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2088/2024

Beschluss des Räumlichen Entwicklungskonzepts für das LiebigQuartier

Beschlussvorlage Ausschuss 11.11.2024

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Nächste Beratung: Stadtentwicklungsausschuss, Sitzung am 07.11.2024, TOP 5.2

Anlage 3, Auszug BV 5 Nippes 19.09.2024

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Anlage 1 Endbericht Räumliches Entwicklungskonzept LiebigQuartier

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Beschlussvorlage Ausschuss

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Anlage 2 Räumliches Entwicklungskonzept LiebigQuartier (Plan)

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Anlage 1.1 Endbericht Räumliches Entwicklungskonzept LiebigQuartier - höhere Auflösung

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Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

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Anlage 4, Auszug BV 4 (Ehrenfeld) 04.11.2024

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Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung

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Ansehen

Anlage 3, Auszug BV 5 Nippes 19.09.2024

4235 Zeichen

Geschäftsführung  
Bezirksvertretung 5 (Nippes) 
Herr Rupsch 
Telefon:  (0221) 221-95313 
Fax:   (0221) 221-95447 
E-Mail:  guido.rupsch@stadt-koeln.de 
Datum: 20.09.2024 
Auszug 
aus dem Entwurf der Niederschrift der 30. Sitzung der 
Bezirksvertretung Nippes  vom 19.09.2024  
öffentlich 
9.2.7 Beschluss des Räumlichen Entwicklungskonzepts für das LiebigQuar-
tier 
2088/2024 
 
Herr Spieß begründet den schriftlich vorgelegten Ergänzungsantrag der Grünen und 
führt insbesondere aus, dass nicht das Entwicklungskonzept in Frage gestellt werde. 
Ziel sei es, die zivilgesellschaftlichen Akteure zu fördern.  
 
Herr Müller favorisiert gleichlautende Beschlüsse der Bezirksvertretungen Ehrenfeld 
und Nippes. Ansonsten befürchte er, dass sich der Stadtentwicklungsausschuss aus 
beiden Beschlüssen nur das übernehme, was ihm zusage. Er möchte daher heute kei-
nen Beschluss fassen, sondern die Vorlage vertagen. 
 
Herr Urmetzer sieht die Notwendigkeit von gleichen Beschlüssen nicht. Er favorisiert 
eine Beschlussfassung, damit die BV Ehrenfeld diesen zur Sitzung vorliegen habe. 
 
Für Herrn Dr. Ertin ist das Konzept aus städtebaulicher Sicht gesehen enttäuschend. 
Es brauche unbedingt eine bessere Anbindung an den ÖPNV, die nächste Stadtbahn-
haltestelle sei mindestens einen Kilometer entfernt. 
 
Herr Müller beantragt, die Vorlage zu vertagen und pocht vehement auf die Einhaltung 
langjähriger Gepflogenheiten. 
 
Herr Urmetzer hält dem entgegen, dass die Meinungsbildung in der Mehrheit der BV 
abgeschlossen sei. Zudem weist er darauf hin, dass der Stadtentwicklungsausschuss 
du die BV Nippes am 07.11.2024 zeitgleich tagen. Er befürchtet, dass die Anregungen 
der BV Nippes dort nicht berücksichtigt werden, wenn sie telefonisch zur Sitzung über-
mittelt werden. 
 
Der Antrag auf Vertagen wird bei Enthaltung der Linke mehrheitlich gegen die Stim-
men von SPD, CDU und AfD angelehnt. Herr Dr. Ertin hat an der Abstimmung nicht 
teilgenommen.

I. Abstimmung über den Ergänzungsantrag der Grünen 
 
Beschluss: 
 
Die Verwaltung wird gebeten, bei der Umsetzung des Räumlichen Entwicklungskon-
zepts für das Liebigquartier eine Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Akteuren (z.B. 
Bilderstöckchen Konferenz, KLuG e.V., ESV Olympia, Odonien, örtliche Geschäfts-
leute, soziale Träger u.v.a.m.) und  - wie beschlossen (AN/0357/2024)  https://ratsin-
formation.stadt-koeln.de/vo0053.asp?__kvonr=120367 - den Bezirksvertretungen Eh-
renfeld und Nippes einzugehen. 
 
Insbesondere die dort aufgebrachten Ideen (z.B. Einrichtung eines Runden Tisches, 
zusätzliche Flächen für Freizeit & Kultur, Erlass  von Satzungen - das kommunale 
Vorkaufsrecht bleibt davon unbenommen -) sollen wohlwollend geprüft und ggf. umge-
setzt werden. 
 
Abstimmungsergebnis: 
 
Mehrheitlich gegen die Stimmen der SPD, CDU und AfD beschlossen. 
 
II. Abstimmung über die so geänderte Verwaltungsvorlage 
Beschluss: 
Der Stadtentwicklungsausschuss 
1. nimmt das Räumliche Entwicklungskonzept für das LiebigQuartier zur Kenntnis; 
2. beschließt das Räumliche Entwicklungskonzept LiebigQuartier (Anlage 1) als 
Grundlage für weitere Entwicklungen innerhalb des Plangebietes; 
3. beauftragt die Verwaltung nächste Schritte zur Umsetzung der sieben Kernpro-
jekte zu erarbeiten und die Umsetzungsprozesse aktiv zu begleiten. 
4. beauftragt die Verwaltung, die Politik jährlich über den aktuellen Entwicklungs-
stand der sieben Kernprojekte zu informieren. 
5. Die Verwaltung wird gebeten, bei der Umsetzung des Räumlichen Entwick-
lungskonzepts für das Liebigquartier eine Kooperation mit zivilgesellschaftli-
chen Akteuren (z.B. Bilderstöckchen Konferenz, KLuG e.V., ESV Olympia, O-
donien, örtliche Geschäftsleute, soziale Träger u.v.a.m.) und  - wie beschlossen 
(AN/0357/2024)  https://ratsinformation.stadt-
koeln.de/vo0053.asp?__kvonr=120367 - den Bezirksvertretungen Ehrenfeld 
und Nippes einzugehen.  
Insbesondere die dort aufgebrachten Ideen (z.B. Einrichtung eines Runden Ti-
sches, zusätzliche Flächen für Freizeit & Kultur, Erlass  von Satzungen - das 
kommunale Vorkaufsrecht bleibt davon unbenommen -) sollen wohlwollend ge-
prüft und ggf. umgesetzt werden. 
 
Abstimmungsergebnis: 
 
Mehrheitlich gegen die Stimmen der SPD beschlossen.

Anlage 1 Endbericht Räumliches Entwicklungskonzept LiebigQuartier

93158 Zeichen

Räumliches 
Entwicklungskonzept
LiebigQuartier

VORWORT
00

3
Sehr geehrte Leser*innen,
als Dezernent für Stadtentwicklung, Wirt-
schaft, Digitalisierung und Regionales freue 
ich mich, Ihnen den Endbericht zum Räum-
lichen Entwicklungskonzept (REK) für das 
LiebigQuartier präsentieren zu dürfen. Wir 
wollen dieses vielfältige Quartier, das Nippes 
und Ehrenfeld miteinander verbindet, noch 
lebenswerter machen. Für dieses Vorha-
ben könnte der Zeitpunkt kaum besser sein: 
Durch die Schließung des Molkereibetriebs 
FrieslandCampina eröffnen sich viele neue 
Möglichkeiten. Die Chancen liegen vor allem 
in der Entwicklung der Potenzialflächen, der 
Schaffung von neuen Grün- und Wegeverbin-
dungen, der Aufwertung von Quartiersein-
gängen und der Umgestaltung von Verkehrs-
flächen.
Das Ihnen vorliegende REK ist das Ergeb-
nis eines intensiven Bearbeitungsprozesses 
durch das Amt für Stadtentwicklung und Sta-
tistik, an dem eine Vielzahl von Akteur*in-
nen aus dem Plangebiet beteiligt waren: 
Projektentwickler*innen, Grundstückseigen-
tümer*innen, Vertreter*innen des Einzel-
handels und der ansässigen Betriebe, Woh-
nungsbauunternehmen, Vertreter*innen der 
soziokulturellen Szene vor Ort, Vereine und 
Akteur*innen, die sich bürgerschaftlich enga-
gieren sowie die interessierte Öffentlichkeit 
haben aktiv mitgewirkt, um nachhaltige und 
identitätsstiftende Lösungen für die Zukunft  
des LiebigQuartiers zu erarbeiten.
Das LiebigQuartier erstreckt sich über eine 
Fläche von etwa 130 Hektar in den Stadt-
bezirken Ehrenfeld und Nippes und weist 
eine heterogene Nutzungsstruktur auf. Es 
ist geprägt durch eine Vielzahl an Gemenge-
lagen, die an einigen Stellen zu Nutzungs-
konflikten zwischen Wohnen und Gewerbe 
führen. Aufgrund des großen Entwicklungs-
potenzials und andauernder Transforma-
tionsprozesse im Gebiet soll das REK - dem 
politischen Auftrag (AN/0985/2018) folgend 
- dazu beitragen, die zukünftige Entwicklung 
des LiebigQuartiers zu steuern.
Aufbauend auf der Stadtstrategie "Kölner 
Perspektiven 2030+" haben wir die Ziele für 
die räumliche Entwicklung des LiebigQuar -
tiers im Laufe des Prozesses weiter konkreti-
siert. Wir wollen mit dem REK dazu beitragen, 
T. Frohn/Stadt Köln

4
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN  
Ihr 
Andree Haack 
Beigeordneter für Stadtentwicklung, Wirtschaft, 
Digitalisierung und Regionales der Stadt Köln
Köln, August 2024
die vorhandenen innerstädtischen Gewerbe-
flächen und -potenziale im LiebigQuartier 
zu sichern und weiterzuentwickeln, um die 
vorhandenen Arbeitsplätze zu erhalten und 
zusätzliche zu generieren. Gleichzeitig ist uns 
wichtig bezahlbaren Wohnraum zu sichern 
und neu zu schaffen. Darüber hinaus soll das 
LiebigQuartier Raum für Sport, Freizeit und 
Kultur bieten. So kann der heutige Nutzungs-
mix weiter gestärkt werden. Es muss uns 
aber auch gelingen, mögliche Konflikte und 
Konkurrenzsituationen hinsichtlich der Flä-
chennutzung zu minimieren. Dabei setzen wir 
auf innovative Lösungen, die zu einer nach-
haltigen und klimaangepassten Entwicklung 
des LiebigQuartiers mit erhöhter Lebensqua-
lität führen. 
Es ist nun von entscheidender Bedeutung, 
dass wir auf Basis des vorliegenden Entwick -
lungskonzepts ins konkrete Handeln kom-
men. Hierzu wollen wir sieben Kernprojekte 
anstoßen, um das LiebigQuartier zu einem 
zukunftsweisenden, attraktiven und identi-
tätstragenden Wohn-, Arbeits-, und Freizeit-
standort weiterzuentwickeln. Die Neuge-
staltung der Liebigstraße ist eines, das die 
Stadt Köln selber umsetzen kann. Für ande-
re braucht es gute Partner, die wir als Stadt 
unterstützen werden. 
Ich wünsche Ihnen inspirierende Gedanken 
beim Lesen, damit wir gemeinsam ein lebens-
wertes und klimaneutrales Köln von Morgen 
und Übermorgen gestalten.

5

REICHER HAASE ASSOZIIERTE GMBH
Schäferstraße 33 | 44147 Dortmund
do@rha-planer.eu
Bearbeitung:
Dipl.-Ing. Holger Hoffschröer
Carsten Göhring M.Sc.
Till Müller-Haude M.Sc.
Greta Wienen B.Sc.
IMPRESSUM
Räumliches Entwicklungskonzept
LiebigQuartier Köln
Auftraggeberin
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
151-2 Räumliche Stadtentwicklungsplanung
Willy-Brandt-Platz 2 | 50679 Köln
Bearbeitung: 
Natascha Rohde
Lotte Drevermann
Maike Janßen
Kaja Rocks
Auftragnehmer*innen
STADTRAUMKONZEPT GmbH
Huckarder Straße 12 | 44147 Dortmund
Bearbeitung:
Dipl.-Ing Henrik Freudenau
Dipl.-Geograph Sebastian Siebert
Karen Bietmann B.Sc.
Stand August 2024
ARCHITEKTEN STADTPLANER ING ENIEURE
REICHER HAASE ASSOZIIERTE
RHA
Quelle Fotos und Planungen
Titelbild: Markus Schnabel, 2024
Wenn ansonsten nicht anders angegeben: Reicher Haase Assoziierte GmbH

Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung ��������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������� 8
1.1 Anlass und Zielsetzung ...........................................................................................................................................9
1.2 Arbeitsprozess ..................................................................................................................................................... 10
1.3 Beteiligung ........................................................................................................................................................... 12
2 Bestandsanalyse ������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������� 14
2.1 Räumliche Einordnung des Plangebiets ................................................................................................................15
2.2 Nutzungsstruktur ..................................................................................................................................................16
2.3 Städtebau ............................................................................................................................................................. 18
2.4 Verkehr und Mobilität ...........................................................................................................................................20
2.5 Freiraum ............................................................................................................................................................... 22
2.6 Klima .................................................................................................................................................................... 24
2.7 Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken ..........................................................................................................26
3 Szenarien �������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������� 28
3.1 Herleitung der Szenarien ......................................................................................................................................29
3.1.1 Entwicklungsziele .................................................................................................................................... 31
3.1.2 Entwicklungstrends ................................................................................................................................. 32
3.2 Szenario 1 - Lebendige Impulse............................................................................................................................34
3.3 Szenario 2 - Frische Impulse ................................................................................................................................36
3.4 Szenario 3 - Innovative Impulse ............................................................................................................................38
3.5 Bewertung der Szenarien .....................................................................................................................................40
4 Räumliches EntwIcklungskonzept ��������������������������������������������������������������������������������������������������������������42
4.1 Herleitung ............................................................................................................................................................ 43
4.2 Leitbild ................................................................................................................................................................. 45
4.3 Handlungsfelder ................................................................................................................................................... 48
4.4 Räumliches Entwicklungskonzept .........................................................................................................................58
4.5 Vertiefungsbereich Liebigstraße ...........................................................................................................................60
5 Handlungsempfehlungen und Kernprojekte ����������������������������������������������������������������������������������������������64

EINLEITUNG
01

EINLEITUNG
9
EINLEITUNG
1�1 ANLASS UND ZIELSETZUNG
Der Stadtraum entlang der Liebigstraße, zwi-
schen dem S-Bahn-Haltepunkt Köln-Nippes im 
Osten und der Grünanlage entlang der A 57 im 
Westen, in diesem Konzept als LiebigQuartier 
benannt, zeichnet sich durch vielfältige Funktio-
nen und Raumstrukturen aus. Hier finden sich 
durchgrünte Wohnsiedlungen ebenso wie groß-
flächige Gewerbe- und Produktionsstandorte. 
Vergangene Umbrüche haben Leerstände und 
Brachflächen hinterlassen, die Raum für neue 
Wohn- und Gewerbeentwicklungen bieten.
Die wertvolle Funktions- und Nutzungsvielfalt ist 
insgesamt zu schützen und weiterzuentwickeln, 
weist jedoch an einigen Stellen städtebauliche 
Mängel und unklare Raumstrukturen auf. 
Das LiebigQuartier steht vor der Herausforde-
rung, sich an die Auswirkungen des Klimawandels 
anzupassen, eine sichere und klimafreundliche 
Energieversorgung zu gewährleisten und moder -
ne Formen von Mobilität zu ermöglichen.
Insgesamt besteht in dem dazu erforderlichen 
Transformationsprozess die Chance, das Liebig-
Quartier zu einem lebenswerten Ort mit einem 
zeit- und standortgerechten Charakter zu entwi-
ckeln. Dazu ist unter Berücksichtigung der Gege-
benheiten vor Ort ein Konzept erforderlich, das 
eine zukunftsweisende Vision für das Plangebiet 
aufzeigt. Zentrales Ziel ist hierbei die Sicherung 
der gewerblich genutzten Flächen sowie deren 
transformative Übersetzung in einen verträglich 
gestalteten Stadtbaustein. So kann ein Quar -
tier entstehen, das der gegebenen Lagequalität 
gerecht wird. Das räumliche Entwicklungskon-
zept soll dazu dienen, das Profil des LiebigQuar -
tiers konzeptionell zu schärfen so dass zukünftige 
Entwicklungen sich hieran ausrichten können. 
Der Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Köln 
hatte die Verwaltung mit Beschluss vom 28. 
Juni 2018 (Städtebauliche Neuordnung für den 
Bereich Parkgürtel Süd und GE Schlachthof; 
AN/0985/2018) beauftragt, für das Quartier 
einen Entwicklungs- und Nutzungsplan aufzustel-
len, der jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht bear -
beitet werden konnte. Am 2. Juni 2022 wurde 
schließlich, wie von der Verwaltung vorgeschla-
gen, die Erarbeitung des nun vorliegenden Räum-
lichen Entwicklungskonzepts LiebigQuartier als 
informelles Planungsverfahren mit Beteiligungs-
möglichkeiten beschlossen (Weiteres Vorgehen 
zum Projekt Räumliches Entwicklungskonzept 
Liebigquartier; 4461/2021).

10
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
EINLEITUNG
1�2 ARBEITSPROZESS
Der Prozess zum Räumlichen Entwicklungskon-
zept wurde im Mai 2023 initiiert und gliederte sich 
in folgende Phasen: Entwicklung des Prozessde-
signs, Bestandsaufnahme und Analyse, Durchfüh-
rung des Dialogprozesses sowie Erarbeitung des 
Räumlichen Entwicklungskonzepts.
Die folgende Prozessgrafik ordnet die Arbeitspha-
sen inkl. Beteiligung zeitlich ein. Eine detaillierte 
Erläuterung findet im Fortlauf des Kapitels statt.
Prozessgrafik

EINLEITUNG
11
Die thematische Analyse des Plangebiets bilde-
te eine inhaltliche Grundlage, auf der im weite-
ren Arbeitsprozess drei Entwicklungsszenarien 
skizziert wurden, um mögliche Entwicklungspfa-
de – sowohl räumlich als auch programmatisch 
– aufzuzeigen. In einem Folgeschritt wurden die 
Szenarien genutzt, um eine zukunftsfähige Vision 
für das Quartier abzuleiten und damit ein Konzept 
für die räumliche Entwicklung zu formulieren. 
Abschließend wurde eine Vertiefung mit Blick auf 
eine zukünftige Weiterentwicklung der Liebigstra-
ße sowie eine Projekt- und Maßnahmenübersicht 
als Grundlage für die weitere Entwicklung erstellt.
Vorgehen der Konzeptentwicklung
Analyse
Stakeholder*innen- 
Gespräche
Potenzial- und Ziel- 
Workshop
Szenarien- 
Workshop
Lenkungskreis
Lenkungskreis
Projektgruppe
Projektgruppe
Online-
Beteiligung
Flächengerüst
Szenarien
III
II
I
Entwicklungsziele
Entwicklungstrends
RÄUMLICHES 
ENTWICKLUNGS- 
KONZEPT
Sondertermin Politik
Zukunftskonferenz
Im Prozess arbeiteten die beiden Planungsbü-
ros Reicher Haase Assoziierte GmbH und Stadt-
RaumKonzept GmbH eng mit der Stadt Köln, ins-
besondere dem Amt für Stadtentwicklung und 
Statistik, zusammen, um ein ganzheitliches und 
abgestimmtes Arbeitsergebnis zu gewährleisten.
Das Räumliche Entwicklungskonzept wird nach 
seiner Fertigstellung den Gremien der Stadt Köln 
zur politischen Beratung vorgelegt.

12
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
EINLEITUNG
1�3 BETEILIGUNG
Das vorliegende Räumliche Entwicklungskonzept 
wurde im intensiven Dialog mit den ansässigen 
Institutionen und Bewohner*innen erarbeitet. Die 
Beteiligung im Rahmen des Dialogprozesses glie-
derte sich in Formate der öffentlichen Beteiligung 
sowie der Beteiligung ausgewählter Akteur*in-
nen.
Die Beteiligung der breiten Öffentlichkeit erfolgte 
zunächst durch eine Online-Öffentlichkeitsbe-
teiligung über das städtische Beteiligungsportal 
meinungfuer.koeln zu Beginn des Planungspro-
zesses. Im Zeitraum vom 21. August bis zum 10. 
September 2023 hatten Interessierte die Gele-
genheit, ihre Hinweise zur gegenwärtigen Situa-
tion des LiebigQuartiers sowie Ideen und Anre-
gungen für eine Weiterentwicklung mitzuteilen 
und diese auch räumlich in einer Karte zu veror -
ten. Insgesamt wurden 277 Beiträge eingereicht 
und mit 156 Kommentaren versehen sowie mit 
1.172 Stimmen bewertet. Die Ergebnisse dieser 
Beteiligung wurden bei der Analyse berücksich-
tigt und nahmen im weiteren Prozess Einfluss 
auf das Räumliche Entwicklungskonzept. Sie sind 
zudem ausführlich in der Mitteilung an die Politik 
0093/2024 dokumentiert.
Die Beteiligung von Vertreter*innen ausgewählter 
Akteursgruppen fand im Rahmen von zwei Vor-
Ort-Workshops statt. Als erste Veranstaltung fand 
am 20. September 2023 im Gemeindehaus der 
Evangelischen Nathanael Kirchengemeinde Bil-
derstöckchen ein Potenzial- und Zielworkshop  
statt. Hierzu wurden maßgebliche Akteur*innen 
aus dem Planungsgebiet eingeladen, darunter 
Projektentwickler*innen, Grundstückseigentü-
mer*innen, Vertreter*innen des Einzelhandels 
und der ansässigen Betriebe, Wohnungsbauunter -
nehmen, Akteur*innen der soziokulturellen Szene 
vor Ort sowie weitere Vereine und Akteur*innen, 
die sich bürgerschaftlich engagieren. Gemeinsam 
wurden Potenziale des Quartiers erörtert, Ziele 
der weiteren Entwicklung formuliert, Bedarfe und 
Interessen ausgetauscht sowie Schwerpunktbe-
reiche möglicher Entwicklungen verortet.
Der zweite Workshop, zu dem der selbe Perso-
nenkreis, zuzüglich der beiden Bezirksbürger -
meister*innen eingeladen wurden, fand am 31. 
Januar 2024 in der Städtischen Katholischen 
Grundschule Osterather Straße statt. In diesem 
Szenarienworkshop wurden verschiedene Sze-
narien für die zukünftige Entwicklung des Quar -
tiers mit ihren spezifischen Vor- und Nachteilen, 
Chancen und Hemmnissen diskutiert.
Ein Bestandteil des Dialogprozesses waren darü-
ber hinaus acht Einzelgespräche mit ausgewähl-
ten Personen. Diese Stakeholdergespräche mit 
den Eigentümer*innen von Schlüsselgrundstü-
cken und Akteur*innen die sich bürgerschaftlich 
engagieren, waren gerade zu Beginn des Prozes-
ses von hoher Bedeutung für die Informations-
gewinnung, insbesondere zu den Flächen, die 
besondere Entwicklungspotenziale darstellen.
Während der Projektfinalisierung wurde eine 
Zukunftskonferenz als Präsenzveranstaltung 
durchgeführt. Bei der Veranstaltung am 20. März 
2024 wurde der Entwurf des Räumlichen Ent-
wicklungskonzepts präsentiert. Die über 100 
Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, Fragen zu 
stellen und Hinweise zu geben, die bei der Fina-
lisierung des Räumlichen Entwicklungskonzepts

EINLEITUNG
13
Potenzial- und Zielworkshop
Bodenplane des LiebigQuartiers
berücksichtigt wurden.
Im Zuge des Prozesses wurden die betroffenen 
Dezernate und Fachämter der Stadtverwaltung 
durch regelmäßige Lenkungskreis- und Pro-
jektgruppensitzungen einbezogen. Die Bezirks-
vertretungen Ehrenfeld und Nippes wurden frak -
tionsübergreifend in zwei Sonderterminen über 
die Zwischenergebnisse informiert.

BESTANDSANALYSE
02

BESTANDSANALYSE
15
BESTANDSANALYSE
2�1 RÄUMLICHE EINORDNUNG DES 
PLANGEBIETS
Das LiebigQuartier, nordwestlich der Kölner 
Innenstadt gelegen und an den Inneren Grüngür -
tel angrenzend, erstreckt sich über Teile von Neu-
ehrenfeld und Bilderstöckchen. Die Grenze zwi-
schen den Stadtbezirken Ehrenfeld und Nippes 
verläuft mitten durch das Gebiet. Die Liebigstra-
ße, die im Süden durch das Quartier verläuft, ver -
bindet diese Stadtbezirke miteinander. Die Gren-
zen des LiebigQuartiers sind klar definiert: Im 
Nordwesten bildet der stark frequentierte Park -
gürtel mit der Hochbahntrasse der Stadtbahnlinie 
13 die Begrenzung. Westlich erstreckt sich die 
Grünanlage entlang der Autobahn 57. Die südli-
Überörtliche Einordnung
che Grenze markieren die Innere Kanalstraße und 
die Sportanlage des ESV Olympia, während im 
Osten der Bahndamm als Begrenzung fungiert.
Auf rund 130 ha zeichnet sich das LiebigQuar -
tier durch einen besonders heterogenen Charak -
ter aus. Etwa 6.500 Menschen wohnen und ca. 
4.300 Beschäftigte arbeiten dort (Stand 2022).
Das LiebigQuartier ist umgeben von zwei städ-
tischen Freiräumen: dem Blücherpark im Nor -
den und dem Inneren Grüngürtel im Süden, die 
als zentrale Elemente des gesamtstädtischen 
Grünsystems fungieren. Die Lage des Quartiers 
gewährleistet eine effiziente Anbindung an den 
öffentlichen Personennahverkehr. Anknüpfungs-
punkte sind dabei die S-Bahn-Haltepunkte Geld-
ernstraße/Parkgürtel sowie Köln-Nippes.
Örtliche Einordnung

16
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
BESTANDSANALYSE
stätten, sowie Vereine wie das Begegnungs- und 
Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V. 
(BFMF) oder die Griechische Gemeinde Köln e.V., 
die einen wichtigen Beitrag zum soziokulturellen 
Gefüge im Quartier leisten. Im Liebig257 gibt es 
ein Viertelswohnzimmer, ein Quartiersbüro sowie 
eine Werkstatt, die durch den KLuG e.V. betrie-
ben werden. Zudem befindet sich die etablier -
te Kultur- und Veranstaltungsfläche Odonien im 
Quartier.
Weitläufige Gewerbeflächen, darunter Unter -
nehmen wie DHL und RheinEnergie, prägen und 
begrenzen durch nicht öffentlich passierbare 
Grundstücke das Quartier. Die weiteren gewerb-
lichen Nutzungen sind äußerst vielfältig und 
zeigen sich durch kleinteilige KFZ-Werkstätten, 
Lebensmittelgroßhändler, Einzelhandelsflächen 
oder Laufhäuser, in südlicher Randlage des Plan-
gebiets.
Aufgrund der vorliegenden Nutzungsvielfalt und 
äußerst heterogenen Mischung können an den 
Übergängen zwischen den unterschiedlichen Nut-
zungen, Konflikte durch bspw. Lärmemissionen 
oder verschiedenen Infrastrukturansprüchen, 
auftreten.
2�2 NUTZUNGSSTRUKTUR
Das LiebigQuartier zeichnet sich durch eine 
heterogene Nutzungsstruktur aus, die die unter -
schiedlichen Facetten des städtischen Lebens 
widerspiegelt. Hier treffen kleinteilige, durch-
grünte Wohnnutzungen auf großflächige Gewer -
bestrukturen. Vereinzelte Grünflächen und Auf-
enthaltsflächen sind im Quartier vorhanden, 
dennoch dominieren vor allem der ruhende Ver -
kehr und versiegelte Straßenräume in weiten Tei-
len das Gebiet.
Es bestehen Gebietslagen, die eine höhere Nut-
zungsmischung aufweisen, in der Wohnnutzun-
gen und kleinteilige Dienstleistungsangebote 
zusammenkommen. Raumprägend sind unter 
anderem die gewerbliche Nutzung des Schlacht-
hofareals und die gegenüberliegende, noch in der 
Entwicklung befindende Wohnentwicklung. Über -
gehend in östlicher Richtung treten vermehrt 
Wohnutzungen auf, welche sich bis zum Parkgür -
tel fortsetzen. Die soziale Infrastruktur ist über 
das Quartier verstreut und umfasst verschiedene 
Einrichtungen. Dazu zählen unter anderem die 
evangelische Nathanael Kirchengemeinde, die 
Grundschule Osterather Straße, Kindertages-
kleinteilige Mischnutzungen, Liebigstraße Ehemaliger Molkereistandort, Geldernstraße

BESTANDSANALYSE
17
Analyse Nutzungsstruktur

18
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
BESTANDSANALYSE
2�3 STÄDTEBAU
Der Städtebau des Quartiers präsentiert sich, 
simultan zur Nutzungsstruktur, entsprechend 
hetergogen. Es besteht eine Mischung aus großen 
Hallentypologien und Sonderbausteinen, klein-
teiligen Wohnbebauungen, begrünten Siedlungs-
trukturen in Zeilenbauweise aber auch modernen 
Bebauungen jüngeren Datums. Unterschiedliche 
Maßstäbe und Körnungen treffen im LiebigQuar -
tier aufeinander.
Das Quartier wird von Barrieren umschlossen.  
Dazu zählen die Bahngleise im Osten und Süden, 
sowie die stark befahrene Innere Kanalstraße im 
Süden, die A57 im Westen und dem Parkgürtel 
und der Stadtbahntrasse im Norden. Aufgrund 
dieser Barrieren gibt es nur wenige direkte Wege-
verbindungen zu den umliegenden Frei- und Erho-
lungsräumen und Anschlussmöglichkeiten an die 
benachbarten Stadtteile.
Die Liebigstraße fungiert als direkte städtische 
Verbindungsachse zwischen den Stadtteilen Nip-
pes und Neuehrenfeld und formuliert somit zwei 
wichtige Eingangssituationen ins Quartier. Aller -
dings mangelt es insbesondere auf der Liebig-
straße in Höhe des ehemaligen Schlachthofareals 
grundlegend an einer Fassung des öffentlichen 
Raumes. Lediglich die Geldernstraße zeigt durch 
ihre größtenteils gefassten Raumkanten und die 
alleeartige Straßenbegrünung eine klare räumli-
che Ordnung auf.
Im Quartier ist der öffentliche Raum größtenteils 
funktional gestaltet und weist geringe Aufent-
haltsqualitäten auf. Strukturen, die den Liefer -
verkehr und den motorisierten Individualverkehr  
(MIV) priorisieren, dominieren den öffentlichen 
Raum. 
Ein hoher Grad an versiegelten Flächen im Quar -
tier bietet Potenzial für Veränderungen und eine 
Neugestaltung im Sinne einer verbesserten 
Lebensqualität, klimagerechten Stadtgestal-
tung und effizienteren Nutzung des öffentlichen 
Raums.
LiebigstraßeStädtebauliche Brüche Escherstraße

BESTANDSANALYSE
19

20
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
BESTANDSANALYSE
2�4 VERKEHR UND MOBILITÄT
Für den MIV ist das LiebigQuartier größtenteils 
gut erschlossen. Auch die Einzugsradien der 
ÖPNV-Haltepunkte decken das Quartier fast voll-
ständig ab. Lediglich im südlichen Bereich, zwi-
schen der Straße Am Gleisdreieck und Innerer 
Kanalstraße, ist eine Unterversorgung festzustel-
len. Für das Fuß- und Radverkehrsnetz besteht, 
aufgrund von Lücken und geringer Bestandsqua-
lität, eine Notwendigkeit dieses auszubauen und 
zu qualifizieren.
Das Quartier ist durch zwei S-Bahnhöfe (Geldern-
straße/Parkgürtel und Köln-Nippes) sowie zwei 
Haltestellen der Stadtbahn (Escher Straße und 
Geldernstraße/Parkgürtel) an das SPNV-Netz 
angeschlossen. Fußläufig zu erreichende Bushal-
testellen befinden sich im Quartier an der Liebig- 
und der Geldernstraße. 
Radwege entlang der Liebig-, Escher- und Geld-
ernstraße sind in Teilen vorhanden, doch insge-
samt in mangelnder Gestalt aufgrund von unüber -
sichtlichen und unsicheren Wegeführungen. Dies 
betrifft vor allem Kreuzungsbereiche und Quar -
tierseingänge. Auf allen anderen Straßen wird der 
Radverkehr im Mischverkehr geführt.
Die Haupterschließung für den MIV verläuft über 
den Parkgürtel, die Innere Kanalstraße und die 
Liebigstraße, wobei der nah gelegene Anschluss 
an die A57 eine Verbindung zum überörtlichen 
Verkehrsnetz ermöglicht. Innerhalb des Quartiers 
sind neben der Liebigstraße die Escherstraße, 
die Geldernstraße und die Hornstraße wichti-
ge Erschließungsachsen, insbesondere für den 
Logistikverkehr. Vor allem die Innere Kanalstra-
ße, die Hornstraße und die Escher Straße weisen 
bereits ein hohes Verkehrsaufkommen auf, wes-
halb bei baulichen Entwicklungen die damit ein-
hergehenden veränderten Verkehrsbelastungen 
in jedem Fall geprüft werden müssten.
Prägend für das Gebiet sind großflächige priva-
te Parkierungsanlagen, die nicht gebündelt und 
größtenteils ebenerdig verortet sind. Südlich des 
S-Bahnhofs Köln-Nippes befindet sich eine P+R-
Anlage. 
Die fußläufige Durchwegung wird durch eine auto-
fokussierte Gestaltung der Erschließungsstraßen 
als untergeordnet eingestuft. Dem Quartier fehlt 
es an Anknüpfungsstellen für den Fuß- und Rad-
verkehr, um die außenliegenden Barrieren zu 
überwinden.
ÖPNV-Knotenpunkt an der Liebigstraße/Quartierseingang 
S-Bahnhof Köln-Nippes
Quartierseingang Liebigstraße aus Richtung Neuehrenfeld

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2�5 FREIRAUM
Der Freiraum im Plangebiet beschränkt sich auf 
wenige Abschnitte, die stärker begrünte Bereiche 
aufweisen. Diese liegen größtenteils in den Rand-
bereichen des Quartiers. Abgesehen vom Geld-
ernpark und dem westlichen Bereich des Quar -
tiers, sind keine zusammenhängenden, qualitativ 
hochwertigen Grünstrukturen vorhanden. Die 
Autobahndeckelung zwischen Wöhler Straße und 
den Bahngleisen nimmt die nördlich angrenzen-
den Grünstrukturen auf und bietet zudem Sport- 
und Spielflächen.
Isolierte Baumstandorte oder halböffentliche und 
private Gärten in Wohnlagen sind in Teilbereichen 
vorhanden und liefern einen wichtigen Beitrag für 
das Mikroklima. Sie sind jedoch nicht als öffent-
lich zugängliche Frei- und Erholungsflächen nutz-
bar. Als weitere Grünfläche ist die Kleingarten-
fläche nördlich angrenzend an die Grundschule 
Osterather Straße zu nennen. 
Der Geldernpark wird als bedeutender Park für 
das südliche Bilderstöckchen angesehen. Er bie-
tet weitere Sport- und Spielmöglichkeiten. Einen 
starken Kontrast hierzu bilden die Verkehrs- und 
Parkplatzflächen, welche fast flächendeckend 
das Quartier prägen und insgesamt einen hohen 
Versiegelungsgrad erzeugen. 
Eine Teilentsiegelung und Neubegrünung bietet 
die Chance, das Risiko von ungünstigen klimati-
schen Bedingungen im Gebiet zu mindern und die 
Aufenthaltsqualität zu verbessern.
Ein hohes Potenzial für das Quartier und die 
umliegenden Gebiete besteht in der Vervollstän-
digung der Verbindung zwischen dem Blücher -
park im Norden und dem Inneren Grüngürtel im 
Süden des Plangebiets, um bestehende lokale 
Grünräume sowie hochwertige Erholungsräume 
zu verbinden. 
Die Entsiegelung, die Integration von Grünstruk -
turen unter Berücksichtigung des Baumbestands 
sowie die Stärkung der Grünanbindung sind als 
wichtige Entwicklungspotenziale herauszustellen.
Geldernpark Basketballplatz auf dem Autobahndeckel

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2�6 KLIMA
Eine integrierte Betrachtung der hitzebelaste-
ten Siedlungsflächen zeigt, dass verglichen mit 
den umliegenden Stadtteilen, das LiebigQuartier 
weniger Hitzebelastung aufweist. Dennoch ist die 
Hitzebelastung in großen Teilen hoch und teilwei-
se sogar sehr hoch. Dies wird bedingt durch groß-
flächig versiegelte Flächen wie bspw. auf dem 
Schlachthofareal und den ehemaligen Mobau- 
und Molkereiflächen. 
Fehlende Straßenbegrünungen oder Verschat-
tungsmöglichkeiten verstärken diesen Effekt.
Angesichts der prognostizierten Zunahme von 
Extremwetterereignissen und erhöhter Hitzebe-
lastung empfiehlt es sich, Klimaanpassungsmaß-
nahmen grundlegend in die Planung zu integrie-
ren. 
Die Eignung von Dachflächen für Begrünungs-
maßnahmen wird ebenfalls in der Analysekarte 
abgebildet. Besonders groß ist das Potenzial auf 
Gebäuden mit großen Flachdächern. Dazu zählen 
vor allem Gebäude des RheinEnergie-Geländes, 
der ehemaligen Molkerei, dem Schlachthofareal 
sowie auf Gebäuden im Bereich zwischen der 
Straße Am Gleisdreieck und der Inneren Kanal-
straße.
Der thermischen Belastung des Siedlungsraums 
steht die thermische Ausgleichsfunktion des 
Freiraums gegenüber. Die Analysekarte hebt die 
Bedeutung siedlungsnaher Grünstrukturen wie 
die des Blücherparks und des Inneren Grüngür -
tels für das Stadtklima hervor. Diese fungieren 
auch als wichtige Kaltluftentstehungsgebiete und 
tragen zur umliegenden Kühlung bei.
Neben der thermischen Belastung spielt auch 
die Starkregenbelastung für die Klimaanpassung 
eine große Rolle. Überflutungsbelastete Bereiche 
im Quartier konzentrieren sich vor allem entlang 
zentraler Verkehrsachsen wie dem Tunnel der 
A57-Überdeckelung und dem Knotenpunkt Horn-
straße/Innere Kanalstraße sowie entlang der 
Escher- und Geldernstraße. Bei potenziellen Ent-
wicklungen vom Molkerei- und Schlachthofareal 
sind auch die überflutungssensiblen Flächen zu 
berücksichtigen.
Südlicher Ausläufer des Blücherparks an der A57Eingangsbereich zum Schlachthofareal, Liebigstraße

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2�7 STÄRKEN, SCHWÄCHEN, CHANCEN 
UND RISIKEN
Die Untersuchung des LiebigQuartiers unter den 
Gesichtspunkten von Nutzung, Städtebau, Mobili-
tät und Freiraum hat vielfältige Erkenntnisse über 
die Potenziale, Risiken, Stärken und Schwächen 
erbracht. Die vielseitige Nutzung und Bebauung 
des Quartiers mit Wohn- und Gewerbeflächen 
erstreckt sich über das gesamte Planungsgebiet. 
Hierbei sind insbesondere an den Übergängen 
zwischen Wohn- und Gewerbenutzungen Nut-
zungskonflikte erkennbar.
Eine Schwäche des LiebigQuartiers ist die Viel-
zahl von Barrieren, zu denen Bahngleise, nicht 
begehbare Gewerbegebiete, die Innere Kanalstra-
ße und die A57 zählen. Diese Barrieren begren-
zen die Bewegung innerhalb des Quartiers und 
die Verbindung mit den angrenzenden Bereichen. 
Dadurch existieren in Teilen weitestgehend iso-
lierte Bereiche wie der umschlossene Bereich 
zwischen Innerer Kanalstraße und der Straße Am 
Gleisdreieck. 
Eine weitere Schwäche des LiebigQuartiers ist die 
starke Versiegelung von Flächen, die im Sommer 
zu erhöhter Hitze und bei Starkregen zu Überflu-
tungen führen kann.
Das Fuß- und Radwegenetz erscheint an einigen 
Stellen vernachlässigt aufgrund von unübersicht-
lichen Querungsmöglichkeiten oder schmalen 
und unvollständigen Fahrradwegen. 
Die fehlende Gestaltung des Stadtgrüns entlang 
der Straßen, insbesondere entlang der Liebigstra-
ße, sowie die begrenzten Wegeverbindungen zu 
nahegelegenen Grünflächen werden ebenfalls als 
Defizite wahrgenommen. 
Neben diesen Herausforderungen verfügt das 
LiebigQuartier auch über Stärken. Dazu zählen 
vor allem die Nähe zu hochwertigen Grünflächen, 
eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahver -
kehr und der Bestand begrünter Wohngebiete im 
nördlichen Bereich des Plangebietes. Zusätzlich 
ermöglicht die integrierte Lage eine vielfältige 
Nutzung des Quartiers, da die Liebigstraße eine 
wichtige Verbindungsachse zwischen den Stadt-
teilen Ehrenfeld und Nippes ist. Sie besitzt das 
Potenzial für die anliegenden Grundstücke, eine 
eigene Adresse zu formulieren.
Darüber hinaus bestehen auch Risiken, die zu 
reduzieren sind. Dazu zählen Lärmemissionen an 
den Übergangsbereichen zur bestehenden Wohn-
bebauung sowie die potenzielle Verdrängung von 
Gewerbe durch heranrückende neue Wohnbebau-
ung. Um diese Nutzungskonflikte und städtebauli-
chen Umbrüche zu minimieren, sind Maßnahmen 
zur Reduzierung der Risiken notwendig.
Chancen liegen vor allem in der Entwicklung der 
Potenzialflächen, der Schaffung von neuen Wege-
verbindungen sowie der qualitativen Aufwertung 
der vorhandenen Verbindungen, der Aufwertung 
von Quartierseingängen und der Umgestaltung 
von Verkehrs- und Brachflächen. Eine flexible 
Nutzungsmischung, die Förderung der Nahmo-
bilität und die Integration emissionsarmer und 
klimatisch angepasster Planungen können die 
Zukunft des Quartiers positiv beeinflussen.

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SZENARIEN
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SZENARIEN
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SZENARIEN
3�1 HERLEITUNG DER SZENARIEN
Basierend auf der Analyse, den Hinweisen und 
Anregungen der Bürger*innen aus der Online-
Öffentlichkeitsbeteiligung, Gesprächen mit Sta-
keholder*innen aus dem Gebiet, Hinweisen 
verschiedener Fachdienststellen innerhalb der 
Verwaltung sowie einem Potenzial- und Zielwork -
shop, wurde das Flächengrundgerüst erarbeitet. 
Dieses Gerüst zeigt maßgeblich die Flächen der 
sich aktuell abzeichnenden bzw. zukünftigen Ent-
wicklungsschwerpunkte auf. Es umfasst Bereiche, 
die unbebaut sind, in denen die ursprüngliche 
Nutzung aufgegeben wurde oder die unterge-
nutzt sind. Ausgenommen sind Bereiche, die als 
Bestandschutz gekennzeichnet sind. 
Für die räumliche Entwicklung sind im wesentli-
chen vier Schwerpunktbereiche zu nennen. Dazu 
zählen das vollständig von Straßen umschlossene 
"Am Gleisdreieck" im Süden des Quartiers, das 
"Schlachthofareal", welches sich zwischen Lie-
bigstraße und Bahngleisen befindet und mit ca. 
9 ha den größten Schwerpunktbereich ausmacht, 
der "Nahversorgungsbereich", welche Wohn- und 
Gewerbenutzungen mit umfasst, sowie die beiden 
brachliegenden Flächen "Mobau" und "Molkerei" 
westlich und östlich der Geldernstraße entlang 
der Geldernstraße. 
Flächengrundgerüst
Am Am 
GleisdreieckGleisdreieck
SchlachthofarealSchlachthofareal
Nahversorgungs -Nahversorgungs -
bereichbereich
MolkereiMolkerei
MobauMobau

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SZENARIEN
- Nutzungsmischung und Nutzungsdichte mit Wohnen, Arbeiten und Freizeit erproben
- Nutzungskonflikten vorbeugen / Wirtschaftsflächen städtebaulich integrieren*
- Zentrale Stadtachsen städtebaulich aufwerten (Raumkanten, Nutzungen, Grün)
- Gebäudebestand sanieren und energetisch optimieren*
- Bezahlbaren Wohnraum erhalten und schaffen* 
- Wirtschaftsstandort sichern / Arbeitsplätze erhalten und neu schaffen
- Flächen mehrfach nutzen (Multicodierung) / Gewerbe stapeln*
- Kleinteiliges, stadtverträgliches Gewerbe / Gewerbehöfe ansiedeln
- Urbane (Lebensmittel-)Produktion fördern
- Nahversorgungszentrum definieren*
- Sport- und Freiflächen öffnen und mehrfach nutzen*
- Räume für (Weiter-)Bildung und Integration sichern und ausbauen
- Räume für Ehrenamt, Engagement und bürgerliche Initiativen bereitstellen*
- Räume für Kulturnutzungen finden*
- Straßenraum neu strukturieren und als öffentlichen Raum mit hoher Aufenthaltsqualität 
aufwerten
- Fuß- und Radwegenetz ausbauen und verbessern 
- Den ruhenden Verkehr stadtverträglich organisieren und reduzieren*
- Logistik / Wirtschaftsverkehre stadtverträglich abwickeln*
- Grünraumvernetzung vervollständigen und Zugänglichkeit / Anbindung sicherstellen
- Straßen- und Gebäudegrün fördern / Hitzeinseln vermeiden*
- Versickerungs- und Auffangmöglichkeiten für Starkregenereignisse verbessern / (Teil-) 
Entsiegelung fördern
- Klimagerechte Transformation des Quartiers*
STÄDTEBAU UND WOHNEN
WIRTSCHAFT UND VERSORGUNG
SOZIALES, KULTUR UND BILDUNG
MOBILITÄT UND VERKEHR
GRÜN UND KLIMA
Entwicklungsziele für das LiebigQuartier (aufbauend auf der Stadtstrategie "Kölner Perspektiven 2030+")
* Ziele, die im Rahmen des Prozesses ergänzend definiert wurden

SZENARIEN
31
ihrem Bestand zu sichern. Der Nahversorgungs-
bereich soll räumlich konzentriert und städtebau-
lich aufgewertet werden.
Während die Stadtstrategie für die Bereiche   
Soziales, Kultur und Bildung vor allem innerhalb 
von Wohnquartieren den Ausbau der Bildungs- 
und Sozialinfrastruktur  vorsieht, weisen die Ent-
wicklungsziele im Rahmen des Räumlichen Ent-
wicklungskonzeptes zusätzlich auf den Bedarf an 
weiteren Sport- und Freiflächen hin.
Mobilitätsziele der Stadtstrategie beinhalten vor 
allem einen flächendeckenden Ausbau des Rad-
wegenetzes. Neben diesem Ziel werden weitere 
Ziele für das Feld Mobilität und Verkehr aufge-
führt, dazu gehören der Ausbau der Fußwegever -
bindungen, die Neustrukturierung des Straßen-
raums mit einer erhöhten Aufenthaltsqualität, 
als auch die stadtverträgliche Organisation des 
ruhenden Verkehrs heutiger und zukünftiger Wirt-
schaftsverkehre.
Unter Grün und Klima werden Entwicklungsziele 
zusammengefasst, die sich positiv auf das klein-
räumige Stadtklima im Quartier auswirken um 
den hitzebelasteten Siedlungsflächen des Liebig-
Quartiers entgegen zu wirken und eine klimage-
rechten Transformation des Quartiers gerecht zu 
werden.
3�1�1 Entwicklungsziele
Abgeleitet aus den Leitsätzen der Stadtstrategie 
2.0 "Kölner Perspektive 2030+", wurden bereits 
in einem frühen Arbeitsschritt Entwicklungszie-
le für das LiebigQuartier definiert. Dabei gaben 
die Zielkarten der Stadtstrategie grundlegende 
Erkenntnisse über räumliche Zielsetzungen der 
Stadt Köln. In den Zielkarten wurden Flächen mit 
Transformations- und Entwicklungspotenzialen 
für Wohnen, Wirtschaft, Soziales und Mobilität 
sowie Grün und Klimazielen festgelegt. 
Die räumlichen Zielsetzungen beinhalten Aus-
sagen, die bei der weiteren Formulierung der 
Entwicklungsziele berücksichtigt und vertieft  
wurden. Die nebenstehende Übersicht zeigt die 
Entwicklungsziele. Die Zieldimension Städtebau 
und Wohnen wurde dabei ergänzt durch das Ziel 
einer stärkeren Nutzungsmischung, des Erhalts 
sowie der Neuschaffung von bezahlbarem Wohn-
raum. Darüber hinaus ist ein weiteres Ziel die 
Sanierung bzw. energetische Optimierung der 
Bestandsgebäude.
Die Zielkarte Wirtschaft der Stadtstrategie sieht 
im Bereich des LiebigQuartiers fast flächende-
ckend die Transformation zu innovativen und 
gemischten Gewerbegebieten mit den Schwer -
punkten Dienstleistung, Produktion und Krea-
tivwirtschaft vor. Das Räumliche Entwicklungs-
konzept vertieft die Zielsetzungen im Bereich 
Wirtschaft und Versorgung unter anderem durch 
die Multicodierung von gewerblichen Flächen, 
bspw. durch Nutzungsstapelungen oder der Ein-
bindung von kleinteiligen und stadtverträglichen 
Gewerbeformen. Bestehende Betriebe sind in

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SZENARIEN
3�1�2 Entwicklungstrends
Um für das LiebigQuartier im Folgenden drei ver -
schiedene Szenarien mit einem zukunftsfähigen 
Leitbild zu entwickeln, wurde zunächst ein Blick 
auf aktuelle Entwicklungstrends der Stadtent-
wicklung geworfen, um sicherzustellen, dass die 
entstehenden Leitbilder, die die grundlegende 
Ausrichtung der Szenarien vorgeben, zukunfts-
orientiert sind. Hierbei war die Publikation „Die 
Stadt von Übermorgen“ (BBSR, 2022) eine wich-
tige Grundlage, um einen Zugang zur komplexen 
Trendlandschaft zu bekommen. 
Schwerpunktsetzung und Anknüpfung an Entwicklungstrends

SZENARIEN
33
Während die Szenarien als Gemeinsamkeit haben, 
dass sie allesamt auf eine Attraktivitätssteige-
rung des Quartiers als Wohn- und Arbeitsstand-
ort abzielen und auf die Folgen des Klimawandels 
reagieren müssen, unterscheiden sie sich jedoch 
in ihrer individuellen Schwerpunktsetzung. Die 
Schwerpunktesetzungen wurden abgeleitet aus 
den Einzel- und Entwicklungstrends, so dass 
sich drei unterschiedliche Themenfelder ergeben 
haben:
Lebendige Impulse: 
Das lebenslange Lernen
Das lebenslange Lernen greift vor allem die    
wachsenden Anforderungen an Arbeitskräfte 
auf, was einen zukünftig steigenden Bedarf an 
Aus- und Weiterbildungsstätten bedeutet. Um 
weiterhin auf dem Arbeitsmarkt als potenziell 
Arbeitnehmende zu agieren, müssen Menschen 
sich in Zukunft mit stärkeren Lern- und Flexibi-
litätsanforderungen auseinandersetzen, da sich 
die Anforderungen im Berufsalltag zunehmend 
schneller ändern werden. Darüber hinaus sind 
Projektarbeiten und Zeitverträge gegenüber 
dem „Normalarbeitsverhältnis“ keine Seltenheit 
mehr und es entstehen zudem neue Berufsfelder 
(BBSR, 2022).
Frische Impulse: 
Die Gesundheit als Statussymbol
Die Gesunde Stadt als Standortfaktor, aber auch 
die gesunde und vor allem bewusste Ernährung 
rücken zunehmend stärker in den Fokus, was 
gleichzeitig den Stellenwert von lokaler Produk -
tion und fairem Handel ansteigen lässt. Wetter -
extreme und Umweltbelastungen treten verstärkt 
auf und stoßen Maßnahmen des Klimaschutzes 
und der Klimaanpassung bereits auf Planungs-
ebene an. Dabei wird die Implementierung einer 
grünen Infrastruktur immer wichtiger (BBSR, 
2022).
Innovative Impulse:
Die Rückkehr der urbanen Produktion
Aufgrund von kleinteiligeren, stadtverträglichen 
und emissionsärmeren Produktionsweisen spielt 
die Produktion innerhalb der Stadt wieder eine 
bedeutendere Rolle. Der Fokus der innerstäd-
tischen Produktion auf mehrgeschossige Anla-
gen (z.B. Vertical Factory und Vertical Farming) 
ermöglicht eine neue Bündelung von Nutzungen 
und Synergien und bedeutet im Ganzen eine effi-
zientere Flächennutzung. Produktionsprozesse 
sind insgesamt durch die Digitalisierung (Indus-
trie 4.0) anpassbarer und vielfältiger (BBSR, 
2022).
Für dieses Vorgehen lässt sich abschließend 
festhalten, dass die in der Szenarienentwicklung 
fokussierten globalen Entwicklungstrends die 
Ziele der Stadtstrategie ergänzen.

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RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
SZENARIEN
3�2 SZENARIO 1 - LEBENDIGE IMPULSE
In diesem Szenario wird eine integrierte Quar -
tiersentwicklung angestrebt, bei der neue öffent-
liche Räume, welche Begegnung und Austausch 
fördern, geschaffen werden. Diese treten in Form 
von Plätzen oder gemeinschaftlich genutzten Flä-
chen auf. Zudem ergänzen gemischte Wohn- und 
Arbeitsflächen das Quartier, um somit attrakti-
ver für alle Bevölkerungsgruppen zu werden und 
eine vielfältige Nachbarschaft zu ermöglichen. 
Möglichkeiten der Begegnung und Gemeinschaft  
können hierbei in Form von geteilten Nutzungs-
angeboten wie Gemeinschaftswerkstätten oder 
Co-Working-Spaces auftreten. Auch eine für die 
Öffentlichkeit zugängliche Kantine könnte ein Ort 
hierfür sein. Die zusätzliche Implementierung von 
Bildungs- und Kultureinrichtungen stärkt die vor -
handenen sozialen Strukturen. Dabei gilt es vor 
allem die bereits bestehenden soziokulturellen 
Angebote zu sichern. 
Neben den vielfältigen Nutzungsmischungen, die 
zu einem lebendigen Wohn- und Arbeitsstandort 
beitragen, liegt der Fokus auf der Produktion von 
Wissen. Forschung, Lehre und Innovation treten 
hierbei in unterschiedlichen Formen an mehreren 
Orten auf und eröffnen das Potenzial, dass diese 
Einrichtungen einen Wissensstandort erzeugen 
um neue Ideen, Technologien und Unternehmen 
zu fördern. 
Szenario 1 trägt dazu bei, dass das LiebigQuartier 
zu einem Zentrum für Wissenschaft wird und zu 
einer erhöhten wirtschaftlichen Aktivität beiträgt.
Eine nachhaltige Infrastruktur, barrierefreie 
Zugänge  und  umweltfreundliche  Mobilitätslö-
sungen, neue Wegeführungen bei denen vor allem 
Fuß- und Radverkehr gefördert werden, können 
zusätzlich Lebens- und Standortqualitäten stei-
gern. 
Leitbild Szenario 1 - Lebendige Impulse

SZENARIEN
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SZENARIEN
3�3 SZENARIO 2 - FRISCHE IMPULSE
Das zweite Entwicklungsszenario greift die Tradi-
tion der Lebensmittelproduktion im Quartier auf 
und übersetzt diese in zeitgemäße, kleinteiligere 
Formen der urbanen Lebensmittelproduktion. 
Dies könnte die Schaffung von urbanen Landwirt-
schaftsflächen wie bspw. Dachfarmen, Gewächs-
häusern  oder  vertikalen  Farmen  und  Produk -
tionsstätten, sowie die Um- und Nachnutzung von  
bestehenden Gebäuden umfassen. Die Integra-
tion von Märkten oder gemeinschaftlichen Ver -
arbeitungsstätten kann hierbei die Verbindung 
zwischen Produzenten und Verbrauchern stärken. 
Dieser Ansatz ermöglicht nicht nur die Produktion 
von frischen Lebensmitteln, sondern fördert auch 
die Gemeinschaftsbildung und lokale Wertschöp-
fung. Moderne Technologien wie z.B. Aquaponik 
oder hydroponische Systeme aus der Fisch- und 
Pflanzenzucht leisten einen Beitrag für einen effi-
zienten Flächengebrauch und eine erhöhte Res-
sourceneffizienz.
Szenario 2 trägt dazu bei, dass die Nachfrage 
nach regionalen Lebensmitteln und alternativen 
Ernährungstrends erhöht wird und die ökologi-
sche Vielfalt in städtischen Räumen, sowie ein 
Bewusstsein für lokale Lebensmittelproduktion 
gefördert werden. Darüber hinaus leistet der Aus-
bau der grünen Infrastruktur einen Beitrag zur 
Anpassung an die Folgen des Klimawandels.
Leitbild Szenario 2 - Frische Impulse

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SZENARIEN
3�4 SZENARIO 3 - INNOVATIVE IMPULSE
Dieses Szenario hebt die Bedeutung als inner -
städtisches Gewerbegebiet hervor und fokussiert 
sich auf die innovative Weiterentwicklung von 
neuen und bestehenden Gewerbeflächen, sowie 
deren logistische Anbindung.
Zu Gunsten des Vorbehalts für großflächige, 
eigenständige Gewerbeprofile, die in hoher Stück -
zahl serielle Fertigungen produzieren, steht in 
diesem Entwicklungsszenario die Attraktivierung 
als Wohnstandort an sekundärer Stelle. Dennoch 
berücksichtigt das Szenario die vorhandene hete-
rogene Nutzungsmischung des Quartiers und 
reagiert vor allem an den Übergängen zwischen 
Wohnen und Gewerbe mit Pufferzonen. Architek -
tonische Standards, welche sowohl die funktio-
nalen Anforderungen der Produktion, als auch die 
Ansprüche umliegender Wohnbebauung berück -
sichtigen, können zudem Nutzungskonflikte redu-
zieren. Zukunftsorientierte Gewerbeflächen, die 
emissionsarme Produktionsverfahren verwenden 
und Produktgruppen bspw. im Bereich der High-
Tech, Lasertechnik, Medizintechnik oder des 
Prototypenbaus herstellen, erscheinen aufgrund 
ihrer Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche 
Marktanforderungen und ihrer Umweltverträg-
lichkeit besonders realistisch und stadtverträg-
lich. Zusätzlich könnte die Förderung von Start-
Ups oder Technologiezentren im Gewerbegebiet 
zu Innovation und wirtschaftlichem Wachstum 
beitragen. Eine durchdachte Verkehrsplanung, 
die auf alternative Logistik- und Mobilitätssyste-
me setzt, kann die Erreichbarkeit verbessern und 
die Verkehrsbelastung minimieren. 
Szenario 3 trägt dazu bei, dass die Neugestaltung 
der Gewerbeflächen nicht nur ökonomische Dyna-
mik und Wettbewerbsfähigkeit fördert, sondern 
auch zu einem lebenswerten Quartier beitragen.
Leitbild Szenario 3 - Innovative Impulse

SZENARIEN
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SZENARIEN
3�5 BEWERTUNG DER SZENARIEN
Die drei Szenarien wurden ausführlich im Sze-
narienworkshop mit den lokalen Akteur*innen, 
den Vertreter*innen der Stadtverwaltung und der 
KölnBusiness diskutiert und hinsichtlich ihrer Eig-
nung für die zukünftige Entwicklung des Liebig-
Quartiers überprüft.
Szenario 1 – Lebendige Impulse
Die Umsetzbarkeit dieses Szenarios stellt eine 
große Herausforderung dar. Flächen für die Bil-
dungs- und Sozialinfrastruktur sind - insbeson-
dere in Form eines Bildungscampuses auf dem 
Schlachthofareal - über den tatsächlichen Bedarf 
hinaus dargestellt. Dieses Angebot würde zwar 
zum Ausbau des Bildungsnetzes und zur Siche-
rung und Stärkung gemeinschaftlicher Angebote 
beitragen, würde aber die Weiterentwicklung der 
vorhandenen gewerblichen Nutzung erschweren. 
Dadurch entsteht - entgegen des übergeordneten 
Ziels - der Sicherstellung der gewerblich genutz-
ten Flächen - ein zu starkes Ungleichgewicht 
zwischen nicht-kommerzieller, gemeinwohlorien-
tierter Nutzung und produzierendem Gewerbe. 
Dennoch zeigt das Szenario auf, dass eine Stär -
kung der soziokulturellen Angebote einen Mehr -
wert für Anwohnende bietet und darüber hinaus 
auch ein Identitätsstifter sein kann, weshalb die-
ser Aspekt in das räumliche Entwicklungskonzept 
einfließen wird.
Das Szenario Lebendige Impulse setzt auf verbes-
serte, quartiersinterne Durchwegungsmöglich-
keiten für den Fußverkehr. Hierfür ist aus städ-
tebaulicher Sicht der Durchstich der Osterather 
Straße ein wesentliches Element des Szenarios, 
um die Nord-Süd Verbindung zu stärken. Jedoch 
würde die neue Wegeverbindung die kritische Inf-
rastruktur des ansässigen Energieversorgungs-
unternehmens gefährden, weshalb eine derartige 
Entwicklung nicht weiter verfolgt werden sollte. 
Eine verbesserte Anbindung des Quartiers an den 
Parkgürtel ist daher im Rahmen verkehrlicher 
Untersuchungen zu prüfen.
Eine Aufweitung des Straßenraums, wie es in Teil-
bereichen entlang der Liebigstraße in Szenario 1 
vorgesehen ist, hat insgesamt das Potenzial den 
öffentlichen Raum vor allem für den Fuß- und 
Radverkehr zu qualifizieren und sollte in weiteren 
Entwicklungen verfolgt werden.
Auf den derzeit brachliegenden Flächen östlich 
und westlich der Geldernstraße ("Mobau" und 
"Molkerei") liegen in diesem Szenario Wohn- und 
gewerbliche Nutzungen direkt gegenüber. Dies 
würde zu Nutzungskonflikten führen und eine 
gewerbliche Entwicklung östlich der Geldernstra-
ße erschweren. Dieser Ansatz sollte so nicht wei-
ter geführt werden.
Bei Betrachtung des Gleisdreiecks wird deutlich, 
dass die Ansiedlung einer vielfältigen Gewerbe-
struktur eine Chance bietet, die Lebendigkeit und 
Belebung des Areals zu erhöhen. Hierbei ist die 
verkehrliche Anbindung an die Innere Kanalstra-
ße vertieft zu untersuchen. 
Szenario 2 – Frische Impulse
Die vorgeschlagene Zonierung, die das Szenario 
Frische Impulse auf dem Schlachthofareal auf-
zeigt, ist insgesamt als positiv zu bewerten, da 
hier Nutzungsabstufungen von gewerblichen 
Mischnutzungen bis zu ausschließlich gewerblich 
genutzten Flächen, stattfinden. Hierdurch können 
Teilbereiche des Schlachthofareals über unter -
schiedliche Zeiträume entwickelt werden, sodass

SZENARIEN
41
der Betrieb einiger Bestandsunternehmen der 
Lebensmittellogistik weiterhin gewährleistet ist. 
Eine Logistik-Untertunnelung der Gleise bzw. eine 
Verbindung zwischen Schlachthofareal und Am 
Gleisdreieck erscheint aufgrund des hohen tech-
nischen und kostenintensiven Aufwands als nicht 
realistisch und würde voraussichtlich keinen 
nennenswerten Mehrwert bieten. Eine distribu-
tionsorientierte Marktstruktur, die das Szenario 
im Bereich Am Gleisdreieck abbildet, würde eine 
erhöhte Verkehrsbelastung erzeugen und mögli-
cherweise auch nicht ausreichend Fläche für eine 
derartige Nutzung bereitstellen können, weshalb 
diese Nutzungsentwicklung in weiteren Schritten 
nicht weiter verfolgt wird.
Dennoch bietet das Szenario mit der westlichen 
Freiraumausweitung eine Möglichkeit einer Grün-
raumvernetzung an, sodass dieser Entwurfsan-
satz in weiteren Entwicklungen mitaufgenommen 
werden sollte. Der Randbereich der RheinEnergie 
entlang der Wöhlerstraße bietet ein Nachverdich-
tungspotenzial, bei dem das Straßenprofil wei-
ter vervollständigt und qualifiziert werden kann. 
Anders als in Szenario 1, wird in Szenario 2 die 
beiden Entwicklungsflächen östlich und west-
lich der Geldernstraße als ein Nutzungsbaustein 
verstanden und mit einem einheitlichen Konzept 
entwickelt. Hierdurch könnten Nutzungskonflikte 
vermieden werden. 
Szenario 3 – Innovative Impulse
Auch wenn aus wirtschaftlicher Sicht die Pro-
duktivität im Szenario Innovative Impuse wohl 
am höchsten ist, entsteht auf dem Schlachthof-
areal oder den Molkereiflächen kaum Mehrwert 
für Anwohnende. Lediglich eine Durchwegungs-
möglichkeit des Schlachthofareals, sowie Park -
möglichkeiten, verbunden mit einer Mobilstation, 
sind zu nennen. Allerdings erscheint die Mobil-
station zu weit entfernt von wichtigen Halte-
punkten des ÖPNV, sodass dieser Standort nicht 
weiter verfolgt werden sollte. Zudem ist im Ver -
lauf der Liebigstraße auf Höhe des Schlachthof-
areals voraussichtlich von einem eher monotonen 
Erscheinungsbild der Erdgeschosszone aufgrund 
der großflächigen Produktionscluster, auszuge-
hen. Neben den stadtverträglichen Produktions-
formen sollten vor allem Übergangsbereiche 
zwischen Wohnen und Gewerbe oder wichtige 
Erdgeschosszonen zum öffentlichen Straßenraum 
ansprechend gestaltet werden, um einen Mehr -
wert für den gesamten Stadtraum zu generieren.
Eine logistische Anlieferung über das bestehen-
den Schienennetz im südlichen Verlauf des 
Schlachthofareals erscheint sinnvoll, ist aber 
aufgrund der nicht vorhandenen Schienenkapa-
zitäten und dem bereits weit vorangeschrittenen 
Ausbau des S-Bahn-Netzes nicht umsetzbar.
Die Entwicklung des Gleisdreiecks zeigt in die-
sem Szenario eine Entwicklung auf, die mit der 
Eigenheit des Standorts umgeht und das Poten-
zial besitzt, emittierende Gewerbeformen mit 
aufzunehmen. Die Verortung des Nahversor -
gungsbereichs im Gelenk zwischen Wohnen und 
Gewerbe, mit Bezug zum Stadteingang, hat das 
Potential den Standort zu einem zentralen Nah-
versorgungsbereich im Sinne des Einzelhandels- 
und Zentrenkonzepts auszubauen und damit 
langfristig zu sichern. Eine Herausforderung wird 
sein, die vorhandenen Einzelhandelslagen nörd-
lich der Liebigstraße funktional und stadträum-
lich miteinander zu verbinden. Der südlich der 
Liebigstraße gelegene Standort erweist sich als 
nicht nachhaltig, da er den Bestand und Ausbau 
des Gewerbes beeinträchtigt.

RÄUMLICHES 
ENTWICKLUNGSKONZEPT
04

RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
43
RÄUMLICHES 
ENTWICKLUNGSKONZEPT
4�1 HERLEITUNG
Das Räumliche Entwicklungskonzept dient als 
Grundlage für die zukünftige Entwicklung des 
Plangebiets. Es zeigt die wesentlichen räumli-
chen Strukturen und Interventionen zur zukunfts-
fähigen Transformation auf. 
In einem diskursiven Prozess wurden die unter -
schiedlichen privaten und öffentlichen Belange, 
die anhand der drei Szenarien überprüft wurden, 
in dem Konzept zusammengeführt.
Die untenstehende Abbildung zeigt schematisch 
diesen Prozess, bei dem in unterschiedlichen 
Beteiligungsformaten die drei Szenarien mit der 
Verwaltung, der Politik, und den Akteur*innen 
im LiebigQuartier diskutiert wurden. Der erste 
Entwurf des aus den Diskussionen abgeleite-
ten Räumlichen Entwicklungskonzepts wurde 
auf der Zukunftskonferenz mit der Öffentlichkeit 
diskutiert (s.a. Kapitel 1.3).  Auf Grundlage der 
Anregungen und Hinweise aus der Öffentlich-
keitsveranstaltung wurde das Räumliche Entwick -
lungskonzept überarbeitet. Die Umsetzung des 
Konzeptes wurde durch Kapitel 5 "Handlungs-
empfehlungen und Kernprojekte" konkretisiert.
 
Das Räumliche Entwicklungskonzept besteht ins-
gesamt aus den Teilen: Räumliches Leitbild, Ent-
wicklungskonzept und Handlungsempfehlungen.
Vorgehen Herleitung Räumliches Entwicklungskonzept
ENTWICKLUNG VON 
DREI SZENARIEN
SZENARIEN 
WORKSHOP
PROJEKTGRUPPEN 
SITZUNG
SONDERTERMIN 
POLITIK
LENKUNGSKREIS
GEGENÜBERSTELLUNG
 EINZELNER BAUSTEINE ZUKUNFTS- 
KONFERENZ
FINALISIERUNG
ABLEITUNG  
DES RÄUMLICHEN  
ENTWICKLUNGSKONZEPTES

44
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
Bei Betrachtung der Szenarien und der entspre-
chenden Leitbilder fällt auf, dass in allen drei Sze-
narien die Entwicklung des Schlachthofareals ein 
entscheidender Impulsgeber für die Entwicklung 
des gesamten Quartiers sein kann. Das Schlacht-
hofareal erstreckt sich über einen bedeutenden 
Teil entlang der Liebigstraße und bietet somit 
einen erheblichen Mehrwert für die Entwicklung 
der zentralen, verbindenden Achse zwischen den 
Stadtteilen Ehrenfeld und Nippes.
Eine aufeinander abgestimmte Entwicklung der 
derzeit brachliegenden Flächen östlich und west-
lich der Geldernstraße ist ein weiterer zentraler 
Entwicklungsbaustein. Diese Entwicklung kann 
zu einem ähnlichen Impulsgeber werden und eine 
quartiersübergreifende Bedeutung gewinnen, vor 
allem, wenn hier ein Mehrwert für Anwohnende 
geschaffen wird. 
Die Fläche Am Gleisdreieck könnte mit einer viel-
fältigen Nutzung mit dem Schwerpunkt Gewerbe 
dazu beitragen, den heute städtebaulich isolier -
ten Bereich zu beleben. Wichtig hierbei ist es, die 
Anbindung und verkehrliche Erschließung vertieft  
zu betrachten, da die Verkehrsknotenpunkte, wel-
che die Fläche an das Verkehrsnetz anschließen, 
bereits heute stark ausgelastet sind. Ein beson-
derer Fokus sollte daher in der Entwicklung der 
Fläche mit einer neuen Anbindung an das ÖPNV-
Netz und alternativen Mobilitätsangeboten liegen.
Eine Überdeckelung der Autobahn ist für eine 
bessere Vernetzung der Grünstrukturen und die 
Erreichbarkeit des Quartiers für Fußgänger und 
Radfahrer nicht erforderlich. Im Verhältnis zwi-
schen Aufwand und Nutzen könnte eine breite 
Grünverbindung, perspektivisch ergänzt durch 
eine Brücke für Fußgänger*innen und Radfah-
rer*innen über den sog. "Spaghettiknoten", der 
Auffahrt Innere Kanalstraße - A57, eine bessere 
Option darstellen.

RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
45
4�2 LEITBILD
Das räumliche Leitbild des Räumlichen Entwick -
lungskonzepts zeigt die wesentlichen Strukturen 
und übergeordneten Zielvorstellungen des Quar -
tiers auf. Es dient als abstrakte Zusammenfas-
sung und Formulierung des Konzepts.
Das Leitbild hebt vor allem Wegebeziehungen, 
die für die Durchwegbarkeit und Anbindung des 
Quartiers von Bedeutung sind, hervor. Zentrale 
Rolle nimmt dabei die Liebigstraße ein, da sie 
neben ihrer verbindenden Funktion, Stadtbild 
prägend wirksam wird. Die Liebigstraße wird defi-
niert als urbane Achse mit Aufenthaltsqualitäten 
und einer lebendigen Erdgeschosszone. Ein zen-
traler öffentlicher Platz auf Höhe des Methwegs, 
sowie ein kleiner Platz am Quartierseingang auf 
Höhe des S-Bahnhofs Nippes, bieten die Mög-
lichkeit Begegnungs- und Aufenthaltsräume im 
öffentlichen Raum zu schaffen. Aufgrund der 
direkten Verbindungsfunktion zwischen Ehren-
feld und Nippes, nimmt die Liebigstraße ebenfalls 
eine wichtige Rolle als Fuß- und Radverkehrsach-
se ein. 
Die Nord-Süd Verbindung zwischen Blücherpark 
und Innerem Grüngürtel am westlichen Rand des 
Plangebiets ist eine bedeutende, übergreifende 
Wegebeziehung, die heute schon in großen Teilen 
besteht. Die Verbindung soll vervollständigt und 
hinsichtlich ihrer Aufenthaltsqualität weiterentwi-
ckelt werden. Des Weiteren wird die Durchweg-
barkeit durch eine Fuß- und Radverkehrsüberfüh-
rung verbessert, um eine direkte Anbindung des 
Inneren Grüngürtels zu ermöglichen und die Bar -
rierewirkung des Straßenraums zu überwinden.
Eine weitere für den Fuß-und Radverkehr bedeu-
tende Wegeverbindung entsteht durch einen 
Durchstich unter der Bahntrasse auf Höhe des 
Geldernparks. Hierdurch entsteht das Potenzial, 
die Anbindung des LiebigQuartiers für den nicht-
motorisierten Individualverkehr auszubauen und 
eine soziale Mischung zwischen den Stadtteilen 
Bilderstöckchen und Nippes einzuleiten.
Während sich der Ausbau der grünen Infrastruk -
tur vor allem durch drei markante grüne Achsen 
im Leitbild hervorhebt, sind diese durch weitere, 
untergeordnete Grünverbindungen miteinander 
vernetzt. So ergibt sich ein grünes Netz aus einer 
primären und einer sekundären Struktur, das sich 
auf das Quartier legt und vorhandene, sowie neue 
Grünflächen miteinbezieht. Dabei müssen nicht 
alle Grünflächen öffentlich zugänglich oder als 
Wegeverbindungen dienen, sondern können die 
vorhandenen Barrieren für Fauna und Flora redu-
zieren. Die drei grünen Achsen unterscheiden 
sich in ihrer Ausformulierung stark voneinander. 
Während die westliche Achse das größte Freiflä-
chenangebot aufweist und übergeordnete Grün-
räume vernetzt, bildet die östliche Achse einen 
grünen Saum entlang der Gleise, der nicht in allen 
Abschnitten öffentlich zugänglich ist. Die dritte 
grüne Achse, entlang der Osterather- und Escher 
Straße, stärkt die Nord-Süd-Verbindung zwischen 
Liebigstraße und Parkgürtel.

46
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
Entlang der Gleise erstreckt sich ein Gewerbe-
band, für welches das Leitbild eine Clusterung 
unterschiedlicher Gewerbeformen vorsieht. Wäh-
rend der Bereich des Gleisdreiecks als  Gewer -
becampus mit einer Mischung aus Dienstleistung 
und Gewerbe entwickelt werden könnte, könnte 
das Schlachthofareal im westlichen Bereich die 
vorhandenen soziokulturellen Nutzungen ergän-
zen, mit einem kleinen öffentlichen Platz im mitt-
leren Bereich. Im östlichen Bereich entsteht ein 
Schwerpunkt für stadtverträgliches Gewerbe. 
Die bestehenden Nutzungen könnten so gesi-
chert und harmonisch in die Gesamtplanung 
des Bereichs integriert werden. In unmittelbarer 
Nähe des S-Bahnhofs Köln-Nippes spannt sich 
der Bereich eines Nahversorgungsbereich auf. 
Dieses Gelenk zwischen dem gewerblichen Band 
auf der einen und der bestehenden Wohnnutzung 
auf der gegenüberliegenden Seite markiert den 
Eingangs- bzw. Übergangsbereich des Quartiers 
und bündelt zukünftig - neben den zentralen Ein-
kaufsmöglichkeiten  - auch weitere Dienstleistun-
gen und Geschäfte des täglichen Bedarfs. 
Auf den ehemaligen Mobau- und Molkereiflä-
chen rücken Wohn- und Gewerbenutzung stark 
zusammen. Das Leitbild zielt an dieser Stelle auf 
ein urbanes Gebiet mit der Stärkung von stadt-
verträglichem Gewerbe ab. Dieses wird integriert 
durch die Kombination von sozialer Infrastruktur 
(insb. Bildung) sowie einem Ort für Kultur- und 
Kreativnutzung. 
Neben baulichen Entwicklungen und neuen Nut-
zungszonierungen zeigt das Leitbild auch auf, 
welche Strukturen in ihrem Bestand, insbeson-
dere vor heranrückenden Nutzungen zu schüt-
zen sind. Dies betrifft insbesondere den Bereich 
der RheinEnergie, der wichtige Funktionen der 
Daseinsvorsorge für ganz Köln übernimmt.

RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
47
Leitbild Räumliches Entwicklungskonzept

48
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
Zusätzlich zu den zentralen Entwurfselementen 
des Leitbilds enthält das Räumliche Entwick -
lungskonzept räumliche Aussagen, die zu einem 
lebenswerten Wohn- und Arbeitsstandort bei-
tragen. Diese Entwicklungen variieren in ihrem 
Umfang, ihren zeitlichen Umsetzungshorizonten 
und den wesentlichen Handlungstreibern. Die 
unterschiedlichen Zielrichtungen und räumlichen 
Setzungen lassen sich verschiedenen Handlungs-
feldern zuordnen. Ausgehend von den fünf Hand-
lungsfelder, die den fünf Entwicklungszielen (sie-
he 3.1.1) entsprechen, werden im Folgenden die 
Inhalte des Räumliche Entwicklungskonzeptes 
erläutert.
4�3 HANDLUNGSFELDER
Städtebau und Wohnen
Das LiebigQuartier soll weiterhin als Wohnstand-
ort mit bezahlbarem Wohnraum erhalten bleiben. 
Durch (städtebauliche) Aufwertungen im Quartier 
können jedoch auch Verdrängungsprozesse der 
ansässigen Wohnbevölkerung in Gang gesetzt 
werden. Diesen Prozessen sollen Soziale Erhal-
tungssatzungen gem. § 172 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 
BauGB entgegenwirken. Die Stadt Köln nutzt die-
ses Instrument bereits in verschiedenen ande-
ren Quartieren. Die Verwaltung hat den Auftrag, 
darüber hinaus Gebiete für den Einsatz dieses 
städtebaulichen Instrumentes vorzuschlagen. 
Dies erfolgt auf der Grundlage einer gesamtstäd-
tischen Betrachtung, sodass das LiebigQuartier 
ebenfalls in diese Betrachtung einbezogen ist. 
Zur Umsetzung des Ziels neuer Wohnfor -
men und zielgruppenspezifischer Wohnange-
bote, sieht das Räumliche Entwicklungskon-
zept unter anderem in den Randbereichen der  
RheinEnergie die Entwicklung von Werkswohnun-
gen vor. Während das Werkswohnen im Bereich 
der Escherstraße eine reine Wohnnutzung mit 
hohen Grünanteilen vorsieht, beinhaltet die bauli-
che Entwicklung an der Wöhlerstraße zusätzliche 
Büro- und Arbeitsflächen.
Eine weitere Form der vielfältigen Wohnangebo-
te ist das Mehrgenerationenwohnen, wie es im 
westlichen Teil des Schlachthofareals denkbar 
ist. Neben den gewerblichen und sozialen Nut-
zungen ist eine kleinteilige Mischung mit Wohn-
formen, vor allem im Bereich der Liebig-, aber 
auch der Hans-Wild-Straße, eine Möglichkeit der 
angrenzenden Wohnbebauung ein Gegenüber zu 
geben und somit die Nachbarschaft zu stärken.
Bauliche Neuentwicklungen orientieren sich in 
ihrer Höhenentwicklung dabei an umliegenden 
Geschossigkeiten.
Eine erhöhte Nutzungsmischung und Dichte aus 
Wohnen, Arbeiten und Freizeitangeboten liegt im 
Bereich der ehemaligen Mobau- und Molkerei-
fläche (westlich der Geldernstraße) vor. Ein nicht 
störendes Gewerbe entlang der Geldernstraße 
schirmt den inneren, ruhigeren Wohnbereich von 
der Straße ab und bietet Platz für flexible Wohn-, 
Gewerbe- und Arbeitsformen. Die Wohnnutzung 
im blockinneren sieht einen erhöhten Grünanteil 
vor, um auch hier das „Wohnen im Grünen“, wie 
es in Bilderstöckchen in großen Teilen besteht, 
fortzuführen. Auch hier empfiehlt sich eine 
bestandsorientierte Höhenentwicklung, die sich 
in das städtebauliche Gesamtbild einfügt.
Am nördlichen Quartierseingang, angrenzend

RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
49
WÖHLERSTRASSEWÖHLERSTRASSE
ESCHER STRASSE
ESCHER STRASSE
HANS-WILD-STRASSEHANS-WILD-STRASSE
PARKGÜRTELPARKGÜRTEL
GELDERNSTRASSEGELDERNSTRASSE

50
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
an Parkgürtel und Geldernstraße, bietet sich 
die Möglichkeit, einen städtebaulichen Auftakt 
in Form einer wohnlichen Nachverdichtung zu 
schaffen, um neben der Entwicklung neuen Wohn-
raums, einen Quartierseingang zu gestalten. Die-
ses Baufeld eignet sich als Hochpunkt um somit 
die Eingangssituation räumlich zu akzentuieren.
Die Liebigstraße ist als zentrale Stadtachse einer 
städtebaulichen Aufwertung zu unterziehen, bei 
der auch der Abwicklung der Wirtschaftsverkehre 
ausreichend Bedeutung gegeben werden muss. 
Der Straßenraum soll durch neue Raumkanten 
gefasst werden und durch eine in den öffentli-
chen Bereich wirkende, aktive Erdgeschosszone  
belebt werden. Durch einen möglichst hohen 
Grünanteil entlang der Straße soll zukünftig ein 
Beitrag zur Klimafolgenanpassung geleistet wer -
den. Insgesamt definiert das Räumliche Ent-
wicklungskonzept die Liebigstraße als urbane 
und begrünte Achse mit Qualifizierungen für den 
Fuß- und Radverkehr und einer attraktiven Erd-
geschosszone. 
Wirtschaft und Versorgung
Um das LiebigQuartier weiterhin als innerstäd-
tischen Gewerbestandort zu sichern, ist es not-
wendig, vorhandene Gewerbeflächen zu sichern 
bzw. zu transformieren. Dies geschieht in vier 
Teilbereichen, die bereits im Leitbild als gewerbli-
che Impulsräume festgelegt sind. Sie unterschei-
den sich in ihrer Größe, ihrer Nutzungsmischung 
und in ihrer Produktivität. Im südlichen Teil des 
Plangebiets, im Bereich Am Gleisdreieck gele-
gen, könnte langfristig ein Gewerbe- und Dienst-
leistungscampus entstehen, der aufgrund seiner 
Lage auch produzierendes bzw. Lärm emittieren-
des Gewerbe aufnehmen kann, ohne Nutzungs-
konflikte zu erzeugen. Der Campus enthält eine 
interne Freiraum- bzw. Aufenthaltsqualität mit 
einem erhöhten Grünanteil, um die negativen 
Wirkungen einer hohen Versieglung abzumildern. 
Ein Hochpunkt in einem der Eckpunkte des Gleis-
dreiecks wäre voraussichtlich stadtraumverträg-
lich. Die genaue Lage und Höhe müsste allerdings 
noch städtebaulich vertieft untersucht und quali-
fiziert werden, hierbei ist insbesondere die ver -
kehrliche Anbindung zu berücksichtigen.
Für die Entwicklung im Bereich des Schlachthof-
areals ist eine gewerbliche Nutzung weiterhin zu 
priorisieren. Im westlichen Teil sollten im Über -
gang zur Wohnnutzung die vorhandenen sozio-
kulturellen Nutzungen im Bestand gesichert und 
durch weitere Flächen ergänzt werden. Die Ziel-
programmatik sieht auf dem Areal insgesamt 
einen urbaneren Charakter mit der Stärkung von 
stadtverträglichem Gewerbe vor. Das Räumliche 
Entwicklungskonzept schlägt eine sukzessive Ent-
wicklung des Areals vor, sodass zunächst gewerb-
lich genutzte Bestandsgebäude erhalten und 
nach Bedarf bzw. Flächenverfügbarkeit Baufelder 
ergänzt werden können. Zukünftige gewerbliche 
Entwicklungen sind auch hier mit einem hohen 
Grünanteil zu versehen.
Östlich der Hornstraße befindet sich ein städte-
baulich nicht integrierter Supermarkt, dessen 
Fläche als potenzielle Erweiterungsfläche für  
Gewerbe in Betracht gezogen werden kann.
Eine weitere zentrale Entwicklung ist die Zen-
trumsentwicklung inkl. Nahversorgungsbereich 
in direktem Umfeld des S-Bahn-Haltepunkts

RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
51
HORNSTRASSEHORNSTRASSE
OSTERATHER STRASSEOSTERATHER STRASSE
ESCHER STRASSEESCHER STRASSE

52
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
Köln-Nippes. Dieser Bereich spannt sich ausge-
hend vom Quartierseingang an der Liebigstraße 
bis zum nördlich gelegenen Supermarkt zwi-
schen Osterather- und Escherstraße. Er umfasst 
die ansässigen Supermärkte und soll zukünftig 
das Versorgungsangebot mit weiteren Formen 
des täglichen Bedarfs ergänzen. Die räumlichen 
Barrieren sind durch geeignete stadträumliche 
Maßnahmen zu reduzieren, damit die einzelnen 
Nutzungen besser miteinander vernetzt werden. 
Neubauten sollten entsprechend räumlich inte-
grativ geplant werden. Die leerstehende Laden-
zeile am Parkgürtel soll auf eine Unterbringung 
eines kleinen Nahversorgers oder auf alternati-
ven Nutzungen geprüft werden. 
Auf der ehemaligen Molkereifläche besteht die 
Herausforderung, Nutzungskonflikte mit angren-
zender Wohnbebauung zu vermeiden. Durch neue 
Durchwegungen und kleinteiliges, stadtverträg-
liches Gewerbe sowie Formen der Kreativwirt-
schaft könnte dieser Stadtbaustein gut in das 
Quartier integriert werden.
Soziales, Kultur und Bildung
Innerhalb des Plangebiets befinden sich mehrere 
Entwicklungen, die Nutzungsangebote im Bereich 
Soziales, Kultur und Bildung vorsehen. Im All-
gemeinen soll bürgerschaftliches Engagement 
gefördert und unterstützt werden.
Hervorzuheben ist der westliche Teil des Schlacht-
hofareals, bei dem es zunächst um die Sicherung 
der bereits heute vorhandenen soziokulturellen 
Einrichtungen geht. Zudem sollen diese Struktu-
ren durch die Einbindung von unterschiedlichen 
(Weiter-)Bildungsangeboten, Orten des Zusam-
menkommens, Kulturnutzungen und Sozialer In-
frastruktur gestärkt werden.
Das Räumliche Entwicklungskonzept kennzeich-
net die nördlich angrenzende Fläche der Grund-
schule Osterather Straße als perspektivische 
Schulerweiterungsfläche, sodass diese zunächst 
von (baulichen) Entwicklungen freigehalten wer -
den sollte.
Für den nördlichen Teil des Nahversorgungs-
bereichs ist eine Ergänzung durch Nutzungen 
der sozialen Infrastruktur angedacht. Diese 
Angebote finden sich in Teilen auf der ehemali-
gen Mobau- und Molkereifläche wieder, um dem 
Flächenbedarf der Pflegeinfrastruktur (Stationä-
re Pflegeeinrichtung, Seniorenwohnen etc.) ent-
gegenzukommen. Der Rückstand an Sport- und 
Freiflächen, der unter anderem durch jüngste, 
bauliche Nachverdichtungen in Bilderstöckchen 
entstanden ist, soll in zukünftigen Entwicklungen 
ebenfalls berücksichtigt werden. Weitere Flächen 
mit kleinteiligen Spiel- und Sportangeboten fin-
den Platz im Gel-dernpark sowie im grünen Band, 
als Auftakt zum Standort des ESV Olympia.
Die etablierte Kultur- und Veranstaltungsstätte 
"Odonien", die westlich der Hornstraße liegt, ist 
ein wichtiger stadtteilübergreifender Kulturstand-
ort, der in seinem Bestand zu sichern ist.
Das Angebot für kulturelle Nutzungen und Ver -
anstaltungen könnte auch im Bereich zwischen 
der Straße Am Gleisdreieck und der Inneren 
Kanalstraße erweitert werden. Somit könnte der 
Gewerbecampus auch außerhalb der Werktage 
bzw. Betriebszeiten in Teilen genutzt werden.

RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
53
AM GLEISDREIECKAM GLEISDREIECK
INNERE KANALSTRASSEINNERE KANALSTRASSE

54
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
Mobilität und Verkehr
Um die Mobilität innerhalb des LiebigQuartiers 
attraktiver und nachhaltiger zu gestalten, spielt 
der Ausbau des Fuß- und Radwegenetzes eine 
wichtige Rolle. Neue Wegebeziehungen wie eine 
direkte Verbindung zwischen Geldernpark und 
Nippes, eine Durchwegung des Blockinneren zwi-
schen Escher- und Geldernstraße, die Fortfüh-
rung des Methweg (als wichtiger Schulweg), eine 
nördliche Anknüpfung des Herkulesbergs sowie 
eine Überführung für den Fuß-und Radwegever -
kehr im Bereich der Inneren Kanalstraße / A57 
Auffahrt, ergänzen das bestehende Netz.
Der Straßenraum soll insgesamt als Raum mit 
hoher Aufenthaltsqualität aufgewertet werden. 
Dies betrifft vor allem die Liebigstraße, die durch 
Aufweitungen eine neue Qualität und Fläche für 
Rad- und Fußverkehr, straßenbegleitende Begrü-
nung und öffentliche Platzbereiche erhält. Die 
Wirtschaftsverkehre müssen dabei Berücksichti-
gung finden.
Das Radwegenetz sieht auf Hauptverkehrsach-
sen eine vom MIV getrennte Verkehrsführung vor, 
während auf den restlichen Straßen das Radfah-
ren im Mischverkehr vorgesehen ist. Hervorzuhe-
ben ist auch das Ziel von fuß- und radverkehrs-
freundlicher Umgestaltung unübersichtlicher 
Knotenpunkte, wie dem Kreuzungsbereich Lie-
big-, Escher- und Lämmerstraße oder auch dem 
Anschluss zwischen Horn- und Innerer Kanalstra-
ße. 
Darüber hinaus ist auch die Ausbildung einer 
begrünten Fahrradstraße entlang der Wöhler -
straße eine Möglichkeit, um quartiersintern eine 
verkehrsberuhigtere Alternative zur Liebigstra-
ße zu schaffen. Eine weitere Maßnahme ist die 
Verlängerung des Methwegs bis zur Osterather 
Straße. Der Ausbau als begrünte Wegeführung 
mit Anschluss an die Osterather Straße kann das 
Durchwegungsangebot im Sinne kurzer Wege 
stärken. 
Um einen Teil des ruhenden Verkehrs innerhalb 
des Quartiers stadtverträglicher zu organisieren, 
ist eine Kombination aus einer Quartiersgarage 
und einer Mobilstation ("Mobility-Hub") am Stadt-
eingang Nippes verortet. Weitere Mobilitäts-
angebote finden sich an Quartiersrändern und 
öffentlichen Plätzen wieder. Die Angebote des 
Mobility-Sharings, welche die gemeinschaftliche 
Nutzung von Fortbewegungsmitteln wie Autos, 
Fahrrädern oder E-Scooter umfassen, sollten 
flächendeckend im Plangebiet angeboten wer -
den. Es sind die Maßgaben in Abhängigkeit zum 
Beschluss "Raumbuch Mobilstation" (Vorlage 
0910/2024 ) zu berücksichtigen.
Wirtschaftsverkehre, die das Schlachthofareal 
bedienen, erfolgen aktuell über eine zentrale Ein-
fahrt an der Liebigstraße. Eine parallel zur Liebig-
straße verlaufende Logistikachse, die das Areal 
mittig teilt, ist im Räumlichen Entwicklungskon-
zept vorgesehen. Diese Achse könnte Logistik -
verkehre von der Hornstraße aus aufnehmen und 
somit in Teilen die Liebigstraße entlasten. Das 
Räumliche Entwicklungskonzept schlägt für die-
sen Bereich eine Sicherung vor, falls bestehende 
bauliche Nutzungen aufgegeben werden. 
Die Aufgabenstellung des Räumlichen Entwick -
lungskonzepts LiebigQuartier beinhaltete kein 
verkehrsplanerisches Gesamtkonzept. Zur Errei-
chung der inhaltlichen Ziele ist die verkehrsver -
trägliche Entwicklung eine Grundvoraussetzung. 
Neue Projekte müssen verträglich in das vor -

RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
55
METHWEGMETHWEG
WÖHLER STRASSEWÖHLER STRASSE
GELDERNSTRASSEGELDERNSTRASSE
AM GLEISDREIECKAM GLEISDREIECK
INNERE KANALSTRASSE
INNERE KANALSTRASSE
ESCHER STRASSEESCHER STRASSE
LÄMMERSTRASSE
LÄMMERSTRASSE
HORNSTRASSEHORNSTRASSE

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RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
handene Verkehrssystem durch die Vorhabenträ-
ger*innen eingebunden werden. 
Grün und Klima
Für die Vervollständigung der Grünraumvernet-
zung setzt das Räumliche Entwicklungskonzept 
vor allem an Defizitbereichen, an denen der Ver -
siegelungsgrad überwiegt, an. Dazu zählen Stra-
ßenräume und Kreuzungsbereiche der Liebig-, 
aber auch der Escher- und Wöhlerstraße, für die 
eine Neugestaltung und Neubepflanzung vorge-
schlagen wird, um das Mikroklima zu verbessern 
und die Versickerungsmöglichkeiten im Quartier 
zu erhöhen. 
Für den nördlichen Teil der Escher Straße schlägt 
das Räumliche Entwicklungskonzept eine Auf-
weitung des Straßenprofils zugunsten von neu-
en Grünstrukturen und einer Grünvernetzung 
in Richtung Blücherpark vor. So können grüne 
Pufferzonen zwischen westlich angrenzenden 
Gewerbebetrieben und klimatisch optimierte Auf-
enthaltsqualitäten entstehen. 
Für die Entwicklung der ehemaligen Mobau- und 
Molkereiflächen zeigt das Räumliche Entwick -
lungskonzept die Möglichkeit einer Fußwegever -
bindung durch das grüne Blockinnere auf. So 
könnte eine weitere Durchwegungsmöglichkeit 
dem Ziel der kurzen Wege und dem Ausbau eines 
grünen Netzes näher kommen.
Eine zentrale grüne Achse bildet das „grüne 
Band“ welches sich entlang der Gleise erstreckt. 
Dieses Band beginnt im Norden unterhalb des 
Parkgürtels mit einer Qualifizierung der bereits 
vorhandenen Grünstrukturen, um einen natur -
nahen Auftakt zum Quartier zu schaffen. Ausge-
hend vom Geldernpark erstreckt sich in südliche 
Richtung entlang der Bahntrassen Böschungs-
struktur, die den stark versiegelten Bereich des 
Molkerei-Geländes einfasst. Langfristig könnte 
der Grünraum sich, der Lämmerstraße folgend, 
über den südlichen Randbereich des Schlachthof-
areals ziehen, um auch hier Grünstrukturen auf 
den stark versiegelten Bereichen auszuweiten. 
Denkbar ist es, dass sich eine Wegeführung auf 
Höhe der Gleistrasse befindet, die einen Ausblick 
über das Schlachthofareal ermöglicht. Falls eine 
derartige Wegeführung entwickelt werden soll, 
ist im Rahmen der Gestaltung zu vermeiden, dass 
hier Angsträume entstehen. Innerhalb des grünen 
Bands, im Bereich der Lämmerstraße, sind neben 
den neuen Fußwegen auch Sport- und Freizeitan-
gebote denkbar, um diese Freiflächen aktiver zu 
gestalten. 
Das Räumliche Entwicklungskonzept sieht eine 
Entsiegelung im westlichen Randbereich vor, um 
die Freiraumvernetzung zwischen Blücherpark 
und Innerem Grüngürtel zu vervollständigen. Dies 
stellt vor dem Hintergrund einer Kosten-Nutzen-
Betrachtung eine Alternative zur aufwändigen 
Überdeckelung der A57 dar. Zudem können ein-
zelne bauliche Entwicklungen mit erhöhten Grün-
anteilen und klimaoptimierter Bauweise einen 
positiven Beitrag zum Mikroklima leisten.

RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
57
ESCHER STRASSEESCHER STRASSE
WÖHLERSTRASSE
WÖHLERSTRASSE
LÄMMERSTRASSE
LÄMMERSTRASSE

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RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
4�4 RÄUMLICHES 
ENTWICKLUNGSKONZEPT

RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
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RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
4�5 VERTIEFUNGSBEREICH 
LIEBIGSTRASSE
Das Räumliche Entwicklungskonzept zeigt, dass 
die Schwerpunktbereiche der Entwicklung das 
Potenzial bieten, den zukünftigen Charakter des 
LiebigQuartiers neu zu gestalten. Das Konzept 
enthält eine Bandbreite an Projekten unter -
schiedlicher Maßstäbe, um das Quartier neu zu 
strukturieren und auszurichten. Einige dieser Pro-
jekte besitzen aufgrund ihres hohen Mehrwerts 
für Anwohnende - bspw. durch eine neue Erleb-
barkeit des Quartiers, eine positive Auswirkung 
auf das Mikroklima oder ein erweitertes Nut-
zungsangebot - eine besonders hohe Priorität für 
die räumliche Neuordnung des LiebigQuartiers. 
Diese Projekte werden im Räumlichen Entwick -
lungskonzept als Kernprojekte definiert.
Eines der Kernprojekte ist die Umgestaltung der 
Liebigstraße, bei dem vor allem die fuß- und rad-
verkehrsfreundliche Umgestaltung unter Berück -
sichtigung der Wirtschaftsverkehre fokussiert 
wird. Insgesamt soll dabei die Liebigstraße auch 
als öffentlicher Raum qualifiziert werden.
Die Liebigstraße ist ein raumprägendes Element 
für das gesamte Plangebiet. Sie wickelt wichtige 
Andienungsverkehre angrenzender Unternehmen 
ab und stellt darüber hinaus eine direkte Verbin-
dungsachse zwischen Ehrenfeld und Nippes dar, 
weshalb die Straße zu Stoßzeiten auch besonders 
durch Fußgänger*innen und Radfahrer*innen fre-
quentiert ist. 
Das Straßenbild wird aktuell zu einem großen Teil 
von ruhendem Verkehr und einem hohen Versie-
gelungsgrad geprägt, während begrünende Ele-
Liebigstraße heute

RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
61
mente entlang der Straße nur auf privaten Grund-
stücken zu finden sind. Zudem weisen nur wenige 
der anliegenden Gebäude städtebauliche Quali-
täten auf, während große brachliegende Flächen 
die Attraktivität der Umgebung beeinträchtigen. 
Im Bestand erscheint die Straße vornehmlich für 
den motorisierten Individualverkehr ausgelegt, 
was sich durch breite Fahrbahnen und schmale 
Fuß- und Radwege äußert. 
Bei der Neugestaltung der Liebigstraße wird eine 
umfassende Planung angestrebt, die sowohl ver -
kehrstechnische als auch städtebauliche Aspekte 
berücksichtigt. Ein zentraler Schwerpunkt liegt 
dabei auf der Schaffung großzügiger, klar struk -
turierter und sicherer Fußwege, die deutlich 
von der Radinfrastruktur getrennt sind, sodass 
für beide Nutzer*innengruppen eine möglichst 
sichere Teilnahme am Verkehr gewährleistet ist. 
Um den Raum vom Autoverkehr und dem ruhen-
den Verkehr zu entlasten, werden Straßenbe-
reiche neugestaltet und zugunsten anderer Ver -
kehrsteilnehmer*innen umverteilt. Insbesondere 
die Implementierung von breiten Fahrradspuren 
nach dem Segregationsprinzip auf beiden Seiten 
der Straße trägt dazu bei, dass der Radverkehr 
sicherer und attraktiver gestaltet wird.
Die Entwicklung des öffentlichen Quartiersplat-
zes auf dem Schlachthofareal soll als Treffpunkt 
für die Gemeinschaft dienen. Dieser Platz bietet 
Raum für gastronomische Angebote zur Förde-
rung der sozialen Interaktion sowie eine Mobil-
station, um die Anbindung und auch das Mobili-
tätsangebot insgesamt zu verbessern. 
Um diesen öffentlichen Platz bereits auf der 
Liebigstraße anzukündigen, können mittels 
einer gesonderten Oberflächengestaltung und 
Entwicklungsmöglichkeit Liebigstraße

62
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
Liebigstraße
35m
15m
Liebigstraße
SCHNITT - A
  
Verortung der Straßenschnitte
zusätzlichen Grünelementen im Straßenraum, 
fußgängerfreundliche Querungsmöglichkeiten 
geschaffen werden, die gleichzeitig als eine Art 
Temposchwelle für den MIV fungieren.
Die Liebigstraße besitzt innerhalbt des Plange-
biets auf über 800 Metern Länge verschiedene 
Abschnitte, die unterschiedlichste Straßenquer -
schnitte aufweisen. 
Zur exemplarischen Verdeutlichung einer Flä-
chenneuaufteilung im Straßenraum wurden zwei 
Querschnitte der Liebigstraße gewählt. Darunter 
fällt der breiteste Abschnitt mit rund 35 Metern 
im westlichen Teil der Liebigstraße, sowie ein 
besonders enger Abschnitt mit ca. 15 Metern im 
östlichen Bereich. Die Bestandssituation zeigt, 
dass gerade der Fußweg bei einer geringeren 
Gesamtfläche besonders schmal ausfällt und mit 
Radwegen zusammengelegt wurde, während Flä-
chen für den MIV und ruhenden Verkehr weiter -
hin bestehen bleiben. Zudem weisen beide Quer -
schnitte keine Flächen für Verschattungen oder 
Versickerungsmöglichkeiten durch begrünende 
SCHNITT - B

RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
63
SCHNITT A - Bestand
SCHNITT B - Bestand SCHNITT B - Entwicklungsmöglichkeit
SCHNITT A - Entwicklungsmöglichkeit
Elemente auf. Dadurch sind die Straßenprofile 
besonders anfällig bei Extremwetterereignissen, 
sodass bei einer Umgestaltung der Liebigstraße 
das Entwicklungsziel der Förderung von Straßen-
grün eine zentrale Rolle einnehmen sollte.
Die nebenstehenden Konzeptschnitte zeigen 
exemplarisch mit welchen Flächenneuverteilun-
gen die Straßenquerschnitte attraktiver für den 
Rad- und Fußverkehr gestaltet werden können 
und Klimaanpassungsmaßnahmen im Straßen-
raum aussehen können.

HANDLUNGS-
EMPFEHLUNGEN UND 
KERNPROJEKTE
05

HANDLUNGS-EMPFEHLUNGEN UND KERNPROJEKTE
65
HANDLUNGSEMPFEHLUN-
GEN UND KERNPROJEKTE
Zum Erreichen der formulierten Entwicklungsziele 
für das LiebigQuartier und zur Realisierung der im 
Räumlichen Entwicklungskonzept skizzierten Flä-
chennutzungen und Erschließungsstrukturen sind 
viele mehrdimensionale Maßnahmen notwendig. 
Der überwiegende Teil der erforderlichen Maß-
nahmen betrifft private Flächen, die aber nur im 
kooperativen Verfahren zwischen privatem Enga-
gement und öffentlicher Planungshoheit entwi-
ckelt werden können. Wichtig ist dabei zu erken-
nen, dass alle räumlichen Neuordnungen – egal 
ob im öffentlichen Raum oder auf privater Fläche 
– einen wesentlichen Beitrag zur gemeinwohl-
orientierten und klimaschützenden Quartiersent-
wicklung zu leisten haben. Nur die Durchlässig-
keit von Flächen schafft eine neue Erlebbarkeit 
des LiebigQuartiers, eine positive Auswirkung auf 
das Mikroklima und ein erweitertes Nutzungsan-
gebot für die Bewohnerschaft.
Als wesentliche Handlungsempfehlungen werden 
folgende sieben Kernprojekte, die für die Zieler -
reichung und die Entwicklung des LiebigQuartiers 
als unverzichtbar eingeschätzt werden, in Form 
von Steckbriefen kurz beschrieben.
1. Umgestaltung der Liebigstraße 
2. Transformation Schlachthofareal
3. Transformation Molkereifläche und Umge-
bung 
4. Entwicklung Nahversorgungsbereich 
5. Entwicklung Mobilstation am S-Bahnhof Nip-
pes
6. Transformation Am Gleisdreick
7. Entwicklung Grünverbindung vom Inneren 
Grüngürtel zum Blücherpark
Jeder Steckbrief enthält eine Gebietskarte, in der 
die Maßnahme räumlich verortet ist. Für jedes 
Kernprojekt sind die handlungsfeldbezogenen 
Entwicklungsziele (s. Kapitel 3.1.1) genannt und 
farblich den folgenden Handlungsfeldern zuge-
ordnet:
Des Weiteren sind die Akteure genannt, welche 
die Entwicklung maßgeblich voranbringen.
Städtebau und Wohnen
Wirtschaft und Versorgung
Soziales, Kultur und Bildung
Mobilität und Verkehr
Grün und Klima

66
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
HANDLUNGS-EMPFEHLUNGEN UND KERNPROJEKTE
Transformation Schlachthofareal 02
NUTZUNG:
Mischnutzung (Gewer -
be, Wohnen, Kultur)
FEDERFÜHRUNG:
Stadt Köln
BETEILIGTE:
Private
ENTWICKLUNGSZIELE:
- Wirtschaftsstandort sichern / Arbeitsplätze erhalten, neu schaffen
- Flächen mehrfach nutzen (Multicodierung) / Gewerbe stapeln
- Kleinteiliges, stadtverträgliches Gewerbe 
- Urbane (Lebensmittel-) Produktion fördern
- Räume für Kulturnutzungen finden
- Räume für (Weiter-)Bildung und Integration sichern und ausbauen
- Neue Wohnformen und zielgruppenspezifische Wohnangebote 
fördern
- Straßen- und Gebäudegrün fördern / Hitzeinseln vermeiden
- Klimagerechte Transformation des Quartiers
HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN:
 - Dialog mit Flächeneigentümer*innen führen 
 - Erarbeitung einer städtebaulichen Planung, internen Erschließung und Freiraumplanung (als Grundlage für fol-
gende Bebauungsplanverfahren) 
 - Erarbeitung einer verkehrlichen Einbindung in das vorhandene Verkehrssystem
 - Durchführung eines Qualifizierungsverfahrens, vozugsweise 2-phasig und kooperativ 
 - Prüfung der Anwendung des Besonderen Städtebaurechts für den Bereich und Schaffung von Planungsrecht
PRIORITÄT:
Hoch
Umgestaltung der Liebigstraße 01
NUTZUNG:
Verkehrsplanung, 
öffentlicher Raum
FEDERFÜHRUNG:
Stadt Köln
BETEILIGTE:
Private
ENTWICKLUNGSZIELE:
- Zentrale Stadtachse städtebaulich aufwerten
- Straßenraum neu strukturieren und als öffentlichen Raum mit 
hoher Aufenthaltsqualität aufwerten
- Fuß- und Radwegenetz ausbauen und verbessern
- Ruhenden Verkehr stadtverträglich organisieren und reduzieren
- Logistik-/Wirtschaftsverkehre stadtverträglich abwickeln
- Straßen- und Gebäudegrün fördern / Hitzeinseln vermeiden
- Klimagerechte Transformation des Quartiers
PRIORITÄT:
Hoch
HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN:
 - Erarbeitung eines gestalterischen und verkehrsplanerischen Gesamtkonzeptes inkl. Machbarkeitsstudie für das 
LiebigQuartier. Es sind alle Verkehre inkl. Logistikverkehre zu berücksichtigen 
 - Umgestaltung und -umbau der Liebigstraße unter Berücksichtigung der Entwicklung des Schlachthofareals

HANDLUNGS-EMPFEHLUNGEN UND KERNPROJEKTE
67
Transformation Molkereifläche und Umgebung 03
NUTZUNG:
Wohngebietsentwi-
cklung,Gewerbeentwi-
cklung
FEDERFÜHRUNG:
Private
BETEILIGTE:
Stadt Köln
ENTWICKLUNGSZIELE:
Insgesamt
- Wirtschaftsstandort sichern / Arbeitsplätze erhalten, neu schaffen
- Flächen mehrfach nutzen (Multicodierung) / Gewerbe stapeln
- Kleinteiliges, stadtverträgliches Gewerbe 
- Urbane (Lebensmittel-) Produktion fördern
 - Zentrale Stadtachsen städtebaulich aufwerten (Raumkanten, 
Nutzungen)
- Straßen- und Gebäudegrün fördern / Hitzeinseln vermeiden
- Klimagerechte Transformation des Quartiers
Westliche Molkereifläche und ehem. Baufachmarktgelände
 - Nutzungsmischung und Nutzungsdichte mit Wohnen und Arbeiten
 - Bezahlbaren Wohnraum erhalten und schaffen 
HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN:
 - Erarbeitung einer verkehrlichen Einbindung in das vorhandene Verkehrssystem
Östliche Molkereifläche
- Dialog mit Flächeneigentümer*innen führen 
- Durchführung eines städtebaulichen Qualifizierungsverfahrens
- Prüfung der Anwendung des Besonderen Städtebaurechts für den Bereich
- Prüfung der Schaffung von Planungsrecht
- Dialog und Einbindung nachbarschaftlicher Initiativen
Westliche Molkereifläche und ehem. Baufachmarktgelände
- Dialog mit Flächeneigentümer*innen führen 
- Durchführung eines städtebaulichen Qualifizierungsverfahrens mit den Eigentümer*innen
- Prüfung der Anwendung des Besonderen Städtebaurechts für den Bereich
- Prüfung der Schaffung von Planungsrecht
PRIORITÄT:
Hoch

68
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
HANDLUNGS-EMPFEHLUNGEN UND KERNPROJEKTE
Entwicklung Nahversorgungsbereich 04
NUTZUNG:
Nahversorgung,  
Wohngebietsentwicklung
FEDERFÜHRUNG:
Private, Stadt Köln
BETEILIGTE:
Private
ENTWICKLUNGSZIELE:
 - Flächen mehrfach nutzen (Multicodierung)
 - Nahversorgungszentrum definieren
 - Nutzungsmischung und Nutzungsdichte mit Wohnen und Arbeiten 
erproben 
 - Neue Wohnformen und zielgruppenspezifische Wohnangebote 
fördern
 - Den ruhenden Verkehr stadtverträglich organisieren und reduzieren
- Klimagerechte Transformation des Quartiers
HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN:
 - Prüfung der Verankerung im Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln (EHZK)
 - Entwicklung eines städtebaulichen Konzepts für den gesamten Nahversorgungsbereich
 - Erarbeitung einer verkehrlichen Einbindung in das vorhandene Verkehrssystem
 - Erarbeitung eines innovativen Mobilitätskonzeptes (z.B. Veedel-Garage, Mobilstation)
 - Effiziente Nutzung der untergenutzten Flächen (Überbauung bzw. Aufstockung heutiger eingeschossiger Gebäude 
und Parkplatzflächen)
 - Prüfung der Anwendung des Besonderen Städtebaurechts für den Bereich
 - Prüfung der Schaffung von Planungsrecht
PRIORITÄT:
Hoch
Entwicklung Mobilstation am S-Bahnhof Nippes 05
NUTZUNG:
Verkehrsplanung
FEDERFÜHRUNG:
Stadt Köln
BETEILIGTE:
Private
ENTWICKLUNGSZIELE:
 - Den ruhenden Verkehr stadtverträglich organisieren und reduzieren
 - Logistik stadtverträglich abwickeln
- Klimagerechte Transformation des Quartiers
HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN:
 - Durchführung von Eigentümer*innengesprächen und Dialogen zur Grundlagenklärung 
 - Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur Evaluierung des Vorhabens
 - Prüfung der verkehrlichen Funktionsfähigkeit für eine Mobilstation 
 - Initiieren von Gesprächen mit potenziellen Betreiber*innen und Entwicklung eines Betriebsmodells
 - Erarbeitung eines umfassenden Konzepts für die Logistikmobilität im Quartier
 - Prüfung von notwendigen Standorten für die letzte Logistikmeile im Quartier
 - Entwicklung einer stadtgestalterisch verträglichen Mobilstation
PRIORITÄT:
Mittel - Hoch

HANDLUNGS-EMPFEHLUNGEN UND KERNPROJEKTE
69
Entwicklung Grünverbindung vom Inneren
Grüngürtel zum Blücherpark 07
NUTZUNG:
Verkehrsplanung,
Freiraumplanung
FEDERFÜHRUNG:
Stadt Köln
BETEILIGTE:
Private
ENTWICKLUNGSZIELE:
 - Grünraumvernetzung vervollständigen und Zugänglichkeit / 
Anbindung sicherstellen
 - Hitzeinseln vermeiden
 - Versickerungs- und Auffangmöglichkeiten für Starkregenereignisse 
verbessern / (Teil-)Entsiegelung fördern
- Klimagerechte Transformation des Quartiers
HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN:
- Durchführung einer Machbarkeitsstudie inklusive Kostenschätzung für die Fuß- und Radwegebrücke
- Flächensicherung für eine Grünverbindung
- Errichtung einer Fuß- und Radwegebrücke zwischen Innerer Grüngürtel und Herkulesstr.
PRIORITÄT:
hoch
Transformation Am Gleisdreieck 06
NUTZUNG:
Gewerbeentwicklung,
Kultur und Freiraum
FEDERFÜHRUNG:
Stadt Köln, Private, Land 
NRW
BETEILIGTE:
Private
ENTWICKLUNGSZIELE:
 - Wirtschaftsstandort sichern / Arbeitsplätze erhalten und neu 
schaffen
 - Flächen mehrfach nutzen (Multicodierung) / Gewerbe stapeln
 - Räume für Kulturnutzungen finden
 - Fuß- und Radwegenetz ausbauen und verbessern
- Klimagerechte Transformation des Quartiers
- Grünraumvernetzung vervollständigen und Zugänglichkeit /
Anbindung sicherstellen
HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN:
 - Durchführung von Eigentümer*innengesprächen
 - Prüfung der Anwendung des Besonderen Städtebaurechts für den Bereich
 - Prüfung der Schaffung von Planungsrecht
 - Durchführung eines städtebaulichen Qualifizierungsverfahrens mit den Eigentümer*innen inkl. Prüfung der 
Umsetzbarkeit einer höheren Bebauung (unter Berücksichtung des aktuell noch in Erarbeitung befindlichen 
"Höhenentwicklungskonzept Innere Stadt") 
 - Entwicklung eines grünen qualitätsvollen Korridors als Teil der Grünraumvernetzung Richtung Innerer Grüngürtel 
 - Erarbeitung einer verkehrlichen Einbindung in das vorhandene Verkehrssystem
PRIORITÄT:
Mittel

Beschlussvorlage Ausschuss

13282 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IX/151/2 
 
Vorlagen-Nummer 
 2088/2024 
Freigabedatum 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Beschluss des Räumlichen Entwicklungskonzepts für das LiebigQuartier  
Beschlussorgan 
Stadtentwicklungsausschuss 
Gremium Datum 
 
 I Beschlussvorschlag der Verwaltung:  
Der Stadtentwicklungsausschuss  
1. nimmt das Räumliche Entwicklungskonzept für das LiebigQuartier zur Kenntnis;  
2. beschließt das Räumliche Entwicklungskonzept LiebigQuartier (Anlage 1) als Grund-
lage für weitere Entwicklungen innerhalb des Plangebietes;  
3. beauftragt die Verwaltung nächste Schritte zur Umsetzung der sieben Kernprojekte zu 
erarbeiten und die Umsetzu ngsprozesse aktiv zu begleiten.  
4. beauftragt die Verwaltung, die Politik jährlich über den aktuellen Entwicklungs -stand der 
sieben Kernprojekte zu informieren.  
 
Mündlicher Änderungsantrag vom SE Bucher (SPD):  
II Beschlussvorschlag:  
Der Stadtentwicklungausschuss schließt sich der Beschlussfassung der Bezirksvertretung 
Ehrenfeld vom 04.11.2024 an.  
Abstimmungsergebnis:  
Mehrheitlich bei keiner Enthaltung gegen die Stimmen der SPD -Fraktion und der Frak-
tion DIE LINKE abgelehnt.  
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 04.11.2024 
Bezirksvertretung 5 (Nippes) 19.09.2024 
Wirtschaftsausschuss 10.10.2024 
Stadtentwicklungsausschuss 07.11.2024

2 
Gemeinsamer Änderungsantrag, bzw. Ergänzungsantrag der Fraktion Bündnis 90/ Die 
Grünen, der CDU und der Fraktion VOLT (AN/1526/2024)  
III Beschlussvorschlag:  
Der Stadtentwicklungsausschuss beschließt ergänzend:  
5. Der Grünraum im Quartier muss deutlich erhöht we rden.  
a) Die auf Seite 22 beschriebene Verbindung zwischen Blücherpark und Innerem Grün-
gürtel muss fester Bestandteil der Planung werden. Die Verwaltung soll beauftragt wer-
den, sicherzustellen, dass diese Grünverbindung auch umgesetzt werden kann.  
b) Auch bei Vorhaben, für die kein Bebauungsplan erforderlich ist, sollen Grünflächen 
festgelegt werden, z.B. durch städtebauliche Verträge.  
6. Die Verwaltung wird aufgefordert, ein geeignetes Format vorzuschlagen, mit dem die 
Information und die Beteiligung vo n Politik, Öffentlichkeit, Anliegenden, Stakeholdern und 
Eigentümer*innen gewährleistet wird.  
7. Die Verwaltung wird beauftragt, eine Vorkaufsrechtssatzung nach § 25 Absatz 1 Satz 1 
Nr. 2 BauGB für das LiebigQuartier zur Sicherung strategisch wichtiger Gr undstücke für 
eine nachhaltige und sozial gerechte Quartiersentwicklung zu prüfen und im gesamten 
Gebiet eine aktive Grundstückpolitik zu betreiben.  
8. Die Interessen der RheinEnergie und der Bedarf des Gewerbes sind zu berücksichti-
gen.  
 
Abstimmungsergebnis:  
Einstimmig zugestimmt.  
IV Beschluss über den geänderten Beschlussvorschlag ( Ergänzungen fett):  
Der Stadtentwicklungsausschuss  
1. nimmt das Räumliche Entwicklungskonzept für das LiebigQuartier zur Kenntnis;  
2. beschließt das Räumliche Entwicklungs konzept LiebigQuartier (Anlage 1) als Grund-
lage für weitere Entwicklungen innerhalb des Plangebietes;  
3. beauftragt die Verwaltung nächste Schritte zur Umsetzung der sieben Kernprojekte zu 
erarbeiten und die Umsetzungsprozesse aktiv zu begleiten.  
4. beauftragt die Verwaltung, die Politik jährlich über den aktuellen Entwicklungsstand der 
sieben Kernprojekte zu informieren.  
5. Der Grünraum im Quartier muss deutlich erhöht werden.  
a) Die auf Seite 22 beschriebene Verbindung zwischen Blücherpark und Innerem 
Grüngürtel muss fester Bestandteil der Planung werden. Die Verwaltung soll beauf-
tragt werden, sicherzustellen, dass diese Grün -verbindung auch umgesetzt werden 
kann.  
b) Auch bei Vorhaben, für die kein Bebauungsplan erforderlich ist, sollen Grünflä-
chen festgelegt werden, z.B. durch städtebauliche Verträge.  
6. Die Verwaltung wird aufgefordert, ein geeignetes Format vorzuschlagen, mit dem 
die Information und die Beteiligung von Poli tik, Öffentlichkeit, Anliegenden, Stake-
holdern und Eigentümer*innen gewährleistet wird.  
7. Die Verwaltung wird beauftragt, eine Vorkaufsrechtssatzung nach § 25 Absatz 1 
Satz 1 Nr. 2 BauGB für das LiebigQuartier zur Sicherung strategisch wichtiger 
Grundstücke für eine nachhaltige und sozial gerechte Quartiersentwicklung zu prü-
fen und im gesamten Gebiet eine aktive Grundstückpolitik zu betreiben.  
8. Die Interessen der RheinEnergie und der Bedarf des Gewerbes sind zu berück-
sichtigen.

3 
Abstimmungsergebnis üb er den so geänderten Beschlussvorschlag:  
Einstimmig zugestimmt.

4 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Mit Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses „Weiteres Vorgehen zum Projekt Räumli-
ches Entwicklungskonzept Liebigquartier“ vom 02.06.2022 wurde die Verwaltung beauftragt 
ein räumliches Entwicklungskonzept für das LiebigQuartier zu erarbeiten (in Anlehnung an 
den Auftrag AN/0985/2018 des Stadtentwicklungsausschusses vom 28.06.2018). 
 
Das „Räumliche Entwicklungskonzept LiebigQuartier“ (REK LiebigQuartier) soll hiernach die 
aktuell ungeordnete städtebauliche Situation strukturieren und neu ordnen. Es sind zukünftige 
Flächen für gewerbliche Nutzungen, Wohnen, Grün sowie die soziale Infrastruktur zu identifi-
zieren und ggf. neu festzulegen. Dabei sollen Aussagen über eine angemessene Höhenent-
wicklung und optimale Flächenausnutzung (Verdichtungsmöglichkeiten) getroffen werden. 
Weiterhin soll ein besonderes Augenmerk auf die Gestaltung der öffentlichen Räume gelegt 
werden, hier insbesondere der Liebigstraße als zentrale Verbindungsachse zwischen Ehren-
feld und Nippes. Bei der Konzepterstellung soll das Thema Klimaschutz von Beginn an inte-
griert werden. Allgemeine Ziele von Klimaschutzmaßnahmen in der integrierten Stadtentwick-
lung sind u.a. die Verringerung von Umweltbelastungen, die Berücksichtigung stadtklimati-
scher Aspekte und die Verbesserung der Energieeffizienz. Bei der Erarbeitung des Räumli-
chen Entwicklungskonzeptes Liebigquartier soll dies insbesondere berücksichtigt werden. 
 
Endbericht „Räumliches Entwicklungskonzept LiebigQuartier“ (Anlage 1) 
Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik hat als externe Begleitung des Prozesses im Mai 
2023 das Büro Reicher Haase Assoziierte, Dortmund, für die inhaltliche Projektleitung und 
verantwortlich für die planerische Umsetzung, Begründung und Visualisierung und das Büro 
Stadtraumkonzept, Dortmund, für die Koordination des Gesamtprozesses und verantwortlich 
für die Beteiligungs- und Dialogformate, beauftragt. Anschließend startete der rund zwölf-mo-
natige Prozess zur Erarbeitung des REK LiebigQuartier. 
 
Der vorliegende Endbericht fasst die wichtigsten Ergebnisse dieses Prozesses zusammen 
und bildet mit dem Plan des REK und den als Ausblick definierten sieben Kernprojekten und 
deren Handlungsempfehlungen eine Grundlage, um die zukünftige Entwicklung des Liebig-
Quartiers hin zu einem nachhaltigen und identitätsstiftenden Wohn-, Arbeits- und Freizeit-
standort zu steuern.  
 
Im Prozess wurden nach einer ausführlichen Raumanalyse des LiebigQuartiers unterschiedli-
che Zielrichtungen und räumliche Setzungen im REK bezogen auf folgende Handlungsfelder 
erarbeitet: Städtebau und Wohnen, Wirtschaft und Versorgung, Soziales, Kultur und Bildung, 
Mobilität und Verkehr, Grün und Klima. Dabei wurde sich über drei unterschiedliche Impulssze-
narien hin zu einem finalen REK angenähert Berücksichtigung fanden gleichermaßen aktuelle 
Entwicklungstrends der Stadtentwicklung und die Historie des Gebiets.  
 
Das finale REK bildet die Grundlage für die zukünftige Entwicklung des LiebigQuartiers. Es 
soll das Quartier in seiner Funktion als Wohn- und Arbeitsstandort sichern und stärken und 
gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Klimaneutralität 2035 liefern. Um das Quartier zu-
kunftssicher zu entwickeln sind Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsmaßnahmen 
grundlegend in die Planung zu integrieren.

5 
 
Ebenso ist es wichtig, dass die Wohn- und Gewerbeverkehre reduziert werden und damit ver-
kehrlich abbildbar sind. Die Liebigstraße bleibt – wie bereits heute – eine wichtige urbane 
Achse mit Verbindungsfunktion, die insbesondere in ihrer Aufenthaltsqualität gestärkt werden 
soll. Hierzu sollen lebendige Erdgeschossbereiche sowie öffentliche Plätze entlang der Liebig-
straße geschaffen werden, die Begegnungs- und Aufenthaltsräume bieten. Zudem soll der 
Straßenraum zugunsten des Fuß- und Radverkehrs umverteilt werden und Kreuzungspunkte 
umgestaltet werden. In Kombination mit dem S-Bahnhof Nippes, welcher an das Ende der Lie-
bigstraße anknüpft, ist die Errichtung einer Mobilstation vorgesehen, um den Umweltverbund 
zu stärken. 
 
Im südlichen Bereich des Quartiers soll durch eine Fuß- und Radverkehrsüberführung die di-
rekte Anbindung an den Inneren Grüngürtel geschaffen und dadurch die direkte Fuß- und 
Radverkehrsverbindung bis hin zum Blücherpark vervollständigt werden.  
 
Das bestehende Gewerbeband entlang der Gleise – vom ehemaligen Schlachthof bis zur ehe-
maligen Molkereifläche südlich des Geldernparks – soll auch in Zukunft für gewerbliche Nut-
zungen vorbehalten werden. Das REK sieht für diese Bereiche verschiedene innovative, 
stadtverträgliche Gewerbeformen mit Nutzungsmischung vor, die durch weitere nicht-gewerb-
liche Nutzungen ergänzt werden: Für das Schlachthofareal empfiehlt das REK die vorhande-
nen soziokulturellen Nutzungen durch die Schaffung eines zentralen öffentlichen Platzes in 
Verbindung mit Gastronomie oder Kultureinrichtungen zu ergänzen. Im Bereich des ehemali-
gen Baumarkts und der ehemaligen Molkereifläche liegt der Fokus dagegen auf stadtverträgli-
chem Gewerbe und der Kombination von sozialer Infrastruktur mit Kultur- und Kreativnutzung. 
Hier ist es besonders wichtig, einen verträglichen Übergang zwischen Gewerbe und Wohnen 
zu schaffen. 
 
Im Bereich ‚Am Gleisdreieck‘ bietet sich entsprechend des REKs ein Gewerbecampus mit ei-
ner Mischung aus Dienstleistung und Gewerbe an.  
 
Um die Nahversorgung im Plangebiet auch in Zukunft sicherstellen zu können, soll ein Nah-
versorgungsbereich in unmittelbarer Nähe des S-Bahnhof Köln-Nippes aufgespannt werden. 
Dieser bildet ein Gelenk zwischen dem Gewerbeband entlang der Gleise und den angrenzen-
den bestehenden Wohnnutzungen.  
 
Das Wohngebiet entlang und nördlich der Nievenheimer Str. ist im Bestand zu schützen. Dar-
über hinaus gibt es weitere Nutzungen, deren Bestand durch das REK zukünftig gesichert 
werden soll. Hierzu zählt der Standort der RheinEnergie, wo selbige wichtige Funktionen der 
Daseinsvorsorge für die Gesamtstadt übernimmt. 
 
Um schließlich die formulierten Entwicklungsziele für das LiebigQuartier zu erreichen und die 
im REK skizzierten Flächennutzungen und Erschließungsstrukturen zu realisieren, sind zahl-
reiche Maßnahmen erforderlich. Als wichtige Handlungsempfehlung wurden daher sieben 
Kernprojekte definiert, die als unverzichtbar für die Zielerreichung und die Entwicklung des 
LiebigQuartiers angesehen werden: 
 
01 Umgestaltung der Liebigstraße 
02 Transformation Schlachthofareal 
03 Transformation Molkereifläche und Umgebung 
04 Entwicklung Nahversorgungsbereich 
05 Entwicklung Mobilstation am S-Bahnhof Nippes 
06 Transformation Gleisdreieck 
07 Entwicklung Grünverbindung vom Inneren Grüngürtel zum Blücherpark 
 
Beteiligung am Prozess zum Räumlichen Entwicklungskonzept 
Das REK LiebigQuartier wurde unter Mitwirkung der Stakeholder*innen vor Ort, verschiedener 
Fachämter und mit Beteiligung von Politik und Stadtgesellschaft durchgeführt. 
Über das städtische Beteiligungsportal „Meinung für Köln“ wurde vom 21.08.2023 bis zum 
10.09.2023 eine Online-Öffentlichkeitsbeteiligung (s. meinungfuer.koeln/Liebigquartier) durch-

6 
geführt. Hieran haben sich über 280 Personen beteiligt, die insgesamt 433 Beiträge abgege-
ben haben. Diese wurden ausgewertet und eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Politik 
zur Kenntnis gegeben (s. Vorlage Nr. 0093/2024). 
Die Stakeholder*innen aus dem Plangebiet wurden über zwei Workshops, in denen die Poten-
ziale und Zielsetzungen des Projektes sowie die Zwischenergebnisse des Räumlichen Ent-
wicklungskonzeptes intensiv diskutiert wurden, an dem Prozess beteiligt. 
Die Bezirksvertretungen Ehrenfeld und Nippes wurden im Rahmen von zwei Sonderterminen 
ebenfalls über Zwischenergebnisse informiert. 
Abschließend wurde am 20.03.2024 die Öffentlichkeit zur Zukunftskonferenz eingeladen, in 
der der Entwurf des Räumlichen Entwicklungskonzeptes vorgestellt wurde. Die hier gegebe-
nen Hinweise und Anregung wurden aufgenommen und sind in die Finalisierung des Räumli-
chen Entwicklungskonzeptes sowie die Erstellung des Endberichtes eingeflossen. 
 
Ausblick 
Die Verwaltung wird gem. Auftrag durch die vorliegende Beschlussvorlage die nächsten erfor-
derlichen Schritte erarbeiten und einleiten, um die Umsetzung der sieben Kernprojekte voran-
zutreiben. Die einzelnen Umsetzungsprozesse werden aktiv begleitet, über den Entwicklungs-
stand der sieben Kernprojekte wird zukünftig einmal jährlich berichtet.  
 
 
Anlagen: 
Anlage 1 Endbericht Räumliches Entwicklungskonzept LiebigQuartier 
Anlage 2 Räumliches Entwicklungskonzept LiebigQuartier (Plan)

Anlage 2 Räumliches Entwicklungskonzept LiebigQuartier (Plan)

143 Zeichen

RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT 
LIEBIGQUARTIER KÖLN
ARCHITEKTEN STADTPLANER ING ENIEURE
REICHER HAASE ASSOZIIERTE
RHA
M 1:5.000Stand: Juli 2024

Anlage 1.1 Endbericht Räumliches Entwicklungskonzept LiebigQuartier - höhere Auflösung

93158 Zeichen

Räumliches 
Entwicklungskonzept
LiebigQuartier

VORWORT
00

3
Sehr geehrte Leser*innen,
als Dezernent für Stadtentwicklung, Wirt-
schaft, Digitalisierung und Regionales freue 
ich mich, Ihnen den Endbericht zum Räum-
lichen Entwicklungskonzept (REK) für das 
LiebigQuartier präsentieren zu dürfen. Wir 
wollen dieses vielfältige Quartier, das Nippes 
und Ehrenfeld miteinander verbindet, noch 
lebenswerter machen. Für dieses Vorha-
ben könnte der Zeitpunkt kaum besser sein: 
Durch die Schließung des Molkereibetriebs 
FrieslandCampina eröffnen sich viele neue 
Möglichkeiten. Die Chancen liegen vor allem 
in der Entwicklung der Potenzialflächen, der 
Schaffung von neuen Grün- und Wegeverbin-
dungen, der Aufwertung von Quartiersein-
gängen und der Umgestaltung von Verkehrs-
flächen.
Das Ihnen vorliegende REK ist das Ergeb-
nis eines intensiven Bearbeitungsprozesses 
durch das Amt für Stadtentwicklung und Sta-
tistik, an dem eine Vielzahl von Akteur*in-
nen aus dem Plangebiet beteiligt waren: 
Projektentwickler*innen, Grundstückseigen-
tümer*innen, Vertreter*innen des Einzel-
handels und der ansässigen Betriebe, Woh-
nungsbauunternehmen, Vertreter*innen der 
soziokulturellen Szene vor Ort, Vereine und 
Akteur*innen, die sich bürgerschaftlich enga-
gieren sowie die interessierte Öffentlichkeit 
haben aktiv mitgewirkt, um nachhaltige und 
identitätsstiftende Lösungen für die Zukunft  
des LiebigQuartiers zu erarbeiten.
Das LiebigQuartier erstreckt sich über eine 
Fläche von etwa 130 Hektar in den Stadt-
bezirken Ehrenfeld und Nippes und weist 
eine heterogene Nutzungsstruktur auf. Es 
ist geprägt durch eine Vielzahl an Gemenge-
lagen, die an einigen Stellen zu Nutzungs-
konflikten zwischen Wohnen und Gewerbe 
führen. Aufgrund des großen Entwicklungs-
potenzials und andauernder Transforma-
tionsprozesse im Gebiet soll das REK - dem 
politischen Auftrag (AN/0985/2018) folgend 
- dazu beitragen, die zukünftige Entwicklung 
des LiebigQuartiers zu steuern.
Aufbauend auf der Stadtstrategie "Kölner 
Perspektiven 2030+" haben wir die Ziele für 
die räumliche Entwicklung des LiebigQuar -
tiers im Laufe des Prozesses weiter konkreti-
siert. Wir wollen mit dem REK dazu beitragen, 
T. Frohn/Stadt Köln

4
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN  
Ihr 
Andree Haack 
Beigeordneter für Stadtentwicklung, Wirtschaft, 
Digitalisierung und Regionales der Stadt Köln
Köln, August 2024
die vorhandenen innerstädtischen Gewerbe-
flächen und -potenziale im LiebigQuartier 
zu sichern und weiterzuentwickeln, um die 
vorhandenen Arbeitsplätze zu erhalten und 
zusätzliche zu generieren. Gleichzeitig ist uns 
wichtig bezahlbaren Wohnraum zu sichern 
und neu zu schaffen. Darüber hinaus soll das 
LiebigQuartier Raum für Sport, Freizeit und 
Kultur bieten. So kann der heutige Nutzungs-
mix weiter gestärkt werden. Es muss uns 
aber auch gelingen, mögliche Konflikte und 
Konkurrenzsituationen hinsichtlich der Flä-
chennutzung zu minimieren. Dabei setzen wir 
auf innovative Lösungen, die zu einer nach-
haltigen und klimaangepassten Entwicklung 
des LiebigQuartiers mit erhöhter Lebensqua-
lität führen. 
Es ist nun von entscheidender Bedeutung, 
dass wir auf Basis des vorliegenden Entwick -
lungskonzepts ins konkrete Handeln kom-
men. Hierzu wollen wir sieben Kernprojekte 
anstoßen, um das LiebigQuartier zu einem 
zukunftsweisenden, attraktiven und identi-
tätstragenden Wohn-, Arbeits-, und Freizeit-
standort weiterzuentwickeln. Die Neuge-
staltung der Liebigstraße ist eines, das die 
Stadt Köln selber umsetzen kann. Für ande-
re braucht es gute Partner, die wir als Stadt 
unterstützen werden. 
Ich wünsche Ihnen inspirierende Gedanken 
beim Lesen, damit wir gemeinsam ein lebens-
wertes und klimaneutrales Köln von Morgen 
und Übermorgen gestalten.

5

REICHER HAASE ASSOZIIERTE GMBH
Schäferstraße 33 | 44147 Dortmund
do@rha-planer.eu
Bearbeitung:
Dipl.-Ing. Holger Hoffschröer
Carsten Göhring M.Sc.
Till Müller-Haude M.Sc.
Greta Wienen B.Sc.
IMPRESSUM
Räumliches Entwicklungskonzept
LiebigQuartier Köln
Auftraggeberin
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
151-2 Räumliche Stadtentwicklungsplanung
Willy-Brandt-Platz 2 | 50679 Köln
Bearbeitung: 
Natascha Rohde
Lotte Drevermann
Maike Janßen
Kaja Rocks
Auftragnehmer*innen
STADTRAUMKONZEPT GmbH
Huckarder Straße 12 | 44147 Dortmund
Bearbeitung:
Dipl.-Ing Henrik Freudenau
Dipl.-Geograph Sebastian Siebert
Karen Bietmann B.Sc.
Stand August 2024
ARCHITEKTEN STADTPLANER ING ENIEURE
REICHER HAASE ASSOZIIERTE
RHA
Quelle Fotos und Planungen
Titelbild: Markus Schnabel, 2024
Wenn ansonsten nicht anders angegeben: Reicher Haase Assoziierte GmbH

Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung ��������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������� 8
1.1 Anlass und Zielsetzung ...........................................................................................................................................9
1.2 Arbeitsprozess ..................................................................................................................................................... 10
1.3 Beteiligung ........................................................................................................................................................... 12
2 Bestandsanalyse ������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������� 14
2.1 Räumliche Einordnung des Plangebiets ................................................................................................................15
2.2 Nutzungsstruktur ..................................................................................................................................................16
2.3 Städtebau ............................................................................................................................................................. 18
2.4 Verkehr und Mobilität ...........................................................................................................................................20
2.5 Freiraum ............................................................................................................................................................... 22
2.6 Klima .................................................................................................................................................................... 24
2.7 Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken ..........................................................................................................26
3 Szenarien �������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������� 28
3.1 Herleitung der Szenarien ......................................................................................................................................29
3.1.1 Entwicklungsziele .................................................................................................................................... 31
3.1.2 Entwicklungstrends ................................................................................................................................. 32
3.2 Szenario 1 - Lebendige Impulse............................................................................................................................34
3.3 Szenario 2 - Frische Impulse ................................................................................................................................36
3.4 Szenario 3 - Innovative Impulse ............................................................................................................................38
3.5 Bewertung der Szenarien .....................................................................................................................................40
4 Räumliches EntwIcklungskonzept ��������������������������������������������������������������������������������������������������������������42
4.1 Herleitung ............................................................................................................................................................ 43
4.2 Leitbild ................................................................................................................................................................. 45
4.3 Handlungsfelder ................................................................................................................................................... 48
4.4 Räumliches Entwicklungskonzept .........................................................................................................................58
4.5 Vertiefungsbereich Liebigstraße ...........................................................................................................................60
5 Handlungsempfehlungen und Kernprojekte ����������������������������������������������������������������������������������������������64

EINLEITUNG
01

EINLEITUNG
9
EINLEITUNG
1�1 ANLASS UND ZIELSETZUNG
Der Stadtraum entlang der Liebigstraße, zwi-
schen dem S-Bahn-Haltepunkt Köln-Nippes im 
Osten und der Grünanlage entlang der A 57 im 
Westen, in diesem Konzept als LiebigQuartier 
benannt, zeichnet sich durch vielfältige Funktio-
nen und Raumstrukturen aus. Hier finden sich 
durchgrünte Wohnsiedlungen ebenso wie groß-
flächige Gewerbe- und Produktionsstandorte. 
Vergangene Umbrüche haben Leerstände und 
Brachflächen hinterlassen, die Raum für neue 
Wohn- und Gewerbeentwicklungen bieten.
Die wertvolle Funktions- und Nutzungsvielfalt ist 
insgesamt zu schützen und weiterzuentwickeln, 
weist jedoch an einigen Stellen städtebauliche 
Mängel und unklare Raumstrukturen auf. 
Das LiebigQuartier steht vor der Herausforde-
rung, sich an die Auswirkungen des Klimawandels 
anzupassen, eine sichere und klimafreundliche 
Energieversorgung zu gewährleisten und moder -
ne Formen von Mobilität zu ermöglichen.
Insgesamt besteht in dem dazu erforderlichen 
Transformationsprozess die Chance, das Liebig-
Quartier zu einem lebenswerten Ort mit einem 
zeit- und standortgerechten Charakter zu entwi-
ckeln. Dazu ist unter Berücksichtigung der Gege-
benheiten vor Ort ein Konzept erforderlich, das 
eine zukunftsweisende Vision für das Plangebiet 
aufzeigt. Zentrales Ziel ist hierbei die Sicherung 
der gewerblich genutzten Flächen sowie deren 
transformative Übersetzung in einen verträglich 
gestalteten Stadtbaustein. So kann ein Quar -
tier entstehen, das der gegebenen Lagequalität 
gerecht wird. Das räumliche Entwicklungskon-
zept soll dazu dienen, das Profil des LiebigQuar -
tiers konzeptionell zu schärfen so dass zukünftige 
Entwicklungen sich hieran ausrichten können. 
Der Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Köln 
hatte die Verwaltung mit Beschluss vom 28. 
Juni 2018 (Städtebauliche Neuordnung für den 
Bereich Parkgürtel Süd und GE Schlachthof; 
AN/0985/2018) beauftragt, für das Quartier 
einen Entwicklungs- und Nutzungsplan aufzustel-
len, der jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht bear -
beitet werden konnte. Am 2. Juni 2022 wurde 
schließlich, wie von der Verwaltung vorgeschla-
gen, die Erarbeitung des nun vorliegenden Räum-
lichen Entwicklungskonzepts LiebigQuartier als 
informelles Planungsverfahren mit Beteiligungs-
möglichkeiten beschlossen (Weiteres Vorgehen 
zum Projekt Räumliches Entwicklungskonzept 
Liebigquartier; 4461/2021).

10
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
EINLEITUNG
1�2 ARBEITSPROZESS
Der Prozess zum Räumlichen Entwicklungskon-
zept wurde im Mai 2023 initiiert und gliederte sich 
in folgende Phasen: Entwicklung des Prozessde-
signs, Bestandsaufnahme und Analyse, Durchfüh-
rung des Dialogprozesses sowie Erarbeitung des 
Räumlichen Entwicklungskonzepts.
Die folgende Prozessgrafik ordnet die Arbeitspha-
sen inkl. Beteiligung zeitlich ein. Eine detaillierte 
Erläuterung findet im Fortlauf des Kapitels statt.
Prozessgrafik

EINLEITUNG
11
Die thematische Analyse des Plangebiets bilde-
te eine inhaltliche Grundlage, auf der im weite-
ren Arbeitsprozess drei Entwicklungsszenarien 
skizziert wurden, um mögliche Entwicklungspfa-
de – sowohl räumlich als auch programmatisch 
– aufzuzeigen. In einem Folgeschritt wurden die 
Szenarien genutzt, um eine zukunftsfähige Vision 
für das Quartier abzuleiten und damit ein Konzept 
für die räumliche Entwicklung zu formulieren. 
Abschließend wurde eine Vertiefung mit Blick auf 
eine zukünftige Weiterentwicklung der Liebigstra-
ße sowie eine Projekt- und Maßnahmenübersicht 
als Grundlage für die weitere Entwicklung erstellt.
Vorgehen der Konzeptentwicklung
Analyse
Stakeholder*innen- 
Gespräche
Potenzial- und Ziel- 
Workshop
Szenarien- 
Workshop
Lenkungskreis
Lenkungskreis
Projektgruppe
Projektgruppe
Online-
Beteiligung
Flächengerüst
Szenarien
III
II
I
Entwicklungsziele
Entwicklungstrends
RÄUMLICHES 
ENTWICKLUNGS- 
KONZEPT
Sondertermin Politik
Zukunftskonferenz
Im Prozess arbeiteten die beiden Planungsbü-
ros Reicher Haase Assoziierte GmbH und Stadt-
RaumKonzept GmbH eng mit der Stadt Köln, ins-
besondere dem Amt für Stadtentwicklung und 
Statistik, zusammen, um ein ganzheitliches und 
abgestimmtes Arbeitsergebnis zu gewährleisten.
Das Räumliche Entwicklungskonzept wird nach 
seiner Fertigstellung den Gremien der Stadt Köln 
zur politischen Beratung vorgelegt.

12
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
EINLEITUNG
1�3 BETEILIGUNG
Das vorliegende Räumliche Entwicklungskonzept 
wurde im intensiven Dialog mit den ansässigen 
Institutionen und Bewohner*innen erarbeitet. Die 
Beteiligung im Rahmen des Dialogprozesses glie-
derte sich in Formate der öffentlichen Beteiligung 
sowie der Beteiligung ausgewählter Akteur*in-
nen.
Die Beteiligung der breiten Öffentlichkeit erfolgte 
zunächst durch eine Online-Öffentlichkeitsbe-
teiligung über das städtische Beteiligungsportal 
meinungfuer.koeln zu Beginn des Planungspro-
zesses. Im Zeitraum vom 21. August bis zum 10. 
September 2023 hatten Interessierte die Gele-
genheit, ihre Hinweise zur gegenwärtigen Situa-
tion des LiebigQuartiers sowie Ideen und Anre-
gungen für eine Weiterentwicklung mitzuteilen 
und diese auch räumlich in einer Karte zu veror -
ten. Insgesamt wurden 277 Beiträge eingereicht 
und mit 156 Kommentaren versehen sowie mit 
1.172 Stimmen bewertet. Die Ergebnisse dieser 
Beteiligung wurden bei der Analyse berücksich-
tigt und nahmen im weiteren Prozess Einfluss 
auf das Räumliche Entwicklungskonzept. Sie sind 
zudem ausführlich in der Mitteilung an die Politik 
0093/2024 dokumentiert.
Die Beteiligung von Vertreter*innen ausgewählter 
Akteursgruppen fand im Rahmen von zwei Vor-
Ort-Workshops statt. Als erste Veranstaltung fand 
am 20. September 2023 im Gemeindehaus der 
Evangelischen Nathanael Kirchengemeinde Bil-
derstöckchen ein Potenzial- und Zielworkshop  
statt. Hierzu wurden maßgebliche Akteur*innen 
aus dem Planungsgebiet eingeladen, darunter 
Projektentwickler*innen, Grundstückseigentü-
mer*innen, Vertreter*innen des Einzelhandels 
und der ansässigen Betriebe, Wohnungsbauunter -
nehmen, Akteur*innen der soziokulturellen Szene 
vor Ort sowie weitere Vereine und Akteur*innen, 
die sich bürgerschaftlich engagieren. Gemeinsam 
wurden Potenziale des Quartiers erörtert, Ziele 
der weiteren Entwicklung formuliert, Bedarfe und 
Interessen ausgetauscht sowie Schwerpunktbe-
reiche möglicher Entwicklungen verortet.
Der zweite Workshop, zu dem der selbe Perso-
nenkreis, zuzüglich der beiden Bezirksbürger -
meister*innen eingeladen wurden, fand am 31. 
Januar 2024 in der Städtischen Katholischen 
Grundschule Osterather Straße statt. In diesem 
Szenarienworkshop wurden verschiedene Sze-
narien für die zukünftige Entwicklung des Quar -
tiers mit ihren spezifischen Vor- und Nachteilen, 
Chancen und Hemmnissen diskutiert.
Ein Bestandteil des Dialogprozesses waren darü-
ber hinaus acht Einzelgespräche mit ausgewähl-
ten Personen. Diese Stakeholdergespräche mit 
den Eigentümer*innen von Schlüsselgrundstü-
cken und Akteur*innen die sich bürgerschaftlich 
engagieren, waren gerade zu Beginn des Prozes-
ses von hoher Bedeutung für die Informations-
gewinnung, insbesondere zu den Flächen, die 
besondere Entwicklungspotenziale darstellen.
Während der Projektfinalisierung wurde eine 
Zukunftskonferenz als Präsenzveranstaltung 
durchgeführt. Bei der Veranstaltung am 20. März 
2024 wurde der Entwurf des Räumlichen Ent-
wicklungskonzepts präsentiert. Die über 100 
Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, Fragen zu 
stellen und Hinweise zu geben, die bei der Fina-
lisierung des Räumlichen Entwicklungskonzepts

EINLEITUNG
13
Potenzial- und Zielworkshop
Bodenplane des LiebigQuartiers
berücksichtigt wurden.
Im Zuge des Prozesses wurden die betroffenen 
Dezernate und Fachämter der Stadtverwaltung 
durch regelmäßige Lenkungskreis- und Pro-
jektgruppensitzungen einbezogen. Die Bezirks-
vertretungen Ehrenfeld und Nippes wurden frak -
tionsübergreifend in zwei Sonderterminen über 
die Zwischenergebnisse informiert.

BESTANDSANALYSE
02

BESTANDSANALYSE
15
BESTANDSANALYSE
2�1 RÄUMLICHE EINORDNUNG DES 
PLANGEBIETS
Das LiebigQuartier, nordwestlich der Kölner 
Innenstadt gelegen und an den Inneren Grüngür -
tel angrenzend, erstreckt sich über Teile von Neu-
ehrenfeld und Bilderstöckchen. Die Grenze zwi-
schen den Stadtbezirken Ehrenfeld und Nippes 
verläuft mitten durch das Gebiet. Die Liebigstra-
ße, die im Süden durch das Quartier verläuft, ver -
bindet diese Stadtbezirke miteinander. Die Gren-
zen des LiebigQuartiers sind klar definiert: Im 
Nordwesten bildet der stark frequentierte Park -
gürtel mit der Hochbahntrasse der Stadtbahnlinie 
13 die Begrenzung. Westlich erstreckt sich die 
Grünanlage entlang der Autobahn 57. Die südli-
Überörtliche Einordnung
che Grenze markieren die Innere Kanalstraße und 
die Sportanlage des ESV Olympia, während im 
Osten der Bahndamm als Begrenzung fungiert.
Auf rund 130 ha zeichnet sich das LiebigQuar -
tier durch einen besonders heterogenen Charak -
ter aus. Etwa 6.500 Menschen wohnen und ca. 
4.300 Beschäftigte arbeiten dort (Stand 2022).
Das LiebigQuartier ist umgeben von zwei städ-
tischen Freiräumen: dem Blücherpark im Nor -
den und dem Inneren Grüngürtel im Süden, die 
als zentrale Elemente des gesamtstädtischen 
Grünsystems fungieren. Die Lage des Quartiers 
gewährleistet eine effiziente Anbindung an den 
öffentlichen Personennahverkehr. Anknüpfungs-
punkte sind dabei die S-Bahn-Haltepunkte Geld-
ernstraße/Parkgürtel sowie Köln-Nippes.
Örtliche Einordnung

16
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
BESTANDSANALYSE
stätten, sowie Vereine wie das Begegnungs- und 
Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V. 
(BFMF) oder die Griechische Gemeinde Köln e.V., 
die einen wichtigen Beitrag zum soziokulturellen 
Gefüge im Quartier leisten. Im Liebig257 gibt es 
ein Viertelswohnzimmer, ein Quartiersbüro sowie 
eine Werkstatt, die durch den KLuG e.V. betrie-
ben werden. Zudem befindet sich die etablier -
te Kultur- und Veranstaltungsfläche Odonien im 
Quartier.
Weitläufige Gewerbeflächen, darunter Unter -
nehmen wie DHL und RheinEnergie, prägen und 
begrenzen durch nicht öffentlich passierbare 
Grundstücke das Quartier. Die weiteren gewerb-
lichen Nutzungen sind äußerst vielfältig und 
zeigen sich durch kleinteilige KFZ-Werkstätten, 
Lebensmittelgroßhändler, Einzelhandelsflächen 
oder Laufhäuser, in südlicher Randlage des Plan-
gebiets.
Aufgrund der vorliegenden Nutzungsvielfalt und 
äußerst heterogenen Mischung können an den 
Übergängen zwischen den unterschiedlichen Nut-
zungen, Konflikte durch bspw. Lärmemissionen 
oder verschiedenen Infrastrukturansprüchen, 
auftreten.
2�2 NUTZUNGSSTRUKTUR
Das LiebigQuartier zeichnet sich durch eine 
heterogene Nutzungsstruktur aus, die die unter -
schiedlichen Facetten des städtischen Lebens 
widerspiegelt. Hier treffen kleinteilige, durch-
grünte Wohnnutzungen auf großflächige Gewer -
bestrukturen. Vereinzelte Grünflächen und Auf-
enthaltsflächen sind im Quartier vorhanden, 
dennoch dominieren vor allem der ruhende Ver -
kehr und versiegelte Straßenräume in weiten Tei-
len das Gebiet.
Es bestehen Gebietslagen, die eine höhere Nut-
zungsmischung aufweisen, in der Wohnnutzun-
gen und kleinteilige Dienstleistungsangebote 
zusammenkommen. Raumprägend sind unter 
anderem die gewerbliche Nutzung des Schlacht-
hofareals und die gegenüberliegende, noch in der 
Entwicklung befindende Wohnentwicklung. Über -
gehend in östlicher Richtung treten vermehrt 
Wohnutzungen auf, welche sich bis zum Parkgür -
tel fortsetzen. Die soziale Infrastruktur ist über 
das Quartier verstreut und umfasst verschiedene 
Einrichtungen. Dazu zählen unter anderem die 
evangelische Nathanael Kirchengemeinde, die 
Grundschule Osterather Straße, Kindertages-
kleinteilige Mischnutzungen, Liebigstraße Ehemaliger Molkereistandort, Geldernstraße

BESTANDSANALYSE
17
Analyse Nutzungsstruktur

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RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
BESTANDSANALYSE
2�3 STÄDTEBAU
Der Städtebau des Quartiers präsentiert sich, 
simultan zur Nutzungsstruktur, entsprechend 
hetergogen. Es besteht eine Mischung aus großen 
Hallentypologien und Sonderbausteinen, klein-
teiligen Wohnbebauungen, begrünten Siedlungs-
trukturen in Zeilenbauweise aber auch modernen 
Bebauungen jüngeren Datums. Unterschiedliche 
Maßstäbe und Körnungen treffen im LiebigQuar -
tier aufeinander.
Das Quartier wird von Barrieren umschlossen.  
Dazu zählen die Bahngleise im Osten und Süden, 
sowie die stark befahrene Innere Kanalstraße im 
Süden, die A57 im Westen und dem Parkgürtel 
und der Stadtbahntrasse im Norden. Aufgrund 
dieser Barrieren gibt es nur wenige direkte Wege-
verbindungen zu den umliegenden Frei- und Erho-
lungsräumen und Anschlussmöglichkeiten an die 
benachbarten Stadtteile.
Die Liebigstraße fungiert als direkte städtische 
Verbindungsachse zwischen den Stadtteilen Nip-
pes und Neuehrenfeld und formuliert somit zwei 
wichtige Eingangssituationen ins Quartier. Aller -
dings mangelt es insbesondere auf der Liebig-
straße in Höhe des ehemaligen Schlachthofareals 
grundlegend an einer Fassung des öffentlichen 
Raumes. Lediglich die Geldernstraße zeigt durch 
ihre größtenteils gefassten Raumkanten und die 
alleeartige Straßenbegrünung eine klare räumli-
che Ordnung auf.
Im Quartier ist der öffentliche Raum größtenteils 
funktional gestaltet und weist geringe Aufent-
haltsqualitäten auf. Strukturen, die den Liefer -
verkehr und den motorisierten Individualverkehr  
(MIV) priorisieren, dominieren den öffentlichen 
Raum. 
Ein hoher Grad an versiegelten Flächen im Quar -
tier bietet Potenzial für Veränderungen und eine 
Neugestaltung im Sinne einer verbesserten 
Lebensqualität, klimagerechten Stadtgestal-
tung und effizienteren Nutzung des öffentlichen 
Raums.
LiebigstraßeStädtebauliche Brüche Escherstraße

BESTANDSANALYSE
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RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
BESTANDSANALYSE
2�4 VERKEHR UND MOBILITÄT
Für den MIV ist das LiebigQuartier größtenteils 
gut erschlossen. Auch die Einzugsradien der 
ÖPNV-Haltepunkte decken das Quartier fast voll-
ständig ab. Lediglich im südlichen Bereich, zwi-
schen der Straße Am Gleisdreieck und Innerer 
Kanalstraße, ist eine Unterversorgung festzustel-
len. Für das Fuß- und Radverkehrsnetz besteht, 
aufgrund von Lücken und geringer Bestandsqua-
lität, eine Notwendigkeit dieses auszubauen und 
zu qualifizieren.
Das Quartier ist durch zwei S-Bahnhöfe (Geldern-
straße/Parkgürtel und Köln-Nippes) sowie zwei 
Haltestellen der Stadtbahn (Escher Straße und 
Geldernstraße/Parkgürtel) an das SPNV-Netz 
angeschlossen. Fußläufig zu erreichende Bushal-
testellen befinden sich im Quartier an der Liebig- 
und der Geldernstraße. 
Radwege entlang der Liebig-, Escher- und Geld-
ernstraße sind in Teilen vorhanden, doch insge-
samt in mangelnder Gestalt aufgrund von unüber -
sichtlichen und unsicheren Wegeführungen. Dies 
betrifft vor allem Kreuzungsbereiche und Quar -
tierseingänge. Auf allen anderen Straßen wird der 
Radverkehr im Mischverkehr geführt.
Die Haupterschließung für den MIV verläuft über 
den Parkgürtel, die Innere Kanalstraße und die 
Liebigstraße, wobei der nah gelegene Anschluss 
an die A57 eine Verbindung zum überörtlichen 
Verkehrsnetz ermöglicht. Innerhalb des Quartiers 
sind neben der Liebigstraße die Escherstraße, 
die Geldernstraße und die Hornstraße wichti-
ge Erschließungsachsen, insbesondere für den 
Logistikverkehr. Vor allem die Innere Kanalstra-
ße, die Hornstraße und die Escher Straße weisen 
bereits ein hohes Verkehrsaufkommen auf, wes-
halb bei baulichen Entwicklungen die damit ein-
hergehenden veränderten Verkehrsbelastungen 
in jedem Fall geprüft werden müssten.
Prägend für das Gebiet sind großflächige priva-
te Parkierungsanlagen, die nicht gebündelt und 
größtenteils ebenerdig verortet sind. Südlich des 
S-Bahnhofs Köln-Nippes befindet sich eine P+R-
Anlage. 
Die fußläufige Durchwegung wird durch eine auto-
fokussierte Gestaltung der Erschließungsstraßen 
als untergeordnet eingestuft. Dem Quartier fehlt 
es an Anknüpfungsstellen für den Fuß- und Rad-
verkehr, um die außenliegenden Barrieren zu 
überwinden.
ÖPNV-Knotenpunkt an der Liebigstraße/Quartierseingang 
S-Bahnhof Köln-Nippes
Quartierseingang Liebigstraße aus Richtung Neuehrenfeld

BESTANDSANALYSE
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M 1:10.000

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RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
BESTANDSANALYSE
2�5 FREIRAUM
Der Freiraum im Plangebiet beschränkt sich auf 
wenige Abschnitte, die stärker begrünte Bereiche 
aufweisen. Diese liegen größtenteils in den Rand-
bereichen des Quartiers. Abgesehen vom Geld-
ernpark und dem westlichen Bereich des Quar -
tiers, sind keine zusammenhängenden, qualitativ 
hochwertigen Grünstrukturen vorhanden. Die 
Autobahndeckelung zwischen Wöhler Straße und 
den Bahngleisen nimmt die nördlich angrenzen-
den Grünstrukturen auf und bietet zudem Sport- 
und Spielflächen.
Isolierte Baumstandorte oder halböffentliche und 
private Gärten in Wohnlagen sind in Teilbereichen 
vorhanden und liefern einen wichtigen Beitrag für 
das Mikroklima. Sie sind jedoch nicht als öffent-
lich zugängliche Frei- und Erholungsflächen nutz-
bar. Als weitere Grünfläche ist die Kleingarten-
fläche nördlich angrenzend an die Grundschule 
Osterather Straße zu nennen. 
Der Geldernpark wird als bedeutender Park für 
das südliche Bilderstöckchen angesehen. Er bie-
tet weitere Sport- und Spielmöglichkeiten. Einen 
starken Kontrast hierzu bilden die Verkehrs- und 
Parkplatzflächen, welche fast flächendeckend 
das Quartier prägen und insgesamt einen hohen 
Versiegelungsgrad erzeugen. 
Eine Teilentsiegelung und Neubegrünung bietet 
die Chance, das Risiko von ungünstigen klimati-
schen Bedingungen im Gebiet zu mindern und die 
Aufenthaltsqualität zu verbessern.
Ein hohes Potenzial für das Quartier und die 
umliegenden Gebiete besteht in der Vervollstän-
digung der Verbindung zwischen dem Blücher -
park im Norden und dem Inneren Grüngürtel im 
Süden des Plangebiets, um bestehende lokale 
Grünräume sowie hochwertige Erholungsräume 
zu verbinden. 
Die Entsiegelung, die Integration von Grünstruk -
turen unter Berücksichtigung des Baumbestands 
sowie die Stärkung der Grünanbindung sind als 
wichtige Entwicklungspotenziale herauszustellen.
Geldernpark Basketballplatz auf dem Autobahndeckel

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RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
BESTANDSANALYSE
2�6 KLIMA
Eine integrierte Betrachtung der hitzebelaste-
ten Siedlungsflächen zeigt, dass verglichen mit 
den umliegenden Stadtteilen, das LiebigQuartier 
weniger Hitzebelastung aufweist. Dennoch ist die 
Hitzebelastung in großen Teilen hoch und teilwei-
se sogar sehr hoch. Dies wird bedingt durch groß-
flächig versiegelte Flächen wie bspw. auf dem 
Schlachthofareal und den ehemaligen Mobau- 
und Molkereiflächen. 
Fehlende Straßenbegrünungen oder Verschat-
tungsmöglichkeiten verstärken diesen Effekt.
Angesichts der prognostizierten Zunahme von 
Extremwetterereignissen und erhöhter Hitzebe-
lastung empfiehlt es sich, Klimaanpassungsmaß-
nahmen grundlegend in die Planung zu integrie-
ren. 
Die Eignung von Dachflächen für Begrünungs-
maßnahmen wird ebenfalls in der Analysekarte 
abgebildet. Besonders groß ist das Potenzial auf 
Gebäuden mit großen Flachdächern. Dazu zählen 
vor allem Gebäude des RheinEnergie-Geländes, 
der ehemaligen Molkerei, dem Schlachthofareal 
sowie auf Gebäuden im Bereich zwischen der 
Straße Am Gleisdreieck und der Inneren Kanal-
straße.
Der thermischen Belastung des Siedlungsraums 
steht die thermische Ausgleichsfunktion des 
Freiraums gegenüber. Die Analysekarte hebt die 
Bedeutung siedlungsnaher Grünstrukturen wie 
die des Blücherparks und des Inneren Grüngür -
tels für das Stadtklima hervor. Diese fungieren 
auch als wichtige Kaltluftentstehungsgebiete und 
tragen zur umliegenden Kühlung bei.
Neben der thermischen Belastung spielt auch 
die Starkregenbelastung für die Klimaanpassung 
eine große Rolle. Überflutungsbelastete Bereiche 
im Quartier konzentrieren sich vor allem entlang 
zentraler Verkehrsachsen wie dem Tunnel der 
A57-Überdeckelung und dem Knotenpunkt Horn-
straße/Innere Kanalstraße sowie entlang der 
Escher- und Geldernstraße. Bei potenziellen Ent-
wicklungen vom Molkerei- und Schlachthofareal 
sind auch die überflutungssensiblen Flächen zu 
berücksichtigen.
Südlicher Ausläufer des Blücherparks an der A57Eingangsbereich zum Schlachthofareal, Liebigstraße

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M 1:10.000

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RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
BESTANDSANALYSE
2�7 STÄRKEN, SCHWÄCHEN, CHANCEN 
UND RISIKEN
Die Untersuchung des LiebigQuartiers unter den 
Gesichtspunkten von Nutzung, Städtebau, Mobili-
tät und Freiraum hat vielfältige Erkenntnisse über 
die Potenziale, Risiken, Stärken und Schwächen 
erbracht. Die vielseitige Nutzung und Bebauung 
des Quartiers mit Wohn- und Gewerbeflächen 
erstreckt sich über das gesamte Planungsgebiet. 
Hierbei sind insbesondere an den Übergängen 
zwischen Wohn- und Gewerbenutzungen Nut-
zungskonflikte erkennbar.
Eine Schwäche des LiebigQuartiers ist die Viel-
zahl von Barrieren, zu denen Bahngleise, nicht 
begehbare Gewerbegebiete, die Innere Kanalstra-
ße und die A57 zählen. Diese Barrieren begren-
zen die Bewegung innerhalb des Quartiers und 
die Verbindung mit den angrenzenden Bereichen. 
Dadurch existieren in Teilen weitestgehend iso-
lierte Bereiche wie der umschlossene Bereich 
zwischen Innerer Kanalstraße und der Straße Am 
Gleisdreieck. 
Eine weitere Schwäche des LiebigQuartiers ist die 
starke Versiegelung von Flächen, die im Sommer 
zu erhöhter Hitze und bei Starkregen zu Überflu-
tungen führen kann.
Das Fuß- und Radwegenetz erscheint an einigen 
Stellen vernachlässigt aufgrund von unübersicht-
lichen Querungsmöglichkeiten oder schmalen 
und unvollständigen Fahrradwegen. 
Die fehlende Gestaltung des Stadtgrüns entlang 
der Straßen, insbesondere entlang der Liebigstra-
ße, sowie die begrenzten Wegeverbindungen zu 
nahegelegenen Grünflächen werden ebenfalls als 
Defizite wahrgenommen. 
Neben diesen Herausforderungen verfügt das 
LiebigQuartier auch über Stärken. Dazu zählen 
vor allem die Nähe zu hochwertigen Grünflächen, 
eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahver -
kehr und der Bestand begrünter Wohngebiete im 
nördlichen Bereich des Plangebietes. Zusätzlich 
ermöglicht die integrierte Lage eine vielfältige 
Nutzung des Quartiers, da die Liebigstraße eine 
wichtige Verbindungsachse zwischen den Stadt-
teilen Ehrenfeld und Nippes ist. Sie besitzt das 
Potenzial für die anliegenden Grundstücke, eine 
eigene Adresse zu formulieren.
Darüber hinaus bestehen auch Risiken, die zu 
reduzieren sind. Dazu zählen Lärmemissionen an 
den Übergangsbereichen zur bestehenden Wohn-
bebauung sowie die potenzielle Verdrängung von 
Gewerbe durch heranrückende neue Wohnbebau-
ung. Um diese Nutzungskonflikte und städtebauli-
chen Umbrüche zu minimieren, sind Maßnahmen 
zur Reduzierung der Risiken notwendig.
Chancen liegen vor allem in der Entwicklung der 
Potenzialflächen, der Schaffung von neuen Wege-
verbindungen sowie der qualitativen Aufwertung 
der vorhandenen Verbindungen, der Aufwertung 
von Quartierseingängen und der Umgestaltung 
von Verkehrs- und Brachflächen. Eine flexible 
Nutzungsmischung, die Förderung der Nahmo-
bilität und die Integration emissionsarmer und 
klimatisch angepasster Planungen können die 
Zukunft des Quartiers positiv beeinflussen.

BESTANDSANALYSE
27
M 1:10.000

SZENARIEN
03

SZENARIEN
29
SZENARIEN
3�1 HERLEITUNG DER SZENARIEN
Basierend auf der Analyse, den Hinweisen und 
Anregungen der Bürger*innen aus der Online-
Öffentlichkeitsbeteiligung, Gesprächen mit Sta-
keholder*innen aus dem Gebiet, Hinweisen 
verschiedener Fachdienststellen innerhalb der 
Verwaltung sowie einem Potenzial- und Zielwork -
shop, wurde das Flächengrundgerüst erarbeitet. 
Dieses Gerüst zeigt maßgeblich die Flächen der 
sich aktuell abzeichnenden bzw. zukünftigen Ent-
wicklungsschwerpunkte auf. Es umfasst Bereiche, 
die unbebaut sind, in denen die ursprüngliche 
Nutzung aufgegeben wurde oder die unterge-
nutzt sind. Ausgenommen sind Bereiche, die als 
Bestandschutz gekennzeichnet sind. 
Für die räumliche Entwicklung sind im wesentli-
chen vier Schwerpunktbereiche zu nennen. Dazu 
zählen das vollständig von Straßen umschlossene 
"Am Gleisdreieck" im Süden des Quartiers, das 
"Schlachthofareal", welches sich zwischen Lie-
bigstraße und Bahngleisen befindet und mit ca. 
9 ha den größten Schwerpunktbereich ausmacht, 
der "Nahversorgungsbereich", welche Wohn- und 
Gewerbenutzungen mit umfasst, sowie die beiden 
brachliegenden Flächen "Mobau" und "Molkerei" 
westlich und östlich der Geldernstraße entlang 
der Geldernstraße. 
Flächengrundgerüst
Am Am 
GleisdreieckGleisdreieck
SchlachthofarealSchlachthofareal
Nahversorgungs -Nahversorgungs -
bereichbereich
MolkereiMolkerei
MobauMobau

30
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
SZENARIEN
- Nutzungsmischung und Nutzungsdichte mit Wohnen, Arbeiten und Freizeit erproben
- Nutzungskonflikten vorbeugen / Wirtschaftsflächen städtebaulich integrieren*
- Zentrale Stadtachsen städtebaulich aufwerten (Raumkanten, Nutzungen, Grün)
- Gebäudebestand sanieren und energetisch optimieren*
- Bezahlbaren Wohnraum erhalten und schaffen* 
- Wirtschaftsstandort sichern / Arbeitsplätze erhalten und neu schaffen
- Flächen mehrfach nutzen (Multicodierung) / Gewerbe stapeln*
- Kleinteiliges, stadtverträgliches Gewerbe / Gewerbehöfe ansiedeln
- Urbane (Lebensmittel-)Produktion fördern
- Nahversorgungszentrum definieren*
- Sport- und Freiflächen öffnen und mehrfach nutzen*
- Räume für (Weiter-)Bildung und Integration sichern und ausbauen
- Räume für Ehrenamt, Engagement und bürgerliche Initiativen bereitstellen*
- Räume für Kulturnutzungen finden*
- Straßenraum neu strukturieren und als öffentlichen Raum mit hoher Aufenthaltsqualität 
aufwerten
- Fuß- und Radwegenetz ausbauen und verbessern 
- Den ruhenden Verkehr stadtverträglich organisieren und reduzieren*
- Logistik / Wirtschaftsverkehre stadtverträglich abwickeln*
- Grünraumvernetzung vervollständigen und Zugänglichkeit / Anbindung sicherstellen
- Straßen- und Gebäudegrün fördern / Hitzeinseln vermeiden*
- Versickerungs- und Auffangmöglichkeiten für Starkregenereignisse verbessern / (Teil-) 
Entsiegelung fördern
- Klimagerechte Transformation des Quartiers*
STÄDTEBAU UND WOHNEN
WIRTSCHAFT UND VERSORGUNG
SOZIALES, KULTUR UND BILDUNG
MOBILITÄT UND VERKEHR
GRÜN UND KLIMA
Entwicklungsziele für das LiebigQuartier (aufbauend auf der Stadtstrategie "Kölner Perspektiven 2030+")
* Ziele, die im Rahmen des Prozesses ergänzend definiert wurden

SZENARIEN
31
ihrem Bestand zu sichern. Der Nahversorgungs-
bereich soll räumlich konzentriert und städtebau-
lich aufgewertet werden.
Während die Stadtstrategie für die Bereiche   
Soziales, Kultur und Bildung vor allem innerhalb 
von Wohnquartieren den Ausbau der Bildungs- 
und Sozialinfrastruktur  vorsieht, weisen die Ent-
wicklungsziele im Rahmen des Räumlichen Ent-
wicklungskonzeptes zusätzlich auf den Bedarf an 
weiteren Sport- und Freiflächen hin.
Mobilitätsziele der Stadtstrategie beinhalten vor 
allem einen flächendeckenden Ausbau des Rad-
wegenetzes. Neben diesem Ziel werden weitere 
Ziele für das Feld Mobilität und Verkehr aufge-
führt, dazu gehören der Ausbau der Fußwegever -
bindungen, die Neustrukturierung des Straßen-
raums mit einer erhöhten Aufenthaltsqualität, 
als auch die stadtverträgliche Organisation des 
ruhenden Verkehrs heutiger und zukünftiger Wirt-
schaftsverkehre.
Unter Grün und Klima werden Entwicklungsziele 
zusammengefasst, die sich positiv auf das klein-
räumige Stadtklima im Quartier auswirken um 
den hitzebelasteten Siedlungsflächen des Liebig-
Quartiers entgegen zu wirken und eine klimage-
rechten Transformation des Quartiers gerecht zu 
werden.
3�1�1 Entwicklungsziele
Abgeleitet aus den Leitsätzen der Stadtstrategie 
2.0 "Kölner Perspektive 2030+", wurden bereits 
in einem frühen Arbeitsschritt Entwicklungszie-
le für das LiebigQuartier definiert. Dabei gaben 
die Zielkarten der Stadtstrategie grundlegende 
Erkenntnisse über räumliche Zielsetzungen der 
Stadt Köln. In den Zielkarten wurden Flächen mit 
Transformations- und Entwicklungspotenzialen 
für Wohnen, Wirtschaft, Soziales und Mobilität 
sowie Grün und Klimazielen festgelegt. 
Die räumlichen Zielsetzungen beinhalten Aus-
sagen, die bei der weiteren Formulierung der 
Entwicklungsziele berücksichtigt und vertieft  
wurden. Die nebenstehende Übersicht zeigt die 
Entwicklungsziele. Die Zieldimension Städtebau 
und Wohnen wurde dabei ergänzt durch das Ziel 
einer stärkeren Nutzungsmischung, des Erhalts 
sowie der Neuschaffung von bezahlbarem Wohn-
raum. Darüber hinaus ist ein weiteres Ziel die 
Sanierung bzw. energetische Optimierung der 
Bestandsgebäude.
Die Zielkarte Wirtschaft der Stadtstrategie sieht 
im Bereich des LiebigQuartiers fast flächende-
ckend die Transformation zu innovativen und 
gemischten Gewerbegebieten mit den Schwer -
punkten Dienstleistung, Produktion und Krea-
tivwirtschaft vor. Das Räumliche Entwicklungs-
konzept vertieft die Zielsetzungen im Bereich 
Wirtschaft und Versorgung unter anderem durch 
die Multicodierung von gewerblichen Flächen, 
bspw. durch Nutzungsstapelungen oder der Ein-
bindung von kleinteiligen und stadtverträglichen 
Gewerbeformen. Bestehende Betriebe sind in

32
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
SZENARIEN
3�1�2 Entwicklungstrends
Um für das LiebigQuartier im Folgenden drei ver -
schiedene Szenarien mit einem zukunftsfähigen 
Leitbild zu entwickeln, wurde zunächst ein Blick 
auf aktuelle Entwicklungstrends der Stadtent-
wicklung geworfen, um sicherzustellen, dass die 
entstehenden Leitbilder, die die grundlegende 
Ausrichtung der Szenarien vorgeben, zukunfts-
orientiert sind. Hierbei war die Publikation „Die 
Stadt von Übermorgen“ (BBSR, 2022) eine wich-
tige Grundlage, um einen Zugang zur komplexen 
Trendlandschaft zu bekommen. 
Schwerpunktsetzung und Anknüpfung an Entwicklungstrends

SZENARIEN
33
Während die Szenarien als Gemeinsamkeit haben, 
dass sie allesamt auf eine Attraktivitätssteige-
rung des Quartiers als Wohn- und Arbeitsstand-
ort abzielen und auf die Folgen des Klimawandels 
reagieren müssen, unterscheiden sie sich jedoch 
in ihrer individuellen Schwerpunktsetzung. Die 
Schwerpunktesetzungen wurden abgeleitet aus 
den Einzel- und Entwicklungstrends, so dass 
sich drei unterschiedliche Themenfelder ergeben 
haben:
Lebendige Impulse: 
Das lebenslange Lernen
Das lebenslange Lernen greift vor allem die    
wachsenden Anforderungen an Arbeitskräfte 
auf, was einen zukünftig steigenden Bedarf an 
Aus- und Weiterbildungsstätten bedeutet. Um 
weiterhin auf dem Arbeitsmarkt als potenziell 
Arbeitnehmende zu agieren, müssen Menschen 
sich in Zukunft mit stärkeren Lern- und Flexibi-
litätsanforderungen auseinandersetzen, da sich 
die Anforderungen im Berufsalltag zunehmend 
schneller ändern werden. Darüber hinaus sind 
Projektarbeiten und Zeitverträge gegenüber 
dem „Normalarbeitsverhältnis“ keine Seltenheit 
mehr und es entstehen zudem neue Berufsfelder 
(BBSR, 2022).
Frische Impulse: 
Die Gesundheit als Statussymbol
Die Gesunde Stadt als Standortfaktor, aber auch 
die gesunde und vor allem bewusste Ernährung 
rücken zunehmend stärker in den Fokus, was 
gleichzeitig den Stellenwert von lokaler Produk -
tion und fairem Handel ansteigen lässt. Wetter -
extreme und Umweltbelastungen treten verstärkt 
auf und stoßen Maßnahmen des Klimaschutzes 
und der Klimaanpassung bereits auf Planungs-
ebene an. Dabei wird die Implementierung einer 
grünen Infrastruktur immer wichtiger (BBSR, 
2022).
Innovative Impulse:
Die Rückkehr der urbanen Produktion
Aufgrund von kleinteiligeren, stadtverträglichen 
und emissionsärmeren Produktionsweisen spielt 
die Produktion innerhalb der Stadt wieder eine 
bedeutendere Rolle. Der Fokus der innerstäd-
tischen Produktion auf mehrgeschossige Anla-
gen (z.B. Vertical Factory und Vertical Farming) 
ermöglicht eine neue Bündelung von Nutzungen 
und Synergien und bedeutet im Ganzen eine effi-
zientere Flächennutzung. Produktionsprozesse 
sind insgesamt durch die Digitalisierung (Indus-
trie 4.0) anpassbarer und vielfältiger (BBSR, 
2022).
Für dieses Vorgehen lässt sich abschließend 
festhalten, dass die in der Szenarienentwicklung 
fokussierten globalen Entwicklungstrends die 
Ziele der Stadtstrategie ergänzen.

34
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
SZENARIEN
3�2 SZENARIO 1 - LEBENDIGE IMPULSE
In diesem Szenario wird eine integrierte Quar -
tiersentwicklung angestrebt, bei der neue öffent-
liche Räume, welche Begegnung und Austausch 
fördern, geschaffen werden. Diese treten in Form 
von Plätzen oder gemeinschaftlich genutzten Flä-
chen auf. Zudem ergänzen gemischte Wohn- und 
Arbeitsflächen das Quartier, um somit attrakti-
ver für alle Bevölkerungsgruppen zu werden und 
eine vielfältige Nachbarschaft zu ermöglichen. 
Möglichkeiten der Begegnung und Gemeinschaft  
können hierbei in Form von geteilten Nutzungs-
angeboten wie Gemeinschaftswerkstätten oder 
Co-Working-Spaces auftreten. Auch eine für die 
Öffentlichkeit zugängliche Kantine könnte ein Ort 
hierfür sein. Die zusätzliche Implementierung von 
Bildungs- und Kultureinrichtungen stärkt die vor -
handenen sozialen Strukturen. Dabei gilt es vor 
allem die bereits bestehenden soziokulturellen 
Angebote zu sichern. 
Neben den vielfältigen Nutzungsmischungen, die 
zu einem lebendigen Wohn- und Arbeitsstandort 
beitragen, liegt der Fokus auf der Produktion von 
Wissen. Forschung, Lehre und Innovation treten 
hierbei in unterschiedlichen Formen an mehreren 
Orten auf und eröffnen das Potenzial, dass diese 
Einrichtungen einen Wissensstandort erzeugen 
um neue Ideen, Technologien und Unternehmen 
zu fördern. 
Szenario 1 trägt dazu bei, dass das LiebigQuartier 
zu einem Zentrum für Wissenschaft wird und zu 
einer erhöhten wirtschaftlichen Aktivität beiträgt.
Eine nachhaltige Infrastruktur, barrierefreie 
Zugänge  und  umweltfreundliche  Mobilitätslö-
sungen, neue Wegeführungen bei denen vor allem 
Fuß- und Radverkehr gefördert werden, können 
zusätzlich Lebens- und Standortqualitäten stei-
gern. 
Leitbild Szenario 1 - Lebendige Impulse

SZENARIEN
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RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
SZENARIEN
3�3 SZENARIO 2 - FRISCHE IMPULSE
Das zweite Entwicklungsszenario greift die Tradi-
tion der Lebensmittelproduktion im Quartier auf 
und übersetzt diese in zeitgemäße, kleinteiligere 
Formen der urbanen Lebensmittelproduktion. 
Dies könnte die Schaffung von urbanen Landwirt-
schaftsflächen wie bspw. Dachfarmen, Gewächs-
häusern  oder  vertikalen  Farmen  und  Produk -
tionsstätten, sowie die Um- und Nachnutzung von  
bestehenden Gebäuden umfassen. Die Integra-
tion von Märkten oder gemeinschaftlichen Ver -
arbeitungsstätten kann hierbei die Verbindung 
zwischen Produzenten und Verbrauchern stärken. 
Dieser Ansatz ermöglicht nicht nur die Produktion 
von frischen Lebensmitteln, sondern fördert auch 
die Gemeinschaftsbildung und lokale Wertschöp-
fung. Moderne Technologien wie z.B. Aquaponik 
oder hydroponische Systeme aus der Fisch- und 
Pflanzenzucht leisten einen Beitrag für einen effi-
zienten Flächengebrauch und eine erhöhte Res-
sourceneffizienz.
Szenario 2 trägt dazu bei, dass die Nachfrage 
nach regionalen Lebensmitteln und alternativen 
Ernährungstrends erhöht wird und die ökologi-
sche Vielfalt in städtischen Räumen, sowie ein 
Bewusstsein für lokale Lebensmittelproduktion 
gefördert werden. Darüber hinaus leistet der Aus-
bau der grünen Infrastruktur einen Beitrag zur 
Anpassung an die Folgen des Klimawandels.
Leitbild Szenario 2 - Frische Impulse

SZENARIEN
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RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
SZENARIEN
3�4 SZENARIO 3 - INNOVATIVE IMPULSE
Dieses Szenario hebt die Bedeutung als inner -
städtisches Gewerbegebiet hervor und fokussiert 
sich auf die innovative Weiterentwicklung von 
neuen und bestehenden Gewerbeflächen, sowie 
deren logistische Anbindung.
Zu Gunsten des Vorbehalts für großflächige, 
eigenständige Gewerbeprofile, die in hoher Stück -
zahl serielle Fertigungen produzieren, steht in 
diesem Entwicklungsszenario die Attraktivierung 
als Wohnstandort an sekundärer Stelle. Dennoch 
berücksichtigt das Szenario die vorhandene hete-
rogene Nutzungsmischung des Quartiers und 
reagiert vor allem an den Übergängen zwischen 
Wohnen und Gewerbe mit Pufferzonen. Architek -
tonische Standards, welche sowohl die funktio-
nalen Anforderungen der Produktion, als auch die 
Ansprüche umliegender Wohnbebauung berück -
sichtigen, können zudem Nutzungskonflikte redu-
zieren. Zukunftsorientierte Gewerbeflächen, die 
emissionsarme Produktionsverfahren verwenden 
und Produktgruppen bspw. im Bereich der High-
Tech, Lasertechnik, Medizintechnik oder des 
Prototypenbaus herstellen, erscheinen aufgrund 
ihrer Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche 
Marktanforderungen und ihrer Umweltverträg-
lichkeit besonders realistisch und stadtverträg-
lich. Zusätzlich könnte die Förderung von Start-
Ups oder Technologiezentren im Gewerbegebiet 
zu Innovation und wirtschaftlichem Wachstum 
beitragen. Eine durchdachte Verkehrsplanung, 
die auf alternative Logistik- und Mobilitätssyste-
me setzt, kann die Erreichbarkeit verbessern und 
die Verkehrsbelastung minimieren. 
Szenario 3 trägt dazu bei, dass die Neugestaltung 
der Gewerbeflächen nicht nur ökonomische Dyna-
mik und Wettbewerbsfähigkeit fördert, sondern 
auch zu einem lebenswerten Quartier beitragen.
Leitbild Szenario 3 - Innovative Impulse

SZENARIEN
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RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
SZENARIEN
3�5 BEWERTUNG DER SZENARIEN
Die drei Szenarien wurden ausführlich im Sze-
narienworkshop mit den lokalen Akteur*innen, 
den Vertreter*innen der Stadtverwaltung und der 
KölnBusiness diskutiert und hinsichtlich ihrer Eig-
nung für die zukünftige Entwicklung des Liebig-
Quartiers überprüft.
Szenario 1 – Lebendige Impulse
Die Umsetzbarkeit dieses Szenarios stellt eine 
große Herausforderung dar. Flächen für die Bil-
dungs- und Sozialinfrastruktur sind - insbeson-
dere in Form eines Bildungscampuses auf dem 
Schlachthofareal - über den tatsächlichen Bedarf 
hinaus dargestellt. Dieses Angebot würde zwar 
zum Ausbau des Bildungsnetzes und zur Siche-
rung und Stärkung gemeinschaftlicher Angebote 
beitragen, würde aber die Weiterentwicklung der 
vorhandenen gewerblichen Nutzung erschweren. 
Dadurch entsteht - entgegen des übergeordneten 
Ziels - der Sicherstellung der gewerblich genutz-
ten Flächen - ein zu starkes Ungleichgewicht 
zwischen nicht-kommerzieller, gemeinwohlorien-
tierter Nutzung und produzierendem Gewerbe. 
Dennoch zeigt das Szenario auf, dass eine Stär -
kung der soziokulturellen Angebote einen Mehr -
wert für Anwohnende bietet und darüber hinaus 
auch ein Identitätsstifter sein kann, weshalb die-
ser Aspekt in das räumliche Entwicklungskonzept 
einfließen wird.
Das Szenario Lebendige Impulse setzt auf verbes-
serte, quartiersinterne Durchwegungsmöglich-
keiten für den Fußverkehr. Hierfür ist aus städ-
tebaulicher Sicht der Durchstich der Osterather 
Straße ein wesentliches Element des Szenarios, 
um die Nord-Süd Verbindung zu stärken. Jedoch 
würde die neue Wegeverbindung die kritische Inf-
rastruktur des ansässigen Energieversorgungs-
unternehmens gefährden, weshalb eine derartige 
Entwicklung nicht weiter verfolgt werden sollte. 
Eine verbesserte Anbindung des Quartiers an den 
Parkgürtel ist daher im Rahmen verkehrlicher 
Untersuchungen zu prüfen.
Eine Aufweitung des Straßenraums, wie es in Teil-
bereichen entlang der Liebigstraße in Szenario 1 
vorgesehen ist, hat insgesamt das Potenzial den 
öffentlichen Raum vor allem für den Fuß- und 
Radverkehr zu qualifizieren und sollte in weiteren 
Entwicklungen verfolgt werden.
Auf den derzeit brachliegenden Flächen östlich 
und westlich der Geldernstraße ("Mobau" und 
"Molkerei") liegen in diesem Szenario Wohn- und 
gewerbliche Nutzungen direkt gegenüber. Dies 
würde zu Nutzungskonflikten führen und eine 
gewerbliche Entwicklung östlich der Geldernstra-
ße erschweren. Dieser Ansatz sollte so nicht wei-
ter geführt werden.
Bei Betrachtung des Gleisdreiecks wird deutlich, 
dass die Ansiedlung einer vielfältigen Gewerbe-
struktur eine Chance bietet, die Lebendigkeit und 
Belebung des Areals zu erhöhen. Hierbei ist die 
verkehrliche Anbindung an die Innere Kanalstra-
ße vertieft zu untersuchen. 
Szenario 2 – Frische Impulse
Die vorgeschlagene Zonierung, die das Szenario 
Frische Impulse auf dem Schlachthofareal auf-
zeigt, ist insgesamt als positiv zu bewerten, da 
hier Nutzungsabstufungen von gewerblichen 
Mischnutzungen bis zu ausschließlich gewerblich 
genutzten Flächen, stattfinden. Hierdurch können 
Teilbereiche des Schlachthofareals über unter -
schiedliche Zeiträume entwickelt werden, sodass

SZENARIEN
41
der Betrieb einiger Bestandsunternehmen der 
Lebensmittellogistik weiterhin gewährleistet ist. 
Eine Logistik-Untertunnelung der Gleise bzw. eine 
Verbindung zwischen Schlachthofareal und Am 
Gleisdreieck erscheint aufgrund des hohen tech-
nischen und kostenintensiven Aufwands als nicht 
realistisch und würde voraussichtlich keinen 
nennenswerten Mehrwert bieten. Eine distribu-
tionsorientierte Marktstruktur, die das Szenario 
im Bereich Am Gleisdreieck abbildet, würde eine 
erhöhte Verkehrsbelastung erzeugen und mögli-
cherweise auch nicht ausreichend Fläche für eine 
derartige Nutzung bereitstellen können, weshalb 
diese Nutzungsentwicklung in weiteren Schritten 
nicht weiter verfolgt wird.
Dennoch bietet das Szenario mit der westlichen 
Freiraumausweitung eine Möglichkeit einer Grün-
raumvernetzung an, sodass dieser Entwurfsan-
satz in weiteren Entwicklungen mitaufgenommen 
werden sollte. Der Randbereich der RheinEnergie 
entlang der Wöhlerstraße bietet ein Nachverdich-
tungspotenzial, bei dem das Straßenprofil wei-
ter vervollständigt und qualifiziert werden kann. 
Anders als in Szenario 1, wird in Szenario 2 die 
beiden Entwicklungsflächen östlich und west-
lich der Geldernstraße als ein Nutzungsbaustein 
verstanden und mit einem einheitlichen Konzept 
entwickelt. Hierdurch könnten Nutzungskonflikte 
vermieden werden. 
Szenario 3 – Innovative Impulse
Auch wenn aus wirtschaftlicher Sicht die Pro-
duktivität im Szenario Innovative Impuse wohl 
am höchsten ist, entsteht auf dem Schlachthof-
areal oder den Molkereiflächen kaum Mehrwert 
für Anwohnende. Lediglich eine Durchwegungs-
möglichkeit des Schlachthofareals, sowie Park -
möglichkeiten, verbunden mit einer Mobilstation, 
sind zu nennen. Allerdings erscheint die Mobil-
station zu weit entfernt von wichtigen Halte-
punkten des ÖPNV, sodass dieser Standort nicht 
weiter verfolgt werden sollte. Zudem ist im Ver -
lauf der Liebigstraße auf Höhe des Schlachthof-
areals voraussichtlich von einem eher monotonen 
Erscheinungsbild der Erdgeschosszone aufgrund 
der großflächigen Produktionscluster, auszuge-
hen. Neben den stadtverträglichen Produktions-
formen sollten vor allem Übergangsbereiche 
zwischen Wohnen und Gewerbe oder wichtige 
Erdgeschosszonen zum öffentlichen Straßenraum 
ansprechend gestaltet werden, um einen Mehr -
wert für den gesamten Stadtraum zu generieren.
Eine logistische Anlieferung über das bestehen-
den Schienennetz im südlichen Verlauf des 
Schlachthofareals erscheint sinnvoll, ist aber 
aufgrund der nicht vorhandenen Schienenkapa-
zitäten und dem bereits weit vorangeschrittenen 
Ausbau des S-Bahn-Netzes nicht umsetzbar.
Die Entwicklung des Gleisdreiecks zeigt in die-
sem Szenario eine Entwicklung auf, die mit der 
Eigenheit des Standorts umgeht und das Poten-
zial besitzt, emittierende Gewerbeformen mit 
aufzunehmen. Die Verortung des Nahversor -
gungsbereichs im Gelenk zwischen Wohnen und 
Gewerbe, mit Bezug zum Stadteingang, hat das 
Potential den Standort zu einem zentralen Nah-
versorgungsbereich im Sinne des Einzelhandels- 
und Zentrenkonzepts auszubauen und damit 
langfristig zu sichern. Eine Herausforderung wird 
sein, die vorhandenen Einzelhandelslagen nörd-
lich der Liebigstraße funktional und stadträum-
lich miteinander zu verbinden. Der südlich der 
Liebigstraße gelegene Standort erweist sich als 
nicht nachhaltig, da er den Bestand und Ausbau 
des Gewerbes beeinträchtigt.

RÄUMLICHES 
ENTWICKLUNGSKONZEPT
04

RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
43
RÄUMLICHES 
ENTWICKLUNGSKONZEPT
4�1 HERLEITUNG
Das Räumliche Entwicklungskonzept dient als 
Grundlage für die zukünftige Entwicklung des 
Plangebiets. Es zeigt die wesentlichen räumli-
chen Strukturen und Interventionen zur zukunfts-
fähigen Transformation auf. 
In einem diskursiven Prozess wurden die unter -
schiedlichen privaten und öffentlichen Belange, 
die anhand der drei Szenarien überprüft wurden, 
in dem Konzept zusammengeführt.
Die untenstehende Abbildung zeigt schematisch 
diesen Prozess, bei dem in unterschiedlichen 
Beteiligungsformaten die drei Szenarien mit der 
Verwaltung, der Politik, und den Akteur*innen 
im LiebigQuartier diskutiert wurden. Der erste 
Entwurf des aus den Diskussionen abgeleite-
ten Räumlichen Entwicklungskonzepts wurde 
auf der Zukunftskonferenz mit der Öffentlichkeit 
diskutiert (s.a. Kapitel 1.3).  Auf Grundlage der 
Anregungen und Hinweise aus der Öffentlich-
keitsveranstaltung wurde das Räumliche Entwick -
lungskonzept überarbeitet. Die Umsetzung des 
Konzeptes wurde durch Kapitel 5 "Handlungs-
empfehlungen und Kernprojekte" konkretisiert.
 
Das Räumliche Entwicklungskonzept besteht ins-
gesamt aus den Teilen: Räumliches Leitbild, Ent-
wicklungskonzept und Handlungsempfehlungen.
Vorgehen Herleitung Räumliches Entwicklungskonzept
ENTWICKLUNG VON 
DREI SZENARIEN
SZENARIEN 
WORKSHOP
PROJEKTGRUPPEN 
SITZUNG
SONDERTERMIN 
POLITIK
LENKUNGSKREIS
GEGENÜBERSTELLUNG
 EINZELNER BAUSTEINE ZUKUNFTS- 
KONFERENZ
FINALISIERUNG
ABLEITUNG  
DES RÄUMLICHEN  
ENTWICKLUNGSKONZEPTES

44
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
Bei Betrachtung der Szenarien und der entspre-
chenden Leitbilder fällt auf, dass in allen drei Sze-
narien die Entwicklung des Schlachthofareals ein 
entscheidender Impulsgeber für die Entwicklung 
des gesamten Quartiers sein kann. Das Schlacht-
hofareal erstreckt sich über einen bedeutenden 
Teil entlang der Liebigstraße und bietet somit 
einen erheblichen Mehrwert für die Entwicklung 
der zentralen, verbindenden Achse zwischen den 
Stadtteilen Ehrenfeld und Nippes.
Eine aufeinander abgestimmte Entwicklung der 
derzeit brachliegenden Flächen östlich und west-
lich der Geldernstraße ist ein weiterer zentraler 
Entwicklungsbaustein. Diese Entwicklung kann 
zu einem ähnlichen Impulsgeber werden und eine 
quartiersübergreifende Bedeutung gewinnen, vor 
allem, wenn hier ein Mehrwert für Anwohnende 
geschaffen wird. 
Die Fläche Am Gleisdreieck könnte mit einer viel-
fältigen Nutzung mit dem Schwerpunkt Gewerbe 
dazu beitragen, den heute städtebaulich isolier -
ten Bereich zu beleben. Wichtig hierbei ist es, die 
Anbindung und verkehrliche Erschließung vertieft  
zu betrachten, da die Verkehrsknotenpunkte, wel-
che die Fläche an das Verkehrsnetz anschließen, 
bereits heute stark ausgelastet sind. Ein beson-
derer Fokus sollte daher in der Entwicklung der 
Fläche mit einer neuen Anbindung an das ÖPNV-
Netz und alternativen Mobilitätsangeboten liegen.
Eine Überdeckelung der Autobahn ist für eine 
bessere Vernetzung der Grünstrukturen und die 
Erreichbarkeit des Quartiers für Fußgänger und 
Radfahrer nicht erforderlich. Im Verhältnis zwi-
schen Aufwand und Nutzen könnte eine breite 
Grünverbindung, perspektivisch ergänzt durch 
eine Brücke für Fußgänger*innen und Radfah-
rer*innen über den sog. "Spaghettiknoten", der 
Auffahrt Innere Kanalstraße - A57, eine bessere 
Option darstellen.

RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
45
4�2 LEITBILD
Das räumliche Leitbild des Räumlichen Entwick -
lungskonzepts zeigt die wesentlichen Strukturen 
und übergeordneten Zielvorstellungen des Quar -
tiers auf. Es dient als abstrakte Zusammenfas-
sung und Formulierung des Konzepts.
Das Leitbild hebt vor allem Wegebeziehungen, 
die für die Durchwegbarkeit und Anbindung des 
Quartiers von Bedeutung sind, hervor. Zentrale 
Rolle nimmt dabei die Liebigstraße ein, da sie 
neben ihrer verbindenden Funktion, Stadtbild 
prägend wirksam wird. Die Liebigstraße wird defi-
niert als urbane Achse mit Aufenthaltsqualitäten 
und einer lebendigen Erdgeschosszone. Ein zen-
traler öffentlicher Platz auf Höhe des Methwegs, 
sowie ein kleiner Platz am Quartierseingang auf 
Höhe des S-Bahnhofs Nippes, bieten die Mög-
lichkeit Begegnungs- und Aufenthaltsräume im 
öffentlichen Raum zu schaffen. Aufgrund der 
direkten Verbindungsfunktion zwischen Ehren-
feld und Nippes, nimmt die Liebigstraße ebenfalls 
eine wichtige Rolle als Fuß- und Radverkehrsach-
se ein. 
Die Nord-Süd Verbindung zwischen Blücherpark 
und Innerem Grüngürtel am westlichen Rand des 
Plangebiets ist eine bedeutende, übergreifende 
Wegebeziehung, die heute schon in großen Teilen 
besteht. Die Verbindung soll vervollständigt und 
hinsichtlich ihrer Aufenthaltsqualität weiterentwi-
ckelt werden. Des Weiteren wird die Durchweg-
barkeit durch eine Fuß- und Radverkehrsüberfüh-
rung verbessert, um eine direkte Anbindung des 
Inneren Grüngürtels zu ermöglichen und die Bar -
rierewirkung des Straßenraums zu überwinden.
Eine weitere für den Fuß-und Radverkehr bedeu-
tende Wegeverbindung entsteht durch einen 
Durchstich unter der Bahntrasse auf Höhe des 
Geldernparks. Hierdurch entsteht das Potenzial, 
die Anbindung des LiebigQuartiers für den nicht-
motorisierten Individualverkehr auszubauen und 
eine soziale Mischung zwischen den Stadtteilen 
Bilderstöckchen und Nippes einzuleiten.
Während sich der Ausbau der grünen Infrastruk -
tur vor allem durch drei markante grüne Achsen 
im Leitbild hervorhebt, sind diese durch weitere, 
untergeordnete Grünverbindungen miteinander 
vernetzt. So ergibt sich ein grünes Netz aus einer 
primären und einer sekundären Struktur, das sich 
auf das Quartier legt und vorhandene, sowie neue 
Grünflächen miteinbezieht. Dabei müssen nicht 
alle Grünflächen öffentlich zugänglich oder als 
Wegeverbindungen dienen, sondern können die 
vorhandenen Barrieren für Fauna und Flora redu-
zieren. Die drei grünen Achsen unterscheiden 
sich in ihrer Ausformulierung stark voneinander. 
Während die westliche Achse das größte Freiflä-
chenangebot aufweist und übergeordnete Grün-
räume vernetzt, bildet die östliche Achse einen 
grünen Saum entlang der Gleise, der nicht in allen 
Abschnitten öffentlich zugänglich ist. Die dritte 
grüne Achse, entlang der Osterather- und Escher 
Straße, stärkt die Nord-Süd-Verbindung zwischen 
Liebigstraße und Parkgürtel.

46
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
Entlang der Gleise erstreckt sich ein Gewerbe-
band, für welches das Leitbild eine Clusterung 
unterschiedlicher Gewerbeformen vorsieht. Wäh-
rend der Bereich des Gleisdreiecks als  Gewer -
becampus mit einer Mischung aus Dienstleistung 
und Gewerbe entwickelt werden könnte, könnte 
das Schlachthofareal im westlichen Bereich die 
vorhandenen soziokulturellen Nutzungen ergän-
zen, mit einem kleinen öffentlichen Platz im mitt-
leren Bereich. Im östlichen Bereich entsteht ein 
Schwerpunkt für stadtverträgliches Gewerbe. 
Die bestehenden Nutzungen könnten so gesi-
chert und harmonisch in die Gesamtplanung 
des Bereichs integriert werden. In unmittelbarer 
Nähe des S-Bahnhofs Köln-Nippes spannt sich 
der Bereich eines Nahversorgungsbereich auf. 
Dieses Gelenk zwischen dem gewerblichen Band 
auf der einen und der bestehenden Wohnnutzung 
auf der gegenüberliegenden Seite markiert den 
Eingangs- bzw. Übergangsbereich des Quartiers 
und bündelt zukünftig - neben den zentralen Ein-
kaufsmöglichkeiten  - auch weitere Dienstleistun-
gen und Geschäfte des täglichen Bedarfs. 
Auf den ehemaligen Mobau- und Molkereiflä-
chen rücken Wohn- und Gewerbenutzung stark 
zusammen. Das Leitbild zielt an dieser Stelle auf 
ein urbanes Gebiet mit der Stärkung von stadt-
verträglichem Gewerbe ab. Dieses wird integriert 
durch die Kombination von sozialer Infrastruktur 
(insb. Bildung) sowie einem Ort für Kultur- und 
Kreativnutzung. 
Neben baulichen Entwicklungen und neuen Nut-
zungszonierungen zeigt das Leitbild auch auf, 
welche Strukturen in ihrem Bestand, insbeson-
dere vor heranrückenden Nutzungen zu schüt-
zen sind. Dies betrifft insbesondere den Bereich 
der RheinEnergie, der wichtige Funktionen der 
Daseinsvorsorge für ganz Köln übernimmt.

RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
47
Leitbild Räumliches Entwicklungskonzept

48
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
Zusätzlich zu den zentralen Entwurfselementen 
des Leitbilds enthält das Räumliche Entwick -
lungskonzept räumliche Aussagen, die zu einem 
lebenswerten Wohn- und Arbeitsstandort bei-
tragen. Diese Entwicklungen variieren in ihrem 
Umfang, ihren zeitlichen Umsetzungshorizonten 
und den wesentlichen Handlungstreibern. Die 
unterschiedlichen Zielrichtungen und räumlichen 
Setzungen lassen sich verschiedenen Handlungs-
feldern zuordnen. Ausgehend von den fünf Hand-
lungsfelder, die den fünf Entwicklungszielen (sie-
he 3.1.1) entsprechen, werden im Folgenden die 
Inhalte des Räumliche Entwicklungskonzeptes 
erläutert.
4�3 HANDLUNGSFELDER
Städtebau und Wohnen
Das LiebigQuartier soll weiterhin als Wohnstand-
ort mit bezahlbarem Wohnraum erhalten bleiben. 
Durch (städtebauliche) Aufwertungen im Quartier 
können jedoch auch Verdrängungsprozesse der 
ansässigen Wohnbevölkerung in Gang gesetzt 
werden. Diesen Prozessen sollen Soziale Erhal-
tungssatzungen gem. § 172 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 
BauGB entgegenwirken. Die Stadt Köln nutzt die-
ses Instrument bereits in verschiedenen ande-
ren Quartieren. Die Verwaltung hat den Auftrag, 
darüber hinaus Gebiete für den Einsatz dieses 
städtebaulichen Instrumentes vorzuschlagen. 
Dies erfolgt auf der Grundlage einer gesamtstäd-
tischen Betrachtung, sodass das LiebigQuartier 
ebenfalls in diese Betrachtung einbezogen ist. 
Zur Umsetzung des Ziels neuer Wohnfor -
men und zielgruppenspezifischer Wohnange-
bote, sieht das Räumliche Entwicklungskon-
zept unter anderem in den Randbereichen der  
RheinEnergie die Entwicklung von Werkswohnun-
gen vor. Während das Werkswohnen im Bereich 
der Escherstraße eine reine Wohnnutzung mit 
hohen Grünanteilen vorsieht, beinhaltet die bauli-
che Entwicklung an der Wöhlerstraße zusätzliche 
Büro- und Arbeitsflächen.
Eine weitere Form der vielfältigen Wohnangebo-
te ist das Mehrgenerationenwohnen, wie es im 
westlichen Teil des Schlachthofareals denkbar 
ist. Neben den gewerblichen und sozialen Nut-
zungen ist eine kleinteilige Mischung mit Wohn-
formen, vor allem im Bereich der Liebig-, aber 
auch der Hans-Wild-Straße, eine Möglichkeit der 
angrenzenden Wohnbebauung ein Gegenüber zu 
geben und somit die Nachbarschaft zu stärken.
Bauliche Neuentwicklungen orientieren sich in 
ihrer Höhenentwicklung dabei an umliegenden 
Geschossigkeiten.
Eine erhöhte Nutzungsmischung und Dichte aus 
Wohnen, Arbeiten und Freizeitangeboten liegt im 
Bereich der ehemaligen Mobau- und Molkerei-
fläche (westlich der Geldernstraße) vor. Ein nicht 
störendes Gewerbe entlang der Geldernstraße 
schirmt den inneren, ruhigeren Wohnbereich von 
der Straße ab und bietet Platz für flexible Wohn-, 
Gewerbe- und Arbeitsformen. Die Wohnnutzung 
im blockinneren sieht einen erhöhten Grünanteil 
vor, um auch hier das „Wohnen im Grünen“, wie 
es in Bilderstöckchen in großen Teilen besteht, 
fortzuführen. Auch hier empfiehlt sich eine 
bestandsorientierte Höhenentwicklung, die sich 
in das städtebauliche Gesamtbild einfügt.
Am nördlichen Quartierseingang, angrenzend

RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
49
WÖHLERSTRASSEWÖHLERSTRASSE
ESCHER STRASSE
ESCHER STRASSE
HANS-WILD-STRASSEHANS-WILD-STRASSE
PARKGÜRTELPARKGÜRTEL
GELDERNSTRASSEGELDERNSTRASSE

50
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
an Parkgürtel und Geldernstraße, bietet sich 
die Möglichkeit, einen städtebaulichen Auftakt 
in Form einer wohnlichen Nachverdichtung zu 
schaffen, um neben der Entwicklung neuen Wohn-
raums, einen Quartierseingang zu gestalten. Die-
ses Baufeld eignet sich als Hochpunkt um somit 
die Eingangssituation räumlich zu akzentuieren.
Die Liebigstraße ist als zentrale Stadtachse einer 
städtebaulichen Aufwertung zu unterziehen, bei 
der auch der Abwicklung der Wirtschaftsverkehre 
ausreichend Bedeutung gegeben werden muss. 
Der Straßenraum soll durch neue Raumkanten 
gefasst werden und durch eine in den öffentli-
chen Bereich wirkende, aktive Erdgeschosszone  
belebt werden. Durch einen möglichst hohen 
Grünanteil entlang der Straße soll zukünftig ein 
Beitrag zur Klimafolgenanpassung geleistet wer -
den. Insgesamt definiert das Räumliche Ent-
wicklungskonzept die Liebigstraße als urbane 
und begrünte Achse mit Qualifizierungen für den 
Fuß- und Radverkehr und einer attraktiven Erd-
geschosszone. 
Wirtschaft und Versorgung
Um das LiebigQuartier weiterhin als innerstäd-
tischen Gewerbestandort zu sichern, ist es not-
wendig, vorhandene Gewerbeflächen zu sichern 
bzw. zu transformieren. Dies geschieht in vier 
Teilbereichen, die bereits im Leitbild als gewerbli-
che Impulsräume festgelegt sind. Sie unterschei-
den sich in ihrer Größe, ihrer Nutzungsmischung 
und in ihrer Produktivität. Im südlichen Teil des 
Plangebiets, im Bereich Am Gleisdreieck gele-
gen, könnte langfristig ein Gewerbe- und Dienst-
leistungscampus entstehen, der aufgrund seiner 
Lage auch produzierendes bzw. Lärm emittieren-
des Gewerbe aufnehmen kann, ohne Nutzungs-
konflikte zu erzeugen. Der Campus enthält eine 
interne Freiraum- bzw. Aufenthaltsqualität mit 
einem erhöhten Grünanteil, um die negativen 
Wirkungen einer hohen Versieglung abzumildern. 
Ein Hochpunkt in einem der Eckpunkte des Gleis-
dreiecks wäre voraussichtlich stadtraumverträg-
lich. Die genaue Lage und Höhe müsste allerdings 
noch städtebaulich vertieft untersucht und quali-
fiziert werden, hierbei ist insbesondere die ver -
kehrliche Anbindung zu berücksichtigen.
Für die Entwicklung im Bereich des Schlachthof-
areals ist eine gewerbliche Nutzung weiterhin zu 
priorisieren. Im westlichen Teil sollten im Über -
gang zur Wohnnutzung die vorhandenen sozio-
kulturellen Nutzungen im Bestand gesichert und 
durch weitere Flächen ergänzt werden. Die Ziel-
programmatik sieht auf dem Areal insgesamt 
einen urbaneren Charakter mit der Stärkung von 
stadtverträglichem Gewerbe vor. Das Räumliche 
Entwicklungskonzept schlägt eine sukzessive Ent-
wicklung des Areals vor, sodass zunächst gewerb-
lich genutzte Bestandsgebäude erhalten und 
nach Bedarf bzw. Flächenverfügbarkeit Baufelder 
ergänzt werden können. Zukünftige gewerbliche 
Entwicklungen sind auch hier mit einem hohen 
Grünanteil zu versehen.
Östlich der Hornstraße befindet sich ein städte-
baulich nicht integrierter Supermarkt, dessen 
Fläche als potenzielle Erweiterungsfläche für  
Gewerbe in Betracht gezogen werden kann.
Eine weitere zentrale Entwicklung ist die Zen-
trumsentwicklung inkl. Nahversorgungsbereich 
in direktem Umfeld des S-Bahn-Haltepunkts

RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
51
HORNSTRASSEHORNSTRASSE
OSTERATHER STRASSEOSTERATHER STRASSE
ESCHER STRASSEESCHER STRASSE

52
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
Köln-Nippes. Dieser Bereich spannt sich ausge-
hend vom Quartierseingang an der Liebigstraße 
bis zum nördlich gelegenen Supermarkt zwi-
schen Osterather- und Escherstraße. Er umfasst 
die ansässigen Supermärkte und soll zukünftig 
das Versorgungsangebot mit weiteren Formen 
des täglichen Bedarfs ergänzen. Die räumlichen 
Barrieren sind durch geeignete stadträumliche 
Maßnahmen zu reduzieren, damit die einzelnen 
Nutzungen besser miteinander vernetzt werden. 
Neubauten sollten entsprechend räumlich inte-
grativ geplant werden. Die leerstehende Laden-
zeile am Parkgürtel soll auf eine Unterbringung 
eines kleinen Nahversorgers oder auf alternati-
ven Nutzungen geprüft werden. 
Auf der ehemaligen Molkereifläche besteht die 
Herausforderung, Nutzungskonflikte mit angren-
zender Wohnbebauung zu vermeiden. Durch neue 
Durchwegungen und kleinteiliges, stadtverträg-
liches Gewerbe sowie Formen der Kreativwirt-
schaft könnte dieser Stadtbaustein gut in das 
Quartier integriert werden.
Soziales, Kultur und Bildung
Innerhalb des Plangebiets befinden sich mehrere 
Entwicklungen, die Nutzungsangebote im Bereich 
Soziales, Kultur und Bildung vorsehen. Im All-
gemeinen soll bürgerschaftliches Engagement 
gefördert und unterstützt werden.
Hervorzuheben ist der westliche Teil des Schlacht-
hofareals, bei dem es zunächst um die Sicherung 
der bereits heute vorhandenen soziokulturellen 
Einrichtungen geht. Zudem sollen diese Struktu-
ren durch die Einbindung von unterschiedlichen 
(Weiter-)Bildungsangeboten, Orten des Zusam-
menkommens, Kulturnutzungen und Sozialer In-
frastruktur gestärkt werden.
Das Räumliche Entwicklungskonzept kennzeich-
net die nördlich angrenzende Fläche der Grund-
schule Osterather Straße als perspektivische 
Schulerweiterungsfläche, sodass diese zunächst 
von (baulichen) Entwicklungen freigehalten wer -
den sollte.
Für den nördlichen Teil des Nahversorgungs-
bereichs ist eine Ergänzung durch Nutzungen 
der sozialen Infrastruktur angedacht. Diese 
Angebote finden sich in Teilen auf der ehemali-
gen Mobau- und Molkereifläche wieder, um dem 
Flächenbedarf der Pflegeinfrastruktur (Stationä-
re Pflegeeinrichtung, Seniorenwohnen etc.) ent-
gegenzukommen. Der Rückstand an Sport- und 
Freiflächen, der unter anderem durch jüngste, 
bauliche Nachverdichtungen in Bilderstöckchen 
entstanden ist, soll in zukünftigen Entwicklungen 
ebenfalls berücksichtigt werden. Weitere Flächen 
mit kleinteiligen Spiel- und Sportangeboten fin-
den Platz im Gel-dernpark sowie im grünen Band, 
als Auftakt zum Standort des ESV Olympia.
Die etablierte Kultur- und Veranstaltungsstätte 
"Odonien", die westlich der Hornstraße liegt, ist 
ein wichtiger stadtteilübergreifender Kulturstand-
ort, der in seinem Bestand zu sichern ist.
Das Angebot für kulturelle Nutzungen und Ver -
anstaltungen könnte auch im Bereich zwischen 
der Straße Am Gleisdreieck und der Inneren 
Kanalstraße erweitert werden. Somit könnte der 
Gewerbecampus auch außerhalb der Werktage 
bzw. Betriebszeiten in Teilen genutzt werden.

RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
53
AM GLEISDREIECKAM GLEISDREIECK
INNERE KANALSTRASSEINNERE KANALSTRASSE

54
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
Mobilität und Verkehr
Um die Mobilität innerhalb des LiebigQuartiers 
attraktiver und nachhaltiger zu gestalten, spielt 
der Ausbau des Fuß- und Radwegenetzes eine 
wichtige Rolle. Neue Wegebeziehungen wie eine 
direkte Verbindung zwischen Geldernpark und 
Nippes, eine Durchwegung des Blockinneren zwi-
schen Escher- und Geldernstraße, die Fortfüh-
rung des Methweg (als wichtiger Schulweg), eine 
nördliche Anknüpfung des Herkulesbergs sowie 
eine Überführung für den Fuß-und Radwegever -
kehr im Bereich der Inneren Kanalstraße / A57 
Auffahrt, ergänzen das bestehende Netz.
Der Straßenraum soll insgesamt als Raum mit 
hoher Aufenthaltsqualität aufgewertet werden. 
Dies betrifft vor allem die Liebigstraße, die durch 
Aufweitungen eine neue Qualität und Fläche für 
Rad- und Fußverkehr, straßenbegleitende Begrü-
nung und öffentliche Platzbereiche erhält. Die 
Wirtschaftsverkehre müssen dabei Berücksichti-
gung finden.
Das Radwegenetz sieht auf Hauptverkehrsach-
sen eine vom MIV getrennte Verkehrsführung vor, 
während auf den restlichen Straßen das Radfah-
ren im Mischverkehr vorgesehen ist. Hervorzuhe-
ben ist auch das Ziel von fuß- und radverkehrs-
freundlicher Umgestaltung unübersichtlicher 
Knotenpunkte, wie dem Kreuzungsbereich Lie-
big-, Escher- und Lämmerstraße oder auch dem 
Anschluss zwischen Horn- und Innerer Kanalstra-
ße. 
Darüber hinaus ist auch die Ausbildung einer 
begrünten Fahrradstraße entlang der Wöhler -
straße eine Möglichkeit, um quartiersintern eine 
verkehrsberuhigtere Alternative zur Liebigstra-
ße zu schaffen. Eine weitere Maßnahme ist die 
Verlängerung des Methwegs bis zur Osterather 
Straße. Der Ausbau als begrünte Wegeführung 
mit Anschluss an die Osterather Straße kann das 
Durchwegungsangebot im Sinne kurzer Wege 
stärken. 
Um einen Teil des ruhenden Verkehrs innerhalb 
des Quartiers stadtverträglicher zu organisieren, 
ist eine Kombination aus einer Quartiersgarage 
und einer Mobilstation ("Mobility-Hub") am Stadt-
eingang Nippes verortet. Weitere Mobilitäts-
angebote finden sich an Quartiersrändern und 
öffentlichen Plätzen wieder. Die Angebote des 
Mobility-Sharings, welche die gemeinschaftliche 
Nutzung von Fortbewegungsmitteln wie Autos, 
Fahrrädern oder E-Scooter umfassen, sollten 
flächendeckend im Plangebiet angeboten wer -
den. Es sind die Maßgaben in Abhängigkeit zum 
Beschluss "Raumbuch Mobilstation" (Vorlage 
0910/2024 ) zu berücksichtigen.
Wirtschaftsverkehre, die das Schlachthofareal 
bedienen, erfolgen aktuell über eine zentrale Ein-
fahrt an der Liebigstraße. Eine parallel zur Liebig-
straße verlaufende Logistikachse, die das Areal 
mittig teilt, ist im Räumlichen Entwicklungskon-
zept vorgesehen. Diese Achse könnte Logistik -
verkehre von der Hornstraße aus aufnehmen und 
somit in Teilen die Liebigstraße entlasten. Das 
Räumliche Entwicklungskonzept schlägt für die-
sen Bereich eine Sicherung vor, falls bestehende 
bauliche Nutzungen aufgegeben werden. 
Die Aufgabenstellung des Räumlichen Entwick -
lungskonzepts LiebigQuartier beinhaltete kein 
verkehrsplanerisches Gesamtkonzept. Zur Errei-
chung der inhaltlichen Ziele ist die verkehrsver -
trägliche Entwicklung eine Grundvoraussetzung. 
Neue Projekte müssen verträglich in das vor -

RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
55
METHWEGMETHWEG
WÖHLER STRASSEWÖHLER STRASSE
GELDERNSTRASSEGELDERNSTRASSE
AM GLEISDREIECKAM GLEISDREIECK
INNERE KANALSTRASSE
INNERE KANALSTRASSE
ESCHER STRASSEESCHER STRASSE
LÄMMERSTRASSE
LÄMMERSTRASSE
HORNSTRASSEHORNSTRASSE

56
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
handene Verkehrssystem durch die Vorhabenträ-
ger*innen eingebunden werden. 
Grün und Klima
Für die Vervollständigung der Grünraumvernet-
zung setzt das Räumliche Entwicklungskonzept 
vor allem an Defizitbereichen, an denen der Ver -
siegelungsgrad überwiegt, an. Dazu zählen Stra-
ßenräume und Kreuzungsbereiche der Liebig-, 
aber auch der Escher- und Wöhlerstraße, für die 
eine Neugestaltung und Neubepflanzung vorge-
schlagen wird, um das Mikroklima zu verbessern 
und die Versickerungsmöglichkeiten im Quartier 
zu erhöhen. 
Für den nördlichen Teil der Escher Straße schlägt 
das Räumliche Entwicklungskonzept eine Auf-
weitung des Straßenprofils zugunsten von neu-
en Grünstrukturen und einer Grünvernetzung 
in Richtung Blücherpark vor. So können grüne 
Pufferzonen zwischen westlich angrenzenden 
Gewerbebetrieben und klimatisch optimierte Auf-
enthaltsqualitäten entstehen. 
Für die Entwicklung der ehemaligen Mobau- und 
Molkereiflächen zeigt das Räumliche Entwick -
lungskonzept die Möglichkeit einer Fußwegever -
bindung durch das grüne Blockinnere auf. So 
könnte eine weitere Durchwegungsmöglichkeit 
dem Ziel der kurzen Wege und dem Ausbau eines 
grünen Netzes näher kommen.
Eine zentrale grüne Achse bildet das „grüne 
Band“ welches sich entlang der Gleise erstreckt. 
Dieses Band beginnt im Norden unterhalb des 
Parkgürtels mit einer Qualifizierung der bereits 
vorhandenen Grünstrukturen, um einen natur -
nahen Auftakt zum Quartier zu schaffen. Ausge-
hend vom Geldernpark erstreckt sich in südliche 
Richtung entlang der Bahntrassen Böschungs-
struktur, die den stark versiegelten Bereich des 
Molkerei-Geländes einfasst. Langfristig könnte 
der Grünraum sich, der Lämmerstraße folgend, 
über den südlichen Randbereich des Schlachthof-
areals ziehen, um auch hier Grünstrukturen auf 
den stark versiegelten Bereichen auszuweiten. 
Denkbar ist es, dass sich eine Wegeführung auf 
Höhe der Gleistrasse befindet, die einen Ausblick 
über das Schlachthofareal ermöglicht. Falls eine 
derartige Wegeführung entwickelt werden soll, 
ist im Rahmen der Gestaltung zu vermeiden, dass 
hier Angsträume entstehen. Innerhalb des grünen 
Bands, im Bereich der Lämmerstraße, sind neben 
den neuen Fußwegen auch Sport- und Freizeitan-
gebote denkbar, um diese Freiflächen aktiver zu 
gestalten. 
Das Räumliche Entwicklungskonzept sieht eine 
Entsiegelung im westlichen Randbereich vor, um 
die Freiraumvernetzung zwischen Blücherpark 
und Innerem Grüngürtel zu vervollständigen. Dies 
stellt vor dem Hintergrund einer Kosten-Nutzen-
Betrachtung eine Alternative zur aufwändigen 
Überdeckelung der A57 dar. Zudem können ein-
zelne bauliche Entwicklungen mit erhöhten Grün-
anteilen und klimaoptimierter Bauweise einen 
positiven Beitrag zum Mikroklima leisten.

RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
57
ESCHER STRASSEESCHER STRASSE
WÖHLERSTRASSE
WÖHLERSTRASSE
LÄMMERSTRASSE
LÄMMERSTRASSE

58
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
4�4 RÄUMLICHES 
ENTWICKLUNGSKONZEPT

RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
59

60
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
4�5 VERTIEFUNGSBEREICH 
LIEBIGSTRASSE
Das Räumliche Entwicklungskonzept zeigt, dass 
die Schwerpunktbereiche der Entwicklung das 
Potenzial bieten, den zukünftigen Charakter des 
LiebigQuartiers neu zu gestalten. Das Konzept 
enthält eine Bandbreite an Projekten unter -
schiedlicher Maßstäbe, um das Quartier neu zu 
strukturieren und auszurichten. Einige dieser Pro-
jekte besitzen aufgrund ihres hohen Mehrwerts 
für Anwohnende - bspw. durch eine neue Erleb-
barkeit des Quartiers, eine positive Auswirkung 
auf das Mikroklima oder ein erweitertes Nut-
zungsangebot - eine besonders hohe Priorität für 
die räumliche Neuordnung des LiebigQuartiers. 
Diese Projekte werden im Räumlichen Entwick -
lungskonzept als Kernprojekte definiert.
Eines der Kernprojekte ist die Umgestaltung der 
Liebigstraße, bei dem vor allem die fuß- und rad-
verkehrsfreundliche Umgestaltung unter Berück -
sichtigung der Wirtschaftsverkehre fokussiert 
wird. Insgesamt soll dabei die Liebigstraße auch 
als öffentlicher Raum qualifiziert werden.
Die Liebigstraße ist ein raumprägendes Element 
für das gesamte Plangebiet. Sie wickelt wichtige 
Andienungsverkehre angrenzender Unternehmen 
ab und stellt darüber hinaus eine direkte Verbin-
dungsachse zwischen Ehrenfeld und Nippes dar, 
weshalb die Straße zu Stoßzeiten auch besonders 
durch Fußgänger*innen und Radfahrer*innen fre-
quentiert ist. 
Das Straßenbild wird aktuell zu einem großen Teil 
von ruhendem Verkehr und einem hohen Versie-
gelungsgrad geprägt, während begrünende Ele-
Liebigstraße heute

RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
61
mente entlang der Straße nur auf privaten Grund-
stücken zu finden sind. Zudem weisen nur wenige 
der anliegenden Gebäude städtebauliche Quali-
täten auf, während große brachliegende Flächen 
die Attraktivität der Umgebung beeinträchtigen. 
Im Bestand erscheint die Straße vornehmlich für 
den motorisierten Individualverkehr ausgelegt, 
was sich durch breite Fahrbahnen und schmale 
Fuß- und Radwege äußert. 
Bei der Neugestaltung der Liebigstraße wird eine 
umfassende Planung angestrebt, die sowohl ver -
kehrstechnische als auch städtebauliche Aspekte 
berücksichtigt. Ein zentraler Schwerpunkt liegt 
dabei auf der Schaffung großzügiger, klar struk -
turierter und sicherer Fußwege, die deutlich 
von der Radinfrastruktur getrennt sind, sodass 
für beide Nutzer*innengruppen eine möglichst 
sichere Teilnahme am Verkehr gewährleistet ist. 
Um den Raum vom Autoverkehr und dem ruhen-
den Verkehr zu entlasten, werden Straßenbe-
reiche neugestaltet und zugunsten anderer Ver -
kehrsteilnehmer*innen umverteilt. Insbesondere 
die Implementierung von breiten Fahrradspuren 
nach dem Segregationsprinzip auf beiden Seiten 
der Straße trägt dazu bei, dass der Radverkehr 
sicherer und attraktiver gestaltet wird.
Die Entwicklung des öffentlichen Quartiersplat-
zes auf dem Schlachthofareal soll als Treffpunkt 
für die Gemeinschaft dienen. Dieser Platz bietet 
Raum für gastronomische Angebote zur Förde-
rung der sozialen Interaktion sowie eine Mobil-
station, um die Anbindung und auch das Mobili-
tätsangebot insgesamt zu verbessern. 
Um diesen öffentlichen Platz bereits auf der 
Liebigstraße anzukündigen, können mittels 
einer gesonderten Oberflächengestaltung und 
Entwicklungsmöglichkeit Liebigstraße

62
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
Liebigstraße
35m
15m
Liebigstraße
SCHNITT - A
  
Verortung der Straßenschnitte
zusätzlichen Grünelementen im Straßenraum, 
fußgängerfreundliche Querungsmöglichkeiten 
geschaffen werden, die gleichzeitig als eine Art 
Temposchwelle für den MIV fungieren.
Die Liebigstraße besitzt innerhalbt des Plange-
biets auf über 800 Metern Länge verschiedene 
Abschnitte, die unterschiedlichste Straßenquer -
schnitte aufweisen. 
Zur exemplarischen Verdeutlichung einer Flä-
chenneuaufteilung im Straßenraum wurden zwei 
Querschnitte der Liebigstraße gewählt. Darunter 
fällt der breiteste Abschnitt mit rund 35 Metern 
im westlichen Teil der Liebigstraße, sowie ein 
besonders enger Abschnitt mit ca. 15 Metern im 
östlichen Bereich. Die Bestandssituation zeigt, 
dass gerade der Fußweg bei einer geringeren 
Gesamtfläche besonders schmal ausfällt und mit 
Radwegen zusammengelegt wurde, während Flä-
chen für den MIV und ruhenden Verkehr weiter -
hin bestehen bleiben. Zudem weisen beide Quer -
schnitte keine Flächen für Verschattungen oder 
Versickerungsmöglichkeiten durch begrünende 
SCHNITT - B

RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT
63
SCHNITT A - Bestand
SCHNITT B - Bestand SCHNITT B - Entwicklungsmöglichkeit
SCHNITT A - Entwicklungsmöglichkeit
Elemente auf. Dadurch sind die Straßenprofile 
besonders anfällig bei Extremwetterereignissen, 
sodass bei einer Umgestaltung der Liebigstraße 
das Entwicklungsziel der Förderung von Straßen-
grün eine zentrale Rolle einnehmen sollte.
Die nebenstehenden Konzeptschnitte zeigen 
exemplarisch mit welchen Flächenneuverteilun-
gen die Straßenquerschnitte attraktiver für den 
Rad- und Fußverkehr gestaltet werden können 
und Klimaanpassungsmaßnahmen im Straßen-
raum aussehen können.

HANDLUNGS-
EMPFEHLUNGEN UND 
KERNPROJEKTE
05

HANDLUNGS-EMPFEHLUNGEN UND KERNPROJEKTE
65
HANDLUNGSEMPFEHLUN-
GEN UND KERNPROJEKTE
Zum Erreichen der formulierten Entwicklungsziele 
für das LiebigQuartier und zur Realisierung der im 
Räumlichen Entwicklungskonzept skizzierten Flä-
chennutzungen und Erschließungsstrukturen sind 
viele mehrdimensionale Maßnahmen notwendig. 
Der überwiegende Teil der erforderlichen Maß-
nahmen betrifft private Flächen, die aber nur im 
kooperativen Verfahren zwischen privatem Enga-
gement und öffentlicher Planungshoheit entwi-
ckelt werden können. Wichtig ist dabei zu erken-
nen, dass alle räumlichen Neuordnungen – egal 
ob im öffentlichen Raum oder auf privater Fläche 
– einen wesentlichen Beitrag zur gemeinwohl-
orientierten und klimaschützenden Quartiersent-
wicklung zu leisten haben. Nur die Durchlässig-
keit von Flächen schafft eine neue Erlebbarkeit 
des LiebigQuartiers, eine positive Auswirkung auf 
das Mikroklima und ein erweitertes Nutzungsan-
gebot für die Bewohnerschaft.
Als wesentliche Handlungsempfehlungen werden 
folgende sieben Kernprojekte, die für die Zieler -
reichung und die Entwicklung des LiebigQuartiers 
als unverzichtbar eingeschätzt werden, in Form 
von Steckbriefen kurz beschrieben.
1. Umgestaltung der Liebigstraße 
2. Transformation Schlachthofareal
3. Transformation Molkereifläche und Umge-
bung 
4. Entwicklung Nahversorgungsbereich 
5. Entwicklung Mobilstation am S-Bahnhof Nip-
pes
6. Transformation Am Gleisdreick
7. Entwicklung Grünverbindung vom Inneren 
Grüngürtel zum Blücherpark
Jeder Steckbrief enthält eine Gebietskarte, in der 
die Maßnahme räumlich verortet ist. Für jedes 
Kernprojekt sind die handlungsfeldbezogenen 
Entwicklungsziele (s. Kapitel 3.1.1) genannt und 
farblich den folgenden Handlungsfeldern zuge-
ordnet:
Des Weiteren sind die Akteure genannt, welche 
die Entwicklung maßgeblich voranbringen.
Städtebau und Wohnen
Wirtschaft und Versorgung
Soziales, Kultur und Bildung
Mobilität und Verkehr
Grün und Klima

66
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
HANDLUNGS-EMPFEHLUNGEN UND KERNPROJEKTE
Transformation Schlachthofareal 02
NUTZUNG:
Mischnutzung (Gewer -
be, Wohnen, Kultur)
FEDERFÜHRUNG:
Stadt Köln
BETEILIGTE:
Private
ENTWICKLUNGSZIELE:
- Wirtschaftsstandort sichern / Arbeitsplätze erhalten, neu schaffen
- Flächen mehrfach nutzen (Multicodierung) / Gewerbe stapeln
- Kleinteiliges, stadtverträgliches Gewerbe 
- Urbane (Lebensmittel-) Produktion fördern
- Räume für Kulturnutzungen finden
- Räume für (Weiter-)Bildung und Integration sichern und ausbauen
- Neue Wohnformen und zielgruppenspezifische Wohnangebote 
fördern
- Straßen- und Gebäudegrün fördern / Hitzeinseln vermeiden
- Klimagerechte Transformation des Quartiers
HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN:
 - Dialog mit Flächeneigentümer*innen führen 
 - Erarbeitung einer städtebaulichen Planung, internen Erschließung und Freiraumplanung (als Grundlage für fol-
gende Bebauungsplanverfahren) 
 - Erarbeitung einer verkehrlichen Einbindung in das vorhandene Verkehrssystem
 - Durchführung eines Qualifizierungsverfahrens, vozugsweise 2-phasig und kooperativ 
 - Prüfung der Anwendung des Besonderen Städtebaurechts für den Bereich und Schaffung von Planungsrecht
PRIORITÄT:
Hoch
Umgestaltung der Liebigstraße 01
NUTZUNG:
Verkehrsplanung, 
öffentlicher Raum
FEDERFÜHRUNG:
Stadt Köln
BETEILIGTE:
Private
ENTWICKLUNGSZIELE:
- Zentrale Stadtachse städtebaulich aufwerten
- Straßenraum neu strukturieren und als öffentlichen Raum mit 
hoher Aufenthaltsqualität aufwerten
- Fuß- und Radwegenetz ausbauen und verbessern
- Ruhenden Verkehr stadtverträglich organisieren und reduzieren
- Logistik-/Wirtschaftsverkehre stadtverträglich abwickeln
- Straßen- und Gebäudegrün fördern / Hitzeinseln vermeiden
- Klimagerechte Transformation des Quartiers
PRIORITÄT:
Hoch
HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN:
 - Erarbeitung eines gestalterischen und verkehrsplanerischen Gesamtkonzeptes inkl. Machbarkeitsstudie für das 
LiebigQuartier. Es sind alle Verkehre inkl. Logistikverkehre zu berücksichtigen 
 - Umgestaltung und -umbau der Liebigstraße unter Berücksichtigung der Entwicklung des Schlachthofareals

HANDLUNGS-EMPFEHLUNGEN UND KERNPROJEKTE
67
Transformation Molkereifläche und Umgebung 03
NUTZUNG:
Wohngebietsentwi-
cklung,Gewerbeentwi-
cklung
FEDERFÜHRUNG:
Private
BETEILIGTE:
Stadt Köln
ENTWICKLUNGSZIELE:
Insgesamt
- Wirtschaftsstandort sichern / Arbeitsplätze erhalten, neu schaffen
- Flächen mehrfach nutzen (Multicodierung) / Gewerbe stapeln
- Kleinteiliges, stadtverträgliches Gewerbe 
- Urbane (Lebensmittel-) Produktion fördern
 - Zentrale Stadtachsen städtebaulich aufwerten (Raumkanten, 
Nutzungen)
- Straßen- und Gebäudegrün fördern / Hitzeinseln vermeiden
- Klimagerechte Transformation des Quartiers
Westliche Molkereifläche und ehem. Baufachmarktgelände
 - Nutzungsmischung und Nutzungsdichte mit Wohnen und Arbeiten
 - Bezahlbaren Wohnraum erhalten und schaffen 
HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN:
 - Erarbeitung einer verkehrlichen Einbindung in das vorhandene Verkehrssystem
Östliche Molkereifläche
- Dialog mit Flächeneigentümer*innen führen 
- Durchführung eines städtebaulichen Qualifizierungsverfahrens
- Prüfung der Anwendung des Besonderen Städtebaurechts für den Bereich
- Prüfung der Schaffung von Planungsrecht
- Dialog und Einbindung nachbarschaftlicher Initiativen
Westliche Molkereifläche und ehem. Baufachmarktgelände
- Dialog mit Flächeneigentümer*innen führen 
- Durchführung eines städtebaulichen Qualifizierungsverfahrens mit den Eigentümer*innen
- Prüfung der Anwendung des Besonderen Städtebaurechts für den Bereich
- Prüfung der Schaffung von Planungsrecht
PRIORITÄT:
Hoch

68
RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT LIEBIGQUARTIER KÖLN
HANDLUNGS-EMPFEHLUNGEN UND KERNPROJEKTE
Entwicklung Nahversorgungsbereich 04
NUTZUNG:
Nahversorgung,  
Wohngebietsentwicklung
FEDERFÜHRUNG:
Private, Stadt Köln
BETEILIGTE:
Private
ENTWICKLUNGSZIELE:
 - Flächen mehrfach nutzen (Multicodierung)
 - Nahversorgungszentrum definieren
 - Nutzungsmischung und Nutzungsdichte mit Wohnen und Arbeiten 
erproben 
 - Neue Wohnformen und zielgruppenspezifische Wohnangebote 
fördern
 - Den ruhenden Verkehr stadtverträglich organisieren und reduzieren
- Klimagerechte Transformation des Quartiers
HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN:
 - Prüfung der Verankerung im Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln (EHZK)
 - Entwicklung eines städtebaulichen Konzepts für den gesamten Nahversorgungsbereich
 - Erarbeitung einer verkehrlichen Einbindung in das vorhandene Verkehrssystem
 - Erarbeitung eines innovativen Mobilitätskonzeptes (z.B. Veedel-Garage, Mobilstation)
 - Effiziente Nutzung der untergenutzten Flächen (Überbauung bzw. Aufstockung heutiger eingeschossiger Gebäude 
und Parkplatzflächen)
 - Prüfung der Anwendung des Besonderen Städtebaurechts für den Bereich
 - Prüfung der Schaffung von Planungsrecht
PRIORITÄT:
Hoch
Entwicklung Mobilstation am S-Bahnhof Nippes 05
NUTZUNG:
Verkehrsplanung
FEDERFÜHRUNG:
Stadt Köln
BETEILIGTE:
Private
ENTWICKLUNGSZIELE:
 - Den ruhenden Verkehr stadtverträglich organisieren und reduzieren
 - Logistik stadtverträglich abwickeln
- Klimagerechte Transformation des Quartiers
HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN:
 - Durchführung von Eigentümer*innengesprächen und Dialogen zur Grundlagenklärung 
 - Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur Evaluierung des Vorhabens
 - Prüfung der verkehrlichen Funktionsfähigkeit für eine Mobilstation 
 - Initiieren von Gesprächen mit potenziellen Betreiber*innen und Entwicklung eines Betriebsmodells
 - Erarbeitung eines umfassenden Konzepts für die Logistikmobilität im Quartier
 - Prüfung von notwendigen Standorten für die letzte Logistikmeile im Quartier
 - Entwicklung einer stadtgestalterisch verträglichen Mobilstation
PRIORITÄT:
Mittel - Hoch

HANDLUNGS-EMPFEHLUNGEN UND KERNPROJEKTE
69
Entwicklung Grünverbindung vom Inneren
Grüngürtel zum Blücherpark 07
NUTZUNG:
Verkehrsplanung,
Freiraumplanung
FEDERFÜHRUNG:
Stadt Köln
BETEILIGTE:
Private
ENTWICKLUNGSZIELE:
 - Grünraumvernetzung vervollständigen und Zugänglichkeit / 
Anbindung sicherstellen
 - Hitzeinseln vermeiden
 - Versickerungs- und Auffangmöglichkeiten für Starkregenereignisse 
verbessern / (Teil-)Entsiegelung fördern
- Klimagerechte Transformation des Quartiers
HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN:
- Durchführung einer Machbarkeitsstudie inklusive Kostenschätzung für die Fuß- und Radwegebrücke
- Flächensicherung für eine Grünverbindung
- Errichtung einer Fuß- und Radwegebrücke zwischen Innerer Grüngürtel und Herkulesstr.
PRIORITÄT:
hoch
Transformation Am Gleisdreieck 06
NUTZUNG:
Gewerbeentwicklung,
Kultur und Freiraum
FEDERFÜHRUNG:
Stadt Köln, Private, Land 
NRW
BETEILIGTE:
Private
ENTWICKLUNGSZIELE:
 - Wirtschaftsstandort sichern / Arbeitsplätze erhalten und neu 
schaffen
 - Flächen mehrfach nutzen (Multicodierung) / Gewerbe stapeln
 - Räume für Kulturnutzungen finden
 - Fuß- und Radwegenetz ausbauen und verbessern
- Klimagerechte Transformation des Quartiers
- Grünraumvernetzung vervollständigen und Zugänglichkeit /
Anbindung sicherstellen
HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN:
 - Durchführung von Eigentümer*innengesprächen
 - Prüfung der Anwendung des Besonderen Städtebaurechts für den Bereich
 - Prüfung der Schaffung von Planungsrecht
 - Durchführung eines städtebaulichen Qualifizierungsverfahrens mit den Eigentümer*innen inkl. Prüfung der 
Umsetzbarkeit einer höheren Bebauung (unter Berücksichtung des aktuell noch in Erarbeitung befindlichen 
"Höhenentwicklungskonzept Innere Stadt") 
 - Entwicklung eines grünen qualitätsvollen Korridors als Teil der Grünraumvernetzung Richtung Innerer Grüngürtel 
 - Erarbeitung einer verkehrlichen Einbindung in das vorhandene Verkehrssystem
PRIORITÄT:
Mittel

Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

3145 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IX/151/2 
 
 
Vorlagen-Nummer 
2088/2024
Stand: 02.09.2025 
Sachstandsbericht  
Beschluss des Räumlichen Entwicklungskonzepts für das LiebigQuartier 
Beschluss:  
 
Der Stadtentwicklungsausschuss 
1. nimmt das Räumliche Entwicklungskonzept für das LiebigQuartier zur Kenntnis; 
2. beschließt das Räumliche Entwicklungskonzept LiebigQuartier (Anlage 1) als Grund-
lage für weitere Entwicklungen innerhalb des Plangebietes; 
3. beauftragt die Verwaltung nächste Schritte zur Umsetzung der sieben Kernprojekte zu 
erarbeiten und die Umsetzungsprozesse aktiv zu begleiten. 
4. beauftragt die Verwaltung, die Politik jährlich über den aktuellen Entwicklungsstand der 
sieben Kernprojekte zu informieren. 
5. Der Grünraum im Quartier muss deutlich erhöht werden.  
a) Die auf Seite 22 beschriebene Verbindung zwischen Blücherpark und Innerem 
Grüngürtel muss fester Bestandteil der Planung werden. Die Verwaltung soll be-
auftragt werden, sicherzustellen, dass diese Grünverbindung auch umgesetzt wer-
den kann.  
b) Auch bei Vorhaben, für die kein Bebauungsplan erforderlich ist, sollen Grünflächen 
festgelegt werden, z.B. durch städtebauliche Verträge. 
6. Die Verwaltung wird aufgefordert, ein geeignetes Format vorzuschlagen, mit dem die 
Information und die Beteiligung von Politik, Öffentlichkeit, Anliegenden, Stakeholdern 
und Eigentümer*innen gewährleistet wird. 
7. Die Verwaltung wird beauftragt, eine Vorkaufsrechtssatzung nach § 25 Absatz 1 Satz 
1 Nr. 2 BauGB für das LiebigQuartier zur Sicherung strategisch wichtiger Grundstücke 
für eine nachhaltige und sozial gerechte Quartiersentwicklung zu prüfen und im ge-
samten Gebiet eine aktive Grundstückpolitik zu betreiben. 
8. Die Interessen der RheinEnergie und der Bedarf des Gewerbes sind zu berücksichti-
gen.  
 
 
 
Status    in Bearbeitung 
 
    erledigt 
 
 
 
Aktueller Bearbeitungsstand: 
Die Verwaltung hat die geänderte Beschlussfassung zur Kenntnis genommen. Sie arbeitet 
derzeit an den im Rahmen des Beschlusses erhaltenen Aufträgen und wird wie unter Be-

2 
 
schlusspunkt 4 angezeigt die Politik jährlich über den aktuellen Entwicklungsstand informie-
ren.   
Darüber hinaus hat die Verwaltung eine Satzung über das besondere Vorkaufsrecht für das 
Gebiet ‚LiebigQuartier' in Köln-Ehrenfeld und Köln-Nippes nach § 25 Absatz 1 Satz 1 Nr. 2 
Baugesetzbuch (vgl. Beschlusspunkt 7) erarbeitet, welche der Rat am 27.05.2025 beschlos-
sen hat (Vorlage 0569/2025). 
Ebenso wurde im Rat (03.07.2025) das „1. Anpassungsverfahren der Fortschreibung des Ein-
zelhandels- und Zentrenkonzeptes Köln (2023) - Neuabgrenzung eines zentralen Versor-
gungsbereiches als Kernprojekt des Räumlichen Entwicklungskonzeptes LiebigQuartier“ 
(0951/2025) beschlossen. Dieses zahlt auf das Kernprojekt Nr. 04 „Entwicklung Nahversor-
gungsbereich“ ein. 
Nächste Schritte: 
Die Verwaltung wird im Rahmen einer Mitteilung in 2026 über den aktuellen Entwicklungs-
stand berichten. 
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:  
Der Sachstandsbericht wird ersetzt durch die jährliche Mitteilung, die unter Beschlusspunkt 4 
beauftragt wurde (s. a. nächste Schritte).

Anlage 4, Auszug BV 4 (Ehrenfeld) 04.11.2024

4381 Zeichen

Geschäftsführung  
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 
Herr Schmitz (02-4) 
Telefon: (0221) 221-94313 
Fax:  (0221) 221-94342 
E-Mail: Andreas.Schmitz2@stadt -
koeln.de 
Datum: 05.11.2024 
Auszug 
aus dem Beschlussprotokoll der 32. Sitzung der Bezirksvertretung 
Ehrenfeld vom 04.11.2024  
öffentlich 
10.1 Beschluss des Räumlichen Entwicklungskonzepts für das LiebigQuar-
tier 
2088/2024 
 
1. Beschluss über den in der Sitzung eingebrachten gemeinsamen Änderungsantrag der 
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und der SPD-Fraktion: 
Die Bezirksvertretung Ehrenfeld beauftragt den Stadtentwicklungsausschuss ergänzend zu 
den vier Punkten folgende Punkte zu beschließen: 
5. Der Grünraum im Quartier muss deutlich erhöht werden. 
a. Die auf Seite 22 beschriebene Verbindung zwischen Blücherpark und Innerem 
Grüngürtel muss fester bestand der Planung werden. Die Verwaltung soll be-
auftragt werden sicherzustellen, dass diese Grünverbindung auch umgesetzt 
werden kann. 
b. Auch bei Vorhaben, für die kein Bebauungsplan erforderlich ist, sollen Grünflä-
chen, ähnlich wie im koop. Baulandmodell, festgelegt werden. Diese müssen 
Planungsrechtlich gesichert werden (z. B. städtebaulicher Vertrag).  
6. Die Verwaltung wird aufgefordert, ein geeignetes, gemeinwohlorientiertes Format bei-
spielsweise nach dem Model „Utopiastadt Wuppertal“ oder vergleichbarer Projekte vor-
zuschlagen, mit dem die Information und die Beteiligung von Politik, Öffentlichkeit, An-
liegern Stakeholdern und Eigentümern gewährleistet wird.  
7. Die Verwaltung muss eine Vorkaufsrechtssatzung nach § 25 Absatz 1 Satz 1 Nr. 2 
BauGB für das LiebigQuartier zur Sicherung strategisch wichtiger Grundstücke für eine 
nachhaltige und sozial gerechte Quartiersentwicklung prüfen. Dabei sollen potenzielle 
gemeinwohlorientierte Akteure für die Entwicklung einzelner Flächen identifiziert wer-
den. Die Stadtverwaltung wird, insbesondere zum Schutz des Schlachthofgeländes vor 
Ausverkauf, eine aktivere Grundstückpolitik betreiben.

Abstimmungsergebnis: 
 
Einstimmig zugestimmt bei Enthaltung von Bezirksvertreterin Bchir (AfD). 
 
2. Beschluss über die geänderte Beschlussvorlage 
Die Bezirksvertretung Ehrenfeld empfiehlt dem Stadtentwicklungsausschuss, folgenden geän-
derten Beschluss zu fassen: 
 
Der Stadtentwicklungsausschuss 
 
1. nimmt das Räumliche Entwicklungskonzept für das LiebigQuartier zur Kenntnis; 
2. beschließt das Räumliche Entwicklungskonzept LiebigQuartier (Anlage 1) als Grund-
lage für weitere Entwicklungen innerhalb des Plangebietes; 
3. beauftragt die Verwaltung nächste Schritte zur Umsetzung der sieben Kernprojekte zu 
erarbeiten und die Umsetzungsprozesse aktiv zu begleiten. 
4. beauftragt die Verwaltung, die Politik jährlich über den aktuellen Entwicklungsstand der 
sieben Kernprojekte zu informieren. 
 
Die Bezirksvertretung Ehrenfeld beauftragt den Stadtentwicklungsausschuss ergän-
zend zu den vier Punkten folgende Punkte zu beschließen: 
5. Der Grünraum im Quartier muss deutlich erhöht werden. 
a. Die auf Seite 22 beschriebene Verbindung zwischen Blücherpark und In-
nerem Grüngürtel muss fester bestand der Planung werden. Die Verwal-
tung soll beauftragt werden sicherzustellen, dass diese Grünverbindung 
auch umgesetzt werden kann. 
b. Auch bei Vorhaben, für die kein Bebauungsplan erforderlich ist, sollen 
Grünflächen, ähnlich wie im koop. Baulandmodell, festgelegt werden. 
Diese müssen Planungsrechtlich gesichert werden (z. B. städtebaulicher 
Vertrag).  
6. Die Verwaltung wird aufgefordert, ein geeignetes, gemeinwohlorientiertes For-
mat beispielsweise nach dem Model „Utopiastadt Wuppertal“ oder vergleichba-
rer Projekte vorzuschlagen, mit dem die Information und die Beteiligung von Po-
litik, Öffentlichkeit, Anliegern Stakeholdern und Eigentümern gewährleistet wird.  
7. Die Verwaltung muss eine Vorkaufsrechtssatzung nach § 25 Absatz 1 Satz 1 Nr. 
2 BauGB für das LiebigQuartier zur Sicherung strategisch wichtiger Grundstü-
cke für eine nachhaltige und sozial gerechte Quartiersentwicklung prüfen. Dabei 
sollen potenzielle gemeinwohlorientierte Akteure für die Entwicklung einzelner 
Flächen identifiziert werden. Die Stadtverwaltung wird, insbesondere zum 
Schutz des Schlachthofgeländes vor Ausverkauf, eine aktivere Grundstückpoli-
tik betreiben. 
 
Abstimmungsergebnis: 
 
Einstimmig zugestimmt bei Enthaltung von Bezirksvertreterin Bchir (AfD).

Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung

672 Zeichen

Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung 
Die Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung ist allen Beschlussvorlagen der Verwaltung für Gremien, auf die die 
Leitlinien Öffentlichkeitsbeteiligung Anwendung finden, beizufügen. Kreuzen Sie bitte eine der folgenden drei 
Varianten an und machen Sie entsprechende Angaben dazu. 
 
Wählen Sie bitte eine der drei folgenden Varianten aus und machen Sie entsprechende  
Angaben dazu. 
 
Kontakt 
OB/2 Referat für Strategische Steuerung 
Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung 
Brückenstraße 5-11 
50667 Köln 
Telefon: 0221 – 221 25044 
E-M ail: oeffentlichkeitsbeteiligung@stadt-koeln.de 
Intranetauftritt: Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung

Beratungsverlauf (4)

19.09.2024 Bezirksvertretung 5 (Nippes)
TOP 9.2.7 Anhörung (BV) Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung
10.10.2024 Wirtschaftsausschuss
TOP 1.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien

Zur Sitzung
04.11.2024 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld)
TOP 10.1 Anhörung (BV) Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung
07.11.2024 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 5.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2088/2024
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
11.11.2024
Erstellt
01.07.2024 09:03