V/0624/2024
Parkraumuntersuchung im Quartier „Waldeyerstraße / Schmeddingstraße“
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Anlage A
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Anlage A zur V/0624/2024 Kurzüberblick Mit der Umsetzung der Veloroute Münster-Nottuln im Quartier „Waldeyerstraße / Schmedding- straße“ in Münster entfallen unter Berücksichtigung der Münsteraner Standards für Fahrradstra- ßen ca. 88 Parkplätze im öffentlichen Straßenraum. Die Stadt Münster hat deshalb eine Park- raumuntersuchung zur Abschätzung der Auswirkungen und eine mögliche Einrichtung von Be- wohnerparken in dem Gebiet zwischen Roxeler Straße/Schmeddingstraße/Josef-Pieper Stra- ße/Auf dem Draun/Sentruper Straße/Rishon-Le-Zion-Ring an das Büro Ramboll aus Berlin verge- ben. Der Anteil an Langzeitparkenden im öffentlichen Straßenraum ist mit bis zu 90 % sehr hoch. Werktags zwischen 6 und 18 Uhr liegt der Anteil der gebietsfremden Langzeitparkenden bei ca. 40 %, am Wochenende bei ca. 20 %. Es ist davon auszugehen, dass der Großteil davon Be- schäftigte des Universitätsklinikums ist. Das Parken im öffentlichen Straßenraum wird dadurch begünstigt, dass die Parkstände im öffentlichen Straßenraum größtenteils kostenlos und ohne zeitliche Einschränkungen nutzbar sind und die Stellplätze in den öffentlich zugänglichen Park- häusern sowie privaten Sammelanlagen auf dem Gelände des Universitätsklinikums über eine Parkscheingebührenpflicht bzw. Nutzerbeschränkung verfügen. Die Parkraumuntersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass die Voraussetzung für die Einführung einer Parkraumbewirtschaftung im Untersuchungsgebiet nur werktags tagsüber gegeben ist. Dennoch wird empfohlen, dass aufgrund des hohen Parkdrucks und der Konkurrenz der ver- schiedenen Nutzergruppen um die wenigen freien Stellplätze der vorhandene Parkraum im öffent- lichen Straßenraum bewirtschaftet werden sollte. Damit kann die Parkraumnachfrage erfahrungs- gemäß effektiv gesenkt werden, eine entsprechende Überwachung vorausgesetzt. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Die Stadt Münster hat sich zum Ziel gesetzt, eine nachhaltige, stadtverträgliche und innovative Verkehrsentwicklung herbeizuführen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein Umdenkprozess beim Thema Parken zwingend erforderlich. Um die Mobilitätswende und den Klimaschutz in Münster zu fördern sowie Platz für neue, attraktive Mobilitätsangebote zu schaffen, ist es notwendig, die begrenzt zur Verfügung stehende öffentliche Fläche – insbesondere in (erweiterten) Innenstadt- bereichen – effizient und qualitätsvoll zu nutzen. Das bereits beschlossene integrierte Parkraumkonzept orientiert sich an den übergeordneten städtischen Zielen aus dem Masterplan Mobilität Münster 2035+. Mit seinen Maßnahmen zur Senkung des Pkw-Bestands und Förderung von nicht-motorisierten Verkehrs leistet das Konzept einen Beitrag zur Erreichung von allgemeinen und städtischen Klimazielen. Die Ausweisung neuer Bewohnerparkzonen bzw. die Neuordnung bestehender Bewohnparkzo- nen nimmt einen Schwerpunkt des Parkraumkonzeptes auf. Neben der Ordnung des Parkens stehen dabei insbesondere die Schaffung von lebenswerten Straßenräumen, inklusive deren An- sprüche an Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit, im Vordergrund. Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Die Einrichtung neuer Bewohnerparkzonen bzw. die Neuordnung bereits bestehender Bewohner- parkzonen fördert durch seine Maßnahmen zentrale Aspekte wie Barrierefreiheit und Verkehrssi- cherheit. Diese kommen nicht nur mobilitätseingeschränkten Personengruppen sondern letztlich der gesamten Stadtgesellschaft zu Gute und sorgen für ein Plus an Lebens- und Aufenthaltsquali- tät.
Anlage 1 Parkraumuntersuchung im Quartier Waldeyerstraße Schmeddingstraße
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de.ramboll.com/transport Abschlussbericht Parkraumuntersuchung im Quartier „Waldeyer Straße / Schmeddingstraße“ 28. März 2025 Ramboll Smart Mobility DE Abschlussbericht Parkraumuntersuchung Im Quartier „Waldeyer Straße / Schmeddingstraße“ Auftraggeber Stadt Münster Amt für Mobilität und Tiefbau Stadthaus 3 Albershohner Weg 33 48155 Münster Auftragnehmer Ramboll Deutschland GmbH Department Smart Mobility DE Kopenhagener Str. 60-68, Haus D 13407 Berlin T +49 30 302020-0 Anne-Susan.Freimuth@ramboll.com de.ramboll.com/transport Bearbeitung M. Sc. Anne-Susan Freimuth M. Eng. Mario Branig Berlin, 28. März 2025 Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 1 Aufgabenstellung 1 2 Bestandsanalyse 2 2.1 Kraftfahrzeugverkehr 2 2.2 Radverkehr 20 3 Veränderung des Parkraumangebotes 31 4 Handlungsbedarfe 35 4.1 Kfz-Verkehr 35 4.2 Radverkehr 36 5 Maßnahmenplanung 37 5.1 Grundlagen 37 5.2 Empfehlungen für das Untersuchungsgebiet 42 5.3 Weitere Maßnahmen 45 Tabellenverzeichnis 50 Abbildungsverzeichnis 50 Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 1 1 Aufgabenstellung Die Stadt Münster plant die Umsetzung der Veloroute Münster-Nottuln. Sie ver- läuft durch den Stadtteil Sentrup über die Straßen Waldeyer Straße und Schmeddingstraße. In diesem Zusammenhang ist die Erarbeitung einer Park- raumuntersuchung erforderlich. Die Parkraumuntersuchung erfolgt für das Quartier zwischen Roxeler Straße / Schmeddingstraße / Josef-Pieper Straße / Auf dem Draun / Sentruper Straße / Rishon-Le-Zion-Ring (Abbildung 1). Das Untersuchungsgebiet umfasst rund 110 ha und liegt ca. 2 km westlich der Münster-Altstadt. Es ist geprägt von Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie vom im Norden des Untersuchungsgebiets ge- legene Universitätsklinikum. Im Süden grenzt das Gebiet an den Sportpark Sentruper Höhe und den Allwetterzoo Münster an. Abbildung 1: Untersuchungsgebiet mit dem Verlauf der geplanten Veloroute Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 2 2 Bestandsanalyse Die Bestandsanalyse ist der Ausgangspunkt für die sich anschließende Maß- nahmenplanung. Sie erfasst und bewertet die heutige Situation. Grundlage sind eigene Erhebungen zu Parkraumangebot und -nachfrage sowie zur Verfügung gestellte Unterlagen und Planungen der Stadt Münster. Für die Beeinflussung des Kfz-Stellplatzbedarfs ist das Angebot für den Radverkehr von großer Be- deutung. Daher sind der ruhende Kfz-Verkehr und Radverkehr gleichermaßen relevant. 2.1 Kraftfahrzeugverkehr Die Analyse des ruhenden Kraftfahrzeugverkehrs berücksichtigt Parkraumange- bot, Belegung, Parkdauer und Nutzergruppen. Sie erfolgt auf Grundlage eigens durchgeführter Erhebungen. Deren Methodiken und Ergebnisse sind nachfol- gend dargestellt. 2.1.1 Parkraumangebot Das Parkraumangebot im Quartier Waldeyer Straße / Schmeddingstraße wurde im Januar 2023 vor Ort erfasst. Berücksichtigt wurden: ● öffentliche Abstellstände im Straßenraum, ● öffentliche Sammelanlagen, ● private, aber öffentlich zugängliche – also von jedem nutzbare – Sammelan- lagen sowie ● private Sammelanlagen. Das Parkraumangebot wurde mit folgenden Kriterien erfasst: ● öffentlich / öffentlich zugänglich / privat, ● Art und Lage (Anordnung im öffentlichen Straßenraum / Sammelanlagen), ● Regelung (z. B. ohne Einschränkung nutzbar, Haltverbot, Parkdauerbegren- zung, Nutzerbeschränkung, Geltungszeitraum der Einschränkungen). Insgesamt stehen im Untersuchungsgebiet 4.398 Abstellstände zur Verfügung, davon 1.171 im öffentlichen Straßenraum, 1.670 auf privaten Sammelanlagen und 1.557 auf privaten, aber öffentlich zugänglichen Sammelanlagen (Ta- belle 1, Abbildung 2). Der überwiegende Teil der Abstellstände im Straßenraum (1.106 bzw. 94 %) kann ohne Einschränkungen genutzt werden. Das Parken ist hier kostenlos und nicht zeitlich beschränkt. 24 Abstellmöglichkeiten unterliegen einem temporären Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 3 bzw. zeitlichem Haltverbot und 20 Abstellstände einer Parkscheingebührenre- gelung. 9 Abstellstände sind parkdauerbegrenzt durch Parkscheibe. Diese be- finden sich im nordwestlichen Teil der Schmeddingstraße. Die übrigen Abstell- stände sind nutzerbeschränkt (mobilitätseingeschränkt, Taxi). Private, aber öffentlich zugängliche Sammelanlagen im Untersuchungsgebiet sind die Parkhäuser am Zentralklinikum (ca. 1.095 Stellplätze) und an der Waldeyerstraße (ca. 460 Stellplätze). Fast alle Stellplätze sind dabei gebühren- pflichtig. Die privaten Sammelanlagen befinden sich überwiegend auf dem Gelände des Universitätsklinikums (Abbildung 3). Die Kfz-Stellplätze sind größtenteils nutzer- beschränkt (611 Stellplätze), d. h. vor allem für Mitarbeitende der Universität nutzbar. Vereinzelt sind die Stellplätze für Taxen (15 Stellplätze) oder mobili- tätseingeschränkten Personen (6 Stellplätze) reserviert. Die restlichen 22 Ab- stellflächen unterliegen einer Parkscheibenregelung. Das Parkhaus am Coes- felder Kreuz / Domagkstraße besitzt ca. 1.015 Stellplätze, welche größtenteils einer Gebührenpflicht unterliegen (ca. 985 Stellplätze). Das Parkhaus befindet sich zwar außerhalb des Untersuchungsgebietes, durch seine unmittelbare Nähe zum Gebiet hat es für das Parken aber eine Relevanz. Tabelle 1: Parkraumangebot Regelung Öffentlicher Straßenraum Sammelanlagen Gesamt öffentlich zugänglich privat Summe Ohne Einschränkung 1.106 0 0 0 1.106 Parkscheibe 9 0 22 22 31 Gebührenpflichtig 20 1.476 0 1.476 1.496 Temporäres Haltverbot 24 0 0 0 24 Nutzerbeschränkt 0 55 1.597 1.652 1.652 Behindertenparkstände 6 24 36 60 66 Laden 0 2 0 2 2 Taxiparkstände 6 0 15 15 21 Gesamt 1.171 1.557 1.670 3.227 4.398 Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 4 Abbildung 2: Parkraumangebot im öffentlichen Straßenraum und auf privaten, aber öffentlich zugänglichen Sammelanlagen Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 5 Abbildung 3: Parkraumangebot auf privaten Sammelanlagen Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende 2.1.2 Parkraumbelegung Die Parkraumbelegung wurde im gesamten Untersuchungsgebiet durch Zählun- gen der parkenden Kfz im Straßenraum und an allen bei der Angebotsauf- nahme erfassten Sammelanlagen ermittelt. Die Erhebungen fanden am Donnerstag, dem 02.03.2023 und Samstag, dem 04.03.2023 um 11 Uhr und 15 Uhr sowie jeweils in der folgenden Nacht zum Freitag (03.03.2023) bzw. Sonntag (05.03.2023) um 2 Uhr statt. Während der Erhebung am Donnerstag war es sonnig mit Temperaturen zwi- schen 4°C und 7°C. In der Nacht blieb es trocken mit Temperaturen um 1°C. Am Samstag war es bewölkt mit vereinzelten leichten Schauern bei einer Höchsttemperatur von 6°C am Tag und 3°C in der Nacht. Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 6 Erhoben wurden jeweils die Fahrzeugart, der Parkstandort und die Art des Parkvorgangs (zulässig oder unzulässig). Die gezählten Kfz wurden in Pkw -Ein- heiten umgerechnet, um den unterschiedlichen Flächenbedarf der verschiede- nen Fahrzeugarten beim Parken zu beachten. Damit wird berücksichtigt, dass beispielsweise ein Lkw mehr Fläche benötigt als ein Pkw. Die durch Baustellen belegten Abstellstände wurden bei der Berechnung des Parkraumbelegungsgrades berücksichtigt. Während den Erhebungen waren 21 Parkstände wegen Baustellen nicht nutzbar. Dies entspricht weniger als 1 %. Relevante Verzerrungen durch Baustellen gibt es damit nicht. Tabelle 2 sowie Abbildung 6 bis Abbildung 12 zeigen die Parkraumbelegungen. Die Auswertung erfolgt für das Untersuchungsgebiet getrennt für den Straßen- raum, für die privaten Sammelanlagen und für die drei privaten, aber öffentlich zugänglichen Parkhäuser1. Nachstehend sind die wesentlichen Ergebnisse zu- sammengefasst: ● Im gesamten Untersuchungsgebiet wurden werktags um 11 Uhr insgesamt 3.515 Pkw-Einheiten und um 2 Uhr in der Nacht 848 Pkw-Einheiten erfasst. Am Samstag um 11 Uhr parkten im gesamten Untersuchungsgebiet 1.096 Pkw-Einheiten und um 2 Uhr in der Nacht 763 Pkw-Einheiten. Dies ent- spricht einem durchschnittlichen Belegungsgrad von 26 % bis 81 % an allen erfassten Abstellmöglichkeiten. Werktags parken tagsüber dreimal mehr Fahrzeuge als am Wochenende. ● Der öffentliche Straßenraum ist zu allen Tageszeiten höher belegt als die Sammelanlagen. Werktags um 11 Uhr kann die Nachfrage im öffentlichen Straßenraum nicht mehr gedeckt werden. Zeitgleich sind sowohl auf den öf- fentlich zugänglichen und den privaten Sammelanlage freie Kapazitäten vorhanden. Im Tagesverlauf nimmt die Belegung im Straßenraum ab. Am Wochenende parken deutlich weniger Fahrzeuge im Straßenraum als werk- tags. ● Die Parkraumbelegung ist im öffentlichen Straßenraum ungleichmäßig ver- teilt. Die Straßen in der Nähe der Zugänge zum Universitätsklinikums wie die Waldeyerstraße, Schmeddingstraße, Eupener Weg, Malmedyweg, Ton- dernstraße und Albert-Schweitzer-Straße weisen vor allem werktags tags- über einen hohen bis nicht mehr legal abdeckbaren Belegungsgrad auf. Zeitgleich haben andere Straßen noch freie Kapazitäten. ● In den Straßen Auf dem Draun, Mausbachstraße, Sentruper Straße und Scheffer-Boichhorst-Straße wird trotz fehlender Anordnung halbseitig auf den Gehwegen geparkt (Verkehrszeichen 315-50 bis 53, Abbildung 4). Dies 1 Die Parkhäuser Waldeyerstraße und Coesfelder Kreuz / Domagkstraße sind nachts geschlossen. Das Parkhaus am Coesfelder Kreuz / Domagkstraße ist zudem auch am Wochenende nicht zugänglich. Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 7 führt dazu, dass Zu Fuß Gehende gezwungen sind, auf die Straße auszu- weichen, da der Gehweg blockiert ist. Darüber hinaus sind die Fahrbahnen an einigen Stellen sehr schmal. Diese Situation kann die Durchfahrt bei- spielsweise für Rettungsfahrzeuge erschweren (Abbildung 5). Abbildung 4: Beschilderungsmöglichkeiten beim Gehwegparken (Verkehrszeichen 315-50 bis 53) Quelle: Straßenverkehrsordnung Abbildung 5: Beispiel beidseitiges illegales Parken halb auf dem Gehweg (halbseitiges Gehwegparken) im Untersuchungsgebiet Quelle: Ramboll Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 8 Tabelle 2: Parkraumbelegungsgrad (Bestand) Uhr- zeit Öffentlicher Straßenraum Private, aber öffentlich zugängliche Sammelanlage Gesamt öffentlich zugängliches Parkraumangebot Private Sammelanlage Gesamt Angebot Werktags 11 Uhr 1.139 1.557 2.696 1.657 4.353 15 Uhr 1.155 1.557 2.712 1.657 4.369 02 Uhr 1.160 1.095 2.255 641 2.896 Wochen- ende 11 Uhr 1.160 1.557 2.717 641 3.358 15 Uhr 1.160 1.557 2.717 641 3.358 02 Uhr 1.160 1.095 2.255 641 2.896 Nachfrage Werktags 11 Uhr 1.257 1.329 2.586 929 3.515 15 Uhr 1.054 1.086 2.140 778 2.918 02 Uhr 647 86 733 115 848 Wochen- ende 11 Uhr 710 221 931 165 1.096 15 Uhr 710 275 985 145 1.130 02 Uhr 571 70 641 122 763 Belegung Werktags 11 Uhr 110 % 85 % 96 % 56 % 81 % 15 Uhr 91 % 70 % 79 % 47 % 67 % 02 Uhr 56 % 8 % 32 % 18 % 29 % Wochen- ende 11 Uhr 61 % 14 % 34 % 26 % 33 % 15 Uhr 61 % 18 % 36 % 23 % 34 % 02 Uhr 49 % 6 % 28 % 19 % 26 % Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 9 Abbildung 6: Belegung im Zeitverlauf Abbildung 7: Parkraumbelegung nach Straßenabschnitten und öffentlich zugänglichen Sammelanlagen, Werktag 11 Uhr (Donnerstag) Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 10 Abbildung 8: Parkraumbelegung nach Straßenabschnitten und öffentlich zugänglichen Sammelanlagen, Werktag 02 Uhr (Freitag) Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 11 Abbildung 9: Parkraumbelegung nach Straßenabschnitten und öffentlich zugänglichen Sammelanlagen, Wochenende 11 Uhr (Samstag) Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 12 Abbildung 10: Parkraumbelegungsgrad private Sammelanlagen, Werktag 11 Uhr (Donnerstag) Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 13 Abbildung 11: Parkraumbelegungsgrad private Sammelanlagen, Werktag 2 Uhr (Freitag) Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 14 Abbildung 12: Parkraumbelegungsgrad private Sammelanlagen, Wochenende 11 Uhr (Samstag) Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende 2.1.3 Parkdauer und Nutzergruppen Die Erhebung der Parkdauer und der Nutzergruppen erfolgt mit einer anonymi- sierten Kennzeichenerfassungen, damit eine Halterfeststellung o. ä. nicht mög- lich ist. Mit Kenntnis der mittleren Parkdauer und der Parkmuster (Beginn und Ende des Parkvorgangs) können die Nutzergruppen abgeschätzt werden, um anschließend sinnvolle Maßnahmen abzuleiten. Datengrundlage sind am 02. / 03.03. und 04. / 05.03.2023 durchgeführte anony- misierte Kennzeichenerfassungen an rund 10 % des öffentlichen Straßennetzes und 25 % der Parkstände im öffentlichen Raum des Untersuchungsgebiets. Zum Zeitpunkt der Erhebungen waren insgesamt 5 Parkstände im Bereich der Waldeyerstraße und Scheffer-Boichhorst-Straße wegen Baustellen nicht nutz- bar. Aufgrund der geringen Anzahl an nicht nutzbaren Parkstände durch Bau- stellen gibt es keine relevanten Verzerrungen. Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 15 Bei der Auswahl wurden besonders Straßenabschnitte der geplanten Veloroute sowie das Umfeld des Universitätsklinikums berücksichtigt (Abbildung 13). Die ausgewählten Straßen sind für das Gebiet typische Abschnitte, was Aussagen für das gesamte Gebiet erlaubt. Die Erfassungen fanden an einem Werktag (Donnerstag) sowie einem Wochen- endtag (Samstag) im Zwei-Stunden-Rhythmus von 5 bis 19 Uhr und in der je- weiligen Folgenacht von 01 bis 03 Uhr statt. Die unterschiedlichen Erhebungstage erlauben den Vergleich der Situation am Werktag und am Wochenende. Die unterschiedlichen Erhebungszeiten gewähr- leisten, dass alle relevanten Nutzergruppen wie Bewohnende, Beschäftigte, Be- suchende etc. berücksichtigt werden. Insgesamt wurden 1.484 Fahrzeuge am Werktag erfasst. Am Wochenende wurde mit den 1.084 Kfz rund 400 Kfz weni- ger erfasst. Abbildung 13: Routenverlauf der Kennzeichenerfassung Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 16 Mittlere Parkdauer Mit der Kenntnis über Beginn und Ende des Parkvorgangs kann die mittlere Parkdauer von Fahrzeugen bestimmt werden. Auf dieser Grundlage wird unter- schieden in: ● Kurzparkende (mittlere Parkdauer bis zu vier Stunden), ● Langparkende (mittlere Parkdauer über vier Stunden) und ● Parkende unbekannter Parkdauer (Beginn und Ende des Parkvorgangs nicht genau bestimmbar) 2. In Abbildung 14 und Abbildung 15 werden die Anteile der Kurz- und Langpar- kenden getrennt für den Werktag (Donnerstag) und für das Wochenende (Samstag) dargestellt. Mit durchschnittlich 86 % stellen die Langparkenden den größten Anteil dar. Die Anteile schwanken je nach Uhrzeit zwischen 71 % und 89 %. Der Anteil der Kurzparkenden liegt im Tagesmittel bei rund 10 % und schwankt im Tagesver- lauf zwischen 7 % und 17 %. Eine Zuordnung der Parkdauer war durchschnitt- lich bei 4 % der Parkenden nicht möglich. Die durchschnittliche Verteilung der Parkdauer am Samstag ist ähnlich zu der am Werktag. Die Langparkenden dominieren auch am Wochenende. Der Anteil liegt im Durchschnitt bei 87 % und damit knapp über dem Durchschnitt werk- tags. Die Anteile schwanken zwischen 83 % und 90 %. Im Tagesdurchschnitt beträgt der Anteil der Kurzparkenden am Wochenende etwa 8 %. Die Anteile schwanken je nach Tageszeit zwischen 1 % und 13 %. Für rund 5 % der Par- kenden war eine Zuordnung der Parkdauer nicht möglich. 2 Eine Zuordnung zu Kurz- und Langparkenden war nicht möglich, wenn Beginn und Ende des Parkvorgangs nicht genau bestimmt werden konnten. So kann ein Fahr- zeug, das bspw. einmalig morgens um 7 Uhr erfasst wurde, morgens um 6 Uhr (= Kurzparkende) oder bereits in der Nacht (= Langparkende) dort abgestellt worden sein. Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 17 Abbildung 14: Anteil der Parkdauer an allen erfassten Fahrzeugen (Werktag, Donnerstag) Abbildung 15: Anteil der Parkdauer an allen erfassten Fahrzeugen (Wochenende, Samstag) Nutzergruppen Mit Kenntnis der Parkmuster (Beginn und Ende eines Parkvorgangs) können Rückschlüsse auf die Fahrzeugnutzenden gezogen werden. Die parkenden Fahrzeuge wurden in folgende Nutzergruppen eingeteilt: ● Bewohnende: alle Fahrzeuge, die nachts im Gebiet parken, Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 18 ● Gebietsfremde Langparkende: mittlere Parkdauer über vier Stunden, z. B. Beschäftigte und Besuchende, die nicht nachts im Gebiet parken, ● Gebietsfremde Kurzparkende: mittlere Parkdauer bis zu vier Stunden, z. B. Kunden und Besuchende, die nicht nachts im Gebiet parken, ● Gebietsfremde Parkende mit unbekannter Dauer: Parkdauer ist nicht genau bekannt. Anhand der Nutzungsstruktur sowie durch ergänzende Ortsbegehungen wur- den die Ergebnisse auf Plausibilität geprüft. Nachfolgend sind die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst (Abbildung 16 bis Abbildung 18): ● Die Bewohnenden stellen werktags tagsüber zwischen 6 bis 18 Uhr mit 47 % knapp die Hälfte aller erfassten Fahrzeuge. Dabei nimmt der Anteil bis 12 Uhr ab und steigt danach wieder an. Am Wochenende fällt der Anteil hö- her aus. Rund zwei Drittel (69 %) sind Bewohnendenfahrzeuge. Hierbei ist der Anteil an Bewohnenden den ganzen Tag über 60 %. ● Werktags von 6 – 18 Uhr sind knapp 40 % der erfassten Fahrzeuge ge- bietsfremden Langparkenden zuzuordnen, wobei der Anteil bis 12 Uhr an- steigt und anschließend wieder abnimmt. Im Vergleich zum Werktag hal- biert sich am Wochenende der Anteil an gebietsfremden Langparkenden (20 %). ● Der Anteil der gebietsfremden Kurzparkenden liegt am Werktag zwischen 6 und 18 Uhr bei rund 8 %. Am Wochenende ist dieser Anteil mit 6 % etwas geringer. Abbildung 16: Anteil der verschiedenen Nutzergruppen an allen erfassten Fahrzeugen Werktags (Donnerstag) Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 19 Abbildung 17: Anteil der verschiedenen Nutzergruppen an allen erfassten Fahrzeugen am Wochenende (Samstag) Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 20 Abbildung 18: Anteil der verschiedenen Nutzergruppen an allen erfassten Fahrzeugen werktags und am Wochenende 2.2 Radverkehr Die Radabstellanlagen sind für den Radverkehr von großer Bedeutung. Hoch- wertige Radabstellanlagen in einer ausreichenden Anzahl sind eine wesentliche Voraussetzung für den Radverkehr. 2.2.1 Angebot Im Januar 2023 wurden die im öffentlichen Straßenraum sowie auf privaten Flä- chen des Universitätsklinikums zugänglichen Abstellmöglichkeiten für Fahrräder mit nachfolgenden Kriterien erfasst: ● Anzahl / Kapazität, ● Bauart (Vorderradhalter, Anlehnbügel etc.) und 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Werktags Wochenende Werktags Wochenende Werktags Wochenende Werktags Wochenende Werktags Wochenende Werktags Wochenende Werktags Wochenende 6 Uhr 8 Uhr 10 Uhr 12 Uhr 14 Uhr 16 Uhr 18 Uhr Anteil an allen erfassten Fahrzeugen Gebietsfremde Parkende (unbek. Parkdauer) Gebietsfremde Kurzparkende Gebietsfremde Langparkende Bewohnende Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 21 ● Qualität (Zustand und Wetterschutz). Die räumliche Verteilung der Radabstellanlagen im Untersuchungsgebiet zeigt Abbildung 21. Es wurden 2.711 Radabstellstände an 65 Standorten ermittelt. Sie sind alle in einem guten Zustand (ohne Schäden). Der größte Teil der Radabstellanlagen befindet sich auf dem Gelände des Uni- versitätsklinikums. Vor allem um das Versorgungszentrum sowie im westlichen Bereich des Klinikgeländes ist eine hohe Anzahl an Abstellmöglichkeiten vor- handen. Die meisten Anlagen sind als Vorderradhalter ausgestaltet (2.075 Stück, ca. 75 %). Weiterhin stehen den Nutzenden Anlehnbügel zur Ver- fügung (rund 630 Stück, Abbildung 20). Auf dem Gelände des Universitätsklini- kums sind 14 Anlagen überdacht. Die Anzahl der öffentlichen Abstellanlagen ist mit rund 190 Stück vergleichs- weise gering. Dies ist mitunter auf die von Ein- und Mehrfamilienhäusern ge- prägte Struktur des Gebiets zurückzuführen. Die öffentlichen Abstellmöglichkei- ten befinden sich in Form von Vorderradhaltern (Abbildung 19) oder Anlehnbü- geln entlang der Waldeyerstraße vor gastronomischen Einrichtungen oder auf dem Vorplatz der Theresienkirche, an der Buswendestelle in der Schmedding- straße sowie nordöstlich im Untersuchungsgebiet im Bereich der Einsteinstraße und Albert-Schweitzer-Straße. Da die Anlagen öffentlich zugänglich und fest in- stalliert sind, wird gewährleistet, dass das Angebot immer zur Verfügung steht. Tabelle 3: Angebot an Radabstellanlagen Anzahl an Anlagen Kapazität Gesamt 65 2.711 Lage Öffentlich 7 191 halböffentlich 58 2.520 Anord- nung Fest 54 2.319 mobil 11 392 Bauart Anlehnbügel 17 636 Vorderradhalter 48 2.075 Ein- oder hochschieben 0 0 Zu- stand überdacht 15 1.059 mit Schäden 0 0 Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 22 Abbildung 19: Vorderradhalter in Münster (Schmeddingstraße) Abbildung 20: Anlehnbügel in Münster (Institut für Pathologie) Abbildung 21: Angebot Radabstellanlagen Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 23 2.2.2 Nachfrage Die Belegung der Radabstellanlagen wurde durch Zählung der abgestellten Fahrräder an den jeweiligen Anlagen erfasst. Die Erhebungen fanden ebenfalls Donnerstag und Samstag um 11 Uhr, 15 Uhr und in der darauffolgenden Nacht zwischen 1 Uhr und 3 Uhr statt. Während der Erhebung am Donnerstag war es sonnig mit Temperaturen zwi- schen 4°C und 7°C. In der Nacht blieb es trocken mit Temperaturen um 1°C. Am Samstag war es bewölkt mit vereinzelten leichten Schauern bei einer Höchsttemperatur von 6°C am Tag und 3°C in der Nacht. Tabelle 4 sowie die Abbildung 22 bis Abbildung 27 zeigen die Belegung der An- lagen. Nachfolgend sind die wesentlichen Ergebnisse zusammengefasst: ● An den Radabstellanlagen im gesamten Untersuchungsgebiet wurden werktags um 11 Uhr 1.625 Fahrräder und nachts um 2 Uhr 471 Fahrräder erfasst. Dies entspricht einer durchschnittlichen Belegung zwischen 17 % und 60 %. Am Samstag wurden um 11 Uhr 551 Fahrräder und nachts um 2 Uhr 2.466 Fahrräder an den Sammelanlagen erfasst. Dies entspricht einer durchschnittlichen Belegung zwischen 17 % und 20 %. Damit werden am Werktag tagsüber etwa dreimal mehr Fahrräder abgestellt als am Wochen- ende. ● Grundsätzlich stehen genügend freie Abstellmöglichkeiten für den Radver- kehr im öffentlichen Straßenraum und auf dem Gelände des Universitätskli- nikums zur Verfügung. Allerdings ist die Belegung ungleich verteilt. Einzelne Anlagen auf dem Gelände des Universitätsklinikums sind werktags um 11 und 15 Uhr komplett belegt. Diese befinden sich zentral gelegen im Bereich des Zentrums für Zahn-, Mund und Kieferheilkunde sowie vor ver- einzelten Einrichtungen im westlichen Teil des Klinikgeländes (Abbil- dung 28). Im Bereich dieser Anlagen wurden zudem viele wild abgestellte Fahrräder erfasst (Abbildung 29). Die weiteren Anlagen verfügen zu den an- deren Zeiten dagegen noch über freie Abstellplätze. Im öffentlichen Straßenraum sind an fast allen Anlagen zu allen Zeiten noch freie Kapazitäten vorhanden. Einzig die Anlage an der Einsteinstraße ist voll belegt. Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 24 Tabelle 4: Parkraumbelegungsgrad der Radabstellanlagen Durchschnittlicher Belegungsgrad Werktags Wochenende 11 Uhr 15 Uhr 2 Uhr 11 Uhr 15 Uhr 2 Uhr Angebot 2.711 2.711 2.711 2.711 2.711 2.711 Nachfrage 1.625 1.370 471 551 554 466 Belegung 60 % 51 % 17 % 20 % 20 % 17 % Abbildung 22: Belegung der Radabstellanlagen, Werktag 11 Uhr (Donnerstag) Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 25 Abbildung 23: Belegung der Radabstellanlagen, Werktag 15 Uhr (Donnerstag) Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 26 Abbildung 24: Belegung der Radabstellanlagen, Werktag 2 Uhr (Freitag) Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 27 Abbildung 25: Belegung der Radabstellanlagen, Wochenende 11 Uhr (Samstag) Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 28 Abbildung 26: Belegung der Radabstellanlagen, Wochenende 15 Uhr (Samstag) Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 29 Abbildung 27: Belegung der Radabstellanlagen, Wochenende 2 Uhr (Sonntag) Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende Abbildung 28: Beispiel einer stark belegten Radabstellanlage (Zentrum für Zahn-, Mund und Kieferheilkunde) Quelle: Ramboll Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 30 Abbildung 29: Wild abgestellte Fahrräder (Zentrum für Zahn-, Mund und Kieferheilkunde) Quelle: Ramboll Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 31 3 Veränderung des Parkraumangebotes Neben der geplanten Umsetzung der Veloroute durch das Untersuchungsgebiet sind Umbaumaßnahmen auf dem Gelände des Universitätsklinikums geplant, welche zukünftig ebenfalls zu einer Veränderung des Parkraumangebots sowie der Parkraumnachfrage führen. Zur Ermittlung der zukünftigen verkehrlichen Situation erfolgt in einem ersten Schritt die Darstellung der oben erwähnten, geplanten Maßnahmen. Dabei wer- den zudem die durch die Maßnahmen entstehenden Auswirkungen auf das Parkraumangebot dargestellt. Nachfolgend werden die geplanten Maßnahmen für die Veloroute und für die Erweiterung des Zentralklinikums näher erläutert. Veloroute Die Veloroute verläuft innerhalb des Untersuchungsgebiets von Nordwesten kommend in südlicher Richtung über die Schmeddingstraße und anschließend weiter über die Waldeyer Straße bis zum Kardinal-von-Galen-Ring / Rishon-Le- Zion-Ring. Der gesamte Routenverlauf ist derzeit bereits als Fahrradstraße aus- gewiesen. Das Parken ist dabei abschnittsweise auf der Fahrbahn oder in Park- buchten in Längsrichtung gestattet. Die Ausgestaltung der Veloroute ist als Fahrradstraße geplant. Der Katalog „Qualitätsstandards für Velorouten in der Stadtregion Münster“ sowie die Quali- tätsstandards für Fahrradstraßen beschreiben die baulichen Eigenschaften und die Anforderungen an die Gestaltung, Wartung und Instandhaltung von Velorou- ten, um sicherzustellen, dass diese, unabhängig vom zuständigen Baulastträ- ger, eine bedarfsgerechte, sichere und einheitliche Qualität aufweisen. Folgende Anforderungen an den Fahrbahnquerschnitt sind bei Velorouten-Ver- bindungen auf Nebenstraßen in Form von Fahrradstraßen u. a. zu berücksichti- gen: ● 4,00 – 5,00 m Fahrgassenbreite (6,00 m bei Busverkehr), ● 0,50 – 0,75 m breiter Trennstreifen zu Längsparkständen und ● Parkflächen nur in Form von Längsparkständen. Mit Umsetzung der Veloroute könnte es in ausgewählten Straßenabschnitten im Verlauf der Schmeddingstraße und Waldeyer Straße unter Berücksichtigung der „Qualitätsstandards für Velorouten in der Stadtregion Münster“ zum Wegfall von Kfz-Parkständen im öffentlichen Straßenraum kommen. Eine weitere Kon- kretisierung erfolgt mit der weiteren Planung. Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 32 Erweiterung des Zentralklinikums Das Universitätsklinikum Münster (UKM) beabsichtigt, eine räumliche Zusam- menführung von Fachkliniken, Operationssälen und Krankenversorgung an ei- nem Standort zu ermöglichen.3 Die Planungen sehen hierzu vor, dass die Dermatologie (derzeit in der Von-Esmarch-Straße), die Hals-Na- sen-Ohrenklinik und die Chirurgie (beide derzeit in der Waldeyerstraße) zukünftig in einem dem Zentralklini- kum vorgelagerten Neubau (Operati- ves Zentrum OPZ) an der Albert- Schweitzer-Straße zentralisiert unter- gebracht werden. Gleichzeitig sollen die Operationssäle und die Intensiv- krankenversorgung des Klinikums ebenfalls an diesem Standort räum- lich zusammengeführt werden (Ab- bildung 30). Auch die sich derzeit an der Schmeddingstraße befindlichen UKM-Schulen mit rund 600 Schülerinnen und Schülern sollen an zentraler Stelle untergebracht werden. Im Rahmen der Umbaumaßnahmen müssen die Parkpaletten mit rund 1.100 Kfz-Stellplätzen für den neuen Erweiterungsbau vor den Bettentürmen weichen. Im Zuge dieses Vorhabens ist geplant, die Stellplätze ersatzweise mit einem neuen Parkhaus als Aufstockung des sogenannten Versorgungszent- rums sowie weiteren Stellplätzen unter dem neuen Vorplatz des Zentralklini- kums bereitzustellen. Ein weiteres Parkhaus ist im Bereich Domagkstraße ge- plant. Ferner sind zwei Fahrradgaragen geplant. 3 Ratsvorlage V/0669/2020: „4. Änderung des Bebauungsplans Nr. 144: Roxeler Straße / Waldeyer Straße / Schmeddingstraße [Erweiterung Zentralklinikum], Be- schluss zur Änderung“. Abbildung 30: Übersicht Planungen für die Erweiterung des Zentralklinikums Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 33 Abbildung 31: Luftbild aktueller Zustand des Zentralklinikums Um die Umsetzung der geplanten Baumaßnahmen zu ermöglichen, ist eine Än- derung des bestehenden Bebauungsplans 144 erforderlich. Derzeit befinden sich das Stadtplanungsamt und das Universitätsklinikum Münster dazu noch in der Abstimmung.4 Abbildung 32: Geplanter Zustand des Zentralklinikums Durch den in der städtischen Stellplatzsatzung verankerten moderaten Bedarfs - Berechnungsschlüssel von 1 Stellplatz je 3 Betten hat das UKM seinen sat- zungsgemäßen rechnerischen Bedarf übererfüllt. Im Rahmen der geplanten Maßnahme ist keine Aufstockung der Planbettenzahl vorgesehen. Deshalb ist keine Steigerung des rechnerischen Stellplatzbedarfes zu erwarten. 4 Auskunft der Stadt Münster vom 20.12.2024. Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 34 Nach Angaben der Stadt wird das Stellplatzangebot nach Rückbau der beste- henden Parkpalette durch zwei neue Parkhäuser kompensiert. Die zusätzliche Tiefgarage erweitert das Angebot zur Fertigstellung des Erweiterungsgebäudes. Wirkungen der Änderung im Parkraumangebot Die Verbesserung der Radverkehrsverbindung durch den Ausbau der Veloroute mit den dazugehörigen Qualitätsstandards verändert die Flächenverteilung in den entsprechenden Straßenzügen Schmeddingstraße und Waldeyer Straße. Durch die Maßnahme verringert sich das Parkraumangebot im Straßenraum, gleichzeitig ist eine Verlagerung zugunsten des Umweltverbundes möglich. Die Auswirkungen dieser Maßnahme lassen sich derzeit nicht abschließend ab- schätzen. Durch die Umbauten des Zentralklinikums werden die Kapazitäten in den öffent- lich zugänglichen Sammelanlagen erhöht. Trotz der bereits vorhandenen Park- flächen für Angestellte und Besuchende ist der aktuelle Parkdruck im Quartier jedoch auch durch das Klinikum bedingt. Die Parkplatzsituation in den öffentlich zugänglichen Parkhäusern bleibt unver- ändert. Hier sind an allen Tagen und Uhrzeiten noch genügend Abstellmöglich- keiten vorhanden. Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 35 4 Handlungsbedarfe Im Folgenden werden die wesentlichen Ergebnisse der Bestandanalyse und die daraus abgeleiteten Handlungsbedarfe zusammengefasst. 4.1 Kfz-Verkehr Parkraumangebot Während die Parkstände im öffentlichen Straßenraum für die verschiedenen Nutzergruppen größtenteils kostenlos und ohne zeitliche Einschränkungen nutzbar sind, verfügen die Stellplätze in den öffentlich zugänglichen Parkhäu- sern sowie privaten Sammelanlagen auf dem Gelände des Universitätsklini- kums über eine Parkscheingebührenpflicht bzw. Nutzerbeschränkung. Das be- günstigt das Parken im öffentlichen Straßenraum sowie eine auf das Kfz ausge- richtete Mobilität. Aufgrund der geplanten Umbaumaßnahmen im Untersuchungsgebiet durch die Einrichtung einer Veloroute, wird es zukünftig zu einer Verringerung des Park- raumangebots kommen. Parkraumbelegung und Nutzergruppen Kfz-Verkehr In der Gesamtbetrachtung des Untersuchungsgebiets ist werktags tagsüber die Belegung im Straßenraum hoch. Die räumliche Verteilung ist jedoch ungleich- mäßig. Straßenabschnitte in der Nähe des Universitätsklinikums wie die Schmeddingstraße, Waldeyerstraße, Eupener Weg, Tondernstraße und Mal- medyweg sind dabei zeitweise stark ausgelastet. Dagegen weisen andere Stra- ßen sowie die öffentlich zugänglichen Parkhäuser noch freie Kapazitäten auf. Durch den Wegfall von Parkständen im Rahmen der Veloroute wird die Park- raumbelegung zukünftig zunehmen und die Parkraumsituation verschärft. Die Vor-Ort-Begehungen haben gezeigt, dass in vereinzelten Straßenabschnit- ten Fahrzeuge trotz einer schmalen Fahrbahnbreite halbseitig auf dem Geh- wegparken parken und dadurch zusätzlich die nutzbare Gehwegbreite für den Fußverkehr reduzieren. Diese Situation birgt erhebliche Sicherheitsdefizite im Hinblick auf die Durchfahrt von Rettungsfahrzeugen und einer sicheren Wege- führung für Zu Fuß Gehende. Die Ermittlung der Parkdauer und Nutzergruppen hat ergeben, dass im Unter- suchungsgebiet der Anteil an Langparkenden mit bis zu knapp 90 % sehr hoch ist. Neben den Bewohnenden fällt vor allem der Anteil an gebietsfremden Lang- parkenden hoch aus. Dieser liegt werktags zwischen 6 und 18 Uhr bei Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 36 knapp 40 %. Auch am Wochenende ist der Anteil mit noch rund 20 % verhält- nismäßig hoch. Es ist davon auszugehen, dass der Großteil der gebietsfremden Langparkenden Beschäftigte des Universitätsklinikums darstellen. 4.2 Radverkehr Parkraumangebot Insgesamt sind im Untersuchungsgebiet, vor allem am Klinikum, ausreichend Radabstellanlagen vorhanden. Sie befinden sich in einem guten Zustand und sind ausschließlich kostenfrei nutzbar. Jedoch sind vornehmlich Vorderradhalter vorhanden, die einen geringeren Nutzerkomfort bieten. Parkraumbelegung An einzelnen Radabstellanlagen auf dem Gelände des Universitätsklinikums, die unmittelbar an den Zugängen wichtiger Einrichtungen liegen, ist die Nach- frage sehr hoch und es wurden wild abgestellte Räder erfasst, was zu Konflik- ten mit Zu Fuß Gehenden oder mobilitätseingeschränkten Menschen führen kann. Insgesamt sind aber ausreichend Kapazitäten vorhanden, um die Nach- frage zu decken. Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 37 5 Maßnahmenplanung Auf Grundlage der Bestands- und Konfliktanalyse sowie der nachfolgend erläu- terten Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben leitet die Maßnahmen- planung für das Untersuchungsgebiet Handlungsempfehlungen für ein sinnvol- les Parkraummanagement ab. Die Handlungsempfehlungen betreffen im We- sentlichen die folgenden Aspekte: ● Bewirtschaftungsform sowie ● Bewirtschaftungszeiten. Die Bestandsanalyse hat gezeigt, dass der Parkdruck vor allem an Werktagen tagsüber in vielen Straßenabschnitten hoch ist und unter anderem aus der Überlagerung der verschiedenen Nutzergruppen resultiert. Die Parkraumbewirt- schaftung kann dazu beitragen, den Parkdruck zu senken und die Parkchancen der Bewohnenden, der Besuchenden und Kundschaft sowie des Wirtschaftsver- kehrs zu erhöhen. Ein positiver Nebeneffekt ist die Erhöhung der Verkehrssi- cherheit durch ein geordneteres Parken. Mit der Bewirtschaftung können bei entsprechender Ausgestaltung auch die Parkregelungen im Gebiet vereinheit- licht werden. 5.1 Grundlagen Nachfolgend sind die Voraussetzungen für eine Bewirtschaftung und die ver- schiedenen Bewirtschaftungsformen dargestellt. Voraussetzung für eine Bewirtschaftung Die Parkraumbewirtschaftung beruht auf dem Straßenverkehrsrecht und muss daher mit verkehrsrelevanten Argumenten begründet werden. Praktisch bedeu- tet dies, dass für eine sinnvolle Parkraumbewirtschaftung zwei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein müssen: ● hoher Parkdruck und ● die Konkurrenz verschiedener Nutzergruppen um die wenigen freien Ab- stellstände (beispielsweise Bewohnende, Beschäftigte und Kundschaft). Nur wenn beide Voraussetzungen erfüllt sind, kann eine Bewirtschaftung die gewünschten verkehrlichen Effekte erzielen, eine richtige Ausgestaltung und Überwachung vorausgesetzt. Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 38 Parkdruck Parkraumbewirtschaftungsmaßnahmen kommen in Betracht, wenn der Park- raum nicht für alle Fahrzeuge reicht. In diesem Fall bevorzugt die Bewirtschaf- tung vor allem die Bewohnenden, die beispielsweise im Misch- oder Trennprin- zip über Bewohnerparkausweise von der Parkdauerbegrenzung oder dem Zie- hen eines Parkscheins befreit werden. Wenn das Finden eines freien Parkplat- zes jedoch in der Regel unproblematisch ist, ist eine Bewirtschaftung nicht er- forderlich. Als Schwellenwert für einen kritisch hohen Parkdruck wird hier ein mittlerer Parkraumbelegungsgrad von 90 % verwendet. Konkurrenz der verschiedenen Nutzergruppen Sind nicht genug Parkstände für alle Nutzenden vorhanden, setzt die Planung für die unterschiedlichen Nutzergruppen verschiedene Prioritäten. Bewohnende haben das Vorzugsrecht, da sie auf einen Abstellstand in Wohnungsnähe ange- wiesen sind. Die zweite Priorität wird i. d. R. kurzparkender Kundschaft und Be- suchenden des Gebietes zugeschrieben, die einen wesentlichen Beitrag zur Vi- talität des Gebietes leisten. Dritte Priorität haben die Beschäftigten, die mit dem Pkw zum Arbeitsplatz fahren und dort tagsüber einen Parkstand belegen. Mit einer Bewirtschaftung sollen vor allem gebietsfremde Langparkende zu ei- ner Änderung der Verkehrsmittelwahl bewegt werden. Dies betrifft vor allem Be- schäftigte. Diesen kann von den oben genannten Nutzergruppen am ehesten zugemutet werden, beispielsweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren oder auf alternative Parkstände auszuweichen. Grundsätzlich kann dieses Ziel mit den in Kapitel 5.1 dargestellten Bewirtschaftungsformen erreicht werden. Eine ausreichende verkehrslenkende Wirkung ist zu erwarten, wenn der Anteil der gebietsfremden Langparkenden mehr als 25 % beträgt. Demnach ist eine Parkraumbewirtschaftung... ● sinnvoll, wenn die mittlere Parkraumbelegung im betreffenden Gebiet min- destens 90 % beträgt und die gebietsfremden Langparkenden mindestens 25 % aller Parkstände belegen, ● bedingt sinnvoll, wenn die mittlere Belegung im betreffenden Gebiet min- destens 85 % beträgt und die gebietsfremden Langparkenden mindestens 20 % aller Parkstände belegen, ● nicht sinnvoll, wenn entweder die mittlere Belegung im betreffenden Ge- biet unter 85 % liegt oder die gebietsfremden Langparkenden weniger als 20 % aller Parkstände belegen. Trotz niedrigerer Werte kann eine Bewirt- schaftung sinnvoll sein, beispielsweise wenn Verdrängungseffekte vermutet werden. Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 39 Mögliche Form der Parkraumbewirtschaftung Für die Einführung bzw. Überprüfung der Parkraumbewirtschaftung im Untersu- chungsgebiet steht die verkehrliche Wirksamkeit im Vordergrund. Darüber hin- aus sollten die Regelungen möglichst einfach und leicht verständlich sein. Eine kleinteilige Differenzierung der Bewirtschaftungsform berücksichtigt zwar punktuelle individuelle Nutzungsansprüche, führt aber vor allem für Ortsunkun- dige zu uneinheitlichen und schwer verständlichen Regelungen. Gleichzeitig ist dadurch und auch durch die Nutzerpräferenzen unter anderem mit einem er- höhten Parksuchverkehr zu rechnen. Zudem müssen die Regelungen kontinu- ierlich an die sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst werden. Dem gegenüber sind einheitliche, flächendeckende Regelungen leicht verständ- lich und verringern den Parksuchverkehr. Die Nachfrage kann sich in der Regel besser verteilen und eine kontinuierliche Nachsteuerung ist nicht erforderlich. In diesem Zusammenhang sind flächendeckende einheitliche Regelungen zu be- vorzugen. Grundsätzlich kommen drei Bewirtschaftungsformen infrage: ● Mischparken mit Gebührenpflicht, ● Mischparken mit Parkdauerbegrenzung (Parkscheibe), ● Reines Bewohnerparken (Trennprinzip). Mischparken mit Gebührenpflicht Bei Mischparken mit Gebührenpflicht darf entweder mit gültigem Parkschein oder mit Bewohnerparkausweis geparkt werden. Grundsätzlich stehen die mit diesem Mischprinzip bewirtschafteten Bereichen also allen Nutzenden frei so- fern nicht zusätzlich eine Höchstparkdauer festgelegt ist. Die Gebührenpflicht bewirkt vor allem, dass gebietsfremde Langparkende (bei- spielsweise Berufspendelnde) mit Verkehrsmitteln des Umweltverbundes zur Arbeit fahren oder auf weniger belastete Parkstände ausweichen. Dadurch wer- den Parkstände für Bewohnende und Besuchende / Kundschaft frei und der Parksuchverkehr nimmt in vielen Fällen ab. Erforderlich ist in jedem Fall eine kontinuierliche Überwachung der Regelung. Berechtigte Bewohnende werden beim Mischprinzip bevorzugt, indem sie von der Parkscheingebührenpflicht ausgenommen werden, wenn sie einen Bewoh- nerparkausweis erhalten. Die Anordnung von Bewohnerparkvorrechten ist nach VwV StVO nur dort zulässig, wo mangels privater Stellflächen und auf Grund ei- nes erheblichen allgemeinen Parkdrucks die Bewohnenden des städtischen Quartiers regelmäßig keine ausreichende Möglichkeit haben, in ortsüblich fuß- läufig zumutbarer Entfernung von ihrer Wohnung einen Stellplatz für ihr Kraft- fahrzeug zu finden. Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 40 Die Kennzeichnung der Bewirtschaftungsbereiche erfolgt in zusammenhängen- den Bereichen in der Regel durch das 2013 eingeführte Zeichen 314.1 (Park- raumbewirtschaftungszone, Abbildung 33). Alternativ kann die Bewirtschaftung an einzelnen Straßenabschnitten oder Parkplätzen durch das Zeichen 314 StVO (Parkplatz) mit Zusatzzeichen „mit Parkschein oder Bewohnerparkaus- weis für Zone …“ ausgeschildert werden. Abbildung 33: Beschilderungsbeispiel für Gebührenpflicht im Mischprinzip Mischparken mit Parkdauerbegrenzung (Parkscheibe) Eine wirksame Methode zur Verdrängung von gebietsfremden Langparkenden und zur Erhöhung der Parkchancen für Bewohnende und Kurzparkende kann auch die Beschränkung der Parkhöchstdauer mittels Parkscheibe sein. In Ab- hängigkeit von der städtischen Struktur und der praktizierten Parkraumpolitik sollte die zulässige Parkdauer in der Regel zwischen 30 Minuten und 3 Stunden liegen.5 Wie bei der Gebührenpflicht sind die Fahrzeuge mit Bewohnerparkaus- weis oder Ausnahmegenehmigung von dieser Beschränkung befreit. Positiv ist aus Sicht der Nutzenden das gebührenfreie Parken. Nachteilig ist die eingeschränkte Entscheidungsfreiheit, da die Aufenthaltsdauer des Nutzenden nicht mehr frei bestimmt werden kann. Ein weiterer Nachteil aus Sicht des Stadthaushaltes ist in der Regel die mangelnde Gegenfinanzierung der zwin- gend erforderlichen Überwachung des ruhenden Verkehrs. In der Praxis führt dies häufig dazu, dass flächendeckende Parkscheibenregelungen wegen der mangelnden Überwachung wenig beachtet werden und somit auch die ver- kehrslenkende Wirkung der Bewirtschaftung reduziert wird. 5 Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen: Empfehlungen für Anla- gen des ruhenden Verkehrs EAR 05, Köln 2005. Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 41 Abbildung 34: Beschilderungsbeispiele für Parkscheibenregelungen im Mischprinzip Reines Bewohnerparken (Trennprinzip) In Bereichen mit nahezu ausschließlicher Wohnnutzung können reine Bewoh- nerparkbereiche ausgewiesen werden. Da für den öffentlichen Straßenraum Gemeingebrauch gilt, ist das Bewohnerparken jedoch räumlich zu begrenzen. Zulässig ist eine Ausdehnung bis zu 1.000 m (Durchmesser). Liegt ein erheblicher Parkdruck vor, bei dem die Bewohnenden keinen Park- stand in fußläufiger Entfernung finden, ist „in einem städtischen Gebiet […] des- sen Größe die ortsangemessene Ausdehnung eines Bereiches mit Bewohner- parkvorrechten übersteigt, […] eine Aufteilung des Gebietes in mehrere Berei- che mit Bewohnerparkvorrechten zulässig“.6 Innerhalb des Gebietes dürfen werktags von 9-18 Uhr nur maximal 50 % des Parkraums durch Bewohnerparkvorrechte reserviert sein, in der übrigen Zeit nicht mehr als 75 %. Diese Angaben können überschritten werden, wenn in un- mittelbar angrenzenden Bereichen ausreichend Parkstände für den Gemeinge- brauch bspw. in Parkbauten zur Verfügung stehen.7 Nachteile des Bewohnerparkens sind der erforderliche hohe Überwachungsauf- wand, der nicht durch Parkscheineinnahmen gegenfinanziert werden kann und der Ausschluss aller anderen Nutzergruppen. So dürfen beispielsweise auch Besuchende der Bewohnenden, Pflegedienste usw. nicht in reinen Bewohner- parkbereichen parken. 6 VwV-StVO zu § 45 Abs. 1-1e StVO, 22.09.2015. 7 Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen, Empfehlungen für Anla- gen des ruhenden Verkehrs EAR 05, Köln 2005. Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 42 Abbildung 35: Beschilderungsbeispiele für Bewohnerparken 5.2 Empfehlungen für das Untersuchungsgebiet Für das Untersuchungsgebiet ist auf Grundlage der Bestandsanalyse abzulei- ten, ob eine Bewirtschaftung sinnvoll ist und mit welcher Ausgestaltung die ver- kehrlich wirksamsten Effekte erzielt werden können. 5.2.1 Prüfung der Parkraumbewirtschaftung Die Voraussetzung für die Einführung einer Parkraumbewirtschaftung im Unter- suchungsgebiet ist nur werktags tagsüber gegeben (Tabelle 5). Zwischen 11 Uhr und 15 Uhr werden die in Kapitel 5.1 genannten Schwellenwerte überschrit- ten. Der Anteil von gebietsfremden Langparkenden ist auch morgens um 8 Uhr hoch (43 %). Zu dieser Uhrzeit erfolgte keine Vollerhebung der Parkraumbele- gung im Straßenraum, weshalb die Belegung für diesen Zeitraum nicht in der Tabelle 5 enthalten ist. Die Begehung zeigt jedoch, dass um 8 Uhr morgens ebenfalls ein hoher Park- raumbelegungsgrad vorhanden ist und daher eine Eignung für die Einführung einer Parkraumbewirtschaftung ab 8 Uhr besteht. Bei Wegfall von Parkständen im öffentlichen Straßenraum durch die Veloroute wird die Parkraumbelegung weiter steigen. Wenngleich der Anteil der gebietsfremden Langparkenden auch am Wochen- ende hoch ist, sind nicht beide Voraussetzungen für die Einführung einer Park- raumbewirtschaftung im Untersuchungsgebiet am Wochenende erfüllt, da die Belegung deutlich unter den Schwellenwerten liegt. Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 43 Tabelle 5: Abwägung der verkehrlichen Eignung des Untersuchungsgebiets für eine Parkraumbewirtschaftung (Bestandssituation) Uhrzeit Parkraumbelegung des Straßenraums (Bestandssituation) Anteil gebietsfremder Langparkenden Eignung für Parkraumbewirt- schaftung Werktags 6 Uhr - 17 % nicht sinnvoll 8 Uhr - 43 % (bedingt) sinnvoll 10 Uhr - 50 % (bedingt) sinnvoll 12 Uhr 110 % 51 % sinnvoll 14 Uhr - 49 % sinnvoll 16 Uhr 91 % 34 % sinnvoll 18 Uhr - 17 % nicht sinnvoll Wochenende 6 Uhr - 15 % nicht sinnvoll 8 Uhr - 22 % nicht sinnvoll 10 Uhr - 27 % nicht sinnvoll 12 Uhr 61 % 24 % nicht sinnvoll 14 Uhr - 24 % nicht sinnvoll 16 Uhr 61 % 14 % nicht sinnvoll 18 Uhr - 12 % nicht sinnvoll 5.2.2 Abgrenzung des Bewirtschaftungsgebiets Eine Bewirtschaftung ist grundsätzlich im gesamten Untersuchungsgebiet sinn- voll. Bei der Abgrenzung des Bewirtschaftungsgebiets und der Einteilung in Parkraumzonen sind die gesetzlichen Vorgaben sowie mögliche Wechselwir- kungen mit den umliegenden Gebieten zu berücksichtigen. Die Roxeler Straße im nordwestlichen Teil des Quartiers sowie der im Osten gelegene Straßenzug Rishon-Le-Zion-Ring / Kardinal-von-Galen-Ring verfügen über keine Parkmöglichkeiten. Eine Bewirtschaftung ist daher nicht erforderlich. Die Bewirtschaftung an der Albert-Schweitzer-Straße sollte im Kontext zu den nördlichen Gebieten erfolgen, da hier relevante Verdrängungseffekte auftreten können. Hierzu wäre eine eigene Untersuchung oder die Berücksichtigung bei einer Wirkungsevaluation des hier vorliegenden Konzeptes sinnvoll. Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 44 Durch das Klinikgelände gibt es zeitgleich eine hohe Trennwirkung zum südlich des Klinikgelände gelegenen Gebiet. Zwar hat der Rishon-Le-Zion- Ring bzw. Kardinal-von-Galen-Ring (B 54) eine hohe Trennwirkung, dennoch können geringfügige Verdrängungseffekte in die östlichen Gebiete nicht ausge- schlossen werden. Dies ist bei der Evaluierung entsprechend zu untersuchen. Weitere Verdrängungseffekte in die südlich oder westlich des Gebiets gelege- nen Bereiche sind aufgrund der räumlichen Gegebenheiten (Sportpark und Grünanlage im Süden, landwirtschaftliche Fläche im Westen) nicht zu erwarten. Die maximale räumliche Ausdehnung einer Parkzone sollte 1.000 m im Durch- messer nicht übersteigen, um Binnenverkehre zu vermeiden. Bei dieser Ge- bietsgröße sind die Freiheitsgrade für Bewohnende ausreichend groß (Abbil- dung 36). Abbildung 36: Bewirtschaftungsgebiet Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 45 5.3 Weitere Maßnahmen Neben einer Bewirtschaftung können auch andere Handlungsmöglichkeiten zur Lösung von Parkproblemen beitragen bzw. die Wirkung der Bewirtschaftung un- terstützen. Diese zielen entweder auf die Erhöhung des Parkraumangebots oder auf die Verringerung der Parkraumnachfrage ab. Im Sinne von Push-and-Pull-Maßnahmen sollten die Restriktionen des Kfz-Par- kens durch eine Erweiterung des Radverkehrsangebotes oder von Elektrostell- plätzen gestützt werden. Zusätzlich können Maßnahmen im ÖPNV und die Er- weiterung des Parkraumangebots durch eine Änderung der Parkstandanord- nung zu einer entlastenden Wirkung der Parkraumsituation im öffentlichen Stra- ßenraum beitragen. 5.3.1 Radverkehr Die Förderung des Radverkehrs kann mittel- bis langfristig einen Beitrag zur Entlastung der Parkraumsituation leisten. Allerdings hängt die Attraktivität des Fahrrades als umweltverträgliches Verkehrsmittel stark von der angebotenen Infrastruktur ab. Dies bezieht sich sowohl auf den fließenden Radverkehr als auch auf Radabstellanlagen für den ruhenden Radverkehr. Die Stadt treibt den Ausbau der Radinfrastruktur auch unabhängig von dem hier vorliegenden Parkraumkonzept weiter voran bspw. durch die Beplanung der Veloroute. Daher liegt der Fokus in diesem Konzept auf den innergebietlichen Radabstellanlagen, denn Daten bspw. des deutschen Mobilitätspanels zeigen, dass die Wahl des Verkehrsmittels unmittelbar von der Abstellsituation am Ziel- und Wohnort abhängt. Dies gilt gleichermaßen für Rad- und Kfz-Verkehr. Grundlage für die nachfolgenden Maßnahmenansätze sind die Erhebungser- gebnisse und Ortsbegehungen. Eine sehr hohe Nachfrage an Radabstellanlagen in Kombination mit wild ge- parkten Fahrrädern wurde an einzelnen Anlagen auf dem Gelände des Univer- sitätsklinikums beobachtet (Abbildung 28 und Abbildung 29). Die Radabstellan- lagen sind sowohl zentral im Bereich des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kie- ferheilkunde als auch vor einigen Einrichtungen im westlichen Teil des Klinikge- ländes angelegt. Hier ist zu prüfen, ob die Anlagen erweitert oder ausgebaut werden können. Die Stadt kann hier jedoch nur Impulsgeber der Maßnahme sein und ggf. bei der Finanzierung unterstützen. Wegen der Eigentumsverhält- nisse liegt die Zuständigkeit beim Klinikum. Die Art der Anlagen als Vorderradhalter sowohl im öffentlichen Straßenraum als auch auf dem Klinikgelände stellen eine Herausforderung für die Attraktivität des Radverkehrs im Untersuchungsgebiet dar. Hier stehen hauptsächlich Vor- derradhalter zur Verfügung, was nur eine begrenzte Sicherheit vor Diebstahl Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 46 bietet und zeitgleich zur Beschädigung der Räder führen kann. Diese Abstellty- pen schmälern den Nutzerkomfort und sollten perspektivisch durch Anlehnbügel oder ähnliches ersetzt werden. Weiterhin ist für die Radabstellanlagen zur berücksichtigen, dass die Nachfrage nach Abstellplätzen für Sonderfahrräder (Lastenräder, Anhänger etc.) steigt. Im Gebiet sind bisher keine Abstellanlagen für Sonderfahrräder vorhanden. Sie sollten vor allem an relevanten Zielen wie dem Bäcker in der Waldeyer Straße oder auf dem Klinikgelände sukzessiv nachgerüstet werden. Abbildung 37: Maßnahmen zu Radabstellanlagen Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende 5.3.2 Elektromobilität Der Anteil der elektrisch betriebenen Pkw wird sich voraussichtlich in den nächsten Jahren erhöhen. Spätestens ab 2035 dürfen nach EU-Recht keine Neuwagen mit Verbrennungsmotoren mehr verkauft werden. Die Automobilin- dustrie und die Bürgerschaft passen sich an diesen Wandel an. In Münster hat sich die Anzahl der Fahrzeuge zu Beginn des Jahres 2021 bis zum Januar 2023 von 1.802 vollelektrische Fahrzeuge auf 4.820 Fahrzeuge erhöht. Die An- zahl steigt weiter an. Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 47 Mit diesem Hintergrund hat die Stadt bislang zwei Konzepte erarbeitet, durch die in naher Zukunft die Ladeinfrastruktur in Münster weiter ausgebaut werden soll: ● Die Stadt errichtet in Kooperation mit den Stadtwerken an über 30 Standor- ten die sogenannten „Kombinierten Stationen“, an denen jeweils zwei Lade- säulen entstehen. Eine dieser Ladesäulen ist für alle Bürgerinnen und Bür- ger zugänglich, die dort ihr Elektro-Fahrzeug laden möchten. Die zweite La- desäule ist exklusiv für das E-Carsharing reserviert und bietet so eine Chance für die Etablierung alternativer und emissionsfreier Mobilitätsange- bote. Im Stadtgebiet sind bislang knapp zehn dieser Stationen umgesetzt 8. ● Neben den Stadtwerken Münster sollen bald weitere (private) Anbieter die Möglichkeit bekommen, Ladesäulen im öffentlichen Straßenraum zu errich- ten. In einem ersten Schritt sollen insgesamt rund 50-60 Standorte (gebün- delt in Pakete à 4-8 Standorte) ausgeschrieben werden, an denen jeweils eine Ladesäule mit zwei Ladepunkten entsteht. Dies geschieht bedarfsge- recht und flächendeckend über das gesamte Stadtgebiet verteilt 9. ● Aktuell plant die Stadt bereits zwei Ladesäulen im öffentlichen Straßenraum im Bereich um die Waldeyerstraße zu errichten. Ein Standort soll an der Sentruper Straße sein. Der zweite ist noch nicht festgelegt. In der Sentruper sind derzeit keine öffentlichen und ebenerdigen Sammelanlagen vorhan- den. Es wird als sinnvoll erachtet, eine Ladesäule im Bereich der Parkie- rungsanlage der Akademie Franz Hitze Haus zu errichten. Die Möglichkei- ten zur Einrichtung einer Ladesäule auf dieser Fläche sind zu prüfen. E-Lademöglichkeiten unterscheiden sich in Normalladepunkte und Schnelllade- punkte. Im Untersuchungsgebiet „Waldeyer Straße / Schmeddingstraße“ gibt es nach Angaben der Bundesnetzagentur Ladepunkte derzeit nur im Parkhaus am Zentralklinikum. Hier sind vier Normalladepunkte vorhanden. Weitere Potenzialbereiche für die Bereitstellung von Ladeinfrastrukturen sind in unmittelbarer Nähe von wichtigen Zielpunkten auf dem Klinikgelände sinnvoll. Nachfolgend werden Potenzialbereiche dargestellt, wo E-Ladestationen in ei- nem ersten Schritt wirkungsvoll eingesetzt werden könnten (Abbildung 38): ● Parkhaus Waldeyer Straße, ● Parkhaus Coesfelder Kreuz, ● im Bereich der Augenheilklinik, ● im Bereich des UKM Trainingszentrums sowie 8 Siehe auch Vorlage V/0312/2021, Anlage 4-5. 9 Siehe auch Vorlage V/0101/2023 Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 48 ● im Bereich des Versorgungszentrums. Die im östlichen Teil geplante Tiefgarage sowie das im Westen angedachte Parkhaus sind ebenfalls als Standorte von potenziellen E-Ladesäulen empfeh- lenswert. Da sich die Maßnahmen noch im Planungsprozess befinden und eine genaue Verortung der Tiefgarage und des Parkhauses nicht möglich ist, werden diese in Abbildung 38 nicht abgebildet. Mittel- bis langfristig sind E-Ladestationen auch in weiteren Bereichen erforder- lich. Zunächst sollten die Ladestationen aber wie oben dargestellt weiter geprüft werden. Zeigt sich, dass diese nicht ausreichen, um den Bedarf zu decken, sind weitere E-Ladestationen zu positionieren. Abbildung 38: E-Ladestationen im Untersuchungsgebiet, Bestand und Potenzialbereiche Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende Elektromobilität betrifft nicht nur den Pkw-Verkehr, sondern auch andere elektrisch angetriebenen Verkehrsmittel, wie E-Fahrräder, Pedelecs und Las- tenfahrräder. Diese benötigen ebenfalls Ladestationen. Interessante Standorte für E-Fahrrad-Ladestationen sind ähnlich wie bei den bereits beschriebenen E- Ladestationen für Pkw besonders an wichtigen Zielen (auf dem Klinikgelände) empfehlenswert. Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 49 Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 50 Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Parkraumangebot 3 Tabelle 2: Parkraumbelegungsgrad (Bestand) 8 Tabelle 3: Angebot an Radabstellanlagen 21 Tabelle 4: Parkraumbelegungsgrad der Radabstellanlagen 24 Tabelle 5: Abwägung der verkehrlichen Eignung des Untersuchungsgebiets für eine Parkraumbewirtschaftung (Bestandssituation) 43 Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Untersuchungsgebiet mit dem Verlauf der geplanten Veloroute 1 Abbildung 2: Parkraumangebot im öffentlichen Straßenraum und auf privaten, aber öffentlich zugänglichen Sammelanlagen 4 Abbildung 3: Parkraumangebot auf privaten Sammelanlagen 5 Abbildung 4: Beschilderungsmöglichkeiten beim Gehwegparken (Verkehrszeichen 315-50 bis 53) 7 Abbildung 5: Beispiel beidseitiges illegales Parken halb auf dem Gehweg (halbseitiges Gehwegparken) im Untersuchungsgebiet 7 Abbildung 6: Belegung im Zeitverlauf 9 Abbildung 7: Parkraumbelegung nach Straßenabschnitten und öffentlich zugänglichen Sammelanlagen, Werktag 11 Uhr (Donnerstag) 9 Abbildung 8: Parkraumbelegung nach Straßenabschnitten und öffentlich zugänglichen Sammelanlagen, Werktag 02 Uhr (Freitag) 10 Abbildung 9: Parkraumbelegung nach Straßenabschnitten und öffentlich zugänglichen Sammelanlagen, Wochenende 11 Uhr (Samstag) 11 Abbildung 10: Parkraumbelegungsgrad private Sammelanlagen, Werktag 11 Uhr (Donnerstag) 12 Abbildung 11: Parkraumbelegungsgrad private Sammelanlagen, Werktag 2 Uhr (Freitag) 13 Abbildung 12: Parkraumbelegungsgrad private Sammelanlagen, Wochenende 11 Uhr (Samstag) 14 Abbildung 13: Routenverlauf der Kennzeichenerfassung 15 Abbildung 14: Anteil der Parkdauer an allen erfassten Fahrzeugen (Werktag, Donnerstag) 17 Abbildung 15: Anteil der Parkdauer an allen erfassten Fahrzeugen (Wochenende, Samstag) 17 Stadt Münster Parkraumuntersu- chung im Quartier „Waldeyer Str. / Schmeddingstr.“ 28. März 2025 51 Abbildung 16: Anteil der verschiedenen Nutzergruppen an allen erfassten Fahrzeugen Werktags (Donnerstag) 18 Abbildung 17: Anteil der verschiedenen Nutzergruppen an allen erfassten Fahrzeugen am Wochenende (Samstag) 19 Abbildung 18: Anteil der verschiedenen Nutzergruppen an allen erfassten Fahrzeugen werktags und am Wochenende 20 Abbildung 19: Vorderradhalter in Münster (Schmeddingstraße) 22 Abbildung 20: Anlehnbügel in Münster (Institut für Pathologie) 22 Abbildung 21: Angebot Radabstellanlagen 22 Abbildung 22: Belegung der Radabstellanlagen, Werktag 11 Uhr (Donnerstag) 24 Abbildung 23: Belegung der Radabstellanlagen, Werktag 15 Uhr (Donnerstag) 25 Abbildung 24: Belegung der Radabstellanlagen, Werktag 2 Uhr (Freitag) 26 Abbildung 25: Belegung der Radabstellanlagen, Wochenende 11 Uhr (Samstag) 27 Abbildung 26: Belegung der Radabstellanlagen, Wochenende 15 Uhr (Samstag) 28 Abbildung 27: Belegung der Radabstellanlagen, Wochenende 2 Uhr (Sonntag) 29 Abbildung 28: Beispiel einer stark belegten Radabstellanlage (Zentrum für Zahn-, Mund und Kieferheilkunde) 29 Abbildung 29: Wild abgestellte Fahrräder (Zentrum für Zahn-, Mund und Kieferheilkunde) 30 Abbildung 30: Übersicht Planungen für die Erweiterung des Zentralklinikums 32 Abbildung 31: Luftbild aktueller Zustand des Zentralklinikums 33 Abbildung 32: Geplanter Zustand des Zentralklinikums 33 Abbildung 33: Beschilderungsbeispiel für Gebührenpflicht im Mischprinzip 40 Abbildung 34: Beschilderungsbeispiele für Parkscheibenregelungen im Mischprinzip 41 Abbildung 35: Beschilderungsbeispiele für Bewohnerparken 42 Abbildung 36: Bewirtschaftungsgebiet 44 Abbildung 37: Maßnahmen zu Radabstellanlagen 46 Abbildung 38: E-Ladestationen im Untersuchungsgebiet, Bestand und Potenzialbereiche 48 de.ramboll.com/transport Ramboll Smart Mobility DE Kopenhagener Str. 60-68 Haus D 13407 Berlin T +49 30 302020-0
Berichtsvorlage
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V/0624/2024 V/0624/2024 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft Parkraumuntersuchung im Quartier „Waldeyerstraße / Schmeddingstraße„ Beratungsfolge 10.04.2025 Bezirksvertretung Münster-West Bericht 07.05.2025 Ausschuss für Verkehr und Mobilität Bericht Bericht: Ausgangssituation: Im Quartier rund um die Waldeyerstraße und die Schmeddingstraße herrscht im Allgemeinen ein ho- her Parkdruck. Aus diesem Grund ist das Quartier Gegenstand einer Parkraumuntersuchung gewor- den. Der Untersuchungsraum erstreckt sich zwischen Roxeler Straße/ Albert -Schweizer-Straße/ Jo- sef-Pieper Straße/ Auf dem Draun/ Sentruper Straße und Rishon-Le-Zion-Ring (siehe Abbildung 1). Zudem stehen im Quartier verschiedene Änderungen an. Zum einen sollen die aktuell schon als Fahr- radstraßen gewidmete Waldeyerstraße und Schmeddingsstraße, mit Beschluss des Fahrradnetzes 2.0, als Fahrradstraße Plus ausgebaut werden. Sie sind dabei Teil der Veloroute 4 Havixbeck – Münster und der Veloroute 5 Nottuln – Münster. Dieser Ausbau soll den Komfort und die Sicherheit der Radfahrenden erhöhen. Zum anderen plant da s angrenzende Universitätsklinikum (UKM) eine Erweiterung des dort verorteten Zentralklinikums. Vor dem Hintergrund der Flächenumstrukturierung und der Erweiterung des UKMs ist zu erwarten, dass der Parkdruck im Quartier weiter ansteigt. Kon- krete Planungen liegen hierzu allerdings noch nicht vor. Auf Grund des aktuell allgemeinen hohen Parkdrucks im Quartier hat die Verwaltung eine Parkrau- muntersuchung zur Abschätzung der Auswirkungen und eine mögliche Einrichtung von Bewohn er- parken in dem Gebiet an das Büro Ramboll aus Berlin vergeben. Amt für Mobilität und Tiefbau 28.03.2025 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Rickmann Telefon: 492-6583 RickmannP@stadt- muenster.de - 2 - V/0624/2024 Abbildung 1: Untersuchungsgebiet mit Verlauf der geplanten Veloroute Das Gutachten für das Quartier kann in Anlage 1 eingesehen werden. Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen: Vorhandenes Parkraumangebot Im Untersuchungsgebiet wohnen 3.135 Personen, die insgesamt 1.569 Pkw besitzen. Es stehen 4.398 Abstellmöglichkeiten zur Verfügung, davon 1.171 im öffentlichen Straßenraum, 1.670 auf priva- ten Sammelanlagen und 1.557 auf privaten, aber öffentlich zugänglichen Sammelanlagen (Parkhäu- ser oder -plätze) Tabelle 1: Aktuelles Parkraumangebot im Quartier Regelung Öffentlicher Straßenraum Sammelanlagen Gesamt öffentlich zugänglich privat Summe Ohne Einschränkung 1.106 0 0 0 1.106 Parkscheibe 9 0 22 22 31 Gebührenpflichtig 20 1.476 0 1.476 1.496 Temporäres Haltverbot 24 0 0 0 24 Nutzerbeschränkt 0 55 1.597 1.652 1.652 Behindertenparkstände 6 24 36 60 66 Laden 0 2 0 2 2 Taxiparkstände 6 0 15 15 21 Gesamt 1.171 1.557 1.670 3.227 4.398 - 3 - V/0624/2024 Parkraumbelegung/ -nachfrage Die Parkraumbelegung wurde im gesamten Untersuchungsgebiet durch Zählungen der parkenden Kfz im Straßenraum und in den Sammelanlagen an einem Donnerstag und einem Samstag um 11 Uhr und 15 Uhr sowie jeweils in der folgenden Nacht zum Freitag bzw. Sonntag um 2 Uhr ermittelt. Dabei wurden jeweils die Fahrzeugart, der Parkstandort und die Art des Parkvorgangs (zulässig oder unzulässig) erhoben. Die Erhebung der Parkdauer und der Nutzendengruppen erfolgte mit einer anonymisierten Kennzei- chenerfassungen, um den Beginn und das Ende des Parkvorgangs und der Parkdauer der Nutzen- dengruppen (Bewohner*innen, Besucher*innen, Beschäftigte, Kunden*innen) abzuschätzen. Die Er- gebnisse wurden anhand der Nutzungsstruktur und durch ergänzende Ortsbegehungen auf Plausibili- tät geprüft. Tabelle 2: Angebot und Nachfrage an Stellplätzen im Bestand Uhrzeit Öffentlicher Straßenraum Private, aber öffentlich zugängliche Sammelanlage Gesamt öffentlich zugängliches Parkraumangebot Private Sammelanlage Gesamt Angebot Werktags 11 Uhr 1.139 1.557 2.696 1.657 4.353 15 Uhr 1.155 1.557 2.712 1.657 4.369 02 Uhr 1.160 1.095 2.255 641 2.896 Wochen- ende 11 Uhr 1.160 1.557 2.717 641 3.358 15 Uhr 1.160 1.557 2.717 641 3.358 02 Uhr 1.160 1.095 2.255 641 2.896 Nachfrage Werktags 11 Uhr 1.257 1.329 2.586 929 3.515 15 Uhr 1.054 1.086 2.140 778 2.918 02 Uhr 647 86 733 115 848 Wochen- ende 11 Uhr 710 221 931 165 1.096 15 Uhr 710 275 985 145 1.130 02 Uhr 571 70 641 122 763 Belegung Werktags 11 Uhr 110 % 85 % 96 % 56 % 81 % 15 Uhr 91 % 70 % 79 % 47 % 67 % 02 Uhr 56 % 8 % 32 % 18 % 29 % Wochen- ende 11 Uhr 61 % 14 % 34 % 26 % 33 % 15 Uhr 61 % 18 % 36 % 23 % 34 % 02 Uhr 49 % 6 % 28 % 19 % 26 % Das Quartier wird in den nächsten Jahren zwei größere verkehrlich e und strukturelle Änderungen erfahren. Neben dem Ausbau der Veloroute in diesem Abschnitt zu einer „Fahrradstraße Plus“, plant zudem das Universitätsklinikum Münster (UKM) eine Erweiterung des Zentralklinikums im Bereich der Albert-Schweitzer-Straße. Im Rahmen der Umbaumaßnahmen muss das Parkhaus vor den Betten- türmen mit rund 1.100 Kfz-Stellplätzen für den neuen Erweiterungsbau weichen. Dieses soll in Form eines neuen Parkhauses auf der Westseite mit ca. 800 Stellplätzen sowie einer neuen Tiefgarage mit ca. 400 Stellplätzen kompensiert werden. Die Erweiterungsmaßnahmen befinden sich noch im Pla- - 4 - V/0624/2024 nungsprozess, sodass noch keine konkrete Parkraumprognose für die Erweiterung des Zentralklini- kums erstellt werden konnte. Ergebnisse/Fazit Die Voraussetzung für die Einführung einer flächendeckenden Parkraumbewirtschaftung im Untersu- chungsgebiet ist nur werktags tagsüber gegeben (siehe Tabelle 2). Der Parkdruck im Untersu- chungsgebiet ist vor allem an Werktagen z wischen 11 Uhr und 15 Uh r in vielen Straßenabschnitten hoch und resultiert unter anderem aus der Überlagerung der verschiedenen Nutzendengruppen (z. B. Bewohner*innen, Kunden*innen und Beschäftigte). Dabei ist die räumliche Verteilung ungleichmäßig. Straßenabschnitte in der Nähe des Universitätsklinikums wie z. B. die Waldeyerstraße, Schmedding- straße, Eupener Weg, Malmedyweg, Tondernstraße und Albert-Schweitzer-Straße sind stark ausge- lastet. Dagegen weisen andere Straßen sowie die öffentlich zugänglichen Parkhäuser noch freie Ka- pazitäten auf. In einigen Straßenabschnitten wird zudem trotz einer schmalen Fahrbahnbreite halbsei- tig auf dem Gehweg geparkt und dadurch zusätzlich die nutzbare Gehwegbreite für den Fußverkehr reduziert. Die aktuelle Situation im Quartier, sowie die zukün ftigen Entwicklungen machen eine Zunahme der Parkraumbelegung und die Verschärfung der Parkraumsituation erwartbar. Ein Parkplatzdefizit ist dann vor allem werktags um 11 Uhr zu erwarten, und auch um 15 Uhr kann das Angebot die Nach- frage voraussichtlich nur noch knapp abdecken. In der Nacht und am Wochenende sind im öffentli- chen Straßenraum hingegen noch genügend freie Kapazitäten vorhanden. Die Parkplatzsituation in den öffentlich zugänglichen Parkhäusern bleibt unverändert. Hier sind an allen Tagen und Uhrzeiten noch genügend Abstellmöglichkeiten vorhanden. Der Anteil an Langzeitparkenden im öffentlichen Straßenraum ist mit bis zu 90 % sehr hoch. Werk- tags zwischen 6 Uhr und 18 Uhr liegt der Anteil der gebietsfremden Langzeitparkenden bei ca. 40 %, am Woc henende bei ca. 20 %. Es ist davon auszugehen, dass der Großteil davon Beschäftigte des Universitätsklinikums sind. Das Parken im öffentlichen Straßenraum wird dadurch begünstigt, dass die Parkstände größtenteils kostenlos und ohne zeitliche Einschränkungen nutzbar sind und die Stell- plätze in den öffentlich zugänglichen Parkhäusern sowie privaten Sammelanlagen auf dem Gelände des Universitätsklinikums über eine Parkscheingebührenpflicht bzw. Nutzendenbeschränkung verfü- gen. Zum jetzigen Zeitpunkt, kann die Einrichtung einer Bewohnerparkzone daher nicht uneingeschränkt empfohlen werden, da die Parkraumbelegung nur werktags zwischen 8 Uhr und 16 Uhr den hierfür notwendige Belegungsgrad überschreitet. In diesem Zeitraum ist eine Bewirtschaftung grundsätzlich im gesamten Untersuchungsgebiet sinnvoll. Dennoch ist zu erwarten, dass mit dem Ausbau der Velo- route und der Erweiterung des Zentralklinikums des UKMs der Parkdruck im Quartier weiter steigen wird. Für das weitere Vorgehen müssen zunächst die im Quartier geplanten Baumaßnahmen abgeschlos- sen werden. Daran anschließend muss die Situation im Quartier erneut in den Blick genommen und mit Hilfe einer kurzen Erhebung mit der im Gutachten erläuterten Situation verglichen werden. Wenn der Parkdruck vergleichbar oder sogar gestiegen ist, wird ein Konzept für die Regulierung und Struk- turierung des Parkraums erstellt. in Vertretung gez. Robin Denstorff Stadtbaurat Anlagen: Anlage A Anlage 1: Parkraumuntersuchung im Quartier „Waldeyer Straße / Schmedding- straße“
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (18)
- Waldeyerstraße
- Schmeddingstraße
- Kopenhagener Straße 60
- Roxeler Straße
- Josef-Pieper-Straße
- Sentruper Straße
- Domagkstraße
- Albert-Schweitzer-Straße
- Mausbachstraße
- Einsteinstraße
- Von-Esmarch-Straße
- Tondernstraße
- Eupener Weg
- Malmedyweg
- Auf dem Draun
- Rishon-Le-Zion-Ring
- Kardinal-von-Galen-Ring
- Sentruper Höhe
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Details
- Aktenzeichen
- V/0624/2024
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 14.10.2024
- Erstellt
- 08.10.2024 11:59