BKA 0874
Genehmigung der Niederschrift über das wesentliche Ergebnis der 177. Sitzung des Braunkohlenausschusses am 21.11.2025
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Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (Genehmigung der Niederschrift über das wesentliche Ergebnis der 177. Sitzung des Braunkohlenausschusses am 21.11.2025)
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Seite 1 von 1 Sitzungsvorlage Braunkohle nausschuss - öffentlich - BKA 0874 Dezernat Regionalplanung, Braunkohlenplanung, Geschäftsstelle Ansprechperson Frau Eva Kuhl Telefon 0221 / 147 - 4871 BEZIRKSREGIERUNG Köln Datum 17.04.2026 Beratungsfolge Termin TOP Beratungsaktion Braunkohlenausschuss 24.04.2026 7. beschließend TOP: Genehmigung der Niederschrift über das wesentliche Ergebnis der 177. Sitzung des Braun kohlenausschusses am 21.11.2025 Beschlussvorschlag: Der Braunkohlenausschuss genehmigt die Niederschrift. Erläuterungen: Anlage(n): 1. Anl. zu TOP 7_Niederschrift_BKA_21.11.2025_final_komplett
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (Anl. zu TOP 7_Niederschrift_BKA_21.11.2025_final_komplett)
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Niederschrift über das wesentliche Ergebnis der 177. Sitzung des Braunkohlenausschusses am Freitag, dem 21. November 2025, von 10:00 Uhr bis 11:20 Uhr, im Plenarsaal der Bezirksregierung Köln Vorsitz: Stefan Götz (CDU) Braunkohlenausschuss des Regierungsbezirks Köln 21.11.2025 – 2 – Tagesordnung und Beschlüsse 1 Feststellung der Tagesordnung 4 2 Genehmigung der Niederschrift über das wesentliche Ergebnis der 176. Sitzung des Braunkohlenausschusses vom 26.09.2025 4 Drucksache Nr. BKA 0868 Der Braunkohlenausschuss genehmigt die Niederschrift einstimmig. 3 Braunkohlenplanverfahren „Braunkohlenplan Garzweiler II für das aufgrund des vereinbarten Kohleausstiegs geänderte Tagebauvorhaben Garzweiler II einschließlich der im Bereich Frimmersdorf erfolgten Anpassungen, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler“ – Vorentwurfsbeschluss 4 Drucksache Nr. BKA 0866 1. Der Braunkohlenausschuss nimmt die Unterlage zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit für das Verfahren zum Seeablauf Garzweiler nach § 27 Abs. 3 LPlG NRW zur Kenntnis. 2. Der Braunkohlenausschuss beauftragt die Regionalplanungsbehörde, einen Vorentwurf für die Aufstellung des Braunkohlenplans „Braunkohlenplan Garzweiler II für das aufgrund des vereinbarten Kohleausstiegs geänderte Tagebauvorhaben Garzweiler II einschließlich der im Bereich Frimmersdorf erfolgten Anpassungen, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler“ zu erarbeiten. 4 Arbeitskreis Garzweiler – Erweiterung des Aufgabengebiets 6 Drucksache Nr. BKA 0867 Der Braunkohlenausschuss beauftragt den Arbeitskreis Garzweiler II auch mit der Vorbereitung der Beschlüsse i m Braunkohlenplanverfahren „Braunkohlenplan Garzweiler II für das aufgrund des vereinbarten Kohleausstiegs geänderte Tagebauvorhaben Garzweiler II einschließlich der im Bereich Frimmersdorf erfolgten Anpassungen, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler“. Braunkohlenausschuss des Regierungsbezirks Köln 21.11.2025 – 3 – 5 Übergabe: Jahresbericht 2024 und Jubiläumsband Monitoring Garzweiler II, sowie Jahresbericht Monitoring Inden (MUNV) 6 6 Sachstandsbericht zur Wasserwirtschaft im Rheinischen Revier, Herr Gaul 7 Drucksache Nr. BKA 0869 Der Braunkohlenausschuss nimmt den Sachstandsbericht zur Kenntnis. 7 Monitoring Garzweiler, Bericht aus der AG Abraumkippe 8 Vortrag von Maximilian Jeglorz (Bezirksregierung Arnsberg) 8 Bericht aus der Koordinierungsgruppe Hambach 10 Vortrag von Boris Linden (NEULAND HAMBACH GmbH) 9 Anträge - Keine Anträge - 10 Anfragen 10 - Keine Anfragen - 11. Mitteilungen 11.1 der Bezirksregierung 10 11.2 des Vorsitzenden 10 Braunkohlenausschuss des Regierungsbezirks Köln 21.11.2025 – 4 – 1 Feststellung der Tagesordnung Vorsitzender Stefan Götz begrüßt die Anwesenden. Er gedenkt zunächst des am 12.11.2025 verstorbenen Mitglieds des Braunkohlenausschusses Franz Maibaum (CDU), welcher über eine sehr lange Zeit politisch aktiv war. Die Beisetzung habe bereits stattgefunden. Er bittet die Anwesenden, sich für eine Gedenkminute zu erheben. Sodann stellt der Vorsitzende Stefan Götz die form- und fristgerechte Einladung zur heutigen Sitzung sowie die Beschlussfähigkeit fest. Änderungswünsche zur Tagesordnung ergeben sich nicht. Er entschuldigt den Regierungspräsidenten Dr. Thomas Wilk und heißt das Plenum sowie die Vortragenden herzlich Willkommen. 2 Genehmigung der Niederschrift über das wesentliche Ergebnis der 176. Sitzung des Braunkohlenausschusses vom 21.11.2025 Drucksache Nr. BKA 0868 (Keine Wortmeldung) Der Braunkohlenausschuss genehmigt die Niederschrift einstimmig. 3 Braunkohlenplanverfahren „Braunkohlenplan Garzweiler II für das aufgrund des ver- einbarten Kohleausstiegs geänderte Tagebauvorhaben Garzweiler II einschließlich der im Bereich Frimmersdorf erfolgten Anpassungen, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler“ – Vorentwurfsbeschluss Drucksache Nr. BKA 0866 Harald Zillikens (CDU) möchte gleich vorweg ausdrücklich betonen, wie wichti g aus Sicht auch gerade des Zweckverbandes Garzweiler der frühzeitige Beginn dieses Verfahrens sei, ins- besondere da die Trasse, welche entstehen soll, ein wesentlicher Bestandteil der Internationa- len Gartenausstellung 2037 sein werde. Dr. Markus Kosma (RWE) trägt sodann anhand seiner Präsentation vor, bevor in die Erörte- rung des Tagesordnungspunktes eingestiegen wird. Braunkohlenausschuss des Regierungsbezirks Köln 21.11.2025 – 5 – Vorsitzender Stefan Götz bedankt sich für den präzisen Überblick und fragt nach dem Zeit- plan für dieses Verfahren. Dr. Markus Kosma (RWE) erläutert, dass die Unterlagen für das Braunkohlenplanverfahren zur Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garz- weiler derzeit auf Basis eines Scopings vorbereitet würden. Es sei geplant, dass diese Unterla- gen im kommenden Frühjahr im Arbeitskreis Garzweiler II diskutiert würden und das Verfahren innerhalb der nächsten 1,5 bis 2 Jahre abgeschlossen werden solle, ähnlich dem Verfahren zur Sicherung der Trasse für den Ablauf des Tagebausees Hambach. Hans-Josef Dederichs (GRÜNE) möchte wissen, ob das Verfahren über die Trassensicherung auch die Zuführung des Oberlaufs der Niers beinhalte. Dr. Markus Kosma (RWE) verneint dies, da diese Zuführung nicht relevant für den Seeablauf sei. Auf die direkte Nachfrage von Hans-Josef Dederichs (GRÜNE), wie denn die Wasserführung des Oberlaufs der Niers gesi- chert werden solle, antwortet Dr. Markus Kosma (RWE): Grundsätzlich sei es so, dass durch die Vertiefung der Köhm und des unteren Verlaufs der Niers diese Gewässer einen Grundwas- seranschluss haben werden, dies gelte jedoch nicht für den Oberlauf der Niers. Dieser werde aktuell mit Ersatzwasser gespeist. Es müsse zukünftig entschieden werden, ob diese Speisung fortgeführt werden solle. Vera Müller (HD’in 32 BRK) geht auf den Zeitplan ein und sagt zu, dass eine Erarbeitung der Kapitel zeitnah erfolge, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben seien. Die Bearbeitung des Verfahrens Seeablauf werde parallel zum Änderungsverfahren Garzweiler II immer dann erfol- gen, wenn Kapazitäten dafür zur Verfügung stünden. Volker Mielchen (LANDFOLGE Garzweiler) möchte wissen, wie diese Trassensicherung bzw. dieser Braunkohlenplan zu verstehen sei. Er verstehe diesen bereits als eng gefasst, vergleich- bar einem Planfeststellungsverfahren. Seiner Ansicht nach solle hier mehr Spielraum geschaf- fen werden. Dr. Markus Kosma (RWE) erläutert, dass der sog. Arbeits- und Sicherheitsstreifen eine entsprechende Flexibilität ermöglichen werde. Im Rahmen der Vorhabensbeschreibung sei ein konkreter Trassenverlauf, welcher sich schon aus der Prüfung ergäbe, schlichtweg fest- zulegen und in das Verfahren einzubringen. Josef Johann Schmitz (SPD) hält fest, dass heute ein Vorentwurfsbeschluss gefasst werden solle. Alle bereits heute vorgetragenen Überlegungen würden sicherlich im weiteren Verfahren eingebracht und diskutiert werden können. Hans-Josef Dederichs (GRÜNE) plädiere von Anfang an dafür, die Möglichkeit eines Zulaufs des Oberlaufs der Niers und dessen ständige Wasserführung offen zu halten sowie eine Prü- fung eines Risikos von Bergschäden durch entsprechende Wasserführung vorzunehmen. Braunkohlenausschuss des Regierungsbezirks Köln 21.11.2025 – 6 – Vorsitzender Stefan Götz und Dr. Markus Kosma (RWE) erklären, dass diese Punkte im Rah- men der detaillierten Prüfung im weiteren Verfahren behandelt würden. Weitere Wortmeldungen gibt es nicht. Vorsitzender Stefan Götz leitet über zur Beschlussfas- sung. Der Braunkohlenausschuss fasst einstimmig folgenden Beschluss: 1. Der Braunkohlenausschuss nimmt die Unterlage zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit für das Verfahren zum Seeablauf Garzweiler nach § 27 Abs. 3 LPlG NRW zur Kenntnis. 2. Der Braunkohlenausschuss beauftragt die Regionalplanungsbehörde, einen Vorentwurf für die Aufstellung des Braunkohlenplans „Braunkohlenplan Garzweiler II für das auf- grund des vereinbarten Kohleausstiegs geänderte Tagebauvorhaben Garzweiler II ein- schließlich der im Bereich Frimmersdorf erfolgten Anpassungen, Sachlicher Teilplan: Si- cherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler“ zu erarbeiten. 4 Arbeitskreis Garzweiler – Erweiterung des Aufgabengebiets Drucksache Nr. BKA 0867 (keine Wortmeldung) Der Braunkohlenausschuss fasst einstimmig folgenden Beschluss: Der Braunkohlenausschuss beauftragt den Arbeitskreis Garzweiler II auch mit der Vorbe- reitung der Beschlüsse im Braunkohlenplanverfahren „Braunkohl enplan Garzweiler II für das aufgrund des vereinbarten Kohleausstiegs geänderte Tagebauvorhaben Garzweiler II einschließlich der im Bereich Frimmersdorf erfolgten Anpassungen, Sachlicher Teilplan: Si- cherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler“. 5 Übergabe: Jahresbericht 2024 und Jubiläumsband Monitoring Garzweiler II, sowie Jahresbericht Monitoring Inden (MUNV) Tobias Gaul (MUNV) tritt an das Rednerpult und äußert seine große Freude darüber, dem Braunkohlenausschuss als wichtigstes Gremium in diesem Zusammenhang und als Auftragge- ber insbesondere des Monitorings Garzweiler den Jahresbericht 2024 an den Vorsitzenden Braunkohlenausschuss des Regierungsbezirks Köln 21.11.2025 – 7 – Stefan Götz überreichen zu dürfen. Des Weiteren überreicht er den Monitoring-Bericht Inden sowie - als eine kleine Besonderheit - den Jubiläumsband zum Monitoring Garzweiler. Link zu „Jahresberichte Monitoring Garzweiler II“ - Jubiläumsband „Jahresberichte Monitoring Hambach“ und „Jahresberichte Monitoring Inden“: https://www.bezreg-koeln.nrw.de/themen/kommunales-planung-bauen-und-verkehr/braun- kohlenplanung/monitoring-fuer-das-rheinische Vorsitzender Stefan Götz bedankt sich auch im Namen des Braunkohlenausschusses für die Überreichung dieser drei Berichte. Das Monitoring Garzweiler habe Pilot -Charakter gehabt. Dies sei ein Erfolgsmodell dahingehend, wie eine ständige Überwachung und Kontrolle und deren Dokumentation funktionieren könne. Vorsitzender Stefan Götz bedankt sich auch bei Barbara Weinthal (Stadt Mönchengladbach), die dieses Monitoring von Beginn an intensiv begleitet habe. Diese Sitzung sei zudem die letzte Sitzung des Braunkohlenausschusses für Barbara Weinthal. 6 Sachstandsbericht zur Wasserwirtschaft im Rheinischen Revier Vortrag von Tobias Gaul, MUNV Drucksache Nr. BKA 0869 Tobias Gaul (MUNV) teilt mit, dass der mit Vorlage zu dieser heutigen Sitzung veröffentlichte Bericht jährlich wiederholt werden solle mit dem Zweck der regelmäßigen überblickweisen Be- richterstattung. Der Landtag habe in diesem Jahr ebenfalls großes Interesse an einem solchen Bericht gezeigt. Er könne nicht ausschließen, dass es seitens des Landtags oder des entspre- chenden Parlamentsreferats möglicherweise noch den ein oder anderen Änderungswunsch ge- ben könnte. Ziel solle zukünftig sein, sowohl an den Braunkohlenausschuss, den Unteraus- schuss Bergbausicherheit als auch den Umweltausschuss textgleich zu berichten. Sodann steht Tobias Gaul gerne für Fragen zur Verfügung. Josef Johann Schmitz (SPD) bedankt sich für den Bericht, welcher sich der Braunkohlenaus- schuss für einen Überblick soweit gewünscht hatte. Ihm fehle jedoch noch eine Übersicht über alle Gutachten, die für diesen Bericht herangezogen wurden. Er regt eine Aufstellung der Gut- achten im Anhang an, ggf. auch mit Fundstellen. Als Beispiel nennt er ein aus seiner Sicht sehr wichtiges Gutachten der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus „Tagebausee In- den II – Entwicklung der Wasserqualität und den resultierenden limnologischen Eigenschaften“, welches er in vorliegendem Bericht nicht erwähnt gefunden habe. Braunkohlenausschuss des Regierungsbezirks Köln 21.11.2025 – 8 – Manfred Krause (GRÜNE) bezieht sich auf Seite 8 des Berichts auf ein Hintergrundpapier aus dem Jahr 2020. Er möch te wissen, wann dieses Hintergrundpapier aktualisiert würde. Weiter wäre ihm wichtig, dass in dem Bericht nachzulesen wäre, bis wann welche Arbeitsgruppe (Zwi- schen-) Ergebnisse vorhabe vorzulegen. Zuletzt stehe in dem Bericht, dass die Öffentlichkeit verstärkt eingebunden werden solle. Er möchte wissen, wie man vorhabe dies umzusetzen. Tobias Gaul (MUNV) nimmt die Anregung von Josef Johann Schmitz (SPD) auf und sagt einer Verlinkung wenigstens der Gutachten zu. Zu den Fragen von Manfred Krause (GRÜNE) erläutert er, dass das Hintergrundpapier Teil des Bewirtschaftungsplans nach WRRL sei und im Rahmen des nächsten Bewirtschaftungsplans aktualisiert würde. Durch transparente Darstel- lungen wolle man die Öffentlichkeit über verschiedene aktuelle Sachstände informieren. Es sei hier aufgefallen, dass häufig über Stände diskutiert würde, die nicht mehr zur Diskussion stün- den. Harald Zillikens (CDU) bezieht sich auf Kapitel 3 und möchte wissen, ob und an welcher Stelle und wie intensiv Umweltbehörden eingebunden seien. Tobias Gaul (MUNV) erläutert, die Un- teren Behörden seien Verfahrensbeteiligte, Träger öffentlicher Belange in allen Zulassungsver- fahren, in denen sie diese gesetzliche Rolle innehätten. Horst Lambertz (GRÜNE) zitiert zu Kapitel 2.2 Oberflächengewässer den Satz „Sofern für ein- zelne Gewässer… sind entsprechende Planungen in Betracht zu ziehen.“ Er gibt den Hinweis, dass hier hinsichtlich der Niers Überlegungen anzustreben seien. Insbesondere spricht er hier den Gilbach an, zu diesem es höchst unterschied liche Auffassungen zur Menge der Wasser- führung gäbe. Aktuell würden hierzu in der Kerngruppe Untersuchungen vorgenommen. Der Braunkohlenausschuss sollte hier das Recht haben einen solchen Bericht sodann zeitnah in einer der nächsten Sitzungen vorgelegt zu bekommen. Vorsitzender Stefan Götz dankt für die Anregungen, bestätigt, dass Tobias Gaul (MUNV) nickt und sagt sodann einen solchen Tagesordnungspunkt für einer der nächsten Sitzungen zu. Vorsitzender Stefan Götz stellt fest, dass es keine weiteren Wortmeldungen gibt und bedankt sich bei Tobias Gaul (MUNV). Der Braunkohlenausschuss nimmt den Vortrag zur Kenntnis. 7 Monitoring Garzweiler, Bericht aus der AG Abraumkippe Vortrag von Maximilian Jeglorz, Bezirksregierung Arnsberg Braunkohlenausschuss des Regierungsbezirks Köln 21.11.2025 – 9 – Maximilian Jeglorz (BR Arnsbe rg) trägt anhand seiner Präsentation vor und steht im An- schluss für Fragen zur Verfügung. Manfred Waddey (GRÜNE) hat eine Frage zum Braunkohlenplan bzw. dem Sümpfungswas- serrecht und konkret zur Wasserzuführung in den Oberlauf der Niers und in den Gilbach: Wer sei rechtlich zuständig, wenn es darum ginge, welche Oberflächengewässer auch zukünftig ge- stützt werden sollen. Maximilian Jeglorz (BR Arnsberg) erläutert, dass wenn es einen Einfluss auf Oberflächengewässer gäbe, verursacht durch den Braunkohlenbergbau, so wäre dann die Bergbehörde und die entsprechende Untere Wasserbehörde zuständig und Anträge bei der Bezirksregierung Arnsberg einzureichen, die von dort dann auch beschieden würden. Die The- matik um den Gilbach sei noch einmal eine Besondere, die sich derzeit in Klärung befände. Sollte man zu dem Schluss gelangen, dass das entsprechende Wasserrecht bei der Bezirksre- gierung Arnsberg läge, so läge dann dort die Zuständigkeit für Anträge und Bescheidungen. Harald Zillikens (CDU) spricht das östliche Restloch an (Stichwort „Pyrid-Oxidation“), in wel- ches illegal belastetes Material eingebracht wurde. Hier ermittele die Staatsanwaltschaft wei- terhin, das Thema sorge für erhebliche Aufmerksamkeit in der Bevölkerung, der Stadt Jüchen, der Kommunalpolitik und Landwirtschaft. Er möchte wissen, ob das illegal eingebrachte Mate- rial Bestandteil der Betrachtungen war bzw. würde dieses im weiteren Verfahren mitbetrachtet werden. Wolfgang Dronia (BR Arnsberg) bietet an, in der nächsten Sitzung zu diesem Thema aus- führlich vorzutragen. Seitens des Landes wurde ein Prüfgutachten in Auftrag gegeben., so auch von dem Unternehmer RBS, welcher für RWE dort vor Ort die Verkippung vorgenommen hatte. Beide Gutachten seien auf der Homepage der Bezirksregierung Arnsberg veröffentlicht. In den vergangenen Wochen wurde das Thema sowohl im Umweltausschuss als auch im Rechtsaus- schuss (auf Landesebene) behandelt, hierzu gäbe es entsprechende Berichte seitens des Um- weltministeriums und Justizministeriums. Am 05.12.2025 würde der Unterausschuss Bergbau- sicherheit tagen, dort würde das Thema ebenfalls behandelt werden. Ein weiterer Bericht erfolge durch das Wirtschaftsministerium. Alle Berichte seien veröffentlicht. Vorsitzender Ste- fan Götz nimmt das Angebot, das Thema als Tagesordnungspunkt in der nächsten Sitzung zu behandeln, gerne an. Weitere Wortmeldung gibt es nicht. Vorsitzender Stefan Götz bedankt sich für den ausführ- lichen Bericht. Der Braunkohlenausschuss nimmt den Vortrag zur Kenntnis. Braunkohlenausschuss des Regierungsbezirks Köln 21.11.2025 – 10 – 8 Bericht aus der Koordinierungsgruppe Hambach Vortrag von Boris Linden, NEULAND HAMBACH GmbH Boris Linden (NEULAND HAMBACH GmbH) trägt anhand seiner Präsentation vor. Manfred Waddey (GRÜNE) spricht im Rahmen der Themensammlung das Verkehrskonzept an, welches grundsätzlich über das Gebiet von Hambach hinausgehen solle. Er wolle wissen wie sichergestellt werden könne, dass ein in sich schlüssiges Verkehrskonzept für das gesamte Kerngebiet rund um die Tagebaue erstellt werden könne. Boris Linden (NEULAND HAMBACH GmbH) erläutert, dass sich die Aufgaben dieses Koordinierungsgremiums auf den Tagebau Hambach konzentrieren würden. Die Erstellung eines gesamträumlichen Verkehrs- konzeptes sähe er bei der NEULAND HAMBACH GmbH nicht angesiedelt. Weitere Wortmeldung gibt es nicht. Vorsitzender Stefan Götz bedankt sich für den Vortrag. Der Braunkohlenausschuss nimmt den Vortrag zur Kenntnis. 9 Anträge - Keine Anträge - 10 Anfragen - Keine Anfragen - 11. Mitteilungen 11.1 der Bezirksregierung Vera Müller (HD’in 32 BRK) teilt mit, dass die Bezirksregierung Köln den Genehmigungs- erlass zur Sicherung der Trasse für den Ablauf des Tagebausees Hambach seitens des Mi- nisteriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-West- falen am 13.11.2025 erhal ten habe. Die Verkündung im Gesetz - und Verordnungsblatt würde in den nächsten ein bis zwei Wochen erfolgen. Braunkohlenausschuss des Regierungsbezirks Köln 21.11.2025 – 11 – Johanna Weber (Dez. 32 BRK) nimmt Bezug auf die Rückfrage seitens Gudrun Zentis aus der Sitzung des Braunkohlenausschusses am 26.09.2025 betreffend die Grundwasser- stände im Bereich Fortuna Garsdorf. Die Antwort liegt zwischenzeitlich vor und wird dieser Niederschrift als Anlage beigefügt. 11.2 des Vorsitzende Vorsitzender Stefan Götz leitet die Verabschiedung des langjährigen Mitglieds im Braun- kohlenausschuss Josef Johann Schmitz (SPD) ein und übergibt das Wort an Daniel Lün- gen (AD 3 BRK). Daniel Lüngen (AD 3 BRK) bedankt sich im Namen der Bezirksregierung Köln für die lange Zeit, die Josef Johann Schmitz (SPD) in die Region investiert habe. Er sei ein zu- verlässiger Ansprechpartner gewesen, der sich generationenübergreifend Wissen ange- eignet habe. Seine erfolgreiche Arbeit im BKA dürfe man durchaus als Lebenswerk be- zeichnen. Vorsitzender Stefan Götz bedankt sich im Namen des Braunkohlenausschusses bei Josef Johann Schmitz (SPD), welchen er im positivsten Sinne als „wandelndes Lexikon“ bezeich- net und der fachlich und sachlich immer bestens vorbereitet gewesen sei. Dr. Alexandra Renz-von Kintzel (MWIKE) dankt im Namen der Landesplanungsbehörde. Sie habe Josef Johann Schmitz (SPD) stets sehr geschätzt für dessen Blick vor Ort. Er habe nie nur das Große und Ganze gesehen, sondern auch immer den Blick darauf gerich- tet, was eine Planung für die Menschen vor Ort bedeutete. Hiervon habe sie gelernt. Josef Johann Schmitz (SPD) sei auch kritisch gewesen, Lösungen habe man immer gefunden. Regierungspräsident Dr. Thomas Wilk dankt Josef Johann Schmitz (SPD) für 40 Jahre Mandatsträgerschaft im Braunkohlenausschuss. Dies sei eine absolut bemerkenswerte Zeit, welche Josef Johann Schmitz (SPD) zweifellos zu einem absoluten Unikum machen würde. Josef Johann Schmitz (SPD) zeigt sich sichtlich ergriffen von der für ihn überraschen- den Verabschiedung. Er erinnert sich: Er habe seine eigene Umsiedlung im Braunkohlen- ausschuss mitbeschlossen. Seine Arbeit habe er über all die Jahre sehr gerne gemacht. Für ihn gab es keine SPD-, CDU-, FDP- oder GRÜNE Braunkohlenpolitik oder Umsied- lung. Wichtig für ihn waren immer sachliche Entscheidungen zu treffen Braunkohlenausschuss des Regierungsbezirks Köln 21.11.2025 – 12 – mit Blick auf die Region und die betroffenen Menschen, insbesondere bei den notwendi- gen Umsiedlungen. Er resümiert: das Wesentliche sei erreicht worden, in sachlicher Zu- sammenarbeit, kritischen Diskussionen, ohne persönlich geworden zu sein, und stets an der Sache orientiert. Er wünsche ein Frohes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch, auf dass alle gesund bleiben mögen und darauf, dass alle der Region für Entscheidungen, die noch zu treffen seien, zugänglich bleiben sollten. Zitat: „Danke für alles! Vorsitzender Stefan Götz schließt die Sitzung um 11:20 Uhr. gez. Stefan Götz gez. Josef Johann Schmitz (Vorsitzender des Braunkohlenausschusses) (stellv. Vorsitzender des Braunkohlenausschusses) gez. Eva Kuhl (Geschäftsstelle des Braunkohlenausschusses) Sicherung einer Trasse für den Ablauf des T agebausees Garzweiler Dr. Markus Kosma, Leiter Sparte Entwicklung Braunkohle, RWE Power AG 21. November 2025 Seeablauf Garzweiler Anlass • Mit Herstellung T agebausee GRZ geht Notwendigkeit zur Realisierung Ablaufgewässer einher • Ablauf T agebausee in Niers ist T eil des genehmigten Braunkohlenplans Garzweiler II 1995 (textlich) • Ablauf in Niers muss Mitte 2060 funktionsfähig vorhanden sein (mit Erreichen Zielwasserspiegel von + 66 m NHN) • Raumplanerische Sicherung für Ablauftrasse ist aufgrund Nutzungskonkurrenz jetzt erforderlich; insbesondere da See nicht mehr an Niers angrenzt • Durchführung eines landesplanerischen Braunkohlen- planverfahrens wurde bei der Bezirksregierung Köln angeregt • Vorhabensbeschreibung, Machbarkeitsprüfung (Alternativenprüfung) und Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit wurden vorgelegt Seite 2 Suchraum „alte“ Abbaugrenze Seeablauf Garzweiler Machbarkeitsprüfung (Alternativenprüfung) Seite 3 • Ende 2022 hat Björnsen Beratende Ingenieure GmbH (BCE) erste Machbarkeitsprüfung für sechs T rassenvarianten vorgelegt (Zielwasserspiegel von +65 m NHN) • Untersucht wurden Freiablaufvarianten „Nord“, „A61“, „Lärmschutzwall“ „Nördliche Altlast“, „Köhm“ und „Süd“ in mehrstufigen Verfahren • T rassenvariante „Köhm“ schnitt als Beste ab, aufgrund hoher Zielerreichung bei Planungsziel „Ökologische Aufwertung und Stärkung von Biotopverbundeffekten“ und vergleichsweisem geringen Eingriff in Natur und Landschaft Seeablauf Garzweiler Erweiterung der Machbarkeitsprüfung (Alternativenprüfung) • In 2023/2024 wurde Machbarkeitsprüfung mit verschiedenen Beteiligten diskutiert und Anregungen aufgenommen und ergänzt, z.B. − Seewasserspiegel von +66 m NHN wurde berücksichtigt (nach Beschluss BKA in 12/2023) − zwei weitere südliche Freilaufvarianten und drei Varianten mit Pumpwerk wurden ergänzt • Aktualisierte Machbarkeitsprüfung umfasst somit insgesamt elf T rassenvarianten (acht Varianten ohne Pumpwerk, drei Varianten mit Pumpwerk) Seite 4 8 Freiablaufvarianten: • Nord • A61 • Lärmschutzwall • Nördliche Altlast • Köhm • Süd A • Süd B • Zourshof 3 Varianten mit Pumpwerk: • Köhm • Holzweiler Fließ • Zourshof Seeablauf Garzweiler Ergebnis der Machbarkeitsprüfung (Alternativenprüfung) Seite 5 • Bewertung wurde in vier Schritten durchgeführt: 1. Zusammenstellung der Planungsziele, 2. Bestimmung der Zielgewichte für alle Planungsziele, 3. Festlegung der Zielrealisierungsgrade, 4. Ermittlung der Rangordnung. • Planungsziele (PZ) umfassen Belange, die aus technischer und ökologischer Sicht entscheidungsrelevant sind • Für alle Varianten gelten dieselben Planungsziele ➢ Im Ergebnis erreicht die Freiablaufvariante Köhm die höchste Punktzahl und soll daher als Vorzugsvariante weiter verfolgt werden. Seeablauf Garzweiler Beschreibung Vorzugsvariante Köhm Seite 6 • Rd. 3,3 km lange T rasse verläuft vom westlichen T agebaurand entlang der Köhm in westlicher Richtung bis zur Niers und weiter Richtung Norden bis zur A 46 • Köhm und Niers (teilweise) müssen hierfür ausgebaut werden • Regulierbares Mönchsbauwerk soll als Auslaufbauwerk fungieren, damit Höhe des Auslaufs/Überlaufs variiert werden kann • neben Gewässertrasse sollen auch ein temporärer Arbeitsstreifen und ein Sicherungsstreifen raumordnerisch gesichert werden • Arbeitsstreifen dient der Bauausführung, Sicherungsstreifen soll der Umsetzung zukünftig möglicher veränderter Anforderungen (z.B. Böschungsgestaltung) dienen Seeablauf Garzweiler Skizzen Vorzugsvariante Köhm Seite 7 zw. 34 – 90 m (ohne Berücksichtigung von Engstellen) rd. 30m maximal 16,2 m (Nahbereich See), im Mittel 4,80 m • Einschnittstiefe der Gewässertrasse (Sekundäraue ggü. der Geländeoberkante) beträgt maximal 16,2m, im Mittel rund 4,8m • T rassenbreite (Sekundäraue inkl. Böschungen) liegt zwischen 34-90 m (ohne Engstellen) Seeablauf Garzweiler Fazit und Ausblick Seite 8 • Aufgrund Ergebnisse von Machbarkeitsprüfung (Alternativenprüfung) durch BCE und überschlägiger Beurteilung der Umweltverträglichkeit durch Froelich & Sporbeck wird Einleitung eines landesplanerischen Braunkohlenplanverfahrens zur verbindlichen und langfristigen raumordnerischen Sicherung der T rasse der Freiablaufvariante „Köhm“ angeregt • Falls Braunkohlenausschuss Einleitung des Verfahrens beschließt, erfolgt Erstellung der Angaben zur Beurteilung der Umweltverträglichkeit nebst etwaiger Fachgutachten (nach Scoping) in 2026 Wasserwirtschaftliches Monitoring Tagebau Garzweiler – AG Abraumkippe Bezirksregierung Arnsberg Abteilung für Bergbau und Energie in NRW Maximilian Jeglorz Köln, 21.11.2025 Gliederung • Grundlage des Monitorings Garzweiler • AG Abraumkippe – Selektive Verkippung – Optimierte Lage der Sohle – Kippenkalkung – Östliches Restloch • Fazit und Ausblick Monitoring Garzweiler - AG Abraumkippe - Braunkohlenausschuss, 21.11.20252 Grundlage des Monitorings Garzweiler • Rechtliche Grundlagen: – Braunkohlenplan für den Tagebau Garzweiler aus 1995 – Sümpfungswasserrecht für den Tagebau Garzweiler aus 2023 • Zweck: – Systematisches Programm zur räumlichen Beobachtung, Kontrolle und Bewertung der wasserwirtschaftlichen und ökologisch relevanten Größen im Einflussbereich des Tagebaus Garzweiler • Ziel: – Festlegung von Umweltstandards und -zielen, zielgerichtete Umweltbeobachtung, Beurteilung der Situation (Soll/Ist), Information und Dokumentation Monitoring Garzweiler - AG Abraumkippe - Braunkohlenausschuss, 21.11.20253 Grundlage des Monitorings Garzweiler • Aufgabenschwerpunkte: – Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans in den Arbeitsgruppen • AG Grundwasser • AG Feuchtgebiete • AG Oberflächengewässer • AG Wasserversorgung • AG Abraumkippe • AG Restsee Monitoring Garzweiler - AG Abraumkippe - Braunkohlenausschuss, 21.11.20254 AG Abraumkippe • Überwachung der Maßnahmen, um das Ausmaß der Pyritoxidation und ihrer Folgen zu reduzieren: – Selektive Verkippung (sog. A1-Maßnahme) – Optimierte Lage der Sohle (sog. A2-Maßnahme) – Kippenkalkung (sog. A6-Maßnahme) – Jährliche Überprüfung, ob im östlichen Restloch eine Pyritoxidation stattfindet Monitoring Garzweiler - AG Abraumkippe - Braunkohlenausschuss, 21.11.20255 AG Abraumkippe – Selektive Verkippung Monitoring Garzweiler - AG Abraumkippe - Braunkohlenausschuss, 21.11.20256 AG Abraumkippe – Selektive Verkippung • In Bezug auf die A1-Maßnahme bei der Verkippung von versauerungsfähigem Abraum (>0,1 % Pyrit-Schwefel-Gehalt) im nördlichen Saumbereich ist folgendes festzuhalten: 1. Massenanteil 2024:~0% (2019 bis 2024: ~ 0%) 2. Höhenlage 2024: <50 m NHN • Im Saumbereich wurde nach Angaben der RWE Power AG im Jahr 2024 weitgehend pyritfreies Material (<0,01 % Pyrit-Schwefel-Gehalt) aus den oberen beiden Sohlen B1+B2 verkippt. Monitoring Garzweiler - AG Abraumkippe - Braunkohlenausschuss, 21.11.20257 AG Abraumkippe – Optimierte Lage der Sohle • Ziel der A2-Maßnahme: – Die Abbausohlen werden sowohl bei der Planung als auch bei der späteren betrieblichen Umsetzung möglichst nur in weitgehend nicht- versauerungsfähiges Material gelegt. – Hierdurch sollen die Kontaktflächen zwischen versauerungsfähigem Abraum und Luftsauerstoff – soweit betrieblich möglich – sowohl räumlich als auch zeitlich minimiert werden. • Bericht 6-jährlich – letzter Bericht über die Jahre 2017-2023 Monitoring Garzweiler - AG Abraumkippe - Braunkohlenausschuss, 21.11.20258 AG Abraumkippe – Optimierte Lage der Sohle Monitoring Garzweiler - AG Abraumkippe - Braunkohlenausschuss, 21.11.20259 AG Abraumkippe – Kippenkalkung 2024 • Alle sechs Jahre legt die RWE Power AG ein Gutachten über die Maßnahmen zur Kippenkalkung vor. – erstellt durch die RWTH Aachen – das letzte Gutachten stammt aus dem Oktober 2024 – enthält einen Rückblick über die letzten sechs Jahre – enthält einen Vorausblick über die nächsten sechs Jahre Monitoring Garzweiler - AG Abraumkippe - Braunkohlenausschuss, 21.11.202510 AG Abraumkippe – Kippenkalkung • Mit Blick auf die Umsetzung der A6-Maßnahme wurden im Berichtsjahr 2024 52,7 Mio. m³ versauerungsfähiger Abraum gefördert. • Der versauerungsfähige Abraum wurde mit 178.936 t Kalk gepuffert. • Die Soll-Menge betrug 182.299 t Kalk. Die Soll-Ist-Abweichung der Kalkmenge betrug damit -1,84 % (zulässiger Grenzwert liegt bei einer Unterkalkung von max. -3 %). Monitoring Garzweiler - AG Abraumkippe - Braunkohlenausschuss, 21.11.202511 AG Abraumkippe – Kippenkalkung • Aufgrund der Kalkung unter Soll in 2024 von 3.363 t, ergibt sich unter Berücksichtigung des Obligos aus 2023 von 4.913 t ein Vorrat in der Kippe von 1.550 t (+0,85 %) zum Abschluss des Jahres 2024. Monitoring Garzweiler - AG Abraumkippe - Braunkohlenausschuss, 21.11.202512 Grenzwerte für die Soll-Ist-Abweichung bei der Kalkzugabe: - Unterschreitung bis 3 Gew. % der Kalkmenge (grün) - ab 3 Gew. % Unterschreitung der Kalkmenge (gelb) - ab 6 Gew. % Unterschreitung der Kalkmenge (rot) AG Abraumkippe – Östliches Restloch Monitoring Garzweiler - AG Abraumkippe - Braunkohlenausschuss, 21.11.202513 Ende 2024 • Es findet eine jährliche Überprüfung über Referenzbohrungen statt, ob im östlichen Restloch eine Pyritoxidation stattfindet. • Zudem findet alle sechs Jahre eine gutachterliche Bewertung durch die RWTH Aachen statt, ob die Maßnahmen wirksam sind. AG Abraumkippe – Östliches Restloch • Eine Unterscheidung zwischen der 7-m-Überdeckung aus pyritfreiem Material und dem sich darunter befindlichen pyrithaltigen Material ist in den Referenzbohrungen klar ersichtlich. • Demnach liegt eine anforderungsgerechte Überdeckung mit pyritfreiem Material im Bereich der Referenzbohrungen im östlichen temporären Restloch vor. • Bei den ermittelten mittleren Pyritschwefelgehalten ist keine gerichtete Abnahme – wie sie typisch bei fortschreitender Pyritoxidation auftritt – erkennbar. • Die durchgeführten Maßnahmen verhindern wirksam eine Pyritoxidation des Abraumes. Über die bereits festgelegten Maßnahmen hinaus sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich. Monitoring Garzweiler - AG Abraumkippe - Braunkohlenausschuss, 21.11.202514 AG Abraumkippe – Östliches Restloch • Vorgesehen ist, dass vor der endgültigen Überkippung an allen Bohrungspunkten eine abschließende Kernbohrung abgeteuft und mit den Ausgangswerten abgeglichen wird. Erforderlichenfalls kann nachträglich zusätzlicher Kalk aufgebracht werden. • In den einzelnen Schichtlagen liegt Material mit Pyritschwefelgehalten zwischen 0,3 und 0,6 Gew.-% vor. • In den einzelnen Jahren und Schichtenlagen liegen Schwankungen vor. => Eine gerichtete Abnahme ist jedoch nicht erkennbar Monitoring Garzweiler - AG Abraumkippe - Braunkohlenausschuss, 21.11.202515 Fazit und Ausblick • Bisher wird durch die Arbeitsgruppe die Wirkung der Maßnahmen zur Überprüfung einer möglichen Pyritoxidation bestätigt. • Die Bewertung erfolgt mit einem Ampelsystem, so dass bei einer möglichen Überschreitung von Grenzwerten weitere Maßnahmen ergriffen werden können. • Die AG Abraumkippe wird auch in den nächsten Jahren die Arbeit fortführen. Monitoring Garzweiler - AG Abraumkippe - Braunkohlenausschuss, 21.11.202516 Monitoring Garzweiler - AG Abraumkippe - Braunkohlenausschuss, 21.11.202517 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Maximilian Jeglorz Bezirksregierung Arnsberg, Abteilung 6 Bergbau und Energie in NRW wasserwirtschaft-braunkohle@bra.nrw.de BRAUNKOHLENAUSSCHUSS: BERICHT KOORDINIERUNGSGRUPPE HAMBACH 21. November 2025 Beschluss: Braunkohlenausschuss Der Braunkohlenausschuss [..] beauftragt die Bildung einer Koordinierungsgruppe mit dem Ziel die Umsetzung der angelegten und im weiteren Prozess durch weitere Plan- und Zulassungsverfahren noch zu konkretisierenden Projekte zu gewährleisten. BR Köln und Land NRW sind aufgefordert, über den BKP hinausgehende Regelungs- erfordernisse zur Umsetzung des Rahmenplan Hambach der Koordinierungsgruppe zeitnah vorzulegen. Die Koordinierungsgruppe soll einen regelmäßigen Fortschrittsbericht erstatten. 3 • Neuland Hambach GmbH (Vorsitz) • Vorsitzender und Stellvertreter AK Hambach • Landesplanungsbehörde, MWIKE • Stabstelle Strukturwandel Rheinisches Revier, MWIKE • BR Köln, Dez. 32, Regionalentwicklung, Braunkohle • BR Köln, Dez. 37, Förderung Strukturwandel • BR Arnsberg, Dez. 61, Nachhaltigkeit im Bergbau • RWE Power AG, Herr Dr. Kosma Beschluss: Braunkohlenausschuss Termine 2025 23. Juni 2025, 19. November 2025, (verschoben) Themensammlung Plan- und Genehmigungsverfahren Projekte Rahmenplan Verkehrskonzept Umgang mit Bergrechtlicher / -technischer Studie (Clostermann/Kümmerlein) Erneuerbare Energien Agenda, 23.6.2025 TOP 1 Ausstehende Entwicklungen, Verpflichtungen, Plan- und Genehmigungsverfahren im Tagebau Hambach TOP 2 Projekt- und Umsetzungsplanung „Rahmenplan Hambach“ TOP 3 Beispielhafte Vertiefung: Sophienhöhe 20.11.2025 7 20.11.2025 9 Schnittstellen: 10 Flächenzugriff Förderung bergrechtl. Zulässigkeit Plan- /Genehmigungs- recht Umsetzungsvoraussetzungen Rahmenplan Fragen: 1. RWE-Verpflichtung vs. öffentliche Aufgabe 2. Welche Verfahren für jeweilige Vorhaben? Sonderbetriebspläne? 3. Flächenkorridore zur Erschließung des Sees (sichern/freihalten) 4. Finanzierung öffentliche Infrastruktur nach 2038 / dauerhafte Aufgaben (Unterhaltung Landschaft / Erhaltung industrielles Erbe) ? Arbeitsweise für künftige Sitzungen: Ampelsystem: offene Aufgaben aus dem Braunkohlenplan und dem Rahmenplan Hambach 20.11.2025 17 VIELEN DANK UND GLÜCKAUF 18 Bereich Gewässer Abteilung Grundwasser Ansprechpartner *in Renate Jaritz Durchwahl 02271 88 -1373 Unser Zeichen hernic E-Mail Renate.Jaritz@erftverband.de Erftverband Am Erftverband 6 50126 Bergheim 02271 88 -0 www.erftverband.de info@erftverband.de Erftverband KdöR Steuer -Nr.: 203/5906/0588 USt -IdNr.: DE228801678 Kreissparkasse Köln DE86 3705 0299 0142 0058 95 SWIFT -BIC: COKSDE33 Vorsitzender des Verban dsrates: Bürgermeister Dr. Hans -Peter Schick Vorstand: Prof. Heinrich Schäfer Bergheim, den 17.11.2025 Grundwasserstand BKP Bereich Fortuna Garsdorf Sehr geehrte Frau Weber, im Bereich der Rather Schleife, der Bandanlagen und des Kohlebunkers im BKP - Bereich Fortuna Garsdorf besitzt das oberste Grundwasserstockwerk nur eine geringe Grundwassermächtigkeit und daher keinen zusammenhängenden Grundwasserspiegel. Als Anlage sende ich Ihnen einen Grundwassergleichenplan für Oktober 2024. Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Renate Jaritz Erftverband | Postfach 1320 | 501 03 Bergheim Bezirksregierung Köln Frau Johanna Weber Dezernat 32 50606 Köln Anlage zu TOP 11.1
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- BKA 0874
- Typ
- Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss
- Datum
- 24.04.2026
- Erstellt
- 27.03.2026 10:16