sog. Zufallsfunde jedoch nicht grundsätzlich auszuschließen sind, bleibt
ein Hinweis auf die Meldepflicht und das damit verbundene Veränderungsverbot bei der Entde-
ckung von Zufallsfunden (§§ 15, 16 DSchG NW).
Gemäß § 15 DSchG NW sind bei Erdarbeiten aufgedeckte Bodendenkmäler (sog. Zufallsfunde)
dem Römisch-Germanisches Museum Roncalliplatz 4 ,50667 Köln, Tel. +49 221 221 24543 unver-
züglich zu melden. Die zur Anzeige Verpflichteten haben das entdeckte Bodendenkmal und die
Entdeckungsstätte gemäß § 16 DSchG NW zunächst in unverändertem Zustand zu erhalten.
Diese Verpflichtung erlischt drei Werktage nach Zugang der Anzeige, bei schriftlicher Anzeige spä-
testens eine Woche nach deren Absendung.
Sonstige Kultur- und Sachgüter, hier: Allee Mercator Straße
Nach Durchführung der Planung bleiben die im Plangebiet vorhandenen Bestandsbäume, die im
Böschungsbereich entlang der Mercatorstraße als Alleebäume geschützt sind, erhalten. Eine Be-
einträchtigung dieser Allee durch den Bebauungsplan ist nicht zu befürchten. Der Erhalt wird pla-
nungsrechtlich durch eine Erhaltungsfestsetzung im Bebauungsplan gesichert.
Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Baudenkmale
Da keine Belange betroffen sind, besteht kein weiterer Handlungsbedarf.
Bodendenkmale/ Archäologische Besonderheiten
Die im Plangebiet liegenden Bodendenkmäler können vor Aufnahme der Bautätigkeiten im Rah-
men einer archäologischen Ausgrabung wissenschaftlich untersucht und dokumentiert werden.
Die Dokumentierung der bodendenkmalpflegerischen Besonderheiten und Sicherung der denkmal-
relevanten Objekte vor Aufnahme der Baumaßnahmen stellt sicher, dass über Sekundärquellen
die geschichtlich bedeutsamen Funde dauerhaft dokumentiert werden. Gemäß § 15 und § 16
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Denkmalschutzgesetz (DSchG) ist vor Aufnahme von Baumaßnahmen mit Bodeneingriffen die Ar-
chäologische Bodendenkmalpflege der Stadt Köln einzuschalten.
Sonstige Kultur- und Sachgüter, hier: Allee Mercator Straße
Die als Allee ausgewiesenen Bestandsbäume im Böschungsbereich entlang der Mercatorstraße
werden im Wesentlichen innerhalb einer Fläche zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von
Boden, Natur und Landschaft planungsrechtlich und zusätzlich mithilfe einer Erhaltungsfestsetzung
gesichert. Es wird ein Hinweis zur Schutzwürdigkeit der Allee in den Bebauungsplan aufgenom-
men. Auf der nachgeordneten Genehmigungsebene (Baugenehmigung) sind die planungs- und
bauordnungsrelevanten Sicherungsmaßnahmen zu berücksichtigen. Bei räumlich zu den Be-
standsbäumen benachbarten Bautätigkeiten sind die Sicherungsmaßnahmen gemäß DIN 18920
und der RAS LA in der jeweils aktuellen Fassung vorzunehmen.
Bewertung:
Baudenkmale
Baudenkmalpflegerische Belange sind nicht betroffen.
Bodendenkmale/ Archäologische Besonderheiten
Im Plangebiet sind Belange der Bodendenkmalpflege betroffen. Durch eine archäologische Unter-
suchung wurde im Plangebiet eine eisenzeitliche Siedlung mit dazugehörigen Gräbern nachgewie-
sen, die als Bodendenkmal ausgewiesen sind. Unter Berücksichtigung, dass die im Plangebiet lie-
genden Bodendenkmäler vor Aufnahme der Bautätigkeiten im Rahmen einer archäologischen Aus-
grabung wissenschaftlich untersucht werden, steht der Belang der geplanten Nutzung nicht entge-
gen.
Sonstige Kultur- und Sachgüter
Entlang der nordöstlichen Plangebietsgrenze sind 10 der Bestandsbäume im Böschungsbereich
entlang der Mercatorstraße als Alleebäume gemäß Alleenkataster von NRW geschützt. Der Erhalt
dieser 10 Alleebäume innerhalb des Plangebietes wird festgesetzt.
10.5.14 Vermeidung von Emissionen (insbesondere Licht, Gerüche, Strah-
lung, Wärme), sachgerechter Umgang mit Abfällen und Abwässern
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 e BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: BImSchG, Lichterlass NW, LAI-Hinweise „Messung, Beurteilung und
Minderung von Lichtimmissionen, Geruchsimmissions-Richtlinie (GIRL), LWG NRW, WHG, LAGA,
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Licht-,/ Geruchsemissionen
Aufgrund der heutigen landwirtschaftlichen Nutzungen könnte es potentiell für die im Westen und
Südwesten benachbarten Siedlungsbereiche zu temporären Geruchsbelästigungen kommen (Dün-
gevorgänge bei Bewirtschaftung der Ackerflächen). Dauerhafte gesundheitsschädigende Belastun-
gen durch Licht- und/ oder Geruchsimmissionen sind nicht zu erwarten.
Sachgerechter Umgang mit Abfällen / Abwasser
Im Plangebiet werden bereits heute anfallende Abfälle und Abwasser sachgerecht entsorgt.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
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Bei Nichtdurchführung der Planung wäre von derselben potentiellen temporären Geruchsbelästi-
gung seitens der Landwirtschaft auszugehen. Eine sachgerechte Entsorgung von anfallenden Ab-
fällen und Abwasser aus dem heutigen Plangebiet bliebe auch weiterhin sichergestellt.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Bei Durchführung der Planung werden nach derzeitigem Kenntnisstand keine erheblichen Licht-
oder Geruchsemissionen ausgelöst. Eine Abstrahlung von erheblichen Wärme- oder Strahlungs-
emissionen wird mit der Umsetzung der Planung nicht einhergehen.
Sachgerechter Umgang mit Abfällen / Abwasser
Die Beseitigung des anfallenden Abwassers erfolgt über den öffentlichen Mischwasserkanal im
Damiansweg. Die Entsorgung von Abfällen erfolgt gemäß den Vorgaben der Stadt Köln (getrennte
Müllentsorgung). Für einen reibungslosen Ablauf der Hausmüllbeseitigung durch die städtischen
Abfallbetriebe (AWB (Abfallwirtschaftsbetriebe Köln) werden ausreichende Flächen in den einzel-
nen allgemeinen Wohngebieten vorgehalten.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblich nachteiliger Umweltauswirkun-
gen:
Es erfolgt eine geordnete Entsorgung von Abfällen wie auch Wertstoffen innerhalb des geplanten
neuen Wohnstandortes. Die Standorte sind in Hauseingangsnähe angeordnet. Im Bereich der
mehrgeschossigen Wohnbebauung im Allgemeinen Wohngebiet WA 1.1 und WA 1.2 sind die Auf-
stellflächen in einer Entfernung von maximal 30 m bis 45 m zu den jeweiligen Hauszugängen vor-
gesehen.
Bewertung:
Ein sachgerechter Umgang mit Abfällen und Abwässern erfolgt durch die Errichtung technischer
Infrastrukturen, d.h. anfallende Abwässer werden sachgerecht an das öffentliche Kanalnetz im Be-
reich des Damiansweg angeschlossen. Die im Zusammenhang mit den künftigen Wohnnutzungen
anfallenden Abfälle und recycelbaren Wertstoffen werden sachgerecht entsorgt. Von der öffentli-
chen Müllabfuhr anfahrbare Müllsammelstellen werden in ausreichende Anzahl und Flächengröße
vorgehalten. Im Bereich der mehrgeschossigen Wohnbebauung im Allgemeinen Wohngebiet WA
1.1 und WA 1.2 werden die Aufstellflächen in einer Entfernung von maximal 30 m bis 45 m zu den
jeweiligen Hauszugängen angeordnet.
10.5.15 Nutzung erneuerbarer Energien/ sparsame und effiziente Nutzung
von Energie
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 f BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG, 2016); Ener-
gieeinsparVO 10/2015, Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses Köln aus 6/2000 zur solar-
energetischen Optimierung, DIN 5034 (Tageslicht in Innenräumen)
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Da die Flächen derzeit nicht bebaut und nur landwirtschaftlich genutzt werden, sind die Nutzung
erneuerbarer Energie und die effiziente Nutzung von Energie bezogen auf die Ist-Situation nicht
relevant.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Der Kenntnisstand bezüglich des Umweltbelangs „Erneuerbarer Energien/ Energieeffizienz“ würde
dem Sachstand des derzeitigen Umweltzustandes entsprechen.
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Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Durch die Errichtung des neuen Wohngebietes am Damiansweg ist zukünftig ein erhöhter Energie-
bedarf zu erwarten. Um den zukünftigen zusätzlichen Energiebedarf und den damit einhergehen-
den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß zu minimieren, wird bereits schon über die städtebauliche Anord-
nung der geplanten Wohnbebauung dem sparsamen Umgang mit Energie Rechnung getragen. Im
Plangebiet ist die Nutzung von Fernwärme bei der Mehrfamilienhaus-Bebauung im WA 1.1 und
WA 1.2 im Süden und Südwesten vorgesehen. Die Energieversorgung für die Ein- und Zweifamili-
enhausbebauung im WA 2 wird über ein Plangebiet zu errichtendes Blockheizkraftwerk erfolgen
und entspricht damit einem effizienten Einsatz von Energie.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswirkun-
gen:
Die Nutzung von Fernwärme ist für die Mehrfamilienhausbebauung vorgesehen. Für den Bereich
der Einfamilien-/Reihenhausbebauung erfolgt die Errichtung eines Blockheizkraftwerkes. Die An-
forderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) sind bei Umsetzung der geplanten Bebauung
zu berücksichtigen.
Bewertung:
Unter Anwendung der Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV), wird dem Umweltbe-
lang „Erneuerbarer Energien/ Energieeffizienz“ Rechnung getragen. Der Einsatz eines Blockheiz-
kraftwerkes entspricht einem effizienten Einsatz von Energie.
10.5.16 Darstellungen von Landschaftsplänen und sonstigen Plänen, insbe-
sondere des Wasser-, Abfall-, Immissionsschutzrechtes
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 g BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: Landschaftsplan Köln, Luftreinhalteplan Köln, Wasserschutzzonen-
VO
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Landschaftsplan Köln (Blatt 2)
Der nördliche Teil des Plangebietes, dort, wo das Entstehen einer extensiven Wiesenfläche mit
eingestreuten Einzelbäumen und Baumgruppen planungsrechtlich gesichert wird, befindet sich in-
nerhalb des Landschaftsschutzgebietes (LSG) L 5 „Freiraum und Grünverbindung um Blumberg,
Chorweiler und Seeberg bis Esch“ der Stadt Köln. Ziel der Ausweisung und der vorgegebenen
Festsetzungen sind der Erhalt und die Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushal-
tes, insbesondere durch die Sicherung kleinklimatischer wichtiger Grünverbindungen im Bereich
von Siedlungsstrukturen und Pufferung ökologisch wertvoller Bereiche. Als Entwicklungsziel für die
Plangebietsflächen südlich der Teilfläche, die sich im LSG L 5 des Plangebietes befindet, wird im
Landschaftsplan der Stadt Köln das Entwicklungsziel (EZ 8) - „Zeitlich begrenzte Erhaltung bis zur
Realisierung der Bauleitplanung“ formuliert.
Biotopverbundfläche
Ca. 170 m westlich des nördlichen Plangebietes befindet sich mit dem „Acker-Laubwald-Komplex
westlich von Chorweiler“ eine Verbundfläche mit besonderer Bedeutung für den landesweiten Bio-
topverbund. Dieser Biotopkomplex umfasst Ackerflächen, die von Feldgehölzen und Laub- und
Mischwaldbiotopen durchzogen oder unterbrochen werden. Das Plangebiet tangiert die Biotopver-
bundfläche jedoch nicht.
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/ 71
Wasserschutzgebiet
Das Plangebiet befindet sich im Trinkwasserschutzgebiet des Wasserwerkes „Volkhoven /Weiler“
RheinEnergie AG (Gebietsnummer 490616) innerhalb der Schutzzone III A. Die Ausweisung von
Wasserschutzgebieten erfolgt zur Sicherung der öffentlichen Trinkwasserversorgung. Innerhalb
des Plangebietes, dass sich in der Schutzzone III A befindet, sind das Bauen neuer Straßen und
Wege sowie eine wesentliche Veränderung bestehender Straßen und Wege genehmigungspflich-
tig, ebenso das Errichten von Park- und Stellplätzen. Geländeveränderungen, d.h. Abgrabungen
ab 3m sind ebenfalls genehmigungspflichtig. In der Wasserschutz – Zone III A ist anfallendes Ab-
wasser über ein geordnetes geschlossenes Kanalsystem aus dem Plangebiet abzuführen. Die Er-
richtung von Abwasserbehandlungsanlagen ist verboten. Vom dem Verbot ausgenommen ist die
Anlage und der Betrieb von Regenüberlaufbecken, Regenrückhaltebecken und Kleinkläranlagen.
Ebenfalls zulässig ist das Versickern von schwach belastetem Niederschlagswasser, das aus Re-
genwasserabführung von Dachflächen erfolgt.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Landschaftsplan Köln (Blatt 2)
Bei Nichtdurchführung der Planung würde keine Inanspruchnahme der als LSG ausgewiesenen
Fläche erfolgen. Die heute landwirtschaftliche Nutzung würde weiterhin auch auf den mit dem Ent-
wicklungsziel „Zeitlich begrenzte Erhaltung bis zur Realisierung der Bauleitplanung“ südlich des
Landschaftsschutzgebietes gelegenen Plangebietsflächen stattfinden. Dabei wäre für den überwie-
genden Flächenanteil aufgrund des zeitlich begrenzten Erhaltungsfaktors weiterhin eine bauliche
Entwicklung im Rahmen der Bauleitplanung zulässig.
Biotopverbundfläche
Für die westlich des nördlichen Plangebietes gelegene Biotopverbundfläche liegt bei Nichtdurch-
führung der Planung keine Betroffenheit vor. Der Erhalt der Verbundfläche wie auch die Zielset-
zung einer Anreicherung mit landschaftstypischen Strukturelementen und der Entwicklung von
Laubwäldern bleibt unverändert bestehen.
Wasserschutzgebiet
Bei Nichtdurchführung der Planung befände sich das Projektgebiet auch weiterhin in der ausge-
wiesen Trinkwasserschutzzone. Die behördlichen Auflagen wären auch weiterhin bei einer land-
wirtschaftlichen Nutzungen zu berücksichtigen.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Landschaftsplan Köln (Blatt 2)
Bei Umsetzung der geplanten Entwicklung des neuen Wohnbauquartiers am Damiansweg wird ein
Eingriff im nördlichen Teil des Plangebietes in das LSG L 5 initiiert. Der Bebauungsplan Nr.
62547/02 überlappt in einer Tiefe von ca. 35 Meter entlang der nördlichen Grenze das LSG, sieht
gleichzeitig in diesem Teilbereich eine Fläche vor, die als Fläche für Maßnahmen zum Schutz, zur
Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft vorgesehen ist. Auf dieser Fläche von ca.
4.200 Quadratmetern ist die Entwicklung eines extensiv gepflegten Biotopes mit einem Gehölzan-
teil von 10 Prozent und einem extensiv bewirtschafteten Wiesenanteil von 90 Prozent vorgesehen.
Die Ausprägung entspricht der für das LSG L 5 formulierten Entwicklungsziele eine durch Gehölz-
strukturen gegliederten Offenlandlandschaft. Sie stellt somit eine größere zusammenhängende Ve-
getationsfläche im Übergang zur angrenzenden Landschaft dar.
Biotopverbundfläche
Durch den Bebauungsplan Nr. 62547/02 „Damiansweg“ werden die Schutz- und Entwicklungs-
ziele, die für die Verbundfläche formuliert sind, nicht beeinträchtigt.
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Wasserschutzgebiet
Bei Durchführung der Planung treffen die behördlichen Auflagen der Trinkwasserschutzverord-
nung, die für Baumaßnahmen innerhalb der Schutz–Zone III A vorgegeben sind, für das Plange-
biet weiterhin zu.
Das anfallende Abwasser wird über ein geordnetes geschlossenes Kanalsystem aus dem Plange-
biet abgeführt. Das Versickern von schwach belastetem Niederschlagswasser, das auch aus Re-
genwasserabführung von Dachflächen erfolgt, wird über ein Rigolensystem und belebte Boden-
schicht in den natürlichen Wasserkreislauf wieder eingespeist.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswirkun-
gen:
Landschaftsplan Köln (Blatt 2)
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen zur Vermeidung erheblicher nachteiliger
Umweltauswirkungen durch Überlagerung von Flächen, die sich im Landschaftsschutz befinden,
werden durch den Verzicht einer Ausweisung überbaubarer Flächen entlang der nördlichen Plan-
gebietsgrenze ermöglicht. Auf ca. 4.200 Quadratmeter erfolgt die Entwicklung eines Offenlandbio-
tops mit gliederndem Gehölzanteil, die baurechtlich als Fläche zum Schutz, zur Pflege und zur Ent-
wicklung von Boden, Natur und Landschaft dauerhaft gesichert wird und so einen räumlichen Puf-
fer zwischen den Wohnquartieren und dem nach Norden angrenzenden Offenlandlandschaft bil-
det. Die widersprechenden Festsetzungen und Darstellungen des Landschaftsplanes gegenüber
den Planungszielen der Bauleitplanung werden mit der Rechtskraft des Bebauungsplanes außer
Kraft gesetzt.
Biotopverbundfläche
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen zur Vermeidung erheblicher nachteiliger
Umweltauswirkungen durch die Planung auf die benachbarte Biotopverbundfläche sind nicht erfor-
derlich, da bei Umsetzung der Planung nicht in die geschützte Biotopverbundfläche eingriffen wird.
Wasserschutzgebiet
Um im Zusammenhang mit dem Belang Trinkwasserschutz nachteilige Umweltauswirkungen aus-
zuschließen erfolgt im Bebauungsplan eine nachrichtliche Übernahme der Wasserschutzzone III A.
Bewertung:
Landschaftsplan Köln (Blatt 2)
Die Planung löst eine grundsätzliche Betroffenheit hinsichtlich des Belangs „Landschaftsschutz“ für
den nördlichen Teil des Plangebietes aus, da sich der Bebauungsplan Nr. 62547/02 mit dem Land-
schaftsschutzgebiet L 5 in einer Tiefe von ca. 35 Meter überlagert.
Entlang der nördlichen Plangebietsgrenze sind auf einer heute ackerbaulich genutzten Fläche von
ca. 4.200 m² die Entwicklung und die langfristige Erhaltung von Offenlandbiotopstrukturen mit glie-
dernden Gehölzen vorgesehen. Diese Fläche ist als Ausgleichsmaßnahme innerhalb des Plange-
bietes zu werten. Der überwiegende Flächenanteil innerhalb des Bebauungsplanes, für den der
Landschaftsplan das Entwicklungsziel eines nur zeitlich begrenzten Erhaltungsstatus bis zur Um-
setzung der Bauleitplanung formuliert, kann jederzeit einer baulichen Entwicklung zugeführt wer-
den.
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Biotopverbundfläche
Durch den Bebauungsplan Nr. 62547/02 „Damiansweg“ werden die Schutz- und Entwicklungs-
ziele, die für die Verbundfläche formuliert sind, nicht beeinträchtigt. Es liegt keine Betroffenheit vor.
Wasserschutzgebiet
Das Plangebiet befindet sich im Trinkwasserschutzgebiet des Wasserwerkes „Volkhoven /Weiler“
innerhalb der Schutzzone III A. Unter Beachtung der durch die Trinkwasserschutzverordnung vor-
gegebenen Vorgaben und Auflagen ist keine erhebliche Betroffenheit zu erwarten. Im Bebauungs-
plan erfolgt eine nachrichtliche Übernahme der vorhandenen Wasserschutzzone III A.
10.5.17 Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität in Gebieten, in denen die
durch Rechtsverordnung zur Erfüllung von bindenden Beschlüssen
der Europäischen Gemeinschaft festgelegten Immissionsgrenzwerte
nicht überschritten werden
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 h BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: BImSchG, Erhaltung der Unterschreitung der Werte der 39. BIm-
SchV, Erhaltung u. Verbesserung der Luftgüte
Bewertung:
Die Einhaltung der Immissionsgrenzwerte der 39. BImSchV kann daraus abgeleitet werden, dass
das Plangebiet außerhalb der Umweltzone des Luftreinhalteplanes der Stadt Köln liegt. Innerhalb
des Plangebietes werden Gehölzpflanzungen an den Gebietsgrenzen sowie Straßenbäume fest-
gesetzt. Diese dienen auch der Staubbindung und dem Ausgleich der Temperaturgänge. Weiterhin
wird für einen Teil des Plangebietes eine emissionsarme Nahwärmeversorgung durch ein Block-
heizkraftwerk (BHKW) sichergestellt. Im Zusammenhang mit dem Umweltbelang Luft, hier insbe-
sondere auf das Plangebiet einwirkende Luftschadstoffe (Immissionen) wie auch durch das Plan-
gebiet ausgehende potentielle Emissionen auf angrenzende Siedlungsbereiche werden unter
Punkt 10.5.6.1 und unter Punkt 10.5. 6.2 des Umweltberichtes eingehend erörtert und bewertet.
10.5.18 Wechselwirkungen
zwischen den einzelnen Belangen des Umweltschutzes nach den Buchstaben a bis d
des § 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB - Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima,
Landschaft, biologische Vielfalt, Natura 2000-Gebiete, Mensch, Gesundheit und Bevöl-
kerung, Kultur- und Sachgüter (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 i BauGB)
Bei der Beurteilung von Umweltauswirkungen sind auch die Wechselwirkungen zwischen den
Schutzgütern zu berücksichtigen, da sich die Schutzgüter nicht immer eindeutig voneinander tren-
nen lassen. Die einzelnen Schutzgüter erfüllen jeweils bestimmte Funktionen in Natur und Land-
schaft, stehen aber oftmals auch in Beziehung zu anderen Schutzgütern und sind dort ebenfalls
von Bedeutung. Wie aus der nachstehenden Tabelle Nr. 003 - Übersicht über die verfahrensrele-
vanten Wechselwirkungen zwischen den Schutzgütern - ablesbar wird, stehen die einzelnen
Schutzgüter wie Mensch/Pflanzen/Tiere/Landschaft, Boden/Fläche, Wasser und Klima/Luft in einer
Abhängigkeit zu einander. Mit dem Verlust des natürlichen Bodens ist gleichzeitig ein Verlust der
vorhandenen Vegetation und der Biotopfunktion verbunden. Darüber hinaus bestehen aufgrund
der Versiegelung des Bodens Auswirkungen auf den Wasserhaushalt durch die Verringerung der
Grundwasserneubildung sowie auf das Klima durch den weitgehenden Verlust der Kaltluftprodukti-
onsfunktion. Der Belang Mensch/Gesundheit ist beeinträchtigt, wenn aufgrund nicht ausreichend
vorhandener Grünflächen der Erholungswert beeinträchtigt wird.
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Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Es handelt sich um ein landwirtschaftlich genutztes Offenland mit dem typischen Wirkungsgefüge
aus Bodennutzung, Grundwasserhaushalt und Lebensgemeinschaften und mit den typischen
Wechselwirkungen von Offenland in einer Siedlungsrandlage (Störwirkungen durch Fußgänger
und Radfahrer sowie Flächenbewirtschaftung).
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Im Fall der Nullvariante ist von einem Fortbestehen der vorhandenen Ausprägung von Wirkungs-
gefüge und Wechselwirkungen auszugehen.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Mit dem Charakterwechsel des Plangebietes von einer Agrarstruktur hin zu einer Siedlungsland-
schaft / Stadtlandschaft sind nach ihrem Umfang die typischen Auswirkungen auf die Umwelt ver-
bunden, die zu erheblichen Änderungen im Wirkungsgefüge führen. Die Wechselwirkungen zwi-
schen Offenland und Siedlungsrand werden weiter nach Norden in den verbleibenden Freiraum
verlagert.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswirkun-
gen:
Aufgrund der Komplexität der Wirkungsgefüge greifen Minderungsmaßnahmen zu einzelnen Um-
weltbelangen und Schutzgütern nur sehr bedingt. Ein Erhalt des Wirkungsgefüges ist im Wesentli-
chen nur erreichbar bei Verzicht auf die Umsetzung der Planung. Die Wechselwirkungen (hier ins-
besondere durch Bodenversiegelung und dessen Auswirkungen auf die anderen Umweltgüter)
können durch die geplante Grünlandnutzung von ca. 4.200 m² im Norden des Plangebietes sowie
die Grünachse im Plangebiet etwas gemindert werden.
Bewertung:
Es wird ein vom Menschen geprägter Freiraum in Anspruch genommen, der von einem Nutzungs-
druck (Naherholung und häufigen bewirtschaftungsbedingten Störungen (Ackerumbruch, Düngung
etc.) geprägt ist. Das vorhandene Wirkungsgefüge wird stark verändert, ohne dass wesentliche
Minderungsmaßnahmen möglich sind. Die vorhandenen Wechselwirkungen werden verlagert.
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Tabelle Nr. 003
Übersicht über die verfahrensrelevanten Wechselwirkungen zwischen den Schutzgütern
Wirkung
von →
Mensch Pflanzen/ Tiere/
Landschaft
Boden/
Fläche Wasser Klima /
Luft Wirkung
auf ↓ Mensch
Erholungsraum (+)
Vielfalt der Arten und
Strukturen verbessert
die Erholungs-
w irkung (+)
Standort für
Siedlung und
Verkehr (-)
Wasser-
nutzung (-)
Frischluft (+)
Ausgleichs-
funktion (+)
Pflanzen/ Tiere/
Landschaft Lebensraum- u.
Landschafts -
verlust (-)
Störungen von
Tieren (-)
Artver -
schiebungen (-)
Lebensraum für
Pflanzen und
Tiere (+)
Wasser-
nutzung (+)
Lebensraum
(+)
Boden/ Fläche
Verlust von Boden-
funktionen (-)
Schadstoffein-
träge (-)
Verdichtung (-)
Erhalt von Boden-
funktionen (+)
Stoffver -
lagerung (-)
Wasser
Verringerung
Grundw asser-
neubildung (-)
Erhöhung
Oberflächen-
abfluss (-)
Schadstoffein-
träge (-)
Ungestörte
Grundw asser-
neubildung (+)
Filterung von
Schadstoffen durch
Pflanzen (+)
Speicher, Filter-
und Puffer-
funktion (+)
Klima/ Luft Emissionen (-)
Behinderung des
Luftaustausches (-)
Aufheizung durch
Versiegelung (-)
Frischluft (+)
Kaltluftproduktion (+)
klimatischer
Ausgleichsraum
(+)
Kaltluftproduktion
(+)
Staubbildung (-)
Legende: (+) positive Wirkung, (-) negative Wirkung
Quelle: in Anlehnung an Storm/ Bunge: Handbuch der Umweltverträglichkeitsprüfung, 2. Band,
Kapitel Wechselwirkungen, September 2002
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10.5.19 Anfälligkeit für die Auswirkungen schwerer Unfälle und Katastro-
phen
auf die Belange des Umweltschutzes nach den Buchstaben a bis d und i des § 1 Abs.
6 Nr. 7 BauGB - Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft, bio-
logische Vielfalt, Natura 2000-Gebiete, Mensch, Gesundheit und Bevölkerung, Kultur-
und Sachgüter, Wechselwirkungen, zum Beispiel Seveso-III-RL, 12. BImSchV, KAS 18
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 j BauGB)
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Durch die heute im Plangebiet betriebene landwirtschaftliche Nutzung ist keine Anfälligkeit für die
Auswirkungen schwerer Unfälle und Katastrophen zu erwarten.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Der Kenntnisstand bezüglich des Umweltbelangs „Anfälligkeit für die Auswirkungen schwerer Un-
fälle und Katastrophen“ würde dem Sachstand des derzeitigen Umweltzustandes entsprechen.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Nach Durchführung der Planung bestünden bezogen auf die Bevölkerung grundsätzlich Risiken,
die durch Brand ausgelöst werden könnten. Diese Risiken werden bereits in der Planung durch
Einhaltung der erforderlichen Sicherheitsabstände zu Gebäuden und einer entsprechenden Grund-
rissanordnung innerhalb der Wohngebäude minimiert. Ebenso werden durch die Anordnung der
Erschließungswege und Freiflächen ausreichende Bewegungsflächen für Feuerwehr- und Ret-
tungsfahrzeuge regeneriert.
Ferner gehen durch die Flächenversiegelung nach Umsetzung der Planung Pflanzenstandorte so-
wie Lebensräume bzw. Nahrungshabitate für das heute im Planungsraum anzutreffende Arten-
spektrum verloren oder verändert sich aufgrund künftig eher städtisch geprägter Freiräume und
Vegetationsstrukturen.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswirkun-
gen:
Unter Berücksichtigung der technischen Regelwerke und gesetzlichen Vorgaben zur Risikovermei-
dung ist ein belastbares Brandschutz- und Rettungswegekonzept auf der Ebene der Baugenehmi-
gung vorzulegen. Durch die planungsrechtliche Festsetzung einer maximal zulässigen Flächenver-
siegelung im Bereich der geplanten Wohnbebauung werden ausreichende, unversiegelte grüne
Freiräume mit in dem angrenzenden Landschafts- und Siedlungsraum anzutreffenden Vegetati-
onsstrukturen (Bäume, Offenlandbiotope, größere zusammenhängende öffentliche Grünfläche u.
ä.) gesichert. Der Erhalt von heute entlang der Mercatorstraße und Merianstraße vorhandenen Ge-
hölzstrukturen, soweit möglich, sichert neben den neuen Grünstrukturen Rückzugsräume für die
Tier- und Pflanzenwelt.
Bewertung:
Die Veränderung der Flächennutzung löst keine erhöhte Anfälligkeit für die Auswirkung schwerer
Unfälle und Katastrophen aus.
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10.5.20 Eingriffsregelung
(§ 1a Abs. 3 BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: BNatSchG, Landesnaturschutzgesetz NRW, § 1a BauGB
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Nach Aussage des Bauaufsichtsamtes der Stadt Köln ist das Vorhaben eindeutig dem Außenbe-
reich gemäß § 35 Baugesetzbuch (BauGB) zuzuordnen. Nicht vermeidbare erhebliche Beeinträch-
tigungen durch das Vorhaben sind durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen oder durch Ersatz in
Geld zu kompensieren. Der Bebauungsplan lässt erstmalig Eingriffe in den Naturhaushalt und auf
das Landschaftsbild zu. Die Flächen, in denen Eingriffe ausgleichspflichtig sind, sind im Bebau-
ungsplan als ausgleichspflichtiger Eingriffsbereich markiert.
Für die Ermittlung des Eingriffs wird die vergleichende Bewertung der im Plangebiet heute anzu-
treffenden Biotoptypen und der bei Durchführung der Planung künftig anzutreffenden Biotoptypen
herangezogen (vergleiche Anlage 2 – Umweltbericht nach BauGB Novelle 2017 für den Bebau-
ungsplan 62547/02 – Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven/ Weiler Tabelle 2 Bilanz zur Ein-
griffsregelung). Als Berechnungs- bzw. Bewertungsgrundlage wird die Biotoptypenbewertung der
Stadt Köln (Köln-Code) in Verbindung mit der Biotoptypenzuordnung nach Ludwig – Sporbeck
(Ludwig-code) herangezogen.
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Im Bestand werden auf den ausgleichspflichtigen Eingriffsflächen 404.185 Biotopwertpunkte er-
zielt.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Bei Nichtumsetzung der Planung würde auf den ausgleichspflichtigen Eingriffsflächen die ökologi-
sche Wertigkeit, die im Bestand vorhanden ist, weiterhin anzutreffen sein. Die Anzahl der zu erzie-
lende Biotopwertpunkt würden ebenfalls 404.185 Biotopwertpunkte betragen.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Die Biotopwerte der Planung im Bereich der ausgleichspflichtigen Eingriffsflächen betragen 85.159
Biotopwertpunkte. Es entsteht innerhalb der ausgleichspflichtigen Eingriffsflächen bei Durchfüh-
rung der Planung ein Defizit von 319.026 Wertpunkten. Innerhalb des Plangebietes kann bei Um-
setzung der Planung eine anrechenbare Aufwertung von 42.744 Biotopwertpunkten erzielt werden.
Das verbleibende Defizit an Biotopwertpunkten beträgt 276.282 Punkte.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswirkun-
gen:
Da ein vollständiger Ausgleich innerhalb des Plangebietes nicht erfolgen kann, wird ein externer
Ausgleich notwendig.
Bei einer Aufwertung von Acker LW1 (HA0) mit 6 Wertpunkten in eine extensive Fettwiese
LW41111 (EA1) mit 9 Wertpunkten ergibt sich ein Flächenbedarf für den externen Ausgleich von
ca. 3,2 Hektar.
Die Sicherstellung des zu zahlenden Ersatzgeldes für die Durchführung der externen Ausgleichs-
maßnahme wie auch für deren dauerhafte Pflege bzw. Unterhaltung wird im städtebaulichen Ver-
trag, der zwischen der Stadt Köln und den Investoren als Eingriffsverursacher geschlossen wird,
festgeschrieben. Auf Grund der Tatsache, dass die Investorengruppe keine externen Ausgleichs-
flächen zur Verfügung stellen kann, werden auf den von der Stadt Köln bereit gestellten Flächen
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im Sinne von § 9 Abs. 1a Satz 2 BauGB in Verbindung mit § 1a Abs. 3 Satz 4 BauGB im Schwer-
punktraum Köln-Worringen (Gemarkung Worringen, Flur 43, Flurstück 181 [teilweise]), Ausgleichs-
maßnahmen verortet.
Es wird eine ca. 3,17 Hektar (31.713 m²) große Ackerfläche in eine extensive Wiesenfläche umge-
wandelt und dauerhalt erhalten.
Durch die Realisierung der externen Ausgleichsmaßnahme kann das Defizit vollständig ausgegli-
chen werden.
Bewertung:
Bis auf die heute bereits vorhandenen Straßenverkehrsflächen (Damiansweg, Merianstraße, Delia-
straße), die planungsrechtlich als Innenbereich gemäß § 34 Baugesetzbuch (BauGB) definiert wer-
den, ist nach Aussage des Bauaufsichtsamtes der Stadt Köln das Vorhaben eindeutig dem Außen-
bereich gemäß § 35 Baugesetzbuch (BauGB) zuzuordnen. Somit ist die gesetzliche Eingriffsrege-
lung anzuwenden. Für die Ermittlung des durch die Planung ausgelösten Eingriffs wird eine ver-
gleichende Bewertung der im Plangebiet heute anzutreffenden Biotoptypen und der bei Durchfüh-
rung der Planung künftig anzutreffenden Biotoptypen herangezogen.
Die Biotopwerte nach Durchführung der Planung im Bereich der ausgleichspflichtigen Eingriffsflä-
chen betragen anstatt der 404.185 Biotopwertpunkte im Bestand nur noch 85.159 Biotopwert-
punkte. Es entsteht innerhalb der ausgleichspflichtigen Eingriffsflächen bei Durchführung der Pla-
nung ein Defizit von 319.026 Wertpunkten. Innerhalb des Plangebietes kann bei Umsetzung der
Planung eine anrechenbare Aufwertung von 42.744 Biotopwertpunkten erzielt werden. Das verblei-
bende Defizit an Biotopwertpunkten beträgt 276.282 Punkte.
Da ein vollständiger Ausgleich innerhalb des Plangebietes nicht erfolgen kann, wird ein externer
Ausgleich notwendig. Bei einer Aufwertung von Acker LW1 (HA0) mit 6 Wertpunkten in eine exten-
sive Fettwiese LW41111 (EA1) mit 9 Wertpunkten ergibt sich ein Flächenbedarf für den externen
Ausgleich von circa 3,2 Hektar.
Die externe Ausgleichsmaßnahme wird auf den von der Stadt Köln bereit gestellten Flächen im
Sinne von § 9 Abs. 1a Satz 2 BauGB in Verbindung mit § 1a Abs. 3 Satz 4 BauGB im Schwer-
punktraum Köln-Worringen (Gemarkung Worringen, Flur 43, Flurstück 181 [teilweise]), verortet.
Die Sicherstellung des zu zahlenden Ersatzgeldes für die Durchführung der externen Ausgleichs-
maßnahme wie auch für deren dauerhafte Pflege bzw. Unterhaltung wird im städtebaulichen Ver-
trag, der zwischen der Stadt Köln und den Investoren als Eingriffsverursacher geschlossen wird,
festgeschrieben.
10.5.21 Kumulierung mit den Auswirkungen von Vorhaben benachbarter
Plangebiete
(Anlage 1 zum BauGB, 2. b) ff)
Grundsätzlich werden die voraussichtlichen Umweltauswirkungen auf die verschiedenen Schutz-
güter in jedem Bauleitplanverfahren gesondert erfasst und beurteilt. Dabei werden kumulative Wir-
kungen im Rahmen der Berücksichtigung von Vorbelastungen teilweise auch indirekt mit einbezo-
gen, beispielsweise spielt bei der Beurteilung der Luftqualität die Hintergrundbelastung eine Rolle.
Darüber hinaus werden im Rahmen der Bebauungsplanung Maßnahmen zur Vermeidung und zum
Ausgleich getroffen, um negative Umweltauswirkungen so gering wie möglich zu halten.
Für das Bebauungsplanverfahren Nr. 62547/02 - „Damiansweg“ in Köln-Volkhoven / Weiler ist im
Hinblick auf mögliche kumulative Umweltauswirkungen im Zusammenwirken mit benachbarten Be-
bauungsplänen ein Überschreiten von Erheblichkeitsschwellen nicht zu erwarten, da derzeit keine
Planungen auf der Ebene der Bauleitplanung noch sonstige zu berücksichtigende überörtliche Pla-
nungen bekannt sind.
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10.5.22 Eingesetzte Stoffe und Techniken
(Anlage 1 zum BauGB, 2. b) hh)
Auf der Ebene des Bebauungsplans sind keine Regelungen hinsichtlich eingesetzter baulicher
Stoffe und Techniken anzuwenden.
Zur Beurteilung und Bewertung einzelner durch die Planung betroffener Schutzgüter bzw. Umwelt-
belange wurden Fachgutachten erstellt. Die dabei angewendeten Untersuchungsmethoden ent-
sprechen den heutigen technischen und wissenschaftlichen Standards. Dies gilt für den Einsatz
von Untersuchungsprogrammen (Software) ebenso wie für die eingesetzten Hilfsmittel bei Unter-
suchungen vor Ort.
Beispielsweise die technischen und handwerklichen Hilfsmittel bei Durchführung archäologischer
Sondagen, technische Hilfsmittel und chemische Analysemethoden bei der Bewertung von Boden,
Altlasten und Hydrologie, schalltechnische Messung sowie der Einsatz von technischen Hilfsmit-
teln zur Verortung planungsrelevanter Tierarten / -gruppen (z.B. Detektor/Horchboxen zur Veror-
tung von Fledermäusen).
Im Rahmen der schalltechnischen Untersuchungen zu dem erforderlichen Immissionsbereich
wurde ein digitales Geländemodell mit für solche Aufgaben entwickelter Software (z.B. CadnaA
(Computer Aided Noise Abatement, 2018) erstellt.
Bei Umsetzung der Wohnbauplanung ist davon auszugehen, dass handelsübliche, den techni-
schen Anforderungen entsprechende umweltverträgliche Baustoffe und sonstige Materialien ver-
wendet werden. Ebenso ist davon auszugehen, dass im Zusammenhang mit der Errichtung und
Unterhaltung des neuen Wohnquartieres den Leitzielen von Nachhaltigkeit entsprochen wird.
10.5.23 In Betracht kommende anderweitige Planungsmöglichkeiten (Alter-
nativen)
und die Angabe für die wesentlichen Gründe für die getroffene Wahl
(Anlage 1 zum BauGB, 2. d)
Vor dem Hintergrund der starken Nachfrage nach städtischem Wohnraum bietet der Standort am
Damiansweg die Möglichkeit ein, an bereits vorhandene Wohnquartiere angrenzendes neues
Wohnquartier zu schaffen.
Der aktuelle Flächennutzungsplan sieht eine Wohnbauentwicklung zur Ortsabrundung vor.
Die Plangebietsfläche ist im gültigen Landschaftsplan der Stadt Köln (Stand 07.11.2017) mit dem
„Entwicklungsziel auf Zeit“, dargestellt, die langfristig eine bauliche Entwicklung zulässt. Das Plan-
gebiet wird im Osten, Süden und Westen planungsrechtlich von Flächen des Innenbereichs umge-
ben. Es grenzen mittel- und unmittelbar sowohl Wohngebiete wie auch gemischte Nutzungen und
gewerbliche Nutzungen an das Plangebiet an. Lediglich die nördliche Plangebietsgrenze wird
durch den angrenzenden Landschaftraum Weiler definiert. Dieser ist planungsrechtlich als Land-
schaftsschutzgebiet L5 „Freiraum und Grünverbindung am Blumberg, Chorweiler und Seeberg bis
Esch“ festgesetzt. Somit hat bereits in vorgeschalteten Planverfahren eine Abwägung zugunsten
des Standortes „Damiansweg“ als bebaubare Entwicklungsfläche stattgefunden. Daher wurden al-
ternative Standorte auf der Ebene des Bebauungsplanverfahrens nicht geprüft.
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C Zusätzliche Angaben
10.6Technische Verfahren bei der Umweltprüfung beziehungsweise Hinweise
auf Schwierigkeiten bei der Zusammenstellung der Angaben
Die umweltbezogenen und für das Vorhaben relevanten Informationen erlauben eine Einschätzung
der zu erwartenden Umweltfolgen. Zur Beurteilung und Bewertung einzelner durch die Planung be-
troffener Schutzgüter bzw. Umweltbelange wurden Fachgutachten erstellt. Die dabei angewende-
ten Untersuchungsmethoden entsprechen den heutigen technischen und wissenschaftlichen Stan-
dards.
Viele Angaben des Umweltberichts beruhen auf allgemein bei der Stadt Köln vorliegenden Umwel-
tinformationen, auf Erfahrungswerten und Abschätzungen und sind in rein verbal-argumentativer
Form beschrieben worden, ohne auf konkrete Berechnungen oder Modellierungen zu basieren.
Die verwendeten technischen Verfahren und Regelwerke zur Ermittlung der schutzgutbezogenen
Auswirkungen sind in den jeweiligen Fachkapiteln und in den zugrundeliegenden Gutachten erläu-
tert. Auch Art und Umfang der erwarteten Emissionen können den jeweiligen Fachabschnitten des
Umweltberichtes entnommen werden. Bei der Zusammenstellung der Angaben für die Umweltprü-
fung traten im vorliegenden Bauleitplanverfahren keine technischen oder inhaltlichen Schwierigkei-
ten auf (Anlage 1, Nr. 3 a) BauGB).
In der Umweltprüfung wurden die unter Punkt 10.9 „Referenzliste der Quellen“ aufgeführten für das
Plangebiet relevante Gutachten und Informationen ausgewertet.
10.7Geplante Maßnahmen zur Überwachung der erheblichen Auswirkungen
(Monitoring)
(Anlage 1 zum BauGB, 3. b)
Da bei den geprüften Umweltbelangen und den festgesetzten Vermeidungs- und Minderungsmaß-
nahmen keine Prognoseunsicherheiten bestehen, sind Monitoringmaßnahmen nicht erforderlich.
10.8Zusammenfassung
Das Plangebiet befindet sich im Stadtteil Volkhoven/ Weiler (Stadtbezirk Chorweiler) und stellt sich
im Bestand weitestgehend als landwirtschaftlich genutzte Fläche dar. Im Flächennutzungsplan
(FNP) ist das Plangebiet als Wohnbaufläche dargestellt. Es umfasst eine Fläche von ca. 7,1 Hek-
tar. Das Plangebiet wird begrenzt durch die angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen im Nor-
den, den Damiansweg im Westen, die Mercatorstraße im Osten sowie durch die angrenzende Me-
rianstraße im Süden.
Die Umweltauswirkungen auf die Schutzgüter (Umweltbelange) - Tiere und Pflanzen, Flächenver-
brauch, Boden, Wasser, Klima und Luft, Landschaft, Biologische Vielfalt, Erhaltungsziele und
Schutzzweck der Natura 2000 - wurden im Rahmen der Umweltprüfung betrachtet und bewertet.
Ebenso erfolgte eine Beschreibung und Bewertung der Umweltbelange - Mensch, Gesundheit, Be-
völkerung, hier: insbesondere das Thema Lärm sowie der Belang -Kultur und sonstige Sachgüter -,
die Vermeidung von Emissionen sowie den sachgerechten Umgang mit Abfällen und Abwässern,
die Nutzung erneuerbarer Energien, Darstellungen von Landschafts-plänen und sonstiger Pläne
des Wasser-, Abfall-, Immissionsschutzrechtes. Ferner erfolgte eine Betrachtung möglicher Anfäl-
ligkeit für die Auswirkungen schwerer Unfälle und Katastrophen, mögliche Auswirkungen auf das
Planvorhaben durch Vorhaben benachbarter Plangebiete sowie Aussagen zum Thema eingesetzte
Stoffe und Techniken. Es erfolgte ebenso die planungsrechtliche Bewertung der gesetzlichen Ein-
griffsregelung.
Die Betroffenheit der Umweltauswirkungen auf die Umweltbelange ist hier zusammenfassend dar-
gestellt:
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Tiere
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Um im Zuge der verbindlichen Bauleitplanung artenschutzrechtliche Verbotstatbestände gemäß §
44 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) zu benennen und auszuschließen wurde eine ar-
tenschutzrechtliche Prüfung (ASP I und ASP II) durchgeführt. Lebens- oder Fortpflanzungsstätten
planungsrelevanter / streng geschützter Vogel- und Fledermausarten wurden nicht festgestellt. Zur
Vermeidung des Tötungsverbotes für die festgestellten besonders geschützten Arten wird eine ter-
minierte Baufeldräumung vorgesehen. Ausgleichsmaßnahmen, auch vorgezogene, sind nicht er-
forderlich, die Verletzung von Verbotstatbeständen aus dem Artenschutzregime des Bundenatur-
schutzgesetzes (BNatSchG) sind nicht zu erwarten. Nistkästen oder die Kunstquartiere für Vögel
und Fledermäuse sind nicht erforderlich.
Pflanzen
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Der geplante neue Wohnstandortes am Damiansweg initiiert einen erheblichen Eingriff in den vor-
handenen Vegetationsbestand. Aufgrund der Überbauung sowie der Errichtung neuer versiegelter
Erschließungsflächen gehen die im Plangebiet vorhandenen Vegetationsflächen verloren. Es müs-
sen 138 Bäume gefällt werden. Im Rahmen der geplanten Neubaumaßnahme und der damit zu-
sammenhängenden plangebietsinternen Grünmaßnahmen, u.a. Schaffung von Grünflächen und
Pflanzung von neuen Bäumen kann das Artenspektrum insbesondere durch Neuanpflanzung und
die Anlage von Grünflächen mit standortgeeigneten Pflanzenarten erweitert werden. Im Bebau-
ungsplan wird die Anpflanzung von 101 Bäumen festgesetzt. Die Planung sieht insgesamt eine An-
pflanzung von ca. 150 Bäumen vor. Das bilanztechnisch verbleibende Defizit ist durch einen exter-
nen Ausgleich innerhalb des Stadtgebietes von Köln auszugleichen. Eine heute ackerbaulich ge-
nutzte städtische Fläche am Ortsrand von Worringen nördlich des Mörterweges und südlich der
Pletschbachs wird in eine extensive Fettwiese umgewandelt und dauerhaft unterhalten. Die Fläche
beträgt ca. 3,2 Hektar. Das Schutzgut „Pflanzen“ ist trotz Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen
innerhalb des Plangebietes betroffen.
Fläche / Versiegelungsgrad
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB
Mit der Zielsetzung den Standort am Damiansweg langfristig als Wohnstandort zu entwickeln,
wurde bereits bei den dem Bebauungsplan vorgeschalteten Planungen (FNP und Landschafts-
plan) langfristig der Aufgabe von für die Landwirtschaft verfügbaren Flächen Rechnung getragen.
Der Versiegelungsgrad innerhalb des Plangebietes beträgt im Bestand ca. 10 Prozent. Bei Umset-
zung der Planung wird der Anteil der Flächenversiegelung um ca. 54 Prozent auf ca. 64 Prozent
ansteigen. Der künftige unversiegelte Flächenanteil von ca. 36 Prozent wird durch verschiedene
planungsrechtliche Festsetzungen im Bebauungsplan dauerhaft festgeschrieben. Hierzu zählen
die Ausweisung von Flächen zum Erhalt und zur Anpflanzungen von Bäumen, Sträuchern und
sonstiger Bepflanzung entlang der Mercatorstraße, von Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur
Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft im Norden des Plangebietes wie auch die
dauerhafte Sicherung einer öffentlichen Grünfläche innerhalb des Plangebietes sowie einem Grün-
zug innerhalb des WA 2. Die Betroffenheit des Umweltguts „Fläche“ ist dennoch als erheblich ein-
zustufen.
Boden
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Die Planung initiiert einen Eingriff in den Boden und damit in das bestehende Bodengefüge. Die
Bodenfunktionen, die von den als schutzwürdig bewerteten Böden (Parabraunerden und Kolluvien)
erfüllt werden, werden weitestgehend eingeschränkt. Das heute vorhandene durch die landwirt-
schaftliche Nutzung geprägte Bodengefüge von Kulturböden geht bis auf eine größere zusammen-
hängende Fläche entlang der nördlichen Plangebietsgrenze dauerhaft verloren.
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Die Betroffenheit des Umweltbelangs „Schutzgut Boden“ ist trotz der angeführten Verminderungs-
maßnahmen aufgrund des zu erwartenden dauerhaften Eingriffs in das anstehende Bodengefüge
als erheblich zu bewerten.
Wasser
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Oberflächengewässer
Der Umweltbelang „Oberflächenwasser“ ist durch die Planung nicht betroffen, da im Planungsge-
biet keine Oberflächengewässer anzutreffen sind.
Grundwasser
Der Umweltbelang „Grundwasser“ ist durch die Planung betroffen. Durch den erhöhten Versiege-
lungsanteil steht bei Realisierung der Planung ein geringerer Flächenanteil an unversiegelter Flä-
che bei der Rückführung von Niederschlagswasser in den natürlichen Wasserkreislauf zur Verfü-
gung. Der öffentliche Abwasserkanal DN 2100/2340 im Damiansweg kann das anfallende
Schmutzwasser und das gering belastete Niederschlagswasser des Plangebietes aufnehmen. Das
nicht klärpflichtige Niederschlagswasser ist gemäß § 44 Landeswassergesetz NRW in Verbindung
mit § 55 Wasserhaushaltsgesetz von Grundstücken (Erstbebauung) zu versickern. Hierdurch kann
auch künftig Wasser zur Grundwasserneubildung in den natürlichen Gewässerkreislauf einge-
speist werden. Mit Hilfe des erarbeiteten Regenwassermanagements kann eine Rückführung des
Regenwassers auch bei Starkregenergebnisse über unversiegelte Mulden, Mulden-Rigolen und
Grünflächen innerhalb des Plangebietes in den Gewässerkreislauf erfolgen. Für den Bereich des
Geschosswohnungsbaus am Pleißesteig (WA2) und der Kindertagesstätte sowie der Einfamilien-
hausbebauung (WA 1.2) südlich des Pleißesteigs ist eine Abführung des Niederschlagswasser in
den Mischwasserkanal vorgesehen, da eine Versickerung aufgrund der Bodenbeschaffenheit nicht
möglich ist.
Luft
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Luftschadstoffe – Emissionen, auch Treibhausgase
Das Plangebiet liegt in einem Gebiet mittlerer Luftgüte gemäß Luftgüte-Index (LUGI). Die Bebau-
ung des Plangebietes führt zum Anfall von Luftschadstoffen aus Feuerungsanlagen (Heizung) und
Fahrverkehren. Durch Gebäudebegrünungs- und –durchgrünungsmaßnahmen können nachteilige
Wirkungen teilweise kompensiert werden. Die Wärmeerzeugung wird in Form der im Vergleich zu
einer konventionellen Wärmeversorgung emissionsarmen Nah- und Fernwärmeversorgung ge-
währleistet.
Luftschadstoffe – Immissionen
Eine Wohnnutzung ist aufgrund der vorhandenen mittleren Luftgüte im Plangebiet als unkritisch zu
bewerten. Bei Entwicklung der Planung ändert sich die Immissionssituation entsprechend der Zu-
nahme der Emission durch die Verkehrszunahme und die Wärmeerzeugung in geringem Umfang.
Aus Sicht der Luftreinhaltung und Überwachung verkehrsbedingter Emissionen von Luftschadstof-
fen ist das Planvorhaben als unbedenklich einzustufen. Es ist keine geschlossene, sondern eine in
Teilen offene Bebauungsstruktur vorgesehen, welche einen Luftaustauch ermöglicht.
Klima
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Die Umsetzung des geplanten neuen Wohnquartiers am Damiansweg löst eine Versiegelung
heute unversiegelter landwirtschaftlich genutzter Vegetationsflächen aus, die künftig nicht mehr als
Luftaustauschflächen verfügbar sein werden.
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Nach Realisierung der Planung ist künftig gemäß der Planungshinweiskarte „Klimawandelgerechte
Metropole Köln 21“eine zukünftige Wärmebelastung der Klasse 3 „belastete Siedlungsflächen“
möglich. Zur Minderung der durch die Planung ausgelösten, ungünstigeren Wärmebelastung ist
der Anteil der überbaubaren Flächen durch bau- und planungsrechtliche Festsetzungen begrenzt.
Im Bebauungsplan werden kleinklimatisch wirksame Minderungsmaßnahmen berücksichtigt. Da-
her erfolgt die dauerhafte Sicherung begrünter unversiegelter Freiflächen (öffentliche und private
Grünflächen und Gärten, extensiv genutzte Vegetationsflächen im Norden des Plangebietes). Fer-
ner wird die flächenmäßige Begrünung von Flachdächern und flachgeneigten Dachflächen festge-
setzt.
Landschaft
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Die Umsetzung der Planung führt zu einem anderen städtischen Erscheinungsbild. Der Eindruck
eines offenen landwirtschaftlich bestimmten Freiraumes geht verloren. Erlebbar wird künftig ein
neues städtisches bebautes Quartier, das sich bezogen auf die Geschossigkeit an der heute vor-
handenen Bebauung am Ortsrand des Damianswegs orientiert. Die für die Orts- bzw. Stadteile
Volkhoven und Weiler typische Bauform der hofartigen Bebauung wird im geplanten Wohngebiet
am Damiansweg aufgegriffen. Die künftig städtebaulich erlebbare Silhouette wird von ein- bis drei-
geschossiger Bebauung, im Süden punktuell von einer bis zu fünfgeschossigen Bebauung be-
stimmt. Bäume als gliedernde Elemente sind im Plangebiet anzutreffen. Die im Innern des Plange-
bietes verorteten öffentliche Grün- und Spielflächen wie auch die privaten für die Allgemeinheit
nutzbaren Freiflächen bieten die Möglichkeit innerhalb des neuen Wohnquartiers auf größere Dis-
tanzen einen größeren nicht bebauten Freiraum wahrnehmen zu können. Der Erholungswert von
Freiraum wird dadurch unterstützt. Die Betroffenheit hinsichtlich des Umweltaspektes „Landschaft“
ist als erheblich zu bewerten.
Biologische Vielfalt
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Mit der geplanten Umsetzung des neuen Wohnstandortes am Damiansweg wird sich das heutige
Artenspektrum hinsichtlich der künftig anzutreffenden Pflanzen- und Tierarten verändern. Die bio-
logische Vielfalt im heutigen Plangebiet ist aufgrund der vorhandenen Störwirkungen als mäßig zu
bewerten. Die Umsetzung der Planung führt zu einer erheblichen Reduzierung von Biotopflächen
mit der Folge einer Veränderung der vorkommenden Arten. Die festgesetzten Begrünungsmaß-
nahmen mindern diese Einschränkung und tragen zum Ausgleich der Einschränkung der biologi-
schen Vielfalt durch das geplante Vorhaben bei.
Erhaltungsziele und Schutzzweck der Natura 2000-Gebiete (Gebiete von gemeinschaftlicher
Bedeutung/europäische Vogelschutzgebiete)
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 b BauGB
Weder die Erhaltungsziele noch der Schutzzweck der Natura 2000-Gebiete sind durch die Bauleit-
planung betroffen.
Mensch, Gesundheit, Bevölkerung
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 c BauGB)
Lärm
Der Geltungsbereich des Bebauungsplans sowie die angrenzenden Flächen sind lärmvorbelastet
aus dem umgebenden Verkehrslärm, insbesondere aus dem Straßenverkehr der Mercatorstraße
und Merianstraße sowie dem Schienenverkehr der Strecken 2610 und 2620 der Deutschen Bahn
AG. Die Überschreitungen der Orientierungswerte sind als erheblich einzustufen. Durch entspre-
chende Festsetzungen werden schalltechnisch gesunde Wohnverhältnisse sichergestellt. Im Be-
bauungsplan werden die Lärmpegelbereiche III bis V in Abhängigkeit zu den Lärmeinwirkungen
durch Straßen- sowie Schienenverkehr im Plangebiet festgesetzt. Des Weiteren werden Vorgaben
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zu fensterunabhängigen Belüftungseinrichtungen bei Schlaf- und Kinderzimmern bei einem festge-
setzt. Ferner sind für bestimmte Balkone und Loggien Schallschutzmaßnahmen zu treffen, die si-
cherstellen, dass es zu keiner Überschreitung des Beurteilungspegels kommt. Bei Umsetzung der
im Bebauungsplan festgesetzten Maßnahmen sind gesundheitsschädigende Einwirkungen auf die
künftige Wohnbevölkerung auszuschließen.
Mit der Umsetzung der Planung kommt es zu einer Verkehrszunahme und zu einer Erhöhung der
damit zusammenhängenden Verkehrslärmimmissionen. An vier Immissionsorten im Bereich des
neuen Kreisverkehrs sind grundsätzlich die Voraussetzungen der Verkehrswege-Schallschutzmaß-
nahmen gemäß 24. BImSchV erfüllt. Die für den Anspruch erforderliche Überschreitung der Grenz-
werte liegt im überwiegenden Bereich daran, dass bereits im Ist-Zustand eine Grenzwertüber-
schreitung vorhanden ist. An einem Immissionsort (Damiansweg 49) wird die Grenzwertüber-
schreitung erst im Planfall initiiert. Für die Bereiche, die die Grenzwertüberschreitung erst im Plan-
fall erreichen, wird im städtebaulichen Vertrag eine Finanzierungslösung der eventuell geltend ge-
machten Ansprüche auf Schallschutzmaßnahmen geregelt.
Innerhalb des Plangebietes wird der ruhende Verkehr im Bereich der geplanten mehrgeschossigen
Bebauung in einer gemeinsamen Tiefgarage untergebracht. Die Untersuchungsergebnisse bele-
gen, dass an den untersuchten Immissionsorten in der Nachbarschaft zum Plangebiet die Immissi-
onsrichtwerte der TA-Lärm für Allgemeine Wohngebiete eingehalten werden. Somit werden keine
negativen Einwirkungen durch den geplanten Bau von Tiefgarageneinfahrten auf die Nachbar-
schaft ausgelöst.
Altlasten
(BBodSchG, BBodSchV, LAWA-Richtlinie, LAGA-Anforderungen)
Der Umweltbelang Altlasten ist für die Bewertung des geplanten Wohnquartiers am Damiansweg
nicht relevant, da im Plangebiet weder Altlastenverdachtsflächen noch Altablagerungen vorhanden
sind.
Erschütterungen
(Abstandserlass, DIN 4150 Teil 1 und 2)
Weder im Bestand und bei Durchführungen der Planung wirken Erschütterungen auf das Plange-
biet ein. Umweltrelevante Erschütterungen, die durch die Planung ausgelöst werden könnten, sind
ebenfalls nicht zu erwarten. Der Umweltbelang „Erschütterungen“ ist nicht betroffen.
Störfallbetriebe
Im Plangebiet und unmittelbar angrenzend sind keine Störfallbetriebsbereiche bekannt, die unter
die Vorgaben der 12. Verordnung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Störfall-Verordnung,
12. BImSchV) fallen. Die Planung sieht auch keine Errichtung eines Störfallbetriebes vor.
Hinsichtlich der Umweltbelange „sonstige Gesundheitsbelange / Risiken“ ist in Bezug auf Störfall-
betriebsbereiche keine Betroffenheit gegeben.
Elektromagnetische Felder (EMF)
Wenn die Vorgaben der Verordnung über elektromagnetische Felder (26. BImSchV), des Abstand-
serlasses NRW von 2007 sowie den Hinweisen zur Durchführung der Verordnung über elektro-
magnetische Felder (RdErl. des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Ver-
braucherschutz vom 09.11.2004) beim Neubau und bei Heranrücken der schützenswerten Nutzun-
gen an bestehende Anlagen berücksichtigt werden, sind keine nachteiligen Umweltauswirkungen
zu erwarten. Eine über diese Vorgaben hinausgehende Minimierung von Strahlenbelastungen ist
aus Vorsorgegründen jedoch empfehlenswert. In Abhängigkeit von der Leistung (kVA) der geplan-
ten Trafostationen werden Sicherheitsabstände zwischen 3 und 10 Metern empfohlen. Bei der Er-
richtung von so genannten Garagenstationen oder Kompaktstationen können die Sicherheitsab-
stände verringert werden. Die Einhaltung des stadtinternen Vorsorgewertes für die magnetische
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Flussdichte von 1µT (µ-Tesla) kann bei Umsetzung der Planung eingehalten werden, da die not-
wendigen Trafostationen mit einer Nennleistung von 630 KVA in einem Abstand von 3 m bis 4 m
von Wohngebäuden bzw. der geplanten Kindertagesstätte entfernt errichtet werden. Im Bebau-
ungsplan werden entlang der östlichen Plangebietsgrenze im Bereich der geplanten Carport-PKW-
Stellplätze nachrichtlich verortet.
Gesetzliches Überschwemmungsgebiet/ Hochwasserschutzkonzept
Das Plangebiet liegt nicht in einem festgesetzten Überschwemmungsgebiet. Bis zu einem 200-jäh-
rigem Hochwasser (Köln Pegel 11,90 m) ist das Plangebiet weder direkt noch bei einem Versagen
der Hochwasserschutzeinrichtungen indirekt betroffen. Bei einem Extremhochwasser, d.h. bei ei-
nem 500-jährigen Hochwasser wäre der nördlichste Teil von temporärer Überflutung betroffen.
Aufgrund des seltenen zu erwartenden Hochwasserereignisses sind keine Schutzmaßnahmen
auch bei Umsetzung der Planung erforderlich, damit ist auch keine Betroffenheit des Umweltbelan-
ges gegeben.
Starkregenereignisse
Auf Risiken, die sich aus potentiellen Starkregenereignissen ergeben können, nimmt die Planung
Rücksicht. Im Rahmen des Bauleitplanverfahrens erfolgt die Höhenfestlegung von öffentlichen Er-
schließungsflächen wie auch der an die Erschließung angrenzenden Bauflächen, die eine gezielte
Regenwasserabführung über eine Notwasserwegeplanung auch bei Starkregenereignissen sicher-
stellt.
Innerhalb des Plangebietes stehen mehrere, größere nicht versiegelte Frei- bzw. Grünflächen zur
Verfügung, über die die Rückführung von Niederschlägen auch bei Starkregenereignissen erfolgen
wird. Die sich nördlich an die Reihenhausbebauung (WA 2) anschließende große zusammenhänge
Vegetationsfläche wird als Überflutungsbereich für den nördlichen Teilbereich des Plangebietes
vorgehalten. Im Südwesten des Plangebietes (WA 1.1 und WA 1.2) soll die Niederschlagsablei-
tung durch Versickerung über unterirdische Rigolen erfolgen. Im Einzugsbereich dieser Rigolen-
versickerung werden entlang der Merianstraße größere unversiegelte Flächen als Überflutungsbe-
reich vorgehalten. Zudem wird durch die planungsrechtlich festgesetzte extensive Begrünung von
Flachdächern bzw. flachgeneigten Dächern eine verzögerte Ableitung von Niederschlägen er-
reicht.
Besonnung
Die städtebauliche und damit verbunden die räumliche Anordnung der Wohnbebauung im Plange-
biet berücksichtigt die notwendigen Abstände von Wohngebäuden unter einander wie auch zu der
benachbarten Bestandsbebauung, um eine ausreichende Belichtung von Wohnraum zu sichern.
Die Einhaltung der bauordnungsrechtlichen Abstandsflächen gilt als Hinweis, dass von gesunden
Wohn- und Arbeitsverhältnissen hinsichtlich der Besonnung auszugehen ist.
Kultur- und sonstige Sachgüter
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 d BauGB)
Baudenkmale
Baudenkmalpflegerische Belange sind nicht betroffen.
Bodendenkmale/ Archäologische Besonderheiten
Im Plangebiet sind Belange der Bodendenkmalpflege betroffen. Durch eine archäologische Unter-
suchung wurde im Plangebiet eine eisenzeitliche Siedlung mit dazugehörigen Gräbern nachgewie-
sen, die als Bodendenkmal ausgewiesen sind. Unter Berücksichtigung, dass die im Plangebiet lie-
genden Bodendenkmäler vor Aufnahme der Bautätigkeiten im Rahmen einer archäologischen Aus-
grabung und wissenschaftlich untersucht werden, steht der Belang der geplanten Nutzung nicht
entgegen.
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Sonstige Kultur- und Sachgüter
Entlang der nordöstlichen Plangebietsgrenze sind 10 der Bestandsbäume im Böschungsbereich
entlang der Mercatorstraße als Alleebäume gemäß den Alleenkataster von NRW geschützt. Erhalt
von 10 Alleebäumen innerhalb des Plangebietes wird festgesetzt.
Vermeidung von Emissionen (insbesondere Licht, Gerüche, Strahlung, Wärme), sachge-
rechter Umgang mit Abfällen und Abwässern
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 e BauGB)
Bei Durchführung der Planung werden nach derzeitigem Kenntnisstand keine erheblichen Licht-
oder Geruchsemissionen ausgelöst. Eine Abstrahlung von erheblichen Wärme- oder Strahlungs-
emissionen wird mit der Umsetzung der Planung nicht einhergehen.
Ein sachgerechter Umgang mit Abfällen und Abwässern erfolgt durch die Errichtung technischer
Infrastrukturen, d.h. anfallende Abwässer werden sachgerecht an das öffentliche Kanalnetz im Be-
reich des Damiansweg angeschlossen. Die im Zusammenhang mit den künftigen Wohnnutzungen
anfallenden Abfälle und recycelbaren Wertstoffen werden sachgerecht entsorgt. Von der öffentli-
chen Müllabfuhr anfahrbare Müllsammelstellen werden in ausreichender Anzahl und Flächengröße
vorgehalten. Im Bereich der mehrgeschossigen Wohnbebauung im Allgemeinen Wohngebiet WA
1.1 und WA 1.2 werden die Aufstellflächen in einer Entfernung von maximal 30 m bis 45 m zu den
jeweiligen Hauszugängen angeordnet.
Nutzung erneuerbarer Energien / sparsame und effiziente Nutzung von Energie
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 f BauGB)
Durch die Errichtung des neuen Wohngebietes am Damiansweg ist zukünftig ein erhöhter Energie-
bedarf zu erwarten. Um den zukünftigen zusätzlichen Energiebedarf und den damit einhergehen-
den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß zu minimieren, wird bereits schon über die städtebauliche Anord-
nung der geplanten Wohnbebauung dem sparsamen Umgang mit Energie Rechnung getragen.
Unter Anwendung der Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV), wird dem Umweltbe-
lang „Erneuerbarer Energien/ Energieeffizienz“ Rechnung getragen. Der Einsatz eines Blockheiz-
kraftwerkes entspricht einem effizienten Einsatz von Energie.
Darstellungen von Landschaftsplänen und sonstigen Plänen, insbesondere des Wasser-,
Abfall-, Immissionsschutzrechtes
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 g BauGB)
Landschaftsplan
Die Planung löst eine grundsätzliche Betroffenheit hinsichtlich des Belangs „Landschaftsschutz“ für
den nördlichen Teil des Plangebietes aus, da sich der Bebauungsplan Nr. 62547/02 mit dem Land-
schaftsschutzgebiet L 5 in einer Tiefe von ca. 35 Meter überlagert. Entlang der nördlichen Plange-
bietsgrenze sind auf einer heute ackerbaulich genutzten Fläche von ca. 4.200 m² die Entwicklung
und die langfristige Erhaltung von Offenlandbiotopstrukturen mit gliedernden Gehölzen vorgese-
hen. Diese Fläche ist als Ausgleichsmaßnahme innerhalb des Plangebietes zu werten. Der über-
wiegende Flächenanteil innerhalb des Bebauungsplanes, für den der Landschaftsplan das Ent-
wicklungsziel eines nur zeitlich begrenzten Erhaltungsstatus bis zur Umsetzung der Bauleitplanung
formuliert, kann jederzeit eine bauliche Entwicklung zugeführt werden.
Biotopverbundfläche
Durch den Bebauungsplan Nr. 62547/02 „Damiansweg“ werden die Schutz- und Entwicklungs-
ziele, die für die Verbundfläche formuliert sind, nicht beeinträchtigt. Es liegt keine Betroffenheit vor.
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Wasserschutzgebiet
Das Plangebiet befindet sich im Trinkwasserschutzgebiet des Wasserwerkes „Volkhoven /Weiler“
innerhalb der Schutzzone III A. Unter Beachtung der durch die Trinkwasserschutzverordnung vor-
gegebenen Vorgaben und Auflagen ist keine erhebliche Betroffenheit zu erwarten. Ein Hinweis zur
vorhandenen Wasserschutzzone III A wird im Bebauungsplan aufgenommen.
Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität in Gebieten, in denen die durch Rechtsverord-
nung zur Erfüllung von bindenden Beschlüssen der Europäischen Gemeinschaft festgeleg-
ten Immissionsgrenzwerte nicht überschritten werden
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 h BauGB)
Die Einhaltung der Immissionsgrenzwerte der 39. BImSchV kann daraus abgeleitet werden, dass
das Plangebiet außerhalb der Umweltzone des Luftreinhalteplanes der Stadt Köln liegt. Innerhalb
des Plangebietes werden Gehölzpflanzungen an den Gebietsgrenzen sowie Straßenbäume fest-
gesetzt. Diese dienen auch der Staubbindung und dem Ausgleich der Temperaturgänge. Weiterhin
wird für einen Teil des Plangebietes eine emissionsarme Nahwärmeversorgung durch ein Block-
heizkraftwerk (BHKW) sichergestellt.
Im Zusammenhang mit dem Umweltbelang Luft, hier insbesondere auf das Plangebiet einwirkende
Luftschadstoffe (Immissionen) wie auch durch das Plangebiet ausgehende potentielle Emissionen
auf angrenzende Siedlungsbereiche werden unter Punkt 10.5.6.1 und unter Punkt 10.5.6.2 des
Umweltberichtes eingehend erörtert und bewertet.
Anfälligkeit für die Auswirkungen schwerer Unfälle und Katastrophen auf die Belange des Umwelt-
schutzes nach den Buchstaben a bis d und i des § 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB
Die Veränderung der Flächennutzung löst keine erhöhte Anfälligkeit für die Auswirkung schwerer
Unfälle und Katastrophen aus.
Eingriffsregelung
(§ 1a Abs. 3 BauGB)
Nach Aussage des Bauaufsichtsamtes der Stadt Köln ist das Vorhaben eindeutig dem Außenbe-
reich gemäß § 35 Baugesetzbuch (BauGB) zuzuordnen. Nicht vermeidbare erhebliche Beeinträch-
tigungen durch das Vorhaben sind durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen oder durch Ersatz in
Geld zu kompensieren. Der ausgleichspflichtige Eingriffsbereich definiert die Flächen, auf denen
die naturschutzfachliche Eingriffsregelung Anwendung findet. Im Bestand werden 404.185 Bio-
topwertepunkte im Bereich des ausgleichspflichtigen Eingriffsbereichs erzielt. Bei Durchführung
der Planung werden 85.159 Biotopwertpunkte erreicht. Das Defizit an Biotopwertpunkten beträgt
319.026 Punkte. Unter Berücksichtigung der anrechenbaren Minderungs- und Ausgleichsmaßnah-
men im Plangebiet und eines externen Ausgleichs kann der Eingriff vollständig ausgeglichen wer-
den. Bei einer Aufwertung von Acker LW1 (HA0) mit 6 Wertpunkten in eine extensive Fettwiese
LW41111 (EA1) mit 9 Wertpunkten ergibt sich ein Flächenbedarf für den externen Ausgleich von
ca. 3,2 Hektar. Die Sicherstellung des zu zahlenden Ersatzgeldes für die und Durchführung der ex-
ternen Ausgleichsmaßnahme wie auch für deren dauerhaften Pflege bzw. Unterhaltung wird im
städtebaulichen Vertrag, der zwischen der Stadt Köln und den Investoren als Eingriffsverursacher
geschlossen wird, festgeschrieben. Auf Grund der Tatsache, dass die Investorengruppe keine ex-
ternen Ausgleichsflächen zur Verfügung stellen kann, werden auf den von der Stadt Köln bereit ge-
stellten Flächen im Sinne von § 9 Abs. 1a Satz 2 BauGB in Verbindung mit § 1a Abs. 3 Satz 4
BauGB im Schwerpunktraum Köln-Worringen Ausgleichsmaßnahmen verortet. Eine heute als
Ackerfläche genutzte Teilfläche des Flurstückes 181, Flur 43, Gemarkung Worringen wird in eine
extensiv Fettwiese umgewandelt und dauerhaft unterhalten.
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Kumulierung mit den Auswirkungen von Vorhaben benachbarter Plangebiete
(Anlage 1 zum BauGB, 2. b) ff)
Für das Bebauungsplanverfahren Nr. 62547/02 - „Damiansweg“ in Köln-Volkhoven / Weiler ist im
Hinblick auf mögliche kumulative Umweltauswirkungen im Zusammenwirken mit benachbarten Be-
bauungsplänen ein Überschreiten von Erheblichkeitsschwellen nicht zu erwarten, da derzeit keine
Planungen auf der Ebene der Bauleitplanung noch sonstige zu berücksichtigende überörtliche Pla-
nungen bekannt sind. Die Notwendigkeit kumulative Auswirkungen näher zu ermitteln, zu beschrei-
ben und zu bewerten, besteht somit nicht.
Eingesetzte Techniken und Stoffen
(Anlage 1 zum BauGB, 2. b) hh)
Bei Umsetzung der Wohnbauplanung ist davon auszugehen, dass handelsübliche, den techni-
schen Anforderungen entsprechende umweltverträgliche Baustoffe und sonstige Materialien ver-
wendet werden. Ebenso ist davon auszugehen, dass im Zusammenhang mit der Errichtung und
Unterhaltung des neuen Wohnquartieres den Leitzielen von Nachhaltigkeit entsprochen wird.
In Betracht kommende anderweitige Planungsmöglichkeiten (Alternativen)
(Anlage 1 zum BauGB, 2. d)
Der aktuelle Flächennutzungsplan sieht bereits heute schon eine Wohnbauentwicklung im Bereich
des Damianswegs zur Ortsabrundung des Stadtteils Volkhoven/Weiler vor. Im gültigen Land-
schaftsplan der Stadt Köln (Stand 07.11.2017) ist die Plangebietsfläche weitestgehend mit dem
„Entwicklungsziel auf Zeit“, dargestellt, die langfristig eine bauliche Entwicklung zulässt. Lediglich
die nördliche Plangebietsgrenze wird durch den angrenzenden Landschaftraum Weiler definiert.
Dieser ist planungsrechtlich als Landschaftsschutzgebiet L5 „Freiraum und Grünverbindung am
Blumberg, Chorweiler und Seeberg bis Esch“ festgesetzt. Vor dem Hintergrund der starken Nach-
frage nach städtischem Wohnraum bietet der Standort am Damiansweg die Möglichkeit ein, an be-
reits vorhandene Wohnquartiere angrenzendes neues Wohnquartier zu schaffen. Somit hat bereits
in vorgeschalteten Planverfahren eine Abwägung zugunsten des Standortes „Damiansweg“ als be-
baubare Entwicklungsfläche stattgefunden. Daher wurden alternative Standorte auf der Ebene des
Bebauungsplanverfahrens nicht geprüft.
10.9Referenzliste der Quellen
- Stadt Köln: KölnCode – Biotoptypenkataster, wird einzelfallbezogen fortgeschrieben;
- Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW: Fachinformationssystem ge-
schützte Arten, Messtischblatt 4907 (Leverkusen) 3. Quadrant, Recklinghausen, 2014;
- Stadt Köln: Landschaftsplan, jeweils aktueller Stand;
- Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW: Auszug aus der Planungshin-
weiskarte „Zukünftige Wärmebelastung“ aus: Klimawandelgerechte Metropole Köln, Ab-
schlussbericht, LANUV Fachbericht Nr. 50, Recklinghausen, 2013;
- Stadt Köln: Synthetische Klimafunktionskarte, Köln, 1997;
- Labor Dr. Rabe HygieneConsult – Karte Auszug aus der Karte „Luftgüte in Köln“ aus: Er-
mittlung der Luftqualität in Köln mit Flechten als Bioindikatoren, Essen, 12/2003;
- Labor Dr. Rabe HygieneConsult: Auszug aus Textteil „Allgemeine Planungshinweise“: Er-
mittlung der Luftqualität in Köln mit Flechten als Bioindikatoren, Essen 12/2003
- Stadt Köln, Umwelt- und Verbraucherschutzamt: Schallimmissionspläne Verkehr, Köln,
2014;
- Geologischer Dienst NW: Bodenkarte 1:50.000, Krefeld, o. J.;
- Landwirtschaftliche Standorterkundung GD, NRW 1:500 –Damiansweg- (Auszug), zur Ver-
fügung gestellt von der unteren Bodenschutzbehörde, 19.03.2019
- 88 -
/ 89
- Bezirksregierung Köln: Wasserschutzgebiete in Köln, eigene kartographische Darstellung,
Köln, o. J.;
- Stadt Köln, RheinEnergie / ehemaliges Staatliches Umweltamt: Grundwassergleichen,
Köln, 1987 bis 2003;
- Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW, elwas web:
Grundwasserdaten, Düsseldorf, 2013
- Stadt Köln: Betriebe und Abstände gemäß Seveso III-Richtlinie, eigene kartographische
Darstellung, Arbeitsstand, wird nach Vorliegen entsprechender Informationen aktualisiert
- LANUV NRW: Kartografische Abbildung von Betriebsbereichen und Anlagen nach Störfall-
Verordnung (KABAS)
- Stadt Köln, Köln, GIS: Luftbilder und Schrägluftbilder, Köln, 2014 und 2016;
- Stadt Köln: Altlastenkataster, Köln, 2018;
- Stadt Köln: Überflutungshöhen bei verschiedenen Starkregenereignissen, aus StEB AÖR,
Köln, 2014;
- Stadt Köln, Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR Überflutungsgebiete der Hochwasser-
gefahrenkarte (Auszug) Rhein HQ 500 – Plangebiet „Damiansweg“, Stand 011/2018, Bear-
beitung 611/3
- Bezirksregierung Düsseldorf / Bezirksregierung Köln – EG-Hochwasserrisikomanagement-
Richtlinie – Hochwasserrisikokarte Rhein Flussgebietseinheit: Rhein, Teileinzugsgebiet:
Rheingraben-Nord Übersichtskarte HQhäuf ig Maßstab 1 : 50.000 November 2013 Kartenblatt
G, Quelle PROAQUA Ingenieurgesellschaft für Wasser- und Umwelttechnik mbH Aachen.
- Stadt Köln: Kulturhistorischer Fachbeitrag zur Integrierten Raumanalyse Köln-Chorweiler,
Auszug Punkt 6.11, Dr. D. Boesler, Köln, 04/2003
- Stadt Köln: Richtlinie – Das kooperative Baulandmodell Köln - Satzungsbeschluss 17. De-
zember 2013, Veröffentlichung 24. Februar 2014 Amtsblatt der Stadt Köln, 45. Jahrgang,
G2663, Sondernummer 8
- Stadt Köln: Stellungnahmen – Beteiligungsverfahren gemäß Paragraph 4 Absatz 2 Bauge-
setzbuch (BauGB) Stand Januar 2019 und Stand 2017 in Auszügen
- Ordnungsbehördliche Verordnung zur Festsetzung des Wasserschutzgebietes für die Ge-
wässer im Einzugsgebiet der Wassergewinnungsanlagen Weiler und Worringen/Langel der
Gas-,Elektrizitäts- und Wasserwerke Köln A (Wasserschutzgebietsverordnung Weiler) vom
21.Oktober 1991
- Stadt Köln: Amt für Landschaftspflege und Grünflächen - Ausgleichsfläche für den Bebau-
ungsplan Damiansweg – städtisches Grundstück, Gemarkung Worringen, Flur 43, Teilstück
aus Flurstück 181
Luftbildausschnitt (Stand 18.Oktober 2019)
Fachgutachten:
ADU Cologne Institut für Immissionsschutz GmbH, Köln (2019):
Schalltechnische Untersuchung zu den Lärmemissionen und –immissionen im Rahmen
des Bebauungsplanverfahrens „Damiansweg“ in Köln-Volkhoven /Weiler
Berichts-Nr. B1610007-02(1)_ver09Jul2019
Stand 09.07.2019 und Ergänzung vom 14.11.2019, Tabelle 13-1: Gebäude innerhalb
des Ausbaubereiches
F.G.M Ingenieurgesellschaft Müller GbR Geotechnik Grundbau·Bodenmechanik, Hil-
den (2016): Bauvorhaben: Köln-Chorweiler, Damiansweg Hydrogeologisches Gutach-
ten
Stand 29.07.2016
- 89 -
/ 90
FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH, Düsseldorf (2019):
Bebauungsplan Nr. 62547/02 „Damiansweg“ in Köln-Volkhoven/Weiler –
Freianlagen – Lageplan
Stand 19.08.2019
FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH, Düsseldorf (2019):
Bebauungsplan Nr. 62547/02 „Damiansweg“ in Köln-Volkhoven/Weiler – Grünord-
nungsplan (GOP) –
Stand 27.01.2020/ 30.01.2020 (Anhänge)
Büro StadtVerkehr Planungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hilden (2018):
Zusammenstellung von DTV-Werten für lärmtechnische Berechnungen zum Wohnbau-
vorhaben Damiansweg in Köln-Volkhoven/Weiler – Verkehrszählungen an der Merca-
torstraße nördlich Merianstraße
Stand Juni 2018
Büro StadtVerkehr Planungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hilden (2018):
Zusammenstellung von DTV-Werten für lärmtechnische Berechnungen zum Wohnbau-
vorhaben Damiansweg in Köln-Volkhoven/Weiler – Damiansweg und geplanten Stra-
ßen in Plangebiet
Stand 22.08.2018
Büro StadtVerkehr Planungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hilden (2018): Verkehrsgut-
achten Damiansweg, Köln – Volkhoven/Weiler
Stand 24.01.2019
Goldschmidt Archäologie & Denkmalpflege, Düren (2018): Bericht zur archäologischen
Sachverhaltsermittlung Köln - Damiansweg, FB 2018.011
Stand September 2018
Goldschmidt Archäologie & Denkmalpflege, Düren (2018): Ergebnisse der archäologi-
schen Sachverhaltsermittlung Köln - Damiansweg
Stand 03. Dezember 2019
Ingenieurteam Dr. Hemling, Gräfe & Becker Baugrund GmbH, Köln/ Lohmar (2017):
Bericht zur Baugrunduntersuchung (Gründung und Geotechnik) 16K006P418 Dami-
answeg in Köln
Stand 02.01.2017
ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH, Haan (2019): Bebauungsplan Nr.
62547/02 „Damiansweg“, Entwurf Blatt 1 und Blatt 2
Stand März 2020
ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH, Haan (2019): Artenschutzrechtlicher
Fachbeitrag zum Bebauungsplan Nr. 62547/02 „Damiansweg“
Stand 26.07.2019
Leinfelder Ingenieure GmbH, Haan (2018): Stadt Köln BV: Wohnbauerschließung am
Damiansweg in Köln, Bebauungsplan in Aufstellung, Erläuterungsbericht, Entwässe-
rungskonzept, Regenwasserableitung außerhalb von Verkehrsflächen
Stand 14.05.2018
Leinfelder Ingenieure GmbH, Haan (2019): Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AG: öf-
fentliche und private Erschließung Damiansweg in Köln – Bebauungsplan 6247/02 –
Erläuterungsbereich zur Entwurfsplanung öffentlicher Kanal
Stand 15.08.2019
- 90 -
/ 91
TSC Beratende Ingenieure für Verkehrswesen GmbH & Co. KG, Essen (2018): Signal-
technische Untersuchung zur Errichtung einer Lichtsignalanlage am Knotenpunkt Meri-
anstraße/Merianstraße/Deliastraße in Köln – Volkhoven/Weiler
Stand 23.01.2019
- 91 -
/ 92
Anhang
Anlage 1
zur Mustergliederung Umweltbericht nach BauGB- Novelle 2017 -–
für den Bebauungsplan 62547/02
Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven/ Weiler Mustertabellen
zu Punkt 7.5.1 Tiere
Tabelle 1 Kartierte Tierarten (Stand 20.11.2019)
Anlage 2
Umweltbericht nach BauGB- Novelle 2017 –
für den Bebauungsplan 62547/02
Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven/ Weiler
zu Punkt 7.5.20 Eingriffsregelung
Tabelle 2 Bilanz zur Eingriffsregelung (Stand 20.11.2019)
- 92 -
/ 93
Anlage 1 Umweltbericht nach BauGB- Novelle 2017 –
für den Bebauungsplan 62547/02
Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven/ Weiler (Stand 20.11.2019)
zu Punkt 10.5.1 Tiere
Tabelle 1 Kartierte Tierarten:
Es bedeuten: + = planungsrelevant und – = besonders geschützte Arten, FFH = Art des Anhangs
der Flora Fauna Habitat Richtlinie, RL = Rote Liste Niederrheinische Bucht, 3 = gefährdet, V = Vor-
warnliste, S = durch Schutzmaßnahmen nicht mehr oder geringer gefährdet, 2 = stark gefährdet,
* = ungefährdet. Die Bewertung der Tierarten erfolgt gemäß Fachinformationssystem Geschützte
Arten in NRW des Landesamtes für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz NRW.
Vogelarten
Art Status planungs-
relevant
FFH RL
Amsel Brutvogel - *
Bachstelze Nahrungsgast - Brutverdacht - 3
Blaumeise Brutvogel - *
Buchfink Brutvogel - *
Dohle Brutvogel (Verdacht in Siedlung) - *
Elster Nahrungsgast/ Brutvogel in Siedlung - *
Feldlerche Nahrungsgast/ nach 2. Begehung
nicht mehr nachgewiesen
+ 3
Fitis Brutvogel - Brutverdacht - V
Grünspecht (Einzelrufe in benachbarter Siedlung - *
Hausrotschwanz Einzelsichtung - *
Haussperling Einzelsichtung / Nahrungsgast - V
Heckenbraunelle Brutvogel - *
Kiebitz Rastvogel (Schwarm auf angren-
zenden Ackerflächen )
+ V
Kohlmeise Brutvogel - *
Mäusebussard Nahrungsgast + *
Mehlschwalbe Einzelsichtung / Nahrungsgast + 2
Mönchsgrasmücke Brutvogel (Bruten möglich) - *
Rabenkrähe Nahrungsgast - *
Ringeltaube Brutvogel (in angrenzender Siedlung ) - *
Rotkehlchen Brutvogel - *
Singdrossel Brutvogel - *
Stieglitz Siehe Anmerkung*1 - *
Sumpfmeise Einzelsichtung an Mercatorstraße - *
Turmfalke
Nahrungsgast + V
Wacholderdrossel Rastvogel (Schwarm auf angrenzen-
der Ackerfläche)
- *
Zilpzalp Brutvogel (Brutverdacht) - *
*1Anmerkung: lt. Aussage des Gutachters Zuordnung Brutvogel/Nahrungsgast nicht mehr möglich, da keine Aussage durch Kartierer
nach Erhebung
- 93 -
/ 94
Säugetiere (hier Fledermäuse)
Art Status planungs-
relevant
FFH RL
Großer Abendsegler Nahrungs-
gast / Zug
+ Anhang IV Lt. Rote Liste NRW 2010
Streng geschützt durch
Seltenheit gefährdet
RL TL:
Repro: R
Zug: V *1
Zwergfledermaus Jagd, ggf.
Sommerquar-
tier
+ Anhang IV Lt. Rote Liste NRW 2010
Streng geschützt, nicht
gefährdet (*)
Kaninchen (Zufalls-
sichtung)
vereinzelt Lt. Rote Liste NRW 2010
nicht gefährdet (*)
*1 Anmerkung:
TL = tiefe Lagen in NRW, z. B. Niederrheinische Bucht, Kölner Bucht
R: reproduzierend, durch Seltenheit gefährdet
V = ziehend
Reptilien
Keine Nachweise +
Amphibien
Keine Nachweise -
Schmetterlinge / sonstige Insekten
(Zufallsfunde, kein Vorkommen planungsrelevanter Arten)
Zufallssichtung -
Admiral Reproduktion -
Weißling Reproduktion
Tagpfaugenauge Reproduktion -
Kleiner Fuchs Reproduktion -
Wespen inkl. Hornis-
sen
-
Wildbienen inkl. Hum-
meln
-
Libellen
(Zufallsfunde, kein Vorkommen planungsrelevanter Arten)
Zufallssichtung:
Vereinzelt jagende Li-
bellen, keine Artbe-
stimmung
Gast (2018) -
- 94 -
/ 95
Anlage 2 Umweltbericht nach BauGB- Novelle 2017 –
für den Bebauungsplan 62547/02
Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven/ Weiler (20.11.2019)
zu Punkt 10.5.20 Eingriffsregelung
Tabelle 2 Bilanz zur Eingriffsregelung
Bestandswert gesamter Planbereich - zur Information
Biotoptyp
Ludwig
Code
Köln
Code
Biotopwert
[P/m²] Fläche[m²] Gesamtwert [P]
Feldgehölze mit starkem
Baumholz, mit überwie-
gend bodenständigen Ar-
ten BA 13 GH611 22 1.153 25.366
Feldgehölze mit mittlerem
Baumholz, mit überwie-
gend bodenständigen Ar-
ten BA 12 GH621 19 1.556 29.564
Innerstädtisches Begleit-
grün HM52 BR11 9 1.770 15.930
Fettweide stark gedüngt
(Pferdekoppel) EB31 LW42112 10 7.930 79.300
Acker HA0 LW1 6 49.443 296.658
Ackerrain mit Wildkräutern HA2 LW2 14 1.771 24.794
Fahr- und Feldweg unver-
siegelt HY2 VF212 3 869 2.607
Fahr- und Feldweg versie-
gelt HY1 VF211 0 6.856 0
Summe 71.348 474.219
Planwert gesamter Planbereich - zur Information
Biotoptyp
Ludwig
Code Köln Code
Biotopwert
[P/m²] Fläche[m²] Gesamtwert [P]
Glatthaferwiese mäßig
trocken bis frisch (Aus-
gleichsfläche) 90% EA1 LW41111 15 3.764 56.470
Baumreihen mit mittlerem
Baumholz (Ausgleichsflä-
che) 10% BF32 GH731 13 418 5.434
Feldgehölze mit starkem
Baumholz, mit überwie-
gend bodenständigen Ar-
ten (Pflanzerhalt/Rest-be-
stand) BA13 GH611 17 786 13.362
Feldgehölze mit mittlerem
Baumholz, mit überwie-
gend bodenständigen Ar-
ten (Pflanzerhalt/ Restbe-
stand, Mercatorstraße /
Merianstraße ) BA12 GH621 16 372+314=686 10.976
Baumheckenartige Ge-
hölzstreifen mit mittlerem
Baumholz (Pflanzgebot
Restbestand, Mercator-
straße BD51 GH44311 15 175 2.625
Parkanlage ohne alten
Baumbestand (mit
Neupflanzungen) HM1 PA112 7 4.465 31.255
- 95 -
/ 96
Baumreihe/ Einzelbaum
mit jungem Baumholz
standorttypisch (Park-
bäume in Abzug zur o.g.
Parkanlage (GF1, private
/ öffentliche Grünan-
lage/Spielfläche BF31 GH741 12 204 2.448
Fahr- und Feldweg ver-
siegelt (öffentliche / Ver-
kehrsflächen) HY1 VF211 0 11.562 0
Baumreihe/ Einzelbaum
mit jungem Baumholz
standorttypisch (Park-
bäume in Abzug zur o.g.
öffentl. Fahr- und Feld-
weg versiegelt (öffentli-
che / Verkehrsflächen) BF31 GH741 12 180 2.160
WA 1.1 Blockbebauung mit TG, eine GRZ von 0,4 gemäß B -Plan (Gesamtfläche 19.108 m 2)
Blockbebauung offen mit
Baumbestand, Versiege-
lungsgrad 40-% (abzgl.
Gebäude +Nebenanlagen
+GFL-Flächen +Parkan-
lage) HN21 SB122 3 5.411 16.234
Blockbebauung offen
(hier nur Gebäude mit 80
% Dachbegrünung) HN21 SB122 1 7.643 7.643
Blockbebauung offen
Überschreitung GRZ um
50 % (hier nur Nebenan-
lagen einschl. GFL-
Flächen HN21 SB122 0 3.822 0
Baumreihe/ Einzelbaum
mit jungem Baumholz
standorttypisch (Bäume
Neupflanzung in Abzug
zur o.g. Blockbebauung
(5Stck) pro Stellplatz ) BF31 GH741 12 30 360
WA 1.2 Blockbebauung eine GRZ von 0,5 gemäß B -Plan (Gesamtfläche 4.343 m 2)
Blockbebauung offen mit
Baumbestand, Versiege-
lungsgrad 50% (abzgl.
Gebäude +Nebenanlagen
einschl. GFL-Flächen ) HN21 SB122 3 1.062 3.186
Blockbebauung offen
(hier nur Gebäude mit 80
% Dachbegrünung) HN21 SB122 1 2.172 2.172
Blockbebauung offen
Überschreitung GRZ um
50 % (hier nur Nebenan-
lagen, einschl. GFL -
Flächen HN21 SB122 0 1.085 0
Baumreihe/ Einzelbaum
mit jungem Baumholz
standorttypisch (Bäume
Neupflanzung in Abzug
zur o.g. Blockbebauung
(4Stck) pro Stellplatz ) BF31 GH741 12 24 288
- 96 -
/ 97
WA 2 (Reihenhausbebauung mit kleinen Gärten, eine GRZ von 0,45 gemäß B -Plan (bis zu 50 % Über-
schreitung, hier 0,675 möglich)(Gesamtfläche 28.623 m 2)
Reihenhausbebauung mit
kleinen Gärten, < 60 %
Grünanteil (abzgl. Ge-
bäude +Nebenanlagen
+Wegeflächen (GFL)
+Parkanlage) HN21 SB151 3 8.358 25.075
Reihenhausbebauung mit
kleinen Gärten GRZ 0,45
(hier nur Gebäude) HN21 SB151 0 12.880 0
Reihenhausbebauung mit
kleinen Gärten Über-
schreitung GRZ um 50%
(hier nur Nebenanlagen
und GFL-Flächen) HN21 SB151 0 6.440 0
Baumreihe/ Einzelbaum
mit jungem Baumholz
standorttypisch (Bäume
Neupflanzung in Abzug
zur o.g. Reihenhausbe-
bauung (30 Stck .) pro
Stellplatz) BF31 GH741 12 180 2.160
Summe
(71.347)*
71.348
(181.848)*
181.852
*Rundungsdifferenz
a) Bestandswert ausgleichspflichtiger Eingriffsflächen
Biotoptyp
Ludwig
Code
Köln
Code
Biotopwert
[P/m²] Fläche[m²]
Gesamtwert
[P]
Feldgehölze mit starkem
Baumholz, mit überwie-
gend bodenständigen Ar-
ten BA 13 GH611 22 956 21.032
Feldgehölze mit mittlerem
Baumholz, mit überwie-
gend bodenständigen Ar-
ten BA 12 GH621 19 1.156 21.964
Innerstädtisches Begleit-
grün HM52 BR11 9 1.770 15.930
Fettweide stark gedüngt
(Pferdekoppel) EB31 LW42112 10 7.930 79.300
Acker HA0 LW1 6 40.217 241.302
Ackerrain mit Wildkräutern HA2 LW2 14 1.575 22.050
Fahr- und Feldweg unver-
siegelt HY2 VF212 3 869 2.607
Fahr- und Feldweg versie-
gelt HY1 VF211 0 973 0
Summe 55.462 404.185
- 97 -
/ 98
b) Planwert ausgleichspflichtiger Eingriffsflächen
Biotoptyp
Ludwig
Code Köln Code
Biotopwert
[P/m²] Fläche[m²]
Gesamtwert
[P]
Feldgehölze mit starkem
Baumholz, mit überwie-
gend bodenständigen Ar-
ten (Pflanzgebot +Pflanz-
erhalt) BA13 GH611 17 786 13.362
Feldgehölze mit mittle-
rem Baumholz mit über-
wiegend bodenständigen
Arten (Pflanzgebot+
Pflanzerhalt) BA 12 GH621 16 686 10.976
Baumhecken mittlerem
Baumholz, mit überwie-
gend bodenständigen Ar-
ten (Pflanzgebot Merian-
straße) BD 51 GH4431 15 175 2.625
Fahr- und Feldweg ver-
siegelt (öffentlichen und
private Wegeflächen/
Straße)
HY1
VF211
0
4.617
0
Baumreihe/ Einzelbaum
mit jungem Baumholz,
standorttypisch ( öffentli-
chen +private Wegeflä-
chen)
BF31 GH741 12 90 1.080
WA 1.1 Blockbebauung mit TG, eine GRZ von 0,4 gemäß B -Plan
Blockbebauung offen mit
Baumbestand, Versiege-
lungsgrad 40-70 % (ab-
zgl. Gebäude +Nebenan-
lagen +Wegeflächen) HN21 SB122 3 5.411 16.233
Baumreihe/ Einzelbaum
mit jungem Baumholz,
standorttypisch WA 1.1
BF31 GH741 12 30 360
Blockbebauung offen
(hier nur Gebäude, mit
Dachbegrünung) HN21 SB122 1 7.643 7.643
Blockbebauung offen
(hier nur Nebenanlagen
HN21 SB122 0 3.822 0
- 98 -
/ 99
WA 1.2 Blockbebauung mit TG, eine GRZ von 0,5 gemäß B -Plan (bis 0,8 möglich
Blockbebauung offen mit
Baumbestand, Versiege-
lungsgrad 40-70 % (ab-
zgl. Gebäude +Nebenan-
lagen +Wegeflächen) HN21 SB122 3 1.062 3.186
Baumreihe/ Einzelbaum
mit jungem Baumholz,
standorttypisch WA 1.2 BF31 GH741 12 24 288
Blockbebauung offen
(hier nur Gebäude mit
Dachbegrünung) HN21 SB122 1 2.172 2.172
Blockbebauung offen
(hier nur Nebenanlagen HN21 SB122 0 1.086 0
WA 2 (Reihenhausbebauung mit kleinen Gärten, eine GRZ von 0,45 gemäß B -Plan (bis zu 50 % Über-
schreitung, hier 0,675 möglich)/
Reihenhausbebauung mit
kleinen Gärten, < 60 %
Grünanteil (abzgl. Ge-
bäude +Nebenanlagen
+Wegeflächen) HN21 SB151 3
8.358 25.074
Baumreihe/ Einzelbaum
mit jungem Baumholz,
standorttypisch WA 2 BF31 GH741 12 180 2.160
Reihenhausbebauung mit
kleinen Gärten (hier nur
Gebäude) HN21 SB151 0 12.880 0
Reihenhausbebauung mit
kleinen Gärten (hier nur
Nebenanlagen) HN21 SB151 0
6.440
0
Summe
55.462 85.159
Eingriffswert (a -b): 319.026
- 99 -
/ 100
c) Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen außerhalb des ausgleichspflichtigen Eingriffsbereiches innerhalb des Plangebiets
Bestand – keine Maßnahmen Zielbiotop – keine Maßnahmen
Biotoptyp
Ludwig
Code Köln Code
Wert
[P/m²] Biotoptyp
Ludwig
Code Köln Code
Wert
[P/m²]
Differenz
[P/m²] Fläche [m²] Gesamtwert[P]
Acker HA0 LW1 6
Glatthaferwiese
mäßig trocken bis
frisch (Aus-
gleichsfläche)
90% der Fläche
EA1 LW41111 15 9 3.765
33.885
Acker HA0 LW1 6
Baumreihen mit
mittlerem Baum-
holz (Ausgleichs-
fläche) 10% der
Fläche
BF32 GH731 13 7 418
2.926
Acker HA0 LW1 6
Parkanlage ohne
alten Baumbe-
stand (mit
Neupflanzungen)
HM1 PA112 7 1 (704+1245+1245+1271)-
44)=4421 4.421
Acker
HA0 LW1 6
Baumreihe/ Ein-
zelbaum mit jun-
gem Baumholz,
standorttypisch
(Abzug zu Park-
anlage)
HM1 GH741 12 6
(96+30+48+30+48)= 252 1.512
Fahr- und
Feldweg ver-
siegelt (öffent-
lichen und pri-
vate Wegeflä-
chen/ Straße)
HY1 VF211 0 Parkanlage ohne
alten Baumbe-
stand (mit
Neupflanzungen)
HM1 PA112 7 7
44 0
Summe 42.744
- 100 -
/ 101
d) Ausgleichsmaßnahmen außerhalb des Plangebiets (Beispielrechnung)
Bestand Zielbiotop
Biotoptyp
Ludwig
Code Köln Code
Wert
[P/m²] Biotoptyp
Ludwig
Code Köln Code
Wert
[P/m²]
Differenz
[P/m²] Fläche [m²] Gesamtwert[P]
Acker HA0 LW1 6 Fettwiese EA1 LW41111 15 9 31.713 285.417
Summe 31.713 285.417
Ausgleichswert (c+d): (42.744+285.417=) 328.161
Bilanz (Eingriff-Ausgleich):
(328.161 -
319.026)
= (+9.135)
102,9 %
- 101 -
Der Rat der Stadt Köln hat den Bebauungsplan Nummer 62547/02 mit dieser Be-
gründung nach § 9 Absatz 8 Baugesetzbuch (BauGB) in seiner Sitzung am
04.02.2021 gemäß § 10 Absatz 1 BauGB in Verbindung mit § 7 Gemeindeordnung
Nordrhein-Westfalen (GO NW) als Satzung beschlossen.
Köln, den
Oberbürgermeisterin
Anlage 0 Begründung der Dringlichkeit
1122 Zeichen
A N L A G E 0 Beschluss über Stellungnahmen sowie Satzungsbeschluss betreffend den Bebauungsplan-Entwurf 62547/02 Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven/ Weiler Vorlage 3035/2020 hier: Begründung der Dringlichkeit Die Beschlussvorlage zum Bebauungsplan 62547/02 – Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volk- hoven/ Weiler – kann die Sitzung der Bezirksvertretung am 28.01.2021 nicht erreichen, da der Sit- zungstermin aufgrund der derzeit bundesweit verfügten Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie entfällt. Um für das oben genannten Bebauungsplanverfahren die zeitliche Verzögerung durch die COVID- 19-Pandemie zu minimieren und die Ziele der Planung nicht zu gefährden, ist es zwingend erfor- derlich, den rechtsverbindliche Bebauungsplan kurzfristig Inkrafttreten zu lassen. Zur Sicherstellung des Fortgangs des wichtigen Bebauungsplanverfahrens für den Wohnungsbau ist die Entscheidung durch den Bezirksbürgermeister und ein Mitglied der Bezirksvertretung ge- mäß § 36 Absatz 5, Satz 2 GO NRW und Genehmigung durch die Bezirksvertretung unabdinglich.
Anlage 5
22607 Zeichen
A N L A G E 5 / 2 Darstellung und Bewertung der zum Bebauungsplan 62547/02 –Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven/Weiler– eingegangenen Stellungnahmen aus der Offenlage Die Offenlage gemäß § 3 Absatz 2 Baugesetzbuch (BauGB) wurde am 27.05.2020 im Amtsblatt der Stadt Köln bekannt gemacht und im Stadtpla- nungsamt (Stadthaus Deutz) vom 04.06.2020 bis zum 17.07.2020 einschließlich durchgeführt. Im Zeitraum der Offenlage ist eine Stellungnahme ein- gegangen. Nachfolgend werden die fristgerecht eingegangenen Stellungnahmen dokumentiert und fortlaufend nummeriert. Daran anschließend werden in Über- einstimmung mit der laufenden Nummerierung die Inhalte der Stellungnahmen sowie die Entscheidung durch den Rat dargestellt. Bei inhaltlich glei- chen Stellungnahmen wird auf die jeweilige erste Entscheidung durch den Rat verwiesen. Aus Datenschutzgründen werden keine personenbezogenen Daten (Name und Adresse) aufgeführt. Den Fraktionen der zuständigen Bezirksvertretung, des Stadtentwicklungsausschusses und des Rates wird eine vollständige Übersicht der Absender der Stellungnahmen zur Verfügung gestellt. Lfd. Nr. Datum An- schreiben/ Eingangs- datum Stellungnahme Entscheidung durch den Rat Begründung 1 30.06.2020/ 03.07.2020 1.1 Der Einwender kritisiert, dass nur wenige der zahlrei- chen Anregungen aufgenommen worden, die im Vor- feld zu der Baumaßnahme geäußert wurden. Keine der schriftlichen Eingaben habe sich positiv zu der Baumaßnahme geäußert. Kenntnisnahme Die im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteili- gung nach § 3 Abs. 1 BauGB eingegangen Stellung- nahmen wurden vollständig eingesehen und sachge- recht abgewogen. 1.2 Die fünfgeschossige Wohnungskomplexanlage wird das Ortsbild von Weiler massiv entstellen. nein Für die Mehrfamilienhäuser sind in der Regel drei bis vier Vollgeschosse vorgesehen. Die Höhe der bauli- chen Anlagen orientiert sich somit weitgehend an der unmittelbaren Umgebung. Als städtebaulicher Akzent und zur Schaffung eines abwechslungsreichen, ansprechenden städtebauli- chen Erscheinungsbildes mit hohem Wiedererken- nungswert wird an drei Stellen eine fünfgeschossige Bebauung zugelassen. - 2 - / 3 Das begründete Vorhaben sieht insgesamt eine städ- tebauliche ansprechende Bebauung mit moderater Dichte und großzügigen Grün- und Freiflächen und Kinderspiel-Möglichkeiten vor. Zudem wird mit dem Vorhaben der Ausbau des Damiansweges, ein- schließlich der Schaffung eines Dorfplatzes gegen- über dem denkmalgeschützten Georgshof einherge- hen. Eine negative Beeinflussung des Ortsbildes von Volk- hoven/ Weiler ist daher nicht zu erwarten. 1.3 Das Planungsgebiet befindet sich im Trinkwasser- schutzgebiet des Wasserwerks Volkhoven/Weiler in- nerhalb der Schutzzone III A. Dadurch ergeben sich strenge Auflagen für die zukünftigen Bewohner der Flä- che. Dazu gehört u. a., dass Autos auf der Fläche nicht gewaschen werden dürfen oder eine Autogrube ange- legt werden darf. Keller, die für die geplanten Häuser auch nicht vorgesehen sind, müssen besonders abge- dichtet werden. Die Stadt erwartet, dass „unter Beachtung der durch die Trinkwasserschutzverordnung vorgegebenen Vor- gaben und Auflagen keine erhebliche Betroffenheit zu erwarten“ ist. Man fragt sich, warum überhaupt ein Ri- siko eingegangen wird. Das rechtfertigt auch nicht die Suche nach dringend benötigtem Wohnraum. Die Fol- gen einer Verunreinigung betreffen die gesamte Bevöl- kerung. Schon die jetzt bestehende Wohnsiedlung würde nach heutigen Gesichtspunkten im Wasser- schutzgebiet III A nicht mehr so gebaut. Durch die Ver- siegelung des Bodens ergeben sich Auswirkungen auf den Wasserhaushalt durch Verringerung der Grund- wasserbildung. nein Das Plangebiet liegt im Geltungsbereich der Wasser- schutzzone III A des Wasserwerkes Weiler und grenzt im Norden an die Wasserschutzzone II an. Die Wasserschutzzonen gliedern sich von innen nach au- ßen, wobei sich die Zone I im direkten Umfeld der Wassergewinnungsanlage und die Zone III am äuße- ren Rand des Schutzgebietes befindet. Der Ausweisung von Wohnbauland stehen die Aufla- gen der Wasserschutzzone III A nicht entgegen. Die Maßgaben der jeweiligen Wasserschutzgebiets- verordnung sind bei der Planung und Ausführung je- doch zu beachten. Im Bebauungsplan erfolgt eine nachrichtliche Übernahme der vorhandenen Wasser- schutzzone III A. Hauptaufgabe der Schutzzone III ist, die Grundwas- serüberdeckung weitergehend zu erhalten. Größere Eingriffe in den Boden und der Umgang mit wasser- gefährdenden Stoffen sind zu vermeiden bzw. unzu- lässig. Das Bauen neuer Straßen und Wege sowie eine wesentliche Veränderung bestehender Straßen und Wege sowie das Errichten von Park- und Stell- - 3 - / 4 plätzen und Geländeveränderungen, d. h. Abgrabun- gen ab 3 m sind genehmigungspflichtig. Anfallendes Abwasser über ein geordnetes geschlossenes Kanal- system aus dem Plangebiet abzuführen. Die Errich- tung von Abwasserbehandlungsanlagen ist verboten. Nachteilige Auswirkungen hinsichtlich des Trinkwas- serschutzes können somit ausgeschossen werden. Nennenswerte Einschränkungen hinsichtlich der Wohnqualität am Standort werden ebenfalls nicht ge- sehen. Ein Konflikt zwischen der wohnbaulichen Nutzung des Plangebietes und den Anforderungen an den Trinkwasserschutz wird somit nicht gesehen. 1.4 Ein Streifen im Norden des Plangebietes ist als Land- schaftsschutzgebiet (LSG) ausgewiesen ist. Daher ist dieser Bereich für den Wohnungsbau wenig geeignet. nein An der nördlichen Grenze des Plangebietes kommt es zu einer geringfügigen Überlagerung der im Flä- chennutzungsplan dargestellten Wohnbaufläche mit dem Geltungsbereich des Landschaftsplanes. Somit ragt auch der Geltungsbereich des aufzustellenden Bebauungsplans geringfügig in den Geltungsbereich des Landschaftsplanes hinein. Gemäß § 20 Abs. 4 Landesnaturschutzgesetz NRW (LNatSchG NRW) treten bei der Aufstellung, Änderung und Ergänzung eines Flächennutzungsplans im Geltungsbereich ei- nes Landschaftsplans widersprechende Darstellun- gen und Festsetzungen des Landschaftsplans mit dem Inkrafttreten des entsprechenden Bebauungs- plans außer Kraft, soweit der Träger der Landschafts- planung im Beteiligungsverfahren diesem Flächen- nutzungsplan nicht widersprochen hat. Im vorliegen- den Fall wurde seitens des Trägers der Landschafts- planung kein Widerspruch gegen die Flächennut- zungsplanung vorgebracht. - 4 - / 5 Die im aufzustellenden Bebauungsplan festgesetzte interne Ausgleichsmaßnahme A1 (Anlage von Exten- sivgrünland, Anpflanzung von maximal 10 % der Maßnahmenfläche mit Einzelbäumen und kleinen Gehölzgruppen im südlichen Flächenabschnitt) liegt im Geltungsbereich des Landschaftsplans Köln, wi- derspricht in ihrer nun neu vorgesehenen Ausgestal- tung aber nicht dem Schutzzweck des korrespondie- renden Landschaftsschutzgebietes L5 „Freiraum und Grünverbindung am Blumenberg, Chorweiler und Seeberg bis Esch“ bzw. verändert den Gebietscha- rakter nicht nachteilig, so dass diese Planung seitens des Trägers der Landschaftsplanung mitgetragen wird. Im nordöstlichen Zipfel setzt der Bebauungsplan im Bereich des Allgemeinen Wohngebietes eine Fläche für Nebenanlagen (Na) fest. Ein schmaler Streifen dieser Fläche liegt innerhalb des zuvor genannten Landschaftsschutzgebietes. Aufgrund der Kleinflä- chigkeit dieser Festsetzung kann nicht davon ausge- gangen werden, dass diese bei ihrer Realisierung dem Schutzzweck des Gebietes zuwiderlaufen und/ oder den Gebietscharakter verändern wird. Eine Be- gründung für einen Widerspruch des Trägers der Landschaftsplanung lässt sich von daher hier nicht ableiten. Der Träger der Landschaftsplanung formu- liert keinen Widerspruch zur Planung. Die Aufstellung des Bebauungsplanes steht den Zie- len der Landschaftsplanung daher nicht entgegen. 1.5 Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität Ein nicht unbedeutender Teil der Fläche nördlich des Pleißesteiges gehört zum regionalen Grünzug. Durch Entsiegelung konnte der Olof-Palme-Park angelegt nein Nördlich der im Plangebiet vorgesehenen Wohnbe- bauung schließt gemäß Landschaftsplan der Stadt Köln das Landschaftsschutzgebiet L 5 „Freiraum und - 5 - / 6 werden, der in Verbindung mit der Fläche des Bauvor- habens eine Frischluftschleuse bis zum Worringer Bruch entstehen ließ. Durch die vorgesehene Bebau- ung am Damiansweg wird diese Frischluftschleuse be- einträchtigt. Die Versiegelung des Bodens bewirkt ei- nen weitgehenden Verlust der Kaltluftproduktion. Grünverbindung am Blumenberg, Chorweiler und Seeberg bis Esch“ an. Die im Plangebiet vorgesehene Wohnbebauung liegt – mit Ausnahme eines schalen Randstreifen im Nor- den des Plangebietes (siehe 1.4). – nicht im Gel- tungsbereich des Landschaftsplans und somit eines regionalen Grünzuges. Dem Plangebiet kommt keine über das übliche Maß hinausgehend Bedeutung hinsichtlich der Kalt- und Frischluftproduktion zu. Der Olof-Palme-Park ist zu- dem durch die beiden stark befahrenen Hauptstraßen Mercatorstraße und Merianstraße vom Plangebiet ge- trennt. Im Bebauungsplan werden umfassende Maßnahmen zu Begrünung des Plangebietes aufgenommen. Dazu gehören insbesondere die Begrünung der Decken der Tiefgaragen mit mindestens 60 cm Substrat- schicht zzgl. Filter und Drainschicht, die extensive Dachbegrünung der Mehrfamilienhäuser und Gara- gen, der Erhalt bzw. die Wiederherstellung vorhande- ner Grünstrukturen entlang der umliegenden Straße sowie zahlreiche Baumpflanzungen in den öffentli- chen und privaten Flächen. Durch die Festsetzungen wird darüber hinaus die Herstellung einer das ge- samte Plangebiet durchlaufende Grün- und Freirau- machse planungsrechtlich vorbereitet. Angesichts der genannten Festsetzungen, der Lage des Plangebietes am Ortsrand, unmittelbar angren- zend an weitläufige Freiflächen sowie des moderaten Dichtegrades und der geplanten Nutzung zu Wohn- zwecken ist durch das Vorhaben mit keinen nennens- werten Beeinträchtigungen in Bezug auf das Lokal- klima oder die Luftqualität im Umfeld zu rechnen. - 6 - / 7 1.6 Es wird im Bebauungsplan auf ein Gutachten des La- bors Dr. Rabe Hygenie Consult verwiesen, in dem von keinen schwerwiegenden Einbußen der Luftqualität bei einer Bebauung ausgegangen wird. In dem Gutachten wird nicht berücksichtigt, dass mit dem Entstehen des neuen Stadtteils Kreuzfeld sich die Werte für die Luft- qualität massiv ändern werden. Kreuzfeld grenzt an den regionalen Grünzug (Landschaftsschutzgebiet). Mit der Entstehung von Kreuzfeld werden sich für die Frischluftschleuse neue Werte einstellen, die jetzt schon berücksichtigt werden müssen. Kenntnisnahme Der mögliche neuen Stadtteil Kreuzfeld (Wiederauf- nahme des Verfahrens derzeit ungewiss) befände sich in einer Entfernung von rund 2 km nördlich des Plangebietes „Damiansweg“. Aufgrund der hier vor- herrschenden Windrichtung (Westwinde) ist im hiesi- gen Plangebiet mit keinen merklichen Auswirkungen auf die Luftqualität zu rechnen. Mögliche Auswirkungen auf die Umweltbelange durch das Vorhaben „Kreuzfeld“ wären im Zuge des ent- sprechenden Bauleitplanverfahrens näher zu be- trachten und abzuwägen. Ebenso wären entspre- chend Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen aufzuzeigen. 1.7 Verkehrsanbindung Die bekannten zu erwartenden Verkehrsprobleme konnten auch im Bebauungsplan nicht gelöst werden. In Volkhoven/ Weiler herrscht die besondere Situation, dass der Ort im Westen durch die Eisenbahnlinie Köln- Neuss und im Osten durch die kreuzungsfreie Merca- torstraße eingeschnürt ist. Von Westen (von Esch, Pul- heim) ist der Ort nur über den Fühlinger Weg (Unter- führung der Eisenbahnlinie) zu erreichen. Der Fühlin- ger Weg führt allerdings mitten durch ein Schulzent- rum, so dass besondere Verkehrsvorschriften zu be- achten sind. Es besteht noch ein weiterer Zugang über die Eisen- bahnlinie mit Bahnschranke für Fußgänger und Rad- fahrer an der Blockstraße. Will man den Ort (über 7000 Einwohner) verlassen, bieten sich dazu nur der Fühlinger Weg und die Delia- Kenntnisnahme Gemäß verkehrstechnischer Untersuchung werden rund 90 % der Zu- und Abfahrten zum bzw. aus dem Neubaugebiet über die Merianstraße, lediglich 10 % über die westlich verlaufende Deliastraße erfolgen. Das Verkehrsaufkommen auf der Deliastraße wird in der Folge auf 3.310 Kfz/Tag ansteigen – gegenüber 3.010 Kfz/Tag im Prognose-Nullfall 2030 (Verkehrs- aufkommen im Jahr 2030 bei Nicht-Umsetzung der Planung). Für den Fühlinger Weg wird eine Zunahme des Verkehrsaufkommens von 10.490 Kfz/Tag im Prognose-Nullfall auf 10.630 Kfz/Tag nach Umset- zung des Vorhabens prognostiziert. Eine merklich erhöhte Staubildung auf diesen Stre- cken ist in der Folge nicht zu erwarten. Um Rückstau auf dem südlich an den Damiansweg anschließenden Streckenabschnitt der Merianstraße zu vermeiden, wird im Kreuzungsbereich Merian- straße eine Lichtsignalanlage eingerichtet. - 7 - / 8 straße an. Heute ist es schon so, dass es zu besonde- ren Zeiten morgens und abends zu Staubildungen kommt. Die zu erwartenden über 1000 Neubewohner müssen über die Deliastraße auf die Merianstraße fahren, um Weiler verlassen zu können. Die Leistungsfähigkeit der umliegenden Knoten- punkte kann gemäß Verkehrsgutachten gewährleistet werden. 1.8 Der Pleißesteig, der das geplante Baugebiet in der Mitte teilt, soll über die Mercatorstraße fortgeführt wer- den. Es wird nicht ausgeführt, wie das möglich sein soll. Die Mercatorstraße ist wegen des Wasserschutz- gebietes mit Stahlbarrieren abgesichert und liegt in der Höhe des Pleißesteiges tiefer. Der Übergang über die kreuzungsfreie Mercatorstraße wäre nur mit einer Brü- cke möglich, die aber aus Kostengründen abgelehnt wird. Da die Stadt Köln nach Angaben im Bebauungs- plan für die Kosten der Verkehrsinfrastruktur nicht auf- kommt, werden die Investoren nicht eine solche Brücke bauen. Kenntnisnahme Im Rahmen der Umsetzung des projektierten Vorha- bens soll in Verlängerung des Pleißesteiges eine Querungshilfe über die Mercatorstraße für Fußgänger und Radfahrer geschaffen werden, um insbesondere eine schnellere Erreichbarkeit des S-Bahnhofes Chorweiler-Nord abseits der Hauptverkehrsstraßen zu schaffen. Die Errichtung einer Brücke ist nicht vor- gesehen. 1.9 Die Deliastraße führt auf die Mercatorstraße und muss heute schon den überwiegenden Teil des Autoverkehrs von Volkhoven/ Weiler aufnehmen. An der Mercator- straße gibt es an der Einmündung zur Deliastraße keine Ampelanlage und keinen Fußgängerüberweg. Es ist unmöglich als Fußgänger oder Radfahrer die vier- spurige (mit Abbiegerspur fünfspurige) Straße zu über- queren. Deshalb gehen Fußgänger und fahren Radfah- rer zur nächsten Ampelkreuzung in nördlicher Richtung bzw. südwestlicher Richtung. Kenntnisnahme Die beschriebene Verkehrsführung kann nicht nach- vollzogen werden, da keine Verbindung zwischen De- liastraße und Mercatorstraße besteht. Folgendes ist hinsichtlich der künftigen Erschließung des Plangebietes im Wesentlichen auszuführen: Die äußere Erschließung der Neubausiedlung erfolgt über den Damiansweg. Dieser wird im Rahmen der Umsetzung des Vorhabens ertüchtigt und erhält eine optisch klare Gliederung von Fahrbahn, Parkstreifen und Gehwegen. Am Kreuzungsbereich Merianstraße/ Deliastraße/ Damiansweg wird ein Kreisverkehr mit 30 m Radius errichtet. Dieser ersetzt die bisher an dieser Stelle geltende abknickende Vorfahrt. Der - 8 - / 9 nördliche Abschluss des Damianswegs mündet in ei- ner Wendeanlage. Um Rückstau auf dem südlich an den Damiansweg anschließenden Streckenabschnitt der Merianstraße zu vermeiden, wird im Kreuzungsbereich Merian- straße eine Lichtsignalanlage eingerichtet. Somit wer- den in diesem Bereich zusätzliche Querungsmöglich- keiten für Fußgänger und Radfahrer geschaffen. Gemäß Verkehrsgutachten kann der Verkehr an den umliegenden Kreuzungspunkten leistungsfähig abge- wickelt werden. 1.10 Im Bebauungsplan ist für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer eine Ampelanlage angedacht (nicht ge- plant). Die Merianstraße ist eine überörtliche Schnell- straße, die nicht einfach umgestaltet werden kann. Eine solche Lösung ist mit hohen Kosten verbunden. Da die Stadt Köln für die Kosten nicht aufkommt, wer- den sich die Investoren zurückhalten. Kenntnisnahme Die Inbetriebnahme der Ampelanlage am Knoten- punkt Merianstraße soll spätestens kurzfristig nach Fertigstellung der ersten Wohngebäude erfolgen. Hierzu werden entsprechende vertragliche Regelun- gen mit den Investorinnen getroffen. 1.11 Nach den Ausführungen im Bebauungsplan sollen zur Lösung der Verkehrsprobleme eine neu einzurichtende Busstation und eine Carsharing-Station beitragen, um die zukünftigen Bewohner zu umweltfreundlichem Ver- kehrsverhalten anzuregen. Mit diesen Maßnahmen soll der Autoverkehr reduziert werden. Diese zusätzlichen Aktionen ersetzen nicht die grundsätzliche Lösung der Verkehrsprobleme. Es bedarf konkreter Entscheidun- gen, bevor die Baumaßnahme beginnt. ja Zur Stärkung des Umweltverbundes (ÖPNV, Fuß- und Radverkehr) und somit zur Steigerung der Ver- kehrssicherheit und der Aufenthaltsqualität im Plan- gebiet und der Umgebung wurde im Rahmen der Pla- nungen ein Mobilitätskonzept erarbeitet. Dieses sieht ein Maßnahmenkonzept vor, dass den Bewohnern ermöglicht, problemlos für jeden Weg das jeweils op- timale Verkehrsmittel wählen zu können und ihre All- tagsorganisation auch unabhängig vom eigenen Auto gestalten zu können. Hierdurch wird zudem das Ziel verfolgt, möglichst viele Haushalte zum Verzicht auf ein eigenes Auto zu animieren und somit das künftige Verkehrsaufkommen zu minimieren. - 9 - / 10 Als Bausteine des Mobilitätskonzeptes werden fol- gende Maßnahmen genannt: Nutzung des attraktiven ÖPNV-Angebotes durch wohnortnahe Haltestellen und Optimie- rung der Radabstellanlagen an den S-Bahn- haltepunkten durch die Stadt Köln Sichere Abstellmöglichkeiten für den Radver- kehr in der Siedlung und ergänzende M aß- nahmen zur Förderung des Radverkehrs für den Alltagsverkehr M aßnahmen zur Verbesserung des Wohnum- feldes im Hinblick auf sichere Wege im Um- feld der sozialen Infrastruktur (Schulen, Kin- dergarten usw.) und der Versorgungsinfra- struktur zur Reduzierung der Begleitmobilität. ggf. Errichtung und Etablierung eines attrakti- ven Carsharing-Angebots in der Wohnsied- lung Zu Umsetzung der M aßnahmen werden entspre- chende vertragliche Regelungen zwischen der Stadt und den Investorinnen getroffen. Die verkehrliche Auswirkungen der Planung wurden im Verfahren gutachterlich untersucht. Demnach ergibt sich durch das Vorhaben keine nennenswerte kritische Erhöhung des Verkehrsaufkommens auf den umliegenden Straße (siehe 1.3). 1.12 Wahrscheinlich werden auch noch Schallschutzprob- leme auf die Stadt zukommen (Lärmpegelbereich DIN 4109, Novellierung 2018). Hierzu werden ausführliche Angaben im Bebauungsplan gemacht. Kenntnisnahme Gemäß schalltechnischer Untersuchung ergeben sich an den Gebäudefassaden im südlichen Bereich des Plangebietes tagsüber Beurteilungspegel von bis zu 67 dB(A), im östlichen Bereich von bis zu 64 dB(A). Ansonsten ist zumeist mit Pegel zwischen 50 und 55 dB(A) zu rechnen. - 10 - / 11 Zur Nachtzeit liegen die Beurteilungspegel im östli- chen Bereich bei bis zu 64 dB(A), im Süden bei maxi- mal 57 dB(A) sowie an den westlichen Fassaden von bis zu 54 dB(A). An den übrigen Fassaden liegen Be- urteilungspegel von in der Regel 45 dB(A) bis 50 dB(A) vor. Die im Rahmen der Bauleitplanung maßgeblichen Orientierungswerte für Allgemeine Wohngebiete wer- den somit zur Tageszeit im Großteil des Plangebietes eingehalten. Eine Überschreitung ergibt sich großen- teils an den der Mercatorstraße sowie der Merian- straße zugeordneten Fassaden. Im Beiblatt 1 zur DIN 18005 wird zudem darauf hin- gewiesen, dass „in lärmvorbelasteten Gebieten, ins- besondere bei vorhandener Bebauung, die verdichtet werden soll und bestehenden Verkehrswegen sowie in Gemengelagen in der Regel die Orientierungs- werte der DIN 18005 nicht einzuhalten“ sind. Im Rah- men der Abwägung kann daher bei Überwiegen an- derer Belange von den Orientierungswerten der DIN 18005 abgewichen werden. In diesem Fall soll nach Möglichkeit ein Ausgleich durch andere geeignete Maßnahmen vorgesehen und planungsrechtlich ab- gesichert werden." Die konkreten Anforderungen an den passiven Schallschutz ergeben sich aus der DIN 4109. Hier- nach ergibt sich im Großteil des Plangebietes Lärm- pegelbereich III, im östliche und im südlichen Bereich sowie entlang dem Damiansweg zumeist Lärmpegel- bereich IV. Im äußersten südlichen Randbereich muss z.T. Lärmpegelbereich V festgesetzt werden. - 11 - / 12 Gemäß DIN 4109 sind abhängig von dem jeweils festgesetzten Lärmpegelbereich bestimmte Anforde- rungen an die Luftschalldämmung einzuhalten. In die- sem Zuge müssen beispielsweise – insbesondere an den der Mercatorstraße sowie der Merianstraße zu- gewandten Fassaden Maßnahmen zum passiven Schallschutz, wie fensterunabhängige Lüftungssys- teme, ausgeführt werden. Auf die Weise können gesunde Wohnverhältnisse im Plangebiet gewährleistet werden. 1.13 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Fläche für eine Wohnbebauung nur bedingt bzw. fast gar nicht geeig- net ist. Die Stadt ist gut beraten, wenn sie eine andere Lösung sucht. nein In Köln besteht eine immense Nachfrage nach be- zahlbarem Wohnraum. Demgegenüber steht ein sehr geringes Potenzial noch verfügbarer Flächenreser- ven. Das Mietpreisniveau in der Wachstumsregion Köln bewegt sich im interkommunalen Vergleich auf ho- hem Niveau. Für viele Haushalte ist es mittlerweile nicht mehr möglich, eine adäquate, bezahlbare Woh- nung zu finden. Um der angespannten Situation auf dem Kölner Woh- nungsmarkt zu begegnen, ist die Schaffung von neuem Wohnraum dringendes Ziel der Stadtentwick- lung. Neben der vorrangigen Wiedernutzbarmachung brach gefallener Flächen wird hierfür die Neuinan- spruchnahme bisher unbebauter Flächen unvermeid- bar sein. Die Stadt Köln steht an dieser Stelle in der Pflicht, ihre Steuerungsmöglichkeiten auszuschöpfen, um eine zukunftsträchtige und sozialgerechte Stadtent- wicklung zu ermöglichen. - 12 - Das Plangebiet stellt sich aufgrund seiner gut er- schlossenen Lage und der soliden infrastrukturellen Ausstattung in der Umgebung als gut geeignet für den Wohnungsbau dar.
Anlage 2
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ANLAGE 2
Anlage 6
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A N L A G E 6
Begründung nach § 9 Absatz 8 Baugesetzbuch (BauGB) zum
Bebauungsplan Nummer 62547/02
Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven/ Weiler
1. Anlass und Ziel der Planung
1.1 Anlass der Planung
Die Stadt Köln gehört zu einer der Wachstumsregionen in Nordrhein-Westfalen. Um der ansässi-
gen und der neu hinzukommenden Bevölkerung attraktive Wohnangebote zu unterbreiten, ist die
Schaffung von Wohnraum ein wesentliches und, in Anbetracht der aktuellen Situation, dringliches
Ziel der Stadtentwicklung.
Das Plangebiet befindet sich im Stadtteil Volkhoven/ Weiler (Stadtbezirk Chorweiler) und stellt sich
im Bestand überwiegend als landwirtschaftlich genutzte Fläche dar. Im Flächennutzungsplan
(FNP) ist das Plangebiet im Wesentlichen als Wohnbaufläche dargestellt.
Die GAG Immobilien AG mit Sitz in Köln, Straße des 17. Juni 4, gemeinsam mit der Dornieden
Gruppe, bestehend aus der Vista Reihenhaus GmbH & Co. KG und der Dornieden Generalbau
GmbH mit Sitz in Mönchengladbach, Karstraße 70, verfolgen das Ziel, die Fläche zu Wohnbauland
zu entwickeln. Zur Umsetzung der Planungen ist die Aufstellung eines Bebauungsplanes erforder-
lich.
1.2 Ziel der Planung
Durch die Neuaufstellung des Bebauungsplanes Nr. 62547/02 mit dem Arbeitstitel „Damiansweg in
Köln-Volkhoven/ Weiler“ sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung eines
Neubaugebietes mit rund 370 Wohneinheiten geschaffen werden. Es soll eine städtebaulich und
freiraumplanerisch qualitätvolle Bebauung bei einer gleichzeitig guten Ausnutzung des Plangebie-
tes sichergestellt werden.
Für den südlichen Abschnitt ist eine Mehrfamilienhausbebauung durch die GAG Immobilien AG
vorgesehen. Der nördliche Abschnitt soll durch die Dornieden Gruppe mit Einfamilienhäusern be-
baut werden. Im Norden soll das Plangebiet durch eine Ortsrandeingrünung abgeschlossen wer-
den.
Im Vorfeld wurde durch die GAG Immobilien AG und die Dornieden Gruppe in Abstimmung mit der
Stadt Köln eine Mehrfachbeauftragung mit sechs Planungsgemeinschaften aus Architekten/ Stadt-
planern und Landschaftsarchitekten durchgeführt. Das Verfahren startete am 16.01.2017 mit ei-
nem Rückfragenkolloquium. Zum Abschluss des Verfahrens fand am 24.03.2017 die Jurysitzung
statt. Als Siegerentwurf ging das durch die Büros Molestina (Architektur) und FSWLA (Land-
schaftsarchitektur) erarbeitete Konzept hervor. Dieses bildet die Grundlage für die Aufstellung des
Bebauungsplanes Nr. 62547/02 mit dem Arbeitstitel „Damiansweg in Köln-Volkhoven/ Weiler“.
2. Verfahren
Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner Sitzung am 09.11.2017 die Aufstellung des Bebau-
ungsplanes – Arbeitstitel: Damiansweg in Köln - Volkhoven/ Weiler – beschlossen.
Die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange nach § 4 Ab-
satz 1 BauGB hat in der Zeit vom 22.08. bis 25.09.2017 stattgefunden.
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Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 3 Absatz 1 BauGB erfolgte im Rahmen einer
Abendveranstaltung am 14.03.2018. Schriftliche Stellungnahmen konnten bis zum 23.03.2018 ein-
gereicht werden. Es sind 22 Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit in der Zeit vom 15.03.2018 bis
zum 23.03.2018 sowie eine fristverspätete Stellungnahme nach dem 23.03.2018 eingegangen.
Daraufhin beauftragt der Stadtentwicklungsausschuss mit seinem Beschluss vom 20.09.2018 die
Verwaltung, auf der Grundlage des städtebaulichen Planungskonzeptes einen Bebauungsplan-
Entwurf auszuarbeiten. Die Ergebnisse der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 3 Ab-
satz 1 Baugesetzbuch (BauGB) sind dabei gemäß der Stellungnahme der Verwaltung berücksich-
tigt worden.
Die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange nach § 4 Absatz 2 BauGB
erfolgte in der Zeit vom 02.01.2019 bis 04.02.2019 einschließlich. Die Offenlage erfolgte in der Zeit
vom 04.06.2020 bis 17.07.2020 einschließlich. Im Zeitraum ist eine Stellungnahme aus der Öffent-
lichkeit eingegangen.
3. Erläuterungen zum Plangebiet
3.1 Abgrenzung des Plangebietes
Das Plangebiet weist eine Gesamtfläche von ca. 7 ha auf. Es umfasst die Flurstücke 37, 38, 1019,
1024 sowie Teile der Flurstücke 987, 1018, 1023, 1037, 1276 der Gemarkung Worringen, Flur 46
und Teile der Flurstücke 178, 266, 313, 848 der Gemarkung Worringen, Flur 45. Das Plangebiet
wird begrenzt durch:
die angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen im Norden
den Damiansweg im Westen
die Mercatorstraße im Osten
die Merianstraße im Süden
3.2 Vorhandene Struktur
Das Plangebiet weist ein flaches Gelände auf und ist vorwiegend durch eine landwirtschaftliche
Nutzung geprägt. Im südlichen Teil der Fläche befindet sich eine extensiv bewirtschaftete Wiese,
auf der unter anderem Pferdehaltung betrieben wird. Zentral durch das Plangebiet führt der Pleiße-
steig (asphaltierter Feldweg) von der westlich gelegenen Wohnbebauung zur Mercatorstraße. Im
östlichen Teil des Plangebietes befindet sich entlang der Mercatorstraße ein Grünstreifen mit
zum Teil schutzwürdigem Laubbaumbestand, der im nördlichen Abschnitt Bestandteil einer ge-
schützten Allee ist.
3.3 Umgebung
Nördlich des Plangebietes schließen weitläufige zumeist landwirtschaftlich genutzte Freiflächen an.
Westlich des Damiansweges befindet sich ein Wohngebiet mit überwiegend dörflichem Charakter.
Hinsichtlich der Bauweise und der Baualtersklassen ist diese Siedlung sehr heterogen ausgebildet.
Neben einigen drei- bis viergeschossigen Mehrfamilienhäusern befinden sich hier vorwiegend
Hausgruppen und Doppelhäuser sowie einige freistehende Einfamilienhäuser. Charakteristisch für
die Siedlung ist die Ausbildung mehrerer kleinerer Plätze und Höfe. Der an den Damiansweg an-
grenzende Georgshof steht seit 1984 unter Denkmalschutz.
Östlich der Mercatorstraße sind ein Lebensmitteldiscounter (Lidl) und zwei Getränkemärkte ange-
siedelt. Südöstlich der Kreuzung Merianstraße/ Mercatorstraße befindet sich der Olof-Palme-Park.
Hieran schließt die Großwohnsiedlung Köln-Chorweiler an.
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Der Bereich südlich der Merianstraße ist durch einzelne Großbauten geprägt. Unter anderem sind
hier ein Bildungszentrum der Bundesfinanzverwaltung und das Bundesamt für Verfassungsschutz
angesiedelt.
Neben den beschriebenen angrenzenden Einkaufsmöglichkeiten befindet sich in einer fußläufigen
Entfernung von knapp einem Kilometer in südöstlicher Richtung das Bezirkszentrum von Köln-
Chorweiler mit zahlreichen Einzelhandels- und Dienstleitungsbetrieben des kurz- und mittelfristigen
Bedarfs.
3.4 Erschließung
Das Plangebiet kann über den westlich verlaufenden Damiansweg erschlossen werden. Über die
beiden Hauptstraßen Merianstraße und Mercatorstraße besteht eine gute Anbindung an das regio-
nale und überregionale Straßenverkehrsnetz. Die nahe gelegenen Bundesautobahnen A 57 und
A 1 sind in wenigen Fahrminuten erreichbar.
Die S-Bahn-Haltestelle Köln-Chorweiler Nord befindet sich in einer fußläufigen Entfernung von
rund 700 m. Die S-Bahn-Station Köln-Chorweiler liegt rund einen Kilometer Fußweg vom Plange-
biet entfernt. Von beiden Haltepunkten verkehren im 20-Minuten-Takt Züge der Linie S 6 in Rich-
tung Köln-Worringen bzw. Essen Hbf. sowie der Linie S 11 in Richtung Bergisch Gladbach und
Düsseldorf Flughafen. Die Fahrzeit zum Kölner Hauptbahnhof beträgt ab Köln-Chorweiler Nord
19 Minuten. Außerdem befindet sich rund 250 m westlich des Damiansweges die Bushaltestelle
Köln Weiler. Von hieraus verkehren halbstündlich Busse der Linie 125 in Richtung Pulheim-Sin-
nersdorf.
3.5 Schallimmissionen
Das Plangebiet ist durch Lärmimmissionen (Straßen-, Schienen- und Flugverkehr) vorbelastet. Die
Lärmsituation fand bereits in der Aufgabenstellung zum Wettbewerbsverfahren (Mehrfachbeauftra-
gung) Berücksichtigung. Aufgabe des Verfahrens war es, ein tragfähiges und zukunftsweisendes
Planungskonzept für die Fläche zu entwickeln, die den erforderlichen Lärmschutz konzeptionell in-
tegriert.
3.6 Alternativstandortsuche
Das Plangebiet stellt eine von wenigen noch vorhandenen Potenzialflächen für eine wohnbauliche
Entwicklung im Kölner Stadtgebiet dar. Um der angespannten Situation auf dem Kölner Woh-
nungsmarkt zu begegnen, ist die Schaffung von neuem Wohnraum dringendes Ziel der Stadtent-
wicklung. Neben der vorrangigen Wiedernutzbarmachung brach gefallener Flächen ist hierfür wei-
terhin die Neuinanspruchnahme bisher unbebauter Flächen unvermeidbar. Die Stadt Köln steht an
dieser Stelle in der Pflicht, ihre Steuerungsmöglichkeiten auszuschöpfen, um eine zukunftsträch-
tige und sozialgerechte Stadtentwicklung zu ermöglichen.
Das Plangebiet stellt sich aufgrund seiner gut erschlossenen Lage und der soliden infrastrukturel-
len Ausstattung in der Umgebung als gut geeignet für den Wohnungsbau dar. Die Entwicklung des
Plangebietes ist daher eine gute Alternative gegenüber einer weitergehenden Flächenentwicklung
in noch nicht infrastrukturell erschlossenen Außenbereichen. Im Flächennutzungsplan der Stadt
Köln ist der Standort bereits als Wohnbaufläche dargestellt. Die Eignung des Gebietes als Wohn-
standort wurde somit bereits auf Ebene der vorbereitenden Bauleitplanung geprüft und abgewo-
gen. Auf eine weitergehende Untersuchung eventueller Alternativstandorte konnte daher verzichtet
werden.
3.7 Planungsrechtliche Situation
Der Damiansweg ist auf seinem südlichen Abschnitt bis zur Straßenmitte Teil des westlich angren-
zenden Geltungsbereiches des rechtsverbindlichen Bebauungsplans Nr. 62540/07 aus dem Jahr
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1986. Dieser setzt diesen Bereich als Straßenverkehrsfläche fest. Im östlichen Teil des Plangebie-
tes ist die hier vorhandene Böschung an der Mercatorstraße Teil des rechtsverbindlichen Bebau-
ungsplans Nr. 62549/03-2 und 62549/03-3, der diesen Teil als Straßenverkehrsfläche festsetzt.
Für den verbleibenden Teil des Plangebietes besteht derzeit kein rechtsgültiger Bebauungsplan.
Planungsrechtlich ist das vorliegende Plangebiet gegenwärtig dem Außenbereich gemäß § 35
BauGB zuzuordnen.
4. Planungsvorgaben
4.1 Regionalplan
Im Regionalplan ist das Plangebiet als Allgemeiner Siedlungsbereich (ASB) dargestellt. Die Aus-
weisung von Wohnbauland in diesem Bereich entspricht den Zielen der Regional- und Landespla-
nung.
4.2 Flächennutzungsplan
Im Flächennutzungsplan ist das Plangebiet nahezu vollständig als Wohnbaufläche dargestellt. Ein-
zige Ausnahme bildet ein Streifen im Norden des Plangebietes, der als Fläche für die Landwirt-
schaft dargestellt ist. Die Planungen sehen für den Übergang zwischen Wohnbebauung und land-
wirtschaftlicher Fläche eine Ortsrandeingrünung vor. Demnach ist festzustellen, dass die Aufstel-
lung des Bebauungsplans Nr. 62547/02 „Damiansweg in Köln-Volkhoven/ Weiler“ dem Entwick-
lungsgebot gemäß § 8 Abs. 2 BauGB gerecht wird.
4.3 Landschaftsplan
An der nördlichen Grenze des Plangebietes kommt es zu einer geringfügigen Überlagerung der im
Flächennutzungsplan dargestellten Wohnbaufläche mit dem Geltungsbereich des Landschaftspla-
nes. Somit ragt auch der Geltungsbereich des aufzustellenden Bebauungsplans geringfügig in den
Geltungsbereich des Landschaftsplanes hinein. Gemäß § 20 Abs. 4 Landesnaturschutzgesetz
NRW (LNatSchG NRW) treten bei der Aufstellung, Änderung und Ergänzung eines Flächennut-
zungsplans im Geltungsbereich eines Landschaftsplans widersprechende Darstellungen und Fest-
setzungen des Landschaftsplans mit dem Inkrafttreten des entsprechenden Bebauungsplans au-
ßer Kraft, soweit der Träger der Landschaftsplanung im Beteiligungsverfahren diesem Flächennut-
zungsplan nicht widersprochen hat. Im vorliegenden Fall wurde seitens des Trägers der Land-
schaftsplanung kein Widerspruch gegen die Flächennutzungsplanung vorgebracht.
Die im aufzustellenden Bebauungsplan festgesetzte interne Ausgleichsmaßnahme A1 (Anlage von
Extensivgrünland, Anpflanzung von maximal 10 % der Maßnahmenfläche mit Einzelbäumen und
kleinen Gehölzgruppen im südlichen Flächenabschnitt, siehe Kapitel 6.11) liegt im Geltungsbereich
des Landschaftsplans Köln, widerspricht in ihrer nun neu vorgesehenen Ausgestaltung aber nicht
dem Schutzzweck des korrespondierenden Landschaftsschutzgebietes L5 „Freiraum und Grünver-
bindung am Blumenberg, Chorweiler und Seeberg bis Esch“ bzw. verändert den Gebietscharakter
nicht nachteilig, so dass diese Planung seitens des Trägers der Landschaftsplanung mitgetragen
wird.
Im nordöstlichen Zipfel setzt der Bebauungsplan im Bereich des Allgemeinen Wohngebietes eine
Fläche für Nebenanlagen (Na) fest. Ein schmaler Streifen dieser Fläche liegt innerhalb des zuvor
genannten Landschaftsschutzgebietes. Aufgrund der Kleinflächigkeit dieser Festsetzung kann
nicht davon ausgegangen werden, dass diese bei ihrer Realisierung dem Schutzzweck des Gebie-
tes zuwiderlaufen und/ oder den Gebietscharakter verändern wird. Eine Begründung für einen Wi-
derspruch des Trägers der Landschaftsplanung lässt sich von daher hier nicht ableiten.
Die Aufstellung des Bebauungsplanes steht den Festsetzungen des Landschaftsplanes daher
nicht entgegen.
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4.4 Stadtentwicklungskonzept Wohnen (StEK Wohnen)
Der Rat der Stadt Köln hat am 11.02.2014 das Stadtentwicklungskonzept Wohnen (StEK Wohnen)
beschlossen. Der im StEK Wohnen ermittelte Wohnungsgesamtbedarf 2010-2029 in Höhe von
rund 52.000 Wohnungen basiert auf der städtischen Bevölkerungsprognose 2011.
In der aktuellen Bevölkerungsprognose mit Stand Mai 2015 wird Ende 2029 von rund 1.161.000
Einwohnern und 609.900 Haushalten ausgegangen. Der Gesamtwohnungsbedarf beläuft sich da-
nach aktuell auf rund 66.000 Wohnungen. Diese Zahlen sind der Beschlussvorlage „Umsetzung
STEK Wohnen“ – Ratsbeschluss vom 20.12.2016 – zu entnehmen.
4.5 Kooperatives Baulandmodell
Das Kooperative Baulandmodell (KoopBLM) wurde am 17.12.2013 vom Rat der Stadt Köln als
Richtlinie zur Förderung des öffentlich geförderten Wohnungsbaus und zur Beteiligung der Planbe-
günstigten an den Folgekosten beschlossen. Als wesentliches Regelungsinstrument leistet es ei-
nen wichtigen Beitrag zu den wohnungspolitischen Zielen der Stadt Köln. Mit Beschluss des Rats
der Stadt Köln vom 04.04.2017 wurde die Fortschreibung des Modells beschlossen und am
10.05.2017 im Amtsblatt der Stadt Köln bekanntgemacht. Mit Aufstellung des Bebauungsplanes
soll die Umsetzung von ca. 245 Mehrfamilienwohneinheiten und ca. 125 Einfamilienhäuser ermög-
licht werden, sodass die Voraussetzungen für die Anwendungen des Kooperativen Baulandmo-
dells in seiner fortgeschriebenen Fassung gegeben sind.
Öffentlich geförderter Wohnungsbau
Gemäß dem Kooperativen Baulandmodell in der Fassung der Bekanntmachung vom 10.05.2017
sind die Investorinnen verpflichtet, 30 % der Geschossfläche Wohnen für öffentlich geförderten
Wohnungsbau vorzusehen. Der geförderte Wohnungsbau wird im Geschosswohnungsbau unter-
gebracht.
Kindertagesstätte
Des Weiteren ist der durch die Planung resultierende Mehrbedarf an Plätzen in Kindertageseinrich-
tungen von den Investorinnen entweder durch Errichtung einer entsprechenden Kindertagesein-
richtung oder eines gleichwertigen Angebots zu decken. Alternativ bestehen die Möglichkeiten,
eine nach den Vorgaben der Stadt Köln geeignete Teilfläche innerhalb des Plangebietes für die
künftige Kindertageseinrichtung an die Stadt abzutreten oder die Ablösesumme für die Herstel-
lungs- und Grundstückskosten an die Stadt auszuzahlen.
Gemäß den Anforderungen des Kooperativen Baulandmodells wird durch das projektierte Vorha-
ben bei einer angenommenen Anzahl von 370 Wohneinheiten ein Kindertagesstättenbedarf von
rund 60 Plätzen hervorgerufen. Angesichts einer anzunehmenden durchschnittlichen Gruppen-
größe von 17 Plätzen entspricht dies der Einrichtung einer vier-gruppigen Kindertagesstätte. Im
Rahmen des hiesigen Vorhabens ist die Schaffung einer vier-gruppigen Kindertagesstätte (einge-
schossiger Bau) am Damiansweg unmittelbar gegenüber dem Georgshof vorgesehen. Der durch
das Vorhaben hervorgerufene zusätzliche Bedarf an Kindertagesstätte -Plätzen kann somit im
Plangebiet selbst gedeckt werden.
Kinderspielplatz
Aus den Anforderungen zum kooperativen Baulandmodell wird ein Mehrbedarf an Kinderspielplät-
zen von 2.220 m² verursacht. Die Investorinnen sind verpflichtet, den durch die Planung entstande-
nen Mehrbedarf an Spielplätzen nach den Vorgaben der Stadt Köln zu errichten, sofern der Bedarf
nicht gedeckt werden kann. Regelungen über entsprechend zu erbringende Nachweise durch die
Investorinnen werden über den Städtebaulichen Vertrag getroffen.
Öffentliche Spielplätze und öffentlich bzw. öffentlich zugängliche Grünfläche
Entsprechend des Kooperativen Baulandmodells entsteht für das Bauvorhaben ein Bedarf an öf-
fentlich bzw. öffentlich zugänglichen Grünflächen von 8.510 m². Regelungen über entsprechend zu
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erbringende Nachweise durch die Investorinnen werden über den Städtebaulichen Vertrag getrof-
fen.
Ausgleichsmaßnahmen
Die Investorinnen verpflichten sich die erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen auf einem städti-
schen Grundstück wiederherstellen.
Erschließungsmaßnahmen
Die ursächlichen Erschließungsmaßnahmen sind durch die Investorinnen durchzuführen.
Anwendungszustimmung
Die Investorinnen GAG Immobilien AG und Dornieden Gruppe haben sich am 25.07.2018 bzw.
09.08.2018 für die Anwendung des Kooperativen Baulandmodells ausgesprochen. Die Übernahme
der Verpflichtungen gemäß RL 3 Abs. 1 des KoopBLM wird im Rahmen von städtebaulichen Ver-
trägen mit den Investorinnen geregelt.
5. Städtebauliches Konzept
5.1 Gliederung des Plangebietes
Das städtebauliche Konzept sieht entsprechend der Vorgaben aus der Mehrfachbeauftragung vom
16.01.2017 eine Zweiteilung des Gebietes vor. Im südlichen Teil ist eine Mehrfamilienhausbebau-
ung vorgesehen, im nördlichen Abschnitt entsteht eine Einfamilienhausbebauung mit unterschiedli-
chen Haustypen. Der Anteil an der Bruttogrundfläche liegt für beide Abschnitte bei rund 50 %, wo-
bei rund 245 Wohneinheiten in den Geschosswohnungsbauten und rund 125 Einfamilienhäuser
entstehen sollen. Im Norden wird das Gebiet durch einen Grünstreifen als Ortsrandeingrünung ge-
fasst. Eine begrünte Freiraumachse durchläuft das Gebiet in Nord-Süd-Richtung. Eine vier-grup-
pige Kita ist am Damiansweg unmittelbar gegenüber dem Georgshof vorgesehen.
5.2 Anordnung der Wohngebäude
In Bezug auf die städtebauliche Struktur werden die hofartigen Anordnungen der Wohngebäude
westlich des Plangebietes aufgegriffen. Die Errichtung der Mehrfamilienhäuser erfolgt zumeist in
dreiseitig geschlossenen Blöcken, die aus mehreren 3- bzw. 4-Spännern gebildet werden. Diese
bilden Richtung Süden einen klaren Abschluss des Baugebietes und eine Abschirmung der rück-
wärtigen Plangebietsflächen gegen die von der Merianstraße ausgehende Lärmeinwirkung. Die
offene Seite der Blöcke ist jeweils zur zentralen Freiraumachse ausgerichtet. Die Höhe der Mehrfa-
milienhäuser variiert zumeist zwischen drei und vier Geschossen, wobei die Höhe der Gebäude
auch innerhalb der einzelnen Blöcke abgestuft wird. Der Gebäudekörper nördlich der Kita soll teil-
weise in zweigeschossiger Bauweise errichtet werden, um einen harmonischen Übergang zur
nördlich angrenzenden Reihenhausbebauung zu unterstützen. Insgesamt entsteht durch die ange-
strebte Höhenentwicklung der Baukörper ein optisch aufgelockerter Anblick. Als städtebaulicher
Akzent werden im Süden des Plangebietes drei fünfgeschossige Hochpunkte geschaffen.
Die Einfamilienhäuser in Form von Reihenhäusern und Doppelhaushälften werden zu Hofstruktu-
ren zusammengefasst, von denen jeweils eine Seite an die Freiraumachse grenzt. Als städtebauli-
che Besonderheit entstehen entlang der Freiraumachse auf diese Weise verkehrsfreie grüne
Räume mit Hauseingängen. Den nördlichen Abschluss der Wohnbebauung bildet eine Gebäude-
reihe aus Doppelhäusern mit Richtung Ortsrandeingrünung ausgerichteten Gärten. Die Doppel-
hausbebauung stellt im Übergang zum angrenzenden Landschaftsraum eine aufgelockerte Bau-
form dar und erlaubt Blickbeziehungen in den Freiraum. Für die Einfamilienhäuser sind zwei Voll-
geschosse vorgesehen.
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5.3 Freiflächen und öffentliche Einrichtungen
Als prägendes städtebauliches Element verbindet die zentrale Freiraumachse die einzelnen Wohn-
blöcke und -höfe und schafft eine abwechslungsreiche Spiel- und Freizeitlandschaft mit Spielange-
boten für unterschiedliche Generationen. Mit Ausnahme einer notwendigen Querung für die Zu-
fahrt in das Plangebiet wird die Freiraumachse vollständig vom Pkw-Verkehr freigehalten.
Die Innenhöfe der Geschosswohnungsbauten werden durch erdgeschossbezogene Mietergärten
und Kleinkinderspielflächen gestaltet. Insgesamt werden im Plangebiet gut 1.600 m² private Klein-
kinderspielflächen, zuzüglich gut 1.700 m² öffentliche Spielflächen geschaffen. Die zu Hofstruktu-
ren zusammengefassten Einfamilienhäuser verfügen in den rückwärtigen Bereichen über private
Gärten und haben in der Mitte einen Gemeinschaftsplatz mit schmalen Erschließungswegen ent-
lang der Hausgärten.
Der gesamte Freiraum ist geprägt durch strukturierte Pflanzungen mit Solitärbäumen. Die Arten
orientieren sich dabei an den für diesen Ort typischen Arten wie Ebereschen, Vogelkirschen, Hain-
buchen und Ahornen.
5.4 Verkehrliche Erschließung
Der Damiansweg wird im Rahmen der Umsetzung des Vorhabens ertüchtigt und erhält eine op-
tisch klare Gliederung von Fahrbahn, Parkstreifen und Gehwegen. Am Kreuzungsbereich Merian-
straße/ Deliastraße/ Damiansweg wird ein Kreisverkehr mit 30 m Radius errichtet. Dieser ersetzt
die bisher an dieser Stelle geltende abknickende Vorfahrt. Der nördliche Abschluss des Damians-
wegs mündet in einer Wendeanlage. Diese ist zum Befahren durch Müllfahrzeuge geeignet.
Die Andienung der im westlichen Bereich des Plangebietes gelegenen Gebäude erfolgt zum Teil
direkt über den Damiansweg. Vom Damiansweg aus bestehen zwei West-Ost-Erschließungsstra-
ßen in das Plangebiet, hiervon eine im Bereich des bestehenden Pleißesteiges. Im östlichen Teil
entsteht eine parallel zur Mercatorstraße verlaufende Erschließungsstraße. Den südlichen Ab-
schluss dieser Straße bildet ein Wendekreis. Diese verkehrlichen Anlagen werden als verkehrsbe-
ruhigte, öffentliche Mischverkehrsflächen ausgebildet.
Hinzu kommen mehrere vom Damiansweg sowie der östlichen Erschließungsstraße ausgehende
private Stichstraßen zur Erschließung der einzelnen Hofstrukturen. Die Stichstraßen erhalten je-
weils eine Wendeanlage für Pkw. Alle Erschließungsflächen stehen uneingeschränkt für Fußgän-
ger und Radfahrer zur Verfügung. Zusätzlich ermöglicht die zentrale Freiraumachse die Durchwe-
gung für den nicht motorisierten Verkehr.
Für den Fuß- und Radverkehr werden zudem mehrere direkte Anbindungen zu den umliegenden
Hauptverkehrsstraßen geschaffen. So entstehen drei direkte Anbindungen an den Fuß- und Rad-
weg parallel zur Mercatorstraße, eine Fuß- und Radwege-Verbindung aus dem Plangebiet zur Me-
rianstraße (Standort der vorgesehenen Bushaltestelle) sowie eine Fuß- und Radwegeverbindung
zwischen Damiansweg und öffentlicher Grünfläche im Plangebiet (südlich des geplanten Kinderta-
gesstätten-Baus). Im Rahmen der Umsetzung des projektierten Vorhabens soll außerdem in Ver-
längerung des Pleißesteiges eine Querungshilfe über die Mercatorstraße für Fußgänger und Rad-
fahrer geschaffen werden, um insbesondere eine schnellere Erreichbarkeit des S-Bahnhofes Chor-
weiler-Nord abseits der Hauptverkehrsstraßen zu schaffen.
Für Feuerwehr- und Müllfahrzeuge wird im Süden des Plangebietes eine Querungsmöglichkeit in-
nerhalb der Freiraumachse geschaffen. Diese Durchfahrt wird durch Poller für den sonstigen Kfz-
Verkehr gesperrt.
Für den Geschosswohnungsbau ist eine gemeinsame Tiefgarage geplant, die über eine zentrale
Zufahrt erschlossen wird und auf kurzem Weg an den Damiansweg angebunden ist. Die Zufahrt zu
der Tiefgarage soll frühzeitig über den Damiansweg erfolgen, um das Hauptverkehrsaufkommen
der 245 im Geschosswohnungsbau entstehenden Wohneinheiten möglichst unmittelbar abzuleiten.
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Die Stellplätze für die Doppel- und Reihenhausbebauung werden zum Teil direkt auf den jeweili-
gen Grundstücken – entweder als nicht überdachte Stellplätze in den Vorgärten oder in Form von
seitlich der Häuser platzierten Garagen oder Carports – verortet. An mehreren Stellen im Plange-
biet werden zudem orthogonal zu den Hauszeilen angeordneten Stellplatz-, Carport-, oder Gara-
genreihen geschaffen.
Des Weiteren werden entlang der parallel zur Mercatorstraße verlaufende Erschließungsstraße an
deren östlicher Seite jeweils im Wechsel nicht überdachte Stellplätze oder Carports, Müllaufstellflä-
chen und kleinere Grünflächen platziert.
Die erforderlichen öffentlichen Parkplätze werden innerhalb der öffentlichen Straßenverkehrsflä-
chen geschaffen. Dies geschieht in Form längs angeordneter Parkstreifen beidseitig des Damians-
wegs sowie einseitig angeordneter, längs ausgerichteter Parkplätze im Bereich der mittleren
Hauptzufahrt (heutiger Pleißesteig) sowie in der parallel zur Mercatorstraße verlaufenden Erschlie-
ßungsstraße.
Auf einem der Kita vorgelagerten Platz werden vier Angestelltenparkplätze sowie sechs Stellplätze
für den Hol- und Bringverkehr geschaffen. Diese Stellplätze werden in Schrägaufstellung angeord-
net, sodass ein schnelles Ein- und Ausfahren ermöglicht wird. Die Zufahrt der Stellplätze erfolgt
parallel zum Damiansweg über den geplanten Quartiersplatz. Eine Behinderung des Verkehrsflus-
ses auf dem Damiansweg durch den Hol- und Bringverkehr wird auf diese Weise vermieden.
Verkehrsanalyse
Zur Überprüfung der verkehrlichen Auswirkungen auf das umliegende Straßennetz wurde eine ver-
kehrsgutachterliche Untersuchung durch das Büro StadtVerkehr (Verkehrsgutachten Damiansweg
Köln – Volkhoven/ Weiler, Büro StadtVerkehr, Hilden, Januar 2019) durchgeführt. Aufbauend auf
vorliegenden Bestandsdaten der Stadt Köln und weiteren Verkehrszählungen an relevanten Kno-
tenpunkten im Plangebiet und dessen Umfeld hat der Fachgutachter den Prognose-Nullfall 2030
(Analysefall plus allgemeine Verkehrsentwicklung) entwickelt.
Insgesamt ist gemäß verkehrstechnischer Untersuchung nach Umsetzung der Planung mit einem
Anstieg des Verkehrsaufkommens auf dem Damiansweg auf maximal 2.220 Kfz/Tag zu rechnen
(gegenüber 540 Kfz/Tag im Prognose-Nullfall 2030). Auf der Deliastraße wird es zu einem relativ
geringen Anstieg auf 3.310 Kfz/Tag gegenüber 3.010 Kfz/Tag im Prognose-Nullfall kommen. Für
den Abschnitt der Merianstraße, südlich des geplanten Kreisverkehrs werden bis zu 6.490 Kfz/Tag
gegenüber 3.750 Kfz/Tag im Prognosenullfall berechnet. In der Folge wird ebenfalls mit einer Ver-
kehrszunahme auf dem südlich des Plangebietes verlaufenden Teilstück der Merianstraße prog-
nostiziert. Westlich des Knotenpunktes Merianstraße wird sich das tägliche Verkehrsaufkommen
gegenüber dem Prognose-Nullfall von 12.950 auf 13.910 Kfz erhöhen. Östlich des Knotenpunktes
wird ein Anstieg von 12.970 auf 14.750 Kfz erwartet.
Im Rahmen der Untersuchung wurde eine Leistungsfähigkeitsüberprüfung für den Prognose-Null-
fall 2030 und den Prognose-Planfall 2030 (Prognose-Nullfall plus prognostiziertes Verkehrsauf-
kommen mit Umsetzung des Planvorhabens) für folgende Knotenpunkte durchgeführt:
- Damiansweg/ Deliastraße/ Merianstraße
- Merianstraße
- Merianstraße/ Mercatorstraße (westlich)
- Merianstraße/ Mercatorstraße (östlich)
- Elballee/ Merianstraße
- Fühlinger Weg/ Merianstraße
Maßgeblich für die Leistungsfähigkeit ist die morgendliche bzw. nachmittägliche Spitzenstunde.
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Die Überprüfung der Leistungsfähigkeit der relevanten Knotenpunkte erfolgte als Nachweis der
Qualität des Verkehrsablaufs (QSV) auf Grundlage des Handbuches für die Bemessung von Stra-
ßenverkehrsanlagen (HBS 2015) über insgesamt sechs Qualitätsstufen. Stufe A bildet danach die
beste Qualitätsstufe mit geringen Wartezeiten an den Knotenpunkten und schneller Abfertigung
der Verkehrsteilnehmer. Stufe F zeichnet sich hingegen durch extrem lange Wartezeiten und Stau-
aufkommen aus. Untersucht wurde die Leistungsfähigkeit der Knotenpunkte für die jeweilige mor-
gendliche und nachmittägliche Spitzenstunde. Eine leistungsfähige Einmündung sollte mindestens
die Qualitätsstufe (QSV) D aufweisen.
Die Leistungsfähigkeiten stellen sich im Prognose- Nullfall und im Prognose-Planfall wie folgt dar:
Knotenpunkt Prognose-Nullfall 2030 Prognose-Planfall 2030
morgendliche
Spitzenstunde
nachmittägliche
Spitzenstunde
morgendliche
Spitzenstunde
nachmittägliche
Spitzenstunde
Damiansweg/ Deliastraße/
Merianstraße
A A B A
Merianstraße B D D F
Merianstraße/ Mercatorstraße
(westlich)
C B C B
Merianstraße/ Mercatorstraße
(östlich)
B D B D
Elballee/ Merianstraße B B B B
Fühlinger Weg /Merianstraße B B C B
Im Ergebnis kann mit Umsetzung der Planung der Linksabbiegerverkehr vom Damiansweg/ Meri-
anstraße in die Merianstraße am Knotenpunkt Merianstraße nicht leistungsfähig abgewickelt wer-
den. Daher wurde im Rahmen der Berechnung des Planfalls 2030 geprüft, ob der Knotenpunkt zu
einem lichtsignalisierten Knotenpunkt leistungsfähig ausgebaut werden kann. Als Ergebnis konnte
festgestellt werden, dass für den Kfz‐Verkehr sowohl in der morgendlichen als auch in der nach-
mittäglichen Spitzenstunde die Qualitätsstufe C zu erwarten ist. Für den Fußgänger‐ und Radver-
kehr kann in beiden Spitzenstunden Qualitätsstufe D erzielt werden.
Die T-Einmündung Merianstraße/ Damiansweg/ Deliastraße wird im Bestand über eine abkni-
ckende Vorfahrtsstraße von der Merianstraße in die Deliastraße abgewickelt. Mit Umsetzung des
geplanten Wohngebietes wird allerdings der Großteil des Verkehrs über den Damiansweg erfol-
gen, so dass eine abknickende Vorfahrt an dieser Stelle nicht mehr den zukünftigen verkehrlichen
Gegebenheiten gerecht werden würde. Zudem ist eine Ein- und Ausfahrt zur Tiefgarage des ge-
planten Geschosswohnungsbau regelkonform zu gewährleisten. Daher soll hier die Errichtung ei-
nes Kreisverkehrs (Durchmesser: 30 m) erfolgen. Diese wird im Bebauungsplan durch die Festset-
zung der hiervor erforderlichen Straßenverkehrsflächen planungsrechtlich vorbereitet.
Im Sinne einer Optimierung der Mobilität soll im Süden des Plangebietes an der Merianstraße eine
Bushaltestelle eingerichtet werden. Ziel ist es, das bestehende und künftige Verkehrsaufkommen
möglichst zu minimieren und ein insgesamt möglichst umweltfreundliches Verkehrsverhalten der
zukünftigen Bewohner und Nutzer des Plangebietes zu unterstützen.
5.5 Ver- und Entsorgung
Im Geschosswohnungsbau werden Müllbehälter in der Nähe der Hauseingänge platziert. Für die
Einfamilienhäuser werden Standorte für die Mülltonnen jeweils an den vorgesehenen Gartenhäu-
sern in den rückwärtigen Gärten geschaffen. Eine Einfahrt der Müllfahrzeuge in die privaten Stich-
straßen ist nicht vorgesehen. Für diejenigen Einfamilienhäuser, die nicht direkt für das Müllfahr-
zeug erreichbar sind, werden Sammelmüllplätze vorgesehen. Hierzu zählen insbesondere die
Häuser mit Zugängen an der zentralen Freiraumachse.
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Die Umgebung des Plangebietes ist bebaut und erschlossen. Für das Plangebiet ist eine Erweite-
rung des vorhandenen Kanalnetzes erforderlich. Das auf den Dachflächen anfallende Nieder-
schlagswasser wird im Bereich des allgemeinen Wohngebietes WA 1.1 über eine Rigolenversicke-
rung abgeführt. Für den Bereich des Geschosswohnungsbaus am Pleißesteig und der Kita
(WA 1.2) sowie der Einfamilienhausbebauung südlich des Pleißesteiges (WA 2) wird eine Abfüh-
rung des Niederschlagswassers in den Mischwasserkanal vorgesehen. Eine Versickerung ist hier
aufgrund der Bodenbeschaffenheit nicht möglich. Für die Bereiche nördlich des Pleißesteiges
(WA 2) wird eine Muldenversickerung vorgesehen. Durch die Umsetzung einer Dachbegrünung
auf den Dächern der Geschosswohnungsbauten, der Kita sowie der Garagen, Carports und Gar-
tenhäuser wird eine verstärkte Rückhaltung des zu versickernden Niederschlagswassers herbeige-
führt.
Im Plangebiet ist die Errichtung von zwei Trafostationen vorgesehen. Die genaue Lage wird im
Rahmen der Ausführungsplanung entschieden. Zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung
sollen diese jedoch nicht unmittelbar an Wohngebäuden errichtet werden. Ebenso sollen die im
Plangebiet vorgesehenen Grünflächen von der Platzierung von Trafostationen freigehalten wer-
den.
Die Wärmeversorgung für die Mehrfamilienhäuser ist über einen Anschluss an das Fernwärmenetz
vorgesehen. Für die Einfamilienhausbebauung wird im Nordwesten des Plangebietes ein Block-
heizkraftwerk (BHKW) errichtet, von dem aus die einzelnen Wohneinheiten über ein Nahwärme-
netz angebunden werden.
6. Begründung der Planinhalte (Festsetzungen nach § 9 BauGB)
6.1 Art der baulichen Nutzung
Gemäß der Planintention des städtebaulichen Konzeptes sowie in Anlehnung an die umliegende
Bebauung werden im Plangebiet allgemeine Wohngebiete (WA) nach § 4 BauNVO festgesetzt. Die
gemäß § 4 Abs. 3 Nr. 1, 4 und 5 BauNVO ausnahmsweise zulässigen Nutzungen (Betriebe des
Beherbergungsgewerbes, Gartenbaubetriebe und Tankstellen) sind gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 1
BauNVO nicht Bestandteil des Bebauungsplanes. Der Ausschluss dieser Nutzungen erfolgt vor
dem Hintergrund, dass sich derartige Nutzungen aufgrund ihres typischen Emissionsverhaltens,
Verkehrsaufkommens und Flächenbedarfs nicht in die angestrebte städtebauliche Qualität einfü-
gen würden. Des Weiteren ist es ausdrückliches Planungsziel, die vorhandenen Flächenressour-
cen an diesem Standort möglichst umfangreich wohnbaulich zu nutzen. Gleichwohl sind in den all-
gemeinen Wohngebieten auch über das Wohnen hinausgehende Nutzungen wie zum Beispiel der
Versorgung des Gebiets dienende Läden, Schank- und Speisewirtschaften sowie nicht störende
Handwerksbetriebe, Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwe-
cke zulässig. Ausnahmsweise können auch sonstige nicht störende Gewerbebetriebe und Anlagen
für Verwaltungen zugelassen werden. Ziel ist es, mit der Zulässigkeit dieser das Wohnen ergän-
zenden Nutzungen die Möglichkeit zu bieten, die Versorgungsstruktur des Gebiets bedarfsgerecht
zu unterstützen und so eine wohngebietstypische, aber gleichzeitig auch verträgliche Nutzungsmi-
schung zu ermöglichen.
Die im Plangebiet gemäß städtebaulichem Konzept vorgesehene Kita gilt als Anlage für soziale
Zwecke gemäß § 4 Abs. 2 Nr. 3 BauNVO und ist somit im allgemeinen Wohngebiet allgemein zu-
lässig.
Das allgemeine Wohngebiet wird untergliedert in die Teilbereiche WA 1.1, WA 1.2 und WA 2. Das
WA 1.1 umfasst den Bereich der drei Mehrfamilienhausblöcke, das WA 1.2 die Grundstücke der
projektierten Kita sowie den nördlich hieran angrenzenden Mehrfamilienhausriegel. Die Bereiche
für die vorgesehene Einfamilienhausbebauung werden im WA 2 zusammengefasst.
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6.2 Maß der baulichen Nutzung
Das Maß der baulichen Nutzung wird gemäß den Festsetzungen in der Planzeichnung über die
Grundflächenzahl (GRZ), die Geschossflächenzahl (GFZ), die maximal zulässige Anzahl der Voll-
geschosse sowie in den allgemeinen Wohngebieten WA 1.1 und WA 1.2 auch über die maximale
Gebäudehöhe (GH max.) in Metern über Normalhöhennull (m ü NHN) festgesetzt.
Grundflächenzahl (GRZ)
Im südlichen Abschnitt des Plangebietes (WA 1.1) wird eine GRZ von 0,4 festgesetzt. Die festge-
setzte GRZ entspricht der gesetzlichen Obergrenze im Sinne des § 17 Abs. 1 BauNVO und ermög-
licht die städtebaulich gewollte maßvolle Verdichtung in diesem Bereich. Im allgemeinen Wohnge-
biet WA 1.2 wird eine GRZ von 0,5 festgesetzt. Somit wird gemäß § 17 Abs. 2 BauNVO eine Über-
schreitung der Obergrenze der GRZ für allgemeine Wohngebiete ermöglicht. Mit der Festsetzung
wird das Ziel verfolgt, die Umsetzung der an diesem Standort vorgesehenen eingeschossigen Kin-
dertagesstätte sowie einen weiteren Geschosswohnungsbau zur städtebaulichen Begleitung und
baulichen Fassung des Pleißesteiges zu ermöglichen. Dieser Umstand wird durch die unmittelbar
angrenzende öffentliche Grünfläche als Bestandteil der das Plangebiet in Nord-Süd-Richtung
durchlaufenden begrünten Freiraumachse kompensiert. In Summe werden die Verdichtung sowie
die Versiegelungsrate in diesem südlichen Abschnitt des Plangebietes in einem der Umgebung an-
gemessenen Rahmen gehalten. Eine Beeinträchtigung einer angemessenen Belichtung, Beson-
nung und Belüftung der hier ermöglichten Baukörper ist nicht gegeben. Durch die Anordnung der
überbaubaren Grundstücksflächen und die maximal zulässige Höhenentwicklung sind maßge-
bende Verschattungseinträge durch die geplante Bebauung nicht zu erwarten. Gesunde Wohn-
und Arbeitsverhältnisse werden insoweit nicht beeinträchtigt.
Für die im nördlichen Teil des Plangebietes vorgesehene Einfamilienhausbebauung (WA 2) wird
eine GRZ von 0,45 festgesetzt. Auch für diesen Bereich wird somit in Bezug auf die GRZ eine ge-
ringfügige Überschreitung der nach § 17 Abs. 1 BauNVO für allgemeine Wohngebiete geltenden
Obergrenze ermöglicht. Hierzu ist auszuführen, dass die überbaubare Grundfläche in dem allge-
meinen Wohngebiet WA 2 bereits durch die Festsetzung von Baugrenzen stark eingeschränkt
wird. Über die gesamte Fläche dieser Baugebiete gerechnet ergibt sich selbst bei einer vollständi-
gen Ausnutzung der überbaubaren Grundstücksflächen eine tatsächliche GRZ von unter 0,4.
Gleichwohl kann es aufgrund der vorgesehenen Gebäudeanordnung und Grundstückszuschnitte
für einige Grundstücke, insbesondere für Reihenmittelhäuser zu einer geringfügig höheren GRZ
als dem üblicherweise maximal zulässigen Wert von 0,4 kommen.
Die beschriebenen Überschreitungen der Obergrenzen der GRZ nach § 17 Abs. 1 BauGB in den
allgemeinen Wohngebieten dient der Umsetzung des aus dem städtebaulichen Wettbewerb her-
vorgegangen Konzeptes. Eine nennenswerte Beeinträchtigung der Belichtung und Besonnung so-
wie der Belüftung im Plangebiet und der Umgebung wird hierdurch nicht hervorgerufen. Die allge-
meinen Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse bleiben gewahrt. Auch mit ei-
ner höheren Versiegelung einhergehende nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt werden durch
die Entwicklung der geplanten Freiraumachse sowie die entlang der Mercatorstraße festgesetzten
Pflanzflächen vermieden, da wie dargelegt in Summe keine erhöhte Versieglung durch die Haupt-
baukörper mit der Planung einhergeht. Durch die Festsetzung von Dachbegrünungen sowie weite-
rer umfassender Maßnahmen zur Begrünung des Plangebietes (siehe Kapitel 6.10) wird ein weite-
rer Beitrag zur Minimierung der negativen Auswirkungen (vor allem in Bezug auf die Niederschlag-
versickerung und das Mikroklima) der zusätzlichen Versiegelung geschaffen.
Die zulässige Grundfläche darf gemäß § 19 Abs. 4 Satz 3 BauNVO im allgemeinen Wohngebiet
WA 1.1 durch die Grundfläche von baulichen Anlagen unterhalb der Geländeoberfläche, durch die
das Baugrundstück lediglich unterbaut wird, bis zu einer GRZ 0,8 überschritten werden. Ziel der
Festsetzung ist es, den ruhenden Verkehr im Sinne eines geordneten und attraktiven Siedlungsbil-
des sowie einer nutzerfreundlichen Lösung im Umgang mit dem ruhenden Verkehr weitestgehend
unterirdisch anzuordnen und so Störungspotenziale durch oberirdische Stellplatzanlagen zu mini-
mieren. Gleichzeitig können so die oberirdisch entstehenden Freiflächen Bewohnern und Besu-
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chern des Gebietes zur Erholung dienen. Zu diesem Zweck sowie zur Minimierung der mit der Er-
richtung der Tiefgaragen einhergehenden nachteiligen Auswirkungen auf die Umwelt wird im Be-
bauungsplan eine Begrünung der Decken der Tiefgaragen festgesetzt (siehe Kapitel 6.10).
Geschossflächenzahl (GFZ)
Für den südlichen Abschnitt des Plangebietes (WA 1.1) ist nach dem städtebaulichen Konzept
eine Mehrfamilienhausbebauung vorgesehen. Für diese Baugebiete wird eine GFZ von 1,2 festge-
setzt. Die festgesetzte GFZ entspricht der gesetzlichen Obergrenze im Sinne des § 17 Abs. 1
BauNVO und ermöglicht die städtebaulich gewollte maßvolle Verdichtung in diesem Bereich. Die
Festsetzung trägt den Anspruch an einen sparsamen Umgang mit Grund und Boden Rechnung.
Für das allgemeine Wohngebiet WA 1.2 ist gemäß dem städtebaulichen Konzept neben einem bis
dreigeschossigen Geschosswohnungsbau auch die Errichtung einer eingeschossigen Kita vorge-
sehen, sodass hier in Summe eine niedrigere bauliche Dichte entsteht. Die maximal zulässige GFZ
wird für diesen Bereich daher mit 0,8 festgesetzt.
Für das im nördlichen Bereich des Plangebietes festgesetzten allgemeine Wohngebiet WA 2 wird
angesichts der für diesen Bereich vorgesehenen zweigeschossigen Einfamilienhausbebauung kor-
respondierend mit der hier festgesetzten GRZ von 0,45 eine GFZ von 0,9 festgesetzt.
Es wird zudem festgesetzt, dass die zulässige Geschossfläche im Rahmen des sogenannten Tief-
garagenbonus nach § 21a Abs. 5 BauNVO im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1 um die Flächen
notwendiger Garagen, die unter der Geländeoberfläche hergestellt werden, zu erhöhen ist. Ziel
dieser Festsetzung ist es, einen Anreiz für die vorwiegend unterirdische Unterbringung der notwen-
digen Stellplätze zu schaffen und somit die oberirdischen Freiflächen vorwiegend zur Begrünung
und die Erholungsnutzung der Bewohner freizuhalten.
Vollgeschosse
Für den Bereich des geplanten Geschosswohnungsbaus (WA 1.1 und WA 1.2) wird innerhalb der
überbaubaren Grundstücksflächen eine kleinteilige Untergliederung der maximal zulässigen Voll-
geschosse vorgenommen, welche der Umsetzung des aus dem städtebaulichen Wettbewerb her-
vorgegangen Konzeptes dient. Durch die hierdurch vorbereiteten Abstufungen innerhalb der Ge-
bäudeblöcke wird eine interessante architektonische Struktur geschaffen und ein lebendiges Er-
scheinungsbild der Wohnbebauung unterstützt. Entlang des Damiansweges wird die Geschossig-
keit der gegenüberliegenden Bestandsgebäude „gespiegelt“, um das Einfügen der neuen Baukör-
per in die städtebauliche Umgebung vorzubereiten.
Für die überbaubaren Grundstücksflächen entlang der Merianstraße, der Mercatorstraße und dem
Damiansweg wird überwiegend eine maximal zulässige Anzahl von vier Vollgeschossen festge-
setzt. Hierdurch wird ein deutlicher Abschluss des Plangebietes zu den umliegenden Hauptstraßen
geschaffen und eine Abschirmung gegen die hiervon einwirkenden Schallimmissionen für die inne-
ren Bereiche dieser Wohngebiete bewirkt.
Für die zur Freiraumachse und zur öffentlichen Grünfläche hin ausgerichteten Gebäudeteile sind in
der Regel maximal drei, teilweise vier Vollgeschosse zulässig. Als städtebauliche Akzente wird am
geplanten Kreisverkehr am Damiansweg sowie an zwei Stellen in Verlängerung der Blickachse der
Deliastraße in das Plangebiet eine maximal fünfgeschossige Bebauung festgesetzt. Richtung Nor-
den wird durch die Festsetzung von maximal zwei bzw. drei Vollgeschossen ein fließender Über-
gang vom geplanten Geschosswohnungsbau zur Einfamilienhausbebauung geschaffen.
Im allgemeinen Wohngebiet WA 2 sind maximal zwei Vollgeschosse zulässig. Hierdurch wird die
für Einfamilienhäuser übliche Gebäudekubatur ermöglicht und ein Einfügen der neuen Baukörper
in die städtebaulich ebenfalls überwiegend durch zweigeschossige Einfamilienhausbebauung
westlich des Damiansweges geprägte Umgebung vorbereitet.
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Für die geplante Kindertagesstätte im WA 1.2 setzt der Bebauungsplan gemäß dem städtebauli-
chen Konzept maximal ein zulässiges Vollgeschoss fest.
Gebäudehöhe
Durch die Festsetzung der maximal zulässigen Gebäudehöhe im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1
und WA 1.2 wird ein Einfügen der neuen Baukörper in die städtebauliche Umgebung gegenüber
dem Damiansweg vorbereitet. Oberer Bezugspunkt für die festgesetzten maximal zulässigen Hö-
hen baulicher Anlagen ist die Oberkante des jeweiligen Gebäudes. Die Höhenfestsetzungen bezie-
hen sich auf Meter über Normalhöhennull (= unterer Bezugspunkt).
Die Höhenfestsetzungen korrespondieren mit der maximal zulässigen Anzahl der Vollgeschosse
und berücksichtigen die jeweilige (geplante) Geländehöhe. Für die Festlegung der maximalen Ge-
bäudehöhe wurde von einer durchschnittlichen Geschosshöhe von 3 m ausgegangen. Für die
zweigeschossigen Gebäudeteile wird somit (jeweils abhängig von der jeweiligen Geländehöhe)
eine maximale Gebäudehöhe von 54,5 m ü NHN, für die dreigeschossigen Gebäudeteile von
57,5 m ü NHN bzw. 58,0 m ü NHN, für die viergeschossigen Gebäudeteile von 60,5 m ü NHN bis
zu 61,5 m ü NHN. festgesetzt. Für die drei fünfgeschossigen Hochpunkte wird eine maximale Ge-
bäudehöhe von 64,0 m ü NHN bzw. 64,5 m ü NHN festgesetzt. Für den Bereich des vorgesehenen
eingeschossigen Kita-Baus wird eine maximal zulässige Gebäudehöhe von 54,5 m ü NHN festge-
setzt.
Durch die Festsetzung der maximal zulässigen Gebäudehöhe korrespondierend mit der jeweiligen
maximal zulässigen Anzahl der Vollgeschosse wird sichergestellt, dass die Errichtung von Staffel-
geschossen oder sonstigen Räumen oberhalb des obersten zulässigen Vollgeschosses nicht mög-
lich ist. Hiervon ausgenommen ist der Bereich der vorgesehenen eingeschossigen Kita, für den auf
Grundlage der Festsetzung grundsätzlich die Errichtung eines weiteren Geschosses, welches nicht
als Vollgeschoss ausgebildet wird, ermöglicht werden soll. Mit den Festsetzungen wird insgesamt
das Einfügen der neuen Baukörper in die städtebauliche Umgebung unterstützt.
Gebäudedächer dienen auch der Unterbringung einer Vielzahl von untergeordneten Bauteilen bzw.
baulichen Anlagen, insbesondere technischen Anlagen wie beispielsweise Antennen, Aufzugs-
überfahrten, Kamine, Lüftungseinrichtungen, Oberlichter usw. Diese Anlagen sollen im Plangebiet
grundsätzlich zulässig sein, ohne das städtebauliche Erscheinungsbild wesentlich zu stören. Daher
wird festgesetzt, dass diese Anlagen die maximal zulässigen Gebäudehöhen überschreiten dürfen.
Das höchstzulässige Maß der Überschreitung wird auf 2,0 m begrenzt. Der Flächenanteil der
Überschreitungen darf insgesamt 20 % der jeweiligen Dachfläche nicht übersteigen. Im Sinne des
Klimaschutzes und der Förderung erneuerbarer Energien werden Photovoltaikanlagen, die in Ver-
bindung mit der festgesetzten Dachbegrünung auf den Dachflächen aufgebracht werden, von die-
sen Festsetzungen ausgenommen. Grundsätzlich müssen die Dachaufbauten mindestens um das
Maß ihrer Höhe von der Gebäudekante des darunterliegenden Geschosses zurücktreten. Somit
wird eine optische Dominanz dieser Anlagen vermieden.
6.3 Überbaubare Grundstücksfläche
Die überbaubaren Grundstücksflächen werden durch Baugrenzen bestimmt und spiegeln das kon-
krete Vorhaben wider. Die Baugrenzen werden entsprechend der Entwurfsintention größtenteils
parallel zu den öffentlichen Erschließungsstraßen bzw. den privaten mit Geh-, Fahr- und/ oder Lei-
tungsrechten zu belastenden Erschließungsflächen festgesetzt. So kann die Entstehung klarer
Raumkanten entlang der Erschließungsstraßen und die Anordnung von Gartenbereichen unter-
stützt sowie der Vorhabenplanung auf Grundlage der Ergebnisse des städtebaulichen Wettbe-
werbs Rechnung getragen werden.
Im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 darf die überbaubare Grundstücksfläche
(Baugrenze) durch nicht überdachte, an Gebäude angrenzende Terrassen und Terrassentrenn-
wände um bis zu 3,0 m überschritten werden. Im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1 und WA 1.2
darf die überbaubare Grundstücksfläche (Baugrenze) durch Balkone, Nottreppenhäuser oder Erker
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um bis zu 2,0 m überschritten werden. Diese Festsetzungen ermöglichen eine dem Standort ange-
messene Flexibilität hinsichtlich der Ausgestaltung der Baukörper und dem Übergang zum Frei-
raum sowie eine städtebaulich sinnvolle und den örtlichen Verhältnissen entsprechende Ausnut-
zung der Grundstücke.
6.4 Stellplätze, Carports, Garagen und Tiefgaragen
Im Sinne eines geordneten und attraktiven städtebaulichen Erscheinungsbildes wird im Bebau-
ungsplan festgesetzt, dass oberirdische Stellplätze, Carports und Garagen nur innerhalb der über-
baubaren Grundstücksflächen und den dafür in der Planzeichnung festgesetzten Bereichen zuläs-
sig sind. Gemäß dem städtebaulichen Konzept werden oberirdische Stellplätze und Carports vor-
wiegend östlich entlang der parallel zur Mercatorstraße festgesetzten Erschließungsstraße sowie
zum Teil entlang der Erschließungsstiche im allgemeinen Wohngebiet WA 2 ermöglicht. Oberirdi-
sche Garagen werden neben den überbaubaren Grundstücksflächen – im Interesse eines aufgelo-
ckerten Gebietscharakters – lediglich an einzelnen Giebelseiten der geplanten Einfamilienhäuser
sowie in einem Bereich südöstlich der Geschosswohnungsbauten zugelassen.
Entlang der parallel zur Mercatorstraße festgesetzten Erschließungsstraße werden die Stellplätze
mit einem Abstand von 1 m zur festgesetzten öffentlichen Grünfläche platziert. Hintergrund ist,
dass hierdurch ausreichend Raum für das Aufstellen von Feuerwehrfahrzeugen freigehalten wer-
den kann.
Für den Hol- und Bringverkehr sowie das Personal der im Plangebiet vorgesehenen Kita wird über
die Festsetzung einer Stellplatzfläche im betreffenden Bereich des WA 1.2 am Damiansweg die
Schaffung von ausreichend oberirdischen Stellplätzen ermöglicht.
Durch die in der Planzeichnung vorgenommene Verortung der Zulässigkeit von oberirdischen Stell-
plätzen, Carports und Garagen wird sichergestellt, dass die Verkehrsflächen in der Regel maximal
einseitig von oberirdischem ruhenden Verkehr „begleitet“ werden. Auf diese Weise wird einer opti-
schen Dominanz des ruhenden Verkehrs im Bereich der Freiflächen entgegengewirkt und die Ent-
stehung eines geordneten städtebaulichen Gesamtbildes im Hinblick auf den ruhenden Verkehr
unterstützt.
Zur Minimierung des oberirdischen ruhenden Verkehrs wird zudem angestrebt, die notwendigen
Stellplätze der im südlichen Teil des Plangebietes vorgesehenen Mehrfamilienhausbebauung wei-
testgehend unterirdisch zu errichten. Im Bebauungsplan werden Tiefgaragen im allgemeinen
Wohngebiet WA 1.1 daher durch entsprechende zeichnerische Festsetzung auch außerhalb der
überbaubaren Grundstücksflächen zugelassen.
Klarstellend wird im Bebauungsplan festgesetzt, dass innerhalb der Tiefgaragen auch Technik-
und Nebenräume sowie Abstellplätze für Fahrräder zulässig sind. Somit soll ermöglicht werden,
dass auch diese Nutzungen großenteils unterirdisch verortet werden können und weniger oberirdi-
sche Freiflächen hierfür in Anspruch genommen werden müssen.
Es wird ein Bereich für Ein- und Ausfahrten für die Tiefgaragen östlich des vorgesehenen Kreisver-
kehrs im Kreuzungsbereich Damiansweg/ Merianstraße/ Deliastraße festgesetzt. Darüber hinaus
sind Ein- und Ausfahrtsbereiche für Tiefgaragen im Plangebiet nicht zulässig. Hierdurch soll sicher-
gestellt werden, dass der Anwohnerverkehr für die Mehrfamilienhäuser und damit insgesamt rund
2/3 des Verkehrs direkt in die Tiefgarage im Süden des Plangebietes – und somit nicht über den
Damiansweg – geleitet wird. Hierdurch kann ein übermäßiges planbedingtes zusätzliches Ver-
kehrsaufkommen auf dem Damiansweg vermieden werden.
Mobilitätsmanagement
Zur Stärkung des Umweltverbundes (ÖPNV, Fuß- und Radverkehr) und somit zur Steigerung der
Verkehrssicherheit und der Aufenthaltsqualität im Plangebiet und der Umgebung wurde im Rah-
men der Planungen ein Mobilitätskonzept erarbeitet. Dieses sieht ein Maßnahmenkonzept vor,
dass den Bewohnern ermöglicht, problemlos für jeden Weg das jeweils optimale Verkehrsmittel
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wählen zu können und ihre Alltagsorganisation auch unabhängig vom eigenen Auto gestalten zu
können. Hierdurch wird zudem das Ziel verfolgt, möglichst viele Haushalte zum Verzicht auf ein
eigenes Auto zu animieren und somit einen Beitrag zur Reduzierung des nachzuweisenden Stell-
platzbedarfes zu schaffen.
Als Bausteine des Mobilitätskonzeptes werden folgende Maßnahmen genannt:
Nutzung des attraktiven ÖPNV-Angebotes durch wohnortnahe Haltestellen und Optimie-
rung der Radabstellanlagen an den S-Bahnhaltepunkten durch die Stadt Köln
Sichere Abstellmöglichkeiten für den Radverkehr in der Siedlung und ergänzende Maßnah-
men zur Förderung des Radverkehrs für den Alltagsverkehr
Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes im Hinblick auf sichere Wege im Um-
feld der sozialen Infrastruktur (Schulen, Kindergarten usw.) und der Versorgungsinfrastruk-
tur zur Reduzierung der Begleitmobilität.
ggf. Errichtung und Etablierung eines attraktiven Carsharing-Angebots in der Wohnsiedlung
Gemäß Verkehrsgutachten (Verkehrsgutachten Damiansweg Köln – Volkhoven/ Weiler, Büro
StadtVerkehr, Hilden, Januar 2019) kann durch die Umsetzung des Mobilitätskonzeptes eine Re-
duzierung des MIV-Anteils am Modal Split von den üblicherweise anzunehmenden 60 % auf noch
50 % für die Bewohner der Einfamilienhäuser sowie auf 45 % im Bereich der Mehrfamilienhäuser
erreicht werden. Für den ÖPNV-Anteil wird eine Steigerung von 15 % auf 20 % bzw. 25 % erwar-
tet, der Radverkehrsanteil könnte von 8 % auf ebenfalls 20 % bzw. 25 % anwachsen. Der Anteil
der zu Fuß zurückgelegten Wege könnte von 17 % auf 20 % steigen.
Für die Ermittlung des nachzuweisenden Stellplatzbedarfes wurde auf Grundlage der Richtzahlen-
liste der Stadt Köln für die Einfamilienhäuser ein Stellplatzschlüssel von 1:1,2, für die Mehrfamilien-
häuser von 1:1 gewählt. Somit ergibt sich gemäß dem städtebaulichen Konzept ein Bedarf von ins-
gesamt 417 privaten Stellplätzen, davon 157 Stellplätzen aufgrund der Einfamilienhausbebauung
(131 Eigenheime) sowie 260 Stellplätzen entsprechend der Anzahl der Wohneinheiten in den Ge-
schosswohnungsbauten (GWB). Hinzu kommt ein Bedarf an öffentlichen Parkplätzen von 10 bis
15 %, entspricht 42 bis 63 öffentlichen Parkständen.
Der Bedarf an privaten Stellplätzen kann durch die genannten Maßnahmen aus dem Mobilitätskon-
zept erheblich reduziert werden. So wird aufgrund der ÖPNV-Lagegunst für den Geschosswoh-
nungsbau eine Stellplatzreduzierung von 25 % (entspricht 64 Stellplätzen) vorgenommen. Die An-
zahl der nachzuweisenden privaten Stellplätze reduziert sich somit auf 353.
Durch die Schaffung von insgesamt 600 Fahrradstellplätzen im Plangebiet kann eine weitere Re-
duzierung der nachzuweisenden Pkw-Stellplätze im Geschosswohnungsbau um 5 % (entspricht 12
Stellplätzen) vorgenommen werden. Somit kann die Anzahl der nachzuweisenden privaten Stell-
plätze weiter auf 341 reduziert werden.
Private
Stellplätze
EFH (131 WE, 1,2 Stpl./WE) 157
GWB (260 WE. 1,1 Stpl./WE) 260
Summe 417
ÖPNV Lagegunst (- 25% im GWB) -64
600 Fahrradabstellplätze (-5% im GWB) -12
Summe 341
Öffentliche
Parkstände
Annahme 10 % Annahme 15 %
EHF 16 24
MFH 26 39
Summe 42 63
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Durch die Schaffung einer Carsharing-Station im Plangebiet könnte der Stellplatzbedarf im Mehrfa-
milienhaussegment zusätzlich um 10 % (entspricht 25 Stellplätzen) reduziert werden.
6.5 Nebenanlagen
Im allgemeinen Wohngebiet WA 2 werden in der Planzeichnung im Bereich der rückwärtigen Gär-
ten Bereiche für Gartenhäuser (NA) festgesetzt. Innerhalb dieser Bereiche ist je Wohngebäude ein
Gartenhaus bis zu 30 m³ Bruttorauminhalt zulässig. Ziel der Beschränkungen ist es, die Gartenbe-
reiche der geplanten Bebauung überwiegend einer privaten Erholungsnutzung zu Verfügung zu
stellen und ein geordnetes, aufgelockertes und gestalterisch ansprechendes Quartier zu entwi-
ckeln.
Im Übrigen richtet sich die Zulässigkeit von Nebenanlagen weiterhin nach § 14 BauNVO.
6.6. Höchstzulässige Zahl der Wohnungen je Wohngebäude
Zur Unterstützung eines aufgelockerten und ruhigen Charakters des Wohngebietes wird die An-
zahl der Wohneinheiten im allgemeinen Wohngebiet WA 2 je Wohngebäude auf maximal zwei be-
grenzt. Die Dimensionierung der Straßenbreiten und die vorgesehenen öffentlichen Stellplätze sol-
len auch langfristig den Bedarf der Bewohner befriedigen. Mit der Festsetzung wird das Ziel ver-
folgt, eine Erhöhung der Wohneinheiten zu vermeiden und sicherzustellen, dass der erzeugte Ver-
kehr ein gebietsverträgliches Maß nicht überschreitet.
6.7. Erschließungsflächen und Geh-, Fahr- und Leitungsrechte
Öffentliche Verkehrsflächen
Die bestehenden öffentlichen Verkehrsflächen im westlichen Bereich des Plangebietes (Damians-
weg und Merianstraße) unter Berücksichtigung der geplanten Ausbaumaßnahmen werden durch
die Festsetzung als öffentliche Verkehrsfläche planungsrechtlich gesichert. Im Kreuzungsbereich
Damiansweg/ Merianstraße/ Deliastraße wird der Bau eines Kreisverkehrs durch Festsetzung der
erforderlichen Flächen als Straßenverkehrsflächen planungsrechtlich vorbereitet.
Die gemäß städtebaulichem Konzept vorgesehenen West-Ost-Erschließungen sowie die parallel
zur Mercatorstraße verlaufende Erschließungsstraße im Osten des Plangebietes – inklusive der
anderen am südlichen Ende platzierten Wendeanlage – werden als Verkehrsflächen mit der be-
sonderen Zweckbestimmung „Verkehrsberuhigter Bereich“ festgesetzt. Hierdurch soll die Schaf-
fung eines ruhigen Wohnquartiers sowie einer fußgänger- und radfahrerfreundlichen Infrastruktur
unterstützt werden. Die zentrale West-Ost-Verbindung (Pleißesteig) sowie die Erschließungsstraße
parallel zur Mercatorstraße werden mit einer Breite von 8,5 m, die nördliche West-Ost-Erschlie-
ßungsstraße mit einer Breite von 6,5 m festgesetzt. Die Verkehrsflächen bieten ausreichend Raum
für die Rückstoßflächen der für die auf den privaten Grundstücksflächen orthogonal an diesen Ver-
kehrsflächen geplanten Stellplätze sowie für die im Straßenraum vorgesehenen öffentlichen Park-
plätze.
Der Fortbestand der bestehenden Anbindung des Plangebietes an den Fuß- und Radweg entlang
der Mercatorstraße wird durch die Festsetzung einer Verkehrsfläche besonderer Zweckbestim-
mung „Fuß- und Radweg“ planungsrechtlich gesichert. Ebenso sollen im Südosten und im Nordos-
ten des Plangebietes je eine Zuwegung in das Plangebiet für Fußgänger und Radfahrer geschaf-
fen werden. Auch diese Bereiche werden als Verkehrsfläche besonderer Zweckbestimmung „Fuß-
und Radweg“ festgesetzt.
Geh-, Fahr- und Leitungsrechte
Die Erschließung der nicht unmittelbar über die öffentlichen Verkehrsflächen erschlossenen Wohn-
gebäude wird über die Festsetzung von Flächen gesichert, die mit einem Geh-, Fahr- und/ oder
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Leitungsrecht zu belasten sind. So wird zur planungsrechtlichen Vorbereitung der gemäß städte-
baulichem Konzept vorgesehenen privaten Stichstraßen festgesetzt, dass die entsprechenden Flä-
chen mit einem Geh- und Fahrradfahrrecht zugunsten der Allgemeinheit, einem Fahrrecht zuguns-
ten der Anlieger sowie einem Leitungsrecht zugunsten der Versorgungsträger zu belasten sind.
Die Erschließung der längs zur privaten Grünfläche ausgerichteten Wohngebäude im WA 2 soll
über die Errichtung von zwei Fußwegen sichergestellt werden. Die betreffenden Flächen entlang
der Freiraumachse sind mit einem Geh- und Fahrradfahrrecht zugunsten der Allgemeinheit zu be-
lasten. Die private Grünfläche selbst wird mit einem Gehrecht zugunsten der Allgemeinheit überla-
gert. Somit wird dem Ziel einer durchgängigen fußläufigen Nord-Süd-Wegeverbindung durch das
Plangebiet entsprochen.
Die zwischen den vorgesehenen Mehrfamilienhäusern im WA 1.1 geplante private Platzfläche am
südlichen Ende der begrünten Freiraumachse ist ebenfalls mit einem Geh- und Fahrradfahrrecht
zugunsten der Allgemeinheit zu belasten. Gleiches gilt für die Fläche der geplanten barrierefreien
Wegeverbindung von der Merianstraße (etwa auf Höhe der vorgesehenen Bushaltestelle) in das
Plangebiet. Diese Festsetzsetzungen entsprechen dem Ziel der Schaffung eines fußgänger- und
fahrradfreundlichen Quartiers und dem der Planung zugrundeliegenden Freiraumkonzept.
Des Weiteren wird im Süden der Platzfläche zwischen den Mehrfamilienhäusern eine Fläche fest-
gesetzt, die mit einem Geh- und Fahrradfahrrecht zugunsten der Allgemeinheit sowie einem Fahr-
recht zugunsten der Ver- und Entsorgungsträger zu belasten ist. Diese Festsetzung ermöglich so-
wohl eine weitere West-Ost-Verbindung durch das Plangebiet für Fußgänger- und Radfahrer als
auch die erforderliche Durchfahrt für die Müllabfuhr.
Nördlich der mittleren Erschließungsstraße in das Plangebiet (Pleißesteig) sowie am nördlichen
Ende der privaten Grünfläche wird jeweils eine Fläche festgesetzt, die mit einem Leitungsrecht zu-
gunsten der Ver- und Entsorger zu belasten ist. Über diese Festsetzung wird der Fortbestand der
hier liegenden Kanaltrassen bzw. die erforderliche Neuverlegung der Ver- und Entsorgungsleitun-
gen ermöglicht.
Die Investorinnen verpflichten sich über den städtebaulichen Vertrag die im Bebauungsplan festge-
setzten Flächen für Geh-, Fahr- und Leitungsrechte durch Eintragung entsprechender beschränkt
persönlicher Dienstbarkeiten und/oder Baulasten zugunsten der Stadt im Grundbuch zu belasten.
6.8. Öffentliche und private Grünfläche
Als Hauptbestandteil der das Plangebiet durchlaufenden Freiraumachse ist in deren Mitte und an-
grenzend an die geplanten Freiflächen der Kindertagesstätte die Anlage eines großzügigen öffent-
lichen Spielplatzes vorgesehen. Dieser Bereich wird als öffentliche Grünfläche mit der Zweckbe-
stimmung „Spielplatz“ festgesetzt. Die nördlich und südlich hieran angrenzenden Bereiche werden
als öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung „Parkanlage“ festgesetzt. In der Praxis ist mit
einem fließenden Übergang zwischen den einzelnen Teilstücken der begrünten Freiraumachse zu
rechnen.
Der nördliche Teil der begrünten Freiraumachse wird als private Grünfläche mit der Zweckbestim-
mung „Rasenfläche mit Baumpflanzungen“ festgesetzt. Somit entsteht eine durchgehende Nord-
Süd-Grünverbindung durch das gesamte Plangebiet.
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6.9 Schutzmaßnahmen vor schädlichen Umwelteinwirkungen
Im Bebauungsplanverfahren sind die Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse
gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 1 BauGB zu berücksichtigen. Das bedeutet unter anderem, dass schädliche
Umwelteinwirkungen in Form von Lärmimmissionen soweit wie möglich zu vermeiden sind.
Auf das Plangebiet wirkt Straßenverkehrslärm, Schienenverkehrslärm, Fluglärm sowie Gewerbe-
lärm ein. Die Anforderungen an den Schallschutz waren bereits Bestandteil des im Vorfeld durch-
geführten städtebaulichen Wettbewerbes. Ziel war es bereits durch die Anordnung der Gebäude-
körper auf die Lärmsituation zu reagieren.
Als Reaktion auf die insbesondere von der Merianstraße einwirkenden Lärmimmissionen sieht das
städtebauliche Konzept im südlichen Abschnitt des Plangebietes eine Anordnung der Mehrfamili-
enhäuser in dreiseitig geschlossenen Blöcken vor. Zur Lärmabschirmung werden diese entlang der
umliegenden Straßen mit einer Höhe von in der Regel vier, z. T. fünf Geschossen errichtet. Die of-
fene Seite der Blöcke ist jeweils zur weitgehend lärmgeschützten zentralen Freiraumachse ausge-
richtet. Ebenso reagiert das städtebauliche Konzept durch die großenteils längs zur Mercator-
straße ausgerichteten Reihenhauszeilen auf die von der Hauptverkehrsstraße einwirkenden Lärm-
immissionen. Die Gartenbereiche dieser Häuser sind zur ruhigeren Westseite ausgerichtet. Durch
die Anordnung der Erschließungsstraße mit östlich angrenzenden Stellplatzblöcken parallel zur
Mercatorstraße rückt die geplante Wohnbebauung von der Lärmquelle ab. Des Weiteren wird
durch die Verortung der Tiefgarageneinfahrt (ca. 160 Stellplätze) im Süden des Plangebietes ein
Großteil des hervorgerufenen Verkehrsaufkommens bereits frühzeitig „abgefangen“. Somit werden
das oberirdische Verkehrsaufkommen und damit einhergehende Lärmemissionen reduziert.
Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens wurde eine schalltechnische Untersuchung (Schall-
technische Untersuchung zu den Lärmemissionen und –immissionen im Rahmen des Bebauungs-
planverfahrens „Damiansweg“ in Köln-Volkhoven/Weiler, ADU Cologne Institut für Immissions-
schutz GmbH, Köln, Juli 2019) durchgeführt, um die auf das Plangebiet einwirkenden Lärmimmis-
sionen sowie die mit der Planung verbundenen Lärmauswirkungen auf das Umfeld und das Plan-
gebiet selbst zu ermitteln und zu bewerten.
Für die Belange des Schallschutzes im Rahmen der städtebaulichen Planung sind die Orientie-
rungswerte der DIN 18005 (Schallschutz im Städtebau Teil 1, 2002) eingeführt worden. Zur Beur-
teilung der Verkehrslärmeinwirkungen auf allgemeine Wohngebiete werden demnach Orientie-
rungswerte von 55 dB(A) tags und 45 dB(A) nachts herangezogen.
Das Plangebiet ist insbesondere durch den Straßenverkehrslärm auf der Mercatorstraße, der Meri-
anstraße und dem Damiansweg vorbelastet. Mit Umsetzung des durch den Bebauungsplan be-
gründeten Vorhabens ist mit einer weiteren Zunahme des Verkehrsaufkommens zu rechnen. Für
die Berechnung der künftig zu erwartenden Schallimmissionen wird daher auf die Prognosen aus
der Verkehrsuntersuchung des Büros StadtVerkehr (Verkehrsgutachten Damiansweg Köln-Volk-
hoven Weiler, Büro StadtVerkehr, Hilden, Januar 2019) abgestellt.
Im Ergebnis werden die Orientierungswerte der DIN 18005 insbesondere in den Grundstücksberei-
chen an den umliegenden Haupterschließungsstraßen zum Teil deutlich überschritten. Diese lie-
gen für allgemeine Wohngebiete bei 55 dB(A) tags und 45 dB(A) nachts.
An den zur Mercatorstraße ausgerichteten Häuserfassaden ist tagsüber mit Beurteilungspegeln
aufgrund von Straßenverkehrslärm von 62 dB(A) bis zu 67 dB(A) zu rechnen. An den Häuserfas-
saden zur Merianstraße werden Beurteilungspegel von 64 dB(A) bis zu 70 dB(A) prognostiziert.
Die zu erwartenden Beurteilungspegel an den Fassaden entlang des Damiansweges variieren zu-
meist zwischen 51 dB(A) und 65 dB(A). Im Bereich des geplanten Kreisverkehrs ist an den Häu-
serfassaden mit Beurteilungspegeln von bis 67 dB(A) zu rechnen. In den inneren Bereichen des
Plangebietes ist infolge der Eigenabschirmung sowie durch die Abschirmung der umliegenden Ge-
bäude in der Regel mit einer Einhaltung bzw. Unterschreitung des Orientierungswertes nach
DIN 18005 von 55 dB(A) zu rechnen. Die Lärmsituation in den Freibereichen stellt sich somit in der
Regel unkritisch dar.
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Zur Nachtzeit ergeben sich an den Fassaden zur Mercatorstraße Beurteilungspegel aufgrund von
Straßenverkehrslärm von 52 dB(A) bis zu 54 dB(A), zur Merianstraße von 55 bis zu 61 dB(A). An
den Richtung Damiansweg ausgerichteten Fassaden ist mit Beurteilungspegeln zwischen 41 dB(A)
und 50 dB(A), im Bereich des Kreisverkehrs von bis zu 60 dB(A) zu rechnen. Im Inneren des Plan-
gebietes kann der Orientierungswert nach DIN 18005 von 45 dB(A) in der Regel eingehalten wer-
den. Leichte Überschreitungen von i. d. R. 1 dB(A) bis 4 dB(A) ergeben sich z. T. an den Fassaden
entlang der Zufahrtsstraße im Plangebiet (Pleißesteig), an den Richtung Nordwesten und Südos-
ten ausgerichteten Fassaden der Gebäude entlang der östlichen Erschließungsstraße sowie an
den Fassaden der Mehrfamilienhäuser, die in Richtung der neuen vom Kreisverkehrs ausgehen-
den Zufahrt in das Plangebiet ausgerichtet sind.
Die Berechnung des Schienenverkehrslärms (Strecke 2610 im Südosten von Weiler und Strecke
2620 zentral verlaufend durch Chorweiler und Chorweiler-Nord) zeigt, dass die höchstbelasteten
Fassaden im Plangebiet im südwestlichen Bereich des Plangebietes mit maximalen Beurteilungs-
pegeln von 48 dB(A) tags bzw. 51 dB(A) nachts zu erwarten sind. Die Orientierungswerte der
DIN 18005 werden damit am Tag eingehalten, im Nachtzeitraum um rund 6 dB(A) überschritten.
Zur Berücksichtigung des Fluglärms wird auf Unterlagen der Stadt Köln (in Anlehnung an das Flug-
lärmgesetz gemäß 1. Flug-LSV erstellter Schallimmissionsplan des Umwelt- und Verbraucher-
schutzamtes, Stand 2014) zurückgegriffen. Es wird ein energieäquivalenter Dauerschallpegel zum
Flugverkehr kleiner gleich 40 dB(A) tags und nachts zugrunde gelegt.
Zusammenfassend ergibt sich eine Überschreitung der Orientierungswerte nach DIN 18005 vor-
wiegend an den zu der Mercatorstraße sowie zur Merianstraße ausgerichteten Fassaden. In den
inneren Bereichen stellt sich die Schallsituation, aufgrund der Abschirmung der Plangebäude, weit-
gehend unkritisch dar. Entlang des Damiansweges kommt es in der Regel nur zu geringfügigen
Überschreitungen.
Im Beiblatt 1 zur DIN 18005 (Schallschutz im Städtebau Teil 1, 2002) wird darauf hingewiesen,
dass „in lärmvorbelasteten Gebieten, insbesondere bei vorhandener Bebauung, die verdichtet wer-
den soll und bestehenden Verkehrswegen sowie in Gemengelagen in der Regel die Orientierungs-
werte der DIN 18005 nicht einzuhalten“ sind. Im Rahmen der Abwägung kann daher bei Überwie-
gen anderer Belange von den Orientierungswerten der DIN 18005 abgewichen werden. In diesem
Fall soll nach Möglichkeit ein Ausgleich durch andere geeignete Maßnahmen vorgesehen und pla-
nungsrechtlich abgesichert werden."
Zur Gewährleistung der Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse sind aufgrund
der Überschreitungen der Orientierungswerte, insbesondere im Bereich der Merianstraße und ent-
lang des Damianswegs sowie der Mercatorstraße, Maßnahmen zum Schallschutz erforderlich. In
der städtebaulichen Planung sind aktive Maßnahmen zum Schallschutz grundsätzlich passiven
Maßnahmen zum Beispiel an den Gebäuden selbst vorzuziehen. Städtebauliche Zielsetzung ist,
die neue Bebauung des Plangebietes behutsam an die westlich des Damianswegs vorhandene
Bestandsbebauung anzufügen. Auch soll entlang der Merianstraße eine neue Adresse geschaffen
werden. In der schalltechnischen Untersuchung wurde daher die Umsetzung einer aktiven Schall-
schutzmaßnahme entlang der Mercatorstraße geprüft. Im Ergebnis wäre zum Schutz der zweige-
schossigen Wohnbebauung im Norden des Plangebietes auf einer Länge von rund 311 m eine 8 m
hohe Schallschutzwand erforderlich. Zum Schutz der südlichen Wohnbebauung im Bereich der
Ecke Mercatorstraße/ Merianstraße wäre auf einer Länge von 110 m eine 13 m hohe Schallschutz-
wand notwendig.
Da es sich bei den zu schützenden Fassaden im Wesentlichen um die Ostseite der Gebäudekör-
per handelt, die zukünftigen Wohn- und Freibereiche aber überwiegend nach Westen und Norden
ausgerichtet werden sollen, steht der Aufwand für die Errichtung der erforderlichen Schallschutz-
wände nicht im Verhältnis zum späteren Nutzen. Die schalltechnische Untersuchung zeigt auch,
dass mit Errichtung der Bebauung als aktiver Schallschutz für die rückwärtigen Grundstücksberei-
che und damit für die dort gelegenen Fassaden und Freibereiche wirkt.
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Schallschutzmaßnahmen an Außenbauteilen
Im Bebauungsplan werden daher passive Maßnahmen zum Schallschutz in Form von Mindestan-
forderungen an die Luftschalldämmung von Außenbauteilen (Fenster, Wände, Dächer ausgebau-
ter Dachgeschosse) schutzbedürftiger Nutzungen auf Grundlage der DIN 4109 (Schallschutz im
Hochbau, Januar 2018) festgesetzt. Der für die Bestimmung des Schalldämmmaßes anzuset-
zende maßgebliche Außenlärmpegel errechnet sich vorliegend aus den maßgeblichen Außenlärm-
pegel der Emittenten Straßenverkehr, Schienenverkehr, Flugverkehr, Gewerbe und Tiefgaragen.
Im Bebauungsplan werden in Abhängigkeit der ermittelten maßgeblichen Außenlärmpegel Lärm-
pegelbereiche festgesetzt. Es erfolgt die Festsetzung der Lärmpegelbereiche III bis V unter Be-
rücksichtigung einer freien Schallausbreitung.
Von den aus den Festsetzungen resultierenden Schalldämmmaßen kann abgewichen werden,
wenn im bauaufsichtlichen Genehmigungsverfahren durch eine schalltechnische Untersuchung
niedrigere Lärmpegelbereiche an einzelnen Gebäudeteilen oder Geschossebenen nachgewiesen
werden. Die Festsetzung berücksichtigt, dass mit Umsetzung der Bebauung eine abschirmende
Wirkung der geplanten Gebäude untereinander erfolgt. Des Weiteren sind gemäß schalltechni-
scher Untersuchung an den Fassaden in den jeweiligen Geschossen unterschiedliche Beurtei-
lungspegel zu verzeichnen. Die festgesetzten Lärmpegelbereiche berücksichtigen jedoch den je-
weils höchsten anzunehmenden Beurteilungspegel in dem lärmintensivsten Geschoss.
Fensterunabhängige Belüftung
Im Nachtzeitraum (22 bis 6 Uhr) sind in Teilen des Plangebietes maximale Beurteilungspegel aus
dem Straßenverkehr größer als 45 dB(A) zu erwarten. Dies betrifft vorwiegend die Fassaden ent-
lang der Mercatorstraße, der Merianstraße und des Damianswegs. Um im allgemeinen Wohnge-
biet ungestörtes Schlafen zu ermöglichen, ist daher bei Schlaf- und Kinderzimmern von Wohnun-
gen eine fensterunabhängige Belüftung durch schallgedämmte Lüftungseinrichtungen oder gleich-
wertige Maßnahmen bei geschlossenen Fenstern und Türen sicherzustellen. Dies wird durch eine
entsprechende textliche Festsetzung gesichert.
Balkone und Loggien
Da auch Balkone und Loggien als temporäre Aufenthaltsräume dienen können, wird im Bebau-
ungsplan zum Schutz der gesunden Wohn- und Arbeitsverhältnisse festgesetzt, dass für diese bei
einem Beurteilungspegel >62 dB(A) im Tagzeitraum (6:00 bis 22:00 Uhr) Schallschutzmaßnahmen
zu treffen sind. Die Maßnahmen müssen sicherstellen, dass der vorgenannte Beurteilungspegel
nicht überschritten wird. Hiervon ausgenommen sind Balkone und Loggien von Wohnungen, wenn
zusätzlich auf der lärmabgewandten Seite ein Balkon oder eine Loggia errichtet wird. Ziel der Fest-
setzung ist es den zukünftigen Nutzern des Plangebietes ruhige Freibereiche zur Verfügung zu
stellen.
Auswirkungen auf die Umgebung
Mit Umsetzung des Planvorhabens ist auf den angrenzenden Straßen mit einer Zunahme des Ver-
kehrsaufkommens und folglich mit Pegelerhöhung zu rechnen. Durch den geplanten Ausbau des
Straßenbereichs Damiansweg (inklusive Kreisverkehr) ist das Kriterium einer wesentlichen Ände-
rung gemäß 16. BImSchV erfüllt, sodass für die umliegende Bebauung die entsprechenden Grenz-
werte einzuhalten sind. Wenn eine Überschreitung der Immissionsgrenzwerte für WA-Gebiete von
59 dB(A) tags bzw. 49 dB(A) nachts vorliegt, besteht ein Anspruch auf Schallschutz.
Im Ergebnis kommt es nach Umsetzung der Planung an vier Immissionsorten im Bestand zu einer
Überschreitung der Grenzwerte gemäß 16. BImSchV. An den Standorten Deliastraße 19 und Meri-
anstraße 45 werden die Grenzwerte bereits im Bestand geringfügig überschritten. An der Ostfas-
sade des Damianswegs 47 und des Damianswegs 49 kommt es zu einer erstmaligen Überschrei-
tung.
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An den Südfassaden der Deliastraße 19 liegt im Planfall tagsüber eine Überschreitung der Immis-
sionsgrenzwerte zwischen 5,9 dB(A) und 6,4 dB(A), zur Nachtzeit zwischen 6,6 dB(A) und
7,1 dB(A) vor. Für die Ostseite der Merianstraße 45 kommt es zu einer Überschreitung von
3,6 dB(A) tags und 4,3 dB(A) nachts. Für den Damiansweg 47 wurde für den Tagzeitraum eine
Überschreitung von 0,9 dB(A) bis 2,3 dB(A), sowie einer Überschreitung von 1,4 dB(A) bis
2,8 dB(A) errechnet. Für den Damiansweg 49 wurde für den Tageszeitraum eine Überschreitung
zwischen 1,2 dB(A) und 2,3 dB(A), für den Nachtzeitraum zwischen 1,7 dB(A) und 2,8 dB(A) ermit-
telt
Die folgende Tabelle zeigt die ermittelten ungerundeten Beurteilungspegel an den umliegenden
Immissionsorten, die durch eine Überschreitung der Grenzwerte nach 16. BImschV betroffen sind
(in Klammern jeweils die Höhe der Grenzwertüberschreitung).
Immissionsort Geschoss Ist-Zustand Plan-Zustand
Tag
dB(A)
Nacht
dB(A)
Tag
dB(A)
Nacht
dB(A)
Deliastraße 19,
Südfassade
EG 60,4
(1,4)
51,2
(2,2)
65,4
(6,4)
56,1
(7,1)
1. OG 60,7
(1,7)
51,4
(2,4)
65,3
(6,3)
56,1
(7,1)
2. OG 60,4
(1,4)
51,2
(2,2)
64,9
(5,9)
55,6
(6,6)
Merianstraße 45,
Ostfassade
EG 60,0
(1,0)
50,8
(1,8)
62,6
(3,6)
53,3
(4,3)
Damiansweg 49,
Ostfassade
EG 54,4
(-)
44,8
(-)
60,2
(1,2)
50,7
(1,7)
1. OG 55,0
(-)
45,5
(-)
61,1
(2,1)
51,6
(2,6)
2. OG 55,4
(-)
45,9
(-)
61,3
2,3)
51,8
(2,8)
Damiansweg 47,
Ostfassade
EG 54,4
(-)
44,7
(-)
59,9
(0,9)
50,4
(2,8)
1. OG 55,1
(-)
45,6
(-)
61,1
(2,1)
51,6
(2,6)
2. OG 55,7
(-)
46,2
(-)
61,3
(2,3)
51,8
(2,8)
In der Konsequenz wurde für diese vier Standorte überprüft, inwieweit die Anforderungen zum
Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Verkehrsgeräusche für schutzbedürftige
Räume gemäß 24. BImSchV eingehalten werden können. Die 24. BImSchV ist für den Fall einer
Überschreitung der Grenzwerte nach 16. BImSchV anzuwenden. Es konnte festgestellt werden,
dass für die vier genannten Gebäude die Anforderungen gemäß 24. BImSchV erfüllt sind. Diese
Gebäude stehen nicht unter Denkmalschutz, so dass etwaige Ertüchtigungsmaßnahmen hinsicht-
lich des Schallschutzes von Fenstern, bzw. Fenstertüren bei den errechneten Maßnahmenpegeln
technisch machbar sind. Für die vier vorgenannten Immissionsorte besteht dementsprechend ein
Anspruch auf passiven Schallschutz, der nach Inkrafttreten des Bebauungsplanes auf Antrag des
jeweiligen Eigentümers hinsichtlich des Vorliegens der tatsächlichen Anspruchsvoraussetzungen
im Einzelfall noch gutachterlich überprüft und bei Bestehen von der Stadt Köln erfüllt wird. Hier
wird sich die Stadt Köln die Unterstützung durch den Erschließungsträger im Hinblick auf die Prü-
fung und Abwicklung des Anspruches bedienen.
Auswirkungen der geplanten Tiefgarage
Im Bereich des südlichen Plangebietes soll zur geordneten Unterbringung des ruhenden Verkehrs
eine Tiefgarage errichtet werden. In der schalltechnischen Untersuchung werden die Immissions-
richtwerte der TA Lärm hilfsweise zur Bewertung der von Tiefgaragenein- und ausfahrten ausge-
henden Immissionen herangezogen, da es für zu Wohnzwecken dienende Tiefgaragen keine
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rechtsverbindliche Beurteilungsgrundlage gibt. Gemäß TA-Lärm gelten für allgemeine Wohnge-
biete Immissionsrichtwerte von 55 dB(A) tags und 40 dB(A) nachts.
Die Berechnungsergebnisse zeigen, dass im Umfeld des Plangebietes die Immissionsrichtwerte
der TA Lärm an allen relevanten Immissionsorten eingehalten werden können. So liegen die maxi-
malen Immissionspegel im Bereich der Bestandsbebauung an den Fassaden der Deliastraße 19
(2. OG) mit 38 dB(A) tags bzw. 31 dB(A) nachts vor.
Für die geplanten Fassaden umliegend zur Tiefgaragenein- bzw. ausfahrt werden Lärmeinwirkun-
gen aufgrund dieser Nutzung von bis zu 53 dB(A) tags und 46 dB(A) nachts ermittelt. Die Immissi-
onsrichtwerte der Geräusche, die durch die Tiefgaragenein- bzw. ausfahrt entstehen, sind an den
Fassaden um die Plangebäude nicht nach TA Lärm zu beurteilen. Die berechneten Pegel werden
bei der Auslegung des passiven Schallschutzes gemäß DIN 4109 bei den Plangebäuden berück-
sichtigt. Bei den Plangebäuden kann durch passive Schallschutzmaßnahmen auf die von der Tief-
garage ausgehenden Schalleinwirkungen reagiert werden.
6.10 Anpflanzen und Erhaltung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Be-
pflanzungen
Um die freiraumplanerische Qualität des öffentlichen als auch privaten Raums zu unterstützen,
werden Festsetzungen zur Grüngestaltung innerhalb des Plangebietes getroffen. Dem erarbeiteten
Grünordnungsplan folgend werden für die allgemeinen Wohngebiete, die öffentlichen Straßenver-
kehrsflächen und die öffentlichen Grünflächen Begrünungsmaßnahmen festgesetzt. Die Festset-
zungen dienen der Berücksichtigung der Belange von Natur und Landschaft sowie der Grüngestal-
tung innerhalb des Plangebietes.
Die verwendeten Kürzel (z. B. BF41) innerhalb der Begründung und Begrünungsfestsetzungen be-
ziehen sich auf die Anlage zur Satzung der Stadt Köln zur Erhebung von Kostenerstattungsbeiträ-
gen gemäß §§ 135a bis 135c BauGB vom 15. Dezember 2011 (Amtsblatt der Stadt Köln Nr. 1 vom
04. Januar 2012). In dieser Anlage sind mit der Angabe von Kürzeln allgemein gültige Qualitäts-
maßstäbe für Begrünungsmaßnahmen der Stadt Köln formuliert.
Begrünung von Tiefgaragen
Aus Gesichtspunkten des Wasserhaushalts (Rückhaltung von Niederschlagswasser) und zur Ver-
besserung des Mikroklimas wird festgesetzt, dass die Dachflächen von Tiefgaragen (TGa) und
Kellergeschossen, soweit sie nicht mit Gebäuden, Wegen, Spielplätzen und sonstigen Nebenanla-
gen überbaut werden, gärtnerisch zu gestalten sind. Die Vegetationstragschicht ist in einer Stärke
von mindestens 60 cm zuzüglich Filter- und Drainschicht auszubilden. Im Bereich der Baumpflan-
zungen (BF 41 / GH 742) ist eine Bodensubstratschicht von mindestens 120 cm zuzüglich einer
Filter- und Drainschicht auszubilden. Der Wurzelraum muss je Baum mindestens 30 m³ betragen.
Notwendige Fensteröffnungen sowie untergeordnete technische Aufbauten der Tiefgarage und des
Kellergeschosses sind von dieser Festsetzung ausgenommen.
Das Dachbegrünungssubstrat ist entsprechend der jeweils bei Eingang des Bauantrages als Richt-
linie eingeführten Fassung der Dachbegrünungsrichtlinien – Richtlinien für die Planung, Bau und
Instandhaltungen von Dachbegrünungen der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung
Landschaftsbau e. V. (FLL) vorzusehen.
Extensive Dachbegrünung
Flachdächer und flach geneigte Dächer mit einer Neigung von bis zu 15 Grad von oberirdischen
Garagen im festgesetzten allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 sowie die Dachflä-
chen von Gebäuden im festgesetzten allgemeinen Wohngebiet WA 1.1 und WA 1.2 sind mit einer
extensiven Dachbegrünung als Sedumgesellschaften (DC1/ NB 6243), Magerrasen (DC 3/ NB
6244), Gräsern (HH 7/ BR 132), und/ oder Stauden (HM 51/ PA 13) und/ oder bodendeckenden
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Gehölzen (BB 1/ GH 411) zu bepflanzen. Die Vegetationstragschicht ist mit einer Stärke von min-
destens 8 cm zuzüglich einer Filter- und Drainschicht herzustellen. Ausgenommen hiervon sind
Dachterrassen und technische Aufbauten, die auf maximal 20 % der jeweiligen Dachfläche zuläs-
sig sind. Photovoltaikelemente sind über der Dachbegrünung zulässig.
Das Dachbegrünungssubstrat ist entsprechend der jeweils bei Eingang des Bauantrages als Richt-
linie eingeführten Fassung der Dachbegrünungsrichtlinien – Richtlinien für die Planung, Bau und
Instandhaltungen von Dachbegrünungen der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung
Landschaftsbau e. V. (FLL) vorzusehen.
Die Dachbegrünung trägt ebenfalls zu einer Verbesserung des Retentionsvermögens sowie einer
Verbesserung des Mikroklimas bei. Im Sinne der Nutzung erneuerbarer Energiequellen und des
Klimaschutzes sind Photovoltaikelemente oberhalb der Dachbegrünung zulässig.
Baumpflanzungen
In der Planzeichnung werden insgesamt 42 Bäume zur Pflanzung innerhalb der allgemeinen
Wohngebiete festgesetzt, hiervon sechs jeweils in der Mitte der einzelnen Hofstrukturen im allge-
meinen Wohngebiet WA 2, 16 innerhalb der Freiraumachse, sieben im Bereich des Platzes zwi-
schen geplanter Kita und Georgshof, acht auf der Platzfläche im zentralen Bereich des WA 1.1 so-
wie fünf südöstlich der geplanten Mehrfamilienhausbebauung (Stellplatzbegrünung). Um eine aus-
reichende Flexibilität in der Ausführungsphase des Bauvorhabens einzuräumen, wird festgesetzt,
dass diese Bäume um bis zu 5 m von dem festgesetzten Standort abweichen dürfen.
Um eine Begrünung des Straßenraums vorzubereiten, wird im Bebauungsplan festgesetzt, dass
innerhalb der festgesetzten Straßenverkehrsfläche (Damiansweg) als strukturgebendes Element
mindestens 15 Bäume (BF 31/GH 741) zu pflanzen sind. Ebenso sind innerhalb der festgesetzten
Straßenverkehrsfläche besonderer Zweckbestimmung „Verkehrsberuhigter Bereich“ mindestens
15 Bäume (BF 31/GH 741) zu pflanzen.
Innerhalb der festgesetzten öffentlichen Grünflächen sind mindestens 3 Bäume 1. Ordnung und
mindestens 7 Bäume 2. Ordnung (BF 41/ GH 742 und/ oder BF 31/ GH 741) zu pflanzen. Auf min-
destens 10 % der Fläche sind Sträucher (BB 1/ GH 51) anzupflanzen. Gemäß der angestrebten
Nutzung sind Wiesen- und Rasenflächen, Spielflächen mit unterschiedlicher Oberflächenausprä-
gung, Spielgeräten, Wege, Abfallbehälter, Leuchten, Stufen und Sitzbänke zulässig.
Die Anpflanzung der Bäume wird dem vorhandenen Ortsbild gerecht und greift dieses auf. In den
Sommermonaten dienen die Bäume zur Verschattung und wirken sich positiv auf das Mikroklima
im Plangebiet aus.
Im Bebauungsplan wird festgesetzt, dass in den allgemeinen Wohngebieten je fünf angefangene
oberirdische Stellplätze ein Baum zu pflanzen ist. Mit der Festsetzung wird das Ziel verfolgt, eine
dem städtebaulichen Wettbewerbsergebnis entsprechende und dem Ortsbild der Umgebung ange-
passte Durchgrünung des Quartiers sicherzustellen. Bei der Umsetzung der Festsetzung ist darauf
Wert zu legen, dass insgesamt eine ansprechende Begrünung der an die öffentlichen und öffent-
lich nutzbaren Flächen angrenzenden privaten Freiräume entsteht. Dabei können auch Stellplatz-
pakete mit mehr als fünf Stellplätzen umgesetzt werden (im städtebaulichen Konzept sind bis zu 7
Stellplätze vorgesehen), wenn unter Berücksichtigung der Festsetzung die Anzahl der Baumpflan-
zungen insgesamt der Stellplatzzahl Rechnung trägt und eine ausgewogene Begrünung der Frei-
räume gewährleistet ist. Auf Grundlage des städtebaulichen Konzeptes ergibt sich mit der getroffe-
nen Festsetzung die Erforderlichkeit von insgesamt rund 30 Baumpflanzungen. Da es sich bei der
Planung um einen projektbezogenen Angebotsbebauungsplan handelt, kann im städtebaulichen
Vertrag die Anpflanzung der erforderlichen Bäume auf Basis eines Begrünungskonzeptes mit den
Investoren geregelt und die erstmalige Anpflanzung somit standortbezogenen gesichert werden.
Die durch entsprechende Kennzeichnung in der Planzeichnung festgesetzten Bäume sind auf die
gemäß den textlichen Festsetzungen in den jeweiligen Bereichen zu pflanzenden Bäumen anzu-
rechnen.
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Begrünung im Bereich von privaten Grünflächen - Rasenfläche mit Baumpflanzungen
Die in der Planzeichnung festgesetzte private Grünfläche ist als Rasenfläche auszubilden und mit
insgesamt mindestens 16 Bäume (BF 41/GN 742) gemäß den in der Planzeichnung festgesetzten
Standorten zu bepflanzen. Die Ausbildung von Versickerungsmulden ist zulässig. Diese Festset-
zung entspricht der vorgesehenen Ausbildung der begrünten Freiraumachse und ermöglicht die
Entwässerung der angrenzenden Grundstücke.
Baumerhalt
Im Nordosten des Plangebietes werden entlang der Mercatorstraße insgesamt zehn Bäume zum
Erhalt festgesetzt. Diese sind Bestandteil einer im Alleenkataster des LANUV verzeichneten ge-
schützten Allee und unterliegen dem gesetzlichen Schutz von § 41 Landesnaturschutzgesetz NRW
(LNatSchG NRW).
Flächen zur Anpflanzung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen
Im Plangebiet werden zwei Flächen zur Anpflanzung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Be-
pflanzungen festgesetzt. Hierbei handelt es sich zum einen um die Platzfläche als südlichen Ab-
schluss der begrünten Freiraumachse (P 1). Mindestens 50 % dieser Fläche sind als Vegetations-
fläche, anzulegen. Die Vegetationsflächen sind mit einer Vegetation aus Stauden, Gräsern oder
Rasen (HM 51/ PA 13 und PA 311) zu bepflanzen. Mit dieser Festsetzung werden die Nutzung die-
ser Fläche als Aufenthalts- und Versammlungsort sowie ein fließender Übergang der nördlich an-
grenzenden öffentlichen Grünflächen zu den umliegenden allgemeinen Wohngebieten vorbereitet.
Zum anderen wird entlang des Kreuzungsbereiches Merianstraße im Süden des Plangebietes fest-
gesetzt, dass innerhalb der mit P 2 gekennzeichneten Fläche eine Baumhecke (BD51 (GH 4431))
mit geringem Baumholz aus standortgerechten und einheimischen Arten zu entwickeln ist. Hier-
durch soll die geplante Bebauung von der stark befahrenen Merianstraße optisch abgeschirmt wer-
den. Zugleich wird hierdurch ein Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas und der Luftqualität so-
wie zum Abfangen des Höhengefälles zur Merianstraße geleistet.
Flächen zur Anpflanzung/ zum Erhalt von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen
Entlang der östlichen Plangebietsgrenze wird die geplante Wohnbebauung von der parallel verlau-
fenden Mercatorstraße durch Baum- und Strauchbewuchs optisch abgeschirmt. Dieser Bereich
wird als Fläche zum Erhalt/ zur Anpflanzung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzun-
gen festgesetzt. Die vorhandenen Grünstrukturen sind soweit möglich zu erhalten. Sofern ein Er-
halt zum Beispiel aufgrund notwendiger Geländeaufschüttungen nicht möglich ist, sind die abge-
henden Bäume und Sträucher gleichwertig zu ersetzen.
Zweckfremde Nutzungen
Im Sinne einer offenen und ansprechenden Gestaltung wird festgesetzt, dass Heizzentralen und
Trafostationen innerhalb der festgesetzten Fläche zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von
Boden, Natur und Landschaft sowie der festgesetzten öffentlichen und privaten Grünfläche nicht
zulässig sind.
6.11 Ausgleichmaßnahmen
Die angestrebte bauliche Entwicklung im Plangebiet stellt einen Eingriff in Natur und Landschaft
dar, der im Sinne der gesetzlichen Eingriffsregelung gemäß § 1a Abs. 3 BauGB auszugleichen ist.
Der Ausgleich erfolgt zum Teil intern im Plangebiet. Hierfür wird die im Norden des Plangebietes
vorgesehene Ortsrandeingrünung in der Planzeichnung als Fläche zum Schutz, zur Pflege und zur
Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft festgesetzt (Ausgleichfläche A 1). Diese ist als Ex-
tensivgrünland (EA 1/ LW 41111) mit standortgerechten Einzelbäumen (BF 31/ GH741) und kleine-
ren Gehölzgruppen (BB1/GH51) auszubilden. Maximal 10 % der Maßnahmenfläche sind für die
Bepflanzung mit Einzelbäumen und Gehölzgruppen zulässig. Die Einzelbäume und Gehölzgrup-
pen sind im südlichen Bereich der Fläche anzuordnen. Die verbleibenden ≥ 90 % Anteil der Maß-
nahmenfläche sind mit einer standortgerechten, artenreichen Saatgutmischung mit autochthonem
Saatgut als extensives Grünland dauerhaft zu entwickeln und zu pflegen.
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Mit der Gestaltung dieser Fläche wird ein ansprechender und harmonischer Siedlungsabschluss
und Übergang zu den nördlich angrenzenden Freiflächen geschaffen. Ziel ist es, durch diese quali-
tative Aufwertung der Fläche einen Beitrag zu den mit der Planung einhergehenden Eingriffen in
Boden, Natur und Landschaft zu leisten. Zugleich werden die Festsetzungen der Anforderungen
an den Artenschutz (vorwiegend Offenlandarten) gerecht.
Da ein vollständiger Ausgleich innerhalb des Plangebietes nicht erfolgen kann, wird ein externer
Ausgleich notwendig. Zur Ermittlung des Ausgleichbedarfes wurde im Verfahren eine Eingriffs-
Ausgleichbilanzierung nach dem Bewertungsverfahren Ludwig und Sporbeck/ Köln Code durchge-
führt. Die Flächen, in denen Eingriffe ausgleichspflichtig sind, sind im Bebauungsplan als aus-
gleichspflichtiger Eingriffsbereich markiert. In der Bilanz des ausgleichspflichtigen Eingriffsberei-
ches wird der ökologische Wert des Bestandes mit insgesamt 404.185 Biotopwertpunkten (WP)
beziffert. Für die Planung ergibt sich ein ökologischer Wert von 85.159 WP, was im Ergebnis ein
Defizit von 319.029 WP ergibt. Durch Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen außerhalb des
ausgleichspflichtigen Eingriffsbereichs innerhalb des Plangebietes kommt es zu einer Aufwertung
von 42.744 WP. Der restliche Ausgleichsbedarf wird mit Hilfe einer externen Ausgleichsmaßnahme
ausgeglichen. Bei einer Aufwertung einer Ackerfläche (6 WP/m²) in eine Fettwiese (15 WP/m²)
ergibt sich eine Aufwertung um 9 WP/m². Zum vollständigen Ausgleich des aufgeführten Defizits
ergibt sich somit ein Flächenbedarf zum externen Ausgleich von rund 31.000 m².
Für den externen Ausgleich wird eine Teilfläche des Flurstücks 181, Flur 43, Gemarkung Worrin-
gen herangezogen (externe Ausgleichsfläche eA1). Die Realisierung und der Erhalt der Aus-
gleichsmaßnahmen werden im Rahmen des städtebaulichen Vertrags bindend rechtlich gesichert.
Auf den städtischen Grundstück Gemarkung Worringen, Flur 43, Teilstück aus Flurstück 181 wird
folgende externe Ausgleichsmaßnahmen für die Eingriffe in den einzelnen Baugebieten hergestellt:
Maßnahme eA1: Anlage einer extensiven Fettwiese - EA1/LW41111 - auf 32.485 m² des Flur-
stücks 181, Flur 43, Gemarkung Worringen. Die Durchführung und Kostentragung der Maßnahme
eA1 in Bezug auf die Eingriffe durch die festgesetzten allgemeinen Wohngebiete (WA 1.1, WA 1.2
und WA 2) sowie der Planstraßen werden im städtebaulichen Vertrag geregelt.
Durch die Realisierung der Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen innerhalb und außerhalb des
Plangebietes kann das Defizit vollständig ausgeglichen werden.
6.12 Geplante Höhenlage
Mit Umsetzung des Bebauungsplans ist die Geländestruktur im Plangebiet zu überarbeiten. Auf-
grund der geplanten Anschlüsse an den Damiansweg sowie zur Gewährleistung der Entwässerung
des Plangebiets ist großenteils eine Anhebung des Geländes erforderlich. Im Bebauungsplan wer-
den neue Geländehöhen durch Höhenpunkte im Straßenraum festgesetzt. Diese basieren auf der
für das Vorhaben vorgenommenen Erschließungsplanung. Zur Bestimmung der im übrigen geplan-
ten Geländehöhen ist zwischen den festgesetzten geplanten Straßenhöhen zu interpolieren.
Die bauordnungsrechtlichen Bestimmungen zu Aufschüttungen und Abgrabungen gemäß BauO
NRW bleiben von der Festsetzung unberührt. Sie sind auf die neuen Geländehöhen anzuwenden.
Die im Bebauungsplan festgesetzten neuen Geländehöhen sind maßgeblich für die Abstandsflä-
chenberechnung nach § 6 BauO NRW und die Bestimmung der Vollgeschosse nach § 2 Abs. 5
BauO NRW.
7. Bauordnungsrechtliche Festsetzungen
Im Bebauungsplan werden örtliche Bauvorschriften (gestalterische Festsetzungen gemäß § 89
BauO NRW) getroffen. Diese dienen dazu, eine einheitliche und harmonische Gestaltung des ge-
planten Quartiers zu erreichen. Es werden Regelungen zu Einfriedungen, Dachformen, Satelliten-
schüsseln und Mobilfunkanlagen, zu Standorten für Abfallbehälter und Wertstofftonnen sowie zu
Nebengebäuden getroffen.
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7.1 Einfriedungen
Um die Entstehung offener und durchgängiger Vorgartenzonen zu gewährleisten, sind Grundstück-
seinfriedungen im Bereich der Vorgärten unzulässig. Zur Unterstützung eines harmonischen Orts-
bildes des Wohngebiets sind Grundstückseinfriedungen der privaten Grundstücke im Übrigen nur
in Form von Draht- oder Stabgitterzäunen bis zu einer Höhe von 1,20 m über der Geländeoberflä-
che gemäß § 2 Abs. 4 BauO NRW und von standortgerechten Laubgehölzhecken bis zu einer
Höhe von 1,80 m gemäß § 2 Abs. 4 BauO NRW zulässig. Eine Kombination aus Zäunen und He-
cken ist zulässig.
Im festgesetzten allgemeinen Wohngebiet WA 2 sind Einfriedungen entlang der Grundstücksgren-
zen zu der festgesetzten Fläche zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur
und Landschaft in Form von Draht- oder Stabgitterzäunen mit einer Höhe von mindestens 1,6 m
über der Geländeoberfläche gemäß § 2 Abs. 4 BauO NRW 2018 zu errichten. Durch diese Fest-
setzung wird eine ökologisch sinnvolle Abschirmung dieser Fläche zu der benachbarten Wohnbe-
bauung vorbereitet.
Für den Außenbereich der Kita ist gemäß städtebaulichem Konzept eine Einfriedung durch einen
rund 1 m hohen Mauersockel mit hierauf aufbauender Pergola-Konstruktion vorgesehen. Im Be-
bauungsplan wird daher für die überbaubare Grundfläche, die für die Errichtung der Kita vorgese-
hen ist (in der Planzeichnung mit gekennzeichnet) festgesetzt, dass in diesem Bereich auch die
Einfriedung von Außenbereichen in Form von Mauern bis zu einer maximalen Höhe von 1,2 m zu-
lässig ist. Die genaue Verortung des Außenbereiches der Kita wird über den Bebauungsplan nicht
abschließend definiert, wird sich jedoch innerhalb der entsprechenden überbaubaren Grundfläche
befinden.
7.2 Dachformen
Das Erscheinungsbild von Baugebieten wird wesentlich durch die Ausprägung der Dachflächen
bestimmt. Innerhalb der allgemeinen Wohngebiete WA 1.1 und WA 1.2 ist als Dachform das Flach-
dach mit einer Dachneigung von höchstens 5 Grad zulässig. Diese Festsetzung hat zum einen
stadtgestalterische Gründe, da ein einheitliches Quartiersbild sowie ein harmonischer Übergang zu
der gegenüberliegenden Bebauung am Damiansweg sichergestellt wird. Zum anderen begünstigt
die Festsetzung der Flachdächer die gewünschte Dachbegrünung. Für das allgemeine Wohnge-
biet WA 2 werden Satteldächer festgesetzt. Durch die Festsetzung der Firstrichtung in der Plan-
zeichnung wird eine traufständige Ausrichtung der Dachgiebel vorgegeben. Auch diese Festset-
zung erfolgt mit dem Ziel eines optimalen Einfügens in die städtebauliche Umgebung.
7.3 Satellitenschüsseln und Mobilfunkanlagen
Des Weiteren wird festgesetzt, dass Satellitenschüsseln nur auf dem Dach zulässig und Mobilfunk-
anlagen auf dem Dach nicht zulässig sind. Die Festsetzungen dienen ebenfalls der Sicherung ei-
nes angemessenen Erscheinungsbildes des neuen Quartiers.
7.4 Standorten für Abfallbehälter und Wertstofftonnen
Darüber hinaus erfolgt eine Festsetzung für Standorte von Abfallbehältern und Wertstofftonnen.
Diese sind einzuhausen oder durch Laubgehölzschnitthecken einzufassen. Mit dieser Festsetzung
wird ebenfalls ein angemessenes Erscheinungsbild des Baugebietes gesichert.
7.5 Nebengebäude
Im Sinne eines harmonischen und geordneten Erscheinungsbildes der Freiräume wird außerdem
festgesetzt, dass Nebengebäude im Sinne der § 14 BauNVO und § 2 Abs. 2 BauO NRW (Neben-
anlagen, die Gebäude im Sinne der BauO NRW sind) nur mit Flachdächern oder flach geneigten
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Dächern bis max. 10 Grad Dachneigung errichtet werden dürfen. Die maximale zulässige Wand-
höhe für derartige Nebengebäude wird auf 3,00 m beschränkt, um eine optische Dominanz dieser
Gebäude zu vermeiden.
8. Städtebauliche Kennziffern
Größe des Plangebiets ca. 71.354 m²
Allgemeines Wohngebiet ca. 52.073 m²
Maßnahmenfläche (Ortsrandeingrünung) ca. 4.183 m²
BGF über alle Baufelder ca. 26.871 m²
− BGF Wohnen ca. 38.364 m²
− BGF Gemeinbedarf (Kita) ca. 936 m²
Anzahl der geplanten WE ca. 370
davon in Mehrfamilienhäusern ca. 245
davon Einfamilienhäuser ca. 125
davon öffentlich gefördert ca. 185
Grünflächen ca. 3.351 m²
davon öffentlich ca. 2.546 m²
davon privat (Freiraumachse) ca. 805 m²
Verkehrsfläche ca. 11.747 m²
davon öffentlich (Damiansweg) ca. 6.741 m²
davon öffentlich (verkehrsberuhigt) ca. 5.006 m²
9. Planverwirklichung
Der Stadtentwicklungsausschuss des Rates der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 09.11.2017
den Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans – Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven/
Weiler – gefasst. Zur Realisierung der Ziele des Bebauungsplanes innerhalb angemessener Frist
sowie zu Kostenübernahmen sollen Regelungen in einem städtebaulichen Vertrag und in einem
Erschließungsvertrag mit den Investorinnen getroffen werden.
9.1 Städtebaulicher Vertrag und Erschließungsvertrag
Der Erschließungsvertrag wird Regelungen zur Planung und Herstellung der Verkehrsflächen
sowie der öffentlichen Grünfläche mit Spielfläche umfassen. Die getroffenen Regelungen werden
mit einer Bürgschaft zugunsten der Stadt Köln gesichert.
Der städtebauliche Vertrag wird Vereinbarungen zu folgenden Themen enthalten:
- zeitnahe Schaffung von Wohnraum inkl. sozial gefördertem Wohnungsbau,
- Herstellung einer Kindertagestätte,
- verschiedene, einzuräumende Geh-, Fahr- und Leitungsrechte,
- interne Ausgleichsmaßnahmen und private Grünflächen,
- externe Ausgleichsmaßnahmen,
- Mobilitätsmanagement zur Reduzierung der Stellplätze,
- Schallschutz nach 16. BImSchV,
- Kostentragung und Vertragsstrafe.
9.2 Kosten der Stadt Köln
Die Kosten aller Maßnahmen tragen die Investorinnen. Der Stadt Köln entstehen keine Kosten.
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10. Umweltbericht
A Einleitung
Für das Bebauungsplanverfahren wird eine Umweltprüfung gemäß § 2 Absatz 4 Baugesetzbuch
(BauGB) für die Belange nach § 1 Absatz 6 Nummer 7 und § 1a BauGB durchgeführt. Die Ergeb-
nisse werden in einem Umweltbericht gemäß § 2a BauGB und der Anlage 1 zum BauGB darge-
stellt.
10.1Darstellung des Inhalts und wichtigster Ziele des Bauleitplanes
Vor dem Hintergrund der starken Nachfrage nach städtischem Wohnraum bietet das Plangebiet
am Damiansweg im Stadtteil Volkhoven / Weiler die Möglichkeit ein an bereits vorhandene Wohn-
quartiere angrenzendes neues Wohnquartier zu schaffen. Dabei sieht das Bebauungskonzept die
Ansiedlung von Geschosswohnungsbau im südlichen Teil sowie die Errichtung von Einfamilien-,
Reihen- und Doppelhäusern im nördlichen Teil vor. Im westlichen Teil des Plangebietes ist ein
Standort für eine Kindertagesstätte vorgesehen. Ferner entsteht im Inneren des Plangebietes eine
öffentliche Grünfläche, in der eine größere Teilfläche als öffentliche Kinderspielfläche ausgewiesen
wird. Wegeverbindungen innerhalb des Plangebietes in Nord-/ Südrichtung wie auch in West-/Ost-
richtung sichert eine Anbindung an die benachbarten Stadt- und Landschaftsräume.
Durch die Neuaufstellung des Bebauungsplanes Nr. 62547/02 mit dem Arbeitstitel „Damiansweg in
Köln-Volkhoven/ Weiler“ sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung eines
Neubaugebietes mit rund 370 Wohneinheiten geschaffen werden. Es soll eine städtebaulich und
freiraumplanerisch qualitätvolle Bebauung bei einer gleichzeitig guten Ausnutzung des Grundstü-
ckes sichergestellt werden.
Das Plangebiet weist eine Gesamtfläche von gut 7,1 Hektar auf. Das Plangebiet wird begrenzt
durch die angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen im Norden, den Damiansweg im Westen, die
Mercatorstraße im Osten und die Merianstraße im Süden.
10.2Bedarf an Grund und Boden
Tabelle Nr. 001 Flächengegenüberstellung – Bestandsnutzung/geplantes Vorhaben (Bilanzierung
gemäß GOP zum B-Plan vom 20.11.2019 )
Bestandsnutzung
(Stand 20.11.2019)
in m² geplante Vorhaben
(Stand 20.11.2019)
in m²
- 0 Baumheckenartiger Gehölzstreifen an Straßen
(Pflanzgebot / Merianstraße)
175
- 0 Glatthaferwiese mäßig trocken bis frisch (90 % der
nördlichen Ausgleichsfläche (Fläche für Entwick-
lung von Natur und Landschaft)
3.764
- 0 Baumreihen mit mittleren Baumholz (10 % der
nördlichen Ausgleichsfläche (Fläch e für Entwick-
lung von Natur und Landschaft)
418
Feldgehölz 2.709 Feldgehölz / Flächen zum Erhalt und zur Anpflan-
zung (Vegetationsflächen westlich der Mercator-
straße (Pflanzerhalt / Restbestand Mercatorstraße /
Merianstraße (786+686)
1.472
Baumreihen/inner-städtisches
Begleitgrün
1.770 Baumreihen / innerstädtisches Begleitgrün (Park-
anlagen / Verkehrswege) (204 + 180)
- 29 -
/ 30
384
- - Baumreihen/Gruppen im WA 1.1, WA 1.2 WA 2
(30+24+180)
234
- - Öffentlichen Grünfläche, Zweckbestimmung öffent-
liche Parkanlage / öffentliche Spielfläche/private
Grünanlagen/ GF 1 -Fläche
4.465
Intensivfettwiese (Pferdekoppel) 7.930 -
Landwirtschaftliche Nutzung,
hier:
Acker
49.443 -
Ackerrain mit Wildkrautflur 1.771 -
Fahr- und Feldwege, unversie-
gelt
869 -
Verkehrsfläche (Straße), versie-
gelt
6.856 Öffentliche Verkehrsflächen besonderer Zweckbe-
stimmung/ Öffentliche Verkehrsfläche (Damians-
weg)
11.563
- - Blockbebauung - Allgemeines Wohngebiet WA 1.1
mit Tiefgarage, GRZ von 0 4 gemäß B -Plan
(5.411+7.643+3.822)
16.876
- - Blockbebauung - Allgemeines Wohngebiet WA 1.2,
GRZ von 0 5 gemäß B -Plan
(1.062+2.172+1.085)
4.319
Reihenhausbebauung mit kleinen Gärten - Allge-
meines Wohngebiet (WA 2,), mit GRZ 0,45 (bis
50% Überschreitung möglich.
(8.358+12.880+6.440)
27.678
Plangebiet gesamt (Geltungs-
bereich des Bebauungspla-
nes)
71.348 71.348
10.3Darstellung der in einschlägigen Fachgesetzten und Fachplänen festge-
legten Ziele des Umweltschutzes
Als Ziele des Umweltschutzes werden die einschlägigen Gesetze, Rechtsverordnungen, Erlasse,
Verwaltungsvorschriften und "Technischen Anleitungen" zugrunde gelegt, die für die jeweiligen
Schutzgüter in Bauleitplan-Verfahren anzuwenden sind. Die EU-Schutzziele finden sich im We-
sentlichen umgesetzt im deutschen Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG, Luftreinhaltepla-
nung, Lärmminderung) und seinen Verordnungen, dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatschG –
Arten-, Landschafts- und Biotopschutz), dem Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG – Boden-
schutz, Schutz vor bzw. Umgang mit schädlichen Bodenveränderungen) und seiner Verordnung,
dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) sowie dem Denkmalschutzgesetz (DSchG). Auf Landes-
ebene greifen weitere Regelungen wie die Geruchsrichtlinie Nordrhein-Westfalen (GIRL – Beurtei-
lung von Gerüchen), das Landesnaturschutzgesetz (LNatSchG NRW), das Landeswassergesetz
Nordrhein-Westfalen (LWG NRW – Schutz des Grundwasserdargebotes) sowie Verordnungen auf
Ebene der Bezirksregierungen wie Wasserschutzzonen-Verordnungen.
- 30 -
/ 31
Auf kommunaler Ebene werden die Baumschutzsatzung und der Landschaftsplan der Stadt Köln
berücksichtigt. Die Ziele des Umweltschutzes werden bei der Beschreibung und Bewertung der
einzelnen Schutzgüter näher beschrieben.
Grenzüberschreitende Auswirkungen von Bebauungsplänen oder Flächennutzungsplan-Änderun-
gen sind in Köln aufgrund der Lage in großem Abstand zu Landesgrenzen nicht zu erwarten.
Raumbedeutsame Planungen werden mit den angrenzenden Gemeinden abgestimmt.
B Beschreibung und Bewertung der erheblichen Umweltauswirkun-
gen
10.4.Grundlagen
Die Untersuchungstiefe der Umweltprüfung orientiert sich in Übereinstimmung mit der Formulie-
rung in § 2 Abs. 4 Satz 3 BauGB an den Festsetzungen des Bebauungsplanes 62547/02 Arbeitsti-
tel: „Damiansweg in Köln- Volkhoven/ Weiler“. Geprüft wird, welche erheblichen Auswirkungen
durch die Umsetzung des Bebauungsplanes auf die Umweltbelange entstehen können und welche
Einwirkungen auf die geplanten Nutzungen im Geltungsbereich aus der Umgebung erheblich ein-
wirken können. Hierzu werden vernünftigerweise regelmäßig erhebliche anzunehmende Einwir-
kungen geprüft, nicht jedoch außergewöhnliche und nicht vorhersehbare Ereignisse.
Da konkretisierbare Vorhaben noch nicht bekannt sind, beinhaltet diese Prüfung nicht die Untersu-
chung von Auswirkungen der Bauphase. Es werden durch die Umsetzung der Planung keine
Techniken oder Stoffe eingesetzt und verwendet, die zu erheblichen nachteiligen Umweltauswir-
kungen führen werden.
Des Weiteren werden bei Vorliegen mehrerer Planungen in räumlicher Nähe kumulierende Um-
weltauswirkungen beschrieben.
10.4.1 Beschreibung derzeitiger Umweltzustand (Basisszenario)
Nutzungen im Bestand
Das Plangebiet befindet sich in Stadtteil Volkhoven/Weiler im Nordwesten von Köln. Die heute
überwiegend landwirtschaftlich genutzten Flächen werden im Osten durch die überörtliche Merca-
torstraße, im Westen durch die Straße Damiansweg begrenzt. Im Süden begrenzen die Merian-
straße sowie die Kreuzung mit der Mercatorstraße das Plangebiet.
Die landwirtschaftlich genutzten Flächen werden überwiegend als Ackerflächen bewirtschaftet. Im
Süden des Plangebietes befinden sich extensiv genutzte Weideflächen, die als Pferdekoppeln ge-
nutzt werden.
Im Norden schließen weitere landwirtschaftlich genutzte Ackerflächen an die im Plangebiet vorhan-
denen Ackerflächen an. Die Straße „Damiansweg“ dient der verkehrlichen Erschließung der beste-
henden Wohnquartiere westlich des Plangebietes. Der das Plangebiet mittig von Westen nach Os-
ten querende öffentliche Fuß- und Radweg (Pleißesteig) verbindet die benachbarten Wohnquartie-
ren in Volkhoven/Weiler mit den östlich der Mercatorstraße gelegenen Stadtquartieren von Chor-
weiler.
Die an das Plangebiet angrenzenden Straßen dienen der überörtlichen städtischen Erschließung.
Derzeitige planungsrechtliche Situation
Der aktuelle Flächennutzungsplan der Stadt Köln sieht eine Wohnbauentwicklung zur Ortsabrun-
dung vor, davon ausgenommen ist der nördliche Teil des Plangebietes.
- 31 -
/ 32
Ausgenommen einer Fläche von ca. 4200 m² im Norden des Plangebietes ist das Plangebiet im
gültigen Landschaftsplan der Stadt Köln (Stand 07.11.2017) mit dem „Entwicklungsziel 8: Zeitlich
begrenzte Erhaltung bis zur Realisierung der Bauleitplanung“, dargestellt, die langfristig auch eine
bauliche Entwicklung zulässt. Das Plangebiet wird im Osten, Süden und Westen planungsrechtlich
von Flächen des Innenbereichs umgeben. Es grenzen mittel- und unmittelbar sowohl Wohngebiete
wie auch durch gemischte Nutzungen und gewerbliche Nutzungen (östlich der Mercatorstraße) an
das Plangebiet an. Lediglich die nördliche Plangebietsgrenze wird durch den angrenzenden Land-
schaftraum Weiler definiert. Dieser ist planungsrechtlich als Landschaftsschutzgebiet L5 „Freiraum
und Grünverbindung am Blumberg, Chorweiler und Seeberg bis Esch“ festgesetzt.
Im Flächennutzungsplan von 1984 wurde das Plangebiet bereits als Mischbaufläche dargestellt. Im
Rahmen der 4. Fortschreibung des Flächennutzungsplanes „Köln-West“ im Jahr 2010/2011 wurde
die Darstellung in eine Wohnbaufläche geändert. Somit hat bereits in vorgeschalteten Planverfah-
ren eine Abwägung zugunsten des Standortes „Damiansweg“ als bebaubare Entwicklungsfläche
stattgefunden. Daher wurden alternative Standorte auf der Ebene des Bebauungsplanverfahrens
nicht geprüft.
Die ca. 4.200 m² im Norden des Plangebietes befinden sich innerhalb des Landschaftsschutz-ge-
bietes (LSG) L 5 „Freiraum und Grünverbindung um Blumberg, Chorweiler und Seeberg bis Esch“
der Stadt Köln. Ziel der Ausweisung und der vorgegebenen Festsetzungen sind der Erhalt und die
Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes, insbesondere durch die Sicherung
kleinklimatischer wichtiger Grünverbindungen im Bereich von Siedlungsstrukturen und Pufferung
ökologisch wertvoller Bereiche.
10.4.2 Beschreibung des Umweltzustandes bei Nichtdurchführung der Pla-
nung (Nullvariante)
Bei Nichtdurchführung der geplanten Wohnbebauung östlich des Damianswegs würden die nicht
versiegelten Flächen auch weiterhin ackerbaulich bzw. als Pferdekoppeln genutzt. Die versiegelten
Erschließungsflächen, d. h. der Damiansweg und der das Plangebiet von Westen nach Osten que-
rende Fuß- und Radweg mit Anbindung an die Mercatorstraße blieben ebenfalls in ihrer heutigen
Ausprägung und Nutzung erhalten. Gleiches gilt für die entlang der Mercatorstraße und der Meri-
anstraße vorhandenen Gehölze und den straßenbegleitenden Baumbestand.
Aufgrund der intensiven ackerbaulichen Nutzung im Plangebiet besteht ein latentes Risiko, dass
es dauerhaft zu erhöhten Nährstoffeinträgen in das Grundwasser kommen kann.
Planungsrechtliche Situation
Die derzeit bestehende planungsrechtliche Situation wäre auch bei Nichtdurchführung der beab-
sichtigten Planung weiterhin gegeben, da im gültigen Landschaftsplan der Stadt Köln (Stand
07.11.2017) das Plangebiet mit dem „Entwicklungsziel 8“ dargestellt ist und der Flächennutzungs-
plan ebenfalls im Wesentlichen eine Wohnbauentwicklung vorgibt.
Ferner ist eine Bebauung nach § 34 BauGB nicht möglich, da die Fläche des Plangebietes pla-
nungsrechtlich dem Außenbereich § 35 BauGB zuzuordnen ist.
10.4.3 Prognose über die Entwicklung des Umweltzustands bei Durchfüh-
rung der Planung
Die Planung sieht die Errichtung eines neuen Wohnquartiers auf heute überwiegend von der Land-
wirtschaft genutzten unversiegelten Flächen vor.
Die Durchführung der Planung zieht eine Zunahme der Flächenversiegelung wie auch eine Erhö-
hung des heute vorhandenen Verkehrsaufkommens nach sich. Aufgrund des erhöhten Verkehrs-
aufkommens ist potentiell auch von lärmbedingten Einwirkungen auf das Plangebiet wie auch
lärmbedingten Auswirkungen durch die Planung auf die benachbarten Wohnquartiere auszugehen.
- 32 -
/ 33
Eine Veränderung des Tier- und Pflanzenspektrums ist sehr wahrscheinlich. Nach Realisierung der
Planung stehen größere zusammenhängende Offenlandflächen nicht mehr zur Verfügung.
Das Orts- bzw. Landschaftsbild wird sich aufgrund der baulichen Entwicklung verändern. Während
heute weitläufige Ackerflächen und eine Pferdekoppel mit umgebenden Erschließungsstraßen dem
Betrachter das Bild einer offenen Stadtrandlage vermittelt, wird ein durch mehrgeschossige Wohn-
häuser sowie durch Einfamilienreihen- und –doppelhäuser bestimmter, städtischer Raum entste-
hen.
Die vorhandenen straßenbegleitenden Baum- und Strauchpflanzungen entlang der Mercatorstraße
und Merianstraße können teilweise in die künftig entstehenden Grünflächen integriert werden.
Um den Ansprüchen an ein gesundes Wohnumfeld und den Bedürfnissen nach wohnungsnahen
Erholungs- und Spielmöglichkeiten nachzukommen, werden innerhalb des Plangebietes eine grö-
ßere zusammenhängende öffentliche Spielfläche sowie öffentliche und private von der Allgemein-
heit nutzbare Grünflächen geschaffen. Daneben sieht die Planung private nutzbare Spiel- und Frei-
flächen vor.
Die Durchgrünung des Quartiers ist durch die Anpflanzung von Einzelbäumen, Baumreihen und -
gruppen vorgesehen. Im Norden wird der dort vorgesehenen Reihenhausbebauung mit privaten
Gärten ein ca. 25 m Grünkorridor mit extensiven Wiesenflächen und Gehölzen vorgelagert. Dieser
sogenannte „grüne Puffer“ bildet den neuen im Landschaftsschutzgebiet befindlichen durchgrünten
Ortsrand.
10.5 Umweltbelange gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 7 Buchstaben a – j und § 1a BauGB
10.5.1 Tiere
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: BauGB, BNatSchG, FFH-RL, VRL, Landnaturschutzgesetz NRW
Bestand:
Um im Zuge der verbindlichen Bauleitplanung artenschutzrechtliche Verbotstatbestände gemäß
§ 44 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) zu benennen und auszuschließen, wurde eine
artenschutzrechtliche Prüfung (Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag: ISR; 26.07.2019) durchgeführt.
Im Spätwinter bis Sommer 2018 erfolgten faunistische Kartierungen innerhalb des Plangebietes
und dessen unmittelbaren Umgebung mit den in Anlage 1 zum Umweltbericht aufgeführten Ergeb-
nissen. Ferner erfolgten in dem Zeitraum von März 2019 bis Mitte Juli 2019 vertiefende Kartierun-
gen von Offenland-Vogelarten.
Da in der ASP I die artenschutzrechtliche Betroffenheit der Tiergruppe der Vögel und der Arten-
gruppe der Fledermäuse nicht ausgeschlossen werden konnten, wurden diese in der ASP II
schwerpunktmäßig untersucht.
Wie die faunistischen Untersuchungsergebnisse zeigen, bilden die im Plangebiet und der unmittel-
bar anzutreffenden Biotop- und Nutzungsstrukturen Lebens- und Nahrungsraum (Habitate) für
zwei planungsrelevante Fledermausarten, die Zwergfledermaus und der Große Abendsegler, und
für zahlreiche Vogelarten.
Bei den insgesamt 15 Begehungen konnten 26 Vogelarten erfasst werden, wobei die Feldlerche,
der Kiebitz, der Mäusebussard, der Turmfalke und die Mehlschwalbe als planungsrelevante Arten
als Nahrungsgäste in Untersuchungsgebiet vereinzelt gesichtet wurden. Brutnachweise konnten
für die Vogelarten wie Amsel, Blaumeise, Buchfink, Heckenbraunelle, Kohlmeise, Ringeltaube,
Rotkehlchen und Singdrossel geführt werden. Diese können zu den sogenannten Allerweltsarten
gerechnet werden. Diese Arten besiedeln auch verdichtete städtische Siedlungsräume und können
sich veränderten Lebensräumen und Nahrungshabitat-Strukturen anpassen. Sie werden auch als
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/ 34
so genannte „Kulturfolger“ definiert. Für Fitis und Bachstelze, die nach der „Rote Liste Niederrhei-
nische Bucht“ gefährdet sind, wurde ein Brutverdacht geäußert, ein Nachweis konnte aber nicht
geführt werden.
Bei der in 2019 erfassten Vogelarten sowohl im Plangebiet wie auch auf den offenen nach Norden
anschließenden weitläufigen Ackerflächen wurden keine planungsrelevanten Offenlandarten wie
Wachtel, Feldlerche, Rebhuhn oder auch Kiebitz nachgewiesen. Bei den in 2018 durchgeführten
Erhebungen wurden Feldlerche und Kiebitz einmalig als Nahrungsgast / Rastvogel gesichtet. Bei
den gezielten Untersuchungen in 2019 wurde keine der genannten Arten beobachtet, weder als
Brutvogel noch als Nahrungsgast.
Gemäß ASP II ist mit einem Vorkommen weitere Tiergruppen, wie beispielsweise Amphibien und
Reptilien, aufgrund der fehlenden Lebensraumtypen nicht zu rechnen (Anmerkung: ASP Kapitel
6.1).
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Bei Nichtdurchführung der Planung blieben die heute anzutreffende Biotop- bzw. Nutzungsstruktu-
ren erhalten und ständen weiterhin für die bei der artenschutzrechtlichen Untersuchung gesichte-
ten Tierarten als Lebensraum und Nahrungshabitate zur Verfügung. Die Störeinwirkungen durch
Straßenverkehrslärm aus der Umgehung sowie durch die Freizeitnutzung im Bereich der das Plan-
gebiet durchquerenden Wegeverbindungen wären auch bei Nichtumsetzung der Planung gege-
ben.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Bei Umsetzung des geplanten Wohnquartiers am Damiansweg gehen die heute vorhandenen,
durch die landwirtschaftliche Nutzung geprägten Offenlandlebensräume verloren. Die linienhaften
Gehölzhabitate entlang der Mercatorstraße sollen, zumindest teilweise, langfristig erhalten bleiben.
Der dichte Gehölzbestand entlang der Merianstraße kann aufgrund der Planung nicht erhalten blei-
ben.
Mit der Entwicklung des neuen Wohnstandortes entstehen neue, wenn auch mehr gärtnerisch ge-
prägte, mit Bäumen gegliederte Grünflächen, die von den heute im Plangebiet vorkommenden Vo-
gelarten (Allerweltsarten) als Brut- und Nahrungshabitat auch teilweise genutzt werden können.
Im Einzelnen:
Auswirkungen der Planung auf Fledermäuse:
Abendsegler:
Der Große Abendsegler wurde nur bei der ersten Begehung erfasst. Es könnte sich hierbei um ei-
nen Nahrungsgast oder um ein ziehendes Tier handeln. Wochenstuben innerhalb des Plangebie-
tes konnten nicht nachgewiesen werden.
Somit führt die Durchführung der Planung zu keinen erheblichen Beeinträchtigungen oder zu ei-
nem Eintreten der Verbotstatbestände gemäß § 44 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG).
Zwergfledermaus:
Das Vorkommen der Zwergfledermaus konnte bei allen Begehungen nachgewiesen werden. Sie
nutzten die Gehölzbiotope parallel zu Mercatorstraße, die Baumreihe entlang der Merianstraße so-
wie die angrenzenden Ackersaumstreifen und Pferdekoppel als Jagdhabitate. Bei Durchführung
der Planung bleiben Gehölze entlang der umgebenden Straße teilweise erhalten. Das Angebot für
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Jagdhabitate der Zwergfledermaus wird ergänzt durch die Maßnahmenfläche im Norden des Plan-
gebietes, die als offene Wiesenfläche mit randlichen Bepflanzungen gestaltet im Bebauungsplan
festgesetzt wird.
Die Stallungen auf der Pferdekoppel wurden einer Schwarmkontrolle unterzogen. Hierbei konnten
keine ausfliegenden Fledermäuse nachgewiesen werden. Da die Stallungen sehr offen und zugig
gestaltet sind, wird eine Nutzung als Sommerquartier oder Wochenstube ausgeschlossen, zumal
im Umfeld mit den Siedlungsstrukturen und Gehöften deutlich geeignetere Strukturen zu finden
sind. Eine Nutzung als Tagesversteck ist für die Sommermonate nicht in Gänze auszuschließen.
Unter Beachtung der Vermeidungsmaßnahmen und fledermausgerechten Gestaltung der Maßnah-
menfläche im Norden des Plangebietes (siehe Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaß-
nahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswirkungen) sind artenschutzrechtlich Verbotstatbe-
stände für die Zwergfledermaus wie auch für die Gruppe der planungsrelevanten Feldmäuse ins-
gesamt auszuschließen.
Auswirkungen der Planung auf Vögel:
Für das Plangebiet wurden keine Brutnutzungen planungsrelevanter Vogelarten nachgewiesen.
Feldlerche und Kiebitz wurden einmal singend bzw. rastend als Zugvogel erfasst ohne Brutnach-
weis. Mehlschwalbe, Mäusebussard und Turmfalke, ferner auch die Bachstelze, wurden einmalig
oder auch vereinzelt auf Nahrungssuche (Jagdhabitat) beobachtet, ohne dass das Plangebiet ein
essentielles Jagdgebiet oder Nahrungshabitat darstellt. Für den Fitis besteht Brutverdacht in der
Gehölzstruktur parallel zur Mercatorstraße. Bei den weiteren nachgewiesenen Vogelarten handelt
es sich überwiegend um ubiquitäre, d.h. anpassungsfähige Kulturfolger.
Bei Durchführung der Planung bleiben Gehölzstrukturen entlang der umgebenden Straße teilweise
erhalten und werden durch Neupflanzungen ergänzt. Innerhalb des Plangebietes werden mit Bäu-
men, Rasen-/ Wiesenflächen gestaltete parkartige Vegetationsstrukturen entstehen. Das Angebot
als Nahrungshabitat wird ergänzt durch die Maßnahmenfläche im Norden des Plangebietes.
Unter Beachtung der Vermeidungsmaßnahmen und Gestaltung der Maßnahmenfläche im Norden
des Plangebietes (siehe Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nach-
teiliger Umweltauswirkungen) sind artenschutzrechtlich Verbotstatbestände für Vögel auszuschlie-
ßen.
Auswirkungen der Planung auf untersuchte Tierarten - Fazit:
Nach Durchführung der Planung ist bei Berücksichtigung der Vermeidungsmaßnahmen nicht mit
einem Eintreten der artenschutzrechtlichen Verbotstatbestände (§44 BNatSchG) für die Gruppe
der planungsrelevanten Fledermäuse und der Vögel zu rechnen.
Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Auf der Ebene des Bebauungsplanes werden der Erhalt und die Neupflanzung von standortgeeig-
neten Gehölzen und Bäumen festgesetzt. Die geplante Maßnahmenfläche an der nördlichen
Grenze wird überwiegend als Extensivgrünland mit vereinzelten Gehölzgruppen und Einzelgehöl-
zen planungsrechtlich festgesetzt und dauerhaft erhalten. Hierdurch können Brut- und Jagdhabi-
tate für Zwergfledermäuse, Abendsegler, Turmfalke, Mäusebussard, Fitis, Bachstelze und viele an-
dere Arten geschaffen werden. Sofern die Gehölze nicht an der nördlichen Grenze der Maßnah-
menfläche angeordnet werden, entsteht hierdurch auch keine weitere Vertikalstruktur, die abschre-
ckend auf Offenlandbrüter wie Kiebitz und Feldlerche wirkt. Hiermit können die Ziele des Arten-
schutzes gesichert werden, da hierdurch auch Ersatzlebensräume vor allem für siedlungsfolgende
Kleinvögel geschaffen werden.
Als Maßnahme zur Vermeidung des Eintritts des Tötungsverbotes wildlebender Vogelarten und
der planungsrelevanten Tiergruppe der Fledermäuse gemäß § 44 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG sind
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Baumfällungen und Baufeldräumung außerhalb der Brutzeit wildlebender Vogelarten und Fleder-
mäuse (Rodungsarbeiten: 01.10. bis 28./29.02. des Folgejahres) durch zu führen.
Bezogen auf die planungsrelevanten Fledermäuse gilt es nächtliche Arbeiten in Dunkelheit mittels
Ausleuchtung der Baustelle im Sinne des Vorsorgeschutzes im Zeitraum vom 01. März bis 31.
September eines Jahres zu vermeiden.
In den Bebauungsplan werden entsprechende Hinweise aufgenommen.
Ferner sind bauliche Maßnahmen zur Vermeidung von Vogelschlag an Glasflächen durch eine ent-
sprechende Fassadenausgestaltung zu berücksichtigen.
Im Sinne des vorsorgenden Artenschutzes und zur Stärkung der lokalen Populationen bietet es
sich an, innerhalb des Plangebietes Nistkästen für Allerweltsarten zu installieren.
Bewertung:
Um im Zuge der verbindlichen Bauleitplanung artenschutzrechtliche Verbotstatbestände gemäß §
44 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) zu benennen und auszuschließen, wurde eine
artenschutzrechtliche Prüfung durchgeführt. Lebens- oder Fortpflanzungsstätten planungsrelevan-
ter / streng geschützter Vogel- und Fledermausarten wurden nicht festgestellt. Zur Vermeidung des
Tötungsverbotes für die festgestellten besonders geschützten Arten wird eine terminierte Baufeld-
räumung vorgesehen. Ausgleichsmaßnahmen, auch vorgezogene, sind nicht erforderlich, die Ver-
letzung von Verbotstatbeständen aus dem Artenschutzregime des Bundenaturschutzgesetzes
(BNatSchG) sind nicht zu erwarten.
10.5.2 Pflanzen
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: BauGB, BNatSchG, Landesnaturschutzgesetz NRW, Baumschutzsat-
zung Stadt Köln
Im Juni 2018 erfolgte die Kartierung des im Bebauungsplangebiet vorhandenen Biotoptypenbe-
standes und des in der Örtlichkeit vorhandenen Baum- und Gehölzbestandes.
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Biotoptypen/ Nutzungstypen:
Heute befinden sich innerhalb des Plangebietes große zusammenhängende Ackerflächen sowie
als Pferdekoppel genutzte Fettweiden. Ackerraine mit einem Anteil von Wildkräutern begrenzen
die ackerbaulich genutzten Flächen im nordöstlichen und nordwestlichen Teil des Plangebietes.
Die nordöstliche Plangebietsgrenze wird durch die Mercatorstraße gebildet. Innerhalb deren Stra-
ßenböschung sind Feldgehölze mit starkem bzw. mittlerem Baumholz mit überwiegend bodenstän-
digen Baumarten wie Feld-, Spitz- und Bergahorn, Stieleiche, Traubenkirsche und Winterlinde an-
zutreffen. Als strauchartige Gehölze sind ferner Schlehe, Schneeball, Hundsrose, Holunder und
Salweide vorhanden. Entlang der südlichen und südwestlichen Grenze der Merianstraße sind
ebenfalls die zuvor genannten Vegetationsstrukturen und Gehölzarten anzutreffen. Die an den
Damiansweg unmittelbar östlich angrenzende Vegetationsfläche ist als innerstädtisches Begleit-
grün mit wenigen krautigen Pflanzenarten zu charakterisieren. Vereinzelt stehen entlang dieses
Straßenrandes kleine Obstbäume sowie Bergahorn. Die Straße „Damiansweg“ sowie auch der
mittig durch das Plangebiet verlaufende Fuß- und Radweg ist asphaltiert und somit als versiegelte
Fläche zu betrachten. Der südlich entlang der Pferdekoppeln verlaufende Weg (Trampelpfad) ist
nicht versiegelt und wird durch den Aufwuchs von ruderalen Säumen (Stickstoffzeigerpflanzen) be-
stimmt. Durch die intensive landschaftliche Nutzung sind heute innerhalb des Plangebietes bis auf
die straßenbegleitenden Feldgehölze keine höherwertigen Biotopstrukturen anzutreffen.
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Baumbestand:
Im Rahmen der Erstellung des Landschaftspflegerischen Fachbeitrags/Grünordnungsplan wurde
eine Baumkartierung und –bewertung durchgeführt.
Insgesamt wurden im Plangebiet 195 Bäume kartiert und in der Anlage des Grünordnungsplanes
(FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH, Stand 20.11.2019) zum Bebauungsplan 62457/02 in ei-
nem Baumverzeichnis aufgenommen. Von den 195 kartierten Bäumen sind 145 Bäume durch die
Baumschutzsatzung der Stadt Köln geschützt.
Der vor Ort anzutreffende Baumbestand setzt sich wie bereits erwähnt, aus Baumarten wie Feld-,
Spitz- und Bergahorn, Stieleiche, Traubenkirsche, Winterlinde, vereinzelt Walnuss und Obstbäu-
men zusammen.
An der nordöstlichen Plangebietsgrenze, innerhalb der Straßenböschung zur Mercatorstraße, be-
finden sich zehn durch das Alleenkataster des Landes Nordrhein-Westfalens geschützte Linden.
Die Lindenallee entlang der Mercatorstraße (AL-K-0022) ist eine einfache Allee – 2-reihig –und
verbindet mit einer Gesamtlänge von 1,7km Chorweiler und Blumenberg. Die Bäume als Teil der
Allee unterliegen dem gesetzlichen Schutz von § 41 Landesnaturschutzgesetz NRW (LNatSchG
NW).
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Bei Nichtdurchführung des geplanten neuen Wohnstandortes am Damiansweg würden die heute
im Plangebiet vorhandenen Biotoptypen bzw. Nutzungstypen auch weiterhin anzutreffen sein. Glei-
ches gilt für den vorhandenen Baumbestand.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Bei Umsetzung der Planung entsteht ein neuer Wohnstandort. Vorgesehen sind eine Mehrfamilien-
hausbebauung mit bis zu fünf Geschossen und Tiefgarage, eine Kindertagestätte, zweigeschos-
sige Reihenhäuser sowie zweigeschossige Einfamilienreihen- und Einfamiliendoppelhäuser mit pri-
vaten Gärten, die hofartig um einen privaten Freiraum angeordnet werden. Die Fläche der vorhan-
denen straßenbegleitenden Baum- und Strauchpflanzungen entlang der Mercatorstraße werden zu
Gunsten von Stellplätzen größtenteils verringert. Im Bereich des westlichen Abschnittes der Meri-
anstraße erfolgt entlang der südlichen Plangebietsgrenze die Neupflanzung einer Baumhecke mit
standortgerechten Arten.
Ferner werden innerhalb des Plangebietes öffentliche Grünflächen als Parkanlage sowie eine grö-
ßere zusammenhängende öffentliche Spielfläche und private von der Allgemeinheit nutzbaren
Grünflächen entstehen, die als Rasen- und Gehölzflächen mit heimischen, standorttypischen Ge-
hölzen gestaltet werden. Die Durchgrünung des Plangebietes erfolgt mit Baumpflanzungen entlang
von Erschließungsstraßen, innerhalb der Wohnbauflächen sowie in den geplanten öffentlichen und
privaten Freiflächen. Geschnittene Hecken sind zur Einfriedung von privaten Gartenflächen vorge-
sehen.
Planungsrechtlich wird die Anpflanzung von 101 Bäumen auf Flächen im Plangebiet durch Festset-
zungen gesichert. Bei Realisierung des zum Bebauungsplanverfahren vorliegenden Begrünungs-
plans (Stand 20.11.2019) und der Verkehrsplanung werden insgesamt ca. 157 Neupflanzungen
verortet.
Zur Realisierung der Planung müssen 138 Bäume gefällt werden (davon 104 geschützt nach
Baumschutzsatzung). Erhalten bleiben insgesamt 57 Bäume, dabei handelt es sich um 41 sat-
zungsgeschützte Bäume und 16 nicht satzungsgeschützte Bäume.
Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblich nachteiliger Umweltauswirkun-
gen:
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/ 38
Der Eingriff in die heute entlang der Mercatorstraße vorhandenen Vegetationsflächen ist auf ein
Minimum beschränkt. Im Bebauungsplan sind der Erhalt und die Ersatzpflanzung planungsrecht-
lich festgesetzt. Die Durchgrünung des Wohnquartiers durch die Anpflanzung mit Bäumen ist
ebenfalls durch grünordnerische Festsetzungen zu sichern. Die Begrünung der Dachflächen im
Bereich der Mehrfamilienhausbebauung, wie auch die Begrünung von unterbauten Flächen, wird
ebenfalls planungsrechtlich festgeschrieben.
Im allgemeinen Wohngebiet WA 2 entsteht eine in Nord-/Südrichtung verlaufende mit Bäumen be-
standene private Grünfläche, die von der Allgemeinheit genutzt werden kann. Auf den Grünflächen
und im allgemeinen Wohngebiet werden insgesamt 101 Bäume zur Anpflanzung im Bebauungs-
plan festgesetzt. Die Planung sieht insgesamt eine Anpflanzung von ca. 150 Bäumen vor.
Des Weiteren ist die als „grüner Puffer“ zur nördlichen Wohnbebauung geplante Vegetationsfläche
als Fläche für die Entwicklung von Natur und Landschaft planungsrechtlich festgeschrieben und
dadurch dauerhaft gesichert.
Da der durch die Planung ausgelöste Eingriff innerhalb des Plangebietes nicht vollständig ausge-
glichen werden kann, wird außerhalb des Plangebietes im Stadtteil Köln-Worringen eine Aus-
gleichsfläche von ca. 3,2 Hektar planungsrechtlich gesichert.
Die heute ackerbaulich genutzte städtische Fläche befindet sich im Stadtteil Worringen am Orts-
rand nördlich des Mörterweges und südlich des Pletschbachs. Es handelt sich um ein Teilstück
aus Flurstück 181, Flur 43, Gemarkung Worringen und wird dauerhaft in eine extensive Fettwiese
(Grünland) umgewandelt.
Bewertung:
Der geplante neue Wohnstandort am Damiansweg initiiert einen erheblichen Eingriff in den vor-
handenen Vegetationsbestand. Aufgrund der Überbauung sowie der Errichtung neuer versiegelter
Erschließungsflächen gehen die im Plangebiet vorhandenen Vegetationsflächen verloren. Es müs-
sen 138 Bäume gefällt werden. Durch die landwirtschaftliche Flächenbewirtschaftung ist derzeit,
bis auf die randlichen Feldgehölze, nur ein geringes Artenspektrum anzutreffen. Im Rahmen der
geplanten Neubaumaßnahme und der damit zusammenhängenden plangebietsinternen Grünmaß-
nahmen (u.a. Schaffung von Grünflächen und Pflanzung von neuen Bäumen) kann das Artenspek-
trum insbesondere durch Neuanpflanzung und die Anlage von Grünflächen mit standortgeeigneten
Pflanzenarten erweitert werden. Im Bebauungsplan wird die Anpflanzung von 101 Bäumen festge-
setzt. Die Planung sieht insgesamt eine Anpflanzung von ca. 150 Bäumen vor.
Das bilanztechnisch verbleibende Defizit ist durch einen externen Ausgleich innerhalb des Stadt-
gebietes von Köln auszugleichen. Eine heute ackerbaulich genutzte städtische Fläche am Orts-
rand von Worringen wird in eine extensive Fettwiese umgewandelt und dauerhaft unterhalten. Die
Fläche beträgt ca. 3,2 Hektar.
Das Schutzgut „Pflanzen“ ist trotz Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen innerhalb des Plange-
bietes betroffen.
10.5.3 Fläche/ Versiegelungsgrad
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: § 1 BauGB
Bestand – (derzeitiger Versiegelungsgrad):
Bei den im Plangebiet anzutreffenden Flächen handelt es sich, bis auf befestigte Straßen- und
Wegflächen, um großflächige zusammenhängende unversiegelte Vegetationsflächen, die acker-
baulich bewirtschaftet werden. Im südlichen Teil des Plangebietes befinden sich Weideflächen, die
als Pferdekoppeln genutzt werden. Der Versiegelungsgrad beträgt heute ca. 10 (9,6) Prozent.
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Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Die Flächennutzung und der Versiegelungsgrad der Fläche bei Nichtdurchführung der Planung
entsprechen dem des Bestandes.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung (künftiger Versiegelungsgrad):
Bei Durchführung der Planung kommt es zu einer großflächigen Versiegelung. Der Versiegelungs-
grad wird voraussichtlich ca. 64 Prozent betragen. Dies bedeutet eine Steigung um ca. 54 Prozent
gegenüber dem heutigen Versiegelungsanteil. Im Rahmen der Versiegelung entstehen Flächen für
die Bebauung und Erschließung.
Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Die Zunahme der Flächenversiegelung ist bei Umsetzung der Planung in Abhängigkeiten von den
geplanten Nutzungen auf das notwendige Maß zu beschränken. Über die Festsetzung der zulässi-
gen Grundflächenzahl (GRZ) wird auf den Grad der künftigen Versiegelung Einfluss genommen.
Im allgemeinen Wohngebiet WA 2 wird eine Grundflächenzahl von 0,45 festgesetzt, die durch Ne-
benanlagen maximal um 50 Prozent überschritten werden dürfen. Dadurch ist die Versiegelung der
Grundstücksfläche beschränkt.
Über planerische Festsetzungen, die den Erhalt und die Neuanlage von Pflanzflächen und von
Bäumen regeln, wird der Anteil der Flächenversiegelung ebenfalls begrenzt.
Durch die Sicherung einer 2.550 m² großen öffentlichen Grünfläche mit öffentlichem Spielplatz in-
nerhalb des Plangebietes wird dauerhaft eine größere zusammenhängende unversiegelte Fläche
vorhanden bleiben. Ferner entsteht innerhalb des allgemeinen Wohngebietes WA 2 ein 800 m²
großer, privater, für die Allgemeinheit nutzbarer, Grünkorridor. Entlang der östlichen Plangebiets-
grenze im Böschungsbereich der Mercatorstraße sowie entlang der im Süden befindlichen Merian-
straße werden unversiegelte Flächen als Vegetationsflächen zum Erhalt und zur Neuanpflanzung
von Bäumen und Sträuchern planungsrechtlich festgeschrieben.
Ferner wird im Norden des Plangebietes eine ca. 4.200 m² unversiegelte Fläche für Maßnahmen
zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft, die als Ausgleichsmaß-
nahme innerhalb des Plangebietes angerechnet wird, baurechtlich festgesetzt.
Bewertung:
Mit der Zielsetzung den Standort am Damiansweg langfristig als Wohnstandort zu entwickeln,
wurde bereits bei den dem Bebauungsplan vorgeschalteten Planungen (FNP und Landschafts-
plan) langfristig der Aufgabe von für die Landwirtschaft verfügbaren Flächen Rechnung getragen.
Der Versiegelungsgrad innerhalb des Plangebietes beträgt im Bestand ca. 10 Prozent. Bei Umset-
zung der Planung wird der Anteil der Flächenversiegelung auf ca. 64 Prozent ansteigen. Der künf-
tige unversiegelte Flächenanteil von ca. 36 Prozent wird durch verschiedene planungsrechtliche
Festsetzungen im Bebauungsplan dauerhaft festgeschrieben. Hierzu zählen die Ausweisung von
Flächen zum Erhalt und zur Anpflanzungen von Bäumen, Sträuchern und sonstiger Bepflanzung
entlang der Mercatorstraße sowie der Merianstraße, von Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur
Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft im Norden des Plangebietes wie auch die
dauerhafte Sicherung öffentlicher Grünflächen innerhalb des Plangebietes sowie einem privaten
von der Allgemeinheit nutzbaren Grünzug innerhalb von WA 2. Die Betroffenheit des Umweltguts
„Fläche“ ist dennoch als erheblich einzustufen.
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10.5.4 Boden
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: § 1a BauGB, BBodSchG, BBodSchV, LBodSchG NRW
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Das Plangebiet wird heute weitgehend ackerbaulich genutzt, der südliche Teil wird als Weidefläche
genutzt, vereinzelt sind Feldgehölze anzutreffen. Nach Aussage der Bodenkarte (BK) 50 von Nord-
rhein-Westfalen sind im Plangebiet „Parabraunerde“ in tonig-schluffiger und sandig-lehmiger Aus-
prägung wie auch stark lehmig-sandige Kolluvien anzutreffen. Auch gemäß den Ergebnissen der
„Landwirtschaftlichen Standorterkundung“ (BK5, GD, NRW 1:500 – Bereich Damiansweg) vom
19.03.2019 kommt im westlichen Teil des Plangebietes tonig-schluffige Parabraunerde (L33) vor.
Im östlichen Teilbereich steht sandig-lehmige Parabraunerde (L 44) an. Im Nordwesten östlich des
Wendehammers am Damiansweg steht lehmig-sandige Kolluvien (K53) an. Die Bodenartgruppe
des Oberbodens ist als sandig bis lehmig zu charakterisieren. Die landwirtschaftliche Nutzungseig-
nung wird in den Bewirtschaftungsformen als für Acker- und Weidenutzung bewertet (Quelle –
Landwirtschaftliche Standorterkundungen Geologischer Dienst, NRW Auszug von Stadt Köln).
Die vorhandenen Böden stellen schutzwürdige Böden dar. Diese Böden erfüllen die Bodenfunktio-
nen nach § 2 Absatz 2 Nummer 1 bzw. 2 des Bundes-Bodenschutzgesetzes (BBodSchG) im be-
sonderen Maße. Diese sind heute zum einen die natürliche Funktionen als Lebensgrundlage und
Lebensraum für Menschen, Tiere, Pflanzen und Bodenorganismen, Bestandteil des Naturhaus-
halts, insbesondere mit seinen Wasser- und Nährstoffkreisläufen, Abbau-, Ausgleichs- und Auf-
baumedium für stoffliche Einwirkungen auf Grund der Filter-, Puffer- und Stoffumwandlungseigen-
schaften, insbesondere auch zum Schutz des Grundwassers, zum anderen eine Funktion als Ar-
chiv der Natur- und Kulturgeschichte. Vorbelastungen aus der heutigen Bewirtschaftung der im
Plangebiet anstehenden Bodenflächen sind nicht bekannt. Der Unteren Bodenschutzbehörde,
Stadt Köln liegen auch keine Hinweise vor, dass Verstöße bezügliche der Bewirtschaftung gegen
§ 17 BBodSchG und der Düngeverordnung vorliegen.
Durch das Grundwasser-Monitoring der Stadt Köln wird ein dem Hintergrundgehalt entsprechender
Nährstoffeintrag bestätigt.
Der nördliche Planbereich, bis zu einer Geländehöhe von 45,5 Metern über NN, ist laut Aussage
der unteren Bodenschutzbehörde Bestandteil eines Altarmsubsystems des Rheins und bildet somit
einen natürlichen Retentionsraum bei Starkregenereignissen. Dieser Bereich sollte möglichst von
jeglicher Versiegelungsmaßnahme freigehalten werden.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Die vorhandene Bodenfunktion wie auch die Bodennutzung durch die landwirtschaftliche Bewirt-
schaftung bliebe dauerhaft erhalten. Der jetzige Bodenzustand würde weiterhin bestehen bleiben.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Bis auf die entlang der nördlichen Plangebietsgrenze geplante Ausgleichsfläche zur Umsetzung
von landschaftspflegerische Maßnahmen und den Erhalt der bepflanzten Straßenböschungen ent-
lang der Mercatorstraße sowie der öffentlichen Grünfläche im Plangebiet wird bei Durchführung
der Planung dauerhaft in das vorhandene Bodengefüge eingegriffen und die Versiegelung von Bo-
den vorgenommen.
Der Anteil des Versiegelungsgrades erhöht sich von ca. 10 Prozent im heutigen Bestand auf ca. 64
Prozent bei Durchführung der Planung.
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Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Durch Festlegung einer zulässigen GRZ von 0,4 im Geschosswohnungsbau, 0,45 im Bereich der
Reihenhäuser und 0,5 für das Kita-Gebäude wird eine allzu starke Versiegelung vermieden, jedoch
gleichzeitig eine ausreichend dichte Bebauung gewährleistet, um den Gesamtflächenverbrauch
möglichst gering zu halten. Im nördlichen Teil des Plangebietes wird eine ca. 4200 m² große Flä-
che als planinterne Ausgleichsfläche für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung
von Natur und Landschaft festgesetzt. Die heute ackerbaulich genutzte Fläche wird künftig als ex-
tensives Grünland mit eingestreuten Einzelbäumen und Gehölzgruppen entwickelt. Die in diesem
Bereich anstehenden Böden, d.h. sandig-lehmige Parabraunerde (L 44) wie auch lehmig-sandige
Kolluvien (K 53) bleiben in ihrer Ausprägung erhalten, da aufgrund der planungsrechtliche Siche-
rung als Fläche für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Land-
schaft an Standort Eingriffe in das anstehende Bodengefüge vermieden werden können. Diese
Fläche ist Bestandteil des unter Bestand dargestellten Altarmsubsystems und kann somit teilweise
von Bebauung freigehalten werden. Bei der versiegelungsfreien Nutzung und einer partiellen Ablei-
tung von Niederschlagswasser in diese Fläche ist es möglich, die Kühlleistungsfunktion hinsichtlich
der Verdunstungsleistung von Boden / Pflanze zu erhalten bzw. zu erhöhen und einen partiellen
mikroklimatischen Ausgleich für den überbauten Planbereich zu schaffen.
Des Weiteren wird der Erhalt von unversiegelten Bodenflächen über die Ausweisung von Flächen
zum Erhalt und zur Anpflanzung von Bäumen, Sträuchern und sonstiger Bepflanzung entlang der
Mercatorstraße sowie der Merianstraße, wie auch über die dauerhafte Sicherung öffentlicher und
privater Grünflächen innerhalb des Plangebietes gesichert. Da innerhalb des Plangebietes kein
vollständiger Biotopwert- und Flächenausgleich geleistet werden kann, ergibt sich bei Umsetzung
der Planung die Verpflichtung eines externen Ausgleichs, der auch die bodenschutzrechtlichen Be-
lange berücksichtigen sollte. Die externe Ausgleichsmaßnahme sieht eine Extensivierung heute
ackerbaulich genutzten Fläche von ca. 3,2 Hektar vor. Die planungsrechtlich als externer Aus-
gleich zu sichernde Fläche befindet im Stadtteil Worringen auf der Gemarkung Worringen, Flur 43
und bildet eine Teilfläche des Flurstückes 181. Die Ackerfläche zwischen Mörterweg und dem
Pletschbach wird dauerhaft in eine extensive Fettwiese (Grünland) umgewandelt. Bei einer Nut-
zungsextensivierung kann von einer Aufwertung der Bodenfunktionen ausgegangen werden.
Bewertung:
Die Planung initiiert einen Eingriff in den Boden und damit in das bestehende Bodengefüge. Die
Bodenfunktionen, die von den als schutzwürdig bewerteten Böden (Parabraunerden und Kolluvien)
erfüllt werden, werden weitestgehend eingeschränkt. Das heute vorhandene durch die landwirt-
schaftliche Nutzung geprägte Bodengefüge von Kulturböden geht bis auf eine größere zusammen-
hängende Fläche entlang der nördlichen Plangebietsgrenze dauerhaft verloren. Die Betroffenheit
des Umweltbelangs „Schutzgut Boden“ ist trotz der angeführten Verminderungsmaßnahmen auf-
grund des zu erwartenden dauerhaften Eingriffs in das anstehende Bodengefüge als erheblich zu
bewerten.
10.5.5 Wasser
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
10.5.5.1 Oberflächenwasser
Ziele des Umweltschutzes: WHG, LWG NRW, BNatSchG, Landesnaturschutzgesetz NRW,
WRRL
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Innerhalb des Plangebietes befinden sich keine Gewässer. In der näheren Umgebung sind eben-
falls keine oberirdischen Gewässer anzutreffen.
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Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Bei Nichtdurchführung der Planung wären keine Oberflächengewässer betroffen.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Die Belange des Umweltgutes Oberflächenwasser sind durch die Planung nicht betroffen. Die An-
lage von Oberflächenwasser in Form von stehenden und / oder fließenden Gewässern sind inner-
halb des Plangebietes wie auch in der unmittelbar angrenzenden Nachbarschaft nicht vorgesehen.
Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Da Belange des Umweltgutes Oberflächenwasser weder bei Nicht-, noch bei Durchführung der
Planung betroffen ist, werden keine Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erfor-
derlich.
Bewertung:
Der Umweltbelang „Oberflächenwasser“ ist durch die Planung nicht betroffen.
10.5.5.2 Grundwasser
Ziele des Umweltschutzes: WHG, LWG NRW
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Aufgrund des geringen Anteils an versiegelten Flächen sind eine Niederschlagsrückführung und
eine Wiederzuführung in den natürlichen Wasserkreislauf möglich. Der Grundwasserflurabstand
beträgt heute 7-10 m in Abhängigkeiten von den Wasserständen des Rheins als Vorfluter. Ein po-
tentieller Nährstoffeintrag durch die intensiv betriebene landwirtschaftliche Nutzung in das Grund-
wasser ist möglich. Das Plangebiet fällt unter den Anwendungsfall des § 44 Landeswassergesetz
in Verbindung mit § 55 Abs. 2 WHG. Danach ist das Niederschlagswasser von Grundstücken, die
nach dem 01.01.1996 erstmalig befestigt oder an die öffentliche Kanalisation angeschlossen, zu
versickern, zu verrieseln oder in ein Gewässer einzuleiten.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Die Flächen ständen für die Regenwasserrückführung und damit der Grundwasserneubildung in
gleichem Umfang wie beim derzeitigen Geländezustand zur Verfügung.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Bei Durchführung der Planung erhöht sich der Anteil an versiegelten Flächen von ca. 10 Prozent
im Bestand auf ca. 64 Prozent in der Planung. Durch den erhöhten Versiegelungsanteil steht künf-
tig ein geringerer Flächenanteil für die Rückführung von Niederschlagswasser über belebte, d.h.
unversiegelte Bodenflächen zur Rückführung in den natürlichen Gewässerkreislauf zur Verfügung.
Die heute vorhandene Grundwasserneubildung wird stark eingeschränkt.
Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Der künftig im Plangebiet zulässige Versiegelungsgrad wird über die Festsetzung maximal zulässi-
ger Grundflächenzahlen in den einzelnen Teilflächen des Allgemeinen Wohngebietes geregelt.
Ferner erfolgen Festsetzungen zum dauerhaften Erhalt und zur Entwicklung von unversiegelten
Vegetations- und Grünflächen. Über diese dauerhaft auch künftig nicht versiegelten Flächen kann
Niederschlagswasser überwiegend in den natürlichen Gewässerkreislauf zurückgeführt werden.
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Des Weiteren wird die Rückhaltung von unbelastetem Niederschlagswasser über ein Regenma-
nagement (vergleiche Leinfelder Ingenieure GmbH, Haan (2019): Stadtentwässerungsbetriebe
Köln, AG, öffentliche und private Erschließung Damiansweg in Köln – Bebauungsplan 6247/02 –
Erläuterungsbereich zur Entwurfsplanung öffentlicher Kanal, Stand 15.08.2019; und: Leinfelder In-
genieure GmbH, Haan (2018): Erläuterungsbericht, Entwässerungskonzept, Regenwasserablei-
tung außerhalb von Verkehrsflächen; Mai 2018) erfolgen. Zur Rückhaltung bzw. zur Verzögerung
des Abflusses von auf begrünten Dachflächen und Außenflächen auf unterbauten Flächen anfal-
lendem Niederschlagswasser sieht die Planung gezielte Wasserrückführungsmaßnahmen vor.
Des Weiteren wird eine extensive Dachbegrünung der bei Gebäuden mit Flachdächern und flach-
geneigten Dächern festgesetzt, wodurch Regenwasser im Wasserkreislauf zurückgehalten wird.
Als weitere Maßnahme erfolgt die gezielte Regenwasserrückführung im Wohngebiet WA 1.1, WA
1.2 und WA 2. Das anfallende Niederschlagswasser soll über die als Mulde ausgebildete Rasenflä-
che innerhalb des privaten Grünzuges erfolgen. Eine weitere Grünfläche, die der temporären
Rückhaltung dient, wird im Südosten des Plangebietes entstehen. Das im WA 1.1 anfallende Nie-
derschlagswasser wird über Vegetationsflächen auf unterbauten Flächen über ein Rigolen-System
in die im Südosten des Plangebietes als Mulde ausgebildete Grünfläche eingeleitet und versickert.
Für den Bereich des Geschosswohnungsbaus am Pleißesteig und der Kindertagesstätte (WA 1.2)
sowie der Einfamilienhausbebauung südlich des Pleißesteigs (südlicher Abschnitt des WA 2) ist
eine Abführung des Niederschlagswasser in den Mischwasserkanal vorgesehen, da eine Versicke-
rung aufgrund der Bodenbeschaffenheit nicht möglich ist.
Das globale Höhenkonzept des Bau- bzw. Plangebietes Regenmanagement (vergleiche Leinfelder
Ingenieure GmbH, Haan (2019): Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AG, öffentliche und private Er-
schließung Damiansweg in Köln – Bebauungsplan 6247/02 –Erläuterungsbereich zur Entwurfspla-
nung öffentlicher Kanal, Stand 15.08.2019) beruht auf einer Anpassung der Geländehöhen, so
dass ein schadfreier Abfluss von Niederschlagswasser auf der Oberfläche im Starkregenfall (n <
0,033) gewährleistet ist. Die Nord-Südachse des Plangebietes wird von einer Grünachse durchzo-
gen, welche wie ein V-Profil im Gelände liegt. Zirka Zweidrittel dieser Achse ist nach Norden hinge-
neigt, das restliche Drittel ist nach Süden geneigt. Die im Norden nördlich von WA 2 gelegene
Grünfläche wie auch die im Süden, nördlich der Merianstraße gelegene Grünfläche sind leicht mul-
denartig ausgebildet. Die verkehrlichen Erschließungsflächen, d. h. die privaten Wege und die öf-
fentlichen Verkehrsflächen besonderer Zweckbestimmung werden mit einem umgedrehten Dach-
gefälle ausgebildet, sodass das Oberflächenwasser schadfrei in die Richtungen zu den unversie-
gelten Grünflächen transportiert werden kann.
Bei der Planung der Maßnahmen zur Rückführung von Niederschlagswasser in den natürlichen
Grundwasserkreis erfolgt ein Bodenaustausch von für eine Versickerung nicht geeigneten Böden.
Da sich das Plangebiet im Trinkwasserschutzgebiet des Wasserwerkes „Volkhoven / Weiler“
RheinEnergie AG (Gebietsnummer 490616) innerhalb der Schutzzone III A befindet, sind Verbote
und Auflagen auch hinsichtlich der Wasserbehandlung und der Wasserrückführung zu berücksich-
tigen. In der Wasserschutz – Zone III A ist anfallendes Abwasser über ein geordnetes geschlosse-
nes Kanalsystem aus dem Plangebiet abzuführen. Die Errichtung von Abwasserbehandlungsanla-
gen ist verboten. Von dem Verbot ausgenommen sind die Anlage und der Betrieb von Regenüber-
laufbecken, Regenrückhaltebecken und Kleinkläranlagen. Ebenfalls zulässig ist das Versickern
von schwach belastetem Niederschlagswasser, das aus Regenwasserabführung von Dachflächen
erfolgt. Das für das Plangebiet erarbeitete Regenwassermanagement berücksichtigt die vorge-
nannten Auflagen aufgrund der Schutzausweisung.
Bewertung:
Durch den erhöhten Versiegelungsanteil steht bei Realisierung der Planung ein geringerer Flä-
chenanteil an unversiegelter Fläche bei der Rückführung von Niederschlagswasser in den natürli-
chen Wasserkreislauf zur Verfügung. Der öffentliche Abwasserkanal im Damiansweg kann das an-
fallende Schmutzwasser des Plangebietes aufnehmen. Das nicht klärpflichtige Niederschlagswas-
ser ist gemäß § 44 Landeswassergesetz NRW in Verbindung mit § 55 Wasserhaushaltsgesetz von
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Grundstücken (Erstbebauung) zu versickern. Hierdurch kann auch künftig Wasser zur Grundwas-
serneubildung in den natürlichen Gewässerkreislauf eingespeist werden. Mit Hilfe des erarbeiteten
Regenwassermanagements kann eine Rückführung des Regenwassers auch bei Starkregener-
gebnisse in Teilbereichen des Plangebietes über unversiegelte Mulden, Mulden-Rigolen und Grün-
flächen innerhalb des Plangebietes in den Gewässerkreislauf erfolgen. Für den Bereich des Ge-
schosswohnungsbaus am Pleißesteig und der Kindertagesstätte sowie der Einfamilienhausbebau-
ung südlich des Pleißesteigs ist eine Abführung des Niederschlagswasser in den Mischwasserka-
nal vorgesehen, da eine Versickerung aufgrund der Bodenbeschaffenheit nicht möglich ist.
10.5.6 Luft
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
10.5.6.1 Luftschadstoffe – Emissionen, auch Treibhausgase
Ziele des Umweltschutzes: BImSchG, 39. BImSchV, TA Luft, Abstandserlass NW
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Im Plangebiet werden heute erkennbar keine Luftschadstoffe emittiert. Im Nahbereich liegen mit
den Gebäudeheizungen und dem Kfz-Verkehr auf dem Damiansweg, der Mercator- und Merian-
straße Emissionsquellen luftfremder Stoffe vor.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Bei Nichtumsetzung der Planung werden auch künftig erkennbar keine Luftschadstoffe emittiert.
Der zu erwartende Umweltzustand in Bezug auf Emissionen entspricht dem Umweltzustand des
Bestandes.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Die Bebauung des Plangebietes führt zur Emission von Luftschadstoffen aus Feuerungsanlagen
und Fahrverkehren im Plangebiet.
Die Heizenergieversorgung im Bereich der Mehrfamilienhausbebauung im WA 1.1 und WA 1.2 er-
folgt über einen Fernwärmeanschluss. Die Ein- und Zweifamilienhausbebauung im WA 2 wird
durch Nahwärme unter Einsatz moderner Strom-Wärme-Kopplungssysteme durch ein Blockheiz-
kraftwerk (BHKW) innerhalb des Plangebietes sichergestellt. Beide Energiesysteme gewährleisten
eine besonders schadstoffarme Energieerzeugung.
Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Die städtebauliche Anordnung der geplanten Wohnstandorte reagiert auf die auf das Plangebiet
bereits einwirkenden Luftschadstoffe aus dem benachbarten Straßenverkehr, indem die Gebäude
von den heute schon vorbelasteten Hauptverkehrsachsen Mercatorstraße und Merianstraße räum-
lich abgerückt angeordnet werden. Die hofartige Gebäudeanordnung bei den geplanten Einfamili-
enreihenhäusern wie auch bei den geplanten mehrgeschossigen Wohnhöfen sichert die Entwick-
lung emissionsabgewandter privater Freiräume. Zur Minderung und zum Ausgleich nachteiliger
Wirkungen werden Pflanzungen sowie Maßnahmen der Dachbegrünung festgesetzt. Die innerhalb
des Plangebietes festgesetzten öffentlichen Grünflächen dienen ferner als Luftaustauschflächen,
d. h. sie übernehmen Filterfunktion. Gleiches gilt für die zur Begrünung festgesetzten Dachflächen.
Die im Norden, Osten und Südosten zum Erhalt und zur Neuanpflanzung festgesetzten Grünland-
bzw. Gehölzflächen übernehmen ebenfalls eine gewisse Filterfunktion.
Durch die gewählte Heizenergieversorgung ist gegenüber einer konventionellen Wärmebelastung
eine schadstoffarme Energieversorgung gewährleistet.
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Bewertung:
Das Plangebiet liegt in einem Gebiet mittlerer Luftgüte (siehe 10.5.6.2). Die Bebauung des Plange-
bietes führt zum Anfall von Luftschadstoffen aus Feuerungsanlagen (Heizung) und Fahrverkehren.
Durch Gebäudebegrünungs- und –durchgrünungsmaßnahmen können nachteilige Wirkungen teil-
weise kompensiert werden. Die Wärmeerzeugung wird in Form der im Vergleich zu einer konventi-
onellen Wärmeversorgung emissionsarmen Nah- und Fernwärmeversorgung gewährleistet.
10.5.6.2 Luftschadstoffe – Immissionen
Ziele des Umweltschutzes: BImSchG, 39. BImSchV, Zielwerte des LAI, TA Luft
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Das Plangebiet befindet sich gemäß Luftgüte-Index (LUGI) (Dr. Rabe Hygiene Consult 2003: 19ff
sowie Stadt Köln/ ©Geobasisdaten: Landesvermessungsamt NRW Bonn, 1234/20) für den Stadt-
teil Köln-Volkhoven/Weiler überwiegend in der Zone II, die eine mittlere Luftgüte aufweist. Inner-
halb der Luftgütezone II ist das Plangebiet einem Luftgüte-Index von 1,4 zugeordnet, dies ent-
spricht nach LUGI einer mäßig hohen Belastung. Eine mäßig hohe Belastung wird für die Wohnbe-
völkerung als im Allgemeinen nicht mehr problematisch gewertet. In unmittelbarer Nähe von stark
befahrenen Straßen (hier Mercatorstraße) können nach wie vor bedenkliche Belastungen beste-
hen (Quelle LUGI). Bedeutende industrielle oder gewerbliche Emittenten im oder in der unmittelba-
ren Umgebung des Plangebietes selbst existieren nicht.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Bei Nichtdurchführung der Planung würde das Plangebiet weiterhin einem Luftgüte-Index von 1,4
zugeordnet, der einer mäßig hohen Belastung entspricht. In unmittelbarer Nähe von der stark be-
fahrenen Mercatorstraße könnten nach wie vor bedenkliche Belastungen bestehen (Quelle: LUGI).
Bedeutende industrielle oder gewerbliche Emittenten im Plangebiet oder in der unmittelbaren Um-
gebung des Plangebietes selbst wären auch künftig nicht zu erwarten.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Die Luftgüte im Plangebiet ist geeignet, eine Wohnnutzung umzusetzen.
Das Plangebiet wird verkehrlich an den vorhandenen Damiansweg und im weiteren Verlauf an die
im Südwesten vorhandene Merianstraße angebunden. Die Immissionssituation ändert sich ent-
sprechend der Zunahme der Emission durch die Verkehrszunahme und die Wärmeerzeugung in
geringem Umfang.
Bei Durchführung der Planung können aufgrund eines höheren Verkehrsaufkommens höhere Be-
lastungen durch verkehrsbedingte Luftschadstoffe auf die umliegenden Siedlungsflächen, insbe-
sondere auf die benachbarte Wohnbebauung entlang des Damianswegs ausgelöst werden. Laut
Verkehrsgutachten (Verkehrsgutachten Damiansweg Köln – Volkhoven/Weiler, Büro StadtVerkehr,
Januar 2019) wird im Planfall 2030 mit einer Zunahme der werktäglichen Verkehrsstärke (DTV-
Werte (durchschnittliches Tagesverkehrsaufkommen)) zu rechnen sein. Die Prognosewerte (DTV)
für den Prognose-Nullfall 2030 im Bereich der betrachteten Straßen im Plangebiet liegen bei
12.970Kfz/24h im Bereich der Merianstraße/ Mercatorstraße. Im Prognose- Planfall 2030 sind in
diesem Bereich ca. 14.620 Kfz/24h bis 15.790 Kfz/24h zu erwarten.
Aufgrund der konkret vorliegenden städtebaulichen Situation, d. h. der vorhandenen lückigen Be-
bauung östlich der Mercatorstraße und südlich der Merianstraße und der Durchlässe zwischen den
geplanten Baukörpern ist eine ausreichende Durchlüftung des Straßenraumes der betrachtenden
Straßen als gegeben anzusehen und mit einer Einhaltung der Grenzwerte der 39. BImSchV zu
rechnen.
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Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Über die baurechtliche Festsetzung der innerhalb des Plangebietes vorgesehenen für den Auto-
verkehr geplanten verkehrsberuhigten Mischverkehrsflächen als öffentliche Verkehrsfläche beson-
derer Zweckbestimmung wird der Ziel- und Quellverkehr gezielt in das Plangebiet geführt und wie-
der gezielt herausgeführt, und damit zusätzlicher Verkehr vermieden. Die festgesetzten Begrü-
nungsmaßnahmen (Dachbegrünung, Grünflächen, Baumpflanzungen im Straßenraum, etc.) die-
nen der Staubbindung und damit der Minderung der Feinstaubbelastung.
Bewertung:
Eine Wohnnutzung ist aufgrund der vorhandenen mittleren Luftgüte im Plangebiet als unkritisch zu
bewerten. Bei Entwicklung der Planung ändert sich die Immissionssituation entsprechend der Zu-
nahme der Emission durch die Verkehrszunahme und die Wärmeerzeugung in geringem Umfang.
Aus Sicht der Luftreinhaltung und Überwachung verkehrsbedingter Emissionen von Luftschadstof-
fen ist das Planvorhaben als unbedenklich einzustufen. Es ist keine geschlossene, sondern eine in
Teilen offene Bebauungsstruktur vorgesehen, welche einen Luftaustauch ermöglicht.
10.5.7 Klima
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: § 1a Satz 5 BauGB, Klimaschutzgesetz NRW, Maßnahmen, die dem
Klimawandel entgegenwirken und Maßnahmen, die der Anpassung an den Klimawandel dienen
(hier: Wärmebelastung)
Zum Schutz des Globalklimas tragen vor allem die Verringerung von Treibhausgasemissionen
durch Einsparung von fossil erzeugter Energie bzw. der Einsatz regenerativer Energieträger bei.
Hierzu zählen u. a. Maßnahmen an Gebäuden und die Vermeidung von Kfz-Verkehr. Dem Einsatz
regenerativer Energieträger kommt eine zunehmende Bedeutung zu. Verschiedene Möglichkeiten
der Reduktion von Treibhausgasen ergeben sich allerdings erst im Rahmen des Baugenehmi-
gungsverfahrens wie zum Beispiel die Anforderungen an die Wärmedämmung von Gebäuden
(§ 18 Abs. 1 Bauordnung NRW in Verbindung mit der aktuell gültigen Energieeinsparverordnung).
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Gemäß der Planungshinweiskarte „Klimawandelgerechte Metropole Köln 21“ ist das Plangebiet
bezogen auf die zukünftige Wärmebelastung der Klasse 4 „klimaaktive Fläche“ zu zuordnen. Die
im Plangebiet unversiegelten offenen überwiegend ackerbaulichen und als Weide genutzten Flä-
chen übernehmen die Funktion von Luftaustauschflächen gegenüber den benachbarten zumeist
versiegelten Siedlungsflächen. Sie wirkt positiv wärmemindernd auf den heutigen Ortsrand west-
lich des Damianswegs.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Bei Nichtdurchführung würde die Klimaklassifizierung bezüglich der zukünftigen Wärmebelastung
weiterhin der Klasse 4 klimaaktiv zuzuordnen sein. Die im Plangebiet anzutreffenden unversiegel-
ten Vegetationsflächen ständen als Luftaustauschflächen gegenüber dem besiedelten sich aufhei-
zenden Stadtraum zur Verfügung.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Bei Durchführung der Planung ist eine zukünftige Wärmebelastung der Klasse 3 -belastete Sied-
lungsflächen- möglich. Dieses entspräche der Zuordnung der umgebenden Siedlungsbereiche.
Aufgrund der geplanten Wohnbebauung erhöht sich der versiegelte Flächenanteil, der zu einer
Aufheizung tags und zu einer höheren nächtlichen Wärmeabstrahlung führen kann. Das Offenland
ist bedeutend für die Kaltluftproduktion und trägt zur Kühlung der angrenzenden Siedlungsflächen
bei. Diese Funktion wird bei der Realisierung der Planung deutlich verringert.
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Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Um eine durch die Baumaßnahme entstehende klimatisch relevante Wärmebelastung zu begren-
zen, wird durch die baulichen Festsetzungen eine höchstens maximale zulässige Versiegelung
festgeschrieben (GRZ 0,4-0,5). Für das Lokalklima wichtige unversiegelte Grün- und Vegetations-
flächen im Inneren des Plangebietes, wie auch im Norden im Übergang zu den offenen Land-
schaftsräumen, werden ebenfalls planungsrechtlich gesichert. Die offene windmühlenartige Anord-
nung der Einfamilienhausbebauung wie auch die offene hofartige Bebauung der Mehrfamilienhäu-
ser ermöglicht die Durchlüftung der Plangebietes. Des Weiteren ist im Bereich der Mehrfamilien-
ausbebauung die Begrünung von Dachflächen vorgesehen, die ebenfalls einen Beitrag zur Redu-
zierung von wärmebelasteten städtischen Siedlungssituationen leisten.
Die begrünten Dachflächen können gleichzeitig für die Erzeugung von Solarstrom genutzt werden.
Insbesondere im Falle von Photovoltaikanlagen steigert eine Dachbegrünung durch die kühlende
Wirkung der Vegetation die Leistungsfähigkeit der Photovoltaik-Module und damit die Energieeffizi-
enz der Anlage. Ferner kommen zur Erzeugung von Wärmeenergie möglichst effiziente Technolo-
gien wie die Kraft- Wärme- (Kälte-) Kopplung zum Einsatz, indem die Nutzung von Fernwärme er-
folgen wird.
Bewertung:
Die Umsetzung des geplanten neuen Wohnquartiers am Damiansweg löst eine Versiegelung
heute unversiegelter landwirtschaftlich genutzter Vegetationsflächen aus, die künftig nicht mehr als
Luftaustauschflächen verfügbar sein werden.
Nach Realisierung der Planung ist künftig gemäß der Planungshinweiskarte „Klimawandelgerechte
Metropole Köln 21“eine zukünftige Wärmebelastung der Klasse 3 „belastete Siedlungsflächen“
möglich. Zur Minderung der durch die Planung ausgelösten, ungünstigeren Wärmebelastung ist
der Anteil der überbaubaren Flächen durch bau- und planungsrechtliche Festsetzungen begrenzt.
Im Bebauungsplan werden kleinklimatisch wirksame Minderungsmaßnahmen berücksichtigt. Da-
her erfolgt die dauerhafte Sicherung begrünter unversiegelter Freiflächen (öffentliche und private
Grünflächen und Gärten, extensiv genutzte Vegetationsflächen im Norden des Plangebietes). Fer-
ner wird die flächenmäßige Begrünung von Flachdächern und flachgeneigten Dachflächen festge-
setzt.
10.5.8 Wirkungsgefüge
zwischen Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima,
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: siehe Ziele des Umweltschutzes bei den einzelnen Belangen
Bewertung:
Wie aus der nachstehenden Tabelle Nr. 002 - Übersicht über die verfahrensrelevanten Wechsel-
wirkungen zwischen den Schutzgütern - ablesbar wird, stehen die einzelnen Schutzgüter wie
Pflanzen/Tiere/Landschaft, Boden/Fläche, Wasser und Klima/Luft in einer Abhängigkeit zu einan-
der. Mit dem Verlust des natürlichen Bodens ist gleichzeitig ein Verlust der vorhandenen Vegeta-
tion und der Biotopfunktion verbunden. Darüber hinaus bestehen aufgrund der Versiegelung des
Bodens Auswirkungen auf den Wasserhaushalt durch die Verringerung der Grundwasserneubil-
dung sowie auf das Klima durch den weitgehenden Verlust der Kaltluftproduktionsfunktion. Bei
Umsetzung des Wohnstandortes am Damiansweg werden heute unversiegelte Bodenflächen
durch die geplante Überbauung zu ca. 64% versiegelt und stehen damit nicht mehr als Pflanzen-
standort bzw. als Lebens- und Nahrungsraum insbesondere für die Tierarten der Offenlandbiotope
zur Verfügung. In der Wechselwirkung von Boden und Wasser ergibt sich aufgrund der geplanten
Bebauung eine Beeinträchtigung in der Art, dass für die Versickerung von Niederschlagswasser
künftig weniger belebte Bodenfläche zu Verfügung stehen wird. Ferner steht der Umweltbelang
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/ 48
Klima/Luft in einer Abhängigkeit von Vegetation und Boden. Offene Vegetationsflächen insbeson-
dere Offenlandflächen (Wiesen) dienen als klimatischer Austauschraum gegenüber dem bebauten
Siedlungsraum, der sich aufgrund eines höheren Versiegelungsanteils tags schneller erwärmt und
nachts langsamer wieder abkühlt. Durch die baurechtliche Festsetzung einer maximal zulässigen
Überbauung im Plangebiet kann einer vollständigen Versiegelung entgegengewirkt werden. Des
Weiteren wird der Erhalt von unversiegelten Bodenflächen über die Festsetzung von Flächen zum
Erhalt und zum Anpflanzen von Bäumen, Sträuchern und sonstiger Bepflanzung entlang der Mer-
cator- und Merianstraße, wie auch über die dauerhafte Sicherung einer öffentlichen Grünfläche in-
nerhalb des Plangebietes gesichert. Durch die Dachbegrünung kommt es zu positiven Auswirkun-
gen für das Stadtbild, Flora, Fauna und das Klima.
Tabelle Nr. 002
Übersicht über die verfahrensrelevanten Wechselwirkungen zwischen den Schutzgütern
Wirkung
von → Pflanzen/ Tiere/
Landschaft
Boden/
Fläche Wasser Klima /
Luft Wirkung
auf ↓ Pflanzen/ Tiere/
Landschaft
Lebensraum für
Pflanzen und
Tiere (+)
Wasser-
nutzung (+)
Lebensraum
(+)
Boden/ Fläche
Erhalt von Boden-
funktionen (+)
Stoffver -
lagerung (-)
Wasser
Ungestörte
Grundw asser-
neubildung (+)
Filterung von
Schadstoffen durch
Pflanzen (+)
Speicher, Filter-
und Puffer-
funktion (+)
Klima/ Luft
Frischluft (+)
Kaltluftproduktion (+)
klimatischer
Ausgleichsraum
(+)
Kaltluftproduktion
(+)
Staubbildung (-)
Legende: (+) positive Wirkung, (-) negative Wirkung
Quelle: in Anlehnung an Storm/ Bunge: Handbuch der Umweltverträglichkeitsprüfung, 2. Band,
Kapitel Wechselwirkungen, September 2002
10.5.9 Landschaft
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: BauGB, BNatSchG, DSchG; LNatSchG NRW
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Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Das heute im Plangebiet anzutreffende Orts- bzw. Landschaftsbild wird durch große zusammen-
hängende landwirtschaftliche Flächen geprägt. Bis auf im Süden des Plangebietes als Pferdekop-
peln genutzte Weideflächen werden die Landwirtschaftsflächen ackerbaulich genutzt. Sie vermit-
teln den Eindruck einer offenen Landschaft mit wenig gliedernden Elementen, die sich im Norden
im Anschluss an das Plangebiet in der Landschaft fortsetzt. Entlang der im Osten und Süden an-
grenzenden Hauptverkehrsstraßen (Mercatorstraße und Merianstraße) sind in den Böschungsbe-
reichen straßenbegleitend raumprägende lineare Gehölzstrukturen und Baumreihen erlebbar. Ent-
lang des Damianswegs befinden sich vereinzelt Bäume und Sträucher, sodass sich für die im
Westen an dem Damiansweg angrenzende Bebauung trotz des quer verlaufenden öffentlichen
Fuß- und Radweg (Pleißesteig), der Eindruck einer innerstädtischen, offenen, nicht bebauten Flä-
che ergibt. Die optische Fernwirkung wird des Weiteren durch den heute sichtbaren Geländever-
lauf (Topografie) unterstützt. Das Gelände fällt von Südwesten in Richtung Norden um ca. 3 m. Die
angrenzenden Hauptverkehrsstraßen liegen im Südwesten zudem ca. 1 Meter über Plangebietsni-
veau. Ferner befindet sich nördlich des Plangebietes als raumprägendes technisches Element in
der weitwirkenden Landschaft eine von Bergheim Richtung Köln verlaufende Hochspannungslei-
tung.
Die heute an das Plangebiet angrenzende Bebauung stellt sich in einer heterogen baulichen wie
auch höhentechnischen Weise dar. Entlang des Damiansweg finden zumeist eine ein- bis zwei-
geschossige Bebauung in Form von Mehrfamilienhäusern, Einfamilienreihenhäusern und auch his-
torischen Hofformen. Südlich der Merianstraße sind mehrgeschossige Büro- und Verwaltungsge-
bäude (Zollverwaltung und Bundesamt für Verfassungsschutz) angesiedelt. Östlich der Mercator-
straße prägen die hallenartigen Baukörper verschiedener Verbrauchermärkte und Bildungseinrich-
tungen das städtische Bild.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Bei Nichtdurchführung der Planung würde weiterhin innerhalb des Plangebietes das Orts- und
Landschaftsbild von einem offenen landwirtschaftlich geprägten Freiraum bestimmt, der umgeben
ist von verschiedenen städtischen Nutzungen, die sich wiederum in einer heterogen Gebäudeku-
batur und Geschossigkeit widerspiegeln.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Die Umsetzung der Planung führt zu einem anderen neuen städtischen Erscheinungsbild. Der Ein-
druck eines offenen landwirtschaftlich bestimmten Freiraumes geht verloren. Erlebbar wird künftig
ein neues städtisches bebautes Quartier, das sich bezogen auf die Geschossigkeit an der heute
vorhandenen Bebauung am Ortsrand des Damianswegs orientiert. Bei der städtebaulichen Neu-
ordnung wird durch die windmühlenartige Anordnung der Gebäude um Innenhöfe begrünte Innen-
höfe und die Anordnung hofartiger Gebäudeformen auf den städtebaulich historischen Ortscharak-
ter von Volkhoven und Weiler planerisch reagiert. Neben entlang von Straßen und Wegen beglei-
tenden Baumpflanzungen, werden innerhalb des Plangebietes größere zusammenhängende Frei-
anlagen als öffentliche Grünflächen und Spielflächen und private Grünflächen und Gartenflächen
visuell erlebbar. Im Anschluss an die 2 bis 3-geschossige Einfamilienreihenhausbebauung im Nor-
den entstehen extensive Wiesenflächen mit eingestreuten Einzelbäumen und Baumgruppen, die
den Abschluss der Bebauung und gleichzeitig den landschaftlichen Übergang in die Offenland-
schaft markieren.
Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
In den benachbarten Ortsteilen anzutreffende, städtebauliche Hofstrukturen werden durch die
windmühlenartige Anordnung der Gebäude um begrünte Innenhöfe aufgegriffen. Es erfolgt ferner
die planungsrechtliche Sicherung größerer zusammenhängenden Grünflächen innerhalb des
neuen Wohnquartiers. Die Ausweisung öffentlicher Grün- und Spielflächen sowie einer privaten
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Grünfläche, die von Allgemeinheit genutzt werden kann, sichert für die Anwohner erlebbare Frei-
räume. Die gewählte Wegeführung ermöglicht ein Durchqueren des neuen Quartiers, auch weiter-
hin in die angrenzenden Landschaftsräume und benachbarten Stadtquartiere zu gelangen. Offene
Wiesenflächen werden im Norden am Übergang in die offene landwirtschaftlich geprägte Land-
schaft planungsrechtlich gesichert. Durch den Erhalt und die Ergänzung von straßen- und wegbe-
gleitenden Baumpflanzungen entsteht ein durchgrüntes Wohnquartier.
Bewertung:
Die Umsetzung der Planung führt zu einem anderen städtischen Erscheinungsbild. Der Eindruck
eines offenen landwirtschaftlich bestimmten Freiraumes geht verloren. Erlebbar wird künftig ein
neues städtisches bebautes Quartier, das sich bezogen auf die Geschossigkeit an der heute vor-
handenen Bebauung am Ortsrand des Damianswegs orientiert. Die für die Orts- bzw. Stadtteile
Volkhoven und Weiler typische Bauform der hofartigen Bebauung wird im geplanten Wohngebiet
am Damiansweg aufgegriffen. Die künftig städtebaulich erlebbare Silhouette wird von einer ein- bis
dreigeschossigen Bebauung, im Süden punktuell von einer bis zu fünfgeschossigen Bebauung be-
stimmt. Bäume als gliedernde Elemente sind im Plangebiet anzutreffen. Die im Innern des Plange-
bietes verorteten öffentliche Grün- und Spielflächen wie auch die privaten für die Allgemeinheit
nutzbaren Freiflächen bieten die Möglichkeit innerhalb des neuen Wohnquartiers auf größere Dis-
tanzen einen größeren nicht bebauten Freiraum wahrnehmen zu können. Der Erholungswert von
Freiraum wird dadurch unterstützt.
Die Betroffenheit hinsichtlich des Umweltaspektes „Landschaft“ ist als erheblich zu bewerten.
10.5.10 Biologische Vielfalt
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: BauGB, BNatSchG
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Das Plangebiet wird im Bestand überwiegend ackerbaulich genutzt. Im südlichen Teil des Plange-
bietes befindet sich eine Pferdekoppel, die durch Grünlandflächen und kleinere Sträucher be-
stimmt wird. Diese Weidebiotope sind aufgrund des dichten Besatzes und der damit einhergehen-
den Nährstoffeinträgen sowie anderer nutzungsbedingter Beeinträchtigungen (kleinere Bretterver-
schläge als Unterstand) als nicht artenreich zu charakterisieren und dem Lebensraumtyp der Fett-
weiden zuzuordnen. Entlang der Merianstraße und des Damianswegs wird die Pferdekoppel durch
Gehölzstrukturen begrenzt. Im Bereich der Merianstraße handelt es sich um standortgerechte
Sträucher wie Schlehe, Schneeball und Holunder, wie auch um eine dichte Baumreihe aus Feld-
ahorn. Eine nahezu durchgehende Gehölzstruktur stellt ferner die mehrreihige freiwachsende
Baum- und Strauchreihe im Böschungsbereich zwischen den Ackerflächen und der Mercatorstraße
entlang der östlichen Plangebietsgrenze dar. Hier finden sich unter anderem Straucharten wie
Hundsrose, Schlehe, Schneeball und Salweide sowie Baumarten wie Ahornarten, Vogelkirsche
und Linden.
Der Übergang im westlichen Plangebiet zwischen den Ackerflächen und den Siedlungsflächen am
Damiansweg wird nur lückenhaft durch vereinzelt wachsende Bäume und Sträucher geprägt.
Heute sind innerhalb des Plangebietes neben zahlreichen Vogelarten, die in besiedelten Bereich
vorkommen, auch Arten des Offenlands vereinzelt als Nahrungsgäste wie Feldlerche und Kiebitz
beobachtet worden (einfacher Nachweis). Mäusebussard, Turmfalke und Mehlschwalbe wurden
ebenfalls vereinzelt jagend gesichtet. Planungsrelevante Offenlandarten wie das Rebhuhn oder die
Wachtel wurden trotz der vorhandenen Habitatstrukturen nicht als Brutvogel oder Nahrungsgast
bei den in 2018 und 2019 durchgeführten artenschutzrechtlichen Untersuchungen nachgewiesen.
Die Vogelarten wie Amsel, Blaumeise, Buchfink, Heckenbraunelle, Kohlmeise, Ringeltaube, Rot-
kehlchen und Singdrossel können zu den sogenannten Allerweltsarten gerechnet werden. Sie sind
auch in städtischen besiedelten Bereichen anzutreffen, ihr Lebensraum- und Nahrungshabitate
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sind nicht als gefährdet zu bewertet. Durch die vorhandene nutzungsbedingte Störwirkung (Land-
wirtschaft, Freizeitnutzung, Lärm) des Großteils der Flächen ist die biologische Vielfalt als mäßig
zu betrachten.
Die im Plangebiet beobachtete Zwergfledermaus nutzt die Gehölzbiotope parallel zur Mercator-
straße, die Baumreihe entlang der Merianstraße sowie die angrenzenden Ackersaumstreifen und
Pferdekoppel als Jagdhabitate. Eine Nutzung der im Bestand vorhandenen Stallungen als Som-
merquartier oder Wochenstube wird aufgrund deren offener und zugiger Gestaltung ausgeschlos-
sen, zumal im Umfeld mit den Siedlungsstrukturen und Gehöften deutlich geeignetere Strukturen
zu finden sind. Eine Nutzung als Tagesversteck der offenen und zugigen Stallungen ist für die
Sommermonate nicht in Gänze auszuschließen. Der Abendsegler wurde nur einmal ziehend beo-
bachtet.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Bei Nichtdurchführung der Planung bliebe die heute anzutreffende Pflanzen- und Artenspektrum
erhalten, da die Flächen weiterhin für die bei der artenschutzrechtlichen Untersuchung gesichteten
Tierarten als Lebensraum und Nahrungshabitate zur Verfügung stehen.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Bei Umsetzung des geplanten Wohnquartiers am Damiansweg gehen die heute vorhandenen
durch die landwirtschaftliche Nutzung geprägten Offenlandlebensräume verloren. Die linienhaften
Gehölzhabitate entlang der Mercatorstraße können teilweise langfristig erhalten bleiben und durch
Neupflanzungen mit vergleichbarer Artenzusammensetzung ergänzt werden. Der dichte Gehölzbe-
stand entlang der Merianstraße kann aufgrund der Planung nicht erhalten bleiben. Mit der Entwick-
lung des neuen Wohnstandortes entstehen neue, wenn auch mehr gärtnerisch geprägte mit Bäu-
men gliederte Grünflächen, die einigen der heute im Plangebiet vorkommenden Vogelarten Habi-
tate bieten können. Bei Durchführung der Planung wird sich das heute im Plangebiet anzutreffende
Artenspektrum verändern. Die höherwertigen Offenlandstrukturen fallen weg. Die im Plangebiet
künftig anzutreffenden Biotopstrukturen werden abwechslungsreicher, in ihrer Wertigkeit jedoch
minderwertiger.
Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Um wegfallenden Habitatstrukturen zumindest teilweise zu ersetzen, werden auf der Ebene des
Bebauungsplanes der Erhalt und die Neupflanzung von standortgeeigneten Bäumen und Grünflä-
chen festgesetzt. Die geplante Maßnahmenfläche an der nördlichen Grenze wird überwiegend als
Extensivgrünland mit vereinzelten Gehölzgruppen und Einzelgehölzen planungsrechtlich festge-
setzt und ist dauerhaft zu erhalten. Die Festsetzung einer extensiven Dachbegrünung von Flach-
dächern bzw. flachgeneigten Dachflächen schafft zusätzliche Vegetationsflächen, die ein Arten-
spektrum von halbtrockenen und trockenen Standorten sichert.
Bewertung:
Um wegfallenden Habitatstrukturen zumindest teilweise zu ersetzen, werden auf der Ebene des
Bebauungsplanes der Erhalt und die Neupflanzung von standortgeeigneten Bäumen und Grünflä-
chen festgesetzt. Die geplante Maßnahmenfläche an der nördlichen Grenze wird überwiegend als
Extensivgrünland mit vereinzelten Gehölzgruppen und Einzelgehölzen planungsrechtlich festge-
setzt und ist dauerhaft zu erhalten. Die Festsetzung einer extensiven Dachbegrünung von Flach-
dächern bzw. flachgeneigten Dachflächen schafft zusätzliche Vegetationsflächen, die ein Arten-
spektrum von halbtrockenen und trockenen Standorten sichert.
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10.5.11 Erhaltungsziele und Schutzzweck der Natura 2000-Gebiete (Gebiete
von gemeinschaftlicher Bedeutung/europäische Vogelschutzgebiete)
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 b BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: BNatSchG, VV FFH/ VG
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Das Plangebiet ist weder Bestandteil eines Naturschutzgebietes, FFH-(Flora-Fauna-Habitat) Ge-
bietes oder europäischen Vogelschutzgebietes, noch befinden sich Schutzgebiete im näheren Um-
feld des Plangebietes.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Bei Nichtdurchführung der Planung sind keine Belange hinsichtlich der Erhaltungsziele und der
Schutzzweck der Natura 2000-Gebiete betroffen.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Bei Durchführung der Planung sind keine Belange hinsichtlich der Erhaltungsziele und der Schutz-
zweck der Natura 2000-Gebiete betroffen.
Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen zur Vermeidung erheblicher nachteiliger
Umweltauswirkungen durch die Planung sind nicht erforderlich, da der Belang nicht betroffen ist.
Bewertung:
Weder die Erhaltungsziele noch der Schutzzweck der Natura 2000-Gebiete sind durch die Bauleit-
planung betroffen.
10.5.12 Mensch, Gesundheit, Bevölkerung
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 c BauGB)
10.5.12.1 Lärm
Ziele des Umweltschutzes: DIN 4109-1: 2018-01, DIN 18005, DIN 45691, BImSchG, 16. BIm-
SchV, 24. BImSchV, TA Lärm, Freizeitlärmerlass, 18. BImSchV, BauGB (gesunde Wohn- und Ar-
beitsverhältnisse)
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Öffentlicher Straßenverkehr/Straßenverkehrslärm:
Die Lärmsituation im Untersuchungsgebiet bezüglich des Straßenverkehrslärms auf öffentlichen
Straßen wird durch den Verkehr auf den umliegenden Straßen, hier durch die Merianstraße, die
Mercatorstraße sowie den Damiansweg bestimmt.
Öffentlicher Schienenverkehr /Schienenverkehrslärm:
Die Lärmsituation im Untersuchungsgebiet bezüglich des Verkehrslärms auf öffentlichen Schienen-
wegen wird durch Strecken der Deutschen Bahn AG, hier die Strecke 2610 und die Strecke 2620,
geprägt. Diese befinden sich außerhalb des Geltungsbereiches des Bebauungsplans Nr. 62547/02
„Damiansweg“. Die Strecke 2610 verläuft in einer Entfernung von ca. 670 m westlich des Plange-
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bietes. Die Strecke 2620 verläuft in einer Distanz von ca. 520 m südlich des Plangebietes in Rich-
tung Chorweiler nach Nordosten. Sie sind als jeweils zweigleisige Strecken ausgelegt. Während
über die Strecke 2610 der Deutschen Bahn AG sowohl Güterverkehre als auch Personenzüge ge-
führt werden, wird die Strecke 2620 für den S-Bahnverkehr genutzt.
Gewerbelärm:
Für eine Bewertung von Lärmeinwirkungen durch Gewerbelärm auf das geplante Wohnquartier am
Damiansweg wurden die gewerblichen Nutzungen im unmittelbaren und mittelbaren Umfeld des
Plangebietes untersucht. Als Emittenten wirken folgende gewerbliche Nutzungen ein: Verbraucher-
markt und Getränkemarkt an der Elbeallee, gewerbliche Nutzungen (Bildungsverein, etc.) östlich
der Mercatorstraße und die Zollverwaltung und das Bundesamt für Verfassungsschutz südlich der
Merianstraße.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Der Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung entspricht dem Umweltzustand es Bestan-
des.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Im Rahmen des Vorhabens wurde die auf das Untersuchungsgebiet einwirkendenden Lärmimmis-
sionen aus dem öffentlichen Straßen-, Schienen- und Flugverkehr sowie dem Gewerbe, die Aus-
wirkungen der Planung auf die Umgebung, der Nachbarschaftslärm betrachtet und bewertet sowie
der Straßenausbau gemäß 16. BImSchV geprüft.
Durch Sport- und Freizeitaktivitäten einwirkende Lärmimmissionen sind innerhalb des Bebauungs-
planes nicht zu erwarten und somit nicht Teil der vorliegenden schalltechnischen Untersuchung
(ADU Cologne Institut für Immissionsschutz GmbH, Köln (2019)).
Gemäß künftigem Planungsrecht wird für den Planbereich der Schutzanspruch eines Allgemeinen
Wohngebietes (WA) angenommen. Die Verkehrslärm-Immissionen beurteilen sich nach der DIN
18005. Die Gewerbelärm-Immissionen werden gemäß der Technischen Anleitung Lärm (TA-Lärm)
beurteilt.
Einwirkungen (Immissionen) auf das Plangebiet durch Emittenten nach DIN 18005:
Tabellarische Übersicht über die Orientierungs- und Grenzwerte des Lärmschutzes für allgemeine
Wohngebiete (WA)
Tag- und Nachtwerte der Außengeräuschpegel in dB(A)
DIN 18005 (Orientierungs-
werte) TA Lärm
(Immissionsricht-
werte)
16. BImSchV
(Immissionsgrenz-
werte)
Straßen- und
Schienenver-
kehr
Industrie und
Gewerbe,
Freizeitlärm
WA
Allgemeine
Wohngebiet/
Kleinsiedlungs-
gebiete
55/45 55/40 55/40 59/49
Straßenverkehrslärm:
Die auf das Plangebiet einwirkenden Immissionen durch Straßenverkehrslärm werden durch Beur-
teilungspegel tags und nachts in einer Höhenstaffelung von 2 m, 4 m und 11 m betrachtet.
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An Fassaden im Zentrum des Plangebietes, d.h. im WA 2 wie auch im W 1.1 und WA 1.2 sind Be-
urteilungspegel tags (von 6.00 Uhr bis 22.00 Uhr) zwischen 50 dB (A) und 55 dB (A) zu erwarten.
In der Nacht (von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr) liegen die Werte zwischen 40 dB (A) und 45 dB (A) .An
den Fassaden entlang der bestehenden Straßen und geplanten Erschließungsstraßen sind zwi-
schen 60 dB (A) und 65 dB (A) tags und 50 dB (A) und 60 dB (A) nachts.
Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass die höchstbelasteten Fassaden im Plangebiet an den
Fassaden zur Merianstraße liegen. Zu erwarten sind dort maximale Beurteilungspegel aus dem
Straßenverkehr von tags 70 dB(A) und von nachts 61 dB(A). Hier kommt es zu einer Überschrei-
tung der Orientierungswerte von tags +15 dB(A) und nachts + 16 dB(A).
Im Inneren des Plangebietes werden die Orientierungswerte an den von der Mercatorstraße und
Merianstraße abgewandten Fassaden tags wie nachts überwiegend eingehalten. Dagegen kommt
es an den straßenzugewandten Fassaden tags wie nachts zu Überschreitungen.
An der höchstbelasteten Fassade im Plangebiet wird der Orientierungswert tags um bis zu 15
dB(A) überschritten. In den anderen Bereichen liegen die Überschreitungen zwischen 5 dB und 10
dB sowohl tags wie nachts.
Schienenverkehrslärm:
Immissionen aus dem Schienenverkehr sind als „Fernlärm“ im südwestlichen Bereich des Plange-
bietes zu erwarten. Die auf das Plangebiet einwirkenden Immissionen durch Schienenverkehrs-
lärm werden durch Beurteilungspegel tags und nachts in einer Höhenstaffelung von 4 m und 11 m
betrachtet.
Die Beurteilungspegel tags liegen an den nach Norden, Nordwesten und nach Westen ausgerich-
teten Fassaden bis zu 50 dB (A) tags und vereinzelt auch nachts. An den übrigen Fassaden sind
Beurteilungspegel tags wie nachts zwischen 35 dB (A) und 45 dB (A) zu erwarten. Der maximale
Beurteilungspegel liegt bei 48 dB (A) tags und 51 dB (A) nachts an den Fassaden, die nach Nor-
den, Nordwesten bzw. nach Westen ausgerichtet sind.
Der Orientierungswert tags mit 55 dB (A) wird, wie das Untersuchungsergebnis zeigt, um 6 dB(A)
unterschritten. Der Orientierungswert für den Nachtzeitraum wird um 7 dB(A) überschritten.
Gesamtverkehrslärm:
Die Geräuschimmissionen, die bei der Betrachtung des Gesamtverkehres zu berücksichtigen sind,
resultieren aus den Geräuschimmissionen der Emittenten Straßenverkehr im Bereich öffentlicher
Verkehrsflächen und Schienenverkehr im Bereich öffentlicher Verkehrsflächen für den Planfall. Bei
der Betrachtung der maximalen Beurteilungspegel der Immissionen aus den vorgenannten Emit-
tenten werden zwei Immissionshöhen an den Fassaden tags und nachts berücksichtigt.
Die maximalen Beurteilungspegel für den Gesamtverkehr in 4 Meter wie auch in 11 Meter Höhe
tags und nachts sind entlang der Mercatorstraße im Osten des Plangebietes, entlang der Merian-
straße bzw. der neuen Kreisverkehr-Anbindung im Bereich des Damianswegs / Deliastraße zu er-
warten. Die Beurteilungspegel liegen in 4 Meter Höhe tags bei 70 dB (A) entlang der Mercator-
straße/ Merianstraße, im Bereich des neuen Kreisverkehrs bei <= 75 dB (A), nachts bei 60 dB (A)
entlang der Mercatorstraße/ Merianstraße, im Bereich des neuen Kreisverkehrs bei <= 65 dB (A).
Im Inneren des Plangebietes werden unter Berücksichtigung der abschirmenden Wirkung in 4 Me-
ter Höhe tags Beurteilungspegel von 60-50 dB(a) und nachts von 55-40 dB(a) erreicht. In 11m
Höhe werden tags 65-60 dB(a) und nachts 55-50 dB(A) erreicht.
Gewerbelärm:
Für die Beurteilung der Einwirkungen durch Gewerbelärm wurden die Richtwerte der TA Lärm für
Allgemeine Wohngebiete (WA) zugrunde gelegt. Der Gewerbelärm wird bei der Berechnung der
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maßgeblichen Außenlärmpegel gemäß dem Richtwert für Allgemeine Wohngebiete zur Tagzeit
bzw. zur Nachtzeit berücksichtigt.
Die zu erwartenden maximalen Beurteilungspegel der Immissionen aus dem Gewerbelärm für den
Planfall liegen an den geplanten südöstlichen und östlichen Wohngebäudefassaden des vierge-
schossigen Mehrfamilienhauses an der Merianstraße tags bei 51 dB (A) und nachts bei 36 dB (A).
Die Immissionsrichtwerte der TA Lärm werden somit eingehalten. Eine Überschreitung des Kriteri-
ums für einzelne kurzzeitige Geräuschspitzen (Maximalpegel) der TA Lärm ist nicht zu erwarten.
Auswirkungen (Emissionen) durch das Plangebiet auf die Umgebung:
Die Umsetzung des geplanten neuen Wohnstandortes initiiert ein erhöhtes Verkehrsaufkommen.
Die Zunahme des öffentlichen Straßenverkehrs wurde an sechs exemplarischen ausgewählten Im-
missionsorten (IO) betrachtet. Durch die Zunahme des öffentlichen Straßenverkehrs auf dem
Damiansweg 51 (IO 2) und Damiansweg 49 (IO 6), der Deliastraße 19 (IO 1), dem Georgshof
(IO 5) und des südwestlichen Straßenabschnittes der Merianstraße, Merianstraße 45 (IO 4), ist an
den angrenzenden Wohnhäusern mit einer Lärmpegelerhöhung zu rechnen. Lediglich am Gertrud-
Bollenrath-Weg 1 (IO 3) konnte rechnerisch keine Lärmpegelerhöhung festgestellt werden.
An allen Immissionsorten (IO 1 bis IO 5) bleiben die sogenannten Sanierungswerte von 70 dB(a)
tags und 60 dB(a) nachts auch im Planfall sicher unterschritten. Die Änderungen an den Immissi-
onsorten IO 2 bis IO 5 beträgt max. +2,7 dB. Unter diesen Voraussetzungen ist eine Änderung der
Beurteilungspegel von weniger als 3 dB als nicht erheblich einzustufen.
Am Immissionsort Deliastraße 19 (IO 1) beträgt die Erhöhung im Tag- und Nachtzeitraum bis zu
3,6 dB und am Immissionsort IO 6 (Damiansweg) bis zu 3,8 dB.
Prüfung des Straßenausbaus gemäß 16. BImSchV
Beim Neu- bzw. Ausbau einer Straße wird als Bewertungsgrundlage die Verkehrslärmschutzver-
ordnung (16. BImSchV) herangezogen. Die 24. BImSchV legt die Art und den Umfang der zum
Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Verkehrsgeräusche notwendigen Schallschutz-
maßnahmen fest. Ein Anspruch auf Schallschutz besteht dann, wenn zum Einen eine Überschrei-
tung der Immissionsgrenzwerte für WA-Gebiete von 59 dB(A) tags bzw. 49 dB(A) nachts vorliegt
und zum Anderen die Kriterien der wesentlichen Änderung gemäß 16. BImSchV erfüllt sind.
Durch den geplanten Ausbau des Straßenbereichs „Damiansweg (inklusive Kreisverkehr)“ ist das
Kriterium einer wesentlichen Änderung gemäß 16. BImSchV erfüllt.
Laut Lärmgutachten (inkl. Ergänzung ADU Cologne: Tabelle 13-1: Gebäude innerhalb des Aus-
baubereichs (Damiansweg); 14.11.2019) besteht nach Prüfung der oben genannten Kriterien ein
Anspruch auf Schallschutzmaßnahmen an folgenden Immissionsorten:
Deliastraße 19 (IO 1)
Merianstraße 45 (IO 4)
Damiansweg 49 (IO 6)
Damiansweg 47 (IO 7) – (dieser Immissionsort wurde in der Prüfung des Straßenausbaus
gemäß 16. BImSchV neu hinzugefügt)
An den Immissionsorten IO 1 und IO 4 gibt es die Überschreitung der Grenzwerte bereits im Ist-
Zustand (siehe nachstehende Tabelle). Der Ist-Zustand betrachtet weder den geplanten Straßen-
ausbau noch die städtebauliche Planung, sondern geht von den aktuellen Immissionen aus. Am
IO 6 und IO 7 kommt es erstmalig im Plan-Zustand zu einer Überschreitung der Grenzwerte. Die
Überschreitung liegt bei 0,9 - 2,8 dB(A).
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Im September 2019 erfolgte eine Messung der Fassade exemplarisch am Damiansweg 47 mit
dem Prüfauftrag, ob die vorhandenen Fassaden den Anforderungen an den Schutz gegen Außen-
lärm auch nach Durchführung der Planung weiter gerecht werden.
Messtechnisch erfasst wurde im Schlafzimmer eine resultierender Luftschalldämmung der Fas-
sade von R`45,w= 35 dB, womit die Einhaltung der erforderlichen resultierenden Luftschalldäm-
mung von R`w,res ≥ 39 dB gemäß DIN 4109-1 nicht sichergestellt wird. Die exemplarisch durchge-
führte Messung zeigt, dass die dort vorhandene Luftschalldämmung für den berechneten Beurtei-
lungspegel im Planfall nicht ausreichend ist.
Die folgende Tabelle zeigt die ermittelten ungerundeten Beurteilungspegel an den umliegenden
Immissionsorten, die durch eine Überschreitung der Grenzwerte nach 16. BImschV betroffen sind
(in Klammern jeweils die Höhe der Grenzwertüberschreitung).
Immissionsort Geschoss Ist-Zustand Plan-Zustand
Tag
dB(A)
Nacht
dB(A)
Tag
dB(A)
Nacht
dB(A)
Deliastraße 19,
Südfassade
EG 60,4
(1,4)
51,2
(2,2)
65,4
(6,4)
56,1
(7,1)
1. OG 60,7
(1,7)
51,4
(2,4)
65,3
(6,3)
56,1
(7,1)
2. OG 60,4
(1,4)
51,2
(2,2)
64,9
(5,9)
55,6
(6,6)
Merianstraße 45,
Ostfassade
EG 60,0
(1,0)
50,8
(1,8)
62,6
(3,6)
53,3
(4,3)
Damiansweg 49,
Ostfassade
EG 54,4
(-)
44,8
(-)
60,2
(1,2)
50,7
(1,7)
1. OG 55,0
(-)
45,5
(-)
61,1
(2,1)
51,6
(2,6)
2. OG 55,4
(-)
45,9
(-)
61,3
2,3)
51,8
(2,8)
Damiansweg 47,
Ostfassade
EG 54,4
(-)
44,7
(-)
59,9
(0,9)
50,4
(2,8)
1. OG 55,1
(-)
45,6
(-)
61,1
(2,1)
51,6
(2,6)
2. OG 55,7
(-)
46,2
(-)
61,3
(2,3)
51,8
(2,8)
Nachbarschaftslärm (Tiefgaragen- Ein-und Ausfahrten):
Innerhalb des Plangebietes wird der ruhende Verkehr im Bereich der geplanten mehrgeschossigen
Bebauung östlich des geplanten Kreisverkehrs in einer gemeinsamen Tiefgarage untergebracht.
Die Tiefgarage soll über eine Toreinfahrt von Süden aus erschlossen werden.
Bei den Lärmimmissionen durch den zu betrachtenden Kfz-Verkehr der geplanten Tiefgaragen im
Plangebiet handelt es sich um Nachbarschaftslärm. Diese Immissionen vor den Fassaden der
schützenswerten Gebäude im Bestand außerhalb des Plangebiets werden hilfsweise analog der
TA Lärm ermittelt und beurteilt. Die TG-Stellplätze werden am Tag und in der Nacht genutzt. Be-
züglich der Nachtzeit wird gemäß TA Lärm die lauteste volle Nachtstunde betrachtet.
Aufgrund der Nutzung der Tiefgarage ergeben sich innerhalb des Plangebietes grundsätzlich fol-
gende Geräuschquellen, die vom Plangebiet auf die Nachbarschaft einwirken können:
PKW-Ein- und Außenfahrten im Außenbereich
Emission über Toröffnung
Öffnen und Schließen des Rolltores
- 56 -
/ 57
Das Rolltor soll gemäß dem Stand der Technik lärmarm ausgeführt werden, so dass diese Ge-
räuschquelle von untergeordneter Bedeutung ist und nicht näher betrachtet wird.
Die Schalleistung in der Tiefgarage wird im Sinne einer Abschätzung zum ungünstigsten Fall ana-
log der Parkplatzlärmstudie des bayrischen Landesamtes für Umweltschutz berechnet, wobei im
Sinne einer Worst-Case-Betrachtung 34 Bewegungen pro h im Tagzeitraum und 7 Bewegungen
pro h in der lautesten Nachtstunde (gemäß TA Lärm) herangezogen werden. Für die zuvor ge-
nannten Fahrbewegungen sind folgende längenbezogene Schalleistungspegel pro m² zu erwarten:
Lw“,1h,tags = 63,1 dB(A)
Lw“,1h,nachts = 56,2 dB(A)
Für die Öffnungsflächen von ca. 17,0 m² der TG-Ein-/Ausfahrten ergeben sich daraus folgende ab-
gestrahlte Schallleistungen:
Öffnungsfläche
Abgestrahlte Schallleistung in dB(A)
Tag Nacht
lauteste h
TG-Toreinfahrt 17 m² 77,5 70,7
Emission Tiefgaragen -Toreinfahrt
In unmittelbarer Nachbarschaft zu den geplanten Tiefgaragenzufahrten im WA 1.1 wurden mögli-
che Lärmeinwirkungen an folgenden Immissionsorten (IO) betrachtet:
IO 1: Deliastraße 19 (Bestand)
IO 4: Merianstraße 45 (Bestand)
IO 7: Plangebäude an der Tiefgaragenein- und –ausfahrt
IO 8: Plangebäude gegenüber der Tiefgaragenein- und –ausfahrt
Die Untersuchungsergebnisse belegen, dass an den untersuchten Immissionsorten in der Nach-
barschaft zum Plangebiet die Immissionsrichtwerte der TA-Lärm für Allgemeine Wohngebiete mit
55 dB(A) tags und 40 dB(A) eingehalten werden. Die maximalen Immissionen durch die geplante
Tiefgarage liegen am IO 1 tags zwischen 36 dB (A) und 38 dB (A) und nachts zwischen 29 dB (A)
und 31 dB (A). Am IO 4 liegen die maximalen Immissionen tags bei 35 dB (A) und nachts bei 28
dB (A). Somit werden keine negativen Einwirkungen durch den geplanten Bau von Tiefgaragenein-
fahrten auf die Nachbarschaft ausgelöst.
Die Geräusche durch die Tiefgarage sind an den Immissionsorten IO 7 und IO 8 an den Plange-
bäuden nicht nach TA Lärm zu beurteilen. Dort werden maximale Immissionen von 53 dB(A) tags
und 46 dB(A) nachts erreicht.
Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Da die Orientierungswerte der DIN 18005 für Allgemeine Wohngebiet (WA) teilweise erheblich
überschritten werden, sind zur Sicherung gesunder Wohn- und Arbeitsverhältnisse im Plangebiet
Schallminderungsmaßnahmen erforderlich.
Aus diesem Tatbestand sind zunächst einmal Maßnahmen für einen aktiven Lärmschutz (Lärm-
schutzwand) entlang der Mercatorstraße und dem südöstlichen Abschnitt der Merianstraße abzu-
leiten. Zur Schaffung gesunder Wohn- und Arbeitsverhältnisse im Bereich der 2-geschossigen Be-
bauung wäre auf einer Länge von 311 m eine 8 m hohe Lärmschutzwand und entlang der Merian-
straße im Kreuzungsbereich mit Mercatorstraße eine 110 m lange und 13 m hohe Lärmschutz-
wand erforderlich. Der Bau von Lärmschutzwänden ist aus städtebaulicher Sicht nicht gewollt, da
gegenüber den benachbarten Wohnquartieren und angrenzenden Siedlungsflächen das Stadtbild
zerschneidende und störende technische Bauwerke entstehen würden. Außerdem kann die ent-
- 57 -
/ 58
lang der Merianstraße entstehende Blockbebauung das Innere des Plangebietes vor den Ver-
kehrsimmissionen abschirmen. Des Weiteren müsste die zum Schutz von Natur und Landschaft
festgesetzte Fläche entfallen, bzw. würde durch eine Lärmschutzwand zerstört.
Zur Sicherstellung eines ausreichenden Schallschutzes kommen für das Plangebiet passive
Schallschutzmaßnahmen nach DIN 4109-1:2018-01 in Betracht, die den erforderlichen Schall-
schutz in den Gebäuden in Form von Mindestanforderungen an die Luftschalldämmung von Au-
ßenbauteilen (Fenster, Wände und Dächer ausgebauter Dachgeschosse) schutzbedürftiger Nut-
zungen sicherstellen. Der für die Ermittlung der Lärmpegelbereiche maßgebliche Außenlärmpegel
errechnet sich gemäß DIN 4109 aus den Beurteilungspegeln (tags) der maßgeblich auf die Plan-
bebauung einwirkenden Emittentenarten – Straßenverkehrslärm, Schienenverkehrslärm, Gewer-
belärm und Nachbarschaftslärm. Die Mindestanforderungen an die Luftschalldämmung von Au-
ßenbauteilen gegenüber Außenlärm werden im Bebauungsplan zeichnerisch als Lärmpegelberei-
che dargestellt. Textlich festgesetzt wird, dass entsprechend den dargestellten Lärmpegelberei-
chen Schallschutzmaßnahmen an Außenbauteilen gemäß DIN 4109 zu treffen sind.
Im Bebauungsplan sollen aufgrund des rechtlich unstrittigen Flächenbezugs der Größe „Lärmpe-
gelbereich“ der im Gutachten vorliegende Vorschlag zur Festsetzung über 5 dB-Klassen der „Maß-
geblichen Außenlärmpegel“ gemäß DIN 4109:2018-01 auf die Größe „Lärmpegelbereiche“ umge-
schrieben werden. Das Stadtplanungsamt definiert dazu den Zusammenhang zwischen den 5 dB-
Klassen der Maßgeblichen Außenlärmpegel gemäß DIN 4109:2018-01 und den Lärmpegelberei-
chen folgendermaßen:
LPB 5dB-Klasse
Maßgeblicher Außenlärmpegel (Obergrenze)
I Bis 55 dB(A)
II 60 dB(A)
III 65 dB(A)
IV 70 dB(A)
V 75 dB(A)
VI 80 dB(A)
VII > 80 dB(A)
In unmittelbarer Nachbarschaft zu den an das Plangebiet angrenzenden Straßen, d.h. entlang der
Merianstraße und der Mercatorstraße wird der Lärmpegelbereich V festgesetzt. Dies gilt insbeson-
dere für den südwestlichen Teil von WA 1.1. Für die westlichen Bereiche von WA 1.2 und die östli-
chen Teilbereiche WA 2 sind die Vorgaben des Lärmpegelbereichs IV umzusetzen. Die westlichen
Teilbereiche von WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 entlang des Damianswegs wie auch in WA 2 im mittle-
ren Teilbereich des Plangebietes liegen innerhalb des festgesetzten Lärmpegelbereichs III.
Die Anordnung der Wohnbebauung in einem stark lärmbelasteten Bereich ist gerechtfertigt, um
dem stadtentwicklungspolitischen Ziel gerecht werden zu können ein ausreichendes Wohnungsan-
gebot – als Mietwohnung oder als Wohneigentum – bereit zu stellen. Auch im Sinne einer optimier-
ten Ausnutzung der Infrastruktur, insbesondere aufgrund der guten Anbindung der Fläche an den
ÖPNV ist eine Ansiedlung von Wohnen in verdichteter Bauweise auch an lärmbelasteten Straßen
geboten. In einer Großstadt wie Köln sind die hier vorhandenen lärmbelasteten Bereiche nichts
Ungewöhnliches.
Die Festsetzungen passiver Schallschutzmaßnahmen stellen sicher, dass den schall-immissions-
schutzrechtlichen Anforderungen an die geplante Wohnbebauung zur Erzielung gesunder Wohn-
verhältnisse sowohl im Tag- als auch Nachtzeitraum Rechnung getragen werden kann.
Die Lärmpegelbereichsgrenzen werden in der Planurkunde entsprechend bei freier Schallausbrei-
tung als maximale Pegel gekennzeichnet. Die aus den Lärmpegelbereichen resultierenden Nach-
weise zur Schalldämmung (resultierendes Schalldämm-Maß) der Außenbauteile sind im Rahmen
des Baugenehmigungsverfahrens durch die Eignung der gewählten Gebäudekonstruktionen, ein-
schl. Fenster und Nebeneinrichtungen, wie Rollladenkästen, etc. nach DIN 4109 "Schallschutz im
Hochbau", zu führen.
- 58 -
/ 59
Bewertung:
Der Geltungsbereich des Bebauungsplans sowie die angrenzenden Flächen sind lärmvorbelastet,
insbesondere aus dem Straßenverkehr der Mercatorstraße und Merianstraße sowie dem Schie-
nenverkehr der Strecken 2610 und 2620 der Deutschen Bahn AG. Die Überschreitungen der Ori-
entierungswerte sind als erheblich einzustufen. Durch entsprechende Festsetzungen werden
schalltechnisch gesunde Wohnverhältnisse sichergestellt. Im Bebauungsplan werden die Lärmpe-
gelbereiche III bis V in Abhängigkeit zu den Lärmeinwirkungen durch Straßen- sowie Schienenver-
kehr im Plangebiet festgesetzt. Bei Umsetzung der im Bebauungsplan festgesetzten Maßnahmen
sind gesundheitsschädigende Einwirkungen auf die künftige Wohnbevölkerung auszuschließen.
Mit der Umsetzung der Planung kommt es zu einer Verkehrszunahme und zu einer Erhöhung der
damit zusammenhängenden Verkehrslärmimmissionen. An vier Immissionsorten im Bereich des
neuen Kreisverkehrs sind grundsätzlich die Voraussetzungen der Verkehrswege-Schallschutz-
maßnahmenverordnung gemäß 24. BImSchV erfüllt. Die für den Anspruch erforderliche Über-
schreitung der Grenzwerte liegt auch daran, dass bereits im Ist-Zustand eine Grenzwertüberschrei-
tung vorhanden ist. An zwei Immissionsorten (Damiansweg 49 und 47) wird die Grenzwertüber-
schreitung erst im Planfall initiiert. Für die Immissionsorte, bei denen die Grenzwerte erst im Plan-
fall überschritten werden, wird im städtebaulichen Vertrag eine Finanzierungslösung der eventuell
geltend gemachten Ansprüche auf Schallschutzmaßnahmen geregelt.
Innerhalb des Plangebietes wird der ruhende Verkehr im Bereich der geplanten mehrgeschossigen
Bebauung in einer gemeinsamen Tiefgarage untergebracht. Die Untersuchungsergebnisse bele-
gen, dass an den untersuchten Immissionsorten in der Nachbarschaft zum Plangebiet die Immissi-
onsrichtwerte der TA-Lärm für Allgemeine Wohngebiete eingehalten werden. Somit werden keine
negativen Einwirkungen durch den geplanten Bau von Tiefgarageneinfahrten auf die Nachbar-
schaft ausgelöst.
10.5.12.2 Altlasten
Ziele des Umweltschutzes: BBodSchG, BBodSchV, LAWA-Richtlinie, LAGA-Anforderungen,
Nach Aussage des Altlastenkatasters der Stadt Köln befinden weder sich im Geltungsbereich des
Bebauungsplanes 62547/ 02 „Damiansweg“ noch in benachbarten Flächen Altlasten.
Bewertung:
Der Umweltbelang Altlasten ist für die Bewertung des geplanten Wohnquartiers am Damiansweg
nicht relevant, da im Plangebiet weder Altlastenverdachtsflächen noch Altablagerungen vorhanden
sind.
10.5.12.3 Erschütterungen
Ziele des Umweltschutzes: Abstandserlass, DIN 4150 Teil 1 und 2
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Innerhalb des Plangebietes wie auch in unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich keine Einrich-
tungen, die schädliche Einwirkungen durch Erschütterungen auf die geplante Wohnbebauung aus-
lösen würden. In ca. 670 m Entfernung westlich des Plangebietes verläuft die Eisenbahntrasse der
Deutschen Bahn AG (DB Strecke 2610). Durch den Bahnbetrieb werden keine Beeinträchtigungen
durch Erschütterungen ausgelöst. Gleiches gilt für die in 520 m Entfernung östlich Plangebietes
verlaufende Stadtbahntrasse (DB-Strecke 2620). Aufgrund der großen Distanz zum Plangebiet
wurde der Umweltbelang „Erschütterungen“ nicht weiter gutachterlich betrachtet.
- 59 -
/ 60
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Der Kenntnisstand bezüglich des Umweltbelangs „Erschütterungen“ würde dem Sachstand des
derzeitigen Umweltzustandes entsprechen.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Gesundheitsschädliche Einwirkungen durch Erschütterungen auf die geplante Wohnbaunutzung
und auf den geplanten Kindergarten ebenso wie auch bei Nutzung der geplanten Spiel- und Frei-
flächen sind nicht zu erwarten. Durch die Planung werden ebenfalls keine Auswirkungen durch Er-
schütterungen auf benachbarte Wohnquartiere bzw. sonstige sensible Nutzungen ausgelöst.
Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Da der Belang weder bei Nicht- noch bei Durchführung der Planung betroffen ist, werden keine
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erforderlich.
Weder im Bestand noch bei Durchführung der Planung wirken Erschütterungen auf das Plangebiet
ein. Umweltrelevante Erschütterungen, die durch die Planung ausgelöst werden könnten, sind
ebenfalls nicht zu erwarten. Der Umweltbelang „Erschütterungen“ ist nicht betroffen.
Bewertung:
Weder im Bestand noch bei Durchführung der Planung wirken Erschütterungen auf das Plangebiet
ein. Umweltrelevante Erschütterungen, die durch die Planung ausgelöst werden könnten, sind
ebenfalls nicht zu erwarten. Der Umweltbelang „Erschütterungen“ ist nicht betroffen.
10.5.12.4 sonstige Gesundheitsbelange/ Risiken
zum Beispiel Hochwasser, Magnetfeldbelastung, Störfallrisiko, Starkregen (Klimawan-
delfolgen)
Ziele des Umweltschutzes: gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse und die Sicherheit der
Wohn- und Arbeitsbevölkerung (§ 1 Absatz 5 Nummer 1 BauGB) und je nach Belang: WHG, Hoch-
wasserschutzkonzept; HWRM-RL, BImSchG, 26. BImSchV, Abstandserlass, Seveso-III-RL,
KAS 18, 12. BImschV
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Störfallbetriebsbereiche
Im Plangebiet und unmittelbar angrenzend sind keine Störfallbetriebsbereiche bekannt, die unter
die Vorgaben der 12. Verordnung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Störfall-Verordnung,
12. BImSchV) fallen.
Elektromagnetische Felder (EMF)
Im Plangebiet ist derzeit keine Quelle starker elektromagnetischer Strahlung bekannt.
In ca. 360 m Entfernung nördlich befindet sich eine Hochspannungsfreileitung. Durch die große
Entfernung ist nicht mit einer Beeinträchtigung zu rechnen.
Gesetzliches Überschwemmungsgebiet/ Hochwasserschutzkonzept
Das Plangebiet liegt nicht einem festgesetzten Überschwemmungsgebiet. Bis zu einem 200-jähri-
gem Hochwasser (Köln Pegel 11,90 m) ist das Plangebiet weder direkt noch bei einem Versagen
der Hochwasserschutzeinrichtungen indirekt betroffen. Bei einem Extremhochwasser, d.h. bei ei-
nem 500-jährigen Hochwasser wäre der nördlichste Teil von temporärer Überflutung betroffen.
- 60 -
/ 61
Starkregenereignisse
Gemäß der Aussage der Starkregengefahrenkarte der Stadt Köln (Stadtentwässerungsbetriebe
(STE Köln, Kartenauszug, 06.11.2018) ist heute die Starkregengefährdung innerhalb des Plange-
bietes gering bis mäßig.
Besonnung
Im Plangebiet befinden sich derzeit keine Gebäude oder sonstige bauliche Einrichtungen, die ei-
nen Anspruch an eine ausreichende Besonnung auslösen, um gesunde Wohn- und Arbeitsverhält-
nisse zu ermöglichen. Die überwiegend landwirtschaftlich genutzten Flächen sind bis auf offene
Stallungen unbebauten und liegen in ausreichender Entfernung zu den nächst gelegenen benach-
barten Wohnbereichen.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Störfallbetriebsbereiche
Der Kenntnisstand bezüglich des Umweltbelangs „sonstige Gesundheitsbelange/ Risiken“, hier
Störfallbetriebe, würde dem Sachstand des derzeitigen Umweltzustandes entsprechen.
Elektromagnetische Felder (EMF)
Der Kenntnisstand bezüglich des Umweltbelangs „sonstige Gesundheitsbelange/ Risiken“, hier
elektromagnetische Felder (EMF), würde dem Sachstand des derzeitigen Umweltzustandes ent-
sprechen.
Gesetzliches Überschwemmungsgebiet/ Hochwasserschutzkonzept
Der Kenntnisstand bezüglich des Umweltbelangs „sonstige Gesundheitsbelange/ Risiken“, hier ge-
setzliches Überschwemmungsgebiet/ Hochwasserschutzkonzept, würde dem Sachstand des der-
zeitigen Umweltzustandes entsprechen.
Starkregenereignisse
Der Kenntnisstand bezüglich des Umweltbelangs „sonstige Gesundheitsbelange/ Risiken“, hier
Starkregenereignisse, würde dem Sachstand des derzeitigen Umweltzustandes entsprechen.
Besonnung
Der Kenntnisstand bezüglich des Umweltbelangs „sonstige Gesundheitsbelange/ Risiken“, hier Be-
sonnung, würde dem Sachstand des derzeitigen Umweltzustandes entsprechen.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Störfallbetriebe
Im Plangebiet und unmittelbar angrenzend sind keine Störfallbetriebsbereiche bekannt, die unter
die Vorgaben der 12. Verordnung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Störfall-Verordnung,
12. BImSchV) fallen.
Auch sind bei Durchführung der Planung keine Störfallbetriebe geplant.
Eine Betroffenheit bei Durchführung der Planung entsprechende umwelterhebliche Ein- und Aus-
wirkungen werden nicht verursacht.
- 61 -
/ 62
Elektromagnetische Felder (EMF)
Bei Umsetzung der Planung werden Netzstationen, d.h. Trafostandorte zur Nahversorgung not-
wendig. Die Einhaltung des stadtinternen Vorsorgewertes für die magnetische Flussdichte von 1µT
(µ-Tesla) kann bei Umsetzung der Planung eingehalten werden, da die notwendigen Trafostatio-
nen mit einer Nennleistung von 630 KVA in einem Abstand von 3 m bis 4 m von Wohngebäuden
bzw. der geplanten Kindertagesstätte entfernt errichtet werden. Im Bebauungsplan werden die Tra-
fostationen entlang der östlichen Plangebietsgrenze im Bereich der geplanten Carport-PKW-
Stellplätze nachrichtlich verortet.
Gesetzliches Überschwemmungsgebiet/ Hochwasserschutzkonzept
Bei einem Extremhochwasser, d.h. bei einem 500-jährigen Hochwasser, wäre der nördlichste Teil
des Plangebietes auch bei der Durchführung der Planung durch eine temporäre Überflutung be-
troffen. Aufgrund der geringen Häufigkeit von Überflutungen an diesem Standort sind Hochwasser-
schutzmaßnahmen nicht verhältnismäßig. Außerdem bleibt der überwiegende Teil der nördlichsten
betroffenen Flächen weiterhin als unversiegelte Vegetationsfläche mit natürlichem Bodenan-
schluss erhalten.
Starkregenereignisse
Durch die Versiegelung von Flächen und den Bau von Gebäuden sowie der Tiefgaragen sind die
Versickerung und der Abfluss von Niederschlagswasser bei Starkregenereignissen erheblich er-
schwert.
Auch bei Starkregenereignissen sind eine Rückhaltung und eine zeitlich verzögerte Versickerung
der Niederschläge über die belebten Bodenschichten, d.h. über die unversiegelten Vegetationsflä-
chen, durch die im Rahmen der Planung initiierte Versiegelung von Flächen erschwert. Mit Hilfe
des globalen Höhenkonzeptes des Baugebietes, bei dem die Geländehöhen angepasst wurden,
kann ein schadfreier Abfluss von Niederschlagswasser auf der Oberfläche im Starkregenfall ge-
währleistet sein.
Besonnung
Zur Schaffung gesunder Wohnverhältnisse nach § 1 Abs. 6 Nr. 1 Baugesetzbuch (BauGB) ist die
gegenseitige Verschattung innerhalb eines Baugebietes sowie der angrenzenden Bestandsbebau-
ung zu vermeiden. Zur Berücksichtigung dieser Vorgaben sind ausreichende Abstände zwischen
den einzelnen geplanten Baukörpern einerseits sowie zwischen den geplanten Baukörpern und
der Bestandsbebauung andererseits einzuhalten. Die Einhaltung der bauordnungsrechtlichen Ab-
standsflächen gilt als Hinweis, dass von gesunden Wohn- und Arbeitsverhältnissen hinsichtlich der
Besonnung auszugehen ist.
Die städtebauliche Anordnung der geplanten Bebauung im Plangebiet zielt auf die Einhaltung der
erforderlichen Abstandsflächen ab.
Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Störfallbetriebe
Da sich weder im Plangebiet noch in unmittelbarer Nachbarschaft Störfallbetriebe befinden, sind
auch keine Maßnahmen zur Vermeidung, Minderung oder zum Ausgleich von erheblichen nachtei-
ligen Umweltauswirkungen durchzuführen.
- 62 -
/ 63
Elektromagnetische Felder (EMF)
Bei der baulichen Errichtung der für die Nahversorgung des Plangebietes erforderlichen Trafo-An-
lagen wird die Nähe zu den sensiblen Wohnnutzungen und der Kindertagesstätte vermieden. Die
Einhaltung des städtischen Vorsorgewertes kann gewährleistet werden, da die Trafostationen in
einem Abstand von 3-4m von Wohngebäuden und der Kindertagesstätte errichtet werden.
Gesetzliches Überschwemmungsgebiet/ Hochwasserschutzkonzept
Bei einem Extremhochwasser, d. h. bei einem 500-jährigen Hochwasser, wäre der nördlichste Teil
des Plangebietes auch bei der Durchführung der Planung durch eine temporäre Überflutung be-
troffen. Aufgrund der Seltenheit des Vorkommens wäre die Durchführung von Maßnahmen zur Ab-
wehr unverhältnismäßig.
Starkregenereignisse
Das nicht klärpflichtige Niederschlagswasser wird gemäß § 44 Landeswassergesetz NRW in Ver-
bindung mit § 55 Wasserhaushaltsgesetz von Grundstücken über nicht versiegelte Gartenflächen
im Norden, über die geplante öffentliche Grünfläche in der Mitte und im Südosten des Plangebie-
tes unter Anwendung verschiedener Versickerungsarten den belebten Bodenschichten wieder zu-
geführt. Die für die Regenwasserrückführung angelegten Flächen werden auch für die Abführung
potentieller Starkregenereignisse genutzt. Im Rahmen des Bauleitplanverfahrens erfolgt die Hö-
henfestlegung von öffentlichen Erschließungsflächen wie auch der an die Erschließung angrenzen-
den Bauflächen (globales Höhenkonzept als Teil des Erläuterungsberichtes der Erschließungspla-
nung: Öffentliche und private Erschließung Damiansweg in Köln, Bebauungsplan 62547/02; Au-
gust 2019), die eine gezielte Regenwasserabführung über einen Notwasserwegeplan auch bei
Starkregenereignissen ermöglicht. Auf der Ebene der Baugenehmigung sind Maßnahmen zur
Starkregenbeseitigung auf Grundlage der anzuwendenden Regelwerke im Rahmen der Ausfüh-
rungsplanung abschließend nachzuweisen. Ferner wird durch die extensive Dachbegrünung Nie-
derschlag zurückgehalten.
Besonnung
Es sind ausreichende Abstände zwischen den einzelnen geplanten Baukörpern einerseits sowie
zwischen den geplanten Baukörpern und der Bestandsbebauung andererseits einzuhalten. Die
Einhaltung der bauordnungsrechtlichen Abstandsflächen gilt als Hinweis, dass von gesunden
Wohn- und Arbeitsverhältnissen hinsichtlich der Besonnung auszugehen ist.
Die städtebauliche Anordnung der geplanten Bebauung im Plangebiet zielt auf die Einhaltung der
erforderlichen Abstandsflächen ab.
Bewertung:
Störfallbetriebe
Im Plangebiet und unmittelbar angrenzend sind keine Störfallbetriebsbereiche bekannt, die unter
die Vorgaben der 12. Verordnung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Störfall-Verordnung,
12. BImSchV) fallen. Die Planung sieht auch keine Errichtung eines Störfallbetriebes vor.
Hinsichtlich der Umweltbelange „sonstige Gesundheitsbelange / Risiken“ ist in Bezug auf Störfall-
betriebsbereiche keine Betroffenheit gegeben.
Elektromagnetische Felder (EMF)
Wenn die Vorgaben der Verordnung über elektromagnetische Felder (26. BImSchV), des Abstand-
serlasses NRW von 2007 sowie den Hinweisen zur Durchführung der Verordnung über elektro-
magnetische Felder (RdErl. des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Ver-
- 63 -
/ 64
braucherschutz vom 09.11.2004) beim Neubau und bei Heranrücken der schützenswerten Nutzun-
gen an bestehende Anlagen berücksichtigt werden, sind keine nachteiligen Umweltauswirkungen
zu erwarten.
Die Einhaltung des stadtinternen Vorsorgewertes für die magnetische Flussdichte von 1µT
(µ-Tesla) kann bei Umsetzung der Planung eingehalten werden, da die notwendigen Trafostatio-
nen mit einer Nennleistung von 630 KVA in einem Abstand von 3 m bis 4 m von Wohngebäuden
bzw. der geplanten Kindertagesstätte entfernt errichtet werden. Im Bebauungsplan werden entlang
der östlichen Plangebietsgrenze im Bereich der geplanten Carport-PKW-Stellplätze nachrichtlich
verortet.
Gesetzliches Überschwemmungsgebiet/ Hochwasserschutzkonzept
Das Plangebiet liegt nicht in einem festgesetzten Überschwemmungsgebiet. Bis zu einem 200-jäh-
rigen Hochwasser (Köln Pegel 11,90 m) ist das Plangebiet weder direkt noch bei einem Versagen
der Hochwasserschutzeinrichtungen indirekt betroffen. Bei einem Extremhochwasser, d. h. bei ei-
nem 500-jährigen Hochwasser wäre der nördlichste Teil von temporärer Überflutung betroffen.
Aufgrund des seltenen zu erwartenden Hochwasserereignisses sind keine Schutzmaßnahmen
auch bei Umsetzung der Planung erforderlich, damit ist auch keine Betroffenheit des Umweltbelan-
ges gegeben.
Starkregenereignisse
Auf Risiken, die sich aus potentiellen Starkregenereignissen ergeben können, nimmt die Planung
Rücksicht. Im Rahmen des Bauleitplanverfahrens erfolgt die Höhenfestlegung von öffentlichen Er-
schließungsflächen wie auch der an die Erschließung angrenzenden Bauflächen, die eine gezielte
Regenwasserabführung über eine Notwasserwegeplanung auch bei Starkregenereignissen sicher-
stellt.
Innerhalb des Plangebietes stehen mehrere, größere nicht versiegelte Frei- bzw. Grünflächen zur
Verfügung, über die die Rückführung von Niederschlägen auch bei Starkregenereignissen erfolgen
wird. Die sich nördlich an die Reihenhausbebauung (WA 2) anschließende große zusammenhänge
Vegetationsfläche wird als Überflutungsbereich für den nördlichen Teilbereich des Plangebietes
vorgehalten. Im Südwesten des Plangebietes (WA 1.1 und WA 1.2) soll die Niederschlagsablei-
tung durch Versickerung über unterirdische Rigolen erfolgen. Im Einzugsbereich dieser Rigolen-
versickerung werden entlang der Merianstraße größere unversiegelte Flächen als Überflutungsbe-
reich vorgehalten. Zudem wird durch die planungsrechtlich festgesetzte extensive Begrünung von
Flachdächern bzw. flachgeneigten Dächern eine verzögerte Ableitung von Niederschlägen er-
reicht.
Besonnung
Die städtebauliche und damit verbunden die räumliche Anordnung der Wohnbebauung im Plange-
biet berücksichtigt die notwendigen Abstände von Wohngebäuden unter einander wie auch zu der
benachbarten Bestandsbebauung, um eine ausreichende Belichtung von Wohnraum zu sichern.
Die Einhaltung der bauordnungsrechtlichen Abstandsflächen gilt als Hinweis, dass von gesunden
Wohn- und Arbeitsverhältnissen hinsichtlich der Besonnung auszugehen ist.
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/ 65
10.5.13 Kultur- und sonstige Sachgüter
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 d BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: BauGB, BNatSchG, Denkmalschutzgesetz
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Baudenkmale
Innerhalb des Plangebietes sind keine Baudenkmale vorhanden. Für den Stadtteil Volkhoven /
Weiler historisch stadtbildprägend sind die markanten Hofstrukturen des „Gut Dresenhof“ und des
„Georgshof“. Beide Hofensembles stehen unter Denkmalschutz. In der Denkmalschutzliste der
Stadt Köln werden sie unter DLNR 2691 und DLNR 486 geführt. Sie befinden sich westlich des
Damianswegs. Weitere unter Denkmalschutz stehende Gebäude befinden im Umfeld des „Georgs-
hof“: diese sind das Pfarrhaus, eine ehemalige Schule, die Kirche Sankt Cosmas und Damian an
der Keimesstraße sowie der Friedhof am Damiansweg.
Bodendenkmale/ Archäologische Besonderheiten
Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Dienststellen wurde von Seiten der Stadt Köln - Rö-
misch-Germanisches Museum/ Archäologische Bodendenkmalpflege (RGM) darauf hingewiesen,
dass im Plangebiet des Bebauungsplanes Bodendenkmäler vermutet werden. Die Fläche liegt in-
nerhalb einer seit der Jungsteinzeit belegten Altsiedellandschaft am östlichen Rand der histori-
schen Ortslage von Weiler. Sie wurde bereits in vor- und frühgeschichtlicher Zeit besiedelt und
ackerbaulich genutzt. Nach einem Gutachten des RGM vom 22.11.2016 war hier sowohl mit me-
tallzeitlichen als auch mit römischen sowie mit mittelalterlichen, der Ortsgeschichte zuzuordnen-
den, Bodendenkmälern zu rechnen.
Zur Prüfung der Abwägungserheblichkeit der Belange des Bodendenkmalschutzes wurde daher im
April 2018 in der Fläche durch eine archäologische Fachfirma eine Sachverhaltsermittlung zum
Bestand an Bodendenkmälern durchgeführt. Hierfür wurde ein systematisches Sondageraster an-
gelegt, aus dem ein guter Überblick zur archäologischen Situation und damit zur Abwägungser-
heblichkeit der Belange des Bodendenkmalschutzes gewonnen werden konnte.
Die ermittelte Befundsituation erbrachte konkrete Indizien für eine metallzeitliche Siedlung im nörd-
lichen und mittleren Bereich der Fläche. Hinzu kamen vereinzelt römische und mittelalterliche Be-
funde, die jedoch lediglich in einem begrenzten Bereich im Südwesten der Fläche nachgewiesen
wurden und keiner Siedlung zuzuordnen waren.
Das Ergebnis der Voruntersuchung wurde vom RGM geprüft und als planungsrelevant bewertet.
Nach Wertung des RGM ergab sich aus der ermittelten archäologischen Situation für das beab-
sichtigte Planungs- bzw. Nutzungskonzept als solches keine Einschränkungs- bzw. Lenkungsfunk-
tion. Es wurde jedoch ein ergänzender Untersuchungsbedarf zur Wahrung denkmalrechtlicher Be-
lange festgestellt.
Auf der Grundlage der Sachverhaltsermittlung wurden vom RGM drei Untersuchungsbereiche aus-
gewiesen (vgl. Anlage), in denen nach fachlicher Wertung Bodendenkmäler vermutet wurden. Da-
bei handelt es sich um sog. archäologische Konfliktbereiche, für die § 29 DSchG NW zur Anwen-
dung kommt, für die aber kein denkmalrechtlicher Erhaltungsvorbehalt als Bodenarchiv für kom-
mende Generationen vorgegeben wurde.
Nach § 29 DSchG NW wird dem Begünstigten einer Maßnahme, welche mit einer Veränderung
oder Zerstörung eines (Boden-) Denkmals verbunden ist, durch die Kostentragungspflicht für ar-
chäologische Ausgrabungen eine Kompensation abverlangt, um den dem Denkmal zugefügten
planungsveranlassten Schaden durch wissenschaftliche Untersuchung und Dokumentation ansatz-
weise auszugleichen (vgl. VV – DSchG NW vom 11.4.2014 zu § 29 DSchG NW).
- 65 -
/ 66
Innerhalb der vom RGM ausgewiesenen Konfliktbereiche wurden in der Zeit zwischen Mai bis Sep-
tember 2019 (mit Unterbrechungen) durch eine das Büro Goldschmidt archäologische Untersu-
chungen durchgeführt.
Innerhalb des südlich gelegenen Untersuchungsareals wurden in diesem Zusammenhang zahlrei-
che typische Siedlungsgruben der späten Bronze- bis frühen Eisenzeit (Urnenfelderzeit Stufe Hall-
statt B bis Hallstattzeit C/D) dokumentiert. Pfostengruben, die auf Gebäude schließen lassen, wur-
den nur vereinzelt ermittelt. Diese waren zudem völlig isoliert und ließen sich in keinem Fall zu ei-
nem Gebäudegrundriss ergänzen. Diese Ergebnisse lassen unter anderem bedingt durch die über
Jahrhunderte ausgeführte intensive landwirtschaftliche Nutzung auf einen erheblichen Bodenab-
trag in dieser Fläche schließen. Dabei sind auch frühe Siedlungsreste bereits abgetragen worden.
Neben den metallzeitlichen Siedlungsresten wurde ein römischer Graben erfasst, der sich jedoch
in keinen Siedlungszusammenhang einordnen lässt, da entsprechende römische Befunde fehlen.
Mittelalterliche Befunde, die der Ortsgeschichte von Weiler zugeordnet werden könnten, be-
schränkten sich auf einen Grabenbefund westlich des Damianswegs.
Anzusprechen ist noch eine wieder aufgedeckte Straße, die bereits auf der Tranchot-Karte ver-
zeichnet ist, und zweifellos zu dem spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Wegenetz der Region ge-
hörte.
Auch im nördlich gelegenen Grabungsabschnitt wurden – neben neuzeitlichen Befunden – nur ver-
einzelt bronzezeitliche Siedlungsreste ermittelt, die ebenfalls aufgrund der Bodenverhältnisse in
keinem guten Erhaltungszustand aufgefunden wurden.
Fakt ist, dass in der Fläche eine metallzeitliche Siedlungsstelle erfasst ist, die sich weitläufig über
das gesamte Plangebiet ausdehnte.
Sonstige Kultur- und Sachgüter, hier: Allee Mercator Straße
Im Nordosten tangiert das Plangebiet im Böschungsbereich der Mercatorstraße einige der straßen-
begleitenden Bäume, die im Alleenkataster von NRW unter der Nr. AL-K-0022 verzeichnet sind. Es
handelt sich hierbei um eine einfache 2-reihige Lindenallee, die rund 1,8 km lang ist. Im Geltungs-
bereich des Bebauungsplanes befinden sich 10 Alleebäume.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Baudenkmale
Da innerhalb des Plangebietes keine baulichen Denkmäler vorhanden sind, liegt bei Nichtdurch-
führung wie auch bei Durchführung der Planung keine Betroffenheit vor. Die in der Umgebung vor-
handenen denkmalgeschützten Höfe und sonstigen Gebäude bleiben in Ihrem Bestand erhalten.
Bodendenkmale/ Archäologische Besonderheiten
Bei Nichtumsetzung der Planung ist eine Beeinträchtigung der archäologischen Funde nicht gege-
ben.
Sonstige Kultur- und Sachgüter, hier: Allee Mercator Straße
Die Alleebäume im Böschungsbereich entlang der Mercatorstraße bleiben bei Nichtumsetzung der
Planung in ihrem Bestand erhalten.
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Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Baudenkmale
Durch die Planung werden keine der im benachbarten Umfeld vorhandenen baulichen Denkmäler
beeinträchtigt. Die Planung reagiert auf die historisch das Stadtbild prägende Hofstrukturen, in
dem die städtebauliche Anordnung der Mehrfamilienhausbebauung im südlichen Teil des Plange-
bietes und der Einfamilien-Reihenhausbebauung hofartig erfolgt, sodass innerhalb des neuen
Wohnquartieres eine Vielzahl kleinerer Höfe und Plätze entstehen werden.
Bodendenkmale/ Archäologische Besonderheiten
Mit der Realisierung der Planung gehen die im Boden festgestellten archäologischen Besonderhei-
ten in den Bodenhorizonten unterhalb der landwirtschaftlich bewirtschafteten Flächen insbeson-
dere durch die baulichen Tätigkeiten bei der Anlage von Tiefgargen dauerhaft verloren oder wer-
den dauerhaft versiegelt.
Die vom RGM geforderten planungsrelevanten archäologischen Sicherungsmaßnahmen (Ausgra-
bungen) wurden abgeschlossen. Belange des Bodendenkmalschutzes wurden damit entsprechend
denkmalrechtlicher Vorgaben in Abstimmung mit dem RGM angemessen berücksichtigt.
Planungsrechtlich sind damit Konflikte mit den Belangen des Bodendenkmalschutzes abschlie-
ßend ausgeräumt und angemessen berücksichtigt.
Da bei der Planumsetzung sog. Zufallsfunde jedoch nicht grundsätzlich auszuschließen sind, bleibt
ein Hinweis auf die Meldepflicht und das damit verbundene Veränderungsverbot bei der Entde-
ckung von Zufallsfunden (§§ 15, 16 DSchG NW).
Gemäß § 15 DSchG NW sind bei Erdarbeiten aufgedeckte Bodendenkmäler (sog. Zufallsfunde)
dem Römisch-Germanisches Museum Roncalliplatz 4 ,50667 Köln, Tel. +49 221 221 24543 unver-
züglich zu melden. Die zur Anzeige Verpflichteten haben das entdeckte Bodendenkmal und die
Entdeckungsstätte gemäß § 16 DSchG NW zunächst in unverändertem Zustand zu erhalten.
Diese Verpflichtung erlischt drei Werktage nach Zugang der Anzeige, bei schriftlicher Anzeige spä-
testens eine Woche nach deren Absendung.
Sonstige Kultur- und Sachgüter, hier: Allee Mercator Straße
Nach Durchführung der Planung bleiben die im Plangebiet vorhandenen Bestandsbäume, die im
Böschungsbereich entlang der Mercatorstraße als Alleebäume geschützt sind, erhalten. Eine Be-
einträchtigung dieser Allee durch den Bebauungsplan ist nicht zu befürchten. Der Erhalt wird pla-
nungsrechtlich durch eine Erhaltungsfestsetzung im Bebauungsplan gesichert.
Vermeidungs-/ Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswir-
kungen:
Baudenkmale
Da keine Belange betroffen sind, besteht kein weiterer Handlungsbedarf.
Bodendenkmale/ Archäologische Besonderheiten
Die im Plangebiet liegenden Bodendenkmäler können vor Aufnahme der Bautätigkeiten im Rah-
men einer archäologischen Ausgrabung wissenschaftlich untersucht und dokumentiert werden.
Die Dokumentierung der bodendenkmalpflegerischen Besonderheiten und Sicherung der denkmal-
relevanten Objekte vor Aufnahme der Baumaßnahmen stellt sicher, dass über Sekundärquellen
die geschichtlich bedeutsamen Funde dauerhaft dokumentiert werden. Gemäß § 15 und § 16
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Denkmalschutzgesetz (DSchG) ist vor Aufnahme von Baumaßnahmen mit Bodeneingriffen die Ar-
chäologische Bodendenkmalpflege der Stadt Köln einzuschalten.
Sonstige Kultur- und Sachgüter, hier: Allee Mercator Straße
Die als Allee ausgewiesenen Bestandsbäume im Böschungsbereich entlang der Mercatorstraße
werden im Wesentlichen innerhalb einer Fläche zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von
Boden, Natur und Landschaft planungsrechtlich und zusätzlich mithilfe einer Erhaltungsfestsetzung
gesichert. Es wird ein Hinweis zur Schutzwürdigkeit der Allee in den Bebauungsplan aufgenom-
men. Auf der nachgeordneten Genehmigungsebene (Baugenehmigung) sind die planungs- und
bauordnungsrelevanten Sicherungsmaßnahmen zu berücksichtigen. Bei räumlich zu den Be-
standsbäumen benachbarten Bautätigkeiten sind die Sicherungsmaßnahmen gemäß DIN 18920
und der RAS LA in der jeweils aktuellen Fassung vorzunehmen.
Bewertung:
Baudenkmale
Baudenkmalpflegerische Belange sind nicht betroffen.
Bodendenkmale/ Archäologische Besonderheiten
Im Plangebiet sind Belange der Bodendenkmalpflege betroffen. Durch eine archäologische Unter-
suchung wurde im Plangebiet eine eisenzeitliche Siedlung mit dazugehörigen Gräbern nachgewie-
sen, die als Bodendenkmal ausgewiesen sind. Unter Berücksichtigung, dass die im Plangebiet lie-
genden Bodendenkmäler vor Aufnahme der Bautätigkeiten im Rahmen einer archäologischen Aus-
grabung wissenschaftlich untersucht werden, steht der Belang der geplanten Nutzung nicht entge-
gen.
Sonstige Kultur- und Sachgüter
Entlang der nordöstlichen Plangebietsgrenze sind 10 der Bestandsbäume im Böschungsbereich
entlang der Mercatorstraße als Alleebäume gemäß Alleenkataster von NRW geschützt. Der Erhalt
dieser 10 Alleebäume innerhalb des Plangebietes wird festgesetzt.
10.5.14 Vermeidung von Emissionen (insbesondere Licht, Gerüche, Strah-
lung, Wärme), sachgerechter Umgang mit Abfällen und Abwässern
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 e BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: BImSchG, Lichterlass NW, LAI-Hinweise „Messung, Beurteilung und
Minderung von Lichtimmissionen, Geruchsimmissions-Richtlinie (GIRL), LWG NRW, WHG, LAGA,
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Licht-,/ Geruchsemissionen
Aufgrund der heutigen landwirtschaftlichen Nutzungen könnte es potentiell für die im Westen und
Südwesten benachbarten Siedlungsbereiche zu temporären Geruchsbelästigungen kommen (Dün-
gevorgänge bei Bewirtschaftung der Ackerflächen). Dauerhafte gesundheitsschädigende Belastun-
gen durch Licht- und/ oder Geruchsimmissionen sind nicht zu erwarten.
Sachgerechter Umgang mit Abfällen / Abwasser
Im Plangebiet werden bereits heute anfallende Abfälle und Abwasser sachgerecht entsorgt.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
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Bei Nichtdurchführung der Planung wäre von derselben potentiellen temporären Geruchsbelästi-
gung seitens der Landwirtschaft auszugehen. Eine sachgerechte Entsorgung von anfallenden Ab-
fällen und Abwasser aus dem heutigen Plangebiet bliebe auch weiterhin sichergestellt.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Bei Durchführung der Planung werden nach derzeitigem Kenntnisstand keine erheblichen Licht-
oder Geruchsemissionen ausgelöst. Eine Abstrahlung von erheblichen Wärme- oder Strahlungs-
emissionen wird mit der Umsetzung der Planung nicht einhergehen.
Sachgerechter Umgang mit Abfällen / Abwasser
Die Beseitigung des anfallenden Abwassers erfolgt über den öffentlichen Mischwasserkanal im
Damiansweg. Die Entsorgung von Abfällen erfolgt gemäß den Vorgaben der Stadt Köln (getrennte
Müllentsorgung). Für einen reibungslosen Ablauf der Hausmüllbeseitigung durch die städtischen
Abfallbetriebe (AWB (Abfallwirtschaftsbetriebe Köln) werden ausreichende Flächen in den einzel-
nen allgemeinen Wohngebieten vorgehalten.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblich nachteiliger Umweltauswirkun-
gen:
Es erfolgt eine geordnete Entsorgung von Abfällen wie auch Wertstoffen innerhalb des geplanten
neuen Wohnstandortes. Die Standorte sind in Hauseingangsnähe angeordnet. Im Bereich der
mehrgeschossigen Wohnbebauung im Allgemeinen Wohngebiet WA 1.1 und WA 1.2 sind die Auf-
stellflächen in einer Entfernung von maximal 30 m bis 45 m zu den jeweiligen Hauszugängen vor-
gesehen.
Bewertung:
Ein sachgerechter Umgang mit Abfällen und Abwässern erfolgt durch die Errichtung technischer
Infrastrukturen, d.h. anfallende Abwässer werden sachgerecht an das öffentliche Kanalnetz im Be-
reich des Damiansweg angeschlossen. Die im Zusammenhang mit den künftigen Wohnnutzungen
anfallenden Abfälle und recycelbaren Wertstoffen werden sachgerecht entsorgt. Von der öffentli-
chen Müllabfuhr anfahrbare Müllsammelstellen werden in ausreichende Anzahl und Flächengröße
vorgehalten. Im Bereich der mehrgeschossigen Wohnbebauung im Allgemeinen Wohngebiet WA
1.1 und WA 1.2 werden die Aufstellflächen in einer Entfernung von maximal 30 m bis 45 m zu den
jeweiligen Hauszugängen angeordnet.
10.5.15 Nutzung erneuerbarer Energien/ sparsame und effiziente Nutzung
von Energie
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 f BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG, 2016); Ener-
gieeinsparVO 10/2015, Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses Köln aus 6/2000 zur solar-
energetischen Optimierung, DIN 5034 (Tageslicht in Innenräumen)
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Da die Flächen derzeit nicht bebaut und nur landwirtschaftlich genutzt werden, sind die Nutzung
erneuerbarer Energie und die effiziente Nutzung von Energie bezogen auf die Ist-Situation nicht
relevant.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Der Kenntnisstand bezüglich des Umweltbelangs „Erneuerbarer Energien/ Energieeffizienz“ würde
dem Sachstand des derzeitigen Umweltzustandes entsprechen.
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Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Durch die Errichtung des neuen Wohngebietes am Damiansweg ist zukünftig ein erhöhter Energie-
bedarf zu erwarten. Um den zukünftigen zusätzlichen Energiebedarf und den damit einhergehen-
den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß zu minimieren, wird bereits schon über die städtebauliche Anord-
nung der geplanten Wohnbebauung dem sparsamen Umgang mit Energie Rechnung getragen. Im
Plangebiet ist die Nutzung von Fernwärme bei der Mehrfamilienhaus-Bebauung im WA 1.1 und
WA 1.2 im Süden und Südwesten vorgesehen. Die Energieversorgung für die Ein- und Zweifamili-
enhausbebauung im WA 2 wird über ein Plangebiet zu errichtendes Blockheizkraftwerk erfolgen
und entspricht damit einem effizienten Einsatz von Energie.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswirkun-
gen:
Die Nutzung von Fernwärme ist für die Mehrfamilienhausbebauung vorgesehen. Für den Bereich
der Einfamilien-/Reihenhausbebauung erfolgt die Errichtung eines Blockheizkraftwerkes. Die An-
forderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) sind bei Umsetzung der geplanten Bebauung
zu berücksichtigen.
Bewertung:
Unter Anwendung der Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV), wird dem Umweltbe-
lang „Erneuerbarer Energien/ Energieeffizienz“ Rechnung getragen. Der Einsatz eines Blockheiz-
kraftwerkes entspricht einem effizienten Einsatz von Energie.
10.5.16 Darstellungen von Landschaftsplänen und sonstigen Plänen, insbe-
sondere des Wasser-, Abfall-, Immissionsschutzrechtes
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 g BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: Landschaftsplan Köln, Luftreinhalteplan Köln, Wasserschutzzonen-
VO
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Landschaftsplan Köln (Blatt 2)
Der nördliche Teil des Plangebietes, dort, wo das Entstehen einer extensiven Wiesenfläche mit
eingestreuten Einzelbäumen und Baumgruppen planungsrechtlich gesichert wird, befindet sich in-
nerhalb des Landschaftsschutzgebietes (LSG) L 5 „Freiraum und Grünverbindung um Blumberg,
Chorweiler und Seeberg bis Esch“ der Stadt Köln. Ziel der Ausweisung und der vorgegebenen
Festsetzungen sind der Erhalt und die Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushal-
tes, insbesondere durch die Sicherung kleinklimatischer wichtiger Grünverbindungen im Bereich
von Siedlungsstrukturen und Pufferung ökologisch wertvoller Bereiche. Als Entwicklungsziel für die
Plangebietsflächen südlich der Teilfläche, die sich im LSG L 5 des Plangebietes befindet, wird im
Landschaftsplan der Stadt Köln das Entwicklungsziel (EZ 8) - „Zeitlich begrenzte Erhaltung bis zur
Realisierung der Bauleitplanung“ formuliert.
Biotopverbundfläche
Ca. 170 m westlich des nördlichen Plangebietes befindet sich mit dem „Acker-Laubwald-Komplex
westlich von Chorweiler“ eine Verbundfläche mit besonderer Bedeutung für den landesweiten Bio-
topverbund. Dieser Biotopkomplex umfasst Ackerflächen, die von Feldgehölzen und Laub- und
Mischwaldbiotopen durchzogen oder unterbrochen werden. Das Plangebiet tangiert die Biotopver-
bundfläche jedoch nicht.
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Wasserschutzgebiet
Das Plangebiet befindet sich im Trinkwasserschutzgebiet des Wasserwerkes „Volkhoven /Weiler“
RheinEnergie AG (Gebietsnummer 490616) innerhalb der Schutzzone III A. Die Ausweisung von
Wasserschutzgebieten erfolgt zur Sicherung der öffentlichen Trinkwasserversorgung. Innerhalb
des Plangebietes, dass sich in der Schutzzone III A befindet, sind das Bauen neuer Straßen und
Wege sowie eine wesentliche Veränderung bestehender Straßen und Wege genehmigungspflich-
tig, ebenso das Errichten von Park- und Stellplätzen. Geländeveränderungen, d.h. Abgrabungen
ab 3m sind ebenfalls genehmigungspflichtig. In der Wasserschutz – Zone III A ist anfallendes Ab-
wasser über ein geordnetes geschlossenes Kanalsystem aus dem Plangebiet abzuführen. Die Er-
richtung von Abwasserbehandlungsanlagen ist verboten. Vom dem Verbot ausgenommen ist die
Anlage und der Betrieb von Regenüberlaufbecken, Regenrückhaltebecken und Kleinkläranlagen.
Ebenfalls zulässig ist das Versickern von schwach belastetem Niederschlagswasser, das aus Re-
genwasserabführung von Dachflächen erfolgt.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Landschaftsplan Köln (Blatt 2)
Bei Nichtdurchführung der Planung würde keine Inanspruchnahme der als LSG ausgewiesenen
Fläche erfolgen. Die heute landwirtschaftliche Nutzung würde weiterhin auch auf den mit dem Ent-
wicklungsziel „Zeitlich begrenzte Erhaltung bis zur Realisierung der Bauleitplanung“ südlich des
Landschaftsschutzgebietes gelegenen Plangebietsflächen stattfinden. Dabei wäre für den überwie-
genden Flächenanteil aufgrund des zeitlich begrenzten Erhaltungsfaktors weiterhin eine bauliche
Entwicklung im Rahmen der Bauleitplanung zulässig.
Biotopverbundfläche
Für die westlich des nördlichen Plangebietes gelegene Biotopverbundfläche liegt bei Nichtdurch-
führung der Planung keine Betroffenheit vor. Der Erhalt der Verbundfläche wie auch die Zielset-
zung einer Anreicherung mit landschaftstypischen Strukturelementen und der Entwicklung von
Laubwäldern bleibt unverändert bestehen.
Wasserschutzgebiet
Bei Nichtdurchführung der Planung befände sich das Projektgebiet auch weiterhin in der ausge-
wiesen Trinkwasserschutzzone. Die behördlichen Auflagen wären auch weiterhin bei einer land-
wirtschaftlichen Nutzungen zu berücksichtigen.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Landschaftsplan Köln (Blatt 2)
Bei Umsetzung der geplanten Entwicklung des neuen Wohnbauquartiers am Damiansweg wird ein
Eingriff im nördlichen Teil des Plangebietes in das LSG L 5 initiiert. Der Bebauungsplan Nr.
62547/02 überlappt in einer Tiefe von ca. 35 Meter entlang der nördlichen Grenze das LSG, sieht
gleichzeitig in diesem Teilbereich eine Fläche vor, die als Fläche für Maßnahmen zum Schutz, zur
Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft vorgesehen ist. Auf dieser Fläche von ca.
4.200 Quadratmetern ist die Entwicklung eines extensiv gepflegten Biotopes mit einem Gehölzan-
teil von 10 Prozent und einem extensiv bewirtschafteten Wiesenanteil von 90 Prozent vorgesehen.
Die Ausprägung entspricht der für das LSG L 5 formulierten Entwicklungsziele eine durch Gehölz-
strukturen gegliederten Offenlandlandschaft. Sie stellt somit eine größere zusammenhängende Ve-
getationsfläche im Übergang zur angrenzenden Landschaft dar.
Biotopverbundfläche
Durch den Bebauungsplan Nr. 62547/02 „Damiansweg“ werden die Schutz- und Entwicklungs-
ziele, die für die Verbundfläche formuliert sind, nicht beeinträchtigt.
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Wasserschutzgebiet
Bei Durchführung der Planung treffen die behördlichen Auflagen der Trinkwasserschutzverord-
nung, die für Baumaßnahmen innerhalb der Schutz–Zone III A vorgegeben sind, für das Plange-
biet weiterhin zu.
Das anfallende Abwasser wird über ein geordnetes geschlossenes Kanalsystem aus dem Plange-
biet abgeführt. Das Versickern von schwach belastetem Niederschlagswasser, das auch aus Re-
genwasserabführung von Dachflächen erfolgt, wird über ein Rigolensystem und belebte Boden-
schicht in den natürlichen Wasserkreislauf wieder eingespeist.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswirkun-
gen:
Landschaftsplan Köln (Blatt 2)
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen zur Vermeidung erheblicher nachteiliger
Umweltauswirkungen durch Überlagerung von Flächen, die sich im Landschaftsschutz befinden,
werden durch den Verzicht einer Ausweisung überbaubarer Flächen entlang der nördlichen Plan-
gebietsgrenze ermöglicht. Auf ca. 4.200 Quadratmeter erfolgt die Entwicklung eines Offenlandbio-
tops mit gliederndem Gehölzanteil, die baurechtlich als Fläche zum Schutz, zur Pflege und zur Ent-
wicklung von Boden, Natur und Landschaft dauerhaft gesichert wird und so einen räumlichen Puf-
fer zwischen den Wohnquartieren und dem nach Norden angrenzenden Offenlandlandschaft bil-
det. Die widersprechenden Festsetzungen und Darstellungen des Landschaftsplanes gegenüber
den Planungszielen der Bauleitplanung werden mit der Rechtskraft des Bebauungsplanes außer
Kraft gesetzt.
Biotopverbundfläche
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen zur Vermeidung erheblicher nachteiliger
Umweltauswirkungen durch die Planung auf die benachbarte Biotopverbundfläche sind nicht erfor-
derlich, da bei Umsetzung der Planung nicht in die geschützte Biotopverbundfläche eingriffen wird.
Wasserschutzgebiet
Um im Zusammenhang mit dem Belang Trinkwasserschutz nachteilige Umweltauswirkungen aus-
zuschließen erfolgt im Bebauungsplan eine nachrichtliche Übernahme der Wasserschutzzone III A.
Bewertung:
Landschaftsplan Köln (Blatt 2)
Die Planung löst eine grundsätzliche Betroffenheit hinsichtlich des Belangs „Landschaftsschutz“ für
den nördlichen Teil des Plangebietes aus, da sich der Bebauungsplan Nr. 62547/02 mit dem Land-
schaftsschutzgebiet L 5 in einer Tiefe von ca. 35 Meter überlagert.
Entlang der nördlichen Plangebietsgrenze sind auf einer heute ackerbaulich genutzten Fläche von
ca. 4.200 m² die Entwicklung und die langfristige Erhaltung von Offenlandbiotopstrukturen mit glie-
dernden Gehölzen vorgesehen. Diese Fläche ist als Ausgleichsmaßnahme innerhalb des Plange-
bietes zu werten. Der überwiegende Flächenanteil innerhalb des Bebauungsplanes, für den der
Landschaftsplan das Entwicklungsziel eines nur zeitlich begrenzten Erhaltungsstatus bis zur Um-
setzung der Bauleitplanung formuliert, kann jederzeit einer baulichen Entwicklung zugeführt wer-
den.
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Biotopverbundfläche
Durch den Bebauungsplan Nr. 62547/02 „Damiansweg“ werden die Schutz- und Entwicklungs-
ziele, die für die Verbundfläche formuliert sind, nicht beeinträchtigt. Es liegt keine Betroffenheit vor.
Wasserschutzgebiet
Das Plangebiet befindet sich im Trinkwasserschutzgebiet des Wasserwerkes „Volkhoven /Weiler“
innerhalb der Schutzzone III A. Unter Beachtung der durch die Trinkwasserschutzverordnung vor-
gegebenen Vorgaben und Auflagen ist keine erhebliche Betroffenheit zu erwarten. Im Bebauungs-
plan erfolgt eine nachrichtliche Übernahme der vorhandenen Wasserschutzzone III A.
10.5.17 Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität in Gebieten, in denen die
durch Rechtsverordnung zur Erfüllung von bindenden Beschlüssen
der Europäischen Gemeinschaft festgelegten Immissionsgrenzwerte
nicht überschritten werden
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 h BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: BImSchG, Erhaltung der Unterschreitung der Werte der 39. BIm-
SchV, Erhaltung u. Verbesserung der Luftgüte
Bewertung:
Die Einhaltung der Immissionsgrenzwerte der 39. BImSchV kann daraus abgeleitet werden, dass
das Plangebiet außerhalb der Umweltzone des Luftreinhalteplanes der Stadt Köln liegt. Innerhalb
des Plangebietes werden Gehölzpflanzungen an den Gebietsgrenzen sowie Straßenbäume fest-
gesetzt. Diese dienen auch der Staubbindung und dem Ausgleich der Temperaturgänge. Weiterhin
wird für einen Teil des Plangebietes eine emissionsarme Nahwärmeversorgung durch ein Block-
heizkraftwerk (BHKW) sichergestellt. Im Zusammenhang mit dem Umweltbelang Luft, hier insbe-
sondere auf das Plangebiet einwirkende Luftschadstoffe (Immissionen) wie auch durch das Plan-
gebiet ausgehende potentielle Emissionen auf angrenzende Siedlungsbereiche werden unter
Punkt 10.5.6.1 und unter Punkt 10.5. 6.2 des Umweltberichtes eingehend erörtert und bewertet.
10.5.18 Wechselwirkungen
zwischen den einzelnen Belangen des Umweltschutzes nach den Buchstaben a bis d
des § 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB - Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima,
Landschaft, biologische Vielfalt, Natura 2000-Gebiete, Mensch, Gesundheit und Bevöl-
kerung, Kultur- und Sachgüter (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 i BauGB)
Bei der Beurteilung von Umweltauswirkungen sind auch die Wechselwirkungen zwischen den
Schutzgütern zu berücksichtigen, da sich die Schutzgüter nicht immer eindeutig voneinander tren-
nen lassen. Die einzelnen Schutzgüter erfüllen jeweils bestimmte Funktionen in Natur und Land-
schaft, stehen aber oftmals auch in Beziehung zu anderen Schutzgütern und sind dort ebenfalls
von Bedeutung. Wie aus der nachstehenden Tabelle Nr. 003 - Übersicht über die verfahrensrele-
vanten Wechselwirkungen zwischen den Schutzgütern - ablesbar wird, stehen die einzelnen
Schutzgüter wie Mensch/Pflanzen/Tiere/Landschaft, Boden/Fläche, Wasser und Klima/Luft in einer
Abhängigkeit zu einander. Mit dem Verlust des natürlichen Bodens ist gleichzeitig ein Verlust der
vorhandenen Vegetation und der Biotopfunktion verbunden. Darüber hinaus bestehen aufgrund
der Versiegelung des Bodens Auswirkungen auf den Wasserhaushalt durch die Verringerung der
Grundwasserneubildung sowie auf das Klima durch den weitgehenden Verlust der Kaltluftprodukti-
onsfunktion. Der Belang Mensch/Gesundheit ist beeinträchtigt, wenn aufgrund nicht ausreichend
vorhandener Grünflächen der Erholungswert beeinträchtigt wird.
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Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Es handelt sich um ein landwirtschaftlich genutztes Offenland mit dem typischen Wirkungsgefüge
aus Bodennutzung, Grundwasserhaushalt und Lebensgemeinschaften und mit den typischen
Wechselwirkungen von Offenland in einer Siedlungsrandlage (Störwirkungen durch Fußgänger
und Radfahrer sowie Flächenbewirtschaftung).
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Im Fall der Nullvariante ist von einem Fortbestehen der vorhandenen Ausprägung von Wirkungs-
gefüge und Wechselwirkungen auszugehen.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Mit dem Charakterwechsel des Plangebietes von einer Agrarstruktur hin zu einer Siedlungsland-
schaft / Stadtlandschaft sind nach ihrem Umfang die typischen Auswirkungen auf die Umwelt ver-
bunden, die zu erheblichen Änderungen im Wirkungsgefüge führen. Die Wechselwirkungen zwi-
schen Offenland und Siedlungsrand werden weiter nach Norden in den verbleibenden Freiraum
verlagert.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswirkun-
gen:
Aufgrund der Komplexität der Wirkungsgefüge greifen Minderungsmaßnahmen zu einzelnen Um-
weltbelangen und Schutzgütern nur sehr bedingt. Ein Erhalt des Wirkungsgefüges ist im Wesentli-
chen nur erreichbar bei Verzicht auf die Umsetzung der Planung. Die Wechselwirkungen (hier ins-
besondere durch Bodenversiegelung und dessen Auswirkungen auf die anderen Umweltgüter)
können durch die geplante Grünlandnutzung von ca. 4.200 m² im Norden des Plangebietes sowie
die Grünachse im Plangebiet etwas gemindert werden.
Bewertung:
Es wird ein vom Menschen geprägter Freiraum in Anspruch genommen, der von einem Nutzungs-
druck (Naherholung und häufigen bewirtschaftungsbedingten Störungen (Ackerumbruch, Düngung
etc.) geprägt ist. Das vorhandene Wirkungsgefüge wird stark verändert, ohne dass wesentliche
Minderungsmaßnahmen möglich sind. Die vorhandenen Wechselwirkungen werden verlagert.
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Tabelle Nr. 003
Übersicht über die verfahrensrelevanten Wechselwirkungen zwischen den Schutzgütern
Wirkung
von →
Mensch Pflanzen/ Tiere/
Landschaft
Boden/
Fläche Wasser Klima /
Luft Wirkung
auf ↓ Mensch
Erholungsraum (+)
Vielfalt der Arten und
Strukturen verbessert
die Erholungs-
w irkung (+)
Standort für
Siedlung und
Verkehr (-)
Wasser-
nutzung (-)
Frischluft (+)
Ausgleichs-
funktion (+)
Pflanzen/ Tiere/
Landschaft Lebensraum- u.
Landschafts -
verlust (-)
Störungen von
Tieren (-)
Artver -
schiebungen (-)
Lebensraum für
Pflanzen und
Tiere (+)
Wasser-
nutzung (+)
Lebensraum
(+)
Boden/ Fläche
Verlust von Boden-
funktionen (-)
Schadstoffein-
träge (-)
Verdichtung (-)
Erhalt von Boden-
funktionen (+)
Stoffver -
lagerung (-)
Wasser
Verringerung
Grundw asser-
neubildung (-)
Erhöhung
Oberflächen-
abfluss (-)
Schadstoffein-
träge (-)
Ungestörte
Grundw asser-
neubildung (+)
Filterung von
Schadstoffen durch
Pflanzen (+)
Speicher, Filter-
und Puffer-
funktion (+)
Klima/ Luft Emissionen (-)
Behinderung des
Luftaustausches (-)
Aufheizung durch
Versiegelung (-)
Frischluft (+)
Kaltluftproduktion (+)
klimatischer
Ausgleichsraum
(+)
Kaltluftproduktion
(+)
Staubbildung (-)
Legende: (+) positive Wirkung, (-) negative Wirkung
Quelle: in Anlehnung an Storm/ Bunge: Handbuch der Umweltverträglichkeitsprüfung, 2. Band,
Kapitel Wechselwirkungen, September 2002
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10.5.19 Anfälligkeit für die Auswirkungen schwerer Unfälle und Katastro-
phen
auf die Belange des Umweltschutzes nach den Buchstaben a bis d und i des § 1 Abs.
6 Nr. 7 BauGB - Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft, bio-
logische Vielfalt, Natura 2000-Gebiete, Mensch, Gesundheit und Bevölkerung, Kultur-
und Sachgüter, Wechselwirkungen, zum Beispiel Seveso-III-RL, 12. BImSchV, KAS 18
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 j BauGB)
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Durch die heute im Plangebiet betriebene landwirtschaftliche Nutzung ist keine Anfälligkeit für die
Auswirkungen schwerer Unfälle und Katastrophen zu erwarten.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Der Kenntnisstand bezüglich des Umweltbelangs „Anfälligkeit für die Auswirkungen schwerer Un-
fälle und Katastrophen“ würde dem Sachstand des derzeitigen Umweltzustandes entsprechen.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Nach Durchführung der Planung bestünden bezogen auf die Bevölkerung grundsätzlich Risiken,
die durch Brand ausgelöst werden könnten. Diese Risiken werden bereits in der Planung durch
Einhaltung der erforderlichen Sicherheitsabstände zu Gebäuden und einer entsprechenden Grund-
rissanordnung innerhalb der Wohngebäude minimiert. Ebenso werden durch die Anordnung der
Erschließungswege und Freiflächen ausreichende Bewegungsflächen für Feuerwehr- und Ret-
tungsfahrzeuge regeneriert.
Ferner gehen durch die Flächenversiegelung nach Umsetzung der Planung Pflanzenstandorte so-
wie Lebensräume bzw. Nahrungshabitate für das heute im Planungsraum anzutreffende Arten-
spektrum verloren oder verändert sich aufgrund künftig eher städtisch geprägter Freiräume und
Vegetationsstrukturen.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswirkun-
gen:
Unter Berücksichtigung der technischen Regelwerke und gesetzlichen Vorgaben zur Risikovermei-
dung ist ein belastbares Brandschutz- und Rettungswegekonzept auf der Ebene der Baugenehmi-
gung vorzulegen. Durch die planungsrechtliche Festsetzung einer maximal zulässigen Flächenver-
siegelung im Bereich der geplanten Wohnbebauung werden ausreichende, unversiegelte grüne
Freiräume mit in dem angrenzenden Landschafts- und Siedlungsraum anzutreffenden Vegetati-
onsstrukturen (Bäume, Offenlandbiotope, größere zusammenhängende öffentliche Grünfläche u.
ä.) gesichert. Der Erhalt von heute entlang der Mercatorstraße und Merianstraße vorhandenen Ge-
hölzstrukturen, soweit möglich, sichert neben den neuen Grünstrukturen Rückzugsräume für die
Tier- und Pflanzenwelt.
Bewertung:
Die Veränderung der Flächennutzung löst keine erhöhte Anfälligkeit für die Auswirkung schwerer
Unfälle und Katastrophen aus.
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10.5.20 Eingriffsregelung
(§ 1a Abs. 3 BauGB)
Ziele des Umweltschutzes: BNatSchG, Landesnaturschutzgesetz NRW, § 1a BauGB
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Nach Aussage des Bauaufsichtsamtes der Stadt Köln ist das Vorhaben eindeutig dem Außenbe-
reich gemäß § 35 Baugesetzbuch (BauGB) zuzuordnen. Nicht vermeidbare erhebliche Beeinträch-
tigungen durch das Vorhaben sind durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen oder durch Ersatz in
Geld zu kompensieren. Der Bebauungsplan lässt erstmalig Eingriffe in den Naturhaushalt und auf
das Landschaftsbild zu. Die Flächen, in denen Eingriffe ausgleichspflichtig sind, sind im Bebau-
ungsplan als ausgleichspflichtiger Eingriffsbereich markiert.
Für die Ermittlung des Eingriffs wird die vergleichende Bewertung der im Plangebiet heute anzu-
treffenden Biotoptypen und der bei Durchführung der Planung künftig anzutreffenden Biotoptypen
herangezogen (vergleiche Anlage 2 – Umweltbericht nach BauGB Novelle 2017 für den Bebau-
ungsplan 62547/02 – Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven/ Weiler Tabelle 2 Bilanz zur Ein-
griffsregelung). Als Berechnungs- bzw. Bewertungsgrundlage wird die Biotoptypenbewertung der
Stadt Köln (Köln-Code) in Verbindung mit der Biotoptypenzuordnung nach Ludwig – Sporbeck
(Ludwig-code) herangezogen.
Bestand (derzeitiger Umweltzustand):
Im Bestand werden auf den ausgleichspflichtigen Eingriffsflächen 404.185 Biotopwertpunkte er-
zielt.
Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante):
Bei Nichtumsetzung der Planung würde auf den ausgleichspflichtigen Eingriffsflächen die ökologi-
sche Wertigkeit, die im Bestand vorhanden ist, weiterhin anzutreffen sein. Die Anzahl der zu erzie-
lende Biotopwertpunkt würden ebenfalls 404.185 Biotopwertpunkte betragen.
Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung:
Die Biotopwerte der Planung im Bereich der ausgleichspflichtigen Eingriffsflächen betragen 85.159
Biotopwertpunkte. Es entsteht innerhalb der ausgleichspflichtigen Eingriffsflächen bei Durchfüh-
rung der Planung ein Defizit von 319.026 Wertpunkten. Innerhalb des Plangebietes kann bei Um-
setzung der Planung eine anrechenbare Aufwertung von 42.744 Biotopwertpunkten erzielt werden.
Das verbleibende Defizit an Biotopwertpunkten beträgt 276.282 Punkte.
Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen erheblicher nachteiliger Umweltauswirkun-
gen:
Da ein vollständiger Ausgleich innerhalb des Plangebietes nicht erfolgen kann, wird ein externer
Ausgleich notwendig.
Bei einer Aufwertung von Acker LW1 (HA0) mit 6 Wertpunkten in eine extensive Fettwiese
LW41111 (EA1) mit 9 Wertpunkten ergibt sich ein Flächenbedarf für den externen Ausgleich von
ca. 3,2 Hektar.
Die Sicherstellung des zu zahlenden Ersatzgeldes für die Durchführung der externen Ausgleichs-
maßnahme wie auch für deren dauerhafte Pflege bzw. Unterhaltung wird im städtebaulichen Ver-
trag, der zwischen der Stadt Köln und den Investoren als Eingriffsverursacher geschlossen wird,
festgeschrieben. Auf Grund der Tatsache, dass die Investorengruppe keine externen Ausgleichs-
flächen zur Verfügung stellen kann, werden auf den von der Stadt Köln bereit gestellten Flächen
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im Sinne von § 9 Abs. 1a Satz 2 BauGB in Verbindung mit § 1a Abs. 3 Satz 4 BauGB im Schwer-
punktraum Köln-Worringen (Gemarkung Worringen, Flur 43, Flurstück 181 [teilweise]), Ausgleichs-
maßnahmen verortet.
Es wird eine ca. 3,17 Hektar (31.713 m²) große Ackerfläche in eine extensive Wiesenfläche umge-
wandelt und dauerhalt erhalten.
Durch die Realisierung der externen Ausgleichsmaßnahme kann das Defizit vollständig ausgegli-
chen werden.
Bewertung:
Bis auf die heute bereits vorhandenen Straßenverkehrsflächen (Damiansweg, Merianstraße, Delia-
straße), die planungsrechtlich als Innenbereich gemäß § 34 Baugesetzbuch (BauGB) definiert wer-
den, ist nach Aussage des Bauaufsichtsamtes der Stadt Köln das Vorhaben eindeutig dem Außen-
bereich gemäß § 35 Baugesetzbuch (BauGB) zuzuordnen. Somit ist die gesetzliche Eingriffsrege-
lung anzuwenden. Für die Ermittlung des durch die Planung ausgelösten Eingriffs wird eine ver-
gleichende Bewertung der im Plangebiet heute anzutreffenden Biotoptypen und der bei Durchfüh-
rung der Planung künftig anzutreffenden Biotoptypen herangezogen.
Die Biotopwerte nach Durchführung der Planung im Bereich der ausgleichspflichtigen Eingriffsflä-
chen betragen anstatt der 404.185 Biotopwertpunkte im Bestand nur noch 85.159 Biotopwert-
punkte. Es entsteht innerhalb der ausgleichspflichtigen Eingriffsflächen bei Durchführung der Pla-
nung ein Defizit von 319.026 Wertpunkten. Innerhalb des Plangebietes kann bei Umsetzung der
Planung eine anrechenbare Aufwertung von 42.744 Biotopwertpunkten erzielt werden. Das verblei-
bende Defizit an Biotopwertpunkten beträgt 276.282 Punkte.
Da ein vollständiger Ausgleich innerhalb des Plangebietes nicht erfolgen kann, wird ein externer
Ausgleich notwendig. Bei einer Aufwertung von Acker LW1 (HA0) mit 6 Wertpunkten in eine exten-
sive Fettwiese LW41111 (EA1) mit 9 Wertpunkten ergibt sich ein Flächenbedarf für den externen
Ausgleich von circa 3,2 Hektar.
Die externe Ausgleichsmaßnahme wird auf den von der Stadt Köln bereit gestellten Flächen im
Sinne von § 9 Abs. 1a Satz 2 BauGB in Verbindung mit § 1a Abs. 3 Satz 4 BauGB im Schwer-
punktraum Köln-Worringen (Gemarkung Worringen, Flur 43, Flurstück 181 [teilweise]), verortet.
Die Sicherstellung des zu zahlenden Ersatzgeldes für die Durchführung der externen Ausgleichs-
maßnahme wie auch für deren dauerhafte Pflege bzw. Unterhaltung wird im städtebaulichen Ver-
trag, der zwischen der Stadt Köln und den Investoren als Eingriffsverursacher geschlossen wird,
festgeschrieben.
10.5.21 Kumulierung mit den Auswirkungen von Vorhaben benachbarter
Plangebiete
(Anlage 1 zum BauGB, 2. b) ff)
Grundsätzlich werden die voraussichtlichen Umweltauswirkungen auf die verschiedenen Schutz-
güter in jedem Bauleitplanverfahren gesondert erfasst und beurteilt. Dabei werden kumulative Wir-
kungen im Rahmen der Berücksichtigung von Vorbelastungen teilweise auch indirekt mit einbezo-
gen, beispielsweise spielt bei der Beurteilung der Luftqualität die Hintergrundbelastung eine Rolle.
Darüber hinaus werden im Rahmen der Bebauungsplanung Maßnahmen zur Vermeidung und zum
Ausgleich getroffen, um negative Umweltauswirkungen so gering wie möglich zu halten.
Für das Bebauungsplanverfahren Nr. 62547/02 - „Damiansweg“ in Köln-Volkhoven / Weiler ist im
Hinblick auf mögliche kumulative Umweltauswirkungen im Zusammenwirken mit benachbarten Be-
bauungsplänen ein Überschreiten von Erheblichkeitsschwellen nicht zu erwarten, da derzeit keine
Planungen auf der Ebene der Bauleitplanung noch sonstige zu berücksichtigende überörtliche Pla-
nungen bekannt sind.
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10.5.22 Eingesetzte Stoffe und Techniken
(Anlage 1 zum BauGB, 2. b) hh)
Auf der Ebene des Bebauungsplans sind keine Regelungen hinsichtlich eingesetzter baulicher
Stoffe und Techniken anzuwenden.
Zur Beurteilung und Bewertung einzelner durch die Planung betroffener Schutzgüter bzw. Umwelt-
belange wurden Fachgutachten erstellt. Die dabei angewendeten Untersuchungsmethoden ent-
sprechen den heutigen technischen und wissenschaftlichen Standards. Dies gilt für den Einsatz
von Untersuchungsprogrammen (Software) ebenso wie für die eingesetzten Hilfsmittel bei Unter-
suchungen vor Ort.
Beispielsweise die technischen und handwerklichen Hilfsmittel bei Durchführung archäologischer
Sondagen, technische Hilfsmittel und chemische Analysemethoden bei der Bewertung von Boden,
Altlasten und Hydrologie, schalltechnische Messung sowie der Einsatz von technischen Hilfsmit-
teln zur Verortung planungsrelevanter Tierarten / -gruppen (z.B. Detektor/Horchboxen zur Veror-
tung von Fledermäusen).
Im Rahmen der schalltechnischen Untersuchungen zu dem erforderlichen Immissionsbereich
wurde ein digitales Geländemodell mit für solche Aufgaben entwickelter Software (z.B. CadnaA
(Computer Aided Noise Abatement, 2018) erstellt.
Bei Umsetzung der Wohnbauplanung ist davon auszugehen, dass handelsübliche, den techni-
schen Anforderungen entsprechende umweltverträgliche Baustoffe und sonstige Materialien ver-
wendet werden. Ebenso ist davon auszugehen, dass im Zusammenhang mit der Errichtung und
Unterhaltung des neuen Wohnquartieres den Leitzielen von Nachhaltigkeit entsprochen wird.
10.5.23 In Betracht kommende anderweitige Planungsmöglichkeiten (Alter-
nativen)
und die Angabe für die wesentlichen Gründe für die getroffene Wahl
(Anlage 1 zum BauGB, 2. d)
Vor dem Hintergrund der starken Nachfrage nach städtischem Wohnraum bietet der Standort am
Damiansweg die Möglichkeit ein, an bereits vorhandene Wohnquartiere angrenzendes neues
Wohnquartier zu schaffen.
Der aktuelle Flächennutzungsplan sieht eine Wohnbauentwicklung zur Ortsabrundung vor.
Die Plangebietsfläche ist im gültigen Landschaftsplan der Stadt Köln (Stand 07.11.2017) mit dem
„Entwicklungsziel auf Zeit“, dargestellt, die langfristig eine bauliche Entwicklung zulässt. Das Plan-
gebiet wird im Osten, Süden und Westen planungsrechtlich von Flächen des Innenbereichs umge-
ben. Es grenzen mittel- und unmittelbar sowohl Wohngebiete wie auch gemischte Nutzungen und
gewerbliche Nutzungen an das Plangebiet an. Lediglich die nördliche Plangebietsgrenze wird
durch den angrenzenden Landschaftraum Weiler definiert. Dieser ist planungsrechtlich als Land-
schaftsschutzgebiet L5 „Freiraum und Grünverbindung am Blumberg, Chorweiler und Seeberg bis
Esch“ festgesetzt. Somit hat bereits in vorgeschalteten Planverfahren eine Abwägung zugunsten
des Standortes „Damiansweg“ als bebaubare Entwicklungsfläche stattgefunden. Daher wurden al-
ternative Standorte auf der Ebene des Bebauungsplanverfahrens nicht geprüft.
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C Zusätzliche Angaben
10.6Technische Verfahren bei der Umweltprüfung beziehungsweise Hinweise
auf Schwierigkeiten bei der Zusammenstellung der Angaben
Die umweltbezogenen und für das Vorhaben relevanten Informationen erlauben eine Einschätzung
der zu erwartenden Umweltfolgen. Zur Beurteilung und Bewertung einzelner durch die Planung be-
troffener Schutzgüter bzw. Umweltbelange wurden Fachgutachten erstellt. Die dabei angewende-
ten Untersuchungsmethoden entsprechen den heutigen technischen und wissenschaftlichen Stan-
dards.
Viele Angaben des Umweltberichts beruhen auf allgemein bei der Stadt Köln vorliegenden Umwel-
tinformationen, auf Erfahrungswerten und Abschätzungen und sind in rein verbal-argumentativer
Form beschrieben worden, ohne auf konkrete Berechnungen oder Modellierungen zu basieren.
Die verwendeten technischen Verfahren und Regelwerke zur Ermittlung der schutzgutbezogenen
Auswirkungen sind in den jeweiligen Fachkapiteln und in den zugrundeliegenden Gutachten erläu-
tert. Auch Art und Umfang der erwarteten Emissionen können den jeweiligen Fachabschnitten des
Umweltberichtes entnommen werden. Bei der Zusammenstellung der Angaben für die Umweltprü-
fung traten im vorliegenden Bauleitplanverfahren keine technischen oder inhaltlichen Schwierigkei-
ten auf (Anlage 1, Nr. 3 a) BauGB).
In der Umweltprüfung wurden die unter Punkt 10.9 „Referenzliste der Quellen“ aufgeführten für das
Plangebiet relevante Gutachten und Informationen ausgewertet.
10.7Geplante Maßnahmen zur Überwachung der erheblichen Auswirkungen
(Monitoring)
(Anlage 1 zum BauGB, 3. b)
Da bei den geprüften Umweltbelangen und den festgesetzten Vermeidungs- und Minderungsmaß-
nahmen keine Prognoseunsicherheiten bestehen, sind Monitoringmaßnahmen nicht erforderlich.
10.8Zusammenfassung
Das Plangebiet befindet sich im Stadtteil Volkhoven/ Weiler (Stadtbezirk Chorweiler) und stellt sich
im Bestand weitestgehend als landwirtschaftlich genutzte Fläche dar. Im Flächennutzungsplan
(FNP) ist das Plangebiet als Wohnbaufläche dargestellt. Es umfasst eine Fläche von ca. 7,1 Hek-
tar. Das Plangebiet wird begrenzt durch die angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen im Nor-
den, den Damiansweg im Westen, die Mercatorstraße im Osten sowie durch die angrenzende Me-
rianstraße im Süden.
Die Umweltauswirkungen auf die Schutzgüter (Umweltbelange) - Tiere und Pflanzen, Flächenver-
brauch, Boden, Wasser, Klima und Luft, Landschaft, Biologische Vielfalt, Erhaltungsziele und
Schutzzweck der Natura 2000 - wurden im Rahmen der Umweltprüfung betrachtet und bewertet.
Ebenso erfolgte eine Beschreibung und Bewertung der Umweltbelange - Mensch, Gesundheit, Be-
völkerung, hier: insbesondere das Thema Lärm sowie der Belang -Kultur und sonstige Sachgüter -,
die Vermeidung von Emissionen sowie den sachgerechten Umgang mit Abfällen und Abwässern,
die Nutzung erneuerbarer Energien, Darstellungen von Landschafts-plänen und sonstiger Pläne
des Wasser-, Abfall-, Immissionsschutzrechtes. Ferner erfolgte eine Betrachtung möglicher Anfäl-
ligkeit für die Auswirkungen schwerer Unfälle und Katastrophen, mögliche Auswirkungen auf das
Planvorhaben durch Vorhaben benachbarter Plangebiete sowie Aussagen zum Thema eingesetzte
Stoffe und Techniken. Es erfolgte ebenso die planungsrechtliche Bewertung der gesetzlichen Ein-
griffsregelung.
Die Betroffenheit der Umweltauswirkungen auf die Umweltbelange ist hier zusammenfassend dar-
gestellt:
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Tiere
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Um im Zuge der verbindlichen Bauleitplanung artenschutzrechtliche Verbotstatbestände gemäß §
44 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) zu benennen und auszuschließen wurde eine ar-
tenschutzrechtliche Prüfung (ASP I und ASP II) durchgeführt. Lebens- oder Fortpflanzungsstätten
planungsrelevanter / streng geschützter Vogel- und Fledermausarten wurden nicht festgestellt. Zur
Vermeidung des Tötungsverbotes für die festgestellten besonders geschützten Arten wird eine ter-
minierte Baufeldräumung vorgesehen. Ausgleichsmaßnahmen, auch vorgezogene, sind nicht er-
forderlich, die Verletzung von Verbotstatbeständen aus dem Artenschutzregime des Bundenatur-
schutzgesetzes (BNatSchG) sind nicht zu erwarten. Nistkästen oder die Kunstquartiere für Vögel
und Fledermäuse sind nicht erforderlich.
Pflanzen
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Der geplante neue Wohnstandortes am Damiansweg initiiert einen erheblichen Eingriff in den vor-
handenen Vegetationsbestand. Aufgrund der Überbauung sowie der Errichtung neuer versiegelter
Erschließungsflächen gehen die im Plangebiet vorhandenen Vegetationsflächen verloren. Es müs-
sen 138 Bäume gefällt werden. Im Rahmen der geplanten Neubaumaßnahme und der damit zu-
sammenhängenden plangebietsinternen Grünmaßnahmen, u.a. Schaffung von Grünflächen und
Pflanzung von neuen Bäumen kann das Artenspektrum insbesondere durch Neuanpflanzung und
die Anlage von Grünflächen mit standortgeeigneten Pflanzenarten erweitert werden. Im Bebau-
ungsplan wird die Anpflanzung von 101 Bäumen festgesetzt. Die Planung sieht insgesamt eine An-
pflanzung von ca. 150 Bäumen vor. Das bilanztechnisch verbleibende Defizit ist durch einen exter-
nen Ausgleich innerhalb des Stadtgebietes von Köln auszugleichen. Eine heute ackerbaulich ge-
nutzte städtische Fläche am Ortsrand von Worringen nördlich des Mörterweges und südlich der
Pletschbachs wird in eine extensive Fettwiese umgewandelt und dauerhaft unterhalten. Die Fläche
beträgt ca. 3,2 Hektar. Das Schutzgut „Pflanzen“ ist trotz Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen
innerhalb des Plangebietes betroffen.
Fläche / Versiegelungsgrad
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB
Mit der Zielsetzung den Standort am Damiansweg langfristig als Wohnstandort zu entwickeln,
wurde bereits bei den dem Bebauungsplan vorgeschalteten Planungen (FNP und Landschafts-
plan) langfristig der Aufgabe von für die Landwirtschaft verfügbaren Flächen Rechnung getragen.
Der Versiegelungsgrad innerhalb des Plangebietes beträgt im Bestand ca. 10 Prozent. Bei Umset-
zung der Planung wird der Anteil der Flächenversiegelung um ca. 54 Prozent auf ca. 64 Prozent
ansteigen. Der künftige unversiegelte Flächenanteil von ca. 36 Prozent wird durch verschiedene
planungsrechtliche Festsetzungen im Bebauungsplan dauerhaft festgeschrieben. Hierzu zählen
die Ausweisung von Flächen zum Erhalt und zur Anpflanzungen von Bäumen, Sträuchern und
sonstiger Bepflanzung entlang der Mercatorstraße, von Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur
Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft im Norden des Plangebietes wie auch die
dauerhafte Sicherung einer öffentlichen Grünfläche innerhalb des Plangebietes sowie einem Grün-
zug innerhalb des WA 2. Die Betroffenheit des Umweltguts „Fläche“ ist dennoch als erheblich ein-
zustufen.
Boden
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Die Planung initiiert einen Eingriff in den Boden und damit in das bestehende Bodengefüge. Die
Bodenfunktionen, die von den als schutzwürdig bewerteten Böden (Parabraunerden und Kolluvien)
erfüllt werden, werden weitestgehend eingeschränkt. Das heute vorhandene durch die landwirt-
schaftliche Nutzung geprägte Bodengefüge von Kulturböden geht bis auf eine größere zusammen-
hängende Fläche entlang der nördlichen Plangebietsgrenze dauerhaft verloren.
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Die Betroffenheit des Umweltbelangs „Schutzgut Boden“ ist trotz der angeführten Verminderungs-
maßnahmen aufgrund des zu erwartenden dauerhaften Eingriffs in das anstehende Bodengefüge
als erheblich zu bewerten.
Wasser
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Oberflächengewässer
Der Umweltbelang „Oberflächenwasser“ ist durch die Planung nicht betroffen, da im Planungsge-
biet keine Oberflächengewässer anzutreffen sind.
Grundwasser
Der Umweltbelang „Grundwasser“ ist durch die Planung betroffen. Durch den erhöhten Versiege-
lungsanteil steht bei Realisierung der Planung ein geringerer Flächenanteil an unversiegelter Flä-
che bei der Rückführung von Niederschlagswasser in den natürlichen Wasserkreislauf zur Verfü-
gung. Der öffentliche Abwasserkanal DN 2100/2340 im Damiansweg kann das anfallende
Schmutzwasser und das gering belastete Niederschlagswasser des Plangebietes aufnehmen. Das
nicht klärpflichtige Niederschlagswasser ist gemäß § 44 Landeswassergesetz NRW in Verbindung
mit § 55 Wasserhaushaltsgesetz von Grundstücken (Erstbebauung) zu versickern. Hierdurch kann
auch künftig Wasser zur Grundwasserneubildung in den natürlichen Gewässerkreislauf einge-
speist werden. Mit Hilfe des erarbeiteten Regenwassermanagements kann eine Rückführung des
Regenwassers auch bei Starkregenergebnisse über unversiegelte Mulden, Mulden-Rigolen und
Grünflächen innerhalb des Plangebietes in den Gewässerkreislauf erfolgen. Für den Bereich des
Geschosswohnungsbaus am Pleißesteig (WA2) und der Kindertagesstätte sowie der Einfamilien-
hausbebauung (WA 1.2) südlich des Pleißesteigs ist eine Abführung des Niederschlagswasser in
den Mischwasserkanal vorgesehen, da eine Versickerung aufgrund der Bodenbeschaffenheit nicht
möglich ist.
Luft
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Luftschadstoffe – Emissionen, auch Treibhausgase
Das Plangebiet liegt in einem Gebiet mittlerer Luftgüte gemäß Luftgüte-Index (LUGI). Die Bebau-
ung des Plangebietes führt zum Anfall von Luftschadstoffen aus Feuerungsanlagen (Heizung) und
Fahrverkehren. Durch Gebäudebegrünungs- und –durchgrünungsmaßnahmen können nachteilige
Wirkungen teilweise kompensiert werden. Die Wärmeerzeugung wird in Form der im Vergleich zu
einer konventionellen Wärmeversorgung emissionsarmen Nah- und Fernwärmeversorgung ge-
währleistet.
Luftschadstoffe – Immissionen
Eine Wohnnutzung ist aufgrund der vorhandenen mittleren Luftgüte im Plangebiet als unkritisch zu
bewerten. Bei Entwicklung der Planung ändert sich die Immissionssituation entsprechend der Zu-
nahme der Emission durch die Verkehrszunahme und die Wärmeerzeugung in geringem Umfang.
Aus Sicht der Luftreinhaltung und Überwachung verkehrsbedingter Emissionen von Luftschadstof-
fen ist das Planvorhaben als unbedenklich einzustufen. Es ist keine geschlossene, sondern eine in
Teilen offene Bebauungsstruktur vorgesehen, welche einen Luftaustauch ermöglicht.
Klima
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Die Umsetzung des geplanten neuen Wohnquartiers am Damiansweg löst eine Versiegelung
heute unversiegelter landwirtschaftlich genutzter Vegetationsflächen aus, die künftig nicht mehr als
Luftaustauschflächen verfügbar sein werden.
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Nach Realisierung der Planung ist künftig gemäß der Planungshinweiskarte „Klimawandelgerechte
Metropole Köln 21“eine zukünftige Wärmebelastung der Klasse 3 „belastete Siedlungsflächen“
möglich. Zur Minderung der durch die Planung ausgelösten, ungünstigeren Wärmebelastung ist
der Anteil der überbaubaren Flächen durch bau- und planungsrechtliche Festsetzungen begrenzt.
Im Bebauungsplan werden kleinklimatisch wirksame Minderungsmaßnahmen berücksichtigt. Da-
her erfolgt die dauerhafte Sicherung begrünter unversiegelter Freiflächen (öffentliche und private
Grünflächen und Gärten, extensiv genutzte Vegetationsflächen im Norden des Plangebietes). Fer-
ner wird die flächenmäßige Begrünung von Flachdächern und flachgeneigten Dachflächen festge-
setzt.
Landschaft
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Die Umsetzung der Planung führt zu einem anderen städtischen Erscheinungsbild. Der Eindruck
eines offenen landwirtschaftlich bestimmten Freiraumes geht verloren. Erlebbar wird künftig ein
neues städtisches bebautes Quartier, das sich bezogen auf die Geschossigkeit an der heute vor-
handenen Bebauung am Ortsrand des Damianswegs orientiert. Die für die Orts- bzw. Stadteile
Volkhoven und Weiler typische Bauform der hofartigen Bebauung wird im geplanten Wohngebiet
am Damiansweg aufgegriffen. Die künftig städtebaulich erlebbare Silhouette wird von ein- bis drei-
geschossiger Bebauung, im Süden punktuell von einer bis zu fünfgeschossigen Bebauung be-
stimmt. Bäume als gliedernde Elemente sind im Plangebiet anzutreffen. Die im Innern des Plange-
bietes verorteten öffentliche Grün- und Spielflächen wie auch die privaten für die Allgemeinheit
nutzbaren Freiflächen bieten die Möglichkeit innerhalb des neuen Wohnquartiers auf größere Dis-
tanzen einen größeren nicht bebauten Freiraum wahrnehmen zu können. Der Erholungswert von
Freiraum wird dadurch unterstützt. Die Betroffenheit hinsichtlich des Umweltaspektes „Landschaft“
ist als erheblich zu bewerten.
Biologische Vielfalt
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB)
Mit der geplanten Umsetzung des neuen Wohnstandortes am Damiansweg wird sich das heutige
Artenspektrum hinsichtlich der künftig anzutreffenden Pflanzen- und Tierarten verändern. Die bio-
logische Vielfalt im heutigen Plangebiet ist aufgrund der vorhandenen Störwirkungen als mäßig zu
bewerten. Die Umsetzung der Planung führt zu einer erheblichen Reduzierung von Biotopflächen
mit der Folge einer Veränderung der vorkommenden Arten. Die festgesetzten Begrünungsmaß-
nahmen mindern diese Einschränkung und tragen zum Ausgleich der Einschränkung der biologi-
schen Vielfalt durch das geplante Vorhaben bei.
Erhaltungsziele und Schutzzweck der Natura 2000-Gebiete (Gebiete von gemeinschaftlicher
Bedeutung/europäische Vogelschutzgebiete)
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 b BauGB
Weder die Erhaltungsziele noch der Schutzzweck der Natura 2000-Gebiete sind durch die Bauleit-
planung betroffen.
Mensch, Gesundheit, Bevölkerung
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 c BauGB)
Lärm
Der Geltungsbereich des Bebauungsplans sowie die angrenzenden Flächen sind lärmvorbelastet
aus dem umgebenden Verkehrslärm, insbesondere aus dem Straßenverkehr der Mercatorstraße
und Merianstraße sowie dem Schienenverkehr der Strecken 2610 und 2620 der Deutschen Bahn
AG. Die Überschreitungen der Orientierungswerte sind als erheblich einzustufen. Durch entspre-
chende Festsetzungen werden schalltechnisch gesunde Wohnverhältnisse sichergestellt. Im Be-
bauungsplan werden die Lärmpegelbereiche III bis V in Abhängigkeit zu den Lärmeinwirkungen
durch Straßen- sowie Schienenverkehr im Plangebiet festgesetzt. Des Weiteren werden Vorgaben
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zu fensterunabhängigen Belüftungseinrichtungen bei Schlaf- und Kinderzimmern bei einem festge-
setzt. Ferner sind für bestimmte Balkone und Loggien Schallschutzmaßnahmen zu treffen, die si-
cherstellen, dass es zu keiner Überschreitung des Beurteilungspegels kommt. Bei Umsetzung der
im Bebauungsplan festgesetzten Maßnahmen sind gesundheitsschädigende Einwirkungen auf die
künftige Wohnbevölkerung auszuschließen.
Mit der Umsetzung der Planung kommt es zu einer Verkehrszunahme und zu einer Erhöhung der
damit zusammenhängenden Verkehrslärmimmissionen. An vier Immissionsorten im Bereich des
neuen Kreisverkehrs sind grundsätzlich die Voraussetzungen der Verkehrswege-Schallschutzmaß-
nahmen gemäß 24. BImSchV erfüllt. Die für den Anspruch erforderliche Überschreitung der Grenz-
werte liegt im überwiegenden Bereich daran, dass bereits im Ist-Zustand eine Grenzwertüber-
schreitung vorhanden ist. An einem Immissionsort (Damiansweg 49) wird die Grenzwertüber-
schreitung erst im Planfall initiiert. Für die Bereiche, die die Grenzwertüberschreitung erst im Plan-
fall erreichen, wird im städtebaulichen Vertrag eine Finanzierungslösung der eventuell geltend ge-
machten Ansprüche auf Schallschutzmaßnahmen geregelt.
Innerhalb des Plangebietes wird der ruhende Verkehr im Bereich der geplanten mehrgeschossigen
Bebauung in einer gemeinsamen Tiefgarage untergebracht. Die Untersuchungsergebnisse bele-
gen, dass an den untersuchten Immissionsorten in der Nachbarschaft zum Plangebiet die Immissi-
onsrichtwerte der TA-Lärm für Allgemeine Wohngebiete eingehalten werden. Somit werden keine
negativen Einwirkungen durch den geplanten Bau von Tiefgarageneinfahrten auf die Nachbar-
schaft ausgelöst.
Altlasten
(BBodSchG, BBodSchV, LAWA-Richtlinie, LAGA-Anforderungen)
Der Umweltbelang Altlasten ist für die Bewertung des geplanten Wohnquartiers am Damiansweg
nicht relevant, da im Plangebiet weder Altlastenverdachtsflächen noch Altablagerungen vorhanden
sind.
Erschütterungen
(Abstandserlass, DIN 4150 Teil 1 und 2)
Weder im Bestand und bei Durchführungen der Planung wirken Erschütterungen auf das Plange-
biet ein. Umweltrelevante Erschütterungen, die durch die Planung ausgelöst werden könnten, sind
ebenfalls nicht zu erwarten. Der Umweltbelang „Erschütterungen“ ist nicht betroffen.
Störfallbetriebe
Im Plangebiet und unmittelbar angrenzend sind keine Störfallbetriebsbereiche bekannt, die unter
die Vorgaben der 12. Verordnung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Störfall-Verordnung,
12. BImSchV) fallen. Die Planung sieht auch keine Errichtung eines Störfallbetriebes vor.
Hinsichtlich der Umweltbelange „sonstige Gesundheitsbelange / Risiken“ ist in Bezug auf Störfall-
betriebsbereiche keine Betroffenheit gegeben.
Elektromagnetische Felder (EMF)
Wenn die Vorgaben der Verordnung über elektromagnetische Felder (26. BImSchV), des Abstand-
serlasses NRW von 2007 sowie den Hinweisen zur Durchführung der Verordnung über elektro-
magnetische Felder (RdErl. des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Ver-
braucherschutz vom 09.11.2004) beim Neubau und bei Heranrücken der schützenswerten Nutzun-
gen an bestehende Anlagen berücksichtigt werden, sind keine nachteiligen Umweltauswirkungen
zu erwarten. Eine über diese Vorgaben hinausgehende Minimierung von Strahlenbelastungen ist
aus Vorsorgegründen jedoch empfehlenswert. In Abhängigkeit von der Leistung (kVA) der geplan-
ten Trafostationen werden Sicherheitsabstände zwischen 3 und 10 Metern empfohlen. Bei der Er-
richtung von so genannten Garagenstationen oder Kompaktstationen können die Sicherheitsab-
stände verringert werden. Die Einhaltung des stadtinternen Vorsorgewertes für die magnetische
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Flussdichte von 1µT (µ-Tesla) kann bei Umsetzung der Planung eingehalten werden, da die not-
wendigen Trafostationen mit einer Nennleistung von 630 KVA in einem Abstand von 3 m bis 4 m
von Wohngebäuden bzw. der geplanten Kindertagesstätte entfernt errichtet werden. Im Bebau-
ungsplan werden entlang der östlichen Plangebietsgrenze im Bereich der geplanten Carport-PKW-
Stellplätze nachrichtlich verortet.
Gesetzliches Überschwemmungsgebiet/ Hochwasserschutzkonzept
Das Plangebiet liegt nicht in einem festgesetzten Überschwemmungsgebiet. Bis zu einem 200-jäh-
rigem Hochwasser (Köln Pegel 11,90 m) ist das Plangebiet weder direkt noch bei einem Versagen
der Hochwasserschutzeinrichtungen indirekt betroffen. Bei einem Extremhochwasser, d.h. bei ei-
nem 500-jährigen Hochwasser wäre der nördlichste Teil von temporärer Überflutung betroffen.
Aufgrund des seltenen zu erwartenden Hochwasserereignisses sind keine Schutzmaßnahmen
auch bei Umsetzung der Planung erforderlich, damit ist auch keine Betroffenheit des Umweltbelan-
ges gegeben.
Starkregenereignisse
Auf Risiken, die sich aus potentiellen Starkregenereignissen ergeben können, nimmt die Planung
Rücksicht. Im Rahmen des Bauleitplanverfahrens erfolgt die Höhenfestlegung von öffentlichen Er-
schließungsflächen wie auch der an die Erschließung angrenzenden Bauflächen, die eine gezielte
Regenwasserabführung über eine Notwasserwegeplanung auch bei Starkregenereignissen sicher-
stellt.
Innerhalb des Plangebietes stehen mehrere, größere nicht versiegelte Frei- bzw. Grünflächen zur
Verfügung, über die die Rückführung von Niederschlägen auch bei Starkregenereignissen erfolgen
wird. Die sich nördlich an die Reihenhausbebauung (WA 2) anschließende große zusammenhänge
Vegetationsfläche wird als Überflutungsbereich für den nördlichen Teilbereich des Plangebietes
vorgehalten. Im Südwesten des Plangebietes (WA 1.1 und WA 1.2) soll die Niederschlagsablei-
tung durch Versickerung über unterirdische Rigolen erfolgen. Im Einzugsbereich dieser Rigolen-
versickerung werden entlang der Merianstraße größere unversiegelte Flächen als Überflutungsbe-
reich vorgehalten. Zudem wird durch die planungsrechtlich festgesetzte extensive Begrünung von
Flachdächern bzw. flachgeneigten Dächern eine verzögerte Ableitung von Niederschlägen er-
reicht.
Besonnung
Die städtebauliche und damit verbunden die räumliche Anordnung der Wohnbebauung im Plange-
biet berücksichtigt die notwendigen Abstände von Wohngebäuden unter einander wie auch zu der
benachbarten Bestandsbebauung, um eine ausreichende Belichtung von Wohnraum zu sichern.
Die Einhaltung der bauordnungsrechtlichen Abstandsflächen gilt als Hinweis, dass von gesunden
Wohn- und Arbeitsverhältnissen hinsichtlich der Besonnung auszugehen ist.
Kultur- und sonstige Sachgüter
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 d BauGB)
Baudenkmale
Baudenkmalpflegerische Belange sind nicht betroffen.
Bodendenkmale/ Archäologische Besonderheiten
Im Plangebiet sind Belange der Bodendenkmalpflege betroffen. Durch eine archäologische Unter-
suchung wurde im Plangebiet eine eisenzeitliche Siedlung mit dazugehörigen Gräbern nachgewie-
sen, die als Bodendenkmal ausgewiesen sind. Unter Berücksichtigung, dass die im Plangebiet lie-
genden Bodendenkmäler vor Aufnahme der Bautätigkeiten im Rahmen einer archäologischen Aus-
grabung und wissenschaftlich untersucht werden, steht der Belang der geplanten Nutzung nicht
entgegen.
- 85 -
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Sonstige Kultur- und Sachgüter
Entlang der nordöstlichen Plangebietsgrenze sind 10 der Bestandsbäume im Böschungsbereich
entlang der Mercatorstraße als Alleebäume gemäß den Alleenkataster von NRW geschützt. Erhalt
von 10 Alleebäumen innerhalb des Plangebietes wird festgesetzt.
Vermeidung von Emissionen (insbesondere Licht, Gerüche, Strahlung, Wärme), sachge-
rechter Umgang mit Abfällen und Abwässern
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 e BauGB)
Bei Durchführung der Planung werden nach derzeitigem Kenntnisstand keine erheblichen Licht-
oder Geruchsemissionen ausgelöst. Eine Abstrahlung von erheblichen Wärme- oder Strahlungs-
emissionen wird mit der Umsetzung der Planung nicht einhergehen.
Ein sachgerechter Umgang mit Abfällen und Abwässern erfolgt durch die Errichtung technischer
Infrastrukturen, d.h. anfallende Abwässer werden sachgerecht an das öffentliche Kanalnetz im Be-
reich des Damiansweg angeschlossen. Die im Zusammenhang mit den künftigen Wohnnutzungen
anfallenden Abfälle und recycelbaren Wertstoffen werden sachgerecht entsorgt. Von der öffentli-
chen Müllabfuhr anfahrbare Müllsammelstellen werden in ausreichender Anzahl und Flächengröße
vorgehalten. Im Bereich der mehrgeschossigen Wohnbebauung im Allgemeinen Wohngebiet WA
1.1 und WA 1.2 werden die Aufstellflächen in einer Entfernung von maximal 30 m bis 45 m zu den
jeweiligen Hauszugängen angeordnet.
Nutzung erneuerbarer Energien / sparsame und effiziente Nutzung von Energie
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 f BauGB)
Durch die Errichtung des neuen Wohngebietes am Damiansweg ist zukünftig ein erhöhter Energie-
bedarf zu erwarten. Um den zukünftigen zusätzlichen Energiebedarf und den damit einhergehen-
den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß zu minimieren, wird bereits schon über die städtebauliche Anord-
nung der geplanten Wohnbebauung dem sparsamen Umgang mit Energie Rechnung getragen.
Unter Anwendung der Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV), wird dem Umweltbe-
lang „Erneuerbarer Energien/ Energieeffizienz“ Rechnung getragen. Der Einsatz eines Blockheiz-
kraftwerkes entspricht einem effizienten Einsatz von Energie.
Darstellungen von Landschaftsplänen und sonstigen Plänen, insbesondere des Wasser-,
Abfall-, Immissionsschutzrechtes
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 g BauGB)
Landschaftsplan
Die Planung löst eine grundsätzliche Betroffenheit hinsichtlich des Belangs „Landschaftsschutz“ für
den nördlichen Teil des Plangebietes aus, da sich der Bebauungsplan Nr. 62547/02 mit dem Land-
schaftsschutzgebiet L 5 in einer Tiefe von ca. 35 Meter überlagert. Entlang der nördlichen Plange-
bietsgrenze sind auf einer heute ackerbaulich genutzten Fläche von ca. 4.200 m² die Entwicklung
und die langfristige Erhaltung von Offenlandbiotopstrukturen mit gliedernden Gehölzen vorgese-
hen. Diese Fläche ist als Ausgleichsmaßnahme innerhalb des Plangebietes zu werten. Der über-
wiegende Flächenanteil innerhalb des Bebauungsplanes, für den der Landschaftsplan das Ent-
wicklungsziel eines nur zeitlich begrenzten Erhaltungsstatus bis zur Umsetzung der Bauleitplanung
formuliert, kann jederzeit eine bauliche Entwicklung zugeführt werden.
Biotopverbundfläche
Durch den Bebauungsplan Nr. 62547/02 „Damiansweg“ werden die Schutz- und Entwicklungs-
ziele, die für die Verbundfläche formuliert sind, nicht beeinträchtigt. Es liegt keine Betroffenheit vor.
- 86 -
/ 87
Wasserschutzgebiet
Das Plangebiet befindet sich im Trinkwasserschutzgebiet des Wasserwerkes „Volkhoven /Weiler“
innerhalb der Schutzzone III A. Unter Beachtung der durch die Trinkwasserschutzverordnung vor-
gegebenen Vorgaben und Auflagen ist keine erhebliche Betroffenheit zu erwarten. Ein Hinweis zur
vorhandenen Wasserschutzzone III A wird im Bebauungsplan aufgenommen.
Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität in Gebieten, in denen die durch Rechtsverord-
nung zur Erfüllung von bindenden Beschlüssen der Europäischen Gemeinschaft festgeleg-
ten Immissionsgrenzwerte nicht überschritten werden
(§ 1 Absatz 6 Nummer 7 h BauGB)
Die Einhaltung der Immissionsgrenzwerte der 39. BImSchV kann daraus abgeleitet werden, dass
das Plangebiet außerhalb der Umweltzone des Luftreinhalteplanes der Stadt Köln liegt. Innerhalb
des Plangebietes werden Gehölzpflanzungen an den Gebietsgrenzen sowie Straßenbäume fest-
gesetzt. Diese dienen auch der Staubbindung und dem Ausgleich der Temperaturgänge. Weiterhin
wird für einen Teil des Plangebietes eine emissionsarme Nahwärmeversorgung durch ein Block-
heizkraftwerk (BHKW) sichergestellt.
Im Zusammenhang mit dem Umweltbelang Luft, hier insbesondere auf das Plangebiet einwirkende
Luftschadstoffe (Immissionen) wie auch durch das Plangebiet ausgehende potentielle Emissionen
auf angrenzende Siedlungsbereiche werden unter Punkt 10.5.6.1 und unter Punkt 10.5.6.2 des
Umweltberichtes eingehend erörtert und bewertet.
Anfälligkeit für die Auswirkungen schwerer Unfälle und Katastrophen auf die Belange des Umwelt-
schutzes nach den Buchstaben a bis d und i des § 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB
Die Veränderung der Flächennutzung löst keine erhöhte Anfälligkeit für die Auswirkung schwerer
Unfälle und Katastrophen aus.
Eingriffsregelung
(§ 1a Abs. 3 BauGB)
Nach Aussage des Bauaufsichtsamtes der Stadt Köln ist das Vorhaben eindeutig dem Außenbe-
reich gemäß § 35 Baugesetzbuch (BauGB) zuzuordnen. Nicht vermeidbare erhebliche Beeinträch-
tigungen durch das Vorhaben sind durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen oder durch Ersatz in
Geld zu kompensieren. Der ausgleichspflichtige Eingriffsbereich definiert die Flächen, auf denen
die naturschutzfachliche Eingriffsregelung Anwendung findet. Im Bestand werden 404.185 Bio-
topwertepunkte im Bereich des ausgleichspflichtigen Eingriffsbereichs erzielt. Bei Durchführung
der Planung werden 85.159 Biotopwertpunkte erreicht. Das Defizit an Biotopwertpunkten beträgt
319.026 Punkte. Unter Berücksichtigung der anrechenbaren Minderungs- und Ausgleichsmaßnah-
men im Plangebiet und eines externen Ausgleichs kann der Eingriff vollständig ausgeglichen wer-
den. Bei einer Aufwertung von Acker LW1 (HA0) mit 6 Wertpunkten in eine extensive Fettwiese
LW41111 (EA1) mit 9 Wertpunkten ergibt sich ein Flächenbedarf für den externen Ausgleich von
ca. 3,2 Hektar. Die Sicherstellung des zu zahlenden Ersatzgeldes für die und Durchführung der ex-
ternen Ausgleichsmaßnahme wie auch für deren dauerhaften Pflege bzw. Unterhaltung wird im
städtebaulichen Vertrag, der zwischen der Stadt Köln und den Investoren als Eingriffsverursacher
geschlossen wird, festgeschrieben. Auf Grund der Tatsache, dass die Investorengruppe keine ex-
ternen Ausgleichsflächen zur Verfügung stellen kann, werden auf den von der Stadt Köln bereit ge-
stellten Flächen im Sinne von § 9 Abs. 1a Satz 2 BauGB in Verbindung mit § 1a Abs. 3 Satz 4
BauGB im Schwerpunktraum Köln-Worringen Ausgleichsmaßnahmen verortet. Eine heute als
Ackerfläche genutzte Teilfläche des Flurstückes 181, Flur 43, Gemarkung Worringen wird in eine
extensiv Fettwiese umgewandelt und dauerhaft unterhalten.
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Kumulierung mit den Auswirkungen von Vorhaben benachbarter Plangebiete
(Anlage 1 zum BauGB, 2. b) ff)
Für das Bebauungsplanverfahren Nr. 62547/02 - „Damiansweg“ in Köln-Volkhoven / Weiler ist im
Hinblick auf mögliche kumulative Umweltauswirkungen im Zusammenwirken mit benachbarten Be-
bauungsplänen ein Überschreiten von Erheblichkeitsschwellen nicht zu erwarten, da derzeit keine
Planungen auf der Ebene der Bauleitplanung noch sonstige zu berücksichtigende überörtliche Pla-
nungen bekannt sind. Die Notwendigkeit kumulative Auswirkungen näher zu ermitteln, zu beschrei-
ben und zu bewerten, besteht somit nicht.
Eingesetzte Techniken und Stoffen
(Anlage 1 zum BauGB, 2. b) hh)
Bei Umsetzung der Wohnbauplanung ist davon auszugehen, dass handelsübliche, den techni-
schen Anforderungen entsprechende umweltverträgliche Baustoffe und sonstige Materialien ver-
wendet werden. Ebenso ist davon auszugehen, dass im Zusammenhang mit der Errichtung und
Unterhaltung des neuen Wohnquartieres den Leitzielen von Nachhaltigkeit entsprochen wird.
In Betracht kommende anderweitige Planungsmöglichkeiten (Alternativen)
(Anlage 1 zum BauGB, 2. d)
Der aktuelle Flächennutzungsplan sieht bereits heute schon eine Wohnbauentwicklung im Bereich
des Damianswegs zur Ortsabrundung des Stadtteils Volkhoven/Weiler vor. Im gültigen Land-
schaftsplan der Stadt Köln (Stand 07.11.2017) ist die Plangebietsfläche weitestgehend mit dem
„Entwicklungsziel auf Zeit“, dargestellt, die langfristig eine bauliche Entwicklung zulässt. Lediglich
die nördliche Plangebietsgrenze wird durch den angrenzenden Landschaftraum Weiler definiert.
Dieser ist planungsrechtlich als Landschaftsschutzgebiet L5 „Freiraum und Grünverbindung am
Blumberg, Chorweiler und Seeberg bis Esch“ festgesetzt. Vor dem Hintergrund der starken Nach-
frage nach städtischem Wohnraum bietet der Standort am Damiansweg die Möglichkeit ein, an be-
reits vorhandene Wohnquartiere angrenzendes neues Wohnquartier zu schaffen. Somit hat bereits
in vorgeschalteten Planverfahren eine Abwägung zugunsten des Standortes „Damiansweg“ als be-
baubare Entwicklungsfläche stattgefunden. Daher wurden alternative Standorte auf der Ebene des
Bebauungsplanverfahrens nicht geprüft.
10.9Referenzliste der Quellen
- Stadt Köln: KölnCode – Biotoptypenkataster, wird einzelfallbezogen fortgeschrieben;
- Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW: Fachinformationssystem ge-
schützte Arten, Messtischblatt 4907 (Leverkusen) 3. Quadrant, Recklinghausen, 2014;
- Stadt Köln: Landschaftsplan, jeweils aktueller Stand;
- Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW: Auszug aus der Planungshin-
weiskarte „Zukünftige Wärmebelastung“ aus: Klimawandelgerechte Metropole Köln, Ab-
schlussbericht, LANUV Fachbericht Nr. 50, Recklinghausen, 2013;
- Stadt Köln: Synthetische Klimafunktionskarte, Köln, 1997;
- Labor Dr. Rabe HygieneConsult – Karte Auszug aus der Karte „Luftgüte in Köln“ aus: Er-
mittlung der Luftqualität in Köln mit Flechten als Bioindikatoren, Essen, 12/2003;
- Labor Dr. Rabe HygieneConsult: Auszug aus Textteil „Allgemeine Planungshinweise“: Er-
mittlung der Luftqualität in Köln mit Flechten als Bioindikatoren, Essen 12/2003
- Stadt Köln, Umwelt- und Verbraucherschutzamt: Schallimmissionspläne Verkehr, Köln,
2014;
- Geologischer Dienst NW: Bodenkarte 1:50.000, Krefeld, o. J.;
- Landwirtschaftliche Standorterkundung GD, NRW 1:500 –Damiansweg- (Auszug), zur Ver-
fügung gestellt von der unteren Bodenschutzbehörde, 19.03.2019
- 88 -
/ 89
- Bezirksregierung Köln: Wasserschutzgebiete in Köln, eigene kartographische Darstellung,
Köln, o. J.;
- Stadt Köln, RheinEnergie / ehemaliges Staatliches Umweltamt: Grundwassergleichen,
Köln, 1987 bis 2003;
- Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW, elwas web:
Grundwasserdaten, Düsseldorf, 2013
- Stadt Köln: Betriebe und Abstände gemäß Seveso III-Richtlinie, eigene kartographische
Darstellung, Arbeitsstand, wird nach Vorliegen entsprechender Informationen aktualisiert
- LANUV NRW: Kartografische Abbildung von Betriebsbereichen und Anlagen nach Störfall-
Verordnung (KABAS)
- Stadt Köln, Köln, GIS: Luftbilder und Schrägluftbilder, Köln, 2014 und 2016;
- Stadt Köln: Altlastenkataster, Köln, 2018;
- Stadt Köln: Überflutungshöhen bei verschiedenen Starkregenereignissen, aus StEB AÖR,
Köln, 2014;
- Stadt Köln, Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR Überflutungsgebiete der Hochwasser-
gefahrenkarte (Auszug) Rhein HQ 500 – Plangebiet „Damiansweg“, Stand 011/2018, Bear-
beitung 611/3
- Bezirksregierung Düsseldorf / Bezirksregierung Köln – EG-Hochwasserrisikomanagement-
Richtlinie – Hochwasserrisikokarte Rhein Flussgebietseinheit: Rhein, Teileinzugsgebiet:
Rheingraben-Nord Übersichtskarte HQhäuf ig Maßstab 1 : 50.000 November 2013 Kartenblatt
G, Quelle PROAQUA Ingenieurgesellschaft für Wasser- und Umwelttechnik mbH Aachen.
- Stadt Köln: Kulturhistorischer Fachbeitrag zur Integrierten Raumanalyse Köln-Chorweiler,
Auszug Punkt 6.11, Dr. D. Boesler, Köln, 04/2003
- Stadt Köln: Richtlinie – Das kooperative Baulandmodell Köln - Satzungsbeschluss 17. De-
zember 2013, Veröffentlichung 24. Februar 2014 Amtsblatt der Stadt Köln, 45. Jahrgang,
G2663, Sondernummer 8
- Stadt Köln: Stellungnahmen – Beteiligungsverfahren gemäß Paragraph 4 Absatz 2 Bauge-
setzbuch (BauGB) Stand Januar 2019 und Stand 2017 in Auszügen
- Ordnungsbehördliche Verordnung zur Festsetzung des Wasserschutzgebietes für die Ge-
wässer im Einzugsgebiet der Wassergewinnungsanlagen Weiler und Worringen/Langel der
Gas-,Elektrizitäts- und Wasserwerke Köln A (Wasserschutzgebietsverordnung Weiler) vom
21.Oktober 1991
- Stadt Köln: Amt für Landschaftspflege und Grünflächen - Ausgleichsfläche für den Bebau-
ungsplan Damiansweg – städtisches Grundstück, Gemarkung Worringen, Flur 43, Teilstück
aus Flurstück 181
Luftbildausschnitt (Stand 18.Oktober 2019)
Fachgutachten:
ADU Cologne Institut für Immissionsschutz GmbH, Köln (2019):
Schalltechnische Untersuchung zu den Lärmemissionen und –immissionen im Rahmen
des Bebauungsplanverfahrens „Damiansweg“ in Köln-Volkhoven /Weiler
Berichts-Nr. B1610007-02(1)_ver09Jul2019
Stand 09.07.2019 und Ergänzung vom 14.11.2019, Tabelle 13-1: Gebäude innerhalb
des Ausbaubereiches
F.G.M Ingenieurgesellschaft Müller GbR Geotechnik Grundbau·Bodenmechanik, Hil-
den (2016): Bauvorhaben: Köln-Chorweiler, Damiansweg Hydrogeologisches Gutach-
ten
Stand 29.07.2016
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FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH, Düsseldorf (2019):
Bebauungsplan Nr. 62547/02 „Damiansweg“ in Köln-Volkhoven/Weiler –
Freianlagen – Lageplan
Stand 19.08.2019
FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH, Düsseldorf (2019):
Bebauungsplan Nr. 62547/02 „Damiansweg“ in Köln-Volkhoven/Weiler – Grünord-
nungsplan (GOP) –
Stand 27.01.2020/ 30.01.2020 (Anhänge)
Büro StadtVerkehr Planungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hilden (2018):
Zusammenstellung von DTV-Werten für lärmtechnische Berechnungen zum Wohnbau-
vorhaben Damiansweg in Köln-Volkhoven/Weiler – Verkehrszählungen an der Merca-
torstraße nördlich Merianstraße
Stand Juni 2018
Büro StadtVerkehr Planungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hilden (2018):
Zusammenstellung von DTV-Werten für lärmtechnische Berechnungen zum Wohnbau-
vorhaben Damiansweg in Köln-Volkhoven/Weiler – Damiansweg und geplanten Stra-
ßen in Plangebiet
Stand 22.08.2018
Büro StadtVerkehr Planungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hilden (2018): Verkehrsgut-
achten Damiansweg, Köln – Volkhoven/Weiler
Stand 24.01.2019
Goldschmidt Archäologie & Denkmalpflege, Düren (2018): Bericht zur archäologischen
Sachverhaltsermittlung Köln - Damiansweg, FB 2018.011
Stand September 2018
Goldschmidt Archäologie & Denkmalpflege, Düren (2018): Ergebnisse der archäologi-
schen Sachverhaltsermittlung Köln - Damiansweg
Stand 03. Dezember 2019
Ingenieurteam Dr. Hemling, Gräfe & Becker Baugrund GmbH, Köln/ Lohmar (2017):
Bericht zur Baugrunduntersuchung (Gründung und Geotechnik) 16K006P418 Dami-
answeg in Köln
Stand 02.01.2017
ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH, Haan (2019): Bebauungsplan Nr.
62547/02 „Damiansweg“, Entwurf Blatt 1 und Blatt 2
Stand März 2020
ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH, Haan (2019): Artenschutzrechtlicher
Fachbeitrag zum Bebauungsplan Nr. 62547/02 „Damiansweg“
Stand 26.07.2019
Leinfelder Ingenieure GmbH, Haan (2018): Stadt Köln BV: Wohnbauerschließung am
Damiansweg in Köln, Bebauungsplan in Aufstellung, Erläuterungsbericht, Entwässe-
rungskonzept, Regenwasserableitung außerhalb von Verkehrsflächen
Stand 14.05.2018
Leinfelder Ingenieure GmbH, Haan (2019): Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AG: öf-
fentliche und private Erschließung Damiansweg in Köln – Bebauungsplan 6247/02 –
Erläuterungsbereich zur Entwurfsplanung öffentlicher Kanal
Stand 15.08.2019
- 90 -
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TSC Beratende Ingenieure für Verkehrswesen GmbH & Co. KG, Essen (2018): Signal-
technische Untersuchung zur Errichtung einer Lichtsignalanlage am Knotenpunkt Meri-
anstraße/Merianstraße/Deliastraße in Köln – Volkhoven/Weiler
Stand 23.01.2019
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Anhang
Anlage 1
zur Mustergliederung Umweltbericht nach BauGB- Novelle 2017 -–
für den Bebauungsplan 62547/02
Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven/ Weiler Mustertabellen
zu Punkt 7.5.1 Tiere
Tabelle 1 Kartierte Tierarten (Stand 20.11.2019)
Anlage 2
Umweltbericht nach BauGB- Novelle 2017 –
für den Bebauungsplan 62547/02
Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven/ Weiler
zu Punkt 7.5.20 Eingriffsregelung
Tabelle 2 Bilanz zur Eingriffsregelung (Stand 20.11.2019)
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Anlage 1 Umweltbericht nach BauGB- Novelle 2017 –
für den Bebauungsplan 62547/02
Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven/ Weiler (Stand 20.11.2019)
zu Punkt 10.5.1 Tiere
Tabelle 1 Kartierte Tierarten:
Es bedeuten: + = planungsrelevant und – = besonders geschützte Arten, FFH = Art des Anhangs
der Flora Fauna Habitat Richtlinie, RL = Rote Liste Niederrheinische Bucht, 3 = gefährdet, V = Vor-
warnliste, S = durch Schutzmaßnahmen nicht mehr oder geringer gefährdet, 2 = stark gefährdet,
* = ungefährdet. Die Bewertung der Tierarten erfolgt gemäß Fachinformationssystem Geschützte
Arten in NRW des Landesamtes für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz NRW.
Vogelarten
Art Status planungs-
relevant
FFH RL
Amsel Brutvogel - *
Bachstelze Nahrungsgast - Brutverdacht - 3
Blaumeise Brutvogel - *
Buchfink Brutvogel - *
Dohle Brutvogel (Verdacht in Siedlung) - *
Elster Nahrungsgast/ Brutvogel in Siedlung - *
Feldlerche Nahrungsgast/ nach 2. Begehung
nicht mehr nachgewiesen
+ 3
Fitis Brutvogel - Brutverdacht - V
Grünspecht (Einzelrufe in benachbarter Siedlung - *
Hausrotschwanz Einzelsichtung - *
Haussperling Einzelsichtung / Nahrungsgast - V
Heckenbraunelle Brutvogel - *
Kiebitz Rastvogel (Schwarm auf angren-
zenden Ackerflächen )
+ V
Kohlmeise Brutvogel - *
Mäusebussard Nahrungsgast + *
Mehlschwalbe Einzelsichtung / Nahrungsgast + 2
Mönchsgrasmücke Brutvogel (Bruten möglich) - *
Rabenkrähe Nahrungsgast - *
Ringeltaube Brutvogel (in angrenzender Siedlung ) - *
Rotkehlchen Brutvogel - *
Singdrossel Brutvogel - *
Stieglitz Siehe Anmerkung*1 - *
Sumpfmeise Einzelsichtung an Mercatorstraße - *
Turmfalke
Nahrungsgast + V
Wacholderdrossel Rastvogel (Schwarm auf angrenzen-
der Ackerfläche)
- *
Zilpzalp Brutvogel (Brutverdacht) - *
*1Anmerkung: lt. Aussage des Gutachters Zuordnung Brutvogel/Nahrungsgast nicht mehr möglich, da keine Aussage durch Kartierer
nach Erhebung
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Säugetiere (hier Fledermäuse)
Art Status planungs-
relevant
FFH RL
Großer Abendsegler Nahrungs-
gast / Zug
+ Anhang IV Lt. Rote Liste NRW 2010
Streng geschützt durch
Seltenheit gefährdet
RL TL:
Repro: R
Zug: V *1
Zwergfledermaus Jagd, ggf.
Sommerquar-
tier
+ Anhang IV Lt. Rote Liste NRW 2010
Streng geschützt, nicht
gefährdet (*)
Kaninchen (Zufalls-
sichtung)
vereinzelt Lt. Rote Liste NRW 2010
nicht gefährdet (*)
*1 Anmerkung:
TL = tiefe Lagen in NRW, z. B. Niederrheinische Bucht, Kölner Bucht
R: reproduzierend, durch Seltenheit gefährdet
V = ziehend
Reptilien
Keine Nachweise +
Amphibien
Keine Nachweise -
Schmetterlinge / sonstige Insekten
(Zufallsfunde, kein Vorkommen planungsrelevanter Arten)
Zufallssichtung -
Admiral Reproduktion -
Weißling Reproduktion
Tagpfaugenauge Reproduktion -
Kleiner Fuchs Reproduktion -
Wespen inkl. Hornis-
sen
-
Wildbienen inkl. Hum-
meln
-
Libellen
(Zufallsfunde, kein Vorkommen planungsrelevanter Arten)
Zufallssichtung:
Vereinzelt jagende Li-
bellen, keine Artbe-
stimmung
Gast (2018) -
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Anlage 2 Umweltbericht nach BauGB- Novelle 2017 –
für den Bebauungsplan 62547/02
Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven/ Weiler (20.11.2019)
zu Punkt 10.5.20 Eingriffsregelung
Tabelle 2 Bilanz zur Eingriffsregelung
Bestandswert gesamter Planbereich - zur Information
Biotoptyp
Ludwig
Code
Köln
Code
Biotopwert
[P/m²] Fläche[m²] Gesamtwert [P]
Feldgehölze mit starkem
Baumholz, mit überwie-
gend bodenständigen Ar-
ten BA 13 GH611 22 1.153 25.366
Feldgehölze mit mittlerem
Baumholz, mit überwie-
gend bodenständigen Ar-
ten BA 12 GH621 19 1.556 29.564
Innerstädtisches Begleit-
grün HM52 BR11 9 1.770 15.930
Fettweide stark gedüngt
(Pferdekoppel) EB31 LW42112 10 7.930 79.300
Acker HA0 LW1 6 49.443 296.658
Ackerrain mit Wildkräutern HA2 LW2 14 1.771 24.794
Fahr- und Feldweg unver-
siegelt HY2 VF212 3 869 2.607
Fahr- und Feldweg versie-
gelt HY1 VF211 0 6.856 0
Summe 71.348 474.219
Planwert gesamter Planbereich - zur Information
Biotoptyp
Ludwig
Code Köln Code
Biotopwert
[P/m²] Fläche[m²] Gesamtwert [P]
Glatthaferwiese mäßig
trocken bis frisch (Aus-
gleichsfläche) 90% EA1 LW41111 15 3.764 56.470
Baumreihen mit mittlerem
Baumholz (Ausgleichsflä-
che) 10% BF32 GH731 13 418 5.434
Feldgehölze mit starkem
Baumholz, mit überwie-
gend bodenständigen Ar-
ten (Pflanzerhalt/Rest-be-
stand) BA13 GH611 17 786 13.362
Feldgehölze mit mittlerem
Baumholz, mit überwie-
gend bodenständigen Ar-
ten (Pflanzerhalt/ Restbe-
stand, Mercatorstraße /
Merianstraße ) BA12 GH621 16 372+314=686 10.976
Baumheckenartige Ge-
hölzstreifen mit mittlerem
Baumholz (Pflanzgebot
Restbestand, Mercator-
straße BD51 GH44311 15 175 2.625
Parkanlage ohne alten
Baumbestand (mit
Neupflanzungen) HM1 PA112 7 4.465 31.255
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Baumreihe/ Einzelbaum
mit jungem Baumholz
standorttypisch (Park-
bäume in Abzug zur o.g.
Parkanlage (GF1, private
/ öffentliche Grünan-
lage/Spielfläche BF31 GH741 12 204 2.448
Fahr- und Feldweg ver-
siegelt (öffentliche / Ver-
kehrsflächen) HY1 VF211 0 11.562 0
Baumreihe/ Einzelbaum
mit jungem Baumholz
standorttypisch (Park-
bäume in Abzug zur o.g.
öffentl. Fahr- und Feld-
weg versiegelt (öffentli-
che / Verkehrsflächen) BF31 GH741 12 180 2.160
WA 1.1 Blockbebauung mit TG, eine GRZ von 0,4 gemäß B -Plan (Gesamtfläche 19.108 m 2)
Blockbebauung offen mit
Baumbestand, Versiege-
lungsgrad 40-% (abzgl.
Gebäude +Nebenanlagen
+GFL-Flächen +Parkan-
lage) HN21 SB122 3 5.411 16.234
Blockbebauung offen
(hier nur Gebäude mit 80
% Dachbegrünung) HN21 SB122 1 7.643 7.643
Blockbebauung offen
Überschreitung GRZ um
50 % (hier nur Nebenan-
lagen einschl. GFL-
Flächen HN21 SB122 0 3.822 0
Baumreihe/ Einzelbaum
mit jungem Baumholz
standorttypisch (Bäume
Neupflanzung in Abzug
zur o.g. Blockbebauung
(5Stck) pro Stellplatz ) BF31 GH741 12 30 360
WA 1.2 Blockbebauung eine GRZ von 0,5 gemäß B -Plan (Gesamtfläche 4.343 m 2)
Blockbebauung offen mit
Baumbestand, Versiege-
lungsgrad 50% (abzgl.
Gebäude +Nebenanlagen
einschl. GFL-Flächen ) HN21 SB122 3 1.062 3.186
Blockbebauung offen
(hier nur Gebäude mit 80
% Dachbegrünung) HN21 SB122 1 2.172 2.172
Blockbebauung offen
Überschreitung GRZ um
50 % (hier nur Nebenan-
lagen, einschl. GFL -
Flächen HN21 SB122 0 1.085 0
Baumreihe/ Einzelbaum
mit jungem Baumholz
standorttypisch (Bäume
Neupflanzung in Abzug
zur o.g. Blockbebauung
(4Stck) pro Stellplatz ) BF31 GH741 12 24 288
- 96 -
/ 97
WA 2 (Reihenhausbebauung mit kleinen Gärten, eine GRZ von 0,45 gemäß B -Plan (bis zu 50 % Über-
schreitung, hier 0,675 möglich)(Gesamtfläche 28.623 m 2)
Reihenhausbebauung mit
kleinen Gärten, < 60 %
Grünanteil (abzgl. Ge-
bäude +Nebenanlagen
+Wegeflächen (GFL)
+Parkanlage) HN21 SB151 3 8.358 25.075
Reihenhausbebauung mit
kleinen Gärten GRZ 0,45
(hier nur Gebäude) HN21 SB151 0 12.880 0
Reihenhausbebauung mit
kleinen Gärten Über-
schreitung GRZ um 50%
(hier nur Nebenanlagen
und GFL-Flächen) HN21 SB151 0 6.440 0
Baumreihe/ Einzelbaum
mit jungem Baumholz
standorttypisch (Bäume
Neupflanzung in Abzug
zur o.g. Reihenhausbe-
bauung (30 Stck .) pro
Stellplatz) BF31 GH741 12 180 2.160
Summe
(71.347)*
71.348
(181.848)*
181.852
*Rundungsdifferenz
a) Bestandswert ausgleichspflichtiger Eingriffsflächen
Biotoptyp
Ludwig
Code
Köln
Code
Biotopwert
[P/m²] Fläche[m²]
Gesamtwert
[P]
Feldgehölze mit starkem
Baumholz, mit überwie-
gend bodenständigen Ar-
ten BA 13 GH611 22 956 21.032
Feldgehölze mit mittlerem
Baumholz, mit überwie-
gend bodenständigen Ar-
ten BA 12 GH621 19 1.156 21.964
Innerstädtisches Begleit-
grün HM52 BR11 9 1.770 15.930
Fettweide stark gedüngt
(Pferdekoppel) EB31 LW42112 10 7.930 79.300
Acker HA0 LW1 6 40.217 241.302
Ackerrain mit Wildkräutern HA2 LW2 14 1.575 22.050
Fahr- und Feldweg unver-
siegelt HY2 VF212 3 869 2.607
Fahr- und Feldweg versie-
gelt HY1 VF211 0 973 0
Summe 55.462 404.185
- 97 -
/ 98
b) Planwert ausgleichspflichtiger Eingriffsflächen
Biotoptyp
Ludwig
Code Köln Code
Biotopwert
[P/m²] Fläche[m²]
Gesamtwert
[P]
Feldgehölze mit starkem
Baumholz, mit überwie-
gend bodenständigen Ar-
ten (Pflanzgebot +Pflanz-
erhalt) BA13 GH611 17 786 13.362
Feldgehölze mit mittle-
rem Baumholz mit über-
wiegend bodenständigen
Arten (Pflanzgebot+
Pflanzerhalt) BA 12 GH621 16 686 10.976
Baumhecken mittlerem
Baumholz, mit überwie-
gend bodenständigen Ar-
ten (Pflanzgebot Merian-
straße) BD 51 GH4431 15 175 2.625
Fahr- und Feldweg ver-
siegelt (öffentlichen und
private Wegeflächen/
Straße)
HY1
VF211
0
4.617
0
Baumreihe/ Einzelbaum
mit jungem Baumholz,
standorttypisch ( öffentli-
chen +private Wegeflä-
chen)
BF31 GH741 12 90 1.080
WA 1.1 Blockbebauung mit TG, eine GRZ von 0,4 gemäß B -Plan
Blockbebauung offen mit
Baumbestand, Versiege-
lungsgrad 40-70 % (ab-
zgl. Gebäude +Nebenan-
lagen +Wegeflächen) HN21 SB122 3 5.411 16.233
Baumreihe/ Einzelbaum
mit jungem Baumholz,
standorttypisch WA 1.1
BF31 GH741 12 30 360
Blockbebauung offen
(hier nur Gebäude, mit
Dachbegrünung) HN21 SB122 1 7.643 7.643
Blockbebauung offen
(hier nur Nebenanlagen
HN21 SB122 0 3.822 0
- 98 -
/ 99
WA 1.2 Blockbebauung mit TG, eine GRZ von 0,5 gemäß B -Plan (bis 0,8 möglich
Blockbebauung offen mit
Baumbestand, Versiege-
lungsgrad 40-70 % (ab-
zgl. Gebäude +Nebenan-
lagen +Wegeflächen) HN21 SB122 3 1.062 3.186
Baumreihe/ Einzelbaum
mit jungem Baumholz,
standorttypisch WA 1.2 BF31 GH741 12 24 288
Blockbebauung offen
(hier nur Gebäude mit
Dachbegrünung) HN21 SB122 1 2.172 2.172
Blockbebauung offen
(hier nur Nebenanlagen HN21 SB122 0 1.086 0
WA 2 (Reihenhausbebauung mit kleinen Gärten, eine GRZ von 0,45 gemäß B -Plan (bis zu 50 % Über-
schreitung, hier 0,675 möglich)/
Reihenhausbebauung mit
kleinen Gärten, < 60 %
Grünanteil (abzgl. Ge-
bäude +Nebenanlagen
+Wegeflächen) HN21 SB151 3
8.358 25.074
Baumreihe/ Einzelbaum
mit jungem Baumholz,
standorttypisch WA 2 BF31 GH741 12 180 2.160
Reihenhausbebauung mit
kleinen Gärten (hier nur
Gebäude) HN21 SB151 0 12.880 0
Reihenhausbebauung mit
kleinen Gärten (hier nur
Nebenanlagen) HN21 SB151 0
6.440
0
Summe
55.462 85.159
Eingriffswert (a -b): 319.026
- 99 -
/ 100
c) Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen außerhalb des ausgleichspflichtigen Eingriffsbereiches innerhalb des Plangebiets
Bestand – keine Maßnahmen Zielbiotop – keine Maßnahmen
Biotoptyp
Ludwig
Code Köln Code
Wert
[P/m²] Biotoptyp
Ludwig
Code Köln Code
Wert
[P/m²]
Differenz
[P/m²] Fläche [m²] Gesamtwert[P]
Acker HA0 LW1 6
Glatthaferwiese
mäßig trocken bis
frisch (Aus-
gleichsfläche)
90% der Fläche
EA1 LW41111 15 9 3.765
33.885
Acker HA0 LW1 6
Baumreihen mit
mittlerem Baum-
holz (Ausgleichs-
fläche) 10% der
Fläche
BF32 GH731 13 7 418
2.926
Acker HA0 LW1 6
Parkanlage ohne
alten Baumbe-
stand (mit
Neupflanzungen)
HM1 PA112 7 1 (704+1245+1245+1271)-
44)=4421 4.421
Acker
HA0 LW1 6
Baumreihe/ Ein-
zelbaum mit jun-
gem Baumholz,
standorttypisch
(Abzug zu Park-
anlage)
HM1 GH741 12 6
(96+30+48+30+48)= 252 1.512
Fahr- und
Feldweg ver-
siegelt (öffent-
lichen und pri-
vate Wegeflä-
chen/ Straße)
HY1 VF211 0 Parkanlage ohne
alten Baumbe-
stand (mit
Neupflanzungen)
HM1 PA112 7 7
44 0
Summe 42.744
- 100 -
d) Ausgleichsmaßnahmen außerhalb des Plangebiets (Beispielrechnung)
Bestand Zielbiotop
Biotoptyp
Ludwig
Code Köln Code
Wert
[P/m²] Biotoptyp
Ludwig
Code Köln Code
Wert
[P/m²]
Differenz
[P/m²] Fläche [m²] Gesamtwert[P]
Acker HA0 LW1 6 Fettwiese EA1 LW41111 15 9 31.713 285.417
Summe 31.713 285.417
Ausgleichswert (c+d): (42.744+285.417=) 328.161
Bilanz (Eingriff-Ausgleich):
(328.161 -
319.026)
= (+9.135)
102,9 %
Anlage 7
22240 Zeichen
A N L A G E 7 / 2 Textliche Festsetzungen zum Bebauungsplan-Entwurf Nummer 62547/02 Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven/Weiler A Textliche Festsetzungen 1. Art der baulichen Nutzung Allgemeines Wohngebiet (WA) Gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 1 BauNVO sind die im festgesetzten allgemeinen Wohngebiet (WA) ausnahmsweise zulässigen Betriebe des Beherbergungsgewerbes, Gartenbaube- triebe und Tankstellen nach § 4 Abs. 3 Nr. 1, 4 und 5 BauNVO nicht Bestandteil des Bebauungsplanes. 2. Maß der baulichen Nutzung 2.1 Grundflächenzahl (GRZ) Gemäß § 19 Abs. 4 Satz 3 BauNVO kann im festgesetzten allgemeinen Wohngebiet WA 1.1 die zulässige Grundfläche durch die Grundfläche von baulichen Anlagen unter- halb der Geländeoberfläche, durch die das Baugrundstück lediglich unterbaut wird, bis zu einer GRZ 0,8 überschritten werden. 2.2 Geschossflächenzahl (GFZ) Gemäß § 21a Abs. 5 BauNVO ist die zulässige Geschossfläche im festgesetzten allge- meinen Wohngebiet WA 1.1 um die Flächen notwendiger Garagen, die unter der Gelän- deoberfläche hergestellt werden, zu erhöhen. 2.3 Maximale Gebäudehöhe Gemäß § 16 Abs. 2 Nr. 4 BauNVO werden für das festgesetzte allgemeine Wohngebiet WA 1.1 und WA 1.2 die in der Planzeichnung festgesetzten Gebäudehöhen als Höchst- grenze festgesetzt. Als unterer Bezugspunkt gilt Normalhöhennull (NHN). Oberer Bezugspunkt für d ie festgesetzte maximale Gebäudehöhe im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1 und WA 1.2 ist die Oberkante des Gebäudes. Gemäß § 16 Abs. 6 BauNVO können die festgesetzten maximalen Gebäudehöhen durch untergeordnete Bauteile oder bauliche Anlagen (z. B. Antennen, Aufzugsüberfahrten, Kamine, Lüftungseinrichtungen und Oberlichter) auf den baulich zugeordneten Dachflä- chen überschritten werden. Das höchstzulässige Maß der Überschreitung beträgt 2,0 m in der Höhe; der Flächenanteil der Überschreitung darf insgesamt 20 % der jeweiligen Dachfläche nicht übersteigen. Hiervon ausgenommen sind Photovoltaikanlagen in Ver- bindung mit Dachbegrünung. Die Dachaufbauten müssen mindestens um das Maß ihrer Höhe von der Gebäudekante zurücktreten. 3. Überbaubare Grundstücksfläche Gemäß § 23 Abs. 3 Satz 3 BauNVO in Verbindung mit § 23 Abs. 2 Satz 3 BauNVO werden für die festgesetzte überbaubare Grundstücksfläche folgende Ausnahmen fest- gesetzt: - 2 - / 3 3.1 Im festgesetzten allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 darf die überbau- bare Grundstücksfläche (Baugrenze) durch nicht überdachte, an Gebäude angrenzende Terrassen und Terrassentrennwände um bis zu 3,0 m überschritten werden. 3.2 Im festgesetzten allgemeinen Wohngebiet WA 1.1 und WA 1.2 darf die überbaubare Grundstücksfläche (Baugrenze) durch Balkone, Nottreppenhäuser und Erker um bis zu 2,0 m überschritten werden. 4. Stellplätze, Carports, Garagen und Tiefgaragen Gemäß § 12 Abs. 6 BauNVO wird festgesetzt: 4.1 Im festgesetzten allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 sind oberirdische Stellplätze (St), Carports (Cp) und Garagen (Ga) nur innerhalb der überbaubaren Grund- stücksflächen und in den nach § 9 Abs. 1 Nr. 4 BauGB dafür festgesetzten Flächen zulässig. 4.2 Im festgesetzten allgemeinen Wohngebiet WA 1.1 sind Tiefgaragen (TGa) nur innerhalb der überbaubaren Grundstücksfläche und in den nach § 9 Abs. 1 Nr. 4 BauGB dafür festgesetzten Flächen zulässig. Innerhalb der Tiefgaragen sind auch Technik- und Ne- benräume sowie Abstellplätze für Fahrräder zulässig. 4.3. Ein- und Ausfahrtsbereiche Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 4 und Nr. 11 BauGB sind Zu- und Ausfahrten von Tiefgaragen ausschließlich in dem mit Ein- und Ausfahrtsbereich festgesetzten Bereich zulässig. 5. Nebenanlagen Gemäß § 14 Abs. 1 Satz 3 BauNVO wird festgesetzt: Im festgesetzten allgemeinen Wohngebiet WA 2 ist je Hauseinheit ein Gartenhaus bis zu 30 m³ Rauminhalt innerhalb der mit NA festgesetzten Flächen zulässig. 6. Höchstzulässige Zahl der Wohnungen je Wohngebäude Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 6 BauGB sind im festgesetzten allgemeinen Wohngebiet WA 2 in Wohngebäuden höchstens zwei Wohnungen zulässig. 7. Geh-, Fahr- und Leitungsrecht Innerhalb des festgesetzten allgemeinen Wohngebietes WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 wer- den die folgenden Geh-, Fahr- und Leitungsrechte gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 21 BauGB fest- gesetzt: 7.1 Die in der Planzeichnung mit GFL gekennzeichneten Flächen sind mit einem Geh- und Fahrradfahrrecht zugunsten der Allgemeinheit, einem Fahrrecht zugunsten der Anlieger sowie einem Leitungsrecht zugunsten der Ver- und Entsorgungsträger zu belasten. 7.2 Die in der Planzeichnung mit GF 1 gekennzeichneten Flächen sind mit einem Geh- und Fahrradfahrrecht zugunsten der Allgemeinheit zu belasten. 7.3 Die in der Planzeichnung mit GF 2 gekennzeichneten Flächen sind mit einem Geh- und Fahrradfahrrecht zugunsten der Allgemeinheit sowie eine m Fahrrecht zugunsten der Ver- und Entsorgungsträger zu belasten. - 3 - / 4 7.4 Die in der Planzeichnung mit L gekennzeichneten Flächen sind mit einem Leitungsrecht zugunsten der Ver- und Entsorgungsträger zu belasten. 7.5 Die in der Planzeichnung mit G gekennzeichneten Flächen sind mit einem Gehrecht zu- gunsten der Allgemeinheit zu belasten. 8. Lärmschutzmaßnahmen 8.1 Schallschutzmaßnahmen an Außenbauteilen Gemäß § 9 Absatz 1 Nr. 24 BauGB sind passive Schallschutzmaßnahmen entsprechend den in der Planzeichnung dargestellten Lärmpegelbereichen (LPB) an den Außenbau- teilen von Aufenthaltsräumen zu treffen. Grundlage hierfür sind die maßgeblichen Au- ßenlärmpegel nach DIN 4109 (Schallschutz im Hochbau, Ausgabe Januar 2018, zu er- werben bei Beuth Verlag GmbH, Berlin). Die Zuordnung zwischen den dargestellten LPB und den maßgeblichen Außenlärmpe- geln ergibt sich aus nachfolgender Tabelle: LPB Maßgeblicher Außenlärmpegel La dB I 55 II 60 III 65 IV 70 V 75 VI 80 VII > 80* *Für maßgebliche Außenlärmpegel La > 80 dB sind die Anforderungen auf- grund der örtlichen Gegebenheiten festzulegen. Ergänzung: Es handelt sich um dB(A)-Werte Die Minderung der zu treffenden Schallschutzmaßnahmen ist im Einzelfall zulässig, wenn im bauordnungsrechtlichen Verfahren anhand einer schalltechnischen Untersu- chung ein niedrigerer LPB an Außenbauteilen von schutzbedürftigen Räumen nachge- wiesen wird. 8.2 Fensterunabhängige Belüftung Bei Schlaf- und Kinderzimmern ist bei einem Beurteilungspegel >45 dB(A) im Nachtzeit- raum (22:00 bis 6:00 Uhr) eine fensterunabhängige Belüftung durch schallgedämmte Lüftungseinrichtungen oder gleichwertige Maßnahmen bei geschlossenen Fenstern und Türen sicher zu stellen. 8.3 Außenwohnbereiche Für Balkone und Loggien, die einen Gesamtbeurteilungspegel aus dem Verkehr (Stra- ßen-, Schienen- und Flugverkehr) >62 dB(A) im Tagzeitraum (6:00 bis 22:00 Uhr) auf- weisen, sind Schallschutzmaßnahmen zu treffen. Durch diese muss sichergestellt wer- den, dass der vorgenannte Gesamtbeurteilungspegel nicht überschritten wird. Hiervon ausgenommen sind Balkone und Loggien von durchgesteckten Wohnungen, wenn zu- sätzlich auf der lärmabgewandten Seite ein Balkon oder eine Loggia errichtet wird. - 4 - / 5 9. Interne Ausgleichsmaßnahme Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 20 BauGB wird folgende interne Ausgleichmaßnahme A1 festge- setzt: Ausbildung von Extensivgrünland (EA 1/ LW 41111) mit standortgerechten Einzel- bäumen (BF 31/ GH 731) und kleinen Gehölzgruppen (BB 1/GH 51). Maximal 10 % der Maßnahmenfläche sind für die Bepflanzung mit Einzelbäumen und Gehölzgruppen zulässig. Die Einzelbäume und Gehölzgruppen sind im südlichen Be- reich der Fläche anzuordnen. Die verbleibenden ≥ 90 % Anteil der Maßnahmenfläche sind mit einer standortgerechten, artenreichen Saatgutmischung mit autochthonem Saatgut als extensives Grünland dauerhaft zu entwickeln und zu pflegen. 10. Anpflanzen und Erhaltung von Bäumen, Sträuchern und sonsti- gen Bepflanzungen Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 25 a und b BauGB sind im Bebauungsplan folgende Begrünungs- maßnahmen durchzuführen. Sämtliche Pflanzungen und sonstige Begrünungsmaßnah- men sind dauerhaft zu erhalten und bei Abgang zu ersetzen. Zur Erläuterung der nachfolgenden Kürzel – siehe Hinweis Nr. 11. 10.1 Begrünung von Tiefgaragen Decken von Tiefgaragen (TGa) und Kellergeschossen sind, soweit sie nicht mit Gebäu- den, Wegen, Spielplätzen und sonstigen Nebenanlagen überbaut werden, zu begrünen. Die Vegetationstragschicht ist in einer Stärke von mindestens 60 cm zuzüglich einer Fil- ter- und Drainschicht auszubilden. Im Bereich der Baumpflanzungen (BF 41 / GH 742) ist eine Bodensubstratschicht von mindestens 120 cm zuzüglich einer Filter- und Drainschicht auszubilden. Der Wurzel- raum muss je Baum mindestens 30 m³ betragen. Notwendige Fensteröffnungen sowie untergeordnete technische Aufbauten der Tiefga- rage und des Kellergeschosses sind von dieser Festsetzung ausgenommen. 10.2 Extensive Dachbegrünung Die Flachdächer der Gebäude und Garagen im festgesetzten allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 sind mit einer extensiven Dachbegrünung als Sedumgesell- schaften (DC1/ NB 6243), Magerrasen (DC 3/ NB 6244), Gräsern (HH 7/ BR 132), und/ oder Stauden (HM 51/ PA 13) und/ oder bodendeckenden Gehölzen (BB1/ GH 411) zu bepflanzen. Die Vegetationstragschicht ist mit einer Stärke von mindestens 8 cm zuzüg- lich einer Filter- und Drainschicht herzustellen. Dachterrassen und technische Aufbauten sind von dieser Festsetzung ausgenommen. Photovoltaikelemente sind über der Dachbegrünung zulässig. 10.3 Baumpflanzung im Bereich öffentlicher Verkehrsflächen Innerhalb der festgesetzten Straßenverkehrsfläche (Damiansweg) sind mindestens 15 Bäume (BF 31/ GH 741) zu pflanzen. Die in der Planzeichnung festgesetzten Baum- standorte sind hierauf anzurechnen. Innerhalb der festgesetzten Straßenverkehrsfläche besonderer Zweckbestimmung „Ver- kehrsberuhigter Bereich“ sind mindestens 15 Bäume (BF 31/ GH 741) zu pflanzen. - 5 - / 6 10.4 Baumpflanzung innerhalb des allgemeinen Wohngebietes WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 Im festgesetzten allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 ist je angefan- gene fünf oberirdische Stellplätze ein Baum (BF 31/ GH 741) zu pflanzen. In der Plan- zeichnung festgesetzte Baumstandorte sind hierauf anzurechnen. 10.5 Begrünung im Bereich von öffentlichen Grünflächen Innerhalb der festgesetzten öffentlichen Grünfläche sind mindestens 3 Bäume 1. Ord- nung und mindestens 7 Bäume 2. Ordnung (BF 41/ GH 742 und/ oder BF 31/ GH 741) zu pflanzen. Auf mindestens 10 % der Fläche sind Sträucher (BB 1/ GH 51) anzupflan- zen. Innerhalb der festgesetzten öffentlichen Grünfläche sind Wiesen- und Rasenflächen, Spielflächen mit unterschiedlicher Oberflächenausprägung, Spielgeräten, Wege, Abfall- behälter, Leuchten, Stufen und Sitzbänke zulässig. 10.6 Begrünung im Bereich von privaten Grünflächen – Rasenfläche mit Baumpflan- zungen Die in der Planzeichnung festgesetzte private Grünfläche ist als Rasenfläche auszubil- den und mit insgesamt mindestens 16 Bäumen (BF 41/ GN 742) gemäß den in der Plan- zeichnung festgesetzten Standorten zu bepflanzen. Die Ausbildung von Versickerungs- mulden ist zulässig. 10.7 Flächen zur Anpflanzung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen Innerhalb der in der Planzeichnung mit P 1 gekennzeichneten Fläche zur Anpflanzung von Bäumen, Sträuchern und sonstiger Bepflanzung sind mindestens 50 % der Fläche als Vegetationsfläche, anzulegen. Die Vegetationsflächen sind mit einer Vegetation aus Stauden, Gräsern oder Rasen (HM 51/ PA 13 und PA 311) zu bepflanzen. Innerhalb der in der Planzeichnung mit P 2 gekennzeichneten Fläche zur Anpflanzung von Bäumen, Sträuchern und sonstiger Bepflanzung ist ein e Baumhecke (BD51/ GH 4431) mit geringem Baumholz aus standortgerechten und einheimischen Ar- ten zu entwickeln. 10.8 Flächen zur Anpflanzung/ zum Erhalt von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Be- pflanzungen Innerhalb der festgesetzten Flächen zum Erhalt/ zur Anpflanzung von Bäumen, Sträu- chern und sonstigen Bepflanzungen sind die vorhandenen Grünstrukturen soweit mög- lich zu erhalten und bei Abgang gleichwertig zu ersetzen. 10.9 Baumstandorte Die in der Planzeichnung zum Anpflanzen festgesetzten Bäume können um bis zu 5 m verschoben werden. 10.10 Zweckfremde Nutzungen Die Errichtung von Heizzentralen und Trafostationen innerhalb der festgesetzten Fläche zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft sowie der festgesetzten öffentlichen und privaten Grünfläche ist nicht zulässig. 11. Höhenlage des Geländes Gemäß § 9 Abs. 3 BauGB wird festgesetzt: 11.1 Die Höhenfestsetzungen beziehen sich auf Meter über Normalhöhennull (NHN) (HST 160) - Deutsches Höhennetz von 1992. - 6 - / 7 11.2 Die im Plan innerhalb der öffentlichen Verkehrsflächen und öffentlichen Verkehrsflächen mit der Zweckbestimmung „Verkehrsberuhigter Bereich“ eingetragenen geplanten Stra- ßenhöhenpunkte setzen die Höhenlage der Straße fest. Die bauordnungsrechtlichen Bestimmungen zu Aufschüttungen und Abgrabungen ge- mäß BauO NRW bleiben von der Festsetzung unberührt. Sie sind auf die neuen Gelän- dehöhen anzuwenden. Die im Bebauungsplan festgesetzten neuen Geländehöhen sind maßgeblich für die Ab- standsflächenberechnung nach § 6 BauO NRW und die Bestimmung der Vollgeschosse nach § 2 Abs. 5 BauO NRW. B Gestalterische Festsetzungen Gemäß § 9 Abs. 4 BauGB i. V. m. § 89 BauO NRW werden folgende gestalterische Festsetzungen getroffen: 1. Einfriedungen 1.1 Im festgesetzten allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 sind Einfriedungen von Vorgärten nicht zulässig. Vorgärten werden definiert als derjenige Bereich zwischen erschließender Verkehrsflä- che bzw. erschließender Zuwegung und der hierzu parallel verlaufenden vorderen Ge- bäudefront. 1.2 Im Übrigen sind Grundstückseinfriedungen im festgesetzten allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 nur in Form von Draht- oder Stabgitterzäunen bis zu einer Höhe von 1,20 m über der Geländeoberfläche gemäß § 2 Abs. 4 BauO NRW 2018 und von standortgerechten Laubgehölzhecken (BD4/ GH422), bis zu einer Höhe von 1,80 m über der Geländeoberfläche gemäß § 2 Abs. 4 BauO NRW 2018 zulässig. Eine Kombi- nation aus Zäunen und Hecken ist zulässig. 1.3 Im festgesetzten allgemeinen Wohngebiet WA 2 sind Einfriedungen entlang der Grund- stücksgrenzen zu der festgesetzten Fläche zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft in Form von Draht- oder Stabgitterzäunen mit einer Höhe von mindestens 1,6 m über der Geländeoberfläche gemäß § 2 Abs. 4 BauO NRW 2018 zu errichten. 1.4 Innerhalb der mit gekennzeichneten überbaubaren Grundstücksflächen sind zusätz- lich Einfriedungen von Außenbereichen in Form von Mauern bis zu einer maximalen Höhe von 1,2 m über der Geländeoberfläche gemäß § 2 Abs. 4 BauO NRW 2018 zuläs- sig. Zur Erläuterung der vorgenannten Kürzel – siehe Hinweis Nr. 11. 2. Dachformen Die zulässigen Dachformen innerhalb des allgemeinen Wohngebietes WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 sind der Planzeichnung zu entnehmen. Dächer mit einer Neigung bis maximal 5 Grad gelten als Flachdächer. - 7 - / 8 3. Satellitenschüsseln und Mobilfunkanlagen 3.1 Parabolantennen für den Satellitenrundfunkempfang sind nur auf den Dachflächen zu- lässig. 3.2 Mobilfunksendemasten und –anlagen sind auf den Dachflächen nicht zulässig. 4. Standorte für Abfallsammelbehälter und Wertstofftonnen Im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 sind die Abstellplätze für Abfall- sammelbehälter und Wertstofftonnen einzuhausen (Müllboxen) oder durch Laubgehölz- schnitthecken (BD4/ GH422), z. B. Hainbuche (Carpinus betulus) , in einer Höhe von mindestens 1,60 m über der Geländeoberfläche gemäß § 2 Abs. 4 BauO 2018 NRW einzufassen. Ausgenommen von dieser Festsetzung sind Standorte von Behältern für Hausabfälle und Wertstofftonnen, die als Unterflureinheit errichtet werden. 5. Nebengebäude Nebengebäude im Sinne der § 14 BauNVO und § 2 Abs. 2 BauO NRW 2018 (Neben- anlagen, die Gebäude im Sinne der BauO NRW sind) dürfen nur mit Flachdächern o- der flach geneigten Dächern bis max. 10 Grad Dachneigung errichtet werden. Die Wandhöhe darf an keiner Stelle mehr als 3,00 m betragen. C Nachrichtliche Übernahme Gemäß § 9 Absatz 6 BauGB werden folgende Festsetzungen nachrichtlich in den Bebau- ungsplan übernommen: Wasserschutz Die auf der Grundlage des § 51 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) durch Verordnung festge- setzte Wasserschutzzone III A des Wasserschutzgebietes Köln Volkhoven/ Weiler. D Rechtsgrundlagen 1. Es gilt das Baugesetzbuch (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. No- vember 2017 (BGBl. I S. 3634). 2. Es gilt die Baunutzungsverordnung (BauNVO) vom 23. Januar 1990 (BGBl. I S. 132) in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. November 2017 (BGBl. I S. 3786). 3. Es gilt die Planzeichenverordnung (PlanzV 90) vom 18. Dezember 1990 (BGBl. 1991 I, S. 58). 4. Es gilt die Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen - Landesbauordnung - (BauO NRW) vom 21. Juli 2018 (GV. NRW 2018 S. 421). 5. Es gilt jeweils die bei Erlass dieser Satzung geltende Fassung. - 8 - / 9 E Hinweise 1. Öffentlich geförderter Wohnungsbau Gemäß des Kooperativen Baulandmodells der Stadt Köln in der Fassung der Be- kanntmachung vom 10.05.2017 sind die Planbegünstigten verpflichtet, 30 % der Ge- schossfläche der Mehrfamilienwohneinheiten im öffentlich geförderten Segment ge- mäß der jeweils aktuellen Wohnraumförderrichtlinie des Landes NRW zu errichten. 2. Lärmvorbelastung Das Plangebiet ist durch Lärmimmissionen (Straßen-, Schienen- und Flugverkehr) vorbelastet. 3. Versickerung von Niederschlagswasser Gemäß § 44 Landeswassergesetz (LWG) in Verbindung mit § 55 Abs. 2 Wasser- haushaltsgesetz (WHG) ist das anfallende Niederschlagswasser vor Ort zu versi- ckern. Bezüglich der wasserrechtlichen Erlaubnis ist die Untere Wasserbehörde bei der Stadt Köln einzuschalten. 4. Denkmalschutz Im Plangebiet wurden im Rahmen einer archäologischen Prospektion eine eisenzeitli- che Siedlung mit zugehörigen Gräben sowie römische und mittelalterliche Befunde nachgewiesen, die im Vorlauf von Erschließungsmaßnahmen und Neubebauung ar- chäologisch untersucht, dokumentiert und geborgen worden sind. Gemäß §§ 15 und 16 Denkmalschutzgesetz (DSchG) ist vor Aufnahme von Baumaß- nahmen mit Bodeneingriffen die Archäologische Bodendenkmalpflege bei der Stadt Köln einzuschalten. 5. Kampfmittelbeseitigungsdienst Im Plangebiet ist mit Bombenblindgängern/ Kampfmitteln zu rechnen. Vor Aufnahme von Bauarbeiten (circa 6 Wochen) ist der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirks- regierung Düsseldorf unter der Benennung des Aktenzeichens 22.5-3-5315000- 11/19/ sowie der Bebauungsplan-Nummer einzuschalten. 6. Artenschutz Laut Artenschutzprüfung (Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag, ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH, Haan, 26.07.2019) ergeben sich keine Verbotstatbestände gemäß § 44 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) bzw. keine vorgezogenen Ausgleichsmaßnahmen nach § 44 Abs. 5 BNatSchG. Gemäß § 39 Abs. 5 BNatSchG ist es im Zeitraum zwischen dem 1. März und 30. September eines jeden Jahres verboten, Bäume, Hecken, Gebüsche und andere Ge- hölze abzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder zu beseitigen; zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen. Sind innerhalb dieses Zeitraumes Rodungsarbeiten erforderlich, ist vor deren Auf- nahme in Absprache mit der Unteren Landschaftsbehörde der Stadt Köln durch einen Fachgutachter nach besetzten Nestern und Fledermausquartieren zu suchen und bei deren Auffinden die Rodungstätigkeit sofort einzustellen. 7. Alleen-Kataster Die Bäume entlang der Mercator Straße im nordöstlichen Teil des Plangebietes wer- den im Alleen-Kataster des LANUV (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucher- schutz Nordrhein-Westfalen) aufgeführt. Gemäß § 41 Landesnaturschutzgesetz (LNatSchG) NRW stehen sie somit als Ganzes unter Schutz unabhängig von dem - 9 - nach der Baumschutzsatzung vorgegebenen Stammumfang für satzungs- bzw. nicht satzungsgeschützten Bäume. 8. Externe Ausgleichsmaßnahme In einem städtebaulichen Vertrag werden Regelungen zur Verwirklichung des Bebau- ungsplanes festgehalten. Dabei handelt es sich zum Beispiel um die Durchführung von internen und externen Ausgleichsmaßnahmen. Auf den städtischen Grundstück Gemarkung Worringen, Flur 43, Teilstück aus Flur- stück 181 wird folgende externe Ausgleichsmaßnahmen für die Eingriffe im Plange- biet hergestellt: Maßnahme eA1: Anlage einer extensiven Fettwiese - EA1/LW41111 - auf 32.485 m² des Flurstücks 181, Flur 43, Gemarkung Worringen. Die Durchführung und Kostentragung der Maßnahme eA1 in Bezug auf die Eingriffe durch die festgesetzten allgemeinen Wohngebiete (WA 1.1, WA 1.2 und WA 2) sowie der Planstraßen werden im städtebaulichen Vertrag geregelt. 9. Trafostation Zur Sicherstellung der Stromversorgung sind im Plangebiet zwei Trafostationen erfor- derlich. Die genauen Standorte werden im Rahmen der späteren Abstimmung zur Verwirklichung der städtebaulichen Maßnahmen festgelegt (z. B. im Wege einer Plan- vereinbarung). 10. DIN-Vorschriften und sonstige anzuwendende Regelwerke DIN-Vorschriften und sonstige private Regelwerke, auf die in den textlichen Festset- zungen des Bebauungsplanes verwiesen wird, finden jeweils in der bei Erlass dieser Satzung geltenden Fassung Anwendung. Sie werden beim Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster der Stadt Köln, Plankammer, Zimmer 06.E 05, Stadthaus Deutz, Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln, während der Öffnungszeiten zur Einsicht- nahme bereitgehalten. 11. Satzung zur Erhebung von Kostenerstattungsbeiträgen Die verwendeten Kürzel innerhalb der Begrünungsfestsetzungen beziehen sich auf die Anlage zur Satzung der Stadt Köln zur Erhebung von Kostenerstattungsbeiträgen gemäß §§ 135a bis 135c BauGB vom 15. Dezember 2011 (Amtsblatt der Stadt Köln Nr. 1 vom 04. Januar 2012). In dieser Anlage sind mit der Angabe von Kürzeln allge- mein gültige Qualitätsmaßstäbe für Begrünungsmaßnahmen der Stadt Köln formu- liert.
Anlage 1
771 Zeichen
Planwirkungsbereich der Vorlage zur Orientierung von0LWJOLHGHUQGHV5DWHVGHU$XVVFKVVHXQGGHU%H]LUNVYHUtretungen, die wegen Befangenheit an den Beratungen zuGLHVHP7DJHVRUGQXQJVSXQNWQLFKWWHLOQHKPHQGUIHQ Anlage 1 0DVWDEN StadtplanungsamtGeltungsbereich des Bebauungsplanes Damiansweg Nr. 62547/02LQ.|OQ9RONKRYHQ:HLOHU 0 10050 200300 Meter Planwirkungsbereich der Vorlage zur Orientierung von 0LWJOLHGHUQGHV5DWHVGHU$XVVFKVVHXQGGHU%H]LUNVYHU tretungen, die wegen Befangenheit an den Beratungen zu GLHVHP7DJHVRUGQXQJVSXQNWQLFKWWHLOQHKPHQGUIHQ Anlage 1 0DVWDE N Stadtplanungsamt Geltungsbereich des Bebauungsplanes gemäß Aufstellungsbeschluss vom 20.12.2017 Damiansweg LQ.|OQ9RONKRYHQ:HLOHU 0 10050 200 300 Meter
Anlage 9
32133 Zeichen
Anlage 9
Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven/Weiler
Ausschnitt Bebauungsplan-Entwurf Nummer 62547/02 (Blatt 2)
336
310
302
227
847
340
Am
Volkhover
Kirchweg
337
314
1035
546
324
476
495
168
338
311
300
334 339
1033
376
308
458
237
312
316
346
301
307
457
332
311
309
303
305
1019
456
481
455
325
307
319
1021
1024
1023
331
320
471
335
1276266
1012
1011
313
236
341
329
1034
472
313
1020
159
173
322 326
312
317
327
1032
1025
328
304
1036
318
306
310
38
342
165
177
333
480
1026
315
298
306
331
186
491
497
182
226
FLUR: 45
308
1037
178
343
297
492
493
309
382
37
FLUR: 92
FLUR: 93
235
321
330
365
323
1.0/8.0
1.0/10.0
1.00/6.0
1.00/8.0
0.80/6.0
0.60/5.0
0.80/6.0
0.9/6.0
0.90/7.0
1.5/10.0
0.6/7.0
0.9/7.0
0.9/6.0
0.8/6.0
1.0/8.0
0.9/6.0
Gehölz
0.5/10.0
Gehölz
0.5/10.0
1.0/8.0
0.9/6.0
Gehölz
0.4/8.0
0.9/7.0
0.9/7.0
0.6/6.0
3-stämmig
0.6-0.6-0.45/6.0
3-stämmig
0.6-0.6-0.6/10.0
1.2/8.0
0.9/8.0
0.5/10.0
1.2/8.0 1.2/12.0
0.80/4.0
1.20/8.0
0.80/5.0
0.90/8.0
0.90/8.0
0.90/7.0
0.90/5.0
1.00/6.0
0.90/5.0
0.90/6.0
0.80/4.0
0.80/4.0
0.90/6.0
0.80/5.0
0.90/5.0
0.80/5.0
0.80/6.0
0.90/7.0
0.80/4.0
Fußweg
Fußweg
0.80/5.0
0.70/4.0
0.80/5.0
0.90/6.0
0.90/6.0
0.90/7.0
0.60/5.0
0.70/6.0
Pferdestall
0.80/6.0
0.80/6.0
0.70/5.0
0.30/2.0
1.20/8.0
0.90/7.0
0.80/8.0
0.70/7.0
0.80/6.0
0.70/5.0
0.90/6.0
0.80/8.0
0.90/6.0
0.90/5.0
0.80/5.0
0.70/6.0
0.80/6.0
0.80/6.0
0.70/5.0
0.70/5.0
0.70/5.0
0.70/6.0
0.80/6.0 0.90/7.0
0.90/6.0
0.90/7.0
0.80/5.0
0.90/6.0
0.60/3.0
1.40/12.0
Gehölz
Gehölz
IV
V
IV
IV
VIII
IV
III
IV
III
46.79
46.85
46.86
46.61
47.73
46.61
46.63
47.71
46.97
47.16
46.93
46.79
46.97
47.16
46.83
47.41
46.99
46.85
46.92
46.89
47.41
46.99
46.85
46.92
46.91
47.66
46.85
46.95
47.32
47.42
47.77
46.14
46.48
46.98
46.14
46.48
47.01
46.69
46.69
46.80
FLUR: 46
Zoll
Georgshof
Zollverwaltung
108
36
19
15
47
110
I SD
3
53
9
34
63
I SD
57
II SD
8
I SD
59
7
19
49
13
2
15
61
14
38
I SD
I SD
51
17
45
55
17
15
I SD
II PD
II SD
II SD
II SD
I SD
I SD
III FD
III
FD
PD II
III SD
F
I SD
III FD
II SD
I SD
III FD
III SD
I SD
I FD
IV FD
I FD
II FD
I FD
II PD
II SD
I FD
II SD
II SD
II SD
II SD
II SD
II SD
I FD
II SD
I PD
-I
III FD
I FD
WA 1.1
0,4 1,2
WA 1.2
0,5 0,8
WA 1.1
89,0
1,5
10,9
3,3
9,0
2,75
7,0
14,7
2,7
15,4
1,7
14,3
4,0 7,0
12,0
14,5
55,5
17,0
14,5
6,25
99,3
19,2
26,0
8,7
1,6
0,3
1,0
2,4
15,7
GFL
GF
1
GFL
GFL
GF1
Fuß- und
Radweg
#5,0
#13,0
#5,0
#5,0
#
13,0
#
13,0
#
13,0
#5,0
#13,0
#17,0
#17,0
#
17,0
#17,0 #17,0
# 53,0
# 37,2
#17,0
#
17,0
#17,0
#17,0
#
17,0
#
8,5
#6,5
#3,25
St
St
St
St/Cp/Ga
St
St/Cp
St/Cp
#8,5
III IV
III
IV
V
IV
V
IV
V
III
GFL
TGa
TGa
FD
FD
FD
FD
FD
FD
FD
FD
FD
FD
GF1
III
FD II
FD
III
FD
TGa
I
# 47,0
#20,5
#
29,5
#20,5
#13,0
#
29,5
#
29,5
#20,5
#2,5
#5,5
#
1,0
#
3,0
#
5,0
#
5,0
#
5,0
Na
Na
Na
#5,0
#
23,5
#
12,5
5,0
#
33,0
#2,2
#
5,0
#11,5
#
6,5
#
18,0
#
6,5
#1,0
#5,0
#
6,5
#
5,0
#
1,5
Na
#3,2 #6,2
#
1,5
#
23,5Na
#
11,0
Na
#2,4
#5,5
#
32,0
Na
#
1,5
#1,9
#1,4
#
4,0
#
7,5
#
3,0
#
3,0
#0,9
# 12,5
St/Cp
#11,5
#
19,0
#
3,0
#
15,5
#
23,0
#2,5
#
1,0#
15,0
#
25,0
#2,5
#
4,0
#2,5
#
3,0
#
3,0
St
#
5,2
Kita
#5,0
#
3,0
#5,0
#
3,0
#
3,0
öffentliche
Grünfläche
GH max.
54,5 m ü NHN
GH max.
58,0 m ü NHN
GH max.
57,5 m ü NHN
GH max.
54,5 m ü NHN
GH max.
60,5 m ü NHNGH max.
57,5 m ü NHN
GH max.
61,0 m ü NHN
GH max.
57,5 m ü NHN
GH max.
64,5 m ü NHN
GH max.
58,0 m ü NHN
GH max.
61,5 m ü NHN
GH max.
61,0 m ü NHN
GH max.
64,0 m ü NHN
GH max.
64,5 m ü NHN
#
8,5
#
45,3
#
6,0
#
16,0
#
36,5
#
5,5
#32,0
#
6,5
#
6,5
#
2,5
#6,0
#
1,5
#
2,0
#6,0
#6,5
#11,5
#11,5
#5,0
#5,0
#6,0
#3,0
#6,5
#
17,0#17,0
#
4,0
#2,0 # 26,0
St
#
14,5
R=9,5
R=17,5
R=11,5
#1,0
#
9,0
R=11,0
# 4,0
#
14,5
#
Na #
#
1,0
#0,5
#
0,5
#16,0
#4,5
#7,4 #
6,5
#20,0
#
11,3
#
18,5
#
12,5
III
FD
GH max.
57,5 m ü NHN #
0,5
#4,5
GFL
#4,0
#4,0
#
15,5
R=3,0
R=3,0
R=3,0
R=3,0
TGa
#5,0
# 46,0
St
#
3,4
#7,5
# 42,2
# 23,0
WA 2
0,45 0,9
II SD
24,6
1,6
19,6
#2,0
#1,6
#8,0
18,0
15,0
0,53,0
R=14,0
7,3
R=14,0
GF2
2,4
5,2
R8,0
R10,0
0,9
16,3
0,7 19,0
21,8
P 1
P
2
3,35,0
5,5
6,5
6,3 3,8
R38,0
R120,0
14,0
5,9
3,4
1
0,5
Blatt 1(2)
Blatt 2(2)
Zum Teil externe Ausgleichsfläche
Flurstück 181
Zeichenerklärung
I,III
Bahngleise
Bordstein
topografische Begrenzung
Flurstücksgrenze
Flurgrenze
Zahl der Vollgeschosse
vorhandene Gebäude
Baum
Durchfahrt
Bebauungsplan-Entwurf
Amtsleiterin
Köln, den
Der Stadtentwicklungsausschuss hat die
Planaufstellung am nach
§ 2 Abs. 1 BauGB beschlossen. Der
Beschluss wurde am ortsüblich
bekannt gemacht.
Oberbürgermeisterin
Köln, den
Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung
hat in der Zeit vom bis
( am )
nach § 3 Abs. 1 BauGB stattgefunden.
Bezirksbürgermeister
Köln, den
Der Planentwurf hat in der Zeit
vom bis
nach § 3 Abs. 2 BauGB mit Begründung
öffentlich ausgelegen.
Die Oberbürgermeisterin
Stadtplanungsamt
Im Auftrag
Köln, den
Oberbürgermeisterin
Köln, den
Der Planentwurf ist nach § 4 Abs. 3 BauGB
durch Beschluss des Rates am
geändert worden.
Grenze des räumlichen Geltungs-
bereiches des Bebauungsplanes
Planung
Für den Planentwurf
Stadtplanungsamt
Amtsleiterin
Köln, den
Beigeordneter
Köln, den
Für den Planentwurf
Dezernat VI, Stadtentwicklung, Planen und
Bauen Bestand
Hauptfirstrichtung
N
Allgemeines WohngebietWA
Nr. 62547/02
Arbeitstitel: Damiansweg
in Köln-Volkhoven/ Weiler,
Blatt 2 (2)
Stand: 06.01.2020
0 25 50 Meter
Maßstab 1:500
10 5
SD,FD Dachform (Satteldach, Flachdach)
Es wird bescheinigt, dass diese Planunterlage
den Bestimmungen des § 1 Abs. 2 PlanzV 90
entspricht. (Stand 12.11.2019)
Baugrenze
St
Ga
Cp
Stellplätze
Garagen
Carports
Nebenanlagen
Na
Verkehrsberuhigter Bereich
TiefgarargenTGa
Ein- und Ausfahrtsbereich
Tiefgarage
nicht überbaubare
Grundstücksfläche WA
überbaubare
Grundstücksfläche WA
Lärmpegelbereiche z. B. VV
Baum zu pflanzen
(Standort nachrichtlich)
Baum zu erhalten
Der Rat hat diesen Bebauungsplan in seiner
Sitzung am nach § 10 Abs. 1 BauGB
als Satzung mit Begründung nach § 9 Abs. 8
BauGB beschlossen.
Oberbürgermeisterin
Köln, den
Die örtsübliche Bekanntmachung über den
Beschluss des Bebauungsplanes durch den
Rat einschließlich des Hinweises nach
§ 10 Abs. 3 BauGB ist am erfolgt.
Oberbürgermeisterin
Köln, den
SD Satteldach
FD Flachdach
z. B. III
Grundflächenzahl
Geschossflächenzahl
Zahl der Vollgeschosse als
Höchstmaß
Öffentliche Straßenverkehrsflächen
Straßenbegrenzungslinie auch
gegenüber Verkehrsflächen
besonderer Zweckbestimmung
Öffentliche Verkehrsflächen
besonderer Zweckbestimmung
GH max. maximal zulässige Gebäudehöhe
in Meter über Normalhöhennull
z. B. 0,45
z. B. 0,9
Grenze zwischen Nutzungsarten
und Maß der baulichen Nutzung
Flächen zur Anpflanzung/ zum Erhalt
von Bäumen, Sträuchern und sonstigen
Bepflanzungen
Grenze zwischen Lärmpegelbereichen
Flächen zum Anpflanzen von Bäumen,
Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen
GFL
GF
Mit Geh-, Fahr- und Leitungs-
rechten zu belastende Flächen
(s. textl. Festsetzung Nr. 7)
Mit Geh- und Fahrrechten zu
belastende Flächen
(s. textl. Festsetzung Nr. 7)
Mit Leitungsrechten zu belastende
Flächen
(s. textl. Festsetzung Nr. 7)
L
private Grünfläche
Flächen für Maßnahmen zum
Schutz, zur Pflege und zur
Entwicklung von Boden, Natur und
Landschaft
Spielplatz
Parkanlage
öffentliche Grünfläche
geplante Höhenlage in m über NHN
Maßstab 1:10000Geobasisdaten der Kommunen und des Landes NRW © Geobasis NRW
N
ÖbVI
Dipl.- Ing. Björn Semler
Graf-Geßler-Straße 5
50679 Köln (Deutz)
Köln, den
46.71 vorhandene Höhenlage über NHN
(HST 160)
Lage der externen Ausgleichsfläche eA1 in Flurstück 181
(Gemarkung Worringen, Flur 43)
Hinweis:
Ausgleichspflichtiger Eingriffsbereich
gemäß § 1a Abs. 3 Satz 6 BauGB
Gestalterische Festsetzung:
Einfriedungen in Form von
Natursteinmauern
(s. gestalterische Festsetzung 1.2)
1
LPB Maßgeblicher Außenlärmpegel in dB(A)
I bis 55
II 56 bis 60
III 61 bis 65
IV 66 bis 70
V 71 bis 75
VI 76 bis 80
VII >80*
- Für maßgebliche Außenlärmpegel La > 80 dB sind die Anforderungen
aufgrund der örtlichen Gegebenheiten festzulegen.
A Textliche Festsetzungen
1. Art der baulichen Nutzung
Allgemeines Wohngebiet (WA)
Gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 1 BauNVO sind die im allgemeinen Wohngebiet (WA) ausnahmsweise zulässigen Betriebe des
Beherbergungsgewerbes, Gartenbaubetriebe und Tankstellen nach § 4 Abs. 3 Nr. 1, 4 und 5 BauNVO nicht Bestandteil
des Bebauungsplanes.
2. Maß der baulichen Nutzung
2.1 Grundflächenzahl (GRZ)
Gemäß § 19 Abs. 4 Satz 3 BauNVO kann im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 die zulässige
Grundfläche durch die Grundfläche der in § 19 Abs. 4 Satz 1 BauNVO bezeichneten Anlagen sowie der an Gebäude
angrenzenden Terrassen um bis zu 50 % überschritten werden.
Gemäß § 19 Abs. 4 Satz 3 BauNVO kann im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1 und WA 1.2 die zulässige Grundfläche
durch die Grundfläche von baulichen Anlagen unterhalb der Geländeoberfläche, durch die das Baugrundstück lediglich
unterbaut wird, bis zu einer GRZ 0,8 überschritten werden.
2.2 Geschossflächenzahl (GFZ)
Gemäß § 21a Abs. 5 BauNVO ist die zulässige Geschossfläche im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1 und WA 1.2 um die
Flächen notwendiger Garagen, die unter der Geländeoberfläche hergestellt werden, zu erhöhen.
2.3 Maximale Gebäudehöhe
Gemäß § 16 Abs. 2 Nr. 4 BauNVO werden für das allgemeine Wohngebiet WA 1.1 und WA 1.2 die in der Planzeichnung
festgesetzten Gebäudehöhen als Höchstgrenze festgesetzt.
Die festgesetzte maximale Gebäudehöhe im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1 und WA 1.2 bezieht sich auf die Oberkante
des Gebäudes.
Gemäß § 16 Abs. 6 BauNVO dürfen die festgesetzten maximalen Gebäudehöhen der baulichen Anlagen durch
untergeordnete Bauteile bzw. bauliche Anlagen (z. B. Antennen, Aufzugsüberfahrten, Kamine, Lüftungseinrichtungen und
Oberlichter) überschritten werden. Das höchstzulässige Maß der Überschreitung beträgt 2,0 m in der Höhe; der
Flächenanteil der Überschreitung darf insgesamt 20 % der jeweiligen Dachfläche nicht übersteigen. Hiervon
ausgenommen sind Photovoltaikanlagen in Verbindung mit Dachbegrünung. Die vorgenannten Bauteile und baulichen
Anlagen müssen mindestens um das Maß ihrer Höhe von der Gebäudekante des darunterliegenden Geschosses
zurücktreten.
3. Überbaubare Grundstücksfläche
Gemäß § 23 Abs. 3 Satz 3 BauNVO in Verbindung mit § 23 Abs. 2 Satz 3 BauNVO werden für die überbaubare
Grundstücksfläche folgende Ausnahmen festgesetzt:
3.1 Im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 darf die überbaubare Grundstücksfläche (Baugrenze) durch nicht
überdachte, an Gebäude angrenzende Terrassen und Terrassentrennwände um bis zu 3,0 m überschritten werden.
3.2 Im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1 und WA 1.2 darf die überbaubare Grundstücksfläche (Baugrenze) durch Balkone,
Nottreppenhäuser und Erker um bis zu 2,0 m überschritten werden.
4. Stellplätze, Carports, Garagen und Tiefgaragen
Gemäß § 12 Abs. 6 BauNVO sind:
4.1 Im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 sind oberirdische Stellplätze (St), Carports (Cp) und Garagen
(Ga) nur innerhalb der überbaubaren Grundstücksfläche und in den nach § 9 Abs. 1 Nr. 4 BauGB dafür festgesetzten
Flächen zulässig.
4.2 Im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1 sind Tiefgaragen (TGa) nur innerhalb der überbaubaren Grundstücksfläche und in
den nach § 9 Abs. 1 Nr. 4 BauGB dafür festgesetzten Flächen zulässig. Innerhalb der Tiefgaragen sind auch Technik- und
Nebenräume sowie Abstellplätze für Fahrräder zulässig.
4.3. Ein- und Ausfahrtsbereiche
Gemäß
§ 9 Abs. 1 Nr. 4 und Nr. 11 BauGB sind Zu- und Ausfahrten von Tiefgaragen ausschließlich in dem mit Ein- und
Ausfahrtsbereich festgesetzten Bereich zulässig.
5. Nebenanlagen
Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 4 BauGB in Verbindung mit § 14 Abs. 1 und 2 BauNVO wird festgesetzt:
5.1 Im allgemeinen Wohngebiet WA 2 ist je Hauseinheit ein Gartenhaus bis zu 30 m³ Rauminhalt innerhalb der mit NA
festgesetzten Flächen zulässig.
5.2 Darüber hinaus sind Nebenanlagen im Sinne des § 14 Abs. 1 und 2 BauNVO im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1,
WA 1.2 und WA 2 allgemein und auch außerhalb der überbaubaren Grundstücksflächen zulässig.
6. Höchstzulässige Zahl der Wohnungen je Wohngebäude
Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 6 BauGB sind im allgemeinen Wohngebiet WA 2 maximal zwei Wohnungen je Wohngebäude
zulässig.
7. Geh-, Fahr- und Leitungsrecht
Innerhalb des allgemeinen Wohngebietes WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 werden die folgenden Geh-, Fahr- und
Leitungsrechte gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 21 BauGB festgesetzt:
7.1 Die in der Planzeichnung mit GFL gekennzeichneten Flächen sind mit einem Geh- und Fahrradfahrrecht zugunsten der
Allgemeinheit, einem Fahrrecht zugunsten der Anlieger sowie einem Leitungsrecht zugunsten der Ver- und
Entsorgungsträger zu belasten.
7.2 Die in der Planzeichnung mit GF 1 gekennzeichneten Flächen sind mit einem Geh- und Fahrradfahrrecht zugunsten der
Allgemeinheit zu belasten.
7.3 Die in der Planzeichnung mit GF 2 gekennzeichneten Flächen sind mit einem Geh- und Fahrradfahrrecht zugunsten der
Allgemeinheit sowie einem Fahrrecht zugunsten der Ver- und Entsorgungsträger zu belasten.
7.4 Die in der Planzeichnung mit L gekennzeichneten Flächen sind mit einem Leitungsrecht zugunsten der Ver- und
Entsorgungsträger zu belasten.
7.5 Die in der Planzeichnung mit G gekennzeichneten Flächen sind mit einem Gehrecht zugunsten der Allgemeinheit zu
belasten.
8. Lärmschutzmaßnahmen
8.1 Schallschutzmaßnahmen an Außenbauteilen
Gemäß § 9 Absatz 1 Nr. 24 BauGB sind passive Schallschutzmaßnahmen entsprechend den in der Planzeichnung
dargestellten Lärmpegelbereichen (LPB) an den Außenbauteilen von Aufenthaltsräumen zu treffen. Als Grundlage sind
die maßgeblichen Außenlärmpegel nach DIN 4109 (Schallschutz im Hochbau, Ausgabe Januar 2018, zu erwerben bei
Beuth Verlag GmbH, Berlin) zu berechnen.
Die Zuordnung zwischen den dargestellten LPB und den maßgeblichen Außenlärmpegeln ergibt sich aus nachfolgender
Tabelle:
Die Minderung der zu treffenden Schallschutzmaßnahmen ist im Einzelfall zulässig, wenn im bauordnungsrechtlichen
Verfahren anhand einer schalltechnischen Untersuchung niedrigere LPB an einzelnen Gebäudeteilen oder
Geschossebenen nachgewiesen werden.
8.2 Fensterunabhängige Belüftung
Bei Schlaf- und Kinderzimmern ist bei einem Beurteilungspegel >45 dB(A) im Nachtzeitraum (22:00 bis 6:00 Uhr) eine
fensterunabhängige Belüftung durch schallgedämmte Lüftungseinrichtungen oder gleichwertige Maßnahmen bei
geschlossenen Fenstern und Türen sicher zu stellen.
8.3 Außenwohnbereiche
Für Balkone und Loggien, die einen Beurteilungspegel >62 dB(A) im Tagzeitraum (6:00 bis 22:00) aufweisen, sind
Schallschutzmaßnahmen zu treffen. Durch diese muss sichergestellt werden, dass der vorgenannte Beurteilungspegel
nicht überschritten wird. Hiervon ausgenommen sind Balkone und Loggien in Wohnungen, wenn zusätzlich auf der
lärmabgewandten Seite ein Balkon oder eine Loggia errichtet wird.
9. Anpflanzen und Erhaltung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen
Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 25 a und b BauGB wird festgesetzt:
Sämtliche Pflanzungen und sonstige Begrünungsmaßnahmen sind dauerhaft zu erhalten und bei Abgang zu ersetzen.
Zur Erläuterung der nachfolgenden Kürzel - siehe Hinweis Nr. 11.
9.1 Begrünung von Tiefgaragen
Decken von Tiefgaragen (TGa) und Kellergeschossen sind, soweit sie nicht mit Gebäuden, Wegen, Spielplätzen und
sonstigen Nebenanlagen überbaut werden, zu begrünen. Die Vegetationstragschicht ist in einer Stärke von mindestens
80 cm inklusive Filter- und Drainschicht auszubilden. Im Bereich der Baumpflanzungen (BF 41 / GH 742) ist für Bäume 1.
Ordnung eine Überdeckung von mindestens 1,50 m und für Bäume 2. Ordnung eine Überdeckung von mindestens 1,20 m
vorzunehmen. Das durchwurzelbare Substratvolumen muss für Baumpflanzungen mindestens 30 m³ je Baumstandort
betragen. Notwendige Fensteröffnungen sowie untergeordnete technische Aufbauten der Tiefgarage und des
Kellergeschosses sind davon ausgenommen.
9.2 Extensive Dachbegrünung
Flachdächer und flach geneigte Dächer mit einer Neigung von bis zu 15 Grad von oberirdischen Garagen im
festgesetzten allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 sowie die Dachflächen von Gebäuden im
festgesetzten allgemeinen Wohngebiet WA 1.1 und WA 1.2 sind mit einer extensiven Dachbegrünung als
Sedumgesellschaften (DC1/ NB 6243), Magerrasen (DC 3/ NB 6244), Gräsern (HH 7/ BR 132), und/ oder Stauden (HM
51/ PA 13) und/ oder bodendeckenden Gehölzen (BB1/ GH 411) zu bepflanzen. Die Vegetationstragschicht ist mit einer
Stärke von mindestens 8 cm zuzüglich einer Filter- und Drainageschicht herzustellen. Ausgenommen hiervon sind
Dachterrassen und technische Aufbauten, die auf maximal 30% der jeweiligen Dachfläche zulässig sind.
Photovoltaikelemente sind über der Dachbegrünung zulässig.
9.3 Baumpflanzung im Bereich öffentlicher Verkehrsflächen
Innerhalb der festgesetzten Straßenverkehrsfläche (Damiansweg) sind mindestens 15 Bäume (BF 31/ GH 741) zu
pflanzen. In der Planzeichnung festgesetzte Baumstandorte sind hierauf anzurechnen. Die Baumscheiben dürfen eine
Mindestgröße von 6 m² nicht unterschreiten.
Innerhalb der festgesetzten Straßenverkehrsfläche besonderer Zweckbestimmung „Verkehrsberuhigter Bereich“ sind
mindestens 15 Bäume (BF 31/ GH 741) zu pflanzen.
9.4 Baumpflanzung innerhalb des allgemeinen Wohngebietes WA 1.1, WA 1.2 und WA 2
Im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 ist je angefangene fünf oberirdische Stellplätze ein Baum (BF 31/
GH 741) zu pflanzen. In der Planzeichnung festgesetzte Baumstandorte sind hierauf anzurechnen.
9.5 Begrünung im Bereich von öffentlichen Grünflächen
Innerhalb der festgesetzten öffentlichen Grünfläche sind mindestens 3 Bäume 1. Ordnung und mindestens 7 Bäume 2.
Ordnung (BF 41/ GH 742 und/ oder BF 31/ GH 741) zu pflanzen. In der Planzeichnung festgesetzte Baumstandorte sind
hierauf anzurechnen. Auf mindestens 10 % der Fläche sind Sträucher (BB 1/ GH 51) anzupflanzen.
Innerhalb der festgesetzten öffentlichen Grünfläche sind Wiesen- und Rasenflächen, Spielflächen mit unterschiedlicher
Oberflächenausprägung, Spielgeräten, Wege, Abfallbehälter, Leuchten, Stufen und Sitzbänke zulässig.
9.6 Begrünung im Bereich von privaten Grünflächen - Rasenfläche mit Baumpflanzungen
Die in der Planzeichnung festgesetzte private Grünfläche ist als Rasenfläche auszubilden und mit insgesamt mindestens
16 Bäume (BF 41/GN 742) gemäß den in der Planzeichnung festgesetzten Standorten zu bepflanzen. Die Ausbildung von
Versickerungsmulden ist zulässig.
9.7 Flächen zur Anpflanzung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen
Innerhalb der in der Planzeichnung mit P 1 gekennzeichneten Fläche zur Anpflanzung von Bäumen, Sträuchern und
sonstiger Bepflanzung sind mindestens 50 % der Fläche als Vegetationsfläche, anzulegen. Die Vegetationsflächen sind
mit einer Vegetation aus Stauden, Gräsern oder Rasen (HM 51/ PA 13 und PA 311) zu bepflanzen.
Innerhalb der in der Planzeichnung mit P 2 gekennzeichneten Fläche zur Anpflanzung von Bäumen, Sträuchern und
sonstiger Bepflanzung ist eine Baumhecke (BD51/ GH 4431) mit geringem Baumholz aus standortgerechten und
einheimischen Arten zu entwickeln.
9.8 Flächen zur Anpflanzung/ zum Erhalt von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen
Innerhalb der in der Planzeichnung festgesetzten Flächen zum Erhalt/ zur Anpflanzung von Bäumen, Sträuchern und
sonstigen Bepflanzungen sind die vorhandenen Grünstrukturen soweit möglich zu erhalten und bei Abgang gleichwertig
zu ersetzen.
9.9 Baumstandorte
Die in der Planzeichnung zum Anpflanzen festgesetzten Bäume können um bis zu 5 m verschoben werden.
9.10 Zweckfremde Nutzungen
Die Errichtung von Heizzentralen und Trafostationen innerhalb der festgesetzten Fläche zum Schutz, zur Pflege und zur
Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft sowie der festgesetzten öffentlichen und privaten Grünfläche ist nicht
zulässig.
10. Interne Ausgleichsmaßnahme
Gemäß § 9 Abs. 1 Nummer 20 BauGB wird im Plangebiet folgende interne Ausgleichmaßnahme A1 festgesetzt:
Ausbildung von Extensivgrünland (EA 1/ LW 41111) mit standortgerechten Einzelbäumen (BF 31/ GH731) und kleinen
Gehölzgruppen (BB1/ GH51).
Maximal 10 % der Maßnahmenfläche sind für die Bepflanzung mit Einzelbäumen und Gehölzgruppen zulässig. Die
Einzelbäume und Gehälzgruppen sind im südlichen Bereich der Fläche anzuordnen. Der verbleibenden ≥ 90 % Anteil der
Maßnahmenfläche sind mit einer standortgerechten, artenreichen Saatgutmischung mit autochthonem Saatgut als
extensives Grünland dauerhaft zu entwickeln und zu pflegen.
11. Höhenlage des Geländes
Gemäß § 9 Abs. 3 i.V.m. § 9 Abs. 1 Nr. 17 BauGB wird festgesetzt:
11.1 Die Höhenfestsetzungen beziehen sich auf Meter über Normalhöhennull (NHN) (HST 160) - Deutsches Höhennetz von
1992.
11.2 Die im Plan innerhalb der öffentlichen Verkehrsflächen und öffentlichen Verkehrsflächen mit der
Zweckbestimmung „Verkehrsberuhigter Bereich“ eingetragenen geplanten Straßenhöhenpunkte setzen die Höhenlage
der Straße fest. Die Höhenlage zwischen den festgesetzten Höhenpunkten ist zu interpolieren. Zur Bestimmung der im
übrigen geplanten Geländehöhen ist zwischen den festgesetzten geplanten Straßenhöhen zu interpolieren.
Die bauordnungsrechtlichen Bestimmungen zu Aufschüttungen und Abgrabungen gemäß BauO NRW bleiben von der
Festsetzung unberührt. Sie sind auf die neuen Geländehöhen anzuwenden.
Die im Bebauungsplan festgesetzten neuen Geländehöhen sind maßgeblich für die Abstandsflächenberechnung nach § 6
BauO NRW und die Bestimmung der Vollgeschosse nach § 2 Abs. 5 BauO NRW.
B Gestalterische Festsetzungen
Gemäß § 9 Abs. 4 BauGB i. V. m. § 89 BauO NRW werden folgende gestalterische Festsetzungen getroffen:
1. Einfriedungen
1.1 Im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 sind Einfriedungen in den Vorgärten nicht zulässig.
Vorgärten werden definiert als derjenige Bereich zwischen erschließender Verkehrsfläche bzw. erschließender Zuwegung
und Gebäudefront einschließlich ihrer Flucht bis zur Grundstücksgrenze.
1.2 Im Übrigen sind Einfriedungen im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 nur in Form von Draht- oder
Stabgitterzäunen bis zu einer Höhe von 1,20 m über der angrenzenden Geländeoberfläche gemäß § 2 Abs. 4 BauO NRW
und von standortgerechten Laubgehölzhecken (BD4/ GH422), bis zu einer Höhe von 1,80 m über der angrenzenden
Geländeoberfläche gemäß § 2 Abs. 4 BauO NRW zulässig. Eine Kombination aus Zäunen und Hecken ist zulässig.
Im allgemeinen Wohngebiet WA 2 ist entlang der Grundstücksgrenzen zu der festgesetzten Fläche zum Schutz, zur
Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft ein Draht- oder Stabgitterzaun mit einer Höhe von
mindestens 1,6 m über der angrenzenden Geländeoberfläche gemäß § 2 Abs. 4 BauO NRW zu errichten. Hiervon kann
abgesehen werden, wenn entlang der Grundstücksgrenze die Errichtung von Nebenanlagen (z. B. Gartenhäusern)
vorgesehen wird.
Innerhalb der mit 1 gekennzeichneten überbaubaren Grundstücksflächen sind zusätzlich Einfriedungen in Form von
Mauern bis zu einer maximalen Höhe von 1,2 m über der angrenzenden Geländeoberfläche gemäß
§ 2 Abs. 4 BauO NRW zulässig.
Zur Erläuterung der vorher genannten Kürzel - siehe Hinweis Nr. 11.
2. Dachformen
Die zulässigen Dachformen innerhalb des allgemeinen Wohngebietes WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 sind der Planzeichnung
zu entnehmen. Flachdächer sind mit einer maximalen Dachneigung von 5 Grad zulässig.
3. Satellitenschüsseln und Mobilfunkanlagen
3.1 Satellitenschüsseln sind nur auf dem Dach zulässig.
3.2 Mobilfunkanlagen sind auf dem Dach nicht zulässig.
4. Standorte für Abfallsammelbehälter und Wertstofftonnen
Im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 sind die Abstellplätze für Abfallsammelbehälter und
Wertstofftonnen einzuhausen (Müllboxen) oder durch Laubgehölzschnitthecken (BD4/ GH422), z. B. Hainbuche (Carpinus
betulus), in einer Höhe von mindestens 1,60 m über der angrenzenden Geländeoberfläche gemäß § 2 Abs. 4 BauO NRW
einzufassen. Ausgenommen von dieser Festsetzung sind Standorte von Behältern für Hausabfälle und Wertstofftonnen,
die als Unterflureinheit errichtet werden.
5. Nebengebäude
Nebengebäude im Sinne der § 14 BauNVO und § 2 Abs. 2 BauO NRW (Nebenanlagen, die Gebäude im Sinne der BauO
NRW sind) dürfen nur mit Flachdächern oder flach geneigten Dächern bis max. 10 Grad Dachneigung errichtet werden.
Die Wandhöhe darf an keiner Stelle mehr als 3,00 m betragen.
C Rechtsgrundlagen
1. Es gilt das Baugesetzbuch (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. November 2017 (BGBl. I S. 3634).
2. Es gilt die Baunutzungsverordnung (BauNVO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. November 2017 (BGBl. I S.
3786).
3. Es gilt die Planzeichenverordnung (PlanzV 90) vom 18.12.1990 (BGBl. 1991 I, S. 58).
4. Es gilt die Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen - Landesbauordnung - (BauO NRW) vom 03.08.2018 (GV.
NRW 2018 S. 421)
5. Für die Rechtsgrundlagen 1 bis 3 gelten jeweils die bei Erlass dieser Satzung geltenden Fassungen.
6. Für die Pflanzmaßnahmen gilt die Anlage der Satzung der Stadt Köln zur Erhebung von Kostenerstattungsbeträgen vom
15. Dezember 2011 und den dort formulierten Gestaltungsgrundsätzen und Biotopkürzeln (Amtsblatt der Stadt Köln Nr. 1
vom 04. Januar 2012).
D Hinweise
1. Kooperatives Baulandmodell
Gemäß des Kooperativen Baulandmodells der Stadt Köln in der Fassung der Bekanntmachung vom 10.05.2017 sind die
Planbegünstigten verpflichtet, 30 % der Geschossfläche der Mehrfamilienwohneinheiten für den öffentlich geförderten
Wohnungsbau vorzusehen und allen weiteren Verpflichtungen nachzukommen.
2. Lärmvorbelastung
Das Plangebiet ist durch Lärmimmissionen (Straßen-, Schienen- und Flugverkehr) vorbelastet.
3. Entwässerung
Der öffentliche Abwasserkanal DN 2100/2340 im Damiansweg kann das anfallende Schmutzwasser und gering belastete
Niederschlagswasser des Plangebietes aufnehmen. Gemäß § 44 Landeswassergesetz (LWG) i. V. m. § 55 Abs. 2
Wasserhaushaltsgesetz (WHG) ist das anfallende Niederschlagswasser ortsnah zu versickern, zu verrieseln oder direkt
oder über eine Kanalisation ohne Vermischung mit Schmutzwasser in ein Gewässer einzuleiten, soweit dem weder
wasserrechtliche noch sonstige öffentlich-rechtliche Vorschriften noch wasserwirtschaftliche Belange entgegenstehen.
Bezüglich der wasserrechtlichen Erlaubnis ist die Untere Wasserbehörde bei der Stadt Köln einzuschalten.
4. Bodendenkmäler
Im Plangebiet wurden im Rahmen einer archäologischen Prospektion eine eisenzeitliche Siedlung mit zugehörigen
Gräben sowie römische und mittelalterliche Befunde nachgewiesen, die im Vorlauf von Erschließungsmaßnahmen und
Neubebauung archäologisch untersucht, dokumentiert und geborgen worden sind. Da bei der Planumsetzung sog.
Zufallsfunde jedoch nicht grundsätzlich auszuschließen sind, bleibt ein Hinweis auf die Meldepflicht und das damit
verbundene Veränderungsverbot bei der Entdeckung von Zufallsfunden (§§ 15, 16 DSchG NW). Gemäß § 15 DSchG NW
sind bei Erdarbeiten aufgedeckte Bodendenkmäler (sog. Zufallsfunde) dem Römisch-Germanisches Museum
Roncalliplatz 4 ,50667 Köln, Tel. +49 221 221 24543 unverzüglich zu melden. Die zur Anzeige Verpflichteten haben das
entdeckte Bodendenkmal und die Entdeckungsstätte gemäß § 16 DSchG NW zunächst in unverändertem Zustand zu
erhalten. Diese Verpflichtung erlischt drei Werktage nach Zugang der Anzeige, bei schriftlicher Anzeige spätestens eine
Woche nach deren Absendung.
5. Kampfmittel
Luftbilder aus den Jahren 1939 - 1945 und andere historische Unterlagen liefern Hinweise auf einen konkreten Verdacht
auf Kampfmittel. Daher wird eine Überprüfung der Militäreinrichtung des 2. Weltkrieges (Schützenloch) empfohlen.
Sofern es nach 1945 Aufschüttungen gegeben hat, sind diese bis auf das Geländeniveau von 1945 abzuschieben.
Erfolgen Erdarbeiten mit erheblichen mechanischen Belastungen wie Rammarbeiten, Pfahlgründungen, Verbauarbeiten
etc. wird zusätzlich eine Sicherheitsdetektion empfohlen. Vor Aufnahme von Baumaßnahmen mit Bodeneingriffen ist der
Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) der Bezirksregierung Düsseldorf einzuschalten.
6. Artenschutz
Laut Artenschutzprüfung (ISR: Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag, Haan, 17.07.2019) ergeben sich keine
Verbotstatbestände gemäß § 44 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) bzw. keine vorgezogenen
Ausgleichsmaßnahmen nach § 44 Abs. 5 BNatSchG.
Gemäß § 39 Abs. 5 BNatSchG ist es im Zeitraum zwischen dem 1. März und 30. September verboten, Bäume, Hecken,
Gebüsche und andere Gehölze abzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder zu beseitigen; zulässig sind schonende
Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen.
Sind innerhalb dieses Zeitraumes Rodungsarbeiten erforderlich, ist vor deren Aufnahme in Absprache mit der Unteren
Landschaftsbehörde der Stadt Köln durch einen Fachgutachter nach besetzten Nestern und Fledermausquartieren zu
suchen und bei deren Auffinden die Rodungstätigkeit sofort einzustellen.
Die Baufeldräumung hat zur Vermeidung baubedingter Tötung von Brutvögeln (hier Feldlerche) außerhalb der Zeit vom 1.
April bis 31. Juli eines Jahres zu erfolgen.
7. Alleen-Kataster
Die Bäume entlang der Mercator Straße im nordöstlichen Teil des Plangebietes werden im Alleen-Kataster des LANUV
(Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen) aufgeführt. Gemäß § 41
Landesnaturschutzgesetz (LNatSchG) NRW stehen sie somit als Ganzes unter Schutz unabhängig von dem nach der
Baumschutzsatzung vorgegebenen Stammumfang für satzungs- bzw. nicht satzungsgeschützten Bäume.
8. Externe Ausgleichsmaßnahme
In einem städtebaulichen Vertrag werden Regelungen zur Verwirklichung des Bebauungsplanes festgehalten. Dabei
handelt es sich zum Beispiel um die Durchführung von internen und externen Ausgleichsmaßnahmen. Die Realisierung
und der Erhalt der Ausgleichsmaßnahmen werden im Rahmen des städtebaulichen Vertrags bindend rechtlich gesichert.
Auf den städtischen Grundstück Gemarkung Worringen, Flur 43, Teilstück aus Flurstück 181 wird folgende externe
Ausgleichsmaßnahmen für die Eingriffe im Plangebiet hergestellt:
Maßnahme eA1: Anlage einer extensiven Fettwiese - EA1/LW41111 - auf 32.485 m² des Flurstücks 181, Flur 43,
Gemarkung Worringen.
Die Durchführung und Kostentragung der Maßnahme eA1 in Bezug auf die Eingriffe durch die festgesetzten allgemeinen
Wohngebiete (WA 1.1, WA 1.2 und WA 2) sowie der Planstraßen werden im städtebaulichen Vertrag geregelt.
9. Trafostation
Zur Sicherstellung der Stromversorgung sind im Plangebiet zwei Trafostationen erforderlich. Die genauen Standorte
werden im Rahmen der späteren Abstimmung zur Verwirklichung der städtebaulichen Maßnahmen festgelegt (z. B. im
Wege einer Planvereinbarung).
10. Einsichtnahme in Regelwerke
DIN-Vorschriften und sonstige private Regelwerke, auf die in den textlichen Festsetzungen des Bebauungsplanes
verwiesen wird, finden jeweils in der bei Erlass dieser Satzung geltenden Fassung Anwendung. Sie werden beim Amt für
Liegenschaften, Vermessung und Kataster der Stadt Köln, Plankammer, Zimmer 06.E 05, Stadthaus Deutz, Willy-Brandt
Platz 2, 50679 Köln, während der Öffnungszeiten zur Einsichtnahme bereitgehalten.
11. Satzung zur Erhebung von Kostenerstattungsbeiträgen
Die verwendeten Kürzel innerhalb der Begrünungsfestsetzungen beziehen sich auf die Anlage zur Satzung der Stadt Köln
zur Erhebung von Kostenerstattungsbeiträgen gemäß §§ 135a bis 135c BauGB vom 15. Dezember 2011 (Amtsblatt der
Stadt Köln Nr. 1 vom 04. Januar 2012). In dieser Anlage sind mit der Angabe von Kürzeln allgemein gültige
Qualitätsmaßstäbe für Begrünungsmaßnahmen der Stadt Köln formuliert.
E Nachrichtliche Übernahme
Gemäß § 9 Absatz 6 BauGB werden folgende Festsetzungen nachrichtlich in den Bebauungsplan übernommen:
Wasserschutz
Das Plangebiet liegt in der auf der Grundlage des § 51 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) durch Verordnung festgesetzte
Wasserschutzzone III A des Wasserschutzgebietes Weiler.
Mit Gehrechten zu belastende
Flächen
(s. textl. Festsetzung Nr. 7)
G
Anlage 8
32886 Zeichen
Anlage 8
Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven/Weiler
Ausschnitt Bebauungsplan-Entwurf Nummer 62547/02 (Blatt 1)
284
278
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297
852
1258
FLUR: 92
285
854
321
527
898
497
271
899
330
287
365
280
323
3-stämmig
0.6-0.6-0.6/6.0
1.0/8.0
0.5/6.0
0.9/6.0
0.90/7.0
0.9/6.0
2-stämmig
0.9-0.9/8.0
0.9/6.0
0.6/7.0
0.9/6.0
Gehölz
0.4/10.0
0.5/3.0
0.9/6.0
0.9/7.0
0.9/6.0
0.9/5.0
0.8/6.0
0.5/5.0
0.9/7.0
Gehölz
0.5/10.0
0.6/4.0
Gehölz
0.5/10.0
0.9/6.0
0.9/6.0
0.9/6.0
0.8/6.0
0.6/4.0
0.6/6.0
0.6/6.0
0.6/6.0
0.6/6.0
1.2/5.0
0.6/6.0
0.9/6.0
0.9/6.0
Gehölz
0.4/8.0
3-stämmig
0.6-0.6-0.45/6.0
0.9/6.0
0.5/4.0
0.9/8.0
Gehölz
0.5/8.0
0.9/8.0
0.80/6.0
0.80/6.0
0.70/5.0
0.70/6.0
0.80/6.0
0.70/5.0
0.90/6.0
0.80/6.0
0.80/5.0
0.70/5.0
0.70/5.0
0.70/6.0
0.80/6.0
0.70/5.0
0.70/5.0
0.70/5.0
0.70/5.0
0.90/7.0
0.90/6.0
0.90/7.0
IV
IV
IV
V
III
III
IV
III
IV
V
44.79
45.42
45.93
45.36
45.21
45.93
45.26
46.97
47.16
46.93
46.79
46.97
47.16
46.83
47.41
45.23
44.95
45.25
44.78
44.87
45.44
45.83
45.94
46.37
46.52
46.85
46.95
47.32
45.85
46.37
45.80
46.37
45.66
46.69
46.44
46.81
46.62
46.69
46.44
46.81
46.62
FLUR: 46
I FD
II SD
25
I PD
91
89
73
97
77
53
71
63
83
I SD
II SD
3
23
57
7
9
81
2
6
4
17
75
59
67
6569
3
I PD
93
II SD
87
61
1
5
21
I SD
1
51
2
II
SD
19
85
95
55
79
II SD
II SD
II SD
27
II
SD
PD
I PD
WD
I PD
II FD
II
SD
I PD
II SD
I PD
F
I PD
II
SD
II
SD
I PD
II SD
II FD
I PD
II
SD
II
SD
II SD
I PD
I PD
II
SD
I PD
II SD
II SD
II
SD
I FD
II SD
I PD
I FD
II SD
I
FD
II SD
II FD
II SD
I FD
I FD
I FD
I FD
II SD
WA 1.2
0,5 0,8
WA 2
WA 2
5,0
95,7
6,5
16,5
53,0
3,5
1,5
3,0
3,3
2,0
2,75
17,8
2,4
0,9
6,4
14,6
7,6
6,3
3,2
4,5
3,2
2,5
14,5
6,25
3,5
99,3
3,5
68,5
26,0
8,7
9,5
4,7
1,0
3,7
5,6
6,3
R=690,0
GFL
GFL
GFL
#13,0
#13,0 #2,0
#13,0
#13,0
#13,0 #13,0
#13,0
#
13,0
#
13,0
#
13,0
#
13,0
#
13,0
#13,0
#5,0
#5,0
#5,0
#13,0
#13,0
#13,0
#5,0
#5,0
#
13,0
#
13,0
#
13,0
#13,0
#17,0 #17,0
# 53,0
#6,5
#
8,5
#
8,5
#6,5
St
St
St
St/Cp
St
St
St/Cp
St/Cp
St/Cp
St/Cp
St/Cp
St
St
#
13,0
#8,5
#8,5
#4,5
#
6,3
St
St/Cp
St/Cp/Ga
St/Cp/Ga
St/Cp/Ga
St/Cp/Ga
St/Cp/Ga
III
FD II
FD
III
FD
St/Cp
I
#5,0
#5,0
#
21,5
#2,0
#2,0
#2,0
GF
1
Na
NaNa
Na
#
5,0
Na
#5,0
#5,0
#
23,5
#
23,5
#20,5
#
24,0
#
24,0
#
5,0
#30,5
#
13,0
#32,0 #
1,0
#4,5
#1,0
#
1,0
#
0,6
#30,5
#2,5
#3,0
St/Cp
Fuß- und
Radweg
#4,0
#
13,0
#5,0
#5,0
#
30,0
#21,0
#
31,0
#20,5
#
30,0
#31,0
#
35,0
#31,0
#
24,0
#21,0
#20,5
#
23,5
#
29,5
#20,5
#
13,0
#20,5
#
29,5
#20,5
#13,0
#
29,5
#
29,5
#20,5
#
2,5
#
2,5
#
2,5
#
3,0
#
3,0
#
3,0
#
3,0
#3,0
#6,5
#11,5
Na
#
5,0
Na
#
5,0
#20,5
#
5,5
Na
#5,0
#5,0
Na
#
23,5
#2,0
#1,0
#
5,0
#
12,5
#3,0
#1,0
#2,5
#
1,0
#16,0
#5,0
# 23,0
#
5,0
#
5,0
Na #2,0
#5,0
#3,0
Na
#
34,5
#
5,0
Na
#
3,0
#
5,0
#
1,5
#
13,0
Na
#2,0
#3,0
#
1,0
Na
#5,0
#5,0
Na
Na
Na
#
24,5
#
8,8
#1,5 #24,0
#
5,0
#
5,0
#
3,2
#
1,8
#5,0
#2,0
#1,5
#5,0 #
18,0
#
1,5
#2,0
#6,0 #6,5
#2,0
#11,5
#6,5
#
6,5
#
6,5
#
1,0
#12,0
#1,5
#2,5
#5,5
#
1,0
#
3,0
#
6,5
#
5,0
#
5,0
#
5,0
#
5,0
Na
Na
Na
Na
#5,0
#3,3
#
23,5
#
5,0
#
12,5
#2,0
#5,0
#
33,0
#2,2
#
5,0
#11,5
#
6,5
#
18,0
#
6,5
#1,0
#5,0
#
6,5
#
5,0
#
1,5
Na
#2,5
#3,2
#
11,0
Na
#6,2
#
1,5
#
23,5Na
#
11,0
Na
#2,4
#5,5
#
32,0
Na
#
1,5
#1,9
#1,4
# #
7,5
#
3,0
#0,9
# 12,5
#
3,0
#
6,5
#
46,5
#
51,0
#
19,0
#8,5
#
4,0
#
3,0
#
2,0
#
#28,5
#5,0
#
12,0
#6,5
#
#
15,5
#
23,0
#
5,2
St/Cp/Ga
#
#13,0
#13,0
#5,0
#
2,5
#
3,0
St/Cp/Ga
Na
Na
#
3,0 #
3,0
#
3,0
#5,0
#5,0
#5,0
#5,0
Kita
#
3,0
#5,0
#
3,0
#
3,0
#
3,0
öffentliche
Grünfläche
GH max.
54,5 m ü NHN
GH max.
58,0 m ü NHN
GH max.
57,5 m ü NHN
GH max.
54,5 m ü NHN
#
11,5
#
5,5
#
5,5
#
1,5
#
1,5
#1,75
#1,75
#
1,5
Fußweg
#4,0
#
5,0
#
5,0
#
5,0
#5,0
#5,0
R=11,0
R=13,5
R=16,5
#
14,5
Na
#
18,0
#
#
#
0,5
#
11,3
St/Cp
St/Cp
St/Cp
GFL
#
15,5
R=3,0
R=3,0
R=3,0
R=5,0
R=5,0
R=5,0
R=3,0
R=3,0
#11,0
# 6,0
# 14,0
# 6,0
# 6,0
#
5,5
#
1,5
#
5,5
#
1,5
# 5,5
#
1,5
#
75,0
# 42,2
#
1,0
# 23,0
#4,8
#
3,5 #
1,5
L
WA 2
0,45 0,9
II SD
WA 2
0,45 0,9
II SD
WA 2
0,45 0,9
II SD
WA 2
0,45 0,9
II SD
WA 2
0,45 0,9
II SD
L
122,2
2,0
#
2,0
2,9
GF
1
private Grünfläche
Rasenfläche mitBaumpflanzungen
A1
1
0,5
G
Blatt 1(2)
Blatt 2(2)
Zum Teil externe Ausgleichsfläche
Flurstück 181
Zeichenerklärung Bebauungsplan-Entwurf
Amtsleiterin
Köln, den
ÖbVI
Dipl.- Ing. Björn Semler
Graf-Geßler-Straße 5
50679 Köln (Deutz)
Köln, den
Der Stadtentwicklungsausschuss hat die
Planaufstellung am nach
§ 2 Abs. 1 BauGB beschlossen. Der
Beschluss wurde am ortsüblich
bekannt gemacht.
Oberbürgermeisterin
Köln, den
Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung
hat in der Zeit vom bis
( am )
nach § 3 Abs. 1 BauGB stattgefunden.
Bezirksbürgermeister
Köln, den
Der Planentwurf hat in der Zeit
vom bis
nach § 3 Abs. 2 BauGB mit Begründung
öffentlich ausgelegen.
Die Oberbürgermeisterin
Stadtplanungsamt
Im Auftrag
Köln, den
Oberbürgermeisterin
Köln, den
Der Planentwurf ist nach § 4 Abs. 3 BauGB
durch Beschluss des Rates am
geändert worden.
Für den Planentwurf
Stadtplanungsamt
Amtsleiterin
Köln, den
Beigeordneter
Köln, den
Für den Planentwurf
Dezernat VI, Stadtentwicklung, Planen und
Bauen
0 25 50 Meter
N
Nr. 62547/02
Arbeitstitel: Damiansweg
in Köln-Volkhoven/ Weiler,
Blatt 1 (2)
Stand: 06.01.2020
Maßstab 1:500
10 5
Grenze des räumlichen Geltungs-
bereiches des Bebauungsplanes
Planung
SD Satteldach
Hauptfirstrichtung
FD Flachdach
z. B. III
Grundflächenzahl
Geschossflächenzahl
Allgemeines WohngebietWA
Zahl der Vollgeschosse als
Höchstmaß
Baugrenze
GH max. maximal zulässige Gebäudehöhe
in Meter über Normalhöhennull
I,III
46.71
Bahngleise
Bordstein
topografische Begrenzung
Flurstücksgrenze
Flurgrenze
Zahl der Vollgeschosse
vorhandene Gebäude
Baum
Durchfahrt
Bestand
SD,FD Dachform (Satteldach, Flachdach)
nicht überbaubare
Grundstücksfläche WA
überbaubare
Grundstücksfläche WA
Flächen zur Anpflanzung/ zum Erhalt
von Bäumen, Sträuchern und sonstigen
Bepflanzungen
Grenze zwischen Lärmpegelbereichen
Lärmpegelbereiche z. B. VV
Flächen zum Anpflanzen von Bäumen,
Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen
Der Rat hat diesen Bebauungsplan in seiner
Sitzung am nach § 10 Abs. 1 BauGB
als Satzung mit Begründung nach § 9 Abs. 8
BauGB beschlossen.
Oberbürgermeisterin
Köln, den
Die örtsübliche Bekanntmachung über den
Beschluss des Bebauungsplanes durch den
Rat einschließlich des Hinweises nach
§ 10 Abs. 3 BauGB ist am erfolgt.
Oberbürgermeisterin
Köln, den
z. B. 0,45
z. B. 0,9
geplante Höhenlage in m über NHN
LPB Maßgeblicher Außenlärmpegel in dB(A)
I bis 55
II 56 bis 60
III 61 bis 65
IV 66 bis 70
V 71 bis 75
VI 76 bis 80
VII >80*
- Für maßgebliche Außenlärmpegel La > 80 dB sind die Anforderungen
aufgrund der örtlichen Gegebenheiten festzulegen.
A Textliche Festsetzungen
1. Art der baulichen Nutzung
Allgemeines Wohngebiet (WA)
Gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 1 BauNVO sind die im allgemeinen Wohngebiet (WA) ausnahmsweise zulässigen Betriebe des
Beherbergungsgewerbes, Gartenbaubetriebe und Tankstellen nach § 4 Abs. 3 Nr. 1, 4 und 5 BauNVO nicht Bestandteil
des Bebauungsplanes.
2. Maß der baulichen Nutzung
2.1 Grundflächenzahl (GRZ)
Gemäß § 19 Abs. 4 Satz 3 BauNVO kann im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 die zulässige
Grundfläche durch die Grundfläche der in § 19 Abs. 4 Satz 1 BauNVO bezeichneten Anlagen sowie der an Gebäude
angrenzenden Terrassen um bis zu 50 % überschritten werden.
Gemäß § 19 Abs. 4 Satz 3 BauNVO kann im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1 und WA 1.2 die zulässige Grundfläche
durch die Grundfläche von baulichen Anlagen unterhalb der Geländeoberfläche, durch die das Baugrundstück lediglich
unterbaut wird, bis zu einer GRZ 0,8 überschritten werden.
2.2 Geschossflächenzahl (GFZ)
Gemäß § 21a Abs. 5 BauNVO ist die zulässige Geschossfläche im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1 und WA 1.2 um die
Flächen notwendiger Garagen, die unter der Geländeoberfläche hergestellt werden, zu erhöhen.
2.3 Maximale Gebäudehöhe
Gemäß § 16 Abs. 2 Nr. 4 BauNVO werden für das allgemeine Wohngebiet WA 1.1 und WA 1.2 die in der Planzeichnung
festgesetzten Gebäudehöhen als Höchstgrenze festgesetzt.
Die festgesetzte maximale Gebäudehöhe im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1 und WA 1.2 bezieht sich auf die Oberkante
des Gebäudes.
Gemäß § 16 Abs. 6 BauNVO dürfen die festgesetzten maximalen Gebäudehöhen der baulichen Anlagen durch
untergeordnete Bauteile bzw. bauliche Anlagen (z. B. Antennen, Aufzugsüberfahrten, Kamine, Lüftungseinrichtungen und
Oberlichter) überschritten werden. Das höchstzulässige Maß der Überschreitung beträgt 2,0 m in der Höhe; der
Flächenanteil der Überschreitung darf insgesamt 20 % der jeweiligen Dachfläche nicht übersteigen. Hiervon
ausgenommen sind Photovoltaikanlagen in Verbindung mit Dachbegrünung. Die vorgenannten Bauteile und baulichen
Anlagen müssen mindestens um das Maß ihrer Höhe von der Gebäudekante des darunterliegenden Geschosses
zurücktreten.
3. Überbaubare Grundstücksfläche
Gemäß § 23 Abs. 3 Satz 3 BauNVO in Verbindung mit § 23 Abs. 2 Satz 3 BauNVO werden für die überbaubare
Grundstücksfläche folgende Ausnahmen festgesetzt:
3.1 Im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 darf die überbaubare Grundstücksfläche (Baugrenze) durch nicht
überdachte, an Gebäude angrenzende Terrassen und Terrassentrennwände um bis zu 3,0 m überschritten werden.
3.2 Im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1 und WA 1.2 darf die überbaubare Grundstücksfläche (Baugrenze) durch Balkone,
Nottreppenhäuser und Erker um bis zu 2,0 m überschritten werden.
4. Stellplätze, Carports, Garagen und Tiefgaragen
Gemäß § 12 Abs. 6 BauNVO sind:
4.1 Im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 sind oberirdische Stellplätze (St), Carports (Cp) und Garagen
(Ga) nur innerhalb der überbaubaren Grundstücksfläche und in den nach § 9 Abs. 1 Nr. 4 BauGB dafür festgesetzten
Flächen zulässig.
4.2 Im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1 sind Tiefgaragen (TGa) nur innerhalb der überbaubaren Grundstücksfläche und in
den nach § 9 Abs. 1 Nr. 4 BauGB dafür festgesetzten Flächen zulässig. Innerhalb der Tiefgaragen sind auch Technik- und
Nebenräume sowie Abstellplätze für Fahrräder zulässig.
4.3. Ein- und Ausfahrtsbereiche
Gemäß
§ 9 Abs. 1 Nr. 4 und Nr. 11 BauGB sind Zu- und Ausfahrten von Tiefgaragen ausschließlich in dem mit Ein- und
Ausfahrtsbereich festgesetzten Bereich zulässig.
5. Nebenanlagen
Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 4 BauGB in Verbindung mit § 14 Abs. 1 und 2 BauNVO wird festgesetzt:
5.1 Im allgemeinen Wohngebiet WA 2 ist je Hauseinheit ein Gartenhaus bis zu 30 m³ Rauminhalt innerhalb der mit NA
festgesetzten Flächen zulässig.
5.2 Darüber hinaus sind Nebenanlagen im Sinne des § 14 Abs. 1 und 2 BauNVO im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1,
WA 1.2 und WA 2 allgemein und auch außerhalb der überbaubaren Grundstücksflächen zulässig.
6. Höchstzulässige Zahl der Wohnungen je Wohngebäude
Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 6 BauGB sind im allgemeinen Wohngebiet WA 2 maximal zwei Wohnungen je Wohngebäude
zulässig.
7. Geh-, Fahr- und Leitungsrecht
Innerhalb des allgemeinen Wohngebietes WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 werden die folgenden Geh-, Fahr- und
Leitungsrechte gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 21 BauGB festgesetzt:
7.1 Die in der Planzeichnung mit GFL gekennzeichneten Flächen sind mit einem Geh- und Fahrradfahrrecht zugunsten der
Allgemeinheit, einem Fahrrecht zugunsten der Anlieger sowie einem Leitungsrecht zugunsten der Ver- und
Entsorgungsträger zu belasten.
7.2 Die in der Planzeichnung mit GF 1 gekennzeichneten Flächen sind mit einem Geh- und Fahrradfahrrecht zugunsten der
Allgemeinheit zu belasten.
7.3 Die in der Planzeichnung mit GF 2 gekennzeichneten Flächen sind mit einem Geh- und Fahrradfahrrecht zugunsten der
Allgemeinheit sowie einem Fahrrecht zugunsten der Ver- und Entsorgungsträger zu belasten.
7.4 Die in der Planzeichnung mit L gekennzeichneten Flächen sind mit einem Leitungsrecht zugunsten der Ver- und
Entsorgungsträger zu belasten.
7.5 Die in der Planzeichnung mit G gekennzeichneten Flächen sind mit einem Gehrecht zugunsten der Allgemeinheit zu
belasten.
8. Lärmschutzmaßnahmen
8.1 Schallschutzmaßnahmen an Außenbauteilen
Gemäß § 9 Absatz 1 Nr. 24 BauGB sind passive Schallschutzmaßnahmen entsprechend den in der Planzeichnung
dargestellten Lärmpegelbereichen (LPB) an den Außenbauteilen von Aufenthaltsräumen zu treffen. Als Grundlage sind
die maßgeblichen Außenlärmpegel nach DIN 4109 (Schallschutz im Hochbau, Ausgabe Januar 2018, zu erwerben bei
Beuth Verlag GmbH, Berlin) zu berechnen.
Die Zuordnung zwischen den dargestellten LPB und den maßgeblichen Außenlärmpegeln ergibt sich aus nachfolgender
Tabelle:
Die Minderung der zu treffenden Schallschutzmaßnahmen ist im Einzelfall zulässig, wenn im bauordnungsrechtlichen
Verfahren anhand einer schalltechnischen Untersuchung niedrigere LPB an einzelnen Gebäudeteilen oder
Geschossebenen nachgewiesen werden.
8.2 Fensterunabhängige Belüftung
Bei Schlaf- und Kinderzimmern ist bei einem Beurteilungspegel >45 dB(A) im Nachtzeitraum (22:00 bis 6:00 Uhr) eine
fensterunabhängige Belüftung durch schallgedämmte Lüftungseinrichtungen oder gleichwertige Maßnahmen bei
geschlossenen Fenstern und Türen sicher zu stellen.
8.3 Außenwohnbereiche
Für Balkone und Loggien, die einen Beurteilungspegel >62 dB(A) im Tagzeitraum (6:00 bis 22:00) aufweisen, sind
Schallschutzmaßnahmen zu treffen. Durch diese muss sichergestellt werden, dass der vorgenannte Beurteilungspegel
nicht überschritten wird. Hiervon ausgenommen sind Balkone und Loggien in Wohnungen, wenn zusätzlich auf der
lärmabgewandten Seite ein Balkon oder eine Loggia errichtet wird.
9. Anpflanzen und Erhaltung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen
Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 25 a und b BauGB wird festgesetzt:
Sämtliche Pflanzungen und sonstige Begrünungsmaßnahmen sind dauerhaft zu erhalten und bei Abgang zu ersetzen.
Zur Erläuterung der nachfolgenden Kürzel - siehe Hinweis Nr. 11.
9.1 Begrünung von Tiefgaragen
Decken von Tiefgaragen (TGa) und Kellergeschossen sind, soweit sie nicht mit Gebäuden, Wegen, Spielplätzen und
sonstigen Nebenanlagen überbaut werden, zu begrünen. Die Vegetationstragschicht ist in einer Stärke von mindestens
80 cm inklusive Filter- und Drainschicht auszubilden. Im Bereich der Baumpflanzungen (BF 41 / GH 742) ist für Bäume 1.
Ordnung eine Überdeckung von mindestens 1,50 m und für Bäume 2. Ordnung eine Überdeckung von mindestens 1,20 m
vorzunehmen. Das durchwurzelbare Substratvolumen muss für Baumpflanzungen mindestens 30 m³ je Baumstandort
betragen. Notwendige Fensteröffnungen sowie untergeordnete technische Aufbauten der Tiefgarage und des
Kellergeschosses sind davon ausgenommen.
9.2 Extensive Dachbegrünung
Flachdächer
und flach geneigte Dächer mit einer Neigung von bis zu 15 Grad von oberirdischen Garagen im
festgesetzten allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 sowie die Dachflächen von Gebäuden im
festgesetzten allgemeinen Wohngebiet WA 1.1 und WA 1.2 sind mit einer extensiven Dachbegrünung als
Sedumgesellschaften (DC1/ NB 6243), Magerrasen (DC 3/ NB 6244), Gräsern (HH 7/ BR 132), und/ oder Stauden (HM
51/ PA 13) und/ oder bodendeckenden Gehölzen (BB1/ GH 411) zu bepflanzen. Die Vegetationstragschicht ist mit einer
Stärke von mindestens 8 cm zuzüglich einer Filter- und Drainageschicht herzustellen. Ausgenommen hiervon sind
Dachterrassen und technische Aufbauten, die auf maximal 30% der jeweiligen Dachfläche zulässig sind.
Photovoltaikelemente sind über der Dachbegrünung zulässig.
9.3 Baumpflanzung im Bereich öffentlicher Verkehrsflächen
Innerhalb der festgesetzten Straßenverkehrsfläche (Damiansweg) sind mindestens 15 Bäume (BF 31/ GH 741) zu
pflanzen. In der Planzeichnung festgesetzte Baumstandorte sind hierauf anzurechnen. Die Baumscheiben dürfen eine
Mindestgröße von 6 m² nicht unterschreiten.
Innerhalb der festgesetzten Straßenverkehrsfläche besonderer Zweckbestimmung „Verkehrsberuhigter Bereich“ sind
mindestens 15 Bäume (BF 31/ GH 741) zu pflanzen.
9.4 Baumpflanzung innerhalb des allgemeinen Wohngebietes WA 1.1, WA 1.2 und WA 2
Im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 ist je angefangene fünf oberirdische Stellplätze ein Baum (BF 31/
GH 741) zu pflanzen. In der Planzeichnung festgesetzte Baumstandorte sind hierauf anzurechnen.
9.5 Begrünung im Bereich von öffentlichen Grünflächen
Innerhalb der festgesetzten öffentlichen Grünfläche sind mindestens 3 Bäume 1. Ordnung und mindestens 7 Bäume 2.
Ordnung (BF 41/ GH 742 und/ oder BF 31/ GH 741) zu pflanzen. In der Planzeichnung festgesetzte Baumstandorte sind
hierauf anzurechnen. Auf mindestens 10 % der Fläche sind Sträucher (BB 1/ GH 51) anzupflanzen.
Innerhalb der festgesetzten öffentlichen Grünfläche sind Wiesen- und Rasenflächen, Spielflächen mit unterschiedlicher
Oberflächenausprägung, Spielgeräten, Wege, Abfallbehälter, Leuchten, Stufen und Sitzbänke zulässig.
9.6 Begrünung im Bereich von privaten Grünflächen - Rasenfläche mit Baumpflanzungen
Die in der Planzeichnung festgesetzte private Grünfläche ist als Rasenfläche auszubilden und mit insgesamt mindestens
16 Bäume (BF 41/GN 742) gemäß den in der Planzeichnung festgesetzten Standorten zu bepflanzen. Die Ausbildung von
Versickerungsmulden ist zulässig.
9.7 Flächen zur Anpflanzung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen
Innerhalb der in der Planzeichnung mit P 1 gekennzeichneten Fläche zur Anpflanzung von Bäumen, Sträuchern und
sonstiger Bepflanzung sind mindestens 50 % der Fläche als Vegetationsfläche, anzulegen. Die Vegetationsflächen sind
mit einer Vegetation aus Stauden, Gräsern oder Rasen (HM 51/ PA 13 und PA 311) zu bepflanzen.
Innerhalb der in der Planzeichnung mit P 2 gekennzeichneten Fläche zur Anpflanzung von Bäumen, Sträuchern und
sonstiger Bepflanzung ist eine Baumhecke (BD51/ GH 4431) mit geringem Baumholz aus standortgerechten und
einheimischen Arten zu entwickeln.
9.8 Flächen zur Anpflanzung/ zum Erhalt von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen
Innerhalb der in der Planzeichnung festgesetzten Flächen zum Erhalt/ zur Anpflanzung von Bäumen, Sträuchern und
sonstigen Bepflanzungen sind die vorhandenen Grünstrukturen soweit möglich zu erhalten und bei Abgang gleichwertig
zu ersetzen.
9.9 Baumstandorte
Die in der Planzeichnung zum Anpflanzen festgesetzten Bäume können um bis zu 5 m verschoben werden.
9.10 Zweckfremde Nutzungen
Die Errichtung von Heizzentralen und Trafostationen innerhalb der festgesetzten Fläche zum Schutz, zur Pflege und zur
Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft sowie der festgesetzten öffentlichen und privaten Grünfläche ist nicht
zulässig.
10. Interne Ausgleichsmaßnahme
Gemäß § 9 Abs. 1 Nummer 20 BauGB wird im Plangebiet folgende interne Ausgleichmaßnahme A1 festgesetzt:
Ausbildung von Extensivgrünland (EA 1/ LW 41111) mit standortgerechten Einzelbäumen (BF 31/ GH731) und kleinen
Gehölzgruppen (BB1/ GH51).
Maximal 10 % der Maßnahmenfläche sind für die Bepflanzung mit Einzelbäumen und Gehölzgruppen zulässig. Die
Einzelbäume und Gehälzgruppen sind im südlichen Bereich der Fläche anzuordnen. Der verbleibenden ≥ 90 % Anteil der
Maßnahmenfläche sind mit einer standortgerechten, artenreichen Saatgutmischung mit autochthonem Saatgut als
extensives Grünland dauerhaft zu entwickeln und zu pflegen.
11. Höhenlage des Geländes
Gemäß § 9 Abs. 3 i.V.m. § 9 Abs. 1 Nr. 17 BauGB wird festgesetzt:
11.1 Die Höhenfestsetzungen beziehen sich auf Meter über Normalhöhennull (NHN) (HST 160) - Deutsches Höhennetz von
1992.
11.2 Die im Plan innerhalb der öffentlichen Verkehrsflächen und öffentlichen Verkehrsflächen mit der
Zweckbestimmung „Verkehrsberuhigter Bereich“ eingetragenen geplanten Straßenhöhenpunkte setzen die Höhenlage
der Straße fest. Die Höhenlage zwischen den festgesetzten Höhenpunkten ist zu interpolieren. Zur Bestimmung der im
übrigen geplanten Geländehöhen ist zwischen den festgesetzten geplanten Straßenhöhen zu interpolieren.
Die bauordnungsrechtlichen Bestimmungen zu Aufschüttungen und Abgrabungen gemäß BauO NRW bleiben von der
Festsetzung unberührt. Sie sind auf die neuen Geländehöhen anzuwenden.
Die im Bebauungsplan festgesetzten neuen Geländehöhen sind maßgeblich für die Abstandsflächenberechnung nach § 6
BauO NRW und die Bestimmung der Vollgeschosse nach § 2 Abs. 5 BauO NRW.
B Gestalterische Festsetzungen
Gemäß § 9 Abs. 4 BauGB i. V. m. § 89 BauO NRW werden folgende gestalterische Festsetzungen getroffen:
1. Einfriedungen
1.1 Im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 sind Einfriedungen in den Vorgärten nicht zulässig.
Vorgärten werden definiert als derjenige Bereich zwischen erschließender Verkehrsfläche bzw. erschließender Zuwegung
und Gebäudefront einschließlich ihrer Flucht bis zur Grundstücksgrenze.
1.2 Im Übrigen sind Einfriedungen im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 nur in Form von Draht- oder
Stabgitterzäunen bis zu einer Höhe von 1,20 m über der angrenzenden Geländeoberfläche gemäß § 2 Abs. 4 BauO NRW
und von standortgerechten Laubgehölzhecken (BD4/ GH422), bis zu einer Höhe von 1,80 m über der angrenzenden
Geländeoberfläche gemäß § 2 Abs. 4 BauO NRW zulässig. Eine Kombination aus Zäunen und Hecken ist zulässig.
Im allgemeinen Wohngebiet WA 2 ist entlang der Grundstücksgrenzen zu der festgesetzten Fläche zum Schutz, zur
Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft ein Draht- oder Stabgitterzaun mit einer Höhe von
mindestens 1,6 m über der angrenzenden Geländeoberfläche gemäß § 2 Abs. 4 BauO NRW zu errichten. Hiervon kann
abgesehen werden, wenn entlang der Grundstücksgrenze die Errichtung von Nebenanlagen (z. B. Gartenhäusern)
vorgesehen wird.
Innerhalb der mit 1 gekennzeichneten überbaubaren Grundstücksflächen sind zusätzlich Einfriedungen in Form von
Mauern bis zu einer maximalen Höhe von 1,2 m über der angrenzenden Geländeoberfläche gemäß
§ 2 Abs. 4 BauO NRW zulässig.
Zur Erläuterung der vorher genannten Kürzel - siehe Hinweis Nr. 11.
2. Dachformen
Die zulässigen Dachformen innerhalb des allgemeinen Wohngebietes WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 sind der Planzeichnung
zu entnehmen. Flachdächer sind mit einer maximalen Dachneigung von 5 Grad zulässig.
3. Satellitenschüsseln und Mobilfunkanlagen
3.1 Satellitenschüsseln sind nur auf dem Dach zulässig.
3.2 Mobilfunkanlagen sind auf dem Dach nicht zulässig.
4. Standorte für Abfallsammelbehälter und Wertstofftonnen
Im allgemeinen Wohngebiet WA 1.1, WA 1.2 und WA 2 sind die Abstellplätze für Abfallsammelbehälter und
Wertstofftonnen einzuhausen (Müllboxen) oder durch Laubgehölzschnitthecken (BD4/ GH422), z. B. Hainbuche (Carpinus
betulus), in einer Höhe von mindestens 1,60 m über der angrenzenden Geländeoberfläche gemäß § 2 Abs. 4 BauO NRW
einzufassen. Ausgenommen von dieser Festsetzung sind Standorte von Behältern für Hausabfälle und Wertstofftonnen,
die als Unterflureinheit errichtet werden.
5. Nebengebäude
Nebengebäude im Sinne der § 14 BauNVO und § 2 Abs. 2 BauO NRW (Nebenanlagen, die Gebäude im Sinne der BauO
NRW sind) dürfen nur mit Flachdächern oder flach geneigten Dächern bis max. 10 Grad Dachneigung errichtet werden.
Die Wandhöhe darf an keiner Stelle mehr als 3,00 m betragen.
C Rechtsgrundlagen
1. Es gilt das Baugesetzbuch (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. November 2017 (BGBl. I S. 3634).
2. Es gilt die Baunutzungsverordnung (BauNVO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. November 2017 (BGBl. I S.
3786).
3. Es gilt die Planzeichenverordnung (PlanzV 90) vom 18.12.1990 (BGBl. 1991 I, S. 58).
4. Es gilt die Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen - Landesbauordnung - (BauO NRW) vom 03.08.2018 (GV.
NRW 2018 S. 421)
5. Für die Rechtsgrundlagen 1 bis 3 gelten jeweils die bei Erlass dieser Satzung geltenden Fassungen.
6. Für die Pflanzmaßnahmen gilt die Anlage der Satzung der Stadt Köln zur Erhebung von Kostenerstattungsbeträgen vom
15. Dezember 2011 und den dort formulierten Gestaltungsgrundsätzen und Biotopkürzeln (Amtsblatt der Stadt Köln Nr. 1
vom 04. Januar 2012).
D Hinweise
1. Kooperatives Baulandmodell
Gemäß des Kooperativen Baulandmodells der Stadt Köln in der Fassung der Bekanntmachung vom 10.05.2017 sind die
Planbegünstigten verpflichtet, 30 % der Geschossfläche der Mehrfamilienwohneinheiten für den öffentlich geförderten
Wohnungsbau vorzusehen und allen weiteren Verpflichtungen nachzukommen.
2. Lärmvorbelastung
Das Plangebiet ist durch Lärmimmissionen (Straßen-, Schienen- und Flugverkehr) vorbelastet.
3. Entwässerung
Der öffentliche Abwasserkanal DN 2100/2340 im Damiansweg kann das anfallende Schmutzwasser und gering belastete
Niederschlagswasser des Plangebietes aufnehmen. Gemäß § 44 Landeswassergesetz (LWG) i. V. m. § 55 Abs. 2
Wasserhaushaltsgesetz (WHG) ist das anfallende Niederschlagswasser ortsnah zu versickern, zu verrieseln oder direkt
oder über eine Kanalisation ohne Vermischung mit Schmutzwasser in ein Gewässer einzuleiten, soweit dem weder
wasserrechtliche noch sonstige öffentlich-rechtliche Vorschriften noch wasserwirtschaftliche Belange entgegenstehen.
Bezüglich der wasserrechtlichen Erlaubnis ist die Untere Wasserbehörde bei der Stadt Köln einzuschalten.
4. Bodendenkmäler
Im Plangebiet wurden im Rahmen einer archäologischen Prospektion eine eisenzeitliche Siedlung mit zugehörigen
Gräben sowie römische und mittelalterliche Befunde nachgewiesen, die im Vorlauf von Erschließungsmaßnahmen und
Neubebauung archäologisch untersucht, dokumentiert und geborgen worden sind. Da bei der Planumsetzung sog.
Zufallsfunde jedoch nicht grundsätzlich auszuschließen sind, bleibt ein Hinweis auf die Meldepflicht und das damit
verbundene Veränderungsverbot bei der Entdeckung von Zufallsfunden (§§ 15, 16 DSchG NW). Gemäß § 15 DSchG NW
sind bei Erdarbeiten aufgedeckte Bodendenkmäler (sog. Zufallsfunde) dem Römisch-Germanisches Museum
Roncalliplatz 4 ,50667 Köln, Tel. +49 221 221 24543 unverzüglich zu melden. Die zur Anzeige Verpflichteten haben das
entdeckte Bodendenkmal und die Entdeckungsstätte gemäß § 16 DSchG NW zunächst in unverändertem Zustand zu
erhalten. Diese Verpflichtung erlischt drei Werktage nach Zugang der Anzeige, bei schriftlicher Anzeige spätestens eine
Woche nach deren Absendung.
5. Kampfmittel
Luftbilder aus den Jahren 1939 - 1945 und andere historische Unterlagen liefern Hinweise auf einen konkreten Verdacht
auf Kampfmittel. Daher wird eine Überprüfung der Militäreinrichtung des 2. Weltkrieges (Schützenloch) empfohlen.
Sofern es nach 1945 Aufschüttungen gegeben hat, sind diese bis auf das Geländeniveau von 1945 abzuschieben.
Erfolgen Erdarbeiten mit erheblichen mechanischen Belastungen wie Rammarbeiten, Pfahlgründungen, Verbauarbeiten
etc. wird zusätzlich eine Sicherheitsdetektion empfohlen. Vor Aufnahme von Baumaßnahmen mit Bodeneingriffen ist der
Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) der Bezirksregierung Düsseldorf einzuschalten.
6. Artenschutz
Laut Artenschutzprüfung (ISR: Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag, Haan, 17.07.2019) ergeben sich keine
Verbotstatbestände gemäß § 44 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) bzw. keine vorgezogenen
Ausgleichsmaßnahmen nach § 44 Abs. 5 BNatSchG.
Gemäß § 39 Abs. 5 BNatSchG ist es im Zeitraum zwischen dem 1. März und 30. September verboten, Bäume, Hecken,
Gebüsche und andere Gehölze abzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder zu beseitigen; zulässig sind schonende
Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen.
Sind innerhalb dieses Zeitraumes Rodungsarbeiten erforderlich, ist vor deren Aufnahme in Absprache mit der Unteren
Landschaftsbehörde der Stadt Köln durch einen Fachgutachter nach besetzten Nestern und Fledermausquartieren zu
suchen und bei deren Auffinden die Rodungstätigkeit sofort einzustellen.
Die Baufeldräumung hat zur Vermeidung baubedingter Tötung von Brutvögeln (hier Feldlerche) außerhalb der Zeit vom 1.
April bis 31. Juli eines Jahres zu erfolgen.
7. Alleen-Kataster
Die Bäume entlang der Mercator Straße im nordöstlichen Teil des Plangebietes werden im Alleen-Kataster des LANUV
(Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen) aufgeführt. Gemäß § 41
Landesnaturschutzgesetz (LNatSchG) NRW stehen sie somit als Ganzes unter Schutz unabhängig von dem nach der
Baumschutzsatzung vorgegebenen Stammumfang für satzungs- bzw. nicht satzungsgeschützten Bäume.
8. Externe Ausgleichsmaßnahme
In einem städtebaulichen Vertrag werden Regelungen zur Verwirklichung des Bebauungsplanes festgehalten. Dabei
handelt es sich zum Beispiel um die Durchführung von internen und externen Ausgleichsmaßnahmen. Die Realisierung
und der Erhalt der Ausgleichsmaßnahmen werden im Rahmen des städtebaulichen Vertrags bindend rechtlich gesichert.
Auf den städtischen Grundstück Gemarkung Worringen, Flur 43, Teilstück aus Flurstück 181 wird folgende externe
Ausgleichsmaßnahmen für die Eingriffe im Plangebiet hergestellt:
Maßnahme eA1: Anlage einer extensiven Fettwiese - EA1/LW41111 - auf 32.485 m² des Flurstücks 181, Flur 43,
Gemarkung Worringen.
Die Durchführung und Kostentragung der Maßnahme eA1 in Bezug auf die Eingriffe durch die festgesetzten allgemeinen
Wohngebiete (WA 1.1, WA 1.2 und WA 2) sowie der Planstraßen werden im städtebaulichen Vertrag geregelt.
9. Trafostation
Zur Sicherstellung der Stromversorgung sind im Plangebiet zwei Trafostationen erforderlich. Die genauen Standorte
werden im Rahmen der späteren Abstimmung zur Verwirklichung der städtebaulichen Maßnahmen festgelegt (z. B. im
Wege einer Planvereinbarung).
10. Einsichtnahme in Regelwerke
DIN-Vorschriften und sonstige private Regelwerke, auf die in den textlichen Festsetzungen des Bebauungsplanes
verwiesen wird, finden jeweils in der bei Erlass dieser Satzung geltenden Fassung Anwendung. Sie werden beim Amt für
Liegenschaften, Vermessung und Kataster der Stadt Köln, Plankammer, Zimmer 06.E 05, Stadthaus Deutz, Willy-Brandt
Platz 2, 50679 Köln, während der Öffnungszeiten zur Einsichtnahme bereitgehalten.
11. Satzung zur Erhebung von Kostenerstattungsbeiträgen
Die verwendeten Kürzel innerhalb der Begrünungsfestsetzungen beziehen sich auf die Anlage zur Satzung der Stadt Köln
zur Erhebung von Kostenerstattungsbeiträgen gemäß §§ 135a bis 135c BauGB vom 15. Dezember 2011 (Amtsblatt der
Stadt Köln Nr. 1 vom 04. Januar 2012). In dieser Anlage sind mit der Angabe von Kürzeln allgemein gültige
Qualitätsmaßstäbe für Begrünungsmaßnahmen der Stadt Köln formuliert.
E Nachrichtliche Übernahme
Gemäß § 9 Absatz 6 BauGB werden folgende Festsetzungen nachrichtlich in den Bebauungsplan übernommen:
Wasserschutz
Das Plangebiet liegt in der auf der Grundlage des § 51 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) durch Verordnung festgesetzte
Wasserschutzzone III A des Wasserschutzgebietes Weiler.
Maßstab 1:10000Geobasisdaten der Kommunen und des Landes NRW © Geobasis NRW
N
Lage der externen Ausgleichsfläche eA1 in Flurstück 181
(Gemarkung Worringen, Flur 43)
Es wird bescheinigt, dass diese Planunterlage
den Bestimmungen des § 1 Abs. 2 PlanzV 90
entspricht. (Stand 12.11.2019)
vorhandene Höhenlage über NHN
(HST 160)
Hinweis:
Ausgleichspflichtiger Eingriffsbereich
gemäß § 1a Abs. 3 Satz 6 BauGB
Gestalterische Festsetzung:
Einfriedungen in Form von
Natursteinmauern
(s. gestalterische Festsetzung 1.2)
1
St
Ga
Cp
Stellplätze
Garagen
Carports
Nebenanlagen
Na
Verkehrsberuhigter Bereich
TiefgarargenTGa
Ein- und Ausfahrtsbereich
Tiefgarage
Baum zu pflanzen
(Standort nachrichtlich)
Baum zu erhalten
Öffentliche Straßenverkehrsflächen
Straßenbegrenzungslinie auch
gegenüber Verkehrsflächen
besonderer Zweckbestimmung
Öffentliche Verkehrsflächen
besonderer Zweckbestimmung
Grenze zwischen Nutzungsarten
und Maß der baulichen Nutzung
GFL
GF
Mit Geh-, Fahr- und Leitungs-
rechten zu belastende Flächen
(s. textl. Festsetzung Nr. 7)
Mit Geh- und Fahrrechten zu
belastende Flächen
(s. textl. Festsetzung Nr. 7)
Mit Leitungsrechten zu belastende
Flächen
(s. textl. Festsetzung Nr. 7)
L
private Grünfläche
Flächen für Maßnahmen zum
Schutz, zur Pflege und zur
Entwicklung von Boden, Natur und
Landschaft
Spielplatz
Parkanlage
öffentliche Grünfläche
Mit Gehrechten zu belastende
Flächen
(s. textl. Festsetzung Nr. 7)
G
Beschlussvorlage Rat
13111 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/61/1 612 Wirt Sa Vorlagen-Nummer 3035/2020 Freigabedatum 23.12.2020 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Beschluss über Stellungnahmen sowie Satzungsbeschluss betreffend den Bebauungsplan- Entwurf 62547/02 Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven/ Weiler Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat beschließt 1. den Geltungsbereich des Bebauungsplan-Entwurfs betreffend die Aufstellung des Bebauungs- planes Nummer 62547/02 –Arbeitstitel: Damiansweg in Köln-Volkhoven / Weiler – gemäß des Aufstellungsbeschlusses des Stadtentwicklungsausschusses vom 9. November 2017 auf das vom Bebauungsplan-Entwurf betroffene Gebiet zu verkleinern (siehe Anlage 1); 2. über die zum Bebauungsplan-Entwurf für das Gebiet südlich der landwirtschaftlichen Flächen (Flurstück 1266, Flur 46, Gemarkung Worringen), westlich der Mercatorstraße, nördlich der Me- rianstraße sowie östlich des Damiansweges —Arbeitstitel:— abgegebenen Stellungnahmen gemäß Anlage 3, 4 und 5; 3. den Bebauungsplan mit gestalterischen Festsetzungen nach § 10 Absatz 1 Baugesetzbuch (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 23.09.2004 (BGBl. I S. 2 414) in der Fas- sung des Änderungsgesetzes vom 20.10.2015 (BGBl. I S. 1 722) in Verbindung mit § 7 Ge- meindeordnung Nordrhein-Westfalen (GO NW) in der Fassung der Bekanntmachung vom 14.07.1994 (GV NW S. 666/SGV NW 2 023) —in der bei Erlass dieser Satzung geltenden Fas- sung— als Satzung mit der nach § 9 Absatz 8 BauGB beigefügten Begründung. Stadtentwicklungsausschuss 28.01.2021 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 28.01.2021 Rat 04.02.2021 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Auswirkungen auf den Klimaschutz: Energiekonzept wurde nicht erstellt Das Plangebiet stellt eine von wenigen noch vorhandenen Potenzialflächen für eine wohnbauliche Entwicklung im Kölner Stadtgebiet dar. Um der angespannten Situation auf dem Kölner Wohnungs- markt zu begegnen, ist die Schaffung von neuem Wohnraum dringendes Ziel der Stadtentwicklung. Neben der vorrangigen Wiedernutzbarmachung brach gefallener Flächen ist hierfür weiterhin die Neuinanspruchnahme bisher unbebauter Flächen unvermeidbar. Die Stadt Köln steht an dieser Stelle in der Pflicht, ihre Steuerungsmöglichkeiten auszuschöpfen, um eine zukunftsträchtige und sozialge- rechte Stadtentwicklung zu ermöglichen. Das Plangebiet stellt sich aufgrund seiner gut erschlossenen Lage und der soliden infrastrukturellen Ausstattung in der Umgebung als gut geeignet für den Wohnungsbau dar. Die Entwicklung des Plan- gebietes ist daher eine gute Alternative gegenüber einer weitergehenden Flächenentwicklung in noch nicht infrastrukturell erschlossenen Außenbereichen. Im Flächennutzungsplan der Stadt Köln ist der Standort bereits als Wohnbaufläche dargestellt. Die Eignung des Gebietes als Wohnstandort wurde somit bereits auf Ebene der vorbereitenden Bauleitplanung geprüft und abgewogen. Auf eine weiter- gehende Untersuchung eventueller Alternativstandorte konnte daher verzichtet werden. Die Umsetzung des Bebauungsplanes hat negative Auswirkungen auf den Klimaschutz. Über folgende Maßnahmen wird eine Reduzierung der negativen Auswirkungen erreicht: Die Vista Reihenhaus GmbH & Co. KG und der Dornieden Generalbau GmbH errichtet ihre Einfamilienhäuser nach Kfw 55-Standard Die GAG Immobilien AG setzt im Geschosswohnungsbau die Standards der EnEV 2016 um Die zusammenhängende Blockbebauung wird deutlich weniger Wärmeverluste verzeichnen als bspw. die Errichtung freistehender Solitärbauten Im Geschosswohnungsbau wird zur Vermeidung von Wärmeverlust auf die Errichtung "offe- ner" Staffelgeschosse verzichtet Für die Geschosswohnungsbauten ist der Aufbau von Photovoltaikelementen vorgesehen Die Ausrichtung der Satteldächer der Doppel- und Reihenhäuser ermöglicht den Aufbau und die effektive Nutzung von Photovoltaikelementen Solarenergienutzung wird durch Festsetzung grundsätzlich ermöglicht Die Wärmeversorgung für die Mehrfamilienhäuser ist über einen Anschluss an das Fernwär- menetz vorgesehen. Für die Einfamilienhausbebauung wird im Nordwesten des Plangebietes ein Block- heizkraftwerk (BHKW) errichtet, von dem aus die einzelnen Wohneinheiten über ein Nahwär- menetz unter Einsatz moderner Strom-Wärme-Kopplungssysteme angebunden werden. Festsetzung und vertragliche Sicherung interner sowie externer Ausgleichsmaßnahmen und privater und öffentlicher Grünflächen Vertragliche Sicherung eines Mobilitätsmanagements zur Reduzierung der Stellplätze Vertragliche Sicherung zum Schallschutz nach 16. BImSchV 3 Nach den gesetzlichen Vorgaben fand eine Umweltprüfung statt. Hierfür wurden verschiedene Um- weltgutachten erstellt, deren Inhalte den Satzungsunterlagen zu entnehmen sind. Begründung: Anlass und Ziel Die GAG Immobilien AG mit Sitz in Köln, Straße des 17. Juli 4, beabsichtigt gemeinsam mit der Dor- nieden Gruppe bestehend aus der Vista Reihenhaus GmbH & Co. KG und der Dornieden Generalbau GmbH mit Sitz in Mönchengladbach, Karstraße 70, ein Neubaugebiet mit rund 370 Wohneinheiten zu realisieren. Hierzu wurde durch die Investorinnen in Abstimmung mit der Stadt Köln eine Mehrfach- beauftragung mit sechs Planungsgemeinschaften aus Architekten/ Stadtplanern und Landschaftsar- chitekten durchgeführt. Als Siegerentwurf ging der durch die Büros Molestina (Architektur) und FSWLA (Landschaftsarchitektur) erarbeitete städtebauliche Entwurf hervor. Das Plangebiet befindet sich in Köln-Volkhoven/Weiler und liegt südlich der landwirtschaftlichen Flä- chen (Flurstück 1266, Flur 46, Gemarkung Worringen), westlich der Mercatorstraße, nördlich der Me- rianstraße sowie östlich des Damiansweges. Im Flächennutzungsplan ist das Plangebiet im Wesentli- chen als Wohnbaufläche dargestellt. Ziel der Planung ist die Schaffung dringend benötigter Wohnbauflächen. Das städtebauliche Konzept sieht eine Zweiteilung des Gebietes vor. Im südlichen Abschnitt ist eine drei- bis fünfgeschossige Mehrfamilienhausbebauung (rund 245 Wohneinheiten) vorgesehen, im nördlichen Abschnitt entsteht eine Einfamilienhausbebauung mit zweigeschossigen Doppel- und Reihenhäusern (rund 125 Häu- ser). Nördlich der Einfamilienhausbebauung soll das Plangebiet durch eine Ortsrandeingrünung ab- geschlossen werden. Durch die Neuaufstellung eines Bebauungsplanes sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung des Vorhabens geschaffen werden. Städtebauliches Konzept Das städtebauliche Konzept sieht entsprechend der Vorgaben aus der Mehrfachbeauftragung eine Zweiteilung des Gebietes vor. Im südlichen Teil ist eine Mehrfamilienhausbebauung vorgesehen, im nördlichen Abschnitt entsteht eine Einfamilienhausbebauung mit unterschiedlichen Haustypen. Der Anteil an der Bruttogrundfläche liegt für beide Abschnitte bei rund 50%. Im Norden wird das Gebiet durch einen Grünstreifen als Ortsrandeingrünung gefasst. Eine begrünte Freiraumachse durchläuft das Gebiet in nord-südlicher Richtung. Eine viergruppige Kita ist am Damiansweg unmittelbar gegen- über dem Georgshof vorgesehen. In Bezug auf die städtebauliche Struktur werden die hofartigen Anordnungen der Wohngebäude west- lich des Plangebietes aufgegriffen. Die Errichtung der Mehrfamilienhäuser erfolgt zumeist in dreiseitig geschlossenen drei- bis fünfgeschossigen Blöcken, die aus mehreren 3- bzw. 4-Spännern gebildet werden. Diese bilden Richtung Süden einen klaren Abschluss des Baugebietes und eine Abschir- mung gegen die von der Merianstraße ausgehende Lärmeinwirkung. Die offene Seite der Blöcke ist jeweils zum Endpunkt der zentralen Freiraumachse ausgerichtet. Die Einfamilienhäuser in Form von Doppel- und Reihenhäusern werden zu Hofstrukturen zusammen- gefasst, von denen jeweils eine Seite an die Freiraumachse grenzt. Als städtebauliche Besonderheit entstehen auf diese Weise verkehrsfreie grüne Räume mit Hauseingängen. Als prägendes städtebauliches Element verbindet und erschließt die zentrale Freiraumachse die ein- zelnen Wohnblöcke und -höfe und schafft eine abwechslungsreiche Spiel- und Freizeitlandschaft mit Spielangeboten für unterschiedliche Generationen. Mit Ausnahme einer notwendigen Querung für die Zufahrt in das Plangebiet wird die Freiraumachse vollständig vom Pkw-Verkehr freigehalten. Die Innenhöfe der Geschosswohnungsbauten werden durch erdgeschossbezogene Mietergärten und Kleinkinderspielflächen gestaltet. Die zu Hofstrukturen zusammengefassten Einfamilienhäuser haben 4 in der Mitte einen Gemeinschaftsplatz mit schmalen Erschließungswegen entlang der Hausgärten. Der Damiansweg wird im Rahmen der Umsetzung des Vorhabens ertüchtigt und erhält eine optisch klare Gliederung von Fahrbahn, Parkstreifen und Gehwegen. Am Kreuzungsbereich Merianstraße/ Deliastraße/ Damiansweg wird ein Kreisverkehr mit 30 m Radius errichtet. Dieser ersetzt die bisher an dieser Stelle geltende abknickende Vorfahrt. Der nördliche Abschluss des Damianswegs mündet in einer Wendeanlage. Die Andienung der im westlichen Bereich des Plangebietes gelegenen Gebäude erfolgt zum Teil di- rekt über den Damiansweg. Vom Damiansweg aus bestehen zwei West-Ost-Erschließungsstraßen in das Plangebiet, hiervon eine im Bereich des bestehenden Pleißesteiges. Im östlichen Teil entsteht eine parallel zur Mercatorstraße verlaufende Erschließungsstraße. Den südlichen Abschluss dieser Straße bildet ein Wendekreis. Diese verkehrlichen Anlagen werden als verkehrsberuhigte, öffentliche Mischverkehrsflächen ausgebildet. Hinzu kommen mehrere vom Damiansweg sowie der östlichen Erschließungsstraße ausgehende kurze private Stichstraßen. Alle Erschließungsflächen stehen uneingeschränkt für Fußgänger und Radfahrer zur Verfügung. Zusätzlich ermöglicht die zentrale Freiraumachse die Durchwegung für den nicht motorisierten Verkehr. Für Feuerwehr- und Müllfahrzeuge werden weitere Querungsmöglichkei- ten innerhalb der Freiraumachse geschaffen, um die notwendige Größe der Wendeanlage reduzieren zu können. Für den Geschosswohnungsbau ist eine gemeinsame Tiefgarage geplant, die über eine zentrale Zu- fahrt erschlossen wird und auf kurzem Weg an den Damiansweg angebunden ist. Für die Doppel- und Reihenhausbebauung werden Stellplätze jeweils auf dem Grundstück oder in kurzer Entfernung angeordnet. Öffentliche Parkplätze werden im Straßenraum geschaffen. Gemäß den Vorgaben aus dem Kooperativen Baulandmodell werden 30 % der Geschossfläche für geförderten Wohnungsbau vorgesehen. Der geförderte Wohnungsbau wird in den Mehrfamilienhäu- sern realisiert. Verfahrensverlauf Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner Sitzung am 09.11.2017 die Aufstellung des Bebau- ungsplanes – Arbeitstitel: Damiansweg in Köln - Volkhoven/ Weiler – beschlossen. Die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange nach § 4 Absatz 1 BauGB hat in der Zeit vom 22.08. bis 25.09.2017 stattgefunden. Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 3 Absatz 1 BauGB erfolgte im Rahmen einer Abend- veranstaltung am 14.03.2018. Schriftliche Stellungnahmen konnten bis zum 23.03.2018 eingereicht werden. Es sind 22 Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit in der Zeit vom 15.03.2018 bis zum 23.03.2018 sowie eine fristverspätete Stellungnahme nach dem 23.03.2018 eingegangen. Daraufhin beauftragte der Stadtentwicklungsausschuss mit seinem Beschluss vom 20.09.2018 die Verwaltung, auf der Grundlage des städtebaulichen Planungskonzeptes einen Bebauungsplan- Entwurf auszuarbeiten. Die Ergebnisse der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 3 Absatz 1 Baugesetzbuch (BauGB) sind dabei gemäß der Stellungnahme der Verwaltung berücksichtigt wor- den. Die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange nach § 4 Absatz 2 BauGB erfolgte in der Zeit vom 02.01.2019 bis 04.02.2019 einschließlich. Die öffentliche Auslegung gemäß § 3 Absatz 2 BauGB des Bebauungsplanentwurfs mit gestalteri- schen Festsetzungen wurde im Amtsblatt der Stadt Köln bekannt gemacht. Die Offenlage erfolgte in der Zeit vom 04.06.2020 bis 17.074.2020 einschließlich. Im Zeitraum ist eine Stellungnahme aus der Öffentlichkeit eingegangen. 5 Der Bebauungsplan kann nun als Satzung beschlossen werden. Anlagen Anlage 1 Plangeltungsbereich Anlage 2 Niederschrift über die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zum städtebaulichen Pla- nungskonzept Anlage 3 Stellungnahmen aus der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit nach § 3 Abs. 1 BauGB Anlage 4 Stellungnahmen aus den Beteiligungen der Träger öffentlicher Belange nach § 4 Abs. 2 BauGB Anlage 5 Stellungnahmen aus der Beteiligung der Öffentlichkeit nach § 3 Abs. 2 BauGB Anlage 6 Begründung nach § 9 Abs. 8 BauGB Anlage 7 Textliche Festsetzungen Anlage 8 Ausschnitt Bebauungsplan-Entwurf (Blatt 1) Anlage 9 Ausschnitt Bebauungsplan-Entwurf (Blatt 2)
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (24)
- Blockstraße
- Merianstraße 45
- Deliastraße 19
- Mercatorstraße
- Elbeallee
- Keimesstraße
- Lindenallee
- Schneebergstraße 63
- Wezelostraße
- Damiansweg 47
- Fühlinger Weg
- Willy-Brandt-Platz 2
- Pleißesteig
- Mörterweg
- Pariser Platz 1
- Weilerweg
- Weichselring
- Gertrud-Bollenrath-Weg 1
- Graf-Geßler-Straße 5
- Straße des 17. Juni 4
- Roncalliplatz 4
- Kirchweg 337
- Straße 5
- Markt
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Details
- Aktenzeichen
- 3035/2020
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 23.02.2021
- Erstellt
- 16.10.2020 08:09