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V/0426/2016

Digitale Stadt Münster: Zwischenbericht zur Umsetzung der Neukonzeption des Medienentwicklungsplanes

Vorlagen 01.06.2016

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Nächste Beratung: Betriebsausschuss der citeq, Sitzung am 15.09.2016, TOP 4.1

Berichtsvorlage

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Berichtsvorlage

12583 Zeichen

V/0426/2016 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Schule und Weiterbildung 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Digitale Stadt Münster: Zwischenbericht zur Umsetzung der Neukonzeption des 
Medienentwicklungsplanes 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
28.06.2016 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Bericht 
15.09.2016 Betriebsausschuss der citeq Bericht 
 
 
Bericht: 
 
 
 
Ausgangslage 
 
In seiner Sitzung vom 16.12.2015 beschloss der Rat der Stadt Münster die Weiterentwicklung 
des Medienentwicklungsplanes (MEP) an den allgemeinbildenden Schulen (Vorlage 
V/0916/2015) und beauftragte zugleich die Verwaltung (V/0916/2015/1. Erg.), einen Zwischenbe-
richt zur Umsetzung des MEP vorzulegen. 
 
Diesem Auftrag wird mit der vorliegenden Berichtsvorlage entsprochen. 
 
 
 
Aktueller Betrieb: Windows7-Umstellung 
 
Für die Steuerung und Konfiguration der PC-Systeme in den pädagogischen Netzwerken setzt 
die citeq ein so genanntes Clientmanagementsystem ein. Dieses reguliert die Rechtevergabe an 
dem PC und ermöglicht es u.a. den Administratoren der citeq, Software automatisiert auf einer 
Vielzahl von PC zu installieren. Dazu wird seit Einführung des MEP Software der Firma „Novell“ 
eingesetzt. 
 
Im Rahmen des Umstiegs auf das Betriebssystem Windows7 hat sich gezeigt, dass das einge-
setzte Clientmanagementsystem der Firma Novell Fehlfunktionen aufweist. Diese zeigen sich 
insbesondere in Form eines verlangsamten Startvorgangs der PC. Hinzu kommt, dass personali-
sierte Profile von den Nutzern beim Systemstart sporadisch nicht ordnungsgemäß geladen wer-
den. Dies hat zur Folge, dass sich Schülerinnen und Schüler oder Lehrkräfte an den PC erneut 
ab- und anmelden müssen. Die citeq steht in intensivem Kontakt mit der Firma Novell sowie wei-
teren externen Beratungsunternehmen, um die Probleme zu beheben. Durch die in diesem Zu-
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0426/2016 
Auskunft erteilt: 
Herr Rickling 
Ruf: 
492 40 36 
E-Mail: 
Rickling@stadt-muenster.de 
Datum: 
10.06.2016 
Öffentliche Berichtsvorlage

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sammenhang ergriffenen Maßnahmen konnten die Probleme zwar noch nicht endgültig behoben, 
aber deutlich reduziert werden. Die derzeitige Situation lässt es zu, den Umstieg auf das Be-
triebssystem Windows7 wieder aufzunehmen. Die noch ausstehenden Schulen werden dazu von 
der citeq kontaktiert. 
 
 
 
Weiterentwicklung des MEP 
 
Die Nutzung der IT in den Schulen stellt nicht nur die Schulen, sondern insbesondere aber auch 
die Schulträger vor große Herausforderungen. Schulen möchten vermehrt mobile Endgeräte ein-
setzen. Lehrkräfte und Schüler verfügen bereits über Tablets und Co. und möchten diese auch in 
der Schule nutzen. Informationen sollen schnell und überall verfügbar sein. Dies gilt insbesonde-
re für die Zugangsmöglichkeiten zum Internet. Hard- und Software müssen vielseitig, aktuell und 
zuverlässig sein. Die wesentlichen Themen sind: 
 
 Anbindung der Schulen mit hoher Bandbreite  
 Ausstattung der Schulen mit WLAN 
 Dynamisierung des Hardwarekataloges und der Softwaretechnologie 
 Organisation und Prozesse 
 Logineo 
 Finanzierungskonzept 
 
 
 
Breitbandige Anbindung der Schulen 
 
Die citeq hat unter Beteiligung des Breitbandkoordinators der Stadt Münster (Stadtwerke 
Münster GmbH), dem Tiefbauamt und dem Vermessungs- und Katasteramt einen Breitband-
infrastrukturatlas erstellt und auf dieser Basis die Aufwände für die Breitbandanbindung aller 
Schulen ermittelt. Im Rahmen einer Gesamtplanung, welche auch die anderen städtischen 
Gebäude einbezieht, können alle Schulen voraussichtlich im Rahmen der aktuellen Finanz-
mittel für den Netzbetrieb über Lichtwellenleitungen an das citeq-Netz angebunden werden. 
Unter der Voraussetzung ausreichender befristeter Personalgestellung beim Amt für Immobi-
lienmanagement, dem Tiefbauamt und der citeq ist die Umsetzung innerhalb von ca. 2 Jah-
ren möglich.“ 
 
 
 
WLAN-Vorbereitung 
 
Die Einführung eines WLAN-Systems ist unverzichtbarer Bestandteil der aktuellen IT-
Weiterentwicklung der Schulen. Durch die Einführung eines WLAN-Systems soll es den 
Lehrkräften sowie den Schülerinnen und Schülern zukünftig ermöglicht werden, private 
Endgeräte  im Schulgebäude zu nutzen. Zudem bildet ein WLAN-System die Grundlage für das 
Arbeiten mit Tablet-PC bzw. iPads im Schulgebäude. Entsprechend dem Beschluss des Rates 
hat die Verwaltung mit den Vorarbeiten für die Einrichtung von WLAN in den Schulgebäuden 
begonnen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die Verkabelungsarbeiten zur 
Bereitstellung der Leitungsanschlüsse für die WLAN-Access-Points. Die Maßnahmen werden 
vom Amt für Schule und Weiterbildung mit dem Amt für Immobilienmanagement koordiniert. 
Begonnen wurde mit den 20 Schulstandorten, die per Lichtwellenleitung an das Internet 
angebunden sind. 
 
An den folgenden Schulen haben entsprechende Gespräche stattgefunden bzw. sind die 
Maßnahmen bereits abgeschlossen:

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 Aegidii-Ludgeri-Grundschule,  
 Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium, 
 Ratsgymnasium, 
 Geschw.-Scholl-Gymnasium, 
 Geschw.-Scholl-Realschule  
 Grundschule am Kinderbach 
 Schillergymnasium 
 Overbergschule 
 Paulinum 
 Melanchthonschule 
 Hauptschule Hiltrup 
 Johannes-Gutenberg-Realschule Hiltrup 
 Immanuel-Kant-Gymnasium Hiltrup 
 Norbertschule 
 
Mit den anderen Schulen wurden die Gespräche terminiert. 
 
An den drei erstgenannten Schulen (Aegidii-Ludgeri-Schule, Annette-von Droste-Hülshoff- Gym-
nasium und Ratsgymnasium) sind die WLAN-vorbereitenden Maßnahmen schon ausgeführt. Die 
Arbeiten gestalten sich bislang kostengünstiger als kalkuliert. Inwieweit das auch für die anderen 
Schulen gilt, bleibt abzuwarten, da die Gebäudestrukturen sehr unterschiedlich sind. Verlässliche 
Aussagen zum Einstieg in die flächendeckende Ausstattung einzelner Schulen bereits in 2016 
lassen sich daher nicht machen. 
 
 
 
Dynamisierung des Hardwarekataloges und der Softwaretechnologie 
 
Das gegenwärtige Budget reicht für die Bereitstellung zusätzlicher Hardware und damit einer 
spürbaren Dynamisierung in den Schulen nicht aus. Der Hardwarekatalog des MEP wird auch 
weiterhin nur einen Standard anbieten (können), der eine Grundausstattung ermöglicht. Eine 
Dynamisierung kann allerdings durch die Einbeziehung eigener Geräte der Schulen erreicht 
werden. Es wird daher zurzeit nach Möglichkeiten gesucht, den Schulen die Einbindung weiterer, 
externer Hardware (z. B. Leihgeräte und Altgeräte der citeq) zu ermöglichen. Auch gibt es 
Überlegungen, in Abhängigkeit von den medienpädagogischen Konzepten der Schulen Impulse 
in die Weiterentwicklung des Warenkorbs zu geben. Erst in Abhängigkeit vom zukünftigen Client-
Management lassen sich die Möglichkeiten der Einbeziehung externer Geräte präzisieren. 
 
Um eine Verbesserung der Qualität und Geschwindigkeit der Softwarebereitstellung zu erreichen, 
die Möglichkeit zu erlangen, auch schuleigene Geräte in das pädagogische Netzwerk 
einzubinden und auf pädagogische Daten auch von außerhalb der Schule zugreifen zu können 
ist ein neues System zur Softwareverteilung und zum Clientmanagement erforderlich. 
Gleichzeitig kann damit eine große Zahl der Mängel und Probleme, die von den Schulen in 
Zusammenhang mit dem Windows7-RollOut gemeldet werden, beseitigt werden, die (s.o.) mit 
dem derzeitigen veralteten Clientmanagment zusammenhängen. 
 
In der Realschule Wolbeck und der Michaelschule haben Pilotprojekte zur Dynamisierung des 
Hardwarekataloges und der Softwareinstallation stattgefunden. Die beiden Schulen sowie die 
Vertreungen der Schulen in der MEP-Lenkungsgruppe waren mit dem Funktionsumfang der 
getesteten Lösung sehr zufrieden. Die Dynamisierung der Softwareverteilung und das 
Clientmanagement soll künftig durch die Einbeziehung externer Anbieter umgesetzt werden.  
Aus den Erfahrungen der Pilotschulen abgeleitet, haben die Vertretungen der Schulen in der 
Lenkungsgruppe MEP und das Amt für Schule und Weiterbildung mit fachlicher und 
vergaberechtlicher Beratung und Unterstützung durch die citeq ein Lasten-/Pflichtenheft als 
Ausschreibungsgrundlage für ein Client-Management-System erstellt. Zurzeit wird eine

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zweistufige europaweite Ausschreibung (Teilnahmewettbewerb) für eine zeitgemäße und 
moderne neue Softwarelösung vorbereitet. Unter Berücksichtigung der vergaberechtlich 
vorgeschriebenen Fristen ist der Abschluss des Vergabeverfahrens und der Beginn des Rollouts 
zum Ende des ersten Quartals 2017 vorgesehen. Das gewählte Vergabeverfahren ist zwar 
zeitaufwändig, weist aber gegenüber schnelleren Verfahren den Vorteil auf, dass Qualität und 
Funktionsumfang des ausgeschriebenen Systems eher sichergestellt werden können. Der 
Rollout des Clientmanagements in allen Schulen wird voraussichtlich ca. 1 Jahr benötigen.  Die 
Schulen wurden über die zeitlichen Zusammenhänge im Hinblick auf Ausschreibung und 
Vergabe eines Client-Management-Systems informiert. 
 
Es ist davon auszugehen, dass die Einführung des neuen Clientmanagement-Verfahrens zu 
erhöhtem Support-Aufwand in den Schulen führen wird. Daher schlägt die Verwaltung vor, die 
Maßnahme mit einer Erweiterung der Support-Kapazitäten zu verbinden. Auch diese Maßnahme 
steht unter dem Vorbehalt der entsprechenden Mittelbereitstellung. Es ist vorgesehen, sie 
zunächst auf zwei Jahre zu befristen. Auf Basis der Erfahrungen aus den ersten beiden 
Betriebsjahren ist dann über eine Fortsetzung des erweiterten Vorort-Supports zu entscheiden. 
 
 
 
Organisation und Prozesse 
 
Die aktuellen Erfahrungen in der Umsetzung des MEP haben gezeigt, dass es erforderlich ist, die 
IT-Prozesse, Schnittstellen und die jeweiligen Zuständigkeiten zwischen den am MEP-Beteiligten 
(IT-Kontaktlehrer/innen der Schulen, Amt für Schule und Weiterbildung, Hardware-Lieferanten 
sowie Software-Hersteller und citeq) stärker miteinander abzustimmen und zu dokumentieren. Es 
sollen klare Vereinbarungen zu den Zuständigkeiten zwischen der citeq, dem Amt für Schule und 
Weiterbildung und den Schulen getroffen werden.  
 
Basierend auf der Vereinbarung des Landes NRW mit den Kommunalen Spitzenverbänden NRW 
zur Zusammenarbeit von Schulen und Schulträgern bei der Wartung, Pflege und Verwaltung der 
IT-Ausstattung von Schulen sollen in einem Organisationsprojekt unter Einbeziehung von zwei 
Schulen (Wilhelm-Hittorf-Gymnasium, Marienschule Hiltrup) Probleme dieser Art und weitere 
kommunikative und ablaufbezogene Abstimmungsbedarfe aufgezeigt und gelöst werden. Das 
Projekt befindet sich zurzeit noch im Entwurfsstadium. Erste Zwischenergebnisse werden jedoch 
bis zu den Herbstferien 2016 erwartet. Nach Abschluss des Projektes werden die Ergebnisse in 
einer Vereinbarung zwischen citeq, Amt für Schule und Weiterbildung und den Schulen schriftlich 
fixiert und umgesetzt. 
 
Die oben bereits genannte Vereinbarung des Landes NRW mit den Kommunalen 
Spitzenverbänden NRW zur Zusammenarbeit von Schulen und Schulträgern bei der Wartung, 
Pflege und Verwaltung der IT-Ausstattung von Schulen weist den medienpädagogischen 
Konzepten der Schulen eine für die Medienentwicklungsplanung der Kommune grundlegende 
Rolle zu. Dies wird die Medienentwicklungsplanung der Stadt Münster sukzessive aufgreifen und 
umsetzen. Dementsprechend werden künftig die medienpädagogischen Konzepte der Schulen 
bei allen Ausstattungs-/Reinvestitionsvorhaben Grundlage der Gespräche sein. 
 
 
Logineo 
Das Land NRW und die kommunalen Spitzenverbände haben sich darauf verständigt, den 
Schulen in NRW eine datenschutzkonforme und geschützte Arbeitsplattform zur schulischen 
Kommunikation, Organisation und Dokumentenverwaltung zur Verfügung zu stellen. Die 
webbasierte Basis-IT-Infrastruktur LOGINEO NRW wurde vom Kommunalen Rechenzentrum 
Niederrhein, von LVR-InfoKOm und regioIT Aachen entwickelt.  
 
LOGINEO NRW bietet in der Basis-Version folgende Funktionen und Module:  
 Benutzerverwaltung mit Single-Sign-On

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 Groupware mit E-Mail, Kalender und Adressbuch 
 Dateimanagement-System (DMS) und Mediathek 
 erweiterte learn:line NRW mit Zugriff auf lizenzgeschützte Materialien 
 standardisierte Schnittstellen zu weiteren Produkten (Medienpass NRW, Webweaver, 
Moodle) 
Die Einführung von LOGINEO ist vom Land verschoben worden, da es noch Abstimmungsbedarf 
gibt. 
 
 
 
Finanzierungskonzept 
 
Parallel zum Ausbauprogramm Schulen (V/0420/2016) sind ab 2017 erhebliche zusätzliche Mittel 
erforderlich, um perspektivisch eine zukunftsfähige und zukunftssichere Medienlandschaft in den 
Schulen zu gewährleisten.  
 
 
In Vertretung 
 
gez. 
 
Thomas Paal 
Stadtrat

Beratungsverlauf (2)

28.06.2016 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 14 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
15.09.2016 Betriebsausschuss der citeq
TOP 4.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
V/0426/2016
Typ
Vorlagen
Datum
01.06.2016
Erstellt
06.10.2020 14:37